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            <title>Nachrichten - Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</title>
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            <description>Neuigkeiten und Pressemitteilungen der Rheinland‑Pfälzischen Technischen Universität (ֱ): Forschung, Studium, Lehre und Veranstaltungen aus Kaiserslautern und Landau.</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</copyright>
            
            
            <pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:17:24 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 09:52:16 +0100</pubDate>
                        <title>Für mehr Ernährungssicherheit: Kenianische Doktoranden forschen an der ֱ </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fuer-mehr-ernaehrungssicherheit-kenianische-doktoranden-forschen-an-der-rptu</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Doktoranden Fatuma Fora und Henry Momanyi kamen im September 2025 aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi nach Landau, um für ein halbes Jahr ihre jeweiligen Forschungsprojekte voranzutreiben: Beide suchen nach Lösungen gegen krankmachende Pilzgifte, Aflatoxine, die in ihrem Heimatland massenhaft Böden und Grundwasser belasten. Hier berichten sie über ihre Forschung – erzählen, welche Eindrücke sie aus Deutschland mitnehmen und warum sie zum ersten Mal überhaupt Google Maps benutzen mussten.</strong></p>
<p>„Daran beteiligt zu sein, den Menschen in meiner Heimat Hoffnung geben zu können und Lösungen zu entwickeln, macht mich stolz“, erklärt die junge <a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/wenn-pilze-krank-machen-kenianische-und-deutsche-wissenschaftler-gemeinsam-im-kampf-gegen-aflatoxine" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">Forscherin Fatuma Fora, die gemeinsam mit ihrem Doktoranden-Kollegen Henry Momanyi für ein halbes Jahr in den Laboren der ֱ experimentiert</a>. Ein halbes Jahr Deutschland heißt für die beiden aber auch ein halbes Jahr ohne ihre Familie und ohne ihre Kinder: „Das ist schwer“, sagt Henry. „Wir sind zwar gewohnt, des Öfteren für längere Zeit von zu Hause zu Forschungszwecken wegzumüssen – aber ein halbes Jahr war es bislang noch nie.“ Beide sind sich jedoch darüber im Klaren, dass sie mit ihrer Forschung einen Teil dazu beitragen, eines der größten kenianischen Probleme zu lösen: Beide suchen nach Lösungen gegen krankmachende Pilzgifte, Aflatoxine, die in ihrem Heimatland Böden und Grundwasser belasten.</p>
<p><strong>Trinkwasser und Böden sind betroffen</strong></p>
<p>„Woher die Aflatoxine, also das Abfallprodukt des Pilzes Aspergillus kommt, bleibt eher eine Legende, als dass es wirklich belegbar ist“, sagt Fatuma. „Vor vielen Jahren fiel die kenianische Ernte einer Dürre zum Opfer. Mais musste zugekauft werden. In diesem Fall aus einem Land außerhalb Afrikas, wo die Pilzbelastung mit Aspergillus keine Rolle spielt. Die klimatischen Bedingungen boten ihm keinen Nährboden. In Kenia allerdings explodierte die Entwicklung“, so die junge Wissenschaftlerin über die nicht belegte Herkunft der hohen Aspergillus-Belastung in ihrem Heimatland. Henry ergänzt: „Das Schlimme ist, dass der Aspergillus sich in Kenia durch für ihn optimale klimatische Bedingungen, also feucht und warm, seinen Raum schafft.“&nbsp;</p>
<p><strong>Kenia bietet dem Pilz optimale Bedingungen</strong></p>
<p>Eben diese Bedingungen finden sich in vielen Teilen Kenias – besonders stark betroffen ist Makueni County. Der dortige rote Lehmboden in den Tieflagen speichert Feuchtigkeit besonders gut. Das macht ihn zu einem optimalen Nährboden für den Aspergillus und das von ihm produzierte Gift. Fatuma erklärt: „Wir haben in Kenia sehr unterschiedliche Bodentypen und jeder ist auf seine Art problematisch im Zusammenhang mit Aflatoxinen. Im Sandboden beispielsweise finden sie keinen Halt, weswegen dieser sich für meine Untersuchung nicht eignet. Aflatoxine werden mit dem Regenwasser direkt durchgespült ins Grundwasser. Am Sandboden ist also das Problem, dass er ursächlich dafür ist, dass Aflatoxine ins Grundwasser gelangen.“&nbsp;</p>
<p><strong>Farmer werden zu Bodengesundheit geschult</strong></p>
<p>Fatuma untersucht im Feld und im Labor, wie sich das Gift im Lehmboden verhält: Wie bewegt es sich? Wie verteilt es sich? Wie lange bleibt es aktiv? Ihre Arbeit baut auf zwei Säulen auf: Zum einen ist da die Analyse, die Forschung zum Verhalten der Aflatoxine. Darauf aufbauend schult sie aber auch kenianische Farmer, wie sie die Aspergillus-Belastung senken können. Diese didaktische Arbeit bildet die zweite Säule: „Meine Ergebnisse sind die Basis für Schulungskonzepte zur Bodengesundheit.“ Denn: „Gesunde Böden bedeuten gesunde Pflanzen. Und gesunde Pflanzen bedeuten gesunde Ernte.“&nbsp;</p>
<p>Was könnte hierbei ein Ansatz sein? Ein Protagonist im Kampf für gesunde Böden sei Kompost. Durch die biologischen Prozesse steigen lokal die Temperaturen im Boden – das macht die Bedingungen für den Aspergillus ungünstig. Kompost ist also ein natürlicher Gegenspieler gegen das Gift. Außerdem wird der Boden durch das Einbringen von Kompost mit etlichen weiteren Mikroorganismen angereichert, die den Aspergillus unter Konkurrenzdruck setzen.&nbsp;</p>
<p><strong>Ein anderer Pilz gegen das Gift?</strong></p>
<p>Während Fatuma die Dynamik des Toxins im Boden analysiert, sucht Henry nach einem biologischen Gegenmittel. Seine Hypothese: Es gibt Pilze, die Aflatoxine abbauen oder neutralisieren können. Tatsächlich hat er eine vielversprechende Pilzkultur isoliert, die in kontaminierten Böden eine neutralisierende Wirkung zeigt. Um sie genauer zu charakterisieren, führt er in Kooperation mit dem Max Rubner-Institut in Karlsruhe DNA-Sequenzierungen durch. Molekulargenetische Analysen sollen klären, welches Potenzial in dem Organismus steckt. Beide Forschungsprojekte sind Teil des Projekts SolFOOD, eine deutsch-kenianische Forschungskooperation, die zum Ziel hat, die Lebensmittelsicherheit langfristig zu verbessern – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.</p>
<p><strong>„Wir brauchen kein Google Maps – wir haben Leute“</strong></p>
<p>So ernst die Hintergründe ihres Aufenthaltes an der ֱ sind – für Fatuma und Henry bleibt Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Fatuma lacht herzlich, als es darum geht, wo sie den größten Unterschied zwischen den Menschen in Kenia und den Menschen in Deutschland sieht: „In Kenia ist es üblich, bei Fragen nach dem Weg einfach jemanden anzutippen. Man kann sich sicher sein, dass einem geholfen wird oder die Person einen ein Stück in die jeweilige Richtung begleitet.“ Hier seien sie erst einmal aufgeschmissen gewesen. „Wir mussten Google Maps benutzen. Zum ersten Mal. In Kenia brauchen wir kein Google Maps – wir haben Leute“, sagt sie schmunzelnd.&nbsp;</p>
<p>„In Deutschland sind die Menschen distanzierter zueinander“, ergänzt Henry und beschreibt damit eine der Herausforderungen, die ihnen der Alltag in Deutschland beschert. „Aber dafür schätzen wir sehr, wie regeltreu die Menschen in Deutschland sind“, so der vierfache Familienvater weiter – und erläutert dies anhand eines Beispiels: „In Nairobi hält sich niemand an die Verkehrsregeln. Besonders für Kinder macht das den Straßenverkehr sehr gefährlich.“ Fatuma, Mutter von drei Kindern, fügt hinzu: „Sind die Kinder unterwegs, habe ich immer Sorge, ob sie auch wieder heil nach Hause kommen.“&nbsp;</p>
<p>In Deutschland genießen Fatuma und Henry die vielen Brotsorten und können sich durchaus für die Pfälzer Küche erwärmen. An eines aber gewöhnen sie sich nicht, darin sind sich beide einig: das Südpfälzer Winterwetter. „Es ist sehr lange sehr grau“, lautet ihr Fazit nach dem Wintersemester.</p>
<p><strong>Es geht um Ernährungssicherheit, Einkommensstabilität und Gesundheit</strong></p>
<p>Doch zurück zu den Forschungsansätzen der beiden Doktoranden, die betonen: Alle Projekte im Kampf gegen Aflatoxine haben direkte Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Kenia. Im Endeffekt gehe es um Ernährungssicherheit, Einkommensstabilität und Gesundheit.&nbsp;</p>
<p>Zum Ende des Wintersemesters 2025/26 kehren Fatuma und Henry nach Kenia zurück – mit neuen Daten, neuen Methoden, neuen Ansätzen. Doch was sie mitnehmen, ist mehr als wissenschaftliches Know-how. Es ist die Erfahrung, dass internationale Zusammenarbeit konkrete Lösungen hervorbringen kann. Für Böden, für Ernten, für Trinkwasser.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 10:53:53 +0100</pubDate>
                        <title>Als Sozialwissenschaftler erfolgreich in der KI-Didaktik</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/als-sozialwissenschaftler-erfolgreich-in-der-ki-didaktik</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Werdegang von Alumnus Dr. Wolfgang König zeigt eindrucksvoll, was Sozialwissenschaft leisten kann: Sie bildet keine Spezialistinnen und Spezialisten aus, sondern Menschen, die verstehen, wie Wissen entsteht, wie Lernen funktioniert und wie man Orientierung schafft, wenn sich Rahmenbedingungen permanent verschieben. Heute ist Wolfgang König ein Pionier der KI-Didaktik – bietet Lehrenden einen didaktischen roten Faden für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lehre. Zwei zentrale Modelle hat er entwickelt: das Graue-Box-Modell der Chatbot-Didaktik und den KI-Lernfahrplan. Er sagt: „Ziel ist nicht, die Technik zu verstehen, sondern ihre Nutzung in Lernprozesse einzubetten“.</strong></p>
<p>Seit einigen Jahren bereits beschäftigt sich Wolfgang König mit Künstlicher Intelligenz (KI), mit Lernen, mit Ausbildung – und mit den Missverständnissen, die neue Technologien regelmäßig begleiten. Sein Wissen teilt er unter anderem über . „Rund 10.000 Follower zeigen mir, wie groß der Bedarf hier ist.“ Er arbeitet als Experte für digitale berufliche Bildung beim Bildungswerk der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, entwickelt Konzepte für das Lernen mit KI und erreicht mit seinen Beiträgen ein großes Fachpublikum. Dass genau das einmal sein beruflicher Fokus sein würde, war nicht geplant.&nbsp;</p>
<p>Sein Weg beginnt als Student in Landau - an der heutigen ֱ. Was ihn an seiner Alma Mater besonders geprägt hat, war weniger ein einzelnes Thema als eine Haltung: „Als Geisteswissenschaftler ist es mir in Fleisch und Blut übergegangen, komplexe Muster zu erkennen und diese in eine Alltagstauglichkeit zu übersetzen“, sagt er. Eine zentrale Rolle spielte dabei sein Doktorvater Professor Ulrich Sarcinelli: „Er war – und ist – ein Profi darin, Komplexität zu reduzieren.“ Nicht im Sinne von Vereinfachung, sondern im Sinne von Struktur. Diese Fähigkeit wurde für ihn zu einem Handwerkszeug, das weit über die Universität hinaus nutzbar ist: ein Werkzeug für das verständlich machen komplexer Themen, ohne dabei an Präzision zu verlieren. „Es geht nicht darum, etwas herunterzubrechen“, erklärt König, „sondern darum, dass die Struktur erkennbar ist – damit andere wissen, wie sie weiterarbeiten können.“</p>
<p><strong>Zwischen Forschung, Öffentlichkeit und Praxis</strong></p>
<p>Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn bringt sich Wolfgang König an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit ein: Er arbeitete in Forschungsprojekten zu Bürgerbeteiligung und Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz, beschäftigte sich mit politischer Kommunikation und der Frage, wie Menschen politische Prozesse wahrnehmen und verstehen. Social ֱ war dabei kein modischer Zusatz, sondern ein Forschungsfeld mit gesellschaftlicher Sprengkraft. „Mich hat interessiert, wie Öffentlichkeit heute funktioniert“, sagt er. Dazu gehörten Studien zur Mediennutzung, zur Demokratiekompetenz von Auszubildenden, aber auch Forschung zum TV-Duell im Bundestagswahlkampf. Parallel schrieb er als freier Journalist – eine Erfahrung, die seinen Blick auf Verständlichkeit weiter geschärft hat: „Wenn niemand versteht, was du meinst, hast du ein Problem. Egal, wie klug der Gedanke ist.“</p>
<p><strong>„Für mich war KI ein Glücksfall“ – „Minimale Bordmittel, riesige Reichweite“&nbsp;</strong></p>
<p>Als Künstliche Intelligenz mit ChatGPT plötzlich in der Breite ankam, war das für König kein radikaler Neuanfang, sondern eher eine logische Weiterführung seiner Arbeit. „Für mich war KI ein Glücksfall“, sagt er. „Minimale Bordmittel, riesige Reichweite.“ Vor allem aber: eine Technologie, die Fragen von Lernen, Wissen und Verstehen neu aufwirft. Sein Ansatz ist bewusst pragmatisch: „KI kann helfen – also muss sie benutzt werden.“ Verbote hält er für wenig hilfreich. Stattdessen plädiert er dafür, den Umgang mit der Technologie zu lehren. Lernen durch Anwenden, Ausprobieren und Reflektieren. Oder, wie er es selbst formuliert: „Vom Wiegen wird die Sau nicht fett.“</p>
<p><strong>Zwei Modelle für das Lernen mit KI</strong></p>
<p>Für König war von Anfang an klar: KI darf nicht nur Technikthema sein. Sie muss didaktisch strukturiert werden. Dafür entwickelte er zwei zentrale Modelle: das Graue-Box-Modell der Chatbot-Didaktik und den KI-Lernfahrplan. Beide Modelle sind inzwischen fester Bestandteil des Netzwerks Q<strong>*</strong> &nbsp;und werden in der beruflichen Bildung eingesetzt.</p>
<p><strong>Das Graue-Box-Modell: </strong>Chatbots wie ChatGPT arbeiten oft wie eine „graue Box“: Ihre internen Prozesse sind schwer durchschaubar. Das von Wolfgang König erarbeitete „“ bietet Lehrenden einen Rahmen, diese Technik didaktisch zu nutzen, ohne dass sie alles technisch erklären müssen. Das Modell verbindet Makrodidaktik – also die Einordnung ins Curriculum – mit Mikrodidaktik, also der konkreten Unterrichtsplanung, und ergänzt dies durch einen Chatbot-Doing-Kreislauf. Lernende stellen Fragen, interpretieren Antworten, reflektieren Ergebnisse. „Ziel ist nicht, die Technik zu verstehen, sondern ihre Nutzung in Lernprozesse einzubetten“, sagt König.</p>
<p>Ein Beispiel aus der Praxis: In einer Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik werden Chatbots eingesetzt, um Arbeitsanweisungen zu simulieren. Lernende formulieren Fragen, analysieren die Antworten des Chatbots und überprüfen diese mit realen Abläufen. Die KI dient so nicht als reines Tool, sondern als Reflexionspartner, der den Lernprozess aktiv unterstützt.</p>
<p><strong>Der KI-Lernfahrplan: </strong>Der  setzt noch früher an. Er strukturiert den gesamten Lernprozess von Beginn an und macht ihn für Lernende wie Lehrende transparent. Am Anfang stehen die Klärung der Rahmenbedingungen, Fragen des Datenschutzes, das Rollenverständnis sowie der konkrete Lernkontext. Darauf folgt die gemeinsame Zieldefinition: Was soll gelernt werden, welche Kompetenzen stehen im Vordergrund und wofür wird die KI eingesetzt? Erst dann beginnt die eigentliche Arbeit. Die Lernenden interagieren eigenständig mit der KI, formulieren Fragen, prüfen Antworten, reflektieren Zwischenergebnisse und entwickeln ihre Kompetenzen Schritt für Schritt weiter. Abschließend werden die Ergebnisse dokumentiert, ausgewertet und gemeinsam besprochen. Reflexion ist dabei kein nachgelagerter Zusatz, sondern integraler Bestandteil des Lernprozesses. „Der Lernfahrplan macht KI-Lernen nachvollziehbar und planbar“, erklärt König. „Es geht nicht darum, Technologie zu abstrahieren, sondern den Lernprozess sichtbar und steuerbar zu machen.“ In der Praxis ermöglicht dieses Vorgehen Auszubildenden, eigene Fragestellungen systematisch zu entwickeln, ohne sich von der Komplexität der KI überfordert zu fühlen.</p>
<p><strong>Werkzeuge, um sich in komplexen Systemen zu orientieren</strong></p>
<p>Durch Königs Arbeit zieht sich weniger die Technikbegeisterung, sondern vielmehr eine sozialwissenschaftliche Grundhaltung: Ihm geht es um Verständlichkeit, um Strukturen, um Werkzeuge, die Menschen an die Hand gegeben werden können, um sich in komplexen Systemen zu orientieren. Dass es sich bei diesem Werkzeug heute um KI handelt, ist für ihn kein Bruch, sondern eine konsequente Weiterentwicklung.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><i><strong>* </strong>Das Netzwerk Q ist ein gemeinsames Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der Bil­dungswerke der Wirtschaft und anderer Bildungsinstitutionen. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Es macht Berufsausbildende fit für den digitalen Wandel. Mit Weiterbildungen, Vorträgen und Workshops. Es stärkt die digitalen Kompetenzen für moderne Ausbildungsprozesse und zukunftsorientierte duale Ausbildungen. Wolfgang König ist Teil des „Netzwerk Q 4.0“ (</i><i>). Zudem leitet er seit März 2026 den Weiterbildungsverbund „KI-Kompetenz“ in Mecklenburg-Vorpommern (kofinanziert von der Europäischen Union).</i></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 12:17:56 +0100</pubDate>
                        <title>Wie ein Quereinstieg in die Politik: Spring School im Mainzer Landtag bietet Perspektivwechsel </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wie-ein-quereinstieg-in-die-politik-spring-school-im-mainzer-landtag-bietet-perspektivwechsel</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Drei Tage verbringen sie im Mainzer Deutschhaus, dem Sitz des Landtags von Rheinland-Pfalz – sie diskutieren in Ausschüssen, führen Fraktionssitzungen durch und erleben, wie Mehrheiten entstehen und wieder ins Wanken geraten: Über 30 Studierende der ֱ Kaiserslautern-Landau und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz nehmen an einer gemeinsamen Spring School teil. Nicht nur ihr Blick auf die bevorstehende Landtagswahl habe sich dadurch erweitert, berichten die Teilnehmenden Lennard Reinke und Tabea Terbrüggen.</strong></p>
<p class="text-justify">Als Lennard Reinke am Rednerpult im rheinland-pfälzischen Landtag steht, richten sich alle Blicke auf ihn: Das Mikrofon ist eingeschaltet, die Aufregung spürbar – aber er ist vorbereitet. „Die Situation war ungewohnt“, sagt er rückblickend, „aber ich habe mir ein paar Schlüsselsätze notiert und dann einfach angefangen. Plötzlich hat es richtig viel Spaß gemacht, da vorne zu stehen.“</p>
<p class="text-justify">Was wie parlamentarischer Alltag wirkt, ist Teil eines Planspiels: Über 30 Studierende der ֱ Kaiserslautern-Landau und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz haben im Januar 2026 an der siebten Spring School teilgenommen, einer Kooperation des rheinland-pfälzischen Landtags und der Arbeitseinheit „Politisches System der Bundesrepublik Deutschland“ unter der Leitung von Professorin Manuela Glaab von der ֱ.</p>
<p class="text-justify">Lennard Reinke gehört zu den Studierenden von der ֱ: Er ist Lehramtsstudent im fünften Semester mit den Fächern Sozialkunde, katholische Religion und Geografie. Ebenfalls vonseiten der ֱ mit dabei: Tabea Terbrüggen, Lehramtsstudentin im dritten Semester mit den Fächern Sozialkunde und Deutsch.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Studierende übernehmen fiktive Abgeordneten-Rollen</strong></p>
<p class="text-justify">Im Planspiel tauschen Tabea und Lennard ihren Hörsaal gegen den Plenarsaal: Dabei schlüpfen sie in politische Rollen mit einer klaren Position und Verantwortung. Zu Beginn des Planspiels erhalten alle Teilnehmenden eine entsprechend detaillierte Rollenbeschreibung mit biografischem Hintergrund und klarer Fraktionszugehörigkeit.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Kaum sind die Rollen verteilt, beginnt die Arbeit: Fraktionssitzungen, Ausschussberatungen, erste Koalitionsgespräche. Positionen werden abgestimmt, Strategien entwickelt. „Es war so ein bisschen wie ein Quereinstieg in das Leben eines Abgeordneten“, sagt Lennard Reinke.</p>
<p class="text-justify">Politik ist kein geradliniger Prozess – dies wird den Teilnehmenden schnell klar: „Dann gab es auch schon direkt Krach in der Koalition. Die einen wollten das, die anderen wollten etwas anderes“, berichtet Lennard Reinke. Zwischenzeitlich habe es sogar so gewirkt, als könne die fiktive Regierung scheitern. „Also musste alles erstmal besprochen werden.“</p>
<p class="text-justify"><strong>„Das war einfach extrem interessant, in diese Welt einzutauchen“</strong></p>
<p class="text-justify">Auch Tabea Terbrüggen erlebt, wie intensiv Landespolitik sein kann. Sie übernimmt im Planspiel die Rolle einer geschäftsführenden Fraktionsbeauftragten einer fiktiven sozialdemokratischen Partei. Ihre Aufgabe ist es, die interne Abstimmung im Blick zu behalten und für Geschlossenheit zu sorgen. Doch in einer Ausschusssitzung kochen die Emotionen hoch: „Wir sind da wirklich tief in eine Debatte hereingerutscht“, sagt sie. „Da wurden wir schon sehr deutlich und andere mussten moderierend eingreifen.“</p>
<p class="text-justify">Lennard Reinke und Tabea Terbrüggen fällt auf: Was im Uni-Seminarraum theoretisch besprochen wird, bekommt hier eine ganz andere Dimension. „Das war einfach extrem interessant, in diese Welt einzutauchen“, sagt Tabea Terbrüggen. Im Studium seien landespolitische Inhalte zwar Thema, wie parlamentarische Abläufe konkret funktionieren, lasse sich allerdings schwer greifen. Genau das ändert sich in diesen drei Tagen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Simulation unter realen Bedingungen</strong></p>
<p class="text-justify">Dass das Planspiel im echten Landtag stattfindet, verstärkt den Eindruck. „Wir haben den Landtag für uns bekommen“, sagt Lennard Reinke. „Wir wurden zwar kontrolliert, aber danach waren wir im Deutschhaus. Und wie wir da weiterarbeiten, das war dann uns überlassen.“ Die Studierenden sitzen in den Ausschussräumen, in denen sonst Abgeordnete beraten. Sie betreten den Plenarsaal, stehen am Rednerpult. Auch Tabea Terbrüggen spürt den Unterschied. „Hätte das Planspiel an der Universität stattgefunden, hätte ich mich da bei Weitem nicht so gut reinversetzen können“, sagt sie. Der Ort verleiht der Simulation Ernsthaftigkeit.</p>
<p class="text-justify"><strong>Der gemeinsame Nenner ist nicht einfach zu finden</strong></p>
<p class="text-justify">Mehrere Parteien bedeuten mehrere Perspektiven – das verinnerlichen die Teilnehmenden sehr schnell. Diskussionen seien nicht nur formale Abläufe, sagt Tabea, sondern Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Interessen. Lennard Reinke bestätigt das: „Es ist manchmal gar nicht so leicht, überhaupt auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Blick auf komplexe Prozesse – dem Thema Landtagswahl nähergekommen</strong></p>
<p class="text-justify">„Ich habe das Gefühl, dass ich diesem ganzen Thema Landtagswahl jetzt viel näher bin, weil ich besser nachvollziehen kann, wie die Arbeit abläuft“, sagt Tabea Terbrüggen. Die Begegnung mit Landtagspräsident Hendrik Hering im Rahmen des traditionellen Kamingesprächs habe diese Nähe verstärkt.</p>
<p class="text-justify">Überhaupt, mit Blick auf die Wahl am 22. März 2026 beobachten beide die Entwicklungen nun differenzierter: „Man versteht besser, was nach einer Wahl organisatorisch alles ansteht“, sagt Lennard Reinke. Denn Fraktionen müssen sich zunächst finden, Koalitionen gebildet, Ausschüsse besetzt werden. Was vorher wie ein formaler Ablauf wirkte, erscheint nun als komplexer Prozess aus Diskussion, Strategie und Kompromiss.</p>
<p class="text-justify"><strong>Haltung und Verständnis zeigen – ein Perspektivwechsel ist „erfrischend“</strong></p>
<p class="text-justify">Ein Aspekt bleibt für Lennard Reinke rückblickend besonders prägend: der Perspektivwechsel. Es sei „erfrischend“ gewesen, eine Rolle zu vertreten, die man persönlich vielleicht nicht teile. „Sollte man im echten Leben auch manchmal machen, sich mal wirklich intensiv in die Position von anderen reinversetzen.“ Das bedeute nicht, die eigene Haltung aufzugeben. Aber es helfe, andere besser zu verstehen.</p>
<p class="text-justify">Auch Tabea Terbrüggen nimmt etwas mit, das über Fachwissen hinausgeht: „Das praktische Denken auf jeden Fall.“ Und eine gewachsene Diskussionsfähigkeit. Gute Argumente hätten unmittelbar Wirkung gezeigt.</p>
<p class="text-justify">Am Ende zieht Tabea Terbrüggen ein klares Fazit: „Es hat mir richtig viel gegeben. Nicht nur für mein Studium, sondern allgemein für mein politisches Verständnis.“ Auch Lennard Reinke blickt mit einem Lächeln zurück. Am Ende habe sich die Gruppe so in die Rollen eingefunden, „dass man das vielleicht sogar noch einen Tag länger hätte machen können“.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Drei Tage im Landtag haben aus Theorie Erfahrung gemacht. Aus Beobachterinnen und Beobachtern wurden Mitgestalter auf Zeit. Und aus parlamentarischen Begriffen wurde ein Verständnis dafür, wie Politik tatsächlich entsteht: Schritt für Schritt, Debatte für Debatte.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"></p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 11:51:11 +0100</pubDate>
                        <title>Von der Biologie in die Data Science: Naturwissenschaften bieten viele Karrierewege</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/von-der-biologie-in-die-data-science-naturwissenschaften-ebnen-vielfaeltige-karrierewege</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Auf einem Rock-Festival wird Benedikt Venns Interesse für ein Biologie-Studium an der heutigen ֱ geweckt. Wenige Jahre später organisiert er als Data Scientist eine internationale Konferenz. Dazwischen liegen intensive Studienjahre, viele Stunden im Labor und eine Doktorarbeit an der Schnittstelle von Biologie und Informatik. Sein Weg zeigt, wie vielfältig und abwechslungsreich ein Werdegang mit naturwissenschaftlichem Hintergrund verlaufen kann.</strong></p>
<p class="text-justify">Als Benedikt Venn zum ersten Mal vom Biologie-Studium an der heutigen ֱ hört, steht er auf einer Wiese bei Rock am Ring. Zwischen Konzerten und Ravioli-Dosen erzählt ihm ein Bekannter vom Studiengang in Kaiserslautern. Zu diesem Zeitpunkt ist Benedikt Venn eigentlich schon an einer anderen Hochschule eingeschrieben. Er entscheidet sich zu wechseln und ahnt noch nicht, dass aus dem Bekannten ein enger Studienfreund wird – und aus dem Wechsel ein Weg, der ihn bis zur Promotion führen wird.</p>
<p class="text-justify"><strong>Mehr als klassische Biologie</strong></p>
<p class="text-justify">Sein Start in Kaiserslautern fühlt sich zunächst nach klassischer Biologie an: In Botanik verteilt der Professor verschiedene Zweige im Hörsaal – kaum jemand kann sie bestimmen: „Und ihr wollt Biologie studieren?“, fragt der Dozierende. Die Szene bleibt hängen. Doch schnell wird klar: Biologie ist weit mehr als Faktenwissen. Es geht nicht nur darum, Stoff zu pauken, sondern Probleme zu lösen, Experimente zu planen und Daten einzuordnen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Lernen und Leben in Gemeinschaft</strong></p>
<p class="text-justify">Was Benedikt Venn im Studium besonders hilft, sind die Menschen um ihn herum: „Ich werde die vielen Abende und Nächte nie vergessen, die ich mit Kommilitonen und Freunden an der Uni verbracht habe“, erinnert er sich. „Sei es bei Partys, Lernsessions in der Klausurenphase oder später im Labor, wenn wir an einem Problem getüftelt haben.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Um Kontakte zu knüpfen und von den Erfahrungen höherer Semester zu profitieren, engagiert sich Benedikt Venn im Fachschaftsrat der Biologie: „Mit der Zeit durfte ich mehr Verantwortung übernehmen, war Fachschaftssprecher und als Mitglied im Fachbereichsrat an Berufungen und Studiengangreformen beteiligt."</p>
<p class="text-justify">Dabei begleiten ihn nicht nur seine Mitstudierenden durch die Herausforderungen der ersten Semester, auch die enge Betreuung durch die Professoren, die Professorinnen und die Mitarbeitenden hilft ihm, sich zu orientieren.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Neuer Forschungszweig</strong></p>
<p class="text-justify">Im Master liefert ihm ein Seminar bei Professor Timo Mühlhaus einen entscheidenden Impuls. Mühlhaus baut am Fachbereich eine neue theoretisch arbeitende Forschungsgruppe auf, die sich mit datengetriebenen Methoden beschäftigt. „Dieser Bereich wird in der modernen Biologie zunehmend wichtiger, weil Experimente immer größere Datenmengen erzeugen“, ordnet Benedikt Venn ein. „Diese Daten sind ohne computergestützte Auswertung kaum noch zu bewältigen.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Für Benedikt Venn ist das der Einstieg in ein Feld, das ihm zunächst neu ist: Data Science. „Programmieren war mir bis dahin völlig fremd, aber die Möglichkeiten haben mich schnell überzeugt, meinen Laborkittel an den Nagel zu hängen und diesen Forschungszweig einzuschlagen“, berichtet er.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Timo Mühlhaus prägt auch den weiteren Weg von Benedikt Venn: Er bietet ihm an, seine Masterarbeit zu betreuen, die er 2018 als Jahrgangsbester abschließt. Darin arbeitet er mit Bilddaten aus der Hirnforschung und wertet zeitliche Aktivitätsmuster von Nervenzellen aus. Ziel ist es, neurologische Aktivitätsmuster besser zu verstehen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Deutschlandstipendium unterstützt bei Finanzierung des Studiums</strong></p>
<p class="text-justify">Um sein Studium weiter zu finanzieren, bewirbt sich Benedikt Venn um ein Deutschlandstipendium. Neben Studienleistungen zählt hier auch sein gesellschaftliches Engagement, das er im Fachschaftsrat leistet. „Ich hatte das Glück, dass ich tatsächlich von einem privaten Förderer ausgewählt wurde“, erzählt er. „Das Deutschlandstipendium ermöglichte mir, dass ich an spannenden Veranstaltungen teilnehmen konnte, bei denen ich in entspannter Atmosphäre mit Menschen aus unterschiedlichen Branchen in Kontakt kommen konnte. Das hat mir Perspektiven für meinen weiteren Berufsweg aufgezeigt.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz</strong></p>
<p class="text-justify">Nach dem Master entscheidet sich Benedikt Venn zunächst, an der ֱ zu bleiben. Er beginnt seine Promotion, in der er mit Daten arbeitet, die biologische Anpassungsreaktionen über längere Zeiträume hinweg erfassen. Konkret untersucht er, wie Pflanzen auf veränderte Umweltbedingungen reagieren. „Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels hat mich dieses Forschungsfeld besonders gereizt“, ergänzt er. „Ein besseres Verständnis solcher Prozesse kann helfen zu verstehen, wie Pflanzen und Ökosysteme auf zukünftige Veränderungen reagieren könnten.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Organisation einer internationalen Konferenz</strong></p>
<p class="text-justify">Während seiner Promotion arbeitet Benedikt Venn an Data-Science-Bibliotheken, die seine Arbeitsgruppe entwickelt und öffentlich zugänglich macht. Diese ursprünglich für die eigene Forschung gedachten Werkzeuge stoßen auf internationales Interesse: Benedikt Venn erhält eine LinkedIn-Nachricht von einer Firma, die sein System nutzen möchte und seine Beratung wünscht. Er zögert kurz – dann antwortet er.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Aus dem ersten Kontakt entwickelt sich schnell mehr: Gemeinsam mit anderen Beteiligten organisiert Benedikt Venn eine internationale Data-Science-Konferenz in Berlin, an der rund 120 Forschende teilnehmen. Drei Tage lang geht es dort um „Data Science in F#“. Er berichtet: „Dass ich einmal an der Organisation einer internationalen Data-Science-Konferenz mitwirken würde, das hätte ich mir nie träumen lassen. Ich war kein Musterschüler und hatte mit Informatik nichts am Hut. Im Studium habe ich dann eine echte Leidenschaft gefunden.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Von der Promotion zur Karriere als Data Scientist</strong></p>
<p class="text-justify">Nach der Promotion entscheidet sich Benedikt Venn, in die freie Wirtschaft zu wechseln. Heute arbeitet er als Data Scientist bei der IT-Beratungsfirma Exxeta. Dort ist er in unterschiedlichen Bereichen tätig: „Die projektbasierte Arbeit, neue Fragestellungen und der Wechsel zwischen den Themen haben mich gereizt." Die Denkweise aus der Forschung prägt seine Arbeit dennoch weiterhin: komplexe Probleme zu strukturieren, Muster zu erkennen und aus Daten belastbare Schlüsse zu ziehen, das gehört zu seinem Alltag.</p>
<p class="text-justify"><strong>Sein Tipp: Nicht alles muss von Anfang an klar sein</strong></p>
<p class="text-justify">Studierenden und Studieninteressierten rät der ֱ-Absolvent, offenzubleiben und sich nicht zu früh festzulegen. Nicht alles müsse von Anfang an klar sein. Wichtig sei es, Chancen wahrzunehmen und Neues auszuprobieren. Sein Weg zeigt: Karrieren brauchen nicht immer einen fertigen Plan. Oft sind sie ein Prozess, geprägt von Entscheidungen, Begegnungen und der Begeisterung, Neues zu lernen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 13 Feb 2026 12:02:57 +0100</pubDate>
                        <title>Studieren in zwei Welten: Auf Lehramt in Deutschland und Frankreich vorbereitet</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/studieren-in-zwei-welten-auf-lehramt-in-deutschland-und-frankreich-vorbereitet</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Emma Brück von ihrem Studium erzählt, fällt ein Wort immer wieder – Entscheidungsspielraum: Wo möchte ich leben? Wo möchte ich unterrichten? Und vor allem, wie möchte ich lernen, Lehrerin zu sein? Der deutsch-französische Studiengang der ֱ hat ihr genau diesen Raum eröffnet – fachlich, kulturell und persönlich. Ein Highlight ihres Werdegangs: In Frankreich ist das Bestehen der zentral organisierten CAPES-Prüfung die Voraussetzung, um überhaupt ins Referendariat starten zu dürfen. Emma belegte dabei den zweiten Platz landesweit – ein herausragendes Ergebnis.</strong></p>
<p>Emma studiert an der Université Sorbonne Nouvelle in Paris. Von dort aus begann sie den Deutsch-Französischen Studiengang, der in Kooperation mit der ֱ angeboten wird – ein Studium, das Studierende gezielt auf das Lehramt in Deutschland und Frankreich vorbereitet. Wer später einmal Deutsch und Französisch am Gymnasium unterrichten möchte, kann hier innerhalb von sechs Semestern einen Bachelor- und Licence-Doppelabschluss erwerben. Anschließend besteht die Möglichkeit, einen Master anzuschließen – genau diesen Weg ist die angehende Lehrkraft für Deutsch und Französisch gegangen. Ihren Master schließt sie an der Sorbonne Nouvelle ab.&nbsp;</p>
<p><strong>Lehramtsstudium mit Erlebnisgarantie</strong></p>
<p>Schon früh war ihr klar: Sie möchte mehr als ein klassisches Lehramtsstudium: „Das Besondere am Doppelstudium ist, dass man sofort in einem Daueraustausch zwischen Frankreich und Deutschland steckt“, berichtet Emma. Ein Austausch, der den Studienalltag prägt. Zwei Hochschulsysteme, zwei Bildungskulturen, zwei Perspektiven auf Schule – und mittendrin Studierende, die lernen, sich sicher in beiden Welten zu bewegen. In Seminaren und Vorlesungen sitzen die Studierenden aus beiden Ländern gemeinsam und brüten über dieselben Inhalte.</p>
<p>Emma verbrachte, wie alle französischen Studierenden, zwei Semester während des Bachelors in Landau: „Ich war meine beiden letzten Semester hier. Diejenigen, die von Landau aus studieren verbringen das 3. und 4. Semester in Paris.“ Das anschließende Masterstudium sei eine intensive Zeit gewesen – aber eine, in der sie sich nie alleingelassen fühlte. „Hier in Landau ist die Betreuung super persönlich“, erzählt sie. „Das Romanistik-Team ist unglaublich empathisch, nah an den Studierenden und wirklich interessiert an uns.“</p>
<p><strong>Unterstützung: Vom Sprache lernen bis zur Wohnungssuche</strong></p>
<p>In Landau bekam Emma direkt einen Tandempartner vermittelt, Unterstützung bei organisatorischen Fragen und Hilfe bei der Wohnungssuche. Außerdem werden die obligatorischen Schulpraktika vollständig für die Studierenden des Deutsch-Französischen Studiengangs organisiert. Vergleichbare Unterstützung erhalten deutsche Studierende im Gegenzug auch in Paris – ein gelebtes Partnerschaftsmodell.</p>
<p>Besonders prägend war für Emma das atelier interculturel. „Das war wie eine Ersti-Woche-Spezial “, erzählt sie lachend. Kennenlernen, Diskussionen, Austausch über Universität, Kultur und Erwartungen – ein Raum, in dem Interkulturalität nicht theoretisch blieb, sondern Alltag wurde. Gerade dieser niedrigschwellige Einstieg habe ihr geholfen, sich schnell in Landau zu Hause zu fühlen.</p>
<p>Die Studienganggröße ist überschaubar: „Kleiner, als eine Schulklasse und jeder kennt jeden“, fasst es Emma zusammen. Das schafft Nähe, Vertrauen und eine wertschätzende Lernatmosphäre, in der Fragen erlaubt sind. Für sie ist genau das ein entscheidender Vorteil: „Man wird nicht einfach durchgeschleust.“</p>
<p><strong>Ziemlich verschieden: Schulsysteme in Deutschland und Frankreich</strong></p>
<p>Inhaltlich erlebt sie deutliche Unterschiede zwischen dem Lehramtsstudium in Deutschland und Frankreich. In Frankreich nehmen Pädagogik und Recht einen wesentlich größeren Raum ein. Das Unterrichtsfach Religion gibt es nicht – stattdessen gibt es das Fach enseignement moral et civique, eine Mischung aus Ethik und Gemeinschaftskunde. Der Deutschunterricht in Frankreich behandelt &nbsp;Themen wie den Mauerfall, das Dritte Reich, aber auch kulturelle Aspekte wie Fasching, Oktoberfest oder Berufsorientierung.</p>
<p><strong>Ohne CAPES kein Referendariat in Frankreich</strong></p>
<p>Ein zentraler Punkt im französischen System ist die CAPES-Prüfung. Sie ist staatlich zentral organisiert und Voraussetzung, um überhaupt ins Referendariat – das <i>stage de titularisation</i> – eintreten zu können. Ohne CAPES kein Referendariat. Die Prüfung ist anspruchsvoll: zwei sechs-stündige schriftliche Prüfungen, gefolgt von zwei mündlichen. Wer unter fünf Punkten bleibt, scheidet aus – unabhängig von der Studienleistung. „Dann hat man quasi umsonst studiert“, sagt Emma offen.</p>
<p>In Emmas Jahrgang haben alle, die die Prüfung bestanden haben einen Referendariatsplatz erhalten. Die Vergabe erfolgt streng nach Rangliste, die vom besten Ergebnis abwärts zählt. Emma belegte den zweiten Platz landesweit – ein herausragendes Ergebnis. „Ich glaube, ich war einfach sehr entspannt, weil ich wusste, in Deutschland kann ich genauso gut ins Referendariat. Auch das ist ein großer Vorteil des Deutsch-Französischen Studiengangs. Mir zumindest hat es den Druck genommen.“ Nach dem Referendariat, das in Frankreich ein Jahr dauert, folgt erst der reguläre Einstieg in den Schuldienst. Da die CAPES nur zeitlich begrenzt gültig ist, muss sich Emma entscheiden: Wird sie Lehrerin in Frankreich oder in Deutschland?</p>
<p><strong>Entscheidungsfreiheit: Côte d‘Azur oder Bodensee</strong></p>
<p>„Auch wenn mir die Entscheidung für ein Land schwerfällt, empfinde ich das als großes Geschenk: Ich kann zwischen zwei mir so nahen Ländern entscheiden. Schwer fällt mir das, weil ich, vor allem durch das Studium, mich in beiden Ländern zu Hause fühle.“ Fünf Jahre lang habe sie Interkulturalität nicht nur studiert, sondern gelebt.</p>
<p><strong>Ins kalte Wasser: Unterrichten schon während des Masters</strong></p>
<p>Im letzten Masterjahr arbeitete sie bereits fest an einer französischen Schule – eine Verpflichtung für alle Studierenden. Wer keine der begehrten und bezahlten Lehrerstellen ergattern kann, muss im Rahmen von Hospitationen unterrichten. Emma hat in dieser Zeit eigenständig unterrichtet. Ihre Tutorin sah sie in diesem Jahr nur fünf Mal. Verantwortung, Vertrauen und Realitätsschock inklusive.</p>
<p>Obwohl das Studieren in zwei Welten seine Herausforderungen mit sich bringt, ist ihr Fazit eindeutig: „Ich würde es sofort wieder machen.“ Der Deutsch-Französische Studiengang sei anspruchsvoll, aber lohnend – besonders für sprachbegeisterte, kulturell interessierte Menschen mit Freude am Lernen. Oder wie Emma es zusammenfasst: für alle, die mehr wollen als nur ein Studium.</p>
<p>Der deutsch-französische Studiengang der ֱ ist ein Weg, der Türen öffnet – zwischen Ländern, Systemen und Lebensentwürfen.</p>
<p><a href="/international/exchange/outgoing/auslandsstudium/german-french-study-programs" target="/international/exchange/outgoing/auslandsstudium/german-french-study-programs" title="Öffnet einen externen Link"><strong>Hier gibt es weitere Informationen zu den Deutsch-Französischen Studiengängen an der ֱ</strong></a> .</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 13:18:23 +0100</pubDate>
                        <title>Neugier als Kompass: Zwischen Forschung, Gründung und Energieinnovation</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/neugier-als-kompass-zwischen-forschung-gruendung-und-energieinnovation</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Wie plant man einen geradlinigen Lebenslauf? Am besten gar nicht – zumindest, wenn man Julius Remmlinger zuhört. Sein Weg zeigt, wie sehr es sich lohnt, seinen Interessen nachzugehen, auf sein Bauchgefühl zu vertrauen und passende Chancen zu nutzen, wenn sie sich bieten.&nbsp;</strong></i></p>
<p class="text-justify">Als Julius Remmlinger 2016 einen Studiengang sucht, steht er vor einer Herausforderung: Etwas Naturwissenschaftliches soll es werden, aber mit Praxisbezug. Zwar interessiert ihn Chemie, eine Karriere ausschließlich im Labor kann er sich jedoch nicht vorstellen. An der ֱ Kaiserslautern entdeckt er schließlich den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Chemie – und seine Entscheidung ist gefallen. Hier bleibt er nicht in der Theorie stehen, sondern findet heraus, wie sich chemisches Wissen in die Praxis übertragen lässt.</p>
<p class="text-justify">Schon in den ersten Semestern merkt Julius Remmlinger, wie sehr ihn die Vielseitigkeit des Studiums anspricht. „Ich fand es spannend, an einem Tag zwischen Marketing, Verfahrenstechnik und organischer Chemie zu springen und mich in völlig unterschiedliche Themen einzuarbeiten“, erzählt er. Gleichzeitig erfüllt sich sein Wunsch, auf die Praxis vorbereitet zu werden – mit Präsentationen, mündlichen Prüfungen und intensivem Austausch. „Später geht es schließlich nicht darum, ob man jede Formel auswendig aufsagen kann, sondern darum, ob man sich in komplexe Themen einarbeiten und gute Fragen stellen kann.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Lernen, wie man lernt – von Kaiserslautern bis Paris</strong></p>
<p class="text-justify">Was Julius im Studium besonders prägt, ist die Erkenntnis, dass Lernen mehr ist als Stoffaufnahme. Dieser Gedanke verstärkt sich in seinem Auslandssemester an der <i>Institut Mines-Télécom Business School&nbsp;</i>südlich von Paris, wo er Kurse auf Französisch belegt. Unterschiede in Methoden, Struktur und Herangehensweisen eröffnen ihm neue Perspektiven und bestätigen, was er an der ֱ bereits erfahren hat: Lernprozesse leben von eigener Aktivität und vom Blick über Fächergrenzen hinweg.</p>
<p class="text-justify"><strong>Leidenschaft trifft Unternehmergeist</strong></p>
<p class="text-justify">Nicht nur im Studium arbeitet sich Julius Remmlinger gerne in neue Themen ein. Auch jenseits der Hörsäle prägt ihn sein praktisches Denken. Gemeinsam mit zwei Freunden aus seiner Jugend gründet er während des Studiums ein Kletter-Start-up. Ausgangspunkt der „Banana Climbing GmbH“ ist eine kleine Werkstatt im Saarland, in der ein Freund Holzelemente für Kletterhallen baut. „Irgendwann wollten die Leute das kaufen“, erzählt Julius Remmlinger. „Wir waren Anfang 20 und mussten plötzlich ein Unternehmen anmelden, um Rechnungen schreiben zu können. Wir haben uns nicht so viel dabei gedacht, haben einfach gemacht und sind plötzlich echt groß geworden.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Einstieg in die Energiewirtschaft</strong></p>
<p class="text-justify">Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer macht Julius Remmlinger Praktika im Maschinenbau und in der Kunststoffverarbeitung, bis sich im Master ein neuer Impuls ergibt: In einer Entrepreneurship-Vertiefung bei Prof. Dr. Dennis Steininger, Inhaber der Professur für BWL mit Schwerpunkt Entrepreneurship, entwickelt er Geschäftsmodelle und schreibt eine Seminararbeit darüber, wie Investor:innen auf Start-ups blicken.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Die Beschäftigung mit Innovations- und Investitionslogiken führt schließlich zu seiner Masterarbeit. Für diese arbeitet er sechs Monate in der Strategieabteilung der EnBW AG. „Eine Masterarbeit in so einem Konzern ist eine riesige Chance und ein bisschen wie ein Praktikum“, erzählt Julius Remmlinger. „Man bekommt viele Einblicke, lernt Leute kennen und arbeitet an realen Fragestellungen.“ Seine Arbeit bei der EnBW fällt in eine Zeit intensiver energiewirtschaftlicher Debatten. „Es gab zu dieser Zeit unglaublich viele Neuentwicklungen und gleichzeitig viele Meinungen, die wissenschaftlich nicht immer sauber hinterlegt sind.“ Ein Spannungsfeld aus Forschung, Praxis und gesellschaftlicher Relevanz, das ihn sofort begeistert und seinen weiteren Weg prägen wird.</p>
<p class="text-justify"><strong>Berufsstart mit Startup-Investments</strong></p>
<p class="text-justify">Nach seinem Masterabschluss wechselt Julius zur EnBW New Ventures, dem Venture-Capital-Arm des Konzerns. Dort analysiert er zwei Jahre lang Start-ups im Klima- und Energietechnologie-Bereich, führt Gespräche mit Gründer:innen und begleitet Investments. Besonders beeindruckt ihn die Energie der Teams: „Man arbeitet mit Leuten, die super motiviert sind und total für ihre Idee brennen.“</p>
<p class="text-justify">In dieser Zeit kehrt Julius Remmlinger zweimal als Gastredner in die Vorlesung von Prof. Dr. Steininger zurück. „Vorlesungen zu halten hat mir richtig Spaß gemacht. Vielleicht war das auch der entscheidende Kick, um wieder in die Forschung zu gehen“, sagt er.</p>
<p class="text-justify"><strong>Energiesysteme von morgen: Promotion im EU-Netzwerk</strong></p>
<p class="text-justify">Heute promoviert Julius Remmlinger in einem <i>Ѳ-łǻǷɲ첹-ܰ-ٴǰٴǰԻԲԱٳɱ</i> zu Consumer Demand Flexibility in zukünftigen Energiesystemen. Er untersucht, wie erneuerbare Energien auf Stadt- und Landesebene integriert werden können und welche Rolle das Verbraucherverhalten dabei spielt. „Die Promotion ist eine perfekte Gelegenheit, drei, vier Jahre tief in ein Thema einzutauchen und eigene Ideen daraus zu entwickeln.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Wohin ihn die Promotion führen wird, lässt Julius offen. Die Energiewirtschaft begeistert ihn, die Forschung erlaubt Tiefe, und die Gründungserfahrung bleibt immer im Hintergrund präsent. Vielleicht entsteht irgendwann wieder eine Idee, die groß genug ist, um ihr nachzugehen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Netzwerken und gelassen bleiben&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">Wenn Julius Remmlinger an seine Zeit an der ֱ zurückdenkt, erinnert er sich besonders gerne an den Campus-Charakter der Universität: „Man sieht die gleichen Leute wieder und wieder, kann ins Gespräch kommen und über Fächergrenzen hinweg diskutieren“, erzählt er. „Auch beim Unisport entstehen Freundschaften und Netzwerke. Natürlich ist es eine Hürde, da erstmal hinzugehen, wenn man niemanden kennt. Aber es lohnt sich.“</p>
<p class="text-justify">Was er Studierenden mitgibt, ist keine Schritt-für-Schritt-Karriereanleitung, sondern eine Haltung. „Es gibt immer viele Optionen, aber ich habe nie die erste genommen, die sich aufgetan hat“, sagt er. Vielmehr rät er dazu, Gespräche zu suchen, sich Zeit zu nehmen und herauszufinden, welche Arbeitsumgebung zur eigenen Persönlichkeit passt. „Es kann nicht schaden, die eigenen Bedürfnisse kennenzulernen, bevor man sich entscheidet.“ Auch im Studium sei Gelassenheit hilfreich. „Die Welt geht nicht unter, wenn man etwas nicht sofort versteht. Und meist ist man nicht die einzige Person im Raum, der es so geht.“</p>
<p class="text-justify">Was Julius Remmlinger Studierenden empfiehlt, hat er selbst gelebt: Er hat die Möglichkeiten der ֱ genutzt und dabei ein Umfeld gefunden, das seinen Berufsweg bis heute prägt. Sein Werdegang macht deutlich, wie viel entstehen kann, wenn man sich von Neugier leiten lässt und offen bleibt für das, was sich entwickelt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 29 Jan 2026 12:47:53 +0100</pubDate>
                        <title>Fit für den späteren Beruf: Skills per Video trainieren</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fit-fuer-den-spaeteren-beruf-skills-per-video-trainieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um den Einstieg in den Lehralltag zu erleichtern und Sicherheit im Umgang mit schwierigen oder unklaren Unterrichtsmomenten zu vermitteln, sollte das theoretisch Erlernte idealerweise bereits vor dem Berufsstart praktisch trainiert werden. An der ֱ werden dafür digitale Videosequenzen genutzt, die jederzeit pausiert oder erneut abgespielt werden können. Michael Jan Lars Kastor, an der ֱ Mathematik-Lehramtsstudent, beschreibt einen spürbaren Trainingseffekt: Zu Beginn musste er die Videosequenzen drei- bis viermal ansehen, um die dazugehörigen Analysefragen sicher beantworten zu können. Mittlerweile reicht ein Durchgang: „Meine gefühlte Sicherheit ist deutlich gestiegen“, berichtet er.</strong></p>
<p>Ein aus der Vogelperspektive gefilmtes Video zeigt eine Unterrichtsszene, in der vier Schüler im Mathematik-Unterricht an einer Aufgabe tüfteln. Dynamik entwickelt sich: Ein Schüler klinkt sich aus, ein anderer verfolgt eine falsche Lösung, am Ende bleibt Uneinigkeit. Wie sollte man als Lehrkraft in einer solchen Situation reagieren? Wann ist ein Eingreifen sinnvoll und in welcher Intensität? Braucht der sich ausklinkende Schüler Unterstützung oder ist er womöglich unterfordert und gelangweilt?</p>
<p>Steht ein angehender Lehrer oder eine angehende Lehrerin vor einer derartigen Szene, helfen die reinen Fachkompetenzen nur begrenzt. Gefragt sind didaktische Fähigkeiten, die sich dank eines Wechselspiels aus fachdidaktischer Theorie und konkreter Unterrichtspraxis entwickeln. Im späteren Unterrichtsalltag muss die Lehrkraft zeitgleich zur Einordnung einer solchen Unterrichtssituation den Fokus auf den Unterrichtsinhalt halten. Die Lehrkraft muss also in der Lage sein, eine Situation fachdidaktisch zügig zu erfassen und zu beurteilen, um lösungsorientiert und souverän reagieren zu können.</p>
<p><strong>Das Ziel: Den Einstieg in den Lehralltag erleichtern</strong></p>
<p>Wie aber lassen sich solch schwierige oder unklare Unterrichtsmomente vorab trainieren – und zwar, bevor man tatsächlich vor einer Klasse steht? Diese Frage stellte sich auch der ֱ-Mathematikdidaktiker Professor Jürgen Roth. Seine Idee: Angehende Lehrkräfte werden mit authentischen mathematischen Gruppenarbeitsprozessen von Lernenden konfrontiert und durch gezielte Aufgabenstellungen in ihrer Diagnose- und Lösungskompetenz geschult.</p>
<p>Damit die Studierenden Unterrichtssituationen aus einer Beobachterperspektive analysieren können, entschied sich Roth für digitale Videosequenzen, die jederzeit pausiert und erneut abgespielt werden können. Durch passgenaue Analyseaufgaben zu den Videosequenzen wird die Diagnosefähigkeit der teilnehmenden Studierenden geschult. Dies war die Geburtsstunde des Video-Tools ViviAn „Videovignetten zur Analyse von Unterrichtsprozessen“. Ziel ist die Diagnose verschiedener Unterrichtsszenen und ein professioneller Umgang damit schon vor dem Referendariat.</p>
<p><strong>Intelligentes Trainingssystem</strong></p>
<p>Zu Beginn bestand jede Vignette aus einer einzelnen Filmsequenz, dazu einem festen Fragenkatalog und einer hinterlegten Musterlösung – strukturiert, aber starr. Jede Vignette war ein eigenes Forschungsprojekt. Mit dem Einstieg von Marc Bastian Rieger hat sich das grundlegend verändert. Der Postdoc, ausgestattet mit einem Faible fürs Programmieren und einem hohen Anspruch an wissenschaftliche Qualität, baute die gesamte Plattform neu auf. Er entwickelt und programmiert ViviAn vollständig selbst und verantwortet auch die technische Weiterentwicklung der Homepage.</p>
<p>Auch die künftig verfügbare KI versorgt er mit geprüftem Expertenwissen. Marc Bastian Rieger trainiert sie ausschließlich mit wissenschaftlich validierten Inhalten und Daten. Externe Einflüsse, etwa aus frei verfügbaren Modellen oder dem offenen Internet, sind ausgeschlossen. Damit bleibt gewährleistet, dass das System fachlich sauber, didaktisch begründet und wissenschaftlich kontrolliert arbeitet.</p>
<p><strong>„Die gefühlte Sicherheit steigt“</strong></p>
<p>Die Wirksamkeit des Trainings lässt sich inzwischen auch empirisch nachvollziehen: „Wir können nachweisen, dass diejenigen, die mehr Zeit für die Videos aufwenden, bessere Noten schreiben“, sagt Rieger.&nbsp;</p>
<p>Und auch aus der Studierendenschaft kommen entsprechende Rückmeldungen:  Zu Beginn musste er die Videosequenzen drei- bis viermal ansehen, um die Analysefragen sicher beantworten zu können. Mittlerweile reicht ein Durchgang. „Meine gefühlte Sicherheit ist deutlich gestiegen“, sagt er, „ich kann verschiedene Unterrichtssituationen jetzt wesentlich schneller einordnen und adäquat reagieren.“ Ein Zeichen dafür, dass Diagnosekompetenz tatsächlich trainierbar ist.</p>
<p>„Mit ViviAn füllen wir eine Lücke im Übergang zwischen Theorie und Praxis“, sagt Roth. Mittlerweile arbeiten über 60 Kursleiterinnen und Kursleiter mit ViviAn. Allein an der ֱ nutzen rund 500 Studierende das Tool regelmäßig. Die Nachfrage steigt: Dozierende unterschiedlicher Fachbereiche aus dem gesamten DACH-Raum ViviAn trainieren auf diese Weise bereits die Fähigkeiten ihrer Studierenden. Der sogenannte DACH-Raum umfasst Deutschland (D), Österreich (A) und die Schweiz (CH). Die hohen Zugriffszahlen werten die beiden Projektinhaber Roth und Rieger als einen Indikator für die Notwendigkeit von praxisnahem Diagnosetraining und digital gestütztem Kompetenzerwerb.</p>
<p>Und auch in der Lehrerfortbildung kommt ViviAn zum Einsatz: Roth nutzt das System in Workshops mit Lehrkräften, die auf diese Weise ihre Diagnosekompetenzen auffrischen und an aktuellen Beispielen weiterentwickeln können.</p>
<p><strong>Weiteres Einsatzgebiet: Ausbildung angehender Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten</strong></p>
<p>Längst ist ViviAn über die Grenzen der Mathematikdidaktik hinausgewachsen. In der Psychologie beispielsweise wird ViviAn in der Ausbildung angehender Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eingesetzt: Sie analysieren Videovignetten, in denen fiktive Patientinnen und Patienten unterschiedliche therapeutische Gesprächssituationen simulieren, die anschließend fachlich reflektiert werden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:&nbsp;</strong>Mithilfe von ViviAn die diagnostischen Fähigkeiten trainieren&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 12:37:27 +0100</pubDate>
                        <title>Worte, die wachsen: vom stillen Texter zum deutschsprachigen Meister</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/worte-die-wachsen-vom-stillen-texter-zum-deutschsprachigen-meister</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal beginnen große Geschichten im Stillen. So auch bei ֱ-Studi Anuraj Sri Rajarajendran, der jahrelang nur für sich selbst schrieb und heute zu einer der bedeutendsten Stimmen der Poetry-Slam-Szene zählt. Entscheidend für seinen Werdegang war auch der Studiengang „Darstellendes Spiel“, wie er berichtet, denn so wurden sein Selbstbewusstsein und seine Präsenz nachhaltig geformt.</strong></p>
<p>„Ich bin nicht so der Performer“, sagt er und lacht – eine Aussage, die jeder, der Anuraj Sri Rajarajendran schon einmal auf einer Bühne erlebt hat, so nicht stehenlassen würde. Schon als Jugendlicher verliebt er sich in den Hip-Hop, schreibt Texte mit Rhythmus und spielt mit Sprache – doch jahrelang bleiben die Worte nur in seinem Zimmer. Er traut sich nicht, sie zu veröffentlichen. Doch dann wagt er während der Corona-Pandemie den ersten Schritt und lädt einen eigenen Song in einem Social-ֱ-Portal hoch. Rückblickend war dieser Moment der Startschuss für all das, was folgte.</p>
<p>Auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine Texte nicht nur zu schreiben, sondern auch zu teilen, stößt er auf einen Poetry-Slam in Speyer und meldet sich dort, ohne zu zögern, für einen Auftritt an. Ein weiterer Auftritt folgt in Landau. Sein Stil – eine Mischung aus Humor, Tiefgang und emotionaler Sprache – löst Begeisterung aus – und im Publikum sitzt eine Zuschauerin, die sein außergewöhnliches Potenzial erkennt: Anja Ohmer, Professorin des Zertifikatsstudiengangs „Darstellendes Spiel“ an der ֱ. Beeindruckt von seiner Präsenz spricht sie ihn an und lädt ihn ein, den Studiengang zu belegen.</p>
<p><strong>Authentisch wirken – Selbstbewusstsein aufbauen</strong></p>
<p>Für Anuraj ist schnell klar, dass er dabei sein will. Zu diesem Zeitpunkt studierte Anuraj Englisch und Geographie auf Lehramt und wählt bewusst das dritte Fach „Darstellendes Spiel“ dazu.&nbsp;</p>
<p>Darstellendes Spiel hat er bereits in der Schule gemocht – nun bekommt er erstmals die Chance, die Methoden hinter Körperpräsenz, Haltung, Ausdruck und Bühnenwirkung wirklich zu verstehen. Während Anuraj mittlerweile im Master studiert, sagt er rückblickend, der Studiengang habe seine Performance komplett verändert. Er habe gelernt, „sich selbst zu spüren“, wie Anja Ohmer es nennt: authentisch zu wirken, Selbstbewusstsein aufzubauen und seine Texte nicht nur vorzulesen, sondern zu performen. Und das in einem Wettbewerb, in dem jedes Detail zählt – Körperhaltung, Atem, Pausen und Stimme.</p>
<p>Anurajs Weiterentwicklung ließ nicht lange auf sich warten. Immer mehr Auftritte folgten, er gewinnt zahlreiche Slams, wird bei der Landesmeisterschaft zunächst Vierter, im nächsten Jahr Vizemeister – und schließlich&nbsp;Poetry-Slam-Meister.&nbsp;</p>
<p>In Rheinland-Pfalz bleibt sein Talent nicht lange unbemerkt: Veranstalter laden ihn ein, das Publikum wächst mit jedem Auftritt. Und nebenbei veröffentlicht er sein erstes Buch: eine Sammlung seiner Texte, die genau das widerspiegeln, was ihn ausmacht – Gefühle und Tiefgang mit einer Prise Humor versetzt.&nbsp;</p>
<p><strong>Seine Texte entstehen „aus einem Gefühl heraus“</strong></p>
<p>Aber wie entstehen diese genialen Texte eigentlich? Anuraj lacht angesichts dieser Frage, denn seine Antwort ist erstaunlich simpel: „Aus einem Gefühl heraus.“ Wenn ihm ein Gedanke kommt, notiert er ihn sofort, indem er ihn über Whatsapp an sich selbst schreibt. Und dann beginnt die Feinarbeit: Er testet neue Texte auf kleinen Slams und misst an der Publikumsreaktion, wie gut sie ankommen. Für große Wettbewerbe verbringt er mehrere Monate mit der Vorbereitung.&nbsp;</p>
<p>Vor seinen Auftritten sucht er die Ruhe, atmet tief durch, fährt den Puls herunter. „Ab dem Moment, in dem ich anfange zu sprechen, fällt die ganze Anspannung ab.“</p>
<p><strong>Zur Poetry-Slam-Meisterschaft nach Südafrika</strong></p>
<p>Im Jahr 2026 wird es besonders spannend, denn er reist zur&nbsp;Poetry-Slam-Weltmeisterschaft nach Südafrika. Dort gelten andere Regeln: teilweise nur drei Minuten Zeit, und alle Texte müssen auf Englisch sein. Für Anuraj ist das zwar eine neue Herausforderung, aber auch eine Chance, seine Arbeit weiterzuentwickeln und den Rest seines Studiums zu nutzen – immerhin studiert er Englisch auf Lehramt.&nbsp;</p>
<p>Anja Ohmer beobachtet seine Entwicklung mit Stolz. Für sie ist „Darstellendes Spiel“ weit mehr als nur Theater. Der Studiengang, der ästhetische Bildung, Didaktik, freie Theaterprojekte und intensive Körperarbeit vereint, soll Studierende stärken – unabhängig von dem weiteren Fach, das sie studieren.&nbsp;</p>
<p>Präsenz, Selbstsicherheit, Körpersprache, Auftreten vor Menschen, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, Schülerinnen und Schüler anzuleiten: All das sind Kompetenzen, die angehende Lehrerinnen und Lehrer im Alltag brauchen. Sie wünscht sich, dass der Studiengang künftig auch für Studierende des Grund- und vor allem auch des Förderschullehramts geöffnet wird, denn gerade dort brauchen Schülerinnen und Schüler besondere Begleitung und ein ganz eigenes Verständnis ihrer individuellen Lernsituation. Die künstlerische Arbeit ermögliche es, Jugendliche auf eine Weise kennenzulernen, die im regulären Unterricht kaum möglich sei.</p>
<p><strong>Vielseitig einsetzbar: Skills aus dem Studiengang „Darstellendes Spiel“</strong></p>
<p>Ohmer betont, dass jede und jeder teilnehmen könne – ganz ohne Bühnenerfahrung. Bei einem Eignungsworkshop gehe es ausschließlich darum, Lust zu haben, sich auszuprobieren und kennenzulernen. Technik, Bühne, Sprache – oder ganz andere Talente – all das könne man dort entdecken und ausbauen. Den Studiengang „Darstellendes Spiel“ kann man ab dem fünften Semester belegen oder „on top“, sogar, wenn das Studium schon längst beendet ist.&nbsp;</p>
<p>Später könne man nicht nur das Schulfach Darstellendes Spiel unterrichten oder eine Theater-AG an der eigenen Schule leiten – Professorin Anja Ohmer ist überzeugt davon, dass sich die erlernten Skills auch wunderbar in Fächern wie Biologie, Sport oder Mathe einbringen lassen und den Absolventinnen und Absolventen helfen, den Unterricht kreativer zu gestalten.</p>
<p>Anuraj sei für sie ein Paradebeispiel dafür, wie sichtbar diese persönliche Entwicklung sein kann. „Er hat ein Riesentalent, das weiterwachsen darf“, sagt sie. Gleichzeitig hofft sie, dass er trotz seiner Erfolge sein Lehramtsstudium nicht aus den Augen verliert.&nbsp;</p>
<p><strong>Herausfinden, wer man ist und was man sein möchte</strong></p>
<p>Für Anuraj selbst ist eines wichtig: „Man muss herausfinden, wer man ist und was man sein möchte.“ Sein Weg zeigt genau das. Er begann mit einem Gefühl, mit ein paar Worten, die er zunächst niemandem zeigte. Heute berührt er mit seinen Auftritten viele Menschen und reist zu internationalen Wettbewerben – und bleibt dabei jemand, der immer weiter lernen will.</p>
<p>Anurajs Geschichte inspiriert und motiviert, weil sie uns einmal mehr klarmacht: Kunst entsteht eben nicht durch angeborenes Können und angeborene Perfektion, sondern durch Mut. Mut, den ersten Text zu schreiben und zu veröffentlichen. Mut, auf eine Bühne zu treten. Mut, sich und seine eigenen Gefühle zu zeigen. Und vor allem den Mut, weiterzugehen, auch wenn man noch nicht weiß, wohin der Weg führt.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 11:37:46 +0100</pubDate>
                        <title>Meinung, die zählt: Mit „Campustour“ die ֱ mitgestalten</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/meinung-die-zaehlt-mit-campustour-die-rptu-mitgestalten</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Julia Kleine und Maike Rech sind Mitarbeiterinnen im Bereich Befragungen und Akkreditierung im Referat „Lehrentwicklung und Qualitätssicherung“ (vormals „Referat 4 Qualität in Studium und Lehre“). Mit verschiedensten Fragen an Studierende im Gepäck waren sie vergangenen Sommer auf dem Campus in Kaiserslautern und Landau unterwegs. Ihre Mission: Durch die Studierendenbefragung „Campustour“ ehrliches Feedback zum Unileben erhalten und es mit gezielten Maßnahmen nachhaltig verbessern. Wie genau sich Studierende dafür einbringen können, erzählen uns die beiden im Interview.</strong></i></p>
<p class="text-justify"><strong>Befragungen an der ֱ gibt es schon lange. Was ist bei der „Campustour“ neu bzw. anders?</strong></p>
<p class="text-justify">Maike Rech: Das stimmt, Studierendenbefragungen führen wir an der Uni schon lange durch. Digitale Befragungen per E-Mail wird es auch nach wie vor in regelmäßigen Abständen geben. Mit den daraus gewonnenen Daten können wir bereits gut arbeiten, haben aber gemerkt, dass nach wie vor der eine oder andere Punkt offen bleibt. Durch die Fusion zur ֱ Kaiserslautern-Landau werden wir uns auch im Qualitätsmanagement von Studium und Lehre neu aufstellen und neue Wege gehen, direktes Feedback von Studierenden zu erhalten. Und so kamen wir auf die Idee der Campustour.</p>
<p class="text-justify">Julia Kleine: Wir haben uns mit großen Metaplanwänden an zentralen Plätzen auf dem Campus Kaiserslautern und dem Campus Landau aufgestellt und waren somit für die Studierenden kaum zu übersehen. Studierende kamen zum Teil in kleinen Gruppen und diskutierten untereinander – oder direkt mit uns - die angeschriebenen Fragen –. Es war schön, dass auch wir vom Qualitätsmanagement mit den Studierenden in den direkten Austausch kommen konnten. Es herrschte reges Engagement. Die abgegebenen Antworten auf den Metaplanwänden blieben aber, wie auch bei den digitalen Befragungen, anonym.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Gab es einen besonderen Schwerpunkt bei der Campustour?</strong></p>
<p class="text-justify">Maike Rech: In diesem Fall lag unser Fokus auf dem Thema „Studentisches Engagement/Partizipation“. Hierzu gab es ein festes Fragenset, das spezifisch auf einen Schwerpunkt zugeschnitten war, wie zum Beispiel „Warum verändert sich studentisches Engagement?“ oder „Warum sinkt die Beteiligung an Befragungen?“. Gleichzeitig haben wir aber auch ganz breite Fragen gestellt, wie zum Beispiel „Hast du allgemeines Feedback an die ֱ?“. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, mit Karten und Stiften ihre ganz persönliche Meinung und Erfahrung auf der Metaplanwand zu teilen. Am Ende konnten wir gute und neue Erkenntnisse gewinnen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Gab es bei der Campustour Meinungen und Erfahrungen, die überraschend kamen?</strong></p>
<p class="text-justify">Julia Kleine: Als wir die Fragen für die Studierenden entwickelt haben, gab es bereits Gedanken, was die größten Knackpunkte sein könnten, weil sie uns zum Teil selbst aufgefallen sind. Auch wenn der Großteil der Antworten unsere Erwartungen tatsächlich bestätigt haben, war es uns wichtig, unsere Gedanken mit den Studierenden rückzukoppeln.</p>
<p class="text-justify">Maike Rech: Teilweise sind aber auch Themen dazugekommen, die wir bisher noch nicht auf dem Schirm hatten – unter anderem, weil sie nicht in unseren üblichen Arbeitsbereich reinfallen. Wir haben die Stimmen dennoch mitgenommen für eine Rückmeldung in den entsprechenden Teams der ֱ. Durch den persönlichen Austausch konnten wir die abgegebenen Antworten, anders als bei einer digitalen Befragung, direkt noch einmal hinterfragen und damit einzelne Punkt tiefer diskutieren.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie genau kann man sich das vorstellen: Wie verarbeitet ihr die Angaben der Studierenden?</strong></p>
<p class="text-justify">Maike Rech: Um ein konkretes Beispiel im Bereich der Akkreditierung zu nennen, ist durch die Campustour deutlich geworden, dass wir im Qualitätsmanagement ein Fachvokabular mit Abkürzungen verwenden, das den Studierenden gar nicht bekannt ist. Durch ihr ehrliches Feedback haben wir nun den konkreten Auftrag erhalten, unsere Webseite und Dokumente entsprechend anzupassen.</p>
<p class="text-justify">Julia Kleine: Wir haben die Studierenden ja auch danach gefragt, warum das studentische Engagement insgesamt zurückgeht – zum Beispiel in Gremien und Fachschaften. Uns wurde zurückgespielt, dass den Studierenden oftmals gar nicht bekannt ist, was es für Angebote gibt, um sich aktiv einzubringen. Das ist für uns eine wichtige Rückmeldung, um mit anderen Teams der ֱ dazu in den näheren Austausch zu gehen, wie wir die Partizipationsmöglichkeiten innerhalb der Universität sichtbarer machen können.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Inwiefern können Studierende mit ihrer Stimme konkret zu einem veränderten Unileben beitragen?</strong></p>
<p class="text-justify">Maike Rech: Befragungen wie die Campustour oder auch die Erstsemesterbefragung – die richtet sich an diejenigen, die sich zum Wintersemester erstmalig eingeschrieben haben – bieten Studierenden die einmalige Chance, ihre Meinung außerhalb ihrer Community mit anderen Akteuren der Universität zu teilen. Ob positive Erfahrungen oder herausfordernde Punkte.</p>
<p class="text-justify">Julia Kleine: Die Studierenden müssen kein Vorwissen mitbringen, sondern lediglich die Bereitschaft, ihre eigenen Erfahrungen und vielleicht auch neue Ideen bzw. Impulse zu teilen. Auch wenn sie die Umsetzung und somit den Erfolg ihrer Meinungsteilung nicht sofort sehen, ist ihre Stimme sehr wichtig. Die Entwicklung unserer Universität ist ein Generationenvertrag: Dinge, wie sie heute laufen, wurden zum Teil von den Meinungen anderer Studierender aus der Vergangenheit mitgeprägt. So gab es beispielsweise Rückmeldungen von den Erstis, die an der Erstsemesterbefragung teilgenommen haben, dass sie mehr Zeit zum Ankommen im Unialltag brauchen und dass sie nach der Schulzeit Orientierung benötigen, um an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt zu werden. Diese Stimmen waren damals unter anderem Anlass für die Einführung des Orientierungsstudiums ֱzero. Es ist also ziemlich wertvoll, seine eigene Meinung zu teilen, weil man wirklich dazu beitragen kann, dass sich an der Universität etwas verändert – für sich selbst und für künftige Studierende.</p>
<p class="text-justify">---</p>
<p class="text-justify"><i>Gut zu wissen: In der ersten Januarwoche 2026 findet die Erstsemesterbefragung zum Thema Studienstart und Studienwahl statt. Die Campustour mit Befragung aller Studierenden zum Thema Studium und Unileben findet planmäßig in jedem Sommersemester statt. Und wie ihr gelesen habt: Eure Stimme wird gehört und mit eurer Meinung könnt ihr das Unileben maßgeblich mitgestalten. Mitmachen lohnt sich also!</i></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Tue, 16 Dec 2025 12:05:45 +0100</pubDate>
                        <title>FiMS ist wie eine Auszeit vom Schulalltag und genau das richtige für Knobelfans: Über das Frühstudium fand Laura Engels ins Mathestudium</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fims-ist-wie-eine-auszeit-vom-schulalltag-und-genau-das-richtige-fuer-knobelfans-ueber-das-fruehstudium-fand-laura-engels-ins-mathestudium</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>„Für viele ist das eine Überraschung: Mathematik ist total forschungsorientiert“, grinst Laura Engels über ihre spät gefundene Liebe zur Welt der Zahlen und Formeln. Die 19-jährige Cuxhavenerin ist angekommen: im Studium und in Kaiserslautern. Zutiefst zufrieden ist sie mit ihrer Studienwahl. Dabei war es nicht die erste Wahl: Wirtschaftsinformatik sollte es werden, weil sie schon immer gerne geknobelt hat und an neuen Codes getüftelt.&nbsp;</strong></i></p>
<p>Dann kam eins zum anderen: Die Teilnahme an einem Workshop der Math-Talent-School für MINT-EC Schulen am Fraunhofer Institut in Kaiserslautern, der zeitgleich stattfindende Tag der Mathematik an der ֱ Kaiserslautern und darüber die ersten Informationen zu FiMS, dem Früheinstieg ins Mathematikstudium.&nbsp;</p>
<p><strong>FiMS: Mathe-Frühstudium für Knobler und Forscher</strong></p>
<p>„FiMS war für mich die perfekte Möglichkeit, zu testen, ob Mathe wirklich genau das ist, was ich studieren möchte – immerhin war ich mir vor dem Workshop am Fraunhofer noch sicher gewesen, das ich in den Informatikbereich gehen werde“, erzählt Laura Engels. Als die angehende Mathematikerin mit dem Frühstudium begann war sie 17 Jahre alt, besuchte noch das Gymnasium in Cuxhaven und bereitete sich aufs Abitur vor. „Das gute an FiMS ist, dass es ein Fernstudium ist.“ Die Schülerinnen und Schüler im Frühstudium erhalten ihre Aufgaben von den betreuenden Dozenten und reichen die Lösungen digital ein. Durch die zeitliche Flexibilität konnte Laura FiMS gut in ihren Schulalltag integrieren. „Ich muss von mir sagen, dass ich es mit dem Lernen oft ein wenig zu ernst genommen habe. Da waren die FiMS Aufgaben für mich wie eine kurze Auszeit vom stressigen Alltag.“ Der volle Fokus aufs Knobeln, Rätseln und Lösungen finden außerhalb des Schulstoffes war eine schnell liebgewonnene Ablenkung.&nbsp;</p>
<p><strong>Vorarbeiten fürs ordentliche Studium</strong></p>
<p>„Leider bin ich erst spät auf FiMS aufmerksam geworden. So hatte ich nur ein knappes Semester das Vergnügen.“ Theoretisch hätte sie die Möglichkeit gehabt, bereits mit 15 Jahren ins Mathe-Frühstudium zu starten. Das bringt über die eigene Freude am Knobeln und einem ersten Einblick ins Universitätsleben auch gleich noch Vorteile für das spätere Studium: Wer sich im Anschluss für ein Mathe-Studium entscheidet, kann sich Leistungen aus FiMS anrechnen lassen und so seine Studienzeit verkürzen.</p>
<p>„Das hat bei mir leider nicht mehr geklappt. Dafür bin ich zu spät eingestiegen und neben dem Abi habe ich es nicht geschafft, die Abschlussprüfung mitzuschreiben.“ Das findet Laura rückblickend aber gar nicht so schlimm: Ein Gewinn aus FiMS wiegt für sie viel schwerer, als dass sie eine Prüfung bestanden hat. „Für mich hat es die Sicherheit gebracht, dass Mathe genau das ist, wonach ich gesucht habe.“ Eigentlich ging Laura davon aus, dass Mathe trocken ist, wenig anwendungsorientiert – genauso eben, wie sie Mathematik aus der Schule kannte. „Das ist aber überhaupt nicht vergleichbar: Universitäre Mathematik ist zwar im Bachelor noch sehr theoretisch, aber während der Math-Talent-School am Fraunhofer in Kaiserslautern ist mir klar geworden, wie praktisch dieses Wissen anwendbar ist.“</p>
<p><strong>Vom Einfluss der Lehrkraft</strong></p>
<p>Laura ist ehrlich: Bis zur Oberstufe ging sie eher davon aus, dass in Mathe nicht gerade ihre Stärken liegen. „Ich stand in Mathe immer zwischen zwei und drei – da gab es ganz andere Überflieger.“ Vielleicht auch dem geschuldet, dass ihr die Mathelehrerin an der Grundschule mit Blick auf ihre Leistungen in Mathe bezeugte, dass sie es nicht aufs Gymnasium schaffen wird. „Mein Mathelehrer in der Oberstufe war der Gamechanger. Er legte den Schwerpunkt unter anderem auf Logik und auf einmal lag mir Mathe auch. Knobeln und logische Lösungen finden fiel mir schon immer leicht.“</p>
<p>„FiMS hörte sich für mich zuerst an wie so ein Hochbegabten-Programm, aber das ist es gar nicht.“ Klar sei es hilfreich, gut in der Schule zu sein, denn für FiMS braucht es unter anderem ein Empfehlungsschreiben des eigenen Mathelehrers. Aber die wichtigste Voraussetzung ist ein Faible fürs Knobeln und Forschen. Und das hatte Laura schon immer: „Ich war seit der siebten Klasse in der Jugend forscht AG. Für mich war die AG der Türöffner zu den ganzen MINT-EC Programmen und die wiederum der Türöffner für FiMS.“ Es sei aber, betont Laura, kein Vorwissen nötig.</p>
<p><strong>FiMS war wie ein liebgewonnenes Hobby</strong></p>
<p>Mittlerweile liegt FiMS für Laura schon fast zwei Jahre zurück. Inzwischen wird sie als Felix-Klein-Stipendiatin gefördert. Ihre Leidenschaft für die Angewandte Mathematik zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Studium.&nbsp;</p>
<p>„Wenn ich auf FiMS zurückblicke, muss ich sagen, dass es wie ein liebgewonnenes Hobby war: Es hat Spaß gemacht, ich konnte flexibel sein, ohne Druck und – wie jedes andere Hobby auch – brauchte ich Zeit dafür.“ Im Schnitt hat Laura für ihr FiMS-Studium etwa acht bis zwölf Stunden in der Woche aufgebracht. „FiMS war für mich ‚Studieren light‘“, sagt sie abschließend. Durch viel persönliche Betreuung war das Pensum gut zu schaffen. „Das Einzige, was mir gefehlt hat, war der analoge Kontakt.“ Die Videocalls brachten zwar räumliche Flexibilität, aber konnten für Laura den analogen Kontakt nicht ersetzen.</p>
<p>Das ist jetzt anders: Ihren neuen Lebensmittelpunkt hat sie längst in Kaiserslautern gefunden. Die Vielfalt der Stadt, die internationale Atmosphäre und das Flair der Campus Uni mit kurzen Wegen haben ihr das Zuhause fühlen leicht gemacht. „Ich genieße das Studierendenleben. Den persönlichen Austausch und das gemeinsame Knobeln an mathematischen Lösungen“, strahlt die Mathematikstudentin im Bachelor.&nbsp;</p>
<p>Obwohl sie jetzt ordentlich studiert, nimmt sie sich Zeit für den Blick über den Tellerrand. Erst im Herbst dieses Jahres hat sie an der einwöchigen Herbstschule des Felix-Klein-Zentrums teilgenommen, die am benachbarten Fraunhofer Institut in Kaiserslautern stattfand. „Für mich ist die ֱ am Campus Kaiserslautern ein riesen Glücksfall: Forschungsinstitute liegen hier in direkter Nachbarschaft zum Campus und der Campus selbst bietet sehr komfortables Studieren. Ich würde sagen: Kaiserslautern ist mein Wohlfühlcampus – hier stimmt alles: Studium, Möglichkeiten und Betreuung.“</p>
<p>---</p>
<p><i>Gut zu wissen: Die Teilnahme an FiMS ist im Wintersemester (Anmeldung 15. September) sowie im Sommersemester (Anmeldung bis 15. März) möglich. Mehr Informationen dazu und welche Vorbereitung vorab hilfreich sind, gibt's auf den </i><i>.</i></p>
<p><i>Oder soll es die Physik sein? Die ֱ bietet mit FiPS auch ein Programm zum Früheinstieg ins Physikstudium. Mehr Informationen dazu und für wen es das passende Angebot ist, gibt's auf den </i><i>.</i></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Tue, 09 Dec 2025 09:14:54 +0100</pubDate>
                        <title>Theorie und Praxis im BWL-Studium vereint: Wie ein Uniwechsel und Nebenjobs zum Erfolg führen  </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/theorie-und-praxis-im-bwl-studium-vereint-wie-ein-uniwechsel-und-nebenjobs-zum-erfolg-fuehren</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Nach ihrem BWL-Bachelor in Mannheim entscheidet sich Linh Nguyen bewusst für einen BWL-Master an der ֱ am Campus Kaiserslautern – angezogen von Wahlfächern, die zu ihren ersten Praxiserfahrungen passen. Dort verbindet sie Theorie und Praxis: Über Forschungsseminare und Werkstudierendenjobs findet sie ihren beruflichen Weg in ein internationales Team bei SAP. Ihr Werdegang zeigt, wie viel ein Uniwechsel und praktische Erfahrungen bewirken können.</strong></i></p>
<p class="text-justify">Als Linh Nguyen ihr Bachelorstudium in Mannheim beginnt, interessiert sie sich für betriebswirtschaftliche Grundlagen. Eine konkrete Vorstellung, wohin sie beruflich möchte, hat sie nicht. Vielleicht soll es später in Richtung Banking gehen, ins Versicherungswesen oder in die Immobilienwirtschaft. Um sich ihrer Ziele klar zu werden, sucht sie sich eine Stelle als Werkstudentin in einem Startup. Dabei stößt Linh Nguyen auf ein Themenfeld, das sie sofort begeistert: Patentrecht und die Rechte am geistigen Eigentum.</p>
<p class="text-justify">„Ich bin durch meinen Werkstudentenjob das erste Mal tiefer in das Thema Intellectual Property eingetaucht“, erzählt sie. „Das hat mich so fasziniert, dass ich mich auch im Master damit beschäftigen wollte.“ Eine Universität mit dem passenden Angebot zu finden, gestaltet sich allerdings schwer. Nur die ֱ bietet die Wahlfächer und Forschungsschwerpunkte an, die sie sucht. Das gibt den Ausschlag für den Wechsel nach Kaiserslautern.</p>
<p class="text-justify"><strong>Von kleinen Hürden und großen Chancen</strong></p>
<p class="text-justify">Der Wechsel von der Universität Mannheim an die ֱ in Kaiserslautern ist für Linh Nguyen ein wichtiger Schritt. Bevor sie sich für den Master einschreibt, informiert sie sich intensiv über Lehrstühle, Wahlfächer und Forschungsfelder. „Ich habe auf der Webseite sehr viele, gut strukturierte Informationen über die Forschungsfelder und Wahlfächer gefunden. Das hat mir unglaublich geholfen, meine Entscheidung zu treffen“, sagt sie.</p>
<p class="text-justify">Der Uniwechsel bringt Alltagsherausforderungen mit sich: „Allein das Aufladen des Mensa-Kontos war für mich etwas völlig Neues“, erzählt sie schmunzelnd. Gleichzeitig habe sie in den ersten Tagen viel Unterstützung von Kommilitoninnen und Kommilitonen bekommen, die ihr den Einstieg erleichterten. Der Wechsel eröffnet ihr gleichzeitig die große Chance, ihren Interessen nachzugehen und neue Professorinnen und Professoren kennenzulernen, deren Perspektiven und Forschungsschwerpunkte ihr Fachwissen spürbar erweitern.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wachstum durch Fehler und Vorbilder</strong></p>
<p class="text-justify">Besonders in Erinnerung bleiben Linh Nguyen die engen Betreuungsstrukturen und die intensive Begleitung während ihrer Forschungsarbeit im Masterstudium. Denn gerade zu Beginn liefen nicht alle Experimente wie geplant. „Am Anfang hatte ich viele Fehlschläge“, erzählt sie. „Aber Professor Steininger und die Mitarbeitenden am Lehrstuhl haben mir gezeigt, wie ich meine Forschung verbessern kann. Ich habe unglaublich tolle Unterstützung bekommen.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">In ihrer Studienzeit führt Linh Nguyen unter anderem Online-Experimente durch, bei denen Teilnehmende Produkte bewerten und ihre Reaktionen analysiert werden. In ihrer Masterarbeit arbeitet sie an der Frage, welchen Einfluss Kundenbewertungen haben und welche Strategien Unternehmen im Umgang damit nutzen sollten. Sie lernt, wie man Studiendesigns entwickelt, Ergebnisse interpretiert und Fehler als Teil des wissenschaftlichen Prozesses begreift.</p>
<p class="text-justify">„Auch wenn nicht immer alle Hypothesen bestätigt wurden, habe ich gerade aus diesen Momenten viel mitgenommen. Ich habe gelernt, dranzubleiben und komplexe Fragestellungen strukturiert anzugehen.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Zwischen Hörsaal und Großkonzern</strong></p>
<p class="text-justify">Während des Masters bewirbt sich Linh Nguyen wieder auf eine Werkstudierendenstelle, diesmal bei dem Softwareunternehmen SAP. Sie wird angenommen und findet sich schnell in den Strukturen des Großkonzerns zurecht: „Ich konnte im Team von Anfang an mitarbeiten und habe gemerkt, dass mir die Arbeit unglaublich viel Spaß macht.“.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Linh Nguyen erlebt erneut, wie sie betriebswirtschaftliche Methoden, analytisches Denken und die technischen Grundlagen aus dem Studium in der Unternehmenswelt anwenden kann. Der Werkstudierendenjob zeigt ihr außerdem, welche Aufgaben ihr liegen und wie wichtig Teamkultur und ein passendes Arbeitsumfeld für sie sind. „Es ist eine unglaubliche Bereicherung, mit einem internationalen Team zu arbeiten“, sagt sie. „Jeder bringt andere Stärken und Perspektiven ein.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Während ihrer Zeit als Werkstudentin stellt Linh Nguyen außerdem fest, dass sie sich in Rollen wohlfühlt, die an der Schnittstelle von Business und Technologie liegen. Dort, wo strategisches Denken, Teamwork und ein echter Mehrwert für Kundinnen und Kunden zusammenkommen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Arbeiten bei SAP: Komplexität als Motivation</strong></p>
<p class="text-justify">Auch SAP sieht, dass die Arbeit perfekt zu Linh Nguyen passt: Nach dem Studium erhält sie eine Festanstellung. Dass sie schon als Werkstudentin Teil des Teams war, erleichterte den Übergang in den Beruf. Sie wusste, was sie erwartet – und ihr Team wusste, was sie kann.</p>
<p class="text-justify">Heute arbeitet Linh Nguyen bei SAP im Bereich Customer Success. Ihr Aufgabenfeld liegt dort, wo Kundenberatung, Geschäftsentwicklung und strategische Prozessbegleitung zusammenkommen. Was nach außen abstrakt klingt, ist für sie ein faszinierendes Arbeitsfeld, in dem sie täglich auf Fähigkeiten zurückgreift, die sie an der ֱ gelernt hat. „Analytisches Denken, strukturiertes Arbeiten, wissenschaftliche Genauigkeit, all das brauche ich heute ständig“, sagt sie.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Geduld und Lernbereitschaft als Erfolgsrezept</strong></p>
<p class="text-justify">Wenn Linh Nguyen über ihren Weg spricht, klingt vor allem eines durch: eine klare, praktische Haltung. Aus ihren Erfahrungen heraus rät sie Studierenden, Praxis und Theorie bewusst zu verbinden und offen mit Fehlern umzugehen. Beim Forschen habe sie gelernt, dass nicht jedes Ergebnis sofort eindeutig sein muss und dass Geduld sowie Ausprobieren zum Lernprozess dazugehören.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Auf die Frage, ob sie schon immer so organisiert und zielstrebig war, lacht sie. „Meine Mutter verdreht manchmal immer noch die Augen über das Chaos auf meinem Schreibtisch.“ Strukturiertes Arbeiten habe sie vor allem im Studium gelernt: Tage planen, Prioritäten setzen, To-dos organisieren. Fähigkeiten, die besonders in Prüfungsphasen wichtig wurden und ihr heute im Arbeitsalltag zugutekommen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Ein Weg, der durch Erfahrungen gewachsen ist</strong></p>
<p class="text-justify">Linh Nguyens Werdegang zeigt deutlich, was ihre Karriere vorangebracht hat: die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und aus jedem Schritt etwas mitzunehmen. Ob im Startup, in der Forschung oder bei SAP: Immer wieder waren es komplexe Fragestellungen und konkrete Erfahrungen, die ihr die Richtung gewiesen haben.</p>
<p class="text-justify">Gerade deshalb sieht Linh Nguyen ihren Weg als Ergebnis vieler kleiner Schritte, Entscheidungen und Begegnungen. Praxiserfahrungen, wissenschaftliches Arbeiten und Menschen, die sie auf dem Weg begleitet haben, haben ihr Bild vom eigenen beruflichen Profil geschärft. Heute bei SAP merkt sie, wie sich all diese Bausteine zu einem Ganzen fügen. Und dass der Wechsel an die ֱ und die Nebenjobs ihr genau die richtigen Impulse zur richtigen Zeit gegeben haben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 10:09:35 +0100</pubDate>
                        <title>Sozioinformatik: Ein Studiengang, der Technologie und Gesellschaft zusammenbringt</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/sozioinformatik-ein-studiengang-der-technologie-und-gesellschaft-zusammenbringt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Wie verändert sich die Sichtbarkeit von Inhalten von Parteien auf TikTok durch Interaktion? Mit dieser Frage beschäftigt sich Benjamin Stopp in seiner Bachelorarbeit in der Sozioinformatik. Ein Studiengang mit großer Relevanz für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – denn im digitalen Zeitalter wird es immer wichtiger, die technologische und gesellschaftliche Perspektive nicht mehr isoliert voneinander zu betrachten. Das hat uns Benjamin Stopp im Interview erzählt.</strong></i></p>
<p class="text-justify"><strong>Wie bist du auf den Studiengang Sozioinformatik gekommen?</strong></p>
<p class="text-justify">Ich habe mich schon in der Schule für Gesellschaftswissenschaften interessiert, aber auch für Technik. Da habe ich mir gedacht: Gibt es eine Möglichkeit, beides zusammenzubringen? Dann hat eine Freundin meiner Mutter zufällig einen Zeitungsartikel über Prof. Dr. Katharina Zweig gelesen, die den Studiengang hier an der ֱ mitentwickelt hat. Offensichtlich haben sich die beiden über meine Interessen unterhalten und dass ich vor der Studienwahl stand. So habe ich den Tipp bekommen, mir den Bachelorstudiengang Sozioinformatik anzuschauen.</p>
<p class="text-justify">Unter dem Begriff Sozioinformatik konnte ich mir zunächst nicht ganz so viel vorstellen. Aber das, was ich über den Studiengang und seine Inhalte gelesen habe, klang für mich sehr interessant. Beim Studieninfotag habe ich mich dann mit Studierenden des Studiengangs ausgetauscht und da wusste ich: Das wird’s.</p>
<p class="text-justify"><strong>Sozioinformatik… Was ist das eigentlich genau?&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">In der Sozioinformatik geht es um die Vernetzung der Informatik mit den Gesellschaftswissenschaften. Das ist notwendig, weil Technik bzw. Software zunehmend tief in spezifischen sozialen Kontexten und Prozessen verankert ist. Neben dem Entwickeln von Software geht es also darum, wie Technik und Gesellschaft gegenseitig in Wechselwirkung stehen. Der Hauptteil des Sozioinformatik-Studiums macht die Informatik zu 60 Prozent aus, wobei es sich hier eher um die angewandte Informatik handelt. Die restlichen 40 Prozent setzen sich aus verschiedenen Inhalten der Soziologie, Psychologie, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften zusammen.</p>
<p class="text-justify">So erhalten wir einen guten Überblick über die jeweiligen Wissenschaften, was dabei hilft, die Auswirkungen von Technologien auf die verschiedenen Bereiche zu verstehen. Auch für den späteren Beruf ist es von Vorteil, wenn man mit Menschen aus diesen Bereichen zusammenarbeitet, weil man ihre Beweggründe für Handlungsentscheidungen grundsätzlich versteht. Sozioinformatikerinnen und Sozioinformatiker sind sozusagen ein Bindeglied, das sehr viele Disziplinen zusammenbringt.</p>
<p class="text-justify">Ich habe damals ähnliche Studiengänge anderer Unis und Hochschulen miteinander verglichen, aber tatsächlich nichts Vergleichbares gefunden.</p>
<p class="text-justify"><strong>Der Studiengang Sozioinformatik ist in seiner Art also einzigartig, weshalb es für dich nur die ֱ in Kaiserslautern sein konnte. Wie gefällt es dir hier?</strong></p>
<p class="text-justify">Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Ort in Baden-Württemberg und hatte ehrlich gesagt, wie wahrscheinliche viele andere auch, kein besonders gutes Bild von Kaiserslautern. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, den Studiengang zu studieren und dafür nach Kaiserslautern zu ziehen. Die Stadt überrascht, ich habe viele Dinge hier und in der Umgebung lieben gelernt. Ich finde die Weinfeste toll und dass der Pfälzerwald direkt vor der Tür ist, weil ich gerne in der Natur unterwegs bin zum Wandern. Auch die Angebote von CampusPlus und vom Unisport sind sehr vielfältig und fachlich ist die ֱ in der Informatik einfach sehr gut aufgestellt.</p>
<p class="text-justify">Andere Städte bieten andere Möglichkeiten, aber letztendlich sind es die Freunde, die man im Studium kennenlernt und um sich hat, die den Unterschied ausmachen. Dabei ist es egal, wo man was zusammen macht: Für mich sind die Leute entscheidender und meine Freunde habe ich auf jeden Fall hier gefunden. An der ֱ spürt man den Zusammenhalt und dass wir eine Community sind. Das gefällt mir extrem gut. Es war also definitiv die richtige Entscheidung.</p>
<p class="text-justify"><strong>Jetzt hast du dein Studium fast abgeschlossen und schreibst an deiner Bachelorarbeit. Im Kern geht es um den TikTok-Algorithmus und die Frage, wie Interaktionen die Sichtbarkeit von Inhalten politischer Parteien beeinflussen. Wie genau sieht deine Untersuchung aus? Und mal ehrlich: Wie oft schaust du dir aus Spaß doch TikTok an, obwohl du eigentlich gerade arbeiten solltest?</strong></p>
<p class="text-justify">(Benjamin lacht) Tatsächlich habe ich mir TikTok extra wieder für meine Bachelorarbeit heruntergeladen. Ich bin eher auf anderen Social-ֱ-Plattformen unterwegs, weshalb es mir nicht ganz so schwerfällt, TikTok ausschließlich für die Bachelorarbeit zu nutzen. Zunächst schaue ich mir an, wie oft mir TikTok Inhalte einer Partei auf der „Für dich“-Seite anzeigt. Anschließend simuliere ich mithilfe von Computerprogrammen verschiedene Nutzerinteraktionen wie Likes und Watch-Time, also wie lange ein Inhalt angeschaut wird. Diese Interaktionen stellen unterschiedliche Parteienpräferenzen dar: Je mehr Interaktion, desto höher scheint die Partei favorisiert zu sein. Und danach schaue ich mir immer wieder an, wie sich die Häufigkeit der angezeigten Inhalte aufgrund der Nutzerinteraktionen verändert und welche Unterschiede es zwischen den Parteien gibt.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wieso gerade TikTok?</strong></p>
<p class="text-justify">Weil es dazu im Vergleich zu Facebook oder X (ehemals Twitter) noch nicht so viele Untersuchungen gibt. Und weil TikTok eine der reichweitenstärksten Social-ֱ-Plattformen ist, gerade im Hinblick auf den Einfluss und die Beeinflussbarkeit von jungen Menschen. Da sie Nachrichten zum Teil nur noch über Social ֱ beziehen, haben Parteien das auch erkannt, sodass TikTok zunehmend mehr Relevanz im Wahlkampf hat.</p>
<p class="text-justify"><strong>Und was kommt danach: Hast du schon Pläne, wie es nach deinem Bachelorabschluss weitergehen soll?</strong></p>
<p class="text-justify">Ich möchte auf jeden Fall im Bereich der Sozioinformatik bleiben und mich spezialisieren. Ein besonderes Anliegen von mir ist das Thema Fake News, Botnetz-Aktivitäten und die systematische Manipulation von Diskursen durch koordinierte Interaktion von ausländischen Troll-Fabriken auf Social ֱ. Mich interessiert, wie politische Meinungen gebildet werden, wie politische Inhalte bereitgestellt werden und wie wir Menschen sie konsumieren. Gerade durch generative KI, also zum Beispiel die Text-, Bild- und Videogenerierung durch künstliche Intelligenz, wird es immer wichtiger, die technologische und die gesellschaftliche Seite zusammenzubringen und nicht mehr einzeln isoliert zu betrachten. Das funktioniert nicht mehr. Denn auch wenn etwas technisch gut gemacht oder robust ist, kann es sich gesellschaftlich negativ auswirken.</p>
<p class="text-justify">Genau deshalb müssen wir die Themenfelder zunehmend zusammendenken und das machen wir im Studium. Der Bachelorstudiengang Sozioinformatik an der ֱ bietet eine gute Grundlage, um den Einfluss technologischer Entwicklungen auf die Gesellschaft zu bewerten und künftig noch tiefer in diesen Bereich einzutauchen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Für wen ist dieser Studiengang geeignet? Welche Skills sollte man mitbringen?</strong></p>
<p class="text-justify">Logisches Denken ist hilfreich, da der Informatik-Anteil im Studium der größte ist. Aber grundsätzlich sollte man breit interessiert sein. Man muss in der Schule nicht extrem gut in Mathe gewesen sein oder sehr gute Noten in Sozialkunde gehabt haben. Ich hatte auch keine Vorkenntnisse im Programmieren und an meiner Schule wurde Informatik auch nicht als Fach angeboten. Aber wenn man ein wirkliches Interesse hat, schafft man das auch so – da bin ich mir sicher. Außerdem gibt es parallel zu den Ersti-Wochen, vor Beginn der Vorlesungen, auch einen Mathe-Vorkurs. Dieser hilft sehr gut für den Mathe-Anteil im Studium, sodass man auch bei Null in der Sozioinformatik starten kann.</p>
<p class="text-justify"><strong>Welchen Tipp hast du sonst noch für Studienanfängerinnen und Studienanfänger?</strong></p>
<p class="text-justify">Sucht euch direkt am Anfang Leute, mit denen ihr zum Beispiel gemeinsam Übungen bearbeiten könnt. Dem einen liegt ein Thema besser, während man selbst dafür woanders seine Stärken hat. So ergänzt man sich richtig gut und kann sich gegenseitig unterstützen. Außerdem mein Tipp: Macht ein Auslandssemester. Ich war in Oulu in Finnland, der nördlichsten Großstadt Europas.</p>
<p class="text-justify"><strong>Warum ausgerechnet Oulu?</strong></p>
<p class="text-justify">Ich wusste von Anfang an, dass ich in den Norden will in eines der skandinavischen Länder. Ein wichtiges Kriterium war auch, dass es eine Uni sein sollte, die wie hier in Kaiserslautern Studierendenwohnheime für internationale Studis hat, sodass ich mir nichts Privates suchen musste. Das hat meine Auswahl eingegrenzt und dann habe ich geschaut, welche der angebotenen Kurse und Studieninhalte mich am meisten angesprochen haben. Am Ende ist es Oulu geworden. Die Lebenshaltungskosten sind in Finnland zwar etwas teurer als in Deutschland, etwa für Essen und Trinken. Aber tatsächlich habe ich dort für ein Zimmer im Wohnheim mit 300 Euro ungefähr genauso viel bezahlt wie hier in Kaiserslautern. Und Kaiserslautern ist schon sehr günstig, was die Mietkosten für Studierende betrifft.</p>
<p>Es war eine tolle Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde, unabhängig vom Studiengang und egal, ob man wie ich in den Norden oder doch in den Süden möchte. Man entwickelt im Auslandssemester seine Social Skills weiter und lernt ein anderes Land, eine andere Kultur kennen. Es macht einfach Spaß, mit Studis aus verschiedenen Nationen an einem neuen Ort Uni zu erleben – und auch mal das Partyleben dort kennenzulernen. Das gehört einfach zu einer Erasmus-Erfahrung dazu!&nbsp;😊</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 15:14:28 +0100</pubDate>
                        <title>„An der ֱ lassen sich Studium und Leistungssport gut verbinden“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/an-der-rptu-lassen-sich-studium-und-leistungssport-gut-verbinden</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Läuft man über das Sportgelände der ֱ in Kaiserslautern, so kann es durchaus sein, dass man Jonas Ecker am Kletterturm antrifft. Denn diesen erklimmt er regelmäßig – und zwar mit Seil. Lead nennt sich seine Disziplin. Es geht darum, eine bestimmte Route in einer vorgegebenen Zeit möglichst sturzfrei zu erklettern. Dabei höher als andere zu kommen, ist die Devise in Wettkämpfen. Jonas bisher größter Erfolg ist der vierte Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Lead. Ebenso eindrucksvoll sind die sportlichen Meilensteine von Florence Grünewald: Ihre Paradedisziplin heißt Bouldern – Klettern ohne Seil und Gurt in Absprunghöhe. Mehrmals belegte sie dabei vordere Plätze bei den Deutschen Meisterschaften. Hier berichten Florence und Jonas, dass sich Leistungssport und ein Studium an der ֱ gut miteinander verbinden lassen.</strong></i></p>
<p>„Klettern ist für mich den Kopf abschalten, mein Ding machen“, erzählt Jonas Ecker, der bereits als Kleinkind im Familienurlaub auf den Felsen Südfrankreichs kraxelte. Inzwischen trainiert er fünfmal pro Woche, das – im wahrsten Sinne des Wortes – auf hohem Niveau: „Am Kletterturm habe ich keinen Stress, ich mag das Gefühl des Freiseins.“ Durch seinen Sport habe er gelernt, sich auf den Moment zu fokussieren. Und, so ergänzt er schmunzelnd, seine Frustrationstoleranz habe sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Denn beim Klettern und irgendwie im ganzen Leben heißt es nicht selten: Wenn man versucht die Perspektive zu wechseln, dann funktioniert eine zunächst aussichtslos erscheinende Route vielleicht doch.</p>
<p>Der 21-Jährige kommt ursprünglich aus Heidelberg. An der ֱ absolviert er derzeit den Lehramtsstudiengang für die Fächer Chemie und Biologie am Gymnasium. Dafür entschieden habe er sich, weil er ein klares Ziel vor Augen braucht: „Ich möchte später unterrichten, habe Gefallen daran gefunden.“ Bereits seit einiger Zeit gibt er Kinder-Klettertraining.</p>
<p><strong>„Beim Bouldern lernt man fürs Leben“</strong></p>
<p>Ohne Seil indes geht es für Florence Grünewald nach oben – einen sogenannten Boulder, eine Kletterroute, die einige Meter hoch ist und durch dicke Matten am Boden gesichert ist. Das Rocktown in Kaiserslautern ist ihr Trainingsort, eine 1.500 Quadratmeter große Boulderhalle. Genau wie am Kletterturm fällt beim Blick auf die dortigen Kletterwände auf: Die Routen haben je nach Anspruch verschiedene Farben. Egal ob Anfänger oder Profi – für jeden ist der passende Schwierigkeitsgrad dabei. Florence Grünewald beschäftigt sich längst mit den besonders herausfordernden Routen. Mehrmals belegte sie vordere Plätze bei Wettkämpfen. In den Jahren 2020 und 2022 waren es sogar jeweils der zweite Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Bouldern. Im Jahr 2024 trat sie erstmals bei einem Weltcup in den USA an – und schafft es bis ins Halbfinale.</p>
<p>„Ich habe mein ganzes Leben rund um den Sport aufgebaut“, erzählt Florence. Seit 14 Jahren betreibt sie Wettkampfsport, trainiert siebenmal pro Woche. Was fasziniert sie daran? „Man lernt dabei fürs Leben.“ Einen Boulder zu klettern sei nämlich wie ein Rätsel lösen: „Ich frage mich zunächst, was ist von mir gewollt, was will ich?“ Beim Blick auf eine bevorstehende Route stehe man vor einem Problem „und muss die für sich beste Lösung finden“. Ihr Sport lebe aber auch davon, dass man stürzt – „und dann wieder aufsteht“. Fehler sind da, um sie zu analysieren – so lautet ihr Motto.</p>
<p>Florence kommt ursprünglich aus Saarbrücken, ist inzwischen eine ֱ-Alumna: Seit August 2025 hat sie ihren Bachelor in Sportwissenschaft und Gesundheit in der Tasche. Auf ihrem Uni-Stundenplan standen dafür beispielsweise Gesundheitsförderung, Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Sportpädagogik und Didaktik. „Dieser relative neue Studiengang hatte mich damals sehr angesprochen“, antwortet sie, fragt man, warum sie sich einst für die ֱ als Studienort entschieden hat. „Hinzu kam, dass sich die Trainingsmöglichkeiten in Kaiserslautern als besonders attraktiv herausgestellt haben.“&nbsp;</p>
<p><strong>Sport auf hohem Niveau – gleichzeitig ein Studium absolvieren</strong></p>
<p>Sport auf hohem Niveau treiben – und gleichzeitig ein Studium absolvieren. An der ֱ ist beides problemlose möglich – besser vielleicht als an manch anderer Uni, betonen sowohl Florence Grünewald als auch Jonas Ecker. „Wenn ich beispielsweise mittags eine Vorlesung habe, dann kann ich davor oder danach am Kletterturm trainieren“, sagt Jonas, der einen wichtigen Baustein seines bisherigen Erfolgs auch in seiner flexiblen Stundenplan-Gestaltung sieht. Module etwa hat er bei Bedarf schon mal verschieben können – und außerdem: „Von Freunden an anderen Unis habe ich mitbekommen, dass sie wesentlich mehr Veranstaltungen haben, bei denen eine Anwesenheitspflicht besteht.“ Zeitlich sei man dadurch eingeschränkter. Wie sind die Professorinnen und Professoren damit umgegangen, wenn sie bei Lehrveranstaltungen fehlten, etwa weil ein Wettkampf anstand? „Für die meisten war das kein Problem“, sagt Florence. „Es hat sich immer ein Weg gefunden.“</p>
<p>Was meinen die beiden, was sollten Studierenden und Studieninteressierten wissen, die parallel zu ihrem Studium Sport auf einem hohen Niveau treiben wollen? Worauf sollte man achten? Florence: „Fixe Termine, wie Wettkämpfe, mit allen Beteiligten rechtzeitig absprechen.“ Jonas ergänzt: „Offen sein. Und sich nicht den Stress machen, in Regelstudienzeit fertig werden zu wollen.“</p>
<p>Florence ist inzwischen als Stützpunkttrainerin am Landesleistungszentrum in Kaiserslautern tätig. Auch zukünftig sieht sie sich beruflich in einer Trainerposition. Als aktive Sportlerin hat sie sich für das Jahr 2026 vorgenommen, erneut bei internationalen Wettkämpfen antreten zu wollen. Jonas fokussiert sich derweil auf seinen Bachelor, will nebenher auch weiterhin Kinder im Klettern unterrichten. Die Erfolge geben beiden recht: Sie haben ihren Weg gefunden.</p>
<p><strong>Auch Lust aufs Klettern bekommen? Hier geht es zu den </strong><strong>.</strong></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 25 Nov 2025 13:11:05 +0100</pubDate>
                        <title>Fachschaftsrat für alle, die Maschinenbau oder Verfahrenstechnik studieren</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fachschaftsrat-fuer-alle-die-maschinenbau-oder-verfahrenstechnik-studieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Das Logo? Ein Gockel. Die Partys? Legendär. Die Beratung? Individuell und auf den Punkt. Die Unterstützung? Immer und für alle. Und wo? In ihren eigenen Räumen am Campus. Die Rede ist vom Fachschaftsrat für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, wie Rico Schwab und Elias Groel erzählen.</strong></i></p>
<p>Was genau ist die Fachschaft und was genau der Fachschaftsrat? Im Grunde ist es ganz simpel: Zur Fachschaft Maschinenbau und Verfahrenstechnik gehören alle Studierenden der zugehörigen Fächer. Aktiv tätig sind von der gesamten Fachschaft gewählte Studierende, sie bilden den Fachschaftsrat. Darüber hinaus gibt es immer die Möglichkeit, sich beispielsweise bei einzelnen Projekten einzubringen, ohne Mitglied des Fachschaftsrates zu sein.</p>
<p><strong>Netzwerken und Unterstützung finden</strong></p>
<p>Wer in die Räume der Fachschaft kommt, genießt gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist immer jemand da – man lernt also Leute kennen oder ist einfach nicht allein, wenn einem im Studierendenwohnheim die Decke auf den Kopf fällt. Außerdem gibt es ein bequemes Sofa im Aufenthaltsraum und einen Getränkekühlschrank, den der Fachschaftsrat regelmäßig auffüllt. Gegen einen kleinen Beitrag kann sich hier jeder Studierende mit Kaffee, Mate, Softgetränken oder auch mal einem Bier versorgen. „Wir haben insgesamt drei Räume: Den Aufenthaltsraum in Gebäude 42 Raum 479, den PC-Pool in Gebäude 42 Raum 475 und den Lernraum in Gebäude 42 Raum 258. Für mich ist der Lernraum der wichtigste“, ist Rico Schwab, Fachschaftsrats-Mitglied, überzeugt – immerhin mit einem kleinen Schmunzeln. Vermutlich ist er befangen, denn im Lernraum finden die von ihm ins Leben gerufenen LAN-Partys statt. Einmal im Semester wird hier die Nacht mit Pizza, Slush und Games verbracht.</p>
<p>An den anderen 363 Tagen im Jahr steht die Tür des Lernraums immer und allen Studierenden des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik offen. „Im Lernraum sind mehrere größere Bildschirme, an die der eigene Laptop angeschlossen werden kann, um mit zwei Bildschirmen zu arbeiten. Außerdem können der Kühlschrank, die Mikrowelle und der Sprudelautomat oder die Kaffeemaschine von jedem genutzt werden. Pfandspenden sind willkommen“, erklärt Elias Groel. „Eins ist besonders erwähnenswert – vielleicht nicht jetzt im Wintersemester – aber der nächste Sommer kommt bestimmt: Der Lernraum hat eine Klimaanlage und garantiert Arbeiten ohne bedrückende Hitze im Sommer“, fügt Rico Schwab hinzu. „Man kann natürlich auch einfach zum Lernen kommen und ist selten dabei allein – ein großer Vorteil, gerade wenn Fragen auftreten, bei denen höhere Fachsemester behilflich sein können“, sagt Elias Groel.</p>
<p><strong>Verantwortung und Mitgestaltung</strong></p>
<p>Rico Schwab ist der amtierende Geschäftsführer des Fachschaftsrats. Warum er sich neben dem Studium engagiert? Für ihn eine eindeutige Sache. „Für mich ist die Mitsprachemöglichkeit in den verschiedenen Uni-Gremien ein wichtiger Punkt. Wir stehen in engem Kontakt mit den Fachbereichen und dem Prüfungsamt. Außerdem sitzen wir in weiteren hochschulrelevanten Gremien der Uni. Die neueste Änderung haben wir bezüglich der Wahlfächer erreichen können.“ Ein Fachschafts-Kollege hat erfolgreich erreicht, so Rico weiter, dass Robotik-Vorlesungen in die Wahlpflichtlisten für Maschinenbau mit Informatik-Schwerpunkt aufgenommen wurden. „Ich selbst habe mich mit meiner Begeisterung für Elektrotechnik an den Studiengangsleiter gewandt, um weitere passende Fächer in die Wahlpflichtliste der Energie- und Verfahrenstechnik aufnehmen zu lassen. Auf der einen Seite ist die Arbeit im Fachschaftsrat Verantwortung, auf der anderen Seite macht es Spaß, aktiv mitgestalten zu können“, sagt der Energie- und Verfahrenstechnikstudent.&nbsp;</p>
<p>Ganz ähnlich sieht das Elias Groel, Sprecher des Fachschaftsrats und Maschinenbaustudent im vierten Semester: „Bei mir kommt dazu, dass ich gerne etwas zurückgeben wollte. Mir haben die Ersti-Tage, die die Fachschaft organisiert hat, zum einen das Ankommen an der Uni sehr erleichtert und zum anderen waren sie richtig gut organisiert.“ Jetzt ist er selbst Fachschaftsrats-Mitglied, Mensch für alles und Shot-Stand-Verantwortlicher bei den großen Masch-Partys.</p>
<p><strong>Engagement: Macht Spaß und bringt etwas im Lebenslauf</strong></p>
<p>„Unsere Partys sind legendär – wir haben eine große Bühne, Lichttechnik, DJs und verschiedene Stände. Den Shot-Stand organisiere ich, vom Einkauf bis zur Personalleitung von rund sechs Leuten“, erzählt Elias Groel. „Das ist auch ein wichtiger Punkt: Man lernt nicht nur viel und kann das Uni-Leben aktiv mitgestalten – die Fachschaftsarbeit macht sich auch gut im Lebenslauf“, wirft Rico Schwab ein und ergänzt: „Die Fachschaft stellt den Ratsmitgliedern Zeugnisse aus für ihre Mitarbeit. Ich bin überzeugt, dass mir das jetzt, bei der Bewerbung um meinen Austauschplatz in Norwegen, Vorteile gebracht hat. Engagement wird gern gesehen.“</p>
<p>Wer Lust hat vom Partybesucher zum Partymacher zu werden oder sich in anderen Bereichen des Fachschaftsrats einbringen will, kann die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich zur Wahl aufstellen lassen. Aber natürlich ist jeder, der sich einbringen will oder neugierig ist auf Fachschaftsarbeit herzlich willkommen, vorbeizuschauen. Entweder in einem der Fachschaftsräume oder digital unter .</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 15:55:24 +0100</pubDate>
                        <title>Mit Energie- und Verfahrenstechnik zukunftsfähige Energie für alle: sozial, gerecht und ressourcenschonend</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mit-energie-und-verfahrenstechnik-zukunftsfaehige-energie-fuer-alle-sozial-gerecht-und-ressourcenschonend</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wie hoch ist der Anteil sozialer Inhalte im Maschinenbaustudium oder in einem seiner Teilbereiche? Schnell ist man versucht mit einem klaren „Keinen Anteil“ zu antworten. Anja Bendeck, Studentin der Energie- und Verfahrenstechnik, sieht das anders.</strong></i>&nbsp;</p>
<p>„Die Energietechnik ist für mich unglaublich sozial“, strahlt Anja, während sie begeistert ausführt, warum ausgerechnet ein so technisches Fach all ihre Anforderungen an soziale Inhalte erfüllt. „Für mich ist die Klimakrise ein großes Thema. Um sie zu lösen, brauchen wir erneuerbare Energien, müssen diese weiterentwickeln und optimieren.“ Genau hier liegt ein Fokus des Studiengangs Energie- und Verfahrenstechnik an der ֱ am Campus Kaiserslautern.</p>
<p><strong>Energienutzung optimieren heißt Ressourcen schonen</strong></p>
<p>Erneuerbare Energien, so Anja weiter, sind eine wichtige Voraussetzung, unsere Welt zukunftsfähig zu gestalten – so, dass alle Menschen teilhaben können. „Und dafür ist mein Studiengang wie gemacht: Wir beschäftigen uns damit, wie Energie effizient umgewandelt und sinnvoll genutzt werden kann. Aus dem Maschinenbau ist der Schwerpunkt in unserem Studium vor allem auf der Anlagentechnik. Und aus der Verfahrenstechnik kommt dann das Planen, Steuern und Optimieren von Prozessen dazu.“ Ihr Ziel ist es, einen Beitrag zu leisten, die Gewinnung erneuerbarer Energien voranzutreiben und so zu optimieren, dass sie jedem zugänglich sind –egal wo. „Mit diesem Studium muss man aber nicht zwingend in diese Richtung gehen“, erklärt Anja. Das Studium beschäftigt sich nicht nur mit erneuerbaren Energiequellen, sondern auch mit Verfahren, die dabei helfen, Energie insgesamt effizienter zu nutzen. Durch die Verfahrenstechnik und die Fertigkeiten im Prozessmanagement stehen etliche Berufsfelder in der Industrie offen, „denn Prozesse gibt es ja immer und überall“.&nbsp;</p>
<p><strong>Anja sprengt die Frauenquote</strong></p>
<p>Anja ist eine von sehr wenigen Frauen in ihrem ohnehin kleinen Studiengang. „Ich wundere mich schon ein wenig darüber, warum sich so wenige Frauen für ein technisches Studium entscheiden. Ein wenig mehr weibliches Denken bei technischen Entwicklungen würde sicher nicht schaden“, schmunzelt sie. „Naja“, relativiert sie schnell und grinst, „zumindest sind wir Frauen mindestens genauso gut wie die Männer in diesen Bereichen und sollten uns ruhig mehr trauen.“&nbsp;</p>
<p>Für sie selbst war Maschinenbau von klein auf ein Teil ihres Alltags. Sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater haben an der ֱ in Kaiserslautern studiert. „Wenn beide Eltern Ingenieure sind, hört man als Kind bei so manch technischem Gespräch zu.“ Vor allem aber wuchs Anja damit auf, dass Frauen selbstverständlich auch Ingenieurinnen sind.</p>
<p><strong>Anjas Ziel: Mehr Mädels in MINT</strong></p>
<p>Dieses Selbstverständnis möchte Anja gerne auch an andere Mädchen und Frauen weitgeben. Deswegen engagiert sie sich in ihrer Freizeit unter anderem beim Ada-Lovelace-Projekt. Seit rund 25 Jahren setzt sich das Projekt, benannt nach der britischen Mathematikerin Augusta Ada King-Noel, Countness of Lovelace, dafür ein, Mädchen und Frauen die MINT-Fächer näher zu bringen oder sie beim Einschlagen eines MINT-Berufsweges zu unterstützen. Dieses Rheinland-Pfälzische Kompetenzzentrum für Frauen im MINT-Bereich bietet unter anderem MINT-Schul-AGs, verschiedene Workshops mit Themen wie Programmieren, Löten, Kosmetik aus dem Reagenzglas und CSI:Ada an. Anja ist für das Ada-Lovelace-Projekt an Schulen unterwegs, um Schülerinnen die Hemmschwelle vor MINT-Fächern zu nehmen. Gleichzeitig ist sie als Studierende der Energie- und Verfahrenstechnik immer auch ein Vorbild, dem dann direkt Löcher in den Bauch gefragt werden können. „Das macht mir großen Spaß! Gerade weil sich das Klischee vom Männerberuf bis heute hartnäckig gehalten hat.“</p>
<p><strong>Mathevorkurs: Gut vorbereitet ins Studium</strong></p>
<p>Viele Schülerinnen und Schüler machen sich Gedanken über den hohen Mathematikanteil in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. „An der Uni ist Mathematik natürlich anders aufgebaut als in der Schule“, erzählt Anja. „Aber man wächst da Schritt für Schritt hinein.“ Damit alle Studierenden auf eine ähnliche mathematische Basis bauen, gibt es einen Mathevorkurs. Zwei Wochen lang pauken die Erstsemester kurz vor Vorlesungsbeginn Mathe.&nbsp;</p>
<p>„Für mich gab es inhaltlich nicht viel Neues – ich hatte an der Schule Mathe- und Physik-LK. Aber die Art und Weise, wie unterrichtet wird, fand ich sehr eingängig. So konnten sich auch die, die an der Schule lediglich Mathe-Grundkurs hatten, das nötige Wissen raufschaffen.“ Ob alle trotzdem den Mathevorkurs machen sollten, auch wenn sie das Wissen bereits haben? „Unbedingt“ ist Anja überzeugt, „nach den zwei Wochen an der Uni vor dem eigentlichen Start weiß man schon, wie das mit dem WLAN funktioniert, hat Zugang zu OLAT und vor allem kennt man wenigstens ein paar Gesichter von Mitstudierenden.“&nbsp;</p>
<p><strong>Kleiner Studiengang, intensive Betreuung, viel Praxis</strong></p>
<p>Den Mathevorkurs belegen alle Erstsemester eines MINT-Studienfachs gemeinsam. Der Studiengang Energie- und Verfahrenstechnik selbst ist dagegen klein und überschaubar. „Man kennt sich. Wir haben zum Beispiel eine WhatsApp-Gruppe, in der alle Studierenden unseres Studiengangs drin sind – über alle Semester hinweg. Man hilft sich gegenseitig und unterstützt sich. Das erleichtert mir zum Beispiel das Studieren sehr.“ Wer im vierten Semester ist, hilft dem, der gerade anfängt. Durch die zwei Pflichtlabore im Bachelor ist der Praxisanteil hoch. Und die Dozenten sind, so Anja, immer ansprechbar und unterstützen wo nötig. Wer darüber hinaus Fragen hat, einen Raum zum Lernen sucht oder Kontakt zu anderen Studis finden will, wendet sich an die Fachschaft.&nbsp;</p>
<p>Für Anja ist Energie- und Verfahrenstechnik mehr als ihr Abschlussziel. Es ist ein Weg, die Zukunftsfähigkeit der Energiegewinnung durch ingenieurwissenschaftliches Know-how zu sichern und sie sozial gerecht zu gestalten.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 11:46:48 +0100</pubDate>
                        <title>Zwischen Paragraphen und Projektfinanzierung: Wirtschaftsrechtstudium bietet juristisches Fundament</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/zwischen-paragraphen-und-projektfinanzierung-wirtschaftsrechtstudium-bietet-juristisches-fundament</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wenn Hartmut Weissmann über Verträge spricht, klingt das nach Erfahrung – nach Jahrzehnten zwischen Zahlen, Verhandlungen und Unterschriften. Seit über 40 Jahren arbeitet der gebürtige Berliner im Bankwesen, seit 20 Jahren verantwortet er bei einer europaweit tätigen Bank in Frankfurt die Finanzierung von Großprojekten. Nun steht er kurz vor dem Ruhestand – und hat sich trotzdem noch einmal für ein Studium entschieden. Im Wintersemester 2022/23 hat er den Fernstudiengang Wirtschaftsrecht für die Unternehmenspraxis an der ֱ Kaiserslautern begonnen. Diesen Sommer hat er ihn erfolgreich mit dem Master of Laws (LL.M.) abgeschlossen.</strong></i></p>
<p><strong>Ein Studium als Kür – nicht als Pflicht&nbsp;</strong></p>
<p>In seiner Position arbeitet er täglich mit Verträgen – und die sind, wie er betont, „im Kern immer angewandtes Recht“. Deswegen hat ihn ein tieferes Eintauchen in die Juristerei schon sehr lange gereizt. „Ich blicke auf ein sehr erfülltes Berufsleben zurück. Bei uns bin ich Spezialist für Großprojektfinanzierungen im französischsprachigen Ausland. Jetzt komme ich aber in die Phase, in der ich gerne Stück für Stück an die nächste Generation weiter- und abgeben will“, sagt Weissmann. Parallel zu seinem schrittweisen Abschied in den „aktiven“ Ruhestand, legt die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in seinem Fachbereich eine steile Karriere hin. „Ich habe mir schon auch die Frage gestellt, wie viel juristisches Verständnis und Urteilskraft in Zukunft noch vom Menschen kommen muss“, berichtet der frisch gebackene Jurist kritisch.</p>
<p>Da für die Nachfolgegeneration KI ein alltägliches Tool ist, war es Weissmann wichtig, kompetent übergeben zu können. „Das bedeutete für mich, dass ich mich damit intensiv auseinandersetzen wollte. In meiner Masterarbeit habe ich also ein Thema gewählt, indem ich prüfe, ob man einer KI rechtliche Einordnungen für mein Arbeitsfeld überlassen kann.“</p>
<p><strong>Zwischen juristischer Präzision und KI-Zweifeln</strong></p>
<p>Maßgeblich ist dabei sein beruflicher Spezialfall: Europäische Großprojektfinanzierung betrifft nicht nur deutsches Recht, sondern gleich unterschiedliche Rechtssysteme Europas, die in die Bewertung einbezogen werden müssen. Der genaue Titel: <i>Die Weitergabe von Baurisiken vom Konzessionär zum Generalunternehmer bei unterschiedlichem Haftungsumfang der Vertragspartner - rechtliche Due Diligence-Prüfung in der Projektfinanzierung mit Unterstützung generativer KI-basierter großer Sprachmodelle: eine empirische Studie.</i></p>
<p>Sein Fazit fällt klar aus: „Die Untersuchung zeigt, dass generative KI bei der rechtlichen Analyse komplexer Projektfinanzierungen wertvolle Unterstützung leisten kann. Sie ersetzt jedoch weder die juristische Methodik noch die fachliche Urteilskraft erfahrener Rechtsberater. Ihr Nutzen liegt derzeit vor allem in der Effizienzsteigerung und sprachlichen Präzision, nicht in der eigenständigen rechtlichen Bewertung.“ Eine Erkenntnis, die für ihn nicht nur akademischen Wert hat, sondern auch praktische Bedeutung im Berufsalltag.</p>
<p><strong>Warum die ֱ?</strong></p>
<p>Bevor er sich für den digitalen Hörsaal entschied, legte er das Studienprogramm zunächst Kanzleien vor, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet. Das einhellige Fazit: Das Programm an der ֱ in Kooperation mit der Universität des Saarlandes hat Hand und Fuß. „Aber es wurde gleich bezweifelt, ob dieser Umfang in nur vier Semestern Regelstudienzeit zu schaffen sei. Das hat mich erst recht angespornt“, lächelt Weissmann.</p>
<p>„Ich liebe lebenslanges Lernen und bin einfach unglaublich wissenshungrig. Das kann man für so ein Studium auf jeden Fall gut gebrauchen“, schmunzelt er. Als die letzte Prüfung bestanden war und der LL.M.-Abschluss in der Tasche berichtete er seinem Arbeitgeber – der zeigte sich beeindruckt und beteiligte sich prompt rückwirkend an den Studiengebühren.</p>
<p>Dass Hartmut Weissmann sich ausgerechnet für die ֱ entschied, lag an der Kombination aus inhaltlicher Tiefe und gelebter Flexibilität. „Andere Hochschulen haben auch LL.M.-Abschlüsse im Portfolio“, sagt er. „Aber keine war so offen wie die ֱ, wenn es um die Frage der Studienzulassung ging.“ Die Universität erkannte seine 20-jährige Berufspraxis in der europäischen Projektfinanzierung als einschlägig an – ohne bürokratische Hürden. „Das hat mich begeistert. Diese Flexibilität und Praxisnähe ziehen sich durch das ganze Programm.“</p>
<p><strong>Anspruchsvoll, aber lohnend</strong></p>
<p>Besonders beeindruckt hat ihn die inhaltliche Brillanz der Lehrveranstaltungen. „Das Studium verlangte Einsatz – die offiziell angegebenen 20 Stunden pro Woche waren für mich oft deutlich mehr.“ Neben einem Vollzeitjob war es für ihn durchaus eine zeitliche Herausforderung. Er lernte abends, an Wochenenden, im Zug oder manchmal frühmorgens vor der Arbeit. Hartmut Weissmann hat das nicht als Belastung empfunden. „Ich wollte das wirklich. Außerdem habe ich den Vorteil, dass ich mir das zeitlich leisten kann – unsere vier Töchter sind erwachsen, ich habe also keine Careaufgaben neben meinem Job.“</p>
<p>Auch die Struktur des Fernstudiums empfand er als ideal: klar strukturiert, mit praxisnahen Modulen und verständlicher Vermittlung selbst komplexer juristischer Themen. Die Theorie hatte einen hohen Stellenwert – aber die Anwendbarkeit stand in vielen Punkten im Fokus. Für Weissmann ein überzeugendes Konzept.&nbsp;</p>
<p>„Besonders geschätzt habe ich den Umgang auf Augenhöhe von Seiten der Dozierenden. Ich hatte das Gefühl, das liegt daran, dass viele von uns Studierenden voll im eigenen Berufsleben stehen. Das schafft eine besondere Lernatmosphäre.“ Vor den Klausuren hatte er dennoch Lampenfieber – nicht nur wegen des Stoffs, sondern vor allem wegen dem Schreiben mit der Hand. „Da merkt man erst, dass man im Berufsleben fast alles tippt“, erzählt er lachend. Doch auch das hat er gemeistert. „Unabhängig von dieser eher kleinen Hürde muss ich sagen, hat mir das Studium den erwarteten Gewinn an juristischer Expertise gebracht: Jetzt bin ich selbst in der Lage, rechtliche Fragen der europäischen Großprojektfinanzierung fachlich einzuordnen.“ Das sei genau die Schnittstelle, an der er seit Jahren arbeite.</p>
<p><strong>Blick nach vorn: Wissen weitergeben</strong></p>
<p>Wenn Hartmut Weissmann in den Ruhestand geht, will er weiter aktiv bleiben. „Ich kann mir gut vorstellen, mich ehrenamtlich in einem Schiedsgericht einzubringen“, sagt er. Dort möchte er seine jahrzehntelange Erfahrung aus der Projektfinanzierung und sein vertieftes Wissen im Vertragsrecht einbringen. „Ich habe gelernt, Dinge von mehreren Seiten zu betrachten – ökonomisch, rechtlich und menschlich. Das ist in solchen Verfahren Gold wert.“</p>
<p>Gleichzeitig sieht er die Verantwortung seiner Generation, Wissen weiterzugeben – und dabei neue Entwicklungen nicht zu verteufeln, sondern kritisch zu begleiten. „KI wird vieles verändern. Aber sie ersetzt kein Urteil, keine Erfahrung, kein Gewissen. Genau das müssen wir der nächsten Generation vermitteln.“</p>
<p>Für ihn schließt sich mit dem Master in Wirtschaftsrecht ein sinnvoller Kreis der Interdisziplinarität. „Lange war Recht ein Teil meiner täglichen Arbeit – Betriebswirtschaft trifft Jura. Durch das Studium an der ֱ habe ich der bereits vorhandenen Schnittstelle den fachlichen Rahmen gegeben.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:16:58 +0200</pubDate>
                        <title>„Wie eine große Schwester“: Durchstarten mit einer Mentorin an der Seite</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wie-eine-grosse-schwester-durchstarten-mit-einer-mentorin-an-der-seite</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wann sollte ich welche Lehrveranstaltung besuchen? Wo melde ich mich an? Und wie komme ich wann an welche Informationen? Zu Beginn eines Studiums gibt es viele offene Fragen. Unterstützung bekommen Erstsemesterstudentinnen mithilfe des Mentoring-Programms der ֱ: Eine Mentorin, eine erfahrene Studentin, unterstützt eine Mentee, eine Studienanfängerin aus demselben Fach.</strong></i></p>
<p>Christine Strickler studiert im sechsten Bachelorsemester TechnoPhysik. Lara Steuerwald ist Masterstudentin der Lebensmittelchemie. Und Sarah Jung hat das Studienfach Informatik belegt – ist derzeit im dritten Mastersemester. Alle drei sind routinierte ֱ-Studis. Doch das ist längst nicht die alleinige Gemeinsamkeit: Die drei engagieren sich als Mentorinnen. Soll heißen: Sie unterstützen und begleiten eine Erstsemesterin ihres jeweiligen Studienfachs, eine Mentee.</p>
<p>Das dahinterstehende <a href="/gleichstellung-vielfalt-und-familie-an-der-rptu/stabsstelle-gleichstellung-vielfalt-und-familie-der-rptu/geschaeftsstelle-kaiserslautern/angebote-fuer-studierende-und-mitarbeitende/studierende/mentoring-fuer-studienanfaengerinnen" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">Mentoring für Studienanfängerinnen</a> wurde von der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie ins Leben gerufen. Ein Unterstützungsangebot, da Frauen in einigen Studienfächern nach wie vor unterrepräsentiert sind. „Mit Mentee und Mentorin führen wir jeweils ein Tandem zusammen“, erklärt Christine Klein, die das Ganze an der ֱ koordiniert. Ziel sei es, dass die erfahrenere Studentin die Jüngere in ihren ersten beiden Semestern berät, etwas unter die Arme greift – und mitunter vor dem einen oder anderen Stolperstein warnt. Die Teilnehmerinnen-Zahlen belegen den Erfolg des Projektes: Insgesamt 150 Studentinnen aus unterschiedlichen Fachgebieten stehen auch in diesem Jahr als Mentorin bereit.<strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>„Die Mentee entscheidet selbst, wann und welche Hilfe sie braucht“&nbsp;</strong></p>
<p>„Das Programm unterstützt Studienanfängerinnen dabei, den Anschluss an der Uni zu finden“, berichtet Christine Strickler, die zu Beginn ihrer eigenen Uni-Zeit selbst von einer Mentorin begleitet wurde. Auf vieles kriege man so noch mal eine andere Perspektive: „Mit einer Mentorin hat man einen weiteren Wissenspool.“</p>
<p>Wie genau nehmen die drei ihre ehrenamtliche Aufgabe wahr? Sarah Jung, die bereits drei Mentees betreut hat, erinnert sich, dass es am Anfang vor allem viele Gespräche gibt: „Über WhatsApp bin ich für die Mentees immer erreichbar.“ Lara Steuerwald ergänzt: „Wir geben beispielsweise Infos zur Studienorganisation. Es geht dann schon mal darum, wann, wo und wie man sich für Prüfungen anmeldet und vorbereitet.“ Manchmal lernen Mentorin und Mentee auch gemeinsam für Klausuren. „Das Ganze ist sehr individuell“, sagt Lara Steuerwald. „Die Mentee entscheidet selbst, wann und welche Hilfe sie braucht.“&nbsp;</p>
<p>Apropos individuell – mit der 1:1 Betreuung wird auch den Besonderheiten des jeweiligen Studiengangs Rechnung getragen: „Bei uns in der Informatik beispielsweise gibt es, wenn man im Sommersemester das Studium beginnt, bereits ab dem ersten Semester Wahlmöglichkeiten. Auch dazu habe ich dann schon beraten“, sagt Sarah Jung. Und Christine Strickler ergänzt: „Ich habe schon mal beim Studienverlaufsplan geholfen. Und Tipps gegeben, wann und warum man ein bestimmtes Praktikum früher belegen sollte.“&nbsp;</p>
<p><strong>Interessierte Studienanfängerinnen können sich jederzeit melden</strong></p>
<p>Christine Klein bekommt sehr gute Rückmeldungen zum Mentoring-Programm: „Von den Mentees höre ich immer wieder, dass sie von dem Sicherheitsnetz profitieren, das ihnen das Programm bietet.“ Über E-Mail können interessierte Studienanfängerinnen einen ersten Kontakt zu ihr aufnehmen: „Im nächsten Schritt bitte ich sie einen Fragebogen auszufüllen.“ Neben dem Studienfach werden dabei Hobbys und weitere Interessen berücksichtigt. „Ich versuche mit diesem Wissen dann möglichst gut passende Tandems zusammenzuführen.“ Um die weiteren Erwartungen abzuklären, kann die angehende Mentee ihrer zukünftigen Mentorin einen Brief schreiben. Dann folgt ein erstes Kennenlernen – meist in Christine Kleins Büro auf dem Campus in Kaiserslautern.</p>
<p><strong>Workshops und Veranstaltungen: Eine eigene Community an der ֱ</strong></p>
<p>Neben der individuellen Mentee-Mentorin-Beziehung profitieren alle Teilnehmerinnen des Programms darüber hinaus vom Workshop-Angebot der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie: „Dabei geht es um die Erweiterung der Soft Skills“, ordnet es Christine Klein ein. „Etwa um Selbstmotivation, wie man eine herausfordernde Kommunikation meistert – oder darum, die eigenen Stärken zu entdecken. Das sind alles Themen, die den Studentinnen dabei helfen, gut durchs Studium zu kommen.“ Gemeinsame Grill-Partys, Spiele-Abende oder Weihnachtsfeiern runden die „Social Events“ ab. „Und wir haben Info-Veranstaltungen, die von einigen Mentorinnen selbst auf die Beine gestellt werden“, ergänzt Christine Klein. Im Fokus stehen hierbei die Erfahrungen bei einer Doktorarbeit, Auslandsaufenthalte während des Studiums oder Stipendien-Programme.&nbsp;</p>
<p>Doch noch mal zurück zu den drei Mentorinnen: Sie reflektieren ihren eigenen Studienstart, lernen in gewisser Weise andere Menschen anzuleiten. Eine Kompetenz, die für die eine oder andere für den weiteren Werdegang bedeutsam ist: „Dann nämlich, wenn man beispielsweise bei einer Promotion studentische Hilfskräfte betreut“, sagt Christine Strickler. Denn als Mentorin bekomme man ein Verständnis dafür, „welche Probleme andere haben können. Mit welchen Problemen man konfrontiert wird. Man gewinnt an Einfühlungsvermögen“.</p>
<p>Und was hört Christine Klein außerdem von den Mentees? „Die eine oder andere hat mir schon berichtet, dass ihre Mentorin zu Beginn des Studiums so etwas wie eine große Schwester für sie war. Eine große Schwester, die man alles fragen darf.“ Frauen-Power, die den Start ins Studium erleichtert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt und weitere Informationen:</strong></p>
<p>Christine Klein</p>
<p>Mentoring für Studentinnen</p>
<p>Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt &amp; Familie</p>
<p>An der ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>Mail: zv-mentoring[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18094</guid>
                        <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 16:00:56 +0200</pubDate>
                        <title>Erwartung trifft Realität: Mein Fazit nach acht Semestern Studium</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/erwartung-trifft-realitaet-mein-fazit-nach-acht-semestern-studium</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wenn jemand Anne fragt, in welchem Semester sie aktuell studiert, dann antwortet sie immer ehrlich, aber meistens mit einem selbstironischen Lachen: „Aktuell im achten, ich brauche aber bestimmt noch zwei.” Zu Beginn ihrer Uni-Zeit hatte sie eigentlich die Vorstellung, nach spätestens sechs Semestern durch zu sein. „Ich hatte aber nicht nur eine Idee von einer bestimmten Studiendauer, sondern auch von meiner Studienzeit generell und davon, wie ich diese Zeit nutzen werde.“ Spoiler: Es lief ziemlich anders. Ist sie nach aktuell acht Semestern nun enttäuscht? „Nein, gar nicht. Ich würde es immer wieder so machen!“ Hier schreibt die Zwei-Fach-Bachelorstudentin über ihre Erfahrungen.</strong></i></p>
<p>Im Kontakt mit Erstsemestern, beispielsweise bei der Stundenplanberatung für die Zwei-Fach-Bachelor, erlebe ich oft höchst motivierte Studis, die sich den Stundenplan meistens zu voll packen mit Vorlesungen oder Übungen. Diese sind jedoch teilweise erst für das zweite oder sogar dritte Semester vorgesehen. Außerdem wird oft gefragt, ob sich der Studiengang in Regelstudienzeit studieren lässt. Nicht falsch verstehen, ich finde es total löblich, so engagiert und voller Lernfreude an sein Studium heranzugehen und ich erkenne mein Erstsemester-Ich in diesen Fragen. Aber eins fehlt mir immer: Die freie Zeit, die jede und jeder nutzen sollte, neben Vorlesungen und Seminaren, um anzukommen, sich auszuprobieren, Spaß zu haben, zu feiern und Neues und Überfachliches zu lernen.&nbsp;</p>
<p>Ich muss aber auch sagen, dass ich das selbst erst während meines Studiums so richtig zu schätzen gelernt habe. Wie schön wäre es, ohne finanziellen Druck zu studieren und nicht schnell mit dem Studium fertig werden zu müssen. Ein Studium ist in meinem Verständnis nämlich eine hervorragende Zeit, um Kontakte fürs Leben zu knüpfen, seine Jugend voll auszukosten. Aber auch, um die eigenen Stärken und Interessen zu entdecken, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Mit Fehlern, nicht bestandenen Prüfungen und all dem, was nun mal dazugehört.&nbsp;</p>
<p>Bei meiner ersten nicht bestandenen Prüfung habe ich mich so geärgert, dass ich kurz davor war, mich zu exmatrikulieren. Getan hätte ich dies wahrscheinlich nicht, aber der Gedanke war kurz da. Ich dachte „du kannst das halt einfach nicht und vielleicht ist das Studium auch nicht das Richtige für dich?!“ Ein bisschen schmunzeln muss ich im Rückblick schon, denn so tief mich das damals getroffen hat, heute ist es mir vollkommen egal und könnte nicht weniger relevant für mein jetziges Leben sein.&nbsp;</p>
<p>Klar ist es unangenehm, durch Prüfungen zu fallen und ich hatte Glück, dass es damals nur der Erstversuch war. Aber die eine oder andere Klausur oder Prüfung zu vermasseln, macht dein Studium nicht passender oder unpassender, schlechter oder besser. Du nimmst aus solchen persönlichen Niederlagen immer etwas mit – und wenn es auch nur die Erkenntnis ist, früher mit dem Lernen anzufangen.&nbsp;</p>
<p>Auch der Anspruch an mich selbst ist gesunken und das nicht, weil mir alles egal geworden ist, sondern weil ich gnädiger zu mir selbst geworden bin. Ich habe eine Weile gebraucht, um herauszufinden, wie ich am besten lernen kann und wie ich dabei für mich selbst etwas mitnehme. So banal das klingt, aber wenn ich Zeit und Interesse habe, mich auf ein Thema einzulassen, dann fällt mir das Lernen viel leichter und bringt mir mehr für meine anstehende Klausur.&nbsp;</p>
<p>Zu Beginn meines Studiums hatte ich noch keine wirkliche Vorstellung oder Ahnung, was man an der Uni so alles machen kann. Klar bin ich bei der Ersti-Messe an vielen Ständen vorbeigekommen, aber ich war dabei so aufgeregt und habe so viel Input bekommen, dass ich gar nicht alles so richtig erfassen konnte. Erst nach Wochen habe ich gemerkt, wie viele Angebote und Möglichkeiten die Uni mir bietet. Angefangen von den Hochschulgruppen und Fachschaften, in denen jeder Studi sich einbringen kann. Zu gefühlt jedem Interessensgebiet gibt es eine Gruppe und falls nicht, können Studierende eine neue Gruppe gründen. Mir gefallen die Angebote von&nbsp; und&nbsp;, die einem vom Vorlesungsstress ablenken und eine tolle Chance bieten, neue Dinge auszuprobieren.</p>
<p>Nicht zu vergessen sind auch unterschiedliche Univeranstaltungen und Partys, die das Studierendenleben auszeichnen. Das Universitätsangebot wird aber auch durch wissenschaftliche Vorträge, Schlüsselkompetenzkurse, Workshops, studentische Hilfsjobs, Sprachkurse und vieles mehr abgerundet. Oft habe ich mir gewünscht, ich hätte mehr Zeit zur Verfügung, um an all den Sachen teilzunehmen, die mich reizen.&nbsp;</p>
<p>Wofür ich mich interessiere und wofür nicht, hat sich während meines Studiums ebenfalls gewandelt. Ich habe einige Interessen dazugewonnen, denen ich vorher keine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Andersherum habe ich gedacht, mich begeistert ein Thema oder eine Richtung total, was sich dann später als weniger interessant herausgestellt hat. Gerade die Studienzeit ist aus meiner Sicht dafür prädestiniert, seinen Horizont zu erweitern. Das hat mich beispielsweise auch dazu veranlasst, meine Fächerkombination nach zwei Semestern zu wechseln, obwohl das eigentlich nicht mein Plan war. Studienzweifel haben mich nämlich auch mein Studium lang begleitet. Ihr kennt das auch? In meiner&nbsp;<a href="/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/studienzweifel-und-jetzt" target="_blank">Kolumne über Studienzweifel</a> habe ich zusammengetragen, was mir persönlich geholfen hat.</p>
<p>Glücklicherweise habe ich meine Zweifel im Verlauf meines Studiums ablegen können, denn auch mit denen bin ich ins erste Semester gestartet. Germanistik und Erziehungswissenschaften sind keine weitverbreitete Kombination, mit der ich auf einen speziellen Beruf hin studiere. Ich wollte breit aufgestellt sein, aber hatte gleichzeitig Angst etwas ‚Brotloses’ zu studieren.&nbsp;</p>
<p>Was ich nach acht Semestern (und das werden nicht die letzten sein) schon sagen kann: Nicht meine Fächer allein haben mich dafür qualifiziert, ein individuelles berufliches Profil zu entwickeln, sondern es waren vor allem die überfachlichen Angebote und Möglichkeiten, die mir geholfen haben. Das Engagement in der Fachschaft, meine Hiwi-Jobs, die Hochschulgruppen, Workshops und Veranstaltungen haben meine Studienzeit spannend und abwechslungsreich gemacht. Gleichzeitig habe ich viele neue Fähigkeiten erlernt und alte erweitert, mir viel Wissen angeeignet, mich ausprobiert, Fehler gemacht und Interessen den Rücken gekehrt. Das sind die Sachen, die mir vor allem im Gedächtnis bleiben, wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke.&nbsp;</p>
<p>Meine bisherige Studienbilanz? Die Vorstellung von meinem Studium, die ich als Erstsemester hatte, decken sich nicht eins zu eins mit der eingetretenen Realität. Ich bin anstelle von sechs Semestern immer noch nicht fertig, keine Einserkandidatin, wie ich es mir gewünscht hätte, oder kann nicht mehr alles auswendig vortragen, was ich fachlich gelernt habe. Ich kann aber sagen, dass ich unglaublich viel gelernt habe, auch viel über mich, eine tolle Studienzeit habe und nun viel besser weiß, was ich kann und was nicht. Aber vor allem habe ich keine Zweifel mehr und habe erste Ideen, in welche Richtung es später beruflich gehen könnte.</p>
<p>Meine persönliche Erkenntnis ist: Meistens erkennen wir gar nicht selbst, wie sehr wir uns im Laufe der Zeit weiterentwickelt und was wir alles schon erreicht haben. Relativ früh zu Beginn meines Studiums habe ich zwei Hiwi-Tätigkeiten begonnen, beim Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) und in der Stabsstelle Universitätskommunikation. Durch ein Reflexionsgespräch mit meinen Chefinnen wurde mir bewusst, welch positive Entwicklung ich durchlaufen habe und wie ich mich in diesen drei Jahren durch meine vielfältigen Aufgabenbereiche und die Unterstützung meiner Arbeitgeber entfalten konnte. Mit dieser Entwicklung habe ich nicht gerechnet, aber bin sehr dankbar dafür.</p>
<p>Meistens läuft es halt nicht wie geplant, aber wäre das nicht auch schrecklich langweilig?</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 13:52:18 +0200</pubDate>
                        <title>Fernstudium Organisationsentwicklung: Der Mensch im Fokus der Unternehmenstransformation</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fernstudium-organisationsentwicklung-der-mensch-im-fokus-der-unternehmenstransformation</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Manchmal beginnt Veränderung mit einer einzigen Frage: Wie können Menschen in Organisationen so zusammenarbeiten, dass alle davon profitieren – Mitarbeitende genauso wie das Unternehmen selbst? Genau hier setzt der berufsbegleitende Masterstudiengang Organisationsentwicklung (M.A.) im Fernstudium an der ֱ Kaiserslautern an. Er richtet sich an Berufstätige, die neugierig auf Wandel sind und die Entwicklung von Unternehmen aktiv mitgestalten möchten. Hinter dem Begriff Organisationsentwicklung verbirgt sich Zukunft, Bewegung und Transformation.</strong></i></p>
<p>Für Nina Macher, Absolventin des Studiums Organisationsentwicklung, begann die Begeisterung für ihr Studienfach vor rund fünf Jahren mit einem Aha-Erlebnis auf einem Cross Industry Campus, an dem mehrere Organisationen, unter anderem auch ihr damaliger Arbeitgeber, beteiligt waren. „Mir war zuvor nicht klar, wie gut fremde Menschen zusammenarbeiten und vollkommen neue Ideen entwickeln können, wenn ein solcher Prozess entsprechend gut vorbereitet, geplant, kommuniziert und begleitet wird“, erzählt sie. Heute ist sie Geschäftsführung des Dienstleistungszentrums Worms der IHK für Rheinhessen.&nbsp;</p>
<p><strong>Fluktuation kostet Geld</strong></p>
<p>„Der Cross Industry Campus Worms hat bei mir damals die Begeisterung für Organisationsentwicklung ausgelöst. Genauer war es ein Workshop eines Organisationsentwicklers zum Thema Fachkräftemangel inklusive einer Konzeptentwicklung“, erzählt sie. „Begeistert hat mich eben vor allem, dass es wissenschaftliche Methoden gibt, ein Unternehmen zu einer wirtschaftsstarken, funktionierenden Struktur zu entwickeln, ohne die sonst oft üblichen Scherbenhaufen auf menschlicher Ebene. Ich fand das erste Mal gefühlt echte Zukunftsfähigkeit, weil sie berücksichtigt, dass Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen Organisationen tragen.“ Auch wenn die Beweggründe für zufriedene Mitarbeitende in der Organisationsentwicklung oftmals fokussiert sind auf den Blickwinkel der Unternehmensführung und der Wirtschaftlichkeit, steht das nicht im Widerspruch dazu, diesen Weg durch Maßnahmen zu beschreiten, die an der Mitarbeiterzufriedenheit orientiert sind. „Ich bin überzeugt, dass die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens bedingt, dass die Mitarbeitenden Lust und Motivation haben, diesen Weg mitzugehen“, so Macher.&nbsp;</p>
<p>Eine hohe Fluktuation auf Grund von Unzufriedenheit beispielsweise, sei für ein Unternehmen eine teure Angelegenheit. Ständig müssten neue Menschen eingearbeitet und in die Prozesse integriert werden, sagt Nina Macher.</p>
<p><strong>Masterthesis zur Psychologischen Sicherheit</strong></p>
<p>In ihrer Masterthesis schaut sie mit dem Brennglas auf einen Teilbereich der Mitarbeiterzufriedenheit: Auf die psychologische Sicherheit im Onboardingprozess.&nbsp;</p>
<p>„Als ich anfing zu studieren war ich noch an der Hochschule Worms im Bereich Forschung und Transfer. Mitten im Studium bekam ich das Angebot der IHK und habe mich entschieden, trotz laufendem Studium, in eine neue Herausforderung zu starten. Mich in meiner Masterthesis auf den Onboardingprozess zu fokussieren, hatte maßgeblich mit meiner eigenen Situation zu dem Zeitpunkt zu tun“, schmunzelt sie. „Mich in etwas reinzudenken, in dem ich ohnehin gerade drinstecke, macht für mich vieles greifbarer.“&nbsp;</p>
<p>Wie aber spielt die psychologische Sicherheit im Onboarding eine Rolle für die Organisationsentwicklung? Die Zahlen sprechen dafür, dieses Thema ernst zu nehmen, so Macher. Laut Haufe (HR Services, 2024) bekommen 36 Prozent der Unternehmen eine Kündigung der neuen Mitarbeitenden vor dem ersten Arbeitstag. 56 Prozent der Unternehmen beklagen falsche Erwartungen des Onboardees, was zu Frühfluktuation führt und nur 25 Prozent der Unternehmen haben einen zentral organisierten Onboarding-Prozess. Hinzu kommen laut Softgarden (Candidate Experience, 2023) steigende Zahlen von Kündigungen durch die Arbeitnehmer in den ersten 100 Tagen im Betrieb. 2023 lagen diese bei 23 Prozent aller Neueinsteiger.</p>
<p>Für Nina Macher waren diese alarmierenden Zahlen, die eine deutliche Schieflage zeigen, Auslöser, hier genau hinzusehen. Was braucht es, damit sich Mitarbeitende vom ersten Tag an so sicher, angenommen und wertgeschätzt zu fühlen, dass sie den Mut haben, Fragen zu stellen, sich aus Fehlern zu entwickeln, Ideen einzubringen und damit schneller in eine Leistungsfähigkeit zu kommen? Wie kann Unternehmenskultur diese gefühlte psychologische Sicherheit fördern?</p>
<p>„In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich ein Unternehmen schlicht nicht mehr leisten, den Menschen mit seinen Bedürfnissen zu ignorieren“, sagt Macher. Ihre Thesis benennt förderliche und hinderliche Faktoren der psychologischen Sicherheit im Onboarding-Prozess und liefert Stellschrauben für ein optimiertes Ankommen im Unternehmen. „Meine Masterthesis ist für mich ein Kernthema der Organisationsentwicklung. In der heutigen Zeit, in der Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden für Unternehmen überlebenswichtig ist, ist der Faktor Mensch mehr denn je ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Die Studieninhalte an der ֱ Kaiserslautern setzen genau hier an – praxisnah und anwendungsorientiert“, erzählt Macher.</p>
<p>„Ein förderlicher Faktor für einen gelungen Onboarding-Prozess ist etwa eine klare Kommunikation von Möglichkeiten und Erwartungen- Hinderlich dagegen kann ein Mangel an persönlichen Ansprechpartnern sein, der oft das Gefühl vermittelt, alleingelassen zu werden oder gleichgültig zu sein.“ Das Fernstudium Organisationsentwicklung an der ֱ Kaiserslautern steht für Nina Macher für eine beispielhafte Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und direkt anwendbarer Praxis. Das Studium ermöglicht ihr direkt am Herz unternehmerischer Transformation mitzugestalten. Organisationsentwicklung an der ֱ setzt dort an, wo Veränderung wirkt: beim Menschen – durch wissenschaftlich fundierte Transformationsstrategien werden Mitarbeitende zum stärksten Hebel zukunftsfähiger Unternehmen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 11:05:08 +0200</pubDate>
                        <title>Studieren mit Depression: Mental Health stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/studieren-mit-depression-mental-health-staerker-in-die-mitte-der-gesellschaft-ruecken</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Isabel Neumaier wusste schon immer, dass sie Mathematik studieren möchte. Nach einem Besuch auf dem Campus Kaiserslautern war ihr klar, dass genau das an der ֱ geschehen soll. Doch dann kam Corona – und alles wurde anders: Isabel erlebte neben ihrem Studienstart eine weitere, ihr bisher unbekannte Situation – den Alltag mit einer starken Depression. Dank der richtigen Unterstützung, privat und seitens der ֱ, geht es ihr heute gut. Doch der Weg aus der Erkrankung war lang und beschwerlich, wie sie uns hier erzählt.</strong></i></p>
<p class="text-justify">„Das Thema Depression begleitet mich schon länger. Als ich im Jahr 2019 den Bachelorstudiengang Mathematik angefangen habe und Corona kam, war das der entscheidende Auslöser. Durch die plötzliche Isolation ging es mit meiner psychischen Gesundheit richtig bergab. Ich habe gemerkt, dass ich keinen Antrieb mehr hatte. &nbsp;Bereits das morgendliche Aufstehen wurde zum Problem. Die Depression hatte sich bis dahin nie in dieser Form gezeigt und mich auch nie so stark beeinträchtigt. Da fragt man sich schon: Was ist los mit mir?</p>
<p class="text-justify">Ehrlicherweise haben der neue Stress im Studienalltag und eine nicht bestandene Prüfung gleich zu Beginn des Studiums nicht gerade dabei geholfen, mich aus meinen depressiven Gedanken zu holen. Stattdessen habe ich mich immer wieder gefragt: ‚Ist das Studium die richtige Wahl für mich?‘ ‚Hätte ich doch etwas anderes machen sollen?‘ ‚Bin ich gut genug?‘“</p>
<p class="text-justify"><strong>Gedanken ans Versagen</strong></p>
<p class="text-justify">„Schließlich ist auch meinen Eltern aufgefallen, dass ich mich verändert habe. Ich habe ihnen erzählt, wie ich mich fühle. Gemeinsam sind wir dann zum Hausarzt gegangen, der mich zu einem Psychotherapeuten überwiesen hat. Im November 2020 habe ich dann meine Therapie begonnen. Im Wintersemester 2020/2021 habe ich noch versucht, weiterzustudieren. Aber ich merkte schnell, dass einfach nichts mehr ging. Ich musste das Semester abbrechen. Gefolgt von einem Urlaubssemester im Sommersemester 2021.</p>
<p class="text-justify">Depressionen und psychische Erkrankungen sind zwar heilbar, aber es ist ein langer Prozess, sagte mir mein Therapeut - in meinem Fall könne es etwa drei bis fünf Jahre lang andauern. Einmal pro Woche hatte ich eine Sitzung bei ihm. Es gab einiges aufzuarbeiten. Ich bekam entsprechende Medikamente und lernte Methoden kennen, mit denen ich in bestimmten Situationen reagieren kann, wenn ich merke, dass es mir wieder schlechter geht. Schritt für Schritt habe ich wieder zurück in einen geregelten Tagesablauf mit entsprechenden Routinen gefunden. Erst danach sind wir das Thema Studium angegangen.</p>
<p class="text-justify">Anfangs bin ich allein beim Gedanken an das Mathematikstudium oft wieder in diese Gedankenspirale aus Unsicherheit und der Erinnerung an den Misserfolg zurückgefallen. Natürlich sind nicht bestandene Prüfungen unter Studierenden nichts Ungewöhnliches. Aber durch eine Depression werden negative Gefühle einfach viel stärker ausgeprägt. In meinem Kopf kreisten viele Fragen: ‚Was mache ich, wenn es wieder nicht klappt?‘ ‚Was, wenn ich schon wieder scheitere?‘ Nach Corona kamen die Präsenzveranstaltungen zurück. Zweimal habe ich versucht, das Studium nach dem Urlaubssemester wieder aufzunehmen – ohne Erfolg. Ich war psychisch doch noch nicht bereit. Erst mit dem dritten Wiedereingliederungsversuch hat es geklappt.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Zurück ins Studium – mit Unterstützung vom Fachbereich Mathematik</strong></p>
<p class="text-justify">„Die Wiedereingliederung hat auch deshalb funktioniert, weil ich wusste, dass ich Unterstützung vom Fachbereich Mathematik bekomme. Ich habe mit meinem Fachbereich offen über meine psychische Erkrankung gesprochen. Gemeinsam haben wir speziell auf meine Situation zugeschnittene Stundenpläne erarbeitet und das für mich optimale Studientempo festgelegt. Denn wir alle wollten, dass ich mein Studium fortsetze und nicht abbreche. Gleichzeitig haben sie mich nicht mit Samthandschuhen angefasst, sondern mich – soweit es ging – wie eine ‚ganz normale‘ Studentin behandelt. Das fand ich gut, denn ich wollte keine Sonderbehandlung. Aber wenn die Depression mal wieder stärker präsent war und ich sie darüber informiert habe, hatten sie Verständnis und haben Rücksicht genommen. Dadurch habe ich langsam wieder Spaß an Mathematik gefunden und inzwischen kann ich mein Studium ganz gut selbst strukturieren. Meine Ansprechpersonen im Fachbereich unterstützen mich dabei weiterhin, und ich fühle mich gut aufgehoben.</p>
<p class="text-justify">Der Fachbereich Mathematik an der ֱ ist klein, was für die persönliche Betreuung, wie ich sie erfahren habe, definitiv von Vorteil ist. Dozierende, Professorinnen und Professoren nehmen sich Zeit für ihre Studierenden. Besonders gut gefällt mir das Familiäre an der Uni. Da merkt man, dass man nicht einfach nur eine Matrikelnummer ist und dass man bei Problemen wirklich nicht allein ist. Gerade zu Beginn des Studiums bekommt man eine sehr enge Unterstützung.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Studieren mit Depression: Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen mit MFHA</strong></p>
<p class="text-justify">„Rückblickend kann ich allen Betroffenen den Tipp geben: Habt keine Angst, euch dem zu stellen, was gerade in euch vorgeht. Findet jemanden, dem ihr euch anvertrauen könnt. Sucht am besten Kontakt zu Personen, die darauf geschult sind und euch dabei begleiten können, die richtige Hilfe zu bekommen. An der ֱ ist der beste Erstkontakt über die Ansprechpersonen von .</p>
<p class="text-justify">Bei MHFA haben Studierende und Beschäftigte eine entsprechende  erhalten und stehen als Ersthelfende zur Verfügung, um euch aus eurer Gedankenspirale zu helfen. Denn: An mehreren Lehrtagen lernen sie verschiedenste psychische Krankheiten kennen, wie sie am besten darauf reagieren können und sich in kritischen Krisensituationen verhalten können. Und aber auch wie sie sich verhalten sollten, wenn keine akute Krise vorliegt. Die Ausbildung wird mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen, bei dem die Teilnehmenden ein Fallbeispiel bekommen, das sie entsprechend lösen müssen. Die Ausbildung zur MHFA-Ersthelferin habe ich 2023 abgeschlossen und bin seitdem Ansprechpartnerin in meinem Fachbereich. Nach meinem langen und beschwerlichen Weg aus der Depression möchte ich meinen eigenen Erfahrungen einen Sinn geben. Ich möchte Betroffenen zeigen, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind und dass sie mit jemandem reden können, der sie versteht – weil man es selbst erlebt hat.</p>
<p class="text-justify">Betroffene können also gerne auf uns MHFA-Ersthelfende zukommen. Wir hören zu, was sie auf dem Herzen haben, und unterstützen an der Stelle, wo sie Hilfe benötigen. Das kann zum Beispiel auch einfach nur der Fall sein, wenn sie sich nicht trauen, einen Therapeuten aufzusuchen, oder wenn sie nicht wissen, wo sie überhaupt anfangen sollen. Dann können wir sie dabei unterstützen und ihnen den Weg zur professionellen Therapie ebnen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Ausblick nach vorne</strong></p>
<p class="text-justify">„Für den Bachelorabschluss habe ich letztendlich 12 Semester gebraucht und bin jetzt im Masterstudium. Ich bin immer noch in Therapie, aber bei weitem nicht mehr so regelmäßig, sondern nur noch bei Bedarf. Mir geht es heute gut. Durch die Depression lernt man, jeden Tag zu genießen, an dem man keine depressiven Gedanken hat. Es war ein langer Prozess, das zu lernen. Aber ich blicke jetzt positiv in die Zukunft, weil ich weiß, dass ich zu Hause und auch hier an der Uni so viel Unterstützung bekomme.“</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
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<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><i><strong>Du suchst nach Hilfe?</strong></i></p>
<p class="text-justify"><i>Wenn du Probleme hast und Unterstützung brauchst: Zögere nicht und melde dich bei den MHFA-Ersthelfenden für psychische Gesundheit.</i></p>
<p class="text-justify"><i>In Landau:</i></p><ul class="list-normal"><li><p class="text-justify"><i>Mehr Infos zu&nbsp;</i></p></li><li><p class="text-justify"><i>Offene Sprechstunde und Termine gibt’s nach Vereinbarung über campusplus-mhfa-ld(at)rptu.de&nbsp;</i></p></li></ul><p class="text-justify"><i>In Kaiserslautern:</i></p><ul class="list-normal"><li><p class="text-justify"><i>Mehr Infos zu&nbsp;</i></p></li><li><p class="text-justify"><i>In Kaiserslautern findest du ein individuelles unabhängiges&nbsp;</i></p></li></ul>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 10:49:00 +0200</pubDate>
                        <title>Englischsprachiger Master Automation &amp; Control: Vom mexikanischen Hochland nach Kaiserslautern</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/englischsprachiger-master-automation-control-vom-mexikanischen-hochland-nach-kaiserslautern</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Es gibt viele gute Gründe, an der ֱ Kaiserslautern den englischsprachigen Master Automation &amp; Control zu studieren: Er ist forschungsorientiert, bietet im Anschluss breitgefächerte Berufsaussichten und studiert wird an einer Campus-Uni in Waldrandlage, um nur einige zu nennen. Wie aber findet ein Mechatronik-Ingenieur aus dem mexikanischen Hochland-Bundesstaat Querétaro diesen Studiengang und entscheidet sich Job und Familie hinter sich zu lassen, um an der ֱ Kaiserslautern zu studieren?</strong></i></p>
<p>„Deutschland hat bei uns in Mexiko den Ruf, brillant in allen Ingenieurswissenschaften zu sein“, erzählt Iram Diaz, der beim CENAM-México, dem Centro Nacional de Metrologia, gearbeitet hat, bevor er entschied, sich mit einem Master weiter zu qualifizieren. Ihm war klar, dass er am allerliebsten in Deutschland studieren möchte.&nbsp;</p>
<p><strong>English Welcome</strong></p>
<p>Da gab es nur – aus seiner Sicht – ein Problem: „Meine deutsche Sprachkompetenz ist nicht besonders ausgeprägt“, formuliert er vorsichtig. Seine große Sorge war also, sich in ein fremdes Land zu begeben und am Ende isoliert zu sein – im Privaten wie im Studium, weil er der Sprache nicht mächtig ist und so nicht in einen Austausch kommen kann. Bei seiner Recherche nach einem geeigneten Master stolperte er über ein in Englisch geschriebenes Studierendenportrait auf der Homepage der ֱ. „Nachdem ich dann auch noch gelesen habe, dass die Vorlesungen auf Englisch stattfinden und der gesamte Studiengang sehr forschungsorientiert ist, war für mich die Entscheidung gefallen.“ Vor gut zwei Jahren packte er also seine Sachen und zog vom mexikanischen Hochland ins – wie er sagt – viel grünere Kaiserslautern.&nbsp;</p>
<p><strong>Labor als zweites Zuhause&nbsp;</strong></p>
<p>Seine Wahl hat er zu keinem Zeitpunkt bereut. „Hier an der ֱ sind wir Studierenden unglaublich viel in den Laboren.“ Diese intensive Praxisnähe sei an und für sich schon besonders. „Aber an der ֱ, so empfinde ich es, setzt man noch eins obendrauf. Die Labortüren stehen immer offen. Jeder, der vorbeikommt, ist willkommen einen Blick über die Schulter zu werfen und weil es auch immer was zu tun gibt in den einzelnen Projekten, darf man, wenn es passt, auch mit anpacken.“&nbsp;</p>
<p>Am meisten genieße er das Vertrauen in die Studierenden. „Wir bekommen eine Aufgabe und dürfen uns daran versuchen. Unterstützung gibt es bei Bedarf immer, aber es wird sehr gefördert, dass wir selbst eine Lösung finden.“&nbsp;</p>
<p><strong>Soft Robotik-Forschung als Hiwi Job</strong></p>
<p>Genau so erlebt er auch seinen Hiwi-Job im Bereich Computational Physics in Engineering (CPE) an der ֱ: Diplom-Ingenieur Leon Schindler arbeitet in seinem Forschungsprojekt daran, weiche und flexible Roboter, sogenannte Soft Roboter, weiterzuentwickeln. Diese Roboter eignen sich für den Einsatz in sensiblen Bereichen oder schwer zugänglichen Umgebungen. Da die Unterschiede zwischen den Soft Robotern je nach Einsatzgebiet enorm sind, sind die Entwürfe momentan oft versuchsgesteuert. Das bedeutet viel Zeit im Labor. Und genau hier unterstützt Iram im Rahmen seines Hiwi Jobs: Er macht eigene Versuche zu Soft Robotern in Schlangenform. „Dass wir Hiwis eine solche Freiheit haben, ein Ergebnis herauszufinden und sehr eigenverantwortlich arbeiten dürfen, gefällt mir sehr“, sagt Iram.&nbsp;</p>
<p><strong>Europa entdecken</strong></p>
<p>Einen kleinen Wehrmutstropfen kann er allerdings doch am Studium in Deutschland finden. „Es gibt eigentlich keine richtigen Ferien. Denn während der Semesterferien stehen Abgaben an.“ Das macht es für ihn zeitlich etwas schwierig, europäische Länder und Kulturen zu entdecken. „Meine Lösung ist, dass ich meine Regelstudienzeit ein wenig verlängere, damit genug Zeit bleibt, Europa zu entdecken.“ Bevor er also im Herbst wieder in einem der Labore an der ֱ anzutreffen ist, geht es für ihn gemeinsam mit seinem Bruder vier Wochen quer durch Europa.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 16:05:23 +0200</pubDate>
                        <title>Inspirieren durch Experimentieren</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/inspirieren-durch-experimentieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Juniorprofessor Dr. Johann-Nikolaus Seibert leitet an der ֱ die Arbeitsgruppe für Fachdidaktik Chemie: Mit großer Leidenschaft bildet er zukünftige Lehrerinnen und Lehrer aus. Die Frage, wie sich Kompetenzen rund um die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit in die Schulen bringen lassen, gehört zu seinen Forschungsschwerpunkten. Eine wichtige Vor-Förderung ermöglichte ihm kürzlich der TU-Nachwuchsring der ֱ.&nbsp;</strong></i></p>
<p>In Saarbrücken studierte er Gymnasiallehramt für die Fächer Chemie und Mathematik. Anschließend promovierte er dort im Bereich Chemiedidaktik und absolvierte sein Referendariat an einer Schule in Contwig. „Dann habe ich mich auf die Juniorprofessur für Chemiedidaktik an der ֱ im Fachbereich Chemie in Kaiserslautern beworben“, erzählt Johann-Nikolaus Seibert rückblickend: „Das war ein Glückslos. Die Stelle hat perfekt zu mir gepasst und passt immer noch optimal.“&nbsp;</p>
<p>Der 35-Jährige fühlt sich rundum wohl in Kaiserslautern. Noch habe er eine sogenannte Tenure-Trank-Professur inne. Eine mehrjährige Bewährungszeit sozusagen, die letztendlich in einer vollwertigen Professur münden soll. „Meine Tätigkeiten werden evaluiert“, erklärt er, also geschaut, wie sich seine wissenschaftliche Karriere entwickelt.&nbsp;</p>
<p>Dass er sich dahingehend nicht verstecken muss, wird im Gespräch mit ihm schnell klar. Rund um sein Fachgebiet engagiert er sich in vielfältiger Weise – will kontinuierlich etwa die Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften verbessern: Gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung analysiert er Schwierigkeiten, mit denen sich Chemie-Lehramtskandidatinnen und -kandidaten an der ֱ konfrontiert sehen: „Wir wollen Stolpersteine identifizieren. Diese aus dem Weg räumen. Das Chemielernen an der Uni optimieren, Abbruchquoten reduzieren und so dem Lehrkräftemangel in den MINT-Fächern entgegenwirken.“</p>
<p><strong>Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit fördern</strong></p>
<p>Neben der Lehre wird bei ihm das Thema Forschung großgeschrieben. In seinen wissenschaftlichen Projekten geht es um Lehr-Lern-Prozesse. Zentrale Fragen dabei sind: Wie gelingt selbstreguliertes Lernen in der Schule und an der Universität? Wie kann forschendes Lernen bei der Erkenntnisgewinnung helfen – und welche didaktischen und methodischen Aspekte spielen dabei eine Rolle? „Und wir wollen wissen, wie sich digitale Kompetenzen und Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit in die Schulen gewinnbringend integrieren lassen.“&nbsp;</p>
<p>Gemeinsam mit seinem Team will er unter anderem herausfinden, wie sich Künstliche Intelligenz, kurz KI, im naturwissenschaftlichen Unterricht einsetzen lässt. <a href="/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/neue-wege-in-der-lehrerbildung-die-bedeutung-von-kuenstlicher-intelligenz-waechst" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">In einem aktuellen Projekt</a> entwickeln die Forschenden um Seibert einen Chatbot, der Schülerinnen und Schüler bei der Ausarbeitung von Experimenten im Chemie-Unterricht unterstützt.</p>
<p>Unter dem Schlagwort Nachhaltigkeit wollen sie Bewertungskompetenz vermitteln, das kritische Denken fördern – und zugleich die Medienkompetenz stärken. Derzeit arbeitet Seibert an einem Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird – und im Schuljahr 2025/26 in einigen ausgewählten Schulen konkrete Gestalt annehmen soll. „Wir haben eine Kommunikationsagentur mit an Bord“, ergänzt er. Inhaltlich geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler lernen, Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit mittel journalistischer Brille kritisch zu bewerten.&nbsp;</p>
<p><strong>TU-Nachwuchsring der ֱ unterstützt die „junge Wissenschaft“</strong></p>
<p>Bei der Vorbereitung dieses Projekts habe ihm der TU-Nachwuchsring der ֱ 2024 unter die Arme gegriffen. „Im Rahmen einer Vor-Förderung.“ Dass es diese Möglichkeit an seiner Uni gibt, dafür sei er sehr dankbar.&nbsp;</p>
<p>Der TU-Nachwuchsring unterstützt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Entwicklung und Karriereplanung. Neben Forschungsförderung und interdisziplinärer Vernetzung werden beispielsweise auch Workshops angeboten. Seibert engagiert sich selbst aktiv beim TU-Nachwuchsring, ist stellvertretender Sprecher. „Wir haben eine klassische Bottom-up-Struktur, von Nachwuchswissenschaftlern für Nachwuchswissenschaftler. Wir entscheiden gemeinsam Dinge in einer wertschätzenden Atmosphäre.“ So begutachtet der Juniorprofessor beispielsweise Förderanträge für Forschungsvorhaben, die nicht aus der Chemie stammen. „Ich erhalte so Einblicke in unterschiedliche Forschungsbereiche.“</p>
<p><strong>Entscheidung fürs Lehramt: „Man hat eine riesige Möglichkeit, helfen und gestalten zu können“</strong></p>
<p>Warum hat er sich seinerzeit für ein Lehramtsstudium entschieden? „Für mich war das keine Berufswahl, sondern Berufung“, erzählt er. „Man muss diesen Beruf wollen. Entscheidet man sich dafür, dann hat man eine riesige Möglichkeit, helfen und gestalten zu können.“&nbsp;</p>
<p>Zu Beginn seines Studiums sah er sich vor allem als zukünftigen Mathematik-Lehrer. Chemie habe er damals nur mitstudiert, weil er ein zweites Unterrichtsfach brauchte. Doch während seiner akademischen Ausbildung merkte er schnell, wie spannend die Chemiedidaktik ist: „Das Fach Chemie hat das immense Potenzial, mit Experimenten motivierende und spannende Zugänge für Schülerinnen und Schüler zu wählen. Und mit diesem experimentellen Schwerpunkt können wir Begeisterung wecken.“ Er ergänzt: „Bereits unsere Chemielehramtsstudierenden verbringen mehr Zeit mit praktischer Arbeit als in der Vorlesung und werden mit einem starken experimentellen Profil für die Schulpraxis vorbereitet.“</p>
<p><strong>Interdisziplinäres Arbeiten wird großgeschrieben</strong></p>
<p>Johann-Nikolaus Seibert legt großen Wert auf interdisziplinäre Herangehensweisen, vernetzt sich mit anderen Fachbereichen der ֱ. Sein Team betreut das Schülerlabor „CLeVerLab“ – kurz für „Chemie, Lernen und Verstehen Labor“. Seibert: „Im Projekt Sportistry beispielsweise haben Lehramtsstudierende der Fächer Chemie, Sport und Gesundheit und des Bachelor-Studiengangs Sportwissenschaft und Gesundheit gemeinsam Kleingruppen von Oberstufenschülerinnen und –schülern angeleitet.“ Sie setzten Versuchsreihen an, werten Ergebnisse aus. „Die Studierenden brachten bei all dem ihre unterschiedlichen Fachexpertisen ein. Die Schülerinnen und Schüler konnten etwas lernen – die Studierenden lernen und lehren. Quasi auf mehreren Ebenen ein didaktischer Doppeldecker.“&nbsp;</p>
<p>Ein weiteres seiner Projekte sei der ExperiMINT-Bus, berichtet Seibert stolz: „Der Bus ist ein mobiles Schülerlabor. Er fährt direkt auf die Schulhöfe.“ Wer Interesse hat, kann einsteigen und mitexperimentieren. Naturwissenschaftliches Wissen und Denken niederschwellig erlebbar machen – das scheint den Juniorprofessor anzutreiben.</p>
<p><strong>Lehramtsausbildung an der ֱ: Praxisnah und forschungsorientiert</strong></p>
<p>Was kann er Studieninteressierten mitgeben? Was spricht für ein Lehramtsstudium an der ֱ? Die ֱ sei die größte lehrerbildende Universität in Rheinland-Pfalz, betont er. Entsprechend groß sei das Angebot an Fächern und Lehrveranstaltungen. Die Ausbildung sei darüber hinaus nicht nur praxisnah, sondern auch forschungsstark: „Man ist in vielfältiger Weise dicht dran an aktuellen fachlichen Forschungen und Entwicklungen der Lehramtsausbildung.“ Beschäftigt man sich mit den Arbeitsschwerpunkten von Johann-Nikolaus Seibert, so wird schnell klar, dass dies nicht zuletzt dank engagierter Dozenten wie ihm möglich ist.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 15:51:24 +0200</pubDate>
                        <title>Mitten rein in die Praxis und Forschung: Molekulare Biologie an der ֱ in Kaiserslautern</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mitten-rein-in-die-praxis-und-forschung-molekulare-biologie-an-der-rptu-in-kaiserslautern</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wenn Tim Sauer von seiner Bachelorarbeit erzählt, klingt das alles andere als nach grauer Theorie. Der 23-Jährige studiert Molekulare Biologie an der ֱ in Kaiserslautern – ein praxisnahes Studium, das ihn mitten hineinführt in aktuelle Forschung mit internationaler Relevanz.</strong></i></p>
<p>Das Thema seiner Bachelorarbeit ist Teil eines Projektes unter der Leitung von Professor Thorsten Stoeck: Ziel ist die Identifizierung und das Validieren eines Markers, mit dem sich Ölverschmutzungen in marinem Sediment erkennen lassen. Die Proben dafür sind weit gereist und stammen aus dem Persischen Golf – Tim untersucht sie im Labor in Kaiserslautern. „Ich wollte Bio als Studiengang und dabei vor allem forschen und viel im Labor sein“, sagt Tim lachend. „Ich wollte an die Reagenzgläser, Daten analysieren – Molekulare Biologie bietet genau das.“ Und er betont: „In Kaiserslautern bekommt man das Komplettpaket. Die biologische ‚Grundausbildung‘ ist sehr umfassend“, betont er.</p>
<p><strong>Molekulare Biologie an der ֱ: Wissenschaft zum Anfassen</strong></p>
<p>Der Bachelorstudiengang Molekulare Biologie an der ֱ ist so konzipiert, dass Theorie und Praxis Hand in Hand gehen. Der hohe Praxisanteil der Ausbildung findet in den Laboren der ֱ in Kaiserslautern statt. „Fast jedes Grundlagenmodul ist an ein solches Praxismodul gekoppelt“, erklärt Tim. So folgt beispielsweise auf die Vorlesung Humangenetik des Humanbiologie Moduls das passende Praxismodul, in dem ein eigenes Chromosomen Karyogramm erstellt wird – nicht am Bildschirm, sondern ganz real.</p>
<p>Im fünften Bachelor-Semester absolvieren alle Studierenden ein Campus-Pflichtpraktikum in den Laboren der Uni. Für Eigeninitiative gibt es, nach Absprache, immer Raum. So entschied sich Tim, statt für ein Laborpraktikum an der Uni, für eines in einer Forschungseinrichtung in Schweden, genauer im Kristineberg Center for marine research and innovation in Göteborg. Dort arbeitete er an einem internationalen Projekt zum Thema Deep Sea Mining mit. „Es war spannend zu erleben, in welchen Bereichen wir mit unserem Studium später mal landen können“, erzählt Tim.</p>
<p>Im fünften Semester wird in der Molekularen Biologie der Schwerpunkt gewählt. Tim hat sich für Biotechnologie mit Schwerpunkt Bioinformatik entschieden – eine Kombination, mit der er später in der Industrie arbeiten möchte.</p>
<p><strong>ֱ Kaiserslautern: Naturcampus, Uni-Stadt und Mehrwert</strong></p>
<p>Warum Kaiserslautern? Für Tim war die Entscheidung schnell klar: „Hier ist alles auf einem Campus, die Wege sind kurz – und man ist direkt am Waldrand.“ Der sogenannte Naturcampus bietet Studierenden, neben sehr guten Studienbedingungen, Raum zum Durchatmen: Der Pfälzerwald beginnt direkt hinter der Uni, ein Hängemattenpark lädt zur Entspannung ein, der „Pausenexpress“ verleiht kostenlos Sportgeräte, Picknickdecken oder sogar Mountainbikes. Die Mensa ist beliebt, und wer außerhalb der Öffnungszeiten Hunger bekommt, kann auf den hauseigenen Kochroboter zurückgreifen, den ein StartUp hier auf seine Mensatauglichkeit testet. „Der ist echt praktisch – und manchmal besser als erwartet“, sagt Tim mit einem Grinsen.</p>
<p>Sogar der Wohnungsmarkt ist studierendenfreundlich: „Ein Apartment im Studierendenwohnheim fängt preislich bei 201 Euro im Monat an – das ist unschlagbar“, so Tim. Mit seinen rund 100.000 Einwohnern ist Kaiserslautern zudem genau die richtige Mischung: groß genug für ein aktives Studentenleben mit Kneipen, Clubs und Events – aber nicht anonym.</p>
<p><strong>Fachschaft Biologie: Viel mehr als nur Party-Organisatoren</strong></p>
<p>Von Anfang an war Tim in der Fachschaft aktiv – dem studentischen Herzstück des Studiengangs. „Ob Ersti-Tage mit Stundenplanhilfe und Uni-Rallye, DKMS-Aktionen oder Semester-Partys – das Team der Fachschaft Bio ist sehr aktiv und hat immer ein offenes Ohr. „Gebäude 13, Raum 303 – da ist eigentlich immer jemand“, sagt Tim. „Kommt einfach vorbei, wir freuen uns über jedes neue Gesicht.“ Besonders wichtig ist ihm das Angebot einer Mental-Health-Sprechstunde: „Das Studium kann fordernd sein – da hilft es, wenn man weiß, dass man nicht allein ist.“</p>
<p><strong>Mitten rein in den Forscher-Alltag</strong></p>
<p>Molekulare Biologie an der ֱ in Kaiserslautern ist praxisnah, umfassend und familiär. Nur rund 100 Studierende beginnen jedes Wintersemester. „Molekulare Biologie in Kaiserslautern bietet in den ersten vier Semestern eine wirklich gut durchdachte, sehr umfassende Grundausbildung“, sagt Tim. Die vielen Uni eigenen Labore sowie das Max-Planck-Institut und das Fraunhofer als Nachbarn bringen enge Kooperationen in aktueller Forschung in den Uni-Alltag: „Bereits während der ersten vier Semester bekommt man so einen Bezug zu aktuellen Forschungsthemen, nationale genauso wie internationale und auch solche, die wirklich Gewicht haben. Ein Studium also, bei dem man schon im Grundstudium weiß, was einen im Anschluss in der Forschung oder der freien Wirtschaft an Themen erwarten könnte.“ Sein Fazit: An der ֱ ist man mittendrin in der Forschung.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 02 Jul 2025 15:36:32 +0200</pubDate>
                        <title>Der beste Zeitpunkt ist jetzt: Erfolgreich ins Informatik-Lehramt starten!</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/der-beste-zeitpunkt-ist-jetzt-erfolgreich-ins-informatik-lehramt-starten</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Was ist Künstliche Intelligenz? Wie funktioniert das Internet? Wie arbeiten Algorithmen? Und was bedeutet all das für unsere Gesellschaft? Fragen, die heutzutage jeden etwas angehen: Ab dem Schuljahr 2028/29 wird Informatik deshalb zum Pflichtfach an allen weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz. Der Bedarf an gut ausgebildeten Informatik-Lehrkräften wird weiter steigen – die Berufsaussichten sind demnach bestens. Die ֱ vermittelt Lehramtsstudierende hierfür das gesamte Handwerkszeug aus Fachwissen und didaktischen Methoden, damit sie Lehr-Lernprozesse routiniert gestalten können. Praxisnah, forschungsstark und familiär: Studierende treffen in Kaiserslautern auf eine über 50-jährige Informatik-Tradition, die mit einer vielfältigen und interdisziplinären Ausbildung einhergeht – bei der es zugleich exzellente Einblicke in aktuelle Fragen der Forschung gibt.&nbsp;</strong></i></p>
<p>„Wenn man Informatik auf Lehramt studieren möchte, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt damit zu beginnen“, empfiehlt Lehramtsstudentin Maike Fremgen, spricht man sie darauf an, dass Informatik ab dem Schuljahr 2028/ 29 zum Pflichtfach an weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz wird: „Natürlich sollte man, was die Kriterien bei der Studienwahl betrifft, Interesse an dem Fach und am Unterrichten haben“. So oder so: „Wer jetzt beginnt, hat zum Ende seines Studiums beste Chancen, eine Planstelle zu bekommen.“ Zudem gewinnen die Themen mit Informatik-Bezug immer mehr an Bedeutung, betont die angehende Lehrerin – das Fach sei längst eine Querschnittsdisziplin geworden: Datengetriebene Prozesse sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.&nbsp;</p>
<p>Dass es außer Informatik nur wenige Schulfächer mit einem solch starken Alltagsbezug gibt, weiß auch Daniel Stockhausen, der hauptberuflich Informatik und Mathematik an einem Gymnasium unterrichtet – und parallel dazu als abgeordnete Lehrkraft an der ֱ tätig ist. Informatik sei bisher eher ein Nischenfach gewesen – hatte einen etwas „nerdigen“ Ruf, schmunzelt er. Doch das ändere sich derzeit: „Durch die Entscheidung für Informatik als Pflichtfach werden die Inhalte für die breite Gesellschaft geöffnet. Wir wollen als Informatik-Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr nur eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern ansprechen. Wir wollen, dass alle mitgestalten und mitdenken können.“ Zudem steigt auch der Anteil weiblicher Studierender in den Informatik-Fächern – im fachwissenschaftlichen Master an der ֱ bilden sie sogar die Mehrheit.</p>
<p><strong>„Man muss kein Mathe-Genie oder Programmierprofi sein“</strong></p>
<p>Für wen könnte ein Informatik-Lehramtsstudium interessant sein? „Man muss kein Mathe-Genie oder Programmierprofi sein. Aber Interesse an Technik und logischem Denken haben“, sagt Maike Fremgen. Daniel Stockhausen stimmt dem zu, empfiehlt Studieninteressierten darüber hinaus, sich vorab im eigenen Tempo in eine erste Programmiersprache einzuarbeiten. „Und man sollte natürlich keine generelle Abneigung gegen Mathematik haben.“ Denn die begegne einem schon immer mal wieder in der Informatik.</p>
<p>Inhaltlich geht es im Studium beispielsweise um die Frage, wie Algorithmen funktionieren, wie das Internet vernetzt ist, um Künstliche Intelligenz und um die damit einhergehenden gesellschaftlichen Aspekte. Dabei erhalten Lehramtsstudierende an der ֱ eine rundum wissenschaftlich fundierte Ausbildung, angereichert mit vielen spannenden Einblicken in die Forschung. In der Fachdidaktik wiederum befassen sich die Studierenden damit, wie sich Informatik-Unterricht vorbereiten lässt.&nbsp;</p>
<p>„Habt keine Angst vor dem Studium“, sagt Maike Fremgen. „Am Anfang mag es einem vielleicht schwer vorkommen. Doch das wird besser. Man muss dranbleiben. Und die Bereitschaft mitbringen, ab und ab zu Hause etwas nacharbeiten.“ Daniel Stockhausen meint, „einfach mal ausprobieren.“ Man könne sich vorab in Vorlesungen setzen, schauen, ob einem das Fach zusagt.</p>
<p>Maike Fremgen studiert die Fächer Mathematik, Biologie und Informatik – will später an einem Gymnasium unterrichten. Ihr Beispiel zeigt: Mit der Option eines dritten Fachs lässt sich Informatik im Verlauf eines Lehramtsstudiums zu bereits gesetzten Schwerpunkten ergänzen. Für ein Studium an der ֱ habe sie sich entschieden, weil die Uni in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern einen sehr guten Ruf genießt. Daniel Stockhausen, der einst selbst in Kaiserslautern studiert hat, erinnert sich rückblickend gerne an die vielfältigen Wahlmöglichkeiten, die das Informatik-Studium mitbringt: „Die Studien-Inhalte lassen sich häufig nach eigenen Interessen eigenverantwortlich zusammenstellen.“&nbsp;</p>
<p>Studierende profitieren zudem von der unmittelbaren Nähe zu renommierten Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Max-Planck-Institut für Softwaresysteme und dem Fraunhofer-Institut für Experimentelle Softwareentwicklung – können dort während des Studiums beispielsweise als studentische Hilfskraft tätig werden. &nbsp;Studentische Mitarbeit ist natürlich ebenso direkt an der Uni gefragt oder im Rahmen des Ada-Lovelace-Projekts, das an der ֱ angesiedelt ist und Mädchen und junge Frauen für MINT-Themen begeistern will.</p>
<p><strong>Während des Studiums praktische Erfahrungen sammeln</strong></p>
<p>Maike Fremgen ist in den letzten Zügen ihres Studiums. Ihre Masterarbeit absolviert sie derzeit im Bereich Mathematik – aber auch dies mit Bezug zur Informatik: „Ich untersuche, wie Schülerinnen und Schüler Künstliche Intelligenz im Mathematik-Unterricht einsetzen können.“ Anschließend will sie ab Januar 2026 ins Referendariat starten: „In der Zeit zwischen Masterarbeit und Referendariat werde ich als Vertretungslehrerin tätig sein.“</p>
<p>Für die praktische Vorbereitung auf das Unterrichten sind verschiedene Schulpraktika ins Studium integriert. So bekommen Lehramtsstudierende die Möglichkeit, das Erlernte umzusetzen und erhalten Rückmeldungen zu selbst gehaltenen Unterrichtsstunden. Und sie erhalten dabei wertvolle Einblicke in verschiedene Schulformen. Was Unterrichtsmaterialen betrifft, bietet das digitale Schulbuch unter  fundierte Hilfestellung – das Portal wird vom Pädagogischen Landesinstitut betreut und von der ֱ inhaltlich unterstützt.</p>
<p>Insgesamt sei es außerdem wichtig, ergänzt Maike Fremgen, sich mit anderen Studierenden zu vernetzen und auszutauschen: „Bildet Lerngruppen. Und unternehmt auch privat gemeinsam etwas.“ Alumnus Daniel Stockhausen erinnert sich dabei gerne an das „Campus-Feeling“, das die ֱ in Kaiserslautern zu bieten hat: „Alles liegt eng zusammen. Das Areal ist vom studentischen Leben geprägt.“ Maike Fremgen und Daniel Stockhausen – zwei Informatik-Lehrkräfte, die mit ihrer Studienwahl rückblickend sehr zufrieden sind – und nun weitere Kolleginnen und Kollegen suchen.</p>
<p><strong>Informatik an der ֱ: Sprungbrett in die Welt von morgen</strong></p>
<p>Neben dem Lehramtsstudium bietet die ֱ ebenso zwei fachwissenschaftliche Bachelor- und Masterstudiengänge an: Informatik und Sozioinformatik. Dabei lernen Studierenden nicht nur, die Technologien von morgen zu entwickeln, sondern auch, wie sie diese verantwortungsvoll zu gestalten. Mit diesem Ansatz befähigt die ֱ ihre Studierenden insbesondere im bundesweit einzigartigen Studiengang Sozioinformatik, den Einsatz und Nutzen von Software-Systemen kritisch zu reflektieren. Die Informatik-Studiengänge in Kaiserslautern erhalten regelmäßig Bestnoten, etwa beim wichtigsten , dem die Bewertungen von Studierenden zugrunde liegen. Vielfalt zeigt sich in der Informatik auch im Miteinander der Kulturen: Mehr als die Hälfte der aktuell 1.400 Studierenden und zwei Drittel der 200 Promovierenden kommen aus dem Ausland nach Kaiserslautern.&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen über die Informatikstudiengänge und alle weiteren Studienangebote der ֱ: <a href="/studienangebot/" target="_blank">/studienangebot/</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 09:55:00 +0200</pubDate>
                        <title>Mensch und Umwelt: „Dieser Studiengang ist etwas Einmaliges“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mensch-und-umwelt-dieser-studiengang-ist-etwas-einmaliges</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Inhalte aus den Fächern Psychologie, Ökonomie und Kommunikation kombiniert der Studiengang „Mensch und Umwelt“ der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Bachelorstudent Aaron Bodendörfer ist begeistert von der interdisziplinären Ausbildung: Beruflich kann er sich später eine Tätigkeit in der Nachhaltigkeitskommunikation vorstellen – oder als Projektmanager für Anpassungsstrategien im Umweltbereich.</strong></i></p>
<p>Schon in der gymnasialen Oberstufe interessierte sich Aaron Bodendörfer für Aspekte des Klimawandels und Fragen rund um die Ressourcen der Welt. Nach dem Abitur folgte ein freiwilliges ökologisches Jahr – in Nürnberg in einem Weltladen: „Ich habe mich dort mit fairem Handel und den damit verbundenen sozialen Aspekten beschäftigt.“ An Öffentlichkeitsarbeit habe er mitgewirkt, Bildungsangebote für Schulen entwickelt: „Es ging um Nachhaltigkeit – betrachtet auch unter wirtschaftlichen Aspekten.“ Schnell war ihm klar, dass er etwas in diese Richtung studieren möchte. Bei seinen Recherchen ist er auf Bachelorstudiengang „Mensch und Umwelt“ der ֱ gestoßen. „Das Interdisziplinäre des Studiengangs hat mich sofort angesprochen. Man hat Basics in Psychologie, Kommunikation und Ökonomie.“ Zum Wintersemester 2021/ 22 ist er dann als Ersti von Bayern nach Landau gezogen – immerhin vier Stunden Zug-Fahrzeit von seinem Heimatort entfernt. Doch das habe sich gelohnt: „Der Studiengang ist etwa Einmaliges. Das gibt es so ansonsten nirgendwo in Deutschland.“</p>
<p>Mensch und Umwelt ist ein relativ kleiner Studiengang – er richtet sich als natur-, umwelt- und sozialwissenschaftliches Erststudium an Interessierte, die ein breit angelegtes Studium mit dem Schwerpunkt „Umwelt“ suchen. Jeweils zum Wintersemester kann man anfangen. Etwa 30 bis 40 Studierende sind pro Jahrgang eingeschrieben. Sie haben eine „tolle Gemeinschaft“, beschreibt Aaron Bodendörfer. „Wir haben alle ein ähnliches Mindset. Wir tauschen uns aus über Nachhaltigkeitsthemen oder über Veranstaltung an der Uni.“ Der Gesprächsstoff geht ihnen so schnell nicht aus.</p>
<p><strong>Interdisziplinär mit Möglichkeit zur Spezialisierung</strong></p>
<p>Ab dem zweiten Semester, spätestens nach dem dritten Semester spezialisieren sich die Studierende auf eines der Teilgebiete ihres Studiengangs – also auf Psychologie, Kommunikation oder Ökonomie. Aaron Bodendörfer: „Die meisten wählen Psychologie. Ich habe mich für Kommunikation entschieden.“ Denn: „Bei Psychologie steht vor allem der Mensch im Mittelpunkt. Ich wollte mir aber ein breiteres Bild verschaffen.“ Neben der Spezialisierung finden sich weiterhin aber auch die anderen Teilgebiete auf dem Stundenplan wieder. Für Aaron Bodendörfer sind das beispielsweise Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Umweltmanagement oder Umweltpsychologie.</p>
<p><strong>Bachelorarbeit im Bereich Kommunikation</strong></p>
<p>Mittlerweile studiert Aaron Bodendörfer im sechsten Semester, arbeitet bereits an seiner Bachelorarbeit. Inhaltlich geht es dabei um Nachhaltigkeitskommunikation, er führe eine „qualitative Inhaltsanalyse“ durch, wie er erklärt. Vereinfacht gesagt: „Ich analysiere Videos, die von der Initiative `Klima vor acht` produziert werden.“ Kurze Videos, die über Aspekte des Klimawandels aufklären und zur Hauptsendezeit gezeigt werden könnten – vor einer Nachrichtensendung wie der Tagesschau etwa. „Diese Videos vergleiche ich mit einem ähnlichen journalistischen Format, nämlich mit `Wetter vor acht`.“ Was hat er bereits herausgefunden? „Anders als bei `Wetter vor acht` gibt es bei `Klima vor acht` Handlungsempfehlungen. Also, wie könnte die Politik oder wie könnten Privatleute aktiv werden.“ Auch gebe es bei „Klima vor acht“ weniger allgemeine Formulierungen und Wiederholungen als bei „Wetter vor acht“.</p>
<p><strong>Klimaschutzmanagement oder Nachhaltigkeitskommunikation: Die Berufsaussichten sind vielfältig</strong></p>
<p>Umweltthemen Hand in Hand mit professioneller Kommunikation – später könne er sich eine berufliche Tätigkeit im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation vorstellen. Mit was würde er sich dann beispielsweise beschäftigen? „Viele Unternehmen geben ja Nachhaltigkeitsberichte heraus“, nennt er als ein mögliches Aufgabengebiet. Auch könne er sich eine Tätigkeit als Projektmanager vorstellen, „der sich mit Anpassungsstrategien im Umweltbereich beschäftigt. Vielleicht wenn es darum geht, dass ein Wald erneuert wird und dazu dann die Kommunikation aufbauen.“ Er hat viele Ideen. Überhaupt stehen einem mit seinem Studiengang viele Türen offen: „Man kann auch ins Klimaschutzmanagement, bei einer Stadt oder beim Land angestellt sein. Oder auch Kommunikator bei einer Nichtregierungsorganisation werden.“&nbsp;</p>
<p><strong>„Das erste Semester ist hart. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen“</strong></p>
<p>Doch noch mal zurück zu den Anfängen seiner Studienzeit: Was würde er Studieninteressierten mit auf den Weg geben wollen? „Lasst Euch zu Beginn des Studiums nicht abschrecken. Das erste Semester ist hart. Einfach, weil man so viele Lehrveranstaltungen hat. Wenn das vorbei ist, dann ist das Schlimmste geschafft.“ Und man sollte sich ebenfalls nicht davon abschrecken lassen, dass Landau eher eine kleine Stadt ist: „Wenn man mal in eine Großstadt möchte, dann sind Mannheim oder Karlsruhe nicht weit.“ Und außerdem: Man braucht kein „Öko“ sein, um Mensch und Umwelt zu studieren. „Der Studiengang ist auch etwas für Normalos“, lacht er.</p>
<p>Was sollten Studienanfängerinnen und Studienanfänger mitbringen? „Gut ist, wenn man schon Kenntnisse in Biologie und Chemie hat, die Fächer vielleicht sogar Leistungskurse in der Schule waren.“ Sei dies nicht der Fall, so könne man sich in den ersten zwei Semestern – mit etwas Aufwand – auch in diese Gebiete einarbeiten. „Ich hatte Geografie in der Oberstufe. Das ist ebenfalls hilfreich. Hier gab es zu Beginn des Studiums ebenfalls einige Überschneidungen.“ Zudem sei es gut, wenn man Englisch kann, ergänzt Aaron Bodendörfer: „Man liest viele englischsprachige Paper. Auch finden einige Fächer auf Englisch statt.“</p>
<p><strong>Campusleben: Vor allem im ersten Semester kann man gut neue Leute kennenlernen</strong></p>
<p>Und wie fasst man ansonsten Fuß an der Uni? „Im ersten Semester einfach alles mitmachen.“ Kneipentouren beispielsweise, Veranstaltungen beim Uni-Sport. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man vor allem im ersten Semester gut neue Leute kennenlernen kann. Später haben die meisten dann ihre Gruppe, einige sind dann nicht mehr so offen.“</p>
<p>Und wie geht es für Aaron Bodendörfer nach dem Bachelor weiter? „Zunächst möchte ich für ein Jahr ins Ausland. Dort ein Praktikum absolvieren im Naturschutzmanagement.“ Die entsprechenden Möglichkeiten dazu lotet er derzeit noch aus. „Danach möchte ich noch ein Masterstudium anhängen. Wo und was genau, weiß ich noch nicht.“ So oder so: Dem Bachelorabsolventen stehen viele Türen offen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Sun, 15 Jun 2025 09:50:00 +0200</pubDate>
                        <title>Von ֱzero zu Maschinenbau: Orientierungssemester bringt Klarheit </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/von-rptuzero-zu-maschinenbau-orientierungssemester-bringt-klarheit</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>„Wir standen zu viert um einen riesigen Motor, sollten ihn auseinanderbauen und wieder zusammensetzen“, schwärmt Mark Decker, mittlerweile ordentlicher Maschinenbau Student im vierten Fachsemester. Den Motor in seine Einzelteile zerlegt und wieder zusammengesetzt hat er allerdings davor – vor seinen Fachsemestern, im Semester Null.&nbsp;</strong></i></p>
<p>„Ein andermal haben wir einen Getriebebausatz bekommen und durften uns daran ausprobieren, ob wir ihn funktionstüchtig zusammengebaut bekommen“, erzählt er weiter. Ein Semester lang war Mark Decker zwar eingeschrieben, aber nicht für ein bestimmtes Fach. Er war Teilnehmer an ֱzero, dem Orientierungsstudium an der ֱ. Ein Programm, das sich an alle Studieninteressierten richtet, die sich nicht sicher sind, ob die Universitätswelt das ist, was sie suchen oder sich beispielsweise noch nicht festlegen wollen, welches Studienfach das für sie passende ist.&nbsp;</p>
<p>„Für mich war ֱzero genau das Richtige“, zieht Mark Resümee. Schon im Grundschulalter faszinierte ihn alles Technische. Vom Drucker bis zur Dampfmaschine. Wenn es was zu löten gab, fingen seine Augen an zu leuchten. „Mir war klar, dass ich was Technisches studieren möchte. Aber so richtig entscheiden konnte ich mich nicht.“ Also schrieb er sich zum Orientierungsstudium an der ֱ ein.</p>
<p><strong>Bestandene Prüfungen können angerechnet werden</strong></p>
<p>Eine überschaubare Gruppe Probestudierender startete mit ihm ins Uni-Leben Fachsemester Null. „Die Betreuung und das Angebot waren wirklich gut durchdacht.“ Zunächst gab es Einführungstage, an denen es neben Campusführungen und ausführlichen Erklärungen rund ums Uni-Leben auch Fragerunden zu den einzelnen Studienfächern gab. Und dann ging es los: Während ֱzero hat jeder Zeronist die freie Wahl. Besucht werden können Seminare oder Vorlesungen aus jedem Fachbereich - ohne Einschränkungen. Ein wenig Maschinenbau, ein bisschen Biologie. „Der große Vorteil ist, wenn man sich nach ֱzero für ein Fach entscheidet, können bestandene Prüfungen oder Praktika fürs Studium angerechnet werden – vorausgesetzt das Fach stimmt überein,“ erzählt Mark und erklärt damit, warum er während des Bachelors etwas mehr Freizeit genießen konnte als andere. Gleich zwei Prüfungen hatte er in seinem Semester Null bestanden: Höhere Mathematik I und Technische Mechanik I.</p>
<p><strong>Stay in touch: Begleitung durchs Fachsemester Null</strong></p>
<p>„Die gesamte Betreuung während ֱzero ist schon was Besonderes“, betont der Maschinenbaustudent. Es gab regelmäßige Reflexions-Treffen und Workshops zu unterschiedlichen Themen, wie beispielsweise Lernmethoden. Am Ende trafen sich nochmal alle Zeronisten zu einem gemeinsamen Abschluss. „Ich hatte nach ֱzero das Gefühl, ich kenne das Unileben. Und vor allem kenne ich schon andere Studierende. Der Einstieg ins Maschinenbaustudium war dadurch total leicht.“</p>
<p>Das Orientierungssemester sei für ihn der richtige Weg gewesen, in das Uni-Leben einzusteigen: intensives Kennenlernen aller Fachbereiche, kein Zeitverlust, kein Druck, intensive Betreuung und völlige Freiheit bei der Themenwahl. „Mir hat es außerdem den Druck bei den ersten Prüfungen genommen, weil ich wusste, dass dieses Semester wie ein Freifahrtschein ist. Wäre ich durchgefallen, wäre ich trotzdem gut auf ein weiteres Studium vorbereitet gewesen.“ Bei seinem Start ins Maschinenbau-Studium war Mark also nicht nur bestens vorbereitet, sicher was er will, sondern auch noch bestens orientiert: „Mit ֱzero konnte ich die ganzen, sonst üblichen, Studien-Anfangsschwierigkeiten einfach überspringen. So würde ich das jederzeit wieder machen“, schließt Mark.</p>
<p>Und auch jetzt, im regulären Maschinenbaustudium, geht es praxisnah weiter: „Das Studium an der ֱ ist sehr greifbar, da theoretisches Wissen mit regelmäßigen Praxisübungen und Projektarbeiten optimal verknüpft wird.“ Das Orientierungssemester habe ihm nicht nur den Einstieg erleichtert, sondern auch gezeigt, dass Theorie und Praxis an der ֱ Hand in Hand gehen. „Dadurch fühle ich mich bestens vorbereitet auf einen späteren Berufseinstieg: Ich bin dann nicht nur in der Theorie Maschinenbauingenieur, sondern bringe ebenfalls fachpraktische und anwendungsorientierte Kenntnisse mit.“</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>ֱzero</category>
                            
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 04 Jun 2025 15:08:06 +0200</pubDate>
                        <title>Als Studierende mitten in der Krebsforschung</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/als-studierende-mitten-in-der-krebsforschung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wie lässt sich ein vielversprechender Antikörper gegen Krebs effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger herstellen? Diese Frage stellen sich 13 Studierende der ֱ – und nehmen mit ihren selbst erarbeiteten Lösungsansätzen am größten internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie teil. Mit dabei sind Julia Beck und Fynn Kirsch, die an der ֱ Molekulare Biologie im Bachelor studieren. Hier berichten die beiden, welche Vorteile es für sie hat, bereits so früh im Studium an einem großen Praxis-Forschungsprojekt mitzuwirken.</strong></i></p>
<p>„International genetically engineered Machine“, kurz iGEM, ist der größte interdisziplinäre Wettbewerb auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie für Studierende, die dabei – über einen längeren Zeitraum hinweg – an einem realen Problem forschen. Auch die ֱ ist in diesem Jahr wieder vertreten: Mit dem Projekt SUSPACT – „Sustainable Use of Synthetically Produced Antibodies for Cancer Treatment“ – auf Deutsch so viel wie „Nachhaltige Nutzung von synthetisch produzierten Antikörpern für die Krebsbehandlung“.</p>
<p>Der Ansatz des diesjährigen iGEM-Teams: Sie wollen die Herstellung eines Antikörpers, der bereits erfolgreich in der Krebs-Behandlung eingesetzt wird, einfacher, effizienter und ressourcenschonender gestalten. Seit September 2024 widmet sich das 13-köpfige Team dieser Herausforderung.</p>
<p>Zur Ausgangssituation sollte man wissen: Chemotherapie und Bestrahlung sind bekannte Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen. In den vergangenen Jahren haben sich darüber hinaus antikörperbasierte Therapie-Ansätze etabliert: „Hochspezialisierte Proteine greifen dabei gezielt Krebszellen an, ohne gesundes Gewebe unnötig zu schädigen“, wie iGEM-Team-Mitglied Julia Beck erklärt, die im sechsten Semester Molekulare Biologie studiert. „Ein vielversprechender Antikörper ist dabei Cetuximab, der unter anderem bei Darm- und Halskrebs eingesetzt wird“, ergänzt Kommilitone und ebenfalls iGEM-Team-Mitglied Fynn Kirsch.&nbsp;</p>
<p>Cetuximab ist gegen ein Protein gerichtet, das in den Membranen von menschlichen Körperzellen zu finden ist, der sogenannte EGFR-Rezeptor. EGFR steht für „epidermal growth factor receptor“, auf Deutsch: Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor. Dieser empfängt chemische Signale, sogenannte Wachstumsfaktoren, die den Zellstoffwechsel anregen. Krebszellen haben oftmals sehr viele EGFR-Moleküle in ihren Zellmembranen. Cetuximab bindet nun an diese Rezeptoren, was zur Folge hat, dass sich die Ausbreitung von Krebszellen in weitere Körperregionen vermindert – und mutmaßlich auch das Tumorwachstum generell gehemmt wird.&nbsp;</p>
<p><strong>DNA-Konstrukt in Grünalge eingebracht</strong></p>
<p>Klingt gut – doch die Sache hat einen Haken: Antikörper sind eine der effektivsten, aber auch der teuersten Methoden der Krebsbehandlung. Derzeit kostet der Ansatz noch mindestens 10.000 US-Dollar pro Therapie, weil Antikörper unter anderem sehr aufwendig in Säugetierzellen produziert werden müssen – was insgesamt sehr ressourcenintensiv ist. Genau das will das iGEM-Team ändern: Sie nutzen eine gentechnische Methode, die sich Modular Cloning nennt. Vereinfacht gesagt, werden dabei einzelne DNA-Komponenten zu größeren Einheiten zusammengesetzt. Ein so erstelltes DNA-Konstrukt wird anschließend in das Genom, also das Erbgut, eines lebenden Organismus eingebracht. Das iGEM-Team arbeitet mit der Grünalge <i>Chlamydomonas reinhardtii</i>. Julia Beck konkretisiert: „In unserem Fall fügen wir die Gene für den Cetuximab-Antikörper in die Grünalge ein.“ Der gewünschte Effekt: Die Grünalge produziert darauf hin den Antikörper – und das wesentlich günstiger und unkomplizierter als dies mit herkömmlichen Methoden möglich ist. Etwa zwei bis drei Monate habe es gedauert, bis sie genau das im Labor tatsächlich erstmals hinbekommen haben, berichten Julia Beck und Fynn Kirsch stolz.</p>
<p>Das iGEM-Team musste sich dafür in die unterschiedlichen molekularbiologischen Methoden einarbeiten – will zudem herausfinden, wie sich der Antikörper besonders effizient herstellen lässt: „Wir haben zwei Stämme angesetzt“, schildert Fynn Kirsch. „Die einen haben den Antikörper in der Zelle behalten, die anderen haben ihn auch in der Zelle produziert, aber danach sekretiert, also `ausgeschüttet`.“ Auf diese Weise wollte das Nachwuchs-Forschungsteam herausfinden, ob bei beiden Ansätzen gleich viel Antikörper „herauskommt“. Tatsächlich habe es bei dem Stamm, der sekretiert, auch sehr gut geklappt, führt Fynn Kirsch weiter aus: „Was von Vorteil ist. Da wir, wenn das Protein sekretiert wird, die Zellen nicht zerstören müssen, um an den Antikörper zu kommen.“&nbsp;Später soll der Antikörper idealerweise im industriellen Maßstab hergestellt werden. Deshalb tüfteln sie derzeit zudem an der Frage, wie sich mit ihrer Herangehensweise auch große Volumina produzieren lassen.</p>
<p><strong>„Wir haben gelernt als Team zu funktionieren“</strong></p>
<p>„Wir haben alle schon Laborpraktika im Studium absolviert“, ergänzt Fynn Kirsch. „Aber dieses Mal erarbeiten wir von Grund auf alles selbst.“ Julia Beck erinnert sich, dass sie zu Beginn noch etwas ehrfürchtig an der Laborbank stand: „Ich dachte mir, bloß nichts falsch machen.“ Aber mittlerweile gehe sie sehr selbstständig an die Sache heran. „Wir haben gelernt, als Team zu funktionieren“, ergänzt Fynn Kirsch: „Mit der Zeit bekommt man ja auch ein Auge fürs Detail. Also, worauf muss man beim Versuchsaufbau achten. Und auch, wie könnte man die Ergebnisse später veröffentlichen.“</p>
<p>Neben der Laborarbeit kümmert sich das Team um die Außendarstellung des Projekts. Durch Öffentlichkeitsarbeit soll bei iGEM die Synthetische Biologie der Allgemeinheit zugänglicher gemacht werden. So werden die Ergebnisse und Erfahrungen auf einem selbst programmierten Wiki (Website) veröffentlicht. Julia Beck: „Wir stehen beispielsweise auch mit Firmen in Kontakt für das Sponsoring.“ Einen Teil des Labor-Equipments wollen sie auf diese Weise finanzieren.&nbsp;</p>
<p>iGEM ist für fast ein Jahr ein Vollzeit-Job: Von 10 bis 17 Uhr arbeitet das studentische Team im Labor. Manchmal müssen sie sogar am Wochenende ran – um einen Versuchsaufbau zu kontrollieren oder um das eine oder andere vorzubereiten. „Einige aus unserem Team studieren extra ein Jahr länger, um Zeit für iGEM zu haben“, erzählt Fynn Kirsch. Doch all das sehen die Studierenden als Vorteil für Ihren weiteren Werdegang: Die Sicherheit, mit der sie mittlerweile im Labor stehen, werden sie sehr gut auch für ihre Bachelorarbeit gebrauchen können – die thematisch ein Anschluss-Projekt ihres iGEM-Projekts sein könnte.&nbsp;</p>
<p><strong>Kostengünstig Antikörper für Krebsbehandlung herstellen</strong></p>
<p>Fachlich betreut werden sie von Professor Michael Schroda, der die Fachgebiete Biotechnologie und Systembiologie an der ֱ leitet. „Alle zwei Wochen haben wir ein Meeting mit ihm.“ Auch von den Doktorandinnen und Doktoranden und den Masterstudierenden der Abteilung werden sie sehr gut unterstützt, schildert Fynn Kirsch.</p>
<p>Im nächsten Schritt will das iGEM-Team – in Zusammenarbeit mit der Toxikologie – herausfinden, ob der von ihnen produzierte Antikörper auch tatsächlich in der Lage ist, den EGFR-Rezeptor zu binden. Dies werde demnächst an Krebszellen getestet. Wie genau – das arbeitet das iGEM-Team derzeit noch aus.&nbsp;</p>
<p>Das Besondere an ihrer Arbeit sei ja auch, so betonen beide, dass man auf diese Weise – also mit ihrem Grünalgen-Ansatz – theoretisch auch andere Antikörper, vielleicht sogar weitere Medikamente herstellen könnte. „Wir haben uns zunächst nur mit Cetuximab beschäftigt. Der Ansatz ließe sich aber auch auf andere Fragestellungen übertragen“, sagt Julia Beck.</p>
<p><strong>Finale im Oktober 2025</strong></p>
<p>Dass die Studierenden bereits früh im Studium so selbstständig an einem eigenen Forschungsprojekt arbeiten, ist Teil des Angebots einer praxisnahen Ausbildung am Fachbereich Biologie der ֱ. Die Studierenden sollen theoretisches Wissen fachwissenschaftlich in der Praxis anwenden. Julia Beck und Fynn Kirsch schätzen es sehr, dass sie die Möglichkeit dazu haben. Überhaupt gefalle ihnen das Studium an der ֱ sehr gut. Julia Beck: „Man merkt, dass die Professorinnen und Professoren sehr darauf bedacht sind, wie es uns als Studierenden geht.“&nbsp;</p>
<p>Das große Finale des iGEM Wettbewerbs wird im Oktober 2025 in Paris stattfinden. Bei diesem „Giant Jamboree“ präsentieren die Teams ihre Projekte vor einer Jury und den weiteren Teams. Anschießend werden Medaillen für verschiedene Kategorien verliehen. Julia Beck, Fynn Kirsch und das ganze iGEM-Team sehen sich bestens gerüstet. Und an der ֱ sind alle Daumen gedrückt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 May 2025 15:58:57 +0200</pubDate>
                        <title>Neue Wege in der Lehrerbildung: Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz wächst</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/neue-wege-in-der-lehrerbildung-die-bedeutung-von-kuenstlicher-intelligenz-waechst</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Gymnasiallehrerin Lisa Häßel unterrichtet die Fächer Chemie und Mathematik. Allerdings nicht in Vollzeit. Denn parallel zu ihrem Lehrerinnen-Alltag forscht sie an der ֱ – im Bereich Fachdidaktik der Chemie: Für ihre Doktorarbeit will sie herausfinden, wie sich Künstliche Intelligenz, kurz KI, im naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen lässt. Ein Thema, mit dem sich auch Lehramtsstudierende auseinandersetzen sollten, empfiehlt sie. Denn bereits heute nutzen drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler die neue Technologie – allerdings meist eigeninitiativ: „Dabei müssten sie von der Schule besser an die Hand genommen werden. Um Risiken richtig einschätzen zu lernen.“</strong></i></p>
<p>Am Veldenz Gymnasium in Lauterecken ist das Fach „Künstliche Intelligenz“, kurz „KI“, inzwischen verpflichtend für die Jahrgangsstufe acht: „Einmal pro Woche steht KI auf dem Stundenplan. Wir wechseln uns dabei als Lehrkräfte ab, wie bei einer Ringvorlesung, jeder bringt sein Spezialwissen ein“, berichtet Lehrerin Lisa Häßel, die sich an ihrer Schule nicht nur um die Organisation des neuen Unterrichtsfachs kümmert – sondern inhaltlich auch um den Bereich „Prompting“: Sie geht mit ihren Schülerinnen und Schülern also der Frage nach, wie man einer KI die richtigen Anweisungen gibt, um sie steuern zu können.</p>
<p>Parallel zu ihrem Schul-Alltag forscht Lisa Häßel an der ֱ am Standort Kaiserslautern in der Arbeitsgruppe von Jun.-Prof. Dr. Seibert. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit will die 32-Jährige herausfinden, wie sich KI im Unterricht nutzen lässt, sozusagen als Lern-Assistent. Genauer gesagt, entwickelt sie einen Chatbot, der Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht bei der Entwicklung von Experimenten unterstützt.</p>
<p>KIVa nennt sie ihre Chatbot-Version. In Untersuchungen will sie diese mit einer „rohen“ Chatbot-Version vergleichen, einer frei zugänglichen Version, die nicht von ihr bearbeitet wurde. In Tests, Interventions-Studien, analysiert sie, ob und wie effektiv ihre Schülerinnen und Schüler mit KIVa arbeiten können: „Ich schaue mir neben der Wirksamkeit beim Lernen auch an, wie hoch die kognitive Belastung ist. Ob sie damit überfordert sind. Ob die Schülerinnen und Schüler die neue Technologie überhaupt annehmen.“ Und sie vergleicht, ob KIVa im Unterricht mit seinen metakognitiven Prompts Schülerinnen und Schüler im selbstregulierten Lernen effizienter unterstützt als die „rohe“ Chatbot-Version.&nbsp;</p>
<p>In welchen Unterrichtssituationen ließe sich KIVa nutzen? Lisa Häßel: „Wenn ich 30 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse habe und diese ein Experiment planen und entwickeln – dann kann KIVa jeden Schüler individuell dabei unterstützen und ein Feedback geben.“ Als Lehrerin könne sie sich in solchen Situationen nun mal nicht gleichzeitig um jeden kümmern. „Inhaltlich geht es bei den Experimenten beispielsweise um die Frage, wann rostet etwas – unter welchen Parametern. Oder im Bereich Biologie geht es um das Wachstum von Pflanzen. Was passiert, wenn ich die Parameter Licht und Düngemittel verändere.“</p>
<p>Steht alles, und sind die ersten Tests mit den Schülerinnen und Schülern abgeschlossen, dann will sie Lehrer-Fortbildungen zu KIVa anbieten. „Die Architektur des Lernassistenten ist so flexibel gestaltet, dass er problemlos an alle naturwissenschaftlichen Fächer angepasst werden könnte.“</p>
<p>Lisa Häßel selbst hat in Kaiserslautern studiert, damals noch an der TU Kaiserslautern. Neben ihren Unterrichtsfächern Chemie und Mathematik habe sie zudem die Lehrerlaubnis für Biologie, erzählt sie. Fachlich sei sie sehr gut auf ihren Beruf vorbereitet worden. Sie schätzt es, dass sie ihrer Alma Mater im Bereich Forschung nach wie vor treu bleiben kann: „An der ֱ bin ich nicht die Einzige, die sich mit KI in der Fachdidaktik beschäftigt – wir sind mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Inhalte dazu werden in die Lehre kommen. Also in die Ausbildung von Lehramtsstudierenden.“</p>
<p><strong>Drei Viertel der Schülerinnen und Schüler nutzen KI – die Schule spielt dabei bislang keine große Rolle</strong></p>
<p>Als Expertinnen und Experten ihres Fachs, ergänzt Lisa Häßel, sollten Lehrerinnen und Lehrer – aber genauso Lehramtsstudierende – wissen, wie sich KI im eigenen Fach einsetzten lässt: „Ein Ethik-Lehrer könnte sich beispielsweise auf die ethischen Fragen von KI fokussieren. Ein Sozialkunde-Lehrer, vielleicht im Vorfeld einer Wahl, auf Deepfakes.“ Also auf das Erkennen von echt wirkenden – aber künstlich erzeugten – Foto-, Video- und Sprachaufzeichnungen.</p>
<p>Künstliche Intelligenz und Schule – ein Zukunftsthema, dem sich jeder wird stellen müssen: „KI nimmt in allen Bereichen an Bedeutung zu. So auch im Bildungsbereich. KI ist da und bleibt.“ Schon jetzt, so zeigen es Untersuchungen, nutzen in Deutschland drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler die neue Technologie. „Und das meist eigeninitiativ“, fügt Lisa Häßel an. Idealerweise müssten sie dabei allerdings an die Hand genommen werden, um sich auch kritisch mit dem Thema auseinandersetzen zu können. „Doch bislang ist Schule beim Thema KI kein Faktor.“</p>
<p><strong>Als Lehramtsstudierender autodidaktisch mit KI beschäftigen – „damit man ein Gefühl dafür bekommt“</strong></p>
<p>Wie können sich Lehramtsstudierende auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten? Sie selbst habe sich vieles autodidaktisch angeeignet, erzählt Lisa Häßel. „Neben der Theorie sollte man sich vor allem intensiv mit der Praxis auseinanderzusetzen. Also, wie man mit einem Chatbot kommuniziert. Damit man ein Gefühl dafür bekommt.“</p>
<p>Ja klar, werde KI von einigen ihrer Kolleginnen und Kollegen skeptisch beäugt, fügt sie an. „Einige fragen sich, wurde eine Hausaufgabe von dem Schüler selbst oder von einer KI gelöst. Aber Lehrkräfte kennen ihre Schülerinnen und Schüler meist sehr gut und meist sehr lange – und können deren Verhalten richtig einordnen.“ Lisa Häßel findet es richtig, dass KI einen Platz im Unterricht findet. Und sie begrüßt es, dass Informatik ab dem Schuljahr 2028/29 ein Pflichtfach an allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz wird: „Dabei wird es inhaltlich dann hoffentlich nicht nur darum gehen, was KI ist. Sondern auch, wie man sie fürs Lernen nutzen kann.“</p>
<p><strong>Offen für den Austausch mit anderen Schulen und Lehrkräften</strong></p>
<p>Wenn weitere Schulen, weitere Lehrerinnen und Lehrer Interesse an ihrer Forschungsarbeit haben, dann könnten sie sich gerne bei ihr melden, fügt Lisa Häßel an. Wenn es zeitlich passe, könne sie zudem weitere Schülerinnen und Schüler in ihre aktuellen Untersuchungen mit einbeziehen. „Für Anregungen und Fragen bin ich offen. Ich fände es zudem spannend zu sehen, wie KI von anderen Schulen und in den unterschiedlichen Fächern genutzt wird.“ Vernetzung sei ihr wichtig – und etwas sehr Gutes. Letztendlich geht es darum, KI zu einer Bereicherung für Schulen werden zu lassen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 09 May 2025 11:19:52 +0200</pubDate>
                        <title>Vom neugierigen Schüler zum Juniorprofessor</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vom-neugierigen-schueler-zum-juniorprofessor</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Materialien entwickeln, die beispielsweise Konstruktionen in der Luftfahrt verbessern – ein Forschungsfokus von Juniorprofessor Moritz Liesegang. Sein Werdegang zeigt nicht nur Studierenden eindrucksvoll auf, wie es nach einem Uni-Abschluss weitergehen könnte. Unterstützung bei der Karriereplanung findet er beim TU-Nachwuchsring der ֱ: „Deren Forschungsförderung war die Basis für vieles, was für mich danach kam.“ Denn Vorversuche wurden so erst möglich gemacht. Studieninteressierten kann er ein technisches Studium übrigens nur empfehlen: „Man ist breit aufgestellt und kann sich später schnell in verwandte Disziplinen einarbeiten.“</strong></i></p>
<p>Seit 2024 ist Moritz Liesegang Juniorprofessor am Lehrstuhl für Werkstoffkunde an der ֱ. Schaut man auf seinen Werdegang, so wird schnell klar, dass er sich schon immer für naturwissenschaftlich-technische Fragen begeistern konnte: „Ich war schon während meiner Schulzeit sehr neugierig. Beispielsweise wollte ich die Inhalte im Chemie-Leistungskurs noch genauer verstehen, als sie uns damals beigebracht wurden. Ich wollte das Strukturelle dahinter verstehen.“ Sein Lehrer habe ihn wiederholt auf ein späteres Studium vertrösten müssen, schmunzelt Moritz Liesegang – längst hat ihm sein Wissensdrang den Titel „Dr.-Ing.“ eingebracht – den Doktortitel der Ingenieurwissenschaften.</p>
<p><strong>Beschreibung seines späteren Studiengangs hat ihn sofort begeistert</strong></p>
<p>Ursprünglich kommt er aus dem Ruhrgebiet, erzählt er. In Darmstadt habe er Materialwissenschaft studiert, auch weil Teile seiner Familie dort leben. Zwischen 2010 und 2015 absolvierter er an der TU Darmstadt zunächst den Bachelor- und anschließend den Masterstudiengang. Warum hat er sich ausgerechnet für dieses Studienfach entschieden? „Während meiner Schulzeit bekam ich ein Buch in die Hände, in dem verschiedene Studiengänge beschrieben wurden. Bei der Vorstellung des Fachs Materialwissenschaft wusste ich, dass es das ist.“ Ein Studiengang also, der mathematische, naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Inhalte vereint. „Nach dem Studium wollte ich dann im Bereich Entwicklung arbeiten und auch promovieren.“ Er bewarb sich auf verschiedene Stellenangebote. „Die Doktoranden-Stelle an der damaligen TU Kaiserslautern sagte mir besonders zu. Ich bin äußerst herzlich empfangen worden.“&nbsp;</p>
<p>Seit 2016 ist er nun Teil der Universitätsgemeinschaft – „und die Unterstützung vor allem durch den Lehrstuhlleiter Professor Beck hält sich bis heute“. Dass er damals als junger Vater in die Promotionsphase startete, sei nie ein Problem gewesen, betont er: „Hierzu ist nicht nur kein negatives Wort gefallen, sondern im Gespräch dazu wurde mir der Eindruck vermittelt, dass es absolut keinen Grund dafür gibt, unseren etwas untypischen Familienweg in Frage zu stellen.“</p>
<p><strong>Sein Forschungsgebiet: Materialien mittels Leistungsultraschall verändern</strong></p>
<p>Heute beschäftigt er sich im Rahmen seiner Forschungsarbeiten mit dem Thema Leistungsultraschall und leitet an der ֱ dazu inzwischen eine eigene . Aus Sicht eines Laien gefragt – um was geht es inhaltlich? Jeder kenne Ultraschall-Untersuchungen beim Arzt. Beim medizinischen Ultraschall verändere sich das beschallte Material nicht. „Beim Leistungsultraschall allerdings schon.“ Kunststoff etwa ließe sich so bearbeiten. Für die unterschiedlichsten Industriezweige sei dies relevant – bei der Herstellung von Verpackungen beispielsweise. „Aus wissenschaftlicher Sicht beobachten wir die Vorgänge in Materialien, die auf diese Weise beschallt werden. Wir arbeiten dabei sowohl grundlagenorientiert als auch anwendungsorientiert.“&nbsp;</p>
<p>Und er ergänzt: „Mithilfe von Leistungsultraschall lassen sich verschiedene Materialien auch miteinander verbinden. Metall mit faserverstärkten Kunststoffen etwa.“&nbsp;</p>
<p>In beschallten Materialien kommt es zu Verformungen und strukturellen Veränderungen. Was sich dabei allerdings im Detail abspielt, wisse man noch nicht genau, betont Moritz Liesegang. „Es gibt verschiedene Theorien. Aber eben noch nichts Genaues.“ So erforscht das Team um Moritz Liesegang dahingehend die Verbindungsbildung beim Ultraschallschweißen von Metallen, Gläsern, Keramiken, magnetische Materialien und polymeren Verbundwerkstoffen. „Interessant ist all das unter anderem für die Luftfahrtindustrie“, sagt er. Schon während seiner Doktorarbeit arbeitete er mit Airbus zusammen, Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern.&nbsp;</p>
<p><strong>Forschungsförderung durch TU-Nachwuchsring: „Die Basis für vieles, was danach kam“</strong></p>
<p>Ein wichtiger Unterstützer seiner Forschung ist der <a href="/nachwuchsring/startseite" target="_blank">TU-Nachwuchsring der ֱ</a>. Eine Einrichtung, die Nachwuchsforschenden in vielfacher Weise unter die Arme greift – und so hilft, deren akademische Entwicklung und Karriereplanung voranzubringen. So erhielt Moritz Liesegang 2021 im Rahmen der Forschungsförderung des TU-Nachwuchsrings eine Anschubfinanzierung: „Dank dieser Mittel konnte ich die Beschaffenheit verschiedener Materialien untersuchen.“ Wichtige Vorversuche – „und die Basis für vieles, was danach kam.“</p>
<p>Aufbauend auf den Vorversuchen entwickelte er ein Forschungsvorhaben, das aktuell durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Inhaltlich gehe es dabei, vereinfacht gesagt, um Titanlegierungen mittels Leistungsultraschall für zukünftige Leichtbauanwendungen. „Ohne den TU-Nachwuchsring wäre dies nicht möglich gewesen.“ Und er hebt hervor: „Der Nachwuchsring ist supermotiviert, sinnvoll zu fördern.“ Und dank der finanziellen Unterstützung habe er auch seine Schweißanlagen technisch aufrüsten können.</p>
<p><strong>Juniorprofessur ist auch eine PR-Veranstaltung</strong></p>
<p>Was sind seine Pläne für die Zukunft? Er möchte seine Forschung weiter vorantreiben, erzählt er. „Fördermittel einwerben, Publikationen veröffentlichen und Doktoranden ausbilden.“ Letztendlich gehe es darum, einen Ruf zu bekommen, also eine Anstellung als „richtiger“ Professor. „Juniorprofessor zu sein, ist eben auch eine PR-Veranstaltung“, schmunzelt Moritz Liesegang.&nbsp;</p>
<p><strong>Mit einem technischen Studium ist man später flexibel</strong></p>
<p>Was kann er Studieninteressierten mit auf den Weg geben? „Grundsätzlich ist man mit einem Studium im technischen Bereich sehr flexibel. Man kann sich später auch schnell in verwandte Disziplinen einarbeiten. Mit einem Abschluss in Materialwissenschaft muss man nicht unbedingt Materialien entwickeln.“ Sein Tipp an Schülerinnen und Schüler, die vielleicht noch nicht genau wissen, ob und was sie studieren möchten: „Zu den <a href="/studium/beratung-orientierung/studieninfotag" target="_blank">Studieninfotagen </a>kommen.“ Hier kommt man direkt mit Studierenden und späteren Dozentinnen und Dozenten in Kontakt – und kann schon mal Campusluft schnuppern.&nbsp;</p>
<p>An der ֱ fühlt sich Moritz Liesegang nach wie vor sehr wohl – auch weil die Technische Universität interdisziplinär aufgestellt sei. Das ermögliche interessante Austausch-Möglichkeiten. „Und Studierende haben von Anfang an eine persönliche Betreuung. Das ist an größeren Unis so nicht unbedingt gegeben“, betont er. Eines wird klar: Sein Werdegang, der einst als neugieriger Schüler begann, ist noch lange nicht zu Ende.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Apr 2025 17:01:07 +0200</pubDate>
                        <title>Master(Plan): zurück an die ֱ</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/masterplan-zurueck-an-die-rptu</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Viele Studierende haben schon zu Beginn ihres Studiums eine konkrete Idee, wie es nach ihrem Abschluss weitergehen soll. Während einige an diesem Plan festhalten, ändern andere diesen im Laufe ihrer Studienzeit nochmal. Für Jan Mecker öffneten sich während seines Bachelorstudiums immer wieder neue Türen und Optionen – auch für das anschließende Masterstudium. Kurz vor Ende seines Bachelors in Landau hatte Jan sich entschieden, nach Schweden zu gehen und dort einen der begehrten Masterplätze in Bioinformatik anzunehmen. Doch anstatt in Schweden, sitzen Jan und ich in der Cafeteria in Landau und während wir sprechen, stelle ich fest, dass sich zwar sein Weg geändert hat, er seinem Ziel jedoch treu geblieben ist. Frei nach dem Motto: viele Wege führen zum Ziel.</strong></i></p>
<p class="text-justify">Jan Mecker ist&nbsp;<a href="/ksb/angebote-fuer-zwei-fach-bachelor" target="_blank">Zwei-Fach-Bachelorabsolvent</a> der ֱ in Landau und beendete im Sommer 2024 erfolgreich sein Studium in den Fächern Naturschutzbiologie, Umweltchemie und dem Wahlfach Geographie. Als ich ihn zu unserem ersten Gespräch traf, um mit ihm ein Interview über seine Pläne nach dem Abschluss zu führen, steckte er noch mitten im Schreiben seiner Bachelorarbeit. Für die Zeit danach hatte er bereits einen Plan: einen Master in Bioinformatik an der Universität Lund in Schweden. Um seine Geschichte chronologisch zu verstehen, fragte ich ihn, wie er nach Landau gekommen sei und er antwortete, dass sein Weg ihn über Umwege in die Südpfalz führte: „Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur Biologie studieren, hatte aber Sorge, mit einem Biologiestudium keinen Job zu finden und kein Geld zu verdienen.“ Nach ein paar Semestern Wirtschaftspsychologie in Köln, einem Jahr Australien und einer Anstellung als Waldarbeiter zurück in Deutschland, fing er zum Wintersemester 2019 an, in Landau Umweltwissenschaften zu studieren. Er fand die Inhalte zwar interessant, merkte aber, dass ihm der Zwei-Fach-Bachelor eine Kombi ermöglicht, die noch besser zu seinen Neigungen und Interessen passte. Ihm war also schnell klar, dass er wechseln wird: „Witzigerweise bin ich über einen Umweg doch genau da gelandet, wo ich ursprünglich auch hinwollte.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Seine Studienwahl stellte sich als richtig raus: Jan ist gut in dem, was er macht. Die Daten, die er für seine Bachelorarbeit mit dem Titel ‚Effect of Artificial Light at Night (ALAN) and historical contingency on benthic periphyton communities‘ gewann, durfte er sogar auf zwei Forschungsveranstaltungen vorstellen. Zuerst auf einer Begehung der&nbsp; (DFG) im Juli 2023 und danach auf dem&nbsp; ‚12th Young Environmental Scientists Meeting‘&nbsp;im August 2023 in Landau. Auf der DFG-Begehung präsentierte&nbsp;er beispielsweise als einziger Bachelorstudent unter Doktoranden und Postdocs sein Bachelorarbeitsthema, bei dem es zusammengefasst darum geht, einen Effekt aus der theoretischen Ökologie nachzuweisen, den sogenannten ‚Priority effect‘.</p>
<p class="text-justify">Bei diesem Interesse an Jans Qualifikationen wundert es nicht, dass er auch eine Zusage erhielt, als er sich in Schweden an der Uni Lund für die wenigen begehrten Plätze des Masterstudiengangs Bioinformatik bewarb. Ich habe schnell gemerkt, dass Jan nicht studiert, um möglichst viel Theorie zu lernen, sondern dass er etwas bewirken will, wie er selbst sagt: „Meiner Meinung nach liegt beispielsweise in diesem Gebiet viel Zukunft und ich möchte nicht nur immer weiter lernen und lernen, sondern in den Bereichen mithelfen und mitwirken, in dem auch Resultate folgen.“ Dafür stellt er sich auch Themen, die nicht zu seinen Stärken gehören, wie er mir verriet: „Bioinformatik ist eigentlich nicht meine Stärke, sondern eher meine Schwäche. Ich möchte irgendwann aber alles in diesem Themenfeld können und da dachte ich mir, ist es am Schlausten, diese Thematik im Master von der Pike auf zu lernen.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Als wir uns erneut zum Gespräch trafen, hatte er den Platz in Schweden bereits abgesagt. Er bleibt in Landau, einer Stadt, die Jan sehr gut gefällt und wo er sich sichtlich wohlfühlt. Seinen Master macht er nun in&nbsp;<a href="/studienangebot/23101/Environmental_Sciences-Natur__und_Umweltwissenschaften-master" target="_blank">Environmental Sciences</a> an der ֱ, einem englischsprachigen Angebot mit Studierenden aus aller Welt. Trotz der Entscheidung gegen Schweden und damit seinem vorherigen Plan, bleibt er seinem anfänglichen Ziel sehr wohl treu und hat das Gefühl diesem mit seinem jetzigen Masterstudium noch näher zu kommen: „Ich stelle mich fachlich breiter auf und laufe nicht Gefahr, nur eine Nische zu bedienen. Eine große Motivation von mir ist ein möglichst großer Radius und einen möglichst großen Impact in der Welt zu haben, gerade im Bereich Umwelt.”</p>
<p class="text-justify">Durch sein Zwei-Fach Bachelorstudium hat Jan eine fachliche Expertise gewonnen, die er nun in seinem Master nutzen kann: „Wir haben bereits viele Antworten auf unterschiedlichste Probleme, die beispielsweise die Umwelt und den Klimaschutz betreffen. Durch einen größeren Impact an einer Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, die mir mein jetziger Master ermöglicht, habe ich die Chance, Wissenschaft zu kommunizieren und zu implementieren. Ich habe in meinem Bachelor sozusagen erst die Probleme kennengelernt und lerne jetzt, wie ich sie in der Gesellschaft löse.“</p>
<p class="text-justify">Jans Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie normal es ist, dass sich Pläne während des Studiums verändern können. Es ist auch okay, wenn jemand zum Anfang und auch zum Ende noch keinen genauen Plan hat. Das Studium ist auch dafür da, sich auszuprobieren und möglichst viel Neues kennenzulernen. Das sieht auch Jan so als er mir antwortet, was er anderen Studis im Rückblick rät: „Die Studierenden sollten ihr Studium und alle weiteren Angebote der Uni als Chance sehen, ihren eigenen Weg zu gehen und zu gestalten. Auch wenn es am Anfang eine Bürde sein kann, weil man so flexibel ist und zuerst nicht genau weiß, wo man hinwill. Doch es lohnt sich, mit offenen Augen durchs Studium zu laufen.“</p>
<p>Danke, Jan &amp; damit allen Erstsemestern einen erfolgreichen Studienstart!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 01 Apr 2025 15:03:34 +0200</pubDate>
                        <title>Mikroszenen in der Lehrkräftebildung: Praxisnaher Ausbildungsansatz gewinnt Hochschulperle</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Lehramtsstudierende wissen, wie wichtig es für die spätere berufliche Laufbahn ist, Kompetenzen zu entwickeln, damit aus Theorie gute Praxis wird. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das </strong></i><i><strong>, das von Doktor Barbara Geist im Rahmen eines Masterseminars für Lehramtsstudierende im Fach Deutsch an der ֱ Landau entwickelt wurde. Dieses innovative Konzept wurde Ende 2024 mit der Hochschulperle des Monats ausgezeichnet.&nbsp;</strong></i><br><br>Ein Preis, der vom Stifterverband monatlich an innovative und beispielhafte Projekte an einer Hochschule verliehen wird. Das Ziel der Auszeichnung ist, kleinen Projekten, die Strahlkraft haben, zu einer Wahrnehmung über die Hochschulgrenzen hinweg zu verhelfen.<br><br><strong>Einblick in das Seminar: Theorie trifft Praxis</strong><br><br>Lena Kern, Lehramtsstudentin im Master, hat das Masterseminar von Professor Geist mit der üblichen Erwartungshaltung belegt. Sie erwartete in diesem Pflichtmodul zu Rechtschreibförderung und Diagnostik eine Menge Theorie zu lernen. Doch es kam anders – und es hat sie begeistert. Zu Beginn des Seminars stellte die Dozentin Professor Barbara Geist das Thema vor. Die Studierenden waren überrascht und begeistert, als sie erfuhren, dass sie praxisnah eine Rechtschreibwerkstatt zur Rechtschreibförderung entwickeln würden.&nbsp;<br><br>In der engen Verzahnung aus Theorie und Praxis in diesem Seminar sah Kern sofort einen echten Mehrwert für ihren späteren Berufsalltag. Ihr Fazit zum Seminar: „Es war absolut spannend zu sehen, wie die selbstgestaltete Förderunterrichtseinheit in der Praxis funktioniert und vor allem auch, sich mit sich selbst und seiner Wirkung so intensiv auseinanderzusetzen."<br><br><strong>Gestaltung und Umsetzung der Förderunterrichtseinheit</strong><br><br>Im Verlauf des Seminars bereiteten die Studierenden eigenständig eine 45-minütige Förderunterrichtseinheit vor. „Wir durften uns den Schwerpunkt selbst aussuchen und vor allem – wir durften selbst kreativ werden und entscheiden, wie wir mit den Kids das Förderziel erreichen“, erzählt Lena Kern von ihren Erfahrungen.<br><br>Durch die Kooperation mit einem Landauer Gymnasium hatten die Studierenden die Möglichkeit, die von ihnen vorbereitete Deutschfördereinheit in der Praxis umzusetzen. Jede Unterrichtseinheit wurde mit Einverständnis der Kinder und Eltern aufgezeichnet. „Das war zuerst ungewohnt für mich. Es brauchte eine Weile, bis ich die Kamera vergessen hatte“, erzählt Kern.&nbsp;<br><br><strong>Reflexion durch Analyse</strong><br><br>Später wurden die aufgenommenen Mikroszenen gemeinsam mit den anderen Seminarteilnehmenden analysiert. Die kurzen Filmsequenzen waren also Teil einer seminareigenen Forschungswerkstatt, um das Lehr- und Lernverhalten der Studierenden zu analysieren. Wie wirke ich im Unterricht auf die Kinder? Wie ist meine eigene Sprachgestaltung? Wie reagieren die Kinder auf die Übungen? „Die Filme haben mir viel über mein eigenes Kommunikationsverhalten und dessen Einfluss auf die Kinder bewusst gemacht. Zum Beispiel welche Redewendungen ich automatisiert verwende, um Kinder zu bestärken, aber auch, welche Sätze man so raushaut, die nicht so gut waren.“<br><br><strong>Mikroszenen: Ein Erfolgsmodell in der Lehrerbildung</strong><br><br>Die Mikroszenen machten eine tiefgreifende Reflexion der eigenen Lehrpraxis möglich. „Für mich waren sie absolut wertvoll“, sagt die angehende Lehrkraft Lena Kern. „Sich selbst im Video zu analysieren und auch von den Mitstudierenden Feedback zu erhalten, war für mich zu Anfang nicht so angenehm, aber es hat sich rausgestellt, dass es für mich die bislang effizienteste Methode war, mich zu verbessern.“&nbsp;<br><br>Aufgrund des positiven Feedbacks ist geplant, die Mikroszenen in weiteren Seminaren des Lehramtsstudiums einzusetzen. Das Projekt "Mikro – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung" zeigt, wie praxisorientierte Ansätze in der Lehramtsausbildung dazu beitragen können, Theorie und Praxis effektiv zu verbinden.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 09:54:22 +0100</pubDate>
                        <title>Wertvoller Einstieg in die psychologische Praxis</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wertvoller-einstieg-in-die-psychologische-praxis</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Psychologiestudierende, die sich auf den Weg in die Welt der psychotherapeutischen Berufspraxis begeben, stehen oft vor einer großen Herausforderung: Wie gelingt der Einstieg in die psychotherapeutische Praxis? Wie bereite ich mich auf die komplexen Anforderungen des Psychotherapeutenberufs vor? Wie schaffe ich den Transfer zwischen Theorie und Praxis und woher weiß ich, welches Formular das passende, welche Dokumentation, die von den Kassen geforderte ist? Für Psychologiestudierende an der ֱ Landau gibt es eine ganz besondere Möglichkeit, die diesen Einstieg erleichtert: die universitätseigene psychotherapeutische Kinder- und Jugendambulanz. In dieser können Studierende das theoretisch Gelernte unter professioneller Anleitung in die Praxis umsetzen.&nbsp;</strong></p>
<p>Inken Wengst, Masterstudentin im Fach „Allgemeine Psychologie“, konnte bereits wertvolle Erfahrungen in der universitätseigenen Ambulanz sammeln. Sie hat dort nicht nur ein Praktikum gemacht, sondern arbeitet seit April 2024 auch als studentische Hilfskraft (HiWi) im administrativen Bereich.&nbsp;</p>
<p>Die Ambulanz ist offizielle Weiterbildungsambulanz der ֱ Landau. Das bedeutet, dass die Studierenden nicht nur im Rahmen eines Praktikums, sondern auch während ihrer gesamten Ausbildung die Möglichkeit haben, in der Ambulanz zu arbeiten und zu lernen. „Die Ambulanz ist ein Ort, an dem man praxisnah und gut betreut ausgebildet wird“, sagt die Studentin, die zum Psychologie Studium aus dem Norden Deutschlands nach Landau gekommen ist und die Vorteile einer kleineren Universität mit sehr guter Betreuung zu schätzen weiß.</p>
<p><strong>Ein Praktikum mit Mehrwert</strong></p>
<p>„Mein dreimonatiges Pflichtpraktikum im Master habe ich bereits in der Ambulanz gemacht“, erzählt die 23 Jährige. „Für mich war es sehr motivierend, endlich das theoretisch gelernte in der Praxis angewendet erleben zu können.“ Zudem ist die Ambulanz durch die Angliederung an die Universität immer auf einem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und sich daraus ergebender neuer Möglichkeiten für die Psychotherapie. Angehenden Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Psychologiestudierenden an der ֱ bietet sie somit Ausbildung auf hohem therapeutischem und wissenschaftlichem Niveau.&nbsp;</p>
<p>Die Landauer Ambulanz hat sich unter anderen auf ein Spezialgebiet in der therapeutischen Diagnostik spezialisiert - auf Autismus-Spektrum-Störungen. Wengst fand genau diese Spezialisierung interessant, insbesondere weil es sich dabei um ein Themenfeld handelt, indem die Wissenschaft im Moment große Fortschritte verzeichnet. Außerdem werden in der Landauer psychotherapeutischen Ambulanz die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft direkt umgesetzt. Diese Spezialisierung bietet eine einzigartige Gelegenheit für Psychotherapeutinnen und -therapeuten in Ausbildung, sich mit einem so spezifischen und komplexen Themenbereich auseinanderzusetzen.</p>
<p>Neben der Arbeit mit den Patientinnen und Patienten sowie dem therapeutischen Team fielen im Rahmen des Praktikums auch administrative Tätigkeiten an: Das Anlegen von Patientenakten, das Organisieren der Therapieprozesse und das Sicherstellen der richtigen Dokumentation gehörten zu ihren Aufgaben. „Ich habe gelernt, welch großen Raum die Bürokratie in der therapeutischen Arbeit einnimmt. Damit ist das aus meiner Perspektive ein wichtiges Feld. Während des Studiums spielt dieser Bereich eher eine untergeordnete Rolle.“&nbsp;</p>
<p><strong>Ein flexibles Arbeitsumfeld mit viel Verantwortung</strong></p>
<p>Im Anschluss an das Praktikum wurde Wengst als studentische Hilfskraft (HiWi) in der Ambulanz angestellt. Die Arbeitszeiten sind flexibel die Bezahlung überdurchschnittlich, was die Ambulanz zu einem idealen Arbeitsplatz für Studierende macht. „Ich bin Hiwine fürs Administrative. Dadurch dass zu meinen Aufgaben auch die Dokumentation und das Anlegen der Akten gehört, kann ich aus dem Vorgehen der unterschiedlichen Therapeuten viel lernen.“ Jede neue Akte sei eben ein neuer Fall mit neuer Problemstellung und unterschiedlichem Therapieansatz. „Außerdem lerne ich viel über die Bürokratie, die hinter einer Therapie steckt. Das ist vielleicht nicht immer der spannendste Teil der Arbeit, aber er ist unglaublich wichtig“, erklärt sie.&nbsp;</p>
<p>Die administrative und organisatorische Arbeit hat für Wengst einen besonderen Vorteil: Sie fühlt sich bestens vorbereitet, wenn sie nach ihrem Abschluss in die therapeutische Arbeit einsteigt. „Wenn ich irgendwann selbst als Therapeutin arbeite, dann werde ich die bürokratischen Aufgaben bereits aus dem FF beherrschen.“</p>
<p><strong>Ausbildung und Austausch in der Praxis</strong></p>
<p>Trotz des Fokus ihres Studijobs auf das Administrative ihres zukünftigen Berufes bleibt genug Zeit für den Austausch mit den Therapeutinnen und Therapeuten der Ambulanz. „Man bekommt immer wieder konkrete Tipps und Einblicke, die einem helfen, die eigene Vorstellung von der späteren Arbeit in der Praxis zu schärfen“, erklärt Wengst.&nbsp;</p>
<p><strong>Bislang eine teure Ausbildung</strong></p>
<p>Die Ausbildung zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten im Anschluss an das Studium ist im Moment sehr kostspielig. Zwischen 18.000 Euro und 25.000 Euro können dafür anfallen. „In Landau kann man aber seit neuestem den KliPP (Klinische Psychologie und Psychotherapie) Master machen. Das bedeutet, dass man mit dem Masterabschluss auch die Approbation zum Psychoherapeuten in der Tasche hat.“ Das reduziert die Kosten deutlich.&nbsp;</p>
<p>Außerdem spräche für Landau, dass es eine kleine, aber feine Fakultät im Bereich Psychologie sei, so Wengst weiter. Die gute Betreuung der Studierenden hier sei wirklich einzigartig. „Es gibt immer jemanden, der einem hilft. Durch die kleinen Gruppen bekommt man die nötige individuelle Unterstützung“, erklärt sie.</p>
<p><strong>Masterarbeit zu einem schwierigen Thema</strong></p>
<p>Aktuell schreibt Wengst ihre Masterarbeit zum Thema „Gefühle und Ängste von Psychotherapeutinnen und -therapeuten im Umgang mit suizidalen Kindern und Jugendlichen“. Betreut wird sie von Dr. Daniela Schwarz, die selbst Therapeutin in der psychotherapeutischen Kinder- und Jugendambulanz ist. „Das Thema ist schwer, aber ich glaube, je mehr man mit solchen Fällen arbeitet, desto besser wird man im Umgang damit. Ziel meiner Arbeit ist es, Fortbildungen für Therapeuten weiterzuentwickeln, damit sie besser mit dieser schwierigen Thematik umgehen können“, erklärt Wengst.</p>
<p><strong>Ein wertvoller Beitrag zur Ausbildung</strong></p>
<p>Für Studierende der Psychologie an der ֱ Landau bietet die universitätseigene Ambulanz eine hervorragende Gelegenheit, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Die Möglichkeit, von erfahrenen Therapeuten zu lernen, die Bürokratie zu meistern und sich auf die spätere Praxis vorzubereiten, macht die Kinder- und Jugendambulanz zu einem einzigartigen Lernort für die angehenden Psychotherapeutinnen und -therapeuten der ֱ Landau.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 13:42:32 +0100</pubDate>
                        <title>Informatik studieren an der ֱ: „Es macht superviel Spaß“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/informatik-studieren-an-der-rptu-es-macht-superviel-spass</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von A wie Algorithmen bis Z wie Zukunftstechnologien: Dass Studierende mit der Informatik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) sehr zufrieden sind, bestätigt unter anderem das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).</strong> <strong>„Es macht superviel Spaß“, findet Studentin Sarah Jung: „Wir lernen, uns in komplexe Themen einzuarbeiten.“ Befragungen unter Absolventinnen und Absolventen zeigen darüber hinaus, dass man perfekt auch auf den späteren Berufsalltag vorbereitet wird.</strong></p>
<p>Informatik fand sie schon in der Schule supertoll, erzählt Sarah Jung. „Das Fach war sogar Teil meiner Abitur-Prüfungen.“ Schon immer habe sie sich für technische Fragen begeistern können. So zählten Mathematik und Physik zu ihren Leistungskursen in der Oberstufe. „Die Entscheidung für Kaiserslautern als Studienstandort ist relativ spontan gefallen. Ich hatte mich zunächst für ein duales Studium interessiert.“ Doch wegen Corona habe dies nicht geklappt. „Dann habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und mich für den Bachelor-Studiengang Informatik an der ֱ entschieden. Auch mein Informatiklehrer hatte bereits in Kaiserslautern studiert“, lacht sie.&nbsp;</p>
<p><strong>„Wir haben am Fachbereich eine gute Atmosphäre“</strong></p>
<p>Mit Kaiserslautern als Uni-Stadt hat sie sich angefreundet: „Es ist alles nicht so groß. Doch was ich brauche, das gibt es. Und durch den Pfälzerwald ist man nahe an der Natur.“ Was gefällt ihr an der ֱ? „Die Uni in Kaiserslautern ist eine Campus-Uni. Alles ist fußläufig zu erreichen. Die Informatik ist sehr gut aufgestellt. Es gibt eine starke Fachschaft. Und die Kontakte zu den Dozentinnen, Dozenten und den Mitarbeitenden sind sehr gut. Wir haben eine gute Atmosphäre untereinander.“&nbsp;</p>
<p>All das kann Christian Bogner, Studienmanager am Fachbereich Informatik, nur bestätigen: „An der ֱ gibt es top Lehre und super Studienbedingungen. Unsere Lehrenden sind immer für Fragen da, jeder kann sich individuell entwickeln. Sei es durch spannende Vertiefungsmodule oder die Möglichkeit, in Projekten zusammenzuarbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln.“&nbsp;</p>
<p>Welchen Tipp gibt er Studieninteressierten? „Für einen guten Einstieg kommt es nicht darauf an, schon perfekt programmieren zu können. Viel wichtiger ist es, frühzeitig Verantwortung für sein Studium zu übernehmen und sich gewissenhaft mit den Inhalten auseinanderzusetzen.“ In den ersten Semestern helfen vorlesungsbegleitende Übungen dabei, in die Materie einzusteigen, schildert Bogner – „und bei der Gruppenarbeit lernt man Kommilitoninnen und Kommilitonen kennen und schließt Freundschaften, die durchs Studium tragen.“</p>
<p><strong>Im CHE-Ranking schneidet das Informatik-Studium der ֱ hervorragend ab</strong></p>
<p>Sowohl im Bachelor als auch im Master wird das Informatikstudium im Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorragend bewertet – „besonders in der Lehre und bei der individuellen Betreuung“, konkretisiert der Studienmanager. „Zudem sind unsere Absolventinnen und Absolventen im Rückblick sehr zufrieden mit der Informatikausbildung an der ֱ und bestätigen uns in Umfragen, dass sie perfekt auf Ihren Arbeitsalltag vorbereitet wurden.“</p>
<p><strong>Selbstständig in komplexe Inhalte einarbeiten</strong></p>
<p>Programmieren, Modellierung von Software-Systemen, Algorithmen und Datenstrukturen oder</p>
<p>Projektmanagement stehen beispielsweise auf dem Lehrplan des Bachelor-Studiengangs. „Es gibt viele praxisorientierte Kurse und digitale Lernformate, die das Studium erleichtern“, sagt Bogner.</p>
<p>Was ist das Herausfordernde? Die geforderte Selbstständigkeit, meint Sarah Jung. „Wir setzen unsere eigenen Schwerpunkte, wählen selbst Lehrveranstaltungen. Die Inhalte, um die es bei all dem geht, sind komplex. Das ist alles nicht leicht am Anfang.“ Doch daran dürfe man nicht verzweifeln: „Wenn ich etwas auf Anhieb nicht verstehe, dann arbeite ich es nach.“&nbsp;</p>
<p><strong>Mit dem Informatik-Studium eigene Schwerpunkte setzen</strong></p>
<p>Gut gefalle ihr, dass sie mit ihrem Studiengang interdisziplinär aufgestellt ist. Denn es besteht die Möglichkeit – durch entsprechende Nebenfächer -, das Studium in verschiedene Richtungen zu vertiefen: „Das könnte beispielsweise BWL sein.“ Sarah Jung selbst hat sich entschieden, sich voll und ganz auf die Informatik zu konzentrieren. „Verteilte und vernetzte Systeme“ war ihre Vertiefung im Bachelor. „Bei mir ging es hier im Speziellen um den Bereich Security.“</p>
<p><strong>Engagement am Fachbereich – Studierende unterstützen sich gegenseitig</strong></p>
<p>Parallel zu ihrem eigenen Studium unterstützt Sarah Jung andere Informatik-Studierende: Sie betreut Tutorien, stand als Mentorin bereits drei Studienanfängerinnen mit Rat und Tat beiseite. Und im Fachausschuss für Studium und Lehre kümmert sie sich&nbsp; – gemeinsam mit Dozentinnen und Dozenten, Mitarbeitenden und Studierenden – um die Qualität von Lehrveranstaltungen.&nbsp;</p>
<p>Mittlerweile steht sie am Beginn des Masterstudiengangs, schreibt parallel an ihrer Bachelorarbeit. „Es geht dabei um das Analysieren von Funksignalen und ihrer Ausbreitung. Das alles mit Blick auf Flugzeuge. Es ist ein Datenanalyse-Projekt. Wir haben einen Sensor auf dem Dach der Uni. Und so können wir Daten von Flugzeugen aufnehmen und das über einen weiten Bereich.“&nbsp;</p>
<p>Später könne sie sich durchaus eine wissenschaftliche Tätigkeit vorstellen. Das sei sowohl in einer Forschungseinrichtung als auch in der Wirtschaft möglich: „Wir lernen, uns in komplexe Themen einzuarbeiten. Deshalb sind später die Berufsmöglichkeiten entsprechend breit aufgestellt.“&nbsp;</p>
<p><strong>An einer Technischen Universität geht es inhaltlich weit in die Tiefe</strong></p>
<p>Informatik sei ein supertolles Fach, resümiert Sarah Jung. Aber bewusst sollte einem sein: „Bei einem Studium an einer Technischen Universität geht es sehr weit in die Tiefe und dadurch gibt es auch sehr viel Theorie.“ Was sollten zukünftige Studierende mitbringen? Interesse daran, komplexe Dinge lösen zu wollen. Sich Dinge auch in der Tiefe anschauen wollen, meint sie. „Ich war mir am Anfang nicht sicher, ob es das Richtige für mich ist. Aber ich bereue die Entscheidung nicht.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 12:59:00 +0100</pubDate>
                        <title>Erziehungswissenschaft studieren – und eigene Schwerpunkte setzen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/erziehungswissenschaft-studieren-und-eigene-schwerpunkte-setzen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Warum nehmen Eltern von behinderten Kindern seltener Hilfsangebote an – Angebote, wie beispielsweise die Teilnahme an einer Krabbel-Gruppe? Dieser Frage will Hannah Bauer in ihrer Bachelorarbeit nachgehen – und dafür mit dem Jugendamt zusammenarbeiten. Nach ihrem Abschluss in Erziehungswissenschaft kann sie sich eine berufliche Tätigkeit in der Beratung vorstellen.</strong></i><br><br>„Nach dem Abitur habe ich ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. An einer Förderschule. Das hat mir sehr gut gefallen“, berichtet Hannah Bauer – und ergänzt: „Ich habe mir damals tatsächlich vorstellen können, Förderschullehramt zu studieren. Aber dann habe ich gemerkt, dass mich das Außerschulische auch sehr interessieren würde.“ Also eine Tätigkeit in Einrichtungen wie Kindergärten, Wohneinrichtungen oder der Erwachsenenbildung. Letztendlich habe sie sich deshalb für den Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft an der ֱ entschieden. Mittlerweile ist sie im siebten Semester – und zeigt sich mit ihrer Wahl mehr als zufrieden: „Mit meinem Studiengang bekomme ich einen breiten Einblick in die Vielfalt der Erziehungswissenschaft.“ Module in der Allgemeinen Erziehungswissenschaft, aber auch Psychologie und Soziologie stehen auf dem Lehrplan. Dass die Studierenden von Anfang an in die vielfältigen Themengebiete sehr gut eingearbeitet werden, betont Diplom-Psychologin Dr. Inga Wagner, Studienmanagerin am Fachbereich Erziehungswissenschaften: „Ängste und Bedenken braucht niemand haben. Auch Statistik ist Teil des Studiengangs. Aber da führen wir sehr gut hin.“&nbsp;<br><br><strong>Vier Schwerpunkte stehen als Teilstudiengang zur Auswahl</strong><br><br>Neben einer fundierten Grund-Ausbildung in Allgemeiner Erziehungswissenschaft fokussieren sich die Studierenden bereits ab dem ersten Semester auf einen eigenen Schwerpunkt – genauer gesagt, sie entscheiden sich für einen von vier Teilstudiengängen: Zur Auswahl stehen Betriebspädagogik, Erziehung und Bildung in der Kindheit, Sonderpädagogik oder Sozialpädagogik. Inga Wagner: „In Betriebspädagogik geht es inhaltlich beispielsweise um die Auswahl und Entwicklung von Personal und Führungskräften. In der Sonderpädagogik um die Förderungen von beeinträchtigen Personen – und das über deren gesamte Lebensspanne hinweg. So etwa auch um die berufliche Qualifizierung von beeinträchtigten Menschen und um pflegewissenschaftliche Grundlagen.“&nbsp;<br><br>Der Teilstudiengang Erziehung und Bildung in der Kindheit beschäftige sich klassischerweise mit pädagogischen Ansätzen in Einrichtungen, in denen Kinder betreut und erzogen werden, wie zum Beispiel in Kindergärten oder in einem Hort. „Beim Teilstudiengang Sozialpädagogik wird man neben theoretischen Grundlagen durch vielfältige Praxisbezüge und Fallbeispiele auf eine Tätigkeit im sozialen Bereich vorbereitet.“&nbsp;<br><br>Nach dem ersten Studienjahr entscheiden sich die Studierenden darüber hinaus für ein Wahlpflichtfach: Bildung in der Migrationsgesellschaft, Medienpädagogik oder Digitale Bildung und E-Learning könnten dies sein. „Oder alternativ belegt man Module aus einem der Teilstudiengänge, den man nicht schon als Schwerpunkt belegt hat“, ergänzt Inga Wagner.<br><br><strong>Berufswunsch: Beratung – mit dem Fokus auf Sonderpädagogik</strong><br><br>Hannah Bauer hat sich für den Teilstudiengang Sonderpädagogik entschieden. Beruflich könne sie sich später eine Tätigkeit im Bereich der Beratung vorstellen, erzählt sie: „Es geht dann beispielsweise um die Beratung von Eltern, die ein Kind mit Behinderung haben.“ Gefragt sei eine solche Expertise unter anderem beim Sozialamt, im Bereich der Eingliederungshilfe – oder insgesamt bei Aufgaben rund um das Thema Inklusion.<br><br>Wohin könnte die Reise außerdem mit einem Abschluss in Erziehungswissenschaft gehen? „Das ist sehr vielfältig“, schildert Inga Wagner, „und hängt natürlich stark davon ab, für welchen Teilstudiengang man sich entscheidet.“ Mit Betriebspädagogik könne man beispielsweise Recruiter werden. „Im Auftrag eines Unternehmens also die passenden Leute für einen Job aussuchen.“ Mit Erziehung und Bildung in der Kindheit qualifiziere man sich für eine Tätigkeit in einer Kindertagesstätte, auch mit Aussicht auf eine Leitungsposition nach einer gewissen Zeit an Berufserfahrung oder dem Masterabschluss. „Und wer sich für Sozialpädagogik entscheidet, der kann in der Kinder- und Jugendhilfe tätig werden – und vielleicht städtische Wohngruppen betreuen.“&nbsp;<br><br><strong>Ein Studium an einer Universität ist forschungsorientiert – und vermittelt Wissen bis in die Tiefe</strong><br><br>Was ist das Besondere an der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung? „Als Universität hat das Studium bei uns einen hohen Forschungsbezug“, erklärt Inga Wagner. Anders als beispielsweise bei einer beruflichen Ausbildung – oder an einer Fachhochschule – nehme zudem die Vermittlung von Theorie einen sehr hohen Stellenwert ein.&nbsp;<br><br>Wer die Dinge noch weiter vertiefen möchte, wer vielleicht sogar eine Doktorarbeit und eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, für den steht nach dem Bachelor der Master-Studiengang Erziehungswissenschaft an der ֱ bereit. Apropos Forschung: Für Hannah Bauer steht jetzt erst einmal die Bachelorarbeit an. Diese fertigt sie in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt an – denn: „Dem Jugendamt ist aufgefallen, dass Eltern von Kindern mit Behinderung seltener Angebote wahrnehmen als Eltern von Kindern ohne Behinderung. Angebote wie beispielsweise die Teilnahme an Krabbel-Gruppen. In meiner Bachelorarbeit untersuche ich, warum das so ist.“ Im August 2025 soll die Abschlussarbeit fertig sein. Wie es danach für Hannah Bauer weitergeht, weiß sie noch nicht genau. „Vielleicht gehe ich direkt in den Beruf oder hänge noch einen Master an, mal schauen.“&nbsp;<br><br>Für ihr Studium ist die gebürtige Saarländerin einst extra nach Landau gezogen. Bereut hat sie diesen Schritt nie: „Landau ist eine schöne Studentenstadt, nicht zu groß. Viele junge Menschen leben hier. Cafés sind auf unsere Generation abgestimmt.“ Welchen Tipp gibt sie Studieninteressierten? Was sollte man mitbringen, will man Erziehungswissenschaft studieren? Hannah Bauer: „Man sollte die Motivation haben, viel lesen und schreiben zu wollen. Denn während des Studiums liest man sehr viel Fachliteratur.“ Und schreibt selbst – im Rahmen von Hausarbeiten.&nbsp;<br><br><strong>Empathie, Interesse an Bildung, Kommunikations- und Sprachkompetenz sind gefragt</strong><br><br>Inga Wagner stimmt dem zu: Gute Kommunikations- und Sprachkompetenzen seien gefragt – genauso wie die Fähigkeit, sich selbst organisieren zu können. Die Studienmanagerin ergänzt, dass man zudem Empathie und Freude am Umgang mit Menschen mitbringen sollte: „Für die Themen Bildung und Ausbildung, auch im Erwachsenenbereich, sollte man sich begeistern können. Und ein generelles Interesse an der Frage haben, wie man Menschen fördern kann – wie man sie in schwierigen Situationen unterstützt.“ Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen beraten und unterstützen – das will Hannah Bauer, sie resümiert: „Ich kann den Studiengang Erziehungswissenschaft nur empfehlen. Denn man setzt seine eigenen Schwerpunkte. Und das finde ich sehr gut.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 12:40:28 +0100</pubDate>
                        <title>Vom Studium ins Start-up: Mit Wirtschaftsingenieurwesen ein Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit gründen</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Den CO2-Fußabdruck von Unternehmen verbessern für eine grünere Zukunft: Dafür hat das Start-up&nbsp;</strong></i><i><strong> eine Software entwickelt – mit Erfolg. Die Lösung wird mittlerweile in Unternehmen eingesetzt. Und das Team ist auch gewachsen: Neben den vier Gründern arbeiten nun sieben Werksstudierende. Angefangen hat alles an der ֱ, wie Alexander David von greenable erzählt.</strong></i><br><br><strong>Alex, wann war der Moment als euch klar wurde, dass ihr ein Unternehmen gründen möchtet?</strong><br><br>Alexander David: Angefangen hat alles mit Patrick Kölsch. Seine Idee war es, den produzierenden Mittelstand zu befähigen, seinen CO2-Fußabdruck besser zu erfassen, zu reduzieren und zu berichten. Zu der Zeit hatte er am Lehrgebiet für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) von Prof. Dr. Jan Aurich am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der ֱ gearbeitet.<br><br><strong>So etwas gab es noch nicht?</strong><br><br>Alexander David: Doch. Allerdings mussten Unternehmen bisher für jede ihrer Messungen auf unterschiedliche und komplexe Software von verschiedenen Dienstleistern zurückgreifen oder selbst etwas in Excel aufbauen. Sei es zum Tracken der Transportwege von Produktionsmaterialien oder zur Dokumentation der Materialart von eingesetzten Produkten. Die Bedienung war oft nicht intuitiv und hat viel Zeit gekostet, die viele Unternehmen im Alltag kaum zusätzlich aufbringen können. Deshalb erfassen viele die Emissionen einfach gar nicht. Patrick dachte sich, es müsse einfacher und schneller gehen und gleichzeitig eine hohe Glaubwürdigkeit haben.<br><br><strong>Das heißt, es sollte eine völlig neue Software auf den Markt kommen…</strong><br><br>Alexander David: Genau! Um die Idee umzusetzen, brauchte Patrick noch Know-how aus weiteren Bereichen wie Programmierung, Marketing und Finanzen. Hier kam der Rest des Gründungsteams ins Spiel: Am Lehrstuhl FBK hat auch Lucas Hartmann gearbeitet, der an der ֱ eine Ausbildung zum Systemadministrator gemacht hatte, später selbst Ausbilder wurde und noch ein Studium in Data Science draufgesetzt hat und sich sehr gut mit Programmierung auskennt. Außerdem kam Patrick auf mich und Viktor Schiller zu. Wir kannten uns noch vom Studium an der ֱ, wo wir zusammen Wirtschaftsingenieurwesen mit Maschinenbau studiert hatten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gearbeitet und Viktor war in der Industrie im Produktmanagement tätig. Lucas, Viktor und ich waren von Patricks Idee überzeugt und haben das Potenzial gesehen. Und so entstand unserer Gründungsteam.<br><br><strong>Wie ging es bei euch weiter, als ihr Idee und Team hattet?</strong><br><br>Alexander David: Diese Frage mussten wir uns am Anfang auch stellen. Wir wussten nicht so recht, wo wir anfangen sollten und was man alles braucht, um ein Start-up zu gründen. Zum Glück hatten wir mit dem&nbsp; tatkräftige Unterstützung für unsere nächsten Schritte.<br><br><strong>Katharina, du bist Gründungscoach im ҰüԻܲԲü. Wie könnt ihr helfen, wenn man wie greenable bereits eine Idee hat und ein eigenes Start-up gründen möchte?</strong><br><br>Katharina Neitzel: Das ҰüԻܲԲü unterstützt Start-ups in jeder Phase der Entwicklung – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Gründung. Wenn bereits eine konkrete Idee besteht, helfen wir dabei, diese zu schärfen, das Geschäftsmodell auszuarbeiten und die passende Finanzierung zu finden. Besonders bei Förderprogrammen wie dem&nbsp; begleiten wir Start-ups durch den gesamten Antragsprozess: von der Konzeptentwicklung über die formale Antragstellung bis zur Abstimmung mit Fördergebern. Darüber hinaus bieten wir strategische Coachings und Vernetzung mit potenziellen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.<br><br><strong>An welcher Stelle habt ihr bei greenable angesetzt? Wie kann man sich euren Support vorstellen?</strong><br><br>Katharina Neitzel: Bei greenable haben wir in der Vorgründungsphase angesetzt, indem wir das Team bei der Antragstellung für das ݱ-ҰüԻܲԲپԻ徱ܳ unterstützt haben. Das bedeutete konkret, die Geschäftsidee in eine förderfähige Form zu bringen sowie die wirtschaftliche und technologische Innovationshöhe klar herauszuarbeiten. Nach der Bewilligung haben wir greenable während der Förderlaufzeit begleitet durch regelmäßige Strategiegespräche und Vernetzung mit relevanten Kontakten. Unser Ziel war es, das Team nicht nur finanziell abgesichert, sondern auch inhaltlich und strukturell optimal auf die Gründung vorzubereiten.<br><br><strong>Vor drei Jahren ist greenable gestartet. Wie nutzen Unternehmen mittlerweile eure Software und wie ist die Resonanz?</strong><br><br>Alexander David: Wer liefert das Material? Wo hat der Lieferant seinen Sitz? Welches Material wird geliefert? Welche Maschinen verbrauchen im gesamten Produktionsprozess wie viel Energie? Unsere Kunden füttern unsere Software mit allen wichtigen Daten wie diesen. Daraus errechnet die Software mit wenigen Klicks und Eingaben den CO2-Fußabdruck inkl. der Transportemissionen. Unternehmen erkennen so, in welchen Prozessschritten sie Verbesserungen vornehmen können, um ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Langfristig soll es volle Transparenz für Produkte und einen Digitalen Produktpass (DPP) geben, eine Art Akte für Produkte, die das gesamte Produktleben begleitet und mit immer mehr Informationen angereichert wird. So können Produkte kreislauffähiger gemacht werden. Unsere Software wird für verschiedene Anwendungsfälle insbesondere im Bereich Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement benötigt und eingesetzt. Ob für wenige Produkte mit manueller Bilanzierung oder für komplexe Produktportfolios mit automatisierter Bilanzierung wie im Maschinen- und Anlagenbau. Und die bisherige Resonanz ist großartig und bestätigt, dass wir mit unserer Idee auf dem richtigen Weg sind.<br><br><strong>Inwiefern hilft euch das Wissen aus dem Studium im Berufsalltag?</strong><br><br>Alexander David: Lucas hat nach seiner Ausbildung einen Bachelor in Data Science gemacht. Viktor, Patrick und ich haben Wirtschaftsingenieurwesen mit Maschinenbau sowohl im Bachelor als auch Master an der ֱ studiert, Patrick hat zudem promoviert. Wir alle haben gemerkt, dass das Studium grundsätzlich dabei hilft, selbstständig zu arbeiten, sich zu organisieren und komplexe Dinge strukturiert anzugehen. Das Fachwissen aus dem Studium hilft uns vor allem dabei, die Prozesse von produzierenden Unternehmen besser zu verstehen. Also: Wie funktionieren bestimmte Maschinen? Wie laufen Produktionsprozesse ab? Das können wir dann in unsere Strategie übersetzen. Wir verstehen die Bedürfnisse und Anforderungen der Unternehmen besser und können unsere Software entsprechend optimieren. Wir haben uns also durch unser Studium eine sehr gute Basis für wirtschaftliches und ingenieurwissenschaftliches Verständnis geschaffen. Außerdem haben wir alle während des Studiums als Studentische Hilfskräfte an verschiedenen Lehrstühlen gearbeitet. Dadurch konnten wir wertvolle Kontakte zur Industrie und zu Kooperationspartnern der ֱ knüpfen, die uns heute weiterhelfen.&nbsp;<br><br><strong>Apropos weiterhelfen: Welchen Tipp hast du für alle, die auch gründen wollen?</strong><br><br>Alexander David: Wir haben in den letzten Jahren unglaubliche Highlights erlebt. Sei es, dass man beim Notar sitzt und mit seiner Unterschrift plötzlich sein eigenes Start-up hat. Oder die Finanzierungsrunde, die einem ein tolles Gefühl gibt, weil Investoren an unsere Idee glauben. Es gab aber auch Tiefpunkte. Kunden, die abgesprungen sind und wo man vieles in Frage gestellt hat. Aber der Glaube an die Idee motiviert, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Allen, die ebenfalls gründen wollen, gebe ich deshalb den Tipp mit auf den Weg: Holt euch frühzeitig Feedback ein von Kunden und Partnern. Dann wisst ihr, was wirklich gebraucht wird und könnt noch mehr aus der Idee rausholen. Und ganz wichtig: Bleibt fokussiert, verliert euer Ziel nie aus den Augen und sucht euch ein Team aus tollen Menschen, mit denen ihr an eurer Vision zusammenarbeiten wollt. Dann klappt es!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 12:29:34 +0100</pubDate>
                        <title>Dank Orientierungsstudium ֱzero erfolgreich ins Uni-Leben gestartet</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/dank-orientierungsstudium-rptuzero-erfolgreich-ins-uni-leben-gestartet</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Maschinenbau-Student Lucas Eric Weingart hat mithilfe des Orientierungsstudiums ֱzero erste Uni-Erfahrungen sammeln können: Neben verschiedenen Lehrveranstaltungen absolvierte er so auch ein Praktikum in der Forschung. Die dort gewonnen Erkenntnisse und Kontakte haben ihm geholfen, bereits im ersten Fachsemester einen Job als studentischen Hilfskraft zu ergattern.</strong></i></p>
<p>Will ich studieren? Und wenn ja, ist eine Universität überhaupt das Richtige für mich? Fragen, die viele Abiturientinnen und Abiturienten umtreibt. Antworten lassen sich mithilfe des einsemestrigen <a href="/rptuzero" target="_blank">Orientierungsstudiums ֱzero</a> finden. Hierbei erhalten Interessierte einen Einblick in die Welt der Universität, lernen Fächer und Studiengänge der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) kennen und können bereits erste Lehrangebote ausprobieren. Zugleich lassen sich der Campus am Standort Kaiserslautern und am Standort Landau kennenlernen – und Kontakte zu älteren Studierenden und Dozenten knüpfen.</p>
<p>Dass das Orientierungsstudium ֱzero eine tolle Möglichkeit ist, ganz unkompliziert erste Uni-Luft zu schnuppern, diesen Tipp hatte Lucas Eric Weingart einst von einer Bekannten bekommen. Das Orientierungsstudium sei aber nicht nur für Leute interessant, die noch nicht wissen, wohin die Reise nach der Schule gehen soll, betont der 20-Jährige: „Selbst wenn man schon weiß, was man machen will, hat es Vorteile.“ Neben Lehrveranstaltungen lasse sich nämlich bereits an Prüfungen teilnehmen: „Wenn man diese besteht, dann werden sie für das Studium anerkannt. Wenn man sie aber nicht besteht, dann werden sie nicht als Fehlversuch gewertet.“ Ein interessanter Vorteil für alle, die sich vielleicht erst langsam an das hohe Uni-Lern-Pensum herantasten möchten.&nbsp;</p>
<p><strong>Studium an einer Uni ist forschungsorientiert – und geht weit in die Tiefe</strong></p>
<p>Lucas Eric Weingart hat während seiner ֱ zero-Zeit im Sommersemester 2024 vor allem Inhalte aus dem Maschinenbau belegt: „Ich wusste schon, dass es in diese Richtung gehen soll.“ So war es für ihn klar, dass er anschließend zum Wintersemester 2024/ 25 in das erste „richtige“ Fachsemester einsteigt. Warum hat er sich für das Studienfach Maschinenbau entschieden? „Ich war technisch schon immer sehr interessiert. In der Oberstufe hatte ich Informatik als Leistungskurs. Und ich hatte mir schon überlegt, später in den IT-Bereich zu gehen.“&nbsp;</p>
<p>Doch irgendwann habe er gemerkt, dass die Informatik nicht alles abdeckt, was ihn begeistert. „Damals hatte meine Schule eine Projektwoche veranstaltet. Auf diese Weise kam ich in Kontakt mit dem Maschinenbau an der Uni in Kaiserslautern.“ Er merkte schnell, dass dieses sehr breit aufgestellte Fach mehr seinen Interessen entsprach. „Dann stellte sich mir aber noch die Frage, ob ich an einer FH oder an einer Uni studieren will.“ Um dies herauszufinden setze er sich in Vorlesungen – sowohl an einer FH als auch an der Uni. „Bei diesem direkten Vergleich hat mir das Konzept der ֱ besser gefallen.“ Die „ausgeweitete Selbstständigkeit“, die nur ein Uni-Studium bietet, sprach ihn an. „Ein Uni-Studium ist mehr forschungsorientiert. Die Lehrinhalte einer FH orientieren sich mehr an der Praxis. Ich wollte die Dinge aber in der Tiefe verstehen. Und das geht an einer Uni nun mal besser.“</p>
<p><strong>Praktikum in der Forschung – bereits während der Orientierungsstudiums ֱzero</strong></p>
<p>Aktuell hat er vor allem Grundlagenfächer – inhaltlich geht es dabei um Technische Mechanik, Mathematik und Programmieren. Das sei am Anfang eines Studiums normal. „Wir haben aber auch schon anwendungsbezogene Inhalte.“ Werkstoffkunde und Fertigungstechnik beispielsweise.&nbsp;</p>
<p>Parallel zu seinem Studium ist Lucas Eric Weingart studentische Hilfskraft am Fachbereich Maschinenbau – genauer gesagt am Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie. Es ist ungewöhnlich, bereits so früh im Studium als Hiwi tätig zu werden. Wie ist es dazu gekommen? Während seiner ֱzero-Zeit habe er am Lehrstuhl ein zweiwöchiges Praktikum absolviert, erzählt er. So habe er „super Einblicke“ in die dortige Forschung gewinnen können – und erste Kontakte zu älteren Semestern und den dortigen wissenschaftlichen Mitarbeitenden gewinnen können. „Das war alles sehr gut organisiert. Und man hat gesehen, wie professionell Forschung ist. Ich denke, aufgrund dieses Praktikums habe ich den Job bekommen.“&nbsp;</p>
<p>Als Hiwi ist er derzeit vor allem für die Programmierarbeiten zuständig – sozusagen als Dienstleister unterstützt er die Forschenden. „Später, wenn ich im Studium weiter vorangeschritten bin, will ich natürlich noch andere Aufgaben übernehmen.“ Prüfstände umbauen und auswerten sei dies beispielsweise. „Woanders betreuen Hiwis zudem Lehrveranstaltungen. Bei uns ist es vor allem so, dass die studentischen Hilfskräfte den wissenschaftlich Mitarbeitenden zur Hand gehen.“&nbsp;</p>
<p>Auch wenn es noch etwas hin ist, wo soll es für Lucas Eric Weingart später beruflich hingehen? Eine Tätigkeit als Teamleiter, eine Führungsposition, könne er sich durchaus vorstellen. „Und direkt nach dem Master vielleicht eine Doktorarbeit. Dann wäre ich für fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Maschinenbau tätig.“</p>
<p><strong>„Bei Fragen und Problemen einfach auf andere Studierende oder die Dozenten zugehen“</strong></p>
<p>Was möchte er Studieninteressierten mit auf den Weg geben? Was sollte man mitbringen, wenn man sich für ein Maschinenbau-Studium entscheidet? „Auf jeden Fall technisches Interesse und am besten schon Berührungen mit der Praxis. Verkehrt ist es nicht, schon ein Praktikum im Bereich Maschinenbau absolviert zu haben“ – möglich wäre dies direkt an einem Lehrstuhl der ֱ. „Dann weiß man, was einen später erwartet.“ Mit auf den Weg gibt er Studieninteressierte zudem, dass man keine Scheu haben sollte, Leute anzusprechen: „Bei Fragen und Problemen einfach auf andere Studierende oder die Dozenten zugehen.“</p>
<p>Lucas Eric Weingart ist angekommen im Uni-Leben. Seinen Einstieg über ֱzero sieht er auch rückblickend sehr positiv: „Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit, die ich jedem nur empfehlen kann.“</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>ֱzero</category>
                            
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 16:11:35 +0100</pubDate>
                        <title>Vom Mehrwert, vor einer Klasse zu stehen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vom-mehrwert-vor-einer-klasse-zu-stehen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen reagieren ganz unterschiedlich auf ein Gesundheitsthema – nur eine Erkenntnis, die Lehramtsstudentin Anna Schmidt aus der Unterrichtspraxis an einem Mainzer Gymnasium mitnimmt. Was es mit der dahinter stehenden Aktion „Hacking School“ auf sich hat – und wie sie sich auf die Lehr-Erfahrung vorbereiten konnte, schildert sie hier.&nbsp;</strong></i></p>
<p>Unterricht vorbereiten, Praxiserfahrung sammeln und die Interaktion mit Schülerinnen und Schülern erleben – genau das konnten Lehramtsstudierende im Herbst 2024: „Hacking School“ hieß die dahinter stehende Aktion, die über drei Tage hinweg am Frauenlob-Gymnasium in Mainz stattfand und von der ֱ koordiniert wurde. Unter dem Aspekt „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ gestalteten die Lehramtsstudierenden verschiedene Workshops für die Klassenstufen fünf bis zwölf – insgesamt 250 Doppelstunden konnten so angeboten werden. Es ging beispielsweise um Politik, Programmieraufgaben und das Aneignen von Gesundheitskompetenzen.</p>
<p><strong>Unterrichtsthema: Handy-Nutzung und die gesundheitlichen Folgen&nbsp;</strong></p>
<p>Als angehende Lehrerin mit von der Partie: Anna Schmidt. Sie studiert an der ֱ im dritten Master-Semester die Fächer Gesundheit und Geografie auf Lehramt – und berichtet: „Auf das Unterrichten haben wir uns an der Uni im Rahmen eines Seminars vorbereitet.“ Inhaltlich standen dabei verschiedene Unterrichtsthemen zur Auswahl: „Gemeinsam mit einer Freundin habe ich mich für das Thema Handy-Nutzung entschieden. Dafür haben wir im Vorfeld vor allem viel Literatur durchgearbeitet.“ Themen ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen seien beispielsweise das Bauen von Hochbeeten gewesen oder auch die berufliche Ausbildung, erinnert sie sich.&nbsp;</p>
<p>Und wie lief ihr Unterricht rund um den Aspekt Handy-Nutzung am Frauenlob-Gymnasium ab? „Zu zweit haben wir 1,5 Stunden Workshop-Unterricht jeweils in den Klassen fünf bis neun gehalten. Im Prinzip also fünfmal das Gleiche.“ Etwa 20 bis 25 Schülerinnen und Schüler seien in einer Klasse gewesen. Aufgebaut haben sie die 1,5 Stunden nach den Fachdidaktik-Vorgaben des Fachs Gesundheit – „zusätzlich haben wir aber auch etwas improvisiert“, erzählt Anna Schmidt: „Unser Workshop begann mit einer Einführung, anschließend sollten die Schülerinnen und Schüler selbst etwas erarbeiten. Und zum Schluss gab es eine Reflexion.“ So konnten die Schülerinnen und Schüler zunächst einordnen, wie oft am Tag sie ein Handy nutzen. Oder welche Apps sie verwenden. „Dann haben wir sie Plakate anfertigen lassen, entweder zum Thema gesundheitliche Folgen von Handy-Nutzung oder auch zu der Frage, welche Regeln für die Handy-Nutzung sinnvoll wären.“&nbsp;</p>
<p>In Kleingruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler diesen Teilaspekten gewidmet. Bei den gesundheitlichen Folgen wurde beispielsweise thematisiert, dass ein zu langes Beschäftigen mit dem Handy zu Nackenbeschwerden führen kann – oder auch, dass das lange Sitzen nicht gut ist. „Und auch der Blauanteil im Licht des Displays kann gesundheitliche Folgen mit sich bringen“, schildert Anna Schmidt. Bei dem Erarbeiten von Regeln ging es wiederum um die Frage, wie sich der Handy-Konsum drosseln lässt – und welche Apps möglicherweise sinnvoller sind als andere: „Wir haben festgestellt, dass vor allem Kinder aus den jüngeren Klassen bereits Lern-Apps nutzen.“&nbsp;</p>
<p>Bei der finalen Reflexion hatte Anna Schmidt den Eindruck, dass die Schülerinnen und Schüler einen Mehrwert mitnehmen, dass sie sich mit dem Thema Handy-Nutzung nun kritischer auseinandersetzen werden. „Insgesamt waren aber vor allem die jüngeren Schülerinnen und Schüler offener für das Thema. Das war tatsächlich etwas, was mich sehr überrascht hat. Die Jüngeren haben mehr mitgearbeitet und sich auch mehr Gedanken gemacht.“&nbsp;</p>
<p><strong>„Es ist hilfreich, vor einer Klasse zu stehen“</strong></p>
<p>Und was nimmt sie als angehende Lehrerin außerdem mit? Was ist ihr Fazit? „Das Ganze hat für mich einen hohen Mehrwert. Es ist hilfreich, vor einer Klasse zu stehen und so Praxiserfahrung sammeln zu dürfen.“ Man verliere auf diese Weise Berührungsängste. „Inhaltlich konnten wir allerdings nicht alles umsetzen, was wir uns eigentlich für den Unterricht vorgenommen hatten“ – auch das eine Erkenntnis, die der Kontakt zum Schulalltag hervorbringen kann.</p>
<p>Noch zwei Semester Studium hat Anna Schmidt vor sich. Da sie später in einer Berufsschule tätig werden möchte, muss sie noch ein neunmonatiges Praktikum absolvieren. Spätestens Anfang des Jahres 2026 steht dann das Referendariat an. Dieses würde sie am liebsten in der Nähe von Kaiserslautern absolvieren – denn sie sei sehr heimatverbunden. „Ich komme aus Ilbesheim bei Kirchheimbolanden.“&nbsp;</p>
<p>Übrigens: Über 80 Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende engagierten sich als Workshopleitende bei „Hacking School“. Beteiligt waren neben der ֱ auch die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Universität Stuttgart und die Universität Trier.&nbsp;</p>
<p>Die Idee zu Hacking School ist aus Gesprächen von Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulpädagogik an der ֱ, und dem Schulleiter des Frauenlob-Gymnasiums Stefan Moos entstanden. Die „echten“ Lehrerinnen und Lehrer des Mainzer Gymnasiums konnten die für sie frei gewordenen Zeiträume derweil für die Schul- und Unterrichtsentwicklung nutzen. Eine Win-win-Situation – für die Schule und die Studierenden.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 11:33:45 +0100</pubDate>
                        <title>Beratung für Studis in allen Lebenslagen – „wertschätzend gegenüber Person und Situation“</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Zum ersten Mal weg von zu Hause, neuer Wohnort, neuer Freundeskreis: Allein schon der Start in ein Studium birgt große Herausforderungen. Kommen Studienzweifel, finanzielle Schwierigkeiten oder Beziehungsprobleme hinzu, kann einem schnell alles über den Kopf wachsen. Aber keine Angst: ֱ-Studis erhalten unkompliziert Hilfe und Beratung beim Studierendenwerk.</strong></i></p>
<p>Wie werde ich meine Prüfungsangst los? Was kann ich tun, wenn ich meinen Studienalltag nicht auf die Reihe bekomme? Was ist, wenn es in der Familie oder in der Partnerschaft kriselt? Wie kriege ich Studium und Kind unter einen Hut? Und kann ich überhaupt studieren, wenn ich finanzielle Probleme habe? Tagtäglich beschäftigen sich Studierende mit genau solchen Fragen. Doch damit werden sie nicht alleine gelassen: ֱ-Studis aus Landau erhalten unkompliziert Hilfe und Beratung beim Studierendenwerk Vorderpfalz. Genauer gesagt von einem engagierten kleinen Team um Manfred Kleinecke, Leiter Soziale Dienste und Beratung beim Studierendenwerk – er sagt: „Wir beraten bei sozialen, psychologischen und finanziellen Herausforderungen. Alle können sich bei uns melden. Unsere Beratung ist kostenlos, wertschätzend gegenüber Person und Situation. Und wenn wir nicht weiterhelfen können, dann vermitteln wir an eine Stelle, die weiterhelfen kann.“</p>
<p><strong>„Wir bieten zeitnah ein Erstgespräch an“</strong></p>
<p>Wie nehmen Studierende Kontakt mit seinem Team auf? „In der Regel geschieht dies über E-Mail oder über ein Kontaktformular auf unserer Website. Andere rufen direkt bei uns an.“ Manchmal werde der Kontakt auch über die Fachschaften oder das International Office vermittelt. Kleinecke und sein Team aus insgesamt drei Mitarbeitenden versuchen dann möglichst zeitnah auf eine Anfrage zu reagieren: „Wir vereinbaren ein Erstgespräch, das in der Regel ein bis zwei Wochen nach der ersten Kontaktaufnahmen stattfindet.“ Wenn es besonders dringlich ist, dann sei aber auch schon mal ein sehr kurzfristiger Beratungstermin möglich.</p>
<p><strong>Hilfe bei sozialen, finanziellen und psychologischen Herausforderungen</strong></p>
<p>Inhaltlich gehe es bei der sozialen Beratung beispielsweise um Fragen zum Wohnen, zum Arbeitsverhältnis, um Kontakte zu Ämtern, ums Studieren mit Kind und um Möglichkeiten der Kinderbetreuung, schildert Manfred Kleinecke die konkreten Situationen. Bei der finanziellen Beratung stehen finanzielle Notlagen und deren Lösungen&nbsp;im Vordergrund. Bei der psychologischen Beratung wiederum müsse man unterscheiden zwischen studienbezogenen und persönlichen Angelegenheiten: „Bei studiumsbezogenen Angelegenheiten geht es beispielsweise um Prüfungsangst oder um Arbeitszeitmanagement.“ Bei persönlichen Angelegenheiten gehe es um Familie oder Partnerschaft. „Genauso kommen Menschen mit Zukunftsängsten oder depressiven Verstimmungen zu uns.“&nbsp;</p>
<p>In einer spezifischen Situation können durchaus mehrere Probleme gleichzeitig auftreten, ergänzt Manfred Kleinecke. „Bei international Studierenden kommen Fragen zum Ausländerrecht hinzu. Ein international Studierender weiß vielleicht nicht, wie er hier in Deutschland Leben und Wohnen bezahlen soll. Gleichzeitig muss er darüber aber bei der Ausländerbehörde Rechenschaft ablegen.“</p>
<p>Das Team der Beratungsstelle hat ein offenes Ohr für die unterschiedlichsten Anliegen, sie klären darüber auf, wo man weitere Hilfe bekommt – geht es etwa um Unterhalt oder Kindergeld. „Einmal kam eine junge Frau zu uns. Sie war schwanger. Ich habe gemeinsam mit ihr durchgesprochen, was noch vor der Geburt zu erledigen ist, worum sie sich kümmern sollte. Und ob die Schwangerschaft möglicherweise Auswirkungen auf ihren Studierendenjob hat.“</p>
<p>Welche Problematik ist besonders häufig? Die neue Lebenssituation der Studierenden, meint Manfred Kleinecke: „Viele sind zum ersten Mal weg von zu Hause. Sie müssen sich an einem neuen Wohnort zurechtfinden und sich einen Freundeskreis aufbauen.“ Einigen Studierenden mache die damit einhergehende Erwartungshaltung zu schaffen: „Sie setzen sich selbst sehr stark unter Druck.“</p>
<p class="text-justify"><strong>„Wir holen die Leute dort ab, wo sie sind“</strong></p>
<p class="text-justify">Beruflich ist Manfred Kleinecke bestens gerüstet für seine Tätigkeit: Kaufmann habe er gelernt. Über den zweiten Bildungsweg dann Sozialarbeit studiert. Anschließend habe er viel mit Jugendlichen und im Flüchtlingsbereich gearbeitet. „Hinzu kommt eine Ausbildung zum systemischen Coach und zum systemischen Berater.“ Seit 2021 ist der 62-Jährige nun Abteilungsleiter beim Studierendenwerk Vorderpfalz – und geht dieser Berufung mit voller Leidenschaft nach: „Wir beraten Studierende von Germersheim bis Landau.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Wie läuft eine Beratung konkret ab? Wie geht er vor? „Wir holen die Leute dort ab, wo sie sind.“ Hat jemand ein Organisationsproblem, dann werde beispielsweise gemeinsam ein 12-Wochenplan ausgearbeitet: „Es wird besprochen, wie viel Zeit man für welche Sachen einplant. Und geschaut, dass man Zeit für den Ausgleich zum Studium findet.“ Vereinfacht gesagt gehe es immer darum, alles in geordnete Bahnen zu bringen, meint Manfred Kleinecke. „Wir schauen genau, wo jemand steht. Welche Ressourcen er oder sie mitbringt und wie man diese nutzen kann.“ Bei manchen Problemen helfe ein Perspektivwechsel: „Hat jemand beispielsweise Probleme damit seine Bachelorarbeit anzupacken, dann überlegen wir mit ihm, wie es sich anfühlen würde, wenn die Arbeit bereits geschafft wäre.“</p>
<p class="text-justify"><strong>„Der Kunde ist König“ &nbsp;</strong></p>
<p>Wie geht es nach einem ersten Gespräch weiter? „Ob anschließend Interesse an weiteren Gesprächen besteht, entscheidet der Kunde.“ Studierende, die seinen Rat suchen, seien nun mal seine Kunden, lacht Manfred Kleinecke. „Und der Kunde ist König.“ Auch ob er der richtige Berater für eine Situation ist, entscheide übrigens der Kunde: „Vielleicht möchte er oder sie lieber mit jemand anderem aus unserem Team sprechen.“ So habe einmal eine Studentin vor ihm gesessen, die Probleme mit ihrem Vater hat. „Dann ist natürlich die Frage, die nur sie beantworten kann, ob sie darüber mit mir sprechen möchte, also mit einem Mann, der im selben Alter ist wie ihr Vater.“</p>
<p>In manchen Fällen vermittelt das Team der Beratungsstelle weiter an psychologische Honorarkräfte, mit denen sie eng zusammen arbeitet: „Die sind dann natürlich noch mal anders ausgebildet als wir.“ Je nach Ausgangssituation könnten diese dann einen tiefenpsychologischen oder verhaltenspsychologischen Ansatz weiter verfolgen.</p>
<p>„Manchmal sehe ich mich aber einfach nur als neutrale Person, die zuhört – und der man sich anvertrauen kann“, ergänzt Manfred Kleinecke. Ist denn immer ein Gespräch vor Ort in Landau nötig? Nicht zwingend, meint er, Video-Calls oder Telefonate seien durchaus möglich – beispielsweise wenn sich jemand im Ausland aufhält. Aber das persönliche Gespräch sei ihm grundsätzlich lieber: „In mancher Situation wird ja etwas gesagt, indem man nichts sagt.“ Das Nonverbale gehöre eben zu einer Gesprächssituation dazu – Manfred Kleinecke weiß, was einen guten Berater ausmacht. „Empathie und der Mensch stehen bei uns im Vordergrund. Und selbstverständlich unterliegen wir der Schweigepflicht.“ Ein offenes Ohr – für die unterschiedlichsten Anliegen der Studis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt und weitere Informationen: </strong><strong> oder unter </strong></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 12:51:22 +0100</pubDate>
                        <title>Political Blockbusters: Wenn die Forschung über TV-Duelle so spannend wie der politische Schlagabtausch selbst wird</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/political-blockbusters-wenn-die-forschung-ueber-tv-duelle-so-spannend-wie-der-politische-schlagabtausch-selbst-wird</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Zwei Kandidaten, eine Bühne, Millionen Zuschauer. TV-Duelle, -Trielle oder in diesem Jahr erstmals auch -Quadrelle gehören zu den spannendsten Ereignissen eines Wahlkampfs. Hier treffen die Spitzenkandidaten direkt aufeinander und stellen sich den kritischen Fragen der Moderatoren. Ein einziger Augenblick kann darüber entscheiden, wie die Zuschauer und potenziellen Wähler den Kandidaten bewerten.</strong></i></p>
<p class="text-justify">Aber was passiert in diesen hitzigen Debatten in den Köpfen der Zuschauer? Welche Argumente überzeugen wirklich? Welche Momente entscheiden über den Gesamteindruck? Und die vielleicht wichtigste Frage: Wie kommt die Urteilsbildung zustande? Jürgen Maier, Politikprofessor im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften an der ֱ in Landau, beschäftigt sich schon seit mehr als 20 Jahren mit genau diesen Fragen. &nbsp;2002 eröffnete sich dem jungen Wissenschaftler mit der ersten TV-Debatte zwischen Edmund Stoiber und Gerhard Schröder ein spannender Themenkomplex, der ihn bis heute fasziniert. Dabei reizt ihn besonders, die Trends zu analysieren, die die Forschung der vergangenen Jahre immer deutlicher sichtbar gemacht hat. Während des ersten TV-Duells hatte Jürgen Maier die Wirkung anhand einer Experimentaluntersuchung mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen vor Ort an der Uni in Bamberg untersucht. Seitdem hat die Forschung zu den TV-Duellen eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Der jüngste technische Sprung erfolgte 2021. Gemeinsam mit Informatiker-Kollegen aus Kaiserslautern und mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelte Maier die App „real smart“. Diese App macht so einiges möglich - vor allem können die Zuschauer mithilfe der App schon während der Live-Übertragung des TV-Duells ihre Bewertungen und Reaktionen in Echtzeit festhalten – unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Die App „real smart“ schafft also eine innovative Grundlage für die diesjährige Forschung. Der kurze Wahlkampf vor der Bundestagswahl 2025 bringt jedoch andere, neue Herausforderungen mit sich. Alles muss deutlich schneller gehen als geplant: „Das, was wir jetzt tun, war eigentlich für den September vorgesehen. Wir hätten normalerweise ganz in Ruhe die Studie ins Feld bringen können. Dazu kommt, dass inmitten aller auf die Schnelle vorgezogenen Vorbereitungen es eine Weihnachtspause gab, die Vorlesungszeit läuft, alle Gremiensitzungen im Gang sind. Und die Studie kommt on Top“, erklärt Maier. Es müssen in kürzester Zeit sechs TV-Duelle, also sechs Datenerhebungen ins Feld gebracht und ausgewertet werden. Mit der App können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor und nach der Sendung einen kurzen Fragebogen beantworten und während der Debatte live bewerten, welche Aussagen oder Kandidaten sie spontan überzeugen, oder welche Momente eher für Skepsis sorgen. Die so gewonnenen Daten sind für die Forschung enorm wertvoll – je mehr Menschen sich beteiligen, desto aussagekräftiger die Erkenntnisse. Deshalb kommt zu den ganzen Vorbereitungen bei Jürgen Maier noch dazu, mit Auftritten in TV, Interviews im Radio, Teilen der Info in den Social ֱ-Kanälen auch, an Live-Insta-Sendungen teilzunehmen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Nachdem die Daten erfasst sind, beginnt die wissenschaftliche Arbeit natürlich erst so richtig. Zunächst müssen die Echtzeitreaktionen der Zuschauer und Zuschauerinnen mit der inhaltlichen Analyse verknüpft werden. „Viele Puzzleteile aus den unterschiedlichen Abteilungen werden hier zusammengesetzt“, so Maier. An dieser Stelle kommen Jürgen Maiers studentische Hilfskräfte zum Einsatz. So auch Masterstudentin Paula Kromm. Akribisch codiert sie die TV-Duelle anhand bestimmter Variablen mithilfe des Statistikprogramms SPSS und muss sich dazu auf inhaltlicher Ebene mit den TV-Duellen auseinandersetzen: Wie oft unterbrechen sich die Kandidaten gegenseitig? Was steht im Fokus der Aussage? Diese und viele weitere Faktoren werden von ihr erfasst und kategorisiert. Was sich zunächst nach reiner Routinearbeit anhört, ist aber Grundlage für die Gewinnung spannender Ergebnisse. Ohne Paula würden Zuschauerreaktionen durch die App zwar in Echtzeit sichtbar gemacht. Doch erst die Kombination aus den Echtzeitreaktionen und dem inhaltlichen Ablauf der Debatten ermöglicht es dem Forschungsteam, genau nachzuvollziehen, welche Aussagen zu welchen emotionalen Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer geführt haben. So lassen sich dann Muster erkennen, die Aufschluss darüber geben, wie politische Botschaften im direkten Duell ankommen – und welche Aussagen vielleicht auch den entscheidenden Unterschied an der Wahlurne machen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">„Die gewonnenen Erkenntnisse sollen möglichst schnell an die Außenwelt gelangen und so den Bürgerinnen und Bürgern und den Medien bereitgestellt werden“, unterstreicht Jürgen Maier. Daher wertet er direkt nach den TV-Sendungen die Angaben aus den Fragebogen aus und stellt sie umgehend danach auf der Projektseite für alle sichtbar zur Verfügung. Die Auswertung der Echtzeitbewertungen ist aufgrund des komplexen Datensatzes aufwändig und benötigt mehr Zeit. &nbsp;Zusätzlich werden die Ergebnisse später in wissenschaftlichen Publikationen und auf internationalen Konferenzen vorgestellt.</p>
<p class="text-justify">Maier muss nun unter enormem Zeitdruck arbeiten und ist seinem Team sehr dankbar, welches begeistert hinter seinem Forschungsansatz steht und alles möglich macht. Eine verlässliche Stütze sind seine wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Jennifer Bast und Hannah Decker als auch die Informatikkollegen, die die App schnellstmöglich auf den neuesten Stand gebracht haben. „Die TV-Duelle sind das wohl wichtigste Einzelereignis während des Wahlkampfes. Es gibt keine Talkshow und kein vergleichbares Format, das auch nur in die Nähe der Reichweite und Aufmerksamkeit kommt, die so eine Debatte generiert“ bekräftigt Maier. Die Experimente bieten eine einzigartige Möglichkeit, sich auf besondere Art und Weise mit Politik auseinanderzusetzen und Teil eines spannenden Forschungsprojektes zu sein. Übrigens: Die Suche nach weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer läuft nach wie vor! Das Beste daran: Jeder und jede kann mitmachen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Wer Lust hat, beim Schauen der TV-Duelle gleichzeitig einen Beitrag zur Forschung zu leisten, kann das ganz einfach tun: App im App-Store oder über die downloaden, dort auch die Sendetermine erfahren und mitmachen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 15:27:31 +0100</pubDate>
                        <title>TechnoPhysik: wenn Physik und Maschinenbau eins werden</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/technophysik-wenn-physik-und-maschinenbau-eins-werden</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>„Du studierst Techno? Die Musikrichtung?“ Fragen wie diese hat TechnoPhysik-Studentin Kaya Gauch schon oft gehört – dabei ist TechnoPhysik ein praxisorientierter Bachelorstudiengang in Kaiserslautern, der Physik und Maschinenbau kombiniert. Ein perfekter Mix aus beiden Welten, wie sie im Interview erzählt.</strong></i></p>
<p class="text-justify"><strong>Wie waren deine ersten Tage an der ֱ und dein Start ins Studium?</strong></p>
<p class="text-justify">Kaya Gauch: Wenn man am ersten Tag an der Uni den Campus betritt, ist das schon ein überwältigendes Gefühl. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und überall sind neue Leute. Vor Vorlesungsbeginn ging es erst einmal zum Mathe-Vorkurs, der auf den Mathe-Anteil im Studium vorbreitet. Das war sehr hilfreich: Dann oder spätestens, wenn danach die Vorlesungen und Seminare beginnen, erkennt man, ob einem das Studium liegt. Nach sieben Semestern lautet mein Fazit: Wer TechnoPhysik studieren will, muss nicht nur Spaß an Physik haben, sondern auch Mathe können.</p>
<p class="text-justify"><strong>Warum hast du dich für ein TechnoPhysik-Studium entschieden?</strong></p>
<p class="text-justify">Kaya Gauch: Mir haben die Fächer Physik und Mathe schon in der Schule gut gefallen. Die reine Physik zu studieren war für mich aber zu abstrakt. Deshalb habe ich mich für ein Studium der TechnoPhysik entschieden, weil es ein gemeinsamer Studiengang der Fachbereiche Physik und Maschinenbau- &amp; Verfahrenstechnik ist. Mir gefällt besonders, dass das TechnoPhysik-Studium praxisorientiert und weniger theoretisch ist als ein reines Physikstudium hat. Genau das Richtige für mich.</p>
<p class="text-justify"><strong>Frau Cappello, Sie sind Studienmanagerin am Fachbereich Physik. Welche Unterschiede gibt es noch zwischen einem TechnoPhysik-Studium und einem Physikstudium? Für wen ist TechnoPhysik die richtige Wahl?</strong></p>
<p class="text-justify">Dr. Sabrina Cappello: Der Schwerpunkt der TechnoPhysik ist anwendungsorientierter. Im Vergleich zum Physikstudium behandelt die TechnoPhysik abstraktere Gebiete, wie zum Beispiel Quantenmechanik oder Mathematik, anwendungsorientierter und nicht in derselben theoretischen Tiefe. Dafür erhalten Studierende der TechnoPhysik eine tiefere Ausbildung in den Ingenieursdisziplinen, wie beispielsweise in Verfahrenstechnik, Werkstoffkunde oder Thermodynamik. Ideal für alle, denen ein Physikstudium zu abstrakt ist und die über den Maschinenbau hinaus studieren möchten. Besonders schätzen die Studierenden die Miniprojekte der TechnoPhysik-Seminare, die projektorientiertes Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Physik und Maschinenbau fördern.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Bei einer solchen Verzahnung der Studienfächer: Ist es möglich, nach einem Bachelor in TechnoPhysik einen Master in einem anderen Fach zu machen, wie bspw. Physik oder auch Maschinenbau?</strong></p>
<p class="text-justify">Dr. Sabrina Cappello: Durch den modularen Aufbau unserer Studiengänge ist ein anschließendes Masterstudium in der Physik mit Auflagen möglich. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Masterstudium in Maschinenbau zu absolvieren.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie schätzen Sie die Berufsperspektiven ein: Was ist mit einem Abschluss in TechnoPhysik möglich?</strong></p>
<p class="text-justify">Dr. Sabrina Cappello: Nach dem Abschluss gibt es beste Berufsaussichten! Die interdisziplinäre und anwendungsorientierte Ausbildung befähigt TechnoPhysikerinnen und TechnoPhysiker, in verschiedenen technischen Bereichen in der Industrie und Forschung zu arbeiten.</p>
<p class="text-justify"><strong>Kaya, dein Bachelorabschluss rückt immer näher. Weißt du schon, was danach kommt?</strong></p>
<p class="text-justify">Kaya Gauch: Nach dem Bachelorstudium möchte ich auf jeden Fall die Grundlagen vertiefen und in einem Masterstudium Schwerpunkte setzen. Gerne wieder an der ֱ. Der Studiengang mit seiner Kombination aus Physik und Maschinenbau ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Wohin es mich danach zieht, weiß ich noch nicht. Was ich jetzt schon weiß: Ich möchte in der Industrie arbeiten. Ein praxisorientiertes Studium wie TechnoPhysik ist da vorteilhaft. Ich denke, die Kombination aus Physik und Maschinenbau hilft dabei, Problemstellungen mit dem Wissen aus zwei unterschiedlichen Fächern zu betrachten. Man schaut über den Tellerrand und bildet eine gute Schnittstelle aus den beiden Bereichen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Rückblickend nach sieben Semestern: Was waren für dich die größten Challenges im TechnoPhysik-Studium?</strong></p>
<p class="text-justify">Kaya Gauch: Ich muss sagen, die Übungen sind anspruchsvoll. Aber man ist nicht auf sich allein gestellt, sondern arbeitet oft in Gruppen zusammen. Die Teamarbeit hilft beim Lösen der Aufgaben und ebenso dabei, andere Studierende kennenzulernen und Anschluss zu finden. Ich habe zum Beispiel nach dem Mathe-Vorkurs und durch die Gruppenarbeiten während der Semester viele tolle und hilfsbereite Leute kennengelernt. Diese Kontakte sind auch Gold wert, wenn herausfordernde Prüfungen anstehen. Generell herrscht an der ֱ ein familiäres Gemeinschaftsgefühl. Die Kurse sind klein, daher sehr persönlich und man kennt sich untereinander.</p>
<p class="text-justify"><strong>Dein Tipp für alle Studieninteressierten?</strong></p>
<p class="text-justify">Kaya Gauch: Keine Scheu zu haben und mit Studierenden aus höheren Semestern zu sprechen! Das hat mir auf jeden Fall sehr geholfen. Deren Erfahrungen sind enorm wertvoll und haben mich wirklich gut durch mein Studium geführt. Außerdem sollte man etwas finden, womit man neben Vorlesung, Übungen und Klausuren auch mal richtig abschalten und Energie tanken kann. Der Pfälzerwald und der&nbsp; bieten hier viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Auspowern. Das Sportangebot ist ein perfekter Ausgleich zum Studium. Gerne bin ich auch mit meinen Freunden in der Altstadt von Kaiserslautern, die Stadt ist nicht zu groß und es fehlt an nichts. Oder ich bin auf dem Betze, da bekomme ich den Kopf gut frei.&nbsp;😉</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 15:15:21 +0100</pubDate>
                        <title>Im Ehrenamt Prinzessin: Emma Frey, Weinprinzessin 2024 von Landau</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/im-ehrenamt-prinzessin-emma-frey-ist-weinprinzessin-von-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Tagsüber studieren und abends aufs Weinfest hört sich erst einmal nach einem typischen Landauer Sommertag an. Doch für Emma Frey, Psychologie-Masterstudentin in Landau, gehörte das zu ihren Aufgaben und Pflichten. Von 2024 bis 2025 war Emma Weinprinzessin von Landau und vertrat in ihrem Ehrenamt die regionale Weinkultur. Wir haben mit ihr während ihrer Amtszeit gesprochen. Wie sie zu diesem besonderen Ehrenamt kam und was ihr besonders viel Spaß macht, erzählt sie im Interview.&nbsp;</strong></i></p>
<p class="text-justify"><strong>Wie bist du auf das Amt der Weinprinzessin aufmerksam geworden?&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">Über Instagram. Ich bin meiner Vorgängerin gefolgt, habe gesehen, was sie als Weinprinzessin macht und auf welchen Veranstaltungen sie ist. Das fand ich total spannend. Als dann auf Insta angekündigt wurde, dass Landau eine neue Weinprinzessin sucht, habe ich mich beworben. Denn ich dachte, dass ich es bereuen werde, wenn ich es nicht versuche.</p>
<p class="text-justify"><strong>Was waren denn deine Beweggründe?&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">Ich bin für mein Studium nach Landau gezogen und habe erst durch meinen Umzug die Region so richtig kennengelernt. Ich wusste nicht, dass es hier so viele schöne Feste gibt. Über Landau und die Umgebung sagt man auch: ‚Hier ist immer was los‘, genau das habe ich kennen und lieben gelernt. Ich glaube, wenn man von woanders kommt, dann schätzt man das noch mal mehr. Die Weinfeste, die Menschen, die Geselligkeit, es macht einfach immer Spaß und Freude – und natürlich trinke ich auch gerne Wein.</p>
<p class="text-justify"><strong>Welchen Wein trinkst du denn am liebsten?&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">Mein Lieblingswein ist der&nbsp;Gewürztraminer, den mag ich sehr gerne. Gleichzeitig liebe ich es, unterschiedliche und neue Weine auszuprobieren, denn nur einen einzigen Wein zu trinken, wäre zu eintönig - die Vielfalt macht es für mich aus.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie hast du dich gefühlt, als du zur Weinprinzessin gekrönt wurdest?</strong></p>
<p class="text-justify">Als ich auf dem Federweißenfest im vergangenen Oktober gekrönt wurde und die große Bühne gesehen habe, habe ich mir schon Gedanken gemacht, was im Jahr meiner Amtszeit alles auf mich zukommt und gehofft, dass alles klappt. Ich gebe einfach mein Bestes und versuche immer, mit einem positiven Gefühl an die Sachen heranzugehen und unbekannte Situationen zu meistern. Bis jetzt funktioniert das auch ziemlich gut.</p>
<p class="text-justify"><strong>Was sind deine Aufgaben und welche Voraussetzungen musst du mitbringen?</strong></p>
<p class="text-justify">Eine entscheidende Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass man Freude am Wein hat und diese Freude auch gerne teilen und vermitteln will. Als Weinprinzessin bin ich auch Botschafterin und vertrete die Landauer Region und ihre vielfältige Weinproduktion, beispielsweise auf Weinfesten, Weinmessen oder anderen Veranstaltungen, je nach Jahreszeit. Im Januar gibt es beispielsweise viele Neujahrsempfänge und in den Sommermonaten viele Weinfeste und Kulturveranstaltungen im Freien. Ich versuche immer mal wieder Einblicke zu den verschiedenen Veranstaltungen auf Instagram zu posten.</p>
<p class="text-justify"><strong>Das klingt nach einem vollen Terminkalender.</strong></p>
<p class="text-justify">Ja, es ist auf jeden Fall immer etwas los, auch über den Winter. Bisher war es ungefähr eine Veranstaltung pro Woche, aber es kann auch mal sein, dass drei Neujahrsempfänge an einem Wochenende sind oder eine Woche lang nichts ist. Im Sommer ist immer viel los und da passt es gut, dass ich noch Studentin bin. So kann ich mir die Zeit selbst einteilen. Glücklicherweise habe ich ein gutes Zeitmanagement, so dass ich mit der Vereinbarkeit von Studium und Ehrenamt keine Probleme habe.&nbsp;Ich sehe es eher als Ausgleich, weil es etwas komplett anderes ist. Allerdings habe ich aus meinem bisherigen Studium auch viel mitnehmen können, was mir in diesem Amt hilft. Beispielsweise muss ich des Öfteren vor vielen Leuten sprechen und Präsentationen halten. Dadurch habe ich gelernt, mich gut zu präsentieren und bin nicht so aufgeregt, wenn ich Reden halte.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie haben deine Freunde und Kommilitonen darauf reagiert?</strong></p>
<p class="text-justify">Den meisten habe ich es erst gesagt, als tatsächlich gewählt wurde und es somit öffentlich wurde. Nur meinen Freund habe ich direkt eingeweiht. Er war überzeugt, dass ich Weinprinzessin werde, wenn ich mich bewerbe, und ich mich schon einmal darauf einstellen könnte (lacht). Meine Freunde waren teilweise überrascht, aber sie haben gesagt, dass sie sich das bei mir gut vorstellen können. Alle haben sich auf mein Jahr als Weinprinzessin gefreut und mir ihre Unterstützung angeboten, das motiviert mich sehr.</p>
<p class="text-justify"><strong>Was macht dir am meisten Spaß?</strong></p>
<p class="text-justify">Am allermeisten Spaß macht es mir, viele neue Menschen kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Leute hier in der Pfalz sind sehr gesellig und das schätze ich an dieser Region sehr. Sie freuen sich immer und haben oft ein Lachen im Gesicht. Wenn ich etwas dazu beitragen kann, dann habe ich alles erreicht. Natürlich probiere ich auch gerne neuen Wein und mag es, neue Dinge zu lernen. Ich komme aus keiner Winzerfamilie, aber habe mir ein gewisses Grundverständnis angeeignet. Wenn ich Winzerinnen und Winzer besuche, erfahre ich viel über sie, ihre Arbeit und den Wein, das erweitert mein Wissen immer weiter. Wie viele unterschiedliche Weine und Weinproduktionen es in Landau und Umgebung gibt und wie wichtig sie für die Region sind, ist mir durch mein Amt als Weinprinzessin noch bewusster geworden. Durch mein Ehrenamt habe ich nochmal gemerkt, wie wichtig es ist, regionale Betriebe und in meinem Fall die Winzerinnen und Winzer und ihre Arbeit zu unterstützen. Das lässt sich aber genauso gut auf alle anderen Bereiche übertragen. Genau dieses Gefühl möchte ich auch in meinem Amt vermitteln, auch an Studierende, denn die regionale Kultur prägt und steht für diese wunderbare Umgebung.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 11 Feb 2025 09:46:07 +0100</pubDate>
                        <title>Als Chorleiter abschalten vom TechnoPhysik-Studium</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/als-chorleiter-abschalten-vom-technophysik-studium</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er wollte verstehen, warum Dinge so funktionieren, wie sie funktionieren, nennt Philip Schreyer als Hauptgrund, weshalb er sich für ein TechnoPhysik-Studium entschieden hat – und berichtet: Sein Studienfach verbinde Elemente aus der Physik und dem Maschinenbau und biete eine breite Auswahl an Vertiefungsmöglichkeiten. Ausgleich findet der Master-Absolvent in der Musik: So leitete er kürzlich einen Projektchor mit 70 Sängerinnen und Sängern.</strong></p>
<p>Als Abiturient war sich Philip Schreyer nicht sicher, was er studieren möchte. Er schnupperte zunächst etwas ins Uni-Leben hinein, schaute sich um: „Ich habe mich damals, noch an der TU Kaiserslautern, einfach in die Vorlesungen gesetzt, beispielsweise in Mathe oder in E-Technik.“ Hängen geblieben sei er dann bei TechnoPhysik: „Das Konzept dieses Studiengangs hat mich angesprochen. Besonders der interdisziplinäre Ansatz und die vielfältigen Vertiefungsmöglichkeiten.“ So startete der gebürtige Mehlinger im Wintersemester 2017 mit dem Bachelor, schloss anschließend den Master an. „Man kann viele Lehrveranstaltungen frei wählen.“ Und es gebe viele praktische Seminare: „Wir arbeiten dort in Gruppen an kleineren Projekten. Einmal haben wir einen autonom fahrenden Roboter konstruiert, der einen Parcours abfährt.“ Auch Team-Arbeit ließe sich so ganz nebenbei noch lernen.</p>
<p><strong>Studiengang mit hohem Praxis-Anteil</strong></p>
<p>„Wir belegen deutlich weniger Theorie-Pflichtveranstaltungen als in einem reinen Physik-Studium.“ Typisch für seinen Studiengang sei nun mal ein hoher Praxis-Anteil. Und was ist das Herausfordernde an seinem Studienfach? „Meine persönlich größte Herausforderung war, dass ich eine schlechte Mathe-Vorbildung hatte.“ Aus seinem Mathe-Grundkurs der gymnasialen Oberstufe konnte er nämlich nicht viel verwenden: „Das ist mir auf die Füße gefallen.“ Diese Defizite ließen sich nach und nach beheben, ein wichtiger Startpunk sei dabei der Mathe-Vorkurs gewesen. Eine weitere Herausforderung: „In der Regelstudienzeit zu studieren, ist bei den technischen Fächern eigentlich utopisch.“ Manchmal ginge dies allein schon aus organisatorischen Gründen nicht, meint er. „Die meisten brauchen länger. Bei mir hat es 14 Semester gedauert. Soweit es möglich ist, sollte man das Ganze also entspannt angehen.“</p>
<p><strong>Nebenamtlich als Organist und Chorleiter tätig</strong></p>
<p>Einen Ausgleich zum Studium findet der 25-Jährige als Chorleiter. So dirigierte er von Februar bis September 2024 den 70-köpfigen „Projektchor Heilig Geist“ anlässlich des Neubaus und der Weihe der Chororgel der katholischen Pfarrkirche St. Maria in Kaiserslautern. Eine kommissarische Tätigkeit – und nicht der erste Chor, den Philip Schreyer führen durfte. Musik sei nun mal seine andere große Leidenschaft: „Übers Orgelspielen bin ich zur Kirchenmusik-Ausbildung gekommen, währenddessen habe ich die Freude am Singen und der Chorleitung entdeckt.“ Drei Jahre habe diese nebenamtliche Qualifizierung gedauert, die er noch zu seinen Schulzeiten – parallel zur Oberstufe – absolvierte. Daraus ergab sich ein langjähriger Nebenjob als Organist und schließlich auch als Chorleiter – beides Tätigkeiten, die sich gut mit dem Studium vereinbaren ließen: „Viele Termine sind ja am Wochenende. Und als Student war ich ja ohnehin flexibel.“</p>
<p><strong>„Ich habe kein Problem mehr damit, Vorträge zu halten. Bin nicht mehr so nervös, wenn ich vor Leuten rede“</strong></p>
<p>Und was sind seine Aufgaben als Chorleiter? „Ich habe Noten ausgewählt, die zu einer geplanten Aufführung passen. Und Menschen für den Chor angeworben. Viele organisatorische Dinge waren zu klären und Proben zu planen, dabei hatte ich zum Glück Unterstützung. Schließlich habe ich die Chorproben geleitet, Töne geprobt, musikalische Details herausgearbeitet und am Klavier begleitet.“ Umgang mit vielen und sehr unterschiedlichen Menschen bedeutete dies zugleich. Die so erworbenen „Soft Skills“, wie er sagt, könne er gut für seinen weiteren Werdegang gebrauchen: „Ich habe kein Problem mehr damit, Vorträge zu halten. Bin nicht mehr so nervös, wenn ich vor Leuten rede.“</p>
<p><strong>TechnoPhysik statt Musik: Rückblickend die richtige Wahl</strong></p>
<p>Philip Schreyer ist in den Endzügen seines Studiums. In seiner Masterarbeit hat er sich mit der spektroskopischen Analyse von dünnen Schichten metallorganischer Moleküle beschäftigt. Wie es bei dem baldigen Masterabsolventen weitergeht, weiß er noch nicht. Berufliche Möglichkeiten gebe es beispielsweise in der Industrie viele. Der Musik aber will er, soweit es seine Zeit ermöglicht, als Hobby treu bleiben. Dass er eine Naturwissenschaft – und eben nicht Musik studiert hat, sieht er rückblickend übrigens als gute Entscheidung: Einen festen Job als Musiker zu finden, sei schwierig. Und als hauptberuflicher Musiker immer abliefern zu müssen, sei auf Dauer vermutlich demotivierend, sagt er. „Aber so habe ich die Freiheit, mir aus Freude Projekte auszusuchen.“ Sein technisch-naturwissenschaftliches Studium hat er in der Tasche – das erworbene Wissen wird er demnächst sicherlich gut einsetzen können.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 18:02:42 +0100</pubDate>
                        <title>Ideen für eine grünere Mobilität in Kaiserslautern</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/ideen-fuer-eine-gruenere-mobilitaet-in-kaiserslautern</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><i><strong>Nach ihrem Studium im Bauingenieurwesen an der ֱ nutzte Anna Rothhaar die Chance, an der Uni eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen: Inzwischen ist sie Verkehrsingenieurin am Institut für Mobilität &amp; Verkehr – und hat bereits das Stadtbild von Kaiserslautern verändert.</strong></i></p>
<p class="text-justify">Dass mich das Thema Mobilität irgendwann einmal packen würde, hätte ich nicht gedacht. Ich wusste aber schon immer, dass ich etwas Technisches oder Mathematisches studieren möchte. Von meiner Heimat in der Nähe von Pirmasens ging es daher zum Studieninfotag der damaligen TU Kaiserslautern, heute ֱ. Ein Vortrag vom Fachbereich Bauingenieurwesen hat mir das Studium in all seinen Facetten vorgestellt und mich direkt begeistert. Also schrieb ich mich direkt nach dem Abitur zum Sommersemester für den Studiengang ein. Das Studium ist breit gefächert und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich auf ein Gebiet zu spezialisieren. In einer Vorlesung habe ich dann meine Leidenschaft entdeckt: Mobilität und Verkehrsplanung.</p>
<p class="text-justify"><strong>„Als Dorfkind kenne ich die Probleme in der Mobilität nur zu gut.“</strong></p>
<p class="text-justify">Ich bin sehr heimatverbunden und wollte während meines Bachelorstudiums zunächst zu Hause wohnen bleiben. Jeden Tag bin ich deshalb 30 km zur Uni und wieder zurückgefahren. Das Auto habe ich, seitdem ich 18 Jahre alt bin – auf dem Land völlig normal und etwas, das ich deshalb auch nie in Frage gestellt habe. Das liegt vor allem daran, dass der öffentliche Nahverkehr auf dem Land einfach nicht gut getaktet ist und keine echte Alternative darstellt.</p>
<p class="text-justify">Die Verkehrsplanungsvorlesung zeigte mir sehr deutlich, dass wir ein Problem in der Mobilität und mit der aktuellen Verkehrsinfrastruktur haben und wir es anders, besser machen müssen. Deshalb habe ich mich innerhalb des Bachelorstudiums für den Vertiefungsbereich „Infrastruktur und Umweltplanung“ entschieden. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse aus den Vertiefungsvorlesungen habe ich mich anschließend für eine Bachelorarbeit in diesem Bereich entschieden. Hier durfte ich in Zusammenarbeit mit der Stadt Kaiserslautern in Sachen Mobilität konkret etwas umsetzen und die erste Fahrradstraße für Kaiserslautern planen. Ich war sehr stolz, als die Stadt Kaiserslautern beschlossen hat, die Pläne aus meiner Bachelorarbeit tatsächlich umzusetzen. Mittlerweile ist die Fahrradstraße in der Rütschhofstraße eingerichtet.</p>
<p class="text-justify"><strong>Eine Wende für E-Scooter in Kaiserslautern</strong></p>
<p class="text-justify">Das Bachelorstudium hatte mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich dazu entschieden habe, auch noch den Master zu machen. Diesen wollte ich ebenfalls an der ֱ absolvieren, da hier der vielfältige Masterstudiengang Bauingenieurwesen mit der Vertiefung „Infrastruktur, Wasser und Mobilität“ angeboten wird – also genau der Bereich, in dem ich weiterarbeiten wollte. Auch in meiner Masterarbeit ging es praxisnah zum Thema Mobilität weiter. Dieses Mal habe ich mich mit einem Verkehrsmittel beschäftigt, das in vielen Städten zu einem Problem geworden ist, dem E-Scooter. Gerade in Kaiserslautern mit seiner hügeligen Topografie eignen sich E-Scooter besonders gut, um die Höhenunterschiede einfach zu überwinden. Aber viele kennen es: Die E-Scooter stehen am Ende einer Fahrt teilweise mitten auf dem Gehweg oder der Fahrbahn.</p>
<p class="text-justify">Was in Städten wie München oder Berlin bereits gut funktionierte, sollte nun auch für Kaiserslautern umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Kaiserslautern und dem E-Scooter-Verleiher TIER habe ich in meiner Abschlussarbeit Abstellflächen für E-Scooter in der Innenstadt geplant. Ziel war es, dass E-Scooter künftig nur noch auf den ausgewählten Abstellflächen abgestellt werden. Dafür habe ich alle getätigten Fahrten eines Monats in Kaiserslautern analysiert und das Nutzungs- und Abstellverhalten untersucht. Die Ergebnisse habe ich in meine Planung einfließen lassen und konnte Empfehlungen aussprechen, wo idealerweise Abstellflächen eingerichtet werden sollten. Entsprechend meiner Planungen wurden seitdem etwa 12 E-Scooter-Abstellflächen in der Lautrer Innenstadt umgesetzt.</p>
<p class="text-justify"><strong>Praxisnah studieren und die Mobilität verbessern</strong></p>
<p class="text-justify">Es ist ein tolles Gefühl, wenn man durch die Stadt läuft und die Ergebnisse seiner Bachelor- und Masterarbeit sieht. Der hohe Praxisbezug, den es am Institut für Mobilität &amp; Verkehr über Kooperationen regelmäßig gibt, hat mich letztlich auch dazu motiviert, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin weiter in diesem Bereich zu forschen. Mein nächstes Ziel ist die Promotion.</p>
<p class="text-justify">Mittlerweile bin ich nach Kaiserslautern gezogen und profitiere selbst von den Mobilitätsangeboten in der Stadt. Das Auto bleibt nun oft zu Hause stehen und ich fahre stattdessen mit dem Bus oder dem E-Scooter durch die Stadt. So etwas wünsche ich mir auch für den ländlichen Raum: Eine bessere Infrastruktur, sodass man weniger auf das Auto angewiesen ist. Erst dann sind die Menschen bereit umzudenken und entscheiden sich für eine grünere Mobilität. Das habe ich selbst erlebt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 30 Jan 2025 15:24:00 +0100</pubDate>
                        <title>„Das Studium an der ֱ ist praxisnah und zukunftsorientiert“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/das-studium-an-der-rptu-ist-praxisnah-und-zukunftsorientiert</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Seine Alma Mater sei praxisnah, zukunftsorientiert und ein idealer Platz auch für international Studierende – so blickt Aakarsh Goel auf seine Zeit an der ֱ zurück. Seine Masterarbeit im Fach „Computer Science“ konnte er bei SmartFactory KL e.V. anfertigen – einer in Kaiserslautern ansässigen Technologie-Initiative, zu der sich führende Unternehmen aus Forschung und Industrie zusammengeschlossen haben.</strong></i></p>
<p>Seit etwa drei Jahren lebt der ursprünglich aus Indien stammende Aakarsh Goel in Deutschland – an der ֱ hat er kürzlich den Master-Studiengang „Computer Science“ abgeschlossen. Ein Fach ganz am Puls der Zeit – so waren Intelligente Systeme, Software Engineering, Machine Learning und Künstliche Intelligenz seine Studien-Schwerpunkte. „Meinen Bachelor hatte ich zuvor in Indien absolviert und dort dann vier Jahre als Software-Ingenieur gearbeitet – im Bereich Website-Entwicklung“, berichtet er – und ergänzt, dass er sich ganz bewusst für einen Master-Studiengang an der ֱ entschieden habe, weil die Uni sehr international aufgestellt sei: „Die Kurse werden auf Englisch angeboten.“ Außerdem sei die ֱ ein renommierter Informatik-Standort. So profitiere man bereits als Studierender von der engen Kooperation mit den in der Nachbarschaft ansässigen Forschungsinstituten – dazu zählt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) oder das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Aakarsh Goel: „Seit meinem zweiten Semester hatte ich die Möglichkeit als Hiwi, also studentische Hilfskraft am DFKI zu arbeiten.“ All diese Benefits konnte er bereits vor Studienstart in Erfahrung bringen: „Damals habe ich mich dafür entschieden, dass dies der beste Platz zum Studieren ist.“ Eine Entscheidung, die er nicht bereut hat. Denn das Studium an der ֱ sei insgesamt sehr zukunftsorientiert: „Die Kurse erhalten ein regelmäßiges Update. Neuste Technologien, Entwicklungen und Erkenntnisse fließen in die Lehre mit ein.“</p>
<p><strong>Für Masterarbeit mit führenden Unternehmen zusammengearbeitet</strong></p>
<p>Dass sein Studium darüber hinaus sehr praxisorientiert ist, macht seine Masterarbeit deutlich: Inhaltlich lässt sich diese den Bereichen Qualitätskontrolle, maschinelles Lernen und autonome Systeme zuordnen – und trägt den Titel „Machine Learning Model Lifecycle Monitoring: A Focus on Drift Detection in Deep Learning for Quality Control“. Aakarsh Goel: „Vereinfacht gesagt, habe ich untersucht, wie sich die Genauigkeit intelligenter Computerprogramme in Werkseinstellungen aufrechterhalten lässt.“ In einer Lkw-Fabrik beispielsweise überprüfen diese intelligenten Systeme, ob Schrauben und Muttern richtig sitzen, indem sie Echtzeitbilder analysieren, die mit kalibrierten Kameras aufgenommen wurden. „Im Laufe der Zeit können diese Systeme aufgrund neuer Muster, wie beispielsweise Änderungen in der Beleuchtung und im Hintergrund, vor Herausforderungen stehen.“ Veränderungen, die übrigens als „Drift“ bezeichnet werden, wie Goel erklärt. „Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der automatischen Erkennung und Behebung dieser Abweichungen, um sicherzustellen, dass insgesamt die Qualität zuverlässig und effizient bleibt.“</p>
<p>Das Besondere: All das konnte er im Rahmen einer Anstellung bei SmartFactory KL e.V. umsetzen. Einer in Kaiserslautern ansässigen Technologie-Initiative, zu der sich führende Unternehmen aus Forschung und Industrie zusammengeschlossen haben – und die gemeinsam themenspezifisch Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um die Schwerpunkte Industrie 4.0 und Fabrik der Zukunft durchführen.&nbsp;&nbsp;SmartFactory ist übrigens eng mit der ֱ Kaiserslautern-Landau verbunden: ֱ-Professor Martin Ruskowski ist Vorstandvorsitzender.</p>
<p>Aakarsh Goel schätzt es sehr, dass er so bereits als Master-Student engen Kontakt zu einer Vielzahl an Unternehmen hatte &nbsp;– und profitierte, wie er betont, bei der praktischen Arbeit zugleich von der sehr guten Ausstattung, die SmartFactory zu bieten hat.</p>
<p><strong>Breit aufgestellt – und bereit für den internationalen Arbeitsmarkt</strong></p>
<p>Und was nimmt der Absolvent außerdem mit? Welches Fazit zieht er aus seiner Zeit in Kaiserslautern? „Die ֱ ist ein guter Platz für international Studierende“, resümiert der 28-Jährige. „Es gibt eine internationale Community. Es gibt viele Events. Und es wird vonseiten der Universität viel dafür getan, dass wir uns wohlfühlen.“ So seien internationale Studierende als studentische Hilfskraft in den Fachbereichen und den benachbarten Instituten sehr willkommen. Eine tolle Sache, um Geld zu verdienen – und um Einblicke in die aktuelle Forschung zu gewinnen.&nbsp;</p>
<p>Den Master in „Computer Science“ hat Aakarsh Goel in der Tasche – was sind seine Pläne für die Zukunft? „Ich möchte die nächsten zwei, drei Jahre in Europa bleiben, am liebsten in Deutschland.“ In ein paar Jahren will er zurück nach Indien – und dort in der Industrie tätig werden. Aktuell ist er aber erst einmal hierzulande auf Stellensuche: „Ich bin mit meinem Studium sehr breit aufgestellt und glaube, dass ich bald etwas finden werde.“ Dank seiner fundierten Ausbildung ist er bereit für den hiesigen und auch den internationalen Arbeitsmarkt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 15:20:00 +0100</pubDate>
                        <title>„Mit abgeschlossenem Studium ist in der Berufswelt vieles einfacher“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mit-abgeschlossenem-studium-ist-in-der-berufswelt-vieles-einfacher</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Ein Maschinenbau-Studium kann schon theoretisch sein, berichtet Masterstudent Simion Kemmer über seine Uni-Erfahrungen. Eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft könne deshalb helfen, sich auch praktische Fertigkeiten anzueignen. Er selbst hat vor seinem Studium eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert. Die dabei gemachten Erfahrungen möchte er – aus gleich mehreren Gründen – nicht mehr missen.</strong></i></p>
<p>Simion Kemmer absolviert derzeit den Masterstudiengang Produktentwicklung im Maschinenbau – spezialisiert hat er sich dabei auf Wälzlager und Getriebe: „Später im Beruf ist es dann beispielsweise so, dass ein Kunde ein Getriebe anfordert. Als Maschinenbauer fängt man dann an, auf einem weißen Stück Papier eine Lösung zu erarbeiten. Das ist unheimlich spannend.“ Der 26-Jährige ist mit den Wegen und Prozessen der Arbeitswelt bereits vertraut: „Vor meinem Studium habe ich eine Berufsausbildung zum Industriemechaniker absolviert.“ Rückblickend die richtige Entscheidung, wie er meint: „Man bekommt durch eine Ausbildung schon sehr früh praktische Einblicke ins Berufsleben.“ Man eigne sich dadurch eine gewisse Arbeitsdisziplin an, lernt, sich zu organisieren. „Eine Ausbildung vor dem Studium kann ich deshalb jedem nur empfehlen.“&nbsp;</p>
<p><strong>„Eine Ausbildung vor dem Studium kann ich jedem nur empfehlen“</strong></p>
<p>Er persönlich wollte die so erworbenen Kenntnisse anschließend weiter vertiefen, ein Studium anhängen: „Ein Ausbildungskollege hat sich damals für ein Studium an der ֱ interessiert. Das hat auch mich gereizt. Ich hatte ja die allgemeine Hochschulreife und wollte mein Wissen in Richtung Physik oder Maschinenbau ausbauen.“ Mit seinem ehemaligen Ausbildungskollegen bezog er eine WG in Kaiserslautern – startete zum Wintersemester 2019/20 in den Bachelor-Studiengang TechnoPhysik – ein Fach, sozusagen am Puls der Zeit: „In meiner Bachelorarbeit habe ich mich dann mit Künstlicher Intelligenz und Optimierungsalgorithmen beschäftigt.“ Es ging um die Planung von Fabrik-Vorgängen: „Ich habe einen Algorithmus, der dort Vorgänge verbessern soll, mit einem weiteren Optimierungsalgorithmus zusätzlich verbessert.“&nbsp;</p>
<p><strong>„Mit einem abgeschlossenen Studium kann man später meist selbst über seine Arbeit entscheiden“</strong></p>
<p>Was ist das Herausfordernde an seinem aktuellen Studiengang? „Ein Maschinenbau-Studium ist schon viel Arbeit. Das darf man natürlich nicht unterschätzen. Ich würde sagen, dass man mindestens zwei Wochen braucht, um sich auf eine Klausur richtig vorzubereiten.“ Das sei schon anders als noch zu Schulzeiten, erinnert er sich zurück. Aber mit einem entsprechenden Abschluss in der Tasche werde später in der Arbeitswelt vieles einfacher, auch das weiß er aufgrund seiner bereits vorhandenen Berufserfahrung: „Mit einem abgeschlossenen Studium kann man später meist selbst über seine Tätigkeiten entscheiden. Und man hat in der Regel auch keine Schichtarbeit.“ Für ihn wichtige Punkte der Motivation.</p>
<p><strong>Als studentische Hilfskraft praktische Erfahrungen sammeln</strong></p>
<p>Wissen sollte man über das Maschinenbau-Studium allerdings auch, ergänzt Simion Kemmer, dass das Ganze schon sehr theoretisch sein kann. Deshalb empfiehlt er jedem, parallel zum Studium eine Hiwi-Stelle anzunehmen – also eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft. So ist Simion Kemmer seit etwa zwei Jahren für einige Stunden pro Woche am Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie tätig: „Ich unterstützte die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Forschung.“ Er arbeitet dabei an Drehmaschinen, an Fräsmaschinen. „Meine Haupttätigkeit ist die Versuchsbetreuung.“</p>
<p>Was empfiehlt er zukünftigen Erstis außerdem? „Unbedingt die Vorkurse besuchen. Die sind eine echte Hilfe. Das Wissen aus dem Mathe-Vorkurs hat mich damals regelrecht durch das erste Semester getragen.“ Außerdem empfiehlt er, Lerngruppen zu bilden, also mit anderen zusammen zu arbeiten. Und: „Durchhalten, nicht aufgeben.“ Es gebe immer wieder Momente, in denen man das Studium am liebsten hinschmeißen würde. „Doch da muss man sich dann durchbeißen.“</p>
<p><strong>Gute Englischkenntnisse – wichtig auch für den weiteren Werdegang</strong></p>
<p>Außerdem sollte man sich gute Englischkenntnisse aneignen. „Für das Studium ist das nicht unbedingt relevant.“ Doch später, vielleicht bei der Masterarbeit – in der Welt der Wissenschaft sozusagen – geht nichts ohne entsprechende Sprachkenntnisse: „Die Fachliteratur ist meist komplett auf Englisch.“</p>
<p>Wo genau die berufliche Reise später hingeht, was er nach dem Studium machen möchte, weiß Simion Kemmer noch nicht genau. Auch wenn seine Tätigkeit als studentische Hilfskraft durchaus sein Interesse für die Wissenschaft geweckt hat: „Vielleicht werde ich nach meinem Master noch eine Doktorarbeit anhängen. Dann ist man für mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem der Lehrstühle an der Uni. Das würde mich schon interessieren.“ Später dann sei er – was seinen Arbeitsplatz angeht – europaweit offen. So oder so: Mit seinem fundierten Wissen aus Praxis und Theorie werden viele Türen offen stehen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-16635</guid>
                        <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 14:15:09 +0100</pubDate>
                        <title>Campus Expedition 2024: Von Landau durch den Pfälzerwald nach Kaiserslautern</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/campus-expedition-2024-von-landau-durch-den-pfaelzerwald-nach-kaiserslautern</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Die ֱ gilt als der grünste Campus Deutschlands dank des Pfälzerwalds zwischen Kaiserslautern und Landau. Das </strong></i><i><strong> (Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden) bietet Studierenden mit der </strong></i><i><strong> die Gelegenheit, die Natur in diesem Biosphärenreservat intensiv zu erleben und die Verbindung zwischen den beiden Standorten Landau und Kaiserslautern auf besondere Weise zu entdecken. Bei der diesjährigen Campus Expedition waren Laura Schlicksupp und Louisa Marie Kienesberger mit dabei, die mit uns ihre Eindrücke geteilt haben.</strong></i></p>
<p>Laura Schlicksupp studiert an der ֱ in Landau Psychologie im 10. Semester und schreibt ihre Bachelorarbeit. Obwohl sie noch nicht allzu viel Erfahrungen mit Wandertouren hat, stellt sie sich immer neuen Herausforderungen und wollte die Campus Expedition unbedingt miterleben.</p>
<p>Louisa Marie Kienesberger kommt ursprünglich aus Österreich. Im Rahmen ihres Erasmus-Mundus-Masterstudiums hat sie Universitäten in Frankreich und Dänemark kennengelernt sowie in Deutschland die ֱ in Kaiserslautern. Letztere überzeugt: Sie ist wieder zurück und schreibt nun an der ֱ ihre Masterarbeit im Studiengang Quantum Technologies. Dabei schätzt sie besonders die Natur und die Nähe zum Pfälzerwald – die Campus Expedition 2024 war also ein Muss!&nbsp;</p>
<p><strong>Laura und Louisa, was ist die Campus Expedition und was hat euch gereizt, daran teilzunehmen?</strong>&nbsp;</p>
<p>Louisa: Ziel der Campus Expedition ist es, in ungefähr drei Tagen von Landau nach Kaiserslautern zu wandern. Das erste Mal hat sie 2023 stattgefunden und wurde nach der Zusammenführung von den beiden Universitäten Landau und Kaiserslautern vom ZSGW ins Leben gerufen.&nbsp;Für die Campus Expedition 2023 war ich mit meiner Bewerbung zu spät dran. Umso schöner, dass es dieses Jahr geklappt hat.</p>
<p>Laura: Ich habe 2023 den QR-Code auf einem Flyer gescannt, als ich die Werbung gesehen habe. Ich musste mich mit einer Art Motivationsschreiben bewerben und kurz erzählen, wer ich bin und weshalb ich unbedingt dabei sein will. Was mich besonders an der Campus Expedition gereizt hat: Der Pfälzerwald, der die beiden Standorte Kaiserslautern und Landau verbindet. Daher geht es bei der Campus Expedition auch darum, die Natur zu erkunden und sie in all ihren Facetten zu entdecken. Leider wurde ich bei meiner ersten Bewerbung nicht direkt genommen, aber dieses Jahr hat es dann geklappt!&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Wie war die Campus Expedition 2024 für euch?</strong>&nbsp;</p>
<p>Laura: Ich bin in die Campus Expedition mit viel Abenteuerlust gestartet, und das ist auch so geblieben. Aber es war etwas schade, dass wir aufgrund des unbeständigen Wetters relativ viel umplanen mussten. Es lief also manchmal etwas chaotisch ab und war für alle Beteiligten zeitweise wirklich stressig, weil wir oft improvisieren mussten. Das hat die Stimmung aber glücklicherweise überhaupt nicht beeinflusst. Im Gegenteil – es war eben ein kleines Abenteuer.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Louisa: Genau! Wir wurden von Hagel und Schnee überrascht, weshalb wir einige Strecken mit dem Bus zurückgelegt haben und weniger gelaufen sind als geplant. Auch beim Aufstellen der Nachtlager mussten wir umdenken und das Wetter bei der Planung berücksichtigen. So war es dieses Jahr eine etwas andere Campus Expedition. Ich finde aber, dass das alles zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.&nbsp;</p>
<p><strong>Das hört sich nach einer besonderen Herausforderung an. Ist die Campus Expedition auch etwas für ungeübte Wanderinnen und Wanderer?</strong>&nbsp;</p>
<p>Louisa: Aus Erzählungen wusste ich schon, dass die Campus Expedition eine kleine sportliche Herausforderung sein kann. Aber ich bin gern in der Natur und viel in den Bergen unterwegs. In meiner Heimat gehe ich viel wandern und klettern, weshalb ich mich auch für die Campus Expedition beworben habe. Grundsätzlich ist die Campus Expedition aber für alle offen. Natürlich schadet es nicht, wenn man schon ein bisschen gewandert ist, aber es sollte auch für völlig Ungeübte machbar sein. Wir waren eine Gruppe von 17 Teilnehmenden, alle mit unterschiedlichem Lauftempo. Trotzdem sind wir immer zusammen gelaufen und haben aufeinander gewartet. Das lag vor allem auch daran, dass das ZSGW die Campus Expedition super organisiert hat. Wir waren perfekt ausgestattet, konnten das Camping Equipment im Bus transportieren und mussten außer einem kleinen Wanderrucksack bspw. für Wasserflaschen nichts mitnehmen. Deshalb kann ich jedem empfehlen, die Campus Expedition auszuprobieren.&nbsp;</p>
<p>Laura: Das sehe ich auch so. Ich hatte definitiv unterschätzt, wie viel Organisation dahintersteckt und war wirklich beeindruckt von dem Team hinter der Campus Expedition. Vor allem, weil ich mich im Vorfeld um nichts kümmern musste. Ungeübte Wanderinnen und Wanderer sollten meiner Meinung nach einfach viel Motivation und Willensstärke mitbringen. Die braucht man, um weiterzulaufen, auch wenn man mal körperlich schlapper wird oder keine Lust mehr hat. Wenn die Motivation da ist, dann kriegt man den Weg gut hin. Die gute Laune auf der Strecke und die Stimmung innerhalb der Gruppe helfen da auch total!&nbsp;</p>
<p><strong>Gab es trotz des Wetters ein Highlight?</strong>&nbsp;</p>
<p>Laura: Die Landschaft – die war wirklich unglaublich schön. Und außerdem hatte ich drei Tage lang mein Handy aus, um mal so richtig abzuschalten. Das war mein persönliches Highlight. Ich bin nach der Tour nach Hause gekommen und war viel entspannter als davor. Die Natur, trotz des Wetters, hat mich total entspannt.&nbsp;</p>
<p>Louisa: Für mich ist es tatsächlich ein Highlight, gerade wegen des Wetters. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man morgens das Zelt aufmacht und frisch gefallener Schnee liegt. Und abends ist es umso gemütlicher am Lagerfeuer. In unserer Gruppe war auch noch ein Gitarrist. Alles in allem war es perfekt!&nbsp;</p>
<p><strong>Da habt ihr die Natur in all ihren Facetten erlebt…</strong>&nbsp;</p>
<p>Louisa: Definitiv! Überraschend war für mich, dass die Campus Expedition nicht nur ein Wanderausflug war. Auf dem Weg von Landau nach Kaiserslautern haben wir an verschiedenen Stationen Halt gemacht und uns mit Förstern sowie anderen Experten ausgetauscht. Sie sind zum Teil mit uns gewandert und haben uns den Pfälzerwald aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier Wissenschaft, Umweltschutz und Natur treffen und ich so viel Neues lerne.&nbsp;</p>
<p><strong>Und das alles gibt’s im Expeditionsbuch zum Nachlesen und Nacherleben?</strong>&nbsp;</p>
<p>Louisa: Genau, das <a href="file:///C:/Users/xoz57bej/Desktop/•%09https:/zsgw.rptu.de/campusplus/wald/campus-expedition/das-expeditionsbuch" target="_blank">Expeditionsbuch</a> gibt es seit dem Start der Campus Expedition im vergangenen Jahr. Darin haben sich alle Teilnehmenden und Stationsexperten verewigt, und es ist immer mit dabei. An jeder Station haben wir ein Gruppenfoto gemacht und die Erlebnisse festgehalten. Es ist ein Buch voller schöner Erinnerungen, das über viele Jahre genutzt und weitergegeben werden soll.&nbsp;</p>
<p><strong>Warum sollte jeder einmal an der Campus Expedition teilnehmen?</strong>&nbsp;</p>
<p>Laura: Ich habe jemanden kennengelernt, mit dem ich sogar sofort nochmal campen gegangen bin. Das war total cool! Außerdem macht es so viel Spaß, draußen in der Natur zu sein. Man lernt unglaublich viel über sich selbst und die anderen in der Gruppe. Und dieses Erlebnis – das Campen im Wald, die Witterungsverhältnisse und die Landschaft – ist wirklich einmalig!</p>
<p>Louisa: Dem kann ich mich nur anschließen. Einfach gute Laune mitbringen und für alles andere ist gesorgt!&nbsp;</p>
<p><strong>Die Campus Expedition auf einen Blick:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Wanderung vom Campus Landau zum Campus Kaiserslautern (Startcampus abwechselnd) innerhalb von drei Tagen</li><li>Besuche von Forschungsstationen mit wertvollen Einblicken in wissenschaftliche und ökologische Zusammenhänge</li><li>60 Kilometer Strecke und 1700 Höhenmeter</li><li>Nächste Campus Expedition: Herbst 2025</li><li>Mehr Infos zur Campus Expedition: </li></ul>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 Jan 2025 08:52:22 +0100</pubDate>
                        <title>„Alles kann, nichts muss“: Chancen und Grenzen an einer amerikanischen Highschool</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/alles-kann-nichts-muss-chancen-und-grenzen-an-einer-amerikanischen-highschool</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Mitte September haben sich 17 Studierende der ֱ für eine Studienreise in den Osten der USA aufgemacht - nach Pennsylvania, genauer in die kleine Stadt East Stroudsburg, nahe der Grenze zu New Jersey. Vor ihnen lagen vier Wochen Eintauchen in die amerikanische Highschool-Welt. Allerdings drückten sie dort nicht die Schulbank, sondern standen auf der anderen Seite des Lehrerpults: Sie bekamen einen tiefen Einblick in den Alltag der Lehrkräfte vor Ort, in das Unterrichten, die Schulausstattungen und die Möglichkeiten an einer staatlichen Schule – aber auch deren Grenzen. Gefördert wird der praxisorientierte Kurzaufenthalt, der im Übrigen als Orientierendes Praktikum im Rahmen des Lehramtsstudiums anerkannt werden kann, durch Stipendien der Santander Bank.</strong></i></p>
<p>Safiye Karaagac und Ken Fischer, beide Lehramtsstudierende an der ֱ in Landau, waren beim diesjährigen Austauschprogramm dabei. „Es war eine intensive Zeit. Es gibt viele Dinge, die ich gerne nach Deutschland mitnehme, zum Beispiel das Verständnis von Schule als Wohlfühlort, die vielen Wahlmöglichkeiten und das alles kann, aber vieles nicht muss. Andere Dinge, wie die unglaubliche Ressourcenverschwendung, lasse ich gerne drüben“, sagt Ken über die Vielfalt der Eindrücke und den Kontrastreichtum der Erfahrungen. „Mir hat es die Offenheit der Lehrkräfte uns Studierenden gegenüber angetan“, ergänzt Safiye. „Das hat es sehr leicht gemacht, wirklich eintauchen zu können in den Highschool Alltag: Ich war überall in der Schule willkommen“, erzählt die Lehramtsstudentin mit den Fächern Englisch und Französisch. „Genau“ stimmt ihr Ken zu. „Das Individuum steht im Mittelpunkt. Bei einem meiner Unterrichtsbesuche schlief ein Schüler ein. Im Anschluss an den Unterricht habe ich den Lehrer gefragt, warum er das zugelassen hat. Seine Antwort hat mich überrascht“, sagt Ken. Der Lehrer meinte, er wisse nicht, was zu Hause bei dem Schüler los sei und warum er so müde war. Aber offensichtlich brauchte er den Schlaf. „Den Menschen und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen und die Schule als Wohlfühlort zu verstehen, fühlt sich für mich total richtig an. Das ist eine Sache, die ich für meinen späteren Berufsalltag mitnehmen werde“, ist der Lehramtsstudent mit der Fächerkombi Englisch und Sport überzeugt.</p>
<p><strong>Ausstattung auf höchstem Niveau</strong></p>
<p>Als die beiden von der Ausstattung der staatlichen Stroudsburg Highschools erzählen, an denen sie jeweils ihre Praktika absolviert haben, geraten sie ins Schwärmen. „Das muss man sich mal vorstellen: Wenn ein Schüler dort für das nächste Schulquartal das Fach Werken wählt, dann arbeitet er an professionellen Holzverarbeitungsmaschinen und es entstehen wirklich großartige Werke. Das ist extrem motivierend“, schwärmt Ken. Im Gegensatz zu den Bedingungen, unter den Schülerinnen und Schüler in Deutschland lernen müssen, seien die dortigen Ausstattungen staatlicher Schulen sehr hochwertig und professionell. „Man merkt sehr stark, dass der Staat mehr Geld in Bildung investiert als hier“, bedauert Ken. Dabei reichen die Wahlmöglichkeiten in Pennsylvania von Film über Marketing oder Musik in all ihren Facetten, Sport für Anfänger und Fortgeschrittene, Life Skills und Finanzen.</p>
<p><strong>Inklusion ist eine Selbstverständlichkeit</strong></p>
<p>„Durch die Wahlmöglichkeiten ist das Kurssystem an sich bereits sehr lernmotivationserhaltend“, erzählt Safiye. Die Schülerinnen und Schüler differenzieren selbst. „Beispielsweise gibt es in Französisch die Kurse eins bis fünf. Der Schüler wählt einfach den Kurs, der zu seinem Kenntnisstand und seinen Zielen passt“, erklärt sie. „An der Highschool, an der ich war, konnte Inklusion dadurch ganz anders stattfinden“, ergänzt Ken die Vorteile, die durch ein freiwählbares Kurssystem entstehen. „Die ‚Kids with special needs‘ konnten so ganz selbstverständlich dabei sein und wählten das, was ihnen liegt. Bei unseren Uni-Besuchen haben wir sehen können, dass sich der Inklusionsgedanke der Highschools dort fortsetzt. Menschen mit Beeinträchtigungen, wie dem Downsyndrom, sind selbstverständlicher Teil der Studierendenschaft.“</p>
<p><strong>Politik ist tabu</strong></p>
<p>Allerdings gibt es, so die beiden, ein großes Tabuthema in der Schule, das sei die Politik. „Es gab so viel Auswahl bei den Fächern. Politik war aber nicht dabei“, erzählt Safiye. „Wir waren ja in der Hochphase des Wahlkampfes dort. Und Pennsylvania ist auch noch einer der Swing States gewesen. Da hatten wir natürlich die Hoffnung, das total intensiv mitzubekommen. Einmal hat einer der Schüler einen Wahlzettel einer Partei mit in die Schule gebracht und gegenüber der Lehrerin den Wunsch geäußert, ob der Kurs über die einzelnen Parteien und ihre Wahlprogramme sprechen könnte. Das wurde abgelehnt. Politik sei Privatsache.“</p>
<p><strong>Zeit On-Tour zu sein</strong></p>
<p>In den vier Wochen war jeder Studierende einer Lehrkraft zugeordnet. „Wir konnten unsere Mentoren in den Unterricht begleiten und je nachdem, was wir uns zugetraut haben, auch selbst unterrichten“, sagt Ken. „Und wenn wir in ein anderes Fach als das unserer Lehrkraft reinschauen wollten, war das total unkompliziert – es war sogar gewünscht“, so Safiye. Obwohl die Highschool in den USA als Ganztagsschule von morgens 7:00 Uhr bis 14:30 am Mittag organisiert ist, blieb genug Zeit, Pennsylvania und den Nachbarstaat New Jersey, sowie New York und Philadelphia zu erkunden. „In der ersten Woche haben die Organisatoren vor Ort ein tolles Kennenlernprogramm auf die Beine gestellt. Die Studierenden, die nächstes Jahr zu uns nach Landau kommen, waren zudem unsere Buddys und haben uns zu ihren Unternehmungen mitgenommen. Wir waren auf Konzerten, beim Wrestling und auf dem Essiggurkenfest“, erzählen Ken und Safiye.</p>
<p>Ein wirklich rundum stimmiger Auslandsaufenthalt sei es gewesen, so die beiden angehenden Lehrkräfte. Organisiert wurde der praxisorientierte Kurzaufenthalt durch das Zentrum für Lehrerbildung der ֱ in Landau in Zusammenarbeit mit dem Referat für internationale Angelegenheiten und dem Fach Anglistik. Durch das Stipendium konnten die Reisekosten nahezu vollständig abgedeckt werden. „Wir sind gespannt, was unsere Buddys zum deutschen Schulsystem sagen. So oder so freuen wir uns sehr auf deren Kommen“, sind sich Safiye und Ken einig.</p>
<p><a href="/zfl-zlb/home/news-im-ueberblick/news/foerderung-praxisorientierte-kurzaufenthalte-in-den-usa" target="_blank">Weitere Infos zu den Rahmenbedingungen und zum Bewerbungsverfahren &gt;&gt;</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 11:43:31 +0100</pubDate>
                        <title>Nachhaltigkeit an der ֱ voranbringen und positive Dinge zum Wachsen bringen: Das Green Office</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/nachhaltigkeit-an-der-rptu-voranbringen-und-positive-dinge-zum-wachsen-bringen-das-green-office</link>
                        <description>Das Green Office ist eine zentrale Anlaufstelle für Nachhaltigkeit an der ֱ und hat das Ziel, Nachhaltigkeit in allen Bereichen unserer Universität voranzubringen. Studierende und Mitarbeitende werden über Themen in diesem Bereich informiert, miteinander vernetzt und bei Projekten unterstützt. Welchen Aufgaben und eigenen Projekten es sich widmet und wie Interessierte sich engagieren können, erzählt Julia Krawitz, Referentin für Nachhaltigkeit am Campus Landau, im Interview. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Green Office ist eine zentrale Anlaufstelle für Nachhaltigkeit an der ֱ und hat das Ziel, Nachhaltigkeit in allen Bereichen unserer Universität voranzubringen. Studierende und Mitarbeitende werden über Themen in diesem Bereich informiert, miteinander vernetzt und bei Projekten unterstützt. Welchen Aufgaben und eigenen Projekten es sich widmet und wie Interessierte sich engagieren können, erzählt Julia Krawitz, Referentin für Nachhaltigkeit am Campus Landau, im Interview.&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Wie sind Sie zum Green Office gekommen?</strong></p>
<p>Im Zuge der Fusion unserer beiden Universitätsstandorte wurde in Landau parallel zu Kaiserslautern die Stelle der Referentin und des Referenten für Nachhaltigkeit geschaffen. Seitdem arbeite ich eng und abgestimmt mit meinem Kollegen Tobias Röhr in Kaiserslautern und dem gesamten Team Nachhaltigkeit der ֱ zusammen. Gleichzeitig haben wir ein übergeordnetes Green Office an der ֱ etabliert, das sich aus dem bisherigen rein studentischen Green Office in Landau und einem neu gegründeten Green Office in Kaiserslautern zusammensetzt. So können wir in Zukunft standortübergreifend und synchron Projekte für Nachhaltigkeit voranbringen. Derzeit arbeiten sechs studentische Hilfskräfte aus Landau und aus Kaiserslautern in verschiedenen Arbeitspaketen im Green Office mit.</p>
<p><strong>Welchen Themen und Projekten widmet sich das Green Office? </strong></p>
<p>Wir fungieren als eine Art Interessenvertretung aller Anspruchsgruppen und vernetzen verschiedene Akteure im Bereich Nachhaltigkeit. Zu unseren Aufgaben gehören unter anderem die Etablierung von Partizipationsformaten wie unsere Arbeitsgruppen und die Organisation verschiedener Nachhaltigkeitsprojekte. Wir schaffen in der AG Lehre zum Beispiel gerade ein&nbsp;digitales&nbsp;Austauschformat&nbsp;„Exchange for Tomorrow – Dialog über Lehre für eine nachhaltigere Zukunft“. Ein- bis zweimal im Semester werden sich hier zwei Lehrende aus unterschiedlichen Fachdisziplinen in einem lockeren Gespräch über ihre Ideen, Erfahrungen und Herausforderungen zu Lehre für eine nachhaltigere Zukunft austauschen können. Weitere Arbeitsgruppen sind die AG Abfall/Papier und die AG Mobilität, in denen sich, genau wie in der AG Lehre, alle Mitarbeitende und Studierende der ֱ beteiligen können. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Problemstellungen und arbeiten an Lösungsansätzen, die in die Nachhaltigkeitsstrategie der ֱ einfließen.</p>
<p>Auf unserer <a href="/nachhaltigkeit" target="_blank">Webseite</a> stellen wir regelmäßig nützliche Informationen zum Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung. Im Dezember wird es erstmalig unseren Green Office- <a href="/nachhaltigkeit/green-office/green-office-newsletter" target="_blank">Newsletter</a> geben, über den wir sowohl Informationen über unsere Arbeit teilen, aber auch Highlights zu Nachhaltigkeit an der ֱ oder „World News“ zu Nachhaltigkeit. Hinzu kommen nützliche Tipps und Good-to-know-Ratschläge für nachhaltiges Handeln im Alltag. Beispielsweise zur Frage, wie man beim Kochen Energie sparen kann. In all diesen Bereichen wirken unsere studentischen Hilfskräfte mit und bringen ihre Ideen ein.</p>
<p>Im Rahmen unserer Projekte wollen wir beispielsweise das  weiterentwickeln und sichtbarer machen. Die Studierenden haben durch das Zertifikat die Möglichkeit, interdisziplinäre Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich Nachhaltige Entwicklung zu erwerben.</p>
<p>Wir kooperieren mit dem  der ֱ, mit Schulen oder anderen Bildungs- und Gesellschaftsakteuren, um Projekte, wie die <a href="/nachhaltigkeit/detailseite/news/woche-fuer-nachhaltige-mobilitaet" target="_blank">„Woche für nachhaltige Mobilität“</a>, durchzuführen. In diesem Jahr gab es beispielsweise verschiedene Vorträge, Aktionen und Infostände, um die Studierenden und Mitarbeitenden für eine nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen die Fachbereiche und andere Abteilungen in Ihren Angeboten?</strong></p>
<p>Wir haben eine digitale Partizipationsplattform namens ‚Werkstatt Nachhaltigkeit‘, bei der wir immer einen Referenten oder eine Referentin zu einem bestimmten Thema einladen, um im Anschluss mit den Teilnehmenden in einen Diskurs zu gehen. Da haben wir Beteiligung aus den unterschiedlichsten Bereichen, genauso wie in unseren Arbeitsgruppen.</p>
<p><strong>Wie definiert das Green Office ‚Nachhaltigkeit‘?</strong></p>
<p>Wir orientieren uns als Green Office unter anderem an der Nachhaltigkeitsdefinition der  (Sustainable Development Goals). Wir möchten erreichen, dass auch zukünftige Generationen eine lebenswerte Zukunft haben, und dass die Belastungsgrenzen der Erde nicht überschritten werden. Seinen Ursprung hat der Begriff der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft und bedeutet, dass nur so viel entnommen werden sollte, wie auch nachwachsen kann. Das passt gut zu unserem Slogan: ‚Was wächst und gedeiht‘. Genau das ist unsere Idee: positive Dinge zum Wachsen zu bringen.</p>
<p><strong>Haben Sie ein Lieblingsprojekt? </strong></p>
<p>Ja, aus meiner persönlichen Warte ist es tatsächlich der Newsletter. Es ist ein Herzensprojekt. Nachhaltigkeitskommunikation ist uns sehr wichtig. Wir sehen es als unsere Aufgabe, an der Universität sichtbar zu machen, was im Bereich Nachhaltigkeit passiert. Die Studierenden haben viel Herzblut in den Newsletter gesteckt und recherchieren sehr gewissenhaft.</p>
<p>Ein aufwendiges, aber schönes Projekt war auch die Woche für nachhaltige Mobilität. Geplant wurde sie in der AG Mobilität, in der sowohl Studierende als auch Mitarbeitende der ֱ gemeinsam mitwirken. Umgesetzt wurde sie an beiden Standorten. Mit unseren offenen Arbeitsgruppen schaffen wir Partizipationsmöglichkeiten, an denen sich jeder und jede beteiligen kann. Das macht immer viel Spaß und ist immer sehr schön.</p>
<p><strong>Wie können Interessierte bei Ihnen mitmachen?</strong></p>
<p>Interessierte, egal ob Studierende oder Mitarbeitende, sind immer herzlich willkommen und haben die Möglichkeit, sich in unseren Arbeitsgruppen einzubringen. Aktuell gibt es die AG Lehre, die AG Abfall/Papier und die AG Mobilität, die sich regelmäßig im Abstand von sechs bis acht Wochen treffen. Alle Themen und Projekte werden gemeinsam in der Arbeitsgruppe entschieden und entwickelt. Wir freuen uns über Menschen, die für Nachhaltigkeit brennen. Per <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+hsffopggjdfAsquv/ef" data-mailto-vector="1">E-Mail</a> kann man uns auch Ideen in unserem „Ideenbriefkasten“ mitteilen, die wir dann je nach Machbarkeit auch versuchen umzusetzen. Wir stehen auch immer gerne unterstützend zur Seite, wenn Studierende selbst etwas auf die Beine stellen wollen. Unsere Möglichkeiten sind vielfältig.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen persönlich am Green Office so wichtig?</strong></p>
<p>Ich liebe das Green Office, weil ich die Zusammenarbeit mit den Studierenden so schätze. Es ist großartig, was sie an Ideen und an Engagement einbringen und wie konstruktiv sie miteinander umgehen. Mir ist auch besonders wichtig, dass das Green Office ein kreativer Ort bleibt, der „wächst und gedeiht“, wie es so schön in unserem Newsletter heißt. Dieser Ort ist lebendig, positiv, kreativ und ist gefüllt mit dem Input junger engagierter Menschen, die die Möglichkeit haben schöne und wichtige Dinge auf die Beine zu stellen. Ich finde, das ist schon sehr besonders.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16474</guid>
                        <pubDate>Mon, 09 Dec 2024 15:04:17 +0100</pubDate>
                        <title>„Alles was momentan in der Forschung angesagt ist, kommt bei uns auch in die Lehre“</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Begeisterung studiert Sharany Sivasothy das Fach Maschinenbau an der ֱ. Studieninteressierten empfiehlt sie, im Vorfeld ein Praktikum zu absolvieren, denn so bekomme man „erste Eindrücke und Einblicke in den Studiengang“. Bei Fragen brauche man außerdem keine Angst haben, sich an die Professorinnen, Professoren und Mitarbeitenden zu wenden – denn „das sind ja auch nur Menschen und waren selbst irgendwann Studierende.“</strong></p>
<p>Ihr älterer Bruder habe sie auf die Idee gebracht, Maschinenbau zu studieren, erzählt Sharany Sivasothy – nicht ohne eine gewisse Prise an Stolz und Begeisterung: „Denn während seines Maschinenbau-Studiums hat er mir immer wieder davon erzählt. Das hörte sich alles sehr spannend und interessant an.“ So spannend, dass sie im Jahr 2018 ein Schülerpraktikum an der damaligen TU Kaiserslautern absolvierte – am Lehrstuhl für Messtechnik und Sensorik. Als Praktikantin bekam sie dort erste Einblicke in die ingenieurwissenschaftliche Forschung: „Ich habe zum ersten Mal programmiert und auch Erfahrungen mit einem 3D-Drucker sammeln können. Und ich habe damals schon festgestellt, dass es an der Uni in Kaiserslautern sehr familiär zugeht. Man geht nicht unter. Jederzeit kann man Fragen stellen.“ Für die damalige Schülerin war die Hospitanz ein voller Erfolg – „dann lag es natürlich auf der Hand, dass ich auch in Richtung Maschinenbau gehe.“</p>
<p><strong>Am Puls der Zeit: Aktuelle Forschungsfragen werden bereits im Studium aufgegriffen</strong></p>
<p>Einige Jahre später zog es die gebürtige Saarländerin zum Studieren dann selbst nach Kaiserslautern. Inzwischen ist sie im sechsten Semester – absolviert den noch auslaufenden Diplom-Studiengang. „Am Maschinenbau-Studium gefällt mir vor allem die Vielfältigkeit“, berichtet die heute 21-Jährige. „Man beschäftigt sich mit technischen und mechanischen Fragestellungen. Gleichzeitig bekommt man einen guten Einblick in neue und moderne Technologien. Alles was momentan in der Forschung angesagt ist, kommt bei uns auch in die Lehre.“ Was wäre das beispielsweise? „Die additive Fertigung“ – gemeinhin auch als 3D-Druck bezeichnet. Fertigungsverfahren also, die sich von herkömmlichen Herstellungsprozessen unterscheiden – „und immer wichtiger für die Industrie werden“. Das Besondere: Bei der additiven Fertigung entsteht ein Werkstück, indem Schicht für Schicht Material aufgetragen wird. Selbst komplexe Strukturen lassen sich so relativ unkompliziert realisieren.</p>
<p><strong>Ihr Tipp: Strukturiert und stressresistent sein</strong></p>
<p>Doch noch mal zurück zum Maschinenbau-Studium: Was meint Sharany Sivasothy, wo liegen die größten Schwierigkeiten? Was sind Hürden und Herausforderungen? Sie lacht: „Natürlich muss man stressresistent sein, wenn man Maschinenbau studiert.“ Die Vielfältigkeit des Studiums bringe nun mal eine Fülle an Informationen mit sich. „Man muss mit klarem Kopf an die Sache herangehen, sonst geht es nicht.“ Jedem Studieninhalt habe sie sich Schritt für Schritt genähert. „Man sollte strukturiert sein, das musste ich auch früh lernen.“</p>
<p>Ihre Schwerpunkte im Studium liegen auf dem Gebiet der Produktionstechnik. „Vereinfacht gesagt geht es in den Lehrveranstaltungen darum, wie sich die Produktion verbessern lässt. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit beispielsweise.“ Fragen, die sich am Puls der Zeit bewegen, insbesondre auch hierzulande, „denn in Deutschland wird nun mal sehr viel produziert.“</p>
<p>Die Inhalte des auslaufenden Diplom-Studiengangs sind mittlerweile in die Bachelor- und Masterstudiengänge des Fachbereichs „Maschinenbau und Verfahrenstechnik“ übergegangen. Ab dem fünften Semester können Bachelor-Studierende einen eigenen Schwerpunkt setzen – zur Auswahl stehen Produktentwicklung, Fahrzeugtechnik, Materialwissenschaften und Werkstofftechnik, Produktionstechnik, Computational Engineering, angewandte Informatik sowie Mechatronik und Automatisierungstechnik. Im Master lassen sich die Gebiete weiter vertiefen.</p>
<p><strong>Als studentische Hilfskraft an Forschung und Entwicklung mitarbeiten</strong></p>
<p>Was das Thema ihrer Diplomarbeit sein wird, weiß Sharany Sivasothy noch nicht. „Es stehen vorher noch Klausuren und ein 16-wöchiges Praktikum an.“ So oder so: Ihr bislang im Studium erworbenes Theorie-Wissen erweitert sie als studentische Hilfskraft mit reichlich praktischem Know-how: „Ich bin Hiwi am Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie.“ Sechs Stunden pro Woche packt sie dort mit an: „Ich arbeite an Versuchsaufbauten, an Konstruktionen. Ich recherchiere außerdem zu theoretischen Fragen und arbeite an Programmierungen und Simulationen.“ Studentische Hilfskraft – eine Erfahrung, die sie jedem nur empfehlen kann: „Ich lerne dabei unheimlich viel dazu.“</p>
<p>Später könne sie sich durchaus eine berufliche Zukunft im Bereich von Forschung und Entwicklung vorstellen. „Die Grundprinzipien, die ich im Studium lerne, also beispielsweise wie gehe ich an ein Problem heran, wie recherchiere ich dazu, die kann man in vielen Gebieten gebrauchen. Vom TÜV-Prüfingenieur bis hin zum Konstrukteur in der Automobilindustrie ist mit unserem Studium also vieles möglich. Ingenieure werden überall gebraucht.“ Studieninteressierten empfiehlt sie vorab ein Praktikum zu absolvieren, um so erste Einblicke in den Maschinenbau zu gewinnen: „Ein Praktikum wäre beispielsweise auch bei uns an der Uni möglich, an einem der Lehrstühle, das ist kein Problem.“ Und außerdem: „Ich empfehle im Vorfeld zudem mit Leuten zu sprechen, die Maschinenbau studieren oder studiert haben. Auch so bekommt man erste Einblicke.“ Und man könne sich im Vorfeld beispielsweise auch die Prüfungsordnung anschauen: „So erfährt man, welche Fächer und Lehrveranstaltungen es gibt.“</p>
<p><strong>Keine Angst, Fragen zu stellen</strong></p>
<p>Erstsemestern rät sie, die Einführungswochen zu Beginn des Studiums mitzumachen: „Dabei habe ich damals viele Leute kennengelernt, mit denen ich noch heute befreundet bin.“ Und Freunde im Studium braucht man – nicht nur als Lernpartner. „Als Ersti sollte man zudem keine Angst haben, die Professorinnen, Professoren und Mitarbeitenden der Uni bei Fragen anzusprechen. Das sind auch nur Menschen. Irgendwann waren sie selbst mal Studierende.“</p>
<p>Übrigens: Genau wie ihr großer Bruder kann sich auch Sharany Sivasothy vorstellen, nach dem Abschluss eine Doktorarbeit anzugehen. „Aber vielleicht zieht es mich auch direkt in die Industrie, mal schauen.“ Die Möglichkeiten sind nun mal sehr vielfältig. Ihr Bruder ist inzwischen promoviert – und als Unternehmensberater tätig.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 13:52:37 +0100</pubDate>
                        <title>Das Studium ist bis dato meine beste Zeit</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/das-studium-ist-bis-dato-meine-beste-zeit</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Johannes Gutheil absolviert derzeit den dreisemestrigen Master-Studiengang Bio- und Chemieingenieurwissenschaften an der ֱ. Besonders gut gefalle ihm dabei die große Auswahl an Lehrveranstaltungen, die Möglichkeit für Auslandsaufenthalte – und dass er ganz nebenbei auch noch Bier brauen kann. Studieninteressierten empfiehlt er: „Ein Studium ist immer eine Team-Leistung. Sucht Euch Gleichgesinnte zum Austausch.“</strong></p>
<p>Seit Ende August 2024 forscht ֱ-Masterstudent Johannes Gutheil an der Vilnius Gediminas Technical University in Litauen. „Ich bleibe noch bis Ende Januar 2025“, berichtet er. Denn der Lehrstuhl für mechanische Verfahrenstechnik der ֱ kooperiere dort mit einer Forschungsgruppe: „Ich fertige hier in Vilnius eine studentische Arbeit an, die man in meinem Studiengang noch vor der Masterarbeit angeht.“ Finanziell gefördert wird das Ganze über Erasmus Plus. Um was geht es inhaltlich? „Ich beschäftige mich mit Partikel-Agglomeration. Wir versuchen, mithilfe eines elektrischen Felds dafür zu sorgen, dass sich mehrere kleine Partikel zu größeren Partikeln zusammen finden. Das soll die Filtrierbarkeit dieser Partikel erhöhen.“ Es gehe beispielsweise um Partikel, die bei Verbrennungen in Motoren entstehen – die sich aus Kohlenstoff oder aus organischen Substanzen zusammensetzen: „In zu kleiner Größe könnten solche Partikel gesundheitsschädlich werden. Wenn sie beispielsweise in die Lunge gelangen“, erklärt Johannes Gutheil, der seinen Bachelor in Bio- und Chemieingenieurwissenschaften bereits in der Tasche hat.</p>
<p><strong>Chemie und Ingenieurwissenschaften kombinieren</strong></p>
<p>Warum hat er sich für dieses Studienfach entschieden? „Schon in der Schule habe ich mich für Chemie begeistert. Eigentlich wollte ich in diese Richtung gehen. In Beratungsgesprächen und bei eigenen Recherchen habe ich aber erfahren, dass es einen Studiengang gibt, der Chemie und Ingenieurwissenschaften kombiniert. Und das hat mich noch mehr angesprochen als ein reines Chemie-Studium.“ Zudem habe er sich nicht vorstellen können, als „reiner Chemiker“ zu arbeiten, wie er ergänzt: „Ich wollte lieber etwas mit hohem Praxisbezug machen, chemische Reaktionen sozusagen großtechnisch umsetzen. Große Produktionsanlagen in der Industrie sind eher meins als im Chemie-Labor zu stehen.“</p>
<p>Was das Thema seiner Masterarbeit sein wird, weiß er noch nicht. Das Forschungsthema aus dem Litauen-Aufenthalt will er nicht weiter vertiefen. Auch wenn dieses sehr spannend sei, wie er betont. „Die ֱ hat aber noch so viel mehr zu bieten. Ich möchte noch in andere Bereiche hineinschauen.“ Möglicherweise geht es in die Richtung Thermodynamik. „Nach dem Master folgt vielleicht noch eine Doktorarbeit. Und danach würde ich am liebsten in die Industrie.“ Begeistert sei er zudem von Forschung: „Ich könnte mir vorstellen, in der Industrie im Bereich Forschung und Entwicklung tätig zu werden. Oder vielleicht bleibe ich an der Uni und werde wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem der Lehrstühle oder einem An-Institut. Mal schauen.“</p>
<p><strong>Bereits dritter Auslandsaufenthalt</strong></p>
<p>Warum hat er sich für die ֱ als Studienort entschieden? „Ich komme aus dem Hunsrück und bin sehr heimatverbunden. Deshalb wollte ich in der Nähe bleiben“, lacht er. „Und wenn es um technische Studiengänge geht, dann ist Kaiserslautern nun mal die beste Adresse.“ Dennoch scheut er den Blick über den Tellerrand nicht: „Seit ich studiere, ist Litauen bereits mein dritter Auslandsaufenthalt.“ So habe er zuvor bereits ein Praktikum in Spanien absolviert – und war für die Bachelorarbeit in Neuseeland: „Dort ging es um Reaktionskinetik und Spektroskopie-Verfahren.“</p>
<p>Insgesamt sei er mit seinem Studiengang breit aufgestellt, fasst Johannes Gutheil zusammen: „Das Studium ist sehr vielfältig. Ich kriege viel auch aus der Chemie und der Biologie mit.“ Später könne man deshalb beruflich in verschiedene Richtungen gehen. „Zum Beispiel in ein pharmazeutisches Unternehmen. Genauso in den reinen Maschinenbau.“ Einblicke in verschiedene Richtungen –&nbsp; das allerdings hat auch eine Kehrseite: „Wir erhalten einen breiten Überblick. Es geht aber nicht ganz so in die Tiefe wie bei jemandem, der beispielsweise nur Chemie oder nur Biologie studiert.“</p>
<p><strong>Studiengang bietet viele Wahlmöglichkeiten</strong></p>
<p>Besonders gut gefalle ihm an seinem Studiengang, dass sich die Lerninhalte relativ frei zusammenstellen lassen: Denn im Wahlbereich sei man sehr flexibel. Johannes Gutheil hat sich für die Richtung Thermodynamik und Prozesstechnik entschieden. „Andere gehen verstärkt vielleicht mehr in die chemischen Fächer. Diese Freiheiten gibt es.“</p>
<p>Neben dem Studium engagiert sich Johannes Gutheil in der Brau-AG der ֱ: „Für Hochschulfeste brauen wir eigenes Bier. Pro Braugang können das 100 Liter sein.“ Apropos Spaß und Engagement: Was kann er Studieninteressierten vorab empfehlen? „Ein Studium ist immer eine Team-Leistung. Knüpft Kontakte, um beispielsweise den Lernstoff gemeinsam diskutieren zu können.“ Gleichgesinnte ließen sich beispielsweise gut während der Ersti-Tage kennenlernen. „Und selbstverständlich sollte ein gewisses Interesse für Chemie und Verfahrenstechnik bestehen.“ Auch sollte man in der Lage sein, sich selbst organisieren zu können: „Anders als in der Schule muss man an der Uni sehr selbstständig sein.“ Bei Problemen indes könne die Fachschaft helfen: „Dort gibt es auch Prüfungsunterlagen aus früheren Semestern, die sich gut für die eigene Klausur-Vorbereitung nutzen lassen.“ Johannes Gutheil ist sehr zufrieden mit seinem Studium an der ֱ: „Das ist bis dato die beste Zeit, die ich hatte. Und die will ich genießen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 21 Nov 2024 09:23:30 +0100</pubDate>
                        <title>Kommunikationstalente in Sachen Forschung</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/kommunikationstalente-in-sachen-forschung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die eigene Forschungsarbeit allgemein verständlich, spannend und unterhaltsam vor einem fachfremden Publikum präsentieren: Diese Möglichkeit bekommen Doktorandinnen und Doktoranden alle zwei Jahre beim Young Researchers Symposium. Die Themenvielfalt ist dabei jedes Mal beeindruckend: So ging es in diesem Jahr um Kunststoffgewinnung aus Abwässern, um die Bedeutung von Zink bei der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer, um neue Perspektiven auf die Stadtplanung – oder um die Analyse von bestimmten Faser-Materialien. Die besten Beiträge in den Kategorien Talk, Poster und Abstract wurden mit Preisen im Gesamtwert von 6.000 Euro prämiert.</strong></p>
<p>Wissenschaft verständlich darstellen – eine Kompetenz, die Nachwuchsforschende im Laufe ihrer weiteren Karriere immer wieder werden gebrauchen können: Sei es, dass man eine breite Öffentlichkeit über ein komplexes Thema informieren möchte – oder Geldgeber für ein eigenes Forschungsprojekt gewinnen will. Da kommt es wie gerufen, dass der TU‑Nachwuchsring an der ֱ und das Leistungszentrum Simulations- und Software-basierte Innovation alle zwei Jahre das Young Researchers Symposium (YRS) organisieren – eine interdisziplinäre Tagung, bei der Kaiserslauterer und Landauer Promovierende in lockerer und angenehmer Atmosphäre ein fachfremdes Publikum für ihr eigenes Forschungsprojekt begeistern.</p>
<p>Nach dem Motto „kurzweilig und fesselnd statt komplizierter Fachjargon“ präsentierten sich auch in diesem Jahr insgesamt 41 Promovierende der ֱ, des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE), des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), des IVW (Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe), des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme und erstmals auch der Hochschule Kaiserslautern.</p>
<p><strong>Spannend und verständlich: In wenigen Minuten ein komplexes Thema vermitteln</strong></p>
<p>Im Vorfeld konnten interessierte Doktorandinnen und Doktoranden einen Abstract einreichen, also eine kurze schriftliche Zusammenfassung ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Dieser wiederum wurde von einer interdisziplinären Jury begutachtet. Am Wettbewerbstag selbst hatten die Teilnehmenden in der Kategorie „Talk“ dann 15 Minuten Redezeit, um ihr Thema in englischer Sprache zu vermitteln (12 Minuten Redezeit und drei Minuten Diskussion) – wobei die Präsentation mit kleinen Live-Experimenten und auch Videos aufgepeppt werden durfte.</p>
<p>Die Teilnehmenden in der Kategorie „Poster“ bekamen jeweils einen 3-minütigen Posterpitch, die Möglichkeit einer eigenen kleinen Vorstellung also, und eine Poster-Session, in der sie mit Jury und anderen Konferenzteilnehmenden diskutieren konnten. Für die Gesamtbewertung relevant waren die Bewertung der interdisziplinären Jury zum Vortrag bzw. zur Posterpräsentation und darüber hinaus ein Publikumsvoting.</p>
<p><strong>Biologisch abbaubaren Kunststoff aus Industrieabwässern gewinnen</strong></p>
<p>In diesem Jahr besonders gut abgeschnitten haben Cora Laumeyer (1. Platz Vortrag) und Florian Altes (1. Platz Posterpräsentation).</p>
<p>Cora Laumeyer ist seit 2021 Doktorandin am Fachbereich Bauingenieurwesen der ֱ. Sie forscht zur Nutzung von Industrieabwässern zur Herstellung eines biologisch abbaubaren Kunststoffs. Bevor sie an die ֱ kam, hat sie – im Rahmen eines Double Degree Programms – ein Masterstudium der Umweltingenieurwissenschaften an der TU Darmstadt absolviert – und zusätzlich einen M.Sc. in Environmental Engineering and Sustainable Infrastructure an der KTH Stockholm. „Bereits im Studium hatte ich großes Interesse an der Abwasserbehandlung“, berichtet Laumeyer, die in ihrem YRS-Vortrag das Thema ihrer Promotion vorstellte: „Ich erforsche die Herstellung von Biopolymeren, also biologisch abbaubaren und -hergestellten Kunststoffen aus Abwasserströmen.“ Dabei nutzt sie beispielsweise Abfallströme einer Brauerei und wandelt darin enthaltene Bestandteile über einen komplexen mehrschrittigen Prozess in Kunststoff um.</p>
<p>„Der Traum ist, mit diesem Vorgehen nicht nur aus Abfall eine wertvolle Ressource zu generieren, sondern auch einen günstigen Kunststoff herzustellen, der sich unter normalen Umweltbedingungen von selbst zersetzt und somit nicht zur dauerhaften Umweltverschmutzung beiträgt.“ Sie selbst begeistert ganz besonders die Interdisziplinarität dieses Themas – „die Biopolymerherstellung aus Abwasser oder anderweitigen Reststoffen ist sehr aufwendig und vielschichtig, sodass viele Experten beteiligt sein müssen.“</p>
<p><strong>„Das YRS gibt einem die Möglichkeit, Wissenschaftskommunikation in einem geschützten Umfeld zu üben“</strong></p>
<p>Wie hat sie sich der Herausforderung genähert, ihre Forschungsarbeit kurz und allgemein verständlich zu erklären? „Im ersten Moment habe ich die Aufgabe etwas unterschätzt, da ich gerne mehr Erkenntnisse meiner Forschung geteilt hätte. Aber dann habe ich mir vorgestellt, wie ich das Thema jemand gänzlich Unbeteiligten vorstellen würde und erkannt, dass ich am Anfang beginnen muss, um eine Geschichte zu erzählen, die durch Bilder, Emotionen und Animationen lebendig wird.“ Und wie konnte sie das Publikum für sich gewinnen? „Ich habe es einfach genossen, meine Begeisterung für das Thema zu teilen. Wichtig war es mir außerdem, authentisch aufzutreten – und dabei in ganz natürlicher Sprache das Thema zu erklären, als spräche ich mit einer Freundin.“</p>
<p>Die Teilnahme am YRS würde sie in jedem Fall weiterempfehlen: „Alle waren sehr wohlwollend und der Austausch untereinander ungezwungen und aufrichtig interessiert. Das YRS gibt einem die Möglichkeit, Wissenschaftskommunikation in einem geschützten Umfeld zu üben und vielversprechende Kontakte zu knüpfen.“</p>
<p><strong>Wichtig für Biologie und Medizin: Zink in Zellen sichtbar machen</strong></p>
<p>Florian Altes promoviert seit 2023 im Bereich der Anorganischen Chemie. In seiner Forschungsarbeit beschäftige er sich mit Zink. Im Gegensatz zu anderen Spurenelementen, wie etwa Eisen, weiß man über dessen Wirkung im Körper noch nicht ganz so viel. Das liegt vor allem daran, dass es bislang nur wenige Möglichkeiten gibt, Zink im Körper zu untersuchen. Also, wo und wie verteilt es sich – und in welchen Mengen? Florian Altes: „Zink ist für eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben im menschlichen Körper wichtig. Beispielsweise für die Signalweiterleitung im Gehirn, beim Lernen und Erinnern.“ Eine Störung des Zinkhaushaltes könne zu neurodegenerativen Erkrankungen führen – wie der Alzheimer-Krankheit. „Ein wachsendes Problem in einer alternden Gesellschaft“, sagt der Doktorand. Was genau macht er im Rahmen seiner Promotion? „Ich entwickele sogenannte Zinkfluoreszenzsensoren, also Werkzeuge, mit denen man Zink in Zellen untersuchen kann.“ Der Laie könne sich dies wie eine Glühbirne vorstellen, die mit einer Greifzange verbunden ist. Bindet die „Zange“ Zink, so fängt&nbsp; die „Glühbirne“ an zu leuchten. Zink wird auf diese Weise sichtbar. Forschende der Biologie und später auch der Medizin können sich so beispielsweise anschauen, welche Unterschiede hinsichtlich des Zink-Aufkommens zwischen gesunden Nervenzellen und kranken Zellen besteht.</p>
<p>Und wie konnte Florian Altes beim YRS mit seinem Poster punkten? „Beim Poster-Pitch habe ich mir vorgenommen, einfach Spaß beim Vortragen zu haben und meine Begeisterung für das Thema aufs Publikum zu übertragen. Vielleicht hat es auch geholfen, den ein oder anderen Witz zu machen, und dass keine Fachchemie auf der Folie zu sehen war.“ Bei der Poster-Session nutzte er außerdem leuchtende Proben aus dem Labor, „ich denke mal, jeder mag Farben, die leuchten“.</p>
<p>Die Teilnahme am YRS würde er in jedem Fall weiterempfehlen: „Wissenschaftliche Themen verständlich zu vermitteln wird in der heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Das Symposium biete die perfekte Möglichkeit, genau das zu üben.“</p>
<p><strong>Beeindruckende Vielfalt an Forschungsthemen</strong></p>
<p>Die gesamte Veranstaltung bot dem Publikum auch in diesem Jahr wieder eine eindrucksvolle Themenvielfalt: Prämiert wurden so auch die Beiträge von Nesrin Dilmen (2. Platz, Best Talk) mit einem Vortrag zu biologisch inspirierten Kupferkatalysatoren, Arvid Kraus (2. Platz, Best Poster), der über Mischverfahren in der Prozessindustrie berichtete, Stephanie Rommel (3. Platz, Best Talk) mit einem Vortrag über die Früherkennung von Parkinson und Maximilian Eckrich (3. Platz, Best Poster), der Topologie-Optimierung am Beispiel des Teufelstischs erklärte.</p>
<p><strong>Preis für den besten Abstract</strong></p>
<p>Erstmals in diesem Jahr wurde zudem der beste Abstract prämiert: Die Auszeichnung teilen sich Corinna Schittenhelm und das Duo Aiswarya Nair und Alex Keilmann, die von den Gutachtenden punktgleich bewertet wurden.</p>
<p>Corinna Schittenhelm arbeitet am Lehrstuhl Stadtplanung der ֱ: „In meiner Forschung geht es darum, untergenutze Flächen in Stadtquartieren effizienter zu bewirtschaften und verschiedene Nutzungen ins Quartier zu bringen.“ Ziel sei es, die örtlichen Angebote für Bürgerinnen und Bürger zu erhalten oder zu verbessern – „und dabei Ressourcen besser einzusetzen“. Über das YRS sagt sie: „Ich war beeindruckt von dem Niveau der Präsentationen und der Pitches. Die Themenvielfalt erlaubt Einblicke in viele andere Forschungsfelder, die ansonsten nicht in dem Umfang möglich sind. Auch die Möglichkeit, in den Pausen ins Gespräch zu kommen, war super. Zusätzlich hat es mich total motiviert, die anderen Teilnehmenden dabei zu sehen, wie begeistert sie über ihre Forschung berichten.“</p>
<p>Aiswarya Nair ist seit Dezember 2022 Doktorandin am Fraunhofer ITWM in der Abteilung Bildverarbeitung und an der ֱ in der AG Statistik. Alex Keilmann promoviert in der AG Statistik – und erklärt: „In unserer Forschungsarbeit geht es darum, Materialien zu analysieren und zu modellieren, die sich aus Fasern zusammen setzen. Hauptsächlich arbeiten wir mit Dämmstoffen, die aus Holzfasern bestehen und Häuser isolieren sollen.“ Gemeinsam mit anderen Forschenden und Partnerinnen und Partnern aus der Industrie wollen die beiden eben jene Dämmstoffe optimieren. „Unsere Forschungsarbeit ist aber so allgemein, dass sie auch für andere Materialien Anwendung findet, also beispielsweise für Verbundstoffe in der Automobilbranche oder für Filze in der Medizin.“</p>
<p><strong>Das große Ganze der eigenen Arbeit sehen</strong></p>
<p>Einen allgemein verständlichen Abstract zu formulieren – das empfanden Aiswarya Nair und Alex Keilmann als durchaus herausfordernd: „Dadurch, dass wir zu zweit am gleichen Projekt, aber an unterschiedlichen Forschungsthemen arbeiten, konnten wir uns gut Feedback geben, wie verständlich unser Text für andere ist.“</p>
<p>Die Teilnahme am YRS würden beide definitiv weiterempfehlen: „Zum einen half die Vorbereitung, das große Ganze unserer Arbeit zu sehen. Im Alltag redet man doch häufig mit Expertinnen und Experten aus dem eigenen Fachgebiet und entwickelt ein gewisses Tunneldenken.“ Zum anderen sei darüber hinaus der Austausch mit den weiteren Nachwuchsforschenden sehr bereichernd gewesen.</p>
<p>Wissenschaftskommunikation im geschützten Umfeld üben – und dabei gleich mehrfach für den weiteren Werdegang punkten: Genau das können Doktorandinnen und Doktoranden auch in zwei Jahren wieder beim Young Researchers Symposium.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 11:13:38 +0100</pubDate>
                        <title>Studiert und engagiert: „Wenn Studis ein Problem haben, muss es für mich schnell gehen.“</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Marie-Christin Haag ist nicht nur engagiert, wenn es um ihr Lehramtsstudium geht, sondern auch, wenn es darum geht, sich für Studierende einzusetzen oder die Hochschulpolitik mitzugestalten. Kennengelernt haben sich Campusreporterin Anne Papenfuß und Marie-Christin im Rahmen der Mental Health First Aid (MHFA)-Ausbildung am Campus Landau. Schnell hat Anne gemerkt – Marie ist unglaublich fleißig und motiviert, egal was sie tut. Leidenschaftlich erzählt sie, warum es ihr so wichtig ist, aktiv zu sein, wie es zu ihren Engagements gekommen ist und wie sie es schafft, alles unter einen Hut zu bekommen.</strong></i></p>
<p>Marie hat im Wintersemester 2019/2020 in Landau angefangen, Grundschullehramt zu studieren und wechselte später zu Realschullehramt mit den Fächern Englisch und Sozialkunde. In ihren ersten vier Semestern hat sie das Studentenleben erst einmal genossen: „Zu Beginn meines Studiums wollte ich die Uni kennenlernen, Kontakte knüpfen und mich in meinem Studiengang zurechtfinden. Unipartys habe ich im ersten Semester keine ausgelassen.“<i> </i>Ab dem vierten Semester, im Sommer 2021, begann sie, sich in der  zu engagieren. Der Impuls kam durch eine Kommilitonin, die in einer anderen Fachschaft aktiv war. Mit ihr sprach sie über die Zuständigkeiten und Aufgaben einer Fachschaft und erfuhr außerdem, dass sie keine besonderen Voraussetzungen erfüllen muss, um aktiv zu werden. Das Gespräch war ihr Sprungbrett: „Tatsächlich kann sich jeder in einer Fachschaftsvertretung engagieren, in dessen Fach er oder sie eingeschrieben ist. Ich habe zunächst bei der Fachschaft Politikwissenschaft angeklopft und bin direkt in deren WhatsApp-Gruppe gelandet.“<i> </i>Besonders den persönlichen Austausch mit anderen Studierenden aus ihrem Studiengang empfand sie zur Zeit der digitalen Coronalehre als sehr bereichernd: „Da habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, ein Fachschaftsmitglied zu sein.“</p>
<p>Ihr zweites Uni-Engagement kam ebenfalls durch eine Kommilitonin zustande, die bei der  aktiv war: „Sie lud mich ein, doch mal vorbeischauen, da mir das bestimmt Spaß machen würde. Das habe ich dann auch gemacht und bin im Sommer 2021 Mitglied geworden.“<i> </i>Im Winter 2021 folgte ihr Eintritt in die  und  sowie ein Semester ins ‚Campus Team‘ Landau, das unter anderem Events und Partys für die Studierenden organisierte. Als sie anfing, das  zu studieren und die  Mitglieder suchte, hat sie sich auch dort engagiert. &nbsp;Im Jahr 2023 absolvierte sie außerdem die Ausbildung zur Ersthelferin für psychische Gesundheit im Rahmen von  am Standort Landau.</p>
<p>Neben ihren freiwilligen Engagements arbeitete Marie von März 2022 bis August 2024 beim  für das Referat Studium &amp; Fachschaften sowie als insgesamt dreifache studentische Hilfskraft an der Uni. Von Mai 2023 bis Juli 2024 unterstütze sie das standortübergreifende Projekt , leitete im Wintersemester 2023/24 ein Tutorium für wissenschaftliches Arbeiten in Politikwissenschaft und arbeitete von März 2023 bis Juli 2024 &nbsp;im Büro der <a href="/gleichstellung-vielfalt-und-familie-an-der-rptu/zentrale-gleichstellungsbeauftragte/gleichstellungsbuero" target="_blank">zentralen Gleichstellungsbeauftragten</a> in Landau. Bis Mitte 2024 ist Marie also insgesamt in vier Fachschaftsvertretungen und zwei Hochschulgruppen aktiv und arbeitet beim AStA sowie als studentische Hilfskraft an der Uni.</p>
<p><strong>Wie schafft man all das, wenn das Studium und das Privatleben nicht auf der Strecke bleiben sollen?</strong></p>
<p>„Klar, das Privatleben und das eigene Studium müssen teilweise zurückstecken, Treffen mit Freunden oder Hobbys werden weitaus weniger und einige Hobbys musste ich auch ganz aufgeben“, gibt Marie zu. Gleichzeitig betont sie: „Ich habe meine Freizeit gerne in die AStA-Arbeit oder die Fachschafts- und Hochschulgruppenarbeiten gesteckt, denn meine Engagements waren lange Zeit wie ein Hobby für mich. Ich konnte mich vernetzen und Freundschaften schließen. Ich habe während der Pandemie mit Fachschaftsarbeit begonnen, um nicht einsam zu sein, wie manche Kommilitoninnen und Kommilitonen von mir zu der Zeit. Manchmal ist das alles ein ‚Jonglieren‘ und mit Stress und weniger Schlaf verbunden, aber vor allem mit viel Austausch, vielen Menschen, viel Lachen, Spaß und Erfolgen.“</p>
<p>Man merkt, Maries Alltag sieht anders aus als das Klischee-Studentenleben: „Bei mir ist der Kalender seit Jahren von montags bis sonntags sehr voll. Ich habe nicht wie andere jedes Wochenende frei, bin aber auch nicht an feste Arbeitszeiten gebunden.“ Ihre Strategie: jeden Tag zu einer gewissen Zeit E-Mails lesen und beantworten. „Alles andere bleibt liegen.“ Doch wenn Studierende an ihre (digitale) Tür klopfen, weil sie eine Frage haben oder Unterstützung brauchen, macht Marie eine Ausnahme: „Wenn Studis ein Problem haben, muss es für mich schnell gehen.“ Da sie selbst ein Teil der Studierendenschaft ist, profitiert sie auch von der Problembewältigung, sagt sie. „Ich setze mich gerne für die Rechte von Studierenden ein und sehe es als meine Verantwortung, allen anderen und mir selbst ein besseres Leben und ein besseres Studium an der Uni zu ermöglichen, indem ich helfe, den (Uni-)Alltag leichter zu machen und zu kleinen und großen Erfolgen (an der Uni) meinen Beitrag leiste.“</p>
<p>Dazu gehört für sie nicht nur die politische Arbeit, sondern auch die Mitgestaltung eines vielfältigen Freizeitangebotes, um Studierende miteinander in Kontakt zu bringen. „Meine Motivation für all das, was ich tue, ist neben der Vernetzung auch die Möglichkeit, meine eigenen Ideen einzubringen und etwas bewirken zu können. Ich habe eine sehr soziale und engagierte Ader, die einfach nicht das Wort ‚Nein‘ kennt.“ Obwohl es manchmal auch ein paar negative Reaktionen aus ihrem Umfeld gibt, sind die meisten positiv, wenn sie von ihren ganzen Engagements erzählt, verrät sie. Manche sorgen sich auch einfach um sie und wünschen sich von ihr, dass sie auf sich Acht gibt, erzählt Marie.</p>
<p><strong>Der Bedarf ist groß</strong></p>
<p>In ihrem aktuell letzten Semester möchte sie weniger aktiv sein, um sich vollkommen auf ihre PES-Stelle an einer Schule und die letzten übrigen Veranstaltungen zu konzentrieren. Aus den Fachschaftsvertretungen Anglistik, Politikwissenschaft und Bildungswissenschaften sie mittlerweile ausgetreten und hat sich beim AStA und MHFA zurückgezogen. Zum aktuellen Wintersemester 2024/25 ist sie somit noch bei den Jusos sowie der Fachschaftsvertretung Menschenrechtsbildung aktiv. Bei einigen Fachschaften ist der Bedarf an Mitgliedern und Teilnehmenden so groß, dass es ihr sehr schwer fällt zu gehen. „Es kommen immer weniger Leute zu Events, den Sitzungen und letztendlich zu den Fachschaften.“ Laut Marie könnte das einerseits an der Kommunikation liegen, da viele Studierende ihre E-Mails nicht lesen, die über Fachschaften und ihre Sitzungen und Veranstaltungen berichten. Ein weiterer Grund, glaubt sie, könnten auch die steigenden Lebenserhaltungskosten sein, die Studierende dazu zwingen, neben ihrem Studium zu arbeiten. „Viele kriegen ihr Social-Life oder die Veranstaltung an der Uni gar nicht mehr mit ihrem Arbeitsleben und dem Studium unter einen Hut, was verständlich ist, da wir alle unseren Lebensunterhalt bestreiten und gleichzeitig unser Studium finanzieren müssen.“ Doch auch Studierende mit wenig Zeit werden in den Gruppen gebraucht, betont sie: „Studis, die lieber anderen in der Organisation helfen und weniger Partys mögen, können zum Beispiel eine Stundenplanberatung anbieten oder E-Mails beantworten. Andersherum können Partypeople Kneipentouren oder Partys veranstalten, es gibt für jeden Engagierten etwas zu tun“, wirbt sie.</p>
<p>Dies machen auch die verschiedenen Abteilungen und Teams innerhalb der Fachschaften oder Hochschulgruppen deutlich. Egal ob Social ֱ, Events oder Merch, die Aufgaben sind vielfältig. Für Marie zählt vor allem eins: „Das Wichtigste sind die Menschen, auf die man sich im Team verlassen kann. Deswegen sage ich immer, je mehr People Power, desto besser für die Einzelpersonen. Das macht die Stärke eines Teams aus.“</p>
<p>Leider wissen viele Studierenden nicht, wie wichtig Fachschaften und Hochschulgruppen für die Universitätspolitik sind, bedauert Marie.&nbsp; „Es ist den Studis vielleicht gar nicht so bewusst, aber es ist superwichtig, sich bei der Hochschulpolitik zu engagieren. Wer in den Gremien sitzt, kann einen erheblichen Teil von Prüfungsordnungen oder Studienregelungen mitbestimmen und wenn nur ein oder zwei Studis dort sitzen, bestimmen sie für die ganze Studierendenschaft. Je nachdem, was sie bestimmen, kann das ja auch negative Folgen haben.“</p>
<p><strong>Doch wo fangen Interessierte am besten an?</strong></p>
<p>Fachschaftsvertretungen sind laut Marie das Sprungbrett für Studierende, die sich engagieren wollen: „Einfach mal zu Fachschaftsveranstaltungen hingehen, sich das anhören, die Menschen kennenlernen und schauen, was die so machen.“ In Landau und Kaiserslautern gibt es neben den Fachschaften viele <a href="/ueber-die-rptu/leben-und-kultur/studentische-gruppen" target="_blank">studentische Hochschulgruppen</a>, die unter anderem Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur oder Politik abdecken sowie internationale Gruppen. „Man kann auch selbst eine Hochschulgruppe gründen und seine Idee oder sein Hobby an die Uni bringen“, sagt sie. „Durch den Kontakt lernt man immer weitere Gremien oder Gruppen kennen, informiert sich, arbeitet mit ihnen zusammen und kriegt dadurch Lust, noch mehr zu machen, so war es bei mir jedenfalls.“</p>
<p><strong>Gute Gründe, aktiv zu werden</strong></p>
<p>Marie sieht viele Vorteile im Engagement: „Unabhängig davon, dass man eventuell eine längere BAföG-Bewilligung bekommt, oder eine Fachschaftsbescheinigung für Bewerbungsunterlagen, bringt es einem sehr viele neue Kontakte.“ Dabei meint sie nicht nur den Kontakt mit Gleichsemestrigen, sondern vor allem auch den zu älteren Semestern sowie zu Dozierenden, der Marie in ihrer eigenen Studienplanung sehr geholfen hat. Doch auch die persönliche Weiterentwicklung ist ein Thema für sie: „Ich denke, dass es einen auch persönlich weiterbringt, und man erweitert viele Fähigkeiten wie Organisationsfähigkeit, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit sowie Teamfähigkeit. Das sind Skills, die man auch im späteren Berufsleben braucht.“</p>
<p>__________</p>
<p><strong>Fachschaftsvertretungen</strong>&nbsp;sind studentisch gewählt und fungieren als eine Anlaufstelle für Fragen zum eigenen Studienfach oder zur Studienorganisation. Sie sind außerdem Vermittler zwischen Studierenden und Dozierenden und organisieren verschiedene Veranstaltungen für Studierende. Eine Übersicht der Fachschaftsvertretungen an der ֱ findest du <a href="/studium/start-ins-studium/erstsemester/fachschaftsvertretungen" target="_blank"><strong>hier</strong></a>.</p>
<p>Die Vielzahl <strong>studentischer Hochschulgruppen</strong> und Initiativen bietet Studierenden die Möglichkeit, sich politisch bis sportlich zu engagieren. <a href="/ueber-die-rptu/leben-und-kultur/studentische-gruppen" target="_blank"><strong>Hier</strong></a> findest du eine Übersicht der studentischen Hochschulgruppen an der ֱ sowie den Antrag auf Anerkennung einer studentischen Hochschulgruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 07:57:31 +0100</pubDate>
                        <title>Von der Studienarbeit zu einem Start-up im Katastrophenschutz</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/von-der-studienarbeit-zu-einem-start-up-im-katastrophenschutz</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Das Start-up inventied aus Rockenhausen hat mit Unterstützung des ҰüԻܲԲüs ֱ &amp; HS Kaiserslautern 2021 ein Unternehmen im Zivil- und Katastrophenschutz gegründet. Als THW-Einsatzkräfte entwickelt das Team Produkte für Einsatzkräfte. Wir haben Lukas Kalnik und Jan Schellhaaß von inventied gefragt, was sie zur Unternehmensgründung und zur Zusammenarbeit mit der ֱ bewegt hat.</strong></i></p>
<p><strong>Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist ein großer Schritt. Wie habt ihr den Mut dazu gefunden?</strong></p>
<p>Jan Schellhaaß: Es ist wirklich ein großer Schritt und es gibt, wie bei vielen Start-ups, Höhen und Tiefen. Aber ich bin froh, dass wir den Weg gegangen sind. Angefangen hat alles mit einer Studienarbeit, als Lukas und ich Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Kaiserslautern studiert haben. Dabei ging es um eine praktische Problemlösung für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), bei der wir ehrenamtlich tätig sind. Das Ergebnis war ein Prototyp für einen Anhängeraufbau, der bei Rettungs- und Bergungsaufgaben eingesetzt wird. Zum Beispiel wenn ein Haus einsturzgefährdet ist. Mit dem neuen Anhängeraufbau können Einsatzkräfte jetzt alle vorgesehenen Einsatzmaterialien für Rettungsaufgaben transportieren, was vorher nicht möglich war. Die Be- und Entladung von Einsatzmaterialien ist für Einsatzkräfte ergonomischer und zeiteffizienter. So können sie schneller zum Einsatzort ausrücken, um Menschenleben und Existenzen zu retten.</p>
<p>Lukas Kalnik: Es war für uns beide ein Herzensprojekt. Vor allem, weil unsere Idee ein akutes Problem in der Praxis im Zivil- und Katastrophenschutz löst. Also habe ich ganz stolz und ohne lange nachzudenken den Anhängeraufbau einfach auf Facebook gepostet. Damals haben wir nicht gedacht, dass daraus mal etwas Größeres wird. Aber der Facebook-Post löste bundesweit positive Resonanz aus dem THW aus. Das zeigte uns: Der Bedarf an Lösungen für den Katastrophenschutz ist da. Das gab uns den Mut, es offiziell zu machen. Mit Markus Weidmann und Trang Lam haben wir zwei weitere ehrenamtlich Engagierte aus dem THW mit ingenieurtechnischem Know-how mit ins Boot geholt. Und so entstand inventied. Den Anhängeraufbau haben wir dann marktreif gemacht und „Vario-Load-Rescue“ getauft.</p>
<p><strong>Wenn man wie ihr gründen möchte, wo fängt man überhaupt an?</strong></p>
<p>Jan Schellhaaß: Ehrlich gesagt hatten wir am Anfang überhaupt keine Ahnung, wo wir ansetzen sollten. Umso mehr hat uns der Kontakt zum ҰüԻܲԲü der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern geholfen. Als wir ihnen von unserer Idee erzählt haben, wussten sie sofort, wie sie uns unterstützen können. Katharina Neitzel, Natascha Möller und Bernhard Lorig haben uns in der Unternehmensgründung beraten und uns mit relevanten Personen vernetzt.</p>
<p>Lukas Kalnik: Außerdem haben wir Unterstützung im bürokratischen Prozess bekommen, um eine finanzielle Förderung durch das EXIST-Förderprogramm zu beantragen. So konnten wir uns zu 100 Prozent unserer Idee widmen und sind jetzt ein Start-up, das Produkte von Einsatzkräften für Einsatzkräfte entwickeln kann.</p>
<p><strong>Und ihr seid immer noch eng mit der ֱ verbunden…</strong></p>
<p>Lukas Kalnik: Wenn wir Ausschreibungen für studentische Projektarbeiten hatten, haben wir diese über verschiedene Kanäle und Kontakte gestreut. Unter anderem auch über das ҰüԻܲԲü, das einen Überblick über die Lehrstühle der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern hat. Das Team hat dann für uns einen passenden Match gefunden.</p>
<p>Jan Schellhaaß: Als wir zum Beispiel noch in der Produktentwicklungsphase waren, um den Vario-Load-Rescue und andere Produkte für den Zivil- und Katastrophenschutz marktreif zu machen, haben wir in Form einer Masterarbeit und mehreren Projektarbeiten mit dem Fachbereich Maschinenbau der ֱ zusammengearbeitet. Aktuell unterstützt uns der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften bzw. der Marketing-Lehrstuhl von Prof. Dr. Stefan Roth im Rahmen einer Studienarbeit bei unserer Marketing- und Vertriebsstrategie.</p>
<p><strong>Anna, du studierst Betriebswirtschaftslehre im 10. Semester an der ֱ und arbeitest mit zwei weiteren Studis an dieser Studienarbeit mit inventied. Wie kann man sich die Zusammenarbeit vorstellen?</strong></p>
<p>Anna Schröder: In unserem Projekt führen wir eine Zielgruppenanalyse durch und untersuchen die Eigenschaften bestehender Produkte sowie deren mögliche Einsatzbereiche. Unser Ziel ist es, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, um die Produkte weiter zu verbessern und neue Marktpotenziale zu erschließen. Am Anfang hatten wir in einem Workshop mit Kurzvorträgen von inventied und dem Lehrstuhl die Möglichkeit, uns intensiv mit den Produkten von inventied und deren Besonderheiten auseinanderzusetzen. Das hat uns besonders gut gefallen. Dadurch konnten wir auch mehr über Industriegütermärkte und Marktforschungsprozesse lernen. Der direkte Austausch mit dem Gründerteam hat uns sehr geholfen, ein besseres Verständnis für unsere Ziele zu entwickeln und uns gut auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.</p>
<p><strong>Marcel, du leitest die Studienarbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Marketing-Lehrstuhl. Was ist das Besondere an diesem Projekt?</strong></p>
<p>Marcel Mallach: An diesem Case ist besonders spannend, dass er nicht nur einen realen und zugleich gesellschaftlich hochrelevanten Bezug hat. Er ermöglicht auch den Transfer von theoretischem Wissen in die Praxis. Katastrophenschutz erfordert interdisziplinäre Ansätze und kreative Lösungen – das haben uns nicht zuletzt die jüngsten Unwetterkatastrophen im benachbarten Saarland und anderen Regionen eindrücklich vor Augen geführt. Solche Ereignisse machen deutlich, wie dringend Innovationen im Katastrophenschutz benötigt werden und wie relevant dieses Thema in unserem Alltag geworden ist. Durch die Zusammenarbeit mit einem Start-up wie inventied bieten wir als Lehrstuhl die Gelegenheit, unsere wissenschaftliche Expertise in die Praxis einzubringen. Gleichzeitig unterstützen wir Studierende dabei, ihre akademischen Kenntnisse direkt auf konkrete Problemstellungen anzuwenden. Solche Projekte zeigen, dass universitäre Forschung nicht im Elfenbeinturm verbleibt, sondern aktiv zur Bewältigung realer Herausforderungen beiträgt.</p>
<p><strong>Wie geht es jetzt für inventied weiter? Was können wir im Zivil- und Katastrophenschutz von euch erwarten?</strong></p>
<p>Lukas Kalnik: Unsere Vision ist es, den Zivil- und Katastrophenschutz weltweit zu verbessern. Katastrophenschutz bedeutet beispielsweise die Anpassung und auch die Vorsorge von Naturfolgen. Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir für unsere Innovationsplattform Co-invent in diesem Jahr die höchste staatliche Auszeichnung im Klimaschutz erhalten haben, den Blauen Kompass vom Umweltbundesamt. Durch die Plattform können Einsatzkräfte aus ganz Deutschland ihre Ideen aus der Praxis für den Katastrophenschutz einreichen. Diese setzen wir dann gemeinsam um. Mittlerweile sind schon mehrere tolle Produkte entstanden. Co-invent und die Auszeichnung machen deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit und der Austausch mit klugen, innovativen Köpfen ist. Das möchten wir ausbauen, ob mit Tüftlern aus dem Katastrophenschutz oder durch Forschungsarbeiten.</p>
<p>Jan Schellhaaß: An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmal beim ҰüԻܲԲü und den Lehrstühlen der ֱ bedanken für den bisherigen Support. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit den bisherigen Fachbereichen und auch mit anderen! Die Ergebnisse haben uns spannende Erkenntnisse gebracht und es hilft ungemein, Katastrophenschutz aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Also: Wer das Thema Zivil- und Katastrophenschutz auch spannend findet, kommt gern auf uns zu und wir schauen, wie wir zusammenkommen können.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 19 Nov 2024 08:42:55 +0100</pubDate>
                        <title>Mit dem Deutschlandstipendium Kontakte für die Zukunft knüpfen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mit-dem-deutschlandstipendium-kontakte-fuer-die-zukunft-knuepfen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich weiß, dass ich Dinge lerne, mit denen ich später wirklich etwas anfangen kann“, sagt die 21-jährige Hanna Poß über ihr Maschinenbau-Studium. Finanziell gefördert wird sie dabei durch das Deutschlandstipendium. Dieses sei zugleich eine interessante Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, sagt sie – so auch zu Unternehmen, die nach dem Studium als potenzieller Arbeitgeber infrage kommen.</strong></p>
<p>Aktuell studiert Hanna Poß im zweiten Semester den Bachelorstudiengang Maschinenbau. „In der Schule haben mir Mathe und Physik sehr viel Spaß gemacht“, begründet sie die Wahl ihres Studienfachs. Ganz konkret Maschinenbau wurde es auch deshalb, „weil das Studium sehr breit aufgestellt ist und viele berufliche Optionen bietet“. Was ist das Besondere an ihrem Studiengang? „Ich weiß, dass ich Dinge lerne, mit denen ich später wirklich etwas anfangen kann.“ Es gehe eben nicht nur um Theorie, „sondern am Ende kommt etwas dabei heraus, das man benutzen kann.“</p>
<p><strong>Spannende Aufgaben im Bereich der Zukunftstechnologien</strong></p>
<p>Tatsächlich warten auf die Absolventinnen und Absolventen ihres Fachs spannende Aufgaben im Bereich der Zukunftstechnologien: „Viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen wollen später beruflich in die Automobilindustrie“, erzählt sie. Mit einem entsprechenden Abschluss könne man sich genauso im Bereich der Energiewende engagieren, selbst mit anpacken bei Umweltschutz und Erneuerbaren Energien: „Es geht dann um Photovoltaik-Anlagen oder Wind-Anlagen und ihre Strömungsmechanismen. Oder man beschäftigt sich mit Elektromobilität und Wasserstoff.“</p>
<p>Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung – diese Themen stehen über all diesen Zukunftsentwicklungen. Hanna Poß: „Mithilfe spezieller Computerprogramme lassen sich bereits heute beispielsweise Bauteile entwickeln, mit deren Hilfe sich auf das Wesentliche konzentriert wird. Und dadurch wird dann weniger Material gebraucht.“ Eine spätere Tätigkeit in der Forschung könne sie sich grundsätzlich vorstellen. Denn was die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fachbereich Maschinenbau der ֱ leisten, sei, so ihr erster Eindruck, „faszinierend und spannend.“</p>
<p><strong>Bereits im Bachelorstudiengang eigene Schwerpunkte setzen</strong></p>
<p>Jetzt geht es für sie um den Bachelor. So habe sie sich in den ersten beiden Semestern bereits mit virtueller Produktentwicklung, mit Simulationen also, und Programmierarbeiten beschäftigen können: „Informatik ist inzwischen fester Bestandteil unseres Studiums.“ Bereits ab dem fünften Semester warten auf die Bachelorstudierenden verschiedene Wahlmöglichkeiten: Zur Auswahl stehen Produktentwicklung, Fahrzeugtechnik, Materialwissenschaften und Werkstofftechnik, Produktionstechnik, Computational Engineering, angewandte Informatik sowie Mechatronik und Automatisierungstechnik. Hanna Poß ist sich sicher, dass sie anschließend den Master an der ֱ anhängen will. Denn die Uni gefalle ihr sehr gut, nicht nur aufgrund der familiären Atmosphäre und der offenen Türen: „Ich finde die Campusuni super. Alles ist auf einem Fleck. Man ist zur Erholung schnell im Pfälzer Wald. Und Kaiserslautern ist eine tolle Stadt zum Wohnen.“ Sehr gut findet sie zudem das Uni-Sportangebot – und hat sich dort einer Tanzgruppe angeschlossen.</p>
<p><strong>Pluspunkt Deutschlandstipendium: finanzielle Freiheiten und neue Kontakte</strong></p>
<p>Gefördert wird die Maschinenbau-Studentin durch das Deutschlandstipendium. Ein Programm der Bundesregierung, bei dem junge Talente zur Hälfte von einem Förderer unterstützt werden – das können Privatpersonen oder Unternehmen sein. Der Bund steuert weitere 150 Euro monatlich bei, sodass besonders leistungsstarke und engagierte Studierende 300 Euro zusätzlich in der Tasche haben.</p>
<p>Wie hat sie diese Unterstützungsmöglichkeit entdeckt? Hanna Poß: „Ich hatte vor meinem Studium ein Gespräch bei der Studienberatung. Direkt am Fachbereich Maschinenbau.“ Aufgrund ihrer guten Noten und ihres ehrenamtlichen Engagements sei das Deutschlandstipendium dabei ein Thema gewesen. „Ich habe mich darauf hin beworben und wurde zu einem Gespräch in die Villa Denis eingeladen“ – eine Woche vor Beginn ihres Studiums sei das damals gewesen: „Der Förderer, ein Professor aus unserem Fachbereich und ein fachfremder Professor haben mir Fragen gestellt, zu meinem Lebenslauf, meinen Hobbys und zu meinem Ehrenamt.“ Über die anschließende Förderungszusage habe sie sich sehr gefreut.</p>
<p>Das Deutschlandstipendium bietet die Möglichkeit, sich stärker auf das Studium zu konzentrieren – man muss sich weniger Sorgen um Geld machen. Parallel dazu lassen sich aber auch interessante neue Kontakte knüpfen, wie Hanna Poß betont: „Mein Förderer ist die ITW Fastener Products GmbH aus Enkenbach-Alsenborn.“ Ein Unternehmen, das sich mit der Fertigung von Befestigungselementen – aus Kunststoff oder Metall – für die Automobilbranche befasst. „Der Austausch mit der Firma ist super. Ich wurde schon zu Werksführungen eingeladen.“ Auch Praktika und die Möglichkeit, im Betrieb Studienarbeiten anzufertigen, wurden ihr bereits in Aussicht gestellt. „Das ist ja nicht selbstverständlich, dass man als Studierender solche Kontakte zu einem Unternehmen hat.“</p>
<p>Weiterer Pluspunkt: Die Stipendiaten lernen sich auch untereinander kennen. Bei den zweimal im Jahr stattfindenden Hauptveranstaltungen rund um das Deutschlandstipendium an der ֱ mache sie zudem Bekanntschaft mit den anderen Förderern, so auch mit verschiedenen Unternehmen, berichtet Hanna Poß. Möglichkeiten für Praktika lassen sich so ausloten – oder überhaupt die Frage, wo und in welcher Funktion dort Maschinenbauerinnen und Maschinenbauer gefragt sind. „Ich kann das Deutschlandstipendium nur jedem empfehlen. Man sollte es einfach mit einer Bewerbung probieren. Es werden mehr Leute angenommen, als man vielleicht zunächst glaubt.“</p>
<p><strong>Lerngruppe und Freunde sind wichtig für das Studium</strong></p>
<p>Doch noch mal zurück zu Ihrem Studium: Was ist herausfordernd an ihrem Fach? „Man hört von vielen Seiten, das Maschinenbau-Studium sei schwierig. Ja, einfach ist es nicht. Aber davon darf man sich nicht einschüchtern lassen.“ Hilfe und Unterstützung bekomme man an der ֱ von vielen Seiten. „Die Türen der Dozentinnen und Dozenten stehen offen. Man kann beispielsweise während einer Vorlesung Fragen stellen.“ Das sei sogar explizit erwünscht. „Auch die älteren Studierenden helfen weiter.“</p>
<p>Und sie empfiehlt: „Man kann das Studium nicht alleine bestreiten. Sucht euch Freunde und eine Lerngruppe.“ In der gymnasialen Oberstufe Mathematik und Physik als Leistungskurse gehabt zu haben, sei nicht unbedingt erforderlich. Aber: Ein grundlegendes Verständnis für Mathematik sollte man schon mitbringen. „Seid euch außerdem nicht zu schade, zum sechsten Mal nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden wurde.“ Und außerdem: „Um gut durchs Studium zu kommen, ist auch ein gewisses Maß an Ehrgeiz nicht verkehrt.“</p>
<p><strong>Ehrenamt hilft bei der Persönlichkeitsentwicklung</strong></p>
<p>Ein Kriterium für die Auswahl des Deutschlandstipendiums war das ehrenamtliche Engagement. Hanna Poß: „Ich bin seit vielen Jahren in der katholischen Jugendarbeit tätig, zum einen in der Ortsgruppe Zweibrücken. Wir organisieren Zeltlager für Kinder und Jugendliche.“ Zum anderen ist sie seit fast zwei Jahren im diözesanen Schulungsteam, bildet selbst Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus. Eine Tätigkeit, die ihr hilft, sich auch persönlich weiterzuentwickeln – und Fähigkeiten zu erwerben, die ihr im Studium von Nutzen sein können: „Ich habe schon viel über Kommunikation gelernt, wie man vor einer Gruppe spricht.“ Auch ein gutes Zeitmanagement habe sie sich so aneignen können, das helfe ungemein im Studium. „Und ich habe gelernt, Feedback zu geben. Wenn man etwas kritisiert, so muss man das der betroffenen Person so sagen, dass es konstruktiv ist und sie etwas daraus lernt.“ Man merkt Hanna Poß an, dass sie Lust hat sich weiterzuentwickeln, ihr Studium meistern will. Und genau dabei kann das Deutschlandstipendium eine sehr gute Unterstützung sein.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 18 Nov 2024 13:50:20 +0100</pubDate>
                        <title>An der Schnittstelle von Chemie und Betriebswirtschaft studieren</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/an-der-schnittstelle-von-chemie-und-betriebswirtschaft-studieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Florian Steiner studiert an der ֱ aktuell den Bachelorstudiengang „Chemie mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften“, der auf den Masterstudiengang Wirtschaftschemie vorbereitet. Ein Studienfach, bei dem er die Sprache der Naturwissenschaften genauso wie die der Betriebswirtschaft kennenlernt. Später warten berufliche Möglichkeiten im Schnittstellenbereich – von Produktion über Einkauf bis hin zu Marketing und Vertrieb.</strong></p>
<p>Florian Steiner wollte nach dem Abitur etwas mit Chemie machen. „Aber keine reine Chemie“, wie er sagt. Er habe sich dann intensiv umgeschaut – ausgelotet, welche Studienmöglichkeiten es gibt: „Chemie mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften hat mich am meisten angesprochen.“ In ganz Deutschland gebe es nur wenige Unis, die einen solchen Fokus anbieten. Wobei jeder der Standorte seine eigenen Akzente setzt: An der ֱ bestehen 70 Prozent der Studieninhalte im Bachelor aus Chemie und aus mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen – die Vermittlung wirtschaftswissenschaftlicher Inhalte nimmt 20 Prozent ein – plus einen Wahlpflicht- und einen Wahlbereich. An der ֱ heißt der Bachelorstudiengang „Chemie mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften“ – ein Master in Wirtschaftschemie baut darauf auf.</p>
<p><strong>Wissen aus zwei Fachbereichen</strong></p>
<p>Der Studienort Kaiserslautern sei für ihn als Ludwigshafener attraktiv gewesen, ergänzt Florian Steiner. „Die Entscheidung habe ich definitiv nicht bereut." Der 22-Jährige ist mittlerweile im sechsten Semester. „In den ersten beiden Semestern haben wir Allgemeine Chemie, Experimentalchemie sowie Mathematik und Physik.“ Auch die Ausbildung im chemischen Labor beginne bereits im ersten Semester. Module in Analytischer Chemie, in Organischer Chemie, in Physikalischer Chemie und in Technischer Chemie kommen später hinzu.</p>
<p>Parallel dazu geht es im wirtschaftswissenschaftlichen Teil zunächst um Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre sowie um die Grundzüge des Rechnungswesens und der Finanzwirtschaft. Danach wählt man individuell mehrere Schwerpunkte aus den Bereichen Operations Management, Organisation und Management, Marketingmanagement, Investments and Financial Management, Grundlagen der Führung, Strategy and Technology, Management Science, Logistics Management, Sustainability Management, Entrepreneurship und Information Systems.</p>
<p><strong>Individuelle Möglichkeiten im Wahlbereich</strong></p>
<p>Und worin liegt der Unterschied zum „reinen“ Chemie-Studium? „Es geht im Chemieteil etwas weniger in die Tiefe und in die Breite“, erklärt Andrea Langenstein, Studiengangsmanagerin am Fachbereich Chemie und selbst Diplom-Chemikerin und Diplom-Wirtschaftschemikerin. Auch der Praxisanteil von etwa 30 Prozent sei vergleichsweise kleiner als im „reinen“ Chemie-Studium. Dennoch, wer möchte, könne – im Wahlpflicht- und Wahlbereich - auch noch intensiver in die Chemie einsteigen: „Alle Studierenden belegen beispielsweise drei Grundmodule in Organischer Chemie. Wer sich dafür interessiert, kann auch noch das vierte Grundmodul aus dem reinen Chemie-Bachelorstudiengang mitbelegen.“ Genauso könne man zusätzliche Lehrveranstaltungen in Biochemie, Toxikologie, Umweltrecht oder auch wissenschaftliches Englisch wählen.</p>
<p>Wer noch mehr wirtschaftswissenschaftliche Module besuchen möchte, könne auch hier weitere Schwerpunkte setzen oder – wenn der Anteil noch höher liegen soll – bei der Wahl des Studienfachs den Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Chemie“ des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der ֱ in die Auswahl mit einbeziehen.</p>
<p><strong>Bachelorarbeit in der Chemie-Forschung</strong></p>
<p>Florian Steiners Bachelorarbeit ist bereits in Arbeit. Inhaltlich gehe es dabei um nitrierte Fettsäuren. Diese spielen für die Entwicklung von neuen Medikamenten eine Rolle. „Ich untersuche, wie man sie herstellt. Wie man sie auch kostengünstig herstellt.“ Bei seinem Studiengang sei es vorgesehen, dass man die Bachelorarbeit im Bereich Chemie anfertigt. „Später bei der Masterarbeit kann man dann wählen, ob man den Schwerpunkt auf Chemie oder auf den Bereich Wirtschaftswissenschaften setzt.“</p>
<p><strong>Im Master Wirtschaftschemie steigt der Anteil an wirtschaftswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen</strong></p>
<p>Apropos Master: Mit gewissen Auflagen könne man aufbauend auch in den Masterstudiengang Chemie gehen, ergänzt Andrea Langenstein. „Einige der Studierenden sagen, der Chemie-Teil im Bachelorstudiengang habe ihnen so viel Spaß gemacht, dass sie einen Master in Chemie anschließen möchten.“ Dennoch, die meisten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs „Chemie mit Wirtschaftswissenschaften“ belegen anschließend den viersemestrigen Masterstudiengang Wirtschaftschemie. Hier liegt der Anteil der Inhalte aus den Wirtschaftswissenschaften bei Minimum 32 Prozent und – erstellt man die Masterarbeit in den Wirtschaftswissenschaften – bei maximal 61 Prozent. „Im Master bauen die Studierenden ihr Grundlagenwissen in beiden Fächern aus“, erklärt Andrea Langenstein. Im zweiten und dritten Semester gibt es Vertiefungsmodule in Chemie und in Wirtschaftswissenschaften, „die die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der beiden Fachbereiche widerspiegeln und auch Module beinhalten, die von Lehrbeauftragten aus der chemischen Industrie gehalten werden.“ Das Studium schließt mit einem „Master of Science“ ab.</p>
<p><strong>Absolventinnen und Absolventen sind für Unternehmen interessant</strong></p>
<p>Nach dem Studium möchte Florian Steiner in die Industrie: „Ich weiß noch nicht als was. Aber im Labor werde ich wahrscheinlich nicht stehen.“ Andrea Langenstein: „Anders als beim reinen Chemie-Studiengang starten die Absolventinnen und Absolventen typischerweise direkt nach dem Masterabschluss ins Berufsleben, oft in Schnittstellenbereiche. Man kann in einem Unternehmen, vielleicht im Pharma- oder Chemiebereich im Einkauf tätig sein. Denn man versteht die Produkte, genauso aber auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte.“ Ebenfalls könne man passende Aufgaben im Bereich Produktion oder im Marketing und Vertrieb oder auch im Controlling übernehmen. „Auch für kleine und mittelständische Unternehmen sind Absolventinnen und Absolventen, die Einblicke in beide Bereiche mitbringen, eine interessante Option.“</p>
<p><strong>Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik sollte man mitbringen</strong></p>
<p>Studieninteressierte bringen idealerweise Grundlagenwissen und Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik mit, empfiehlt Florian Steiner: „Und man sollte stressresistent sein, auch im Labor. Denn Experimente klappen nicht immer.“ Außerdem, so berichtet er aus eigener Erfahrung: „Die ersten beiden Semester hat man viele Grundlagen.“ Diese solide Basis allerdings brauche man für die weitere Studienzeit. Andrea Langenstein ergänzt: „Im Studienalltag tauscht man sich mit anderen Studierenden aus dem eigenen und aus höheren Semestern aus, hat Ansprechpersonen bei den Studierenden der Fachschaft und im Fachbereich und wächst in vieles hinein. Weitere Infos gibt es übrigens auf unserer Seite für Studieninteressierte.“ Der Studiengang richtet sich an alle, die sowohl die Sprache der Naturwissenschaften als auch die der BWL kennenlernen möchten. Eine interessante Kombination.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 18 Nov 2024 13:42:19 +0100</pubDate>
                        <title>Vom alten Bagger zum Maschinenbau-Studium</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vom-alten-bagger-zum-maschinenbau-studium</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Mit seinem Studium sei man breit aufgestellt – entsprechend vielfältig sind später die Berufsaussichten, berichtet Lasse Wack, der derzeit den Bachelorstudiengang Maschinenbau absolviert. Er resümiert: „Das Studium ist cool. Ich bin sehr zufrieden." Studieninteressierten und Erstsemestern empfiehlt er, möglichst früh praktische Erfahrungen zu sammeln – als studentische Hilfskraft beispielsweise.</strong></i></p>
<p>Fragt man Lasse Wack, warum er sich für ein Maschinenbau-Studium entschieden hat, so muss er schmunzeln, denn ihm fällt sofort die passende Anekdote ein: Gemeinsam mit seiner Familie habe er vor ein paar Jahren ein altes Bauernhaus renoviert. „Dabei wollte mein Papa dann irgendwann einen alten Bagger in Schuss bringen.“ Lasse Wack recherchierte im Detail, wie sich die alte Maschine wieder aktivieren lässt: „Das hat Spaß gemacht. Und mir war damit klar, was ich studieren möchte.“ An der ֱ schrieb er sich für den Bachelorstudiengang Maschinenbau ein. Die nächstliegende Uni für dieses Fach – aus Sicht eines Saarländers.</p>
<p><strong>Breites Grundwissen: Das Maschinenbau-Studium hat von allem etwas</strong></p>
<p>Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat: „Das Studium ist cool. Ich bin sehr zufrieden.“ Warum gefällt es ihm? Was ist das Besondere an seinem Fach? „Es hat von allem etwas. Es ist breit gefächert, man bekommt ein umfangreiches Grundwissen vermittelt.“ So stehen auf dem Stundenplan der Bachelorstudierenden die Entwicklung, die Konstruktion und der Betrieb von Anlagen, Maschinen und technischen Produkten aller Art – über ihren kompletten Lebenszyklus hinweg. Lasse Wack: „Wir haben Mechanik, Thermodynamik, Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Elektrotechnik, Konstruktionslehre und Maschinenelemente.“ Die wichtigsten Inhalte der ingenieurwissenschaftlichen Teildisziplinen – vermittelt in einem siebensemestrigen Studiengang.</p>
<p><strong>Bereits ab dem fünften Semester lassen sich Schwerpunkte wählen</strong></p>
<p>Ab dem fünften Semester könne man darüber hinaus seinen eigenen Schwerpunkt wählen, ergänzt der 24-Jährige. Produktentwicklung, Fahrzeugtechnik, Materialwissenschaften und Werkstofftechnik, Produktionstechnik, Computational Engineering, angewandte Informatik sowie Mechatronik und Automatisierungstechnik stehen zur Auswahl. Die Vertiefungen wiederum bilden die Grundlagen für die aufbauenden Master-Studiengänge. Lasse Wack vertieft in Mechatronik und Automatisierung. Auch seine demnächst anstehende Bachelorarbeit soll in diesem Bereich verankert sein: „Ich weiß noch nicht genau, was das Thema sein wird. Vielleicht wird es darum gehen, einen Prüfstand zu automatisieren.“</p>
<p>Doch bei aller Begeisterung, sein Studium hat doch sicherlich auch herausfordernde Seiten? „Dass Maschinenbau so breit gefächert ist, kann manchmal auch schwierig sein. Denn es gibt immer auch Teile, die einem nicht so liegen. Aber wenn man sich hinsetzt und was tut, dann ist das alles machbar.“</p>
<p><strong>Von Automobilbranche bis Luft- und Raumfahrt: Die berufliche Zukunft ist vielfältig</strong></p>
<p>Über seine berufliche Zukunft hat er noch keine „spezifische Vorstellung“, sagt Lasse Wack, der nach seinem Bachelor-Abschluss in jedem Fall noch den Master anhängen möchte. „Ich hätte Interesse an vielem.“ Mögliche Tätigkeitsfelder mit entsprechendem Studienabschluss sind Konstruktion, Forschung und Entwicklung. „Hier gibt es ja dann auch verschiedene Untergebiete, wie etwa das Entwickeln von Pumpen.“ Auch die Luft- und Raumfahrt oder die Automobilbranche können später mögliche Tätigkeitsfelder sein.</p>
<p><strong>Als studentische Hilfskraft praktische Erfahrungen sammeln</strong></p>
<p>Und was sollten Studieninteressierte wissen? Wie kommt man gut ins Studium? Lasse Wack empfiehlt, am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik möglichst früh eine Stelle als studentische Hilfskraft anzunehmen, eine sogenannte Hiwi-Stelle – und so beispielsweise im Labor direkt mit anzupacken: „Das ist eine gute Möglichkeit, das im Studium Erlernte in die Praxis umzusetzen. Und man kann gleich noch Kontakte am Fachbereich knüpfen“.</p>
<p>Wichtig sei außerdem, ergänzt er, sich einer Lerngruppe anzuschließen: „Das mach vieles einfacher.“ Das Grundpraktikum, für das man theoretisch bis zum sechsten Semester Zeit hat, sollte man laut Lasse Wack möglichst früh absolvieren: „Das sind sechs Wochen, die man in einem Betrieb ist, vielleicht in einer Schlosserei.“ Hier lerne man wichtige Handgriffe: „Schweißen oder pressen beispielsweise.“ Es sei gut, sich möglichst früh mit solchen Grundlagen vertraut zu machen. „Und das nimmt dann auch den Zeitdruck aus dem gesamten Studium.“</p>
<p><strong>Enthusiasmus für Maschinen</strong></p>
<p>Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man mitbringen? „Man sollte motiviert sein, Lust auf Mathematik und Physik haben.“ Und außerdem – ergänzt der Bachelorstudent: „Ich stelle immer wieder fest, dass viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen einen Enthusiasmus für Maschinen mitbringen.“ Auf genau diesen trifft man auch bei Lasse Wack – einst geweckt von einem alten Bagger.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 15 Nov 2024 17:11:32 +0100</pubDate>
                        <title>Die Studierenden sollen sich auf dem Campus der ֱ wohlfühlen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/die-studierenden-sollen-sich-auf-dem-campus-der-rptu-wohlfuehlen</link>
                        <description>„So etwas gibt in der Form an anderen Unis nicht“, ist immer wieder von Studierenden zu hören, wenn sie über das preisgekrönte studentische Gesundheitsmanagement der ֱ sprechen – bekannt auch unter dem Namen „CampusPlus“: Eine breite Palette an niederschwelligen Angeboten soll die biologische, psychologische und soziale Gesundheit der Studis stärken. Vom 25. bis 29. November sensibilisiert so beispielsweise die „Mental Health Awareness Week“ über das – an Unis oftmals zu wenig beachtetete – Thema „mentale Gesundheit“.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„So etwas gibt in der Form an anderen Unis nicht“, ist immer wieder von Studierenden zu hören, wenn sie über das preisgekrönte studentische Gesundheitsmanagement der ֱ sprechen – bekannt auch unter dem Namen „CampusPlus“: Eine breite Palette an niederschwelligen Angeboten soll die biologische, psychologische und soziale Gesundheit der Studis stärken. Vom 25. bis 29. November sensibilisiert so beispielsweise die „Mental Health Awareness Week“ über das – an Unis oftmals zu wenig beachtetete – Thema „mentale Gesundheit“.</strong></p>
<p>Zwischen zwei Lehrveranstaltungen auf einem Trimm-dich-Pfad auspowern. Nach dem Mensa-Besuch mal eben eine Runde auf dem Mountainbike drehen. Oder wenige Meter neben dem Vorlesungssaal in einer Hängematte ausspannen und von den Uni-eigenen Obststräuchern naschen: Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht an der ֱ! Hier werden genau solche und viele weitere Angebote bereitgestellt vom studentischen Gesundheitsmanagement, kurz SGM, – sie sollen Studis dabei unterstützen, geistig und körperlich fit durch den Uni-Alltag zu kommen.</p>
<p>Bekannt ist das SGM zugegen auch unter dem Namen CampusPlus, welches neben dem Unisport und dem unieigenen Fitnessstudio Unifit ein Teilbereich des Zentrums für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) ist. „Seit 2015 entwickeln wir Maßnahmen und Angebote, die Studierende in einer gesunden Lebensweise auf dem Campus unterstützen und allgemein für die Themen rund um Gesundheitsförderung und Prävention sensibilisieren sollen. Dabei stehen die biologische, die psychologische und die soziale Gesundheit im Vordergrund“, berichtet Diana Neben, Projektkoordinatorin SGM für den Standort Kaiserslautern, über Ziele und Hintergründe von CampusPlus – und meint: „Die Studierenden sollen sich auf dem Campus der ֱ wohlfühlen.“</p>
<p>So sind etwa auf dem Gelände der ֱ mehrere Tischtennisplatten und -kicker aufgestellt, an denen rund um die Uhr gespielt werden darf. „Viele Maßnahmen sind niederschwellig angelegt“, betont Neben – soll heißen: Ohne großen Aufwand können alle Studierenden ganz unkompliziert mitmachen. Die von CampusPlus organisierten Events wie das Campus Kino oder die OpenStage, eine offene Bühne, können zur sozialen Gesundheit beitragen – und den Studierenden gesellschaftlichen Austausch und Abwechslung bieten. Diana Neben: „Wer keine Lust auf Partys mit viel Alkohol hat, der kann sich hier mit Freundinnen und Freunden treffen, entspannen und vielleicht auch neue Leute kennenlernen.“ Gefördert und beraten wird CampusPlus übrigens von der Techniker Krankenkasse.</p>
<p><strong>Erste Hilfe für die mentale Gesundheit</strong></p>
<p>Diana Neben hat einen Master in „Public Health“ und ist seit 2021 an der Uni in Kaiserslautern. Zuvor hat sie sich bereits in ihrer Masterarbeit an der Uni Bielefeld mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Studierenden befasst. „An die ֱ bin ich gekommen, um im Rahmen des SGM das Thema mentale Gesundheit weiter zu etablieren und zu integrieren.“ So hat sie gemeinsam mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement der ֱ das Mental Health First Aid Programm an den Standort Kaiserslautern geholt. Dabei werden Interessierte der Fachschaften geschult und sensibilisiert, sodass sie erkennen, wenn es ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen mental nicht gut geht. Diana Neben: „Es geht darum, mentale Probleme zu erkennen, ohne Hemmungen auf andere zuzugehen, sie gezielt anzusprechen, professionelle Hilfsangebote zu vermitteln, ihnen bis zur Überführung in professionelle Hilfe zur Seite zu stehen und sie zu begleiten.“</p>
<p><strong>Gesundheitsumfrage ermittelt regelmäßig den Ist-Zustand</strong></p>
<p>Viele der von CampusPlus entwickelten Angebote beruhen auf einer umfassenden Gesundheitserhebung, die alle drei Jahre an der ֱ –  &nbsp;- durchgeführt wird. Die Ergebnisse werden im sogenannten University Health Report zusammengefasst. Rund 1.000 Studierende haben bislang daran teilgenommen. Dabei werden neben psychischen Parametern auch Gesundheitsbereiche wie körperliche Aktivität oder der Konsum von Suchtmitteln erfasst. Im Rahmen der schriftlichen Befragungen gaben 2021 beispielsweise im Vergleich zu 2018 mehr Teilnehmende an, dass sie unter einem hohen Stresserleben oder unter Erschöpfung leiden. Der 2021er Report dokumentiert zudem eine Zunahme von Beschwerden, die sich einer depressiven Symptomatik oder den Symptomen einer Angststörung zuschreiben lassen. Erkenntnisse, die zuvor in diesem Ausmaß nicht bekannt waren. Und die, so sagt es Diana Neben, an anderen Unis bislang vielleicht vernachlässigt wurden – aber an der ֱ, auch aufgrund der Befragungen sehr ernst genommen werden. Diana Neben: „Die Ergebnisse der im Jahr 2024 durchgeführten Gesundheitsbefragung sind derzeit in der Auswertung.“</p>
<p><strong>Studierende bringen eigene Ideen ein</strong></p>
<p>Das studentische Gesundheitsmanagement beruhe auf einem partizipativen Ansatz, skizziert Diana Neben die konkrete Ausarbeitung von Ideen: „Wir holen uns Rückmeldungen von Studierenden ein.“ So werden zweimal im Jahr alle Fachschaften der ֱ eingeladen – und gemeinsam Probleme und neue Ideen rund um das Gesundheitsmanagement diskutiert. Auch im CampusPlus-Team selbst arbeiten Studierende mit. Sie entwickeln Konzepte und führen diese mit Unterstützung der hauptamtlich Mitarbeitenden durch. Peer-to-Peer nennt sich ein solches Vorgehen: „Wir beziehen die studentischen Mitarbeitenden in alles mit ein. Und tauschen uns regelmäßig zum Projektplan aus.“</p>
<p>Eine von den studentischen Mitarbeitenden ist Ida Paulssen, Lehramtskandidatin für die Fächer Biologie und Gesundheit. Bei CampusPlus arbeitet sie sowohl im Gesundheits- als auch im Social-ֱ-Team mit: „In Meetings sammeln wir als studentisches Team verschiedene Ideen, die stimmen wir dann mit den hauptamtlich Mitarbeitenden ab.“ Von Vorteil sei, so sagt sie, dass das studentische Team auf viele Dinge vielleicht noch eine andere Blickrichtung hat: „Wir sind ja noch im studentischen Leben. Wir haben beispielsweise eine Idee für ein Thema, das man über Social ֱ umsetzen kann. Und so können wir uns dann einbringen.“</p>
<p>Informatik-Masterstudent Rouven Raschke kümmert sich als CampusPlus-Teammitglied um die „Campus-Pause“. Sein Aufgabengebiet ist ebenfalls sehr interaktiv und vielfältig: „Von Montag bis Freitag bauen wir beispielsweise jeden Tag vor der Mensa Spiele auf, verleihen Badminton-Schläger oder Mountainbikes.“ Dass sich Studierende bei CampusPlus einbringen können, sieht er als einen großen Pluspunkt an: „Wir stehen ja im Austausch mit anderen Studierenden, mit unserem Freundeskreis, mit Leuten, die regelmäßig vorbeikommen und kriegen so vieles mit und können zu den Angeboten einladen. Oder auch auf neue Angebote hinweisen.“</p>
<p><strong>Studentisches Gesundheitsmanagement mehrfach ausgezeichnet</strong></p>
<p>Sowohl Ida Paulssen als auch Rouven Raschke betonten, dass das studentische Gesundheitsmanagement an der ֱ schon etwas ganz Besonderes sei: „Das ist im Vergleich zu anderen Unis sehr breit aufgestellt. Freunde von mir, die an anderen Unis studieren, kennen das so nicht“, sagt Ida Paulssen. Rouven Raschke stimmt dem zu: „So etwas wie die Campus-Pause gibt es woanders gar nicht. Gut ist auch, dass die Angebote so niederschwellig sind.“ Tatsächlich ist das SGM weit über die ֱ hinaus bekannt – und wurde sogar schon mehrfach ausgezeichnet – so etwa im Jahr 2023 mit dem Corporate Health Award, eine der bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland im Themenfeld „Betriebliches Gesundheitsmanagement“.</p>
<p>„Wir sind auch stark im Bereich Gesundheitskommunikation, haben einen eigenen Designer und Marketing-Experten. Auch darauf sind wir stolz. Das gibt es so an anderen Unis ebenfalls nicht“, ergänzt Diana Neben. So werde vieles mit ansprechendem Layout kommuniziert – ein Beispiel ist ein Informationsangebot rund um das Thema “. Wissen über zu starken Smartphone-Konsum wird hier optisch sehr ansprechend aufbereitet.&nbsp;</p>
<p><strong>„Mental Health Awareness Week“ im November</strong></p>
<p>Im November 2024 veranstaltet CampusPlus die „“.&nbsp;Eine Aktionswoche, die an beiden Standorten der ֱ, in Kaiserslautern und in Landau, stattfindet. Neben verschiedenen Online- und Präsenz-Angeboten wie Vorträgen, Workshops oder einem Info-Markt, gibt es ebenfalls eine Social-ֱ-Kampagne, in der auf das Thema „Mentale Gesundheit“ intensiv aufmerksam gemacht wird.</p>
<p>Und wie soll sich das studentische Gesundheitsmanagement in den nächsten Jahren weiterentwickeln? „Das Thema Mental Health Awareness wird sicherlich auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen“, meint Diana Neben. Welche weiteren Themen sie zusätzlich aufgreifen werden, diskutiert das Team von CampusPlus derzeit. „Das ganze Projekt ist auch deswegen so erfolgreich, weil die Hochschulleitung dahinter steht“, sagt Diana Neben. Studierende der ֱ werden also auch in Zukunft darauf vertrauen können, dass ihre biologische, die psychologische und die soziale Gesundheit sehr ernst genommen werden.</p>
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<p><strong>Weitere Informationen gibt es unter:</strong></p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-16303</guid>
                        <pubDate>Sun, 10 Nov 2024 10:29:00 +0100</pubDate>
                        <title>Kultur trifft KI: Studierende machen Museum fit für die Zukunft </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/kultur-trifft-ki-studierende-machen-museum-fit-fuer-die-zukunft</link>
                        <description>Die Masterstudierenden Arlette Numutali, Julian Dambach und Abishek Pathmarajah studieren Betriebswirtschaftslehre an der ֱ. Zum Thema „Innovation Management“ konnten sie sich einer aktuellen Praxisfrage stellen – die Herausforderung: Wie werden Museen fit für die Zukunft? Was lässt Besucherzahlen in die Höhe klettern? Und wie kann man auch bei jüngeren Menschen mit Kulturangeboten punkten? Ihr Ansatz: Die Möglichkeiten von KI und Digitalisierung besser nutzen – um so ein individualisiertes Angebot zur Verfügung zu stellen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Masterstudierenden Arlette Numutali, Julian Dambach und Abishek Pathmarajah studieren Betriebswirtschaftslehre an der ֱ. Zum Thema „Innovation Management“ konnten sie sich einer aktuellen Praxisfrage stellen – die Herausforderung: Wie werden Museen fit für die Zukunft? Was lässt Besucherzahlen in die Höhe klettern? Und wie kann man auch bei jüngeren Menschen mit Kulturangeboten punkten? Ihr Ansatz: Die Möglichkeiten von KI und Digitalisierung besser nutzen – um so ein individualisiertes Angebot zur Verfügung zu stellen.</strong></p>
<p>Ursprünglich kommt sie aus Ruanda – doch seit einem Semester absolviert Arlette Numutali den Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der ֱ. „Ich bin zum Studieren nach Deutschland gekommen, weil ich später etwas im Bereich Produktion machen wollte“ – und Deutschland sei nun mal bekannt für Expertise in diesem Bereich, sagt sie. In Bremen habe sie zuvor einen Bachelorstudiengang mit dem Fokus auf Wirtschaftsingenieurwesen belegt. „Dieser Studiengang war sehr interdisziplinär. Das hat mich angesprochen.“ Die damit einhergehende Vielfalt wollte sie auch im Master nicht missen: „Ich habe mich dann umgeschaut, recherchiert, welche Studienorte und welche Studiengänge für mich infrage kommen.“ Die ֱ habe sich dabei als am attraktivsten herausgestellt, meint sie. Denn hier habe man im BWL-Studium verschiedene Schwerpunkte zur Auswahl: Marketingmanagement beispielsweise, Management der digitalen Transformation, Logistik, Produktionsmanagement, Finanzmanagement oder auch Nachhaltigkeitsmanagement könnten das sein. Arlette Numutali hat sich für die Schwerpunkte Innovationsmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement entschieden. Die Internationalität des Studiengangs habe sie ebenfalls gereizt, ergänzt sie. „Wir haben hier an der ֱ eine internationale Community.“ Weiterer Pluspunkt: Die Studierenden profitieren von internationalen Kollaborationen. „Es gab beispielsweise ein Projekt zusammen mit französischen Studierenden. Die waren zu Gast hier in Kaiserslautern. Im Bereich Innovation Management haben wir uns gemeinsam mit innovativen Maßnahmen bei der Produktion von Fahrrädern befasst.“</p>
<p><strong>„Mit BWL kann man immer weiter wachsen. Es gibt später immer wieder Aufstiegsmöglichkeiten“</strong></p>
<p>Kommilitone Julian Dambach studiert im dritten Mastersemester BWL. Seine Schwerpunkte sind Strategie, Innovation und Kooperation, Management der digitalen Transformation und Marketingmanagement. „An die ֱ bin ich gekommen, weil ich zunächst integrative Sozialwissenschaften studiert hatte. Aber schnell habe ich dann gemerkt, dass mir Wirtschaftsthemen doch mehr liegen“, berichtet der 27-Jährige, der ursprünglich aus der Nähe von Pforzheim stammt. Abishek Pathmarajah wiederum studiert im zweiten Semester BWL. Seine Schwerpunkte sind Strategie, Innovation und Kooperation, Management der digitalen Transformation und Entrepreneurship. Warum hat er sich für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium entschieden? „Weil man damit immer weiter wachsen kann. Es gibt später immer wieder Aufstiegsmöglichkeiten.“ Das sei bei vielen anderen Studienfächern in dieser Weise nicht der Fall: „Bei vielen anderen Studienabschlüssen steht eine spätere berufliche Tätigkeit bereits fest.“ Und warum die ֱ als Studienort? „Ich komme aus dem Saarland, wollte mal raus.“ Er spielt leidenschaftlich Basketball. „Ich hatte die Möglichkeit beim FC Kaiserslautern zu spielen. Und das hat dann alles gepasst.“</p>
<p><strong>„Kulturbetriebe, wie Museen, stehen in starker Konkurrenz zu anderen Freizeitmöglichkeiten, gerade bei jüngeren Leuten“</strong></p>
<p>Arlette Numutali, Julian Dambach und Abishek Pathmarajah haben – gemeinsam mit 17 weiteren BWL-Studierenden – im vergangenen Sommersemester an einer Fallstudie gearbeitet. Initiiert wurde diese vom Lehrstuhl Strategie, Innovation und Kooperation der ֱ, dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und dem Softwareentwickler Insiders Technologies. „Der Kulturbereich in Deutschland ist nicht oft mit KI oder Digitalisierung verknüpft“, schildert Arlette Numutali die Ausgangssituation. „Unsere Aufgabe war es zu schauen, wie man beides miteinander verbinden kann.“ Die Studierenden recherchierten zunächst. „Und dabei haben wir festgestellt, dass Kulturbetriebe, wie Museen, in starker Konkurrenz zu anderen Freizeitmöglichkeiten stehen, gerade bei jüngeren Leuten.“ Freizeitparks seien das beispielsweise oder Gaming-Aktivitäten, erklärt die Studentin. „Wir mussten also herausfinden, wie man Kulturerlebnisse für Kunden wertvoller machen kann.“</p>
<p>Jeweils involviert in verschiedene studentische Kleingruppen haben Arlette Numutali, Julian Dambach und Abishek Pathmarajah an Lösungsansätze „gebrainstormt“, wie sie sagen. „Die Ideen sollten ja auch zum Museum passen und dürfen natürlich nicht zu viel kosten. Öffentliche Einrichtungen haben meist nicht viel Geld“, schildert Julian Dambach, wohlwissend, dass er als BWLer immer auch die richtigen Zahlen im Kopf haben sollte.</p>
<p>Die finalen Lösungsansätze der Studierenden können sich sehen lassen: So hat sich die Gruppe um Arlette Numutali eine App überlegt, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), den Museumsbesuch an die individuellen Interessen der Besucherinnen und Besucher anpasst. Arlette Numutali: „Die App nimmt am Anfang eines Museumsbesuches Informationen auf. Wer sich beispielsweise für Kunst aus dem 19. Jahrhundert interessiert, der bekommt von der App speziell diese gezeigt.“ Und sie ergänzt: „Die App kann am Ende des Museumsbesuches beispielsweise auch ein Souvenir erstellen, dass an die Interessen des Besuchers angepasst ist.“ Ein spezielles Foto vielleicht – oder ein Video.</p>
<p><strong>Das Ziel: Den Museumsbesuch persönlicher gestalten</strong></p>
<p>Die Gruppen um Julian Dambach und Abishek Pathmarajah haben ähnliche Ansätze. Allen gemein ist, den Museumsbesuch als Erlebnis individueller zu gestalten. Julian Dambach: „Unsere Idee war ein Chatbot, mit dem sich der Besucher unterhält. Ein Chatbot, der aus Sicht des Künstlers oder der Künstlerin spricht.“ Abishek Pathmarajah: „In unserer Gruppe haben wir zunächst recherchiert, was Wettbewerber, die höhere Besucherzahlen haben anders machen.“ Eine Schlussfolgerung: Sie interagieren über Social ֱ mehr mit der jüngeren Zielgruppe. Sie bieten also eine fokussierte, persönlichere Ansprache an. „Diese Stärke wollten wir mit KI zusammenbringen, und so kamen wir auf die Idee eines KI-unterstützten Tour-Guides.“ Ein Tour-Guide, der sich auf sein Gegenüber einstellt: „Besucher aus Frankreich beispielsweise bekommen eine Tour, die sich speziell an sie richtet.“ Menschen mit Einschränkungen könnten wiederum eine Tour in einfacher Sprache bekommen. „Genauso gibt es dann auch die Möglichkeit, eine sehr komplexe Tour, in komplexer Sprache zu erhalten.“ Abishek Pathmarajah: „Der Fokus liegt auf der User Experience.“</p>
<p><strong>Im BWL-Studium lernt man seine eigenen Geschäftsideen umzusetzen</strong></p>
<p>Die vorgestellten Ideen dienen dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern nun als Anreiz. Für die drei Masterstudierenden ist das Praxisprojekt abgeschlossen. Julian Dambach schätzt, dass ihm sein BWL-Studium solche Praxismöglichkeiten bietet: „Als Studierender arbeitet man mit Unternehmen zusammen. Man bekommt ein Feedback aus der Praxis, das hilft sich weiterzuentwickeln.“ Kontakte in die reale Welt sozusagen – mit tatsächlich existierenden Fragestellungen. Er persönlich könne sich später übrigens eine Tätigkeit im Vertrieb vorstellen. „Auch eine Mischung aus Vertrieb und Strategie würde mich interessieren.“</p>
<p>Arlette Numutali verlässt die ֱ zum Wintersemester: „Ich habe ein Stipendium, gehe nach Finnland. Dort werde ich Global Innovation Management studieren.“ Sie kann sich aber vorstellen, anschließend für eine Promotion an die ֱ zurückzukehren. Und Abishek Pathmarajah strebt später eine berufliche Selbstständigkeit an, will seine eigenen Geschäftsideen aufbauen: „Im Studium lerne ich die wichtigsten Tools dafür.“ So oder so: Mit dem Praxisprojekt zu Kultur und KI haben alle drei gezeigt, dass es ihnen an Engagement und Kreativität ganz sicher nicht mangelt.</p>
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                        <pubDate>Sat, 09 Nov 2024 00:09:00 +0100</pubDate>
                        <title>Auslandsaufenthalt in Deutschland: International auf Augenhöhe lernen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/auslandsaufenthalt-in-deutschland-international-auf-augenhoehe-lernen</link>
                        <description>Die ֱ ist ein Magnet für Studierende aus aller Welt. Das liegt nicht nur am begehrten Standort Deutschland, sondern auch an den Bedingungen für internationale Studierende und Promovierende.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Die ֱ ist ein Magnet für Studierende aus aller Welt. Das liegt nicht nur am begehrten Standort Deutschland, sondern auch an den Bedingungen für internationale Studierende und Promovierende. Dr. Ing. Parya Memar kam 2001 als Doktorandin aus dem Iran nach Deutschland und leitet seit über 16 Jahren das Referat für Internationale Angelegenheiten und die International School for Graduate Studies </strong></i><a href="/international/home/" target="_blank"><i><strong>(ISGS)</strong></i></a><i><strong>. Die Angebote der ISGS gibt es in dieser Form nur an der ֱ. Im Interview berichtet sie, wie sie internationale Universitätsmitglieder unterstützt und welche Angebote es für deutsche und ausländische Studierende gibt.</strong></i></p>
<p>„Zu Beginn ihres Auslandsaufenthaltes in Deutschland sind alle internationalen Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Beschäftigten zunächst bei uns“, erklärt Memar. Gemeinsam mit ihrem Team betreut sie Fachbereiche, die beispielsweise besondere Programme für Auslandsaufenthalte in Deutschland anbieten, um allen Erfahrungen über Landesgrenzen hinaus zu ermöglichen. Dabei unterstützt das Referat RefIntA bei der Organisation von Auslandsaufenthalten und berät bei finanziellen Angelegenheiten. „Bei der ISGS bemühen wir uns um qualifizierte Talente aus dem Ausland und suchen nach Menschen, die beispielsweise ihren Postdoc in Deutschland machen wollen. Es gibt sehr viele Drittmittelprojekte und Stellenausschreibungen, die mit hochqualifizierten Menschen besetzt werden wollen.“ Diese müssten auch aus dem Ausland kommen, so Memar, denn: „Deutschland kann diesen Fachkräftemangel nicht alleine bewältigen.“ Daher unterstützt die ISGS in Kaiserslautern ca. 3.000 ausländische Studierende bei ihrem Auslandsaufenthalt in Deutschland, in Landau sind es etwa 300.</p>
<p><strong>Die internationale Community als Familie für ihren Auslandsaufenthalt in Deutschland</strong></p>
<p>Die ISGS unterstützt bei einem Auslandsaufenthalt in Deutschland nicht nur bei Formalitäten wie Visa oder Wohnungssuche. Bereits seit 2009 veranstaltet das Referat die internationale Graduiertenfeier, damals noch ausschließlich am Campus Kaiserslautern. Mittlerweile sei die Feier für viele Studierende zu einem echten Highlight geworden, berichtet Memar. „Bei der Feier im Jahr 2023 durften wir etwa 150 Graduierte beglückwünschen. Die Bühne im Audimax in Kaiserslautern war bis auf den letzten Platz besetzt. Zum Vergleich: 2009 waren es gerade einmal neun Graduierte. Das zeigt uns, dass die Community wächst und sich auf die gemeinsame Feier freut.&nbsp; Die Feier wird zusätzlich live übertragen, damit die Familien und Freunde der frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen zumindest virtuell dabei sein können. Insbesondere die Trennung von ihren Familien macht vielen während ihres Auslandsstudiums zu schaffen. Aus diesem Grund wurde die ISGS Family ins Leben gerufen, die allen internationalen Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Beschäftigten der Universität offen steht, die bei der Betreuung dieser Zielgruppe involviert ist. „Wir nennen das ganz bewusst so, weil in dieser Gruppe alle Generationen vertreten sind. Sie soll für sie eine Art Ersatzfamilie während ihres Auslandsaufenthaltes in Deutschland sein“, erklärt Memar.</p>
<p><strong>Schritt für Schritt zum Ziel</strong></p>
<p>Bis zur großen Feier ist es jedoch oftmals ein harter Weg. „Die erste Hürde ist bereits überwunden, wenn sie es für ihren Auslandsaufenthalt überhaupt nach Deutschland geschafft haben“, so Memar. „Die Vorbereitung für die Zeit in Deutschland nimmt teilweise bis zu 18 Monate in Anspruch.“ Manche Interessierte kriegen erst sehr spät einen Visumstermin, andere kämpfen mit der deutschen Bürokratie. „Wenn sie nicht in Deutschland sind, können sie kein Konto eröffnen. Sie können keine Steuer-ID bekommen, weil sie keinen Wohnsitz und keine Adresse haben – und die kriegen sie nicht, weil sie noch kein Konto haben“, schildert Memar exemplarisch. Obwohl aller Anfang schwer ist, versuchen die Mitarbeitenden des Referats diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Dazu kommen oftmals finanzielle Probleme. „Deutschen Studierenden geht es zwar zum Teil nicht anders. Je nach Herkunftsland kommen ausländische Studierende aber mit dem hart ersparten Geld ihrer Familien für ein Auslandsstudium nach Deutschland und wollen deren Hoffnungen nicht enttäuschen“, erklärt Memar. Sie weiß: „Dieser Druck kann sehr belastend sein.“</p>
<p><strong>Angebote zum Austausch während des Auslandstudiums</strong></p>
<p>Wir alle profitieren von einer vielfältigen Gesellschaft, in der sich Menschen über ihre verschiedenen Kulturen austauschen. Daher gibt es an der ֱ den <a href="/international/about-us/intclub" target="_blank">International Club</a>, für den Frau Memars Referat zuständig ist. Hier kommen Universitätsmitglieder zusammen, die aus derselben geographischen Region stammen, um ihre Heimat oder ihr Land vorzustellen. Bei dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle willkommen, die andere Kulturen kennenlernen möchten. Idealerweise kommt man mit leerem Magen, denn: Kultur vermittelt sich bekanntlich am besten über die Kulinarik.</p>
<p>Eine der größten Hürden, um sich während eines Auslandsstudiums zurechtzufinden, ist die fremde Sprache in dem Land. „Deutsch kann herausfordernd sein, doch es ist überhaupt nicht schlimm, schlechtes Deutsch zu sprechen“, beruhigt Memar. „Wichtig ist, nicht immer nur auf Englisch zu reden, auch wenn die meisten Deutschen gut Englisch sprechen.“ Um die Sprachkenntnisse zu verbessern, organisiert das RefIntA regelmäßige Tandem-Treffen. Zu Anfang des Semesters sucht man sich auf dem „Sprachenmarkt“ einen Partner, der eine Sprache spricht, die man selbst lernen möchte. Im Gegenzug bringt man dieser Person die eigene Sprache bei. „Wer also Spanisch lernen will und bereits Deutsch kann, könnte dort jemanden treffen, der Deutsch lernen will und Spanisch beibringen kann. Dadurch entstehen Gruppen, die wiederum bilaterale Events organisieren“, berichtet Memar.</p>
<p><strong>Durch Auslandserfahrungen voneinander und miteinander lernen</strong></p>
<p>„Ich weiß, es ist ein Klischee. Aber nahezu alle Internationalen unterschätzen, wie wichtig Pünktlichkeit in Deutschland ist. In vielen ihrer Heimatländer wird das viel lockerer gesehen und die Umstellung fällt bei einem Auslandssemester in Deutschland entsprechend schwer“, lacht Memar. Dennoch sollten auch die Deutschen offen sein, von den ausländischen Universitätsmitgliedern zu lernen: „Ich beobachte, dass die internationalen Promovierenden und Studierenden fast alle ohne eine Form von Sicherheit für einen Auslandsaufenthalt nach Deutschland kommen, zumal die meisten ohne Stipendium kommen. Häufig haben sie alles auf eine Karte gesetzt, ohne überhaupt zu wissen, wie es nach der Zeit in Deutschland weitergeht. Manche wissen auch nicht einmal, ob sie bleiben dürfen und können“, schildert Memar. „Trotzdem kommen sie mit unfassbar viel Hoffnung und Zuversicht, werden oftmals aus eigener Kraft erfolgreich. Für sie ist es ein Traum, hier zu studieren. Dafür strengen sie sich an, sind engagiert und tun alles, um ihre Ziele und Wünsche zu realisieren“. Von dieser Mentalität könnten sich sicher alle eine Scheibe abschneiden.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 12:12:45 +0100</pubDate>
                        <title>„Einfach trauen“: Nach Berufsausbildung ins Lebensmittelchemie-Studium gestartet</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/einfach-trauen-nach-berufsausbildung-ins-lebensmittelchemie-studium-gestartet</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Ohne Abitur – dafür aber mit einer qualifizierenden Berufsausbildung – hat Nico Becker sein Studium der Lebensmittelchemie zum Wintersemester 2021/22 an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) aufgenommen. Seine vorab erworbenen Berufserfahrungen helfen ihm in vielfältiger Weise gut durch das Studium zu kommen, berichtet er. Nach seinem Master-Abschluss möchte er vielleicht noch promovieren und eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen.</strong></i></p>
<p>Sein Interesse für die Lebensmittelchemie sei historisch gewachsen, erzählt Nico Becker, Student im zweiten Mastersemester. Bereits sein Opa sei Chemiker gewesen: „Das Interesse dafür hat mich schon immer geprägt.“ So absolvierte der heute 27-Jährige in der neunten Klasse ein Praktikum an der damaligen TU Kaiserslautern: „Ich konnte in die verschiedenen Arbeitsgruppen der Chemie hineinschnuppern.“ Doch kurz vor dem Abitur entschied er sich zunächst einen Weg abseits eines Studiums einzuschlagen: Er verließ die Schule, ließ sich zum MTLA ausbilden – zum Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten. „Vereinfacht gesagt sind das die Leute, die im Labor die Blutproben analysieren.“</p>
<p><strong>„Irgendwann hat es mir dann doch gefehlt, dass ich nicht studiert habe“</strong></p>
<p>Drei Jahre war er anschließend in diesem Beruf tätig. „Irgendwann hat es mir dann aber doch gefehlt, dass ich nicht studiert habe.“ Das Interessensgebiet Chemie war nach wie vor vorhanden – allerdings vor allem mit dem Fokus auf Lebensmittelchemie. Denn: „Die Lebensmittelchemie ist aus meiner Sicht mehr analytisch geprägt, mehr physiologisch. Ich habe einen stärkeren Bezug zur Medizin gesehen.“</p>
<p>Ohne Abitur – aber dank seines qualifizierenden Berufsabschlusses – konnte er sich zum Wintersemester 2021/22 für den Studiengang Lebensmittelchemie einschreiben. Nico Becker: „Das ist in Rheinland-Pfalz möglich, vom Land so geregelt. Ich habe eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung für eine Universität, weil die Inhalte des Studiums zu meiner Ausbildung passen.“ Für ihn habe es durchaus Vorteile, dass er vor seinem Studium bereits eine Berufsausbildung absolviert hat, berichtet er: „Im physiologischen Bereich waren mir viele Dinge vorab bekannt. Durch meine Berufserfahrung habe ich in den Praktika einen gewissen Vorteil.“ Und außerdem: Er sei ein paar Jahre älter als die meisten seiner Kommilitoninnen und Kommilitonen. Auch das erleichtere ihm die Sicht auf manche Dinge, lacht er: „Ich glaube, es fällt mir leichter, Module und Prüfungen zu organisieren.“</p>
<p>Ein Studium ohne Abitur, aber entsprechend beruflich qualifiziert: „Das kommt immer mal wieder vor“, sagt Andrea Langenstein, Studiengangsmanagerin am Fachbereich Chemie und selbst Diplom-Chemikerin. „Wir begrüßen das sehr. Interessierte bekommen von uns vorab eine fundierte Beratung.“</p>
<p><strong>&nbsp;„Lebensmittelchemie hat einen sehr starken Life Science Bezug“</strong></p>
<p>Und worin unterscheidet sich der Studiengang Lebensmittelchemie von einem klassischen Chemie-Studium? Nico Becker: „In den ersten vier Semestern sind beide Fächer ähnlich aufgebaut. Man hat viele Grundlagenmodule.“ In Lebensmittelchemie habe man verstärkt dann aber auch biologische Fächer: „Das sind Zellbiologie und Botanik.“ Überhaupt biete der Studiengang Lebensmittelchemie einen sehr starken Bezug zum Life Science Bereich.“ Für wen ist welche Richtung besser geeignet? Nico Becker meint: „Wer tief in die Theorie und die Grundlagen der Chemie eintauchen möchte, für den ist natürlich das Chemie-Studium besser geeignet. Auch in Lebensmittelchemie beschäftigen wir uns selbstverständlich mit Theorie und Grundlagen. Doch wir biegen dann irgendwann ab. Es geht bei uns eben vor allem um Lebensmittel, also um Produkte, die jeder aus dem Alltag kennt.“</p>
<p><strong>„Im Studiengang Lebensmittelchemie kommt man früh auch mit rechtlichen Bestimmungen in Kontakt“</strong></p>
<p>Die Lebensmittelchemie habe auch einen starken Bezug zur Toxikologie, meint Andrea Langenstein. „Die Analytik spielt eine große Rolle. Und man kommt im Studiengang Lebensmittelchemie schon früh mit rechtlichen Bestimmungen in Kontakt.“ Beide Richtungen haben auch viele Gemeinsamkeiten, betont Andrea Langenstein. „Deshalb ist in der Anfangsphase auch ein Tausch der Fächer möglich.“ Die Wahlmöglichkeiten sind im Lebensmittelchemie-Studium allerdings weniger stark vorhanden als im Chemie-Studium. „Das liegt auch daran, dass wir vom Gesetzgeber hinsichtlich der Inhalte stärker gebunden sind.“</p>
<p>Sowohl der Bachelorstudiengang Chemie als auch der Bachelorstudiengang Lebensmittelchemie sind frisch reakkreditiert - haben sich also einer Qualitätssicherung unterzogen, betont Andrea Langenstein: „Wir haben die Studiengänge weiterentwickelt.“ So werden Fragen zur Digitalisierung nun stärker berücksichtigt. Dass die Studierenden mit der Ausbildung zufrieden sind, zeigt sich beim aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE): Der Fachbereich Chemie der ֱ schneidet sehr gut ab.</p>
<p><strong>Bachelorarbeit: Gutachten zu einem Lebensmittel erstellen</strong></p>
<p>Den Bachelor hat Nico Becker bereits in der Tasche. „Die Bachelorarbeit war wie die Abschlussprüfung einer Berufsausbildung“, schildert er seine Erfahrungen. „Man bekommt eine Schraubdose mit einem Lebensmittel. Mit einem Etikett zu den Inhaltsstoffen, das aber Fehler enthalten kann.“ Aufgabe sei es nun, dieses Lebensmittel genauestens zu untersuchen: „Also stimmen die Angaben auf dem Etikett? Sind die quantitativen Angaben korrekt? Welche Konservierungsstoffe sind enthalten? Wie viel Zucker? Wie viel Fett?“ Insgesamt acht Wochen habe man Zeit. Eine Woche sei für die dazugehörigen Laborarbeiten eingeplant. Hier können die Bacheloranden dann ihre im Studium erworbenen Analyse-Fähigkeiten unter Beweis stellen. „Die übrige Zeit erstellt man dann ein Gutachten über das zu prüfende Lebensmittel. Und das ist die Bachelorarbeit.“</p>
<p><strong>Als Masterstudent in der Forschung mitarbeiten</strong></p>
<p>Im Lebensmittelchemie-Masterstudiengang seien dann verschiedene Schwerpunkte möglich. Ein Fokus auf Toxikologie, Analytik oder Biochemie könne das sein. „Mich persönlich zieht es in die analytische Lebensmittelchemie“, sagt Nico Becker. Er sei bereits studentische Hilfskraft in der Arbeitsgruppe von Professorin Elke Richling. Inhaltlich geht es um Hitzekontaminanten in Lebensmitteln – um unerwünschte Stoffe, die – salopp gesagt – durch thermische Prozesse aus den chemischen Komponenten eines Lebensmittels gebildet werden und gesundheitliche Risiken darstellen können. „Die meisten Leute haben schon von Acrylamid gehört. Es gibt aber auch andere Verbindungen, die ab einer bestimmten Temperatur bei der Lebensmittelverarbeitung entstehen. Und die sind aus toxikologischer Sicht relevant.“ Auch seine in etwa einem Jahr anstehende Masterarbeit könnte in diesem Themengebiet verankert sein.</p>
<p><strong>Beamtenlaufbahn, Industrie oder universitäre Forschung: Beruflich kann es in verschiedene Richtungen gehen</strong></p>
<p>Welche beruflichen Möglichkeiten hat man mit einem Master in Lebensmittelchemie? Nico Becker: „Lebensmittelchemiker ist eine geschützte Berufsbezeichnung. Der Master-Abschluss ist mit dem früheren ersten Staatsexamen gleich zu setzen. Man kann dann sozusagen noch das zweite Staatsexamen anhängen. Das wäre berufsbegleitend eine einjährige Ausbildung.“ Damit sei man staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker. „Das qualifiziert zu einer Beamtenlaufbahn etwa bei Landesuntersuchungsämtern.“</p>
<p>Ein anderer Weg: Mit dem Masterabschluss in die Industrie gehen. Tätigkeitsfelder wären hier die Qualitätssicherung oder die Analytik. „All das braucht man, wenn es um die Entwicklung und Produktion von Lebensmitteln, Pharmazeutika oder Kosmetika geht.“ Ein weiterer Weg seien Wissenschaft und Forschung – an Universitäten, aber auch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen. „Stand jetzt zieht es mich am meisten dahin“, meint Nico Becker. Eine Promotion könne er sich vorstellen. Dafür möchte er als Wissenschaftler an einer Universität tätig sein. Eine Forschungstätigkeit sei aber auch in der Industrie möglich.</p>
<p><strong>„Interesse und Neugierde sind das Entscheidende“</strong></p>
<p>Und was sollten Studieninteressierte vorab wissen? Andrea Langenstein empfiehlt ein gewisses Maß an naturwissenschaftlichem und mathematischem Verständnis mitzubringen. „Interesse auch am Experimentieren.“ Und Nico Becker sagt: „Einfach trauen. Lasst Euch am Anfang nicht einschüchtern. Niemand beißt. Es passiert auch nichts, wenn man eine Klausur mal nicht besteht.“ Und er betont, dass Vernetzung wichtig sei, Kontakte zu höheren Semestern suchen, damit man um Rat fragen kann. Vorab Wissenslücken lassen sich eigeninitiativ schließen: „Ich habe mir dann auch schon mal ein Mathe-Buch zur Hand genommen, um etwas nachzuarbeiten.“ Auch Brückenkurse vor dem Studium können ein gutes Rüstzeug bieten. Doch vor allem eines sei wichtig, betont Nico Becker: „Interesse und Neugierde am Fach. Das ist letztendlich das Entscheidende.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 08:51:19 +0100</pubDate>
                        <title>Im Ausland studieren und der Traumkarriere einen Schritt näher kommen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/im-ausland-studieren-und-der-traumkarriere-einen-schritt-naeher-kommen</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Marcus Owoh studiert den Masterstudiengang Commercial Vehicle Technology an der ֱ. Seine Leidenschaft für Autos und Elektromobilität hat ihn von Nigeria nach Deutschland geführt. Seit vier Semestern ist er nun in Kaiserslautern – Zeit für einen Rückblick.</strong></i></p>
<p>„Schon als Kind wollte ich wissen, wie Autos funktionieren und wie sie gebaut werden. Bestimmt wurde mein Interesse dafür wurde durch Spielzeugautos und Gokart fahren geweckt. Nach der Schule habe ich deshalb Elektrotechnik in Nigeria studiert. Danach wollte ich unbedingt einen Master in Maschinenbau und Automobilität machen. Einen solchen Masterstudiengang gibt es zwar auch in Nigeria – doch Deutschland ist im Automobilbau weit voraus. Für mich war klar: Ich werde im Ausland studieren und den Master in Deutschland machen.”</p>
<p><i><strong>Von Studierenden für Studierende: Austausch auf Augenhöhe</strong></i></p>
<p>„Auf der Suche nach einer Möglichkeit, im Ausland zu studieren, bin ich auf die ֱ in Kaiserslautern gestoßen. Es ist eine Uni mit schöner Umgebung und geringen Lebenshaltungskosten für Studierende. Zusätzliches Plus: Sie ist ganz in der Nähe von Frankreich und ich wollte schon immer mal nach Paris reisen. Also habe ich für meine Bewerbung das <a href="/international" target="_blank">International Office</a> an der ֱ in Kaiserslautern kontaktiert. Das war das Beste, was mir für mein Studium passieren konnte. Nachdem ich meine Unterlagen an das International Office geschickt hatte, wurde von dort aus alles organisiert, damit ich im Ausland studieren kann: von einem Platz im Studierendenwohnheim bis hin zu Deutschkursen. Ich habe mich sofort gut aufgehoben gefühlt, das hat mich beeindruckt.</p>
<p>Als dann eine Stelle als studentische Hilfskraft beim International Office ausgeschrieben war, habe ich die Chance direkt ergriffen. Denn dieses gute Gefühl möchte ich auch anderen internationalen Studierenden vermitteln. Ich möchte ihnen die Ängste nehmen, wenn sie im Ausland studieren wollen. Unter anderem bin ich Ansprechpartner für internationale Studierende, gebe ihnen Tipps für die nächsten Schritte und kann aus eigener Erfahrung berichten. Ich weiß, wie es sich anfühlt, alleine im Ausland zu studieren."</p>
<p><i><strong>Im Ausland studieren: Den Anfang meistern</strong></i></p>
<p>„Gerade am Anfang ist es nicht leicht, sich in einem neuen Land mit einer anderen Sprache und Kultur zurechtzufinden. Als ich nach Kaiserslautern kam, musste ich mich erst daran gewöhnen, wie viel ruhiger es hier im Vergleich zu meiner Heimat ist. Aber jetzt liebe ich die kleine Stadt und vor allem die Nähe zur Natur. Da ich gerne draußen bin und Sport treibe, ist es hier perfekt. All das macht mein Studium an der ֱ zu einer tollen Erfahrung, auch wenn ich Familie und Freunde vermisse. Und was ich noch vermisse, ist mein Lieblingsessen Egusi Soup. Ich habe sie schon nachgekocht, aber sie ist einfach nicht so gut wie die aus meiner Heimat. Da muss ich wohl noch üben – oder mal wieder zu Besuch nach Nigeria reisen, das letzte Mal war ich 2022 dort. 😊"</p>
<p><i><strong>Fazit nach vier Semestern</strong></i></p>
<p>„Trotz Heimweh und anfänglicher Ängste kann ich nach vier Semestern sagen: Kommt an die ֱ! Es ist die richtige Entscheidung, im Ausland zu studieren. Hier sind alle sehr hilfsbereit, ob Professorin und Professor oder andere Studierende. Das Studium ist praxisorientiert, dadurch habe ich auch sehr schnell einen Praktikumsplatz in der Industrie gefunden – das spricht definitiv für die Uni. Im Ausland zu studieren hat mich meinem Ziel, einer Karriere in der Automobilbranche in Deutschland, ein großes Stück nähergebracht."</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 31 Oct 2024 08:23:59 +0100</pubDate>
                        <title>Wer studiert denn heute noch in Regelstudienzeit?</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wer-studiert-denn-heute-noch-in-regelstudienzeit-ist-die-regelstudienzeit-wirklich-so-ueberbewertet</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Unsere Campus-Reporterin ist aktuell in ihrem achten Hochschulsemester eingeschrieben. Für die Frage, wann sie „denn nun endlich fertig“ sei, hatte sie lange nur ein genervtes Kopfschütteln übrig. Nun, da sich ihre Zeit im Bachelorstudiengang </strong></i><i><strong> dem Ende neigt, blickt sie auf vier Jahre zurück und nimmt besonders das letzte, anscheinend überflüssige genauer unter die Lupe. Waren das wirklich zwei verschwendete Semester?</strong></i></p>
<p>Wenn ich in meinem Freundeskreis über die Regelstudienzeit spreche, höre ich immer wieder die selben Sätze. „Das geht doch eh nicht“, sagen viele. Manche meinen damit, dass Seminare teilweise auf die gleichen Zeitpunkte fallen, sodass man sich zwischen zwei Modulen entscheiden muss. Andere wollen mit diesem Satz ausdrücken, dass der Workload im Semester und in den Prüfungsphasen unrealistisch hoch angesetzt ist. Einige Studis sagen frei heraus, dass sie ihr „Studentenleben noch genießen wollen“ bevor für sie „der Ernst des Lebens“ beginnt. Viele Studierende überschreiten daher die Regelstudienzeit von sechs Semestern. Offiziell sollten bis auf wenige Ausnahmen alle Studiengänge innerhalb dieses Zeitraums, der sich auf grob drei Jahre beläuft, absolvierbar sein. Im Jahr 2022 haben das laut dem  jedoch nur rund ein Drittel aller Universitätsabgehenden in Deutschland geschafft. Etwa 43 % der Studierenden haben zum Zeitpunkt ihres Abschlusses ein bis zwei Semester länger drangehangen. Ich liege also eindeutig im Durchschnitt. Dennoch kommt das Thema immer wieder auf, sei es auf der Familienfeier oder beim Abi-Treffen.</p>
<p><strong>Warum will man nach sechs Semestern mit dem Studium fertig sein?</strong></p>
<p>Es gibt einige Studierende, denen die Regelstudienzeit nicht egaler sein könnte. Zu ihnen gehören vor allem Menschen, die kein BAföG, also die staatliche finanzielle Unterstützung für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler, erhalten. Sind die eigenen Eltern nicht in der Lage oder willens, finanzielle Unterstützung zu leisten, wird die Länge der eigenen Studienzeit schnell wahnsinnig wichtig. Das liegt unter anderem daran, dass die staatliche Förderung grundsätzlich an die Einhaltung der Regelstudienzeit gekoppelt ist. Wer länger studiert, kommt so schnell in finanzielle Engpässe. Miriam Jungheim, die an der ֱ in Landau für die Studienberatung zuständig ist, berichtet mir jedoch von einer allgemeinen Erfahrung, die sie in Beratungsgesprächen gemacht hat: „Wenn ich mit Studierenden spreche, die sich komplett selbst finanzieren, ist der Faktor der Studienzeit immer ein Thema. Das gilt insbesondere für BAföG-Empfangende, aber auch für Fachwechselnde oder Menschen, die Zweifel an ihrem Studiengang haben. Gerade diese Gruppen, können es sich schlicht nicht leisten, all zu lange für ihr Studium zu brauchen.“ Laut Jungheim geht es vielen Studierenden also weniger darum, pünktlich fertig zu sein und mehr darum, möglichst schnell finanziell unabhängig zu sein.</p>
<p><strong>Generation Arbeitsfaul</strong></p>
<p>In vielen Branchen kommt es sicher nicht all zu gut an, wenn die Studienzeit sich auf fünf oder sechs Jahre erstreckt, wo formell gesehen drei Jahre ausreichen würden. Andererseits fordern immer mehr Arbeitgeber Berufseinsteigende, die bereits praktische Erfahrungen vorweisen können. In welcher Zeit sollen Studierende also die vielgeforderten Praktika machen, die sie brauchen, um sich wiederum auf Praktika zu bewerben, die dann hoffentlich in einer Festanstellung münden? Ich finde es ungerecht, wenn Vertreter der älteren Generationen sich über die untätige und arbeitsfaule Jugend beschweren. Meiner Erfahrung nach ist das Problem weniger, dass wir nicht arbeiten und mehr, dass wir viel unbezahlte Arbeit leisten.&nbsp; Das fängt bei Ehrenämtern an und hört bei Praktika mit Aufwandsentschädigung auf. Tatsächlich zeigte eine  im Jahr 2020, dass nahezu drei Viertel der Studierenden neben dem Studium zusätzlich einer bezahlten Tätigkeit nachgehen. Immerhin erhalten nur die wenigsten BAfÖG, die Preise für WG-Zimmer steigen überall und die Inflation macht auch vor dem studentischen Geldbeutel keinen Halt. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass Studierenden das Arbeitsklima und zeitliche Flexibilität wichtiger sind als die Bezahlung. Ist es nicht verständlich, dass man sich beim Arbeiten wohlfühlen möchte?</p>
<p><strong>Alles für den Lebenslauf</strong></p>
<p>In dem Moment, in dem ich mein erstes freiwilliges Praktikum angetreten habe, verabschiedete ich mich endgültig von der Vorstellung, den Studienverlaufsplan einzuhalten. Damals war ich im vierten Semester. Weil ich das Praktikum in Norddeutschland und außerdem inmitten der Vorlesungszeit absolvierte, konnte ich einige Veranstaltungen nicht besuchen, geschweige denn die Prüfungsleistungen erbringen. Was in meiner Notenübersicht wie Stillstand aussah, hat mich tatsächlich unfassbar in meiner charakterlichen und beruflichen Entwicklung vorangebracht. Auch Miriam Jungheims Erfahrungen aus ihren Beratungsgesprächen, zeigen, dass Studierende, die die Studienzeit strapazieren, alles andere tun als auf der faulen Haut zu liegen: „Oft haben Personen Auslandssemester gemacht, mehrmonatige Praktika absolviert oder engagieren sich in Ehrenämtern“, erklärt sie. Der häufigste Grund für eine längere Studienzeit sind aus ihrer Sicht allerdings Umorientierungsprozesse während des Studiums. „Gerade wenn sich jemand relativ spät für einen Studiengangs- oder Fachwechsel entscheidet, ist die Sorge um die Zeit bei den Studierenden groß. Wenn jemand im sechsten Semester beispielsweise den dritten Fehlversuch schreibt, muss er das Fach wechseln“, erklärt Jungheim. Oft säßen ihr Studierende gegenüber, deren größte Sorge es ist, durch ihren Fachwechsel und ihre damit verlängerte Studienzeit negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Ihre Antwort ist dann ebenso simpel wie erleichternd: Nein, sollte man kein BAföG erhalten, passiert da erstmal nichts dramatisches.</p>
<p><strong>Wer zahlt?</strong></p>
<p>Für die Universität und die Gesellschaft wäre es finanziell gesehen dennoch besser, würden Studierende sich nicht all zu viel Zeit mit der Selbstentwicklung und Umorientierung lassen. Der 2019 vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit verabschiedete  legt fest, dass die Universitäten mehr finanzielle Förderung für Studierende erhalten, die innerhalb der Regelstudienzeit studieren. Zwar wurde diese Regelung für Studierende, die während der Corona-Krise eingeschrieben waren, um zwei Semester verlängert. Die Belastungen durch die Pandemie kamen für Studierende jedoch lediglich on top zu allen anderen.</p>
<p><strong>Persönlichkeitsentfaltung versus Gesellschaft?</strong></p>
<p>Miriam Jungheim wirbt für mehr Verständnis: „Der Großteil derer, die in meiner Studienberatung sitzen, will einen guten Platz in der Gesellschaft finden. Sie möchten mit einem Beruf, den sie gerne ausüben einen sinnvollen Beitrag leisten.“ Dieses Bedürfnis treffe ihrer Beobachtung nach auf junge Menschen allgemein zu. „Am schönsten wäre es natürlich, wenn alle die Zeit bekommen könnten, die sie zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und fachlichen Bildung brauchen“, sagt sie. Irgendwo müsse jedoch eine Grenze gezogen werden. Aktuell liegt diese Grenze nun mal bei sechs Semestern Regelstudienzeit, auch wenn sie regelmäßig überschritten wird. Solange sich daran nichts ändert, bleibt Selbstentfaltung im Studium ein Privileg, das man sich leisten können muss.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Zentrale Studienberatung</category>
                            
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 25 Oct 2024 08:12:16 +0200</pubDate>
                        <title>Studienzweifel – und jetzt?</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/studienzweifel-und-jetzt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Anne Papenfuß ist 27 Jahre alt, 2-Fach-Bachelor-Studentin und Campusreporterin der ֱ in Landau. Außerdem ist sie selbsternannte „Expertin“, wenn es um das Thema Studienzweifel geht. Ein Thema, worüber viel zu wenig gesprochen wird, aber viele Studierende betrifft, sagt sie. In ihrer Kolumne berichtet Anne von ihren Erfahrungen sowie von Tipps und Beratungsangeboten, die ihr geholfen haben und kann versichern: Studienzweifel sind normal und es ist wichtig, über sie zu sprechen.</strong></i></p>
<p>Ich dachte lange, dass ich eine der wenigen bin, die Studienzweifel hat. Meine Kommilitonen wirkten alle so selbstbewusst und entschlossen, als hätten sie einen perfekten Plan, was später mal aus ihnen wird. Ich fühlte mich schlecht und fehl am Platz. Bin ich die Einzige, die nicht genau weiß, was sie will und schon einmal darüber nachdachte abzubrechen? Viele Studierende, mit denen ich seitdem gesprochen habe, haben schon einmal an ihrer Studienentscheidung gezweifelt oder keine Idee, was sie nach dem Studium machen wollen. Besonders in Studiengängen wie dem Zwei-Fach-Bachelor, in denen man sich nicht auf einen Beruf spezialisiert, kommt dies häufiger vor als beispielsweise im Lehramt.</p>
<p>Dennoch habe ich das Gefühl, dass zu wenig über dieses Thema gesprochen wird. Dabei finde ich besonders den Austausch sehr wichtig, denn Studienzweifel sind definitiv kein Tabu. Sie sind ein Zeichen dafür, dass ihr euch als Person weiterentwickelt, reflektiert und euch mit euren Wünschen und Bedürfnissen auseinandersetzt. Sie bedeuten nicht, dass man eine falsche Studienentscheidung getroffen hat, sofort abbrechen sollte, oder nun für immer unglücklich in einer beruflichen Richtung feststeckt.</p>
<p>Warum Studierende zweifeln ist laut meiner Erfahrung sehr unterschiedlich. Heimweh, finanzielle Sorgen, veränderte Wünsche und Ziele, nicht bestandene Prüfungen, oder auch neue berufliche Möglichkeiten. Unsicherheiten können jederzeit aufkommen, ob am Anfang, in der Mitte oder am Ende des Studiums. Vielleicht kommen sie auch gar nicht oder gehen mit der Zeit wieder. Tauchen sie auf, ist es wichtig zu wissen, wie man mit ihnen umgeht und was man aus ihnen macht, um sich in ihnen nicht zu verlieren. Dafür habe ich leider keine Schritt-für-Schritt-Anleitung parat, jedoch vier Punkte, die mir persönlich geholfen haben, als ich Studienzweifel hatte und von denen ich euch anhand meiner Geschichte erzählen möchte:</p>
<p>Nach meinem Abitur im Jahr 2016 bin ich ziemlich sorgenlos in das Thema Berufswelt gestartet. Ich war 19 Jahre alt und hatte gefühlt noch alle Zeit der Welt. Nachdem ich mir meinen Kindheitstraum von einer Schauspielausbildung erfüllt hatte, hat mich die Lust gepackt noch etwas anderes zu machen, mich intellektuell weiterzuentwickeln. Also habe ich mich, ziemlich spontan und ohne einen Plan B, für ein Studium an der Uni Landau entschieden. Soziologie und Betriebspädagogik im Zwei-Fach-Bachelor klangen für mich ziemlich spannend. Gegen Ende des ersten Semesters kamen mir plötzlich Zweifel. Der Studiengang und das Studentenleben gefielen mir, die Studienfächer waren interessant, aber ich fragte mich, ob es wirklich das ist, was ich will. Obwohl ich vorher so sorgenlos war, bekam ich plötzlich ein beklemmendes und einengendes Gefühl und hatte Angst, mich falsch entschieden zu haben. Ich spürte, da gibt es Themen, die mich mehr interessieren und als ich hörte, dass ich mit meiner Kombination am besten in die Personalabteilung gehen könnte, wusste ich, dass dies nicht der richtige Weg ist. Ich brach mein Studium ab und zog zurück in die Heimat. Ab diesem Zeitpunkt setzte ich mir ein Zeitlimit von einem halben Jahr, um herauszufinden, was ich machen möchte. Ich habe gefühlt tausend Kompetenz-, Studienwahl- und Persönlichkeitstests gemacht in der Hoffnung, eine passende Richtung für mich zu finden. Die Beschäftigung mit mir selbst hat mir gutgetan. Der Fokus auf mich und meine Stärken hat außerdem meine Selbstwahrnehmung sehr gestärkt. Auch wenn ich nicht viel Neues über mich erfahren habe, wurde mir zumindest das bestätigt, was ich schon wusste und das war gut für mein Selbstbewusstsein.</p>
<p>Neben der <strong>Selbstreflexion</strong> habe ich außerdem viel recherchiert und gelesen, um mir überhaupt erst einmal ein Bild davon zu machen, welche Möglichkeiten es gibt. Die <strong>Recherche</strong> war hilfreich, auch um die Breite an Optionen für mich einzugrenzen. Gefiel mir beispielsweise ein Studiengang in Berlin wusste ich, dass ich das für mich ausschließen kann, da ich in der Nähe bleiben wollte. (<strong>ٳܲԲ-)ä</strong> habe ich auch viele geführt, beispielsweise bei der <a href="/ksb/weitere-angebote/career-service-rptu/information-und-beratung" target="_blank">Agentur für Arbeit</a>, oder auch mit Freunden und Familie. Die Beratung des <a href="/ksb" target="_blank">Kompetenzzentrums für Studium und Beruf (KSB)</a> in Landau hat mir damals sehr geholfen. Mittlerweile hat das KSB auf seiner Webseite auch einige <a href="/ksb/weitere-angebote/angebote-bei-studienzweifeln" target="_blank">Angebote bei Studienzweifel</a> für einen persönlichen Check-Up. Auch die <a href="/studium/beratung-orientierung/studienberatung" target="_blank">Zentrale Studienberatung (ZSB)</a> in Landau und Kaiserslautern bietet für Studieninteressierte und Studierende Beratung rund ums Thema Orientierung, Studienzweifel und Entscheidungen an. Ich persönlich finde Beratungen und Gespräche mit neutralen Personen meistens produktiver, da sie einen objektiveren Blick haben, Fachwissen sowie Möglichkeiten kennen, auf die man selbst nicht gekommen wäre. Im Endeffekt müsst ihr die Entscheidung jedoch selbst treffen und solltet daher auf euch und euer Gefühl vertrauen, nicht nur auf fremde Ratschläge.</p>
<p>Zusammengefasst sind Selbstreflexion, Recherche und Beratungen super, um sich einen Überblick zu verschaffen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Was mir persönlich aber am meisten geholfen hat war, einfach Dinge zu machen und sie <strong>auszuprobieren</strong>. Als das für mich angesetzte halbe Jahr rum war, habe ich mich gegen ein neues Studium entscheiden und eine neue Ausbildung angefangen. Ich wollte nicht erneut etwas studieren, bei dem ich mir nicht hundertprozentig sicher war. Und entschied mich für die Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation. Nach der ganzen Recherche und den Gesprächen haben die Inhalte am besten zu mir gepasst und ich habe mich vor allem wohl mit dieser Entscheidung gefühlt. Nicht nur, dass die Ausbildung mir noch einmal Zeit verschafft hat, ich wusste danach auch, was mich interessiert, was ich gut und weniger gut kann und was ich nicht machen will. Ich habe in dieser Zeit außerdem entdeckt, welche Themen mir in der Ausbildung gefehlt haben und in welchen Themenfeldern ich mich persönlich weiterbilden möchte.<br><br>Nach zwei Jahren weiterer Lebenserfahrung und einer abgeschlossenen Ausbildung entschied ich mich schließlich wieder, und diesmal aus Überzeugung, für ein Studium an der ֱ in Landau im Zwei-Fach-Bachelor. Diesmal mit den Fächern Germanistik und Erziehungswissenschaften. Und was soll ich sagen? Nach sechs Semestern bin ich nach wie vor überzeugt, es war eine richtig gute Entscheidung. Das mag sehr werblich klingen, aber ich war tatsächlich damals, und bin es immer noch, sehr überzeugt vom Konzept des Zwei-Fach-Bachelors und hatte an diesem Studium, trotz Abbruch, nur gute Erinnerungen. Außerdem kannte ich die Uni, die Abläufe und das hat mir, besonders in den Corona-Jahren, ein wohltuendes Gefühl gegeben.</p>
<p>Abbrechen muss man sein Studium allerdings nicht, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Denn an und neben der Uni gibt es mehrere Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Beispielsweise ein Job als Werkstudierender oder als studentische Hilfskraft, ein Praxissemester oder auch ein Ehrenamt. Studieninteressierte und Studienunentschlossene können erst einmal ins Unileben schnuppern, bevor sie sich dafür entscheiden, beispielsweise im Rahmen von <a href="/rptuzero" target="_blank">ֱzero</a>, dem Orientierungsstudium. Ich bin ebenfalls als studentische Hilfskraft tätig und mache nebenbei ein Ehrenamt. Diese Arbeit in unterschiedlichen Branchen und Bereichen erfüllt mich sehr. Sie ermöglicht mir, neben meinem Einkommen, einen Einblick in für mich interessante berufliche Möglichkeiten, auf die ich vorher vielleicht nicht gekommen wäre. Aber ich weiß, der Unialltag selbst kann sehr anstrengend sein, also stresst euch nicht und macht nur das, was für euch in euren Rahmen und eure Kapazitäten passt.</p>
<p>Als letztes kommt noch ein Punkt, der mir besonders wichtig ist und dem ich jedem, der zu Zweifeln neigt, ans Herz legen will: <strong>Stop overthinking!</strong><br>Ja, das ist einfacher gesagt als getan, aber nicht alles, was erst einmal ausweglos erscheint, ist es auch. Für die meisten Dinge gibt es doch eine Lösung, auch für Studienzweifel. Manchmal gab es in meiner jetzigen Studienzeit auch Unsicherheiten, die sich im Nachhinein wieder aufgelöst haben. Ein Beispiel hierfür wäre das Corona-Semester, in dem es schwer war, neue Kontakte zu knüpfen oder auch die nicht bestandene Statistik-Klausur, die mir viele Nächte geraubt hat. Es ist normal, den eigenen Weg auch mal anzuzweifeln oder zumindest zu hinterfragen. Doch wir lernen in unserem Studium so viele Kompetenzen, die wir gar nicht alle auf dem Schirm haben, weil wir sie nicht aktiv bemerken. Kompetenzen, wie abstraktes Denken und Problemlösung, wissenschaftliches Arbeiten, Selbstorganisation und noch viele weitere, sind Soft Skills, die in jedem Beruf gefragt sind. Lasst die Zweifel nicht Überhand gewinnen, geht in die Reflexion und schaut, was ihr mit euren Mitteln aktuell verändern könnt und wollt. Tauscht euch mit anderen aus und lasst euch, wenn nötig, beraten.</p>
<p>Egal was ist, ver<strong>zweifelt</strong> nicht!</p>
<p><br><i>Falls eure Zweifel und Unsicherheiten euch auf Dauer psychisch sowie physisch belasten, ist es wichtig, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel bei universitären Stellen (</i><a href="/studium/beratung-orientierung/weitere-beratungs-und-unterstuetzungsangebote" target="_blank"><i>ֱ-Webseite</i></a><i>), oder bei therapeutischen Einrichtungen. Auch die </i><i>s in Landau und Kaiserslautern bieten eine erste Anlaufstelle für Studierende zum Thema psychische Gesundheit an.</i></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Zentrale Studienberatung</category>
                            
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 07 Oct 2024 12:05:55 +0200</pubDate>
                        <title>Wenn Studierende im Museum kuratieren dürfen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wenn-studierende-im-museum-kuratieren-duerfen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wie stellt man es eigentlich an, eine Ausstellung zu kuratieren? Neun Kunststudierende der ֱ in Landau haben genau das herausgefunden und dürfen ihre Visionen in einem eigenen Museumsraum im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) präsentieren. Über mehrere Monate arbeiteten sie mit dem Museum in Kaiserslautern zusammen und konnten im Juni ihre Ausstellung bei einer Eröffnungsfeier dem Publikum persönlich vorstellen.&nbsp;</strong></i></p>
<p>&nbsp;„Als Professor Marc Fritzsche uns das Thema unseres Seminars verkündete, konnte sich erstmal niemand was darunter vorstellen“, erinnert sich Jana Maier lachend. „Publikumsbeteiligung im Museum” verriet noch nicht viel über die verrückte Idee, die für sie bald mehr als nur Theorie sein sollte. Im Laufe der Sitzung erfuhren die Studierenden, dass sie die Chance bekommen sollten, ihren eigenen Raum im mpk zu kuratieren. Konkret: Kunstwerke des mpk nach dem eigenen Geschmack auszuwählen und in selbst erarbeiteter Konstellation zusammentreffen zu lassen. Die Chance darauf basierte auf mehrjähriger Zusammenarbeit von Marc Fritzsche mit dem Museumsdirektor Steffen Egle und dessen Vertrauen darauf, dass die Umsetzung der Studierenden unter der Anleitung des ֱ-Lehrenden gut werden würde. Nach der ersten Aufregung verwandelte sich die Atmosphäre schnell in Euphorie und Vorfreude. „Uns war allen direkt klar, wie selten man die Gelegenheit bekommt, kreativ an so einer Ausstellung mitzuwirken. Die Aufregung war dementsprechend groß und alle hatten unzählige Ideen für die Ausstellung”, erzählt Alexander Koch begeistert.&nbsp; Zunächst lag die Aufmerksamkeit der Studierenden nicht auf dem Museumsraum selbst, sondern sie konzentrierten sich anfangs ausschließlich auf die Umsetzung ihres Seminarthemas. „Wir haben uns zunächst überlegt, wie wir eine Atmosphäre schaffen könnten, die dem Publikum mehr Kontext zu den Werken bieten würde. Gleichzeitig beschäftigten wir uns auch mit den praktischen Details, wie genügend bequeme Sitzmöglichkeiten, welche die Menschen dazu einladen könnten im Raum zu verweilen und die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen“, so Jana Maier.&nbsp;</p>
<p>Schließlich war es so weit – die Studierenden bekamen das Onlinedepot des mpk zur Verfügung gestellt und konnten sich nach den passenden Kunstwerken für „ihren“ Raum umschauen. Die einzige Vorgabe des Museums lautete: es soll Kunst aus der Zeit nach 1945 sein. Also recherchierten die jungen Künstlerinnen und Künstler im Onlinedepot und stellten zunächst eine lange Liste von Werken zusammen, die sie persönlich ansprachen. „Viele der ausgewählten Werke werden eigentlich nie in einem gemeinsamen Kontext gesehen und üblicherweise nicht zusammen ausgestellt“, erklärt Studentin Jana Maier. Doch die studentischen Kuratorinnen und Kuratoren sahen Gemeinsamkeiten und ganz neue Möglichkeiten zur Gegenüberstellung der Kunstwerke und gruppierten sie konsequent unter den von ihnen neu definierten Gesichtspunkten. Ihre neue Sichtweise auf die Werke bezeichneten die Neun als “gegen/über” – also eine neue Art, Kunstwerke zu betrachten und damit einen neuen, unkonventionellen Kontext für sie zu schaffen. „Unsere größte Herausforderung lag beim Raum selbst. Durch die lange Liste unserer ausgewählten Exponate stellte sich uns die Frage, ob wir diese überhaupt alle im Raum unterkriegen“, so Alexander Koch. Denn zeitweise waren weder die Maße des Raumes noch die der Werke bekannt. So fiel es den Studierenden schwer, die räumliche Anordnung der Werke zu finalisieren. Es war nicht klar, ob der Raum zu eng oder womöglich zu voll werden würde. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder auch die Handwerker des Museums haben unsere Sicht auf die Exponate nicht immer geteilt und wir mussten sie dann verteidigen, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, unserem Gefühl zu folgen“, bekräftigt Jana Maier.</p>
<p>Die völlige kreative Freiheit bei der Gestaltung erwies sich ebenfalls als Herausforderung. „Professor Fritzsche hat uns über den gesamten Prozess bestärkt, das war eine große Hilfe“, so Jana Maier. So verliehen sie dem Ausstellungsraum mit seinen gedeckten Farben durch frische, bunte Farben mehr Leichtigkeit. Farbkonzept, die ausgewählten Werke und deren Anordnung ergaben das endgültige Raumkonzept: ein farbenfroher, fröhlicher neuer Ausstellungsraum.</p>
<p>Die Vorbereitungen für die studentische Ausstellung waren zeitaufwändig: zahlreiche Seminarsitzungen, Videokonferenzen und Besuche vor Ort hielten die Jung-KuratorInnen ein Dreivierteljahr lang auf Trab. Entsprechend groß waren Stolz und Erleichterung bei der Ausstellungseröffnung im mpk diesen Juni. „Die Gäste, die mpk-Kuratorinnen und -Kuratoren sowie die Handwerker waren begeistert von unserem Raum, der durch seine wunderbare Atmosphäre beeindruckte, in der die Kunstwerke in ihrem ganz eigenen Kontext wahrgenommen werden konnten“, freut sich Jana Maier.&nbsp;</p>
<p>Was nehmen die Neun aus dieser außergewöhnlichen Erfahrung mit? „Das war eine einmalige, unbeschreibliche Erfahrung, die zwar mit viel Arbeit aber auch mit viel Freude dank der großen Unterstützung von Marc Fritzsche und dem guten Gruppenzusammenhalt verbunden war“, so Alexander Koch. Auch Professor Marc Fritzsche blickt auf eine bereichernde Zeit zurück: „Insgesamt war dies für mich eines der inspirierendsten Seminare meiner bisher knapp 18-jährigen universitären Lehrtätigkeit. Die Studierenden haben in einem intensiven, alle Beteiligten stark fordernden Prozess Herausragendes geleistet." Das Ergebnis der harten Arbeit der Studierenden kann man noch bis zum 19.1.2025 im mpk bestaunen. Und wer weiß, vielleicht öffnen nach diesem Erfolg weitere Museen ihre Tore für Universitäten und deren junge Künstlerinnen und Künstler …</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 02 Oct 2024 09:45:17 +0200</pubDate>
                        <title>„Bin ich hier richtig?“: Mit einer Mentorin ins Studium starten</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/bin-ich-hier-richtig-mit-einer-mentorin-ins-studium-starten</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Welche Lehrveranstaltungen sind für mich wichtig? Wo melde ich mich an? Und wann und wie bekomme ich an der Uni welche Informationen? Zu Beginn des Studiums gibt es viele offene Fragen. Hilfe bekommen Erstsemesterinnen dabei über das Mentoring-Programm der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie der ֱ: Eine Mentorin, eine erfahrene Studentin, unterstützt dabei ihre Mentee, eine Studienanfängerin.</strong></i></p>
<p>„Ich habe mich schon immer für Naturwissenschaften interessiert und wollte etwas in diese Richtung studieren“, berichtet Selina Mehl, die mittlerweile im dritten Semester den Bachelorstudiengang Biophysik absolviert – und ergänzt: „Mein Studiengang ist eine spannende Mischung aus Chemie, Biologie und Physik.“ Diese Interdisziplinarität gefalle ihr sehr gut. Denn so müsse sie erst später entscheiden, wie ihr weiterer Werdegang konkret aussehen soll. Auch Kira Vogel, die im fünften Bachelorsemester ebenfalls Biophysik studiert, schätzt es, dass sie mit ihrem Studium so breit aufgestellt ist – „mit den drei Bereichen wird es einem nie langweilig.“</p>
<p><strong>Möglichst früh anmelden – dann erhält man von Anfang an Unterstützung</strong></p>
<p>Die beiden Studentinnen eint eine besondere Verbindung: Kira ist die Mentorin von Selina. Initiiert wurde dies über das Mentoring-Programm der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie. „Bei unserem Projekt werden Tandems zusammengeführt. Das sind eine ältere Studentin, die mindestens im dritten Semester ist und eine Studienanfängerin aus demselben Fach“, erklärt Christine Klein, die das Ganze an der ֱ koordiniert. Ziel sei es, dass die erfahrene Studentin die Anfängerin in ihren ersten beiden Semestern berät, unterstützt – und vielleicht vor dem einen oder anderen Stolperstein warnt. „Das erste entscheidende Kriterium bei der Tandem-Bildung ist, dass beide Studentinnen das gleiche Fach studieren. Bei einer größeren Auswahl schaue ich nach gemeinsamen Hobbys und Interessen“, berichtet Christine Klein über das Auswahlverfahren. Interessierten Studienanfängerinnen empfiehlt sie: „Möglichst früh für das Programm anmelden. Denn so erhält man von Anfang an Unterstützung.“</p>
<p><strong>„Man hat eine Ansprechpartnerin mit Erfahrung“</strong></p>
<p>Über eine E-Mail, die zu Beginn des Wintersemesters 2023/24 in ihrem Postfach landete, erfuhr die damalige Studienanfängerin Selina erstmals von dem Mentoring-Programm. „Das hat mich sofort angesprochen“, erinnert sie sich. „Denn der Übergang von Schule zu Uni ist schon eine große Herausforderung. Man muss sich an der Uni komplett selbst organisieren. Man muss sich beispielsweise den Stundenplan selbst zusammenstellen.“ Der Austausch mit ihrer Mentorin konnte ihr bei all dem sehr helfen. Mentorin Kira, die ein Jahr zuvor selbst noch Mentee war, kann die mit dem Programm einhergehenden Vorteile nur bestätigen: „Man hat eine Ansprechpartnerin mit Erfahrung. Ich musste mir nicht alles über die Website der Uni selbst zusammen suchen. Es gibt eine Person, die man alles fragen kann. Und man erhält Tipps, die man ansonsten vielleicht nicht bekommen würde.“</p>
<p>Im Büro von Christine Klein trafen sich Kira und Selina erstmals – etwa zwei Wochen vor Selinas Studienstart. „Anschließend sind wir erst einmal zu zweit über den Campus gelaufen. Ich habe Selina die Uni-Bibliothek und die Mensa gezeigt“, erinnert sich Kira. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Ein Jahr, indem die beiden im regelmäßigen Austausch standen. In einer anstrengenden Klausuren-Phase beispielsweise hat sich Selina mit spontanen Fragen an Mentorin Kira gerichtet. Auch schon mal nachgefragt, wo sie einen Laborkittel herbekommt. Und Selina erinnert sich an eine weitere – für sie herausfordernde – Situation: „Ein Prüfungsanmeldedatum stand kurz vor dem Ablauf. Ich wusste nicht, wie ich mich anmelde. Kira hat mir dann erklärt, dass ich mich dort schriftlich melden kann. Und dass die Deadline damit eingehalten ist.“ Kira: „Bei allem, was mich Selina fragt, stelle ich mir immer vor, wie ich mich ein Jahr zuvor gefühlt habe. Und ich frage mich, was mir damals geholfen hat. Und genau das versuche ich weiterzugeben.“</p>
<p><strong>„Dank des Mentoring-Programms habe ich weiterstudiert“</strong></p>
<p>Für Kira selbst war der Studienstart einst eine – im wahrsten Sinne des Wortes – einzigartige Herausforderung: Sie war alleine in ihrem Jahrgang. „Für mich hat das Mentoring-Programm daher eine ganz besondere Bedeutung. Denn mithilfe meiner damaligen Mentorin bin ich erst einmal zu den Professorinnen und Professoren gegangen. Wir fragten nach, ob Lehrveranstaltungen überhaupt stattfinden.“ Dabei merkte sie, wie familiär es auf dem Campus der ֱ zugeht: „Man kann ganz einfach bei einem Professor an die Tür klopfen. Das war mir vorher gar nicht so bewusst.“ Über ihre damalige Mentorin kam sie zudem mit Biophysik-Studierenden aus den höheren Semestern in Kontakt: „Ich hatte am Anfang Zweifel, ob ich das Studium weiter machen soll. Doch diese Kontakte haben mich ermutigt und ich studierte weiter.“</p>
<p><strong>Als Mentorin proaktiv und präventiv kommunizieren</strong></p>
<p>Was würde Kira zukünftigen Mentorinnen empfehlen? „Wichtig ist, bei Problemen erst einmal zu beruhigen. Und der Mentee zu zeigen, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt.“ Außerdem empfiehlt sie eine proaktive Kommunikation: Als Mentorin könne man – beispielsweise nach einer Prüfung – bei seiner Mentee ganz einfach mal nachfragen, „ob etwas gut gelaufen ist". Solche Nachfragen tun unheimlich gut, weiß Selina aus eigener Erfahrung. Und Kira ergänzt: „Man kann sich als Mentorin auch überlegen, welche Probleme man selbst zu Beginn des Studiums hatte – und darauf dann hinweisen“. Eine präventive Herangehensweise sozusagen.</p>
<p>Insgesamt eigne man sich vielfältige soziale Kompetenzen an, resümiert Kira über ihre Mentorinnen-Zeit. Kompetenzen, die man für den weiteren Lebens – und Karriereweg gut gebrauchen kann, nicht nur, wenn man möglicherweise irgendwann eine Führungsposition einnimmt. Apropos Karriere: Wo soll es später beruflich hingehen? Kira: „Mein Traumjob ist Astronautin. Aber ich kann mir genauso eine Tätigkeit in der medizinischen Forschung vorstellen. Mit meinem Studium bin ich ja breit aufgestellt.“ Selina ist sich noch nicht sicher, was sie später machen möchte. Nach dem Bachelor will sie erst einmal den Master anhängen. Für die nähere Zukunft kann sie sich in jedem Fall aber vorstellen, selbst Mentorin zu werden.</p>
<p><strong>Workshops und spannende Kontakte</strong></p>
<p>Hilfe beim Start ins Studium – insgesamt 68 Studienanfängerinnen nahmen im vergangenen Wintersemester die Unterstützung des Mentoring-Programms in Anspruch. Christine Klein versucht, alle Mentees und Mentorinnen regelmäßig in Kontakt zu bringen. Neben gemeinsamen Grill-Abenden oder Weihnachtsfeiern gibt es auch Info-Veranstaltungen, die von den Mentorinnen selbst auf die Beine gestellt werden. Inhaltlich geht es dann um Erfahrungen bei der Promotion oder um Stipendien-Programme. Alle Teilnehmerinnen sind zudem zu Workshops eingeladen, mit denen sie ihre „Soft Skills“ erweitern können: "Selbstbewusstes Auftreten" ist dabei beispielsweise ein Thema, „Lerntechniken“ – oder „Social Branding – Auf- und Ausbau einer starken Personenmarke“.</p>
<p>Kira und Selina schätzen es sehr, dass sie auf diese Weise Kontakte zu den anderen Mentorinnen und Mentees haben. „Man erhält so Einblicke, was man später vielleicht selbst machen könnte“, sagt Selina. So kam sie einmal mit einer anderen Biophysikerin ins Gespräch, „die gerade an ihrer Doktorarbeit sitzt“. Genau ein solcher Austausch sei erwünscht, meint Christine Klein: Die Teilnehmerinnen sollen untereinander Netzwerke bilden – spannende Kontakte knüpfen. „Manchmal hat man im Studium vielleicht einen Durchhänger“, fasst es Kira zusammen, „doch der Austausch zeigt, dass sich all der Aufwand lohnt. Das Mentoring-Programm zeigt einem, welche coolen Sachen möglich sind.“</p>
<p><strong>Lust bekommen, beim Mentoring für Studienanfängerinnen mitzumachen?</strong></p>
<p>Die Anmeldephase für das Wintersemester 2024/25 hat begonnen.</p>
<p>Weitere Informationen bekommt man bei:</p>
<p>Christine Klein</p>
<p>Mentoring für Studentinnen</p>
<p>Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt &amp; Familie</p>
<p>in Kaiserslautern</p>
<p>Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+aw.nfoupsjohAsquv/ef" data-mailto-vector="1">zv-mentoring[at]rptu.de</a></p>
<p>oder unter</p>
<p><a href="/gleichstellung-vielfalt-und-familie-an-der-rptu/stabsstelle-gleichstellung-vielfalt-und-familie-der-rptu/geschaeftsstelle-kaiserslautern/angebote-fuer-studierende-und-mitarbeitende/studierende/mentoring-fuer-studienanfaengerinnen" target="_blank">Mentoring für Studienanfängerinnen - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p>
<p><strong>Aufgrund des hohen Interesses der Studienanfängerinnen am Mentoring freut sich das Team der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie über weitere Studentinnen höherer Semester, die Zeit und Lust haben, eine Studienanfängerin als Mentorin bei ihrem Studienstart zu unterstützen. Interessierten berichtet Christine Klein gerne mehr dazu.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 13 Sep 2024 10:46:39 +0200</pubDate>
                        <title>Maschinenbau studieren: „Am Kern der Zeit kreativ nach Lösungen suchen“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/maschinenbau-studieren-am-kern-der-zeit-kreativ-nach-loesungen-suchen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>„Ich wollte kreativ gefordert sein. Und am Kern der Zeit nach neuen Lösungen und Ansätzen suchen“ – nennt Victoria Schröder den Grund, weshalb sie sich für ein Maschinenbau-Studium an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) entschieden hat. Tatsächlich bietet ihr Studiengang interessante Einblicke in die Zukunftstechnologien – egal, ob es um Fahrzeugtechnik, Energieeinsparung oder um Luft- und Raumfahrt geht. Victoria Schröder hat ihren Abschluss bald in der Tasche – eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin wartet bereits auf sie.</strong></i></p>
<p>„Die Hälfte meiner Familie hat einen beruflichen Hintergrund im Bereich Medizin. Die andere einen im Bereich Maschinenbau“, berichtet die 25-jährige Victoria Schröder, die selbst zu Schulzeiten gut in Mathematik und Physik war – „aber auch Kunst und Medizin haben mich sehr interessiert“. Nach dem Abitur sah ihre Familie auch sie im Bereich des Maschinenbaus. Doch sie selbst war zunächst skeptisch: „Ich glaube, es war dann eine Art Gegenreaktion, als ich zunächst in Richtung Medizin gegangen bin.“ Sie absolvierte den Bundesfreiwilligendienst an einer Universitätsklinik. „Dabei habe ich dann aber schnell gemerkt, dass dies nicht der richtige Weg für mich ist.“ Denn: „Ich wollte lieber kreativ gefordert sein. Und am Kern der Zeit nach neuen Lösungen und Ansätzen suchen.“ Sie gab dem Maschinenbau-Studium eine Chance – zunächst für ein Semester. „Das war für mich eine Art Test.“ Schnell war klar: „Das ist genau das Richtige.“ Mit der ֱ als Studienort sei sie sehr zufrieden, ergänzt die aus St. Ingbert stammende Saarländerin: „Die Zugverbindungen von St. Ingbert nach Kaiserslautern sind sehr gut. Man kann pendeln.“</p>
<p><strong>Im Bachelor aus sieben Kompetenzfeldern wählen</strong></p>
<p>Inzwischen studiert sie im elften Semester – den noch auslaufenden Diplom-Studiengang, dessen Inhalte inzwischen in die Bachelor- und Masterstudiengang des Fachbereichs „“ übergegangen sind. „Zu Beginn des Studiums hat man grundlegende Fächer. Höhere Mathematik oder technische Mechanik. Hier kann man seinen Handwerkskoffer für das weitere Studium füllen“, schildert Victoria Schröder ihre Erfahrungen aus der Anfangszeit des Studiums. Ab dem fünften Semester können Bachelor-Studierende darüber hinaus einen eigenen Schwerpunkt setzen und sich für eines der sieben Kompetenzfelder entscheiden – zur Auswahl stehen Produktentwicklung, Fahrzeugtechnik, Materialwissenschaften und Werkstofftechnik, Produktionstechnik, Computational Engineering, angewandte Informatik sowie Mechatronik und Automatisierungstechnik. „Im Master kann man diese Gebiete dann noch weiter vertiefen“, ergänzt Victoria Schröder.</p>
<p><strong>Beim praktischen Arbeiten die Theorie noch besser verstehen</strong></p>
<p>Als Diplom-Studentin hat sie sich vertieft mit Strömungsmechanik auseinandergesetzt. „Gruppenweise konnten wir an Simulationen arbeiten.“ Es ging beispielsweise um Strömungssimulationen durch Rohre. „Auch die Vernetzung von Bauteilen hat Auswirkungen auf die Simulationen.“ Wie sich all das mithilfe digitaler Möglichkeiten lösen lässt – damit konnten sich die Studierenden intensiv beschäftigen: „Wir haben gesehen, welche Tools es gibt. Wir haben die Programme kennengelernt, die für solche Simulationen wichtig sind.“&nbsp;</p>
<p>Erste Erfahrungen im praktischen Arbeiten konnte Victoria Schröder darüber hinaus als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für &nbsp;sammeln, im Labor selbst mit anpacken: „Es war klasse zu sehen, wie sich das, was ich auf Papier gelernt hatte, direkt umsetzen lässt.“</p>
<p>Und was ist das Herausfordernde am Studium? „Sich selbst zu organisieren. Wir haben beispielsweise Projektarbeiten, bei denen es keine konkrete Abgabefrist gibt.“ Das dadurch erforderliche Eigenmanagement sei nicht immer ganz einfach.</p>
<p><strong>Abschlussarbeit über Kunststoff-Zahnräder – danach kommt die Doktorarbeit</strong></p>
<p>In ihrer Diplomarbeit, die im Dezember 2024 fertig werden soll, geht es um Kunststoff-Zahnräder. Victoria Schröder untersucht dafür beispielsweise, „welchen Belastungen deren Material ausgesetzt ist.“ Es gehe um die Charakterisierung des komplexen Materialverhaltens von Kunststoffen und deren Schädigungsmechanismen – und auch hier um Simulationen zum Materialverhalten.</p>
<p>Danach hat Victoria Schröder eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Aussicht – am Lehrstuhl für „Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie“ an der ֱ. Die Forschungsprojekte, an denen sie dort arbeiten wird, kann sie für ihre Doktorarbeit nutzen: „Inhaltlich geht es um das Energieeinsparungspotential durch die Reduzierung von Reibung und Verschleiß. Da kann man noch einiges tun.“ Und sie ergänzt: Tribologie, also die Lehre von Verschleiß, Reibung und Schmierung von Oberflächen, sei überall zu finden, auch in der Medizin. „Damit ist man später auch in vielen Unternehmen gefragt.“</p>
<p>Und in welche Richtungen kann es außerdem mit einem Abschluss in Maschinenbau gehen? „Mit Verfahrenstechnik könnte es in Richtung Bio- oder Chemieingenieurwesen gehen.“ Mit dem Fokus auf Produktionstechnik habe man viel Informatik. Auch der Einstieg in die Materialwissenschaften und Werkstofftechnik ist möglich. „Beliebt ist auch Fahrzeugtechnik mit einer späteren Tätigkeit in der Automobil-Branche.“</p>
<p><strong>Orientierungsstudium ֱzero hilft bei der Orientierung</strong></p>
<p>Und was sollten Studieninteressierte vorab wissen? Wie kann der Einstieg ins Studium gelingen? Sie habe schon viel Gutes vom einsemestrigen Orientierungsstudium <a href="/rptuzero">ֱzero</a> gehört, berichtet Victoria Schröder: „Hier bekommt man erste Einblicke ins Uni-Leben und hat die Möglichkeit, sich zu vernetzen.“ Und was sollte man außerdem mitbringen, um für das Maschinenbau-Studium gewappnet zu sein? „Man sollte offen sein. Auch keine Scheu haben ältere Studierende um Hilfe zu bitten. Bei uns am Fachbereich herrscht eine gute Gemeinschaft, das ist dann alles kein Problem." Wer zu Beginn des Studiums Wissenslücken hat, kann diese beispielsweise mithilfe von Angeboten wie den Mathe-Vorkursen beheben. Mit der richtigen Motivation sei alles machbar, attestiert Victoria Schröder – und sie ergänzt: „Wichtig für das Studium ist vor allem, dass man die Lust und die Begeisterung dafür nicht verliert.“</p>
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                        <pubDate>Mon, 02 Sep 2024 10:12:39 +0200</pubDate>
                        <title>Im Ausland studieren und über sich hinauswachsen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/im-ausland-studieren-und-ueber-sich-hinauswachsen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Informatik im Ausland studieren: Für sein Bachelorstudium hat Mohamed Amine Dhouib seine Heimat Tunesien verlassen. Dass es ihn nach Deutschland an die ֱ in Kaiserslautern verschlagen hat, ist kein Zufall, wie er uns erzählt.</strong></i></p>
<p>„Ich liebe es, unter Menschen zu sein, mit ihnen zu reden und mehr über sie zu erfahren. Am liebsten würde ich später in einem Beruf arbeiten, der Technik und Kommunikation verbindet und bei dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Meine Kindheit war von Videospielen und Social ֱ geprägt. Das hat wahrscheinlich mein Interesse an Informatik, Programmierung und Kommunikationssystemen geweckt. Nach der Schule wusste ich ganz genau, dass ich Wirtschaftsingenieurwesen studieren möchte, Informatik sollte auch ein Schwerpunkt sein. Dass ich dafür einmal im Ausland studieren würde, hätte ich damals nicht gedacht."</p>
<p><strong>Im Ausland studieren: Deutschland fest im Blick</strong></p>
<p>„Aber wenn es um Ingenieurwissenschaften geht, steht Deutschland für mich wegen der vielen Innovationen an erster Stelle. Und generell hat Deutschland schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Mein Vater und mein Onkel haben Wirtschaftsinformatik an der Universität Paderborn studiert. Während mein Vater eine Arbeit gefunden hat, bei dem er von Tunesien aus weiterhin viel mit Deutschland zu tun hat, zog es meinen Onkel nach Karlsruhe. Zur ֱ in Kaiserslautern bin ich durch Empfehlung gekommen: Mein Cousin studiert hier Betriebswirtschaftslehre und hat mir so viel Gutes über den Standort und die Uni erzählt. Also packte ich meine Koffer: Ich wollte auch im Ausland studieren, und zwar in Deutschland."</p>
<p><strong>Gemeinschaftsgefühl an der ֱ</strong></p>
<p>„19 Jahre alt war ich, als ich in Deutschland ankam. Meine Eltern und alle meine Freunde sind in Tunesien geblieben und ich musste hier neuen Anschluss finden. Ich treibe mich zwar gerne an, um aus meiner Komfortzone herauszukommen und mich weiterzuentwickeln. Aber im Ausland zu studieren war für mich dennoch eine Herausforderung. Ich war froh, zumindest einen Teil meiner Familie hier in Deutschland zu haben, die mich in so vielen Dingen unterstützt.</p>
<p>Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich studentische Hilfskraft im <a href="/international" target="_blank">International Office</a> wurde. Diese Stelle gibt mir die Möglichkeit, mit anderen internationalen Studierenden in Kontakt zu kommen und ihnen die Fragen zu beantworten, die ich am Anfang auch hatte. Außerdem bin ich Teil des Organisationsteams, das Events speziell für internationale Studierende veranstaltet. Hier sprechen wir über das Leben in Kaiserslautern und wie es ist, im Ausland zu studieren, aber auch über alltägliche Probleme. Das gibt mir und den anderen das Gefühl, nicht so allein zu sein. Wir sind füreinander da."</p>
<p><strong>Im Ausland studieren und mehr über sich lernen</strong></p>
<p>„Ich bin mittlerweile zwei Semester an der ֱ und bereue nichts. Kaiserslautern ist eine kleine Stadt mit vielen Möglichkeiten und Aktivitäten für Studierende, das gefällt mir gut. Und auch mit dem Studium bin ich sehr zufrieden. Ich kann ganz unterschiedliche Module aus den Bereichen Wirtschaft und Informatik kombinieren und das entspricht genau meinen Vorstellungen für mein Studium. Natürlich wäre es einfacher gewesen, in Tunesien zu studieren. Dennoch es war die richtige Entscheidung, die Herausforderung anzunehmen und im Ausland zu studieren, auch für den Bachelor. Es hat mich persönlich so viel weitergebracht.</p>
<p>Und das ist auch mein Rat an alle internationalen Studierenden: Setzt euch Ziele und probiert euch einfach aus. Geht raus und lernt neue Menschen und Aktivitäten kennen. Wenn ihr euch dazu entscheidet, im Ausland zu studieren, werdet ihr über euch hinauswachsen. Und an der ֱ findet ihr ein tolles Umfeld, das euch den Start in der Ferne erleichtert."</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 27 Aug 2024 11:58:29 +0200</pubDate>
                        <title>Leistungssport und Studium: von den Olympischen Spielen in den Hörsaal</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/leistungssport-und-studium-von-den-olympischen-spielen-in-den-hoersaal</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Oleg Zernikel ist erfolgreicher Stabhochspringer, Sportsoldat bei der Bundeswehr und Bachelorstudent der Umweltwissenschaften an der ֱ in Landau. In dieser ֱ Story erzählt er, wie er seine Leidenschaft für den Leistungssport entdeckt hat und warum er trotz vollem Terminkalender und Sportkarriere an seinem Studium festhält.</strong></i></p>
<p>Als ich die Medaille bei der Leichtathletik-EM 2024 in Rom überreicht bekam, konnte ich es kaum glauben. In meinen 15 Jahren im Leistungssport habe ich schon viele Wettkämpfe erlebt. Dabei ist jeder Wettkampf anders. Es kann alles passieren. Es gibt Höhen sowie Tiefen und ich weiß nie was kommt. Umso stolzer war ich, als ich realisiert habe, dass ich dieses Mal beim Stabhochsprung Bronze erreicht habe. Meine zweite internationale Medaille. Danach standen auch schon die Olympischen Spiele 2024 in Paris an. Bis ins Finale habe ich es geschafft, eine unglaubliche Erfahrung. Mein nächstes Ziel: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.</p>
<p><strong>Alles auf Anfang: Startschuss für den Leistungssport</strong></p>
<p>Rückblickend hätte ich nie gedacht, dass ich heute da stehe, wo ich jetzt bin. Mein Vater – selbst Sportler, wenn auch nicht im Leistungssport – hat mich zur Leichtathletik ermutigt. 13 Jahre alt war ich damals. Erst Jahre zuvor war ich mit meiner Familie von Kasachstan nach Deutschland ausgewandert. Dort war die Lebensqualität schlechter und das Land von Korruption geprägt. Wir wussten, dass es uns woanders besser gehen würde. Und bei unserer Ankunft in der Flüchtlingsunterkunft in Deutschland haben wir das auch so erlebt. Wir fühlten uns sicher und gut aufgehoben. Doch ohne Freunde und meine gewohnte Umgebung fühlte ich mich anfangs einsam. Es war eine Zeit in meinem Leben, in der ich nach Anerkennung und Anschluss suchte.</p>
<p>Mit diesem Gefühlschaos stand ich in Deutschland neben meiner Leichtathletik-Trainerin. Leichtathletik hatte mir schon in Kasachstan Spaß gemacht, aber zu meiner Überraschung entdeckte ich bald meine Leidenschaft für den Sport. Meine Trainerin merkte schnell, dass noch mehr in mir steckt. Sie schlug mir vor, mich mit ihrem Trainerkollegen auszutauschen und Stabhochsprung auszuprobieren. Damit begann mein Weg in den Leistungssport. Es folgten Wettkämpfe, Meisterschaften und die ersten Erfolge. Es fühlte sich gut an.</p>
<p><strong>Mit Motivation für den Leistungssport und Plan B im Gepäck zum Erfolg</strong></p>
<p>Nach einer Verletzung am Fuß riet mit der behandelnde Arzt 2011, mit dem Leistungssport aufzuhören. Für mich kam das nicht in Frage – zum Glück! Nur drei Jahre später habe ich bei den U20-Weltmeisterschaften 2014 in Eugene (USA) meine erste internationale Medaille gewonnen. Und dank der Motivation meiner Familie und meines Stabhochsprungtrainers konnte ich mich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren.</p>
<p>Mittlerweile kann ich durch Sponsoring-Verträge vom Leistungssport leben und auch durch meine Tätigkeit als Sportsoldat bei der Bundeswehr. Nach meiner Grundausbildung bin ich zunächst mit dem Dienstgrad Schütze eingestiegen. Inzwischen bin ich Unteroffizier und vertrete die Bundeswehr bei sportlichen Wettkämpfen. Diese finanzielle Sicherheit schätze ich besonders, nachdem meine Familie und ich nach Deutschland ausgewandert waren und wir zeitweise auch finanzielle Schwierigkeiten hatten. Deshalb war es mir wichtig, neben dem Leistungssport auch einen Plan B für meine Zukunft zu haben. Entweder mit einer Karriere bei der Bundeswehr oder in den Umweltwissenschaften.</p>
<p><strong>Leistungssport und Studium: Umweltwissenschaften aus Überzeugung</strong></p>
<p>Ich habe mich schon immer für die Wissenschaft, Mathematik, Physik und Biologie interessiert und lese privat Bücher darüber. Deshalb studiere ich Umweltwissenschaften. Ich finde, der Studiengang vereint alle meine Interessen, ist zukunftsweisend und für unsere Welt sehr relevant. Außerdem hat ein Trainingskollege auch Umweltwissenschaften an der ֱ in Landau studiert und sprach nur Gutes darüber.</p>
<p>Ich möchte unbedingt einen Studienabschluss haben. Aber es ist für mich nicht einfach, das ständige Reisen, den Leistungssport, die Bundeswehr und das Studium unter einen Hut zu bringen. Vor allem, wenn wichtige Termine wie Klausurenphase und Wettkämpfe fast zeitgleich stattfinden. Durch den Leistungssport bin ich es gewohnt, meine Ziele diszipliniert anzugehen und ich habe gelernt, mit Druck umzugehen. So kann ich alles gut jonglieren. Und an der ֱ habe ich die Freiheiten, das Studium so zu gestalten, dass es passt.</p>
<p>Deshalb kann ich trotz allem Stress mit dem Leistungssport allen, die über ein Studium nachdenken, mit auf den Weg geben: Macht es wie ich und studiert das, was euch wirklich interessiert. Verliert euer Ziel nie aus den Augen und findet etwas, was euch Spaß macht. Dann bleibt auch in harten Zeiten die Motivation, dranzubleiben.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 26 Aug 2024 09:09:17 +0200</pubDate>
                        <title>Gründen an der ֱ: So begleitet dich das ҰüԻܲԲü</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/gruenden-an-der-rptu-so-begleitet-dich-das-gruendungsbuero</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Das ҰüԻܲԲü ist die Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern. Das Team hat schon viele erfolgreiche Ausgründungen begleitet. Du willst etwas Eigenes auf die Beine stellen und brauchst Tipps fürs Gründen? Wir haben bei Natascha Möller (Kommunikation &amp; Marketing, Female Entrepreneurship) und Bernhard Lorig (Crowdfunding &amp; CrowdSourcing, Social Entrepreneurship) vom ҰüԻܲԲü nachgefragt.</strong></i></p>
<p><strong>Wie fange ich am besten an, wenn ich gründen will?</strong></p>
<p>Natascha Möller: Wenn deine Idee zum Gründen noch nicht steht, laden wir dich herzlich in unseren  ein. Der Ideenwald ist das Angebot des ҰüԻܲԲüs, in dem Gedanken, Visionen und Ansätze in einem Netzwerk mit unterschiedlichem Hintergrundwissen geteilt und entwickelt werden können. Hier bieten wir kreativen und motivierten Menschen Raum, die über den Tellerrand hinausschauen und Lust auf etwas Neues haben. Idealerweise nimmst du aus dem Austausch etwas Konkretes fürs Gründen mit. Das muss nicht immer die Idee für ein Unternehmen sein, sondern kann auch für einen Verein oder eine Hochschulgruppe sein.</p>
<p>Bernhard Lorig: Wenn du bereits eine Idee entwickelt hast, die nächsten Schritte gehen willst und das Gründen konkretisieren möchtest, meldest du dich einfach direkt bei uns im . Dabei ist es egal, woher die Idee kommt – aus der Forschung, einem Studienprojekt oder einem Hobby. Alles ist möglich. Wir unterstützen Gründungsteams, die bereits mit konkret ausgearbeiteten Konzepten zu uns kommen. Aber auch solche, die noch gar keine konkrete Idee haben. Wir helfen dann unter anderem bei der Vernetzung zum Thema Schutzrechte wie Patente und Marken, aber auch mit zahlreichen anderen wertvollen Kontakten oder auch bei der Bewerbung um Stipendien. Wir starten immer mit einem sogenannten Coaching-Call und finden dabei gemeinsam heraus, welcher Weg für dich passen könnte.</p>
<p><strong>Wie lange unterstützt ihr Gründerinnen und Gründer?</strong></p>
<p>Natascha Möller: Wir unterstützen so lange, wie die Gründerinnen und Gründer es wünschen. Auch wenn wir uns eher auf die (Vor-)Gründungsphase fokussieren, bleibt unser Support auch nach der offiziellen Gründung bestehen. Zum Beispiel, wenn sie die richtigen Kontakte zum Netzwerken brauchen, Fragen zur Skalierung haben oder anderweitig Unterstützung benötigen. Wir tauschen uns regelmäßig mit den Gründerinnen und Gründern der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern aus. Ihre Learnings sind weitere Erfahrungswerte für uns, die wir an andere weitergeben können, die auch gründen möchten.</p>
<p><strong>Gibt es das perfekte Timing zum Gründen?</strong></p>
<p>Natascha Möller: Das perfekte Timing würde ich nicht sagen. Es ist eher ein Gefühl, das einem sagt, dass man etwas Neues ausprobieren möchte. Für manche ist das nach dem Studienabschluss, also am Anfang der Karriere. Für andere ist es während der Doktorarbeit oder nach einigen Jahren im Beruf. Durch unser Netzwerk beobachten wir, dass die Hemmschwelle deutlich höher ist, wenn man bereits irgendwo angestellt ist und erst dann gründen möchte.</p>
<p>Bernhard Lorig: Deshalb können wir nur raten, einfach zu uns zu kommen und so früh wie möglich mit uns zu sprechen, sobald die Lust auf etwas Eigenes da ist. Wir schauen gemeinsam, wohin die Reise geht und unterstützen bei allen weiteren Schritten, vom Pitchdeck über Coaching und Weiterbildung bis hin zu Anträgen für eine Finanzierung.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit der Finanzierung beim Gründen aus?</strong></p>
<p>Natascha Möller: Wettbewerbe bringen Aufmerksamkeit, sind zum Teil gut dotiert und/oder unterstützen in Sachen Coaching. Nicht nur finanzieller Support, sondern auch Möglichkeiten zur Weiterbildung tragen letztendlich zum Erfolg bei. Beim Gründen geht es zudem um die Lernkurve und darum, über sich hinauszuwachsen. Grundsätzlich spielt die finanzielle Absicherung natürlich eine wichtige Rolle. Deswegen gibt es in jedem Bundesland eine Förderbank. Sie ist dafür da, bei der Gründung zu helfen und vergibt günstige Darlehen. In Rheinland-Pfalz ist es die , die in junge Start-ups investiert.</p>
<p>Bernhard Lorig: Darüber hinaus helfen Investorinnen und Investoren sowie Förderprogramme und Stipendien weiter. Für jedes Gründungsvorhaben gibt es das passende Instrument. So gibt es zum Beispiel das . Während sich das ݱ-ҰüԻܲԲپԻ徱ܳ an Gründungsinteressierte aus Hochschulen richtet, werden forschungsbasierte Gründungsvorhaben mit dem EXIST-Forschungstransfer gefördert.</p>
<p>Natascha Möller: Und speziell für Gründerinnen gibt es ganz neu „“ zur Förderung von Gründerinnen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Damit soll die Lücke zwischen Frauen und Männern in der Gründungslandschaft geschlossen werden. Denn gerade beim Thema Gründen gibt es nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. 2022 haben Frauen nur 20 Prozent der deutschen Start-ups gegründet. Die Gründe hierfür sind vielfältig – und sprengen den Rahmen dieses Interviews. Dabei zeigen Studien, dass diverse Teams, bestehend aus verschiedenen Geschlechtern, Nationalitäten und Kulturen, besser funktionieren und erfolgreicher sind.</p>
<p><strong>Wie lauten eure besten Tipps fürs erfolgreiche Gründen?</strong></p>
<p>Bernhard Lorig: Wenn du Lust zum Gründen hast, melde dich direkt bei uns. Wir haben die unterschiedlichsten Ausgründungen miterlebt und supporten mit vielen Erfahrungswerten. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Networking-Events, Stammtische und Workshops. Hier kannst du dich mit anderen austauschen, die dir bei deinem Gründungsvorhaben helfen können. Alle haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht und jeder Kontakt kann dir wertvolle Tipps geben. Deshalb ist der erste Schritt zum Erfolg, ein individuelles Netzwerk aufzubauen und sich mit anderen auszutauschen. Das ist besonders hilfreich, wenn du alleine und nicht im Team gründest.</p>
<p>Natascha Möller: Apropos Team, das ist das zweite Stichwort. Wenn du im Team gründest, ist es unheimlich wichtig, dass sich alle Mitglieder im Gründungsteam auch privat gut verstehen. Das sagen auch Investorinnen und Investoren. Sie investieren nicht in die Idee, sondern in die Menschen. Denn es sind die Menschen, die eine Idee zum Erfolg bringen. Und das ist der entscheidende Faktor: die Zusammenarbeit im Team und die Motivation hinter der Gründung.</p>
<p>Bernhard Lorig: Das ist auch unser dritter Tipp: Sich immer bewusst zu machen, woher die Energie zum Gründen kommt. Daraus entsteht die Motivation, selbst dann dranzubleiben, wenn es schwierig wird. Verliere also nie deine Vision aus dem Auge. Das bringt mich zurück zum ersten Tipp: Wenn du deine Vision realisieren möchtest oder Lust darauf hast, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, schau bei uns vorbei.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 19 Aug 2024 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Chemie studieren an der ֱ: „Die Verknüpfung von Forschung und Lehre wird bei uns gelebt“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/chemie-studieren-an-der-rptu-die-verknuepfung-von-forschung-und-lehre-wird-bei-uns-gelebt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>„Das Chemie-Studium macht Spaß, ist aber zeitintensiver als zunächst gedacht“, berichtet Masterstudentin Vanessa Hofmann, die es schätzt, im Bachelor so umfassend ausgebildet worden zu sein – sowohl in Theorie als auch in der Praxis. Jetzt im Master warten spannende Labor-Praktika und topaktuelle Forschungsfragen auf sie.</strong></i></p>
<p>Laborpraxis und Theorie zu verbinden, das habe sie gereizt: „Das findet man bei anderen Fächern so nicht“, berichtet Vanessa Hofmann, fragt man, warum sie sich für ein Chemie-Studium entschieden hat. Beim Schülerinnentag und beim Studieninfotag informierte sie sich vorab über die Studienbedingungen – damals noch an der TU Kaiserslautern. Auch warf sie bereits einen Blick in Modulhandbuch und Prüfungsordnung. „Ich kannte schon Leute aus den höheren Semestern. Für den Studienort Kaiserslautern habe ich mich letztendlich auch deshalb entschieden, weil mir die Campus-Uni zugesagt hat.“ Am Fachbereich gefalle ihr die zusätzliche Unterstützung der Studierenden durch die Fachschaft Chemie: „Zu Beginn des Studiums gibt es ein Ersti-Programm und Einführungsveranstaltungen.“ Vanessa Hofmann engagierte sich selbst drei Jahre lang ehrenamtlich in der Fachschaft: „Die Fachschaft organisiert Veranstaltungen für die Studierenden und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.“</p>
<p>Nach ihrem Bachelorabschluss studiert die 23-Jährige inzwischen im ersten Mastersemester – und meint: „Es macht immer noch sehr viel Spaß, auch wenn das Chemie-Studium anders ist, als ich es mir zunächst vorgestellt hatte.“ Denn die akademische Ausbildung ist zeitintensiver als vermutet: „Vormittags haben wir Theorie, nachmittags Labor." Ein tagesfüllendes Programm also – das allerdings seine Berechtigung hat: „Beispielsweise Geräte, die wir für die Labor-Praxis brauchen, wurden uns in der Theorie sehr gut erklärt.“</p>
<p><strong>Grundstudium vermittelt eine breit gefächerte Ausbildung</strong></p>
<p>Organische Chemie, Anorganische Chemie und Physikalische Chemie stehen im Bachelor-Studiengang auf dem Stundenplan. „Wir beschäftigen uns unter anderem mit der Synthese und der Aufreinigung von Produkten.“ Der Bachelor vermittelt ein breit gefächertes Grundstudium. „Alle haben mindestens ein Grund- und ein Fortgeschrittenenpraktikum in der Anorganischen, der Organischen und der Physikalischen Chemie.“ Darüber hinaus könne man individuell weitere Schwerpunkte wählen in Biochemie, Theoretischer Chemie und Technischer Chemie. „In einem dieser Fächer hat man dann ein weiteres Praktikum“, berichtet Vanessa Hofmann.</p>
<p><strong>Sehr gutes Abschneiden beim CHE-Hochschulranking</strong></p>
<p>Dass die Studierenden mit dem Angebot des Fachbereichs Chemie der ֱ zufrieden sind, unterstreicht einmal mehr das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Sehr gut schneiden die Bachelorstudiengänge des Fachbereichs bei der Studienorganisation ab (4,6 von 5 möglichen Sternen). Ferner punkten sie bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher und methodischer Kompetenzen. Andrea Langenstein, Studiengangsmanagerin am Fachbereich Chemie, ist zufrieden mit diesen Befragungsergebnissen: „Wir sind glücklich, dass unsere Studierenden die Lehre so gut einschätzen. Es ist wichtig, dass wir uns mit anderen Universitäten vergleichen können. Und die Rückmeldungen geben uns die Möglichkeit, an unserer Performance weiterzuarbeiten.“</p>
<p>Bachelor- und Masterstudiengang Chemie seien frisch reakkreditiert, wurden also einer Qualitätssicherung unterzogen, stellenweise neu aufgezogen, ergänzt Andrea Langenstein, die selbst Diplom-Chemikerin ist. So werde beispielsweise bereits im Bachelorstudiengang dem selbstständigen wissenschaftlichem Arbeiten und auch dem Thema Digitalisierung nun noch mehr Bedeutung eingeräumt. Vanessa Hofmann war zusammen mit weiteren Studierenden ebenfalls ehrenamtlich intensiv in diesen Prozess eingebunden – insbesondere als Mitglied des Fachausschusses Studium und Lehre und des Fachbereichsrats.</p>
<p><strong>Für die Bachelorarbeit im Bereich Anorganik geforscht</strong></p>
<p>Und worin liegt die größte Schwierigkeit bei einem Chemie-Studium? Vanessa Hofmann: „Die Theorie ist nicht immer ganz einfach. Man muss sich damit auseinandersetzen wollen. Bei der Laborarbeit muss man gewillt sein, an sich zu wachsen.“ Auch steigert sich die Laborarbeit hinsichtlich Schwierigkeit und Aufwand: „Die Zeit, die man im Labor verbringt, verlängert sich in den höheren Semestern.“</p>
<p>Ihre Bachelorarbeit hat Vanessa Hofmann in der anorganischen Chemie angefertigt. Inhaltlich ging es um einen Kupferkomplex, der katalytisch aktiv ist: „Dieser beschleunigt bestimmte Reaktionen. Ist an der Luft aber instabil.“ Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit war es die Aufgabe, den Kupferkomplex so zu modifizieren, dass dieser an Luft stabil bleibt – und sich an Luft nicht zersetzt.</p>
<p><strong>„Die Verknüpfung von Forschung und Lehre wird bei uns gelebt“</strong></p>
<p>Ist der Bachelor in der Tasche, haben Chemie-Studierende auf Master-Niveau drei Schwerpunkte zur Auswahl: „Reactivity, Catalysis and Sustainability“ (Reaktivität, Katalyse und Nachhaltigkeit), „Spectroscopy, Magnetism and Materials“ (Spektroskopie, Magnetismus und Materialien) und „Life Science and Bioanalytics“ (Lebenswissenschaften und Bioanalytik). Das Besondere am Master: „Anders als beim Bachelor-Studiengang hat man höhere Anteile an englischsprachigen Lehrveranstaltungen“, berichtet Andrea Langenstein. „Und man absolviert Forschungspraktika, bei denen man bereits direkt in einer unserer Arbeitsgruppen am Fachbereich involviert ist.“ Die Forschung am Fachbereich bewege sich am Puls der Zeit, leiste einen Beitrag zu den Zukunftsfragen, „es geht um Nachhaltigkeit oder Energiesysteme“, und anderes mehr. Forschungsthemen fließen in die Vorlesungen und Seminare mit ein – und in den Forschungspraktika und Masterarbeiten wirken Masterstudierende an wissenschaftlichen Projekten mit: „Wir sind ein Ort, an dem die Verknüpfung von Forschung und Lehre gelebt wird.“</p>
<p>Masterstudentin Vanessa Hofmann hat als Schwerpunkte „Reactivity, Catalysis and Sustainability“ und „Life Science and Bioanalytics“ gewählt. Wie es für sie nach dem Masterabschluss weiter geht, weiß sie noch nicht genau. „Man hört oft, dass man nach einem Chemie-Studium noch promovieren sollte. Aber ich habe auch schon von anderen Werdegängen gehört.“ Dennoch, eine Doktorarbeit könne sie sich gut vorstellen: „Es würde mich reizen, längere Zeit an einem Thema zu arbeiten.“</p>
<p><strong>Industrie, Vertrieb, Forschung und Entwicklung: Beruflich ist später vieles möglich</strong></p>
<p>Und danach? In welche berufliche Richtung soll es später gehen? „Vielleicht in die Industrie als Laborleitung.“ Aber auch eine Tätigkeit an einer Uni sei etwas für sie: „Ich würde gerne die nächste Generation an Studierenden mit ausbilden.“ Überhaupt habe man mit einem abgeschlossenen Chemie-Studium viele Möglichkeiten: „In viele Bereiche kann man sich ja ohne weiteres hineinarbeiten.“ So könnte es neben Industrie, Forschung und Entwicklung beispielsweise auch in Richtung Vertrieb gehen.</p>
<p><strong>Spaß, Neugierde und Freude am Experimentieren sollte man mitbringen</strong></p>
<p>Und was sollten Studieninteressierte vorab wissen? Was sollte man für ein Chemie-Studium mitbringen? „Ein gutes mathematisches und vor allem naturwissenschaftliches Verständnis, Spaß, Neugierde und Freude am Experimentieren“, meint Andrea Langenstein – und ergänzt: „.“ &nbsp;</p>
<p>„Das Chemie-Studium kann viel Spaß machen, wenn man am Ball bleibt“, schildert Vanessa Hofmann ihre Erfahrungen. „Man sollte Interesse daran haben, viel Neues zu lernen, auch selbstständig, und man sollte Spaß an Laborarbeit haben.“ Chemie-Leistungskurs – oder auch Mathematik und Physik – in der Oberstufe sei nicht unbedingt notwendig: Es gebe an der Uni gute Angebote, mit deren Hilfe sich Wissenslücken schließen lassen, wie etwa die Mathe-Vorkurse. „Durch Fleiß kann man sich vieles erarbeiten“, sagt Vanessa Hofmann, die ihr herausforderndes Studium zu meistern weiß: „In vieles wächst man während des Studiums ganz gut hinein. Man wird begleitet und ist nicht allein.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 08 Aug 2024 12:26:02 +0200</pubDate>
                        <title>Mit den Umweltwissenschaften verschiedene Richtungen ausprobieren</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mit-den-umweltwissenschaften-verschiedene-richtungen-ausprobieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>„Wir bekommen eine sehr gute Basis-Ausbildung“, sagt Anna Beugel, die an der ֱ derzeit den Bachelorstudiengang Umweltwissenschaften absolviert: „Neben den Naturwissenschaften haben wir beispielsweise auch Lehrveranstaltungen im Bereich der Sozioökonomie." Ihre berufliche Zukunft sieht sie im Bereich Umweltmanagement.</strong></i></p>
<p>Im März 2020 legte die gebürtige Haßlocherin Anna Beugel ihr Abitur ab. Eine unsichere Zeit sei das damals gewesen, erinnert sie sich zurück, Corona wirbelte vieles durcheinander. „Was genau ich studieren werde, war mir damals noch nicht klar. Sicher war ich mir aber, dass es etwas in Richtung Naturwissenschaften wird.“ Der Studienort Landau bot sich an, da sie weiter hin zu Hause wohnen konnte – und pendeln wollte. „So bin ich auf die Umweltwissenschaften gestoßen.“ Das Fach habe sie inhaltlich sehr angesprochen: „Alle Naturwissenschaften werden abgedeckt. Für mich hat das zu 100 Prozent gepasst.“</p>
<p><strong>„Wir bekommen eine sehr gute Basis-Ausbildung“</strong></p>
<p>Bis heute ist sie „superglücklich mit dieser Entscheidung“, wie sie sagt. Das Studium sei natürlich herausfordernd – macht zugleich aber Spaß. Was ist das Besondere an ihrem Fach? „Dass so viele Themengebiete abgedeckt werden.“ Neben Chemie, Physik, Geografie, Bio- und Umweltwissenschaften stehen auch Fächer wie Sozioökonomie, Statistik und Umweltinformatik auf dem Lehrplan. Anna Beugel: „Wir bekommen eine sehr gute Basis-Ausbildung. Wir sind anschließend nicht Experte in einem Fach, sondern haben eine gute Basis für vieles.“</p>
<p>Natürlich gibt es viel zu lernen. Neben jeder Menge Theorie in den Vorlesungen kommt die Praxis nicht zu kurz: „Wir arbeiten im Labor, unternehmen Exkursionen.“ So wird schon mal in freier Wildbahn das dortige Bodenprofil untersucht – und geschaut, wie sich verschiedene Standorte an das Klima anpassen. Und außerdem: „Bereits im Bachelor-Studiengang gibt es kleinere Wahlmöglichkeiten.“ So hat Anna Beugel ein Wahlmodul im Bereich Betriebswirtschaftslehre und eines im Bereich Umweltmanagement gewählt. „Mich zieht es in Richtung Umweltökonomie“, schildert sie ihr Interessensgebiet.</p>
<p>Was ist das Herausfordernde am Studiengang Umweltwissenschaften? „Das wir so breit aufgestellt sind, ist manchmal Fluch und Segen zugleich. Denn es gibt es für jeden ein, zwei Fächer, die einem etwas schwerer fallen.“ Für den einen seien das Physik und Chemie. Für den anderen vielleicht Mathematik und Statistik. Man müsse dann Zeit, Arbeit und Kraft investieren, um weiterzukommen. Anna Beugel: „Ich hatte in der Oberstufe beispielsweise kein Chemie und Physik. Dann muss man ehrlich zu sich selbst sein und sich gerade bei solchen Fächern reinhängen.“ Aber das sei alles machbar. „Man kann sich auch einer Lerngruppe anschließen.“</p>
<p><strong>Bachelor im Bereich der Umweltökonomie</strong></p>
<p>Ihre Bachelorarbeit fertigt Anna Beugel derzeit im Bereich der Umweltökonomie an. „Es geht dabei um die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen, die von Wäldern bereitgestellt werden.“ Was kann sich ein Laie darunter vorstellen? „Bäume beispielsweise festigen mit ihren Wurzeln den Boden im Wald. Oder der Wald reinigt die Luft.“ Solche „Dienstleistung“ ließen sich monitär bewerten: Man könne Wäldern auf diese Weise einen Wert von mehreren Milliarden Euro im Jahr zuschreiben. „In meiner Bachelorarbeit recherchiere ich zu diesem Thema. Schaue mir an, was es dazu schon gibt, mit Fokus auf Europa.“</p>
<p><strong>Umweltmanagement in Industrie oder Umweltrecht in Behörden</strong></p>
<p>Später kann sie sich eine berufliche Tätigkeit im Bereich Umweltmanagement vorstellen: „In der Industrie beispielsweise.“ Welchen Tätigkeiten würde sie dann nachgehen? „Es geht darum, ein Unternehmen dabei zu unterstützen, im Umweltbereich besser zu werden. Etwa, wenn weniger Kohlenstoffdioxid ausgeschieden werden soll. Oder der Energieverbrauch reduziert wird." Als Werkstudentin konnte Anna Beugel bereits Erfahrungen in der Industrie sammeln.</p>
<p>In einer Naturschutzbehörde wiederum absolvierte sie ein Berufspraktikum: „Beschäftigt habe ich mich dort mit landwirtschaftlichen Brunnenbohrungen und deren Genehmigung. Es wird dann unter anderem beurteilt, inwieweit &nbsp;Wasserentnahmen die Umwelt beeinflusst.“ Und darüber hinaus? In welche Richtungen könnte es außerdem mit einem Abschluss in Umweltwissenschaften gehen? „Man kann Klimamanagerin oder Klimamanager werden, vielleicht bei einer Stadt angestellt sein.“ Denn in Zeiten des Klimawandels fragen sich immer mehr Städte, was sich im Sommer gegen die hohen Temperaturen im Inneren der Wohngebiete unternehmen lässt. Die Forschung sei ebenfalls ein mögliches Tätigkeitsfeld: „Man kann an der Uni bleiben, promovieren. Und als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig werden.“ Genauso sei die Umweltkommunikation eine Berufsrichtung. „Oder auch die Politik. Selbst als Politikerin oder Politiker tätig werden – oder in einer beratenden Funktion.“</p>
<p><strong>„Das ganze Studium ist Horizont-erweiternd“</strong></p>
<p>Was empfiehlt Anna Beugel Studieninteressierten? „Naturwissenschaftliches Interesse mitbringen, Durchhaltevermögen. Und es sollte einem bewusst sein, dass ein Studium herausfordernd sein kann.“ Und man besitzt idealerweise die Fähigkeit, verschiedene Themen miteinander vernetzen zu können: „Man muss ein ganzes Netz sehen können, und nicht nur einzelne Aspekte." Und man sollte fähig sein, Dinge kritisch zu hinterfragen. „Aber all diese Fähigkeiten bekommt man auch während des Studiums vermittelt.“ Und dann ergänzt sie noch: „Ich habe mich während des Studiums zudem persönlich weiterentwickelt.“ Die Bestimmungskurse seien hier ein gutes Beispiel, also das richtige Erkennen von Tieren und Pflanzen. „Ich hätte vorher nie gedacht, dass mich Käfer oder Pflanzen so interessieren.“ Das ganze Studium sei nun mal Horizont-erweiterend. „Weil wir so breit aufgestellt sind, findet jeder seine Passion.“</p>
<p>Und für wen könnte der Studiengang interessant sein? „Für jeden, der sich im Studium nicht hundertprozentig &nbsp;auf nur eine Naturwissenschaft festlegen will. Mit den Umweltwissenschaften kann man sich in verschiedene Richtungen ausprobieren.“ Für Anna Beugel geht der umfangreiche Wissenserwerb nach dem Bachelor erst einmal weiter: „Ich bleibe in Landau und hänge noch den Master an.“ Zwei weiterführende Masterstudiengänge stehen zur Auswahl: „Environmental Sciences“ und „Environmental Pollution Management“ – „ich habe mich für Environmental Sciences entschieden.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 08:47:12 +0200</pubDate>
                        <title>Biologie studieren an der ֱ: „Schon früh Einblick in die molekulare Forschung gewinnen“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/biologie-studieren-an-der-rptu-schon-frueh-einblick-in-die-molekulare-forschung-gewinnen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Gene in einen Modellorganismus hineinschleusen, um so bestimmte Proteine zu produzieren: Schon früh im Studium lernen Biologie-Studierende an der ֱ das damit einhergehende Know-how. Bachelorabsolvent Luca Samuel Langenberg zeigt sich zufrieden mit der Wahl seines Studiengangs. Nach dem Master kann er sich eine berufliche Tätigkeit in der Biotech-Industrie vorstellen.</strong></i></p>
<p>„Die moderne Biologie, die Biotechnologie. Das hat mich interessiert“, sagt Luca Samuel Langenberg, fragt man, warum er sich für ein Biologie-Studium entschieden hat. Verschiedene Uni-Städte hatte sich der gebürtige Bad Kreuznacher vorab angeschaut: Darmstadt, Mainz und Kaiserslautern. „Von allen hat mir der Campus in Kaiserslautern am besten gefallen.“ Die Wahl fiel letztendlich auf die heutige ֱ – und den Bachelorstudiengang „Molekulare Biologie“.</p>
<p><strong>Gute Bewertungen beim CHE-Ranking</strong></p>
<p>Auch beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) schneidet der Fachbereich Biologie der ֱ sehr gut ab: Die Studierenden bewerten die Studienorganisation und die Vermittlung fachwissenschaftlicher Kompetenzen mit jeweils 4,2 (aus 5 möglichen) Sternen. Zudem sind sie mit der allgemeinen Studiensituation sowie der Betreuung durch Lehrende zufrieden. Dr. Anne Schaarschuch, Studienmanagerin am Fachbereich Biologie, freut sich über die aktuellen Befragungsergebnisse: „Im Vergleich zu benachbarten Unis schneiden wir sehr gut ab. Gleichzeitig ist das aber auch Ansporn für uns noch besser zu werden.“</p>
<p><strong>Einblicke in alle Teilgebiete der Biologie – mit dem Fokus auf molekulare Forschung</strong></p>
<p>Luca Samuel Langenberg hat seine Wahl bis heute nicht bereut – sein Studium an der ֱ gefällt ihm: „In den ersten vier Semestern schaut man in alle Teilgebiete der Biologie hinein. Man bekommt so einen sehr guten Überblick. Es gibt Vorlesungen, Praktika und Seminare.“ Überhaupt, mit einem Praxisanteil von stolzen 40 Prozent ist der Bachelor-Studiengang alles andere als trocken: „Ich glaube, das ist der Vorteil einer TU. Man lernt früh auch praktische Dinge, die man später dann für die Laborarbeit braucht.“ Insgesamt habe sein Studiengang eine sehr moderne Ausrichtung: „Es ist keine Wald-und-Wiesen-Biologie, was wir machen. Bereits in den Grundmodulen geht es um molekulare Forschung.“</p>
<p><strong>Wahl-Möglichkeiten ab dem dritten Bachelor-Studienjahr</strong></p>
<p>Ab dem fünften Bachelor-Semester stehen verschiedene Schwerpunkte zur Auswahl: Botanik könne das sein, Mikrobiologie oder beispielsweise auch Neurobiologie. Luca Samuel Langenberg: „Man wählt zwei Vertiefungen, zwei Aufbaumodule.“ Im Rahmen eines Aufbaupraktikums arbeitet man dann drei bis vier Wochen im Labor einer Forschungsgruppe mit. Man erprobt mordernste experimentelle Techniken, erstellt zusätzlich Protokolle oder hält auch Vorträge. In einem der beiden Vertiefungsgebiete wird in der Regel die Bachelorarbeit angefertigt.</p>
<p>Was ist die größte Herausforderung im Studium? Luca Samuel Langenberg: „Richtig schwer ist eigentlich nichts. Einige haben Probleme mit Chemie, Physik und Mathematik.“ Aber mit ein bisschen Engagement sei auch das zu schaffen. Die Biologie sei nun mal eng verbunden mit der Physik oder der Chemie, meint auch Anne Schaarschuch: „Wir führen unsere Studierenden aber sehr gut an diese Fächer heran. Niemand sollte sich davon abschrecken lassen.“ Ab dem Wintersemester 2024/25 steht zusätzlich Informatik auf dem Stundenplan. Anne Schaarschuch: „In der modernen Biologie werden heutzutage sehr viele Daten generiert. Biologinnen und Biologen sollten sich daher mit grundlegender Datenverwaltung auskennen. Aber auch hier führen wir unsere Studierenden langsam heran. Programmierkenntnisse sind vorab nicht nötig.“</p>
<p><strong>Biologie-Studium ist zeitintensiv</strong></p>
<p>Apropos Engagement, was sollten Studieninteressierte vorab wissen? Luca Samuel Langenberg: „Das Studium ist zeitintensiv. Es ist viel zu lernen.“ Während des Semesters habe man jede Menge Vorlesungen. Am Ende des Semesters ist die Klausuren-Phase, danach – in der vorlesungsfreien Zeit – finden Praktika statt. Die akademische Ausbildung verlangt ihren Einsatz. Der 23-jährige Langenberg ist aktuell im ersten Master-Semester – zugleich aber auch noch in den letzten Zügen seiner Bachelorarbeit: Inhaltlich gehe es dabei um Biotechnologie, er forscht mit einer Grünalge als Modellorganismus. „In meiner Arbeitsgruppe bringen wir Gene in diese Alge ein, um so Proteine zu produzieren, welche Rückschlüsse auf die Gegebenheiten in der Zelle ermöglichen.“ Solche Ansätze sind nicht ungewöhnlich in den Biowissenschaften: Insulin beispielsweise wird heutzutage mithilfe gentechnischer Verfahren hergestellt.</p>
<p><strong>Vier Master-Schwerpunkte stehen zur Auswahl – hoher Internationalisierungsgrad</strong></p>
<p>Auf Master-Niveau bietet der Fachbereich Biologie vier verschiedene Richtungen an: „Microbial and Plant Biotechnology“, „Ecology“, „Molecular and Medical Neuroscience“ und „Molecular Cell Biology“. Die Lehrveranstaltungen finden auf Englisch statt – denn: „In den Masterstudiengängen haben wir einen hohen Internationalisierungsgrad“, erklärt Anne Schaarschuch, „etwa 30 Prozent der Master-Kandidatinnen und Kandidaten kommen aus dem Ausland. Das ist eine tolle Mischung. Wir haben sozusagen die große Welt bei uns auf dem Campus.“ Viele Studierende absolvieren zudem ein Auslandspraktikum oder ein Auslandssemester.</p>
<p><strong>Wie werden Pflanzen stressresistenter?</strong></p>
<p>Luca Samuel Langenberg hat sich für „Microbial and Plant Biotechnology“ entschieden. „Es geht unter anderem darum, wie man Pflanzen verändert, damit sie stressresistenter werden.“ Dies hänge von verschiedenen Proteinen in der Pflanze ab. Er will verstehen, wie Pflanzen beispielsweise auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen reagieren. „Und was man verbessern kann.“ Später könne er sich eine berufliche Tätigkeit im Bereich der Biotechnologie vorstellen. „Die Biotech-Industrie boomt.“ Überhaupt lassen sich mit einem Abschluss in Biologie verschiedene Richtungen einschlagen: Mit einer Promotion könne man in der Forschung bleiben – an einer Uni oder auch an einem Institut außerhalb der Uni. Pharma-Unternehmen locken ebenfalls mit attraktiven Stellen – „oder man wird im Bereich Naturschutz tätig“.</p>
<p><strong>„Wir bilden Leute aus, damit sie eigenständig Probleme lösen“</strong></p>
<p>„Wir bilden Leute aus, damit sie eigenständig Lösungen für Probleme finden. Probleme, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass es sie einmal geben wird. Das ist das Typische am Studium der Naturwissenschaften“, fasst es Anne Schaarschuch zusammen. Und was sollten Studieninteressierte aus ihrer Sicht mitbringen? „Faszination und Freude an der Biologie, große Neugierde. Und den Willen, alles hinterfragen zu wollen.“ Dinge hinterfragen wollen – Luca Langenberg plant für das nächste Jahr ein Praktikum in der Industrie – im Bereich Biotechnologie: „Mal schauen, vielleicht übernehmen sie mich später.“ Mit seiner fundierten Ausbildung ist er dort sicherlich gerne gesehen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 08:41:02 +0200</pubDate>
                        <title>Forschungspraktikum dank Stipendium: „Ich bin meinen eigenen Weg gegangen“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/forschungspraktikum-dank-stipendium-ich-bin-meinen-eigenen-weg-gegangen</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Gleich bei zwei Auslandsaufenthalten konnte Psychologie-Masterstudent Rasmus Möring sein Wissen erweitern: Im vergangenen Jahr forschte er in den USA und lernte an einer Uni in Schweden. Wie lassen sich solche Reisen finanzieren? Er empfiehlt: Sich auch bei Stiftungen umschauen. Denn: „Viele wissen nicht, dass man als Studierender auch abseits der üblichen Programme Auslandserfahrungen sammeln kann.“</strong></i></p>
<p>Menschen verhalten sich in gleichen Situationen sehr unterschiedlich – bereits als Schüler ist Rasmus Möring diese Tatsache aufgefallen: „Ich wollte verstehen, wie es dazu kommt. Ich wollte das System dahinter verstehen.“ Der Grund, warum er sich für ein Psychologie-Studium entschieden hat. Landau habe er als Studienort gewählt, „weil die Uni nicht so groß ist“. Nicht so anonym wie vielleicht an einer Massenuni in einer Großstadt, wie er sagt. Aktuell kommt der 26-Jährige ins sechste Mastersemester. In seiner Masterarbeit soll es um sozialen Ausschluss und Gruppenzugehörigkeit gehen. Das Ganze findet im Rahmen der Sozialpsychologie statt. Sein Lieblingsfach, wie er ergänzt: „Sozialpsychologie ist eine der Grundlagen für Medien- und Kommunikationspsychologie und auch für die Politische Psychologie.“</p>
<p><strong>An Forschung in US-Uni mitgearbeitet</strong></p>
<p>Bereits seit seinem dritten Bachelorsemester ist er der Sozialpsychologie treu, als studentische Hilfskraft. Dort traf er eines Tages auf die US-amerikanische Professorin Felicia Pratto, Sozialpsychologin an der University of Connecticut. „Sie hat einen Vortrag bei uns in Landau gehalten. Ich habe dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und sie nach einem Praktikumsplatz gefragt.“ Ein Jahr und zahlreiche E-Mails später sollte er eigentlich für ein Forschungspraktikum zu Pratto in die USA kommen. „Doch dann kam Corona. Und das Ganze wurde ein Online-Praktikum.“ Immerhin, auch auf diese Weise konnte er Einblicke in die Forschung der dortigen Psychologinnen und Psychologen gewinnen.</p>
<p>Ein Aufenthalt in Präsenz folgte von Mai bis Juli 2023: Rasmus Möring arbeitete vor Ort mit – in der Forschungsgruppe an der University of Connecticut. „An der Entwicklung eines Buchkapitels durfte ich beispielsweise mitwirken.“ Um was ging es inhaltlich? „Wie Status und Radikalisierung miteinander zusammenhängen – unter sozialem Ausschluss.“ Das Praktikum bestand aus lesen, in Fachliteratur recherchieren, Erkenntnisse zusammenfassen. „Gemeinsam im Team wurde dann alles durchgesprochen.“ Großartig sei die Atmosphäre in der Forschungsgruppe gewesen: „Ich habe mit Bachelorabsolventen zusammen gearbeitet. Also mit Leuten, die in etwa auf dem gleichen Stand sind wie ich. Allerdings promovieren diese bereits. Das System in den USA ist dahingehend anders als bei uns.“</p>
<p>Was hat er konkret gelernt? „Wie sich eine Theorie konzeptualisieren lässt. Wie man Zusammenhänge feststellt und einen roten Faden in Daten bringt.“ Auch in die Statistik-Software AMOS konnte er sich einarbeiten. „Damit hatte ich zuvor in Deutschland noch nicht gearbeitet.“ Und an einer Fachtagung durfte er teilnehmen: „In Montreal stellten wir unsere Ergebnisse vor.“ Dort in Kanada traf er wichtige und interessante Leute aus seinem Forschungsgebiet. „Leute, die die Theorie, die wir als Grundlage nutzten, vor 20 Jahren aufgestellt haben.“ Tipps habe er so bekommen, „das konnten wir noch in unser Buchkapitel aufnehmen.“</p>
<p><strong>Mit Stipendium den USA-Aufenthalt ermöglicht</strong></p>
<p>Vernetzung in der Wissenschaft ist wichtig – das nimmt er mit. Und außerdem? Welchen Mehrwert hatte das Praktikum ansonsten? „Ganz klar, ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern. Insbesondere das Fachenglisch. Das braucht man für Fachartikel oder auch bei Konferenzen.“</p>
<p>Finanziert habe er diesen Auslandsaufenthalt abseits der üblichen Programme, wie er betont: „ Ich bin gewissermaßen meinen eigenen Weg gegangen. Als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung.“ Seit seinem zweiten Bachelorsemester ist er Stipendiat der Stiftung, erhält monatlich 300 Euro, „ein Praktikum im Ausland wird zusätzlich finanziert, wenn es an der Uni Landau angerechnet wird.“ Ein Stipendium als Finanzierungsmöglichkeit eines Auslandaufenthaltes – er empfiehlt: „Schaut Euch bei Stiftungen&nbsp;um. Ein Stipendium können weitaus mehr Leute bekommen, als man annimmt.“</p>
<p><strong>„Die Kultur in Schweden und den USA unterscheiden sich stark“</strong></p>
<p>Von August bis Januar 2023 folgte ein weiterer Auslandaufenthalt. Diesmal im Rahmen des Erasmus+ Programms. „Hier habe ich als Student ein Semester mitgemacht an der Mid Sweden University. Eine Uni mit zwei Standorten, genau wie die ֱ. Etwa vier Autostunden von Stockholm entfernt.“ Was war in Schweden anders als in den USA? „Die Kultur ist ganz anders“, erzählt Rasmus Möring. „Die amerikanische Kultur ist sehr offen. Die Schweden hingegen sind sehr reserviert.“ An diesen Unterschied musste er sich zunächst gewöhnen: „Ich erinnere mich, dass ich einen schwedischen Kumpel auf dem Weg zu einer Vorlesung begegnet bin. Ich versuchte ein Gespräch mit ihm zu beginnen. Er hat allerdings nur sehr einsilbig auf meine Fragen geantwortet, kein einziges Mal gelächelt. Das hat mich gewundert. Jemand anderes erzählte mir später, dass das eben typisch für den Norden sei. Aber genau solche Beobachtungen gehören zu einem Auslandsaufenthalt dazu." Mal abgesehen von Uni und den zwischenmenschlichen Begegnungen – was hat er außerdem in Schweden erlebt? „Ich war in Lappland. Das war eine tolle Erfahrung. Ich habe Eisfischen ausprobiert und Nordlichter gesehen. Und ganz im Norden ging die Sonne gar nicht mehr auf. Das war krass.“</p>
<p><strong>„In einem anderen Land zu leben ist etwas anderes, als dort Urlaub zu machen“</strong></p>
<p>Sein Fazit aus all dem: „Einen Auslandsaufenthalt kann ich jedem nur empfehlen.“ Und was möchte er anderen Studierenden vorab mitgeben? „Früh genug anfangen, alles zu organisieren. Das nimmt den Druck raus.“ Und: „Man sollte sich vorab mit der Kultur des Landes vertraut machen, auch wenn es sich um ein europäisches Land handelt.“ Also: „Wie sind die Menschen drauf? Was kann ich erwarten? Ein paar Sachen sind ganz sicher anders als hier. Und Überraschungen wird es immer geben.“ In einem anderen Land zu leben sein nun mal etwas ganz anderes als dort Urlaub zu machen. Auch den organisatorischen Aufwand sollte man nicht unterschätzen – vor allem wenn es in die USA gehen soll. Rasmus Möring: „Das International Office in Landau hat mich sehr unterstützt. Beispielsweise wenn es darum ging, ein US-Visum zu beantragen.“</p>
<p>Rasmus Möring will nach seinem Masterabschluss promovieren. Beruflich kann er sich später eine Tätigkeit bei Unis oder Regierungsorganisationen vorstellen, bei Sicherheitsbehörden oder beispielsweise bei NGOs, also bei Nicht-Regierungsorganisationen. „Ich möchte mein Fachwissen nutzen können.“ Der Frage jedenfalls, warum sich Menschen so verhalten, wie sie sich verhalten, konnte er im Studium bereits mehrfach nachgehen – und das mit internationalen Einblicken.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 08:41:57 +0200</pubDate>
                        <title>Familiär und facettenreich: Mathematik studieren an der ֱ</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/familiaer-und-facettenreich-mathematik-studieren-an-der-rptu</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Mit Bestnoten schneidet der Fachbereich Mathematik der ֱ in Kaiserslautern regelmäßig beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ab. In der aktuellen Befragung nimmt er für den Bereich „allgemeine Studiensituation“ gar deutschlandweit die Spitzenposition ein. Studierende schätzen neben der anspruchsvollen, facettenreichen Ausbildung vor allem die familiäre Atmosphäre. Die enge Zusammenarbeit mit dem renommierten Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sorgt darüber hinaus schon früh im Studium für Praxisnähe.</strong></i></p>
<p>Das regelmäßige gute Abschneiden des Fachbereichs Mathematik beim CHE-Ranking sei damals ausschlaggebend gewesen, sagt Lena Wirries, fragt man, warum sie sich für Kaiserslautern als Studienort entschieden hat. Und warum Mathematik? „Bereits in der Oberstufe war mir klar, dass ich etwas studieren möchte. Und Mathematik hatte mir schon damals sehr viel Spaß gemacht.“ Ein Lehramtsstudium kam für sie nicht infrage. „Dann habe ich irgendwann entdeckt, dass man Mathematik auch ohne Lehramtsbezug studieren kann.“ Und damit sei die Sache für sie klar gewesen: Zum Wintersemester 2021/ 22 hat sie angefangen, bereut den Schritt bis heute nicht: „Die Atmosphäre bei uns am Fachbereich ist sehr familiär. Die Gemeinschaft, die wir untereinander haben, gefällt mir sehr gut. Fast alle kennen sich.“</p>
<p><strong>„Man kann jederzeit Fragen stellen“</strong></p>
<p>Inhaltlich schätzt sie an ihrem Studium, dass alles so logisch aufgebaut ist. Herausfordernd indes sei es „dabei zu bleiben, nicht aufzugeben“. Denn das Studium sei nicht immer ganz einfach: „Man erlebt Momente, da scheint alles nicht so richtig zu klappen“. Nicht nur in solchen Situationen bekommt man aber Hilfe: „Man kann beispielsweise die älteren Studierenden ansprechen. Auch die Professorinnen und Professoren haben ein offenes Ohr. Jederzeit lassen sich Fragen stellen.“ Der Umgang ist unkompliziert.</p>
<p>Was sollten Studieninteressierte vorab wissen? Ein Mathematik-Studium sei etwas anderes als der Mathematik-Unterricht in der Schule. „Im Studium geht es nicht ums Rechnen, sondern darum, die Hintergründe zu verstehen. Man führt Beweise und das sind logische Argumentationen“, berichtet Lena Wirries. Und auch Studiengangsmanagerin Dr. Anna Lena Birkmeyer kennt diesen oft erwähnten Unterschied: So habe sie schon den Vergleich gehört, dass Mathematik in der Schule wie Malen nach Zahlen ist. Bei einem Mathematik-Studium malt man selbst.</p>
<p><strong>Qualitative hochwertige Ausbildung im familiären Umfeld</strong></p>
<p>Doch genau dabei werden die Studierenden intensiv betreut, ergänzt Birkmeyer, die selbst in Kaiserslautern studiert und promoviert hat: „Der Fachbereich Mathematik an der ֱ bietet eine qualitativ hochwertige, anspruchsvolle Ausbildung, das aber in sehr guter Studienatmosphäre.“ Das bestätigt auch in diesem Jahr das CHE-Ranking: „Unser Fachbereich hat als einziger deutschlandweit fünf Sterne für die allgemeine Studiensituation bekommen.“ Auch viele weitere Kategorien, zum Beispiel Studienorganisation, Unterstützung im Studium und Unterstützung für ein Auslandsstudium erhalten Bestnoten. Anna Lena Birkmeyer: „Bei uns wird sich gekümmert. Wir sehen die Studierenden als Partner. Gleichzeitig kann man die Mathematik in all ihren Facetten kennenlernen.“</p>
<p><strong>Praxisbezug schon sehr früh im Studium</strong></p>
<p>Der Fachbereich kooperiert eng mit dem Fraunhofer-Institut ITWM, das nur einen Steinwurf vom Campus entfernt ist. Hier haben die Studierenden – über die gemeinsame Einrichtung des Felix-Klein-Zentrums für Mathematik – schon früh im Studium die Möglichkeit, Praxisluft zu schnuppern: Es gibt Mentoring-Programme, Stellen für studentische Hilfskräfte. Und auch die Möglichkeit, bereits im Studium an Forschungsprojekten mitzuwirken.</p>
<p>Überhaupt ist das Mathematik-Studium alles andere als eine eintönige Angelegenheit: Bereits im Bachelor-Studiengang stehen verschiedene Vertiefungsgebiete zur Auswahl. So ist ein Fokus auf Wirtschaftsmathematik oder Technomathematik möglich – genauso auch auf „Algebra, Geometrie und Computeralgebra“ und „Analysis und Stochastik“. Lena Wirries hat sich für Algebra entschieden: „Hier geht es darum, verschiedene algebraische Strukturen zu betrachten.“ Dass dabei alles so exakt und konzeptionell zugeht, gefalle ihr. Was kann sich ein Laie darunter vorstellen? „Man behandelt zu Beginn des Studiums beispielsweise Gruppen, die eine solche algebraische Struktur sind.“ Ein anschauliches Beispiel dafür sei der Zauberwürfel, bei dem die Drehungen die Elemente der Gruppe sind. „Es gibt zu jeder Drehung die gleiche Drehung in umgekehrte Richtung - das inverse Element - und die Drehung, bei der man nichts tut - das neutrale Element. Es geht in der Algebra darum, mit solche Strukturen zu arbeiten.“</p>
<p><strong>„Einfach mal ausprobieren“</strong></p>
<p>Studieninteressierten empfiehlt Lena Wirries, die mittlerweile übrigens im sechsten Bachelor-Semester studiert, das Mathematik-Studium einfach mal auszuprobieren: „Man merkt relativ schnell, in den ersten zwei Semestern, ob es das Richtige für einen ist.“ Die Einführungswochen für Erstsemester solle man in jedem Fall mitmachen, empfiehlt sie: „So lassen sich früh Kontakte knüpfen. Man lernt Leute kennen, mit denen man beispielsweise eine Lerngruppe bilden kann.“ Mitbringen sollte man für ein Mathematik-Studium in jedem Fall Neugierde und Durchhaltevermögen, ergänzt sie – und selbstverständlich ein gewisses Grundinteresse für Mathematik.</p>
<p><strong>Durchhaltevermögen, Kreativität und Fantasie sind gefragt</strong></p>
<p>All das kann Anna Lena Birkmeyer nur bestätigen: „ Man sollte offen sein, Spaß an Knobelaufgaben haben. Fantasie, Kreativität und eine gute Portion Durchhaltevermögen mitbringen.“ Lena Wirries kann all das vorweisen. Sie will nach dem Bachelor einen Master anhängen. Dafür auch gerne noch ins Ausland gehen. Je nachdem, wie gut ihr das wissenschaftliche Arbeiten bei der Bachelorarbeit gefällt, später vielleicht sogar promovieren. Bei der Wahl des Studienortes einen Blick auf das CHE-Ranking zu werfen, hat sich für sie in jedem Fall gelohnt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Fri, 05 Jul 2024 13:28:00 +0200</pubDate>
                        <title>Von der Schulbank in den Hörsaal: Ist ein Studium das Richtige für dich?</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/von-der-schulbank-in-den-hoersaal-ist-ein-studium-das-richtige-fuer-dich</link>
                        <description>Soll ich studieren oder doch etwas Anderes machen? Welches Studium passt zu mir? Und was kommt danach? Kurz vor dem Schulabschluss hören Katrin Kuhnert, Leiterin StudierendenServiceCenter der ֱ in Kaiserslautern, und Miriam Jungheim, Leiterin Zentrale Studienberatung der ֱ, unzählige Fragen wie diese. Wir haben die Antworten der beiden Beraterinnen auf die meistgestellten Fragen vor einem Studium erhalten.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Soll ich studieren oder doch etwas Anderes machen? Welches Studium passt zu mir? Und was kommt danach? Kurz vor dem Schulabschluss hören Katrin Kuhnert, Leiterin StudierendenServiceCenter der ֱ in Kaiserslautern, und Miriam Jungheim, Leiterin Zentrale Studienberatung der ֱ, unzählige Fragen wie diese. Wir haben die Antworten der beiden Beraterinnen auf die meistgestellten Fragen vor einem Studium erhalten.</strong></i></p>
<p><strong>Woher weiß ich eigentlich, ob ein Studium an der Uni überhaupt das Richtige für mich ist?</strong></p>
<p>Katrin Kuhnert: Interessiert es dich zu wissen, wie die Welt funktioniert? Oder möchtest du jungen Menschen etwas beibringen? Dann könnte ein Studium an einer Uni genau das Richtige für dich sein. Dabei sollte dir bewusst sein, dass du nach einem abgeschlossenen Studium an einer Uni den höchsten Bildungsabschluss in der Tasche hast. Entsprechend gibt es auch sehr viel Stoff zu lernen – aber der Einsatz lohnt sich! Du erlangst umfassendes Fachwissen, eignest dir Lösungskompetenzen an und hast nach dem Studium vielfältige Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. &nbsp;</p>
<p><strong>Der Übergang von Schule zu Uni macht mir Sorgen. Worin unterscheidet sich das Lernen im Studium?</strong></p>
<p>Miriam Jungheim: &nbsp;In der Schule wird der Lernstoff schon vorstrukturiert, zum Beispiel durch Stundenpläne und Lehrkräfte. Im Studium bist du selbstständig für dein Lernen und die Organisation verantwortlich. Dadurch hast du aber auch mehr Freiheiten in der Gestaltung.</p>
<p>Katrin Kuhnert: Freiheit ist ein wichtiges Stichwort, Freiheit und Selbstständigkeit. Bis zu einem gewissen Grad kannst du die Inhalte deines Studiums frei wählen und definierst selbst deinen fachlichen Schwerpunkt. Wenn du in deinem Studium ins Ausland gehen willst, ist das auch kein Problem. Eine Uni bietet dir die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer Partneruniversität zu machen. So viele Freiheiten gab es zuvor in der Schule nicht und ist eine einmalige Erfahrung.</p>
<p>Miriam Jungheim: Und dabei wächst du über dich hinaus! Du entfaltest durch dein studentisches Engagement deine Persönlichkeit, wie etwa im Unisport, beim Umweltschutz, in der Hochschulpolitik oder in weiteren Hochschulgruppen.</p>
<p><strong>Aber es gibt so viele Studiengänge! Wie finde ich das richtige Studium für meine Interessen und Ziele?</strong><br><br>Katrin Kuhnert: Am besten gehst du hier zweigleisig vor. Zum einen ist es wichtig, dir einen Überblick über die verschiedenen Fächer zu verschaffen. Schau dir zum Beispiel die <a href="/studienangebot/" target="_blank" title="/studienangebot/">Studiengangübersichtsseite der ֱ</a> an. Dort findest du eine Übersicht der Studiengänge, die du an unserer Uni studieren kannst. Zum anderen solltest du dich fragen: Was passt zu mir? Wo liegen meine Interessen, Stärken und Kompetenzen? Sprich mit deiner Familie, deinen Bekannten oder deinen Lehrerinnen und Lehrern. Frag sie, was sie studiert haben und welche Berufe sich nach dem Studium ergeben können.</p>
<p>Miriam Jungheim: Darüber hinaus unterstützen dich die Zentrale Studienberatung und das StudierendenServiceCenter bei der Orientierung. Du kannst beispielsweise durch Workshops oder eine individuelle Studienberatung herausfinden, welche Studiengänge zu deinen Interessen passen könnten. Du erfährst auch, wie du eine für dich stimmige Studienentscheidung treffen kannst.</p>
<p><strong>An der ֱ gibt es über 160 Studiengänge. Wo liegt der Schwerpunkt in Landau und in Kaiserslautern?</strong><br><br>Miriam Jungheim: In Landau findest du unsere Lehramtsstudiengänge sowie die Umweltwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften oder Psychologie. Es gibt auch interdisziplinäre Studiengänge wie „Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie“. Hier werden Umweltthemen mit Psychologie, kommunikations- und wirtschaftswissenschaftlichen Aspekten kombiniert.</p>
<p>Katrin Kuhnert: In Kaiserslautern liegt der Schwerpunkt im MINT-Bereich. In den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern sind wir sehr gut aufgestellt und auch sehr forschungsstark. Auch gibt es im Umfeld der Uni viele wissenschaftliche Institute. Dort und an der Uni arbeiten einige Studierende neben ihrem Studium in der Forschung mit. Darüber hinaus gibt es noch die Studienfächer Architektur und Wirtschaftswissenschaften sowie den interdisziplinären Studiengang Integrative Sozialwissenschaften. Hier beschäftigst du dich neben den Sozialwissenschaften auch mit Themen wie Technik und Wirtschaft.</p>
<p><strong>So ganz sicher bin ich mir bei meiner Studienwahl noch nicht. Kann ich mir vorab ein Bild vom Uni-Alltag an der ֱ machen?</strong></p>
<p>Katrin Kuhnert: Ja klar! Bei uns gibt es das <a href="/rptuzero" target="_blank">Orientierungsstudium ֱzero</a>. Wer Abitur hat und zuvor noch an keiner anderen Uni eingeschrieben war, kann für ein Semester Einblicke in verschiedene Fachbereiche bekommen. Das Orientierungsstudium startet jeweils zum Sommersemester. Es ist ein guter Weg herauszufinden, ob du dich an unserer Uni wohlfühlst. Wenn du willst, kannst du sogar schon Prüfungen ablegen und sie dir später im Studium anrechnen lassen.</p>
<p><strong>Ihr habt mein Interesse für ein Studium an der ֱ geweckt. Was sollte ich mitbringen, um voll durchzustarten?</strong></p>
<p>Miriam Jungheim: Ganz wichtig sind Neugierde, Interesse und Offenheit. Ein Studium an der Uni bedeutet, sich selbst neue Inhalte anzueignen und das Lernen selbstständig zu organisieren. Der Stoff an der Uni ist sehr anspruchsvoll, gleichzeitig solltest du gern präzise arbeiten wollen. Wenn du gern etwas Neues lernst und dir deinen Alltag und dein Lernen selbst gestalten möchtest, bist du an der Uni genau richtig!</p>
<p>Katrin Kuhnert: Während des Studiums kann es Höhen und Tiefen geben – und das ist völlig normal. Aber du befindest dich in einer Gemeinschaft, in der es vielen so geht wie dir. Gegenseitig könnt ihr euch helfen, indem ihr beispielsweise Lerngruppen bildet. Außerdem bietet die ֱ verschiedene Beratungsangebote für persönliche Anliegen an: <a href="/studium/beratung-orientierung" target="_blank" title="/studium/beratung-orientierung">vom Studiengangwechsel über Studienzweifel bis hin zu Mental Health</a>. Hab keine Scheu und sprich über deine Gedanken.</p>
<p><strong>Und wie kann ich mich für einen Studienplatz bewerben?</strong><br><br>Miriam Jungheim: Für das Sommer- und Wintersemester gibt es feste Bewerbungszeiträume. Diese und das Bewerbungsportal findest du <a href="/studium/vor-dem-studium/bewerbung" target="_blank">auf unserer Webseite</a>. Das Portal erklärt dir, welche Angaben wir brauchen und welche Dokumente du einreichst. Bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen ist es teilweise so, dass es eine bundesweit koordinierte Verteilung der Plätze gibt. Weitere Infos zur Bewerbung findest du auf unserer Webseite – oder komm gern auf uns zu und stell uns deine individuellen Fragen.</p>
<p><strong>Wie sehen meine Berufsaussichten nach einem Studium an der ֱ aus?</strong></p>
<p>Miriam Jungheim: Die Berufsaussichten nach einem Lehramtsstudium oder Psychologie-Studium sind aktuell sehr gut. Durch die immer präsenter werdende Klimathematik haben auch Umweltfächer gute Aussichten. Unsere Fächer sind interdisziplinär aufgebaut und auch gerade deshalb auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Denn um die gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen, muss man fächerübergreifend denken und handeln können.<br><br>Katrin Kuhnert: Und auch im MINT-Bereich stehen die Berufsaussichten derzeit sehr gut. Grundsätzlich empfehle ich aber, das zu studieren, was dir Spaß macht und ein Fach, für das du dich interessierst.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Zentrale Studienberatung</category>
                            
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 08:09:06 +0200</pubDate>
                        <title>Vom Studium im Ausland in Landau zu großen Visionen für Nepal</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vom-studium-im-ausland-in-landau-zu-grossen-visionen-fuer-nepal</link>
                        <description>Wer Samiksha Paudel und Sadiksha Paudel auf dem Campus der ֱ in Landau begegnet, sieht zwei Studentinnen mit einem breiten Lächeln. Die Schwestern sind sehr glücklich über ihre Entscheidung, ihren Master an der ֱ zu machen – auch wenn ein Studium in Deutschland nicht ihre erste Wahl war. Wir haben sie gefragt, was für sie den Ausschlag gegeben hat, doch nach Landau zu kommen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Wer Samiksha Paudel und Sadiksha Paudel auf dem Campus der ֱ in Landau begegnet, sieht zwei Studentinnen mit einem breiten Lächeln. Die Schwestern sind sehr glücklich über ihre Entscheidung, ihren Master an der ֱ zu machen – auch wenn ein Studium in Deutschland nicht ihre erste Wahl war. Wir haben sie gefragt, was für sie den Ausschlag gegeben hat, doch nach Landau zu kommen.</strong></i></p>
<p><strong>Ihr macht jetzt ein Studium im Ausland an der ֱ in Landau. Was hat eure Meinung geändert?</strong></p>
<p>Sadiksha: Wir haben unseren Bachelor in Umweltwissenschaften in Kathmandu/Nepal gemacht und wollten danach ein Studium im Ausland absolvieren, um eine bessere Ausbildung und noch bessere Berufsaussichten zu haben. Unsere erste Wahl war ein Auslandsstudium in den USA. Aber die unglaublich hohen Studiengebühren und das schwierige Visumsverfahren haben uns von dieser Idee abgebracht. Unsere Cousine empfahl uns, in Deutschland zu studieren, weil man dort eine sehr gute Ausbildung zu niedrigen Studiengebühren bekommt. Und so entschieden wir uns, für ein Studium im Ausland nach Deutschland zu gehen – eine Entscheidung, die wir nicht bereuen. Jetzt ist Samiksha im 4. Semester ihres Masterstudiums in Ecotoxicology und ich im 4. Semester meines Masterstudiums in Umweltwissenschaften. Und wir sind beide sehr glücklich.</p>
<p><strong>Es muss schön sein, zusammen ein Studium im Ausland an derselben Universität machen zu können…</strong></p>
<p>Samiksha: Ja, uns gab es schon immer im Doppelpack. Damals in Nepal sind wir auf die gleiche Schule gegangen, haben den gleichen Bachelor an der gleichen Universität gemacht und auch sonst fast alles zusammen. Das hat aber auch seine Nachteile: Wir mussten uns daran gewöhnen, von Lehrkräften und Supervisors miteinander verglichen zu werden. Das ist nicht gut für die psychische Gesundheit – und wir wussten, dass wir das ändern wollten. Es war also eine bewusste Entscheidung, sich für das Studium im Ausland zu trennen. Aber so gut es ist, voneinander getrennt zu studieren, so beängstigend kann es sein, allein im Ausland zu leben.</p>
<p>Sadiksha: Aus diesem Grund haben wir uns auf die Suche nach einer Universität in Deutschland gemacht, an der wir in verschiedenen Masterstudiengängen studieren, unterschiedliche Tagesabläufe haben und trotzdem zusammen wohnen können. Doch die Suche erwies sich als mehr als schwierig. Wir merkten recht schnell, dass es nicht viele deutsche Universitäten gab, die unseren Anforderungen entsprachen. Nach unserem Bachelorabschluss wollten wir unterschiedliche Schwerpunkte für unser weiteres Studium setzen. Samiksha wollte sich auf bestimmte Umweltthemen spezialisieren. Ich wollte mein Verständnis der Umweltwissenschaften durch das Studium ihrer Anwendung und ihres Kontextes in anderen Ländern, nicht nur in Nepal, erweitern. Als wir die Masterstudiengänge der ֱ entdeckten, wussten wir, dass sie perfekt zu uns passen würden.</p>
<p><strong>Was ist noch gut am Studium im Ausland an der ֱ?</strong></p>
<p>Samiksha: Uns gefällt der kleine Campus in Landau. Es fühlt sich vertraut an, weil man viele Leute sieht, die man kennt. Da fühlt man sich nicht so allein, was bei einem Studium im Ausland eine Herausforderung sein kann. Außerdem hatten wir das große Glück, dass uns das&nbsp;<a href="/international">International Office</a> und insbesondere das Welcome Center<i> </i>der ֱ bei allem geholfen haben, von Visaproblemen über Fragen zur Bewerbung und Unterkunft bis hin zu Terminen bei der Ausländerbehörde. Wir wussten immer, dass es eine verlässliche Ansprechperson vor Ort gibt, die uns jederzeit bei allem unterstützen kann.</p>
<p>Sadiksha: Und wir haben das Mentoring-Programm und&nbsp;das Welcome Days Program<i>&nbsp;</i>an der ֱ sehr geschätzt. Die haben uns bei allen organisatorischen Sachen sehr geholfen, vor allem im ersten Semester, als alles neu für uns war. Diese haben uns auch dabei geholfen, andere internationale Studierende kennenzulernen und den Campus und Landau zu erkunden.</p>
<p><strong>Die Zeit vergeht wie im Flug – und jetzt seid ihr fast fertig mit eurem Master. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?</strong></p>
<p>Samiksha: Nach unserem Abschluss wollen wir gerne Berufserfahrung in einem deutschen Unternehmen sammeln. Irgendwann möchten wir nach Nepal zurückkehren und das Gelernte für eine wirkungsvolle Arbeit im Umweltsektor einsetzen. In Nepal gibt es bereits ein gewisses Bewusstsein für Umweltthemen, aber Deutschland ist in Sachen Forschung und Technologie einige Schritte voraus. Unsere Vision ist es daher, das erworbene Fachwissen aus den beiden Bereichen unseres Masterstudiums zu kombinieren. Unser Ziel ist es, mit modernen Technologien innovative Lösungen für ein grüneres und nachhaltigeres Nepal zu entwickeln.</p>
<p>Sadiksha: Ich glaube, dass mir die Kurse in Umweltwissenschaften an der ֱ spezifisches Fachwissen in den Bereichen Naturschutz, Modellierung und Umweltökonomie vermitteln werden. Zukünftig möchte ich die Kenntnisse und Erfahrungen, die ich während meines Studiums erworben habe, in der Industrie oder in der Wissenschaft einsetzen. Wir können in Nepal etwas bewegen, wenn wir unser Wissen in den Bereichen Umweltwissenschaften und Ökotoxikologie kombinieren.</p>
<p><strong>Wenn ihr auf euer Studium im Ausland zurückblickt: Was war die größte Herausforderung für euch?</strong></p>
<p>Sadiksha: Damals in Nepal hatten wir immer Angst, Lehrkräften oder Professorinnen und Professoren Fragen zu stellen. Aber das Studium im Ausland an der ֱ ist anders: Man hat kleine Kurse, die einen persönlicheren Zugang zum Studieren ermöglichen. Und wenn ein Professor sagt: "Keine Frage ist eine dumme Frage", dann redet man mehr und offener. Daran mussten wir uns erst gewöhnen, aber es war definitiv eine Erleichterung.</p>
<p>Samiksha: Und natürlich haben wir unsere Freunde und Familie vermisst. Als Foodies haben wir auch unsere Leibspeisen von zu Hause vermisst, aber zum Glück gibt es in Deutschland so viel gutes Essen. Unsere bisherigen Favoriten: Flammkuchen, Weihnachtsmarktleckereien wie Flammlachs und Glühwein. Und natürlich Brot!</p>
<p><strong>Was empfehlt ihr anderen, die darüber nachdenken, ein Studium im Ausland aufzunehmen?</strong></p>
<p>Samiksha: Ein Studium im Ausland kann manchmal eine Herausforderung sein, aber sie sind es wert, wenn man die Aussichten vor Augen hat. Kombiniert also euer Studium mit etwas Freizeit und reist herum. Lernt Deutschland, andere europäische Länder und die netten Menschen kennen. Wir waren schon in Österreich, Luxemburg und Kroatien – jedes Land ist einzigartig.</p>
<p>Sadiksha: Ansonsten ist Landau fantastisch. Wir lieben es, dass es eine kleine Stadt ist und in der Nähe des Pfälzerwaldes liegt. Wir genießen unsere beste Zeit an der ֱ während unseres Auslandsstudiums in Deutschland!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 10:48:28 +0200</pubDate>
                        <title>Kurzfilm „Landau-Brille“: Was ist typisch Landau? Und wie lebt es sich dort als Studierende?</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/kurzfilm-landau-brille-was-ist-typisch-landau-und-wie-lebt-es-sich-dort-als-studierende</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diesen Fragen spürte die ֱ-Studentin Frieda Kind in ihrem Kurzfilm „Landau-Brille“ nach. Der Film zeigt cineastisch, wie sich ihre Liebe zur südpfälzischen Kleinstadt entfacht hat und auf was sich Neuankömmlinge einstellen können. Dank der Hilfe eines Freundes, wurde das Projekt größer als ursprünglich gedacht und bekam sogar einen Preis.</strong></p>
<p>"Es war ein grauer, unspannender Tag. Ich habe ein paar Sachen eingepackt und bin mit dem Zug nach Landau gefahren. Als ich in Neustadt in den Regio umgestiegen bin, sah ich auf einmal einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter einem Bergpanorama. Ich dachte, wie kitschig ist das? Hier soll ich studieren?" So beschreibt Frieda Kind den Moment, als sie im September 2020 zum ersten Mal nach Landau gefahren ist. Dieser Moment sollte der Anfang ihrer Liebe zu einer ihr bis dahin unbekannten Kleinstadt werden, der sie drei Jahre später einen eigenen Kurzfilm mit dem Titel „Landau-Brille“ widmete.</p>
<p>Kind studiert Psychologie im achten Bachelorsemester an der ֱ. Die Universität Landau sei damals die erste gewesen, die sie angenommen habe. Sowohl die Stadt als auch die umliegende Pfalz habe die gebürtige Erfurterin zuvor nicht auf dem Schirm gehabt. „Viele meiner Freunde sind damals in Großstädte wie Berlin oder Heidelberg zum Studieren gegangen. Landau war für mich noch ein unbeschriebenes Blatt. Da ich aber schnell eine WG gefunden habe, dachte ich mir, okay, dann wird es Landau“, verrät die 23-Jährige.</p>
<p><strong>Typische Landau-Momente</strong></p>
<p>Sie brauchte nicht lange, um sich in der südpfälzischen Kleinstadt einzuleben. In ihren dreieinhalb Jahren, die sie nun in Landau verbracht hat, stieß sie immer wieder auf „typische Landau-Momente.“ Weshalb sie im vergangenen Sommer, den Entschluss fasste, ein Projekt zu gestalten, „das Landau das zurückgibt, was es für mich war.“ Und so entstand der Kurzfilm „Landau-Brille.“</p>
<p>Der rund fünf-minütige Film, der im September 2023 erschienen ist, soll all die Erfahrungen und typischen Momente, die Kind mit Landau verbindet, szenisch darstellen und sowohl Erstsemestern als auch anderen Neuankömmlingen einen ersten Eindruck der Stadt vermitteln. Besonders Studierende, die laut Film meist den „Spagat zwischen frei sein und finanziellen Grenzen“ meistern müssen, sollen sich in den Aussagen des Films wiederfinden.</p>
<p><strong>„Da studieren, wo andere Urlaub machen“</strong></p>
<p>„Es schließen sich andauernd Kreise. Die einen kennt man von WGs, andere von Partys oder vom Zusammenarbeiten. Und plötzlich kennen sich alle auch untereinander“, verrät Kind. „Landau hebt den Spruch, man sieht sich immer zwei Mal im Leben auf ein völlig neues Niveau. Man trifft sich zufällig fünf Mal pro Tag“, heißt es dazu im Film. Landau sei eben eine kleine, familiäre Stadt, wo sich jeder kennt. „Ich habe es auch noch nie erlebt, dass man im Gespräch direkt verrät, wo man wohnt. In anderen Städten ist das sehr privat“, sagt Kind.</p>
<p>„Da studieren, wo andere Urlaub machen.“ Dass die Pfalz als „Toskana von Deutschland“ bezeichnet wird, kann die Studentin verstehen. Sie findet die Landschaft schöner als in ihrer Heimat Thüringen. Den Anblick von Weinbergen findet sie beruhigend. Wenn sie nach Hause fährt, bringt sie immer „ein Weinchen“ aus der Pfalz mit. Die Ausdrücke „Alla hopp“ und „ajoo“ haben sich mittlerweile tief in ihrem Wortschatz verankert. „Das ist schon schlimm. Besonders bei Telefonaten erwische ich mich selbst dabei“, verrät Kind mit einem Schmunzeln.</p>
<p>„Nichts ist genug, weil alles möglich ist.“ Der Film spricht auch Themen an, die nicht spezifisch auf Landau abzielen, sondern eher ein „Fluch unserer Generation sind“, sagt die 23-Jährige. „Wir haben so viele Möglichkeiten und uns werden so viele Informationen gegeben, dass man gar kein Ende finden kann.“ Landau sei hierfür gar kein schlechtes Pflaster, da die Möglichkeiten überschaubar sind, findet sie.</p>
<p><strong>Die Welt mit anderen Augen sehen</strong></p>
<p>Nach anfänglichen Bedenken hat die Studentin nun also einen besonderen Blick auf Landau, sieht die Stadt positiv und fühlt sich wohl. Als hätte sie eine rosarote Brille auf. „Es ist schön hier und ich liebe es. Wenn man hier länger lebt, sieht man die Welt mit anderen Augen, als würde einem eine Brille aufgesetzt. Die Landau-Brille“, schwärmt Kind.</p>
<p>Die rote Brille, auf der mit einem weißen Tipp-Ex Landau steht, ist das zentrale Element des Films. Auf die Idee kam sie, als sie eine Freundin besuchte: „Ich wollte einen besonderen Kniff für den Film haben. Da habe ich einen Comic gesehen, der an der Wand einer Freundin hing, auf dem stand: 'the yellow tinted lenses', also gelb getönte Gläser auf deutsch. Da kam mir die Idee mit der Brille.“</p>
<p><strong>„Ich habe Gänsehaut bekommen“</strong></p>
<p>Kind fing an, das Drehbuch zu schreiben, machte ein paar erste Aufnahmeversuche mit dem Handy und lies eine Freundin das Voice-Over, also die Sprecherstimme im Hintergrund des Films, einsprechen. Zu dem Zeitpunkt hatte sie noch nicht vor, das Video der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch weil sie zuvor noch nie einen Film gedreht oder geschnitten hatte. „Ich war überfordert, aber dann habe ich Tim im Unisport-Parkour kennengelernt“, erinnert sie sich.</p>
<p>Als Frieda Kind eben jenen Tim Müller im Unisport kennenlernte, erwähnte dieser, dass er gerne Videos produziert und sogar Grafikdesign im Fernstudium an der Diploma Hochschule in Nordhessen studiert. „Frieda hat mich angesprochen und mir die Idee vorgestellt. Sie hatte schon ein Skript, eine Galerie mit Handyvideos und die erste Version des Voice-Overs. Ich komme nicht aus Landau, aber das alles hat mir direkt das Gefühl von Landau vermittelt und ich habe sogar Gänsehaut bekommen. Da war ich sofort dabei“, erzählt Müller.</p>
<p><strong>Mit Longboard und Inline-Skates durch Landau</strong></p>
<p>Kind plante nun eine Route durch Landau. Vom Bahnhof zur Uni, über Schiller- und Goethepark zum ehemaligen Landesgartenschaugelände und zurück. Ausgestattet mit Longboard und Inline-Skates filmten die beiden dann unzählige Videos der Stadt. Auch auf dem Landauer Sommer und der Fête de la Musique sammelten sie Videoschnipsel für den Film. Als Protagonisten sind überwiegend Landauer Studierende zu sehen, Kind selbst hat nur kleine Kurzauftritte. Sie betont, dass im Film nicht sie selbst, sondern eben Landau und seine Menschen im Vordergrund stehen sollen.</p>
<p>Müller machte den Erstschnitt, in der Folge setzten sich die beiden dann immer wieder zusammen, um in ihrer Freizeit neben dem Studium an dem Projekt zu arbeiten. Durch die verschiedenen Kameraperspektiven, Kamerafahrten und die Voice-Over-Stimme sowie die stimmungsvolle Musik im Hintergrund wirkt der Film wie ein cineastischer Trailer. „Ich bin Tim unheimlich dankbar, dass er dabei war“, betont Kind. „Erst durch ihn habe ich gemerkt, dass aus dem kleinen Projekt doch etwas Größeres werden könnte.“ Der Karlsruher Student sei mittlerweile so oft in Landau, dass auch er die metaphorische Landau-Brille trägt: „Auch ich habe ständig diese Landau-Momente. Gerade das fünf Mal am Tag treffen ist heftig.“</p>
<p><strong>Filmpreis bei La.Meko</strong></p>
<p>Bald entstand bei den beiden die Überlegung, den fertigen Film beim Internationalen Kurzfilmfestival Landau La.Meko einzureichen. Das war aber gar nicht nötig. Denn die Veranstalter des Festivals kamen auf die beiden zu. Kinds und Müllers Kurzfilm-Produktion wurde im vergangenen Dezember beim La.Meko gezeigt und erhielt sogar den Preis für die beste regionale Dokumentation.</p>
<p>Wie geht es nun weiter für die beiden jungen Filmemacher? Konkrete Projekte haben die beiden keine geplant, vorstellen können sie es sich aber schon, einen weiteren Film zu produzieren. „Menschen kommen und gehen, ziehen her für das Studium oder bleiben hier einfach hängen“, heißt es im Film. Es gebe in Landau eben jene, die länger bleiben und jene, die nur zur Durchreise hier sind, erklärt Kind. In beiden Fällen sei die Stadt aber kein Ort für schnelle Bekanntschaften, sondern für tiefe Freundschaften. Und auch, wenn es Kind aufgrund des Masterstudiums wieder aus Landau wegzieht, so wird ihre Zeit in der Südpfalz für sie immer ein schönes Kapitel bleiben und die Landau-Brille wird sie stets begleiten.</p>
<p>Den Film „Landau-Brille“ gibt es  auf YouTube zu sehen.</p>
<p>Text: Felix Schönhöfer</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 May 2024 07:18:57 +0200</pubDate>
                        <title>Fünf Dinge, die alle Studierenden in Landau erlebt haben sollten</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/fuenf-dinge-die-alle-studierenden-in-landau-erlebt-haben-sollten</link>
                        <description>Lena Frohn steht kurz vor den Abschluss ihres Bachelor-Studiums. Ihr weiterer Werdegang führt sie aus der Pfalz hinaus. Mit einer fertigen Bachelorarbeit zu politischer Kommunikation auf Social ֱ und gepackten Umzugskartons im Nacken blickt sie noch einmal zurück auf die Zeit, die sie in Landau verbracht hat. In dieser Kolumne hat sie ihre persönlichen Landau-Essentials zusammengestellt: Orte und Erlebnisse, ohne die das Leben in Landau nicht dasselbe wäre und die sie nur jedem und jeder ans Herz legen kann. Für Neulinge zum Reinschnuppern ebenso wie für alte Hasen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Lena Frohn steht kurz vor den Abschluss ihres Bachelor-Studiums. Ihr weiterer Werdegang führt sie aus der Pfalz hinaus. Mit einer fertigen Bachelorarbeit zu politischer Kommunikation auf Social ֱ und gepackten Umzugskartons im Nacken blickt sie noch einmal zurück auf die Zeit, die sie in Landau verbracht hat. In dieser Kolumne hat sie ihre persönlichen Landau-Essentials zusammengestellt: Orte und Erlebnisse, ohne die das Leben in Landau nicht dasselbe wäre und die sie nur jedem und jeder ans Herz legen kann. Für Neulinge zum Reinschnuppern ebenso wie für alte Hasen.</strong></i></p>
<p><strong>1. Die Cafés</strong></p>
<p>Als ich im Herbst 2020 das erste Mal nach Landau kam, betraf eine meiner ersten Recherchen die veganen Essensmöglichkeiten. Für mich als damals frisch gebackene Veganerin war vollkommen klar, dass das Angebot an vegan-freundlichen Restaurants und Cafés immer eine Rolle in der Wahl meines Wohnortes spielen würde. In der Gegend, aus der ich komme, tendiert dieses Angebot gegen Null, weshalb die damalige Landauer Auswahl mir geradezu paradiesisch vorkam. Dabei wurde das Landauer Stadtbild noch während meiner Studienzeit um einige solcher Cafés ergänzt. Vor allem das Café Cosmo und das Café Zur Krumbeere haben zeitweise eher die Rolle meines Wohnzimmers eingenommen. Für eine verhältnismäßig kleine Stadt hat Landau einen unfassbar heimeligen Öko-Charme, der sich in der stetig wachsenden Anzahl von hippen Cafés mit sozialökologischem Konzept widerspiegelt. Logisch, dass ich diese alle ausprobieren musste.</p>
<p><strong>2. Die Rote Kaserne</strong></p>
<p>Die Universität hat in Landau viele Außenstellen, sodass das Studierendenleben eng an das Stadtleben geknüpft ist. Keine von ihnen beschreibt diese Verbindung aus meiner Sicht so gut wie die Rote Kaserne: Dabei ist das Geburtshaus des Vaters des amerikanisch-politischen Cartoons, Thomas Nast, nicht einmal die schönste Außenstelle der Universität: Dieser Titel gebührt sicher dem prunkvollen Gebäude in der Xylanderstraße. In der Roten Kaserne haben viele der Mitarbeitenden der Sozialwissenschaften sowie der Soziologie ihre Büros und ihre Lehren. Als Studentin der  hatte ich vermutlich in jedem Semester mindestens eine Veranstaltung dort. Entsprechend verbinde ich prägende Momente aus meiner Studi-Zeit mit der alten Militärkaserne. Während dem Landauer Sommer (ein Festival in der Innenstadt) habe ich mit Freundinnen und Freunden draußen vor dem Gebäude getanzt und Pizza gegessen. An einem Samstag im Hochsommer saß ich dort Eis essend in einer Veranstaltung zu Mediensoziologie und diskutierte über das (un-)demokratische Potenzial sozialer Medien. Ich habe dort mehr als einmal verkatert in Seminaren gesessen und mir gewünscht, weniger dumme Dinge auf Partys gesagt und getan zu haben. Vielleicht kam es einmal sogar im Seminar zu einer kleinen Sekt-Probe. Auch die Abteilung der politischen Kommunikation, in der ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe, hat dort einige Veranstaltungen. In der Roten Kaserne habe ich daher auch meine Bachelorarbeit angemeldet, präsentiert und abgegeben. Im Laufe der Semester habe ich dort auch viele spannende Referate gehalten, die mich letztlich alle direkt oder indirekt zu meiner Begeisterung für politische Kommunikation gebracht haben. Kurzum: Ich habe in diesem Gebäude alle Gefühle durchlebt, die zu einem guten Studierendenleben dazugehören. Und jedes einzelne von ihnen hat mir etwas gebracht.<br><br><strong>3.&nbsp;Schorlewanderung zur Kleinen Kalmit</strong></p>
<p>Na gut, es muss nicht unbedingt eine Schorlewanderung sein. Man kann auch eine ganz normale Wanderung zur Kleinen Kalmit machen. Von der höchsten Erhebung im Rheingraben hat man einen wundervollen Ausblick auf den Pfälzerwald. Wer das volle Programm haben will, macht die Pilgerrunden am ersten Mai mit. Jedes Jahr bleibt auf der gesamten Kleinen Kalmit nahezu kein Fleckchen Wiese frei, weil überall Menschen auf Picknickdecken und Dubbegläsern (das sind die Pfälzer Schobbegläser mit runden Einbuchtungen für einen sicheren Halt) in der Hand sitzen. Die etwa anderthalb Stunden, die man dorthin braucht (je nach dem, wie viele Pausen eingelegt werden) lohnen sich aber in jeder Jahreszeit. Blöd nur, wenn es auf dem Rückweg anderthalb Stunden regnet und man ständig im Matsch ausrutscht. Mittlerweile finde ich den Weg hin und zurück aber bei jeder Wetterlage.</p>
<p><strong>4. Marktsamstage</strong></p>
<p>Das ist eines der Dinge, die ich am meisten vermissen werde: Samstagsmorgens in der Sonne auf dem Marktplatz zu sitzen, neben mir ein mit regionalem Obst und Gemüse gefüllter Jutebeutel. Vor mir ein Cappuccino und ein Schokocroissant vom besten Bäckerei-Stand des ganzen Marktes. Am besten schmecken sie, wenn man sie noch ein wenig in den Kaffee tunkt. Einer der schönsten Aspekte an diesen Morgenden war immer ihre Spontanität. Weil Landau so klein ist, sind alle nah beieinander. Meist habe ich auf dem Weg zum Markt eine schnelle Nachricht geschrieben, sowas wie „Gleich Kaffee am Marktplatz?“ Beim Kaufen des Obsts und des Gemüses ließ ich mir alle Zeit der Welt, meistens steht man ohnehin in irgendeiner Schlange und hört den Bestellungen der Menschen vor einem zu. Dabei kann man sich im Übrigen gut inspirieren lassen, was man denn nun eigentlich kaufen will; denn meistens bin ich weniger für das Gemüse und mehr für das schöne Gefühl auf dem Markt einkaufen gegangen. Mal ganz davon abgesehen, dass das für durchschnittliche Studierende finanziell ohnehin nicht drin ist, muss man auf dem Markt nicht kiloweise Grumbeeren (Pfälzisch für Kartoffel) und Spitzkohl kaufen, um sich gut zu fühlen. Manchmal reichen schon ein paar Äpfel. Nur das Schokocroissant ist ein absolutes Muss.</p>
<p><strong>5. Sport an der LGS</strong></p>
<p>Das ehemalige Landesgartenschaugelände (LGS) darf in keiner Beschreibung Landaus fehlen. In meinen ersten Semestern fand ein großer Teil meiner Freizeit dort statt, weil man sich aufgrund der Pandemie nur draußen treffen konnte. Angefangen hat es damit, dass wir in den Sportanlagen etwas hinter dem Park Basketball gespielt haben, irgendwann ist daraus Volleyball geworden, manchmal auch Spike Ball. Weil die LGS im äußersten Süden Landaus liegt, spazierten wir oft gemeinsam zurück in Richtung Stadt, wobei sich nach und nach alle verabschiedeten. Manchmal gab es noch ein Eis für den Heimweg. Diese Tage haben mir geholfen, die Pandemie zu überstehen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aufgrund des Lockdowns noch keinen einzigen Hörsaal von innen gesehen.</p>
<p>Natürlich gibt es noch mehr Orte und Erlebnisse, die Landau auszeichnen. Zum Beispiel die vielen Lernpausen, die ich unter den Bauglockenbäumen am Campus gemacht habe oder die Universitätsbibliothek, die ich in den Klausurenphasen mindestens so gut kannte wie mein eigenes Zu Hause . Aber diese fünf Dinge findet man in der Art nur in Landau. Als ich vor vier Jahren hergezogen bin, hätte ich nie gedacht, dass ich bei meinem Auszug so ein einzigartiges Lebensgefühl verlassen würde. Der Abschied fällt mir nicht ganz leicht, doch ich weiß: Ich komme sicher noch einmal wieder.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 10 May 2024 12:32:40 +0200</pubDate>
                        <title>Ausgezeichnete Lehre in Geographie an der ֱ in Landau</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/ausgezeichnete-lehre-in-geographie-an-der-rptu-in-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Das Projekt „VereinsKomPass Klimaanpassung“ der AG Geographiedidaktik an der ֱ in Landau, wurde 2023 mit dem Preis für Hochschullehre in Geographie ausgezeichnet. Das Lehrkonzept folgt dem Konzept des Service-Learning, das Wissenschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet und die Studierenden durch die Kooperation mit Ehrenamtlichen Vereinsakteurinnen und -akteuren über den Tellerrand blicken lässt. Projektmitarbeiterin Teagan Wernicke spricht im Interview mit Campusreporterin Anne Papenfuß über das Besondere des Lehrkonzepts und was die Studierenden sowie Vereinsmitglieder aus der Zusammenarbeit mitnehmen. Und Student Jakob Stapf gibt Einblick in die Herausforderungen und neu gewonnenen Erkenntnisse in der Kooperation mit einem regionalen Ruderclub und was er durch das Projekt gelernt hat.</strong></i></p>
<p><strong>Teagan, was macht das Lehrkonzept aus?</strong></p>
<p>Das Projektseminar verfolgt das Konzept des Service-Learning, das Lernen durch Engagement. Die Studierenden werden in der ersten Hälfte des Seminars fachlich und methodisch geschult, erhalten wissenschaftlichen Input zu Folgen und Auswirkungen des Klimawandels, zu Klimaanpassungen sowie Klimakommunikation von Dozierenden und externen Experten. In der zweiten Hälfte des Seminars entwickeln die Studierenden in Kooperation mit ehrenamtlichen Vereinen in der Region, zum Beispiel Jugendzentren, Kleingarten-, oder Fußballvereinen, sogenannte Risikoanalysen und Anpassungsempfehlungen auf die Vereinsarbeit. Die Masterstudierenden im Lehramtsstudiengang Geographie besuchen parallel ein Filmseminar, um die Durchführung sowie die erzielten Ergebnisse in einem Kurzfilm festzuhalten. Auf der Webseite der  sind die bisher entstandenen Kurzfilme zu sehen.</p>
<p><strong>Was ist für dich das Besondere daran?</strong></p>
<p>Für mich ist das Besondere, dass die Studierenden über den Tellerrand schauen und eine andere Perspektive einnehmen. Sie haben das Gefühl, dass sie ihr Wissen sinnvoll einsetzen und etwas in der Gesellschaft bewirken. Es findet eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe statt, denn auch die Vereinsmitglieder haben die Möglichkeit, ihr Wissen zu teilen. Diese transdisziplinäre Zusammenarbeit hilft der Wissenschaft ungemein und die Studierenden werden zu Brückenbildnern zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.</p>
<p><strong>Was sollen die Studierenden aus diesem Seminar mitnehmen?</strong></p>
<p>Die Studierenden sollen in diesem Seminar, neben den theoretischen Inhalten, ihre Kompetenzen im Projekt- und Zeitmanagement sowie der Kommunikation erweitern. Diese Fähigkeiten werden während des Seminars besonders erprobt. In Bezug auf die Kommunikation ist vor allem die Zusammenarbeit mit den Vereinsmitgliedern spannend, denn die Studierenden müssen lernen, zielgruppenspezifisch zu kommunizieren und didaktisch zu arbeiten. Am Anfang fragen sich viele Studierende, wie sie das Projekt zeitlich überhaupt schaffen sollen, doch am Ende haben sich alle dieser Herausforderung gestellt und können stolz auf sich sein. Ich bin es auf jeden Fall.</p>
<p><strong>Teagan, das Seminar wurde 2023 mit dem Preis für Hochschullehre Geographie ausgezeichnet. Wie kamt ihr zu diesem Preis?</strong></p>
<p>Alle zwei Jahre wird der Preis für herausragende Leistungen in der geographischen Lehre des Verbands für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen (VGDH) verliehen. Wir haben uns für den Preis beworben und hatten vergangenes Jahr tatsächlich die Ehre, ihn entgegenzunehmen. Wir, das sind Svenja Brockmüller, die das Projekt ins Leben gerufen hat, Jan Göppel, Anna-Maria Woszczyk und ich.</p>
<p><strong>Was sagen die Vereinsmitglieder über das Projekt?</strong></p>
<p>Die Vereinsmitglieder freuen sich darüber, dass die Studierenden so hilfsbereit sind. Sie nehmen sich Zeit, um mit ihnen zu sprechen und sind sehr engagiert. Auch wenn den Mitgliedern die Probleme in Bezug auf den Klimawandel bereits bekannt sind, wissen sie oft nicht, was sie dagegen tun können. In Zusammenarbeit mit den Studierenden erhalten sie Empfehlungen und Strategien und lernen, wie sie diese bewusst umsetzen können. Die meisten Vereine handeln schon sehr klimabewusst, indem sie auf LED-Lampen wechseln, vegetarisches Essen anbieten oder sich Gedanken über Müllvermeidung machen. Das sind schon wichtige Schritte. Die Studierenden machen darüber hinaus Vorschläge zur Klimaanpassung. Bei einem Fußballverein zum Beispiel könnten die Trainingszeiten an das Klima angepasst werden, damit der Körper an heißen Tagen nicht überlastet wird. Eine weitere Anpassung könnte zum Beispiel am Boden des Fußballplatzes vorgenommen werden, damit das Wasser an regnerischen Tagen besser abfließen kann.</p>
<p><strong>Warum braucht es deiner Meinung nach dieses Projekt?</strong></p>
<p>Der Klimawandel betrifft uns alle in unserem Alltag und wir müssen spätestens jetzt anfangen, etwas zu verändern. Es ist sehr wichtig über Klimawandel, Klimaanpassung und Klimaschutz nachzudenken und darüber zu sprechen. Wenn wir das nicht tun, werden wir auch nichts verändern. Mit dem Projektseminar wollen wir ein Bewusstsein schaffen, indem wir die Vereine vor Ort besuchen und die Kommunikation suchen. Viele Vereine meldeten uns zurück, dass sie bereits vor dem Projekt Probleme feststellten und versuchten, damit umzugehen. Die Studierenden konnten sie wissenschaftlich unterstützen und neue Impulse geben. Es geht nicht darum, in sechs Monaten so viel wie möglich umzusetzen oder zu kontrollieren, ob alle Empfehlungen umgesetzt wurden, sondern die Saat für Ideen zu legen, die die Vereine selbständig weiterführen und wachsen lassen können.</p>
<p><strong>Jakob Stapf, warum hast du das Seminar belegt?</strong></p>
<p>Ich studiere den Masterstudiengang  und habe in Landau auch meinen Bachelor im Studiengang  gemacht. Mit der Herausforderung, naturwissenschaftliches Wissen in gesellschaftliche Systeme zu bringen, beschäftige ich mich durch meinen Bachelorstudiengang schon länger und ich finde es wichtig, Wege dafür zu finden. Im Masterstudiengang wird den Studierenden eine große Wahlfreiheit im Modulplan gegeben. Da die meisten anderen Veranstaltungen eher rein naturwissenschaftlich aufgebaut sind, habe ich mich darauf gefreut, in diesem Seminar mehr auf die sozialen Folgen der Klimakrise zu schauen.</p>
<p><strong>Welche Vorteile siehst du in dem Seminar?</strong></p>
<p>Ich sehe es als Vorteil, die Folgen der Klimakrise auf regionaler Ebene zu betrachten und dabei auf unterschiedlichste Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft zu treffen. Die lockere, familiäre Atmosphäre im recht kleinen Kurs und die nette Betreuung durch Teagan Wernicke haben dazu geführt, dass Lerninhalte nachhaltig vermittelt wurden und wir uns auch in schwierigeren Phasen der Gruppenarbeit nicht allein gelassen gefühlt haben.</p>
<p><strong>Was waren die Herausforderungen?</strong></p>
<p>Es war zeitlich knapp, innerhalb von nur einem Semester Kooperationen mit lokalen Vereinen inklusive Videodreh zu organisieren. Meine Gruppe hatte sich entschieden, den Kontakt zu einem lokalen Ruderverein herzustellen. Dessen Mitglieder haben sich im Winter deutlich weniger aktiv vor Ort getroffen, um über unser Anliegen zu sprechen, als es vielleicht im Sommer der Fall gewesen wäre. Die Kontaktaufnahme lief daher zunächst eher schleppend. Umso positiver überrascht wurden wir dann in der eigentlichen Arbeitsphase von deren breiter Unterstützung als Interviewpartner und dem allgemeinen Interesse an unseren Themen.</p>
<p><strong>Was hast du sowohl fachlich als auch überfachlich aus dem Seminar mitnehmen können?</strong></p>
<p>In der Regel werden komplexe Umweltprobleme wie der Klimawandel in Vorlesungen eher auf globaler Ebene betrachtet. Das ist vor dem Hintergrund der gewaltigen Bedrohungslage auch gerechtfertigt. Dennoch geht dadurch oft der Blick dafür verloren, was die enormen Veränderungen eigentlich für mich und die Menschen in meinem Umfeld, meiner Region bedeuten. Was die Hitzeentwicklungen angeht, habe ich dort zum Beispiel gelernt, dass die Pfalz innerhalb Deutschlands zu den Risiko-Regionen mit potenziell besonders hohen Temperaturanstiegen in den nächsten 30 Jahren gehört. Diese beunruhigende Nachricht ist mir so vorher noch nicht begegnet. Es scheint mir aber besonders wichtig, Menschen, die in solchen Regionen leben, darüber zu informieren, um rechtzeitig wirksame Anpassungsmaßnahmen umsetzen zu können.</p>
<p><strong>Was waren die Probleme des Vereins?</strong></p>
<p>Im Interview mit den älteren Vereinsmitgliedern bekamen wir Erfahrungsberichte über bereits stattfindende klimatische Veränderungen und was sie für die Entwicklung des Rudersports in unserer Region in den vergangenen 30 Jahren bedeuteten. Der Ruderclub hat einen kleines Hafenbecken am Rhein. Das ist wohl bis in die 90er Jahre im Winter noch regelmäßig zugefroren, sodass es dann gar keine Möglichkeit zum Rudern gab. Mittlerweile üben Mitglieder des Vereins ihren Sport das ganze Jahr über aus - eher gehen sogar Tage im Sommer wegen Hitze wieder verloren. Ein Problem für den Verein stellen sinkende Wasserstände dar. Als Ruderreviere werden hauptsächlich die Altrheinarme um Germersheim genutzt. Bei den Niedrigwasserereignissen des Rheins in den vergangenen Jahren war es immer wieder fraglich, ob diese noch befahren werden können, ohne einen Schaden am Boot zu riskieren. Bisher kam es noch nicht zu Einschränkungen, aber die Mitglieder gehen fest davon aus, dass es in den nächsten Jahren zum Problem werden wird.</p>
<p><strong>Auf welche Ideen seid ihr in der Kooperation gekommen?</strong></p>
<p>Wir sind mit dem Ruderverein, mit dem wir kooperiert haben, zu dem Schluss gekommen, dass man sensibler für Hitzeereignisse werden muss. Vor allem für die alten und jungen Mitglieder können Hitzetage gefährlich werden. Außerdem ist die Gefahr durch UV-Strahlen für Haut und Augen auf dem Wasser durch die Reflexionen deutlich erhöht. Einer der Experten im Kurs hatte uns dann darauf gebracht, dass die Einrichtung eines Hitzeschutzbeauftragten eine Möglichkeit wäre. Also eine Person, die im Vorhinein das Wettergeschehen im Auge behält, und bei Bedarf auf potenzielle Gefahren für Kinder und ältere Menschen hinweist. Ein vereinseigenes Sortiment an Sonnenschutzmitteln war eine weitere Idee. Außerdem könnte eine solche Person den Kontakt zu Beauftragten anderer Wassersportvereine halten und Erfahrungen austauschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><i><strong>Infokasten</strong></i></p>
<p><i>Das Projekt </i><i> wird im Rahmen des Seminars „Human-Environmental-Systems: Communication of Climate Change Adaptation between Science and Society” in den Masterstudiengängen Geographie (Modul 13 „Raum und Landschaft“) und Umweltwissenschaften (GEO1a „Mensch-Umwelt-Systeme“) an der ֱ in Landau angeboten. Durch das Konzept des Service-Learning wird gesellschaftliches Engagement mit der Schulung fachlicher, methodischer und sozialer Kompetenzen der Studierenden verbunden. Ziel des Projekts ist es, zur Bewusstseinsbildung von Ehrenamtlichen in Bezug auf regionale Klimafolgen beizutragen und in Kooperation mit Vereinsakteurinnen und -akteuren maßgeschneiderte Anpassungskonzepte zu erarbeiten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).</i></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 07 May 2024 14:19:33 +0200</pubDate>
                        <title>Vielseitig aufgestellt – mit dem Studienfach Integrative Sozialwissenschaften </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vielseitig-aufgestellt-mit-dem-studienfach-integrative-sozialwissenschaften</link>
                        <description>Eine Mischung aus Politikwissenschaften, Soziologie, Wirtschaft, Philosophie und Psychologie sei ihr Studiengang, berichtet Hanna-Lea Hackländer. Die Berufsperspektiven sind entsprechend vielfältig – und auch die praktischen Erfahrungen kommen während des Studiums nicht zu kurz: So hat sie ein Praktikum im Bundestag absolviert – und sich im Rahmen einer Exkursion nach Wien mit Außenpolitik und nuklearer Abrüstung beschäftigen können. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Eine Mischung aus Politikwissenschaften, Soziologie, Wirtschaft, Philosophie und Psychologie sei ihr Studiengang, berichtet Hanna-Lea Hackländer. Die Berufsperspektiven sind entsprechend vielfältig – und auch die praktischen Erfahrungen kommen während des Studiums nicht zu kurz: So hat sie ein Praktikum im Bundestag absolviert – und sich im Rahmen einer Exkursion nach Wien mit Außenpolitik und nuklearer Abrüstung beschäftigen können.</strong></i></p>
<p>„Ich studiere Integrative Sozialwissenschaften. Als meine Freunde das erste Mal davon hörten, dachten sie, dass ich Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Integration studiere. Doch das trifft es überhaupt nicht“, lacht Hanna-Lea Hackländer, die ursprünglich aus der Südpfalz stammt – und vor etwa vier Jahren für ihr Studium nach Kaiserslautern gekommen ist. Warum hat sie sich ausgerechnet für dieses Fach entschieden? „Nach dem Abitur war mir klar, dass ich in Richtung Politikwissenschaften gehen möchte. Zunächst dachte ich ans Lehramt. Doch dann habe ich herausgefunden, dass es den Studiengang Integrative Sozialwissenschaften gibt.“ Die damit einhergehende Vielfalt habe sie sofort angesprochen. Denn wie der Begriff „integrativ“ in der Namensgebung besagt, kombiniert das Studienfach gleich mehrere Disziplinen zu einem großen Ganzen: „Die Mischung, die dieser Studiengang zu bieten hat, ist weitaus mehr als das, was man sich gemeinhin unter den Sozialwissenschaften vorstellt. Es ist eine Kombination aus Politikwissenschaften, Soziologie, Wirtschaft, Philosophie und Psychologie.“ Die Studierenden besuchen zu all diesen Teilgebieten verschiedene Lehrveranstaltungen. „Das findet man in dieser Form ansonsten an keiner anderen Uni in Deutschland.“</p>
<p><strong>Bachelorarbeit über Extremismus-Forschung</strong></p>
<p>Mittlerweile studiert Hanna-Lea Hackländer im neunten Fachsemester. In ihrer demnächst anstehenden Bachelorarbeit soll es um Extremismus in Deutschland gehen: „Momentan recherchiere ich noch dazu. Die genaue Forschungsfrage meiner Bachelorarbeit steht noch nicht fest.“ Welche Wahlmöglichkeiten lässt ihr Studiengang zu? „Man kann im Bachelor zwischen den Schwerpunkten Politik und Soziologie wählen.“ Mit der neuen Prüfungsordnung komme ein dritter Schwerpunkt hinzu, die Erwachsenenbildung. Im Master sei darüber hinaus ein technischer Schwerpunkt möglich. Hanna-Lea Hackländer hat sich für den Fokus auf die Politikwissenschaften entschieden. „In der Schule hatte ich Sozialkunde als Leistungskurs. Dabei ging es unter anderem um politische Theorien. All das wollte ich weiter vertiefen." Zudem interessiere sie sich für Außenpolitik und Sicherheitspolitik.</p>
<p><strong>Praxis-Erfahrung im Bundestag</strong></p>
<p>Ihr Wissen erweitert sie darüber hinaus als studentische Hilfskraft im Fachgebiet Politikwissenschaften: Lehrveranstaltungen habe sie so bereits mit vorbereitet, selbst Tutorien gegeben: „In einem Tutorium habe ich mit Erstsemestern deren Einführungsvorlesung vertieft.“ Um wissenschaftliches Arbeiten ging es in einer weiteren von ihr organisierten Lehrveranstaltung: „Hier wurde dann beispielsweise erklärt, worauf es beim Schreiben einer wissenschaftlichen Hausarbeit ankommt.“</p>
<p>Einige Zeit habe sie für ihr Studium sogar in Berlin gelebt, erzählt Hanna-Lea Hackländer. Denn: Ihr Studiengang beinhaltet ein dreimonatiges Pflichtpraktikum. Im Büro einer Bundestagsabgeordneten konnte sie ihr Theorie-Wissen in die Praxis überführen. „Unter anderem habe ich für die Arbeit in den Ausschüssen recherchiert. Viele wissen ja nicht, dass die eigentliche Bundestagsarbeit in verschiedenen Ausschüssen stattfindet und eben nicht nur im Plenarsaal.“ Ebenso an Reden konnte sie mitwirken, eigene Ideen einbringen. „Das war alles unheimlich interessant.“</p>
<p><strong>Vor Ort in Wien: Nukleare Abrüstung und Außenpolitik im Blick</strong></p>
<p>Dass gewissermaßen „über den eigenen Tellerrand schauen“ das Motto ihres Studiengangs ist, unterstreicht eine einwöchige Exkursion, die sie gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen nach Wien unternommen hat. Organisiert wurde das Ganze von ihrem Fachbereich gemeinsam mit der Bundeswehr. Inhaltlich ging es unter anderem um nukleare Abrüstung: „Wir besuchten ein Seminar, bei dem wir viel über die Politik Österreichs erfahren durften. Wir haben das österreichische Bundesheer besucht, die deutsche Botschaft und Institute in Wien.“ Internationale Politik sei sehr komplex und vielschichtig, eine Erkenntnis, die sie vertiefen konnte. „Und wie sich internationale Beziehungen verändern können, beispielsweise aufgrund des Krieges in der Ukraine.“</p>
<p><strong>Politische Organisationen, Parlamente und Forschung: Berufsperspektiven gibt es viele</strong></p>
<p>Was macht man mit einem Abschluss in Integrative Sozialwissenschaften? „Manche denken, danach kann man nur Taxifahrer werden. Aber das ist natürlich nicht so“, schmunzelt Hanna-Lea Hackländer. „Es gibt viele Berufsfelder. Das war mir am Anfang gar nicht so bewusst.“ Nach einem Master-Abschluss könne man beispielsweise an der Uni bleiben und noch promovieren. Anschließend als Dozentin oder gar Professorin eine akademische Laufbahn einschlagen. Aber auch der Journalismus sei ein möglicher Karriereweg. Genauso kann man als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für Bundestagsabgeordnete arbeiten oder in einem Landesparlament. Zudem seien politische Organisationen ein potenzieller Arbeitgeber – ebenso Stiftungen. „Wir belegen in unserem Studiengang auch Lehrveranstaltungen im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung.“ Hier tun sich ebenfalls berufliche Perspektiven auf: Im Feld der Unternehmensberatung etwa.</p>
<p><strong>Hohe Lesebereitschaft gefragt</strong></p>
<p>Und was sollten Studieninteressierte oder Studienanfänger vorab wissen? „Sie müssen eine hohe Lesebereitschaft mitbringen. Während des gesamten Studiums liest man sehr viele wissenschaftliche Artikel.“ Wichtig sei zudem: „Man sollte sich bewusst sein, dass auch mathematische Kenntnisse erforderlich sind. Einige entscheiden sich für ein Studium im Bereich Sozialwissenschaften, weil sie nicht rechnen wollen. Doch das ist ein Fehler. Wir befassen uns im Studium mit Statistik und Datenerhebung. Das ist kein Schwerpunkt. Aber es gehört eben dazu.“ Und vor Gruppenarbeiten und dem Halten von Referaten sollte man ebenfalls nicht zurückschrecken. Hanna-Lea Hackländer ist sehr zufrieden mit der Wahl ihres Studiengangs. Wohin es sie später einmal zieht, weiß sie noch nicht genau: „Vielleicht in Richtung Lehre oder Beratung, mal schauen.“ Die Möglichkeiten sind – wie bereits im Studium – ausgesprochen vielfältig.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-15245</guid>
                        <pubDate>Mon, 15 Apr 2024 08:48:48 +0200</pubDate>
                        <title>Mitmachen beim Young Researchers Symposium: „Diese Erfahrung kann ich jedem empfehlen“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mitmachen-beim-young-researchers-symposium-diese-erfahrung-kann-ich-jedem-empfehlen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Auch in diesem Jahr bekommen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler beim Young Researchers Symposium (YRS) die Möglichkeit, ihr Forschungsthema einem – zum größten Teil – fachfremden Publikum zu präsentieren. Es geht darum, spannend, unterhaltsam und allgemein verständlich für das eigene Fachgebiet zu begeistern. Chemie-Doktorandin Annika Maria Pick, im Jahr 2022 Zweitplatzierte in der Kategorie Best Talk, berichtet, warum ihr die dort gemachten Erfahrungen auch für den weiteren Werdegang von Nutzen sein werden.</strong></i><br><br>Was haben der ehemalige American Football Spieler Steve Gleason und ein Eimer Eiswasser gemeinsam? Mit dieser Frage begann Annika Maria Pick im Sommer 2022 ihren Vortrag beim Young Researchers Symposium, eine Art Rede-Wettbewerb, bei dem sie auf allgemein verständliche Weise die Inhalte ihrer Doktorarbeit präsentieren durfte. „Mir war es wichtig, von Anfang an das Interesse der Zuhörenden zu wecken“, erklärt sie rückblickend. Und auch auf das Thema Gesundheit wollte sie eingehen, „damit können sich doch alle identifizieren.“ Denn: „Steve Gleason ist an der Nervenkrankheit ALS erkrankt. In der Ice Bucket Challenge begossen sich Prominente mit Eiswasser, um auf genau diese Erkrankung aufmerksam zu machen.“<br><br><strong>Als Chemie-Doktorandin die Grundlagen für medizinische Forschung entwickeln</strong><br><br>Um neurodegenerative Erkrankungen, wie Alzheimer, Epilepsie, aber eben auch ALS in Zukunft besser verstehen zu können, braucht es – vereinfacht gesagt – neue Analyse-Möglichkeiten. Methoden, die helfen, Vorgänge im Körper sichtbar zu machen. Genau hier setzt die 2021 begonnene Promotion von Annika Maria Pick an: „In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Zink. Im Gegensatz zu anderen Spurenelementen, wie etwa Eisen, weiß man über dessen Wirkung im Körper noch nicht ganz so viel. Das liegt vor allem daran, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt, Zink im Körper zu beobachten.“ Also, wo und wie verteilt es sich – und in welchen Mengen? Man wisse bereits, dass Zink für die Lern- und Gedächtnisfunktionen wichtig ist, „also für unser Gehirn und das zentrale Nervensystem“ – und damit wahrscheinlich auch bei der Entstehung von Neurodegeneration eine Rolle spielt.<br><br>Das konkrete Ziel ihrer Doktorarbeit: Mit den Methoden der Chemie bestimmte Substanzen entwickeln, die an Zink binden, um es so kenntlich zu machen. „Man kann sich das wie eine Art Glühbirne vorstellen. Wenn Zink an diese Glühbirne andockt, dann fängt sie an zu leuchten.“ Darauf aufbauend ließe sich das Spurenelement irgendwann dann auch im Körper beobachten: „Forschende der Biologie und später auch Medizin könnten sich so beispielsweise anschauen, welche Unterschiede hinsichtlich des Zink-Aufkommens zwischen gesunden Nervenzellen und kranken Zellen bestehen.“ Was ist die größte Herausforderung bei ihrem Forschungsprojekt? „Man überlegt sich in der Theorie, wie die Moleküle wirken sollen und malt dazu passende Strukturen auf ein Blatt Papier. Später muss man dann im Experiment zeigen, dass dies auch wirklich so funktioniert. Und das ist nicht immer ganz einfach.“</p>
<p><strong>„Die Atmosphäre vor Ort war sehr entspannt. Alle gingen sehr wohlwollend und locker aufeinander zu“</strong><br><br>Doch zurück zum Young Researchers Symposium: Der TU-Nachwuchsring und das Leistungszentrum Simulations- und Softwarebasierte Innovation veranstalten alle zwei Jahre diesen interdisziplinären Wettbewerb, der sich gezielt an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtet. Gekürt werden die spannendsten Vorträge und die besten Poster. Warum hat Annika Maria Pick mitgemacht? „Ich hatte einfach Lust. Ich wollte ausprobieren, wie es ist, vor einem fachfremden Publikum einen Vortag zu halten.“ Sie bewarb sich, erhielt eine Zusage, arbeitete ihren Vortag aus, – der übrigens auf Englisch gehalten wird – und probte diesen vor ihrem Arbeitskreis. „Als dann der große Tag da war, war ich unfassbar aufgeregt, weil ich noch nie vor so vielen Menschen einen Vortrag halten durfte.“ Doch die Aufregung legte sich schnell: „Die Atmosphäre vor Ort war sehr entspannt. Alle gingen sehr wohlwollend und locker aufeinander zu.“<br><br>Als eine von insgesamt vierzehn Vortragenden versuchte Annika Maria Pick das Publikum auch visuell mitzunehmen, mit Grafiken und einfachen Erklärungen. „Man macht an der einen oder anderen Stelle dann auch schon mal einen Witz.“ Überhaupt gingen die Teilnehmenden viel offener und freier an die Sache heran, als es ansonsten bei Fachvorträgen üblich ist. Am Vormittag hielt Annika Maria Pick ihren Vortrag – konnte sich anschließend entspannt die anderen Redebeiträge anhören – und sich mit den vor Ort ausgestellten Postern zu verschiedenen Wissenschaftsprojekten beschäftigen: „Es war interessant zu sehen, wie vielfältig die Forschung an der ֱ ist. Das war mir vorher gar nicht so bewusst.“</p>
<p><strong>„Später im Berufsleben muss man Forschung auch einfach und spannend erklären können“</strong><br><br>Seitdem sind fast zwei Jahre vergangen. Ende des Jahres hofft Annika Maria Pick die Experimente ihrer Doktorarbeit abschließen zu können. Die Verteidigung ihrer Arbeit steht wohl im Frühjahr 2025 an. Welches Resümee zieht sie aus ihrer Promotionszeit? „Bei meiner Betreuerin, Professorin Sabine Becker und in meinem Arbeitskreis fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Wir tauschen uns viel untereinander aus und unternehmen auch privat Dinge zusammen.“ Ursprünglich kommt die heute 27-Jährige aus der Eifel, habe sich damals zu Beginn ihres Studiums bewusst für Kaiserslautern entschieden, wie sie berichtet: „Beim Studieninfotag haben mir der Campus und die Nähe zur Natur sehr gut gefallen. Alles hat sich gleich vertraut angefühlt.“<br><br>Beim YRS belegte Annika Maria Pick den zweiten Platz in der Kategorie Best Talk. Was nimmt sie mit? „Ich gehe jetzt viel lockerer und selbstbewusster an Vorträge ran.“ Und übrigens – die Fähigkeit, Dinge einfach, aber dennoch spannend erklären zu können, sei auch für ihren weiteren Werdegang wichtig, wie sie noch ergänzt: „Ich möchte in der Forschung bleiben, vielleicht in einer leitenden Position, beispielsweise in der Pharmabranche. Da ist es wichtig, dass man bei Forschungsanträgen für sein Vorhaben werben kann. Oder auch bei Kooperationspartnern Interesse für etwas wecken kann.“<br><br>Und heute mit einem gewissen Abstand betrachtet – was würde sie zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des YRS empfehlen? „Habt den Mut, Euch auszuprobieren. Nutzt die Möglichkeit, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Der ganze Tag und alles drum herum ist unheimlich spannend. Diese Erfahrung kann ich jedem nur empfehlen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 01 Apr 2024 10:44:00 +0200</pubDate>
                        <title>Von Kaiserslautern nach Paris – Wettbewerb öffnet Türen in die Welt der internationalen Forschung </title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/von-kaiserslautern-nach-paris-wettbewerb-oeffnet-tueren-in-die-welt-der-internationalen-forschung</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Was wäre, wenn eine Alge die Gewässerverschmutzung beenden könnte? Diese Frage haben sich sechs Studierende der ֱ in Kaiserslautern gestellt. Mit ihrer Idee nahmen sie am größten internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie teil. Team-Mitglied Luca Langenberg berichtet im Interview, wie diese Erfahrung ihn menschlich und professionell geprägt hat.</strong></i><br><br>„Bei iGEM erwirbst du Kompetenzen, die du sonst nirgendwo schon so früh erhalten kannst“, erklärt Luca Langenberg, Bachelor-Student der Molekularen Biologie. Dabei steht das Kürzel für „international genetically engineered Machine“. Tatsächlich ist iGEM der größte internationale Wettbewerb für synthetische Biologie und findet alljährlich in Paris statt. Daran dürfen nur Master- sowie Bachelor-Studierende teilnehmen, die jeweils in Overgrad-Teams und Undergrad-Teams eingeteilt werden. Kein Wunder, dass der 23-jährige so begeistert ist: „Studis aus aller Welt können sich untereinander austauschen und Kontakte mit anderen Universitäten, Dozierenden oder Firmen knüpfen.“<br><br>Ein Jahr lang hat das sechsköpfige ֱ-Team an seiner Idee gearbeitet, mit der es das Wettbewerbsfinale im November 2023 bestritten hat. Auch im Nachgang arbeiten sie weiter an „CYPurify“. Was kompliziert klingt „ist eigentlich ganz einfach“, so Luca Langenberg. Grundidee ist es, mittels des CYP-Enzyms Gewässer von toxischen Substanzen aufzureinigen. „Diese CYP-Enzyme finden sich in verschiedenen Varianten in jedem Organismus. Sie sind unter anderem für den Auf- und Abbau von Stoffen verantwortlich. Dabei gibt es für jede toxische Substanz ein solches Enzym. Bei uns Menschen sind sie zum Beispiel in der Leber angesiedelt und übernehmen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung.“<br><br>Das iGEM-Team fragte sich daher: Warum sollte dieser Entgiftungsprozess nicht auch in Gewässern funktionieren, die durch toxische Substanzen verunreinigt worden sind? „Alle reden über Plastik in den Ozeanen, aber die vielen Rückstände von Insektiziden, Herbiziden oder Medikamenten sind ein mindestens genau so großes Problem“, erklärt Langenberg.<br><br>Tatsächlich gibt es kaum ein Gewässer, das frei von solchen giftigen Substanzen ist. So sorgen Östrogen-Rückstände der Anti-Baby-Pille etwa dafür, dass männliche Fische Eier statt Spermien produzieren und so die Fortpflanzung gehemmt wird. Solche für Gewässer giftigen Substanzen müssten in Kläranlagen gefiltert werden. Hier kommt nun CYPurify ins Spiel: „Vereinfacht gesagt haben wir die Enzyme aus unterschiedlichen Organismen herausgesucht und deren Gene in die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii eingebaut“, erklärt der Student. Der Idee nach platziert man nun die Algen in dem belasteten Gewässer und kann es so aufreinigen. „Wir haben im Labor festgestellt, dass eines unserer Enzyme das Estradiol aus der Anti-Baby-Pille abbaut. Dies müsste auch im Gewässer möglich sein. In welchem Ausmaß man es dort einsetzen könnte, müsste aber erst untersucht werden.“<br><br>Die meiste Arbeit des Teams hat im Labor stattgefunden, wo es Toxizitätstests durchgeführt hat und versucht hat, das Projekt möglichst realitätsnah umzusetzen. „Letztlich müsste man die gentechnisch veränderten Algen in die Gewässer bringen“, so Langenberg. In der Praxis hat das Team sein Vorhaben allerdings nicht getestet, da mit genetisch veränderten Organismen aufgrund von EU-Vorschriften nur im Labor gearbeitet werden darf.<br><br>Nach monatelanger Arbeit war es im November so weit. Für das Team ging es nach Paris zum Finale, um dort das Projekt vorzustellen. „Wir haben eine Gold-Medaille bekommen, weil wir ein rundum gutes Projekt hatten und im Bereich plant synthetic biology Exzellenz gezeigt haben“, erläutert Luca.<br><br>Dieser Erfolg hatte allerdings auch seinen Preis: Da das Kaiserslauter iGEM-Team mit sechs Mitgliedern relativ klein war, musste jeder seinen Beitrag leisten.<br><br>Langenberg: „Ich habe ein knappes halbes Jahr sieben Tage die Woche etwa zwölf Stunden sowohl im Labor als auch am Laptop gearbeitet. Selbst zu Hause habe ich nur über iGEM nachgedacht.“ Ein Nebenjob oder Kneipentouren an den Wochenenden, wie sie für Studierende üblich sind, passten nur schwer in so einen Zeitplan. „Ich würde es nicht noch einmal so machen“, gibt Luca deshalb zu. „Trotzdem hat diese Zeit mich menschlich und beruflich weitergebracht. Wären wir ein größeres Team gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich vor den öffentlichen Events gedrückt. Durch iGEM musste ich allerdings ständig Vorträge halten, um das Projekt an der Uni oder an anderen Stellen zu repräsentieren.“ Diese Vorträge fanden teilweise vor mehr als 200 Personen statt, eine Erfahrung, die nur wenige im Bachelor-Studium machen.<br><br>Darüber hinaus hat das Team durch die Arbeit im Labor so viele Ergebnisse produziert, dass es an einer eigenen wissenschaftlichen Veröffentlichung arbeitet, ein Paper wie es in der Fachwelt heißt. Professor Dr.&nbsp; Michael Schroda, der die Studierenden auch während des Wettbewerbs betreut hat, hat es darauf aufmerksam gemacht. Für dieses Paper steht&nbsp; es also weiter im Labor und sammelt Daten, beispielsweise zu verschiedenen Temperaturen, bei denen es untersucht, ob sich die Effizienz der Enzyme steigern lässt. Unterstützt werden die Studierenden nach wie vor von Professor Schroda und seiner Arbeitsgruppe. „Wir hatten während der Wettbewerbsphase viele Freiheiten, haben Professor Schroda regelmäßig unsere Daten gezeigt und die weiteren Schritte mit ihm abgesprochen.“ Zusätzlich halfen die Doktoranten Dorothée Klein und Adrian Engels dem Team bei der Laborarbeit. „Wir wussten und wissen, dass wir jederzeit mit jemandem über unsere Arbeit sprechen können, der uns einen Tipp geben kann“, betont Langenberg.<br><br>Ob das Paper veröffentlicht wird, steht noch in den Sternen. Wenn es fertig ist, muss ein Fachmagazin es annehmen. „So ist Forschung eben“, meint der Kaiserslauterer Student. „Man steht stundenlang im Labor, steckt viel Arbeit und Zeit in etwas und niemand weiß, was letzten Endes dabei rumkommt.“ Auch wenn das erste eigene Paper für den Bachelor-Studenten noch in weiter Ferne ist: Für die goldene iGEM-Medaille hat sich die Arbeit erst einmal gelohnt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 21 Mar 2024 08:41:32 +0100</pubDate>
                        <title>„Ich konnte meine Persönlichkeit weiterentwickeln“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/ich-konnte-meine-persoenlichkeit-weiterentwickeln</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Im Rahmen des Projektes „Sportistry“ werden Lehr-Lern-Formate für Studierende aus den Bereichen Chemie und Sportwissenschaft entwickelt, um darauf aufbauend Schülerlabore anzubieten. Lehramtsstudentin Luisa Klappenberger und Sportstudent Grischa Walzer berichten, wie vielfältig sie von der fächerübergreifenden Zusammenarbeit profitieren.</strong></i><br><br>Welche Zucker und Zuckerersatzstoffe stecken in Lebensmitteln? Welche Auswirkungen haben diese auf unsere Gesundheit? Welche chemischen Vorgänge finden dabei im menschlichen Körper statt? Für wen könnte der Einsatz bestimmter Zuckerersatzstoffe sinnvoll sein? Und was bedeutet all das für Sporttreibende? Genau mit solchen Fragen beschäftigen sich fächerübergreifend Studierende der Lehramtsstudiengänge Chemie, Sport und Gesundheit, aber auch des Bachelor-Studiengangs Sportwissenschaft und Gesundheit. „Sportistry – Ernährung und Energiebereitstellung interdisziplinär begreifen“ heißt das dahinter stehende Projekt, gefördert wird es von der Klaus Tschira Stiftung.<br><br><strong>Von unterschiedlichen Fachexpertisen lernen</strong><br><br>Dabei steht nicht nur die Kompetenzerweiterung der Studierenden im Vordergrund, auch Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen eines Labortages eingebunden: So betreuen im Schülerlabor „CLeVerLab“ – kurz für „Chemie, Lernen und Verstehen Labor“ – jeweils ein Studierender aus dem Bereich Chemie und einer aus dem Bereich Sport eine Kleingruppe von etwa vier Oberstufenschülerinnen und -schülern. Gemeinsam setzen sie Versuchsreihen an, werten Ergebnisse aus, ziehen ihre Schlüsse daraus. Die Studierenden bringen bei all dem ihre unterschiedlichen Fachexpertisen ein. Das Ziel dabei: Die Schülerinnen und Schüler lernen – die Studierenden lernen und lehren.<br><br><strong>Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, vernetzt zu denken</strong><br><br>Mit von der Partie: Luisa Klappenberger, die im fünften Semester Bachelor Lehramt Chemie und Sport studiert. Für das Fach Sport habe sie sich aus Leidenschaft entschieden, für Chemie dank ihres Interesses an den Naturwissenschaften, sagt sie, spricht man sie auf ihre Fächerwahl an. Bei „Sportistry“ macht sie mit, weil dies eine „tolle Möglichkeit ist, um Lehrerfahrung zu sammeln“. Die 21-Jährige ist zugleich studentische Hilfskraft in der Chemiedidaktik – so hat sie vorab auch an der Entwicklung der Experimente mitgewirkt: „Als Hiwi bin ich in Organisation und Durchführung eingebunden. Ich habe den einen oder anderen Versuchsaufbau mit optimiert, sodass man die Versuche dann auch gut durchführen kann." Mit verschiedenen Nachweisreaktionen für Zuckerlösungen habe sie sich beispielsweise beschäftigt. „Auch an der Ausarbeitung der begleitenden Arbeitsblätter habe ich mitgewirkt.“ Jederzeit fühlte sie sich sehr gut eingebunden in das Team der Chemiedidaktik – „das hat alles unheimlich viel Spaß gemacht“.<br><br>Während des Schüler-Labortags im „CLeVerLab“ sei die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern und den anderen Studierenden dann sehr bereichernd gewesen: „Ich konnte Fragen beantworten, bei den Experimenten Hilfestellung anbieten“. Und überhaupt: „Die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, vernetzt zu denken und zu beobachten, wie sie ihre eigenen Kompetenzen fördern, war für mich als angehende Lehrerin richtig spannend.“<br><br>Und insgesamt? Was nimmt sie mit für ihr späteres Berufsleben? „Ich denke, ich konnte meine eigene Persönlichkeit, meine Lehrer-Persönlichkeit weiterentwickeln.“ Neben der Fähigkeit, betreuen zu können, sei das eben auch die Fähigkeit, planen zu können. „Die Organisationskompetenz ist später wichtig im Lehrerberuf.“ Das fächerübergreifende Denken des Projekts habe sie ebenfalls angesprochen: „Solch interdisziplinären Herangehensweisen möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern später auch mit auf den Weg geben."<br><br><strong>„Im Bereich Sportwissenschaften ist Wissen über Chemie essentiell“</strong><br><br>Etwas andere – aber ebenfalls sehr positive – Erfahrungen machte Grischa Walzer, der im vierten Semester Bachelor Sportwissenschaft und Gesundheit studiert – und zugleich als Fußballspieler beim FC Homburg aktiv ist. Er könne sich später eine berufliche Tätigkeit im Sportmanagement vorstellen, berichtet der 21-Jährige. Bei „Sportistry“ habe er mitgewirkt, um sein Wissen über Ernährung zu erweitern. Ein Thema, so sagt er, dass in seinem späteren Berufsalltag – egal in welche Richtung es einmal geht – eine Rolle spielen werde. Und außerdem: „Ein wichtiger Teil meines Studiums sind die naturwissenschaftlichen Fächer. Und hier hat man für ein besseres Verständnis dann gleich einen Praxisbezug.“ Überhaupt sei das Wissen über chemische Vorgänge im Körper für Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler essenziell – genauso sollte man Kenntnisse über Laborarbeit vorweisen können: „Mit dem Projekt habe ich definitiv auch mein Wissen über Laborarbeit aufgefrischt.“<br><br><strong>„So ein Praktikum hätte ich mir als Schüler gewünscht“</strong><br><br>Und inwiefern profitierte er von der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern? „Die Zusammenarbeit mit neuen, unbekannten Leuten ist ja immer eine Bereicherung.“ Das habe er sicherlich später auch im Berufsleben, „dann vielleicht Kundenkontakt mit den unterschiedlichsten Menschen“.<br><br>Übrigens: Die Schülerinnen und Schüler konnten gleich in mehrfacher Hinsicht profitieren, ergänzt Grischa Walzer. Denn: „Ehrlich gesagt hätte ich mir als Schüler ein solches Praktikum gewünscht. Das ist eine tolle Möglichkeit, sich mal mit echten Studierenden auszutauschen. Hier stellt man als Schülerin oder Schüler dann doch ganz andere Fragen, als wenn man mit der Studienberatung sprechen würde.“ Neben dem fächerübergreifenden Wissen über Ernährung gab es für die Schülerinnen und Schüler also gleich noch Informationen über Campusleben, Dozentinnen und Dozenten und was man als zukünftiger Ersti vielleicht sonst noch wissen wollte. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, eine Win-Win Situation für alle – und das aus gleich mehreren Gründen.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 13 Mar 2024 12:06:33 +0100</pubDate>
                        <title>Vom Auslandssemester zum Volontariat: Wie eins zum anderen kommen kann</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/vom-auslandssemester-zum-volontariat-wie-eins-zum-anderen-kommen-kann</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Kristina Martin ist frisch gebackene Absolventin der ֱ. Die schon immer arbeitsfreudige Studentin hat ein ereignisreiches Jahr 2023 hinter sich. An dessen Anfang steht ein Auslandssemester in den USA, welches sie über Umwege zu ihrer Volontariats-Stelle in einer Kreativagentur führte, die sie nun mit dem Bachelor </strong></i><i><strong> in der Tasche antritt. Über ihre Zeit in den USA und wie diese sie letztendlich bei der Berufswahl unterstützt hat, hat sie unserer Campus-Reporterin Lena Frohn erzählt.</strong></i></p>
<p><strong>Wie kamst du auf die Idee, ein Auslandssemester zu machen?</strong></p>
<p>Wie vieles in den vergangenen anderthalb Jahren hat sich das durch einen praktischen Zufall ergeben (lacht)… Mein Freund hatte ein Fußball-Stipendium in den USA bekommen, wodurch ich anfing, mich ebenfalls über Auslandsaufenthalte zu informieren. Damals war ich noch im dritten Semester hier in Landau, der perfekte Zeitpunkt für einen Tapetenwechsel also. Vom Sommer 2022 bis zum Anfang 2023 habe ich deshalb am Rhodes College in Tennessee mein Studium weitergeführt.</p>
<p><strong>Konntest du den Studienverlaufsplan in den USA regulär einhalten?</strong></p>
<p>Das war ein großes Thema für mich. Ich habe versucht, die deutschen Kurse so gut es ging durch die amerikanischen Pendants zu ersetzen, aber die Bildungssysteme sind sehr unterschiedlich. Mir war es dennoch wichtig, im Auslandssemester mit dem Studium voranzukommen. Deshalb musste ich zu den Dozierenden in Deutschland gehen und sie bitten, mir die in den USA besuchten Veranstaltungen in Deutschland anzurechnen. Manchmal hatte ich etwas Bammel, sie danach zu fragen, aber letztendlich bin ich immer auf offene Ohren gestoßen.</p>
<p><strong>Wie unterschied sich dein Leben in Memphis von dem in Landau?</strong></p>
<p>Ursprünglich komme ich aus einer sehr behüteten Gegend in Deutschland. Memphis liegt im Süden der USA, was auf jeden Fall in der Atmosphäre spürbar ist. Trotzdem empfinde ich viele Klischees, die es über diese Gegend gibt, als übertrieben. Ja, es tragen alle gut sichtbar Waffen dort, aber daran gewöhnt man sich, um ehrlich zu sein. Ich fand den Kontrast zwischen Arm und Reich einen viel stärkeren Kulturschock. Memphis ist von dieser Ungleichheit besonders betroffen. Dieser Gegensatz wurde dadurch verstärkt, dass das Rhodes College ein privates ist. Dort findet das ganze Leben auf dem Campus statt, der abgeriegelt und sicherheitsüberwacht ist. Von Wohnheimen und Supermärkten bin hin zu Clubs, Cafés und einem Pool gibt es alles auf dem Gelände. Während ich dort war, wurde sogar ein Golfplatz gebaut. Immer, wenn wir in die Stadt gegangen sind, war es, als würden wir eine andere Welt betreten …</p>
<p><strong>Und wie unterscheidet sich das Studentenleben?</strong></p>
<p>Ich habe das Studium als wesentlich zeitaufwendiger empfunden. Ich hatte nur drei Kurse im Semester, diese aber drei bis viermal in der Woche. Zusätzlich musste ich zu jeder Stunde Essays abgeben, die korrigiert und benotet wurden. Das führt dazu, dass man sich sehr intensiv mit den Themen auseinandersetzt, was mir gut gefallen hat.</p>
<p><strong>Hattest du trotzdem genug Freizeit?</strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Mein Leben in den USA war sehr unbeschwert. Ich war auf allen möglichen Partys von Studentenverbindungen und habe Ausflüge in benachbarte Städte gemacht. Ein bisschen habe ich mich gefühlt wie bei High School Musical, weil ich weder Verantwortung noch ernsthafte Termine hatte. Das Bildungsniveau in den USA ist allerdings deutlich geringer, weshalb ich mich stellenweise unterfordert gefühlt habe.</p>
<p><strong>Und dennoch war der zeitliche Aufwand für das Studium hoch? Wie passt das zusammen?</strong></p>
<p>Das System geht viel mehr auf das einzelne Individuum ein. In den Klassen gibt es maximal 20 Leute und keinen Frontalunterricht. Stattdessen saßen wir im Kreis und sprachen über die gelesene Literatur. Das Verrückte dabei ist, dass sich tatsächlich jede Person einbringt. In dem Kurs „Politische Philosophie“ hat mich diese Arbeitsweise zum Beispiel extrem gefordert, weil all die komplexen Gedanken, die ich gehört und gelesen habe, auch noch auf einer anderen Sprache waren. Was ich selbst dachte, kam auf Deutsch dazu. Zu Anfang habe ich mir damit sehr schwergetan und musste den Dozenten erklären, dass Englisch nicht meine erste Sprache ist. Am Ende war das kein Problem mehr für mich.</p>
<p><strong>Wie ging es nach dem Auslandssemester für dich weiter?</strong></p>
<p>Ich bin nach dem Auslandssemester wieder in meine Heimatstadt Mainz gezogen. Weil ich die vier Monate bis zum Semesterstart in Landau nicht ungenutzt verstreichen lassen wollte, habe ich mich entschieden, dort zwei Praktika zu machen. Zuerst war ich fünf Wochen beim ZDF, genauer gesagt bei der Kulturzeit von 3sat. Direkt im Anschluss hat es mich für zwei Monate zum SWR gezogen. Daraus hat sich dann wiederum ein Job als studentische redaktionelle Aushilfe ergeben. Von da an bin ich als studentische Aushilfe in der Redaktion „Regionale Unterhaltung und filmische Formate“ angestellt gewesen.</p>
<p><strong>Was genau hast du in deinen Praktika gemacht?</strong></p>
<p>Bei 3sat durfte ich die Kulturtipps übernehmen, was Spaß gemacht hat. Ich konnte selbstständig entscheiden, welches Video- und Tonmaterial wir verwenden und selbst texten. Da ich ein großer Fan der Sendung bin, war dieser Einblick besonders spannend. Beim SWR durfte ich nicht nur texten, sondern auch den Dreh vorbereiten und im Schnitt sitzen. Da zum Praktikum ein paar Hospitanzen gehörten, bekam ich auch einen kleinen Einblick in Online-Redaktionen oder die Distribution der ZDF-ֱthek.</p>
<p><strong>Wie hat dir dieser Zeitraum bei deiner Berufswahl geholfen?&nbsp;</strong></p>
<p>Obwohl die Arbeit mir viel Spaß gemacht hat, will ich langfristig weder vor noch hinter der Kamera stehen. Die Kombination aus Text, Ton und Bild macht mir trotzdem große Freude, sodass ich anfing, mich ernsthaft für Unternehmenskommunikation zu interessieren. Mit den zwei Praktika beim Fernsehen wollte ich eigentlich nur testen, ob ich mich im Rundfunk wohlfühle. Ich habe aber gemerkt, dass ich dort nicht so kreativ sein kann, wie ich es gerne wäre. Die Inhalte orientieren sich relativ stark an den Rezipienten und den Einschaltquoten. Jetzt habe ich eine Volontariats-Stelle bei einer Kreativagentur, die Inhalte für interne und externe Unternehmenskommunikation produziert.</p>
<p><strong>Da hast du eine ordentliche Kettenreaktion hinter dir. Glaubst du, dein Plan würde ähnlich aussehen, wenn du das Auslandssemester nicht gemacht hättest?</strong></p>
<p>Zeit im Ausland zu verbringen, war ein großer Traum von mir. Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich zwar mit Sicherheit keine sieben Semester studiert, hätte aber auch die Praktika nicht gemacht und dadurch hätten sich die Jobs nicht ergeben. Dadurch, dass einige Veranstaltungen nur einmal im Jahr angeboten werden, hat sich mein Studienverlaufsplan etwas umsortiert, sodass ich nun die Regelstudienzeit überschritten habe. Mein Lebenslauf wäre allerdings wesentlich leerer gewesen. Für mich hat sich das Auslandssemester daher auf alle Fälle gelohnt.</p><figure class="table"><div class="table-responsive"><table class="table"><tbody><tr><td>Die ֱ ermöglicht Auslandsaufenthalte an mehreren US-amerikanischen Universitäten und vielen weiteren auf der ganzen Welt. In der Regel muss man sich auf Auslandssemester bewerben und mindestens im dritten Fachsemester eingeschrieben sein. Hilfe bei der Planung, Finanzierung und Durchführung findest du beim <a href="/international/exchange/outgoing/auslandsstudium" target="_blank">Referat für Internationale Angelegenheiten.</a></td></tr></tbody></table></div></figure>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 08 Mar 2024 13:54:30 +0100</pubDate>
                        <title>Von der Uni ins Ministerium: Auf den Spuren von Luisa Mayer (Alumna Zwei-Fach-Bachelor)</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Luisa Mayer hat in Landau den Zwei-Fach-Bachelor studiert. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften und Philosophie in der Südpfalz absolvierte sie einen englischsprachigen Master in Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Magdeburg. Heute ist sie im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz tätig. Vergangenes Jahr kam Luisa Mayer an ihre Uni nach Landau zurück, um einen Schlüsselkompetenzkurs zum Thema „Gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen" zu halten, der vom Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) organisiert wird. Im Interview mit Campusreporterin Anne Papenfuß teilt sie ihre Erfahrungen aus der Studienzeit, wie sie mit Studienzweifeln umging und warum es für sie wichtig ist, ihr Seminarthema jungen Leuten näherzubringen.</strong></i></p>
<p><strong>Was hat dich dazu bewegt, in Landau zu studieren?</strong></p>
<p>Ich wollte unbedingt Politikwissenschaften studieren und da mir bei der Auswahl einer Universität die Nähe zu meinem Heimatort Speyer und ein Studienbeginn im Sommersemester wichtig war, fiel meine Entscheidung auf Landau. Neben Politikwissenschaften habe ich im Zwei-Fach-Bachelor das Basisfach Philosophie und das Wahlfach Interkulturelle Bildung studiert. Am Anfang meiner Studienzeit war ich noch ein wenig planlos, wusste nicht, ob ich das richtige Zweitfach gewählt habe, was ja bei vielen keine Seltenheit ist. Aber am Ende hat es sich als eine sehr gute Wahl entpuppt, die mich zu dem Beruf geführt hat, der mir Spaß macht.</p>
<p><strong>Wie hast du deine Studienzeit wahrgenommen?</strong></p>
<p>Sehr intensiv, vor allem die Zeit in meinem Bachelor bis zu meinem Auslandssemester in Polen. Ich habe einfach zu viel gemacht, in zu kurzer Zeit zu viele Seminare belegt und zu viele Prüfungen geschrieben. Das würde ich heute nicht mehr so machen, sondern würde mir mehr Zeit lassen. Gesundheitlich war das definitiv nicht förderlich und rückblickend hätte ich die Studienzeit mehr genießen sollen. Trotzdem mochte ich es sehr zu studieren. Ich stecke jetzt im Arbeitsalltag und denke oft an das Studium zurück.</p>
<p><strong>Was machst du aktuell beruflich?</strong></p>
<p>Ich habe im August 2023 eine neue Stelle als Referentin für Parlaments- und Kabinettsangelegenheiten im Ministerbüro des Ministeriums des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz begonnen. Die Tätigkeiten umfassen dabei in meinem Zuständigkeitsbereich die Schnittstellenfunktion zwischen den Fachabteilungen und der Hausspitze in der Beantwortung von parlamentarischen Anfragen. Darüber hinaus werden in diesem Referat unter anderem die Vorbereitungen auf Plenar- und Ausschusssitzungen, auf Ministerkonferenzen auf Bundesebene oder dem Ministerrat koordiniert.</p>
<p><strong>Wusstest du während deines Bachelors schon, wo es beruflich für dich hingehen soll?</strong></p>
<p>Bei Studienstart hatte ich noch keine Idee, was ich nach meinem Bachelor machen möchte. Das hat sich durch mein Praktikum im Bundestag geändert, denn dort habe ich die wissenschaftliche Mitarbeit im Bundestag kennengelernt und wusste seitdem, dass ich gerne im politischen Betrieb arbeiten möchte.</p>
<p><strong>Hast du dich während deines Studiums politisch engagiert?</strong></p>
<p>Während meiner Schulzeit bin ich der SPD beigetreten und war im Ortsverein aktiv. Ab 2015 unterstützte ich Geflüchtete und bot beispielsweise Hausaufgabenbetreuung an. Ich war Mentorin an der Uni, beim Kompetenzzentrum für Studium und Beruf, und habe dort als Ansprechpartnerin für Studierende fungiert. Während des Bachelors habe ich außerdem ein Stipendium bei der Friedrich-Ebert-Stiftung bekommen. In diesem Zuge hatte ich die Gelegenheit, mich als Seminarleitung ausbilden zu lassen und war dort Sprecherin eines Arbeitskreises. Nach meinem Umzug nach Magdeburg war ich drei Jahre Jugendbotschafterin für die entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation ONE, die sich im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern unter anderem zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten einsetzen. Als Teamerin bei Team Global leitete ich Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an Schulen und bei der Viva con Aqua-Crew war ich Ansprechperson für Finanzen, Netzwerk und Social. Rückblickend haben alle Engagements viel Spaß gemacht, waren aber auch sehr fordernd.</p>
<p><strong>Was war das für ein Stipendium?</strong></p>
<p>Ich wurde in die Grundförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung aufgenommen. Maßgebend für die Vergabe war hier nicht der Notendurchschnitt - dieser sollte sich mindestens im guten Bereich bewegen - sondern das ehrenamtliche Engagement, sowie die Identifikation mit den Grundwerten dieser Stiftung. Ich selbst hätte niemals erwartet, für ein Stipendium in Frage zu kommen. Dementsprechend kann ich allen engagierten Studierenden nur ans Herz legen, eine Bewerbung bei einer geeigneten Stiftung einzureichen.&nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Hast du einen Master gemacht?</strong></p>
<p>Ja, im Master habe ich Friedens- und Konfliktforschung in Magdeburg studiert. Ursprünglich dachte ich an einen Politikwissenschaftsmaster, aber während meines Bachelorstudiums entdeckte ich meine Leidenschaft für internationale Beziehungen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat der ehemalige Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz einen Gastvortrag zur Friedens- und Konfliktforschung im Rahmen der Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ in Modul 6 in Politikwissenschaften gehalten. Dieser hat mich sehr beeindruckt und war letztendlich ein ausschlaggebender Punkt für meine spätere Wahl eines Masterstudiengangs.</p>
<p><strong>Hattest du mal Studienzweifel?</strong></p>
<p>Während meines Bachelors wurde mir von Menschen aus meinem Umfeld - teils „humorvoll“ - gesagt, dass ich brotlose Kunst studieren würde und wurde immer wieder gefragt, was ich damit überhaupt machen will. Zu dieser Zeit hat mich das jedoch nicht interessiert, da ich gerade aus einer abgebrochenen Ausbildung als Bankkauffrau kam und ich wusste, dass die Ausbildung nicht das Richtige für mich war und ich lieber studieren möchte. Ich hatte Spaß an meinem Studium und habe mich bewusst für Fächer entschieden, die mich wirklich interessieren.</p>
<p>Im Master hatte ich oft die unbegründete Angst, keinen Job zu bekommen. Die Menschen, die sich wie ich in dem Netzwerk der internationalen Politik bewegten, waren für mich die Besten der Besten, die gefühlt hundert Ehrenämter ausführten und sich nie ausruhten. Im Vergleich dachte ich, dass meine bisherige Leistung dafür nicht ausreiche. Dass ich selbst sehr gut war in dem, was ich machte, habe ich in dem Moment nicht wahrgenommen. Rückblickend nehme ich aus dieser Zeit mit, dass Zweifel während des Studiums normal sind und dass es wichtig ist, sich nicht ständig mit anderen Menschen zu vergleichen. Stattdessen sollte man sich seinen Wert bewusst machen und sich auf sich selbst konzentrieren<i>.</i></p>
<p><strong>Was sagst du Studierenden, die Zukunftsängste haben, oder an ihrem Studium zweifeln?</strong></p>
<p>Ich bin der Meinung, es erfüllt einen mehr, wenn man etwas studiert, wofür man brennt. Man sollte nicht danach schauen, mit welchem Studienabschluss man am meisten Geld verdient. Aus meiner Erfahrung macht das fachliche Wissen, das man im Studium lernt, nur ein Bruchteil vom eigentlichen Kompetenzerwerb aus. Man gewinnt umfassende Einblicke in die eigene Persönlichkeit und erwirbt überfachliche Kompetenzen, von diesen man im Beruf profitiert. Das Allerwichtigste ist für mich die Ehrlichkeit. Frag dich: Was macht mir Spaß und worin liegt meine Leidenschaft?</p>
<p><strong>Welche Tipps würdest du Studierenden für ihre Studienzeit geben?</strong></p><ul class="list-normal"><li>Klausurenphasen können nerven, aber versucht, diese Zeit trotzdem zu genießen.</li><li>Sucht euch Hilfe, wenn ihr sie braucht, egal in welcher Situation.</li><li>Ein Studium ist keine Ausbildung, nach der man in der Regel genau weiß, was man damit macht. Ihr habt viel mehr Möglichkeiten, als ihr denkt.</li><li>Nutzt Angebote und Weiterbildungen abseits der Universität. Ich habe während des Masters eine Yoga-Ausbildung gemacht und selbst wenn ich jetzt keine Yogastunden gebe, profitiere ich jeden Tag davon. Ich glaube, das zu verstehen, bringt ganz viel Sicherheit.</li><li>Es ist okay, nicht jedes Wochenende auszugehen und stattdessen lieber zu Hause zu bleiben.<br>&nbsp;</li></ul><p><strong>Du hast im Sommersemester 2022 einen Schlüsselkompetenzkurs an deiner ehemaligen Uni hier in Landau angeboten zum Thema „Gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen: Wahrnehmung, Thematisierung &amp; Umgang”. Warum war es dir wichtig, diesen Kurs anzubieten?</strong><br><br>Nach meiner Einschätzung kommt das Thema „Gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen“ im gesellschaftlichen sowie im wissenschaftlichen Diskurs, aber vor allem auch im Diskurs mit wissenschaftlichem Nachwuchs zu kurz. Insbesondere nicht-betroffene Personen nehmen Diskriminierung im Alltag - sei es im privaten, beruflichen oder öffentlichen Bereich - häufig nicht als solche wahr. Das Sensibilisieren, inwieweit eigene Verhaltensweisen diskriminierend sind und wie ich mich als nicht-betroffene Person in diskriminierenden Situationen verhalten kann, sind meines Erachtens essenzielle Kompetenzen - die wir innerhalb der Gesellschaft etablieren müssen. &nbsp;</p>
<p>Ich empfand den Schlüsselkompetenzkurs als sehr bereichernd - auch für mich. Ich glaube, dass einige Aha-Momente bezogen auf bestimmte Diskriminierungsstrukturen aufgekommen sind. Der Kurs hat mir gezeigt, dass Bedarf zum Austausch und zur Diskussion besteht und die Teilnehmenden bereit sind, durch Selbstreflexion eigenes diskriminierendes Verhalten aufzudecken und einzugestehen.</p>
<p><strong>Wie geht es für dich weiter?</strong></p>
<p>Ich bin aktuell sehr glücklich. Ich kann mir sehr gut vorstellen im politischen Betrieb zu bleiben. Ich kann mir aber genauso gut vorstellen, dass, fragst du mich nochmal in ein paar Jahren nach meinem Beruf, ich zwischenzeitlich etwas anderes mache. Ich sehe für meine berufliche Zukunft viele Möglichkeiten, denn ich bin gut ausgebildet und gut in dem, was ich mache. Das kann ich heute ohne große Scham sagen, das war nicht immer so.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 15:36:25 +0100</pubDate>
                        <title>Entscheidungshilfe gefragt? Erst orientieren, dann studieren.</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/entscheidungshilfe-gefragt-erst-orientieren-dann-studieren</link>
                        <description>Kaum endet die Schulzeit, steht bei vielen die Entscheidung für ein Studium an. Doch welcher Studiengang ist der Richtige? Wie läuft Lernen an der Uni ab? Welche Hochschule passt zu mir? Soll ich überhaupt studieren? Mit diesen Fragen fühlen sich Abiturientinnen und Abiturienten oft alleine gelassen. Doch dafür gibt es eine Lösung: ֱzero. Das Orientierungsstudium der ֱ Kaiserslautern-Landau bietet Entscheidungshilfe. Unter anderem können Teilnehmende dabei in einem Semester verschiedene Studienfächer gleichzeitig kennenlernen.  </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Kaum endet die Schulzeit, steht bei vielen die Entscheidung für ein Studium an. Doch welcher Studiengang ist der Richtige? Wie läuft Lernen an der Uni ab? Welche Hochschule passt zu mir? Soll ich überhaupt studieren? Mit diesen Fragen fühlen sich Abiturientinnen und Abiturienten oft alleine gelassen. Doch dafür gibt es eine Lösung: ֱzero. Das Orientierungsstudium der ֱ Kaiserslautern-Landau bietet Entscheidungshilfe. Unter anderem können Teilnehmende dabei in einem Semester verschiedene Studienfächer gleichzeitig kennenlernen.&nbsp;</strong></i></p>
<p>In Kaiserslautern ist ֱzero seit 2018 ein regelmäßiges Angebot. Victoria Margraf und Ann-Cathrin Winter, Koordinatorinnen für ֱzero am dortigen Standort, bekommen regelmäßig positive Rückmeldungen: „Der Erfolg des Projekts zeigt sich für uns insbesondere darin, dass mehr als die Hälfte der Orientierungsstudierenden für ein reguläres Studium bei uns bleibt.“ In Landau wurde das ֱzero im Sommersemester 2023 erstmals durchgeführt. Dort hat Britta Rudolf die Koordination übernommen. Was aus ihrer Sicht für das Orientierungsstudium spricht: „Mit ֱzero können Studieninteressierte herausfinden, ob sie den Anforderungen eines Studiums gerecht werden.“ Um das Angebot bestmöglich umzusetzen und weiterzuentwickeln, findet eine enge Zusammenarbeit sowie stetiger Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Standorten statt. Britta Rudolf benennt weitere Vorteile des Programms: „ֱzero ist wie ein sanfter Einstieg ins Studium, ohne den Leistungsdruck, der im Regelstudium auf einen zukommt. So können die Teilnehmenden eine reflektierte Entscheidung für ihre Zukunft treffen.“ Insbesondere für junge Menschen, die gerade das Abitur bestanden haben, sei es wichtig, den Unterschied zwischen Schule und Universität zu erleben.</p>
<p>ֱzero ist allerdings nicht nur für frisch gebackene Abiturientinnen und Abiturienten gedacht, sondern auch für Berufstägige, die neue Wege gehen wollen. Das gilt etwa für Sebastian Linden, einen ehemaligen Tätowierer, der seit zehn Jahren Erzieher ist. Er hat am ersten Durchgang in Landau teilgenommen. „Ich wollte etwas Neues machen, war mir aber nicht sicher, ob ein Studium zu mir passt“, sagt der 39-Jährige. „Außerdem hatte ich keine Vorstellung davon, was mir fachlich liegen könnte“, erzählt er. „Da ich nicht mehr der Jüngste bin, wollte ich einen Fachwechsel während des Studiums gerne vermeiden. Durch ֱzero konnte ich unverbindlich ins Angebot schauen und war dabei in ein Rahmenprogramm mit festen Ansprechpersonen eingebunden, die unterstützt und Fragen rund ums Studium beantwortet haben.“</p>
<p><strong>Perspektiven entdecken, Campus erkunden</strong></p>
<p>Die ֱzero Veranstaltungsreihe „Studium – Entdecken. Erleben. Entscheiden“ bietet, parallel zum Besuch von Lehrveranstaltungen, Orientierung zu allen Themen rund ums Studium. Die Teilnehmenden können aus sechs Bausteinen oder Themenblöcken wählen.</p>
<p>Im Baustein „Studienperspektiven entdecken“ setzen sich die Teilnehmenden mit den für sie interessanten Studiengängen an der Uni auseinander. Es geht nicht nur um Inhalte, sondern auch um die Berufsfelder, die sich nach dem Studium anschließen.</p>
<p>„Campus erkunden“ ist besonders beliebt: Per Campus-Führung und Campus-Challenge stellt sich die Uni vor – danach wissen alle, wo Mensa, Bibliothek und vieles mehr zu finden sind. Darüber hinaus zeigen studentische Einrichtungen wie der allgemeine Studierendenausschuss (AStA), die Studierendenberatung oder das Studierendenwerk ihre Aufgaben und Angebote auf. Dabei können natürlich auch erste Kontakte zu Mitstudierenden geknüpft werden. Sebastian Linden betont: „Man ist als Teilnehmer von ֱzero in der gleichen Lage wie alle anderen Erstis auch: Alle wollen sich austauschen und in der Regel kennt sich vorher noch niemand.“ Durch Angebote in der Orientierungswoche, wie auch die Campus-Tour, ändert sich das schnell.</p>
<p><strong>Studienkompetenzen entwickeln, Forschung erproben</strong></p>
<p>Für die meisten ist der Baustein „Studium erleben“ der Wichtigste. Hier können die Teilnehmenden aus der Vielfalt an Studiengängen frei wählen, was sie interessiert und entsprechende Lehrveranstaltungen besuchen. „Mir hat das sehr dabei geholfen, Fachgebiete auszuschließen und meine Präferenz zu bestätigen“, erklärt Sebastian Linden. Diese direkte Studienerfahrung rundet der vierte Baustein „Studienkompetenzen entwickeln“ ab, der unter anderem Kompetenzen im Bereich Stressmanagement als auch allgemeine Study Skills vermittelt.</p>
<p>Im Baustein, „Forschung erproben“ erhalten die Teilnehmenden zudem einen ersten Eindruck, wie praktische Forschungsarbeit funktioniert. In Kaiserslautern können sie Forschungsworkshops besuchen und sich aktiv in spannende Forschungsprojekte einbringen. Abgerundet wird das Angebot durch einen Kurs zum wissenschaftlichen Arbeiten. „Wir vermitteln dabei unter anderem, wie man eine Forschungsfrage formuliert und richtig zitiert. Denn an der Uni wird nicht nur gelehrt, sondern auch intensiv geforscht", sagt Britta Rufolf.</p>
<p><strong>Erfahrungsaustausch vertieft Orientierung</strong></p>
<p>Die vielen Eindrücke und Erfahrungen können im Baustein „Zukunft entscheiden“ regelmäßig reflektiert werden. Beratungsangebote und der Austausch mit Mitstudierenden helfen bei der Entscheidungsfindung. Hierfür bringt Britta Rudolf bei Bedarf die Studierenden individuell mit Absolventen ihres Wunschstudienganges zusammen.</p>
<p>Im Sommersemester 2024 wird auch erstmals der Austausch zwischen ֱzero-Teilnehmenden in Kaiserslautern und Landau in ein festes Format gegossen: „Wir führen eine standortübergreifende Seminarreihe ein und eröffnen dadurch noch mehr Perspektiven“, führt Victoria Margraf aus.&nbsp;</p>
<p>Sebastian Linden hat das Orientierungsstudium ebenso wie die Angebote der ֱ generell überzeugt. Er studiert nun regulär in Landau im Zwei-Fach-Bachelor, der zwei grundständige Studienfächer gleichberechtigt kombiniert – in seinem Fall Anglistik und Politikwissenschaft. Ein weiterer Aspekt von ֱzero kommt ihm dabei zugute: „Ich finde es sehr praktisch, dass man bereits an Prüfungen teilnehmen kann – das hilft herauszufinden, ob deine Lernweise an die Uni passt oder nicht. Wenn du nicht bestehst, geht die Welt nicht unter und wenn doch, hast du die Wahl, ob du die Leistung für ein Anschlussstudium anrechnen lassen möchtest“. An einem solchen Programm sollten viel mehr Studieninteressierte teilnehmen, findet er. Allein, um Fachwechsel im Studium auszuschließen. Er empfiehlt allen diese Phase der Orientierung, denn „du weißt danach nicht nur, ob du bereit für die Uni bist, sondern im Regelfall auch, was du studieren willst“.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 Jan 2024 14:52:24 +0100</pubDate>
                        <title>Farbod Mohseni: Forscher, Aktivist und DAAD-Preisträger: Portrait eines engagierten Wissenschaftlers und Freiheitskämpfers</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><i><strong>Farbod Mohseni, ein 27-jähriger Doktorand an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), wurde mit dem DAAD-Preis 2023 für „Bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement, begleitet mit herausragenden akademischen Leistungen“ ausgezeichnet. Hinter diesem jungen Mann verbirgt sich nicht nur ein aufstrebender Forscher, sondern auch ein leidenschaftlicher Aktivist, der sich für die Freiheit seines Heimatlandes Iran einsetzt.</strong></i><br><br>Mohsenis Reise in die Welt der Wissenschaft begann mit einem Bachelor-Abschluss in Zellmolekularbiologie/Genetik an einer Universität im südlichen Teil des Irans zwischen 2014 und 2018. Seine Faszination für die Vielfältigkeit des Fachs Genetik und die tiefergehende Forschung in diesem Bereich führten dazu, dass er sich für den Weg der praktischen Forschung entschied, anstatt seinen ursprünglichen Plan, Arzt zu werden, zu verfolgen.<br><br><strong>Auf der Suche nach Praxis: Farbod Mohsenis Weg nach Deutschland</strong><br><br>Während seines Bachelorstudiums stellte Mohseni fest, dass die Universität im Iran zwar im theoretischen Bereich stark aufgestellt war, es jedoch an Möglichkeiten zur praktischen Arbeit mangelte. Seine Professoren rieten ihm, sein Studium in einem Land fortzusetzen, das besser in diesem Bereich etabliert ist. Seine Liebe zum Fach Genetik und der Wunsch, mehr in die praktische Forschung einzusteigen, führten ihn schließlich nach Deutschland. Nach einer intensiven Zeit der Bewerbungen erhielt er schließlich die Zusage für den Masterstudiengang Molecular Cell Biology an der ֱ in Kaiserslautern. Dieser bot ihm nicht nur eine breite theoretische Basis, sondern auch intensive praktische Erfahrungen, wie er sagt: „Viele meiner Freunde an anderen Universitäten, auch in Deutschland, haben nicht so viele praktische Kurse in ihren Studiengängen. In Kaiserslautern arbeitet man in verschiedenen Laboren und Forschungsfeldern, was sehr bereichernd ist.“<br><br>Trotz seiner anfänglich begrenzten Erfahrung im Labor beherrschte er bald komplexe Techniken der Grundlagen-Biochemie, Proteomik und Immunfluoreszenzmikroskopie. Während seiner Masterarbeit konzentrierte er sich auf die Frage, wie sich DNA-Schäden, die während der Replikation entstehen, auf mitotische Prozesse in menschlichen Zellen auswirken. Dabei ist es ihm gelungen, Proteine zu identifizieren, die das Potenzial haben, DNA-Schäden zu reparieren. Er gab ihnen die Bezeichnung „Kandidaten-Proteine“ und setzt seine Arbeit dazu derzeit im Rahmen seiner Promotion fort, mit der er im Januar 2023 begonnen hat.<br><br><strong>Faszination für die Krebsforschung und Engagement in der Lehre</strong><br><br>„In diesem Forschungsfeld interessiert mich die Krebsforschung am meisten. Diese Krankheit stellt eines der größten Anliegen und Herausforderungen weltweit im medizinischen Bereich dar. Da es kein Medikament gibt, das alle Krebsformen heilt, ist es wichtig, zunächst einmal zu verstehen, wie die Zelle funktioniert“, erklärt Mohseni.&nbsp;</p>
<p>Die Proteine, die Mohseni entdeckte, könnten das Potential haben, die durch Krebs entstandenen Schäden an der DNA zu beheben und somit die Zelle zur Selbstheilung anzuregen.&nbsp;</p>
<p>Seit Januar 2023 hat Mohseni nicht nur seine Forschung vorangetrieben, sondern auch eine neue Rolle übernommen – die des Supervisors für andere Studierende. „Es ist eine neue Erfahrung zu unterrichten“, sagt er und betont, dass er seine Arbeit in der akademischen Welt fortsetzen möchte, um „mit jungen Köpfen zu arbeiten, die die Mysterien der Biologie entdecken wollen“.<br><br><strong>Zwischen Heimatsehnsucht und Freiheitskampf</strong><br><br>Trotz seiner wissenschaftlichen Erfolge bleibt Mohseni nicht blind für die Realität seines Heimatlandes. Seit 2021 lebt er in Deutschland und hat seitdem den Iran nicht mehr besucht, da die politische Situation und die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten eine Rückkehr unsicher machen. „Es war schwer, meine Heimat, Freunde und Familie zu verlassen, um mein eigenes Leben hier aufzubauen“, gibt Mohseni zu, während er sich gleichzeitig als Unterstützer der iranischen Freiheitsbewegung positioniert.<br><br>Gemeinsam mit anderen iranischen Studierenden gründete er eine Gruppe, die sich für die Menschenrechte und die Freiheit im Iran einsetzt, die „Iranian Freedom Advocates“ mit Mohseni als ihr Sprecher. Die Gruppe setzt sich allerdings nicht nur für die Einhaltung der Menschenrechte ein, sondern fordert auch eine weltweite Gleichberechtigung der Geschlechter. Dafür organisiert sie campusübergreifende Aktivitäten, wie den Protest nach dem Tod von Mahsa Amini oder die Veranstaltung „Frau, Leben, Freiheit“ und ist auf Social ֱ aktiv.<br><br>Aufgrund von Mohsenis politischen Aktivitäten in Deutschland könnte eine Einreise in den Iran ein großes persönliches Risiko darstellen. Dennoch sind er und die anderen Freiheitskämpfer bereit, dieses Risiko einzugehen, um ihre Heimat und ihre Familien zu unterstützen. In seinen eigenen Worten erklärt Mohseni: „Aber um nachts ruhig schlafen zu können, muss ich zumindest wissen, dass ich es versucht habe.“<br><br>Der DAAD-Preis 2023 würdigt nicht nur seine wissenschaftlichen Leistungen, sondern auch sein beeindruckendes soziales Engagement. Farbod Mohseni, ein Mann, der nicht nur die Grenzen der Wissenschaft erweitert, sondern auch aktiv für die Freiheit und die Rechte seines Volkes eintritt, ist zweifellos eine inspirierende Persönlichkeit.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 21 Dec 2023 15:10:36 +0100</pubDate>
                        <title>Stadtplanung im Fokus: &quot;Platz da?!&quot; – Planer:innentreffen in Kaiserslautern</title>
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                        <description>In der Welt der Stadt- und Raumplanung dreht sich alles um das Schaffen von Raum für Menschen – Raum für Wohlbefinden, Raum für Sicherheit, Raum für Kreativität und Raum, der keinen Platz verschwendet. Doch wie lassen sich derartige Räume effizient und nachhaltig gestalten? Genau diesen Fragen widmete sich das Planer:innentreffen des Beirates der Fachschaften für Stadt und Raumplanung (BfSR), das im Herbst 2023 an der ֱ in Kaiserslautern stattfand. Das fünftägige Event brachte über 130 Studierende aus dem Bereich Raum- und Stadtplanung zusammen, um an Exkursionen und Workshops teilzunehmen und sich auszutauschen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Welt der Stadt- und Raumplanung dreht sich alles um das Schaffen von Raum für Menschen – Raum für Wohlbefinden, Raum für Sicherheit, Raum für Kreativität und Raum, der keinen Platz verschwendet. Doch wie lassen sich derartige Räume effizient und nachhaltig gestalten? Genau diesen Fragen widmete sich das Planer:innentreffen des Beirates der Fachschaften für Stadt und Raumplanung (BfSR), das im Herbst 2023 an der ֱ in Kaiserslautern stattfand. Das fünftägige Event brachte über 130 Studierende aus dem Bereich Raum- und Stadtplanung zusammen, um an Exkursionen und Workshops teilzunehmen und sich auszutauschen.</strong></p>
<p>Stella Serafin, die Raum- und Umweltplanung an der ֱ studiert, spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisation des Planer:innentreffens in Kaiserslautern. Gemeinsam mit Michelle Hamm, Konstantin Ebling und einem Team aus Helferinnen und Helfern arbeitete sie wochenlang daran, ein spannendes und vielfältiges Programm für die Studierenden aus zwölf Hochschulen im BfSR zu gestalten. Der BfSR umfasst Hochschulen, die Planungsstudiengänge im deutschsprachigen Raum anbieten. Dies ermöglicht es den Studierenden, zweimal im Jahr andere Städte kennenzulernen und sie aus städtebaulicher und räumlicher Perspektive zu betrachten. Jedes Treffen hat ein ausgewähltes Motto, das vom jeweiligen Planungsteam festgelegt wird. In Kaiserslautern drehte sich im Oktober alles um das Thema "Platz da?!"</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit als roter Faden</strong></p>
<p>Dieses Motto inspirierte hochschulpolitische und planungsbezogene Workshops sowie Exkursionen, die Fragen zur Nachhaltigkeit an der Universität, zur Bewusstseinsbildung, zur Work-Life-Balance, zum Radverkehr, zum Fluss Lauter und zur Schaffung von Freiräumen behandelten. Serafin erklärt, dass es dabei um Raumansprüche verschiedenster Nutzergruppen geht, nicht nur im geografischen, sondern auch im mentalen Sinn. Während des Treffens wurden Fragen nach dem Platz für Wohlbefinden und Kreativität erörtert.</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist, dass das Planer:innentreffen auch nach hohen Nachhaltigkeitsstandards konzipiert wurde. Das Organisationsteam legte Wert auf vier Säulen in ihrem Nachhaltigkeitskonzept: menschlich, sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Dies spiegelte sich etwa in Entscheidungen wider, regionale Produkte beim Catering zu nutzen und unnötigen Müll zu vermeiden.</p>
<p><strong>Ideen für die eigene Uni mitnehmen</strong></p>
<p>Die Planer:innentreffen sind nicht nur eine Gelegenheit für Austausch und Begegnungen in der "Planergemeinschaft". Sie bieten auch einen Mehrwert für die Studiengänge an den teilnehmenden Hochschulen. Gemeinsam können Lösungen für standortspezifische Probleme und Herausforderungen gefunden werden, wie etwa den Bedarf an zusätzlichen Arbeitsräumen in Kaiserslautern. Hierfür wurde eine Anfrage ausgearbeitet, um dieses Problem zu bewältigen. Konkret geht es hierbei um den Zugang zu Arbeitsräumen, die bisher nur den Studierenden des Fachs Architektur zugänglich waren.</p>
<p>Die größte organisatorische Herausforderung bestand darin, die 350 Arbeitsschichten, die durch das umfangreiche Programm entstanden, gerecht zu verteilen, meint Serafin. Dies soll beim nächsten Treffen verbessert werden. Ansonsten war die Veranstaltung ein voller Erfolg, und die "Planergemeinschaft" hat spannende Tage in Kaiserslautern verbracht. Im nächsten Semester geht die Reise weiter nach Weimar und Erfurt, wo sicherlich weitere fesselnde Diskussionen über die Gestaltung unserer Städte und Räume folgen werden.</p>
<p><strong>Von Raum- und Umweltplanung zur Klimaanpassung</strong></p>
<p>Das Planer:innentreffen, von Studierenden für Studierende ins Leben gerufen, ist für Serafin eine einzigartige Plattform für intensiven Austausch und Vernetzung angehender Stadt- und Raumplaner:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie schwärmt von dem Gefühl, Teil der "Planergemeinschaft" zu sein, das insbesondere während der Veranstaltung spürbar war.</p>
<p>Serafin selbst entdeckte durch ihr freiwilliges ökologisches Jahr ihre Leidenschaft für Raum- und Umweltplanung. Da die ֱ eine der wenigen Universitäten in Deutschland ist, die diesen Studiengang anbietet, entschied sie sich für Kaiserslautern. Sie schreibt derzeit ihre Bachelorarbeit über Klimaanpassungskonzepte im europäischen Raum. Auch beruflich plant sie, sich auf die Entwicklung von Klimaanpassungskonzepten zu spezialisieren, um Deutschland in diesem Bereich voranzubringen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 15 Dec 2023 13:13:00 +0100</pubDate>
                        <title>Seelische Gesundheit im Fokus: Das ֱ „Mental Health First Aid Programm&quot;</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/seelische-gesundheit-im-fokus-das-rptu-mental-health-first-aid-programm</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Hochschulzeit ist eine spannende Lebensphase, geprägt von Wachstum, Herausforderungen und neuen Erfahrungen. Doch hinter den Vorlesungen, Prüfungen und sozialen Interaktionen verbirgt sich oft ein Aspekt, der genauso entscheidend ist wie das Fachwissen selbst: die psychische Gesundheit der Studierenden. In einer Welt, die von ständigem Wandel und hohen Erwartungen geprägt ist, gewinnt das Bewusstsein für die Bedeutung der mentalen Verfassung zunehmend an Relevanz. Denn psychische Erkrankungen sind nicht selten. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung zu leiden, liegt bei rund 28 Prozent. 75 Prozent aller Betroffenen entwickeln bereits vor dem 24. Lebensjahr erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung. Daher hat die ֱ ein Programm ins Leben gerufen, das die seelische Gesundheit der Studierenden in den Mittelpunkt stellt. Das „Mental Health First Aid"- Programm. Es bietet Studierenden eine wichtige Ressource, um bei seelischen Herausforderungen Unterstützung zu finden.</strong></p>
<p>Sara Braun arbeitet seit 2020 am Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB), das Studierenden aller Studiengänge überfachliche und studienergänzende Veranstaltungen bietet und die Selbstkompetenz von Studierenden fördert. Sie entdeckte die Notwendigkeit für ein solches Programm, als sie sich eingehend mit den Stressfaktoren im Studium und insbesondere der Prüfungsangst auseinandersetzte. Das australische „Mental Health First Aid"-Programm (MHFA) erschien ihr als die passende Antwort auf diese Herausforderungen. Um das Programm für den Standort Landau zu etablieren, absolvierte Sara Braun im Jahr 2021 zuerst selbst die Ersthelfer-Ausbildung. Im Frühjahr 2023 führte sie es am Standort Landau ein. Im Sommer 2022 initiierte Diana Neben, Projektmitarbeiterin im Studentischen Gesundheitsmanagement CampusPlus das MHFA-Programm in Kaiserslautern. Anlass für die Einführung des Programms war der University Health Report, welcher 2021 am Campus in Kaiserslautern durchgeführt wurde und eine deutliche Verschlechterung der psychosozialen Gesundheit der Studierenden zeigte. Studierende der ֱ finden dadurch an beiden Standorten eine Anlaufstelle, wenn ihre seelische Gesundheit aus der Balance zu geraten droht.</p>
<p>„Mental Health First Aid" wird weltweit angeboten. Jedes Land kann die Lizenz dafür erwerben, um das Programm auf nationaler Ebene umzusetzen. In Deutschland ist das Zentralinstitut für seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim dafür zuständig. Die Ausbildung zu Ersthelfenden wird von Instruktoren im Auftrag des ZI durchgeführt und erstreckt sich über mehrere Termine, bei denen verschiedene psychische Erkrankungen und die Gesprächsführung thematisiert und auch gleich praktisch geübt werden. Am Ende der Ausbildung erhalten die Teilnehmenden den Titel „zertifizierter Ersthelfer für psychische Gesundheit".</p>
<p><strong>Große Nachfrage für die begrenzten Plätze in den MHFA-Kursen</strong></p>
<p>Gleichzeitig mit dem Startschuss zur ֱ Anfang dieses Jahres startete auch das Programm für mentale Gesundheit am Standort Landau, sodass ausgebildete Ersthelfende für psychische Gesundheit an beiden Standorten zur Verfügung stehen. Im Vorhinein konnten sich Studierende, die sich für eine Ersthelferausbildung interessieren, auf die begrenzten Plätze bewerben. Die Motivation, sich um diese Ausbildung zu bemühen ist ganz unterschiedlich und individuell. Was sie jedoch alle gemeinsam haben: Sie möchten eine offene Plattform und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen schaffen, weiß Sara Braun. Die Ersthelfenden haben erste Erfahrungen mit psychischen Belastungen im eigenen Umfeld. Ihr Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die Hilfe benötigen.</p>
<p>Bei der Auswahl der Bewerbungen haben die „Mental First Aid Programm“-Teams in Landau und Kaiserslautern darauf geachtet, dass die künftigen Ersthelferinnen und Ersthelfer aus verschiedenen Fachbereichen stammten. „Damit wollten wir sicherstellen, dass für jeden suchenden Studierenden ein Ansprechpartner aus seinem eigenen Fachbereich verfügbar ist“, unterstreicht Sara Braun. So können individuelle Herausforderungen der Hilfesuchenden besser nachvollzogen werden, weil die Ersthelfenden sie aus eigener Erfahrung kennen und einschätzen können. Auf die 14 Plätze am Standort Landau gingen 80 Bewerbungen ein, die mit Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen besetzt werden konnten. In Kaiserlautern konnten seit Ausbildungsbeginn über 20 Studierenden aus unterschiedlichen Fachschaften ausgebildet werden. Seit 2023 gibt es an der ֱ einen eigenen Instruktor für MHFA-Schulungen. Daher können nun hausintern regelmäßig Kurse angeboten werden, um noch mehr interessierte Studierende zu Ersthelfenden auszubilden.</p>
<p><strong>Das „Roger-Prinzip“</strong></p>
<p>Das Grundprinzip des „Mental Health First Aid"-Programms wird als das „Roger-Prinzip" bezeichnet, bei dem „R" für Reagieren, „O" für Offenheit, „G" für Unterstützung und Information, „E" für Ermutigung und „R" für die Reaktivierung von Ressourcen stehen. Dieses Prinzip wurde von &nbsp;des ZI Mannheim entwickelt und betont die Bedeutung der ersten Hilfe: Gemeinsam sucht man nach bereits vorhandenen Ressourcen, um akut zu helfen. Dies kann beispielsweise ein Aufenthalt bei den Eltern oder das Wiederaufnehmen von Aktivitäten sein, die der hilfesuchenden Person Freude bereiten. Zusätzlich erfolgt eine Aufklärung über verschiedene psychische Erkrankungen und deren Symptome, um die Betroffenen zu sensibilisieren und den ersten Schritt zur Hilfe anzuleiten. „Es geht darum, Betroffene proaktiv zur professionellen Unterstützung zu ermutigen“, so Braun.</p>
<p>Wenn Studierende Unterstützung durch das Team des „Mental Health First Aid"-Programms in Anspruch nehmen möchten, stehen ihnen verschiedene Wege zur Verfügung. In Kaiserslautern können die Fachschaften direkt kontaktiert und individuelle Termine vereinbart werden. In Landau gibt es eine offene Sprechstunde und auch die Möglichkeit, per Mail Termine zu vereinbaren.</p>
<p>Vorrangig soll das Angebot Studierenden zeigen, dass sie nicht allein sind und dass es Ansprechpartner gibt, mit denen sie über ihre Anliegen und Probleme sprechen können. „Die Ersthelferinnen und Ersthelfer hören aufmerksam zu und arbeiten gemeinsam mit den betroffenen Personen daran, herauszufinden, welche Unterstützung benötigt wird und vermitteln zum Unterstützungsangebot“, erklärt Sara Braun. „Sie sind durch die Ausbildung für das Thema mentale Gesundheit mit den häufigsten psychischen Erkrankungen sensibilisiert“, ergänzt Diana Neben. In der Ausbildung lernen die Ersthelfenden auch, wie sie Betroffene bei der Suche nach einem Therapieplatz unterstützen können. Sie werden über das regionale und lokale Angebot informiert und können Studierende so gezielt weiterverweisen.</p>
<p><strong>Von Studierenden für Studierende</strong></p>
<p>Die geschulten Ersthelfenden sind nicht nur einfache Ansprechpartner, sondern ein Bestandteil des Studierendenlebens. „Dies ermöglicht es ihnen, vor Ort zu sein, wenn Erste Hilfe bei mentalen Fragen benötigt wird“, erläutert Sara Braun den Vorteil dieses Ansatzes. Jedes Gespräch wird strikt vertraulich behandelt. Das Ziel besteht darin, dass Studierende sich bei den ausgebildeten Ersthelfenden ihres Alters leichter öffnen können als bei universitären Angehörigen. Die Ersthelfenden arbeiten ehrenamtlich und wechseln sich bei den Sprechstunden ab.</p>
<p>Inzwischen läuft das Programm über CampusPlus, unter der Leitung von Malte Prietz und Diana Neben und hat sich an beiden Standorten erfolgreich etabliert. CampusPlus ist ein Projekt der ֱ für studentisches Gesundheitsmanagement, das zum Ziel hat, bio-psycho-soziale Gesundheit zu fördern und somit zu einem attraktiven Campusleben und einem gesunden Studium beizutragen. „Seit der Etablierung von ‚Mental Health First Aid‘ wurde der Zulauf der Studierenden, die ein Gespräch in Anspruch nehmen, stetig mehr“, berichtet Malte Prietz. Die größte Herausforderung der Teams besteht aktuell darin, das Angebot besser sichtbar zu machen, damit es von noch mehr Studierenden, die Bedarf spüren, in Anspruch genommen werden kann. „Es ist oft nicht leicht, in schwierigen Situationen Hilfe anzunehmen, vor allem wenn die Probleme persönlicher Natur sind“, bekräftigt Malte Prietz. Wichtig sei zu erkennen, dass dies keine Schwäche darstelle, sondern ein mutiger und richtiger Schritt hin zu Heilung und Wohlbefinden sei, so Prietz weiter. Die Belastungen des Studienalltags und des Lebens im Allgemeinen können zu psychischen Herausforderungen führen, die nicht ignoriert werden sollten. Umso schöner ist es, dass es eine Reihe an Studierenden gibt, welche sich für eine positive Campuskultur einsetzen, die die psychische Gesundheit im Studium im Blick hat. Das Suchen von Hilfe und Unterstützung ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und Stärke. Ähnlich wie bei körperlichen Beschwerden bedarf es auch bei psychischen Belastungen der fachlichen Hilfe. „Indem sich Studierende öffnen und Unterstützung in Anspruch nehmen, werden die Grundsteine zur Verbesserung der mentalen Gesundheit gelegt und somit der Weg für ein erfolgreiches und erfülltes Studium geebnet“, motiviert Diana Neben, das „Mental Health First Aid“-Programm wahrzunehmen.</p>
<p><strong>Wichtiger Beitrag für Studierende</strong></p>
<p>Als Anerkennung für den herausragenden Einsatz für die Belange der Studierenden, hat der Freundeskreis der ֱ in Landau das Programm am 30.10.2023 mit dem diesjährigen Preis für Campuskultur ausgezeichnet.</p>
<p>Anfang 2024 werden neue Ersthelfer-Ausbildungskurse angeboten, um noch mehr Studierenden helfen zu können – ein wichtiger Schritt in herausfordernden Zeiten. Alle Informationen hierzu folgen demnächst über die Website und Instagram von CampusPlus und per Rundmail an alle Studierende. Wer sich als studentischer MHFA-Ersthelfer ausbilden lassen möchte, kann sich per Mail an Malte Prietz (LD) oder Diana Neben (KL) wenden.</p><div class="table-responsive"><table class="table" style="width:100%"> 	<tbody> 		<tr> 			<td> 			<p><strong>Terminvereinbarung</strong></p> 			<p>MHFA Landau: Offene Sprechstunde und Termine nach Vereinbarung über campusplus-mhfa-ld(at)rptu.de</p> 			<p>Weitere Infos </p> 			<p>MHFA Kaiserslautern: individuelle Gespräche nach Vereinbarung über die Fachschaften. Alle Infos dazu findest du </p> 			</td> 		</tr> 	</tbody> </table></div><p>&nbsp;</p>
<p>Text: Sara Pipaud</p>
<p>Bild: Pixabay</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 06 Dec 2023 13:52:00 +0100</pubDate>
                        <title>Geht eine Sozialwissenschaftlerin ins Landwirtschaftsministerium</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/geht-eine-sozialwissenschaftlerin-ins-landwirtschaftsministerium</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was wie der Anfang eines Witzes klingt, beschreibt das Pflichtpraktikum, das Lena Frohn im Rahmen ihres Studiums an der ֱ absolviert hat. Wobei bereits im Anfang dieses Witzes zwei Ungenauigkeiten auffallen; erstens ist ihr </strong><strong> noch nicht abgeschlossen. Zweitens lautet die korrekte Bezeichnung ihrer sechswöchigen Arbeitsstelle </strong><strong>, kurz BMEL. Doch die wenigsten der Themen dort kann man wie die Erzählung eines Witzes beginnen, wie sie in unserer Studi-Kolumne schreibt. </strong></p>
<p>„Und was für einen Doktor machen Sie?“ wurde ich an einem meiner ersten Praktikumstage während des Mittagessens in der Kantine gefragt. Tja. Was antwortet man da, wenn man im glorreichen siebten Semester eines Bachelorstudiums ist, das noch dazu nicht einmal im Entferntesten etwas mit der Fachrichtung irgendeines am Tisch anwesenden Menschen zu tun hat? Am besten mit der Wahrheit; „Ich studiere Sozial- und Kommunikationswissenschaften“. An die auf diese Aussage folgenden skeptischen Blicke und Nachfragen sollte ich mich schnell gewöhnen. Die meisten Menschen, mit denen ich zu tun hatte, hatten mindestens Masterabschlüsse in Agrarwissenschaften, Biologie, Tierwissenschaften oder hatten Jura studiert. Der Begriff „Kommunikationswissenschaften“ hätte für viele wohl ebenso gut einer Fremdsprache entstammen können. Wenn ich in der Folge aber erklärte, dass ich mich insbesondere für politische Kommunikation und Klimaschutz interessiere, senkten die hochgezogenen Augenbrauen sich meist ein wenig. Dabei ist die Arbeit in einem fachfremden Gebiet politisch gar nichts ungewöhnliches; der aktuelle Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ist schließlich ausgebildeter Erzieher und dennoch gehören seine Beliebtheitswerte in der Ampel-Koalition zu den besten.</p>
<p>Das Referat, in dem ich während meines Praktikums arbeitete, ist für Klimaschutz, Klimaanpassung und Wasser zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Vorbereitungen auf die 28. Weltklimakonferenz, welche dieses Jahr vom 30. November bis 12. Dezember in Dubai stattfanden und gerade zu Ende gegangen ist. Für mich bedeutete das beispielsweise Lebensläufe der Personen zu erstellen, mit denen der Minister auf der COP 28 (Conference of the Parties) voraussichtlich sprechen würde. Wie man sich vielleicht denken kann, war die Liste sehr lang. All diese vielen wichtigen Menschen auf der Konferenz hatten außerdem viele wichtige Termine. In einem „How-to-COP-Workshop“ des Auswärtigen Amts, den ich besuchen durfte, zeigte einer der dortigen deutschen Verhandler seinen Terminplan der Klimakonferenz in Ägypten in 2022; Er kam auf 137 Tagespunkte. Ich habe nicht nachgezählt, wie viele Veranstaltungen ich für die Delegation des BMEL herausgesucht habe, die relevant für sie sein könnten. Wer weiß, vielleicht wäre ich nie mit dem Zählen fertig geworden.</p>
<p>Mein Blick auf die Klimakonferenzen hat sich durch meinen Blick hinter die Kulissen auf jeden Fall verändert. Unbestritten ist, dass aus klimaaktivistischer Perspektive dort viel zu wenig passiert. Aktuell steuern wir laut des  auf eine Erderwärmung von 4,4 °C im Vergleich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu. Der  bescheinigte der Bundesregierung, dass sie auch 2023 ihre Klimaziele verfehlt. Eine Klimakonferenz reiht sich an die nächste und dennoch ist der Ausstieg aus den fossilen Energien, den es so dringend zeitnah braucht, nicht in Sichtweite. Nun könnte man darüber diskutieren, ob das nicht auch damit zu tun hat, dass ein Land wie die Vereinigten Arabischen Emirate, deren Wirtschaft auf dem Export von Öl basiert, die Präsidentschaft für die Konferenz übernimmt. Ich halte das nach wie vor meinem Praktikum für einen sehr berechtigten Punkt. Bei so unterschiedlichen Vorstellungen ist es dennoch bemerkenswert, dass die Parteien weiter miteinander sprechen. Die Verhandlungen dort sind mit Sicherheit kein Zuckerschlecken und dauern teils bis tief in die Nacht. Meiner Erfahrung nach ist es bei weitem nicht so, dass den Menschen, die auf die COP gehen, das Thema egal wäre. Sie machen das ganze eben aber auch schon eine Zeit lang und wissen, wie der Hase läuft. Dass sie die Reise nicht mit einem Feuer der Euphorie und Veränderungsbegeisterung antreten, ist aus meiner Sicht nachvollziehbar.</p>
<p>Auch unabhängig davon, dass die Weltklimakonferenz bevorstand, war meine Zeit im BMEL politisch aufregend. Zwei Wochen vor dem Ende meines Praktikums urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass die ungenutzten Sondermittel, die die Regierung zum Kampf gegen die Corona-Krise aufgenommen hatte, nicht für andere Sinne genutzt werden dürfen. Plan der Regierung war es gewesen, das übrige Geld für die klimagerechte Transformation des Landes auszugeben, um keine weiteren Schulden machen zu müssen. Dieser Plan war jetzt, auf gut Deutsch gesagt, im Eimer. Von diesem Problem ist insbesondere der Klima-und-Transformationsfond betroffen, für den auch das Klimaschutzreferat im BMEL zuständig ist. Es folgte eine vom Finanzministerium angeordnete Haushaltssperre, inklusive wochenlanger Haushaltskrise. Die Gespräche darüber füllten schnell die Gänge, Referatsbesprechungen und Kantinengespräche. In Meetings mit Außenstehenden sprachen diese einen zuallererst auf die aktuelle Haushaltssituation an und inwiefern das eigene Projekt denn davon betroffen wäre. Kurz gesagt: Das Problem war in aller Munde. Wenn ich in diesen Tagen nach Hause kam, war ich daher total verwirrt, dass dort niemand darüber sprach. Meine Freundinnen und Freunde hatten von dem Urteil zwar mitbekommen, aber selbst diejenigen, die sich für Klimaschutz interessierten, schienen nicht richtig greifen zu können, was das nun bedeutete. Um fair zu sein, glaube ich, dass mir das ähnlich ergangen wäre, hätte ich nicht an der Quelle gesessen.</p>
<p>Mir ist durch das Praktikum vor allem klar geworden, dass Politik eine riesige Blase ist. Die Themen, die intern besprochen werden sind meist ganz andere, als die, die außerhalb ankommen. Die Art und Weise wie intern über die Themen gesprochen wird (sehr nüchtern, aber konstruktiv) unterscheidet sich außerdem vollkommen von der Berichterstattung über sie, von den Diskussionen am Stammtisch ganz zu schweigen. Wie ich aus meinem Studium weiß, hängt das mit der Medienlogik zusammen. Komplexe Zusammenhänge passen nun mal nicht verständlich erklärt in eine kurze Überschrift, erst recht nicht, wenn sie Lust machen soll, den dazugehörigen Artikel zu lesen. Ich finde es dennoch sehr kurz gedacht, die Schuld ausschließlich den Medien zu geben. Viel davon hat auch mit politischer Bildung zu tun. Wenn selbst Menschen mit Abitur nicht so genau wissen, wie der Bundeskanzler gewählt wird, wie soll eine Gesellschaft dann komplexe Urteile des höchsten Gerichts zu politisch immens wichtigen Fragen verständlich einordnen?</p>
<p>Nicht nur in dieser Hinsicht hat das Praktikum mich weitergebracht. Ich weiß nun nicht nur, dass ich im politischen Bereich arbeiten möchte, sondern auch, dass ich es kann. Mein Wunsch, in der politischen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zu arbeiten, hat sich durch das Praktikum glücklicherweise verstärkt. Ob ich das in einer Partei, einem Ministerium oder einer Nicht-Regierungs-Organisation mache, muss ich mir noch überlegen. Auch wenn ich ihn vermutlich noch 20 -mal abändern werde, fühlt es sich gut an, einen Plan zu haben. &nbsp;</p>
<p>Bild: privat<br> Text: Lena Frohn</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 06 Nov 2023 09:57:35 +0100</pubDate>
                        <title>Ehrenamt statt Kellnern: Wie Stipendien die studentische Kasse aufbessern können</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/ehrenamt-statt-kellnern-wie-stipendien-die-studentische-kasse-aufbessern-koennen</link>
                        <description>Ehrenämter sind zeitaufwändig, oft anstrengend und meist nahezu unbezahlt. Dennoch engagieren sich knapp 40 Prozent der Deutschen in ihrer Freizeit für einen guten Zweck. Zu ihnen gehört Katarina, 22 Jahre alt und Studentin der ֱ in Landau. In Folge ihrer langjährigen Arbeit für die Pfadfinder hat sie ein Stipendium erhalten. Uns hat sie berichtet, wie das ihr Verhältnis zu Ehrenamt, Lohnarbeit und Finanzen veränderte. Außerdem räumt sie mit Klischees über hochbegabte Stipendiaten und Kekse verkaufende Pfadfinder auf. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><em>Ehrenämter sind zeitaufwändig, oft anstrengend und meist nahezu unbezahlt. Dennoch engagieren sich knapp 40 Prozent der Deutschen in ihrer Freizeit für einen guten Zweck. Zu ihnen gehört Katarina, 22 Jahre alt und Studentin der ֱ in Landau. In Folge ihrer langjährigen Arbeit für die Pfadfinder hat sie ein Stipendium erhalten. Uns hat sie berichtet, wie das ihr Verhältnis zu Ehrenamt, Lohnarbeit und Finanzen veränderte. Außerdem räumt sie mit Klischees über hochbegabte Stipendiaten und Kekse verkaufende Pfadfinder auf. </em></p>
<p>Pfadfinder spielen schon lange eine wichtige Rolle in Katarinas Leben: Als Siebenjährige kam sie das erste Mal zu den Pfadfindern und verbrachte einen großen Teil ihrer Kindheit im dortigen Verband. „In den wöchentlichen Gruppenstunden, die von Personen im Teenager-Alter geleitet wurden, haben wir viel gespielt, aber es gab auch immer wieder Veranstaltungen, die sich über ganze Tage zogen. Das kann man sich wie ein Ferienlager vorstellen“, erzählt Katarina. Als sie 2020 ihr Abitur absolvierte, war sie selbst seit einigen Jahren Gruppenleiterin. Für ihr Studium der  zog sie nach Landau. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, sich weiter für die Pfadfinder zu engagieren. „Ich glaube, viele junge Menschen beenden ihr Engagement nach dem Abitur, weil sie umziehen. Man könnte mit dem Wechsel des Wohnorts zwar auch die Pfadfindergruppe wechseln, aber das ist bei uns ähnlich wie bei einem Fußballverein. In gewisser Weise wird man dort hineingeboren“, lacht Katarina.</p>
<p>Dass Katarina nach dem Abitur ihrem Engagement und Hobby nicht den Rücken kehren musste, um wie viele Studierende mit einem Nebenjob ihren Unterhalt zu verdienen, hat sie einem besonderen Stipendium zu verdanken. Vergeben wir es von der  und richtet sich an „begabte Studierende, die sich in besonderer Weise durch gesellschaftliches Engagement auszeichnen.“ Wie viele andere dachte Katarina zunächst, man müsse in jedem Fach Bestnoten haben, um sich auf eine solche Förderung bewerben zu können. Gute Noten sind zwar Voraussetzung, aber man muss keinen 1,0-Schnitt vorweisen. Was bei diesem Stipendium zählt, ist vor allem das Engagement für die Gesellschaft. Die Stiftung fördert jedes Jahr etwa 400 Studierende und Absolventen, die in finanziellen Notlagen sind, Kinder haben oder sich wie Katarina gesellschaftlich engagieren. Die Auswahl der Studierenden wird von den Hochschulen selbst getroffen.</p>
<p><strong>Stipendium statt Bafög</strong></p>
<p>Katarina erzählt, dass es ihr bei der Bewerbung auf das Stipendium schwerfiel, eine durchschnittliche Stundenanzahl für ihre Arbeit anzugeben: „Auf Lagern und Lehrgängen arbeite ich 24/7, inklusive nachts. In anderen Wochen sind es vielleicht zwei oder drei Stunden.“ Die Bewerbung bei der Stipendienstiftung hat sie dabei wesentlich positiver in Erinnerung als ihren Bafög-Antrag: „Ich erinnere mich noch, dass ich zu Beginn des ersten Semesters in einem Berg an Unterlagen untergegangen bin, um Bafög zu beantragen. Für mich war das eine einzige Katastrophe“. Wie bei vielen anderen Studierenden auch lohnte sich der Stress nicht: Katarina erhält bis heute kein Bafög.</p>
<p><strong>Arbeit geht nicht ohne Wertschätzung </strong></p>
<p>„Durch das Stipendium mache ich mir auf jeden Fall weniger Gedanken um Geld“, überlegt Katarina. Generell sei sie aber eine sparsame Person, die gut einschätzen kann, wo Abstriche möglich sind. Auch Katarinas Sicht auf Arbeit hat sich durch das Stipendium grundlegend verändert: „Bevor ich das Stipendium hatte, habe ich meine Arbeitszeiten manchmal mit anderen verglichen und gemerkt, dass ich mehr arbeite und weniger Geld dafür erhalte“, erzählt Katarina. „Natürlich ist es der Sinn eines Ehrenamtes, es nicht für das Geld zu machen“, räumt sie ein. Wenn das Stipendiengeld ein reguläres Gehalt wäre, wäre sie „grandios unterbezahlt“. Dennoch stellt es für sie eine der seltenen materiellen Wertschätzungen ihrer ehrenamtlichen Arbeit dar. „Es bedanken sich immer wieder Menschen für das, was ich tue. Aber mir hat eine Art offizielles Dankeschön gefehlt.“ Dafür sei das Stipendium perfekt.</p>
<p><strong>Von der Teilnehmerin zur Organisatorin </strong></p>
<p>Auch wenn Katarina nicht mehr in ihrer Heimat wohnt und sich vor Ort engagieren kann, werden auf der Bundesebene der Pfadfinderverbände Menschen gebraucht, die wichtige Aufgaben übernehmen. Aktuell arbeitet Katarina im Bundesverband in der Podcast-Redaktion und der Fachgruppe „Partizipation“ mit. Und sie engagiert sich dennoch weiterhin in ihrem Heimatverband. Hier sitzt sie im Arbeitskreis „Anti-Diskriminierung“ und übernimmt einige Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem schult sie als Dozentin auf Lehrgängen andere Engagierte darin, wie sie gute Gruppenleitungen werden können.</p>
<p><strong>Wertevermittlung als Arbeit </strong></p>
<p>Durch die Pfadfinder konnte Katarina Freundschaften mit Menschen aus ganz Deutschland schließen. Gemeinsam arbeiten alle auf ein Ziel hin: Die Kinder sollen eine schöne Zeit haben und dabei am besten noch etwas Wertvolles mitnehmen. Das ist insbesondere ein Anliegen des Arbeitskreises „Anti-Diskriminierung“: „Wir überlegen uns beispielweise Ideen, wie die Gruppenleitungen vermitteln können, was hinter Rassismus steht. Bei siebenjährigen Kindern können wir nicht mit der Definition kultureller Aneignung anfangen. Es geht eher darum, ihre Empathie für andere Menschen und andere Kulturen zu fördern, was eine Grundlage für Anti-Diskriminierung ist“, erklärt Katarina. Der Arbeitskreis konzipierte deshalb ein Spiel, bei dem Gefühle pantomimisch dargestellt und erraten werden müssen. Denn: „Dadurch verstehen die Kinder beispielsweise, wie ungut es sich anfühlt, traurig zu sein und wünschen es anderen nicht.“ Unter anderem durch ihr Studium ist Katarina für solche sozialen Fragen sensibilisiert. Hier belegte sie beispielsweise Veranstaltungen zur Sozialstruktur moderner Gesellschaften aber auch zur Sozialpsychologie mit Schwerpunkt auf Gruppen und Interaktion. Dabei nimmt Katarina die Pfadfinder als inklusiver als den Rest der Gesellschaft wahr: „Auf dem Gymnasium hatte ich kaum Anknüpfungspunkte mit Menschen mit Behinderung oder aus anderen sozialen Schichten. Bei den Pfadfindern gibt es zwar noch Luft nach oben, grundsätzlich sind wir aber viel durchmischter.“</p>
<p>Text: Lena Frohn<br> Foto: privat</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Oct 2023 15:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Mentoring für Studienanfängerinnen – Immer jemand da, den man fragen kann</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/mentoring-fuer-studienanfaengerinnen-immer-jemand-da-den-man-fragen-kann</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einigen Studienfächern der ֱ sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Um gezielt Studentinnen zu fördern, gibt es bereits seit 2010 das Projekt „Mentoring für Studienanfängerinnen“: Eine Mentorin, eine erfahrene Studentin, unterstützt dabei ihre Mentee, eine Studienanfängerin.</strong></p>
<p>„Telefoniert haben wir bereits vor meinem Studienbeginn, etwa zwei Monate bevor ich an die Uni gekommen bin“, berichtet Florentine Domrös über den ersten Kontakt zu ihrer Mentorin Annelina Valerius. Weitere Treffen folgten online und beim Start ins Studium vor Ort in Kaiserslautern: „Ich hatte am Anfang vor allem viele organisatorische Fragen. Es war gut zu wissen, dass da jemand ist, der einem alles erklären kann.“ Annelina Valerius und Florentine Domrös studieren beide Mathematik auf Bachelor – wobei Annelina Valerius vier Semester weiter ist. In Kontakt gebracht wurden sie über das Mentoring-Programm für Studienanfängerinnen, das von der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie der ֱ ins Leben gerufen wurde. Annelina Valerius: "Bei dem Projekt werden Tandems zusammengeführt. Das sind eine ältere Studentin, die mindestens im dritten Semester ist und eine Studienanfängerin aus demselben Fach." Ziel sei es, dass die Ältere die Jüngere in ihren ersten beiden Semestern berät, etwas unter die Arme greift – und vielleicht auch vor dem einen oder anderen Stolperstein warnt.</p>
<p><strong>Mentoring-Programm war ein Grund für die Wahl des Studienortes Kaiserslautern</strong></p>
<p>„Unter anderem wegen des Mentoring-Programms habe ich mich überhaupt erst für den Studienort Kaiserslautern entschieden“, sagt Florentine Domrös, die wusste, dass sie sich mit Mathematik kein leichtes Fach ausgesucht hat – und deshalb von Anfang an auf Unterstützung vertraute: „Mathematik studieren viele schlaue Leute. Viele von ihnen haben ein Einserabi.“ Doch der Einstieg in das Studienfach sei für die allermeisten hart: „Einige brechen ab, weil das Fach ganz anders ist als der Mathe-Unterricht in der Schule.“ Was ist das Herausfordernde? „An der Uni geht es nicht ums Rechnen, sondern darum, Beweise zu führen, strukturiert zu denken", erklärt die 21-Jährige. "Es begegnet einem kaum eine Zahl. Ein Mathematik-Studium ist, als würde man eine andere Sprache lernen.“</p>
<p><strong>Gemeinsam Anfangsschwierigkeiten ausräumen</strong></p>
<p>Annelina Valerius kennt diese Anfangsschwierigkeiten aus eigener Erfahrung: „Ab der 10. Klasse war mir klar, dass ich Mathematik studieren möchte. Ich war sehr gut in dem Fach, hatte Mathe als Leistungskurs. Habe an Mathematik-Wettbewerben teilgenommen.“ Doch der Einstieg in das Mathematik-Studium war für die einst sehr gute Schülerin die pure Überforderung: „Ich habe mich richtig schlecht gefühlt. Die ersten Klausuren habe ich nicht bestanden.“ Drei Semester habe sie sich dann selbst Zeit gegeben, wollte herausfinden, ob es mit ihr und der Mathematik doch noch etwas werden könnte. Wollte nicht gleich alles hinschmeißen. Sie meldete sich unter anderem beim Mentoring-Programm an, war damals selbst Mentee, bekam Unterstützung. „Heute weiß ich, dass man sich viel Druck vor allem selbst macht“, resümiert Annelina Velarius, „viele scheitern einfach an sich selbst“.</p>
<p>&nbsp;<strong>„Immer jemand da, den man fragen kann“</strong></p>
<p>Ihre Erfahrungen wollte die Mathematik-Studentin Valerius weitergeben, wurde mit Beginn des Wintersemesters 2021/ 22 die Mentorin der damaligen Studienanfängerin Florentine Domrös. Eine glückliche Fügung, von der beide profitiert haben: „Annelina hat mir von Anfang an den Perfektionismus genommen. Mit ihr konnte ich reden.“ Die beiden haben sich immer mal wieder getroffen, auch zusammen gekocht, die Chemie zwischen ihnen hat einfach gestimmt: „Annelina hat mir klar gemacht, dass es ganz normal ist, wenn es mal nicht so läuft. Wenn man mal zweifelt.“ Und: &nbsp;„Auch vor Klausuren habe ich ihren Rat eingeholt“. Wie sah die Hilfe konkret aus? „In Mathematik haben wir beispielsweise nach den ersten beiden Semestern eine sehr umfangreiche mündliche Prüfung“, erzählt Florentine Domrös. „Annelina hat mit mir gelernt, mir auch Tipps für die Prüfung gegeben.“ Und die 22-jährige Mentorin ergänzt: „Das war für mich ja auch eine gute Gelegenheit, den Stoff noch mal zu wiederholen.“ Und darüber hinaus? Was nimmt Annelina Valerius außerdem aus ihrer Mentorinnen-Tätigkeit mit? „Ich habe viel darüber gelernt, wie man führt. Man führt und leitet in gewisser Weise ja seine Mentee. Fähigkeiten, die man vielleicht noch mal brauchen kann, wenn man beispielsweise im Berufsleben die Karriereleiter hinaufklettert und irgendwann Mitarbeiter führen muss." Insgesamt empfehle sie eine proaktive Herangehensweise, sagt Annelina Valerius, fragt man, was sie zukünftigen Mentorinnen mit auf den Weg geben möchte: „Wenn ich von Florentine mal länger nichts gehört habe, dann habe ich auch schon mal nachgefragt, wie es ihr geht.“ Florentine Domrös pflichtet dem bei: „Als Mentee tut es einem unheimlich gut, wenn man weiß, dass da jemand ist. Jemand, der auch von sich aus nachfragt.“ Der Zeitaufwand für die Mentorin sei überschaubar, ergänzt Valerius, die mit Florentine Domrös bereits ihre zweite Mentee begleitet hat: „Klar muss man Zeit investieren. Aber jetzt auch nicht so viel Zeit, dass man diese nicht aufbringen könnte. Und es macht ja Spaß.“</p>
<p><strong>Studentinnen stärken, damit sie gut durch ihre Uni-Zeit kommen</strong></p>
<p>Im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen konnten sich die beiden auch mit anderen Mentorinnen und Mentees des Projekts austauschen. Christine Klein, die das Ganze von Seiten&nbsp; der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie koordiniert, bekommt sehr gute Rückmeldungen: „Von den Mentees höre ich immer wieder, dass sie von dem Sicherheitsnetz profitieren, das ihnen das Programm bietet. Von den Mentorinnen, die das übrigens ehrenamtlich machen, höre ich, dass sie ihren eigenen Studienbeginn reflektieren.“</p>
<p>Dass das Projekt ein Erfolg ist, zeigen auch die steigenden Teilnehmerinnen-Zahlen: Zu Beginn des Wintersemesters 2022/ 23 haben sich über 50 Studienanfängerinnen angemeldet, darunter auch internationale Studierende. Christine Klein: „Ich versuche dann für jede eine passende Mentorin zu finden. Das erste entscheidende Kriterium bei der Tandem-Bildung ist natürlich, dass beide Studentinnen das gleiche Fach studieren. Bei einer größeren Auswahl schaue ich nach gemeinsamen Hobbys und Interessen.“ Genau wie auch Annelina Valerius seien die meisten Mentorinnen übrigens selbst einst Mentee gewesen: „Ich freue mich immer, wenn sie dem Projekt auf diese Weise treu bleiben.“</p>
<p>Sich austauschen, gemeinsam Zweifel ausräumen – so möglicherweise sogar Studienabbrüche verhindern. Was könnte das Mentoring-Programm außerdem leisten? Wie könnte es sich weiter entwickeln? Christine Klein: „Ich könnte mir vorstellen, dass die Teilnehmerinnen noch mehr Verantwortung übernehmen. Dass auch die Mentorinnen etwa Treffen für alle organisieren.“ Profitieren können die Teilnehmerinnen bereits jetzt von den Workshops der Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie: „Es geht dabei um die Erweiterung der Soft Skills“, erklärt Christine Klein. Etwa um Selbstmotivation, wie man eine herausfordernde Kommunikation meistert – oder auch darum, die eigenen Stärken zu entdecken. „Das sind alles Themen, die den Studentinnen dabei helfen sollen, gut durchs Studium zu kommen.“ Christine Klein wünscht sich, dass die Teilnehmerinnen des Mentoring-Programms auch nach ihrem Studium in Kontakt bleiben, „dass sie ein Netzwerk bilden, sich auch weiterhin gegenseitig unterstützen“.</p>
<p><strong>Ein Netzwerk auch für den weiteren Lebensweg</strong></p>
<p>Florentine Domrös und Annelina Valerius sind Freundinnen geworden. Das sei allerdings nicht selbstverständlich für jedes Tandem, betonen beide. Dennoch könne man seinen Nutzen aus dem Austausch ziehen, sie würden das Mentoring-Programm in jedem Fall weiterempfehlen. Annelina Valerius: „Am besten meldet man sich möglichst früh an. Damit Mentorin und Mentee noch vor Semesterbeginn miteinander Kontakt aufnehmen können.“</p>
<p>Und wie geht es für die beiden Mathematik-Studentinnen weiter? Florentine Domrös möchte nach dem Bachelor einen Master in Mathematik anhängen. Annelina Valerius will nach dem Bachelor die ֱ verlassen, einen ganz anderen, neuen Weg einschlagen: „Ich möchte etwas Handwerkliches machen, eine Ausbildung zur Konditorin.“ Doch sie schließt nicht aus, dass sie irgendwann ebenfalls einen Master in Mathematik absolviert, vielleicht berufsbegleitend. „Dann frage ich Florentine um Rat, sie wird dann meine Mentorin.“ Und Florentin Domrös meint lachend: „Ja sehr gerne. Natürlich werde ich Dir helfen.“</p>
<p><strong>"Mentoring für Studienanfängerinnen" ist ein Projekt der&nbsp;Stabsstelle Gleichstellung, Vielfalt und Familie:</strong><br> <a href="/s/mentoring" target="_blank">rptu.de/s/mentoring</a></p>
<p>Text: Christine Pauli, Feste freie Mitarbeiterin im Bereich Wissenschaftskommunikation / Hochschulkommunikation / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ֱ<br> Fotos: Thomas Koziel, Fotograf, Stabsstelle Universitätskommunikation der ֱ</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 29 Sep 2023 14:26:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wie funktioniert das jetzt mit dem Studieren? Der Ersti-Guide der ֱ.</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wie-funktioniert-das-jetzt-mit-dem-studieren-der-ersti-guide-der-rptu</link>
                        <description>Neu an der ֱ? Und du fragst dich gerade, wo die Mensa ist, wie du an Literatur für deine Veranstaltungen kommst oder was eigentlich der AStA ist. Hier geben wir dir Starthilfe.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neu an der ֱ? Und du fragst dich gerade, wie du an Literatur für deine Veranstaltungen kommst, wo du mittags essen gehen kannst oder was eigentlich der AStA ist? Hier geben wir dir Starthilfe.</strong></p>
<p><strong>&gt;&gt; Wie komme ich an den Campus? </strong></p>
<p>Der Campus in Kaiserslautern liegt im Grünen. Vom Hauptbahnhof kannst du die Buslinien 105, 115 und 116 der  nehmen und an einer der vier Haltestellen auf dem Campus aussteigen. Da gibt es Uni West, Uni Süd, Uni Sporthalle und Uni Zentral. Übrigens: Im gesamten VRN-Verbundgebiet gilt dein Semesterticket! Du musst dir also keine Fahrkarte kaufen.&nbsp; Wenn du lieber mit dem Fahrrad fährst und kein eigenes hast, leih dir einfach bequem eins bei VRNnextbike. Die erste halbe Stunde ist für Studis kostenlos!</p>
<p>In Landau kann man quasi alles zu Fuß oder mit dem Rad erledigen&nbsp;– so auch den Weg zum Campus. Oder du kommst vom Hauptbahnhof aus über die Buslinien 500, 520, 521, 535, 536, 537 und 538 gut an den Campus. Aussteigen kannst du an den Haltestellen Bethesa, Zoo (Abzw. Uni) und am Alten Messplatz. Von hier ist der Campus innerhalb von 5 Minuten fußläufig zu erreichen.</p>
<p>Für alle, die mit dem Auto kommen: Die <a href="/gebaeude-und-lageplaene" target="_blank">äԱ</a> von beiden Campus, die auch vorhandene Parkflächen anzeigen, bieten erste Orientierung.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Essen auf dem Campus</strong></p>
<p>An beiden Standorten der ֱ ist für dein leibliches Wohl gesorgt! In den Mensen gibt es jeweils verschiedene Ausgaben, wobei immer ein fleischloses Essen zur Auswahl steht. Die Veggie-Ausgabe in Landau ist sogar größtenteils vegan. Darüber hinaus gibt es an beiden Standorten zusätzlich ein Bistro, beziehungsweise eine Cafeteria für den kleinen Hunger. Das „Bistro 36“ in Kaiserslautern hält dabei viele vegane Angebote sowie Bio-Produkte bereit. Die Speisepläne findet ihr auf den Seiten der Betreiber, dem , beziehungsweise  für Landau.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Sport und Kultur</strong></p>
<p>Zum Uni-Leben gehören nicht nur Vorlesungen und Hausarbeiten! An der ֱ gibt es zahllose Freizeit-Angebote für jeden Geschmack. Auf dem Campus in Kaiserslautern gibt es sogar ein eigenes Fitnessstudio, das . Ob Fussball, Yoga für Einsteiger oder Ultimate Frisbee – &nbsp;der ist an beiden Standorten mit vielen Angeboten präsent. Nicht nur das: Ebenso steht euer seelisches und soziales Wohl im Mittelpunkt: Das Team von  bietet daher verschiedene Aktivitäten ein. Schaut einfach mal rein. Es lohnt sich!</p>
<p>Auch Kultur soll während des Studiums nicht zu kurz kommen. In Landau gibt es daher immer wieder Ringvorlesungen, studentisch organisierte Workshops oder ähnliches. Für solche Aktionen schaut ihr am besten bei euren Fachschaften vorbei! Das Kultur- und Freizeitangebot bereichern in Kaiserslautern auch <a href="/campuskultur" target="_blank">CampusKultur</a> und das <a href="/zkw" target="_blank">Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)</a> in Landau. Zum Angebot gehören Filmvorführungen, Slam-Veranstaltungen, Konzerte – selbst mitmachen könnt ihr bei der Theatergruppe oder im Chor.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Wo kann ich lernen? </strong></p>
<p>Manchmal funktioniert das Denken in den eigenen vier Wänden einfach nicht so gut. Dafür gibt es unsere , in denen ihr außerdem reichlich Literatur für eure Hausarbeiten und Veranstaltungen findet.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Was macht das Hochschulrechenzentrum?</strong></p>
<p>Grob gesagt kümmert sich das  um alles rund um IT und zugehörige Technik. Das beginnt mit deinem persönlichen ֱ-Account, der dir Zugriff auf digitale Dienste im Universitätsnetzwerk bietet. Auch wenn du für eine Veranstaltung eine bestimme Software herunterladen oder einen VPN-Tunnel einrichten musst, wendest du dich am besten an das RHRZ.</p>
<p>Gut zu wissen: Das RHRZ kümmert sich auch um die Druckausgabe. Jeden Monat stehen dir 200 Blatt weiße DIN A 4 Seiten kostenlos zur Verfügung!</p>
<p><strong>&gt;&gt; Wer hilft bei organisatorischen Fragen zum Studium? </strong></p>
<p>Du willst eine Prüfung anmelden, den Studiengang wechseln oder BAföG beantragen? Für alle diese organisatorischen Belange gibt es Anlaufstellen an der ֱ. Informationen über alle sogenannten Verwaltungs-Services findest Du <a href="/verwaltung/studentisches" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Wieso sollte ich den AStA kennen?</strong></p>
<p>Das Kürzel AStA steht für “Allgemeiner Studierendenausschuss”. Unter diesem Dach finden Studierende zusammen, die euch gegenüber der Hochschule, aber auch in der Gesellschaft vertreten. Der AStA organisiert beispielsweise das Semesterticket oder engagiert sich für gerechtere BAföG-Verteilung. Ihr könnt euch aber auch an den AStA wenden, wenn ihr ganz praktische Fragen zum Studium habt.</p>
<p>Der  bietet sogar ein eigenes Kino für Studis an. Der Vorsitzende Aaron Hackenberg hebt zudem die beratende Funktion des Ausschusses hervor: „Studierende können mit allen möglichen Belangen rund um das universitäre Leben zum AStA kommen. Von Prüfungsberatung bis zur Unterstützung beim Mietrecht helfen wir entweder direkt oder leiten zu den entsprechenden Stellen weiter.”</p>
<p>Der  bietet eine eigens für Erstis konzipierte digitale O-Messe (O wie Orientierung) an. Außerdem organisiert er die legendäre Schnipseljagd und die Ersti-Kneipentour, auf denen ihr erste Kontakte zu euren Mitstudierenden knüpfen könnt. Kaya Ludian, Pressereferentin, macht deutlich: „Wer mit Fragen oder Problemen auf uns zukommt - ob es um den Stundenplan, Auto- und Fahrrad-Verleih oder um Diskriminierung am Campus geht - wird niemals abgewiesen, sondern maximal an das entsprechende Referat weitergeleitet.”</p>
<p><strong>&gt;&gt; Wo kann ich wohnen?</strong></p>
<p>In  gibt es fünf studentische Wohnheime in der Nähe des Campus. Auf einen Wohnheimplatz kannst du dich online beim Studierendenwerk bewerben. In  gibt es drei studentische Wohnheime zur Auswahl. Die Anmeldung erfolgt ebenso über die Webseiten des Studierendenwerks.</p>
<p>Damit die Wohnungssuche ein Erfolg wird, schaust du dich am besten parallel auch nach anderen Möglichkeiten um. Recherchieren kannst du in Zeitungen (Wohnungsanzeigen enthält etwa die Rheinpfalz, die es in beiden Städten gibt), in Facebook-Gruppen oder auf Immobilien-Portalen. Für ein WG-Zimmer suchst du am besten auf den gängigen Portalen wie „WG-Gesucht“ oder „WG-Suche“.</p>
<p><strong>&gt;&gt; Lernen will gelernt sein</strong></p>
<p>Wenn die ersten Lernaufgaben zur Herausforderung werden: Mit den Services des Zentrums für Innovation und Digitalisierung in Studium und Lehre (ZIDiS) kannst du deine Lernweise verbessern und so auch deine Noten. Du erfährst, wie du selbstbewusster vorträgst, deine Lernzettel effektiver nutzt oder kannst an einem studienbegleitenden Coaching teilnehmen. Eine Übersicht der Angebote findest Du .</p>
<p><strong>&gt;&gt; Freizeit in Landau und Kaiserslautern </strong></p>
<p>Wenn du raus aus dem Studierendenalltag willst, gibt es in der Pfalz viele Möglichkeiten. Zum Beispiel verbindet der Pfälzer Wald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, beide Standorte. Dort findest du Raum zum Erholen und für Outdoorsport-Arten wie Mountainbiken (siehe ) oder Wandern (siehe ). Zudem ist die Pfalz auch für ihre zahlreichen  bekannt, die in den Orten entlang der Deutschen Weinstraße übers Jahr verteilt stattfinden.</p>
<p>Ebenso bieten die Städte Kaiserslautern und Landau abwechslungsreihe Kultur- und Freizeitangeboten – hier ein erster Überblick:</p><div class="well"><p>Kaiserslautern:</p><ul class="list-normal"> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> </ul></div><div class="well"><p>Landau:</p><ul class="list-normal"> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> 	<li></li> </ul></div><p>Und dann gibt es natürlich noch die klassischen Ausflugsziele fürs Wochenende: Die Kalmit, das Hambacher Schloss, die Karlstalschlucht, den Gelterswoog oder eine der zahlreichen Burgen. Inspirationen gibt es . Unterwegs im Pfälzer Wald findet ihr an vielen Stellen die Hütten des Pfälzerwald-Vereins (PWV), die deftige Küche bieten – die Pfälzer Hüttenkultur ist übrigens „Immaterielles Kulturerbe“. Und in den Weinbergen der “Toskana Deutschlands” lässt es sich wunderbar picknicken.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 14 Aug 2023 06:38:20 +0200</pubDate>
                        <title>Kreativ an Probleme herangehen</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/kreativ-an-probleme-herangehen-1</link>
                        <description>Architektur-Absolvent Pascal Lange hat im Rahmen seiner Diplomarbeit ein fiktives Nähmaschinenmuseum für das Pfaff-Areal in Kaiserslautern entworfen. Dabei war es ihm wichtig, ressourcenschonend zu arbeiten. Zugleich wollte er aber auch die Historie des identitätsstiftenden Ortes ein Stück weit erhalten. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Architektur-Absolvent Pascal Lange hat im Rahmen seiner Diplomarbeit ein fiktives Nähmaschinenmuseum für das Pfaff-Areal in Kaiserslautern entworfen. Dabei war es ihm wichtig, ressourcenschonend zu arbeiten. Zugleich wollte er aber auch die Historie des identitätsstiftenden Ortes ein Stück weit erhalten. </strong></p>
<p>„Kaiserslautern, die Stadt der PFAFF Nähmaschinen“ war einst Werbeslogan der Barbarossastadt – und beschreibt sehr treffend die jahrzehntelange Verbundenheit zwischen Stadt und eben jenem Pfaff-Werk, das weltweit gefragte Nähmaschinen produzierte. Doch viele der Werksgebäude zwischen König- und Herzog-von-Weimar-Straße sind inzwischen abgerissen. Nur wenige stehen noch. Wie indes die Zukunft des Pfaff aussehen könnte, war im Sommer 2022 Thema der Abschlussarbeit am Fachbereich Architektur der ֱ in Kaiserslautern. Die Aufgabe bestand darin, einen Entwurf für ein erdachtes Deutsches Nähmaschinenmuseum zu erstellen. Vier Monate hatte jeder der Absolventinnen und Absolventen Zeit, einen Ort der Technikgeschichte planerisch in den „Hansabau“ zu integrieren, eines der letzten verbliebenen Gebäude auf dem Areal, das 1954 nach Plänen von Johann Seeberger errichtet wurde.</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit ist großes Thema in der Architektur</strong></p>
<p>Einer der Absolventen war Pascal Lange: „Im Vordergrund meiner Idee steht, dass ich ressourcenschonend arbeiten wollte. Deshalb habe ich versucht, Bauteile wiederzuverwenden.“ Nachhaltigkeit ist bei Architektinnen und Architekten mittlerweile ein großes Thema. Nicht zuletzt, weil der Bausektor für 38 Prozent der globalen CO<sub>2</sub>-Emissionen verantwortlich ist. Aber auch die Geschichte von Pfaff wollte Pascal Lange bei seinen Plänen nicht außer Acht lassen: „Bei unserer ersten Begehung des Geländes war ich geschockt, wie wenige der ehemaligen Fabrikgebäude noch vorhanden waren. So viel war schon abgerissen.“ Und das angesichts der Tatsache, wie identitätsstiftend die Marke einst war: „Neben dem Fußball ist Kaiserslautern vor allem wegen Pfaff weit über die Stadtgrenzen hinweg bekannt.“ So kam ihm seine zentrale Idee: „In meinem Entwurf habe ich Bauteile der noch wenigen vorhandenen Gebäude wiederverwendet.“ Planerisch nutzte er dabei vor allem Bauteile aus den zum Abriss freigegebenen Fabrikhallen im Norden des Geländes: „Es ging mir darum, dass die Geschichte am Ort erhalten bleibt.“ So sieht man in seinem Entwurf, wie der Hansabau mit alten Ziegeln, Raumteilern und dem gesamten Tragwerk der Lagerhallen zu neuem Leben erweckt wird. Inwieweit konnte er die Inhalte seines Architektur-Studiums für die Lösung der Aufgabe nutzen? „Im Studium habe ich gelernt, kreativ zu denken. Dieser kreative oder auch künstlerische Umgang mit einer Aufgabe.“ Dass beispielsweise Bauteile wiederverwendet wurden, „war so direkt ja gar nicht gefordert.“ (CP)</p>
<p><em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 14 Aug 2023 06:35:17 +0200</pubDate>
                        <title>„Wenn man es schaffen will, dann am besten hier“</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/wenn-man-es-schaffen-will-dann-am-besten-hier-1</link>
                        <description>Florentine Domrös und Lena Wirries studieren im vierten Semester den Bachelor-Studiengang Mathematik an der ֱ in Kaiserslautern. An ihrer Uni schätzen sie vor allem die offene und familiäre Atmosphäre. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Florentine Domrös und Lena Wirries studieren im vierten Semester den Bachelor-Studiengang Mathematik an der ֱ in Kaiserslautern. An ihrer Uni schätzen sie vor allem die offene und familiäre Atmosphäre. </strong></p>
<p>Im Wintersemester 2021/22 habe sie damals ihr Studium aufgenommen, erzählt Florentine Domrös, die ursprünglich aus Brandenburg kommt, aus der Nähe von Berlin. Warum fiel die Wahl des Studienortes damals auf die TU in Rheinland-Pfalz? „Ich hatte mir im Vorfeld unter anderem das CHE-Ranking für Mathematik angeschaut.“ Jenes umfassende Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen also, das auf Urteilen von über 120.000 Studierenden beruht: „Es geht dabei um Studienbedingungen, Fakten zu Lehre, Ausstattung und Forschung. Hier schneidet Kaiserslautern regelmäßig sehr gut ab.“<br> <br> <strong>Im Mathematik-Studium geht es um Beweise</strong><br> <br> Bereits im Vorkurs haben sie und ihre Mit-Studierenden die besondere Herangehensweise der Uni-Mathematik kennengelernt: „Anders als in der Schule arbeitet man bei einem Mathematik-Studium mehr mit Beweisen“, berichtet Kommilitonin Lena Wirries. Ein Beispiel dafür sei, „dass man zeigen muss, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. Da geht man dann beispielsweise am Anfang davon aus, dass es endlich viele Primzahlen gibt. Daraus leitet man dann Folgerungen ab, bis man letztendlich zu einem Widerspruch kommt.“ Florentine Domrös ergänzt: „Man muss sich überlegen, wie gehe ich konzeptionell an so etwas heran. Wie fange ich an.“<br> <br> Und wie sieht der Alltag einer Mathematik-Studentin aus? „Wir haben im Durchschnitt drei Veranstaltungen pro Tag. Das können beispielsweise zwei Vorlesungen sein. Und dann vielleicht noch eine Übung“, erzählt Lena Wirries. „Dann gehen wir in die Mensa, wiederholen in der Bibliothek selbstständig den Lernstoff oder rechnen Übungsblätter durch.“ Ab dem zweiten Semester müsse man im Studium auch viel programmieren, ergänzt Florentine Domrös: „Vielen ist nicht bewusst, dass auch das Teil des Mathematik-Studiums ist.“</p>
<p>Und was würden sie jungen Menschen raten, die sich für ihr Studienfach interessieren? Lena Wirries: „Einfach ausprobieren. Man merkt sehr schnell, ob es das Richtige für einen ist.“ Und sie ergänzt: „Man sollte logisch denken können, Dinge auch hinterfragen wollen. Und man braucht Durchhaltevermögen.“ Mit der Wahl ihrer Uni sind beide sehr zufrieden: „Wenn man es schaffen will, dann am besten hier“, meint Florentine Domrös. Denn: Man bekomme an der ֱ sehr viel Unterstützung – von den Professorinnen und Professoren, aber auch von älteren Studierenden. (CP)</p>
<p><em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 14 Aug 2023 06:19:44 +0200</pubDate>
                        <title>Auf Elbe-Expedition Schadstoffen im Gewässer auf der Spur</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/auf-elbe-expedition-schadstoffen-im-gewaesser-auf-der-spur-1-1</link>
                        <description>In der Schule waren die Naturwissenschaften Alina Mees‘ Lieblingsfächer. Heute studiert die 23-jährige Umweltwissenschaften in Landau. Im vergangenen Sommer segelte sie im Namen der Wissenschaft zehn Tage mit dem Forschungsboot „Aldebaran“ über die Elbe. Für Alina der perfekte Ort, um im Team praktische Erfahrungen zu sammeln.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf Elbe-Expedition Schadstoffen im Gewässer auf der Spur</strong></p>
<p><strong>In der Schule waren die Naturwissenschaften Alina Mees‘ Lieblingsfächer. Heute studiert die 23-jährige Umweltwissenschaften in Landau. Im vergangenen Sommer segelte sie im Namen der Wissenschaft zehn Tage mit dem Forschungsboot „Aldebaran“ über die Elbe. Für Alina der perfekte Ort, um im Team praktische Erfahrungen zu sammeln.</strong></p>
<p>Auf ein Physikstudium fiel Alinas Wahl direkt nach dem Abitur. Mit dem Aufkommen der Fridays for Future-Bewegung rückte ihr Wunsch in den Vordergrund, die Prozesse in der Natur, die sie schon als Schülerin faszinierten, durch ein Studium besser zu verstehen. Das Studienfach zu wechseln und nach Landau zu kommen – für sie die richtige Entscheidung: „Ich fühle mich dem Klimawandel gegenüber oft machtlos, doch durch mein Studium verstehe ich die Zusammenhänge besser und hoffe, später beruflich etwas zum Schutz der Umwelt beitragen zu können.“</p>
<p>An ihrem Bachelorstudiengang gefällt Alina die breite Fächerkombination. Welche Ausrichtung ihr Master haben soll, ist noch offen. „Ich habe viele Ideen, was ich später beruflich machen will.“ Unter anderem könnte sie sich vorstellen, in Landau den englischsprachigen Master „Environmental Pollution Management“ anzuschließen, der darauf ausgerichtet ist, Methoden für Risikomanagement und -minderung im Hinblick auf Auswirkungen von Chemikalien auf biologische Systeme zu entwickeln. Im Sommer wird Alina ein Praktikum im Naturkundemuseum Münster machen. Sie wird Besuchergruppen begleiten und ein eigenes Projekt zu Grundwasserbrunnen betreuen.</p>
<p>Besonders mag Alina die praktischen Lehrformate wie Bestimmungskurse, Laborpraktika und Exkursionen, die durch die Coronasemester etwas zu kurz kamen. Die Möglichkeit, im vergangenen Sommer Teil der Elbe-Exkursion der Aldebaran zu sein, kam genau richtig. „Der Austausch mit den anderen Wissenschaftlern und die Möglichkeit, den Besuchern auf dem Boot Wissenschaft näherzubringen, war eine tolle Erfahrung.“ Alina untersuchte das Fluss-Sediment auf Methanproduktion – eines von sieben Forschungsprojekten an Bord. „Methan ist ein Treibhausgas. Forscher gehen davon aus, dass es 30 Prozent der vom Menschen verursachten Erwärmung ausmacht.“ Über das Forschungsprojekt hat Alina nun ihre Bachelorarbeit geschrieben. Ihr Tipp für angehende Studierende? „So früh wie möglich an der Uni als studentische Hilfskraft mitarbeiten, das eröffnet viel Praxiserfahrung und wertvolle Einblicke in die Forschung.“ (KT)</p>
<p><em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 02 Aug 2023 16:03:00 +0200</pubDate>
                        <title>Bestens aufgestellt – mit den Physik-Studiengängen der ֱ</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/bestens-aufgestellt-mit-den-physik-studiengaengen-der-rptu</link>
                        <description>Mit ihrem Studium sei sie sehr breit aufgestellt, berichtet Bachelor-Studentin Helena Gutheil über ihren Studiengang Biophysik an der ֱ. Auch Master-Student Fabian Isler hat die passende Wahl getroffen: Vor allem sein Interesse am wissenschaftlich-technischen Denken und Arbeiten habe ihn dazu motiviert, ein Physik-Studium aufzunehmen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit ihrem Studium sei sie sehr breit aufgestellt, berichtet Bachelor-Studentin Helena Gutheil über ihren Studiengang Biophysik an der ֱ. Auch Master-Student Fabian Isler hat die passende Wahl getroffen: Vor allem sein Interesse am wissenschaftlich-technischen Denken und Arbeiten habe ihn dazu motiviert, ein Physik-Studium aufzunehmen.</strong></p>
<p>„Ich war mir nicht sicher, ob ich Medizin studieren möchte oder lieber etwas Naturwissenschaftliches. Ich habe mich bewusst dann für den Studiengang Biophysik entschieden, weil dies eine gute Kombination aus beidem ist“, erzählt Helena Gutheil, die an der ֱ derzeit den entsprechenden Bachelor-Studiengang absolviert. An die Anfänge ihres Studiums erinnert sich die heute 19-Jährige gerne zurück: „Das war damals zu Beginn des Wintersemesters 2021/22. Die Corona-Zeit war noch nicht ganz zu Ende. Dennoch hatte die Fachschaft Physik einiges auf die Beine gestellt, um uns den Einstieg ins Studium zu erleichtern.“ Im Rahmen der Ersti-Tage, den Erstsemester-Einführungsveranstaltungen, konnte sie die Uni so bereits sehr gut kennenlernen.</p>
<p><strong>„Mich haben das wissenschaftlich-technische Denken und Arbeiten angesprochen“</strong></p>
<p>Auch Master-Student Fabian Isler, der sein Studium im Oktober 2019 aufgenommen hat, blickt positiv auf die Anfänge seiner Uni-Zeit zurück. Er studiert Physik – inzwischen im achten Semester: „Ich wusste nach der Schule nicht genau, ob ich lieber etwas in Richtung Ingenieurwissenschaften oder Physik machen möchte. Letztendlich ist es dann Physik geworden.“ Denn, so konkretisiert er es weiter: „Im Physik-Leistungskurs hat mich fasziniert, alltägliche Dinge technisch-naturwissenschaftlich zu hinterfragen. Hieran wollte ich auch in meinem Studium anknüpfen.“ Die Quantenphysik habe ihn schon damals angesprochen, „auch wenn mir, im Gegensatz zu heute, noch das Verständnis dafür fehlte“.</p>
<p>Die erste von ihm besuchte Lehrveranstaltung sei der Mathe-Vorkurs gewesen: „Dort wurden uns viele Grundlagen beigebracht, die wir natürlich für das Studium brauchten.“ Während der universitären Ausbildung haben ihm dann insbesondere die Labor-Praktika gut gefallen, alles aus dem Bereich Experimentalphysik fand er interessant. Schnell hat er Kommilitoninnen und Kommilitonen kennengelernt, gemeinsam haben sie sich an die vorgegebenen Übungen gesetzt: „Als Physik-Student muss man am Anfang des Studiums jede Woche drei bis vier Arbeitsblätter durchgehen.“ Und auch über den Tellerrand des eigentlichen Physik-Studiums konnte der aus Neustadt an der Weinstraße stammende Fabian Isler schauen: „Im Bachelor hatte ich Informatik als Nebenfach. Jetzt im Master ist es Elektrotechnik.“</p>
<p><strong>„Jeder kennt jeden“</strong></p>
<p>Für Helena Gutheil stand im ersten Semester Biophysik indes Allgemeine Chemie auf dem Programm, in Biologie gab es Lehrveranstaltungen mit den Schwerpunkten Genetik, Zellbiologie oder Pflanzenphysiologie. „Und natürlich eine Biophysik-Vorlesung, bei der man lernt, wie sich Biologie und Physik kombinieren lassen.“ Überhaupt sei sie mit ihrem Studium sehr breit aufgestellt, resümiert die aus Simmertal bei Kirn stammende Studentin – und es gefalle ihr, dass ihr Studiengang überschaubar sei: „In meinem Semester kennt jeder jeden. Wir kennen auch die Leute in den Semestern unter und über uns. Wenn man also irgendwelche Fragen hat, kann man ganz unkompliziert auf die anderen zugehen. Das erleichtert vieles.“ Fabian Isler schätzt diese familiäre Atmosphäre ebenfalls, wenngleich die Studierendenzahlen im grundständigen Physik-Studiengang etwas umfangreicher sind: „Angefangen haben wir mit 20 bis 30 Leuten. Mittlerweile sind es weniger geworden.“</p>
<p><strong>Engagement für andere</strong></p>
<p>Parallel zu ihrem Studium engagiert sich Helena Gutheil in der Fachschaft des Fachbereichs Physik: „Einmal pro Semester veranstalten wir beispielsweise ein Essen für alle Biophysiker. Da sind dann auch unsere Professorinnen und Professoren mit dabei.“ Fabian Isler bringt sich ebenfalls auf vielfältige Weise in der Physik-Fachschaft ein: Er kümmert sich um die Server und den Materialbestand – beispielsweise für die von der Fachschaft organisierten Feten. Und er ist Mit-Organisator von Vorlesungsumfragen: „Jede Vorlesung wird von Studierenden bewertet, so dass diese in Zukunft besser an die Bedürfnisse der Studierenden angepasst werden können.“ Für den Fachbereich Physik sitzt er zudem in der Fachschaftenkonferenz – tauscht sich dort mit Vertreterinnen und Vertretern der anderen ֱ-Fachschaften aus.</p>
<p><strong>Nach dem Studium hat man viele Möglichkeiten</strong></p>
<p>Seinen Bachelor-Abschluss hat Fabian Isler längst in der Tasche. Der Titel seiner Arbeit lautete „Aufbau und Charakterisierung eines resonanten Freistrahl-EOMs“. Inhaltlich ging es darum, so erklärt er es, „ein optoelektronisches Bauteil zu bauen, mit dem ein Laser frequenzstabilisiert werden kann“. Aktuell hat es den 23-Jährigen zum Auslandssemester ins französische Grenoble gezogen. Danach kommt er zurück an die ֱ und will seine Masterarbeit anfertigen. Für die Zeit danach denkt er über eine Promotion nach – „entweder in einem Unternehmen oder an einer Uni“.</p>
<p>Helena Gutheil möchte nach dem Bachelor in jedem Fall noch einen Master anhängen, auch an der ֱ: „Ich hatte mich damals ja vor allem wegen des Biophysik-Masterstudiengangs für die Uni in Kaiserslautern entschieden. Denn hier kann man im Bereich der medizinischen Biophysik vertiefen.“ Danach könne sie sich ebenfalls eine Doktorarbeit vorstellen. Später vielleicht eine Tätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung eines Biotech-Unternehmens.</p>
<p><strong>Unterstützung durch das Deutschlandstipendium</strong></p>
<p>Sowohl Helena Gutheil als auch Fabian Isler werden über das Deutschlandstipendium gefördert. Ein Programm der Bundesregierung, bei dem Studierende mit 150 Euro monatlich zum einem von einem Förderer unterstützt werden, – das können Privatpersonen oder auch Unternehmen sein. Zum anderen steuert der Bund weitere 150 Euro monatlich bei, sodass besonders leistungsstarke und engagierte junge Menschen 300 Euro zusätzlich in der Tasche haben. „Dadurch hat man natürlich einige Freiheiten“, berichtet die Biophysik-Studentin. Man müsse neben dem Studium „nicht zwangsweise noch einen Nebenjob annehmen“. Und einen weiteren Pluspunkt sieht die Stipendiatin, die im Rahmen des Deutschlandstipendiums von Dr. Kurt Jung gefördert wird: „Man kommt mit Leuten in Kontakt, die man ansonsten sicherlich nicht kennenlernen würde.“ So gab es gemeinsame Weiterbildungen und Exkursionen der Stipendiaten, beispielsweise in das Amazon Logistikzentrum Kaiserslautern. Auch Fabian Isler, der ebenfalls von Dr. Kurt Jung gefördert wird, schätzt die Vorteile: „Diese finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht es mir, meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten am Fachbereich Physik überhaupt erst nachzugehen. Denn das nimmt jede Woche ja doch einige Stunden Zeit in Anspruch.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Jun 2023 06:32:00 +0200</pubDate>
                        <title>Einsatz für die Menschen in der Ukraine</title>
                        <link>/studium/campusleben/detailanschicht-campusleben/news/einsatz-fuer-die-menschen-in-der-ukraine-1</link>
                        <description>Erik Schäfer studiert Lehramt im Master in den Fächer Mathematik und Sport am ֱ-Standort Landau. Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, war für ihn sofort klar, dass er helfen will. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erik Schäfer studiert Lehramt im Master in den Fächer Mathematik und Sport am ֱ-Standort Landau. Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, war für ihn sofort klar, dass er helfen will. </strong></p>
<p>Eigentlich war damals ein Skiurlaub mit Freunden geplant: Doch als Erik Schäfer am 24. Februar 2022 von der Invasion der russischen Truppen in die Ukraine erfuhr, war für ihn noch am selben Abend klar, dass er helfen will. Mit seinem ausgebauten Camping-Bus und ersten Hilfsgütern machte er sich auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze. Die dortige Situation wird er nie vergessen: „Innerhalb weniger Stunden wurde eine Erstannahme-Station für die fliehenden Menschen aufgebaut. Nichts davon war staatlich organisiert, es waren einfach viele Leute, die hergekommen sind, weil sie etwas tun wollten.“</p>
<p>Bereits auf dem Weg in die Ukraine teilte Erik Schäfer Unterstützungsaufrufe via Social ֱ, mit deren Hilfe er weitere Spenden wie Lebensmittel und Decken organisieren konnte: „In den ersten zwei Wochen habe ich maximal zwei Stunden am Tag geschlafen und zehn Kilo abgenommen. Es gab einfach immer etwas zu tun.“ Irgendwann ist er mit seinem Bus sogar selbst über die Grenze in die Ukraine gefahren – hat von dort Menschen nach Berlin gebracht. Eine Rettungsaktion, die er mehrfach wiederholte. Fahrten in der Ukraine seien alles andere als einfach gewesen, erinnert er sich: „Wir haben teilweise für 50 Kilometer über drei Stunden gebraucht, da man alle hundert Meter vom Militär kontrolliert wurde.“</p>
<p>Mit anderen Freiwilligen gründete er H.O.P.E e.V., ein Verein für Humanitäre Hilfe. Dieser hilft beispielsweise dabei, Medikamente nach Kiew zu bringen. Als Lehramtsstudent hatte Erik Schäfer mitbekommen, dass auch viele Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz helfen wollen. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern von H.O.P.E e.V. rief er deshalb die Aktion #rlpschülerhelfen ins Leben: Interessierte Schulen können auf diesem Weg Projekte organisieren und Gelder sammeln. Spendenläufe, Flohmärkte oder Kuchenverkäufe habe es bereits gegeben: „Mit dem gesammelten Geld finanzieren wir Spendengüter, die dringend gebraucht werden.“ Weitere Informationen unter  (SP)<br> <br> <em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 18 May 2023 06:37:00 +0200</pubDate>
                        <title>Für die Energiewende braucht es Fachwissen</title>
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                        <description>Mery Hach studiert Energie- und Verfahrenstechnik an der ֱ in Kaiserslautern. Mit diesem Fach, so sagt sie, erlerne sie die Grundlagen, um später beispielsweise an den Herausforderungen der Energiewende mitarbeiten zu können. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mery Hach studiert Energie- und Verfahrenstechnik an der ֱ in Kaiserslautern. Mit diesem Fach, so sagt sie, erlerne sie die Grundlagen, um später beispielsweise an den Herausforderungen der Energiewende mitarbeiten zu können. </strong></p>
<p>„Der zusammenhängende Campus hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Und auch, dass die Uni in Kaiserslautern sehr naturnah ist, direkt am Pfälzer Wald gelegen“, erinnert sich Mery Hach, die an der ֱ im sechsten Semester den Bachelor-Studiengang Energie- und Verfahrenstechnik absolviert – und die für ihre Universitätsausbildung extra die Heimatregion verlassen hat: „Gebürtig komme ich aus Fulda in Osthessen.“ Warum hat sie sich für das Studienfach Energie- und Verfahrenstechnik entschieden? „Ich wollte etwas im naturwissenschaftlich-technischen Bereich machen. Vor dem Studium hatte ich eine Ausbildung zur Chemikantin absolviert in einem Bergbauunternehmen. Und darauf wollte ich aufbauen.“ Und sie ergänzt: „Mit meinem Studium bin ich breit aufgestellt. Wir befassen uns beispielsweise damit, wie sich Prozesse technisch umsetzen lassen. Wie sich Ressourcen in Energie umwandeln lassen. Besonders faszinieren mich die große Anlagen, in denen aus Rohstoffen etwas Neues entsteht.“ Thermodynamik oder Strömungsmechanik stehen beispielsweise auf dem Stundenplan der angehenden Ingenieurin: „Das Studium setzt sich aus Vorlesungen und Übungen zusammen. Im Labor führen wir in Kleingruppen Versuche durch.“ Und da die Studierendenzahl überschau sei, gehe alles sehr familiär zu.</p>
<p><strong>Erneuerbare Energien sind ein Teil des vielseitigen Studiums</strong></p>
<p>Auch mit dem Zukunftsthema Erneuerbare Energien setzt man sich im Studium neben der Verfahrenstechnik und der konventionellen Energietechnik auseinander. Mery Hach: „Momentan ist es mir aber vor allem wichtig, die dahintersteckenden Grundlagen zu lernen.“ Das Thema Erneuerbare Energien sei insgesamt aber natürlich sehr zukunftsträchtig: „Um die Energiewende stemmen zu können, braucht man Leute, die Ahnung davon haben.“ Überhaupt seien die Berufsaussichten nach einem Ingenieurstudium sehr gut: „Man kann danach in der Forschung bleiben oder bei einem Unternehmen tätig werden, als Betriebsingenieur beispielsweise.“</p>
<p>Und was sollte man mitbringen, um gut durch ein Studium der Energie- und Verfahrenstechnik zu kommen? „Interesse an Technik. Ein gutes mathematisches Verständnis ist für ein ingenieurwissenschaftliches Studium auch von Vorteil. Und man sollte sich gerne mit Problemen beschäftigen und sie lösen wollen.“ Und außerdem: „Ich empfehle, Lernpartner zu suchen, dann fällt einem vieles leichter“ – Kontakte zu knüpfen war für die gebürtige Hessin kein Problem. Das Lernen und Leben auf dem Campus in Kaiserslautern gefalle ihr sehr gut. Nach dem Bachelor-Abschluss will sie der ֱ treu bleiben – und den Master anhängen. (CP)<br> <br> <em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 09 May 2023 07:26:00 +0200</pubDate>
                        <title>Der Mensch im Mittelpunkt: Zum Psychologiestudium nach Landau </title>
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                        <description>Kofferpacken, Flug buchen, Visum besorgen, eine Unterkunft suchen – die letzten Wochen hatte Rasmus Möring alle Hände voll zu tun: Der Landauer Masterstudent ist seit ein paar Tagen für ein Auslandspraktikum an der US-amerikanischen Universität von Connecticut. Der Psychologie verschrieben hat sich der 25-Jährige schon in der Schulzeit. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kofferpacken, Flug buchen, Visum besorgen, eine Unterkunft suchen – die letzten Wochen hatte Rasmus Möring alle Hände voll zu tun: Der Landauer Masterstudent ist seit ein paar Tagen für ein Auslandspraktikum an der US-amerikanischen Universität von Connecticut. Der Psychologie verschrieben hat sich der 25-Jährige schon in der Schulzeit. </strong><br> <br> „Warum sich Menschen in bestimmten Situationen unterschiedlich verhalten, hat mich früh interessiert. Ich habe in der Schule einen Psychologie-Kurs belegt und viel zur Thematik im Netz gelesen.“ Nach einem freiwillig sozialen Jahr in Israel ging es für den jungen Mann aus der Nähe von Wuppertal zum Studium nach Landau. Besonders zu schätzen gelernt hat er hier die gute Betreuung. „Die Dozierenden haben immer ein offenes Ohr, wenn es Fragen gibt“, sagt er.</p>
<p>Das Bachelorstudium hat einen Numerus Clausus und startet nur zum Wintersemester. Zunächst stehen etwa Grundlagen auf dem Programm wie Allgemeine Psychologie. „Es geht darum, was allen Menschen gleich ist und wie allgemeine Mechanismen funktionieren“, berichtet Möring. Aber auch Biopsychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie, Statistik und Versuchsplanung stehen auf dem Lehrplan. Hinzu kommen Fächer wie Differentielle und Persönlichkeitspsychologie „Da geht es unter anderem darum, wo sich Menschen unterscheiden“, ergänzt er. Zudem gibt es die Fächer aus den angewandten Disziplinen wie Klinische Psychologie und Prävention, Pädagogische Psychologie, Wirtschaftspsychologie sowie Kommunikations- und Medienpsychologie.</p>
<p>In der Sozialpsychologie hat Möring seine Bachelorarbeit bei Juniorprofessorin Dr. Selma Rudert angefertigt. Er hat sich, vereinfach erklärt, damit befasst, warum Menschen andere ausschließen, und untersucht, wie soziale Gruppenzugehörigkeiten da hineinfließen.</p>
<p>Mittlerweile ist Möring im vierten Mastersemester. Nach seinem Aufenthalt in den USA und noch vor der Masterarbeit hofft er, ein Erasmus-Stipendium der Europäischen Union für einen Aufenthalt in Schweden zu erhalten. Und dann? Auf jeden Fall promovieren. „Es kann aber sein, dass ich davor noch ein Masterstudium absolviere, im Bereich Sicherheitspolitik“, sagt er. Generell sind die Berufsaussichten nach dem Studium sehr gut. Psychologinnen und Psychologen arbeiten nicht nur in der Therapie, sondern etwa auch in der Personalentwicklung in Unternehmen, bei Behörden, im Sozialwesen oder in der Beratung. (ML)<br> <br> <em>Quelle: Dieser Beitrag wurde erstmals in einer Sonderbeilage zur Tageszeitung "DIE RHEINPFALZ" im Mai 2023 veröffentlicht.</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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