Schub für die Digitalisierung von Industrie und öffentlicher Hand: º£½ÇÖ±²¥ startet Leuchtturmprojekt zu smarten Konnektivitätslösungen
An der º£½ÇÖ±²¥ Kaiserslautern-Landau entsteht ein Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität (KSK), das die Einführung wirtschaftlich tragfähiger digitaler Konnektivitätslösungen in Deutschland beschleunigen und damit die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und staatliche Handlungsfähigkeit stärken soll. Im Fokus stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen. Das KSK wird vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gefördert und am Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation unter Leitung von Professor Hans D. Schotten verankert.
Anlässlich des Starts sagte Bundesminister Dr. Karsten Wildberger: „Digitale Technologien sind der Schlüssel für Produktivitätsgewinne, resiliente Wertschöpfungsketten und innovative Geschäftsmodelle. Doch viele Unternehmen zögern noch, die Chancen moderner Konnektivität zu nutzen. Mit dem Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität schaffen wir eine neutrale Anlaufstelle, die Hemmnisse abbaut und praxisnahe Lösungen entwickelt. Wir wollen Investitionsrisiken reduzieren, technologische Souveränität stärken und ein herstellerunabhängiges Ökosystem fördern.“
Professor Schotten betont: „An der º£½ÇÖ±²¥ haben wir intensiv an Anwendungsszenarien für 5G geforscht, insbesondere mit Blick auf die Automatisierung von Produktionsprozessen, und die Lösungen praktisch erprobt. Wir haben gezeigt, dass die Technologien reif für die Anwendung sind. Deswegen ist es höchste Zeit, dass die Erkenntnisse aus der Forschung in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen für einen Innovationsschub sorgen. Das Kompetenzzentrum wird in Kaiserslautern angesiedelt und stärkt damit die Strahlkraft des Standorts im Bereich der smarten Kommunikationstechnologien.“
„Die Ansiedlung des Kompetenzzentrums Smarte Konnektivität, kurz KSK, an der º£½ÇÖ±²¥ in Kaiserslautern ist ein weiterer großer Erfolg für die º£½ÇÖ±²¥ und für Rheinland-Pfalz. Ich gratuliere Herrn Professor Schotten und allen anderen Beteiligten herzlich zu diesem beeindruckenden Meilenstein. Mit dem KSK wird unser Land zu einem zentralen bundesweiten Hub für digitale Konnektivität. Das stärkt die wissenschaftliche Profilbildung, beschleunigt den Transfer in Wirtschaft und Verwaltung und erhöht nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch.
Neutrale, anwenderorientierte Unterstützung im Fokus
Als zentraler Akteur soll das KSK die Lücke zwischen Forschung, Marktangeboten und praktischer Anwendung schließen und so den Transfer von der Wissenschaft in die wirtschaftliche Verwertung deutlich forcieren. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen. Das Zentrum bietet neutrale, anwenderorientierte Unterstützung bei Auswahl, Bewertung und Skalierung von Konnektivitätstechnologien wie 5G-Campusnetzen, WLAN, LPWAN und satellitenbasierten Netzen.
Die Umsetzung des Kompetenzzentrums ist der erste Baustein eines umfangreichen Programms zur Unterstützung des Transfers von Konnektivitätslösungen aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung.
Im Fokus steht ein technologieneutraler Ansatz. Interessierte Akteure sollen genau die technologische Lösung nutzen können, die für die jeweilige Anwendung ideal ist. Das Kompetenzzentrum verfolgt einen technologieagnostischen Ansatz und entwickelt Referenzarchitekturen, Investitions- und Entscheidungsblaupausen.
Wissen in Form von Referenzimplementierungen weitergeben
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwertung der Projektergebnisse: Alle Ergebnisse werden für die Entscheidungsfindung aufbereitet, validierte End-to-End-Lösungen dienen als Referenzimplementierungen und werden auf Roadshows und Messen präsentiert. Schulungen und Informationsangebote für KMU und öffentliche Einrichtungen ergänzen das Transferkonzept.
Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Entwicklungsprojektes der º£½ÇÖ±²¥ Kaiserslautern-Landau und wird durch das BMDS mit bis zu 17,4 Millionen Euro gefördert.
Die weiteren Bausteine des BMDS-Programms werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Dies beinhaltet Fördermöglichkeiten für Unternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure, Gebietskörperschaften und Forschungseinrichtungen rund um das Thema „Smarte Konnektivität für die Wirtschaft“.
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