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            <title>Nachrichten - Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</title>
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            <description>Neuigkeiten und Pressemitteilungen der Rheinland‑Pfälzischen Technischen Universität (ֱ): Forschung, Studium, Lehre und Veranstaltungen aus Kaiserslautern und Landau.</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</copyright>
            
            
            <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 14:31:31 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:12:44 +0100</pubDate>
                        <title>KI für die Produktion im Mittelstand: ֱ entwickelt praxisnahe Demonstratoren mit Beteiligung aus der Industrie </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ki-fuer-die-produktion-im-mittelstand-rptu-entwickelt-praxisnahe-demonstratoren-mit-beteiligung-aus-der-industrie</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sehen Potenzial im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Bislang haben KI-Verfahren jedoch keine Breitenwirkung in rheinland-pfälzischen Betrieben entfaltet. Diese Lücke will die ֱ mit „KI-Pro-RLP“, „KI-gestützte Produktion in Rheinland-Pfalz: Von der Forschung zur industrienahen Umsetzung KI-basierter Produktionssysteme“, schließen. Das Projektziel: Ausgerichtet an den Bedürfnissen von KMU bestehende KI-Verfahren weiterentwickeln und Anwendungsfälle erarbeiten, die übertragbar sind. Die Finanzierung erfolgt über Landesmittel sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Gesamtbudget von rund 1,61 Millionen Euro.</strong></p>
<p class="text-justify">Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, übergab den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben am 24. März in Kaiserslautern: „KI-Pro-RLP zeigt beispielhaft, worauf es für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes ankommt: auf Innovation, auf starke Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und auf Lösungen, die konsequent an der Praxis ausgerichtet sind.<strong>&nbsp;</strong>Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es entscheidend, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz nicht nur zu verstehen, sondern konkret anwenden zu können. Genau hier setzt das Projekt an, indem es die Lücke zwischen Forschung und industrieller Praxis schließt und KI-Lösungen gezielt für reale Produktionsbedingungen nutzbar macht. So stärken wir die Innovationsfähigkeit unserer Unternehmen, erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit und sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz."</p>
<p class="text-justify"><strong>Brücken schlagen zur industriellen Anwendung</strong></p>
<p class="text-justify">Das Projekt wird am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) der ֱ unter der Leitung von Professor Jan Aurich durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung von KI-Modellen für vier Themenschwerpunkte, die zentrale Herausforderungen moderner Produktionssysteme abbilden: Qualitätsüberwachung, Produktionsplanung, Produktionssteuerung sowie Ressourcen- und Energieeffizienz.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Anders als forschungsgetriebene Ansätze oder Lösungen, die einen hohen Implementierungsaufwand voraussetzen, berücksichtigt KI-Pro-RLP gezielt die besonderen Bedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen. Dazu zählen Aspekte wie begrenzte Datenmengen, heterogene Maschinenparks und eingeschränkte Ressourcen für die Einführung neuer Technologien. Die erarbeiteten Methoden werden in prototypischen Demonstratoren umgesetzt und durch einen KMU-Arbeitskreis kontinuierlich auf ihre industrielle Übertragbarkeit geprüft.</p>
<p class="text-justify">Professor Aurich führt aus: „KI-Pro-RLP verbindet die methodische Weiterentwicklung von KI-Verfahren mit einem konsequenten Industriebezug. Indem wir Anforderungen aus dem KMU-Umfeld direkt in die Modellentwicklung integrieren, erzielen wir Ergebnisse, die über einzelne Anwendungsfälle hinaus transferierbar sind und eine breite Wirkung in der rheinland-pfälzischen Produktionswirtschaft entfalten können."</p>
<p class="text-justify"><strong>Forschung, die in der Praxis ankommen soll</strong></p>
<p class="text-justify">Das Projekt mit einem Gesamtbudget von rund 1,61 Millionen Euro wird über den EFRE sowie über Landesmittel finanziert. Gestartet ist KI-Pro-RLP im Februar mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren. Das Projekt hat zwei Aufgaben: Forschung und Transfer in die Industrie. Durch Fachveranstaltungen und Fachpublikationen wird das Team die erarbeiteten Methoden in Wissenschaft und Praxis verankern und so die Verbreitung in rheinland-pfälzischen Unternehmen fördern.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 12:20:08 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ ausgewählt für Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-ausgewaehlt-fuer-peer-to-peer-strategieberatung-2026-ki-in-der-hochschulbildung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ֱ Kaiserslautern-Landau wurde für die Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung ausgewählt. Das heißt: Gemeinsam mit ausgewählten „Critical Friends“ auf Augenhöhe sollen an der ֱ die Aktivitäten, Strukturen und Maßnahmen im Kontext von KI vorangetrieben werden. Das prozessbegleitende Format ist ein Angebot des Hochschulforums Digitalisierung.</strong></p>
<p>Im Rahmen der Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung wird die ֱ mit allen relevanten hochschulinternen Akteuren und unter Begleitung externer Expertinnen und Experten (sogenannter „Peers“) dabei unterstützt, bestehende Aktivitäten, Strukturen und Maßnahmen im Kontext von KI zu analysieren, Zielsetzungen zu definieren und darauf aufbauend geeignete Maßnahmen zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Die Peers werden durch das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) gemeinsam mit der ֱ ausgewählt – und nehmen die Rolle von „Critical Friends“ auf Augenhöhe ein, die ebenfalls in einem Hochschulkontext tätig sind.</p>
<p>Zu Beginn des Beratungsprozesses erfolgt eine systematische Erhebung des Status quo: Dabei werden bestehende Aktivitäten, Strukturen und Rahmenbedingungen im Umgang mit KI erfasst sowie zentrale Fragestellungen geklärt. In der anschließenden Phase erarbeitet die Universität ein eigenes Strategie- oder Handlungskonzept, einschließlich einer Maßnahmenplanung. Zum Abschluss reflektieren die Beteiligten den gesamten Beratungsprozess und entwickeln einen Plan, wie die Ziele langfristig umgesetzt werden können. Ziel ist es zudem, die Erkenntnisse aus den Beratungsprozessen in die breitere Hochschul-Community zu tragen.</p>
<p>Professorin Mandy Schiefner-Rohs, ֱ-Vizepräsidentin für Lehre, erklärt: „Mit dem Peer-to-Peer-Beratungsprozess schaffen wir die Grundlage, bestehende Initiativen und strukturelle Maßnahmen an der ֱ systematisch zu verbinden und strategisch weiterzuentwickeln. Eine klare strategische Rahmung ist dabei entscheidend: Sie gibt Orientierung und ermöglicht zugleich die notwendigen Experimentierräume, vor allem im dynamischen Feld der Künstlichen Intelligenz in der Hochschulbildung. So stärken wir unsere Fähigkeit, fundierte und zugleich zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen. Unser Ziel ist es, die Lehre an der ֱ nachhaltig weiterzuentwickeln und die Universität insgesamt bestmöglich für kommende Herausforderungen aufzustellen.“</p>
<p><strong>ֱ konnte sich erfolgreich im Wettbewerb durchsetzen</strong></p>
<p>Für die Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026 gingen insgesamt 40 Interessenbekundungen ein, von denen im Rahmen einer Vorauswahl acht Hochschulen zur Jurysitzung eingeladen wurden. Auf Grundlage der zuvor definierten Kriterien wählte die Jury schließlich vier Hochschulen aus, die 2026 durch die Peer-to-Peer-Strategieberatung des HFDs begleitet werden. Neben der ֱ sind dies die Hochschule für Technik Stuttgart, die Hochschule Rhein-Main und die Universität Hamburg. Ergänzt wird die Beratung durch Austauschformate zwischen den Hochschulen, unter anderem im Rahmen des University:Future Festivals 2026.</p>
<p><strong>Über das Hochschulforum Digitalisierung</strong></p>
<p>Die Peer-to-Peer-Strategieberatung ist ein Angebot des Hochschulforums Digitalisierung. Dieses wurde 2014 gegründet und unterstützt Hochschulen bei der Gestaltung des digitalen Wandels. Es ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes, des CHE Centrums für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) &nbsp;– und wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 09:22:00 +0100</pubDate>
                        <title>Wie Schule sensibilisieren kann: Tagung zu Antisemitismus und Demokratie bringt Forschung, Schule und Praxis zusammen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wie-schule-sensibilisieren-kann-tagung-zu-antisemitismus-und-demokratie-bringt-forschung-schule-und-praxis-zusammen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Antisemitismus tritt nicht nur in politischen Debatten oder sozialen Medien auf – auch Schulen sind damit konfrontiert. Wie Lehrkräfte sensibel und wirksam damit umgehen können und welche Rolle antisemitismuskritische Bildung für eine lebendige Demokratie spielt, steht im Mittelpunkt der Tagung „Antisemitismuskritische Bildung in der (Grund-)Schule: Strukturen, Forschung, Praxis“ am 23. März an der ֱ Kaiserslautern-Landau.&nbsp;</strong></p>
<p>Die Tagung beleuchtet verschiedene Erscheinungsformen von Antisemitismus und zeigt Wege auf, wie vorbeugende und vermittelnde Ansätze in Schulen verankert werden können. Sie verknüpft wissenschaftliche Impulse, praxisnahe Workshops und Austauschformate und bringt Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Lehrkräftebildung, Schule und zivilgesellschaftlichen Organisationen miteinander in Dialog.&nbsp;</p>
<p>Antisemitismus gilt als besondere Herausforderung für demokratische Gesellschaften. „Der Umgang mit Antisemitismus ist ein Lackmustest für den Schutz von Minderheiten und damit auch für die Stabilität einer Demokratie“, betont Miriam Leuchter, Professorin für Grundschulpädagogik mit Schwerpunkt Sachunterricht an der ֱ und eine der Organisatorinnen der Tagung. Gerade in Schulen sei es deshalb wichtig, früh ein Bewusstsein für demokratische Werte, Vielfalt und Respekt zu vermitteln.&nbsp;</p>
<p><strong>Antisemitischen Stereotypen im Alltag begegnen</strong></p>
<p>Antisemitische Inhalte begegnen Kindern und Jugendlichen heute nicht nur im Geschichtsunterricht. Sie tauchen auch in digitalen Räumen auf – etwa in Form von Memes oder verkürzten Darstellungen auf Social ֱ. Häufig sei vielen Menschen gar nicht bewusst, welche Bilder oder Aussagen antisemitische Stereotype transportieren und welche Folgen dies für jüdisches Leben und das gesellschaftliche Miteinander haben kann, so Leuchter. Lehrkräfte stehen oft vor der anspruchsvollen Situation, dass antisemitische Codes nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Zudem gibt es Unsicherheiten, wie Inhalte altersgerecht, sensibel und fachlich fundiert vermittelt werden können, ohne zu überfordern oder unbeabsichtigt problematische Darstellungen zu reproduzieren.&nbsp;</p>
<p>Die Tagung will deshalb nicht nur informieren oder einfache Handlungsanleitungen mit auf den Weg geben. Stattdessen schafft sie Reflexionsräume, um für das Thema zu sensibilisieren, Handlungsoptionen zu diskutieren und geeignete Materialien zu sichten. Wie äußert sich Antisemitismus heute? Welche Formen nimmt er im schulischen Alltag an? Und wie können Lehrkräfte sensibel reagieren, wenn antisemitische Aussagen im Klassenzimmer fallen?</p>
<p><strong>Forschung, Praxis und Lehrerbildung im Austausch</strong></p>
<p>Die Tagung bringt Forschende, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und Bildungsverantwortliche zusammen. Neben Fachvorträgen stehen praxisnahe Workshops und Austauschformate auf dem Programm. Themen sind unter anderem Strategien für den Umgang mit antisemitischen Äußerungen in der Schule oder Materialien für eine altersgerechte Auseinandersetzung im Unterricht.&nbsp;</p>
<p>Impulse kommen sowohl aus der Wissenschaft (zum Beispiel aus dem Projekt „Decoding Antisemitism“ der TU Berlin) als auch aus Praxisorganisationen, darunter Yad Vashem, der Zentralrat der Juden in Deutschland und das Anne Frank Zentrum in Berlin.&nbsp;</p>
<p><strong>Demokratiebildung als Aufgabe der Lehrkräftebildung</strong></p>
<p>An der ֱ ist Demokratiebildung ein wichtiger Bestandteil der Lehrkräftebildung. In Seminaren für angehende Grundschullehrkräfte werden Themen wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antiziganismus oder Antisemitismus aus soziologischer Perspektive behandelt.&nbsp;</p>
<p>„Unsere Studierenden haben später in der Schule die Aufgabe, Kindern grundlegende demokratische Werte zu vermitteln“, betont Miriam Leuchter. „Gerade deshalb müssen sie wissen, wie Vorurteile entstehen, wie Diskriminierung funktioniert – und wie man reflektiert damit umgeht. Deshalb nehmen an diesen Seminaren auch alle Grundschullehramtsstudierenden in Landau verpflichtend teil.“</p>
<p>Die große Nachfrage nach der Veranstaltung zeigt, wie hoch der Bedarf an Austausch und Orientierung in diesem Bereich ist. Die Tagung ist mit rund 180 Teilnehmende aus Wissenschaft, Schule und Bildungspraxis ausgebucht.&nbsp;</p>
<p>Die Tagung wird unter anderem unterstützt von der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Bildungsministerium Rheinland-Pfalz, der Landeszentrale für politische Bildung und mehreren evangelischen Landeskirchen. Organisiert wird sie von der ֱ Kaiserslautern-Landau, dem Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstitut der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz (EFWI) und dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Nähre Informationen zum Programm gibt es auf der .<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt:&nbsp;</strong><br>Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter<br>Prof. Dr. Miriam Leuchter<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+Njsjbn/mfvdiufsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">Miriam.leuchter[at]rptu.de</a></p>
<p><br><strong>Pressekontakt:</strong><br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 09:21:37 +0100</pubDate>
                        <title>Wissenschaftsminister Clemens Hoch: 3,4 Millionen Euro für den Ausbau Künstlicher Intelligenz an den Hochschulen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wissenschaftsminister-clemens-hoch-34-millionen-euro-fuer-den-ausbau-kuenstlicher-intelligenz-an-den-hochschulen</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Das Land fördert den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschulbildung, mit einem besonderen Fokus auf den Einsatz in Lehre und Verwaltung. Die erste Ausbaustufe mit einem Fördervolumen von rund 3,44 Mio. Euro in den Jahren 2026 bis 2028 soll sofort umgesetzt werden, um eine KI-Grundversorgung der Hochschulen sicherzustellen. Wissenschaftsminister Clemens Hoch überreichte als Startschuss für die hochschulübergreifende Initiative eine Bewilligung in Höhe von 500.000 Euro an Prof. Dr. Malte Drescher, Sprecher der Beratungsgruppe KI des Hochschulforums und Präsident der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. Diese Mittel werden für den Aufbau einer KI-Infrastruktur für die rheinland-pfälzischen Hochschulen im Rahmen der Rechenzentrumsallianz Rheinland-Pfalz (RARP) genutzt.</strong></p>
<p class="text-justify">„Nachdem wir uns im Hochschulforum im Dezember über Handlungsbedarfe an unseren Hochschulen und mögliche hochschulübergreifende Maßnahmen zur Schaffung von Synergien im Bereich KI intensiv ausgetauscht haben, freue ich mich, dass wir bereits heute den Startschuss für die Umsetzung der Maßnahmen geben können. KI verändert die Hochschulbildung grundlegend – wir wollen diesen Wandel aktiv mitgestalten“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.</p>
<p class="text-justify">„Künstliche Intelligenz verändert die Hochschulen tiefgreifend – in der Lehre, in der Forschung und in der Verwaltung. Dabei geht es um weit mehr als neue Prüfungsformate: KI wird Strukturen, Prozesse und Arbeitsweisen an Hochschulen nachhaltig verändern. Entscheidend ist jetzt, dass wir diesen Wandel gemeinsam gestalten und die richtigen Strukturen schaffen. Mit der hochschulübergreifenden KI-Infrastruktur und gezielten Qualifizierungsangeboten legen wir die Grundlage dafür, dass die Hochschulen in Rheinland-Pfalz die Chancen von KI verantwortungsvoll nutzen und ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig stärken. Als ֱ bringen wir dabei auch sehr gern unsere ausgewiesene Expertise im Bereich Künstliche Intelligenz in diesen gemeinsamen Entwicklungsprozess ein“, erläutert ֱ-Präsident Malte Drescher.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Minister Hoch und die Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten waren Ende letzten Jahres im Rahmen des Hochschulforums in einen strategischen Dialog eingetreten, um über Handlungsbedarfe und gemeinsame hochschulübergreifende Lösungen im Spannungsfeld von Chancen und Risiken der KI zu diskutieren. Die Beratungsgruppe KI des Hochschulforums hatte hierzu im Vorfeld verschiedene Handlungsoptionen in den Blick genommen, die von KI-Infrastrukturen bis zu gemeinsamen Initiativen zur Vermittlung von KI-Kompetenzen reichten.</p>
<p>Als Ergebnis dieses Dialogprozesses wurden eine Reihe von Maßnahmen verabredet, welche die Hochschulen dabei unterstützen sollen, die Chancen von KI zielgerichtet und reflektiert in Lehre und Verwaltung zu nutzen. So soll aus Landesmitteln eine hochschulübergreifende KI-Infrastruktur für die Hochschulen im Land im Rahmen der RARP etabliert und der vom Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) aufgebaute Dienst „EDU-KI-RLP“ weiterentwickelt und ausgebaut werden. Zusätzlich soll eine Weiterbildungsoffensive zur Stärkung von KI-Kompetenzen der Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Mitarbeitenden gestartet und eine Reihe von hochschulübergreifenden Kooperations- und Austauschplattformen zu Fragen rund um KI etabliert werden. Diese Maßnahmen werden die KI-Kompetenzen an den Hochschulen weiter stärken.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 11:56:26 +0100</pubDate>
                        <title>Zucker treibt Zellen nicht nur energetisch an – Details zur Beweglichkeit von Körperzellen aufgedeckt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/zucker-treibt-zellen-nicht-nur-energetisch-an-details-zur-beweglichkeit-von-koerperzellen-aufgedeckt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus Zucker gewinnt unser Körper Energie – das ist lange bekannt. Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben nun herausgefunden, dass beim Zuckerabbau ein Zwischenprodukt entsteht, das zugleich für die Beweglichkeit von Körperzellen entscheidend ist. Die neu gewonnenen Erkenntnisse sind mutmaßlich relevant für das Verständnis gleich mehrerer Prozesse in der Biologie – dazu gehören die Zellwanderung in der Embryonalentwicklung, die Wanderung von metastasierenden Krebszellen oder die Wundheilung.</strong></p>
<p>Unser Körper besteht aus geschätzten 32 Billionen einzelnen Zellen. Damit daraus ein zusammenhängendes Ganzes wird, muss der Großteil dieser Zellen fest in seiner Umgebung verankert sein. Für eine solche Verankerung nutzen Körperzellen unter anderem sogenannte fokale Adhäsionen. Diese Strukturen bestehen aus Ansammlungen von Proteinen (=Eiweißen), die zum einen an Moleküle binden, die die Zellen umgeben – und zum anderen im Inneren der Zelle mit dem Skelett der Zelle, dem sogenannten Zytoskelett, verknüpft sind. Bewegt sich eine Zelle beispielsweise während der Wundheilung oder um während der Embryonalentwicklung an ihren Bestimmungsort zu gelangen, müssen sowohl das Zytoskelett als auch die fokalen Adhäsionen dynamisch auf- und wieder abgebaut werden. Findet dies "außer der Reihe" statt, so ist beispielsweise eine Ausbreitung von Tumorzellen die Folge.</p>
<p>Was exakt einen solchen Umbau von Zytoskelett und Adhäsionsstrukturen steuert, ist längst nicht im Detail geklärt. Genau hier setzt eine aktuelle Studie von Forschenden der ֱ an: In Kooperation mit der Screening und der Mikroskopie Abteilung des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin hat ein Team um Professorin Tanja Maritzen mithilfe von kleinen RNA-Molekülen, sogenannten siRNAs, die Herstellung von einzelnen Proteinen unterdrückt – und anschließend beobachtet, wie sich dies jeweils auf die gesamte Zelle auswirkt: „Dazu haben wir die Adhäsionsstrukturen der Zellen angefärbt, mikroskopiert und dann mit automatischer Bildanalyse ausgewertet, ob sie in ihrer Größe oder Anzahl verändert waren“, berichtet Maritzen, die am Fachbereich Biologie der ֱ die Arbeitsgruppe Nanophysiologie leitet.&nbsp;</p>
<p>Insgesamt 18.000 verschiedene Proteine, die in unserem Körper vorkommen, hat das Forschungsteam auf diese Weise unter die Lupe genommen – und ist dabei auf das Stoffwechsel-Enzym Aldolase A aufmerksam geworden, in dessen Abwesenheit die untersuchten Zellen größer waren und mehr fokale Adhäsionen aufwiesen. Auffällig: In den entsprechenden Zellen reicherte sich ein spezieller Zucker an – der wiederum mit einem bestimmten Protein eine Bindung einging. Eine Bindung, die, vereinfacht ausgedrückt, den Startschuss für Wanderbewegungen der Zellen gibt.</p>
<p>Dr. Lennart Hoffmann, Erstautor der Studie, konkretisiert: „Wir haben herausgefunden, dass eine der kleinen Verbindungen, die beim Verstoffwechseln von Zucker entsteht, ein Molekül mit dem komplizierten Namen Fruktose-1,6-Bisphosphat, kurz FBP, nicht nur ein Zwischenprodukt bei der Energiegewinnung aus Zucker ist, sondern auch ein Signal für den Umbau von Zytoskelett und Adhäsionen darstellt.“ Genauer gesagt: FBP sorgt dafür, dass ein Aktivator des Zytoskelettumbaus, ein Protein namens Rac1, nicht länger ausgeschaltet vorliegt. „Das aktive Rac1 führt zur Generierung von neuen Zytoskelett-Elementen an der Zellfront, was eine Ausdehnung der Zellmembran bewirkt – samt gleichzeitiger Verankerung mittels neuer Adhäsionspunkte.“</p>
<p>Schon lange wurde vermutet, dass der Zell-Energiestoffwechsel den Umbau des Zytoskeletts und den Aufbau von Adhäsionsstrukturen beeinflusst: „So wie ein Läufer nicht in unterernährtem Zustand zu einem Rennen starten sollte, ergibt es Sinn, dass eine Zelle Feedback zu ihrem Energiestatus bekommt, bevor sie den energieintensiven Umbau ihres Zytoskeletts in Angriff nimmt“, schlussfolgert Tanja Maritzen.</p>
<p>Die neu gewonnenen Erkenntnisse sind bedeutsam für gleich mehrere Aspekte der Biologie: „Im engeren Sinne für die Bereiche, die sich mit der Adhäsion und Wanderung von Zellen beschäftigen. Sowohl die Wanderung von Immunzellen als auch von metastasierenden Krebszellen könnte durch den von uns aufgedeckten Mechanismus beeinflusst werden“, erklärt Tanja Maritzen mit Blick auf potenzielle Folge-Untersuchungen. Das Zytoskelett spiele aber ebenso bei anderen Prozessen wie der Entstehung neuer Gefäße oder der Insulinsekretion eine Rolle, sodass die Ergebnisse genauso für Forschende, die sich mit diesen Vorgängen beschäftigen, relevant sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Hoffmann, L., Duchmann, M., Lazarow, K., Huang, Y.H., Lukas, F., Lo, W.T., Feil, R., Schmied, C., Lehmann, M., Lunn, J.E., Piazza, I., von Kries, J.P., Haucke, V., Maritzen, T. (2026) Fructose-1,6-bisphosphate couples glycolytic activity to cell adhesion. Nature Cell Biology. DOI: 10.1038/s41556-026-01911 </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:&nbsp;</strong></p>
<p>Prof. Dr. Tanja Maritzen</p>
<p>Fachbereich Biologie&nbsp;</p>
<p>ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>E-Mail: maritzen[@]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p>E-Mail: presse[@]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 10 Mar 2026 13:23:56 +0100</pubDate>
                        <title>Wie Zellen mit „Lego®-Bausteinen“ arbeiten: Neue Studie zeigt Heterogenität bei Peroxidasen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wie-zellen-mit-legor-bausteinen-arbeiten-neue-studie-zeigt-heterogenitaet-bei-peroxidasen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftler der Universität des Saarlandes, der ֱ Kaiserslautern-Landau, der VIB-VUB Brüssel und kooperierender Institutionen haben herausgefunden, dass wichtige Enzyme in unseren Zellen, sogenannte Peroxiredoxine, sich flexibler kombinieren lassen als bislang angenommen. Die Entdeckung zeigt, wie Zellen molekulare Vielfalt schaffen und Stressreaktionen feinabstimmen können.</strong></p>
<p>Peroxiredoxine haben schützende und regulierende Funktionen, indem sie den Gehalt an Peroxiden wie Wasserstoffperoxid kontrollieren. Mehr als 20 Jahre gingen Forschende davon aus, dass diese Enzyme Komplexe aus zehn identischen Proteineinheiten bilden, die in einer donutartigen Struktur angeordnet sind. Doch die nun veröffentlichte Studie zeigt, dass Zellen stattdessen zwei Versionen des Enzyms miteinander vermischen und so hybride Protein-Komplexe bilden können.</p>
<p>Indem Zellen zwei Bausteine mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander kombinieren, können sie viele verschiedene Protein-Komplexe bilden und so aus nur zwei Bausteinen eine große Vielfalt an molekularen Strukturen und Funktionen erzeugen. Mithilfe biochemischer und bildgebender Verfahren konnten die Forschenden feststellen, dass diese Vermischung in Organismen von Hefen über Menschen bis hin zu Pflanzen und Parasiten stattfindet.</p>
<p>Die Forschenden betonen, dass diese „molekulare Lego®”-Strategie Zellen helfen könnte, Stressreaktionen und Signalwege fein abzustimmen. Das Verständnis der Funktionsweise dieser gemischten Komplexe könnte neue Einblicke darin liefern, wie sich Zellen an das Leben mit Sauerstoff anpassen und wie Krankheiten entstehen, bei denen das oxidative Gleichgewicht in der Zelle gestört ist, darunter Alterung, Krebs und Stoffwechselstörungen.&nbsp;</p>
<p><br><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>“Heterooligomerization drives structural plasticity of eukaryotic peroxiredoxins”, ist im Fachmagazin “Nature Chemical Biology” erschienen.&nbsp;Die DOI lautet: </p>
<p><br><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Marcel Deponte&nbsp;</p>
<p>Vergleichende Biochemie&nbsp;<br>Fachbereich Chemie<br>ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+efqpoufAsquv/ef" data-mailto-vector="1">deponte[at]rptu.de</a></p>
<p>--</p>
<p>Bruce Morgan&nbsp;</p>
<p>Institut für Biochemie<br>Zentrum für Human- und Molekularbiologie (ZHMB)<br>Universität des Saarlandes</p>
<p>E bruce.morgan@uni-saarland.de</p>
<p>--</p>
<p>Joris Messens</p>
<p>VIB-VUB Center for Structural Biology<br>Brussels</p>
<p>E joris.messens@vub.be</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 15:07:15 +0100</pubDate>
                        <title>Schub für die Digitalisierung von Industrie und öffentlicher Hand: ֱ startet Leuchtturmprojekt zu smarten Konnektivitätslösungen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/schub-fuer-die-digitalisierung-von-industrie-und-oeffentlicher-hand-rptu-startet-leuchtturmprojekt-zu-smarten-konnektivitaetsloesungen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>An der ֱ Kaiserslautern-Landau entsteht ein Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität (KSK), das die Einführung wirtschaftlich tragfähiger digitaler Konnektivitätslösungen in Deutschland beschleunigen und damit die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und staatliche Handlungsfähigkeit stärken soll. Im Fokus stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen. Das KSK wird vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gefördert und am Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation unter Leitung von Professor Hans D. Schotten verankert.</strong></p>
<p>Anlässlich des Starts sagte Bundesminister Dr. Karsten Wildberger: „Digitale Technologien sind der Schlüssel für Produktivitätsgewinne, resiliente Wertschöpfungsketten und innovative Geschäftsmodelle. Doch viele Unternehmen zögern noch, die Chancen moderner Konnektivität zu nutzen. Mit dem Kompetenzzentrum für smarte Konnektivität schaffen wir eine neutrale Anlaufstelle, die Hemmnisse abbaut und praxisnahe Lösungen entwickelt. Wir wollen Investitionsrisiken reduzieren, technologische Souveränität stärken und ein herstellerunabhängiges Ökosystem fördern.“</p>
<p>Professor Schotten betont: „An der ֱ haben wir intensiv an Anwendungsszenarien für 5G geforscht, insbesondere mit Blick auf die Automatisierung von Produktionsprozessen, und die Lösungen praktisch erprobt. Wir haben gezeigt, dass die Technologien reif für die Anwendung sind. Deswegen ist es höchste Zeit, dass die Erkenntnisse aus der Forschung in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen für einen Innovationsschub sorgen. Das Kompetenzzentrum wird in Kaiserslautern angesiedelt und stärkt damit die Strahlkraft des Standorts im Bereich der smarten Kommunikationstechnologien.“</p>
<p>„Die Ansiedlung des Kompetenzzentrums Smarte Konnektivität, kurz KSK, an der ֱ in Kaiserslautern ist ein weiterer großer Erfolg für die ֱ und für Rheinland-Pfalz. Ich gratuliere Herrn Professor Schotten und allen anderen Beteiligten herzlich zu diesem beeindruckenden Meilenstein. Mit dem KSK wird unser Land zu einem zentralen bundesweiten Hub für digitale Konnektivität. Das stärkt die wissenschaftliche Profilbildung, beschleunigt den Transfer in Wirtschaft und Verwaltung und erhöht nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch.</p>
<p><strong>Neutrale, anwenderorientierte Unterstützung im Fokus</strong></p>
<p>Als zentraler Akteur soll das KSK die Lücke zwischen Forschung, Marktangeboten und praktischer Anwendung schließen und so den Transfer von der Wissenschaft in die wirtschaftliche Verwertung deutlich forcieren. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen. Das Zentrum bietet neutrale, anwenderorientierte Unterstützung bei Auswahl, Bewertung und Skalierung von Konnektivitätstechnologien wie 5G-Campusnetzen, WLAN, LPWAN und satellitenbasierten Netzen.</p>
<p>Die Umsetzung des Kompetenzzentrums ist der erste Baustein eines umfangreichen Programms zur Unterstützung des Transfers von Konnektivitätslösungen aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung.</p>
<p>Im Fokus steht ein technologieneutraler Ansatz. Interessierte Akteure sollen genau die technologische Lösung nutzen können, die für die jeweilige Anwendung ideal ist. Das Kompetenzzentrum verfolgt einen technologieagnostischen Ansatz und entwickelt Referenzarchitekturen, Investitions- und Entscheidungsblaupausen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wissen in Form von Referenzimplementierungen weitergeben</strong></p>
<p>Ein besonderer Fokus liegt auf der Verwertung der Projektergebnisse: Alle Ergebnisse werden für die Entscheidungsfindung aufbereitet, validierte End-to-End-Lösungen dienen als Referenzimplementierungen und werden auf Roadshows und Messen präsentiert. Schulungen und Informationsangebote für KMU und öffentliche Einrichtungen ergänzen das Transferkonzept.</p>
<p>Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Entwicklungsprojektes der ֱ Kaiserslautern-Landau und wird durch das BMDS mit bis zu 17,4 Millionen Euro gefördert.&nbsp;</p>
<p>Die weiteren Bausteine des BMDS-Programms werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Dies beinhaltet Fördermöglichkeiten für Unternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure, Gebietskörperschaften und Forschungseinrichtungen rund um das Thema „Smarte Konnektivität für die Wirtschaft“.</p>
<p>Quelle: </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 11:08:28 +0100</pubDate>
                        <title>Open6GHub+ startet: Deutschlands 6G-Forschung wird Industriemotor</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/open6ghub-startet-deutschlands-6g-forschung-wird-industriemotor</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Umsetzungsreife Forschungsergebnisse zum künftigen Mobilfunkstandard 6G in industrielle Anwendungen, Standards und Märkte überführen: Das ist die Aufgabe des nationalen Verbundvorhabens „Open6GHub+“. Die ֱ Kaiserslautern-Landau, konkret der Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation unter Leitung von Professor Hans D. Schotten, bringt Expertise in der holistischen Mobilfunkkommunikation ins Vorhaben ein. Ziel der ֱ-Forscher: Bodengebundene und nicht-terrestrische Netze zu einer allgegenwärtigen und resilienten 6G-Kommunikationsinfrastruktur zusammenzuführen. Der Transferhub wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.</strong></p>
<p>Indem es die die Lücke zwischen 6G-Grundlagenforschung und wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Wirkung schließt, leistet das Open6GHub+ einen wichtigen Beitrag für das Vorantreiben der Digitalisierung und die technologische Souveränität zukünftiger Kommunikationsnetze. Er baut auf den Ergebnissen des erfolgreich abgeschlossenen Open6GHubs auf – mit klarem Fokus auf Transfer, Umsetzung und Verwertung.</p>
<p>Der Open6GHub+ ist Teil des deutschen 6G-Programms. Damit setzt das BMFTR einen zentralen Baustein seiner 6G-Strategie um, mit der Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für die nächste Mobilfunkgeneration positioniert werden soll. Zugleich adressiert das Programm den gestiegenen Bedarf an technologischer Souveränität, resilienten kritischen Infrastrukturen und vertrauenswürdigen digitalen Systemen. Eine enge Zusammenarbeit mit Industrie, Start-ups, Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMUs), Behörden und weiteren öffentlichen Akteuren bildet dabei ein zentrales Element.​</p>
<p><strong>Die 6G-Schwerpunkte: KI und 3D-Netze</strong></p>
<p>Ein inhaltlicher Schwerpunkt von Open6GHub+ liegt auf der Integration Künstlicher Intelligenz in 6G. Das Konsortium entwickelt KI-basierte Netzfunktionen und nutzt generative sowie hybride KI, um zukünftige Mobilfunktechnologien schneller zu entwerfen, zu implementieren und zu spezifizieren. Ergänzend entstehen KI-basierte digitale Zwillinge von Netzen und Anwendungen, mit denen sich neue Dienste testen und optimieren lassen, bevor sie in der Realität ausgerollt werden.</p>
<p>Darüber hinaus entwickelt der Open6GHub+ Lösungen für eine Konvergenz zwischen den bisher üblicherweise verwendeten bodengebundenen Kommunikationsnetzen und neuartiger nicht-terrestrischer Netze (NTN), bei denen Basisstation z.B. auf Drohnen oder Satelliten im Orbit angebracht werden, zu sogenannten 3D-Netzen. So entsteht eine allgegenwärtige, resiliente Konnektivität, die auch dann zuverlässig funktioniert, wenn klassische Mobilfunknetze an ihre Grenzen stoßen – etwa in der Landwirtschaft, in der Logistik oder bei kritischen Infrastrukturen.</p>
<p>Weitere Schwerpunkte liegen in der Grundlagenlegung für intelligente 6G-Modems „Made in Europe“ in den Bereichen Endgeräte, NTN sowie autonomer 6G-Subnetze, zur Erfüllung individueller Anforderungen insbesondere im Bereich der Industriekommunikation. Diese erfüllen anwendungsbedingt sehr hohe Anforderungen in Bezug auf Resilienz, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit.</p>
<p>Die ֱ Kaiserslautern-Landau erarbeitet im Rahmen des Forschungsprojekts eine offene, modulare Gesamtarchitektur für 6G. Diese wird Cyber-Physische Zwillinge, industrielle Metaversum-Anwendungen, Kontextmanagement sowie digitale Identitäten integrieren und dabei Datenschutz und Energieeffizienz berücksichtigen. Ein essenzieller Bestandteil wird die Integration nicht-terrestrischer Netze im Rahmen eines 3D-Ansatzes sein, unterstützt durch generative KI und die automatisierte Verteilung von KI-Modellen. Die ֱ plant weiterhin die Entwicklung eines europäischen, industrie- und automobiltauglichen Radio-Modems sowie umfassenden Ende-zu-Ende-Systemtests in neuen Frequenzbereichen. Zudem koordiniert die ֱ weiterhin den Aufbau und die Erweiterung der OpenLabs, gemeinsame Demonstratoren der beteiligten Partner.</p>
<p><strong>Von der Forschung in die Industrie</strong></p>
<p>„Open6GHub+ markiert den Übergang von der 6G-Grundlagenforschung in den breiten Transfer. Gemeinsam mit der Industrie wollen wir frühzeitig Lösungen entwickeln und erproben, die sich in realen Netzen bewähren – von KI-gestützten 6G-Netzen bis hin zu neuen 3D-Netzarchitekturen. Damit schaffen wir die Grundlage dafür, dass Deutschland und Europa 6G nicht nur nutzen, sondern aktiv mitgestalten“, erklärt Professor Hans Schotten, Koordinator des Vorhabens, Professor an der ֱ und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).</p>
<p>Die Arbeiten in Open6GHub+ sind missionsorientiert organisiert und werden von Industriepaten begleitet, um eine konsequente Ergebnis- und Transferorientierung sicherzustellen. Zentrale Ergebnisse werden in offenen Experimentierfeldern und OpenLabs erprobt und der Industrie frühzeitig zugänglich gemacht.</p>
<p>​Mit dem Start von Open6GHub+ wird ein zentrales Instrument der vom BMFTR Ende 2025 veröffentlichten 6G-Forschungsroadmap umgesetzt. Die Roadmap sieht den Aufbau von 6G-Transferhubs als Bindeglied zwischen exzellenter Forschung, industrieller Anwendung, Standardisierung und Qualifizierung vor. Open6GHub+ übernimmt diese Rolle, indem es bestehende Forschungsinfrastrukturen weiterentwickelt, transferorientierte Ökosysteme etabliert und den Übergang von der Forschung in wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Wirkung gezielt unterstützt.</p>
<p><strong>Starkes Konsortium für 6G-Exzellenz</strong></p>
<p>​Das Konsortium von Open6GHub+ vereint führende Forschungseinrichtungen in den Bereichen Kommunikationstechnik, Künstliche Intelligenz und Systemintegration: das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), die Technische Universität Darmstadt (TU Darmstadt), die Technische Universität München (TUM), die Universität Bremen sowie die Universität Stuttgart.</p>
<p>​Mit seiner klaren Transferorientierung und der engen Anbindung an Industrie, Standardisierung und nationale 6G-Strukturen leistet Open6GHub+ einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des nationalen und europäischen 6G-Ökosystems.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 13 Feb 2026 11:09:38 +0100</pubDate>
                        <title>Schutz der Biodiversität im Oberrheingebiet: Neues grenzüberschreitendes Forschungsprojekt startet</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/schutz-der-biodiversitaet-im-oberrheingebiet-neues-grenzueberschreitendes-forschungsprojekt-startet</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lässt sich die biologische Vielfalt im Oberrheingebiet wirksam schützen – und das über Ländergrenzen hinweg? Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen Forschungsprojekts MULTI.DIV, das im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) mit Partnern aus Deutschland und Frankreich gestartet ist. Ziel des Projekts – unter der Federführung der ֱ Kaiserslautern-Landau – ist es, die Biodiversität in Wäldern und Fließgewässern der Region systematisch zu erfassen, zu bewerten und konkrete Empfehlungen für ein zukunftsfähiges Biodiversitätsmanagement zu entwickeln.&nbsp;</strong></p>
<p>Biodiversität bildet die Grundlage funktionierender Ökosysteme: Sie sichert sauberes Wasser, stabile Nahrungsketten, fruchtbare Böden und trägt zur Regulierung des Klimas bei. Doch weltweit – auch im Oberrheingebiet – nimmt sie rapide ab. Der globale Wandel, insbesondere der Klimawandel und eine intensive Landnutzung, setzen wertvolle Lebensräume zunehmend unter Druck. Die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) gilt mit den großen Waldgebieten und den kleinen, naturnahen Fließgewässern der Mittelgebirgskämme gleichzeitig als Hotspot der biologischen Vielfalt und ist besonders stark vom Klimawandel betroffen.</p>
<p>Akteure von MULTI.DIV werden zunächst umfassend Daten erheben, um den aktuellen Zustand dieser Modellregion beurteilen zu können. Dazu werden erstmals grenzüberschreitend vier zentrale Ebenen der Biodiversität untersucht: die Habitatvielfalt, die Artenvielfalt, die funktionelle Diversität – also die Vielfalt der biologischen Merkmale und Rollen von Tieren und Pflanzen in einem Ökosystem – und die genetische Diversität. Es werden Prognosen und Perspektiven modelliert, die aufzeigen, wie sich die Biodiversität im Oberrheingebiet im Zuge des globalen Wandels mutmaßlich entwickeln wird. Letztendliches Bestreben ist es, ein zukunftsgerichtetes Konzept für ein grenzüberschreitendes Monitoring im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen zu entwickeln – sowie Strategien zu erarbeiten, die einen nachhaltigen Schutz multipler Ebenen der Biodiversität gewährleisten. Eine Vernetzung zwischen Naturkundemuseen und wissenschaftlichen Einrichtungen innerhalb des Oberrheingebietes verstärkt die Biodiversitätsforschung. Es werden vorhandenes Wissen und Kompetenzen von Expertinnen, Experten und Institutionen des gesamten Oberrheingebietes abgefragt und gebündelt, sodass diese Informationen ebenfalls in die Ausarbeitung von Schutzstrategien einfließen.&nbsp;</p>
<p>Die Begleitung des Projekts durch einen Experten-Beirat, eine grenzüberschreitende Veranstaltungsreihe (MULTI.DIV-Forum) sowie zahlreiche weitere Aktionen zum Wissenstransfer tragen dazu bei, dass die Inhalte und Ergebnisse von MULTI.DIV in der TMO bekannt, verstanden und umgesetzt werden. So soll das Projekt beispielsweise Fortbildungen für Fachkräfte und Ausstellungen für die breite Öffentlichkeit ins Leben rufen.</p>
<p>Das auf drei Jahre angelegte Projekt hat ein Gesamtvolumen von 4,5 Millionen Euro und wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 2,7 Millionen Euro gefördert. Mit dem EU-Förderprogramm soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Menschen, Organisationen und Institutionen am Oberrhein gestärkt werden.&nbsp;Projektträger ist die Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) der ֱ Kaiserslautern-Landau.&nbsp;</p>
<p>Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium ist in Rheinland-Pfalz für die Interreg A-Programme zuständig. Der entsprechende Förderbescheid wurde im Februar 2026 durch die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt offiziell überreicht. „Dank europäischer Fördermittel kann an der ֱ gemeinsam mit europäischen Partnern an exzellenten grenzüberschreitenden Forschungsprojekten mit internationaler Wirkung gearbeitet werden. Damit wollen wir den Oberrhein im globalen Wettbewerb noch besser positionieren und gemeinsam Lösungen für die Region entwickeln“, sagte die Ministerin zum Auftakt des Projektes in Landau.</p>
<p>An MULTI.DIV beteiligt sind zahlreiche Partner, darunter Forschungseinrichtungen, Museen, NGOs und Behörden. Zu den finanzierenden Projektpartnern gehören neben der ֱ Kaiserslautern-Landau das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK), die Universität Freiburg, die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF), die École nationale du génie de l’eau et de l’environnement de Strasbourg (ENGEES), die Université de Strasbourg und das Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Projektleitung Tanja Joschko von der ֱ ist angesichts der interdisziplinären Aufstellung überzeugt: „Mit gebündelter Kompetenz werden wir tragfähige Lösungen entwickeln, um so die Biodiversität in unserer Region auch in den kommenden Jahrzehnten zu erhalten. Mit MULTI.DIV sollen langfristig solide Entscheidungsgrundlagen für die Politik entstehen, praxisnahe Werkzeuge für den Naturschutz – und mehr Bewusstsein für den Erhalt der Natur.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ansprechpartnerin:</strong></p>
<p>Dr. Hannah Elisa Chmiel, Projektkoordination</p>
<p>Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES)</p>
<p>ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>hannah.chmiel[@]rptu.de</p>
<p>Tel.: +49 (0)6341 280 32239</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18872</guid>
                        <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 11:13:35 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ profitiert doppelt vom Sondervermögen: Neues Lehr‑Lerngebäude in Landau und moderner Biologie‑Laborneubau in Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-profitiert-doppelt-vom-sondervermoegen-neues-lehr-lerngebaeude-in-landau-und-moderner-biologie-laborneubau-in-kaiserslautern</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rheinland‑Pfalz investiert gezielt in die Hochschulen des Landes und setzt mit zwei großen Projekten an der ֱ starke Impulse für Lehre, Forschung und die strategische Entwicklung der Universität. Mit dem Sondervermögen „Rheinland‑Pfalz‑Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ stärkt das Land die Hochschulinfrastruktur umfassend. Die ֱ ist mit zwei wichtigen Maßnahmen an beiden Universitätsstandorten vertreten:</strong></p>
<p>In Landau entsteht ein neues multifunktionales Lehr‑ und Lerngebäude, das universitäre Einrichtungen räumlich bündelt und kurze Wege ermöglicht. Die flexibel nutzbaren Räume unterstützen moderne Lehr‑ und Lernformate und stärken die Campusstruktur.&nbsp;</p>
<p>Am Standort Kaiserslautern wird ein Laborneubau für die Biologie mit rund 5.500 Quadratmetern Nutzungsfläche realisiert. Er bietet hochmoderne Labor‑ und Forschungsflächen für die Pflanzen‑ und Tierbiologie und schafft die Grundlage dafür, angrenzende Bestandsgebäude abschnittsweise weiterzuentwickeln.</p>
<p>„Als Technische Universität des Landes verfügt die ֱ über ein einzigartiges Profil in der Wissenschaftslandschaft. Wir freuen uns sehr, dass die angekündigten Projekte dieses Profil klar stärken und ein deutliches Bekenntnis des Landes zu unserer Entwicklung darstellen. Sie erweitern unsere Möglichkeiten, exzellente Forschung, moderne Studienbedingungen und attraktive Arbeitsumgebungen zu bieten“, sagt ֱ‑Vizepräsident Oliver Frör.</p>
<p>Beide Maßnahmen ergänzen die bereits im Landeshaushalt verankerten Vorhaben für die Hochschulbauentwicklung. Dazu gehören der geplante Neubau für die Chemie in Kaiserslautern sowie weitere laufende bauliche Erneuerungen an den Standorten. Die neuen Projekte verschaffen der ֱ zusätzlichen Spielraum, ihre baulichen und strategischen Entwicklungsziele voranzubringen und die hochwertigen Lehr‑ und Forschungsbedingungen weiter auszubauen.</p>
<p>Alle Projekte werden nach energieeffizienten und nachhaltigen Kriterien geplant und umgesetzt.</p>
<p>Die Mitteilung des Landes ist hier abrufbar: &nbsp;<br></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-18859</guid>
                        <pubDate>Fri, 06 Feb 2026 09:49:08 +0100</pubDate>
                        <title>Zunehmende ausgebrachte Toxizität von Pestiziden gefährdet UN-Ziel eines weltweiten Biodiversitätsschutzes bis 2030</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/zunehmende-ausgebrachte-toxizitaet-von-pestiziden-gefaehrdet-un-ziel-eines-weltweiten-biodiversitaetsschutzes-bis-2030</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis 2030 die Risiken von Pestiziden, die in der Landwirtschaft ausgebracht werden, um 50 Prozent zu reduzieren, das hatten sich die Länder der Erde 2022 auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada zum Ziel gesetzt. Ein Forschungsteam der ֱ Kaiserslautern-Landau hat die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden mit einem neuen Verfahren analysiert und nachgewiesen, dass diese UN-Zielerreichung gefährdet ist. In der Studie, die im Fachmagazin Science erschienen ist, folgern die Autoren, dass nahezu alle Länder weltweit umgehend starke Anstrengungen unternehmen müssen, um das UN-Ziel noch erreichen zu können.</strong></p>
<p>Für die Studie haben die Wissenschaftler&nbsp;Daten&nbsp;über die weltweite Anwendung von Pestiziden&nbsp;ausgewertet und die eingesetzten Mengen&nbsp;jedes Wirkstoffs&nbsp;in Bezug zu&nbsp;dessen&nbsp;Giftigkeit gesetzt. Mit der Berechnung dieser&nbsp;so genannten ausgebrachten Toxizität,welche die Giftigkeit&nbsp;der in der Landwirtschaft eines Landes pro Jahr angewendeten Pestizide&nbsp;umfasst, hat&nbsp;ein&nbsp;Team um die Umweltwissenschaftler Ralf Schulz und&nbsp;Jakob&nbsp;Wolfram ein Verfahren entwickelt, mit dem nun die möglichen globalen Folgen abgeschätzt werden können, die landwirtschaftliche Pestizide auf die Biodiversität&nbsp;haben.&nbsp;„Dadurch erhalten wir einen ganz neuen Blick auf die möglichen Risiken für Umwelt und Biodiversität, die von der Ausbringung von Pestiziden ausgehen“, unterstreicht Ralf Schulz.</p>
<p><strong>Schlüsselrolle: Weltweite Vergleichbarkeit der Daten</strong></p>
<p>Herausfordernd für die weltweite Analyse ist die&nbsp;einheitliche Qualität der&nbsp;Daten. Um die Risiken auf globaler Ebene abschätzen und miteinander vergleichen zu können, werden Daten benötigt, die möglichst in allen Ländern vorhanden sind.&nbsp;Für die Studie wurden kommerzielle Anwendungsdaten verwendet, die&nbsp;diese Anforderungen erfüllten. Verfügbar waren sie für die Jahre&nbsp;2013 bis 2019, was&nbsp;genau im Referenzzeitraum&nbsp;(2010 bis 2020)&nbsp;liegt, auf dem der&nbsp;UN-Beschluss&nbsp;basiert. „Für eine fortlaufende und lückenlose Betrachtung wäre&nbsp;es&nbsp;wichtig, dass alle Länder jährlich aktualisiert die Anwendungsdaten von Pestiziden pro Wirkstoff bereitstellen. Denn so ließe sich unmittelbar berechnen, ob sich die Länder auf dem Weg zur Zielerreichung gemäß UN-Biodiversitätskonferenz befinden“, so Jakob Wolfram.</p>
<p><strong>Ausgebrachte Toxizität von Pestiziden stark zugenommen</strong></p>
<p>Für die Berechnung der weltweit ausgebrachten Toxizität hat die Studie nun erstmals einen 625 Pestizide umfassenden Datensatz vorgelegt,&nbsp;für den Daten aus sieben verschiedenen regulatorischen Systemen verrechnet wurden&nbsp;und&nbsp;der die Giftigkeit für&nbsp;acht&nbsp;in der Zulassung von Pestiziden verwendeten&nbsp;Organismengruppen&nbsp;umfasst.&nbsp;Die Ergebnisse zeigen,&nbsp;dass sich die ausgebrachte Toxizität über den betrachteten&nbsp;Zeitraum stark erhöht hat.&nbsp;„Das liegt teilweise an einer erhöhten Menge ausgebrachter Pestizide, da einerseits die Fläche an Ackerland zunimmt oder vorhandene Flächen intensiver bewirtschaftet werden, aber auch&nbsp;an einer steigenden Toxizität der ausgebrachten Mittel, insbesondere bei den&nbsp;Insektiziden“, so Ralf Schulz.&nbsp;Besonders stark waren die Anstiege für Landinsekten, Bodenorganismen und Fische. Aber auch für&nbsp;wirbellose&nbsp;Gewässerorganismen, bestäubende Insektenund Landpflanzen zeigten sich Erhöhungen. Nur bei Gewässerpflanzen und Landwirbeltieren wurden Abnahmen beobachtet. Alle Gruppen von Pestiziden (Herbizide, Insektizide, Fungizide) trugen zur steigenden Toxizität bei, wobei für die unterschiedlichen Tier-und&nbsp;Pflanzengruppen jeweils etwa 20 Pestizidwirkstoffe von entscheidender Bedeutung&nbsp;waren. Diese sehr giftigen Wirkstoffe sollten als eine Maßnahme zum besseren Biodiversitätsschutz durch weniger giftige Wirkstoffe ersetzt werden,&nbsp;auch wenn dies&nbsp;im Einzelfall nicht immer einfach möglich sein wird,&nbsp;so das Forschungsteam.</p>
<p>Im globalen Vergleich trugen&nbsp;im Analysezeitraum&nbsp;die Länder Brasilien, China, USA und Indien am meisten zur insgesamt ausgebrachten Toxizität von Pestiziden bei. In Nigeria&nbsp;erwies sich die ausgebrachte Toxizität&nbsp;als&nbsp;vergleichsweise gering. Diese könnte sich allerdings im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft, die häufig mit dem Einsatz von Wirkstoffen mit höherer Toxizität einhergeht,&nbsp;weiter erhöhen – und das&nbsp;in ganz Afrika, so die Forschenden. Obst und Gemüse, Mais, Sojabohnen, Getreide und Reis trugen zu rund 80&nbsp;Prozent&nbsp;der weltweit ausgebrachten Pestizidtoxizität bei.&nbsp;„Das&nbsp;Zusammenspiel von Anbauflächen und darauf befindlichen Kulturen&nbsp;ist&nbsp;entscheidend für die ausgebrachte Toxizität und damit eine weitere Stellschraube für die landwirtschaftliche Planung zur Erreichung des Biodiversitätsschutzziels“, unterstreicht Ökotoxikologe Wolfram.&nbsp;Der auf Basis des umfassenden Datensatzes errechnete Trend einer zunehmenden toxischen Belastung ist laut Forschungsteam vermutlich weitergegangen, da beispielsweise die Pestizidanwendungsdaten der Welternährungsorganisation FAO (Food and&nbsp;Agriculture Organization of the United&nbsp;Nations) auch nach 2019 global einen weiteren Anstieg zeigen.</p>
<p><strong>Umfassendes Umdenken erforderlich</strong></p>
<p>Ohne umgehende Maßnahmen wird&nbsp;voraussichtlich nur Chile&nbsp;das von der UN gesteckte Ziel für 2030 erreichen. China, Japan und Venezuela wiesen im Beobachtungszeitraum&nbsp;einen abnehmenden Trend ausgebrachter Toxizität auf. Andere Länder, darunter auch Deutschland, müssen eine Trendumkehr erreichen und&nbsp;hinsichtlich der ausgebrachten Pestizidtoxizität auf ein Niveau von vor über 15 Jahren zurückkehren, um das UN-Ziel zu erreichen. Jakob Wolfram betont: „Dies kann vermutlich nur erreicht werden, wenn neben dem Umstieg auf weniger giftige Wirkstoffe auch deutlich mehr Fläche von konventioneller in ökologische Landwirtschaft umgewandelt wird, was zudem weitere positive Effekte für die Sicherstellung der globalen Biodiversität hätte.“</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Wolfram, J., Bussen, D., Bub, S.,&nbsp;Petschick, L.L., Herrmann, L.Z., Schulz, R.&nbsp;(2026) Increasing applied pesticide toxicity trends counteract the&nbsp;global&nbsp;reduction target to safeguard biodiversity.&nbsp;<i>Science</i>.<br></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt:</strong><br>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br>Prof. Dr. Ralf Schulz<br>+49 (0)6341 280-31327<br>r.schulz@rptu.de</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br>kerstin.theilmann@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen und eine Kopie des Artikels finden sich&nbsp;online im&nbsp;<i>Science&nbsp;</i>Presse Bereich unter .</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-18858</guid>
                        <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 17:21:38 +0100</pubDate>
                        <title>Quanteninitiative Rheinland-Pfalz verlängert: Forschungskompetenzen bündeln, Nachwuchs fördern, Akteure vernetzen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/quanteninitiative-rheinland-pfalz-verlaengert-forschungskompetenzen-buendeln-nachwuchs-foerdern-akteure-vernetzen</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit über drei Jahren arbeiten in der Quanteninitiative Rheinland‑Pfalz (QUIP) unter Federführung der ֱ die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM zusammen, um die Quantenforschung im Land zu vernetzten, Forschungskompetenzen zu bündeln und die Ausbildung von Forschungsnachwuchs voranzutreiben. Für die Fortsetzung dieses Engagements stellt das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) nun eine Fördersumme von 600.000 Euro zur Verfügung. Staatssekretärin Nicole Steingaß übergab den Förderbescheid am 5. Februar.</strong></p>
<p>„Quantentechnologien sind ein Schlüssel für zukünftige Innovationen“, erklärt Professor Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Innovation an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). „Mit ihnen lassen sich zentrale Herausforderungen in den Bereichen Computing, Sensorik, Materialforschung und Kommunikation lösen.“</p>
<p>Rheinland-Pfalz verfügt bereits heute über herausragende Strukturen in diesem Bereich: Mit zwei Quantencomputer-Demonstratoren an der ֱ und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem Kompetenzzentrum für Quantencomputing am Fraunhofer ITWM sowie innovativen Projekten zur Verbindung von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ist das Land hervorragend aufgestellt. Ein weiteres Forschungsthema sind miniaturisierte Quantensensoren, mit denen künftig einzigartige medizinische und biologische Anwendungen möglich werden oder etwa neue Protokolle für sichere Kommunikation.</p>
<p>Die Quanteninitiative Rheinland-Pfalz (QUIP) bündelt die landesweiten Kompetenzen auf diesem Zukunftsfeld, schafft Sichtbarkeit und entwickelt ein lebendiges Quanten-Ökosystem, das exzellente Forschung, Nachwuchsförderung und Anwendungen eng miteinander verknüpft.</p>
<p>„Die Landesregierung hat Ende 2022 bereits 1,2 Mio. Euro zur Umsetzung der Quanten-Initiative Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Mit der heute überreichten Landesförderung in Höhe von 600.000 Euro werden die Erfolge der ersten Förderperiode weiter ausgebaut und das bisher im Rahmen der Projektförderung Erreichte nachhaltig verankert. Unser Ziel ist es, Rheinland-Pfalz als sichtbaren und konkurrenzfähigen Standort für Quantentechnologie zu positionieren“, sagt Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit. Mit der Quantentechnologie fördere das Land eine der bedeutendsten technologischen Entwicklungen der kommenden Jahrzehnte.</p>
<p>Neben der Spitzenforschung legt QUIP großen Wert auf die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. „Mit unserem Programm für Forschungsaufenthalte aus dem Ausland gelingt es uns, hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Rheinland-Pfalz zu holen“, erläutert Professor Herwig Ott, Leiter der Initiative. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Bundeslandes.“</p>
<p>In der nun beginnenden zweiten Förderphase wird QUIP seine Aktivitäten weiter ausbauen, die interdisziplinäre Forschung stärken und neue Weiterbildungsangebote für Fachkräfte von morgen schaffen. Mit der fortgesetzten Förderung unterstreicht Rheinland-Pfalz die strategische Bedeutung der Quantentechnologien und setzt mit QUIP weiterhin auf Kompetenzaufbau, Kooperation und Innovation in einem zentralen Zukunftsfeld.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 03 Feb 2026 10:19:22 +0100</pubDate>
                        <title>Anhaltende körperliche Beschwerden? Teilnehmende für neue Studie gesucht</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/anhaltende-koerperliche-beschwerden-teilnehmende-fuer-neue-studie-gesucht</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anhaltende körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme (z. B. Reizdarm), Schwindel, Erschöpfung oder andere körperliche Symptome können den Alltag stark beeinträchtigen – insbesondere, wenn sie mit intensiven Sorgen, Ängsten und einer starken gedanklichen Beschäftigung mit den Symptomen einhergehen. Um Lebensqualität und Behandlungswege für Betroffene zu verbessern, startet an der ֱ eine neue Therapiestudie: Interessierte sind eingeladen, sich bei der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz WiPP e.V. in Landau zu melden.</strong></p>
<p>An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) startet im Rahmen der deutschlandweiten ISOMA+ Studie ein neues Behandlungsangebot für Menschen mit anhaltenden körperlichen Beschwerden wie chronischen Schmerzen, Magen-Darm-Problemen, Erschöpfung oder anderen körperlichen Symptomen. Besonders herausfordernd: Die entsprechenden Probleme gehen für die Betroffenen häufig mit starken Sorgen, Ängsten und einer erheblichen Beeinträchtigung des Alltags einher. Fachleute sprechen von sogenannten somatischen Belastungsstörungen.&nbsp;</p>
<p>Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt wird an insgesamt acht psychotherapeutischen Hochschulambulanzen in Deutschland durchgeführt: Behandlungsstandorte sind – neben Landau – Mainz, Mannheim, Marburg, Ulm, Konstanz, Wuppertal und Berlin. Die Studie will herausfinden, wie eine bewährte kognitive Verhaltenstherapie (Psychotherapie) durch zusätzliche digitale Therapiebausteine verbessert werden kann. Ziel ist es, die Wirksamkeit und die Alltagstauglichkeit der kombinierten Behandlung zu prüfen und herauszufinden, welche Patientengruppen besonders profitieren. Auf diese Weise sollen neue Therapiewege für Menschen mit chronischen Körperbeschwerden eröffnet werden.</p>
<p>Teilnehmen können Erwachsene, die seit mindestens sechs Monaten unter körperlichen Beschwerden leiden, dadurch im Alltag belastet oder eingeschränkt sind – und die über einen privaten Internetzugang (PC, Tablet oder Notebook) verfügen.</p>
<p>An der Psychotherapieambulanz (WIPP e.V.) in Landau stehen hierfür insgesamt 39 Einzel-Therapieplätze zur Verfügung. Die Behandlung umfasst 20 Sitzungen, die in der Regel wöchentlich vor Ort in der Ostbahnstraße 10 stattfinden. Kombiniert werden die Sitzungen mit einer digitalen Therapiebegleitung, die Patientinnen und Patienten zwischen den Sitzungen flexibel zu Hause oder unterwegs nutzen können. Von den Studienteilnehmenden wird darüber hinaus erwartet, dass sie begleitend Fragebögen für die Forschung ausfüllen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt für eine Teilnahme in Landau:</strong></p>
<p>Psychotherapeutische Universitätsambulanz WiPP e.V.</p>
<p>ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>Ostbahnstraße 10</p>
<p>76829 Landau</p>
<p>Tel.: 06341 280 356 27</p>
<p>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+jtpnb.mboebvAqspkfdut/squv/ef" data-mailto-vector="1">isoma-landau[at]projects.rptu.de</a></p>
<p>Homepage: </p>
<p><br><br><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+qsfttfAsquv/ef" data-mailto-vector="1">presse[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 09:03:37 +0100</pubDate>
                        <title>Werden unsere jungen Talente falsch gefördert? Neue Studie zeigt: Spitzenkönner entwickeln sich anders als gedacht </title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spitzenkönner treiben Innovationen voran und helfen, die drängendsten Probleme der Menschheit zu lösen. Gesellschaften haben ein vitales Interesse daran, diese sogenannten Top-Performer in verschiedenen Feldern auszubilden. Doch in puncto Nachwuchsförderung scheint es Optimierungsbedarf zu geben: Ein aktuelles Review – unter Federführung der ֱ – das in der Fachzeitschrift </strong><i><strong>Science</strong></i><strong> erschienen ist, legt nahe, dass Programme zur Begabtenförderung bislang von falschen Prämissen ausgehen: Ein internationales, interdisziplinäres Forschungsteam hat erstmals die Entwicklung von Weltklasse-Könnern in der Wissenschaft, in der klassischen Musik, im Schach und im Sport zusammengeführt.</strong></p>
<p>Die traditionelle Begabungs- und Expertise-Forschung geht davon aus, dass die wesentlichen Faktoren zur Entwicklung von Höchstleistungen in frühen Begabungen – erkennbar an frühen Leistungen und Fähigkeiten (z. B. sehr gute Schulnoten, Intelligenz, besondere Kreativität oder Musikalität im Kindesalter) – und einem langjährigen, intensiven Training in einer Disziplin begründet sind. Entsprechend sind Programme zur Begabtenförderung bestrebt, die Besten in jungen Jahren auszuwählen und ihre Entwicklung durch intensives disziplin-spezifisches Training weiter zu beschleunigen. Allerdings ist genau das offenbar nicht der ideale Weg der Nachwuchsförderung, wie aktuell ein Team um Arne Güllich, Professor für Sportwissenschaft an der ֱ, herausgefunden hat.</p>
<p>„Die Begabungs- und Expertise-Forschung hat sich bislang nicht ausreichend mit der Frage beschäftigt, wie sich Menschen entwickelt haben, die tatsächlich – später im Höchstleistungsalter – die Weltspitze in ihrer jeweiligen Disziplin darstellen“, fasst Arne Güllich zusammen. Seine Forschungsintention im aktuellen Review ist es daher, die Entwicklung eben dieser Top-Performer zu untersuchen. Dafür hat sich ein internationales, interdisziplinäres Forschungsteam um Arne Güllich zusammengetan: Dazu zählen Brooke N. Macnamara, Professorin für Psychologie an der Purdue University, D. Zach Hambrick, Professor für Psychologie an der Michigan State University, und Michael Barth, Assistenz-Professor für Sportökonomie und Sportepidemiologie an der Universität Innsbruck. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.</p>
<p><strong>Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zusammengeführt</strong></p>
<p>Für das Review hat das Forschungsteam umfangreiche Daten aus vielen Originalstudien neu analysiert. Untersucht wurde die Entwicklung von insgesamt 34.839 internationalen Höchstleistenden. Dazu zählen Nobelpreis-Gewinner und -Gewinnerinnen in den Wissenschaften, Medaillengewinner und -gewinnerinnen bei Olympischen Spielen, die weltweit besten Schachspieler und die angesehensten klassischen Komponisten und Komponistinnen. Auf diese Weise wurde erstmals die Entwicklung der Weltklasse in verschiedenen Disziplinen zusammengeführt.</p>
<p><strong>Die Besten in jungen Jahren sind später nicht die Besten</strong></p>
<p>Eine zentrale Erkenntnis: Top-Performer durchlaufen eine andere Entwicklung, als es die Forschung bislang annahm. „Und über die verschiedenen Disziplinen hinweg zeigt sich ein gemeinsames Muster“, betont Arne Güllich, der vor allem drei entscheidende Erkenntnisse ausmacht. Erkenntnis eins: Die Besten in jungem Alter und die späteren Besten im Höchstleistungsalter sind nicht dieselben Personen, sondern überwiegend verschiedene Menschen. Zweitens: Diejenigen, die die Weltklasse erreichen, zeigten in ihren frühen Jahren eine eher allmähliche Leistungsentwicklung und gehörten noch nicht zu den Besten ihres Alters. Und die dritte Erkenntnis: Spätere Höchstleistende haben sich nicht früh auf eine Disziplin spezialisiert, sondern haben sich zunächst in verschiedenen Disziplinen engagiert (z. B. verschiedene Studienfächer, Genres in der Musik, Sportarten, Arbeit in verschiedenen Berufen).</p>
<p><strong>Mehr Kompetenzen – weniger Risiko</strong></p>
<p>Wie lassen sich die Ergebnisse erklären, die deutlich von dem abweichen, was bislang die gängige Meinung ist? „Wir stellen drei Hypothesen zur Diskussion“, sagt Güllich: Die Search-and-Match Hypothesis, die Enhanced-Learning-Capital Hypothesis und die Limited-Risks Hypothesis. Zusammenfassend besagen diese Hypothesen, dass man durch die Erfahrungen in verschiedenen Disziplinen bessere Chancen hat, im Laufe der Jahre eine optimale Disziplin für sich zu finden. Gleichzeitig werden durch die unterschiedlichen Lernerfahrungen in verschiedenen Disziplinen Lernkompetenzen ausgebaut, die das spätere fortlaufende Lernen auf höchstem Niveau in einer Disziplin verbessern. Und – so die Limited-Risks Hypothesis – das multidisziplinäre Engagement dämpft die Risiken entwicklungshindernder Faktoren – etwa ein Motivationstief, Burn-out oder in motorischen Disziplinen (Sport, Musik) Verletzungen. Arne Güllich: „Wer eine optimale Disziplin für sich findet, die besten Lernkompetenzen entwickelt und verminderte Risiken von entwicklungshindernden Faktoren hat, zeigt verbesserte Chancen, Weltklasse-Leistungen zu entwickeln.“</p>
<p><strong>Nicht nur in einer Disziplin fördern</strong></p>
<p>Mit Blick auf die aktuellen Erkenntnisse – was kann Arne Güllich bereits heute empfehlen? Wie sollte eine Gesellschaft junge, begabte Menschen fördern – um zukünftige Top-Performer hervorbringen? „Nicht zu früh auf eine Disziplin spezialisieren. Junge Menschen ermuntern, verschiedenen Interessensgebieten nachzugehen. Und sie durchaus in zwei bis drei Disziplinen fördern.“ Das könnten Disziplinen sein, die nicht unmittelbar etwas miteinander zu tun haben: Sprache und Mathematik beispielsweise oder Geografie und Philosophie. Oder man denke nur an Albert Einstein und seine Geige – einer der bedeutendsten Physiker, der sich leidenschaftlich von Kindesbeinen an auch der Musik zuwendete.</p>
<p>Angesichts der neuen Erkenntnisse seien Politik und Programm-Manager gefragt, ein verändertes, evidenz-basiertes Handeln zu fördern, resümiert Arne Güllich: „So kann die Entwicklung von mehr Weltklasse-Leistungen gefördert werden – in der Wissenschaft, im Sport, in der Musik und in anderen Feldern.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Arne Güllich, Michael Barth, David Z. Hambrick &amp; Brooke N. Macnamara “Recent discoveries on the acquisition of the highest levels of human performance” </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Arne Güllich</p>
<p>Fachgebiet Sportwissenschaft</p>
<p>ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>E-Mail: guellich[@]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p>E-Mail: presse[@]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 10:09:08 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ und TK setzen Innovationsimpulse für die Studierendengesundheit; ֱ unterzeichnet internationale Charta zur Gesundheitsförderung</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit zehn Jahren arbeiten die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (ֱ) und die Techniker Krankenkasse (TK) erfolgreich an dem gemeinsamen Ziel, die Studierendengesundheit nachhaltig zu verbessern. Ein neues Kooperationsprojekt, ausgelegt auf fünf Jahre, startet Anfang 2026: Die Partner wollen universitätsweit Innovationsimpulse im studentischen Gesundheitsmanagement setzen und aktuelle Themen wie KI, Natur und Nachhaltigkeit, gesunde Lehre und mentale Gesundheit verstärkt in den Fokus rücken. Am 16. Dezember wurde die Zusammenarbeit offiziell besiegelt. Zeitgleich verpflichtete sich die Universität der Okanagan-Charta, die international eine gesundheitsfördernde Kultur an Hochschulen adressiert.</strong></p>
<p>Die ֱ nimmt mit Blick auf die Studierendengesundheit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Universitätspräsident Malte Drescher führt aus: „Gesundheit ist für den Studienerfolg mindestens genauso wichtig wie gute Lehre. Deshalb unterstützen wir unsere Studierenden dabei, gesund zu leben und Belastungen früh zu begegnen. Unsere Präventionsangebote – von Sport und Bewegung über Stressmanagement bis zur mentalen Gesundheit – entstehen in enger Zusammenarbeit mit Studierenden. Orientierung gibt uns der University Health Report, den wir alle drei Jahre erheben und der zentrale Trends sichtbar macht. Wir freuen uns, mit der TK einen starken Partner mit viel Expertise an der Seite zu haben.“</p>
<p>Die TK, eine der führenden Kräfte beim Aufbau nachhaltiger gesundheitsförderlicher Strukturen an Hochschulen, wird die ֱ in den kommenden fünf Jahren dabei unterstützen, ihr studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) gezielt weiterzuentwickeln.</p>
<p>„Die TK engagiert sich seit mehr als 20 Jahren mit einem ganzheitlichen Ansatz und begleitet Projekte, um den nachhaltigen Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen und Rahmenbedingungen an Hochschulen zu unterstützen. Die ֱ prägt und strukturiert von Anfang an entscheidend die Weiterentwicklung des Studentischen Gesundheitsmanagements und fungiert als innovativer Impulsgeber. Wir freuen uns sehr auf den Start des neuen Kooperationsprojekts und sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit wertvolle neue Erkenntnisse hervorbringen wird, insbesondere in den Themenbereichen KI und Gesundheit, mentale Gesundheit sowie Natur und Nachhaltigkeit“, sagt Ute Erdenberger, Leiterin des Gesundheitsmanagements bei der TK.</p>
<p><strong>Mitten aus dem Leben gegriffen</strong></p>
<p>Das CampusPlus-Team, verantwortlich für das Planen und Umsetzen des SGM an der ֱ, hat für das kommende Kooperationsprojekt bereits konkrete Ideen parat. Geplant ist unter anderem ein Kongress zum Themenfeld „KI und Gesundheit“ für Universitätsangehörige sowie die interessierte Öffentlichkeit, der Chancen der KI im Bereich Prävention und Gesundheit beleuchtet, ebenso wie die mit der Technologie verbundenen Risiken, etwa im Hinblick auf den verantwortungsvollen Einsatz neuer Systeme.</p>
<p>Angedacht sind auch Maßnahmen, die Studierenden in Zeiten zunehmenden Smartphonekonsums Ruhepausen und Entschleunigung bieten. Zum Beispiel sollen wissenschaftlich begleitete Waldbade-Sessions und Waldbade-Retreats, angelehnt an das japanische „Shinrin Yoku“, einen bewussten Gegenpol zur digitalen Überreizung schaffen.</p>
<p>Nicht zuletzt plant CampusPlus, ergänzend zur etablierten Outdoor-Universität direkt auf den beiden Campus, auch im verbindenden Pfälzerwald Lehr-Lern-Räume im Sinne von Waldklassenzimmern zu schaffen. Auf diese Weise ermöglicht es die ֱ ihren Studierenden wie Dozierenden, die umgebende Natur in den Lehr- und Lernalltag zu integrieren.</p>
<p><strong>Mehrfach ausgezeichnet</strong></p>
<p>Für ihr studentisches Gesundheitsmanagement hat die ֱ bereits dreimal (2018, 2020 und 2023) den Sonderpreis „Gesunde Hochschule SGM“ des Corporate Health Awards (CHA) erhalten. Der CHA zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland im Themenfeld „Betriebliches Gesundheitsmanagement“. 2024 sicherte sich die ֱ mit dem Projekt „Campus Expedition“, das studentisches Wandern im Pfälzerwald mit Bildung für nachhaltige Entwicklung kombiniert, zudem den Nachhaltigkeitspreis des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh).</p>
<p><strong>Global gedacht</strong></p>
<p>Das Engagement der ֱ für die Studierendengesundheit findet künftig auch Ausdruck auf internationaler Ebene. Mit der Unterschrift von Mandy Schiefner-Rohs, ֱ-Vizepräsidentin für Lehre, verpflichtete sich die Universität dem Handlungsaufruf der Okanagan-Charta, der internationalen Charta für gesundheitsfördernde Universitäten und Hochschulen. Das Rahmenwerk, Ergebnis der „2015 International Conference on Health Promoting Universities and Colleges“ auf dem Okanagan-Campus der University of British Columbia, fordert Hochschuleinrichtungen auf, gesundheitsfördernde Werte und Richtlinien in ihr Leitbild, ihre Vision und ihre strategischen Pläne aufzunehmen, dabei auch Modellansätze für die breitere Gemeinschaft und Gesellschaft einzubinden und gemeinsam globale Weichen für die Gesundheitsförderung zu stellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Max Sprenger</p>
<p>Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) an der ֱ</p>
<p>T: +49 631 205-4441</p>
<p>E: max.sprenger[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 Dec 2025 12:33:34 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ startet Studie zur Behandlung von Reizdarmsyndrom</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-startet-studie-zur-behandlung-von-reizdarmsyndrom</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den weltweit häufigsten chronischen Darmerkrankungen: Rund 11,2 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, Frauen häufiger als Männer. Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlveränderungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Weil Ursachen und Mechanismen individuell sehr unterschiedlich sind, fehlt bislang eine Behandlung, die für alle Betroffenen zuverlässig wirkt. Vor diesem Hintergrund startet an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) in Landau nun ein neues Forschungsprojekt:&nbsp;OLIBS – Open-Label Intervention in Irritable Bowel Syndrome.</strong></p>
<p>Unter der Leitung von&nbsp;Julia Glombiewski, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie, und&nbsp;der Expertin für Placebo-Effekte Julia Haas untersucht die Studie einen innovativen Mind-Body-Ansatz: sogenannte&nbsp;Open-Label Placebos. Diese Placebos werden offen und ohne Täuschung verabreicht. Zahlreiche internationale Studien zeigen bereits, dass solche wirkstofffreien Tabletten Beschwerden lindern können, selbst wenn Patientinnen und Patienten wissen, dass kein Wirkstoff enthalten ist.</p>
<p>„Es klingt zunächst widersprüchlich, aber Placebotabletten können reale, körperlich messbare Veränderungen auslösen“, sagt Julia Haas, die an mehreren internationalen Placebostudien, unter anderem an der Harvard University, mitgewirkt hat. „Auch beim Reizdarmsyndrom wurden in mehreren Studien bereits vielversprechende Verbesserungen beobachtet.“</p>
<p><strong>Alltagsnahe Begleitung über eine App</strong></p>
<p>Eine Besonderheit der ֱ-Studie ist die Kombination aus Placeboeinnahme und alltagsintegrierter Messung der Symptome: Teilnehmende beantworten täglich wenige kurze Fragen über eine App. Die Selbstbeobachtung hilft dabei, Muster und Veränderungen besser wahrzunehmen.</p>
<p>Der Studienzeitraum umfasst acht Wochen. Phasen mit Placeboeinnahme wechseln sich mit Phasen ohne Einnahme ab – so können Veränderungen besonders klar erfasst werden. Die Teilnahme ist kostenfrei und umfasst vier Termine in Landau am Fachbereich Psychologie der ֱ.</p>
<p>„Viele Betroffene wünschen sich Behandlungsansätze, die verständlich, transparent und gut in den Alltag integrierbar sind“, erklärt Professorin Julia Glombiewski. „Mit OLIBS wollen wir erforschen, welche Faktoren dazu führen, dass offene Placebos wirken – und wie sich dieses Wissen langfristig in der medizinischen Versorgung nutzen lässt.“</p>
<p><strong>Wer kann teilnehmen?</strong></p>
<p>An der Studie teilnehmen können Erwachsene ab 18 Jahren mit ärztlich diagnostiziertem Reizdarmsyndrom. Voraussetzungen sind auch der Besitz eines Smartphones und die Bereitschaft, für vier Termine während des Studienzeitraums nach Landau zu kommen.&nbsp;</p>
<p>Interessierte erreichen das Studienteam bevorzugt per E-Mail unter&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+pmjctAqspkfdut/squv/ef" data-mailto-vector="1">olibs[at]projects.rptu.de</a> oder telefonisch zu den Sprechzeiten Montag 13-16 Uhr, Donnerstag, 13-15 Uhr und Freitag 8-10 Uhr unter 06341 280-35673. Weitere Informationen gibt es unter&nbsp;<a href="/s/olbisflyer" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">rptu.de/s/olbisflyer</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 10:20:30 +0100</pubDate>
                        <title>Atomare Josephson-Kontakte: Wie Bose-Einstein-Kondensate Shapiro-Stufen nachbilden</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/atomare-josephson-kontakte-wie-bose-einstein-kondensate-shapiro-stufen-nachbilden</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie ermöglichen hochpräzise Messungen, definieren die Einheit Volt und bilden das Herzstück vieler Quantencomputer – die sogenannten Josephson-Kontakte. Die dabei in den Supraleitern ablaufenden mikroskopischen Prozesse sind jedoch schwer direkt zu beobachten. Forschende der ֱ Kaiserslautern-Landau haben daher eine Quantensimulation des Josephson-Effekts umgesetzt: Sie trennten zwei Bose-Einstein-Kondensate (BECs) durch eine extrem dünne optische Barriere, die mit einem fokussierten Laserstrahl erzeugt und periodisch bewegt wird. Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Auch in diesem atomaren System zeigten sich die charakteristischen Shapiro-Stufen – Spannungsplateaus bei Vielfachen der Antriebsfrequenz – wie sie in supraleitenden Josephson-Kontakten auftreten. Die in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Forschungsarbeit liefert somit ein Lehrbeispiel für Quantensimulation.</strong></p>
<p>Zwei Supraleiter, getrennt durch eine hauchdünne Isolationsschicht – so schlicht sieht ein&nbsp;Josephson-Kontakt&nbsp;aus. Doch trotz der simplen Struktur birgt er einen quantenmechanischen Effekt, der heute zu den wichtigsten Werkzeugen moderner Technologie zählt: Josephson-Kontakte bilden unter anderem das Herzstück vieler Quantencomputer oder ermöglichen hochpräzise Messungen – wie etwa die Messung sehr schwacher Magnetfelder. Dies wird unter anderem bei der Magnetenzephalographie (MEG) genutzt, also in der medizinischen Diagnostik bei der Untersuchung von Magnetfeldern im Gehirn.</p>
<p>Grundsätzlich sollte man wissen: Prozesse, die in einem Josephson-Kontakt ablaufen, spielen sich auf der Ebene einzelner Quanten ab und sind im Supraleiter nur schwer direkt zu beobachten. Um die mikroskopischen Vorgänge dennoch experimentell zugänglich zu machen, greifen Forschende zu einem Trick – der&nbsp;sogenannten Quantensimulation. Verallgemeinernd gesagt, wird dabei ein komplexes Quantensystem auf ein anderes, besser beobachtbares System übertragen. So lassen sich Effekte untersuchen, die in ihrem herkömmlichen Umfeld kaum zugänglich sind.</p>
<p>An der ֱ Kaiserslautern-Landau hat ein experimentelles Forschungsteam um Herwig Ott dieses Prinzip nun auf den&nbsp;Josephson-Effekt&nbsp;angewendet. Statt Supraleiter nutzten sie ein ultrakaltes Gas aus Atomen, ein sogenanntes Bose-Einstein-Kondensat. Zwei solcher Kondensate haben die Forschenden durch eine sehr dünne&nbsp;optische Barriere&nbsp;getrennt, die mit einem fokussierten Laserstrahl erzeugt und periodisch bewegt wurde. Auf diese Weise simulierten die Forschenden, was in einem supraleitenden Josephson-Kontakt unter Mikrowellenbestrahlung geschieht. Die Mikrowellenstrahlung dient dazu, zusätzlich einen Wechselstrom durch den Josephson-Kontakt zu erzeugen.&nbsp;</p>
<p><strong>Shapiro-Stufen sind ein universelles Phänomen</strong></p>
<p>Das Resultat der Quantensimulation war eindrucksvoll: In dem atomaren System traten die charakteristischen&nbsp;Shapiro-Stufen&nbsp;auf – quantisierte Spannungsplateaus, die zur Eichung der elektrischen Spannung dienen. Sie hängen nur von Naturkonstanten und der Frequenz der Modulation ab und bilden die Grundlage, mit der weltweit das Spannungsnormal für das „Volt“ realisiert wird. „In unserem Experiment konnten wir erstmals die dabei entstehenden Anregungen sichtbar machen. Dass sich dieser Effekt nun in einem völlig anderen physikalischen System – einem Ensemble ultrakalter Atome – zeigt, bestätigt, dass Shapiro-Stufen ein universelles Phänomen sind“, konstatiert Herwig Ott.&nbsp;</p>
<p>Die Untersuchung wurde gemeinsam mit den Theoriegruppen von Ludwig Mathey von der Universität Hamburg und Luigi Amico vom Technology Innovation Institute in Abu Dhabi durchgeführt. Die Arbeit liefere ein Lehrbeispiel für Quantensimulation, fasst Herwig Ott die Ergebnisse weiter zusammen: „Ein quantenmechanischer Effekt aus der Festkörperphysik wird in ein völlig anderes System übertragen – und doch bleibt seine Essenz dieselbe. So werden Brücken gebaut zwischen den Quantenwelten der Elektronen und Atome.“&nbsp;</p>
<p><strong>Mithilfe von Atomen die Welt der Elektronen verstehen</strong></p>
<p>In Zukunft wollen Ott und sein Team mehrere solcher „Bauelemente“ miteinander verbinden, „um richtige Schaltkreise für Atome zu bauen“. Anstelle von Elektronen würden dann Atome durch den Schaltkreis fließen – ein Arbeitsgebiet, das sich „Atomtronics“ nennt. „Solche Schaltkreise sind besonders gut geeignet, um kohärente Effekte, also wellenartige Effekte, zu beobachten“, sagt Erik Bernhart, der als Doktorand die Experimente durchgeführt hat. Außerdem könne man in atomaren Schaltkreisen die Bewegung der Atome direkt „sehen“, was bei Elektronen im Festkörper sehr viel schwieriger ist. „Daneben wollen wir weitere fundamentale Bauelemente, die aus der Elektronik bekannt sind, für unsere Atome nachbauen und auf mikroskopischer Ebene genau verstehen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Erik Bernhart, Marvin Röhrle, Vijay Pal Singh, Ludwig Mathey, Luigi Amico, and Herwig Ott<br><i>“Observation of Shapiro steps in an ultracold atomic Josephson junction”</i><br>www.science.org/doi/10.1126/science.ads9061</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Herwig Ott<br>Fachbereich Physik der&nbsp;<br>Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)</p>
<p>T: +49 631 205 2817<br>E: herwig.ott@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ansprechpartner Presse:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p>T: 0631 205-5784<br>E: presse@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 15:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Neuer Kanzler der ֱ gewählt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-kanzler-der-rptu-gewaehlt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Senat der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat Kurt R. Sendldorfer auf Vorschlag des Hochschulrats zum neuen Kanzler gewählt. Sendldorfer, der derzeit die Finanzangelegenheiten der Universität verantwortet, wird das Amt am 1. August 2026 übernehmen und damit Stefan Lorenz nachfolgen, der nach fast 30 Jahren an der Spitze der Universitätsverwaltung zum 31. Juli 2026 in den Ruhestand treten wird.</strong></p>
<p>Sendldorfer wird für sechs Jahre als Kanzler die Universitätsverwaltung leiten und Mitglied der siebenköpfigen Universitätsleitung sein. Er dankt dem Hochschulrat und dem Senat für das Vertrauen und formuliert seinen Anspruch als künftiger Kanzler wie folgt: „Die ֱ ist eine moderne und leistungsfähige Universität. Ihre Entwicklung möchte ich als Kanzler aktiv und verantwortungsvoll vorantreiben. Mein Ziel ist eine serviceorientierte Verwaltung, die Forschung, Lehre und Transfer aktiv unterstützt, digital und effizient arbeitet und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dafür braucht es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – geprägt von Vertrauen, Respekt und Verantwortungsbereitschaft. Gemeinsam stärken wir die ֱ Schritt für Schritt – als modernen Lernort für Studierende, als attraktive Arbeitgeberin und als Partnerin für Wissenschaft, Gesellschaft und das Land.“</p>
<p>Kurt R. Sendldorfer ist der ֱ seit seinem eigenen Studium eng verbunden. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der damaligen Universität Kaiserslautern und begann 1993 seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Über Stationen im Hochschulcontrolling und im Haushalts- und Finanzwesen übernahm er zunehmend Verantwortung in der Leitungsebene. Seit 2004 leitet er die Finanzverwaltung und vertritt den Kanzler. Nach der Fusion zur ֱ trägt er standortübergreifend Verantwortung für die Finanzangelegenheiten und als Vertreter des Kanzlers.</p>
<p>Mit dem Eintritt von Stefan Lorenz in den Ruhestand endet eine Ära: Fast drei Jahrzehnte lang führte er die Verwaltung – zunächst der Universität, später der Technischen Universität und schließlich der ֱ. In dieser Zeit hat er zentrale Modernisierungsschritte angestoßen und umgesetzt: von der Professionalisierung der Personal- und Finanzprozesse über das betriebliche und studentische Gesundheitsmanagement bis hin zur baulichen Weiterentwicklung. Maßgeblich trug er zur Zusammenführung der Standorte Landau und Kaiserslautern bei und gestaltete die gemeinsame Universitätsverwaltung, das Rechenzentrum und die Universitätsbibliothek.</p>
<p><br><strong>Pressekontakt</strong></p>
<p>Christoph Richter<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br>T 0631 / 205 4218<br>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+disjtupqi/sjdiufsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">christoph.richter[at]rptu.de</a> &nbsp;<br>W </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 14:04:38 +0100</pubDate>
                        <title>Ingenieurwissenschaften und Psychologie der ֱ überzeugen im aktuellen CHE Masterranking </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ingenieurwissenschaften-und-psychologie-der-rptu-ueberzeugen-im-aktuellen-che-masterranking</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Masterstudiengänge in Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Psychologie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) schneiden im CHE Ranking durchweg sehr gut bis gut ab. Besonders gelobt wurden von den Studierenden die allgemeine Studiensituation, die Studienorganisation und die Betreuung durch Lehrende. Die Ergebnisse erscheinen in der kommenden Ausgabe des Magazins ZEIT Campus und sind bereits online auf HeyStudium verfügbar.</strong></p>
<p>Masterstudierende bewerteten die Studienangebote anhand von zehn Kriterien: Allgemeine Studiensituation, Betreuung durch Lehrende, Studienorganisation, Lehrangebot, Unterstützung im Studium, digitale Lehrelemente, Forschungsorientierung, Praxisorientierung, Übergang zum Masterstudium und Unterstützung für Auslandsstudium.</p>
<p>Im Bauingenieurwesen zeigten sich die Studierenden besonders zufrieden mit dem Übergang zum Masterstudium (4,6 von 5 Sternen), der Studienorganisation (4,5 von 5 Sternen) und der Forschungsorientierung (4,3 von 5 Sternen). An der Befragung teilgenommen haben Masterstudierende der Studiengänge „Konstruktiver Ingenieurbau“, „Infrastruktur Wasser und Mobilität“ sowie „Immobilien und Facilities - Management und Technik“.</p>
<p>Die Studierenden der Elektrotechnik und Informationstechnik bewerteten die Studienbedingungen in vielen Bereich sehr positiv, allen voran die allgemeine Studiensituation und die Betreuung durch Lehrende (je 4,5 von 5 Sternen) sowie das Lehrangebot und den Übergang zum Masterstudium und (jeweils 4,4 von 5 Sternen). An der Befragung teilgenommen haben Masterstudierende der Studiengänge „Elektrotechnik und Informationstechnik“, „European Master in Embedded Computing Systems (EMECS)“, „Automation and Control“ und „Embedded Computing Systems“.</p>
<p>Im Maschinenbau gaben die Studierenden der allgemeine Studiensituation, der Studienorganisation und der Betreuung durch Lehrende die besten Bewertungen (jeweils 4,1 von 5 Sternen). An der Befragung teilgenommen haben Masterstudierende der Studiengänge „Fahrzeugtechnik“, „Commercial Vehicle Technology“, „Produktionstechnik“, „Maschinenbau mit BWL“, „Maschinenbau mit angewandter Informatik“, „Produktentwicklung im Maschinenbau“ und „Computational Engineering“.</p>
<p>In der Psychologie umfasst das Masterranking Studienangebote aus zwei ֱ-Fachbereichen, die separat bewertet wurden: Masterstudierende des Studiengangs „Cognitive Science“ (Sozialwissenschaften) lobten insbesondere die Studienorganisation, die Betreuung durch Lehrende und die Praxisorientierung in der Lehre (jeweils 4,4 von 5 Sternen). Masterstudierende der Studiengänge „Psychologie“ sowie „Psychologie: Klinische Psychologie und Psychotherapie“ (Fachbereich Psychologie) vergaben die besten Bewertungen für die Studienorganisation, die Betreuung durch Lehrende und die Forschungsorientierung (jeweils 4,4 von 5 Sternen).</p>
<p><br><strong>Über das aktuelle CHE Masterranking</strong><br>Das umfassendste Ranking der Masterstudiengänge in Deutschland erscheint seit 2015 und bietet Informationen zu 39 Fächern. Neben Fakten zu den Bereichen Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden zu ihren Hochschulen. Die Ergebnisse der Studierenden-Befragung zur allgemeinen Studiensituation werden anschaulich anhand einer 5-Sterne-Skala dargestellt. Beteiligt haben sich insgesamt mehr als 8.000 Studierende.</p>
<p>Das vollständige CHE Masterranking ist ab sofort bei HeyStudium auf ZEIT ONLINE unter  abrufbar. Zudem steht eine unter  eine Übersicht über die Spitzenergebnisse zur Verfügung. Nicht zuletzt erscheint das CHE Masterranking in Auszügen im Magazin ZEIT Campus (Veröffentlichungstermin: 11. Dezember).<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterführende Informationen zu den genannten Studiengängen</strong></p><figure class="table"><div class="table-responsive"><table class="table"><thead><tr><th>Masterstudiengang</th><th>Link zur Studiengangsdatenbank</th></tr></thead><tbody><tr><td>Automation and Control</td><td><a href="/studienangebot/22925/Automation_&amp;_Control_(A&amp;C)-Elektrotechnik_und_Informationstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Cognitive Science</td><td><a href="/studienangebot/22833/Cognitive_Science-Sozialwissenschaften-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Commercial Vehicle Technology</td><td><a href="/studienangebot/22816/Commercial_Vehicle_Technology-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Computational Engineering</td><td><a href="/studienangebot/22817/Computational_Engineering-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Elektrotechnik und Informationstechnik</td><td><a href="/studienangebot/22788/Elektrotechnik_und_Informationstechnik-Elektrotechnik_und_Informationstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Embedded Computing Systems</td><td><a href="/studienangebot/22926/Embedded_Computing_Systems_(ESY)-Elektrotechnik_und_Informationstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>European Master in Embedded Computing Systems (EMECS)</td><td><a href="/studienangebot/22789/European_Master_in_Embedded_Computing_Systems_(EMECS)-Elektrotechnik_und_Informationstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Fahrzeugtechnik</td><td><a href="/studienangebot/22819/Fahrzeugtechnik-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Immobilien und Facilities - Management und Technik</td><td><a href="/studienangebot/22742/Immobilien_und_Facilities_%E2%80%93_Management_und_Technik-Bauingenieurwesen-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Infrastruktur Wasser und Mobilität</td><td><a href="/studienangebot/22740/Bauingenieurwesen___Infrastruktur_Wasser_und_Mobilit%C3%A4t-Bauingenieurwesen-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Konstruktiver Ingenieurbau</td><td><a href="/studienangebot/22741/Bauingenieurwesen___Konstruktiver_Ingenieurbau-Bauingenieurwesen-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Maschinenbau mit angewandter Informatik</td><td><a href="/studienangebot/22820/Maschinenbau_mit_angewandter_Informatik-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Maschinenbau mit BWL</td><td><a href="/studienangebot/22821/Maschinenbau_mit_BWL-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Psychologie</td><td><a href="/studienangebot/23099/Psychologie-Psychologie-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Psychologie: Klinische Psychologie und Psychotherapie</td><td><a href="/studienangebot/23143/Psychologie:_Klinische_Psychologie_und_Psychotherapie_(KliPP)-Psychologie-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Produktentwicklung im Maschinenbau</td><td><a href="/studienangebot/22823/Produktentwicklung_im_Maschinenbau-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr><tr><td>Produktionstechnik</td><td><a href="/studienangebot/22824/Produktionstechnik-Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-master" target="_blank" title="Öffnet einen externen Link">ٳܻ徱ԲԲü</a></td></tr></tbody></table></div></figure><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt</strong></p>
<p>Christoph Richter<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br>T 0631 / 205 4218<br>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+disjtupqi/sjdiufsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">christoph.richter[at]rptu.de</a> &nbsp;<br>W </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 04 Dec 2025 10:15:55 +0100</pubDate>
                        <title>Neuer Hörspaziergang macht Martha Saalfeld erlebbar</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-hoerspaziergang-macht-martha-saalfeld-erlebbar</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Hörspaziergang wird das Leben und Werk der pfälzischen Schriftstellerin Martha Saalfeld in Landau und Bad Bergzabern neu zugänglich gemacht. An neun Stationen können Interessierte per QR-Code kurze Hörtexte abrufen und biografische Szenen, Erinnerungen und regionale Bezüge der Autorin lebendig werden lassen.&nbsp;</p>
<p>Entwickelt wurde der Hörspaziergang von Studierenden im Fach Darstellendes Spiel und am Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der ֱ wissenschaftlich begleitet. Ziel des Projekts ist es, Saalfelds literarische Bedeutung und ihren prägenden Einfluss auf die Region wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Stationen liegen an markanten Orten in Landau (Theaterstraße 13, Fortstraße, Rathausplatz 2, Stadthausgasse 5, Marktstraße 40) sowie in Bad Bergzabern (Böhammerweg 8, Zeppelinstraße 13, Königstraße 45, Lessingstraße 24). Detaillierte Infos zum Hörspaziergang gibt es online unter . Eingesprochen wurden die Beiträge von Schülerinnen des Alfred-Grosser-Schulzentrums Bad Bergzabern, deren Stimmen die lange überhörte Autorin wieder aufleben lassen.</p>
<p>Die Stationen streifen beispielsweise die Kindheit und Schulzeit Martha Saalfelds in Landau oder die Liebesgeschichte zwischen ihr und Werner vom Scheidt und erzählen auch, wie die Dichterin und Schriftstellerin einerseits verehrt und andererseits auch vergessen wurde.&nbsp;</p>
<p>Martha Saalfeld und ihr Werk spielen an der ֱ eine bedeutende Rolle: Seit 2021 wird Saalfelds literarischer Nachlass an der Universität in Landau verwaltet. 2022 wurde an der Universität die Martha Saalfeld Forschungsstelle gegründet mit dem Ziel, das literarische Erbe von Martha Saalfeld zum Leben zu erwecken und ihre Werke künstlerisch wie auch wissenschaftlich zu würdigen und zu fördern. Der Hörspaziergang ist eines dieser Projekte, mit denen Saalfelds Werk mehr Sichtbarkeit erlangt und für die Öffentlichkeit zugänglich wird.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Kontakt:</strong><br>Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)<br>Prof. Dr. Anja Ohmer<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anja.ohmer[at]rptu.de</a><br><br>Pressekontakt:<br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 14:37:23 +0100</pubDate>
                        <title>Wenn Spin und Schall ko­exis­tie­ren: Physiker der ֱ erzeugen hybride Spin-Schall-Wellen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wenn-spin-und-schall-koexistieren-physiker-der-rptu-erzeugen-hybride-spin-schall-wellen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Akustische Frequenzfilter, die elektrische Signale in miniaturisierte Schallwellen umwandeln, trennen die verschiedenen Frequenzbänder für Mobilfunk, WLAN sowie GPS in Smartphones voneinander. Physiker der ֱ konnten nun zeigen, dass solche miniaturisierten Schallwellen stark an Spinwellen in Yttrium-Eisen-Granat koppeln können. Dabei entstehen neuartige hybride Spin-Schall-Wellen im Gigahertz-Frequenzbereich. Die Nutzung solcher nanoskaligen hybriden Spin-Schall-Wellen eröffnet Potenzial für agile Frequenzfilter für die kommende Mobilfunkgeneration 6G. Die grundlegende Studie der ֱ-Forscher ist im Fachmagazin Nature Communications</strong><i><strong> </strong></i><strong>erschienen.&nbsp;</strong></p>
<p>Akustische Oberflächenwellen (englisch: Surface Acoustic Waves, SAWs) sind allgegenwärtig. Sie entfalten zerstörerische Kraft in Form von Erdbebenwellen und verrichten gleichzeitig gänzlich unbemerkt, aber milliardenfach eingesetzt, ihren Dienst in der Form miniaturisierter Frequenzfilter im Gigahertz-Frequenzbereich in Smartphones.&nbsp;</p>
<p>Das Forschungsteam der ֱ um Professor Mathias Weiler arbeitet daran, neuartige Anwendungsfelder für solche miniaturisierten schallbasierten Mikrowellenkomponenten zu eröffnen. Entscheidend dabei ist die Vernetzung der etablierten SAW-Technologie mit Spinphänomenen. „Schallwellen können sich nicht nur in Luft, sondern auch in Materie ausbreiten. Dabei oszillieren die Gitteratome des Materials“ erklärt der Physiker. Da die Elektronen der Gitteratome einen quantenmechanischen Drehimpuls, den Spin, besitzen, kann auch dieser zur Oszillation angeregt werden. Die Schallwellen erzeugen dann Spinwellen in magnetisch geordneten Materialien.</p>
<p><strong>Schallwellen und Spinwellen, die koexistieren</strong></p>
<p>Das Forschungsteam hat solche kollektiven akustischen Anregungen von Spins im ferrimagnetischen Isolator Yttrium-Eisen-Granat (YIG) untersucht. YIG weist eine äußerst lange Lebensdauer von Spinwellen auf, und ist daher ein ideales Untersuchungsobjekt. Die nun veröffentlichte Arbeit zeigt, dass sich in einem nanostrukturierten akustischen Oberflächenwellenresonator hybride Anregungen – sogenannte Magnon-Polaronen – bilden lassen. &nbsp;„Wir haben beobachtet, dass die quantenmechanische Kopplung von Spin und Schall dazu führen kann, dass sich eine neuartige chimäre Welle bildet, die weder Schallwelle noch Spinwelle ist. Spin und Schall lassen sich in dieser Anregung nicht mehr trennen, sondern koexistieren.“, führt Kevin Künstle, Erstautor der Studie, aus.</p>
<p><strong>Akustische Filter und ferrimagnetische Isolatoren vereint</strong></p>
<p>Insbesondere ist es den Forschern gelungen zu zeigen, dass diese chimäre Welle zeitlich periodisch zwischen Schall- und Spinzustand oszilliert. Die charakteristische Übergangsfrequenz dieser Oszillation – die sogenannte Rabi-Frequenz – ist dabei deutlich größer als alle Verlustraten im System. Das ist der eindeutige Beweis dafür, dass sich das System im Regime der starken Kopplung befindet.&nbsp;</p>
<p>Zur Erklärung dieser Phänomene konnte gemeinsam mit Kollegen der ֱ-Arbeitsgruppe um Professor Akashdeep Kamra ein theoretisches Modell entwickelt werden, welches die beobachtete Kopplungsstärke quantitativ vorhersagen kann.&nbsp;</p>
<p>Das quantitative Verständnis der Kopplungsphänomene sowie die ebenfalls in der Arbeit gezeigte Kontrolle über die Stärke der Spin-Schall-Kopplung eröffnet neue Perspektiven für die technologische Nutzung hybrider Zustände aus Schall- und Spinwellen. „Unsere hybride Spin-Schall Anregungen vereinen zwei Säulen der Mikrowellentechnologie: akustische Filter und ferrimagnetische Isolatoren“, ergänzt Professor Weiler. „In Zukunft könnten solche Systeme genutzt werden, um die Funktionalität miniaturisierter Mikrowellenbauteile zu erweitern. Es ließen sich etwa agile Frequenzfilter realisieren, die sich im Betrieb verstellen lassen. Dies eröffnet neue Konzepte für die Implementierung von 6G-Kommunikationsnetzen, dem Mobilfunkstandard der Zukunft.“</p>
<p>Die vorliegende Forschungsarbeit wird vom Europäischen Forschungsrat durch den ERC Consolidator Grant „MAWiCS – magnetoacoustic waves in complex spin systems“ sowie durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonderforschungsbereiches „Spin+X“ gefördert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die aktuelle Studie:</strong></p>
<p>K. Künstle, Y. Kunz, T. Moussa, K. Lasinger, K. Yamamoto, P. Pirro, J. F. Gregg, A. Kamra, and M. Weiler, <i>Magnon-polaron control in a surface magnetoacoustic wave resonator</i>, Nat Commun 16, 10116 (2025). </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Kevin Künstle<br>T: 0631 205-4616<br>E: kuenstle@rptu.de</p>
<p><br>Prof. Dr. Mathias Weiler<br>T: 0631 205-4099<br>E: mweiler@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 13:17:16 +0100</pubDate>
                        <title>Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz 2025 geht an Artur Widera </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/akademiepreis-des-landes-rheinland-pfalz-2025-geht-an-artur-widera</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 25. November wurde der diesjährige Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz an Artur Widera, Professor für Experimentalphysik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), verliehen. Der Preis wurde ihm von Minister Clemens Hoch, Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, und Prof. Dr. Andrea Rapp, Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, für exzellente Leistungen in Forschung und Lehre überreicht.</strong></p>
<p>„Professor Widera vereint herausragende Forschung von internationalem Rang, die Entwicklung innovativer Technologien, erfolgreiche Didaktik sowie wissenschaftspolitisches Engagement in dem besonders zukunftsträchtigen Feld der Quantenphysik. Für diese vorbildlichen Leistungen wird er mit dem Akademiepreis geehrt“, so die Präsidentin der Akademie, Prof. Andrea Rapp.</p>
<p>Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch gratuliert dem Preisträger ebenfalls: „Exzellente Lehre lebt von Kreativität, Leidenschaft und der Haltung, dass Lernen immer auch eine persönliche Begegnung ist, die die Studierenden begeistert, zum Mitdenken anregt und zukunftsweisende Veränderungen anstößt. All dies verkörpert Professor Widera. Mit dem Akademiepreis zeichnen wir aber nicht nur hervorragende Lehre aus, sondern würdigen eine Persönlichkeit, die exzellente Leistungen in der Forschung und besonderes Engagement in allen Leistungsbereichen der Wissenschaft vorweist. Ich gratuliere ihm sehr herzlich zu dieser Auszeichnung.“</p>
<p>Auch Prof. Malte Drescher, Universitätspräsident der ֱ Kaiserslautern-Landau, würdigt die Erfolge des Preisträgers: „Artur Widera leistet Pionierarbeit an der Schnittstelle von Physik, Materialwissenschaft und Technologie. Seine Forschungsarbeiten, etwa zu Einzelatomsystemen, ultrakalten Quantengasen und optisch aktiven Fehlstellen in Diamanten, tragen maßgeblich dazu bei, die Quantenwelt besser zu verstehen und sie für zukünftige Anwendungen nutzbar zu machen. Der Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz würdigt somit eine Persönlichkeit, die Spitzenforschung und Lehre an der ֱ in herausragender Weise verkörpert.“</p>
<p>Der Akademiepreis wird seit 2001 vom Land Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die im Bereich der Hochschulen des Landes exzellente und vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung erbracht und maßgeblich den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert haben. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18320</guid>
                        <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 14:30:44 +0100</pubDate>
                        <title>Erkrankungen des Nervensystems mittels Quantensensoren besser verstehen: Carl-Zeiss-Stiftung fördert ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/erkrankungen-des-nervensystems-mittels-quantensensoren-besser-verstehen-carl-zeiss-stiftung-foerdert-rptu</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Quantensensoren sollen es erstmals ermöglichen, Krankheitsabläufe in lebenden Zellen zu überwachen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. An der ֱ forschen eine Physikerin und zwei Biologen an derartigen Mini-Sensoren, die mittels Laserlicht leuchten und ihr Leuchten messbar verändern, wenn sie auf Schadstoffe treffen. Sie wollen damit insbesondere reaktive Sauerstoffspezies, die zur Entstehung von neuropsychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen beitragen, aufspüren. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert den Ansatz, der ein neues Forschungsfeld erschließen könnte, mit einer „CZS Wildcard“, verbunden mit finanziellen Mitteln von knapp 900.000 Euro.&nbsp;</strong></p>
<p>Das Team um Professorin Elke Neu-Ruffing, Professor Jan Pielage und Professor Volker Scheuss erforscht genetisch kodierte Quantensensoren (GEQS) – das sind Biosensoren, die genetisch in Zellen integriert werden. Dort sollen sie Krankheitsabläufe überwachen. Bislang kommen hierfür genetisch kodierte, fluoreszierende, das heißt leuchtende, Proteine zum Einsatz, die ihre Fluoreszenz aufgrund chemischer Interaktionen verändern. Die chemische Reaktion verändert jedoch auch die lokalen Konzentrationen der Reaktionspartner und stört so den physiologischen Prozess.&nbsp;</p>
<p><strong>Sensoren aus der Quantenwelt</strong></p>
<p>Quantensensoren können dagegen zerstörungsfrei arbeiten, indem sie zelluläre Schadstoffe über magnetische Wechselwirkungen nachweisen. Sie nutzen den Eigendrehimpuls (Spin) und die damit verbundenen magnetischen Eigenschaften, die Quantenteilchen natürlicherweise mitbringen. Kommt es zum Kontakt mit reaktivem Sauerstoff, sorgt sein magnetisches Moment dafür, dass sich die Fluoreszenz und damit das Leuchten der eingesetzten Nachweisproteine ändert.&nbsp;</p>
<p><strong>Impuls für die personalisierte Medizin</strong></p>
<p>Die Sensoren sollen zunächst in Nervenzellen zum Einsatz kommen, um zum Verständnis von neuropsychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen beizutragen. Doch damit ist noch mehr möglich: „Denkbar ist zum Beispiel, dass man mittels Quantensensoren die Aktivität von Neuronen messen kann, ebenso wie die Signalübertragung im Nervensystem, die über Ionen-Kanäle erfolgt“, erläutert Neu-Ruffing. „In die Zukunft, über das jetzige Projekt hinausgedacht, könnte unsere Forschung dazu beitragen, die personalisierte Medizin zu fördern. Etwa durch das Untersuchen von Neuronen, die aus den Stammzellen von Patienten abgeleitet werden. So könnte man unter anderem die Rolle reaktiver Sauerstoffspezies bei bestimmten Patientengruppen entschlüsseln und optimal passende Medikamente finden.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Als „wilde“ Forschungsidee gefördert</strong></p>
<p>Das Förderprogramm CZS Wildcard unterstützt unkonventionelle, „wilde“ Ideen im MINT-Bereich, die radikal neu, ungewöhnlich und damit besonders wagemutig sind und ein hohes Innovationspotenzial besitzen. CZS Wildcard richtet sich an interdisziplinäre Konsortien aus mindestens drei Forschenden.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:</strong></p>
<p class="text-justify">Prof. Dr. Elke Neu-Ruffing<br>Fachbereich Physik an der ֱ</p>
<p class="text-justify">T 0631 205-5788<br>E nruffing@rptu.de</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p class="text-justify">Julia Reichelt<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p class="text-justify">E presse@rptu.de</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p class="text-justify">+++</p>
<p><strong>Über die Carl-Zeiss-Stiftung</strong></p>
<p>Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18301</guid>
                        <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 12:48:00 +0100</pubDate>
                        <title>Winziger Metallbaustein entscheidet, ob Protein-Fabriken in Zellen reibungslos arbeiten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/winziger-metallbaustein-entscheidet-ob-protein-fabriken-in-zellen-reibungslos-arbeiten</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein einzelner Eisen-Schwefel-Baustein entscheidet direkt darüber, ob Ribosomen – also die Protein-Fabriken unserer Zellen – reibungslos arbeiten oder nicht. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktuelles Forschungsprojekt unter Federführung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Die Erkenntnisse erweitern deutlich das Verständnis der Rollen von Metallionen für die Proteinherstellung – und wurden in der renommierten Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) veröffentlicht.</strong></p>
<p>Metallionen sind wichtige Bausteine des Lebens: So spielen Eisen-Ionen in sogenannten Eisen-Schwefel-Clustern eine zentrale Rolle in Proteinen, also in Eiweißmolekülen, die an verschiedenen, essenziellen Prozessen der Biologie beteiligt sind: Dazu zählen Stoffwechselwege wie die mitochondriale Atmungskette oder der Zitratzyklus.&nbsp;</p>
<p>Dass ein winziger Metallbaustein genauso auch für die Proteinproduktion selbst entscheidend ist, haben Forschende der ֱ jetzt zeigen können. PD Dr. Daili Netz, vom Fachbereich Chemie der ֱ und Doktorandin Nadine Duppe haben dahingehend das Protein Mak16 unter die Lupe genommen. Dazu sollte man wissen: Mak16 nimmt bei der Herstellung von Ribosomen, also bei der Herstellung der „Protein-Fabriken“ in unseren Zellen, eine Schlüsselrolle ein.</p>
<p>Das Team um Daili Netz stellte fest, dass Mak16 – im Zuge des Aufbaus von Ribosomen – nur dann stabil ist und korrekt mit seinem wichtigen Partnerprotein Rpf1 zusammenarbeitet, wenn es den Eisen-Schwefel-Baustein [4Fe-4S] enthält. Der [4Fe‑4S]‑Cluster besitzt eine Struktur, bei der sich vier Eisen‑ und vier Schwefel‑Ionen in etwa kubischer Anordnung alternierend an den Ecken des „Würfels“ befinden. Fehlt dieser Baustein, dann bricht – vereinfacht ausgedrückt – die Ribosomen-Produktion ein, und die Zelle kann daraufhin keine neuen Proteine produzieren.&nbsp;</p>
<p><strong>Fehlt der Cluster, dann können die Ribosomen nicht richtig aufgebaut werden&nbsp;</strong></p>
<p>„Mak16 trägt einen Eisen-Schwefel-Baustein in einer Tasche im Protein“, erklärt Daili Netz zum detaillierten Aufbau der Verbindung. „Diese Tasche besteht aus vier Aminosäuren, den Cysteinresten, die den Cluster festhalten und ihm helfen, stabil im Protein zu binden.“&nbsp;</p>
<p>Um zu zeigen, wie wichtig dieser Cluster für die Zusammenarbeit mit Rpf1 ist, hat das Forschungsteam Mak16 gezielt in zwei Varianten hergestellt: einmal in seiner „normalen“ Form mit intakter Tasche und Cluster. Und einmal so verändert, dass die Tasche den Cluster nicht mehr halten kann. Mittels Immunpräzipitation, was man sich wie eine Art „Protein-Angeln“ vorstellen kann, haben die Forschenden zeigen können, dass nur Mak16 mit intakter Tasche und Cluster das Protein Rpf1 zuverlässig festhalten kann. „Fehlt der Cluster, dann funktioniert die Bindung überhaupt nicht, es bildet sich kein Komplex“, erklärt Daili Netz – und ergänzt, mit Blick darauf, dass Ribosomen aus Proteinen und ribosomaler RNA (rRNA) bestehen: „Wir haben außerdem geschaut, ob die Ribosomen in Hefezellen korrekt zusammengebaut werden. Und konnten sehen, dass die Herstellung der rRNA und die Reifung der Ribosomen stark davon abhängt, ob Mak16 den Cluster trägt. Fehlt der Cluster, dann können die Ribosomen nicht richtig aufgebaut werden.“</p>
<p><strong>Details über den Eisen-Schwefel-Baustein aufgeklärt</strong></p>
<p>Unter der Leitung von Professor Antonio Pierik, Fachbereich Chemie der ֱ, wurde die metallische Natur des Clusters mittels Elektronenspinresonanz (EPR) Spektroskopie nachgewiesen, ergänzt durch Mössbauer-Analysen von Professor Volker Schünemann, Fachbereich Physik der ֱ, und seinem Doktoranden Lukas Knauer. Die Mössbauer-Spektroskopie kann als eine Art superpräziser Eisen-Scanner verstanden werden – denn mittels dieser hoch spezialisierten Methode konnten die Forschenden unter anderem analysieren, wie die Eisenbausteine in der Protein-Struktur gebunden sind. Antonio Pierik erklärt zu den Hintergründen der Untersuchungen: „Mit EPR-Spektroskopie können wir die Eisen-Ionen sehen, weil sie ungepaarte Elektronen haben, die im Magnetfeld bei sehr niedrigen Temperaturen, einen Fingerabdruck erzeugen. Die Schwefel-Ionen selbst sieht man nicht direkt, aber sie beeinflussen die Eisen-Ionen so stark, dass man auch ihre Anwesenheit und Anordnung erkennen kann.“ EPR und Mössbauer-Analysen zeigen zusammenfassend, dass Mak16 einen [4Fe-4S]-Cluster enthält, der in zwei stabilen Zuständen vorkommt. Daili Netz: „So konnten wir verstehen, wie die Metallionen im Protein organisiert sind und wie Mak16 dadurch seine Aufgaben in der Zelle erfüllen kann.“</p>
<p>Eine weitere Erkenntnis der Forschenden: Der [4Fe-4S]-Cluster reagiert sehr empfindlich auf oxidativen Stress. Zerfällt der Cluster aufgrund dessen, dann stoppt die Ribosomen-Produktion. So wirkt der Cluster nicht nur als essenzieller Baustein, sondern auch als Sensor, der der Zelle signalisiert, wann die Proteinproduktion reduziert werden sollte.</p>
<p>Die Arbeiten wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. „Eisen-Schwefel-Cluster steuern zentrale Zellprozesse wie Stoffwechsel, DNA-Synthese und -Reparatur, Signalübertragung und enzymatische Funktionen und helfen den Zellen, auf Stress zu reagieren. Dass nun ein einzelner [4Fe-4S]-Cluster direkt den Aufbau von Ribosomen beeinflusst, gibt uns neue Einblicke in die Mechanismen der Proteinherstellung, erweitert unser Verständnis der Zellbiologie und erklärt, wie Störungen in diesen Prozessen zu Problemen bei der Proteinproduktion oder bei zellulären Stressreaktionen führen können“, stellt Daili Netz die Besonderheiten der aktuellen Forschungsergebnisse heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Veröffentlichung:&nbsp;</strong></p>
<p>Nadine Duppe, Lukas Knauer, Marc Hagebölling, Lena Langner, Martin Stümpfig, Volker Schünemann, Antonio J Pierik, Daili J Netz (2025): The function of Mak16 in ribosome biogenesis depends on its [4Fe-4S] cluster; PNAS; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:</strong></p>
<p>PD Dr. Daili J.A. Netz</p>
<p>Fachbereich Chemie der ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>T.: +49-(0)631-205-2968</p>
<p>E.: dnetz[at]rhrk.uni-kl.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p>presse[at]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 08:47:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ursula Krechel wird mit dem Martha-Saalfeld-Preis 2025 ausgezeichnet</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ursula-krechel-wird-mit-dem-martha-saalfeld-preis-2025-ausgezeichnet</link>
                        <description>Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die in Trier lebende Autorin Ursula Krechel erhält in diesem Jahr den Martha-Saalfeld-Preis. Kulturministerin Katharina Binz wird den mit 8.000 Euro dotierten Preis am 1. Dezember in Landau übergeben.</strong><br><br>„Mit der Verleihung des diesjährigen Martha-Saalfeld-Preises schließt sich ein Kreis, denn Ursula Krechel gehörte 1994 zu den Trägerinnen und Trägern des in jenem Jahr erstmals ausgelobten Martha-Saalfeld-Förderpreises. In diesem Jahr zeichnen wir nun eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur mit dem Hauptpreis aus“, sagte Kulturministerin Katharina Binz. „Ursula Krechel rückt in ihren Werken oft wenig beachtete Perspektiven historischer Ereignisse in den Mittelpunkt. Mit präziser Sprache verleiht sie dabei Menschen und ihren Schicksalen eine Stimme. So vereint ihr Gesamtwerk dichterischen Anspruch mit gesellschaftlicher Relevanz.“&nbsp;</p><div class="mb-7 news-text-wrap"><p class="text-justify">Das Land Rheinland-Pfalz vergibt den Preis jährlich in Kooperation mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)&nbsp;an Autorinnen und Autoren aus Rheinland-Pfalz, deren&nbsp;literarisches Werk über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet.&nbsp;Der Hauptpreis wird ohne Ausschreibung auf Vorschlag einer Fachjury vergeben.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Der Fachjury gehören Prof. Dr. Anja Ohmer (Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog an der ֱ), die Mainzer Autorin Sarah Beicht, Thilo Eickhoff (SWR), die Landauer Buchhändlerin Angela Noack und Michael Au (Literaturreferent des Landes Rheinland-Pfalz) an.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Der mit 2.000 Euro dotierte Förderpreis 2025 geht an die aus dem Westerwald stammende und in Offenbach am Main lebende Autorin Alina Weber, die den Entwurf eines Gedichtzyklus mit dem Titel „Lola“ eingereicht hatte. Der Förderpreis soll Autorinnen und Autoren bei der Realisierung eines noch nicht abgeschlossenen literarischen Projekts unterstützen. Neben dem Preisgeld wird der prämierte Text in dem vom Land geförderten Lesebuch „Gegend Entwürfe“ veröffentlicht. Studierende der ֱ wirken im Rahmen eines Seminars an der Auswahl der Förderpreisträgerin bzw. des Förderpreisträgers mit. Um den Förderpreis hatten sich 26 Autorinnen und Autoren beworben.</p>
<p class="text-justify">Der Martha-Saalfeld-Preis 2025 wird am Montag, dem 1. Dezember 2025, um 19 Uhr, bei einer öffentlichen Feierstunde im Alten Kaufhaus in Landau verliehen. Ab 18 Uhr kann im Foyer des Alten Kaufhauses die Ausstellung zum Martha-Saalfeld-Hörspaziergang besucht werden.</p>
<p class="text-justify">Benannt ist der Preis nach der 1898 in Landau geborenen und 1976 in Bad Bergzabern gestorbenen Lyrikerin, Erzählerin und Dramatikerin Martha Saalfeld.<br><br><strong>Kontakt für Rückfragen:</strong><br>Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)<br>Prof. Dr. Anja Ohmer<br>E-Mail: anja.ohmer@rptu.de</p></div>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 14:14:26 +0100</pubDate>
                        <title>Zukunftstechnologien und Weiterbildung für die Gesundheitsbranche: Die ֱ auf der MEDICA 2025</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/zukunftstechnologien-und-wissenschaftliche-weiterbildung-fuer-die-gesundheitsbranche-die-rptu-auf-der-medica-2025</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von der sicheren drahtlosen Infrastruktur im Krankenhaus bis hin zum digitalen Zwilling des Patienten – auf der diesjährigen MEDICA zeigt die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), wie die Wissenschaft zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen beiträgt. Die entsprechenden Forschungsprojekte sind Machbarkeitsstudien, die zeigen, welches Potenzial in der kommenden Mobilfunkgeneration 6G steckt. Auf der Fachmesse informiert die ֱ vom 17. bis 20. November ebenso über ihren berufsbegleitenden Fernstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“. Anlaufstelle für Interessierte ist der Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 3, Stand E92).</strong></p>
<p>Im Projekt „Sustainable Technologies for Advanced Resilient and Energy-Efficient Networks“, kurz SUSTAINET, arbeitet ein interdisziplinäres Forschungsteam der ֱ an neuen Konzepten für eine sichere, effiziente und nachhaltige Datenübertragung. Ein untersuchter Anwendungsfall ist das medizinische Umfeld. Ziel ist es hierbei, drahtlose Netzwerke so zu gestalten, dass sie die stetig wachsende Zahl mobiler Geräte im Krankenhausbetrieb energiesparend, sicher und zuverlässig unterstützen.</p>
<p>Christoph Lipps, Team Lead Cyber Resilience &amp; Security, beschreibt: „Gemeinsam arbeiten wir unter anderem daran, Methoden der Künstlichen Intelligenz in sogenannten Edge-basierten Anwendungen zu implementieren. Ziel ist es, dadurch automatisiert zu erkennen, wer welche Daten wann, mit welcher Dringlichkeit und unter welchen Sicherheitsanforderungen übertragen möchte. Das trägt dazu bei, Kommunikationsnetze dynamisch zu steuern und (daten-)sicher zu betreiben.“</p>
<p>Besonders im Fokus steht der datenschutzkonforme Umgang mit Gesundheitsdaten: Neben klassischer Kryptografie erforscht das Team innovative Verfahren, die beispielsweise physikalische Eigenschaften eines Funkkanals verwenden, um Sicherheit und Authentizität zu erhöhen. Ergänzend dazu entwickeln sie Methoden, die nur dann Daten übertragen, wenn klinisch relevante Veränderungen auftreten – was Energie spart und Reaktionszeiten verkürzt. So entsteht eine nachhaltige, widerstandsfähige Netzwerkinfrastruktur, die auch für zukünftige 5G- und 6G-Systeme gerüstet ist.</p>
<p><strong>Der vernetzte Patient: Digitale Zwillinge für eine personalisierte Medizin</strong></p>
<p>Mit dem Konzept des vernetzten Patienten forscht die ֱ an der nächsten Stufe der digitalen Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, medizinische digitale Zwillinge zu entwickeln – virtuelle Abbilder von Patientinnen und Patienten, die kontinuierlich mit Echtzeitdaten von tragbaren Sensoren und anderen Quellen gespeist werden. Diese digitalen Gegenstücke ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten, den Gesundheitszustand präziser zu monitoren, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Behandlungen individuell anzupassen.</p>
<p>Zentraler Baustein sind dabei intelligente, körpernahe Sensorsysteme und die Integration von KI-Verfahren direkt auf den Endgeräten – ein Ansatz, der durch künftige 6G-Mobilfunknetze realisierbar wird. Die Netzwerk-Topologie, die bestimmt, wie der Datenfluss organisiert ist, entspricht einem Ring-Layout: „Bei diesem Aufbau sind die Sensoren in einem geschlossenen Kreislauf verbunden, was eine effiziente und zuverlässige Datenübertragung ermöglicht. Jeder Sensor kommuniziert direkt mit seinem Nachbarn und sorgt so für geringe Latenz und hohe Fehlertoleranz“, sagt Jan Herbst, der Teil des Forschungsteams ist.</p>
<p>Damit schafft die ֱ die technische Infrastruktur für eine Medizin, die nicht nur reagiert, sondern proaktiv und vorausschauend handelt.</p>
<p><strong>Beitrag zur 6G-Plattform Deutschland</strong></p>
<p>Beide Forschungsprojekte sind unter dem Dach der 6G-Plattform Deutschland verortet, die von Professor Hans D. Schotten, Leiter des Lehrstuhls für Funkkommunikation und Navigation an der ֱ und Wissenschaftlicher Direktor am DFKI, koordiniert wird. Ziel des Vorhabens ist es, sowohl wissenschaftliche Beiträge zur inhaltlichen Gestaltung von 6G zu leisten als auch die wissenschaftlich-organisatorische Begleitung der Prozesse sicherzustellen, die zur erfolgreichen Umsetzung des deutsch-europäischen 6G-Programms nötig sind.</p>
<p><strong>Berufsbegleitend studieren: Master of Science in Sport- und Gesundheitstechnologie</strong></p>
<p>Neben den genannten Forschungsprojekten präsentiert die ֱ auf der MEDICA auch ein zukunftsweisendes Weiterbildungsangebot: Der berufsbegleitende Master-Fernstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“ verbindet Inhalte aus Sportwissenschaft, Gesundheit und Informatik und richtet sich an Fachkräfte, die an der Schnittstelle von Technologie und Gesundheitswesen arbeiten möchten.</p>
<p>„Die interdisziplinäre Ausrichtung des weiterbildenden Fernstudiengangs befähigt Fachkräfte, Brücken zwischen verschiedenen Fachgebieten zu schlagen, innovative Lösungen zu entwickeln und macht sie so fit für die digitale Zukunft“, erläutert die Programmmanagerin und Sportwissenschaftlerin Dr. Eva Bartaguiz. Im Studienverlauf beschäftigen sich Fernstudierende unter anderem mit Datenverarbeitung, Künstlicher Intelligenz, Mensch-Maschine-Interaktion, Biomechanik, Sportmedizin, Statistik und Projektmanagement. Zudem lernen sie, wie man Testverfahren durchführt sowie datenbasierte Trainings- und Therapieempfehlungen erarbeitet – alles mit Blick auf praktische Anwendungen, insbesondere den Einsatz von sensorgestützten Trainingsgeräten und Diagnostikverfahren.</p>
<p>Das Studium erfolgt berufsbegleitend, überwiegend orts- und zeitunabhängig. Die Lerneinheiten lassen sich so flexibel in den Alltag integrieren.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Mit ihren Beiträgen auf der MEDICA 2025 zeigt die ֱ, wie technologische Innovation und akademische Weiterbildung Hand in Hand gehen – für eine datensichere, resilientere und patientenorientierte Zukunft im Gesundheitswesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Klaus Dosch<br>Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit<br>E: klaus.dosch(at)rptu.de<br>T: 0631 205-3001</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:21:15 +0100</pubDate>
                        <title>Umweltrisiken durch Chemikalien mittels KI aufspüren: Carl-Zeiss-Stiftung fördert Projekt der ֱ mit sechs Millionen Euro</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/umweltrisiken-durch-chemikalien-mittels-ki-aufspueren-carl-zeiss-stiftung-foerdert-projekt-der-rptu-mit-sechs-millionen-euro</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehrere hunderttausend Chemikalien werden mittlerweile als möglicherweise umweltschädlich betrachtet. Für die Bewertung von damit verbundenen chemischen Risiken in unseren Süßwasserökosystemen liegen jedoch nur sehr wenige Daten vor.&nbsp;Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden Forschende der federführenden ֱ gemeinsam mit der University of California&nbsp;diese Wissenslücken schließen. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Projekt</strong> <strong>"AI for Chemical Risk Prediction in Aquatic Environments (AI4ChemRisk)" im Rahmen des Programms</strong> <strong>„CZS Durchbrüche“mit sechs Millionen Euro. Das Ziel: Gefahren frühzeitig sichtbar machen und damit unsere Lebensgrundlagen schützen.</strong></p>
<p>AI4ChemRisk hat die durch Abwässer und Landwirtschaft verursachten Risiken der Chemikalienbelastung in unseren Süßwasserökosystemen im globalen Maßstab im Blick. Mit Hilfe von KI-Modellen will das Forschungsteam mögliche Kontaminationsprozesse vorhersagen und Handlungsspielräume aufzeigen – dort, wo Analysen durch die Vielzahl der Chemikalien, fehlende Messungen sowie komplexe Umweltbedingungen erschwert sind.</p>
<p>Als Schlüsseltechnologie dienen Deep-Learning-Modelle, die Anomalien in großen und komplexen Datensätzen erkennen, sowie generative Modelle, mit denen sich – unter Einbezug von multimodalen Kontextdaten und physikalischen Prinzipien – realistische Messungen simulieren lassen. Die Trainingsgrundlage für die KI bilden bereits vorhandene wissenschaftliche Daten aus chemischen und ökotoxikologischen Datenbanken. Um Anwenderinnen und Anwendern datengestützte Entscheidungen zu erleichtern, wird das Forschungsteam benutzerfreundliche Werkzeuge wie etwa Sprachschnittstellen entwickeln. Die Ansätze sind auf Bereiche wie Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Sicherheit übertragbar und entfalten dadurch Breitenwirkung.</p>
<p><strong>Informatik trifft Umweltwissenschaften</strong></p>
<p>Professor Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung und Innovation an der ֱ, ordnet die Bedeutung von AI4ChemRisk ein: „Das Projekt verdeutlicht, welches Potenzial in der Verbindung von Informatik und Umweltwissenschaften steckt, zwei unserer Forschungsstärken. Damit leisten wir einen Beitrag zum nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgang mit einer unserer wertvollsten Ressourcen, dem Süßwasser. Weiterhin steuert auch die chemische Verfahrenstechnik ihre Kompetenzen bei. Unterstützung erhalten wir von der University of California, die methodisches Spezialwissen einbringt und die Türen für eine transatlantische Zusammenarbeit öffnet, und vom DFKI mit seiner Expertise in der angewandten KI-Forschung. Unser Dank gilt der Carl-Zeiss-Stiftung, die dieses Vorhaben mit einer großzügigen Projektförderung ermöglicht.“</p>
<p>Projektsprecher Marius Kloft, Informatikprofessor in Kaiserslautern und Experte für Anomalieerkennung mittels Deep Learning, sagt anlässlich der Projektbewilligung: "Kaiserslautern steht für exzellente Forschung in Maschinellem Lernen und mit AI4ChemRisk zeigen wir, wie physik-informiertes Maschinelles Lernen auch bei lückenhaften und komplexen Umweltdaten präzise Vorhersagen ermöglicht. Dank des einzigartigen Datenschatzes aus den Umweltwissenschaften können wir neue Maßstäbe in der Analyse und im Management von Chemikalienrisiken in Gewässern setzen. Fruchtbare Synergien ergeben sich mit dem Potentialbereich zu Machine Learning im Rahmen der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz sowie zu thematisch angrenzenden Vorhaben im Bereich der koordinierten Forschung, bei denen wir ebenfalls federführend sind."</p>
<p>Co-Sprecher Ralf Schulz, Professor für Umweltwissenschaften in Landau und Experte für Chemikalienbelastung in aquatischen Systemen, ergänzt: „Unsere größte aktuelle Wissenslücke sind Daten zum Vorkommen von Chemikalien in der Umwelt. Aus der Verbindung von vorhandenen räumlichen und zeitlichen Umweltinformationen und generativer AI können wir nun ein ganz neues Niveau in der Vorhersage und Beurteilung relevanter Umweltchemikalien für Gewässerökosysteme und Wasserressourcen erreichen."</p>
<p><strong>Weltweit aufgestellt, regional verbunden</strong></p>
<p>Um die Ergebnisse von AI4ChemRisk nachfolgend in die wasserwirtschaftliche Praxis zu bringen, ist als Partner vor Ort die Stadtentwässerung Kaiserslautern in beratender Funktion eingebunden. Konkret wird sich die Stadtentwässerung einbringen, wenn es darum geht, die aus der Forschungsarbeit abgeleiteten Vorschläge zum Management der Wasserqualität umzusetzen.</p>
<p><br><strong>Fachlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Steffen Reithermann<br>ֱ Kaiserslautern-Landau &amp; KI-Projektbüro der KI-Allianz Rheinland-Pfalz</p>
<p>T: 0631/205-3296<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+tufggfo/sfjuifsnbooAdt/squv/ef" data-mailto-vector="1">steffen.reithermann[at]cs.rptu.de</a></p>
<p><br><strong>Ansprechpartner Presse:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>T: 0631 205-5784<br>E: presse@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>+++</p>
<p><strong>Über die Carl-Zeiss-Stiftung</strong></p>
<p>Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 15:53:06 +0100</pubDate>
                        <title>„Demokratie: Geschichte. Gegenwart! Zukunft?“: Standortübergreifende Veranstaltungsreihe der ֱ in Kaiserslautern und Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/demokratie-geschichte-gegenwart-zukunft-standortuebergreifende-veranstaltungsreihe-der-rptu-in-kaiserslautern-und-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie hat sich unsere Demokratie entwickelt und wo stehen wir heute? Welche Fragen unseres Zusammenlebens gilt es gemeinsam zu beantworten? Wie wollen wir unsere Demokratie weiter gestalten und sicher für die Zukunft machen? Diese Leitfragen prägen die öffentliche Veranstaltungsreihe der ֱ rund um die Demokratie, die von November bis Januar im Wechsel in Kaiserslautern und Landau stattfinden wird. Forschende der ֱ bieten gemeinsam mit externen Referentinnen und Referenten vielfältige Einblicke in die aktuelle Forschung und Demokratiebildung und geben Anregungen zum Mitdenken. Los geht es am 13. November 2025 von 18 Uhr bis 20 Uhr im 42kaiserslautern. Die erste Veranstaltung in Landau findet am 17. November im Audimax der Universität statt. Der Eintritt an diesem Abend sowie zur gesamten Veranstaltungsreihe ist frei.</strong></p>
<p>Die ֱ gestaltet und lebt Demokratie, indem sie politische und soziale Zusammenhänge erforscht, Lehrkräfte der Zukunft ausbildet und beim Entwickeln von digitalen Schlüsseltechnologien nicht nur das Potenzial der Technik betrachtet, sondern auch deren gesamtgesellschaftliche Auswirkungen. Mit der Veranstaltungsreihe „Demokratie: Geschichte. Gegenwart! Zukunft?“ gibt die Universität nun Impulse für den öffentlichen Diskurs und bietet Raum zum Mitdenken. Die Veranstaltungsreihe wird unter der Schirmherrschaft von ֱ-Präsident Malte Drescher vom Frank-Loeb-Institut, der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz und CampusKultur organisiert.</p>
<p><strong>Sind die Gedanken noch frei?</strong></p>
<p>Die Auftaktveranstaltung am 13. November im 42kaiserslautern beleuchtet Forschung im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsfreiheit und politischer Einflussnahme. Den Abend zum Thema „Sind die Gedanken noch frei?“ gestalten ֱ-Präsident Malte Drescher, Politikwissenschaftler Dr. Lars Lott von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Sven Werkmeister, Direktor der Strategieabteilung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Sie diskutieren die Ursachen für Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit, wie sich Universitäten verteidigen können und wie sich Universitäten wandeln müssen, um neue Freiräume für Forschung zu schaffen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, das offizielle Programm endet um 20 Uhr. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Austausch bei Getränken und Snacks eingeladen.</p>
<p>Der erste Veranstaltungsabend in Landau am 17. November hat politische Kultur und Kommunikation im Blick. Der Professor für Medienpsychologie Stephan Winter und der Professor für Poltische Kommunikation Jürgen Maier diskutieren im Audimax auf dem Universitätscampus in der Fortstraße über Diskursstörungen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und endet um 20 Uhr.&nbsp;</p>
<p>Insgesamt beinhaltet die Veranstaltungsreihe acht Termine, die Demokratie in ihren verschiedenen Facetten beleuchten. Für die Auftakt- und Abschlussveranstaltung ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Ein kostenloser Bustransfer zwischen Kaiserslautern und Landau wird eingerichtet.</p>
<p><br><strong>Die Termine in Kaiserslautern im Überblick:</strong></p><div class="well"><p>13. November 2025<br>Sind die Gedanken noch frei? – Forschung zwischen Wissenschaftsfreiheit und politischer Einflussnahme<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, 42kaiserslautern, Eisenbahnstraße 42</p>
<p>27. November 2025<br>Schatten der Vergangenheit – Erinnerungspolitik in der Krise?<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Gebäude 42, Raum 110 an der ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>11. Dezember 2025<br>Demokratie bauen – Wie gestaltet man demokratisches Zusammenleben?<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Gebäude 42, Raum 110 an der ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>22. Januar 2026<br>Das Mitreden lernen – Wie geht Bildung zur Demokratie?<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Gebäude 42, Raum 110 an der ֱ in Kaiserslautern</p></div><p><br><strong>Die Termine in Landau im Überblick:</strong></p><div class="well"><p>17. November 2025<br>Diskurstörungen! – Politische Kultur und Kommunikation<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Audimax (E1) an der ֱ in Landau</p>
<p>1. Dezember 2025&nbsp;<br>Unternehmertum als Motor für die Demokratie – Wille zur Veränderung: Von der Gründung bis zum Wandel im etablierten Unternehmen<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Audimax (E1) an der ֱ in Landau</p>
<p>12. Januar 2026<br>Digitale Demokratie – Die Wahrheit liegt nicht nur in den Zahlen<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Audimax (E1) an der ֱ in Landau</p>
<p>26. Januar 2026<br>Zerbricht unsere Demokratie?<br>Wann und wo? 18 bis 20 Uhr, Altes Kaufhaus in Landau&nbsp;</p></div><p><br>Weiterführende Informationen zu den Terminen finden Interessierte unter  und unter .<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Ulrike Annecke<br>Geschäftsführung CampusKultur</p>
<p>T: 0631 205-4354<br>E: <a href="/campuskultur/das-team" target="_blank">annecke[at]campuskultur-kl.de</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18186</guid>
                        <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 14:21:06 +0100</pubDate>
                        <title>Sprache als Machtinstrument: Tagung „Macht(-)Worte!“ beleuchtet politische Kommunikation</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/sprache-als-machtinstrument-tagung-macht-worte-beleuchtet-politische-kommunikation</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie Sprache Wirklichkeit formt – und wie sie zur Waffe werden kann: Unter dem Titel&nbsp;„Macht(-)Worte!“&nbsp;richtet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) am&nbsp;6. und 7. November 2025&nbsp;eine interdisziplinäre Konferenz zu politischem Sprachgebrauch und demokratischer Bildung aus. Veranstaltet wird die Tagung vom&nbsp;Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften&nbsp;in Kooperation mit der&nbsp;Landeszentrale Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Begleitet wird sie von der Ausstellung&nbsp;„Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“&nbsp;des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (Ulm).</strong></p>
<p>Begriffe wie&nbsp;„Volk“,&nbsp;„Heimat“&nbsp;oder&nbsp;„Remigration“&nbsp;prägen zunehmend politische Debatten – und es wird versucht, dabei die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. Sprachliche Strategien spielen eine zentrale Rolle, wenn Populismus und Demokratiefeindlichkeit in den gesellschaftlichen Diskurs einsickern. Die Tagung „Macht(-)Worte!“ am Campus Landau der ֱ nimmt diese Entwicklungen kritisch in den Blick. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen diskutieren, wie politischer Sprachgebrauch Einstellungen formt, Emotionen lenkt und Handlungsspielräume beeinflusst.</p>
<p>Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sprachliche Bildung zu&nbsp;Empowerment und Demokratiefähigkeit&nbsp;beitragen kann – insbesondere im schulischen und universitären Kontext. Die Tagung richtet sich an Studierende, Forschende, Lehrkräfte und alle, die sich für Sprache, Politik und gesellschaftlichen Zusammenhalt interessieren.</p>
<p><strong>Öffentlicher Abendvortrag: Meinungsfreiheit und Cancel Culture</strong></p>
<p>Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist der öffentliche Abendvortrag von&nbsp;Professor Thomas Niehr (RWTH Aachen)&nbsp;am&nbsp;6. November 2025, 18:30 Uhr, im Konferenzraum auf dem Campus Landau. Unter dem Titel&nbsp;„Öffentlicher Sprachgebrauch zwischen Meinungsfreiheit und Cancel Culture“&nbsp;analysiert der Sprachwissenschaftler aktuelle Debatten über Meinungsfreiheit, Sprachverrohung und die Grenzen des Sagbaren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</p>
<p><strong>Begleitausstellung und studentische Beiträge</strong></p>
<p>Begleitend zur Tagung wird die vom Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg konzipierte Wanderausstellung&nbsp;„‚Man wird ja wohl noch sagen dürfen…‘ – Zum Umgang mit menschenverachtender und demokratiefeindlicher Sprache“&nbsp;gezeigt. Sie ist bis 17. November 2025&nbsp;auf dem Campus Landau (vor Raum E1/Audimax), anschließend im Landauer Museum für Stadtgeschichte sowie ab dem 16. Dezember bis 14. Januar auf dem ֱ-Campus in Kaiserslautern (Gebäude 57) zu sehen.</p>
<p>Ergänzt wird die Ausstellung durch&nbsp;Posterarbeiten von Studierenden&nbsp;der ֱ, die im Rahmen von Seminaren bei&nbsp;Dr. Anne Diehr und&nbsp;Professor Matthias Bahr&nbsp;entstanden sind. Die Studierenden untersuchten dabei Phänomene politischen Sprachgebrauchs, historische Parallelen und aktuelle Diskurse – von der NS-Zeit bis zur Bundestagswahl 2025.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ձԲٲٳܲԲü</strong></p>
<p><strong>Tagung „Macht(-)Worte! – Politischer Sprachgebrauch in der Demokratie“</strong><br>Donnerstag, 6. November 2025, 9:30–14:00 Uhr<br>ֱ, Campus Landau, Konferenzraum CI-1<br>Veranstalter: Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der ֱ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung<br>Anmeldung zur Tagung:&nbsp; </p>
<p>Öffentlicher Vortrag: 18:30–20:00 Uhr, Prof. Dr. Thomas Niehr (RWTH Aachen), keine Anmeldung erforderlich<br><br>&nbsp;</p>
<p><strong>Begleitausstellung „‚Man wird ja wohl noch sagen dürfen…‘“</strong><br>ֱ, Campus Landau: 17.10.–17.11.2025<br>Museum für Stadtgeschichte Landau: 19.11.–14.12.2025<br>ֱ, Campus Kaiserslautern: 16.12.2025–14.01.2026<br>Eintritt frei</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 10:34:58 +0100</pubDate>
                        <title>Die ֱ ist neuer Betze-Partner des 1. FC Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-rptu-ist-neuer-betze-partner-des-1-fc-kaiserslautern</link>
                        <description>Gemeinsame Meldung der ֱ und des 1. FC Kaiserslautern</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) verstärkt ab dieser Saison das Partnernetzwerk des 1. FC Kaiserslautern und ist neuer Betze-Partner. Damit wächst zusammen, was Stadt und Region bewegt: Fußball, Bildung und Innovation.</p>
<p>Die Leidenschaft und der Wille, mit denen die Roten Teufel auf dem Platz auftreten, gleichen dem täglichen Wirken der Studierenden und Forschenden der ֱ. Betzenberg und Campus teilen somit denselben Spirit: Volle Energie, wenn es darauf ankommt, und die Stärke, sich auch in schwierigen Phasen durchzukämpfen – zusammen.</p>
<p>Die Partnerschaft steht für gemeinsame Werte und klare Ziele, indem sie den Austausch zwischen Sport und Wissenschaft fördert, junge Menschen für die Region begeistert und neue Impulse für Innovation und Nachhaltigkeit setzt. Gleichzeitig soll der Bildungsstandort Kaiserslautern für zukünftige Talente auf und neben dem Platz gestärkt werden, wo nicht nur an Taktiken auf dem Spielfeld, sondern auch an Ideen für die Welt von morgen gearbeitet wird.</p>
<p>So gehen der 1. FC Kaiserslautern und die ֱ Kaiserslautern-Landau künftig Seite an Seite: Mit Köpfchen und starkem Fuß für einen nachhaltigen Erfolg.</p>
<p><strong>ֱ Kaiserslautern-Landau stellt sich vor</strong></p>
<p>Die ֱ ist die Technische Universität in Rheinland-Pfalz. In Kaiserslautern und Landau vereint sie die Dynamik einer jungen Universität mit traditionsreicher Forschung. Über 160 Studiengänge und ein lebendiges Campusleben bieten Raum für Menschen, die Zukunft gestalten. Denn die Forschung und Lehre behandeln Themen, die die Gesellschaft bewegen, wie Klimawandel, Digitalisierung, nachhaltige Produktion, Ressourcenknappheit und Künstliche Intelligenz.</p>
<p><strong>Motivation für die Partnerschaft mit dem 1. FC Kaiserslautern</strong></p>
<p>Der FCK steht für Leidenschaft, Zusammenhalt und Tradition – Werte, die auch die ֱ teilt. Die Universität fördert Talente, eröffnet Perspektiven und bewegt etwas. Mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) als Betze-Partner des 1. FC Kaiserslautern treffen zudem zwei starke Identitäten der Pfalz aufeinander: die Leidenschaft des Fußballs und die Neugier der Wissenschaft. Gemeinsam zeigen sie, dass Herz und Kopf zusammengehören – auf dem Betze wie auf dem Campus.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 11:00:21 +0200</pubDate>
                        <title>Innovation trifft Kapital: „Venture Dates“ in Landau bringen Startups und Investoren zusammen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/innovation-trifft-kapital-venture-dates-in-landau-bringen-startups-und-investoren-zusammen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<div><p class="text-justify"><strong>Am 4. November kommen in Landau an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) Startups und Investoren aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen. Im Speed-Dating-Format können Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsideen präsentieren und mit potenziellen Kapitalgebern ins Gespräch kommen. Das Format ist Teil des EU-Projekts „KTUR² – Knowledge Transfer Upper Rhine“, das von der Universität Strasbourg geleitet wird und den grenzüberschreitenden Austausch von Wissen, Technologien und Unternehmertum in der Oberrheinregion fördert.</strong></p>
<p class="text-justify">„Die Oberrheinregion ist innovativ und investitionsstark, aber Ideen und Kapital sind oft an unterschiedlichen Stellen“, so Dennis Steininger, Professor für Entrepreneurship an der ֱ. Oftmals kommen spannende Ideen nicht zur Umsetzung, weil das notwendige Kapital fehlt oder den Weg nicht zu investitionswürdigen Geschäftsideen findet. Das sollen die Venture Dates grenzüberschreitend ändern. Dafür haben die trinationalen KTUR²-Partner Kontakte identifiziert und kartiert, die nun bei dem Geschwindigkeits-Netzwerken zusammenfinden sollen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Innovatives Kennenlern-Format für junge Unternehmen und Kapitalgeber</strong></p>
<p class="text-justify">Das Event startet um 12 Uhr mit einem exklusiven Programm für Startups und Investoren. In einem Speed-Dating-Format wechseln Investorinnen und Investoren für kurze Gespräche von Stand zu Stand, an denen junge Unternehmen ihre Geschäftsideen präsentieren. Ziel ist es, möglichst viele Begegnungen für Austausch und Feedback zu ermöglichen und Investitionen anzustoßen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Ab 16:15 öffnet die Veranstaltung für die Öffentlichkeit. Neben inspirierenden Vorträgen zu Unternehmertum und Trinationalität stehen die Pitches der von den Investoren nominierten drei besten Startups im Mittelpunkt, mit denen diese ihre Produkte oder Dienstleistungen kurzweilig präsentieren werden. Die Preisverleihung mit anschließendem Networking runden das Event ab. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen sind auf auf  möglich unter.</p>
<p class="text-justify"><strong>Netzwerk für Innovation am Oberrhein</strong></p>
<p class="text-justify">Die Venture Dates haben mit der Oberrheinregion gleich drei Länder im Blick: Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Damit bietet das Event eine Bühne für Innovation und Unternehmertum im trinationalen Kontext. Hinter dem Drei-Nationen-Netzwerk KTUR² steht ein Konsortium aus 15 Partnern, darunter die ֱ.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p><strong>PROGRAMM</strong><br>der Venture Dates am 4.11.2025 am Campus Landau der ֱ in der Fortstraße 7 (Konferenzraum und Atrium)</p>
<p>12:00&nbsp; &nbsp; &nbsp;Speed-Dating-Format: Startups treffen auf Investoren (private Veranstaltung)</p>
<p>16:15&nbsp; &nbsp; &nbsp; Öffentliche Venture Dates: Pitches der drei besten Startups, Vorträge, Netzwerken und mehr</p>
<p>18:30&nbsp; &nbsp; &nbsp;Netzwerken und Ausklang<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zu den Venture Dates eingeladen. Bitte melden Sie sich an unter kerstin.theilmann@rptu.de.</strong></p>
<p><br><strong>Kontakt:</strong><br>Prof. Dr. Dennis Steininger<br>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ),&nbsp;<br>Lehrstuhl für&nbsp;Entrepreneurship<strong>&nbsp;</strong><br>T: 0631 205 2870<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+efoojt/tufjojohfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">dennis.steininger[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p></div>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 15:34:00 +0200</pubDate>
                        <title>Neue Verbindung zwischen Peroxid- und Sulfidstoffwechsel entdeckt – Erfolg in der Peroxidase-Forschung an der ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neue-verbindung-zwischen-peroxid-und-sulfidstoffwechsel-entdeckt-erfolg-in-der-peroxidase-forschung-an-der-rptu</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peroxidasen bauen in Organismen Wasserstoffperoxid ab. Für Enzyme des „Peroxiredoxin 6-Typs“ war seit ihrer Entdeckung im Jahr 1998 unklar, woher die Elektronen für diese Reaktion stammen. Die Arbeitsgruppe von Professor Marcel Deponte an der ֱ hat diese Wissenslücke nun geschlossen. Die Forschenden zeigten an zwei Modellorganismen – Mensch und Malariaerreger –, dass Peroxiredoxin-6-Enzyme schnell mit Hydrogensulfid reagieren. Hydrogensulfid ist das Anion von Schwefelwasserstoff. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie ist im Fachmagazin „Advanced Science“ erschienen. Die Erkenntnisse stellen eine neue Verbindung zwischen dem Peroxid- und dem Sulfidstoffwechsel her.</strong></p>
<p>Die Gruppe von Professor Marcel Deponte vergleicht und charakterisiert schon seit vielen Jahren Redoxenzyme, darunter auch Peroxidasen, die Wasserstoffperoxid enzymatisch entgiften oder als Signalmolekül umsetzen. Hierfür benötigen die Enzyme Elektronen, die sie nach dem Prinzip „Geben und Nehmen“ von einem Reduktionsmittel auf Wasserstoffperoxid übertragen. Die Frage, welches Reduktionsmittel Peroxidasen vom&nbsp;Peroxiredoxin 6-Typ nutzen, war seit 1998 eines der ungelösten Rätsel im Forschungsfeld.&nbsp;</p>
<p>Lukas Lang konnte etwa im Rahmen seiner Promotion in der AG Deponte zeigen, dass Peroxiredoxin 6-Enzyme im Unterschied zu ähnlichen Peroxidasen nicht mit gängigen physiologischen Reduktionsmitteln reagieren (erschienen 2023 im Fachmagazin <i>ACS Catalysis</i>). „Die Idee, Schwefelwasserstoff bzw. die in allen Lebewesen vorkommenden Sulfide als Reduktionsmittel zu testen, nahm bei uns Fahrt auf, als 2024 zwei andere Arbeitsgruppen unabhängig voneinander entdeckten, dass Peroxidasen vom Peroxiredoxin 6-Typ mit Selenwasserstoff reagieren können“, erklärt der Biochemiker aus Kaiserslautern.&nbsp;</p>
<p><strong>Peroxidstoffwechsel trifft Sulfidstoffwechsel</strong></p>
<p>Selen- und Schwefelwasserstoff besitzen einerseits ähnliche chemische Eigenschaften. Allerdings verfügen nicht alle Organismen mit diesem weitverbreiteten Peroxidasetyp über einen Selenstoffwechsel, wohingegen alle Lebewesen einen Sulfidstoffwechsel besitzen. Schwefelwasserstoff ist nicht nur ein stinkendes und potenziell giftiges Gas. Es dient auch als Signalmolekül und kommt in deprotonierter Form als Sulfid unter anderem in Eisen-Schwefel-Zentren von Enzymen vor.&nbsp;Laura Leiskau und Lukas Lang, Erstautorin und Erstautor der Studie, untersuchten deshalb, ursprünglich aus reiner Neugierde, ob Peroxiredoxin 6-Enzyme mit Schwefelwasserstoff reagieren.&nbsp;</p>
<p>„Unsere Forschungsarbeit ergab, dass Peroxidasen des Peroxiredoxin 6-Typs des Menschen und des Malariaerregers <i>Plasmodium falciparum</i> äußerst schnell mit Hydrogensulfid, dem Anion des Schwefelwasserstoffs, reagieren. Dadurch wird&nbsp;Wasserstoffperoxid zu Wasser reduziert und Wasserstoffdisulfid als potenzielle Quelle für Persulfide gebildet. Letzteren wird aktuell eine Schutzfunktion zugeschrieben. Außerdem konnten wir erste Erkenntnisse gewinnen, mit welchen Zwischenstufen der ungewöhnliche Katalyse-Zyklus dieser Enzyme abläuft“, so das Fazit von Doktorandin Laura Leiskau.</p>
<p>So ist es der Kaiserslauterer Arbeitsgruppe letztlich gelungen, erstmals eine mögliche enzymatische Verbindung des Peroxid- und Sulfidstoffwechsels darzustellen und so auch zum besseren Verständnis des Persulfidstoffwechsels beizutragen.</p>
<p><strong>Enzyme aus zwei Modellorganismen liefern vergleichbare Ergebnisse</strong></p>
<p>Um die schnellen enzymatischen Reaktionen direkt messen zu können, nutzte Laura Leiskau für ihre Forschungsarbeit die sogenannte Stopped-Flow-Methode. Dabei werden die Reaktionspartner, also in dem Fall das Enzym und sein Substrat, sehr schnell in einem Spektrometer miteinander gemischt. Besitzen die verschiedenen Zustände des zu untersuchenden Enzyms voneinander abweichende Fluoreszenzeigenschaften, lassen sich mögliche Änderungen im Verlauf der Katalyse im Bereich von Tausendstelsekunden mithilfe eines Fluoreszenzdetektors zeitaufgelöst verfolgen.&nbsp;</p>
<p>Als Quellen für Wasserstoffperoxid und Hydrogensulfid dienten kommerzielle Peroxidlösungen und entsprechende Sulfidsalze in hoher Reinheit.&nbsp;Die benötigten Mengen an Peroxiredoxin 6-Enzym aus Mensch und Malariaerreger konnten die Forschenden rekombinant in harmlosen Stämmen des Bakteriums <i>Escherichia coli</i> herstellen und anschließend reinigen. „Mensch und Malariaparasit sind evolutionär nicht verwandt und gehören zu vollkommen unterschiedlichen Gruppen der Eukaryoten. Da die Ergebnisse sehr gut vergleichbar waren, gehen wir davon aus, dass Hydrogensulfid auch sehr schnell mit anderen Peroxidasen vom Peroxiredoxin 6-Typ reagiert“, erklärt Marcel Deponte.</p>
<p>Das Projekt wurde durch die DFG gefördert (DE 1431/19-1 Projektnummer 508372800). Laura Leiskau, Lea Bambach und Marcel Deponte sind Mitglieder der Graduiertenschule 2737 .</p>
<p><br><br><strong>Die aktuelle Studie:</strong></p>
<p>Lukas Lang, Laura Leiskau, Lea Bambach, Marcel Deponte (2025): H<sub>2</sub>S Is a Potential Universal Reducing Agent for Prx6-Type Peroxiredoxins;<strong> </strong>Advanced Science, </p>
<p><br><strong>Die im Text erwähnte wegbereitende Studien der Arbeitsgruppe:</strong></p>
<p>Lang L, Wolf AC, Riedel M, Thibol L, Geissel F, Feld K, Zimmermann J, Morgan B, Manolikakes G, and Deponte M. (2023) Substrate promiscuity and hyperoxidation susceptibility as potential driving forces for the co-evolution of Prx5-type and Prx6-type 1-Cys peroxiredoxin mechanisms.&nbsp;. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Professor Marcel Deponte<br>Vergleichende Biochemie&nbsp;</p>
<p>T: 0631 205-3421<br>E: deponte[at]rptu.de</p>
<p><br><strong>Ansprechpartner Presse:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>Tel.: 0631 205-5784<br>E-Mail: presse@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 11:31:22 +0200</pubDate>
                        <title>Wechselwirkung auf Knopfdruck: Neues Werkzeug erweitert Potenzial der Quantenforschung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wechselwirkung-auf-knopfdruck-neues-werkzeug-erweitert-potenzial-der-quantenforschung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wechselwirkungen zwischen kleinsten Teilchen gezielt auf Knopfdruck verändern: Quanten-Forschende der ֱ haben ein neues Werkzeug entwickelt, mit dem genau das möglich ist. Der neue Ansatz – ein zeitlich oszillierendes Magnetfeld – hat das Potenzial, das Grundlagenwissen im Bereich der Quantenphysik deutlich zu erweitern. Auch bei der Entwicklung von neuen Materialien eröffnen sich ganz neue Perspektiven.</strong></p>
<p>Computerchips, bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie, Laserdrucker, Transistoren oder Navigationssysteme: Viele Meilensteine unserer modernen Alltagswelt wären ohne die Entdeckungen der Quantenphysik nicht möglich gewesen. Das Besondere: Erst vor etwa hundert Jahren fanden Physikerinnen und Physiker heraus, dass sich die Welt im Bereich der kleinsten Skalen nicht mit den Gesetzen der klassischen Physik erklären lassen. Atome und ihre Bestandteile, Protonen, Neutronen und Elektronen – aber auch Lichtteilchen – legen mitunter physikalische Verhaltensweisen an den Tag, die man aus der makroskopischen Welt nicht kennt. Bis heute hält die Quantenwelt daher unklare und überraschende Phänomene bereit, die – sind sie jedoch erst einmal verstanden und kontrollierbar – zukünftige Technologien revolutionieren könnten.</p>
<p>Forschende der ֱ sind vorne mit dabei, geht es darum, dieses Grundlagenwissen im Bereich der Quantenphysik zu erweitern. So arbeiten sie unter anderem an der Frage, wie sich einzelne Atome gezielt kontrollieren lassen. Dazu nutzen sie ultrakalte Gase – um darin Atome und ihr quantenmechanisches Verhalten zu studieren.</p>
<p>Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung fanden die Forschenden nun heraus, wie sich die Wechselwirkungen zwischen Atomen in einem ultrakalten Gas präzise steuern lassen, indem man sie zeitlich periodisch „antreibt“. Professor Artur Widera, der an der ֱ zu Quantenphysik forscht und lehrt, ordnet ein: „Normalerweise verwendet man in solchen Systemen sogenannte Feshbach-Resonanzen.“ Soll heißen: Durch ein äußeres Magnetfeld können die Atome von kaum messbarer Wechselwirkung bis hin zu extrem starker Anziehung oder Abstoßung gebracht werden.</p>
<p>Das Neue am Ansatz der ֱ-Forschenden ist, dass sie ein zeitlich oszillierendes Magnetfeld einsetzen und dadurch Floquet-Resonanzen erzeugen. Diese Floquet Resonanzen tauchen zusätzlich zu Feshbach-Resonanzen auf, können aber in einem sehr weiten Bereich in ihren Eigenschaften durch die Stärke und Frequenz der verwendeten Magnetfeldoszillation kontrolliert werden. Damit kann die Wechselwirkung von quantenmechanischen Systemen jetzt in Situationen eingestellt werden, wo das Experiment früher auf einen Wert festgelegt war.</p>
<p>Eine weitere – aktuell veröffentlichte – Publikation liefert das zugehörige theoretische Fundament: Die ֱ-Forschenden belegen darin, dass die beobachteten Resonanzen auf dynamisch erzeugten gebundenen Zuständen beruhen. „Diese Zustände existieren nur dank der zeitlichen Modulation und können das Streuverhalten der Atome dramatisch verändern“, sagt Professor Sebastian Eggert, der an der ֱ zu Grundlagen der Festkörper und Vielteilchensysteme forscht und lehrt.&nbsp;</p>
<p><strong>Resonanzen und Wechselwirkungen maßschneidern</strong></p>
<p>Zusammenfassend zeigen beide Arbeiten in Experiment und Theorie, dass sich Resonanzen und Wechselwirkungen mithilfe des neuen Werkzeugs maßschneidern lassen. Artur Widera: „Wir können Quantengase in Experimenten kontrolliert in bislang unerreichbare Zustände versetzen. Und dies nur so lange, wie wir es wollen.“ Die Forschenden können nun gezielt kontrollieren, ob sich Teilchen abstoßen – oder eben nicht: „Auf Knopfdruck können unsere neutralen Teilchen plötzlich vollkommen anders wechselwirken; hätten sie eine Ladung, so könnten wir quasi die Ladung kontinuierlich einstellen. Materie bekommt plötzlich andere Wechselwirkungseigenschaften. Mit dem neuen Werkzeug ist all dies möglich“, betont Widera.</p>
<p>Die neue Entwicklung eröffnet zahlreiche Perspektiven für die Quantenphysik – sowohl in Bezug auf Grundlagenforschung als auch mit Blick auf Anwendungsmöglichkeiten: Nicht nur exotische Materiezustände, die wir heute noch nicht kennen, ließen sich so beispielsweise erforschen. Festkörpersysteme lassen sich damit simulieren, Aggregatzustände in einer Simulation auf Knopfdruck verändern. Und auch bei der Entwicklung von neuen Materialien könnten sich mithilfe dieses Werkzeugs ganz neue Perspektiven auftun.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die aktuellen Studien:</strong></p>
<p><strong>Understanding Floquet Resonances in Ultracold Quantum Gas Scattering,&nbsp;</strong>July 2025, Physical Review Letters 135(3):033402<strong>,&nbsp;</strong>DOI:10.1103/47xs-223h</p>
<p><strong>Floquet engineering of Feshbach resonances in ultracold gases,&nbsp;</strong>October 2025, Science Advances 11(40)<strong>,&nbsp;</strong>DOI:10.1126/sciadv.adw3856</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Artur Widera</p>
<p>Individual Quantum Systems</p>
<p>Fachbereich Physik</p>
<p>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+xjefsb[bu]qiztjl/voj.lm/ef" data-mailto-vector="1">widera[at]physik.uni-kl.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Prof. Dr. Sebastian Eggert</p>
<p>Grundlagen der Festkörper und Vielteilchensysteme</p>
<p>Fachbereich Physik</p>
<p>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+fhhfsuAqiztjl/voj.lm/ef" data-mailto-vector="1">eggert[at]physik.uni-kl.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p>presse[at]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-18063</guid>
                        <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 11:28:33 +0200</pubDate>
                        <title>Die Chemikalienbelastung weltweit: Aktueller Stand der Forschung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-chemikalienbelastung-weltweit-aktueller-stand-der-forschung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittlerweile werden so viele Chemikalien produziert und verteilen sich in der Umwelt, dass die behördliche Risikobewertung nicht mehr mit der rasanten Entwicklung Schritt halten kann. Zu diesem Schluss kommt ein Autorenduo der ETH Zürich und der ֱ Kaiserslautern-Landau. In ihrer Studie zur weltweiten Chemikalienbelastung geben sie einen Überblick über besonders problematische Gruppen von Chemikalien, wie PFAS oder Pestizide und mahnen umfassende Veränderungen an, um die damit verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt besser zu adressieren. Die Publikation ist in der 50. Ausgabe der Fachzeitschrift </strong><i><strong>Annual Review of Environment and Resources</strong></i><strong> erschienen.&nbsp;</strong></p>
<p>Chemikalien werden heute für sehr unterschiedliche Zwecke genutzt: darunter Pharmazeutika, Pestizide, Zwischenprodukte bei der industriellen Produktion, Chemikalien in Verbrauchsprodukten und Plastikzusätzen. Für ihre Studie haben die Wissenschaftler das Wissen zu all diesen Stoffgruppen zusammengetragen und zeigen auf, wo jeweils die wesentlichen Problembereiche mit Blick auf Mensch und Umwelt liegen. „Pestizide zeichnen sich durch eine sehr hohe Toxizität aus. Das macht eine umfangreiche Bewertung der tatsächlich in der Umwelt verbleibenden Wirkstoffe und Wirkstoffkonzentrationen notwendig. Wir wissen heute, dass in Gewässern zum Beispiel sehr viele Pestizide in Konzentrationen vorkommen, die oberhalb der Werte liegen, die für Ökosysteme bedenklich sind“, erklärt Umweltwissenschaftler Ralf Schulz aus Landau, einer der beiden Autoren der Studie.</p>
<p><strong>PFAS reichern sich zunehmend in der Umwelt an</strong></p>
<p>Bei den Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) ist die Toxizität allgemein geringer. Hier sind es jedoch die extrem langen Halbwertzeiten, die als problematisch einzustufen sind – manche dieser Substanzen werden selbst über Jahrzehnte nicht in der Umwelt abgebaut. Somit liegen immer mehr PFAS in der Umwelt vor und mit der Zeit reichern sich die Menge so an, dass sie bedenkliche Konzentrationen erreichen. Die Einführung der PFAS in den 1950er Jahren sollte eigentlich eine andere problematische Chemikaliengruppe ablösen. Heute wissen wir, dass PFAS für den Menschen eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme mit sich bringen können. In vielen Fällen könnte deren Einsatz gänzlich entfallen bzw. die gewünschten Effekte von PFAs könnten durch alternative weniger problematische Chemikalienersetzt werden.&nbsp;</p>
<p><strong>Komplexe Herausforderungen mit weltweiten Auswirkungen</strong></p>
<p>„Die größte Herausforderung, vor der wir stehen, ist die zunehmenden Zahl von Chemikalien und die damit einhergehenden Schwierigkeit, deren Risiken überhaupt adäquat zu beurteilen“ – so beschreibt Ralf Schulz die komplexe Sachlage. Sie schlagen deswegen einen Kurswechsel vor, der darauf abzielt, die Anzahl an produzierten und eingesetzten Chemikalien zu reduzieren, um so die regulatorische Kontrolle über die möglichen Auswirkungen für Mensch und Umwelt sicherzustellen. Substanzen, die langlebig und zudem toxisch sind, müssten grundsätzlich eingeschränkt werden. Ausnahmen seien wenige Anwendungen – bei PFAS etwa in manchen Medizinprodukten, für die es aktuell keinen guten Ersatz gibt. zudem brauche es für die notwendigen Innovationen in der chemischen Industrie Impulse aus der Politik, um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Nicht zuletzt sei es essenziell, die Chemikalienbelastung, wie auch schon den Klimawandel, auf globaler Ebene und durch internationale Organisationen in den Fokus zu nehmen und zu beurteilen, da es sich um eine globale Umweltveränderung handelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Scheringer, M., Schulz, R. (2025) The State of the World’s Chemical Pollution. <i>Annual Reviews of Environment and Resources</i> 50, 381-408, </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Ralf Schulz<br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br>Tel.: 06341 280-31327<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+s/tdivmaAsquv/ef" data-mailto-vector="1">r.schulz[at]rptu.de</a><br>&nbsp;</p>
<p><strong>Ansprechpartner Presse:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>Tel.: 0631 205-5784<br>E-Mail: presse@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 15:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>KI-Innovationen im Sinne der Menschen gestalten: Bundesverdienstkreuz für ֱ-Professorin Katharina Zweig</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ki-innovationen-im-sinne-der-menschen-gestalten-bundesverdienstkreuz-fuer-rptu-professorin-katharina-zweig</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Künstliche Intelligenz (KI), die Mensch und Gesellschaft und nicht allein das technisch Mögliche in den Mittelpunkt stellt: Dafür steht Informatikprofessorin Katharina Zweig. Sie forscht an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) zum verantwortungsvollen Einsatz der Schlüsseltechnologie; insbesondere dazu, wie fair und zuverlässig KI ist. Als Wissenschaftskommunikatorin prägt sie den öffentlichen Dialog und ist gefragte Expertin in ministeriellen Gremien. Am 1. Oktober würdigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Engagement der Professorin mit dem Bundesverdienstkreuz.</strong></p>
<p>ֱ-Präsident Malte Drescher gratuliert herzlich: „Ich freue mich sehr für Frau Zweig und beglückwünsche sie zu dieser hohen Auszeichnung. Mit ihrer Forschung, ihrer Lehre und ihrem Engagement bereichert sie unseren Schwerpunkt in der KI-Forschung um wichtige gesamtgesellschaftliche Fragestellungen.“</p>
<p>Die Biochemikerin und Informatikerin zählt zu den Pionierinnen der kritischen Algorithmus- und Data-Science-Forschung. An der ֱ leitet sie das „Algorithm Accountability Lab“ am Fachbereich Informatik und verantwortet den bundesweit einzigartigen Studiengang „Sozioinformatik“.</p>
<p>In ihrer Forschung und Lehre setzt Zweig den Fokus auf die ethische Dimension von KI. Mit ihrer Arbeitsgruppe entwickelt sie Methoden, um Qualität und Fairness von KI zu messen. Zweig betont: „Künstliche Intelligenz darf nicht nur technisch funktionieren. Sie muss den Menschen dienen und unsere demokratischen Werte respektieren. Gerade heute ist es wichtiger denn je, diese Werte zu schützen und Verantwortung zu übernehmen. Ich freue mich außerordentlich über diese Auszeichnung, die zeigt, dass Wissenschaftskommunikation einen wichtigen Stellenwert hat.“</p>
<p>Mit Professorin Karen Joisten sowie anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen gründete sie an der ֱ insbesondere das „Center for Ethics and the Digital Society“. Dessen Ziel ist es, Chancen und Risiken von Digitalisierung und KI multiperspektivisch in unterschiedlichen Lebensbereichen zu analysieren und zu hinterfragen. Studierende befähigt die Professorin, den Einsatz und Nutzen von Softwaresystemen gesamtgesellschaftlich zu hinterfragen. Denn künftige Fachkräfte sollen in der Lage sein, Software so zu gestalten, dass diese auch soziale Prozesse unterstützt.</p>
<p>Zweig bringt ihre Expertise auch in den öffentlichen Dialog ein, etwa durch Vorträge, Mitgliedschaften in ministeriellen Beiräten und Kommissionen. Beispiele sind ihre Tätigkeit als Co-Vorsitzende des Digitalrats Rheinland-Pfalz (seit 2025), als Mitglied der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz (2018-2020) und als Mitglied des ITA-Beraterkreises des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (seit 2014). Für ihr kommunikatives Engagement wurde sie auch mit zahlreichen Preisen geehrt – darunter 2022 mit dem Abt-Jerusalem-Preis, 2019 mit dem DFG Communicator-Preis und 2017 mit dem Ars Legendi-Fakultätenpreis in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik.&nbsp;</p>
<p>Nicht zuletzt hat sich Zweig als Autorin einen Namen gemacht – jüngst erschienen ist ein Sachbuch, in dem sie erklärt, wie Sprachmodelle funktionieren und wo deren Grenzen liegen. Ihrer Mission folgend, dass möglichst viele Menschen verstehen müssen, wie KI funktioniert, wird ein Teil des Buchinhalts für Schulen, Universitäten und andere Ausbildungsstätten kostenlos erhältlich sein.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 11:29:04 +0200</pubDate>
                        <title>Fische im globalen Wandel: Internationale Fachtagung an der ֱ </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/fische-im-globalen-wandel-internationale-fachtagung-an-der-rptu-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Vom 09. bis zum 12. Oktober 2025 dreht sich am Campus Landau der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) alles um das Thema Fische und deren Schutz in Zeiten des globalen Wandels: Interdisziplinär diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Fischerei und Gesellschaft über die Auswirkungen der sich verändernden Umweltbedingungen. Biodiversität und Lebensraumqualität stehen dabei unter anderem im Mittelpunkt.</strong></p>
<p class="text-justify">Weltweit nehmen die Fischbestände ab. Globale Umweltveränderungen, wie etwa die Erwärmung von Gewässern, gelten dabei als zentrale Ursache. So sind zwischen 1970 und 2020 im weltweiten Durchschnitt die Bestände wandernder Süßwasserfische um rund 80 Prozent zurückgegangen.&nbsp;Ein deutliches Warnsignal für klimawandelbedingte Veränderungen in unseren heimischen Gewässern ist, dass die Bachforelle – charakteristisch für unsere Bäche und Flüsse – 2023 erstmals auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft wurde.</p>
<p class="text-justify"><strong>Wissen für nachhaltige Fischerei</strong></p>
<p class="text-justify">Die damit einhergehenden Herausforderungen adressiert die 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI), deren Fokus auf „Fische im globalen Wandel“ liegt. Über 80 Forschende, Behörden- und Praxisvertreter aus allen Bereichen der Ichthyologie stellen in 46 Beiträgen ihre aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse und Arbeitsschwerpunkte vor. Mit-Organisator Thomas Schmidt von der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) der ֱ betont: „Der globale Wandel beeinflusst weltweit Fischbestände und deren Umwelt. Ziel der Tagung ist es, die durch den Wandel bedingten Veränderungen der Fischfauna auf lokaler bis globaler Ebene wissenschaftlich zu diskutieren und sich auszutauschen. Nur so können wir die Wissensbasis für den langfristigen Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Fischbeständen schaffen.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Welche Maßnahmen sind sinnvoll?</strong></p>
<p class="text-justify">Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Fischerei und Gesellschaft werden sich interdisziplinär austauschen: Professor Ralf Schulz, an der ֱ Leiter der Arbeitsgruppe Ökotoxikologie und Umwelt und der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal, geht im Rahmen seiner Forschung beispielsweise der Frage nach, welche Auswirkungen ein Rückgang von Wasserpegeln auf die Schadstoffkonzentration in Gewässern hat.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Geoökologe Thomas Schmidt wiederum erforscht die genetische Diversität von Bachforellen: „Wobei genetische Diversität als eine Fähigkeit von Arten verstanden werden kann, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen“, wie er betont. Derzeit beobachte man global einen Verlust an genetischer Diversität: „Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt zu handeln.“ Renaturierung sei eine Gegenmaßnahme – also das Versetzen des „Fisch-Lebensraums“ in einen naturnäheren Zustand. „Fische werden hierbei gezielt ausgesetzt.“ Schmidt geht aber auch der Frage nach, unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, bestimmte Fische in wärmer werdende Gewässer wieder anzusiedeln. Genauer gesagt: „Wir untersuchen, mit welchen Fischarten man bei einer Renaturierung überhaupt arbeiten kann.“</p>
<p class="text-justify"><strong>Öffentliche Podiumsdiskussion richtet sich an ein breites Publikum</strong></p>
<p class="text-justify">Zum inhaltlichen Auftakt der mehrtägigen Veranstaltung findet am Donnerstag, 9. Oktober 2025, um 15:30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion im Audimax der ֱ in Landau statt. Auch hier thematisieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze aus ökologischer, gesellschaftlicher und politischer Perspektive. Organisiert wird die Diskussion im Kontext des EU-Interreg-Projekts RiverDiv, das den nachhaltigen Schutz der Biodiversität und Gewässerqualität an der deutsch-französischen Wieslauter zum Ziel hat (https://nuw.rptu.de/projekte/riverdiv). Die Podiumsdiskussion ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p><strong>ձԲٲٳܲԲü:</strong></p>
<p><strong>Öffentliche Podiumsdiskussion:</strong> Donnerstag, 9. Oktober 2025, 15:30 Uhr, Audimax der ֱ, Campus Landau, Fortstraße 7, 76829 Landau in der Pfalz. <strong>Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.</strong></p>
<p><strong>Fachtagung für Forschende, Behörden- und Praxisvertreter:</strong> 10. – 12. Oktober 2025, Campus Landau, Bürgerstrasse 23, 76829 Landau in der Pfalz. <strong>Weitere Informationen unter:</strong>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Thomas Schmidt</p>
<p>Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) - eine Einrichtung der ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>E-Mail: schmidt.t[at]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Prof. Dr. Ralf Schulz</p>
<p>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften</p>
<p>E-Mail: r.schulz[at]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli</p>
<p>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ&nbsp;</p>
<p><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+qsfttfAsquv/ef" data-mailto-vector="1">presse[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-18022</guid>
                        <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 18:11:21 +0200</pubDate>
                        <title>KI-Standort Kaiserslautern: ֱ baut Brücken zwischen Forschung und Praxis in Rheinland-Pfalz</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ki-standort-kaiserslautern-rptu-baut-bruecken-zwischen-forschung-und-praxis-in-rheinland-pfalz</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das KI-Projektbüro an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) ist ein zentrales Element der KI-Allianz Rheinland-Pfalz. Bereits seit 2021 werden in diesem Rahmen die landesweiten Forschungskompetenzen bei den Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften des Landes im Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) koordiniert, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in diesem Bereich vernetzt und die Sichtbarkeit des KI-Forschungsstandorts Rheinland-Pfalz insgesamt erhöht. Die KI-Allianz fügt sich somit nahtlos in die übergreifende KI-Agenda des Landes ein.</strong></p>
<p><strong>Für die Fortsetzung dieser Aktivitäten erhielt die ֱ heute offiziell den Förderbescheid des Landes in Höhe von rund 200.000 Euro durch Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz.</strong></p>
<p>„Ich freue mich sehr, dass das Projektbüro als Unterstützung für die KI-Allianz als Teil der KI-Agenda eine Fortsetzung findet. Damit wird den KI-Forschenden über ihre Einrichtung hinaus eine Plattform geboten, um in dieser auch für Rheinland-Pfalz so wichtigen Schlüsseltechnologie gemeinsam zusammenarbeiten zu können“, sagte Ministerialdirektorin Katharina Heil im Rahmen der Übergabe des Förderbescheids.</p>
<p>Das KI-Projektbüro hat den Anspruch, einerseits alle KI-Akteure in Rheinland-Pfalz standortübergreifend einzubinden sowie andererseits die Thematik für die unterschiedlichen Zielgruppen geeignet aufzubereiten. Dazu ist es fachlich eng angebunden am Lehrstuhl Maschinelles Lernen des Fachbereichs Informatik der ֱ angesiedelt, dessen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Professor Marius Kloft und Juniorprofessorin Sophie Fellenz die KI-Forschung an der ֱ prägend mitgestalten.&nbsp;</p>
<p>„Rheinland-Pfalz verfügt über eine breit gefächerte, kompetente KI-Forschungslandschaft, die in den letzten Jahren stetig ausgebaut wurde. Darin hat sich Kaiserslautern in den vergangenen 50 Jahren zu einem weit über die Landesgrenzen hinaus impulsgebenden Informatik-Hub und KI-Kompetenzcluster entwickelt. Gemeinsam mit den renommierten Forschungsinstituten vor Ort bereiten wir den Weg für Innovationen und den verantwortungsvollen Einsatz der Schlüsseltechnologie“, sagt Professor Werner R. Thiel, ֱ-Vizepräsident für Forschung und Innovation. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit im KI-Projektbüro weiterführen und die Vernetzung von Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft im Land weiter vorantreiben können. Wir bedanken uns beim Ministerium für die Förderung.“</p>
<p>Geschäftsführer des KI-Projektbüros ist Steffen Reithermann: „Wir wollen – wie bereits in der Vergangenheit durch die bei uns entwickelte virtuelle Plattform und hochwertige zielgruppenorientierte Veranstaltungen - Angebot und Nachfrage im Bereich KI treffsicher zusammenbringen, Kooperationen anstoßen und die KI-Expertise in Rheinland-Pfalz verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit heben“, fasst er zusammen. Reithermann koordiniert Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung der virtuellen Plattform „www.ki-allianz-rlp.de“ zur überregionalen Zusammenarbeit der Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz sowie zum Austausch innerhalb der Forschungscommunity sowie mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Plattform bietet unter anderem allen KI-Akteuren im Land die Möglichkeit, ihre eigenen Profile, Forschungsaktivitäten, Projekte, Veranstaltungen und News-Artikel einfach einzupflegen und mit guter Sichtbarkeit zu präsentieren. Zu den Aufgaben des KI-Projektbüros zählt es ebenso, hochwertige KI-Veranstaltungen für Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen und durchzuführen. Für KI-Vorhaben hat man hier stets ein offenes Ohr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Steffen Reithermann<br>T 0631 205 3296<br>E ki-projektbuero@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-17756</guid>
                        <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 11:02:09 +0200</pubDate>
                        <title>InterACT: Tagung zu „Theatraler Bildung und Empowerment“ </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/interact-tagung-zu-theatraler-bildung-und-empowerment</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit InterACT eröffnet das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der ֱ eine neue Tagungsreihe für Nachwuchsforschende, die sich zukünftig einmal im Semester aktuellen Themen der ästhetischen Bildung widmen wird. Die Premiere trägt den Titel „Theatrale Bildung und Empowerment“ und findet am Samstag, 30. August 2025 von 9:30 bis 14 Uhr im Konferenzraum auf dem Landauer Campus statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich (<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">anja.ohmer[at]rptu.de</a>).</p>
<p><strong>Theatrale Bildung als Schlüssel zur Selbstermächtigung</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Frage, wie Theaterspielen den Prozess des Empowerments anregen kann. Im Theaterspielen sieht beispielsweise der Theaterwissenschaftler Florian Vaßen ein besonderes Bildungspotenzial, das aus der Erfahrung der Differenz zwischen Realität und ästhetischer Praxis sowie zwischen Selbst und Rolle entsteht. Theaterpädagogische Arbeit, bei der die Anleitenden nicht in einer lehrenden Haltung auftreten, eröffnet nach Vaßen Spielräume für Eigensinn und Eigenständigkeit und fördern dadurch selbstbestimmtes Lernen.</p>
<p>Die Konferenz greift unterschiedliche Perspektiven theatraler Bildung und Empowerments auf<strong>:&nbsp;</strong>den Prozess der Selbstermächtigung wie auch die professionelle Unterstützung anderer, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken und zu nutzen. In der Verbindung von ästhetischer Erfahrung und pädagogischer Praxis wird Empowerment zu einem Bildungsziel, das Menschen befähigt, ihr Handeln selbstbewusst und kreativ zu gestalten.</p>
<p>Die Studierenden des Darstellenden Spiels/Theater am ZKW greifen in ihren Beiträgen unterschiedliche Perspektiven auf. Thematisiert wird dabei unter anderem Augusto Boals „Theater der Unterdrückten“, das als Methode dient, gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen und Handlungsalternativen zu erproben. Ebenso beschäftigen sie sich mit inklusivem Theater, das Teilhabe ermöglicht und künstlerische Selbstbestimmung fördert. Auch Bertolt Brechts Lehrstücke, die bis heute wichtige Denkanstöße zur kollektiven Selbstreflexion bieten, werden aufgegriffen. Schließlich rückt die Bürgerbühne in den Blick, die als Modell partizipativer Theaterarbeit Menschen mit verschiedenen Hintergründen in kreatives Spiel einbindet. Diese Ansätze zeigen exemplarisch, wie sich ästhetische Bildung als mehrdimensionales Feld verstehen lässt, das Kunst, Pädagogik und Gesellschaft miteinander verbindet.&nbsp;</p>
<p>Die Ergebnisse der Konferenz werden Ende des Jahres in der neugegründeten Zeitschrift InterACT veröffentlicht.</p>
<p><strong>Studiengang Darstellendes Spiel an der ֱ</strong></p>
<p>Der Studiengang Darstellendes Spiel ist an der ֱ in Landau am Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) als Zertifikatsstudiengang angegliedert. Interessierte Lehrkräfte und Lehramtsstudierende können sich noch bis zum 30. September 2025 für das kommende Wintersemester bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungen bitte direkt an: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anja.ohmer[at]rptu.de</a><br>&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltung auf einen Blick:&nbsp;</p>
<p><strong>InterACT-Fachtagung „Theatrale Bildung und Empowerment“</strong></p>
<p>Samstag, 30. August 2025, von 9.30 – 14.00 Uhr<br>ֱ Campus Landau, Konferenzraum CI-1<br>Veranstaltet vom Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der ֱ in Landau<br>Eintritt frei.&nbsp;<br>Anmeldung unter: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1" title="Öffnet E-Mail-Programm">anja.ohmer[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-17700</guid>
                        <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 09:27:03 +0200</pubDate>
                        <title>Computergenerierte Daten reproduzierbar erzeugen: Was kann Wissenschaft leisten – und was nicht? </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/computergenerierte-daten-reproduzierbar-erzeugen-was-kann-wissenschaft-leisten-und-was-nicht</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Einsatz von Computern beeinflusst zunehmend die Natur- und Ingenieurwissenschaften. Doch entgegen einer weitverbreiteten Annahme garantiert deren Nutzung nicht unbedingt die Wiederholung gleicher Ergebnisse. Die Gründe dafür sind vielfältig – und eine Herausforderung, die vielen Forschenden erst jetzt so richtig bewusst wird. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) geht ein von der Volkswagenstiftung gefördertes Projekt der Frage nach, was dies für die Reproduzierbarkeit von Daten insgesamt bedeutet, inwieweit Standardisierung und Pluralität ermöglicht werden sollten oder dürfen – und wer die (politische) Macht hat, dies zu entscheiden.</strong></p>
<p>Der Anspruch der Reproduzierbarkeit sei schon lange eng mit der Wissenschaft verbunden, sagt Professor Johannes Lenhard, der in Mathematik promoviert und in Philosophie habilitiert hat: „Wenn sich etwas nicht reproduzieren lässt, dann ist es nicht wissenschaftlich.“ Bekannte Ergebnisse sollen – so nun mal der Anspruch – bei korrektem Versuchsaufbau eindeutig wiederholbar sein. Doch seit einigen Jahren, mitunter Jahrzehnten, seit Computer in unterschiedlichen Fachdisziplinen vermehrt Einzug gehalten haben, gibt es dahingehend eine bislang wenig beachtete Herausforderung: „Entgegen einer weitverbreiteten Annahme garantiert der Einsatz von Computern nicht die Wiederholung gleicher Ergebnisse. Auf Knopfdruck erhält man nicht das exakt Gleiche.“ Woran das liegt? Lenhard verweist darauf, dass man mit komplexen Gebilden arbeitet: „Forschende arbeiten beispielsweise mit Software-Paketen, die sie gar nicht selbst geschrieben haben.“ Überhaupt sei die Basis für Forschung mittlerweile sehr arbeitsteilig. Und Arbeitsgruppen nutzen mitunter voneinander abweichende Algorithmen.&nbsp;</p>
<p><strong>Philosophie trifft auf Ingenieurwissenschaften</strong></p>
<p>An der ֱ hat Johannes Lenhard die Heisenberg-Professur „Philosophy in Science and Engineering” inne – arbeitet an der Schnittstelle von Philosophie, Natur- und Ingenieurwissenschaft. Im Rahmen seiner Forschung will er konkret wissen, ob ein computergeneriertes Ergebnis auch dann noch als reproduzierbar gelten sollte, wenn es Variationen in Hardware, Software, Parametern und Trainingsdaten zulässt. „Oder sollten umgekehrt bestimmte Variationen nicht erlaubt sein?“ Heißt Reproduzierbarkeit unbedingt genau das Gleiche tun? Was muss als wissenschaftliche Strenge eingehalten werden – und was kann und sollte als innovative Abweichung begrüßt werden? Wie also steht es um die Balance zwischen Standardisierung und Pluralität? Und wer überhaupt hat die Autorität, die Macht, dies festzulegen? „Das ist auch eine politische Frage“, betont Lenhard.</p>
<p>Johannes Lenhard zählt zu einem der wenigen Philosophie-Professoren in Deutschland, die eng verzahnt mit den Ingenieurwissenschaften zusammenarbeiten. Im Fokus seiner Forschung stehen aktuell die Felder der computerbasierten Chemie und Thermodynamik. Er nennt ein dort verortetes Beispiel für den computerbasierten Einsatz: Materialeigenschaften eines Stoffes sind wichtig für die Praxis, insbesondere auch, wie sich verändernde Parameter wie Temperatur und Druck darauf auswirken. Vereinfacht gesagt sollen Computermodelle, Computersimulationen, nun berechnen, wie sich zwei – oder mehrere – Stoffe verhalten, wenn sie zusammengebracht werden. Das Auffällige dabei: Verschiedene Forschungsgruppen kommen dabei auf verschiedene Ergebnisse. Unterschiede wohl gemerkt, die statistisch relevant sind. Johannes Lenhard: „Sind die Simulationen also schlecht gemacht? Sind sie fehlerhaft? Oder liegt es in der Natur der Sache, dass bei solch komplexen Vorgängen ein Ergebnis nicht eindeutig wiederholbar ist?“ Erst jetzt fange man an, diese Fragen genauer zu untersuchen.</p>
<p><strong>Wer bestimmt, welche Codes genutzt werden?</strong></p>
<p>Im Rahmen eines – von der Volkswagenstiftung – geförderten Projektes wollen Lenhard und sein Team diesen Fragen – aus zwei Richtungen kommend – auf den Grund gehen: Die erste Richtung sei die Analyse-Richtung. Genauer gesagt: Analysieren, beobachten und Zusammentragen: „Wir untersuchen, was tut sich aktuell in der wissenschaftlichen Community zu diesem Thema.“ Welche Handlungsempfehlungen sind im Gespräch? Welche möglichen Vorgehensweisen werden kontrovers diskutiert? „Wie werden beispielsweise Vorschläge aufgenommen, gleiche Codes zu nutzen. Und wer bestimmt, welche Codes das sind.“</p>
<p><strong>Frühere Kontroversen – konnte man sich einigen?</strong></p>
<p>In einem zweiten Schritt wollen die Forschenden Historisches dazu unter die Lupe nehmen: Archivierte Kontroversen, elektronischer Postverkehr beispielsweise, der in den 1970er oder 1980er-Jahren ausgetauscht wurde. Damals als Computer erstmals Einzug hielten in die wissenschaftliche Praxis, als die ersten Software-Pakete genutzt wurden. Lenhard erklärt: „Schon damals stellten sich grundlegende Fragen.“ Beispielsweise, ob alle Forschenden – mit ähnlichem Forschungsthema – zum gleichen Computerprogramm verpflichtet werden müssten. „Wir wollen herausfinden, auf was sich die damaligen Forschenden einigen konnten. Und vor allem konnten sie sich überhaupt einigen?“ Gemeinsam mit dem Kooperationspartner, einer Forschungsgruppe der Universität Lorraine, die zur Geschichte der computerbasierten Chemie forscht, werfen sie diesen Blick in die Wissenschaftsgeschichte.</p>
<p><strong>Diskurs für die Praxis anstoßen</strong></p>
<p>Das Projekt mit dem Titel: Reproducibility Has Politics („Reproduzierbarkeit hat Politik“) wird für vier Jahre mit rund 500.000 Euro gefördert. Aufbauend auf den so gewonnen Erkenntnissen sieht Lenhard seine Aufgabe vor allem darin, eine Diskussion unter Praktikerinnen und Praktikern anzustoßen. Er will – um im Bild der Chemie zu bleiben – eine Art Katalysator sein: „Es geht um Reflexion. Und die Frage, was Wissenschaft kann und was sie eben nicht kann. Letztendlich geht es darum, wie Wissenschaft idealerweise vorgehen sollte.“</p>
<p><strong>Über die Förderung der Volkswagenstiftung</strong></p>
<p>Im Rahmen von „Forschung über Wissenschaft“ fördert die Volkswagenstiftung interdisziplinäre, multimethodische und international ausgerichtete Forschungsvorhaben und möchte so die Expertise aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaftsforschung zusammenbringen. Sie unterstützt nicht nur die Erschließung neuen Wissens, sondern auch eine Reflektion über die strategische Anwendung der generierten Erkenntnisse im Kontext von Wissenschafts- und Hochschulpolitik.&nbsp;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Professor Dr. Johannes Lenhard<br>Philosophy in Science and Engineering am Lehrgebiet für Thermodynamik (LTD)<br>Tel.: 0631 205-4798<br>E-Mail: johannes.lenhard[at]rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Christine Pauli<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br>E-Mail: presse[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 12:25:53 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Bachelorstudiengang „Bauingenieurwesen – Bauen, Umwelt, Management“ an der ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-bachelorstudiengang-bauingenieurwesen-bauen-umwelt-management-an-der-rptu</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat zum Wintersemester 2025/26 einen neuen integrativen Bachelorstudiengang im Bauingenieurwesen – „Bauingenieurwesen - Bauen, Umwelt, Management“ – akkreditiert. Das Studium richtet sich an alle, die sich für die gebaute Umwelt interessieren – sei es in Bezug auf Gebäude, Infrastruktur, Umwelt mit allen Arten von Immobilien.</strong></p>
<p>Im Bauingenieurwesen geht es längst nicht mehr nur um den klassischen konstruktiven Hoch- und Tiefbau – an der ֱ kombiniert der Fachbereich vielmehr ein breites Spektrum an Themen: Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken und Infrastrukturen wie Straßen, Wasser- und Energieversorgungssystemen; nachhaltige Entwicklung von Stadt und Landschaft; Sanierung, Modernisierung und Transformation bestehender Gebäude sowie moderne Gebäudetechnik und Immobilienmanagement. Bauingenieurinnen und Bauingenieure befassen sich nicht nur mit modernen nachhaltigen Neubauprojekten für eine lebenswerte Zukunft unserer Gesellschaft: Zunehmend kommen Erhalt, Umbau und intelligente Nutzungskonzepte der bereits bebauten Welt in den Fokus.</p>
<p>Der neue Bachelorstudiengang ist als integriertes Angebot konzipiert. Er bietet einen gemeinsamen, flexiblen Einstieg mit breiten Optionen. Studierende müssen sich zu Beginn nicht festlegen – alle starten gemeinsam, erwerben in den ersten zwei Semestern grundlegende technische, planerische und analytische Kompetenzen und lernen die unterschiedlichen Vertiefungsmöglichkeiten (Profile) kennen.</p>
<p><strong>Bachelorstudiengang mit vier Vertiefungsmöglichkeiten</strong></p>
<p>Ab dem dritten Semester erfolgt sukzessive die Profilwahl in Kenntnis der Profilinhalte und orientiert an den individuellen Interessen der Studierenden. Vier spannende Vertiefungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl: „Konstruktiver Ingenieurbau“, „Infrastruktur- und Umweltplanung“, „Umweltingenieurwesen“ und „Immobilien und Facility Management“.</p>
<p>Beim „Konstruktiven Ingenieurbau“ stehen die nachhaltige Planung, der Bau und der Erhalt von Gebäuden und Ingenieurbauwerken im Fokus. Beim Schwerpunkt „Infrastruktur- und Umweltplanung“ geht es um die Planung und die Gestaltung von Verkehrswegen und Wasserinfrastruktur. Studierende mit dem Profil „Umweltingenieurwesen“ befassen sich mit Klimaanpassung, Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft. Der Schwerpunkt „Immobilien und Facility Management“ fokussiert Betrieb und Nachhaltigkeit von Gebäuden, Gebäudetechnik, Immobilienentwicklung und Managementprozesse.</p>
<p>Nach dem Bachelorabschluss eröffnen sich den Absolventinnen und Absolventen vielfältige Perspektiven. Die gewählten Profile bereiten gezielt auf entsprechende Masterstudiengänge des Fachbereichs vor, ermöglichen aber ebenso den direkten Einstieg ins Berufsleben.</p>
<p>Der Studiengang wurde vollständig neu entwickelt, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind zentrale Bestandteile des Curriculums. Ziel ist es, die Studierenden sowohl technisch als auch methodisch auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Bauwesen und der Immobilienwirtschaft vorzubereiten: in Entwicklung, Planung, Baurealisierung, Management, Verwaltung oder Forschung.</p>
<p>Der Studiengang ist zulassungsfrei (ohne NC). Das Bewerbungsverfahren für das Wintersemester 2025/26 läuft bis zum 15. September 2025.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Informationen und Beratung:</strong></p>
<p>Dipl.-Ing. Annette Reincke und M.Sc. Sergey Mukhametov&nbsp;</p>
<p>T 0631 205 -3825 / -4429<br>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+tunAcbvjoh/squv/ef" data-mailto-vector="1">stm[at]bauing.rptu.de</a><br>W </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 17:04:36 +0200</pubDate>
                        <title>Folgen einer abnormalen Chromosomenzahl weiter entschlüsselt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/folgen-einer-abnormalen-chromosomenzahl-weiter-entschluesselt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dass eine abnormale Chromosomenzahl zu einem Proteinungleichgewicht in den betroffenen Zellen führt, ist seit einigen Jahren bekannt. Wie sich ein solches Ungleichgewicht im Detail auswirkt, haben Forschende der ֱ untersucht. Dabei haben sie überraschenderweise festgestellt, dass Proteomveränderungen die Funktion der Mitochondrien beeinträchtigen. Das wiederum könnte für die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen relevant sein. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal Nature Communications erschienen.</strong></p>
<p>Jede gesunde menschliche Zelle enthält 23 Chromosomenpaare, die während eines Prozesses, der als Zellteilung bezeichnet wird, dupliziert und gleichmäßig auf zwei Tochterzellen verteilt werden müssen. Wenn dabei jedoch etwas schiefgeht, erhält eine Tochterzelle ein zusätzliches Chromosom, während der anderen Tochterzelle ein Chromosom fehlt. Dieser Zustand einer unausgewogenen Chromosomenzahl wird als Aneuploidie bezeichnet und kommt besonders häufig in Krebszellen und in Zellen von Menschen mit Downsyndrom vor. „Schon ein einziges zusätzliches Chromosom führt zu vielen Problemen für die Zelle. Darunter fällt die Produktion unnötiger Proteine aus den zusätzlichen Chromosomen, die den Mechanismus der Zelle zur Aufrechterhaltung eines gesunden Proteingleichgewichts stören. &nbsp;Wie sich all dies jedoch auf molekularer Ebene manifestiert, ist noch nicht klar“, erklärt Professorin Zuzana Storchová vom Fachgebiet Molekulare Genetik der ֱ.&nbsp;</p>
<p>In einer aktuellen Studie haben Forschende um Zuzana Storchová, Leiterin des Fachgebiets Molekulare Genetik an der ֱ, und Prince Saforo Amponsah die damit verbundenen Prozesse in Zelllinien genauer entschlüsselt. Aus der nahezu diploiden Darmkrebszelllinie HCT116 wurden im Labor Zelllinien mit einer oder zwei zusätzlichen Chromosomenkopien hergestellt.</p>
<p>Die Forschenden konnten zeigen, dass Zellen mit zusätzlichen Chromosomen membranlose Strukturen, sogenannte Proteinaggregate, in ihrem Zytoplasma ansammeln. Diese Proteinaggregate enthalten hauptsächlich ein Protein namens Sequestrosom 1 (SQSTM1, auch bekannt als p62) – ein bekannter Rezeptor, der bereits bei der Verwertung defekter Proteine und beschädigter Zellorganellen identifiziert wurde. „Wir haben beobachtet, dass die Konzentration dieses Proteins in Zellen mit zusätzlichen Chromosomen höher war und dass die Menge mit der Größe des zusätzlichen Chromosoms zunahm“, sagt Prince Saforo Amponsah.</p>
<p>Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass Zellen mit zusätzlichen Chromosomen eine veränderte mitochondriale Struktur und Funktion aufweisen. Der Grund: Mitochondriale Vorläuferproteine werden in p62-positiven Aggregaten sequestriert, also gewissermaßen „beschlagnahmt“, was wiederum ihren Transport in die Mitochondrien beeinträchtigt. „Da zusätzliche Chromosomen bei Krebs, Trisomie-Syndromen und verschiedenen anderen pathologischen Zuständen wie dem Altern häufig vorkommen, stellen unsere Zelllinien ein physiologisch relevantes Modellsystem für die Untersuchung der Auswirkungen von Proteom-Ungleichgewichten in menschlichen Zellen dar“, beschreibt Zuzana Storchová die Besonderheiten ihrer Forschung. „Unsere Forschung zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang zwischen genomischen Anomalien, proteotoxischem Stress und mitochondrialer Homöostase.“</p>
<p>Das Fazit: Obwohl Krebszellen Chromosomenanomalien aufweisen und ein Proteom-Ungleichgewicht zeigen, sind sie interessanterweise in der Lage, proteotoxischen Stress zu tolerieren, der für normale Zellen oft schädlich ist. „Unsere Ergebnisse deuten nun darauf hin, dass Krebszellen dafür möglicherweise ihren mitochondrialen Stoffwechsel ändern“, sagt Prince Saforo Amponsah. Diese Eigenschaft könnte zu einer erhöhten Arzneimittelresistenz bei aneuploiden Krebsarten beitragen. Prince Saforo Amponsah: „Langfristig hoffen wir, dass unsere Forschung mehr Licht in diesen Aspekt bringt und zu neuen therapeutischen Strategien zur Verbesserung der Gesundheit von Krebspatienten beiträgt.“&nbsp;</p>
<p>Das Forschungsprojekt „Mitochondriale Anpassung an unausgewogene Kopienzahlen des Kern- und Mitochondriengenoms“ ist Teil des STRESSistance-Graduiertenkollegs RTG 2737 an der ֱ – welches durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG gefördert wird (Projektleitung: Zuzana Storchová). Darüber hinaus wurde das Projekt durch die rheinland-pfälzische Forschungsinitiative BioComp „Dynamische Membranprozesse in biologischen Systemen“ (Projektleitung: Zuzana Storchová) gefördert. Der Erstautor und Projektleiter Prince Saforo Amponsah wurde durch ein Postdoktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das sogenannte Walter-Benjamin-Programm, sowie durch Forschungsgelder des TU-Nachwuchsring und der Joachim-Herz-Stiftung gefördert. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von Forschungsgruppen aus Kaiserslautern und München: Beteiligt sind die Gruppen Molekulare Genetik (ֱ, geleitet von Prof. Dr. Zuzana Storchová), Zellbiologie (ֱ, geleitet von Prof. Dr. Johannes M. Herrmann) und Systembiologie neurodegenerativer Erkrankungen (LMU-München, geleitet von Prof. Dr. Christian Behrends).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die aktuelle Studie:</strong></p>
<p>Amponsah, P.S., Bökenkamp, JE., Kurpa, O. et al. Aneuploidy-induced proteostasis disruption impairs mitochondrial functions and mediates aggregation of mitochondrial precursor proteins through SQSTM1/p62. Nat Commun 16, 5328 (2025). </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Zuzana Storchová<br>Fachgebiet Molekulare Genetik<br>Fachbereich Biologie, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T 0631 205 3250<br>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+avabob/tupsdipwbAsquv/ef" data-mailto-vector="1">zuzana.storchova[at]rptu.de</a>&nbsp;<br>&nbsp;</p>
<p>Dr. Prince Saforo Amponsah<br>Fachgebiet Molekulare Genetik<br>Fachbereich Biologie, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T 0631 205 4385<br>E amponsah@rptu.de&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br>E presse@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 20 Jun 2025 09:38:59 +0200</pubDate>
                        <title>Keine Daten, kein Problem? Wie unzureichende Erfassung von Chemikalienkonzentrationen in der Umwelt die Einschätzung von Risiken beeinflusst</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/keine-daten-kein-problem-wie-unzureichende-erfassung-von-chemikalienkonzentrationen-in-der-umwelt-die-einschaetzung-von-risiken-beeinflusst</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehrere hunderttausend Chemikalien werden mittlerweile als möglicherweise umweltschädlich betrachtet. Doch nur für einen sehr geringen Anteil dieser Chemikalien liegen Messwerte aus Gewässern vor. Das haben Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) nun nachgewiesen. In einem Artikel, der in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science erschienen ist, zeigen die Autoren außerdem, dass sich für eine Reihe von Chemikalien Umweltrisiken nur eingeschränkt beurteilen lassen, da sie bereits in Konzentrationen wirken, in denen sie mit den üblichen Methoden nicht nachgewiesen werden können.</strong></p>
<p>Für ihre Studie haben die Wissenschaftler eine umfangreiche Datenbank über das Vorkommen von Chemikalien in Gewässern der USA, einem Land mit sehr guter Datenlage, ausgewertet und die Messwerte mit Daten zur Giftigkeit gegenüber Wasserorganismen wie Pflanzen, Insekten oder Fischen und mit Nachweisgrenzen verglichen. Von den knapp dreihunderttausend Chemikalien, welche die amerikanische Umweltbehörde EPA als potenziell umweltrelevant betrachtet, liegen nur für weniger als ein Prozent Messwerte für Gewässer aus der behördlichen Umweltüberwachung vor. Bisher vorliegende Studien haben herausgestellt, dass Information zur Giftigkeit von Chemikalien für eine Risikoeinschätzung fehlen, die aktuelle Studie zeigt allerdings, dass das Hauptproblem heutzutage in dem Fehlen relevanter Messwerte aus dem Freiland liegt. „Das zeigt, wie die Qualität der behördlichen Gewässerüberwachung Einschätzungen der Risiken von Chemikalien beeinflussen kann“, erklärt Umweltwissenschaftler Ralf Schulz, Seniorautor der Studie aus Landau</p>
<p>Trotzdem lassen sich aus den über 64 Millionen ausgewerteten Messwerten der Jahre 1958 bis 2019 für rund 1900 Chemikalien und mehr als dreihunderttausend Probestellen interessante Muster ableiten: In den 1970er Jahren überschritt eine vergleichsweise geringe Zahl an Chemikalien, zum Beispiel Schwermetalle wie Kupfer, Blei oder Zink, gehäuft und in weiten Teilen der USA ihre Schwellenwerte für Giftigkeit gegenüber Wasserorganismen. Maßnahmen wie Einleitungskontrollen haben dazu geführt, dass sich das Problem der zu hohen Umweltkonzentrationen für diese anorganischen Chemikalien in den nachfolgenden Jahren wieder verringert hat.&nbsp;</p>
<p>In den 2000er Jahren waren die Überschreitungen der Schwellenwerte im Allgemeinen seltener, aber auf eine wesentlich höhere Anzahl von insbesondere organischen Chemikalien wie Arzneimittel- oder Pestizidwirkstoffe verteilt. Auch diese Überschreitungen der Schwellenwerte gingen zurück, in diesem Fall aber, weil die Messungen dieser Chemikalien eingestellt wurden, wie die Forscher in ihrer Analyse festgestellt haben. „Wird nach einer Chemikalie gar nicht erst in der Umwelt gesucht, kann nur schwer etwas über ihr tatsächliches Vorkommen in der Umwelt oder ihre Auswirkungen auf das Ökosystem gesagt werden“, erläutert Umweltwissenschaftler Sascha Bub, Erstautor der Studie.</p>
<p>Weiterhin haben die Autoren sich die zirka 37 Millionen Angaben zu analytischen Nachweisgrenzen von Chemikalien aus der US-Datenbank angeschaut. Diese analytischen Nachweisgrenzen beschreiben, welche geringste Konzentration einer Chemikalie gerade noch nachgewiesen werden kann. Während die Nachweisgrenzen für anorganische und viele organische Chemikalien ausreichend niedrig sind, um mögliche Gefährdungen für Gewässer abzubilden, liegen sie für manche Pestizide, insbesondere Insektenbekämpfungsmittel (Insektizide), nahe an den Schwellenwerten für biologische Effekte in Gewässern. In der Folge können zahlreiche Konzentrationen, die sich schädlich auf das Ökosystem auswirken, mit den bei der regulären Gewässerüberwachung angewandten analytischen Methoden überhaupt gar nicht gemessen werden. Für eine Gruppe der Insektizide, die sogenannten Pyrethroide, die heute eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft spielen und die zu den Chemikalien mit der höchsten Giftigkeit für Wasserorganismen überhaupt gehören, liegen die Nachweisgrenzen sogar fast durchweg oberhalb der Schwellenwerte für biologische Effekte. Für sie kann damit das tatsächliche Umweltrisiko nur extrem eingeschränkt beurteilt werden.&nbsp;</p>
<p>Wie die Autoren der Studie vermuten, beeinflusst das Monitoring von Chemikalien in der Umwelt auch in vielen anderen Regionen der Welt die Risikowahrnehmung. Allerdings fehlen oft Daten in ausreichender Qualität, um vergleichbare Analysen durchzuführen. Sascha Bub betont: „Unsere Ergebnisse zeigen die Wichtigkeit der Analyse von Umweltdaten auf großer zeitlicher und räumlicher Skalenebene. Solche Analysen werden benötigt, um Handlungsanweisungen für eine zielgerichtete Erfassung und Umweltbeurteilung der rasant steigenden Anzahl eingesetzter Chemikalien ableiten zu können.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wichtige Information für die Presse:&nbsp;</strong><br>Weitere Informationen inkl. eine Kopie des Artikels kann im&nbsp;<i>Science&nbsp;</i>Presse Paket unter folgender Adresse abgerufen werden:&nbsp;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong><br>Bub, S., Petschick, L.L., Stehle, S., Wolfram, J., Schulz, R. (2025): Limitations of chemical monitoring hinder aquatic risk evaluations on the macroscale.&nbsp;<i>Science</i>, </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Ansprechpartner:</strong><br>Prof. Dr. Ralf Schulz<br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br>Tel.: +49 6341 280-31327<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+s/tdivmaAsquv/ef" data-mailto-vector="1">r.schulz[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ansprechpartner Presse:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: +49 6341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 17 Jun 2025 15:44:02 +0200</pubDate>
                        <title>Klein und leistungsfähig: Maschinen in der Quantenwelt –  ERC Advanced Grant geht an Artur Widera</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/klein-und-leistungsfaehig-maschinen-in-der-quantenwelt-erc-advanced-grant-geht-an-artur-widera</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Maschinen bestimmen unser Leben seit der industriellen Revolution. Dabei haben sie eine beachtliche Evolution durchlaufen, sind leistungsfähiger, effizienter und vor allem kleiner geworden. Professor Artur Widera vom Fachbereich Physik der ֱ geht nun der Frage nach, wie mikroskopische Maschinen in der Quantenwelt – der Welt der kleinsten Teilchen – funktionieren könnten. Im Rahmen eines ERC Advanced Grant der Europäischen Union wird seine Forschungsarbeit zur „Quantum Engine“ mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Die Förderlinie richtet sich an etablierte Spitzenforschende mit einer herausragenden wissenschaftlichen Leistungsbilanz, die neue Forschungsgebiete erschließen möchten.</strong></p>
<p>Quanteneffekte, wie Verschränkung, Interferenz oder Quantenstatistik, könnten Maschinen effizienter oder leistungsfähiger machen. „Allerdings können die besonderen Gesetze der Quantenphysik die Leistungsfähigkeit von Maschinen auch behindern“, sagt Professor Artur Widera, der an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) das Lehrgebiet Individual Quantum Systems leitet. Für seine Forschungsarbeiten wird er nun für fünf Jahre mit 2,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert – im Rahmen eines ERC Advanced Grant.&nbsp;</p>
<p>„Wir wollen herausfinden, wie Quanteneigenschaften die Leistungsfähigkeit von mikroskopischen Maschinen verändern, beziehungsweise wie die Eigenschaften von mikroskopischen Maschinen in der Quantenwelt genau aussehen und beschrieben werden“, schildert Widera die mit der Förderung anstehenden Forschungsvorhaben. Zudem möchten er und sein Team technologisch die grundlegenden Mechanismen für den Betrieb von Maschinen verstehen und in experimentellen Realisierungen maßschneidern. „Und wir wollen Maschinen bauen, sowohl Einzelatom-Maschinen als auch Vielteilchenmaschinen, die nach den Gesetzen der Quantenphysik betrieben werden und dabei sowohl Arbeit erzeugen als auch autonom laufen.“</p>
<p><strong>Betrieb einer Einzelatom-Maschine realisiert</strong></p>
<p>In den vergangenen Jahren konnte Artur Widera grundlegende Quantenmechanismen für den Betrieb solcher Maschinen realisieren: „Eine klassische Maschine funktioniert zum Beispiel, in dem das Arbeitsmedium, beispielsweise Kraftstoff, periodisch aufgeheizt und abgekühlt wird. Wir konnten diesen klassischen Mechanismus ersetzen durch fundamental quantenmechanische Mechanismen.“ So konnten die Forschenden um Widera bereits eine Einzelatom-Maschine betreiben, bei der der Treibstoff nicht in Form von thermischer Energie vorliegt, sondern in Form von Spin-Polarisation eines Quantenbades.&nbsp;</p>
<p>Widera und sein Team verwenden ultrakalte Atome, die es ermöglichen, sowohl einzelne Atome als auch Quanten-Vielteilchensysteme sehr gut zu kontrollieren. In solchen Systemen kann eine Maschine betrieben werden, indem – wie in einem klassischen Motor – der Container (im Motor der Zylinder) für das Arbeitsmedium (ein Quantengas oder einzelnes Atom) im Volumen geändert wird und periodisch dazu Energieänderungen vorgenommen werden. „Um nun Quanteneffekte zu studieren, kann das Bad in verschiedensten quantenmechanischen Zuständen präpariert und deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines solchen Motors untersucht werden.“ Um Arbeit aus der Maschine zu extrahieren, müsse die Anregungsenergie von atomarer Form in photonische und weiter in mechanische Formen umgewandelt werden. „Um schließlich einen autonomen Betrieb zu gewährleisten, müssen Rückkopplungsmechanismen entwickelt und eingebaut werden, die allerdings den eigentlichen Quantenzustand nicht zerstören dürfen.“</p>
<p><strong>Fasziniert von Quantensystemen</strong></p>
<p>Das Thema sei quasi zwingend, charakterisiert Widera das Forschungsvorhaben. Denn die zunehmende Miniaturisierung – man denke nur an immer kleiner werdende Computer – bringe unweigerlich die Frage auf, „wie die kleinste Maschine aussehen kann, was die absolute Grenze von Effizienz ist“, und ob man mithilfe von Quanteneffekten eine bessere Maschine bauen könne.&nbsp;</p>
<p>Wie wird sich das Forschungsfeld in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln? Es könne sein, dass Forschende es schaffen, Quantenmaterie zu „aktivieren“ und damit neue Wege erschließen, wie Quantenmaterialien sich selbstorganisiert anordnen oder neue Phasen der Materie einnehmen. Als Nicht-Physiker könne man sich dies ähnlich wie einen Vogelschwarm vorstellen: Quantenteilchen, die sich sammeln und gemeinsam eine Richtung einschlagen. Artur Widera: „Die Vision ist, eigenständig arbeitende Quantenmotoren zu bauen, deren besondere Eigenschaften und Anwendungen wir erforschen wollen.“ Der Physiker, der seit 2010 als Professor in Kaiserslautern wirkt, ist mehr als begeistert von seinem Forschungsfeld: „Das Verhalten von Quantensystemen zu sehen fasziniert mich immer noch völlig“.</p>
<p><br><strong>Kontakt:</strong><br>Prof. Dr. Artur Widera<br>T 0631 205-4130<br>E widera@rptu.de<br><br><strong>Pressekontakt:</strong><br>Julia Reichelt<br>T 0631 205-5784<br>E julia.reichelt@rptu.de</p>
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                        <pubDate>Thu, 12 Jun 2025 15:42:29 +0200</pubDate>
                        <title>Schon früh im Studium praxisnah in der Krebsforschung: Studentisches Team stellt sich internationalem Wettbewerb</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/schon-frueh-im-studium-praxisnah-in-der-krebsforschung-studentisches-team-stellt-sich-internationalem-wettbewerb</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lässt sich ein vielversprechender Antikörper gegen Krebs effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger herstellen? Dieser Frage gehen Bachelorstudierende der Molekularen Biologie an der ֱ auf den Grund – und nehmen mit ihren selbst erarbeiteten Lösungsansätzen am größten internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie teil. Dabei kommt ihnen ihr bereits erworbenes Hintergrundwissen aus Theorie und Praxis zugute – sowie eine fachlich hervorragende Betreuung. Ideale Studienbedingungen bescheinigt regelmäßig auch das CHE-Ranking. Neben Bachelor- und Masterstudiengängen bietet die ֱ ein Lehramtsstudium Biologie an. Bewerbungen sind noch bis zum 15. September möglich.&nbsp;</strong></p>
<p>„International genetically engineered Machine“, kurz iGEM, ist der größte interdisziplinäre Wettbewerb auf dem Gebiet der synthetischen Biologie für Studierende, die – über einen längeren Zeitraum hinweg – an einem realen Problem forschen. Auch die ֱ ist in diesem Jahr erneut vertreten: Mit dem Projekt SUSPACT – „Sustainable Use of Synthetically Produced Antibodies for Cancer Treatment“ – auf Deutsch so viel wie „Nachhaltige Nutzung von synthetisch produzierten Antikörpern für die Krebsbehandlung“.</p>
<p>Der Ansatz des diesjährigen iGEM-Teams: Sie wollen die Herstellung eines Antikörpers, der bereits erfolgreich in der Krebs-Behandlung eingesetzt wird, einfacher, effizienter und ressourcenschonender gestalten. Seit September 2024 widmet sich das 13-köpfige Studierenden-Team dieser Herausforderung – steht dafür täglich im Labor.</p>
<p>Die Ausgangssituation für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler: Chemotherapie und Bestrahlung sind bekannte Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen. In den vergangenen Jahren haben sich darüber hinaus antikörperbasierte Therapie-Ansätze etabliert. Hochspezialisierte Proteine greifen dabei gezielt Krebszellen an, ohne gesundes Gewebe unnötig zu schädigen. Ein vielversprechender Antikörper ist dabei Cetuximab, der unter anderem bei Darm- und Halskrebs eingesetzt wird.</p>
<p>Cetuximab ist gegen ein Protein gerichtet, das in den Membranen von menschlichen Körperzellen zu finden ist: der sogenannte EGFR-Rezeptor. EGFR steht für „epidermal growth factor receptor“, auf Deutsch: Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor. Krebszellen haben oftmals sehr viele EGFR-Moleküle in ihren Zellmembranen. Cetuximab bindet nun an diese Rezeptoren, was – vereinfacht gesagt – dazu führt, dass sich die Ausbreitung von Krebszellen in weitere Körperregionen vermindert – und mutmaßlich auch das Tumorwachstum generell gehemmt wird.&nbsp;</p>
<p>Der Nachteil dieses Behandlungsansatzes: Antikörper sind eine der effektivsten, aber auch der teuersten Methoden der Krebsbehandlung. Denn sie müssen unter anderem sehr aufwendig in Säugetierzellen produziert werden – was insgesamt sehr ressourcenintensiv ist. Genau das will das iGEM-Team der ֱ ändern: Sie nutzen eine gentechnische Methode, die sich Modular Cloning nennt. Dabei werden einzelne DNA-Komponenten zu größeren Einheiten zusammengesetzt. Ein so erstelltes DNA-Konstrukt wird anschließend in das Genom, also das Erbgut, eines lebenden Organismus eingebracht. Das iGEM-Team arbeitet mit der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii. Team-Mitglied Julia Beck, die an der ֱ im Bachelor Molekulare Biologie studiert, konkretisiert: „In unserem Fall fügen wir die Gene für den Cetuximab-Antikörper in die Grünalge ein.“ Die Grünalge produziert daraufhin den Antikörper – und das wesentlich günstiger und unkomplizierter als dies mit herkömmlichen Methoden möglich ist.&nbsp;</p>
<p>Die Studierenden konnten sich dafür in die unterschiedlichen molekularbiologischen Techniken einarbeiten – wollen zudem herausfinden, wie sich der Antikörper besonders effizient herstellen lässt. Fachlich betreut werden sie von Professor Michael Schroda, der die Fachgebiete Biotechnologie und Systembiologie an der ֱ leitet. „Auch von den Doktorandinnen und Doktoranden und den Masterstudierenden der Abteilung werden wir sehr gut unterstützt“, sagt Fynn Kirsch, ebenfalls iGEM-Teammitglied und Bachelorstudent der Molekularen Biologie.&nbsp;</p>
<p>Das große Finale des iGEM-Wettbewerbs wird im Oktober 2025 in Paris stattfinden. Bei diesem „Giant Jamboree“ präsentieren die Teams ihre Projekte und Ergebnisse vor einer Jury und den weiteren, internationalen iGEM-Teams.</p>
<p><strong>Früh im Studium Praxisluft schnuppern</strong></p>
<p>Dass die Studierenden bereits früh im Studium selbstständig an einem eigenen Forschungsprojekt arbeiten – und sich dabei gleichzeitig aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, ist Teil des Angebots einer praxisnahen Ausbildung: „Die Studierenden sollen theoretisches Wissen fachwissenschaftlich in der Praxis anwenden“, sagt Dorothea Hemme-Schwöbel, Geschäftsführerin des Fachbereichs Biologie. Sie betont, dass der Studienablauf sowohl im fachwissenschaftlichen als auch im Lehramtsstudium praktische Arbeiten im großen Umfang im Labor vorsieht: „Es werden aktuelle Techniken und Methoden vermittelt, sodass die Studierenden lernen, Forschungsprojekte selbstständig durchzuführen und zugleich ihr lösungsorientiertes und kritisches Denken geschult wird.“&nbsp;</p>
<p>Denn – so hebt sie mit Blick auf den Lehramtsstudiengang hervor: „Nicht nur Forscherinnen und Forscher, sondern auch Lehrkräfte müssen fit sein, um Schülerinnen und Schülern die Wissenschaften verständlich vermitteln zu können, damit diese mit fundiertem Wissen und kritischem Denken an gesellschaftlichen Debatten teilnehmen können.“</p>
<p>Insgesamt ist das Betreuungsverhältnis an der ֱ in Kaiserslautern im Vergleich zu den großen Universitäten sehr gut. Auch abseits von iGEM arbeiten und lernen die Studierenden in kleinen Gruppen. Es besteht zudem jederzeit ein unkomplizierter, direkter und persönlicher Kontakt zu den Dozentinnen und Dozenten. &nbsp;</p>
<p><strong>Über das Studienangebot</strong></p>
<p>Der Bachelorstudiengang Molekulare Biologie (Bachelor of Science) und in großen Teilen auch das Lehramtsstudium Biologie vermitteln Wissen aus Zellbiologie/Genetik, Mikrobiologie/Biotechnologie, Humanbiologie, Ökologie/Biodiversität, Botanik/Zoologie, Tier- und Pflanzenphysiologie, Neuro- und Entwicklungsbiologie, Bioinformatik, Grundlagen in Programmierung, Mathematik/Biostatistik, Chemie und Physik, im Lehramtsstudium auch die Fachdidaktik. Darüber hinaus können die Studierenden ihr Grundlagenwissen in frei wählbaren Fachgebieten vertiefen. Um sich beruflich zu orientieren, sieht der Bachelorstudiengang Molekulare Biologie ein Betriebs- oder Forschungspraktikum vor, das Lehramtsstudium Schulpraktika. Am Ende des Bachelorstudiums – egal ob fachwissenschaftlich oder Lehramt – wird die Bachelorarbeit angefertigt, bei der die Studierenden an einem eigenen Projekt forschen.</p>
<p>Das Lehramtsstudium ist für alle Schularten ausgelegt. Eine endgültige Entscheidung zur Schulform erfolgt nach dem vierten Bachelorsemester. Um sich für den Schuldienst zu qualifizieren, schließt sich für die Studierenden der Masterstudiengang für das Lehramt (Master of Education) an.</p>
<p>Die ֱ bietet darüber hinaus den Masterstudiengang Biology (Master of Science) an. Hier können die Studierenden aus den folgenden vier Vertiefungsrichtungen auswählen: die Biotechnologie von Mikroorganismen und Pflanzen, die molekulare und biochemische Zellbiologie, die molekulare und medizinische Neurowissenschaft sowie die Ökologie und Biodiversität niederer Organismen. Ab dem kommenden Jahr wird es zusätzlich eine weitere Vertiefungsrichtung geben: die Bioinformatik.</p>
<p>Gute Studienbedingungen bescheinigt auch regelmäßig das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE): So zeigen sich die Biologie-Studierenden an der ֱ zufrieden mit der Unterstützung am Studienanfang, dem Lehrangebot und den Laborpraktika, aber auch mit der Vermittlung fachwissenschaftlicher, methodischer und fachübergreifender Kompetenzen – sowie mit der allgemeinen Studiensituation.</p>
<p>Wer sich für den Bachelorstudiengang Molekulare Biologie, den Masterstudiengang Biology oder ein Lehramtsstudium interessiert, hat noch bis zum 15. September Zeit, sich zu bewerben.&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen gibt es unter: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Dorothea Hemme-Schwöbel<br>Geschäftsführerin Fachbereich Biologie<br>ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-2423<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+cjp.eflbobuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">bio-dekanat[at]rptu.de</a><br>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Informationen zu iGEM:</strong></p>
<p>iGEM ֱ Kaiserslautern 2025<br>Fachbereich Biologie<br>T: 0178 1456788<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+jhfnAsquv/ef" data-mailto-vector="1">igem[at]rptu.de</a><br></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 10:43:02 +0200</pubDate>
                        <title>Vielfalt unter Druck? Internationale Tagung in Landau beleuchtet Diversität und gesellschaftlichen Wandel</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/vielfalt-unter-druck-internationale-tagung-in-landau-beleuchtet-diversitaet-und-gesellschaftlichen-wandel</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter dem Titel „Transforming Diversity in Modern Societies: Theories and Approaches“ findet vom 11. Juni bis zum 13. Juni 2025 an der ֱ eine internationale Tagung des Potentialbereichs der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz „Diversität &amp; Transformation. Heterogene Gesellschaften als Herausforderung interdisziplinärer Forschung“ statt.</strong></p>
<p>Der Begriff Diversität wird derzeit zunehmend politisiert. So behauptete US-Präsident Donald Trump nach einem tragischen Flugzeugunglück im Januar dieses Jahres, Diversitätsprogramme der Obama- und Biden-Regierungen hätten die Qualitätsstandards der amerikanischen Luftsicherung untergraben. Es ist eines von vielen Beispielen, wie der ursprünglich emanzipatorische Begriff „Diversität“ in den öffentlichen Debatten immer häufiger zur Angriffsfläche wird – und unterstreicht die Relevanz einer fundierten wissenschaftlichen Auseinandersetzung.</p>
<p>Genau hier setzt die internationale Tagung und die Forschungsarbeit des ֱ-Potenzialbereichs an, der im Januar 2024 seine Arbeit aufgenommen hat. „Diversität ist eine zentrale Kategorie, um moderne Gesellschaften zu beschreiben und zu verstehen – aber sie bleibt in der gesellschaftlichen Praxis umkämpft“, erklärt das Sprecher-Team Lisa Rosen und Gregor Schuhen. Der Begriff, ursprünglich aus der Geschlechterpolitik kommend, habe sich längst zu einem Sammelbegriff entwickelt, der weitere Ungleichheitsmarker wie soziale Herkunft, ethnische Zugehörigkeit, Alter oder Gesundheit umfasse.&nbsp;Das interdisziplinäre Team des Potentialbereichs, ergänzt der Koordinator Lars Henk, möchte die Erforschung von Diversität auf umfassende Weise vorantreiben, insbesondere mit Blick auf die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse. „Wir wollen nicht nur Unterschiede beschreiben, sondern die damit verbundenen Transformationsprozesse interdisziplinär analysieren“.&nbsp;</p>
<p>Aus diesem Ziel leitet sich die Gliederung der Tagung in vier Panels ab. Im ersten Panel, das von der französischen Philosophin Chantal Jacquet (Paris) eröffnet wird, geht es um neue theoretische Perspektiven auf Intersektionalität, da Menschen meist nicht nur von einer Art der Diskriminierung betroffen sind, sondern gleichzeitig von mehreren. Das zweite Panel befasst sich mit der medialen Darstellung von Behinderung in modernen Gesellschaften, mit einer Keynote von Kunsthistorikerin Nina Eckhoff-Heindl (Marburg). Das dritte Panel untersucht Diversität im Spiegel des Luxusbegriffs im 21. Jahrhundert. Den Eröffnungsvortrag hält Maria Mäkelä aus Tampere, Finnland. Im abschließenden Panel rücken Darstellungen fragiler Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Literatur und Film in den Fokus – eingeleitet von Markus Rieger-Ladich (Tübingen).</p>
<p>Interessierte sind herzlich eingeladen - um Anmeldung bei Lars Henk (<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+mbst/ifolAsquv/ef" data-mailto-vector="1">lars.henk[at]rptu.de</a>) wird gebeten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:</p><ul class="list-normal"><li><strong>Was:</strong> Internationale Konferenz „Transforming Diversity in Modern Societies: Theories and Approaches“, organisiert vom Potentialbereich „Diversität &amp; Transformation. Heterogene Gesellschaften als Herausforderung interdisziplinärer Forschung“ im Rahmen der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz (2024-2028).</li><li><strong>Wann:</strong> 11. Juni – 13. Juni. (Start am 11. Juni um 14:00 Uhr, am 12./13. Juni jeweils ab 09:15 Uhr)</li><li><strong>Wo:</strong> ֱ, Reithalle, Heinrich-Diehl-Straße 5, 76829 Landau</li><li><strong>Weitere Infos und Programm </strong>auf der &nbsp;</li></ul><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>06341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 12:22:00 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ eröffnet „Kitzland“: Neuer Abenteuerspielplatz bereichert ab 4. Juni das Unisport-Angebot in Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-eroeffnet-kitzland-neuer-abenteuerspielplatz-bereichert-ab-4-juni-das-unisport-angebot-in-kaiserslautern</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viel Raum für Spiel, Bewegung und Begegnung: Auf dem Gelände des UNISPORTs der ֱ in Kaiserslautern ist ein neues Spielparadies für Kinder bis 14 Jahren entstanden. Der mehr als 1.000 Quadratmeter große Abenteuerspielplatz „Kitzland“ wird am Mittwoch, 4. Juni, ab 17 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde offiziell eröffnet. Ab diesem Tag ist der Besuch mit Tageskarte oder Kids-Abo möglich – für Kinder unter drei Jahren samt Begleitperson ist der Eintritt frei. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Hochschulangehörige, sondern steht allen Spielplatzfans aus Kaiserslautern und Umgebung offen.</strong></p>
<p>Das „Kitzland“ gliedert sich in mehrere Erlebnisbereiche für unterschiedliche Altersgruppen. Für die Jüngsten im Alter von ein bis drei Jahren gibt es das geschützte „Mini-Land“ mit Sandspielbereich und motorikfördernden Spieltafeln. Ältere Kinder können sich auf Klettergerüsten, Schaukeln und einer Seilbahn austoben. Herzstück der Anlage ist ein großes Spielschloss mit mehreren Ebenen – ausgestattet mit Rutschen, Netzbrücken, Trampolinen, Balancierstrecken und Wippen – das Kinder jeden Alters anspricht und zu Bewegung einlädt.</p>
<p><strong>Bewegung, Gesundheit und Familienfreundlichkeit im Fokus</strong></p>
<p>„Mit dem Kitzland öffnen wir unser Angebot rund um Bewegung, Gesundheit und Wohlbefinden nun auch für die Kleinsten“, sagt Max Sprenger, Leiter des Zentrums für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) an der ֱ. „Zugleich stärken wir die Vereinbarkeit von Familie und Studium oder Beruf – ein zentrales Anliegen unserer Universität. Besonders wichtig ist uns, dass das Kitzland – wie auch das Fitnessstudio UNIFIT sowie die Sportkurse und Sportanlagen des UNISPORTs – im Rahmen der Kapazitäten allen Menschen in der Region offensteht.“</p>
<p>Sprenger dankt in diesem Zusammenhang den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die das Projekt ermöglicht haben – darunter die Zukunftsregion Westpfalz e.V., die Sparkasse Kaiserslautern und die Barbarossa Bäckerei.</p>
<p><strong>Einladung zur Eröffnung mit Musik und Eis</strong></p>
<p>Zur offiziellen Eröffnung am 4. Juni lädt die ֱ alle Interessierten herzlich ein. Universitätspräsident Professor Malte Drescher wird die Gäste begrüßen und das neue Spielareal symbolisch eröffnen. Für die passende Stimmung sorgt Live-Musik der Schulband „Seven Funny Tones“ des Hohenstaufen-Gymnasiums. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – unter anderem mit einem Eiswagen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</p>
<p><strong>Weitere Veranstaltungen verbinden Uni und Stadt</strong></p>
<p>Parallel zur Spielplatzeröffnung startet am 4. Juni die neue Afterwork-Eventreihe „Summer Soul“ – ein weiteres Angebot des ZSGW, das Brücken zwischen Universität und Stadtgesellschaft schlagen soll. Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender: das Weinfest der ֱ am 15. Juli.</p>
<p>Mehr Infos zum Kitzland, inklusive FAQ zur Nutzung: </p>
<p>Kontakt:</p>
<p>Zentrum für Sport Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW)</p>
<p>Max Sprenger</p>
<p>max.sprenger[at]rptu.de</p>
<p>Pressekontakt:</p>
<p>Christoph Richter</p>
<p>Tel.: 0172 2993891</p>
<p>christoph.richter[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-17384</guid>
                        <pubDate>Mon, 19 May 2025 12:36:48 +0200</pubDate>
                        <title>Grundwasserschatz entdecken: Bildungsprojekt bringt verborgene Lebensräume ins Klassenzimmer</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/grundwasserschatz-entdecken-bildungsprojekt-bringt-verborgene-lebensraeume-ins-klassenzimmer</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Grundwasser ist für viele unsichtbar – und doch lebenswichtig. Nicht nur sichert es als größte Süßwasserreserve unsere Trinkwasserversorgung, es ist auch ein faszinierender Lebensraum, dessen Vielfalt und ökologische Bedeutung bislang kaum im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Dies wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz nun ändern: Mit einer praxisnahen Lehrerhandreichung, dem dazu passenden „Grundwasserkoffer“ und der ersten App zur Erfassung der Grundwasserbiodiversität in Deutschland.&nbsp;</strong></p>
<p>Ziel des Projekts ist es, die Grundwasserökologie dauerhaft in schulischer und außerschulischer Bildung zu verankern – und gleichzeitig mithilfe von Citizen Science, also der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Forschungsprojekten, zur Erfassung der bislang wenig bekannten Grundwasserbiodiversität in Rheinland-Pfalz beizutragen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Pädagogischen Landesinstitut im Rahmen der MINT-Strategie des Landes Rheinland-Pfalz, anknüpfend an eine Förderung durch den badenova Innovationsfond Klima- und Wasserschutz.</p>
<p><strong>Forschung begreifbar machen – mit dem Grundwasserkoffer</strong></p>
<p>Der Grundwasserkoffer wurde speziell für den Einsatz in Bildungseinrichtungen entwickelt. Er enthält ein Material-Set zur Probenahme und Auswertung, ergänzt durch die passgenauen Unterrichtsmaterialien aus der Lehrerhandreichung. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 – oder auch interessierte Gruppen in außerschulischen Lernorten – können damit Grundwasserproben analysieren, darin lebende Organismen bestimmen und ihre Funde mithilfe der Grundwasser-App dokumentieren. Die Daten fließen in eine zentrale Projektdatenbank ein und leisten damit gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung der Artenvielfalt im Grundwasser.</p>
<p>„Viele Menschen wissen gar nicht, dass es überhaupt Leben im Grundwasser gibt“, erklärt Projektleiter und Grundwasserökologe Hans Jürgen Hahn. „Wir wollen dies ändern und zeigen, wie wichtig diese Lebensräume für unser tägliches Leben sind.“ Denn intakte Grundwasserökosysteme sind nicht nur für sauberes Trinkwasser unerlässlich, sondern leisten mit ihren ganz speziellen Lebensformen auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.</p>
<p><strong>Wasser bewusst nutzen – Bildung für nachhaltigen Umgang</strong></p>
<p>Grundlegend für die Bildungsarbeit im Projekt ist die Lehrerhandreichung „Grundwasser – Der verborgene Lebensraum“. Sie enthält fünf Unterrichtseinheiten mit umfangreichen Hintergrundinformationen, Schaubildern und Arbeitsblättern. Damit gibt sie Lehrkräften alles Notwendige an die Hand, um das Grundwasser in ihren Unterricht zu integrieren: Angefangen vom Wasserkreislauf, über die Lebewesen des Grundwassers bis hin zum Grundwasserschutz. Ein wichtiger Aspekt darin ist die Aufklärung über einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Sauberes Grundwasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben, ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Lehrerhandreichung sensibilisiert daher auch für die zahlreichen alltäglichen Berührungspunkte mit dem Wasserverbrauch – vom Gießen im Garten über das Autowaschen bis hin zum virtuellen Wasserverbrauch in Kleidung und Lebensmitteln. Sie regt dazu an, Fragen zu stellen: Muss der Rasen im Sommer wirklich täglich gewässert werden und muss hierfür Trinkwasser verwendet werden oder gibt es Alternativen? Wie viel Wasser wird zur Herstellung von Erdbeeren in trockenen Regionen wie Spanien oder Marokko benötigt? Und ist der Wasserkreislauf tatsächlich ein geschlossener Kreislauf – oder ist Wasser für uns verloren, sobald es im Fluss in Richtung Meer fließt? Das Projekt vermittelt nicht nur Wissen, sondern motiviert dazu, selbst aktiv zu werden und bewusste Entscheidungen zu treffen.</p>
<p><strong>Lehrkräftefortbildungen als Schlüssel zur Verbreitung</strong></p>
<p>Der Grundwasserkoffer kann ab sofort über das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz in Speyer ausgeliehen werden – vorausgesetzt, die Lehrkräfte haben zuvor eine hierfür vorgesehene Fortbildung besucht. Diese Schulungen vermitteln fundiertes Wissen über Grundwasserökologie und zeigen praxisnah, wie der Koffer im Unterricht eingesetzt werden kann. Die Lehrerhandreichung und Grundwasser-App können auch unabhängig vom Grundwasserkoffer genutzt werden und stehen ab dem 20. Mai auf der Projektwebseite unter rptu.de/s/grundwasserkoffer kostenfrei zur Verfügung.</p>
<p>Nach ersten Pilotphasen an Schulen in Landau, Worms und Mainz wurden Grundwasserkoffer, Lehrerhandreichung und App nun offiziell vorgestellt: Am Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss in Mainz präsentierte das Projektteam gemeinsam mit Bettina Brück, Staatssekretärin im Bildungsministerium Rheinland-Pfalz und den beteiligten Schülerinnen und Schülern aus den drei Pilotschulen das Bildungsangebot. „Es ist toll, dass wir Kindern und Jugendlichen so anschaulichen Unterricht in MINT-Fächern anbieten und damit das Interesse an MINT verstärken können. Dass eigene Forschungsergebnisse für die Wissenschaft genutzt werden, motiviert Schülerinnen und Schüler ganz besonders“, so Bettina Brück.&nbsp;</p>
<p><strong>Verborgene Vielfalt sichtbar machen</strong></p>
<p>Das Projekt verbindet Wissenschaftskommunikation, bürgerwissenschaftliche Biodiversitätsforschung und Bildung auf innovative Weise: Es sensibilisiert junge Menschen für den Schutz einer oft übersehenen Ressource, trägt zur Umweltbildung bei – und bringt neue Erkenntnisse über einen der geheimnisvollsten Lebensräume direkt aus dem Untergrund ans Licht. Denn: „Nur was wir kennen, können wir schützen“, unterstreicht Grundwasser-Experte Hahn.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>ֱ Kaiserslautern-Landau<br>PD Dr. Hans Jürgen Hahn<br>Tel.: 06341 280-31211<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ik/ibioAsquv/ef" data-mailto-vector="1">hj.hahn[at]rptu.de</a><br><br>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>ֱ Kaiserslautern-Landau<br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 May 2025 11:09:05 +0200</pubDate>
                        <title>Neue Studie zur Psychotherapie bei chronischen Schmerzen startet an der ֱ in Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neue-studie-zur-psychotherapie-bei-chronischen-schmerzen-startet-an-der-rptu-in-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie individuell muss Therapie sein? Studie „POINT Pain“ untersucht personalisierte Behandlung chronischer Schmerzen</strong></p>
<p>Rund ein Viertel der Menschen in Deutschland leidet an chronischen Schmerzen – also Beschwerden, die länger als drei Monate andauern. Rückenschmerzen, Gelenkprobleme oder diffuses Ziehen in Muskeln und Gliedmaßen: Die Ursachen sind vielfältig, die Auswirkungen auf Lebensqualität und Alltag oft erheblich. Auch das Gesundheitssystem ist stark belastet – mit geschätzten Kosten von rund zehn Milliarden Euro jährlich.</p>
<p>Am Campus Landau der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) startet jetzt eine neue Studie, die an genau diesem Punkt ansetzt: „POINT Pain“ heißt das Projekt, das untersuchen will, wie wirksam psychotherapeutische Hilfe bei chronischen Schmerzen ist – und ob eine personalisierte Behandlung bessere Ergebnisse bringt als standardisierte Verfahren.</p>
<p><strong>Psychotherapie bei Schmerz – individuell zugeschnitten</strong></p>
<p>„Chronische Schmerzen sind eine wahnsinnig komplexe Erkrankung. Keine zwei Schmerzverläufe sind gleich“, sagt Dr. Saskia Scholten, Psychologin und Leiterin der Studie. „Möglicherweise werden die bisherigen Therapieansätze dieser Vielfalt nicht immer gerecht.“</p>
<p>In „POINT Pain“ vergleichen Forschende der ֱ deshalb zwei Formen der psychologischen Schmerztherapie: eine bewährte, standardisierte Verhaltenstherapie – und eine personalisierte Version, die stärker auf individuelle Besonderheiten eingeht. Das Besondere am Studiendesign: Alle Teilnehmenden durchlaufen beide Varianten. So lässt sich nicht nur wissenschaftlich evaluieren, was besser hilft – die Teilnehmenden erhalten auch direkt Rückmeldung zu ihren persönlichen Fortschritten.</p>
<p><strong>Alltagstauglich, alltagsnah – mit digitaler Begleitung</strong></p>
<p>Um die Therapie so lebensnah wie möglich zu gestalten, werden die Erhebungen nicht nur in der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz, sondern direkt im Alltag der Teilnehmenden durchgeführt – per App, mit der Fragebögen auf dem Smartphone beantwortet werden können.</p>
<p>„Psychologische Therapie kann auch dann helfen, wenn keine weiteren psychischen Probleme vorliegen“, betont Prof. Dr. Julia Glombiewski, Mitinitiatorin der Studie. „Unser Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern – durch gezielte Schmerzbewältigung und mehr Handlungsfähigkeit im Alltag.“</p>
<p><strong>Wer kann teilnehmen?</strong></p>
<p>Mitmachen können Erwachsene, die seit mindestens sechs Monaten unter chronischen Schmerzen leiden – mit Ausnahme von ausschließlich Kopf- oder Migräneschmerzen. Voraussetzung ist ein Smartphone sowie die Bereitschaft, an einer psychotherapeutischen Behandlung teilzunehmen. Die Sitzungen finden entweder in Präsenz in Landau oder per Video statt. Zusätzlich sind drei persönliche Termine sowie ein Besuch pro Quartal in der Universitätsambulanz des WiPPs an der ֱ in Landau vorgesehen.</p>
<p>Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Therapie regulär über die Krankenkasse beantragt wird. Ein Pluspunkt: Die Wartezeit auf einen Therapieplatz kann durch die Studienteilnahme deutlich verkürzt werden.</p>
<p>Weitere Informationen finden Interessierte unter&nbsp;&nbsp;oder über das Studienteam per Telefon unter 06341 280 356-53 bzw. per E-Mail an&nbsp;point-pain@projects.rptu.de.<br><br><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br>kerstin.theilmann@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 06 May 2025 15:00:16 +0200</pubDate>
                        <title>Kinder-Uni der ֱ startet neu durch – mit gemeinsamer Vorlesungsreihe an beiden Standorten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kinder-uni-der-rptu-startet-neu-durch-mit-gemeinsamer-vorlesungsreihe-an-beiden-standorten</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><i>Kostenlose Wissenschaftsformate für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren – Auftakt am 14. Mai in Landau und am 4. Juni in Kaiserslautern</i></p>
<p>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat ihre Kinder-Uni neu aufgestellt. Erstmals gibt es ein gemeinsames, standortübergreifendes Veranstaltungsprogramm für die beiden Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau. Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren erwartet ein vielfältiges Angebot aus kindgerechten Vorlesungen und Mitmach-Formaten – kostenlos und offen für alle.</p>
<p>Den Auftakt der neuen Kinder-Uni bildet eine Vorlesung am 14. Mai in Landau. Dr. Nico Graw aus der Chemiedidaktik (Fachbereich Natur- und Umweltwissenschaften) lädt junge Forschende dazu ein, in der Vorlesung&nbsp;„Metall ist nicht gleich Metall“&nbsp;die spannenden Eigenschaften verschiedener Metalle kennenzulernen. Die erste Vorlesung in Kaiserslautern findet am 4. Juni statt. Professor Dr. Erik von Harbou vom Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik wird den Kindern in seiner Vorlesung „Von Blubbern und Blasen – Wie bekommt der Fisch Luft im Wasser?“ erklären, wie der Fisch hinbekommt, was wir Menschen nicht können. Insgesamt stehen in diesem Jahr neun Vorlesungen an beiden Standorten zur Auswahl.</p>
<p>Mit der Neuorganisation will die ֱ die Synergien ihrer beiden Standorte besser nutzen und das Angebot strategisch weiterentwickeln. Die Gesamtkoordination liegt beim Zentrum für Bildung und Forschung an Außerschulischen Lernorten (ZentrAL). „Wir möchten möglichst vielen Kindern einen direkten Zugang zu Wissenschaft und Forschung ermöglichen – anschaulich, erlebnisorientiert und nah an aktuellen Themen“,&nbsp;unterstreicht Marie Schehl, die die Kinder-Uni zentral an der ֱ organisiert.&nbsp;„Durch die enge Zusammenarbeit beider Standorte können wir ein deutlich breiteres Spektrum anbieten und so die individuellen Interessen der Teilnehmenden gezielt fördern.“</p>
<p>Alle Informationen zum Programm sowie aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen und Anmeldemöglichkeiten bietet die neue Website der Kinder-Uni unter . Ein Newsletter, zu dem sich Interessierte über die Website anmelden können, informiert regelmäßig über Termine und Änderungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>INFO</strong><br><i>Kinder-Uni 2025 – Das Wichtigste auf einen Blick</i></p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="ed54ad816bcf95a91cd13472e07ecb38a">Zielgruppe: Kinder zwischen 8 und 12 Jahren</li><li data-list-item-id="efd6dfa51b3edc167f2166f0580e03933">Angebot: Vorlesungen, Workshops &amp; Mitmach-Kurse</li><li data-list-item-id="e297a68616b5b3ef79eca67d3edd27ef1">Start: 14. Mai in Landau und 4. Juni in Kaiserslautern</li><li data-list-item-id="e58efc8edd2628dbb23cdfad17ce04349">Kostenlos und offen für alle Kinder</li><li data-list-item-id="e892db8807daab9922ac402d3d577589b">Infos &amp; Anmeldung: </li></ul><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br>Zentrum für Bildung und Forschung an Außerschulischen Lernorten (ZentrAL)<br>Marie Schehl<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+n/tdifimAsquv/ef" data-mailto-vector="1">m.schehl[at]rptu.de</a><br><br>Pressekontakt:<br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: 06341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 23 Apr 2025 10:17:12 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ vergibt Poetik-Dozentur an Illustratorin und Autorin Nora Krug</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-vergibt-poetik-dozentur-an-illustratorin-und-autorin-nora-krug</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) vergibt ihre Poetik-Dozentur im Sommersemester 2025 an die international renommierte Illustratorin und Autorin Nora Krug. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Universität eine außergewöhnliche künstlerische Stimme der zeitgenössischen politischen Illustration und Literatur.</strong></p>
<p>Eröffnet wird die Dozentur am Dienstag, 29. April 2025, mit der feierlichen Vernissage der Ausstellung&nbsp;<i>Über Tyrannei – 20 Lektionen für den Widerstand</i>&nbsp;im Landtag Rheinland-Pfalz in Mainz.&nbsp;Sie zeigt Nora Krugs Illustrationen über Formen des Widerstands gegen Autoritarismus. Tags darauf folgt am Mittwoch, 30. April 2025, um 16:30 Uhr, die öffentliche Poetik-Vorlesung&nbsp;<i>Political Work</i>&nbsp;am Campus Landau der ֱ, in der die Künstlerin Einblicke in die visuelle Umsetzung ihrer Werke gibt. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich an ein breites Publikum.</p>
<p>Nora Krug wurde 1977 in Karlsruhe geboren und lebt heute in New York, wo sie als Professorin am Pratt Institute für Illustration lehrt. Ihre Werke bewegen sich an der Schnittstelle von Illustration, Literatur und politischer Reflexion und zeichnen sich durch ihre eindrucksvolle visuelle Sprache und ihr politisches Engagement aus. In ihrer vielfach ausgezeichneten Graphic Memoir&nbsp;<i>Heimat. Ein deutsches Familienalbum</i>&nbsp;spürt Nora Krug der eigenen Familiengeschichte im Nationalsozialismus nach und stellt dabei grundlegende Fragen nach Identität und Erinnerung.&nbsp;<i>Im Krieg</i>&nbsp;dokumentiert und protokolliert sie grafisch eindrücklich den Ukraine-Krieg. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit Preisen der Guggenheim Foundation und dem Titel&nbsp;<i>Illustrator of the Year</i>&nbsp;des Londoner Victoria and Albert Museum. Zuletzt erhielt Nora Krug 2024 im Hambacher Schloss den Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.</p>
<p>Die Poetik-Dozentur wird vom Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der ֱ organisiert und bringt seit 2010 renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller oder Künstlerinnen und Künstler nach Landau, die Einblicke in ihr Schaffen bieten. Frühere Gäste waren unter anderem Judith Holofernes, Daniel Kehlmann, Rafik Schami und Sebastian Fitzek. Die Poetik-Dozentur wird gefördert durch den&nbsp;Landtag Rheinland-Pfalz und die Dieter-Kissel-Stiftung.</p>
<p>Mit Nora Krug setzt die Universität ihr Engagement für einen lebendigen Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft fort. Die Ausstellung in Mainz ist bis zum 22. Mai täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Gruppen ab sechs Personen und Schulklassen können sich zur Führung anmelden unter&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bvttufmmvohfoAmboeubh/smq/ef" data-mailto-vector="1">ausstellungen[at]landtag.rlp.de</a>&nbsp;oder Tel. 06131-208 2212.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Veranstaltungsdetails:</strong></p>
<p><strong>Vernissage der Ausstellung </strong><i><strong>Über Tyrannei – 20 Lektionen für den Widerstand</strong></i><strong> im Landtag Rheinland-Pfalz</strong><br><strong>Datum:&nbsp;</strong>Dienstag, 29. April 2025<br><strong>Zeit:</strong> 19 Uhr<br><strong>Eintritt:</strong> frei, Anmeldung erbeten über die Website des Landtags</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Poetik-Vorlesung </strong><i><strong>Political Work&nbsp;</strong></i><strong>an der ֱ in Landau</strong><br><strong>Datum:</strong> Mittwoch, 30. April 2025<br><strong>Zeit:</strong> 16:30 Uhr<br><strong>Ort:</strong> ֱ in Landau, Fortstraße 7, Konferenzraum<br><strong>Eintritt:</strong> frei</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 11:08:09 +0200</pubDate>
                        <title>Wasserverluste in Versorgungsnetzen minimieren: ֱ startet Pilotprojekt mit den SWK Stadtwerke Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wasserverluste-in-versorgungsnetzen-minimieren-rptu-startet-pilotprojekt-mit-den-swk-stadtwerke-kaiserslautern</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemitteilung der ֱ und der SWK Stadtwerke Kaiserslautern</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verluste durch undichte Rohrnetze sind weltweit eine große Herausforderung für die Wasserwirtschaft. Schätzungen zufolge gehen 30 bis 40 Prozent des aufbereiteten Trinkwassers verloren. Ein Forschungsteam der ֱ will nun KI-gestützte Methoden für das schnelle, automatisierte und zuverlässige Erkennen und Lokalisieren von Leckagen in Verteilungsnetzen entwickeln. Das Projekt „SmartWine“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 500.000 Euro gefördert. Als Praxispartner eingebunden sind die Stadtwerke Kaiserslautern, die die entwickelten Ansätze in ihrem Wasserversorgungsnetz erproben.</strong></p>
<p>Ziel von SmartWine ist es, langjährige Infrastrukturprobleme im Wassersektor zu lösen. Gerade kleine Lecks in unterirdischen Wasserleitungen bleiben oft unentdeckt und führen dauerhaft zu erheblichen Verlusten. Dadurch verschärft sich in vielen Regionen der Welt das Problem der Wasserknappheit zusätzlich. „Neben der Verschwendung wertvoller Ressourcen müssen Versorgungsunternehmen zudem einen höheren Druck aufrechterhalten, was zu steigenden Energiekosten führt, wenn die Pumpen im Dauereinsatz bleiben“, sagt Dr. Amin E. Bakhshipour, der an der ֱ im Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft forscht und das Projekt leitet.</p>
<p>Zwar können traditionelle Messungen bei Nacht auf ein mögliches Leck hinweisen, doch anschließend müssen Fachleute das Leitungssystem akribisch mit akustischen Methoden untersuchen. Das funktioniert bei klassischen, gusseisernen Leitungen noch verhältnismäßig gut. Moderne Kunststoffrohre aus Polyethylen jedoch erschweren durch ihre Schallabsorption das Auffinden von Lecks erheblich. Unterdessen geht ständig Wasser verloren – mit erheblichen Kosten für Wirtschaft und Umwelt.</p>
<p><strong>Datengetriebene Spürnase für Leckagen</strong></p>
<p>„Unsere Forschungsarbeit wird diesen Ablauf revolutionieren, indem wir Expertise aus der modernen Datenanalytik mit Wissen aus den Ingenieurwissenschaften zusammenführen, um Lecks in Echtzeit zu erkennen und zu lokalisieren“, erklärt der Bauingenieur und Datenwissenschaftler. „Statt erst auf sichtbare Schäden zu warten, nutzen wir das Potenzial datengetriebener Anomalie-Erkennung, physikbasierter Modelle sowie Graph Neural Networks – einer KI-gestützten Technik – um selbst kleinste Druck- und Durchflussabweichungen präventiv aufzuspüren – bevor Verlust entsteht.“</p>
<p>Rohdaten von Sensoren an Schlüsselstellen des Netzes bieten unmittelbare Warnsignale für das Wartungsteam, sodass das Einsatzpersonal zielgenau und rasch handeln kann. Das spart große Wassermengen und senkt gleichzeitig die Betriebskosten erheblich, weil weniger Personalstunden für das mühselige Suchen nach verdeckten Lecks anfallen. Zudem lassen sich durch rechtzeitige Maßnahmen teure Rohrbrüche verhindern, Gesundheitsrisiken durch mögliche Verunreinigungen minimieren und unnötige Energiekosten für den Betrieb unter überhöhtem Druck reduzieren.</p>
<p><strong>Kommunen sollen von SmartWine profitieren</strong></p>
<p>Durch die Kooperation mit den Stadtwerken Kaiserslautern kann das Forschungsteam die entwickelten Methoden in einem realen Versorgungsnetz erproben, sodass Forschungsergebnisse rasch den Weg in die Praxis finden. „Wir sind mit Wasserverlusten unter sieben Prozent zwar gut aufgestellt“, erklärt Jürgen Storck von den SWK Kaiserslautern, der als Bereichsleiter Asset Management auch für die Strategie von Netzen und Anlagen verantwortlich ist. „Die Tendenz ist jedoch in den letzten Jahren steigend. Um aufgrund alternder Netze künftige Herausforderungen zu meistern und zugleich die Verluste zu minimieren, sind wir gerne bereit, diese innovativen präventiven Lösungen zu erproben. Das Forschungsprojekt SmartWine hat unsere volle Unterstützung.“</p>
<p>Seitens der ֱ arbeiten im interdisziplinären Projekt Wissenschaftler aus den Fachbereichen Bauingenieurwesen und Mathematik eng zusammen. Neben Dr. Amin E. Bakhshipour sind auch Professor Ali Haghighi und Professor Ulrich Dittmer aus dem Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft sowie Professor Sven Krumke von der Arbeitsgruppe Optimierung eingebunden.</p>
<p><br><strong>Pressekontakte:</strong></p>
<p>Julia Reichelt<br>ԾäٲǳܲԾ첹پǲ ֱ<br>E: presse(at)rptu.de</p>
<p>Dorothea Schröder<br>Pressestelle SWK Kaiserslautern<br>E: presse(at)swk-kl.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16909</guid>
                        <pubDate>Mon, 07 Apr 2025 11:15:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wissenschaft erleben, mitmachen und staunen: „Nacht, die Wissen schafft“ geht am 9. Mai in die nächste Runde</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/eintauchen-in-die-welt-der-wissenschaft-bei-der-nacht-die-wissen-schafft-in-kaiserslautern-am-9-mai-2025</link>
                        <description>Pressemitteilung der Science &amp; Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK)</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach längerer Pause findet am Freitag, den 9. Mai 2025 wieder die „Nacht, die Wissen schafft“ statt, organisiert von der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern e.V. (SIAK), dem Citymanagement Kaiserslautern und den unten aufgeführten Veranstaltungspartnerinnen und -partnern. Dieses Event öffnet die Türen der Hochschulen, Forschungsinstitute und weiterer innovativer Einrichtungen in Kaiserslautern und schafft einen spannenden Zugang zur Welt der Wissenschaft und Innovation.&nbsp;</strong></p>
<p>In einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem Wissenschaft oft als unnahbar und komplex wahrgenommen wird, bietet diese Veranstaltung der breiten Bevölkerung die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Forschungslandschaft in Kaiserslautern zu blicken. „Wissen schafft Zukunft“ lautet das inspirierende Motto der Nacht, und es zeigt die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für unser tägliches Leben und unsere gemeinsame Zukunft.&nbsp;</p>
<p><strong>Programm und Standorte</strong><br><br>Beginn ist um 18 Uhr im 42kaiserslautern, anschließend können die Besucherinnen und Besucher mit kostenfreien Shuttlebussen die weiteren Standorte anfahren. Dazu gehören die Hochschule Kaiserslautern, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und folgende Einrichtungen in der Trippstadter Straße: Business + Innovation Center Kaiserslautern, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Institut für Oberflächen- und Schichttechnik IFOS und Max-Planck-Institut für Softwaresysteme.&nbsp;</p>
<p>Die beteiligten Forschenden teilen ihr aktuelles Wissen und ihre Projekte durch ein buntes Programm aus Experimenten, Mitmach-Aktionen, Ausstellungen, Vorträgen und vielem mehr. Diese interaktive Veranstaltung soll es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, Forschung auf eine niedrigschwellige und partizipative Weise zu erleben, um ein stärkeres Bewusstsein und Verständnis für die innovative Arbeit in ihrer Stadt zu schaffen.&nbsp;</p>
<p>Beendet wird die Veranstaltung um 23 Uhr mit einem Abschlusshighlight an der ֱ.</p><div class="well"><p><strong>Programm und weitere Infos unter:</strong><br></p></div><p><br><strong>Die Partner im Überblick:</strong></p><ul class="list-normal"><li><strong>42kaiserslautern</strong><br>Der Startschuss zur Nacht, die Wissen schafft fällt 2025 im 42kaiserslautern – dem neuen interaktiven Treffpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Kaiserslautern. Mit interaktiven Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops fördert das 42 den Dialog sowie das Verständnis für die digitale und nachhaltige Transformation – und schafft einen Raum, in dem gemeinsam an Lösungen gesellschaftlicher Herausforderungen gearbeitet wird. An diesem Abend erwartet die Besucher*innen neben der regulären Ausstellung ein „Markt der Möglichkeiten“, der zum aktiven Mitmachen einlädt. Vom 42 aus fahren Shuttlebusse in Richtung Hochschule, Universität und Institute, um in eine Nacht voller Wissen, Entdeckungen und interaktiver Erlebnisse zu führen.<br>&nbsp;</li><li><strong>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)</strong><br>An der ֱ heißt es: Erleben, Staunen und Mitmachen. Von MINT und Ingenieurwesen über Umweltwissenschaften bis hin zu Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften – Interessierte erfahren auf dem Campus, wie moderne Forschung die Zukunft gestaltet. Bei Vorführungen, an Mit-Mach-Stationen und Infoständen tauchen Besucherinnen und Besucher in die faszinierende Welt der Wissenschaft ein. Zu den Programm-Highlights zählen die neue Groß-Computertomografie-Anlage für die Forschung im Bauwesen, Experimente zur Wasserreinigung und Photosynthese, ein Roboterrennen, ein Fahrsimulator für nachhaltiges Fahren und das Escape Game „Löse die Klimakrise!“. Natürlich stellt sich die ֱ auch als Studienort vor und informiert über das gesamte Studienangebot. Und das Beste kommt zum Schluss: Ab 23 Uhr feiern alle beim großen Finale, der After-Science-Party.<br>&nbsp;</li><li><strong>Hochschule Kaiserslautern</strong><br>Das funkelnagelneue Labor- und Werkstättengebäude der Angewandten Ingenieurwissenschaften öffnet sich allen Interessentinnen und Interessenten. Auf fast 10.000 Quadratmetern Nutzfläche und in über 100 Laborräumen arbeiten hier Studierende und Forschende der Hochschule Kaiserslautern. Zur Nacht die Wissenschaft wird es auf drei Ebenen 42 Programmbeiträge geben. Das sind neben Führungen durch den spektakulären Bau Vorträge und Experimente, Performances und Mitmachaktionen. Von A wie Anatomie (hier sehen Sie eine Tierpräparation in virtueller Realität) über Anwendungen des 3-D-Druckens bis zu Z wie zerstörungsfreier und zerstörender Werkstoffprüfung. Und während es im Hochspannungslabor knallt, bauen Sie nebenan Ihren eigenen Elektromotor. Sie gewinnen außerdem einen Überblick über die 80 Studiengänge, in denen Sie eine hervorragende Vorbereitung auf Ihr Berufsleben erhalten. Derweil rundet eine wissenschaftliche Weinprobe das vielfältige Programm ab.<br>&nbsp;</li><li><strong>Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)</strong><br>Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen und Darmstadt, Labore in Berlin und Lübeck sowie eine Außenstelle in Trier. Das DFKI verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit über 35 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca. 1.560 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Software-Lösungen.<br>&nbsp;</li><li><strong>Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE</strong><br>Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern ist seit fast 30 Jahren eine der führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet des Software- und Systems-Engineerings und entwickelt mit seiner angewandten Forschung innovative digitale Lösungen. Dieses Jahr präsentiert das IESE spannende Live-Demos zu digitalen Zwillingen für die Produktion und Fahrsimulatoren für virtuelle Tests sowie autonomes Fahren. Zu den Highlights gehört auch die Besichtigung des Zuse Z23, einem Computer aus den 60er Jahren. Auf dem »Marktplatz der Ideen« können Interessierte mehr über das Lernlabor für Cybersicherheit und die Einsatzmöglichkeiten von Large Language Models (z. B. ChatGPT) erfahren sowie das Klima-Dashboard zur Analyse von Wetter- und Umweltdaten ausprobieren. Auch zeigt das IESE das Projekt »Neighborhood Diagnostics«, das sich mit der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum befasst, sowie das Projekt »Quartier von morgen«, das am Beispiel des Pfaff-Geländes Ideen für klimaneutrales Wohnen vorstellt.<br>&nbsp;</li><li><strong>Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM</strong><br>Sie kennen das Fraunhofer-Gebäude an der Trippstadter Straße und fragen sich, was hinter der gläsernen Fassade passiert? Auch die Fenstermotive machen Sie neugierig? Dann besuchen Sie uns bei der "Nacht, die Wissen schafft" und lernen Sie die Themen und Menschen im Fraunhofer ITWM kennen. Unsere Expertinnen und Experten bringen Ihnen gerne unsere Forschung in den Schwerpunkten Energie, Gesundheit, Produktion, Mobilität und Digitalisierung näher.<br>&nbsp;</li><li><strong>Institut für Oberflächen- und Schichttechnik IFOS</strong><br>Das Institut für Oberflächen- und Schichttechnik IFOS GmbH ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören sowohl die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der instrumentellen Oberflächen- und Schichtanalytik, der Lasertechnik und Lasermikrobearbeitung als auch der praxisrelevante Einsatz dieser Verfahren. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich das Institut mit der Bestimmung von chemischen Zusammensetzungen, chemischen Bindungseigenschaften und der Struktur von Festkörperoberflächen und Dünnschichtsystemen sowie der Mikrobearbeitung und Funktionalisierung von Oberflächen. Dabei kooperiert das Institut eng mit der benachbarten ֱ Kaiserslautern-Landau.<br>&nbsp;</li><li><strong>Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW)</strong><br>Das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) erforscht und entwickelt innovative Materialien und Fertigungsprozesse für die nachhaltige Mobilität. Bei der „Nacht, die Wissen schafft“ präsentiert das IVW gemeinsam mit dem Flugsportverein Kaiserslautern e.V. Segelflugzeuge aus Faserverbunden zum Anfassen und Reinsetzen. Zudem können Besucher modernste Faserverbundtechnologien entdecken – von Wasserstoffspeichern bis hin zu ultraleichten Rennwagen. Wurfscheiben aus naturfaserverstärktem Material können selbst angefertigt werden – Technologie zum Anfassen und Ausprobieren. Erleben Sie Leichtbau hautnah!<br>&nbsp;</li><li><strong>Max-Planck-Institut für Softwaresysteme</strong><br>Das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme untersucht die Prinzipien effizienter, zuverlässiger, sicherer und benutzbarer Computersysteme sowie deren Wechselwirkung mit dem physischen und sozialen Kontext, in dem sie arbeiten. Wir betreiben Grundlagenforschung in relevanten Bereichen der Informatik und darüber hinaus, von der Theorie über die empirische Analyse bis hin zur datengestützten Untersuchung. Wir wollen durch Publikationen, Artefakte und Menschen etwas bewirken.<br>&nbsp;</li><li><strong>Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH</strong><br>Die Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH - kurz bic - bietet ein attraktives Umfeld und umfangreiche Serviceleistungen für das Verwirklichen der eigenen Geschäftsideen. Hier finden Startups Beratung in allen wirtschaftlichen/finanziellen Belangen, Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen, Raum- bzw. Mietangebote für alle Ansprüche, Support durch technisches Equipment und Initiativen für nützliche Kooperationen - unsere Mission ist es, junge technologieorientierte und innovative Unternehmen in ihrer Gründungs- und Festigungsphase zu begleiten. In der „Nacht, die Wissen schafft“ zeigen unsere Startups ihre spannenden Visionen und deren reale Umsetzung. Visionär ist auch der kosmische Mix aus Wissen, Kunst und Tech: Untermalt mit Musik aus einer anderen Dimension erleben Besucher Galaxien und die Geburtsnester von Sternen hautnah im bic, während das TechMotion Lab außergewöhnliche Technik-Highlights zum Mitmachen präsentiert und eine szenische Lesung die Vergangenheit und Zukunft städtischen Lebens thematisiert.<br>&nbsp;</li><li><strong>Westpfalz-Klinikum</strong><br>Der menschliche Körper ist faszinierend und hochkomplex – und ebenso komplex ist die Medizin, die tagtäglich dafür sorgt, dass kranke Körper wieder gesund werden. Wie entwickelt sich die Chirurgie der Zukunft? Welche Innovationen bietet die moderne Medizin? Antworten darauf gibt das Westpfalz-Klinikum in der „Nacht, die Wissen schafft“. Als Maximalversorger für rund 500.000 Menschen gewährt das Klinikum spannende Einblicke in Medizin und Forschung. Ein Highlight ist der OP-Roboter DaVinci, der mit hochauflösender 3D-Technologie millimetergenaue Eingriffe ermöglicht. Zudem stehen die Themen „Mental Health“ mit einer Quizstation und einem Achtsamkeits-Parcours, das menschliche Herz, Hören, Epilepsie und Knieendoprothetik im Fokus. Besucherinnen erhalten die Möglichkeit, medizinische Innovationen hautnah zu erleben und mit Expertinnen ins Gespräch zu kommen.</li></ul><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen zur Gesamtveranstaltung beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Julia Bangert<br>Referentin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei der SIAK<br>T: 0631 56001752<br>E: julia.bangert@siak-kl.com&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 27 Mar 2025 16:23:30 +0100</pubDate>
                        <title>Autonome Nutzfahrzeuge, KI und 6G: Forschung aus Kaiserslautern auf der Hannover Messe 2025</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/autonome-nutzfahrzeuge-ki-und-6g-forschung-aus-kaiserslautern-auf-der-hannover-messe-2025</link>
                        <description>Forschende an der ֱ versetzen Nutzfahrzeuge mittels Sensorik, Steuerungstechnik und Künstlicher Intelligenz in die Lage, Arbeitsschritte eigenständig auszuführen. Sie zeigen kleinen und mittelständischen Unternehmen, wie diese mit KI-Methoden neues Potenzial in der Produktion freisetzen. Sie erforschen, wie der künftige Mobilfunkstandard 6G die Präventivmedizin verbessern kann. Ebenso präsentieren sich in Hannover vom 31. März bis 4. April die an der ֱ koordinierte 6G-Plattform, die die 6G-Forschung in Deutschland bündelt, ebenso wie die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz, die den Austausch von Wissen, Ideen und Technologien mit Wirtschaft und Gesellschaft fördert.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forschende an der ֱ versetzen Nutzfahrzeuge mittels Sensorik, Steuerungstechnik und Künstlicher Intelligenz in die Lage, Arbeitsschritte eigenständig auszuführen. Sie zeigen kleinen und mittelständischen Unternehmen, wie diese mit KI-Methoden neues Potenzial in der Produktion freisetzen. Sie erforschen, wie der künftige Mobilfunkstandard 6G die Präventivmedizin verbessern kann. Ebenso präsentieren sich in Hannover vom 31. März bis 4. April die an der ֱ koordinierte 6G-Plattform, die die 6G-Forschung in Deutschland bündelt, ebenso wie die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz, die den Austausch von Wissen, Ideen und Technologien mit Wirtschaft und Gesellschaft fördert.</strong></p>
<p>Ein Ladekran, der Baumstämme eigenständig aufnimmt. Ein teilautonomer Bagger, der eine Grube wie von Zauberhand aushebt. Eine Bohrraupe, die am Steilhang operiert und die Verankerungspunkte für die Böschungssicherung ohne menschliches Zutun setzt. Ein Unimog, der sich selbst seinen Weg durch schwieriges Terrain bahnt. Ein Rescue-Roboter, der in Katastrophengebieten autonom die Lage sondiert und Opfer aufspürt. Das sind nur fünf Beispiele für Entwicklungen, an denen die Arbeitsgruppe von Professor Karsten Berns am Lehrstuhl für Robotersysteme arbeitet.&nbsp;</p>
<p>Maschinen bzw. Fahrzeuge wie diese sind meist hoch spezialisiert und komplex in der Handhabung. Unterstützung können Systeme bieten, die einzelne Abläufe oder die komplette Maschine automatisieren. Der Lehrstuhl Robotersysteme an der ֱ forscht auf diesem Gebiet:<strong>&nbsp;</strong>„Die Automatisierung oder Teilautomatisierung hat das Potenzial, Menschen bei Tätigkeiten, die kontinuierlich höchste Konzentration und Spezial-Know-how erfordern, zu entlasten“, erklärt Karsten Berns. „Zudem könnten autonome Maschinen eine Antwort auf den steigenden Fachkräftemangel sein.“</p>
<p>Was haben die autonomen Fahrzeuge, was andere nicht haben? Dank Methoden zur Umwelterfassung, adaptiven Steuerungsarchitekturen und Mensch-Roboter Interaktionsansätzen an Bord können sie eigenständig die unterschiedlichsten Aufgaben erledigen. Dafür sind sie ausgestattet mit Kamera- und Sensorsystemen sowie viel Rechenleistung. „Stereokameras und Lasertechnologie ermöglichen es den Transport- und Arbeitsmaschinen, ihre Umwelt zu erkennen und erfassen“, sagt Sascha Steffens. „Künstliche Intelligenz, konkret Methoden des Deep Learning, kommt zum Einsatz, um die Flut an Messwerten zu klassifizieren und sozusagen beim Einordnen zu helfen.“</p><div class="well"><p>Die vollständige Meldung ist einsehbar unter:<br><a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/hannover-messe-2025-kaiserslauterer-forscher-automatisieren-bau-und-agrarmaschinen-fuer-verschiedenste-anwendungen" target="_blank">Hannover Messe 2025: Kaiserslauterer Forscher automatisieren Bau- und Agrarmaschinen für verschiedenste Anwendungen - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p><strong>Know-how für nachhaltige KI-Innovationen in Unternehmen bringen</strong></p>
<p>Künstliche Intelligenz entfaltet auch in der Produktion enormes Potenzial. Das dafür nötige Know-how wollen der Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) an der ֱ zusammen mit den Fraunhofer-Instituten für Experimentelles Software Engineering IESE und Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Rheinland-Pfalz bringen. Ihr Vorhaben „KI4KMU-RLP“, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz – schlägt somit die Brücke zwischen Forschung und Industrie. „Ausschlaggebend ist, dass gerade KMU beim Einsatz modernster KI häufig auf Schwierigkeiten stoßen und deswegen zögern“, erklärt Marco Hussong, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl FBK.</p>
<p>Das Angebot des Forschungsteams: Produzierende KMU können sich ab jetzt und bis einschließlich 15. Juni 2025 für die Teilnahme an einer KI-Potenzialanalyse mit nachfolgender Umsetzung ausgewählter Anwendungsfälle bewerben.&nbsp;Sie werden jeweils von einem der vier Forschungspartner bis hin zur Implementierung in einen Demonstrator fachlich begleitet.&nbsp;</p>
<p>Marco Hussong ist Ansprechpartner für interessierte Unternehmen: „In vielen Betrieben liegen heute schon große Mengen an produktionsbezogenen Daten digital vor, die eine KI als Arbeitsbasis nutzen kann“, führt er aus. „Genau solche KMU suchen wir als Teilnehmende für unser Forschungsvorhaben. Weitere Kriterien für die Teilnahme sind, dass der Unternehmenssitz in Rheinland-Pfalz liegt und die Betriebe motiviert sind, KI einzusetzen bzw. idealerweise schon mögliche Einsatzbereiche definiert haben.“&nbsp;</p><div class="well"><p>Die vollständige Meldung ist einsehbar unter:<br><a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/hannover-messe-2025-projekt-ki4kmu-rlp-bringt-know-how-fuer-nachhaltige-ki-innovationen-in-produzierende-unternehmen" target="_blank">Hannover Messe 2025: Projekt „KI4KMU-RLP“ bringt Know-how für nachhaltige KI-Innovationen in produzierende Unternehmen - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p><strong>6G-Plattform vernetzt Forschungsaktivitäten</strong></p>
<p>Um 6G-Technologien in die Anwendung zu bringen, vereinen verschiedene Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland ihre Expertise. Sie forschen etwa zu 6G-Standards und 6G-Prozessen, Datensicherheit, einer hochzuverlässigen Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neuen Rechnernetzen. Verortet sind alle diese Arbeiten in einer 6G-Plattform, die an der ֱ von Professor Dr. Hans Schotten und seinem Team koordiniert wird.&nbsp;</p>
<p>Mithilfe der 6G-Technologie könnten künftig beispielsweise Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr oder als Unterstützung in der Arbeitswelt Verwendung finden. Aber auch bei der Umsetzung der Klimaziele dürfte 6G eine Schlüsselrolle spielen.</p>
<p>„Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“, sagt Koordinator Professor Dr. Hans Schotten, der an der ֱ in Kaiserslautern das Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Forschungsbereich Intelligente Netze leitet. Dabei geht es unter anderem darum, dass die Technologie sicher und zuverlässig funktioniert. Aber auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Auf der Hannover-Messe präsentiert die 6G-Plattform dieses Jahr auf zwei Gemeinschaftsständen neben den angeschlossenen Forschungsprojekten auch die inzwischen ins Leben gerufenen „Start-Up-Inkubatoren“, die mit ihren jeweiligen geförderten Start-Ups vor Ort sind. Einer der Inkubatoren – „Start.Smart.Connect Kaiserslautern“ (SSC KL) – ist an der ֱ verortet.&nbsp;</p><div class="well"><p class="text-justify">Die vollständige Meldung ist einsehbar unter:<br><a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/hannover-messe-2025-6g-technologie-auf-dem-weg-in-die-anwendung-plattform-vernetzt-forschungsaktivitaeten" target="_blank">Hannover Messe 2025: 6G-Technologie auf dem Weg in die Anwendung – Plattform vernetzt Forschungsaktivitäten - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p><strong>Wie 6G die Präventionsmedizin revolutionieren kann</strong></p>
<p class="text-justify">Der künftige Mobilfunkstandard 6G hat unter anderem das Potenzial, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. Die Aggregation von Daten aus tragbaren Sensoren könnte beispielsweise helfen, präventive Gesundheitsmaßnahmen effizienter zu machen. Was an Infrastruktur dafür nötig ist, ermitteln Forschende der ֱ und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).&nbsp;</p>
<p class="text-justify">Im Mittelpunkt der Forschung steht der Mensch und seine Gesundheit: „Mit rasanten Fortschritten, speziell in der Mensch-Maschine-Kommunikation, eröffnet 6G zahlreiche zukunftsweisende Anwendungen in der Medizin“,&nbsp;erklärt Jan Herbst, der Teil des Forschungsteams ist. „Mit Blick auf eine effektive vorbeugende Gesundheitsvorsorge arbeiten wir daran, dass Ärzte den Gesundheitszustand ihrer Patienten effektiver überwachen und kritische Zustände und Risiken frühzeitig erkennen können.“</p>
<p class="text-justify">Die Forschenden&nbsp;entwickeln einen Funktionsdemonstrator, der Sensoren, wie sie etwa in Fitnessarmbändern zum Einsatz kommen, mit Hilfe von Mobilfunk und einheitlichem Kommunikationsstandard fusioniert. Zudem stellen sie das Netzwerkprotokoll bereit, das die Grundlage für den Austausch und die Aggregation von Daten zwischen allen Systemeinheiten bildet. Ziel ist es, ein ganzheitliches personalisiertes Bild vom menschlichen Gesundheitszustand zu ermöglichen.</p>
<p class="text-justify">Entwickelt wird der Demonstrator in den Forschungsprojekten Open6GHub und 6G Health. Am Open6GHub, koordiniert von Professor Hans Dieter Schotten, Inhaber des Lehrstuhls Funkkommunikation und Navigation an der ֱ und Leiter des Forschungsbereichs Intelligente Netze am DFKI, sind neben ֱ und DFKI weitere Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt.</p><div class="well"><p class="text-justify">Die vollständige Meldung ist einsehbar unter:<br><a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/hannover-messe-2025-wie-6g-die-praeventionsmedizin-revolutionieren-kann" target="_blank">Hannover Messe 2025: Wie 6G die Präventionsmedizin revolutionieren kann - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p><strong>Offene Digitalisierungsallianz Pfalz ist Brückenbauer</strong></p>
<p>Erkenntnisse aus der Forschung sollen nicht in der Schublade landen. Deswegen stärkt die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ den regionalen Austausch von Wissen, Ideen und Technologien mit Wirtschaft und Gesellschaft. Im Verbundvorhaben sind die ֱ, die Hochschule Kaiserslautern, das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) und das Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern (IVW) zusammengeschlossen.&nbsp;</p>
<p>Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz entwickelt das regionale Innovationssystem insbesondere unter den besonderen Aspekten der Digitalisierung weiter. Zu den Zukunftsthemen, die die Partner im Verbundvorhaben vorantreiben, zählen Arbeit, kollaboratives Digitales Engineering, Gesundheit, Citizen Science und Kreativität.&nbsp;</p>
<p>Dabei versteht sich die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. „Wir schaffen Plattformen, um Wissen, Ideen und Technologien aus der Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft zu bringen. Im Gegenzug nehmen wir aktuelle Bedarfe aus Wirtschaft und Gesellschaft auf und erweitern so unsere Transfer-Angebote zusätzlich“, beschreibt Transfermanagerin Chantal Momber die Ziele des Verbundvorhabens.</p>
<p>Zu den Transfer-Angeboten zählen insbesondere Veranstaltungen, mit einem Schwerpunkt auf Beteiligungsformaten. Jüngstes Beispiel ist das Citizen-Science-Projekt „BewegungsForscher“, in dem Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit Forschenden der ֱ und des IVW eine neuartige Fußhebeorthese entwickeln. Das ist eine medizinische Alltagshilfe, die beim Anheben des Fußes für Unterstützung sorgt und den Gang stabilisiert.&nbsp;</p><div class="well"><p>Die vollständige Meldung ist einsehbar unter:<br><a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/hannover-messe-2025-offene-digitalisierungsallianz-pfalz-bringt-wissenschaft-in-wirtschaft-und-gesellschaft" target="_blank">Hannover Messe 2025: Offene Digitalisierungsallianz Pfalz bringt Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p>--</p>
<p>Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 24 Mar 2025 07:14:50 +0100</pubDate>
                        <title>Internationale Nachwuchsförderung mit Fokus KI: Trifels Spring School 2025</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/internationale-nachwuchsfoerderung-mit-fokus-ki-trifels-spring-school-2025</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 24. bis 28. März 2025 findet die Trifels Spring School in Annweiler am Trifels statt. Die Veranstaltung bringt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammen, um sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) auseinanderzusetzen. Organisiert wird die Spring School von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). Mit dem Trifelser Gespräch am 26. März öffnet die Spring School am Abend ihre Türen für die interessierte Öffentlichkeit.&nbsp;</strong></p>
<p>Die Veranstaltung widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen im Zusammenspiel von KI und Bioinformatik und ist in zwei Konferenzzyklen unterteilt: Vom 24. bis 26. März liegt das Augenmerk auf der Anwendung von KI zur Entdeckung biologischer Erkenntnisse und ihrem Einsatz im Gesundheitswesen. Im Deutsch-Französischen Dialog über KI am 27. und 28. März steht der grenzüberschreitende Austausch von Expertinnen und Experten aus Deutschland und Frankreich im Fokus. Auf drei Panels werden erstens aktuelle Herausforderungen der Forschung, zweitens Gefahren sowie drittens ethische, gesellschaftliche und juristische Fragen im Zusammenhang mit KI diskutiert.</p>
<p>Die 21 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von elf Universitäten und Forschungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in den Austausch zu treten. In Vorträgen, Workshops und interaktiven Formaten werden die Potenziale und Herausforderungen von KI-Technologien diskutiert – insbesondere mit Blick auf ethische Fragen, gesellschaftliche Auswirkungen, internationale Kooperationen und wirtschaftliche Perspektiven der KI.&nbsp;</p>
<p>Mit dem Trifelser Gespräch wird die Spring School für die Öffentlichkeit erlebbar. Die englischsprachige Podiumsdiskussion am 26. März, 19 Uhr, im Jugendstilhotel Trifels&nbsp;setzt mit dem Thema „AI meets society – Machine intelligence for Europe’s way of life“ ein klares Zeichen für die Bedeutung von KI in der europäischen Gesellschaft und widmet sich politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz in Europa. Themen sind unter anderem die internationale Konkurrenz und Zusammenarbeit im Bereich KI, der Umgang mit ethischen Fragestellungen sowie die deutsch-französische Partnerschaft in diesem Bereich.</p>
<p><strong>Auf dem Podium diskutieren:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Kaiserslautern, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)</li><li>Dr. Alice Glättli, Senior Vice President, Zentrale Forschung, BASF</li><li>Katharina Heil, Ministerialdirektorin, Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz</li><li>Prof. Dr. Demian Wassermann, Wissenschaftlicher Direktor, DATAI Institute, INRIA Saclay Île-de-France, Universität Paris-Saclay</li><li>Caroline Zorn, Stadträtin Straßburg, Vizepräsidentin der Eurometropole Straßburg</li></ul><p><strong>Moderation:</strong>&nbsp;Reinhard Karger, Unternehmenssprecher, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)</p>
<p>Die Spring School findet im Rahmen eines gemeinsamen jährlichen Trifels- Programms des Vereins „Begegnungszentrum Kurhaus Trifels“ statt, dem zwölf Mitglieder angehören. Diese organisieren im jährlichen Wechsel das Programm federführend zu aktuellen Themen. Zu den Mitgliedern gehören neben der ֱ auch die Universitäten Heidelberg und Mannheim sowie die TU Darmstadt und das KIT. Mit dem Format bietet der Verein eine Plattform für internationale Nachwuchsförderung und interdisziplinären Austausch. Durch die Einbindung aktueller gesellschaftlicher Themen leistet die Veranstaltung einen Beitrag zur Reflexion über den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien und stärkt die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. In diesem Jahr stärkt die DFH den Kreis der Veranstalter. Mit dem Deutsch-Französischen Dialog zu KI rückt sie die Partnerschaft zwischen den beiden Ländern in den Mittelpunkt, ein wichtiger Faktor, damit Europa im globalen Wettbewerb um KI-Innovationen bestehen kann.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Der diesjährige thematische Fokus der Trifels Spring School auf KI kommt nicht von ungefähr: Rheinland-Pfalz besitzt dank der Expertise von Kaiserslauterer Forschungseinrichtungen wie der ֱ und dem DFKI ein florierendes KI-Ökosystem. Gemeinsam mit weiteren namhaften Forschungsinstituten vor Ort ist die Stadt in der Westpfalz seit über 30 Jahren Impulsgeber für KI weit über die Grenzen von Deutschland hinaus.</p>
<p>Nähere Informationen zur Trifels Spring School 2025 gibt es unter .</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 20 Mar 2025 11:11:04 +0100</pubDate>
                        <title>Diskriminierung im Bewerbungsverfahren? Es kommt darauf an</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/diskriminierung-im-bewerbungsverfahren-es-kommt-darauf-an</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben untersucht, wer unter welchen Bedingungen während eines beruflichen Bewerbungsverfahrens oder bei einer Beförderung diskriminiert wird. Eine hohe Qualifikation ist demnach eine gute Voraussetzung dafür, fair beurteilt zu werden. Aber bereits kleine Zusatzinformationen können Stereotype aktivieren – und das Blatt für Bewerbende wenden.</strong></p>
<p>Menschen gehören oft gleichzeitig mehreren Gruppen an, über die klischeehafte Vorstellungen, sogenannte negative Stereotype bestehen. Relevant ist die damit einhergehende Voreingenommenheit beispielsweise für den Arbeitsmarkt: Denn den Job nicht bekommen, weil man eine Frau ist, eine bestimmte sexuelle Orientierung oder einen Migrationshintergrund mitbringt – genau dieser Verdacht treibt so manche Bewerberinnen und Bewerber um, wenn sie bei einer Stellenbesetzung oder bei einer Beförderung nicht berücksichtigt wurden. Ob sachfremde Gründe wie Gruppenzugehörigkeit bei der Beurteilung einer Person im Berufskontext einfließt oder nur fachliche Qualifikationen bei einer Stellenbesetzung entscheiden, hat ein Team um Sozialpsychologin Melanie Steffens von der ֱ im Rahmen von zwei Studien untersucht. Gefördert wurden die Experimente von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).</p>
<p>Für eine aktuell in „Collabra: Psychology“ erschienene Veröffentlichung bewerteten 212 Studienteilnehmende fiktive Bewerbungen von Chirurginnen. Die Studienteilnehmenden waren zufällig ausgewählte Personen – mit und ohne Führungserfahrung – und sollten entscheiden, welche der Frauen sie einstellen würden und welche nicht. Die zu beurteilenden Bewerberinnen hatten eine helle oder dunkle Hautfarbe, wie anhand des Bewerbungsfotos zu erkennen war. Sie lebten in einer Beziehung mit einem Mann oder einer Frau, was durch Zusatzinformationen in den Bewerbungsunterlagen ersichtlich wurde. Ferner beschrieben sie sich in der Bewerbung selbst mit vier entweder nur Kompetenz-bezogenen Eigenschaften oder zusätzlich mit Wärme-bezogenen Eigenschaften. Zu den Kompetenz-bezogenen oder auch als handlungsorientiert bezeichneten Eigenschaften – die in zahlreichen Studien von der überwiegenden Mehrheit der Menschen in westlichen Kulturen als traditionell maskulin eingeordnet werden – zählen beispielsweise Durchsetzungsstärke, Dominanz oder Ehrgeiz. Wärme-bezogene oder beziehungsorientierte Eigenschaften – die in Untersuchungen von der überwiegenden Mehrheit der Menschen in westlichen Kulturen als traditionell feminin eingeordnet werden – umfassen Wesensarten wie Teamorientiertheit, Hilfsbereitschaft oder Empathie.</p>
<p><strong>Hohe Qualifikation überstrahlt negative Stereotype</strong></p>
<p>„In der Chirurginnen-Studie haben wir zu unserer Überraschung keine Hinweise auf Diskriminierung gefunden“, fasst Steffens die Ergebnisse zusammen. Anscheinend reiche die Information aus, sich auf eine Führungsposition als Chirurgin zu bewerben, um negative Stereotype zu überstrahlen. Alle Frauen wurden unabhängig von ihrer sozialen Gruppenzugehörigkeit oder der selbst zugeschriebenen Eigenschaften positiv beurteilt. Besonderheit der Untersuchung: Die Forschenden haben eine große Stichprobe unterschiedlicher Bewerbungen beurteilen lassen. Jede an der Studie teilnehmende Person sollte jeweils 32 Bewerbungen beurteilen. In den meisten klassischen Studien mit ähnlicher Fragestellung haben Studienteilnehmende indes lediglich eine einzige Bewerbung beurteilt. Möglicherweise wurde dabei Diskriminierung überschätzt, weil sie im Einzelfall größer sein könnte als im Durchschnitt, so die Forscherin.&nbsp;</p>
<p>In einer vorangegangenen Untersuchung, die im „Journal of Applied Social Psychology“ erschienen ist sollten 746 Studienteilnehmende wiederum Bewerberinnen mit deutschem und türkischem Namen beurteilen. Über diese Bewerberinnen wurden entweder nur positive Informationen gegeben oder auch Informationen, die auf eine beruflich relevante Schwäche hinweisen. Die entsprechende Schwäche wird – beruhend auf Untersuchungen – von der Mehrheit der Menschen in westlichen Kulturen als entweder „traditionell maskulin“ oder „traditionell feminin“ eingestuft. Melanie Steffens: „Traditionell maskulin war etwa, dass Bewerberinnen in einem vorangegangenen Projekt Entscheidungen ohne Absprache mit dem Team getroffen hatten.“ Sie verhielten sich also machtorientiert. Traditionell feminin war indes zum Beispiel, dass sich eine Bewerberin nicht getraut hat, in Team-Sitzungen ihre Meinung zu sagen. Die Studienteilnehmenden sollten nun entscheiden, welche von vier Frauen (mit deutschem oder und türkischem Namen, je positiv beurteilt sowie mit deutschem oder und türkischem Namen mit je einer Schwäche) sie aus einem fiktiven Team ausschließen und welche sie befördern würden.</p>
<p>Das Ergebnis: Deutsche und türkische Frauen wurden gleichermaßen befördert, wenn keine Schwächen erwähnt wurden, die Türkinnen sogar etwas mehr. Eine typisch feminine Schwäche führte jedoch dazu, dass die Türkin öfter ausgeschlossen wurde als die Deutsche. „Unsere Interpretation ist, dass für Türkinnen ein negatives Frauenstereotyp leichter aktiviert wird als für Deutsche.“ Umgekehrt war das Ergebnis bei typisch maskuliner Schwäche: Hier wurde die Deutsche häufiger ausgeschlossen als die Türkin. Vorschreibende Stereotype für „Karrierefrauen“ dürfen demnach von Türkinnen eher überschritten werden als von deutschen Frauen.</p>
<p><strong>Bereits kleine Zusatzinformationen können Stereotype aktivieren</strong></p>
<p>Das Fazit von Melanie Steffens: „Eine sehr gute Qualifikation ist eine gute Voraussetzung dafür, fair beurteilt zu werden. Kleine Zusatzinformationen können allerdings Stereotype und Diskriminierungsmuster aktivieren.“ Bei gleich mehreren Gruppenzugehörigkeiten (türkisch-weiblich, weiblich-schwarz-lesbisch) könnte dies komplexe Auswirkungen haben, die im Alltag schwer vorherzusagen sind. Bedeutsam seien die Erkenntnisse nicht nur für Berufstätige: „Auch bei Bewerbungen um Studienplätze oder Praktika ist zu erwarten, dass ähnliche Prozesse ablaufen.“ Die Sozialpsychologin empfiehlt: Um Diskriminierung in der Arbeitswelt entgegenzuwirken, sollten Bewerbende ihre guten Qualifikationen in den Vordergrund stellen; Urteilende sollten soziale Gruppenzugehörigkeit möglichst außer Acht lassen und sich bewusst sein, dass wir Menschen dazu tendieren, Informationen je nach Personen unterschiedlich zu gewichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studien:</strong></p>
<p>Ball, E., Niedlich, C., &amp; Steffens, M. C. (2024). Whose misbehavior is inexcusable – and which one? Job-related discrimination against ethnic minority and majority women. Journal of Applied Social Psychology (advance online publication).&nbsp;</p>
<p>Ball, E., Pylypiw, P., Prestele, E., &amp; Steffens, M. C. How do intersections of sexual orientation and race affect impressions of women in a counter-stereotypical job context? A comprehensive test manipulating individuating competence information. Collabra: Psychology.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:</strong><br>Prof. Dr. Melanie Steffens<br>Tel.: +49 6341 280-31214<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+nfmbojf/tufggfotAsquv/ef" data-mailto-vector="1">melanie.steffens[at]rptu.de</a><br><br><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>Tel.: +49 6341 280-32219<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 15:59:15 +0100</pubDate>
                        <title>Experimentieren, Entdecken, Staunen: Der MINT-Mach-Pass startet in eine neue Runde</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/experimentieren-entdecken-staunen-der-mint-mach-pass-startet-in-eine-neue-runde</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr lädt die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (ֱ) Kinder zwischen 8 und 13 Jahren dazu ein, in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einzutauchen. Von April bis Juni bietet der MINT-Mach-Pass zahlreiche spannende Kurse, in denen junge Forscherinnen und Forscher experimentieren und Neues entdecken können.</p>
<p>An den Standorten Kaiserslautern und Landau organisieren insgesamt 13 Schülerlabore und außerschulische Lernorte rund 40 Veranstaltungen. Das Programm umfasst unter anderem kreative Workshops, faszinierende Experimente und Mitmach-Angebote – von biologischen Entdeckungsreisen bis hin zu chemischen und physikalischen Versuchen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder Angebote speziell für Mädchen sowie neue Labore, die das Programm erweitern.</p>
<p>Los geht es in Kaiserslautern am 2. April, in Landau starten die Veranstaltungen am 5. April. Anmeldungen für die kostenfreien Kurse sind ab sofort unter  möglich. Auf der Webseite gibt es detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und den empfohlenen Altersgruppen. Beim ersten Besuch eines Kurses erhalten die Kinder ihren persönlichen „MINT-Mach-Pass“, in den sie für jede besuchte Veranstaltung einen Sticker einkleben können. Wer seinen Pass bei der Abschluss-Vorlesung mit gesammelten Stickern vorzeigt, darf sich auf eine Überraschung freuen.</p>
<p>Der MINT-Mach-Pass ist Teil der ֱ-Kinder-Uni. Regelmäßig aktuelle Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie zur Kinder-Uni gibt es im Newsletter der ֱ:&nbsp;. Organisiert wird der MINT-Mach-Pass vom Zentrum für Bildung und Forschung an Außerschulischen Lernorten (ZentrAL).</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 13:53:17 +0100</pubDate>
                        <title>AFK-Kolloquium 2025 in Landau: Zwischen Fake News, Demokratiefeindlichkeit und Wissenschaftsskepsis</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/afk-kolloquium-2025-in-landau-zwischen-fake-news-demokratiefeindlichkeit-und-wissenschaftsskepsis</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vom 19. bis 21. März 2025 findet an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) das Kolloquium der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) statt. Unter dem Leitthema „Zwischen Fake News, Demokratiefeindlichkeit und Wissenschaftsskepsis: Welche Konzepte und Praxis braucht die Friedens- und Konfliktforschung?" bietet die Veranstaltung eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis aus dem Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Dabei stehen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Konferenz der Jungen AFK, die Nachwuchsforscher fördert, findet bereits vom 18. bis 19. März 2025 ebenfalls in Landau statt.</strong></p>
<p>In Zeiten globaler Um- und Neustrukturierungen ist die Friedens- und Konfliktforschung gefordert, Antworten auf multiple Krisen und Herausforderungen – darunter Klimawandel, Radikalisierung, Gewalteskalation und neue Kriegsformen – zu finden. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie bestehende Konzepte reflektiert, angepasst und gesellschaftlich verankert werden können. Die AFK hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die jährlichen Kolloquien den Austausch zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zu fördern.</p>
<p>Im Rahmen der Veranstaltung findet auch die Keynote-Diskussion „Trump for World Peace?&nbsp;Implications of US Politics for Conflicts Across the Globe" statt.&nbsp;Experten diskutieren hier über die Auswirkungen der US-amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik auf globale Konflikte und Friedensprozesse. Nähere Informationen gibt es im .&nbsp;</p>
<p>Als zentrale wissenschaftliche Vereinigung in der deutschsprachigen Friedens- und Konfliktforschung bietet das Kolloquium eine wichtige Plattform für den Dialog zu Frieden und Sicherheit. Neben der Deutschen Stiftung für Friedensforschung (DSF) wird das diesjährige Kolloquium von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz gefördert.</p>
<p>Die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) wurde 1968 als deutsche Wissenschaftsvereinigung gegründet. Derzeit zählt die AFK über 300 Mitglieder und ist damit die größte Vereinigung im deutschsprachigen Raum. Sie fördert wissenschaftliche Arbeiten, die zum Verständnis der Ursachen von Frieden und Krieg beitragen und als Grundlage für eine am Frieden orientierte politische Praxis dienen sollen.</p>
<p>Die AFK unterstützt die interdisziplinäre Kooperation zwischen Forschenden durch die Einrichtung von Arbeitskreisen zu Themen der Friedens- und Konfliktforschung. Außerdem vertritt sie die Anliegen der Friedens- und Konfliktforschung in der Wissenschaftsförderung, der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Zum Kolloquium kommen Forschende und Vertreter aus der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Österreich und dem europäischen Ausland nach Landau.</p>
<p>Das AFK-Kolloquium findet jährlich im Frühjahr statt und steht jeweils unter einem Rahmenthema. Es dient sowohl dem wissenschaftlichen Austausch als auch der Vermittlung der Friedens- und Konfliktforschung in die Öffentlichkeit. Diese Funktion übernimmt auch die seit 2012 von der AFK herausgegebene, peer-reviewed "" (ZeFKo).</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 11:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Nicht nur auf Feldern: Flächendeckende Pestizidbelastung am Oberrhein von der Ebene bis in Höhenlagen nachgewiesen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/pressemeldung-studie</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine aktuelle Studie der ֱ Kaiserslautern-Landau belegt eine weitreichende Pestizidbelastung der Landschaft im Oberrheingraben. Das Forschungsteam um Carsten Brühl zeigt erstmals, dass synthetisch-chemische Pestizide aus dem konventionellen Landbau nicht auf den Anbauflächen bleiben, sondern sich von der Tiefebene bis in den Schwarzwald und Pfälzerwald verbreiten. Die Ergebnisse&nbsp;belegen eine Kontamination mit Pestizidmischungen in der gesamten Landschaft und werfen ein neues Licht auf die potenziellen Umweltauswirkungen konventioneller Landwirtschaft. Um Gebiete um Äcker, Obstplantagen und Weinberge zu schützen, muss der Pestizideinsatz dringend reduziert werden, so die Forscher.</strong></p>
<p>Das Untersuchungsgebiet der Studie, die im Fachmagazin <i>Communications Earth &amp; Environment&nbsp;</i>erschienen ist, umfasst die Oberrheinische Tiefebene. Die Fläche, die sich auf etwa 300 Kilometern zwischen Bingen und Basel erstreckt, ist eine traditionsreiche Agrarlandschaft. Neben Getreide werden wegen der klimatischen Bedingungen auch Gemüse, Wein und Obst angebaut. Seit den 1970er Jahren werden in der konventionellen Landwirtschaft chemisch-synthetische Pestizide flächendeckend eingesetzt, um Schädlinge, Unkräuter und Pilzkrankheiten zu bekämpfen. Dabei kommt es häufig zur Kombination verschiedener Wirkstoffe und zur mehrfachen Ausbringung pro Jahr. Die großflächige Anwendung führt dazu, dass auch sogenannte Nicht-Zielflächen – also Bereiche, die nicht direkt besprüht werden, wie angrenzende Hecken, Feldsäume, Wiesen oder Trockenrasen – zunehmend unter einer chronischen Pestizidbelastung leiden.</p>
<p><strong>Beprobung der Umwelt auf 180 Kilometern Länge</strong></p>
<p>Das Forschungsteam führte während der Spritzsaison im Juni und Juli 2022 umfassende Probenahmen durch: Entlang von sechs 30 Kilometer langen Untersuchungstransekten – festgelegten Messpfaden, die von entlegenen Gebieten in den Mittelgebirgen Pfälzerwald und Schwarzwald bis in die Oberrheinische Tiefebene verliefen – wurden an 78 Standorten Oberboden, Vegetation, Fließgewässer und Pfützen beprobt. Den Verbleib von Pestiziden auf so großer Skala systematisch aufzunehmen und darzustellen ist ein neuer, am Institut für Umweltwissenschaften Landau entwickelter Ansatz. Mithilfe modernster Analysentechniken, die auch geringste Konzentrationen nachweisen können, erfolgte die Untersuchung auf 93 gängige Pestizide.</p>
<p><strong>Belastung von der Tiefebene bis in Höhenlagen</strong></p>
<p>Insgesamt 63 Pestizide hat das Forschungsteam nachgewiesen und nahezu alle Messstandorte waren belastet. In 97 Prozent der Boden- und Vegetationsproben wurden Rückstände gemessen, oft in komplexen Mischungen aus mehreren Wirkstoffen. Laut der Forscher ist es besonders bedenklich, dass selbst abgelegene Gebiete nicht frei von Pestiziden sind. Die Wirkstoffe wurden auch mehrere hundert Meter von landwirtschaftlichen Flächen entfernt nachgewiesen. Im Durchschnitt wurden im Oberboden fünf Pestizide gemessen, wobei einzelne Proben bis zu 26 verschiedene Wirkstoffe aufwiesen. Die Vegetation war im Mittel mit sechs Pestiziden belastet, in einigen Fällen sogar mit bis zu 21 Stoffen. „Unsere Ergebnisse sind eindeutig: Pestizide verbreiten sich weit über Felder hinaus. Das ist mehr als ein landwirtschaftliches Problem – es ist eine Realität, die uns alle betrifft. Pestizide können uns beim Spazierengehen, auf Spielplätzen oder im eigenen Garten begegnen“, erklärt Ken Mauser, Erstautor der Studie. Besonders gefährdet seien Personen mit direktem Pestizidkontakt, also die Landwirte selbst, sowie empfindliche Gruppen wie Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Erst kürzlich wurde in Deutschland „Parkinson durch Pestizide“ als Berufskrankheit im Weinbau anerkannt. Eines der am häufigsten gefundene Pestizide war das Fungizid Fluopyram, das in über 90 Prozent aller Proben nachgewiesen wurde. Fluopyram wird als PFAS, eine sogenannte Ewigkeitschemikalie, eingestuft, deren Abbauprodukte auch das Grundwasser verunreinigen können. Eine landschaftsweite Verbreitung der Substanz erscheint auf Grund der noch nicht geklärten Auswirkungen auf die Trinkwasserressourcen äußerst bedenklich, so die Umweltwissenschaftler.</p>
<p><strong>„Cocktail-Effekt"-Gefahr durch Pestizidmischungen</strong></p>
<p>Neben der weiten Verbreitung einzelner Pestizide zeigt die Studie, dass in den untersuchten Proben häufig Pestizidmischungen vorkommen. Insgesamt wurden 140 verschiedene Kombinationen aus mindestens zwei Wirkstoffen gefunden. „Pestizidcocktails sind besonders problematisch, da Wechselwirkungen auftreten und sich Effekte verstärken können. Im aktuellen Zulassungsverfahren wird jedes Pestizid einzeln bewertet. Das greift zu kurz, um die komplexen Risiken einer realen Mischungsbelastung zu erfassen“, betont der Ökotoxikologe Carsten Brühl. „Kollegen aus Heidelberg konnten zeigen, dass Pestizid-Mischungen in ähnlichen Konzentrationen wie von uns im Freiland nachgewiesen, im Labor die Eiablage von Insekten um über 50 Prozent reduzieren. Man kann also annehmen, dass diese Mischungen durchaus Auswirkungen auf die Umwelt haben, vor allem wenn sie zudem chronisch, also das ganze Jahr über vorhanden sind, wie wir in einer anderen Untersuchung zeigen konnten“.</p>
<p><strong>Landschaftsmodellierung - Pestizidausbreitung und Schutzgebiete</strong></p>
<p>Ein zentraler Bestandteil der Studie war die Modellierung der Pestizidbelastung in der Landschaft. Mithilfe detaillierter geostatistischer Analysen erstellten die Forscher eine Vorhersage über die Verteilung der Pestizidrückstände im gesamten Untersuchungsgebiet. Diese Modellierung zeigt, dass die Belastung über die gespritzten Anbauflächen hinausreicht und selbst entlegene Gebiete nicht vor Pestizidkontamination geschützt sind. Besonders intensiv genutzte Weinbau-Regionen wie die Südpfalz und der Kaiserstuhl weisen demnach 10 bis 20 Pestizide in Boden und Vegetation auf. Die Bereiche außerhalb der Agrarfläche wie Blühstreifen, Hecken, angrenzendes Grünland aber auch ausgewiesene Naturschutzgebiete oder Nationalparks gelten als Rückzugsräume für geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die Studie belegt jedoch, dass Schutzgebiete in der Agrarlandschaft kontaminiert sein können und selbst weit abgelegene Mittelgebirgsregionen im Nationalpark Schwarzwald oder im UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen belastet sind. So wurden im Nationalpark Schwarzwald insgesamt vier verschiedene Pestizide nachgewiesen, und auch auf dem Feldberg (1.494 Meter) wurden drei Stoffe festgestellt. In ihrer Modellierung haben die Forscher auch Berechnungen für das Naturschutzgebiet „Kleine Kalmit" bei Landau in der Pfalz angestellt. Mittels Vorhersagekarte wurden bis zu 15 verschiedene Pestizide in Boden und Vegetation prognostiziert – ein Befund, der durch Messungen in einer weiteren Studie bestätigt wurde. Die Pestizidbelastung gefährdet somit nicht nur geschützte Arten, sondern untergräbt auch die Bemühungen zum Schutz der Biodiversität. „Schutzgebiete in der Nähe konventioneller Landwirtschaft weisen eine erhöhte Pestizidbelastung auf. Nachhaltig und pestizidfrei bewirtschaftete Felder in den angrenzenden Bereichen könnten als Übergangszone dienen und dazu beitragen, die Pestizidbelastung von Naturschutzgebieten zu verringern“, erläutert Ken Mauser.</p>
<p><strong>Pestizidreduktion dringend umsetzen</strong></p>
<p>Die Studie belegt, dass Pestizide nicht nur auf landwirtschaftlichen Flächen verbleiben, sondern die gesamte Landschaft belasten. Insbesondere die „Cocktail-Belastung" und die Kontamination geschützter Gebiete sind besorgniserregend, so die Forscher. Angesichts ihrer Befunde fordern die Wissenschaftler eine strikte Reduktion des Pestizideinsatzes zum Schutz von Mensch und Umwelt sowie eine Überwachung der Pestizidbelastung von Landschaften. Dies steht auch im Einklang mit den Zielen der Biodiversitätskonferenz COP 15, die eine Halbierung des globalen Pestizideinsatzes bis 2030 anstrebt. „Unser Ansatz einer Landschaftsmodellierung der Pestizidbelastung kann dabei als Grundlage für künftige Evaluierungen der Reduktionsbemühungen dienen“, bemerkt Carsten Brühl.</p>
<p>Notwendig seien zudem großflächige Pilotprojekte, in denen pestizidfreie Kulturlandschaften im Maßstab von 10 x 10 Kilometer entstehen. Nur so lassen sich positive Effekte von nachhaltigen Anbausystemen auf die Biodiversität wirklich messen, so die Forscher. Derzeit hat eine pestizidfreie und auf kleinen Flächen etablierte Landwirtschaft in der durch Pestizide belasteten Umgebung keine Chance, ihr Potenzial auszuschöpfen. „Jetzt ist die Politik gefragt, großflächige und effektive, pestizidfreie Ansätze zu entwickeln, zu fördern und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft entschlossen voranzutreiben“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong><br>Ken M. Mauser, Jakob Wolfram, Jürg Spaak, Carolina Honert &amp; Carsten A. Brühl 2025 Current-use pesticides in vegetation, topsoil and water reveal contaminated landscapes of the Upper Rhine Valley, Germany.&nbsp;<i>Communications Earth &amp; Environment.&nbsp;</i></p>
<p><strong>Weitere in der Pressemitteilung erwähnte Studie:</strong><br>Carolina Honert, Ken Mauser, Ursel Jäger, Carsten A. Brühl. 2025. Exposure of insects to current use pesticide residues in soil and vegetation along spatial and temporal distribution in agricultural sites.&nbsp;<i>Scientific Reports.</i> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt:&nbsp;</strong><br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften Landau<br><br>Prof. Dr. Carsten A. Brühl<br>+ 49 (0)6341 280-31310<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+dbstufo/csvfimAsquv/ef" data-mailto-vector="1">carsten.bruehl[at]rptu.de</a><br><br>Ken Mauser<br>+ 49 (0)6341 280-31855<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfo/nbvtfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">ken.mauser[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 01:34:00 +0100</pubDate>
                        <title>#wirsindviele – ֱ setzt Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wir-sind-viele-rptu-setzt-zeichen-fuer-vielfalt-und-zusammenhalt</link>
                        <description>Der Senat der ֱ hat in seiner heutigen Sitzung ein kraftvolles Zeichen für Respekt, Gemeinschaft und Weltoffenheit gesetzt: Mit der gemeinsamen Teilnahme der Senatsmitglieder an der &quot;Stop-Hand-Challenge&quot; bekräftigt die Universität ihr Engagement für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.  </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Senat der ֱ hat in seiner heutigen Sitzung ein kraftvolles Zeichen für Respekt, Gemeinschaft und Weltoffenheit gesetzt: Mit der gemeinsamen Teilnahme der Senatsmitglieder an der "Stop-Hand-Challenge" bekräftigt die Universität ihr Engagement für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.&nbsp;</strong></p>
<p>ֱ-Präsident Malte Drescher betonte die Relevanz der Aktion: „Vielfalt ist unsere größte Stärke. Mit der Stop-Hand-Challenge zeigen wir, dass wir zusammenstehen – für Respekt, Gemeinschaft und eine lebenswerte Zukunft.“&nbsp;</p>
<p>An der ֱ studieren, lehren, forschen und arbeiten Menschen aus über 120 Ländern. Diese Vielfalt bereichert nicht nur den akademischen Alltag, sondern trägt auch zur kulturellen Dynamik der Städte Kaiserslautern und Landau bei. Beide Standorte sind lebendige Zentren des Austauschs, geprägt von multikulturellen Veranstaltungen, kulinarischer Vielfalt sowie engagierten Vereinen und Initiativen.</p>
<p>Die Teilnahme der Senatsmitglieder an der Challenge soll inspirieren, Haltung zu zeigen und sich aktiv für eine offene Gesellschaft einzusetzen. Jede erhobene Hand ist ein klares Symbol für Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander.</p>
<p>Mehr zur Aktion unter: <a href="/ueber-die-rptu/werte-der-rptu/wir-sind-viele" target="_blank">rptu.de/wirsindviele</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 00:52:00 +0100</pubDate>
                        <title>Start des Projekts UpQuantVal: Auf dem Weg zu einem innovativen „Quantum Valley“ am Oberrhein dank der Unterstützung der Europäischen Union</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/start-des-projekts-upquantval-auf-dem-weg-zu-einem-innovativen-quantum-valley-am-oberrhein-dank-der-unterstuetzung-der-europaeischen-union</link>
                        <description>Am Oberrhein entsteht das neue grenzüberschreitende Projekt UpQuantVal, das akademische, forschende und private Akteure zusammenbringt, um ein integriertes, nachhaltiges, trinationales Quanten-Ökosystem zu schaffen. Der offizielle Projektstart erfolgte am 3. März 2025 im Rahmen der Quantenwoche des Europäischen Zentrums für Quantenwissenschaften (CESQ) in Straßburg. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) ist als Forschungspartner beteiligt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<div><p><strong>Am Oberrhein entsteht das neue grenzüberschreitende Projekt UpQuantVal, das akademische, forschende und private Akteure zusammenbringt, um ein integriertes, nachhaltiges, trinationales Quanten-Ökosystem zu schaffen. Der offizielle Projektstart erfolgte am 3. März 2025 im Rahmen der Quantenwoche des Europäischen Zentrums für Quantenwissenschaften (CESQ) in Straßburg. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) ist als Forschungspartner beteiligt.</strong></p>
<p>Dieses Projekt, das von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg Oberrhein-Programms über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wird, soll die Zusammenarbeit in den Bereichen Quantenwissenschaften und -technologien, Forschung, Ausbildung und Innovation in der grenzüberschreitenden Region fördern. Es verfügt über ein Budget von 5,1 Millionen Euro, davon 2,3 Millionen Euro aus europäischen Mitteln und Kofinanzierungen der Partnerinstitutionen.</p>
<p><i>UpQuantVal</i> (Quantum Valley am Oberrhein) wird vom Europäischen Zentrum für Quantenwissenschaften der Universität Straßburg und des CNRS geleitet und vereint 19 Partner. Ziel ist die Entwicklung eines integrierten Ökosystem, das eine effizientere grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Wissensaustausch sowie kontinuierliche Innovationen in den Bereichen Quantencomputer und -sensorik sowie unterstützende Technologien fördert. Durch spezialisierte Infrastrukturen, Ausbildungsstrategien und Maßnahmen zum Technologietransfer will <i>UpQuantVal</i> den Oberrhein als wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort für Quanteninnovation im Herzen Europas positionieren.</p>
<p>Über den wissenschaftlichen und technologischen Einfluss hinaus sieht das Projekt vor, neue Arbeitsplätze zu schaffen und das Kompetenzwachstum in der Region zu fördern, während ein nachhaltiges Netzwerk zwischen Forschenden, Unternehmen und öffentlichen Institutionen gefestigt wird. Zu den geplanten Aktivitäten gehören grenzüberschreitende Schulungen, der Austausch von Fachwissen sowie langfristige Kommunikations- und Kooperationsstrategien, um die Nachhaltigkeit dieser Initiative zu gewährleisten.</p>
<p>Slawomir Tokarski, Direktor bei der Europäischen Kommission, erklärte: „Die Europäische Kommission unterstützt die Ziele des UpQuantVal-Projekts voll und ganz. Der Erfolg des UpQuantVal-Projekts ist ein Beweis für die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit und den Mehrwert, den Interreg-Programme bieten.“</p>
<p><strong>Über UpQuantVal</strong></p>
<p>Das Projekt <i>UpQuantVal</i> ist eine einzigartige Kooperationsinitiative zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz im Bereich der Quantenwissenschaften und -technologien. Es nutzt die lokale Expertise, um länderübergreifende Herausforderungen zu bewältigen und innovative Lösungen für die Zukunft bereitzustellen. Die Laufzeit erstreckt sich vom 01.01.2025 bis 31.12.2027.</p>
<p><strong>Der Beitrag der ֱ</strong></p>
<p>Das Erforschen von Quantenphänomenen und entsprechender technologischer Anwendungen wie Quantensensoren und Quantencomputern gehört zu den Forschungsschwerpunkten im Fachbereich Physik an der ֱ. Durch die Beteiligung am Projekt bringen die Forschenden wesentliche physikalische und technische Expertise in den überregionalen Austausch ein. Neben der gemeinsamen (Weiter-)Entwicklung relevanter Forschungsergebnisse liegt ein zentraler Fokus der ֱ auf dem Austausch von Bildungsinhalten, um den wissenschaftlichen Nachwuchs der Region durch internationale Kooperationen im Bereich der Quantentechnologien zu fördern.&nbsp; &nbsp;Die ֱ kann hier eine breite Expertise in interdisziplinärer Ausbildung auf allen Ebenen bis hin zur berufsbegleitenden Weiterbildung sowie ein nationales und internationales Netzwerk in der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Quantentechnologien einbringen.</p>
<p><strong>Alle akademischen Partner und Forschungseinrichtungen:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Universität Straßburg (Frankreich)</li><li>Universität Freiburg im Breisgau (Deutschland)</li><li>Universität Basel (Schweiz)</li><li>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (Deutschland)</li><li>Centre National de la Recherche Scientifique – Institut für Physik und Chemie der Materialien Straßburg (Frankreich)</li><li>Karlsruher Institut für Technologie (Deutschland)</li><li>Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (Deutschland)</li><li>Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (Deutschland)</li><li>Institut National des Sciences Appliquées de Strasbourg (Frankreich)</li></ul><p><strong>Private Partner (Unternehmen und Startups):</strong></p><ul class="list-normal"><li>QPerfect (Frankreich)</li><li>Qnami (Schweiz)</li><li>Basel Precision Instruments GmbH (Schweiz)</li><li>SICK AG (Deutschland)</li></ul><p><strong>Öffentliche und regionale Behörden:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Kanton Basel-Stadt (Schweiz)</li><li>Kanton Basel-Landschaft (Schweiz)</li><li>Schweizerische Eidgenossenschaft (Schweiz)</li><li>Agentur für Innovation &amp; Internationale Standortförderung Grand Est (Frankreich)</li></ul><p><strong>Verbände und andere Organisationen:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Women in Tech (Schweiz)</li><li>QuantumBasel (Schweiz)</li></ul><p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Artur Widera<br>Fachbereich Physik, ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205 4130<br>E: widera@rptu.de</p></div>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16858</guid>
                        <pubDate>Wed, 05 Mar 2025 13:16:16 +0100</pubDate>
                        <title>„Frauen müssen nicht in Ordnung gebracht werden“: ֱ-Forscherin über die Ursachen der Geschlechterungleichheit</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/frauen-muessen-nicht-in-ordnung-gebracht-werden-rptu-forscherin-ueber-die-ursachen-der-geschlechterungleichheit</link>
                        <description>„Frauen sind das Problem“ – dieses unausgesprochene Narrativ zieht sich seit Jahrzehnten durch die Arbeitswelt. Unzählige Initiativen und Programme sollen Frauen „fit“ für die Karriere machen. Doch was wäre, wenn das Problem nicht die Frau, sondern das System ist? In diesem Sinn fordert Professorin Anja Danner-Schröder dazu auf, stattdessen eingefahrene Strukturen und Handlungsgewohnheiten zu verändern. Dazu hat sie den Podcast „The Fix“ analysiert, der Geschlechterungleichheit in der Arbeitswelt diskutiert. Gemeinsam mit zwei Wissenschaftskolleginnen hat sie die Episoden aus praxistheoretischer Perspektive erkundet und die Erkenntnisse im Fachmagazin „Organization Studies“ publiziert.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Frauen sind das Problem“ – dieses unausgesprochene Narrativ zieht sich seit Jahrzehnten durch die Arbeitswelt. Unzählige Initiativen und Programme sollen Frauen „fit“ für die Karriere machen. Doch was wäre, wenn das Problem nicht die Frau, sondern das System ist? In diesem Sinn fordert Professorin Anja Danner-Schröder dazu auf, stattdessen eingefahrene Strukturen und Handlungsgewohnheiten zu verändern. Dazu hat sie den Podcast „The Fix“ analysiert, der Geschlechterungleichheit in der Arbeitswelt diskutiert. Gemeinsam mit zwei Wissenschaftskolleginnen hat sie die Episoden aus praxistheoretischer Perspektive erkundet und die Erkenntnisse im Fachmagazin „</strong><i><strong>Organization Studies</strong></i><strong>“ publiziert.</strong></p>
<p>Seit zwei Jahrzehnten rückt die Frage der Geschlechter(un)gleichheit immer stärker in den Fokus – sowohl in wissenschaftlichen Kreisen als auch in öffentlichen Initiativen. „Oft wird dabei versucht, Frauen ‘fit’ für die Berufswelt zu machen“, erklärt Anja Danner-Schröder, Inhaberin des Fachgebiets „Management Studies“ an der ֱ. „Sie sollen selbstbewusster werden, sich besser verkaufen und sogar ihre Geburten strategisch planen, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu genügen. Doch genau hier liegt das Problem: Diese Initiativen gehen davon aus, dass Frauen „repariert“ werden müssen, anstatt das System zu hinterfragen!“&nbsp;</p>
<p>Geschlechterungleichheit ist keine gegebene Realität, sondern ein Handlungsmuster, das durch kollektive und kontinuierliche Wiederholung aufrechterhalten wird. Dort gilt es anzusetzen: „Wir müssen Alltagshandlungen, die Ungleichheit immer weiter fortführen, endlich aufbrechen und verändern, das erfordert Arbeit und Mut von allen Beteiligten,“ erklärt die Wissenschaftlerin.</p>
<p><strong>Etablierte Narrative über Bord werfen</strong></p>
<p>Der in der Studie analysierte Podcast „The Fix“ von Michelle Penelope King geht genau diesen Schritt weiter. In Gesprächen mit Forscherinnen, Politikerinnen, Schauspielerinnen, Gründerinnen und Führungskräften entlarvt King das Narrativ, dass Geschlechterungleichheit durch die „Reparatur“ von Frauen behoben werden könne. Stattdessen lenkt sie den Fokus darauf, wie das System verändert werden muss, um echte Gleichberechtigung zu schaffen.</p>
<p>Anhand von über 200 Episoden zeigt „The Fix“, wie tief verwurzelte Strukturen und alltägliche Praktiken zur Reproduktion von Ungleichheit beitragen. Ob in der Luftfahrtbranche, wo der Anteil an Pilotinnen nur fünf Prozent beträgt, weil unflexible Dienstpläne Frauen mit Betreuungsverantwortung ausbremsen, oder in Unternehmen, in denen Frauen trotz aller Bemühungen weiterhin „einer von den Jungs“ sein müssen.&nbsp;</p>
<p>Ein weiteres Beispiel für systemische Ungleichheit ist, dass Frauen und marginalisierte Gruppen ihr Verhalten oft anpassen, um Vorurteilen zu entgehen. Sie versuchen, „alle ein gutes Gefühl bezüglich ihres Erfolgs haben zu lassen“ oder „andere mit ihrer Autorität nicht zu verunsichern“. Diese Mikroanpassungen summieren sich zu einem belastenden Alltag. „In der Forschung wird dies als ‚death by a million cuts‘ beschrieben“, so Anja Danner-Schröder, „ein Sinnbild dafür, wie viele kleine Benachteiligungen eine große Wirkung entfalten.“</p>
<p>Wie es anders funktionieren kann, zeigt der Podcast ebenfalls auf: Das Beispiel Islands, wo Vaterschaftsurlaub zur Normalität gehört und Elternschaft als geschlechterübergreifende Aufgabe verstanden wird, zeigt, wie ein systemischer Wandel aussehen kann. Ein weiteres Beispiel aus dem Podcast zeigt auf, dass Allianzen mit männlichen Kollegen wichtig sein können: Statt nur zuzusehen, wenn Frauen am Arbeitsplatz diskriminiert werden, können männliche Kollegen durch kleine Aktionen wie das Ansprechen von problematischen Kommentaren bereits viel bewirken.</p>
<p><strong>Der Weg zum Erfolg führt über das System</strong></p>
<p>Sprich, die Gleichstellung der Geschlechter kann nicht allein Aufgabe der Frauen sein. Sie erfordert das Zusammenwirken aller Akteure, die das System der Arbeitswelt bestimmen und prägen. „Wir argumentieren, dass sich das Verständnis dessen, was Geschlechterungleichheit ist, verschieben muss. Ebenso wichtig ist es, noch besser zu verstehen, was Geschlechterungleichheit bewirkt und wie sie das tut. Es braucht eine praxisbezogene Perspektive, die sich auf Alltagshandlungen fokussiert“, sagt Anja Danner-Schröder.&nbsp;</p>
<p>Dieser Prozess der Systemkorrektur erfordert es aus ihrer Sicht nicht nur, eigenes Handeln zu hinterfragen und zu ändern, sondern auch Stellung zu beziehen und Bewusstsein zu schaffen, indem wir sichtbare und verborgene Praktiken in Frage stellen, neue Praktiken etablieren und weiterentwickeln. Letztlich ist es der systemische Ansatz, der nachhaltigen Erfolg bringt. Wer den Mut hat, etablierte Muster zu hinterfragen, öffnet sich nicht nur für neue Chancen, sondern schafft auch ein Umfeld, in dem alle Beteiligten langfristig erfolgreich sein können.</p>
<p>Die Studie “ֱ Review: The Fix Podcast–Immersing Ourselves in the Practice of Gender (In)Equality“ ist ein Gemeinschaftswerk von ֱ-Professorin Anja Danner-Schröder, Corinna Frey-Heger, Rotterdam School of Management, Erasmus University, Netherlands, und Kathrin Sele, Aalto University School of Business, Finland.&nbsp;</p>
<p>Sie ist einsehbar unter: </p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>apl. Prof. Dr. habil. Anja Danner-Schröder<br>Lehrgebiet Management Studies / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-5011<br>E: anja.dannerschroeder@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 27 Feb 2025 16:04:46 +0100</pubDate>
                        <title>Wie entstand Leben auf der frühen Erde? Neue Stickstoffquelle entdeckt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wie-entstand-leben-auf-der-fruehen-erde-neue-stickstoffquelle-entdeckt</link>
                        <description>Forschende unter Beteiligung der ֱ entschlüsseln Rätsel einer längst vergangenen Zeit: Im Rahmen von aktuellen Studien untersuchen sie, wie sich Leben auf der frühen Erde entwickelt haben könnte. Demnach scheint, anders als bislang angenommen, biologisch verfügbarer Stickstoff kein limitierender Faktor gewesen zu sein. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forschende unter Beteiligung der ֱ entschlüsseln Rätsel einer längst vergangenen Zeit: Im Rahmen von aktuellen Studien untersuchen sie, wie sich Leben auf der frühen Erde entwickelt haben könnte. Demnach scheint, anders als bislang angenommen, biologisch verfügbarer Stickstoff kein limitierender Faktor gewesen zu sein.&nbsp;</strong></p>
<p>Lebende Organismen brauchen Stickstoff als zentralen Baustein etwa für die Proteinbildung. Doch obwohl unsere Atmosphäre reichlich Stickstoff enthält, können weder Menschen noch die allermeisten Pflanzen diesen direkt aus der Luft aufnehmen. Genau wie heute war daher bereits das frühe Leben der Erde auf die Stickstofffixierung durch Mikroben angewiesen. Also auf deren Umwandlung von Luft-Stickstoff in Stickstoff-Verbindungen, die Lebewesen aufnehmen und verwerten können.</p>
<p>Vorgänge, die sich vor Milliarden von Jahren auf der Erde abspielten, sind im Detail längst noch nicht bekannt: Was waren die Stickstoffquellen der frühen Erde? Wie wurden sie genutzt? Und was bedeutete dies für die weitere Entwicklung des Lebens? Genau solchen Fragen widmet sich ֱ-Forscherin Dr. Michelle Gehringer. Sie ist Geomikrobiologin – und beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Mikroorganismen und geochemischen Prozessen.&nbsp;</p>
<p><strong>Stickstofffixierung unter wechselnden Umweltbedingungen stabil</strong></p>
<p>Unter ihrer Federführung konnte kürzlich eine Mess-Methode verifiziert werden, die zeigt, dass die biologische Stickstofffixierung unter wechselnden atmosphärischen Zusammensetzungen stabil bleibt. Um die Herangehensweise der Forscherin zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass Stickstoff zwei stabile Isotope hat, sozusagen zwei verschiedene Zustände, <sup>15</sup>N und <sup>14</sup>N. Michelle Gehringer erklärt: „Stickstoffgas ist eine Mischung aus dem leichten Atom <sup>14</sup>N und dem schwereren Atom <sup>15</sup>N. Wenn moderne Mikroben Stickstoff in ihrem Stoffwechsel nutzen, dann verwenden sie diese beiden Isotope in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Wir messen dies, indem wir stickstoffhaltige Biomasse verbrennen und das bei der Verbrennung entstehende Stickstoffgas auffangen.“&nbsp;</p>
<p>Michelle Gehringer konkretisiert: „Bisher ging man immer davon aus, dass Mikroben das gleiche <sup>15</sup>N/<sup>14</sup>N -Verhältnis aufweisen, auch wenn sie unter völlig anderen Umweltbedingungen, ohne Sauerstoff und mit viel höherem Kohlendioxidgehalt leben. Allerdings hat bislang niemand getestet, ob das tatsächlich stimmt.” Da jedoch die Umweltbedingungen die Stoffwechselraten beeinflussen, könnten sie mutmaßlich durchaus auch das <sup>15</sup>N/<sup>14</sup>N-Verhältnis beeinflussen.</p>
<p>Die Forschenden um Gehringer züchteten Cyanobakterien unter Umweltbedingungen, die denen der frühen Erde ähneln, also ohne Sauerstoff und mit hohem Kohlendioxidgehalt. „Wir haben festgestellt, dass die <sup>15</sup>N/<sup>14</sup>N-Verhältnisse der Cyanobakterien stabil bleiben. Unsere Ergebnisse stützen daher die Annahme, dass dieses Verhältnis während der gesamten Erdgeschichte gleich war.”&nbsp;</p>
<p><strong>Stickstoff auch in Form von gelöstem Ammonium aufgenommen</strong></p>
<p>Darauf aufbauend untersuchte Michelle Gehringer mit weiteren Forschenden – unter Federführung ihrer Wissenschaftlerkollegen Dr. Ashley Martin von der Northumbria University, UK, und Dr. Eva Stüeken von der University of St Andrews, UK – den Stickstoffkreislauf in alten Stromatolithen, also in Sedimentgesteine organischen Ursprungs. Die alten Gesteine, die etwa 2,7 Milliarden Jahre alt waren, enthalten tote Überreste von verschiedenen Mikroorganismen und können den Forschenden Informationen über deren Ökosysteme und Umweltnischen in vergangenen Zeiten geben. Michelle Gehringer: „Wir beschafften uns Zugang zu unberührtem, nicht verwittertem Gestein, das wir zu einem feinen Pulver zermahlten und auf Stickstoffisotope analysierten.“</p>
<p>Mithilfe der <sup>15</sup>N/<sup>14</sup>N -Verhältniss-Messungen fanden die Forschenden heraus: Im Gegensatz zu modernen Stromatolithen war das organische Material der alten Stromatolithen nicht allein auf die biologische Fixierung von Stickstoffgas durch Cyanobakterien angewiesen. Genauer gesagt: Die Untersuchungsergebnisse weisen auf die zusätzliche Aufnahme von Stickstoff in Form von gelöstem Ammonium hin. „Und die plausibelste Quelle dafür sind hydrothermale Aktivitäten am Meeresboden”, sagt Gehringer.</p>
<p>Zudem haben sich die Forschenden Sedimentgesteine in einem Vulkanbecken angesehen, das ebenfalls etwa 2,7 Milliarden Jahre alt ist. Auch in diesem System erwies sich Ammonium aus hydrothermalen Quellen als relevant.&nbsp;</p>
<p><strong>Wäre demnach auch Leben auf dem Mars möglich?</strong></p>
<p>„Bisher ging man davon aus, dass das Leben auf der frühen Erde, bevor die Atmosphäre mit Sauerstoff angereichert wurde, durch einen Mangel an biologisch verfügbarem Stickstoff eingeschränkt war.“ Die aktuellen Studien belegen nun eine zusätzliche Rolle von Ammonium aus hydrothermalen Tiefseequellen: „Mithilfe hydrothermaler Quellen schränkte Stickstoff die Ausbreitung des Lebens auf der frühen Erde nicht ein. Vielmehr konnte das Leben sowohl in Tief- als auch in Flachwasser-Meeresumgebungen erblühen.“ Und das ermöglichte laut Gehringer die Entwicklung einer großen Vielfalt an Mikroorganismen, die wir noch heute sehen.</p>
<p>Was könnten diese Erkenntnisse für Leben auf anderen Planeten bedeuten? „Hydrothermale Aktivität wurde auf dem Mars dokumentiert und findet wahrscheinlich auch auf den eisigen Monden im äußeren Sonnensystem statt.” Es sei denkbar, dass sich dort ähnliche Vorgänge wie auf der frühen Erde abspielten oder noch immer abspielen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studien:</strong></p>
<p>Wannicke N, Stüeken EE, Bauersachs T, Gehringer MM. 2024. Exploring the influence of atmospheric CO<sub>2</sub> and O<sub>2</sub> levels on the utility of nitrogen isotopes as proxy for biological N<sub>2</sub> fixation (2024). Appl Environ Microbiol 90:e00574-24.&nbsp;<br></p>
<p>Martin, A. N., Stüeken, E. E., Gehringer, M. M., Markowska, M., Vonhof, H. B., Weyer, S., &amp; Hofmann, A. (Accepted/In press 2025). Anomalous&nbsp;δ15N values in the Neoarchean associated with an abundant supply of hydrothermal ammonium. Nature Communications.&nbsp;<br></p>
<p>Martin, A. N., Stüeken, E. E., Michaud, J. A. S., Münker, C., Weyer, S., van Hees, E. H. P., &amp; Gehringer, M. M. (2024). Mechanisms of nitrogen isotope fractionation at an ancient black smoker in the 2.7 Ga Abitibi greenstone belt, Canada. Geology, 52(3), 181-186.&nbsp;<br></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Michelle Gehringer<br>Fachbereiche Biologie, Fachgebiet Mikrobiologie</p>
<p>T: 0631 205 2347<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+njdifmmf/hfisjohfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">michelle.gehringer[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16793</guid>
                        <pubDate>Tue, 18 Feb 2025 14:41:54 +0100</pubDate>
                        <title>Die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern: Wir sind alle Teile der Lösung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-grossen-herausforderungen-unserer-zeit-meistern-wir-sind-alle-teile-der-loesung</link>
                        <description>Klimawandel, soziale Ungleichheit und technologische Umbrüche – die Welt steht vor gewaltigen Herausforderungen. Doch wer bestimmt, wie wir damit umgehen? Sind es nur Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer, die die Zukunft lenken? Nein! Eine aktuelle Studie der ֱ betont: Das Kleine formt das Große – jeder von uns kann und muss eine entscheidende Rolle spielen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klimawandel, soziale Ungleichheit und technologische Umbrüche – die Welt steht vor gewaltigen Herausforderungen. Doch wer bestimmt, wie wir damit umgehen? Sind es nur Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsführer, die die Zukunft lenken? Nein! Eine aktuelle Studie der ֱ betont: Das Kleine formt das Große – jeder von uns kann und muss eine entscheidende Rolle spielen.</strong></p>
<p>„Oft entstehen die wirkungsvollsten Lösungen nicht auf den großen Bühnen der obersten staatlichen und wirtschaftlichen Management-Ebene, sondern in den alltäglichen Arbeits- und Lebenssituationen – in unseren Gesprächen, Entscheidungen und kleinen Handlungen“, so Professorin Anja Danner-Schröder, Inhaberin des Fachgebiets „Management Studies“ an der ֱ, zum Hintergrund der Studie. Zum Beispiel können scheinbar unbedeutende Handlungen – etwa Namensschilder auf Konferenzen – soziale Ungleichheit fördern, wenn sie Hierarchien in Form von Titeln und Institutionen sichtbar machen.&nbsp;</p>
<p>Mit der Studie fordert die Wissenschaftlerin dazu auf, mehr Aufmerksamkeit auf diese oft unbemerkten alltäglichen Praktiken und zwischenmenschlichen Interaktionen zu legen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Drei zentrale Aspekte standen im Mittelpunkt der Forschungsarbeit: Wie trägt unser alltägliches Handeln zu den großen Herausforderungen unserer Zeit bei? Welche Konsequenzen hat das? Und welchen positiven Einfluss kann unser Alltagsverhalten als Teil der Lösung entfalten? Zu diesen Fragen hat Anja Danner-Schröder eine Expertenrunde einberufen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in der Veröffentlichung „Tackling Grand Challenges: Insights and Contributions from Practice Theories“ gemeinsam publiziert. Die zentralen Botschaften im Überblick:</p>
<p><strong>Handlungen sind sowohl stabil als auch transformativ.</strong><br>Veränderung geschieht nicht im Gegensatz zu Stabilität – vielmehr sind die beiden miteinander verbunden. So verlassen sich beispielsweise Unternehmen, die nach Innovation streben, oft auf strukturierte Prozesse, um Kreativität zu fördern. Ebenso bringen Arbeitnehmer, die den Umgang mit neuen Technologien erlernen, ihre eigenen Erfahrungen und Routinen mit und prägen so die Art und Weise, wie diese Technologien angenommen werden. In der Studie wird zum Beispiel aufgezeigt, wie in der robotergestützten Chirurgie nicht die Umschulung der Chirurgen die größte Herausforderung war, sondern die Anpassung des gesamten OP-Teams an die neue Arbeitsweise. Da der Chirurg nun abgeschirmt an einer Konsole sitzt, mussten sich Assistenzärzte, Anästhesisten und Pflegekräfte neu organisieren und ihre Zusammenarbeit völlig neugestalten. Die Einführung des Roboters veränderte eingespielte Abläufe und erforderte ein spontanes, praxisnahes Lernen, um die Teamkoordination unter den neuen Bedingungen zu meistern. Die Studie zeigt, dass bedeutsame Veränderungen dann stattfinden, wenn Menschen innerhalb bestehender Strukturen arbeiten und diese gleichzeitig anpassen und umgestalten.</p>
<p><strong>Alles ist miteinander verbunden.</strong><br>Kein Problem existiert isoliert. Die Studie zeigt, wie Handlungen und Entscheidungen Welleneffekte erzeugen und Menschen, Ideen und sogar verschiedene globale Herausforderungen miteinander verbinden. So wirken sich beispielsweise extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen in Australien nicht nur auf lokale Gemeinschaften aus – sie beeinflussen auch Notfallstrategien weltweit und inspirieren zu neuen Formen der Zusammenarbeit, selbst zwischen Menschen, die sich noch nie begegnet sind. Ebenso wirken sich Gesundheitstechnologien nicht nur auf Ärzte und Patienten aus, sondern können ganze Versorgungssysteme und Entscheidungsprozesse neugestalten.</p>
<p><strong>Emotionen spielen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle.</strong><br>Während Problemlösung oft als rationaler Prozess angesehen wird, hebt die Studie die entscheidende Rolle von Emotionen hervor. Gefühle wie Frustration, Dringlichkeit oder Hoffnung können als starke Kräfte wirken und Einzelpersonen sowie Organisationen dazu bringen, nachzudenken, sich anzupassen und Maßnahmen zu ergreifen. Ob bei der Reaktion auf Krisen oder bei der Förderung sozialer Bewegungen – Emotionen beeinflussen, wie Menschen mit Herausforderungen umgehen und Veränderungen bewirken.</p>
<p><strong>Wir sind alle Teile der Lösung.</strong><br>Eine der Kernaussagen der Studie ist, dass Forscher, politische Entscheidungsträger, Wirtschaftsführer und Bürger im Alltag alle eine Rolle bei der Gestaltung der Welt spielen. Die Grenzen zwischen Experten und Praktikern, zwischen denen, die Herausforderungen untersuchen, und denen, die sie erleben, verschwimmen. Veränderungen kommen nicht aus einer einzigen Quelle – sie entstehen durch kollektives Handeln, Beziehungen und gemeinsame Erfahrungen.</p>
<p><br><strong>Die Studie:</strong><br>Danner-Schröder, A., Mahringer, C., Sele, K., Jarzabkowski, P., Rouleau, L., Feldman, M., Pentland, B., Huysman, M., Sergeeva, A. V., Gherardi, S., Sutcliffe, K. M., &amp; Gehman, J. (2025). Tackling Grand Challenges: Insights and Contributions From Practice Theories. Journal of Management Inquiry. </p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>apl. Prof. Dr. habil. Anja Danner-Schröder&nbsp;<br>Lehrgebiet Management Studies / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-5011<br>E: anja.dannerschroeder@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 13:57:28 +0100</pubDate>
                        <title>Studie: ֱ-Forschende entschlüsseln molekulare Mechanismen in Krebszellen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-rptu-forschende-entschluesseln-molekulare-mechanismen-in-krebszellen</link>
                        <description>Krebszellen verfügen über spezielle Anpassungsmechanismen, die es ihnen erlauben - trotz Veränderungen in ihrem Erbgut - zu wuchern. Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben nun zur Aufklärung der damit einhergehenden molekularen Mechanismen beigetragen. Die so gewonnenen Erkenntnisse könnten ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zielgerichteter Krebstherapien sein. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Krebszellen verfügen über spezielle Anpassungsmechanismen, die es ihnen erlauben - trotz Veränderungen in ihrem Erbgut - zu wuchern. Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben nun zur Aufklärung der damit einhergehenden molekularen Mechanismen beigetragen. Die so gewonnenen Erkenntnisse könnten ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zielgerichteter Krebstherapien sein.&nbsp;</strong></p>
<p>Im Zellkern einer jeden menschlichen Zelle befinden sich sogenannte Chromosomen – genauer gesagt 23 Chromosomenpaare. Diese sind Träger unserer Erbanlagen, des sogenannten Genoms und bestehen aus Desoxyribonukleinsäure (DNA) und Proteinen. Wobei die DNA genetische Informationen enthält und somit für die Vererbung von Eigenschaften zentral ist. Veränderungen von Chromosomen können schwerwiegende Folgen für die betroffenen Zellen haben – und lassen sich unter anderem bei Krebserkrankungen feststellen. Wie es zu solchen Veränderungen kommen kann und was genau die damit einhergehenden Folgen sind, erforscht Professorin Zuzana Storchová, Leiterin des Lehrbereichs Molekulare Genetik an der ֱ. Dies macht sie mit Hilfe eines Teams von Forschenden, dem auch der Doktorand Jan-Eric Bökenkamp angehört – dieser konkretisiert: „Wir erforschen die genetischen Merkmale von Krebszellen und ihre molekularen Eigenschaften sowohl experimentell als auch durch computergestützte Analyse.“</p>
<p><strong>Etwa 90 Prozent der Tumore bestehen aus aneuploiden Zellen</strong></p>
<p>Im Rahmen einer aktuell erschienenen Veröffentlichung im EMBO Journal haben die Forschenden nun ein häufiges genetisches Merkmal von Krebszellen unter die Lupe genommen – die sogenannte Aneuploidie. „Wenn eine Zelle aneuploid ist, weist sie einen veränderten Satz an Chromosomen auf“, erklärt Storchová. Ein bekanntes Beispiel für Aneuploidie sei bei Menschen mit Downsyndrom zu finden, die mit Trisomie 21 eine zusätzliche Kopie des 21. Chromosoms in sich tragen. „Ein weniger bekannter Fakt ist, dass etwa 90 Prozent der Tumoren von Krebspatientinnen und Krebspatienten ebenfalls aus aneuploiden Zellen bestehen und dabei meistens weitaus mehr als nur ein Chromosom gleichzeitig betroffen ist.“ Da Aneuploidie in gesunden Zellen das Wachstum verlangsamt und oft zum Zelltod führt, sei eine bedeutende Frage der Krebsforschung, warum und wie Krebszellen mit dieser genetischen Belastung nicht nur überleben, sondern auch noch wuchern können.</p>
<p>Im Labor haben die Forschenden um Storchová deshalb Zellen genetisch manipuliert, sodass diese eine zusätzliche Kopie eines Chromosoms in sich tragen, also aneuploid sind. Bökenkamp: „Die dadurch belasteten Zellen haben wir sich über längere Zeit vermehren lassen und festgestellt, dass sie nach mehreren Wochen deutlich besser wachsen.“ Die Forschenden haben eine Vielzahl unterschiedlicher experimenteller Messreihen durchgeführt, um die molekularen Mechanismen zu verstehen, die eine solche Anpassung aneuploider Zellen ermöglicht. Methoden der modernen Biotechnologie und Bioinformatik, wie die Next-Generation-DNA-Sequenzierung und die Massenspektrometrie, kamen zum Einsatz.</p>
<p><strong>Erstes Labor, das die Anpassung von Krebszellen an extra Chromosomen untersucht</strong></p>
<p>Storchová hebt die Besonderheit der Untersuchungen hervor: „Unsere Studie zeichnet sich dadurch aus, dass wir als erstes Labor ein Modellsystem entwickelt und analysiert haben, mit dem wir die Anpassung menschlicher Krebszellen an die anhaltende Präsenz bestimmter extra Chromosomen untersuchen konnten.“ Die Forschenden haben zudem öffentliche Beobachtungsdaten tausender Tumoren mit aneuploiden Zellen von Krebspatientinnen und Krebspatienten aus US-basierten Datenbanken analysiert, „um diese mit den experimentellen Daten unserer aneuploiden Modellzellen zu vergleichen und die klinische Relevanz unserer Ergebnisse zu stützen“, fügt Bökenkamp hinzu.</p>
<p><strong>Über drei Wege: Krebszellen passen sich der Präsenz zusätzlicher Chromosomen an</strong></p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Forschenden drei Wege identifizieren konnten, mit deren Hilfe sich Krebszellen an die Präsenz zusätzlicher Chromosomen anpassen: Erstens erhöhen sie die Stabilität ihres Genoms durch eine Zunahme an Faktoren der DNA-Replikation und DNA-Reparatur, und verringern den Abbau von Genprodukten. Zweitens erhöhten sie die Aktivität des Zellwachstums- und -teilungsfaktors FOXM1. Drittens verlieren sie bestimmte Teile der zusätzlichen DNA, auf denen tumorunterdrückende Gene kodiert sind (so genannte Tumorsuppressoren), während sie die Teile beibehalten, auf denen sich wachstumsfördernde Gene befinden.</p>
<p>Aufbauend auf diesen Erkenntnissen, so schlussfolgern die Forschenden, lassen sich neue Therapieansätze und Medikamente entwickeln. Ansätze, die gezielt genau solche molekularen Vorgänge hemmen, die es Krebszellen ermöglichen, trotz weitreichender Genomveränderungen zu wachsen und zu wuchern. Besonders die Rolle von FOXM1 stellt ein attraktives Ziel dar, da dessen Potenzial für Krebsmedikamente bereits seit mehreren Jahren erforscht wird.&nbsp;</p>
<p><br><strong>Die Studie:&nbsp;</strong></p>
<p>Jan-Eric Bökenkamp, Kristina Keuper, Stefan Redel, Karen Barthel, Leah Johnson, Amelie Becker, Angela Wieland, Markus Räschle, Zuzana Storchová (2025). Proteogenomic analysis reveals adaptive strategies for alleviating the consequences of aneuploidy in cancer. EMBO Journal; </p>
<p><br><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Zuzana Storchová<br>Fachgebiet Molekulare Genetik<br>E: zuzana.storchova@rptu.de</p>
<p>Jan-Eric Bökenkamp<br>Fachgebiet Molekulare Genetik<br>E-Mail janeric.b97@gmail.com</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 18:45:09 +0100</pubDate>
                        <title>KI in der Produktion: Kaiserslauterer Forschungsteam unterstützt kleine und mittlere Unternehmen anwendungsorientiert</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ki-in-der-produktion-kaiserslauterer-forschungsteam-unterstuetzt-kleine-und-mittlere-unternehmen-anwendungsorientiert</link>
                        <description>Künstliche Intelligenz kann Optimierungspotenzial in der Produktion freisetzen – etwa bei der Fertigungsplanung, der Qualitätskontrolle oder in puncto Ressourcen-Effizienz. Dennoch sind gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zögerlich, was die Einführung angeht. Das will der Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) an der ֱ gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Experimentelles Software Engineering IESE und Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ändern: Die Forschenden suchen ab sofort produzierende KMU für eine KI-Potenzialanalyse inklusive Umsetzung ausgewählter Anwendungsfälle.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Künstliche Intelligenz kann Optimierungspotenzial in der Produktion freisetzen – etwa bei der Fertigungsplanung, der Qualitätskontrolle oder in puncto Ressourcen-Effizienz. Dennoch sind gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zögerlich, was die Einführung angeht. Das will der Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) an der ֱ gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Experimentelles Software Engineering IESE und Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ändern: Die Forschenden suchen ab sofort produzierende KMU für eine KI-Potenzialanalyse inklusive Umsetzung ausgewählter Anwendungsfälle.</strong></p>
<p>Das Projekt „KI4KMU-RLP“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Laufzeit erstreckt sich über zwei Jahre bis Ende 2026.</p>
<p>„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für unsere Wirtschaft – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Mit der gezielten Förderung helfen wir, Innovationshemmnisse abzubauen und die Potenziale der KI in die betriebliche Praxis zu bringen“, erklärte Ministerin Daniela Schmitt anlässlich der Übergabe der Förderbescheide. Mit dieser Initiative setzt das Wirtschaftsministerium einen zentralen Punkt seiner Innovationsstrategie um, um KMU den Zugang zu Zukunftstechnologien zu erleichtern. „Wir begleiten unsere Unternehmen aktiv auf dem Weg in die digitale Zukunft. KI muss für alle nutzbar sein – dafür schaffen wir mit diesem Projekt die richtigen Rahmenbedingungen und vernetzen Wirtschaft und Wissenschaft“, sagte Schmitt.</p>
<p>Das Kooperationsprojekt wird von der ֱ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IESE, dem Fraunhofer ITWM und dem DFKI umgesetzt. Ziel ist es, produzierende Unternehmen bei der Identifikation und Implementierung von KI-Anwendungen zu unterstützen.&nbsp;</p>
<p>Ansprechpartner für interessierte Unternehmen ist Marco Hussong, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl FBK: „In vielen Betrieben liegen heute schon große Mengen an produktionsbezogenen Daten digital vor, die eine KI als Arbeitsbasis nutzen kann“, führt er aus. „Genau solche KMU suchen wir als Teilnehmende für unser Forschungsvorhaben. Weitere Kriterien für die Teilnahme sind, dass der Unternehmenssitz in Rheinland-Pfalz liegt und die Betriebe motiviert sind, KI einzusetzen bzw. idealerweise schon mögliche Einsatzbereiche definiert haben.“</p>
<p><strong>Bei der Einführung von KI mit Wissen und Methoden unterstützen</strong></p>
<p>Die Forschenden von der ֱ, dem Fraunhofer IESE, dem Fraunhofer ITWM und dem DFKI sind überzeugt: KI entfaltet in der Produktion enormes Potenzial. Das fängt bei der Produktionsplanung an, wo sich etwa der Prozessaufwand – insbesondere bei der Fertigung kleiner Serien – reduzieren lässt. Ein weiterer lohnender Einsatzort ist die Qualitätsüberwachung. Mittels KI lassen sich beispielsweise Abweichungen mit höherer Effizienz, Geschwindigkeit und Präzision erkennen als bei der manuellen Prüfung. Auch beim nachhaltigen Einsatz von Ressourcen hilft KI, etwa durch Verringerung von Werkzeugverschleiß und Maximierung der Nutzungsdauer von Werkzeugen.</p>
<p>„Ziel des Vorhabens ist es, KI für rheinland-pfälzische KMU einfacher zugänglich zu machen“, erklärt Professor Jan Aurich, der den Lehrstuhl FBK leitet. „Dazu werden wir anhand von konkreten Beispielen identifizieren, welche Hindernisse der Einführung und Nutzung von KI in produzierenden KMU entgegenstehen und gemeinsam mit den Betrieben unterstützende Methoden und Maßnahmen entwickeln. Das Thema ‚Digitale Technologien für Produktionssysteme‘ zählt zu unseren Forschungsschwerpunkten am FBK. Von Fabriklayout-Planung über Maschinensteuerung und Prozessoptimierung haben wir in diversen Forschungsarbeiten, unter anderem einem Leitprojekt des Commercial Vehicle Clusters zum Potenzial von KI in der Nutzfahrzeugproduktion, umfassendes und anwendungsbezogenes Wissen aufgebaut.“</p>
<p><strong>Fachliche Begleitung bis zur abschließenden Implementierung</strong></p>
<p>Wie läuft das Projekt ab? Im Rahmen des Förderprojektes werden von produzierenden KMU vorgeschlagene Anwendungsfälle in einem zweistufigen Verfahren konzipiert und umgesetzt. In der ersten Projektphase, geplant ab Frühjahr 2025, wird die Potenzialanalyse erfolgen. Für die nachfolgende Umsetzungsphase im zweiten Projektjahr qualifizieren sich insbesondere Betriebe, die über die Erfüllung der grundlegenden Auswahlkriterien hinaus auch durch eigene Umsetzungsideen überzeugen. Sie werden jeweils von einem der vier Forschungspartner bis hin zur Implementierung in einen Demonstrator fachlich begleitet. „Die im Projektverlauf bearbeiteten Anwendungsfälle sollen schlussendlich als überzeugende Showcases dienen, um auch andere KMU zu ermutigen, sich mit dem Thema KI auseinanderzusetzen“, fasst Marco Hussong zusammen.</p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Marco Hussong&nbsp;<br>Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK), ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-4305<br>E: marco.hussong@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 07 Feb 2025 12:35:37 +0100</pubDate>
                        <title>Wirtschaftlichen Wert von Daten heben: Neuer Studiengang „Data Analytics in Economics and Business“</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wirtschaftlichen-wert-von-daten-heben-neuer-studiengang-data-analytics-in-economics-and-business</link>
                        <description>Zum Sommersemester 2025 startet an der ֱ ein neuer Bachelor-Studiengang: „Data Analytics in Economics and Business“ vereint Fachwissen aus Mathematik, Statistik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Er bereitet angehende Fachkräfte auf die datengetriebenen Herausforderungen in Wirtschaft und Verwaltung vor. Denn Datenanalyse wird immer mehr zum Schlüssel für fundierte Entscheidungen in Unternehmen und Institutionen. Studierende erwerben die Fähigkeiten, Daten in wertvolle Erkenntnisse umzuwandeln, um Geschäftsprozesse zu optimieren und strategische Entscheidungen zu treffen. Eine Bewerbung für den zulassungsfreien Studiengang ist noch bis einschließlich 15. März möglich.
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Sommersemester 2025 startet an der ֱ ein neuer Bachelor-Studiengang: „Data Analytics in Economics and Business“ vereint Fachwissen aus Mathematik, Statistik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Er bereitet angehende Fachkräfte auf die datengetriebenen Herausforderungen in Wirtschaft und Verwaltung vor. Denn Datenanalyse wird immer mehr zum Schlüssel für fundierte Entscheidungen in Unternehmen und Institutionen. Studierende erwerben die Fähigkeiten, Daten in wertvolle Erkenntnisse umzuwandeln, um Geschäftsprozesse zu optimieren und strategische Entscheidungen zu treffen. Eine Bewerbung für den zulassungsfreien Studiengang ist noch bis einschließlich 15. März möglich.</strong></p>
<p>Das Studium ist praxisorientiert und vereint die Kernbereiche Wirtschaft, Mathematik und Informatik. Auf dem Lehrplan stehen grundlegende Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Mathematik und Informatik. Später können Studierende ihre Kenntnisse mit spezialisierten Themen wie Business Analytics, Data Science und maschinellem Lernen vertiefen.</p>
<p>Das Studienprogramm umfasst 60 Prozent Wirtschaftswissenschaften und 40 Prozent Mathematik und Informatik. Ein verpflichtendes Betriebspraktikum ermöglicht den Studierenden, das erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden und wertvolle Erfahrungen in realen Arbeitsumfeldern zu sammeln.</p>
<p><strong>Wie sehen die Berufsperspektiven aus?</strong></p>
<p>Die Nachfrage nach Fachkräften, die Daten analysieren und zur Entscheidungsfindung beitragen können, ist hoch – sei es in den Bereichen Logistik, Technologie, Finanzwesen, Gesundheitswesen oder Beratung. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sind qualifiziert, als Data Analysts, Business Intelligence Analysten oder Data Scientists in verschiedenen Industrien zu arbeiten.</p>
<p>Durch die praxisorientierte Ausbildung können Absolventen nicht nur technische Kenntnisse anwenden, sondern auch als Bindeglied zwischen Fachbereichen wie Management, Wirtschaft und IT fungieren und damit eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von datenbasierten Strategien übernehmen.<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Voraussetzungen sind mitzubringen?</strong></p>
<p>Wer sich für Datenanalyse, Mathematik, Statistik und Informatik interessiert, ist beim Studiengang Data Analytics in Economics and Business bestens aufgehoben. Bei der Datenanalyse geht es darum, Muster zu erkennen und Informationen aus Zahlen zu gewinnen. Dabei basiert der Studiengang auf mathematischen Konzepten und statistischen Methoden. Eine gewisse Leidenschaft für Mathematik, insbesondere Daten und Zahlen, sollten Studierende daher mitbringen.&nbsp;</p>
<p>Nicht zuletzt sind Programmierung und Datenbanken ein notwendiges Handwerkszeug. So spielt etwa die Programmiersprache Python im Studienverlauf eine zentrale Rolle.</p>
<p>Die Anmeldung zum zulassungsfreien, deutschsprachigen Bachelor-Studiengang „Data Analytics in Economics and Business“ ist bis 15. März möglich.</p>
<p>Weitere Informationen zum Studiengang finden Interessierte unter:<br></p>
<p>Wer sich direkt für den Studiengang bewerben möchte, startet unter:<br><a href="/studium/vor-dem-studium/bewerbung/bewerbungsportal" target="_blank">rptu.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/bewerbungsportal</a></p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong><br><br>Dr. Jürgen E. Blank<br>Fachbereich Wirtschaftswissenschaften / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-4042<br>E: jblank@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16706</guid>
                        <pubDate>Tue, 04 Feb 2025 14:45:59 +0100</pubDate>
                        <title>Neues Fernstudienangebot: Kompakte Online-Module und Modul-Pakete für flexible, bedarfsorientierte Weiterbildung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neues-fernstudienangebot-kompakte-online-module-und-modul-pakete-fuer-flexible-bedarfsorientierte-weiterbildung</link>
                        <description>Seit mehr als 30 Jahren können Weiterbildungsinteressierte an der ֱ in Kaiserslautern ihr Wissen und ihre Kompetenzen berufsbegleitend im Fernstudienmodus erweitern. Jetzt passt sich das Angebot noch flexibler an die Lernbedürfnisse von heute an. Kürzere Formate, sprich einzelne Online-Module oder Modul-Pakete, aus verschiedenen thematischen Bereichen ergänzen die bestehenden Master- und Zertifikats-Fernstudiengänge. Die Module ermöglichen einen noch flexibleren und bedarfsorientierten Wissens- und Kompetenzerwerb neben dem Beruf und anderen Tätigkeiten. Bereits verfügbar sind die neuen Angebote im Bereich &quot;Ethik und Technik&quot;.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit mehr als 30 Jahren können Weiterbildungsinteressierte an der ֱ in Kaiserslautern ihr Wissen und ihre Kompetenzen berufsbegleitend im Fernstudienmodus erweitern. Jetzt passt sich das Angebot noch flexibler an die Lernbedürfnisse von heute an. Kürzere Formate, sprich einzelne Online-Module oder Modul-Pakete, aus verschiedenen thematischen Bereichen ergänzen die bestehenden Master- und Zertifikats-Fernstudiengänge. Die Module ermöglichen einen noch flexibleren und bedarfsorientierten Wissens- und Kompetenzerwerb neben dem Beruf und anderen Tätigkeiten. Bereits verfügbar sind die neuen Angebote im Bereich "Ethik und Technik".</strong></p>
<p>Mit den neuen kürzeren Fernstudienformaten lassen sich traditionelle Qualifikationen individuell ergänzen, um dem Bedarf auf dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Die ֱ plant<strong>,&nbsp;</strong>ein breit gefächertes Angebot zu etablieren, das neben "Ethik und Technik" künftig auch "Bildung, Soziales und Kultur", "Führung, Organisation und Beratung" sowie "Management, Finanzen und Recht" einschließt.</p>
<p>Die Online-Module sind in sich geschlossene, kompakte Lerneinheiten, die sich einzeln oder als Paket buchen lassen. Ein Modul-Paket können sich Fernstudierende entweder individuell schnüren, indem sie Module innerhalb oder über die verschiedenen Themenbereiche hinweg frei miteinander kombinieren. Alternativ sind auch bereits zusammengestellte, thematisch zusammenhängende Modul-Pakete verfügbar. Diese ermöglichen – je nach Umfang – Weiterbildungsabschlüsse in Form eines sogenannten Certificate of Advanced Studies (CAS) oder Diploma of Advanced Studies (DAS).&nbsp;</p>
<p>„Wir ermöglichen mit der Einführung der neuen Formate ein optimales Maß an Flexibilität für eine Weiterbildung auf akademischem Niveau. Wer zum Beispiel nur einen bestimmten Ausschnitt aus dem breiten Feld der Organisationsentwicklung studieren möchte, ist damit in Zukunft bei uns genauso an der richtigen Adresse wie jemand, der auf diesem Gebiet umfassendes Wissen und einen Masterabschluss anstrebt“, so Dr. Nadine Bondorf, geschäftsführende Leiterin des Distance and Independent Studies Center (DISC), dem Fernstudienzentrum der ֱ.</p>
<p>Ihren Ursprung haben die Module in den weiterbildenden Master- oder Zertifikats-Fernstudiengängen der ֱ, sodass sie bereits qualitätsgeprüft sind: Alle entsprechenden Studienangebote wurden entweder im internen Verfahren der ֱ akkreditiert oder in einem Programmakkreditierungsverfahren extern qualitätsgeprüft. Damit besteht die Möglichkeit, erfolgreich absolvierte Module in den thematisch verwandten Fernstudiengängen der ֱ anerkennen zu lassen. Die Angebote sind auf Hochschulniveau konzipiert und setzen entsprechende Vorkenntnisse voraus.&nbsp;</p>
<p>Wie bei den meisten weiterbildenden Masterstudiengängen ist auch bei den Online-Modulen und Modul-Paketen eine Teilnahme mit und ohne Hochschulabschluss möglich. Näheres zu den Voraussetzungen findet sich unter:<br></p>
<p>Die verschiedenen Module im Bereich "Ethik und Technik" sowie ein entsprechendes CAS sind dort bereits verfügbar.</p>
<p><strong>Qualität der ֱ-Fernstudienangebote erneut bestätigt</strong></p>
<p>Die ֱ hat auch dieses Jahr zwei Gütesiegel im Fernstudienbereich erhalten: „Exzellenter Anbieter 2025“ von Fernstudium Direkt und „Top Fernstudienanbieter 2025" von FernstudiumCheck. Beide Bewertungs- und Vergleichsportale vergeben diese Auszeichnungen jährlich auf Basis des Feedbacks von Fernstudierenden.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Dr. Réka Vágvölgyi<br>Distance and Independent Studies Center<br>Tel.: 0631 205-5367&nbsp;<br>E-Mail: fernstudium-te@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16694</guid>
                        <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 09:46:27 +0100</pubDate>
                        <title>TV-Duelle als Schlüsselmoment im Wahlkampf – Teilnahme an Forschungsprojekt möglich</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/tv-duelle-als-schluesselmoment-im-wahlkampf-teilnahme-an-forschungsprojekt-moeglich</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit ihrer Einführung im Jahr 2002 sind live im Fernsehen übertragene TV-Duelle ein wichtiger Bestandteil von Bundestagswahlkämpfen. Diesen Diskussionsrunden zwischen den Spitzenkandidaten für das Amt des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin folgen Millionen von Zuschauern.</p>
<p>Ein Forschungsteam der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau um Politikprofessor Jürgen Maier erforscht seit vielen Jahren die Wirkung dieser Duelle auf das Publikum. Auch in diesem Jahr wollen sie untersuchen, ob die Zuschauer von den Diskussionen für ihre Wahlentscheidung profitieren und ob solche Formate die politische Bildung fördern können. Auch interessiert sie, wie die Zuschauer das Auftreten und die Aussagen der Duellanten bewerten und ob die Teilnahme an den Sendungen für die Kandidaten von Vor- oder Nachteil ist.</p>
<p><strong>Beteiligung am Forschungsprojekt leicht gemacht</strong><br>Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen lädt das Team Bürgerinnen und Bürger ein, an der Studie teilzunehmen. Die Teilnahme ist einfach und bequem von zu Hause aus möglich. Benötigt wird lediglich die kostenlose App&nbsp;„real smart“, die in Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern entwickelt wurde. Die App ist für Android- und iOS-Geräte verfügbar.</p>
<p>Kurz vor und nach einem TV-Duell dürfen die Teilnehmenden über die App einen kurzen Fragebogen beantworten und können während der Live-Übertragung die Auftritte der Kandidaten in Echtzeit bewerten. Am Ende können die Daten an das Forschungsteam übertragen werden.&nbsp;</p>
<p>Innerhalb von 14 Tagen wird es sechs Aufeinandertreffen der Kanzlerkandidaten bei unterschiedlichen Sendern und in verschiedenen Konstellationen geben. Den Anfang macht das TV-Duell zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und seinem Herausforderer von der CDU/CSU, Friedrich Merz, am 9. Februar bei ARD und ZDF. Wer Interesse hat, an dem Forschungsprojekt teilzunehmen, kann alle TV-Duelle bewerten oder auch nur einzelne.&nbsp;</p>
<p><strong>Bedeutung der Studie</strong><br>Das Forschungsprojekt trägt dazu bei, die Rolle und Wirkung von TV-Duellen im politischen Diskurs besser zu verstehen. Die Ergebnisse könnten Impulse geben, um zukünftige Wahlkämpfe und TV-Formate zu gestalten.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Details zur Studie und die Links zum App-Download gibt es auf der Webseite des Projekts unter&nbsp;<a href="/s/vgpyhc" target="_blank">rptu.de/s/tvduell</a>. Zeitnah nach einem Duell werden auf dieser Seite auch erste Ergebnisse veröffentlicht.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br>Prof. Dr. Jürgen Maier<br>Institut für Sozialwissenschaften – Abteilung Politikwissenschaft<br>Tel.: 06341 / 280-38419<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+k/nbjfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">j.maier[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 30 Jan 2025 09:38:55 +0100</pubDate>
                        <title>Neue Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der ֱ Kaiserslautern-Landau gewählt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neue-vizepraesidentinnen-und-vizepraesidenten-der-rptu-kaiserslautern-landau-gewaehlt</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Senat der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat in seiner Sitzung am 29. Januar 2025 mit großer Mehrheit vier neue Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten gewählt. Die Amtszeit der neu gewählten Mitglieder des Präsidiums beträgt jeweils vier Jahre. Die Wahl erfolgte auf Vorschlag von Universitätspräsident Malte Drescher.</strong></p>
<p>Mit der Wahl ist die Neustrukturierung der Zuständigkeiten der Präsidiumsmitglieder verbunden. Die bisherige Doppelbesetzung der Ressorts Lehre und Forschung durch Vizepräsidenten von beiden Standorten der ֱ wird durch neue standortübergreifende Schwerpunkte abgelöst, für die jeweils nur ein Leitungsmitglied verantwortlich ist. Die neuen Schwerpunkte sind „Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung“ und „Internationales, Nachhaltigkeit und bauliche Entwicklung“. Bestehen bleiben die Schwerpunkte „Forschung“ sowie „Lehre“, die jeweils auch weitere Themen umfassen wie beispielsweise „Innovation“ und „Studium“.</p>
<p>„Die ֱ Kaiserslautern-Landau macht mit der Wahl der neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten einen wichtigen Schritt zur strategischen Weiterentwicklung der Universität und stärkt damit zukunftsweisende Handlungsfelder. Ich gratuliere den neu gewählten Mitgliedern der Hochschulleitung und freue mich, dass der Senat der Universität ebenso wie ich davon überzeugt ist, dass sie die Richtigen für diese verantwortungsvolle Aufgabe sind“, so Universitätspräsident Malte Drescher.</p>
<p><strong>Die gewählten Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten, ihre Zuständigkeiten und Amtszeiten:</strong></p><ul class="list-normal"><li>Oliver Frör aus dem Fachbereich Natur- und Umweltwissenschaften wird als Vizepräsident verantwortlich sein für Internationales, Nachhaltigkeit und bauliche Entwicklung, Amtszeit vom 1. März 2025 bis zum 28. Februar 2029.</li><li>Mandy Schiefner-Rohs aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften wird als Vizepräsidentin verantwortlich sein für Lehre, Amtszeit vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2029.</li><li>Melanie Steffens&nbsp;aus dem Fachbereich Psychologie wird als Vizepräsidentin verantwortlich sein für&nbsp;Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung, Amtszeit vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2029.</li><li>Werner Thiel&nbsp;aus dem Fachbereich Chemie wird erneut Vizepräsident und verantwortlich sein für&nbsp;Forschung, Amtszeit vom 1. März 2025 bis zum 28. Februar 2029.</li></ul><p>Die bisherigen Vizepräsidenten Klaus Schwenk (ehemals Ressort Forschung), Gabriele E. Schaumann und Stefan Löhrke (beide ehemaliges Ressort Lehre) standen nicht mehr zur Wahl.</p>
<p><strong>Vorstellung der neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten:</strong></p>
<p><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2025/Oliver_Fr%C3%B6r.pdf"><strong>Professor Oliver Frör</strong></a> (Jahrgang 1972) studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth. 1999 schloss er sein Studium an der State University of New York at Albany ab. Anschließend arbeitete er als Berater für das New York State Department of Economic Development und unterrichtete am Siena College, Loudonville, NY. Im Jahr 2007 promovierte er mit summa cum laude an der Universität Hohenheim. Dort war er bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit 2012 ist Frör Professor für Umweltökonomie an der Universität Koblenz-Landau. Von 2017 bis 2022 war er Prodekan für Forschung, Nachwuchsförderung und Internationalisierung des Fachbereichs für Natur- und Umweltwissenschaften. Seit 2023 ist Frör Dekan des Fachbereichs.&nbsp;</p>
<p><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2025/Mandy_Schiefner-Rohs.pdf"><strong>Professorin Mandy Schiefner-Rohs</strong></a> (Jahrgang 1980) studierte Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte und Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes und promovierte 2011 an der Universität der Bundeswehr München. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Nordwestschweiz und an der Universität Zürich, wo sie später die stellvertretende Leitung der Hochschuldidaktik übernahm. Nach einer Postdoc-Zeit an der Universität Duisburg-Essen wurde sie 2013 auf eine Professur für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Schulentwicklung an die Technische Universität Kaiserslautern berufen. Im Jahr 2019 wurde sie zur Universitätsprofessorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulpädagogik ernannt. Von 2020 bis 2023 war sie Prodekanin des Fachbereichs Sozialwissenschaften.&nbsp;</p>
<p><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2025/Melanie_Steffens.pdf"><strong>Professorin Melanie Steffens</strong></a> (Jahrgang 1969) studierte Psychologie an der Universität Bonn und promovierte 1998 an der Universität Trier. 2001 war sie Visiting Fellow an der Yale University, 2004 habilitierte sie sich an der Universität Trier. Von 2004 bis 2013 war sie Professorin an der Universität Jena. Seit 2013 ist sie Professorin für Sozialpsychologie an der Universität in Landau. Von 2017 bis 2020 war sie Dekanin des Fachbereichs Psychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen gruppenbezogene Einstellungen, soziale Vielfalt und Diskriminierung mit Fokus auf Gender. Sie war Mitherausgeberin des European Journal of Social Psychology (2021 bis 2023) und ist seit 2024 Mitglied des Fachkollegiums Psychologie der DFG.&nbsp;</p>
<p><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2025/Werner_R_Thiel.pdf"><strong>Professor Werner R. Thiel</strong></a> (Jahrgang 1961) studierte Chemie an der TU München und promovierte dort 1990. Von 1990 bis 1991 war er Feodor-Lynen-Stipendiat an der Université de Bordeaux I. 1997 habilitierte er sich an der TU München. Ab 2000 war er Professor für Anorganische Chemie an der TU Chemnitz, bevor er 2004 eine Professur an der TU Kaiserslautern übernahm. Von 2006 bis 2016 leitete er das Zentrum für Lehrerbildung, von 2008 bis 2020 war er Sprecher des Landesforschungsschwerpunktes NanoKat. 2017 bis 2020 war er Dekan des Fachbereichs Chemie, anschließend bis 2022 Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern. Seit 2023 ist er Vizepräsident für Forschung der ֱ Kaiserslautern-Landau.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 15:12:13 +0100</pubDate>
                        <title>Forschung nachhaltig stärken: ֱ erhält 500.000 Euro aus dem Forschungsfonds des Landes</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/forschung-nachhaltig-staerken-rptu-erhaelt-500000-euro-aus-dem-forschungsfonds-des-landes</link>
                        <description>Die ֱ gestaltet Zukunft: Zum Beispiel, indem Forschende die Mechanismen untersuchen, die zur Entstehung von Darmkrebs führen. Oder indem sie erforschen, wie sich der Eintrag von Mikroplastik auf die Umwelt auswirkt. Oder indem sie das Potenzial der Quantentechnologien für technische Anwendungen erschließen. Damit diese Forschung ressourcenschonend und auf international wettbewerbsfähigem Niveau erfolgen kann, benötigt die ֱ eine zeitgemäße Geräteinfrastruktur. Hierfür stellt das Land Rheinland-Pfalz 500.000 Euro aus dem Forschungsfonds bereit. Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte den Förderbescheid heute an der ֱ in Kaiserslautern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ֱ&nbsp;gestaltet Zukunft: Zum Beispiel, indem Forschende die Mechanismen untersuchen, die zur Entstehung von Darmkrebs führen. Oder indem sie erforschen, wie sich der Eintrag von Mikroplastik auf die Umwelt auswirkt. Oder indem sie das Potenzial der Quantentechnologien für technische Anwendungen erschließen. Damit diese Forschung ressourcenschonend und auf international wettbewerbsfähigem Niveau erfolgen kann, benötigt die ֱ eine zeitgemäße Geräteinfrastruktur. Hierfür stellt das Land Rheinland-Pfalz 500.000&nbsp;Euro aus dem Forschungsfonds bereit. Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte den Förderbescheid heute an der ֱ in Kaiserslautern.</strong></p>
<p>Die Universität erwartet durch die Investition in zeitgemäße Geräteinfrastruktur nicht nur eine weitere Steigerung der Forschungsqualität, sondern auch ressourcenseitig ein Einsparpotenzial von bis zu 20.000 Euro jährlich – davon über die Hälfte bei Stromkosten.</p>
<p>„Wir bedanken uns herzlich beim Land Rheinland-Pfalz für die Förderung. Die Mittel kommen insbesondere der Geräteausstattung in vier strategischen Forschungsbereichen zugute“, freut sich Professor Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern. „Wir benötigen dort hochspezialisierte Gerätetechnik, um etwa Methoden der grünen Biotechnologie und Toxikologie, die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt, effizientere Datenverarbeitungs- und Übertragungsmethoden und neuartige Hochleistungswerkstoffe zu erforschen. Nachhaltigkeit ist dabei ein wissenschaftlicher Aspekt, der sich durch fast alle unsere Forschungsfelder zieht, und ebenso gelebte ökologische Verantwortung, indem wir zu mehr Ressourceneffizienz in der experimentellen Forschung beitragen.“</p>
<p>„Mit dieser Landesförderung wollen wir die Forschungsinfrastruktur an der ֱ in Kaiserslautern und in Landau durch gezielte Geräteinvestitionen weiter ausbauen und stärken. Gleichzeitig sollen beide Universitätsstandorte weiter gefestigt werden“, betont Ministerialdirektorin Katharina Heil. „Unser Ziel ist es, der Universität die besten Voraussetzungen zu bieten, um innovative Lösungen für zentrale Herausforderungen unserer Zeit – etwa in den Bereichen Biotechnologie, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Quantentechnologien – zu entwickeln.“ Heil unterstreicht zudem, dass die Modernisierung der Forschungsinfrastruktur die Attraktivität der ֱ als Partner für Wirtschaft und Wissenschaft sowie als Studienort weiter steigert: „Wir schaffen eine Basis für erfolgreiche Kooperationen und ein inspirierendes Umfeld für Studierende und Forschende gleichermaßen.“</p>
<p><strong>Einblicke in die Quantenforschung</strong></p>
<p>Anlässlich ihres Besuchs an der ֱ verschaffte sich Katharina Heil abschließend einen Überblick über die Forschung im Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE). Dabei handelt sich um ein hochmodernes Forschungszentrum, das sich der Erforschung von Spinphänomenen widmet – einem interdisziplinären Feld, das Forscherinnen und Forscher aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften unter einem Dach vereint.&nbsp;</p>
<p>Der Spin steht für den Eigendrehimpuls von&nbsp;Elementarteilchen wie Elektronen oder Protonen. Diese quantenmechanische Eigenschaft gilt als Schlüssel für zahlreiche technologische Innovationen. Spinphänomene finden bereits in zahlreichen Bereichen des Alltags Anwendung: von magnetischen Sensoren und in der Datenspeicherung, über Antiblockiersysteme (ABS) in Fahrzeugen und MRT-Technologie in der Medizin, bis hin zu visionären Konzepten für Quantencomputer.&nbsp;Das LASE bildet mit seiner fächerübergreifenden Ausrichtung die Basis, um die Grundlagenforschung weiter voranzutreiben und Brücken zur praktischen Anwendung zu schlagen.</p>
<p><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br><br>Dr. Marcus Naumer<br>Forschungsreferent</p>
<p>T: 0151 10936877<br>E: marcus.naumer@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 11:20:09 +0100</pubDate>
                        <title>Wie gelingt nachhaltige Energieversorgung per Photovoltaik kosteneffizient für jedermann?</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wie-gelingt-nachhaltige-energieversorgung-per-photovoltaik-kosteneffizient-fuer-jedermann</link>
                        <description>Kosten einsparen durch eine eigene dezentrale Energieerzeugung – das ist längst nicht jedem vergönnt: So ist etwa das Anbringen von Photovoltaik-Anlagen nicht überall möglich. Um dennoch eine grüne Energieversorgung für jedermann zu ermöglichen, tüftelt ein Team aus Gründerinnen und Gründern an einem unkomplizierten Produkt mit Doppelnutzen: Es verdunkelt Innenräume und „verwertet“ dabei gleichzeitig Sonnenenergie. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der Europäische Sozialfond fördern das Gründungsteam mit dem Namen „GreenTerraWatts“ im Rahmen des EXIST-Programms.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kosten einsparen durch eine eigene dezentrale Energieerzeugung – das ist längst nicht jedem vergönnt: So ist etwa das Anbringen von Photovoltaik-Anlagen nicht überall möglich. Um dennoch eine grüne Energieversorgung für jedermann zu ermöglichen, tüftelt ein Team aus Gründerinnen und Gründern an einem unkomplizierten Produkt mit Doppelnutzen: Es verdunkelt Innenräume und „verwertet“ dabei gleichzeitig Sonnenenergie. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der Europäische Sozialfond fördern das Gründungsteam mit dem Namen „GreenTerraWatts“ im Rahmen des EXIST-Programms.</strong></p>
<p>Bis 2045 soll Deutschland treibhausgasneutral werden. Der Ausbau von erneuerbaren Energien wird dafür konsequent verfolgt. So sollen nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs durch Erneuerbaren Energien gedeckt werden&nbsp; – doppelt so viel wie noch im Jahr 2021. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Solarenergie: Bereits jetzt werden jeden Tag deutschlandweit Photovoltaik-Anlagen in der Größe von 34 Fußballfeldern installiert. Doch diese dezentrale und nachhaltige Art der Energieerzeugung, mit der sich eine Reduzierung des CO₂-Ausstoßes realisieren lässt, ist – aus verschiedenen Gründen – nicht überall umsetzbar: Mietshäuser, sehr hohe oder denkmalgeschützte Gebäude bleiben mitunter außen vor.</p>
<p>Hier setzt das Vorhaben des Gründungsteams „GreenTerraWatts“ an. Mit dabei ist der Physiker Dr. Jens Nettersheim – er sagt: „Wir wollen jeden befähigen, erneuerbare Energien zu erzeugen. Auch Leute, die zur Miete oder in denkmalgeschützten Häusern wohnen.“ Die innovative Idee: Eine Art Jalousie, ein Verdunklungsprodukt, das gleichzeitig die Gewinnung von Solarenergie ermöglicht – über Lamellen mit Solarpaneelen. „Man kann damit einen Raum abdunkeln. Aber genauso Geld einsparen, weil man selbst und dezentral Energie erzeugt.“ Das Produkt passe sich automatisch dem Sonnenstand an, „um maximale Energie zu erzeugen und Fenster gleichzeitig optimal abzudunkeln“. Die Montage sei sehr einfach, es müsse nicht gebohrt werden: „Das Produkt wird von innen an einen Fensterrahmen angebracht. Man braucht also kein Gerüst, um ein Gebäude in irgendeiner Form von außen zu verändern. Und es lässt sich genauso in sehr hohen Häusern nutzen“, erklärt Nettersheim.</p>
<p>Einen Prototyp gibt es bereits. Derzeit seien vor allem Firmenkunden ihre primäre Zielgruppe, später könnten aber auch Privatkunden hinzukommen, erklärt Biophysik-Student Nicolai Alexander Rachul, der ebenfalls zum Team von GreenTerraWatts gehört: „Zugleich sind wir auf der Suche nach Investoren. Wir sind offen für Synergien, die uns helfen, in den Markt weiter hinein zu kommen.“ Denn: „Der Markt in diesem Bereich boomt. Zudem gibt es einen Trend zur Dezentralisierung.“ Zwar existiere bereits ein ähnliches Produkt, räumt Nicolai Alexander Rachul ein, allerdings sei dies weniger stabil. Zudem müsse in diesem Fall die Hausfassade beim Anbringen baulich verändert werden.&nbsp;</p>
<p><strong>Über GreenTerraWatts</strong></p>
<p>Mit ihrer Idee konnte das Team um GreenTerraWatts bereits mehrfach überzeugen: Im Jahr 2024 beim Geschäftsideenwettbewerb Triathlon der Universität des Saarlandes holten sie den ersten Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit – und beim Businessplan-Wettbewerb des Business + Innovation Center in Kaiserslautern den dritten Platz. Insgesamt besteht das Team aus fünf Leuten, die sich mit ihrer jeweiligen Spezialisierung einbringen: Nicolai Alexander Rachul studiert aktuell Biophysik an der ֱ, hat bereits Gründungserfahrung und übernimmt bei GreenTerraWatts vor allem den technischen Part und den Vertrieb. Dr. Jens Nettersheim, zugleich Postdoktorand am Fachbereich Physik der ֱ, ist für technische und administrative Angelegenheiten zuständig.&nbsp;</p>
<p>Katarzyna Gorzedowski ist die Finanzexpertin im Team: Sie kann viele Jahre Berufserfahrung und ein abgeschlossenes BWL-Studium vorweisen. Jasmin Awan hat einen Bachelor in „International Business Management Trinational“ und einen Master in „Integrativer Sozialwissenschaft“ und in „Organisationsentwicklung“.&nbsp;Im GreenTerraWatts Team übernimmt sie das Marketing. Sandesh Gharge wiederum hat einen Master in Informatik und kümmert sich um die Software, die es den Kunden von GreenTerraWatts ermöglichen soll, das Verdunklungsprodukt leicht zu bedienen: So soll sich beispielsweise die Verdunklungsintensität einstellen lassen. Nicolai Alexander Rachul erklärt: „Die Software ist derzeit in der Entwicklung. Sie wird sehr umfangreich sein und wird es ermöglichen, das Gerät von überall aus zu steuern.“&nbsp;</p>
<p>Ihren Ursprung hat die Gründungsidee in der Summer School 2023 des Gründungsbüros der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern. Alle im Team, bis auf Sandesh Gharge, haben sich dabei kennengelernt und die Idee, die ursprünglich von Nicolai Alexander Rachul und&nbsp;Jens Nettersheim stammt, weiter ausgearbeitet. Getüftelt wurde dann in den eigenen vier Wänden. Als Mentorin stand ihnen Prof. Dr.-Ing. Sabine Hoffmann vom Fachgebiet Gebäudesysteme und Gebäudetechnik zur Seite. Das Gründungsbüro habe sie anschließend sehr gut unterstützt und den EXIST-Förderantrag gestellt. Auch das Patent- und Informationszentrum (PIZ) in Kaiserslautern sei eine wichtige Hilfe gewesen.&nbsp;</p>
<p>Die EXIST-Förderung für GreenTerraWatts, in dem Fall ein EXIST-Gründungsstipendium, ist am 1. Januar 2025 angelaufen. Ziel ist es nun, Marktsichtbarkeit zu gewinnen und den Business-Plan weiter zu verfeinern.</p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Nicolai Alexander Rachul<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+OSAhsffoufssbxbuut/dpn" data-mailto-vector="1">NR[at]greenterrawatts.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 22 Jan 2025 11:09:22 +0100</pubDate>
                        <title>Bedrohung der Tropenwälder durch Nährstoffeinträge: Studie zeigt dramatische Folgen menschlicher Aktivitäten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/bedrohung-der-tropenwaelder-durch-naehrstoffeintraege-studie-zeigt-dramatische-folgen-menschlicher-aktivitaeten</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Tropenwälder, oft als „Lungen der Erde“ bezeichnet, sind durch Abholzung oder Brandrodung, aber auch durch weniger sichtbare Bedrohungen wie Nährstoffanreicherung unter Druck geraten. Eine kürzlich in&nbsp;</strong><i><strong>Current Forestry Reports veröffentlichte Studie</strong></i><strong> untersucht erstmals systematisch, wie der Eintrag von Stickstoff, Phosphor und Kalium durch menschliche Aktivitäten wie Landwirtschaft das Wachstum und die Zusammensetzung dieser empfindlichen Ökosysteme beeinflusst.</strong></p>
<p>Das internationale Forschungsteam – unter Leitung der ֱ Kaiserslautern-Landau, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen (HAWK) sowie des HUN-REN Zentrums für ökologische Forschung in Ungarn – führte eine umfassende Meta-Analyse von 59 Studien durch. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Nährstoffzugabe fördert das Wachstum tropischer Baumsämlinge signifikant. So stiegen Sprossbiomasse im Durchschnitt um 26 Prozent und die Wachstumsraten um 14 Prozent. Vor allem die Kombination von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) hatte die deutlichsten Auswirkungen und führte zu einer Steigerung der Wachstumsrate um bis zu 27 Prozent. Besonders ausgeprägt waren die Effekte in saisonal trockenen Regionen, wo das Wachstum um bis zu 70 Prozent gesteigert wurde.</p>
<p><strong>Wachsende Bedrohung durch menschliche Aktivitäten</strong><br>„Stickstoff, Phosphor und Kalium sind wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum. Viele tropische Böden sind aber nährstoffarm“, unterstreicht Daisy Cárate Tandalla, Pflanzenökologin an der ֱ. Die zusätzliche Nährstoffzufuhr komme schnell wachsenden, konkurrenzstarken Arten daher überproportional zugute und könne die Zusammensetzung der Wälder nachhaltig verändern und ihre Fähigkeit zur Kohlenstoffspeicherung beeinträchtigen. &nbsp;</p>
<p>Die Forscher betonen, dass Nährstoffeinträge durch Landwirtschaft und fossile Brennstoffe weit über natürliche Ablagerungen hinausgehen und auch entlegene Tropenwälder erreichen. „Diese zusätzlichen Nährstoffe fördern schnell wachsende, konkurrenzstarke Baumarten, was die Artenvielfalt in Wäldern drastisch reduzieren und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel schwächen kann“, warnt Péter Batáry vom HUN-RUN-Zentrum.</p>
<p><strong>Vielseitige Forschung für ein globales Problem</strong><br>Die Analyse verdeutlicht, wie unterschiedlich tropische Bäume auf Nährstoffgaben reagieren, abhängig von Faktoren wie Klima, Boden und Methodik der Experimente. „Unsere Ergebnisse zeigen die Komplexität der Wechselwirkungen und unterstreichen, wie entscheidend eine nachhaltige Steuerung des Nährstoffmanagements ist“, so Jürgen Homeier von der HAWK.</p>
<p>Die Studie appelliert eindringlich, die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf tropische Ökosysteme global zu betrachten. Nur so können die Funktionen der Tropenwälder als Eckpfeiler des globalen Klimasystems langfristig geschützt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong><br>Cárate Tandalla, D., Homeier, J. &amp; Batáry, P. Responses of Tropical Tree Seedlings to Nutrient Addition: A Meta-analysis to understand future changes in Tropical Forest Dynamics.&nbsp;Curr. For. Rep.&nbsp;11, 3 (2025). </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br>iES, Institut für Umweltwissenschaften<br>Daisy Cárate Tandalla<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+edbsbuf/uboebmmbAsquv/ef" data-mailto-vector="1">dcarate.tandalla[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 21 Jan 2025 10:17:42 +0100</pubDate>
                        <title>Nicht nur zu Spritzphasen: Pestizidmischungen das ganze Jahr über in Böden und Pflanzen präsent</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/nicht-nur-zu-spritzphasen-pestizidmischungen-das-ganze-jahr-ueber-in-boeden-und-pflanzen-praesent</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Chemisch-synthetische Pestizide werden in der konventionellen Landwirtschaft in verschiedenen Kulturen wie im Ackerbau, Gemüseanbau oder Weinbau eingesetzt. Eine aktuell im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichte Studie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat die Pestizidbelastung erstmals im Jahresverlauf untersucht. Sie zeigt, dass Stoffe nicht nur während der Spritzphasen in den Feldern nachweisbar sind, sondern ganzjährig und auch auf angrenzenden Wiesen. Die Auswirkungen dieser chronisch nachgewiesenen komplexen Pestizidmischungen auf die Umwelt sind bislang nicht ausreichend untersucht und könnten erheblich sein.</strong></p>
<p>In Deutschland werden auf mehr als 30 Prozent der Landesfläche Kulturpflanzen angebaut. Seit den 1970er Jahren werden in der industriellen Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln im konventionellen Anbau flächendeckend chemisch-synthetische Pestizide zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung und Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten eingesetzt. Diese werden mittels Sprühtechnik großflächig ausgebracht – mehrfach pro Jahr und in Kombination verschiedener Wirkstoffe. Bis heute gibt es allerdings keinen Datensatz zur Belastung der Ackerböden. Die Studie, die im Kontext des Aktionsprogramms Insektenschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wurde, nahm die Anwesenheit von Pestizidwirkstoffen über ein ganzes Jahr auf.</p>
<p><strong>Weltweit erste Studie mit Messungen übers ganze Jahr</strong></p>
<p>Das Forschungsteam der ֱ führte von Februar 2021 bis Februar 2022 erstmals eine Studie mit monatlicher Probenahme durch. In je drei Feldern im Acker-, Gemüse- und Weinbau und den angrenzenden Wiesen in Rheinland-Pfalz wurden Oberboden- und Vegetationsproben im Abstand von einem, fünf und zwanzig Metern Entfernung zum Feld entnommen. Mit moderner Analysetechnik, mit der selbst geringe Konzentrationen nachgewiesen werden, wurden die Proben auf 93 gängige Pestizide untersucht.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen: Pestizide sind das ganze Jahr über in Böden und Vegetation in niedrigen Konzentrationen präsent. In den Böden fanden sich im Durchschnitt zehn Pestizide. In einer Probe hat das Forschungsteam 28 Stoffe gemessen. In der Vegetation konnten die Forschenden ebenfalls Pestizidmischungen nachweisen, hier jedoch mit jahreszeitlichen Schwankungen. Der Durchschnitt lag bei sieben Pestiziden in der Vegetation, die Maximalwerte in einzelnen Proben betrugen 25 Stoffe.</p>
<p>„Wir konnten zeigen, dass komplexe Mischungen von Pestiziden in niedrigen Konzentrationen das ganze Jahr über präsent sind. Welche Auswirkungen diese chronische Belastung von Mischungen auf die Umwelt hat, ist weitgehend unerforscht“, betont Umweltwissenschaftlerin Carolina Honert von der ֱ.</p>
<p><strong>Pestizide: Dauerhafte Präsenz in Böden und Vegetation</strong></p>
<p>Chemisch-synthetische Pestizide sind so konzipiert, dass sie gezielt wirken sollen. „Dennoch greifen viele dieser Stoffe grundlegende biologische Prozesse wie die Nervenleitung, Zellteilung oder die Synthese von Proteinen an, wodurch sie wenig spezifisch sind und auch viele so genannte Nicht-Zielarten wie Schmetterlinge oder Regenwürmer schädigen“, erläutert Carsten Brühl, Ökotoxikologe an der ֱ. Diese unspezifische Wirkweise ist der Grund für die bestehende Risikobewertung für die Zulassung von Pestiziden. Allerdings werden im europäischen Zulassungsverfahren die Stoffe einzeln betrachtet und keine Mischungen bewertet. Aus Sicht der Forschenden unzureichend, denn Studien belegen den Zusammenhang zwischen Pestiziden und dem Rückgang der Artenvielfalt. Insbesondere beim Insektenrückgang in der Kulturlandschaft spielen sie eine herausragende Rolle.</p>
<p><strong>Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt</strong></p>
<p>„Dass es nach mehr als 50 Jahren Einsatz von Pestiziden keine Daten zur Belastung der Ackerböden gibt, erscheint um so erstaunlicher, da Pestizide Bodenlebewesen wie Regenwürmer oder Springschwänze aber auch Mikroorgansimen und damit auch die Bodenfruchtbarkeit, die es ja für nachfolgende Generationen zu erhalten gilt, nachweislich negativ beeinflussen“, so Brühl. Organismen wie Insekten leben das ganze Jahr über in und außerhalb der Felder, als Ei im Boden, als Larve oder Raupe in der Vegetation und als ausgewachsenes Insekt dann in beiden Habitaten. „Daher ist es wichtig zu wissen, inwieweit die Böden und Pflanzen im Laufe des Jahres mit Pestiziden belastet sind“, so Brühl weiter. Und nicht nur die Ackerböden sind betroffen. Auch in den umgebenden Wiesen sind im Boden und in den Pflanzen Pestizide nachweisbar, da sie mit dem Wind verdriftet werden.</p>
<p><strong>Realität in der Pestizidzulassung nicht abgebildet</strong></p>
<p>In der aktuellen EU-weiten Praxis der Zulassung werden Einzelstoffe geprüft, aber nicht die Wirkung der in der Umwelt tatsächlich vorkommenden Mischungen, die in Ackerböden bis zu 28 verschiedene Pestizide umfassen können. In der aktuellen Studie wurden auch Pestizide nachgewiesen, die nicht im Untersuchungsjahr ausgebracht wurden. Das deutet laut der Forschenden auf längere Abbauraten in der Umwelt hin, als durch die Risikobewertung im Rahmen der Zulassung angenommen. Hinzu kommt der Ferntransport. „In einer anderen Studie (Brühl et al. 2023) haben wir in den Alpen die Ausbreitung von Pestiziden vom Apfelanbau im Tal untersucht und konnten diese selbst in Gipfelregionen und Schutzgebieten nachweisen“ so Brühl. „Wir müssen annehmen, dass Landschaften mit Agraranteil chronisch mit Pestiziden belastet sind“.</p>
<p><strong>Einhaltung globaler Pestizid-Reduktionsziele notwendig</strong></p>
<p>„Die nachgewiesenen komplexen Mischungen, die in mehr als 300 verschiedenen Kombinationen vorlagen, können nicht über eine Risikobewertung abgedeckt werden“, unterstreicht Brühl. Zudem sei der Umgang mit der realen Mischungstoxizität Aufgabe des Gesetzgebers. Die Forschenden plädieren daher für die schnelle Umsetzung einer deutlichen Reduktion des Pestizideinsatzes und -risikos um 50 Prozent, wie es in weltweiten Zielen des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal für 2030 definiert wurde. Alternative Anbausysteme bestehen bereits in vielfältiger Weise, sie müssen nur breitenwirksam dargestellt und in der Fläche gefördert und umgesetzt werden.</p>
<p>„Wir müssen jetzt handeln“, fordert Brühl. „Denn obwohl der Rückgang der Biodiversität von politischen Entscheidungsträgern wegen geringer Attraktivität in Wahlen in den Hintergrund gedrängt wird, besteht das Problem weiterhin und wird unsere Lebensgrundlage negativ beeinflussen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:&nbsp;</strong><br>Carolina Honert, Ken Mauser, Ursel Jäger, Carsten A. Brühl. 2025. Exposure of insects to current use pesticide residues in soil and vegetation along spatial and temporal distribution in agricultural sites. <i>Scientific Reports.&nbsp;</i></p>
<p><br><strong>Weitere in der Meldung genannte Studie:</strong><br>Carsten A. Brühl, Nina Engelhard, Nikita Bakanov, Jakob Wolfram, Koen Hertoge &amp; Johann G. Zaller 2023. Widespread contamination of soils and vegetation with current use pesticide residues along altitudinal gradients in a European Alpine valley. <i>Communications Earth &amp; Environment.</i> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt:&nbsp;</strong><br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften Landau<br><br>Prof. Dr. Carsten A. Brühl<br>+ 49 (0)6441 280-31310<br>carsten.bruehl@rptu.de</p>
<p>Carolina Honert<br>+ 49 (0)6441 280-31871<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+dbspmjob/ipofsuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">carolina.honert[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-16641</guid>
                        <pubDate>Tue, 21 Jan 2025 10:13:00 +0100</pubDate>
                        <title>Forschungsprojekt: Vorzeitige Ausfälle an Lagern verstehen, nachhaltigen Einsatz fördern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/vorzeitige-ausfaelle-an-lagern-verstehen-nachhaltigen-einsatz-foerdern-forschungsgruppe-erhaelt-45-millionen-foerderung</link>
                        <description>Lager aus hochfestem Stahl sind nahezu überall verbaut: von der Radnabe am Fahrrad über Einspritzsysteme in Nutzfahrzeugen bis hin zu Getrieben in Windkraftanlagen. Sie fixieren gegeneinander bewegliche Bauteile und fangen Kräfte auf. Angesichts der Ressourceneffizienz ist es entscheidend, dass diese kritischen Bauteile mindestens ihre volle Lebensdauer erreichen. Eine Forschungsgruppe untersucht aktuell die Mechanismen hinter vorzeitiger Materialermüdung. Im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steht ein Phänomen, das mit dem Ausfall von Windkraftgetrieben in Zusammenhang steht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit rund 4,5 Millionen Euro.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lager aus hochfestem Stahl sind nahezu überall verbaut: von der Radnabe am Fahrrad über Einspritzsysteme in Nutzfahrzeugen bis hin zu Getrieben in Windkraftanlagen. Sie fixieren gegeneinander bewegliche Bauteile und fangen Kräfte auf. Angesichts der Ressourceneffizienz ist es entscheidend, dass diese kritischen Bauteile mindestens ihre volle Lebensdauer erreichen. Eine Forschungsgruppe untersucht aktuell die Mechanismen hinter vorzeitiger Materialermüdung. Im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steht ein Phänomen, das mit dem Ausfall von Windkraftgetrieben in Zusammenhang steht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit rund 4,5 Millionen Euro.</strong></p>
<p>Beim Betrieb von Windkraftanlagen wurde das Schadensphänomen entdeckt: Lager, die im Getriebe sitzen und die Bewegung der Welle zwischen Windrad und Stromgenerator führen, versagten vermehrt deutlich früher als technisch ausgelegt. „Diese Lager haben nur ein bis zehn Prozent der erwarteten Lebensdauer erreicht. Das führt bei derart großen Anlagen zu enormem zusätzlichen Instandhaltungs- und Ressourcenaufwand – insbesondere, wenn sie offshore installiert sind“, erklärt Professor Eberhard Kerscher, der an der ֱ Kaiserslautern-Landau forscht und die neue Forschungsgruppe gemeinsam mit Professor Ulrich Krupp, RWTH Aachen, leitet. „Um Windkraftanlagen technisch zu optimieren, erforscht die Wissenschaft die zugrundeliegenden Schädigungsprozesse seit den 1990er-Jahren intensiv. Viele Ansätze zur Klärung sind in der Diskussion, die Mechanismen dahinter jedoch längst nicht vollständig verstanden. Zusätzliche Bedeutung erhält die Forschungsarbeit dadurch, dass diese vorzeitigen Ausfälle nicht nur auf zyklisch hoch beanspruchte Lager in Windkraftgetrieben beschränkt sind.“</p>
<p><strong>Fokus auf mechanische Schäden im Werkstoff</strong></p>
<p>Die Forschungsgruppe, die Expertise in Werkstoffprüfung, Werkstoffkunde, Oberflächen- und Grenzflächenanalytik, Mechanik und Elektronenmikroskopie vereint, will künftig mehr Licht ins Dunkel bringen. Die Forschenden setzen hierzu bei zwei bereits bekannten Phänomenen der Materialermüdung an, welche plötzlich zum Versagen von zyklisch beanspruchten Bauteilen führen können. Zum einen untersuchen sie lokal begrenzte Feinkornbildung (fine granular area, FGA bzw. optical dark area, ODA), die bei hoher zyklischer Langzeitbeanspruchung im Inneren von Bauteilen aus hochfestem Stahl auftritt. Damit verbunden ist immer eine Rissbildung, wobei der Rissausgang mit der Feinkornzone direkt zusammenfällt. „Bei den Frühausfällen von hochbeanspruchten Lagern, unter anderem in Windkraftanlagen, beobachtet man in den meisten Fällen im Bereich der Schädigungsinitiierung ebenfalls eine Feinkornbildung, die in diesem Fall mit Rissnetzwerken einhergeht. Diese Veränderungen im Materialgefüge entstehen unterhalb der Laufflächen der Lager“, ergänzt Kerscher. In der Wissenschaft heißt das Phänomen „weiß anätzende Rissflanken“ (white etching cracks, WEC). Der Name kommt daher, dass unter dem Lichtmikroskop die Rissflanken weiß erscheinen, wenn ein Mikroschliff des geschädigten Werkstoffs poliert und mit einem Kontrastmittel behandelt, d.h. geätzt wird.</p>
<p><strong>Erst die Henne oder das Ei?</strong></p>
<p>„Wir gehen davon aus, dass zwischen den beiden Schadensursachen enge Analogien bestehen“, erklärt Kerscher. „Unser Forschungsziel ist es, zunächst die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig zu klären und basierend auf den Erkenntnissen werkstofftechnische Konzepte zur Verhinderung zu entwickeln.“ Dabei widmet sich das Forschungsteam auch einem in der Wissenschaft viel diskutierten „Henne-Ei-Problem“: Entsteht die Feinkornbildung dadurch, dass zuerst Risse vorhanden sind und deren Rissflanken aufeinanderschlagen, oder löst die Ermüdungsbeanspruchung zunächst eine Feinkornbildung aus und es kommt nachfolgend zu Rissen?</p>
<p class="Lead"><strong>Zusammenwirken von vier Technischen Universitäten und zwei Instituten</strong></p>
<p>Am Forschungsvorhaben, vollständig betitelt mit „Identifikation der Entstehungsmechanismen weiß anätzender Rissflanken und feinkörniger dunkler Zonen bei Ermüdungsbeanspruchung – Parallelen und Unterschiede (White and Dark)“, sind folgende Partner beteiligt:</p><ul class="list-normal"> 	<li>ֱ: Projektleiter Professor Eberhard Kerscher, Professor Tilmann Beck und Dr. Bastian Blinn</li> 	<li>RWTH Aachen: Professor Christoph Broeckmann, Professor Ulrich Krupp, Professor Joachim Mayer, Dr. Alexander Schwedt , und Dr. Marion Kreins</li> 	<li>TU Darmstadt: Professor Ralf Müller</li> 	<li>Uni Kassel: Professorin Wenwen Song</li> 	<li>IFOS: Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik: Dr. Anna Demchenko<br> 	&nbsp;</li> </ul><p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Eberhard Kerscher<br> Arbeitsgruppe Werkstoffprüfung, ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205- 2136<br> E-Mail: &nbsp;@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 14 Jan 2025 11:00:45 +0100</pubDate>
                        <title>Neuer berufsbegleitender Master-Fernstudiengang „Nachhaltige Architektur und Technik“</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-berufsbegleitender-master-fernstudiengang-nachhaltige-architektur-und-technik</link>
                        <description>Die Qualifikationen für das Bauen der Zukunft vermittelt ein neuer Fernstudiengang, der zum Wintersemester 2025/26 an der ֱ startet. Der berufsbegleitende, weiterbildende Masterstudiengang „Nachhaltige Architektur und Technik“ richtet den Fokus auf die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Planungsdisziplinen im Bauwesen für eine ganzheitliche Herangehensweise. Fernstudierende erlernen bzw. vertiefen nicht nur Wissen in den Bereichen der Architektur und der Planung technischer Gebäudeausrüstung (TGA-Planung), sondern sie werden befähigt, Problematiken beider Disziplinen in Kooperation miteinander zu lösen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Qualifikationen für das Bauen der Zukunft vermittelt ein neuer Fernstudiengang, der zum Wintersemester 2025/26 an der ֱ startet. Der berufsbegleitende, weiterbildende Masterstudiengang „Nachhaltige Architektur und Technik“ richtet den Fokus auf die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Planungsdisziplinen im Bauwesen für eine ganzheitliche Herangehensweise. Fernstudierende erlernen bzw. vertiefen nicht nur Wissen in den Bereichen der Architektur und der Planung technischer Gebäudeausrüstung (TGA-Planung), sondern sie werden befähigt, Problematiken beider Disziplinen in Kooperation miteinander zu lösen.</strong></p>
<p>„Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Planungsdisziplinen im Bauwesen wird immer wichtiger. Leider spiegelt sich diese Notwendigkeit nicht in den Studiengängen der Architektur, des Bauingenieurwesens und der Gebäudetechnik wider. Auf der Basis mehrjähriger Erfahrung bei der Planung und Durchführung interdisziplinärer Lehrveranstaltungen für Studierende in Architektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik nimmt sich der Studiengang ‚Nachhaltige Architektur und Technik‘ genau dieser Problematik an. In sogenannten integralen Seminaren und interdisziplinären Projekten werden wir in diesem in Deutschland bisher einmaligen Studiengang die Aufgabenstellungen an die unterschiedlichen Disziplinen so verbinden, dass ein gemeinschaftliches und besseres Verständnis für die Architekturplanung, Erzeugung und Nutzung von Energie sowie die Gebäudetechnik entsteht. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs werden in allen Feldern der Steuerung und Planung begehrt sein“, unterstreicht Architektur-Professor Andreas Winkels, fachlicher Leiter des Studiengangs.</p>
<p>Der Fernstudiengang richtet sich an Interessierte, die aus dem Fachgebiet Architektur oder der Planung der technischen Gebäudeausrüstung kommen und sich in der jeweils anderen Fachrichtung weiterbilden möchten, um im Berufsalltag Brücken zwischen beiden Disziplinen zu schlagen.</p>
<p>Nach den beiden Master-Fernstudiengängen „Sport- und Gesundheitstechnologie“ sowie „Quantum Technologies“, die im Wintersemester 2024/25 den Lehrbetrieb aufgenommen haben, ist damit ein weiteres zukunftsweisendes Fernstudienangebot an der ֱ in Vorbereitung. „Wir freuen uns über dieses innovative Studienangebot, das unser Portfolio in Zukunft erweitern wird. Insbesondere da wir dabei erstmalig mit dem Fachbereich Architektur unserer Universität ein gemeinsames Studienangebot realisieren“, so Dr. Nadine Bondorf, geschäftsführende Leiterin des Distance and Independent Studies Center (DISC), dem Fernstudienzentrum der ֱ. Das DISC bietet seit mehr als 30 Jahren berufsbegleitende, weiterbildende Masterstudiengänge sowie kürzere Programme, die mit einem Zertifikat abschließen, in den Bereichen Sozial-, Wirtschafts-, Rechts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften im Fernstudienmodus an.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie unter fernstudium.rptu.de.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Anja Steinbach, M.Sc.<br> Distance and Independent Studies Center der ֱ<br> T: 0631 205-5350<br> E: fernstudium-nat@rptu.de&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 06 Jan 2025 10:37:19 +0100</pubDate>
                        <title>Tijan Sila ist neuer Inhaber der Landauer Poetik-Dozentur - Vorlesung am 11. Januar 2025</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/tijan-sila-ist-neuer-inhaber-der-landauer-poetik-dozentur-vorlesung-am-11-januar-2025</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Er ist Berufsschullehrer in Kaiserslautern, Gitarrist der Punkband Korrekte Drinks und vor allem erfolgreicher Autor: Der aktuelle Bachmann-Preisträger und kürzlich mit dem Martha-Saalfeld-Preis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnete Tijan Sila ist Inhaber der 16. Poetik-Dozentur der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ).</strong></p>
<p>Tijan Sila erhält die Poetik-Dozentur, weil er mit seiner prägnanten, oft humorvollen Sprache überzeugt und soziale wie kulturelle Dynamiken mit einem unvergleichlichen Zusammenspiel aus Tiefgang und Leichtigkeit beleuchtet. Am Samstag, 11. Januar, gibt Tijan Sila unter dem Titel „Tiefgang und Leichtigkeit“ einen Einblick in seinen Schreibprozess und spricht über den Einfluss seiner Biografie auf seine Werke und die Herausforderungen des literarischen Schaffens (16:30 im Konferenzraum der ֱ in Landau, Fortstraße 7).</p>
<p>Sila, geboren 1981 in&nbsp;Sarajevo, kam während des Bosnienkriegs mit seiner Familie nach Deutschland und wuchs in&nbsp;Landau&nbsp;auf. Heute lebt er als Schriftsteller in&nbsp;Kaiserslautern. Seine Werke, die oft Themen wie Migration, Identität und gesellschaftliche Spannungen behandeln, zeichnen sich durch Tiefgang, Humor und sprachliche Raffinesse aus.</p>
<p>Bereits sein Debütroman&nbsp;„Tierchen unlimited“&nbsp;(2017) sorgte für Aufsehen und porträtierte auf pointierte Weise eine zwischen Kulturen aufwachsende Generation. In seinen folgenden Romanen&nbsp;„Die Fahne der Wünsche“&nbsp;(2018) und&nbsp;„Krach“&nbsp;(2021) setzte er sich mit Fragen des Widerstands, Subkultur und Gemeinschaft auseinander. In&nbsp;„Radio Sarajevo“&nbsp;(2023) widmet er sich eindringlich dem Leben im kriegsgezeichneten Sarajevo und setzt seiner Generation der „Kriegskinder“ ein literarisches Denkmal. Für seinen Text&nbsp;„Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde“&nbsp;erhielt Sila den&nbsp;Ingeborg-Bachmann-Preis 2024.</p>
<p><strong>Zur Landauer Poetik-Dozentur</strong></p>
<p>Die&nbsp;Landauer Poetik-Dozentur, vergeben vom&nbsp;Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)&nbsp;der ֱ, hat seit 2010 eine feste Tradition. Die Poetik-Dozentur der ֱ in Landau versteht sich als Forum der kulturellen Begegnung mit dem Ziel, Literatur lebendig werden zu lassen. Sie bietet herausragenden Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, einem breiten Publikum Einblicke in ihr literarisches Schaffen und ihre Arbeitsweise zu bieten. Bisherige Dozentinnen und Dozenten waren unter anderem Daniel Kehlmann, Sibylle Lewitscharoff und Sebastian Fitzek. Mit der Poetik-Vorlesung von Tijan Sila setzt die ֱ ihre Tradition als&nbsp;Ort des kulturellen Austauschs&nbsp;und der literarischen Reflexion fort. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Studierende, sondern ausdrücklich an das an Literatur interessierte Publikum aus Landau und der Region.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt und Information:</strong></p>
<p>Anja Ohmer, E-Mail:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anja.ohmer[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 12 Dec 2024 15:52:33 +0100</pubDate>
                        <title>Automatisierte Rettungsgasse: Technik rettet Menschenleben</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/automatisierte-rettungsgasse-technik-rettet-menschenleben</link>
                        <description>Rettungskräfte sollen schneller und vor allem sicherer an ihren Einsatzort kommen – möglich macht dies eine neue Technik, die von Forschenden unter Federführung der ֱ entwickelt worden ist. Autofahrende erhalten dabei frühzeitig die Information, dass sich ein Einsatzfahrzeug nähert – lange noch bevor das Martinshorn zu hören ist. Ebenso ist die automatisierte Bildung einer Rettungsgasse möglich. Die dafür nötige Software steht nun bereit für die Anwendung. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rettungskräfte sollen schneller und vor allem sicherer an ihren Einsatzort kommen – möglich macht dies eine neue Technik, die von Forschenden unter Federführung der ֱ entwickelt worden ist. Autofahrende erhalten dabei frühzeitig die Information, dass sich ein Einsatzfahrzeug nähert – lange noch bevor das Martinshorn zu hören ist. Zudem ist die automatisierte Bildung einer Rettungsgasse möglich. Die dafür nötige Software steht nun bereit für die Anwendung. </strong></p>
<p>Mit Blaulicht, hoher Geschwindigkeit und vorbei an so manch roter Ampel – für Rettungswagen-Fahrende ist ein solcher Einsatz die pure Stresssituation: Sie müssen damit rechnen, dass andere Verkehrsteilnehmende sie nicht rechtzeitig bemerken – oder auf die Schnelle nicht wissen, wohin sie ausweichen sollen. Eine kritische Situation für alle Verkehrsbeteiligten – denn dabei steigt auch das Unfallrisiko für sie selbst um 17 Prozent.</p>
<p>Eine von Forschenden der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) entwickelte Technik könnte solche Situationen entschärfen und damit im Ernstfall Menschenleben retten: Professor Naim Bajcinca, Leiter des Lehrstuhls für Mechatronik, und sein Team haben eine Software entwickelt, die dafür sorgt, dass Fahrzeuge automatisiert eine Rettungsgasse bilden könnten – sodass Rettungskräfte letztendlich sicherer und schneller zu ihrem Einsatzort gelangen. „Rettungsdienstverbände schätzen, dass ein um vier Minuten früheres Eintreffen der Einsatzkräfte die Überlebenschancen von Schwerverletzten um bis zu 40 Prozent verbessert“, unterstreicht Naim Bajcinca die Handlungsnotwendigkeit.</p>
<p><strong>Wie AORTA den Weg frei macht</strong></p>
<p>Der Ansatz von Bajcinca und seinem Team: Verkehrsteilnehmende erhalten beispielsweise über ihr Handy oder ein Navigationssystem die Information, dass ein Einsatzfahrzeug naht. Diese Information trifft frühzeitig bei ihnen ein – lange noch bevor ein Martinshorn zu hören ist. Aufgrund dieser Information können Autofahrende dann entweder selbst rechtzeitig zur Seite fahren oder – verfügt das Fahrzeug über ein Park-Assistenzsystem – sich aus der Spur fahren lassen. „Autonom fahrende Fahrzeuge wiederum würden ganz automatisch zur Seite fahren“, ergänzt Bajcinca. Rettungswagen-Fahrende bekommen zeitgleich im Einsatzfahrzeug digital die Spur angezeigt, die für sie freigehalten wird. Das Bilden einer Rettungsgasse wird für alle Beteiligten somit eine wesentlich entspanntere Angelegenheit.</p>
<p>AORTA heißt das damit einhergehende Forschungsprojekt - und steht für „<strong>A</strong>ut<strong>o</strong>matisierte Bildung von <strong>R</strong>e<strong>t</strong>tungsg<strong>a</strong>ssen in komplexen Szenarien durch intelligente Vernetzung“. Naim Bajcinca konkretisiert: „Im Rahmen von AORTA haben wir eine Softwareplattform entwickelt, bei der eine Künstliche Intelligenz bestimmte Fahrentscheidungen trifft. Fahrentscheidungen, die auf die jeweilige Situation im Straßenverkehr reagieren – und die jedem Verkehrsteilnehmendem personalisiert und digital mitgeteilt wird.“ Oder vereinfacht ausgedrückt: Jeder erhält eine auf seine spezifische Situation zugeschnittene Handlungsempfehlung – ob man also beispielsweise mit seinem Auto nach links, rechts, vorne oder hinten ausweichen soll. „Die Plattform sammelt dazu Informationen von Fahrzeugen, genauso wie auch digitale Informationen über die Straßeninfrastruktur und von Sensoren wie Kameras entlang der Route eines Einsatzfahrzeuges.“</p>
<p>Gefördert wurde das Projekt von Januar 2021 bis Dezember 2024 durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit 4,26 Millionen Euro. Insgesamt hatte das Projekt ein Volumen von über sechs Millionen Euro. Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen und Industriepartner kooperierten hierbei, wobei die Federführung bei der ֱ lag. So waren neben den Partnern vor Ort, der Stadt Kaiserslautern und dem Arbeiter-Samariter-Bund Kaiserslautern, auch beteiligt: Capgemini Engineering, Altran Deutschland S.A.S. &amp; Co. KG, Bundesanstalt für Straßenwesen, Dresden Elektronik Ingenieurtechnik GmbH, DC Vision Systems GmbH, 3D Mapping Solutions GmbH und AKKA DSO GmbH.</p>
<p>Sie alle brachten ihr spezifisches Wissen ein – ging es etwa um Mensch-Maschine-Schnittstelle, Kamera-Technik, oder die in diesem Fall sehr mannigfaltige Informationsverarbeitung. Der Arbeiter-Samariter-Bund Kaiserslautern etwa bereicherte das Projekt mit Einblicken in den Ablauf und die Komplexität von entsprechenden Einsatzfahrten: Ein Rettungswagen wurde mit einer Kamera und Sensortechnik ausgestattet. Im Vorfeld konnten so Fahrmanöver entlang einer Einsatzroute analysiert werden. Dass die Technik funktioniert, konnten Tests unter anderem in Kaiserslautern an der Trippstadter Straße eindrucksvoll unter Beweis stellen.</p>
<p><strong>Technik soll nicht in der Schublade verschwinden</strong></p>
<p>AORTA ist nun bereit für die Anwendung. Naim Bajcinca sucht deshalb den Kontakt zu weiteren Rettungsdiensten, will mit ihnen ausloten, wie sich AORTA in die Breite bringen lässt. „Das Know-how steht“, sagt der Professor. „Wir haben eine umfangreiche und leistungsstarke Software entwickelt. Diese soll jetzt nicht in der Schublade verschwinden.“ Er appelliert zudem an politische Entscheidungsträger und die Automobilbranche: „Entscheidend für eine Einführung des Systems sind auch förderliche politische Rahmenbedingungen und Fahrzeughersteller, die es in ihre Fahrzeuge einbauen. Und Onlinedienste wie Google Maps, die diesen Service bei sich integrieren wollen.“ Zudem könnten Versicherungen ein berechtigtes Interesse an der Innovation haben: Man denke nur an die Unfallkosten, die sich mithilfe von AORTA vermeiden ließen.</p>
<p>Naim Bajcinca ist offen für Gespräche mit Interessierten – und ergänzt: „Ein erster Schritt könnte die Entwicklung einer App sein, die sich jeder herunterladen kann.“ Dies ließe sich, so schätzt er, innerhalb von etwa zwei Jahren realisieren. „Doch dafür brauchen wir starke Partner.“ Ansporn gibt es genug – insbesondere, dass eine solche App künftig Menschenleben retten könnte.<br> &nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr.-Ing. Naim Bajcinca<br> Lehrstuhl für Mechatronik, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+objn/cbkdjodbAsquv/ef" data-mailto-vector="1">naim.bajcinca[at]rptu.de</a><br> T: 0631 205-3230</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 11:23:52 +0100</pubDate>
                        <title>Film ab in der Lehrkräftebildung: Hochschulperle des Monats Dezember geht nach Rheinland-Pfalz</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/film-ab-in-der-lehrkraeftebildung-hochschulperle-des-monats-dezember-geht-nach-rheinland-pfalz</link>
                        <description>Pressemitteilung des Stifterverbands</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Default"><strong>Bei der Vermittlung von unterrichtlichem Handeln geht die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) neue Wege. In dem Projekt „Mikro – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung“ analysieren Lehramtsstudierende mithilfe von Videoaufzeichnungen das Lehrverhalten beim Unterrichten der deutschen Rechtschreibung<em>.</em> Dank der Kooperation mit einer lokalen Schule können sie zudem ihr eigenes Lehrverhalten anhand von Mikroszenen aus selbst aufgezeichnetem Filmmaterial reflektieren. Für dieses innovative Konzept zur Lehrkräftebildung für die Vermittlung des wichtigen Themas Rechtschreibung vergibt der Stifterverband die Hochschulperle des Monats Dezember.</strong></p>
<p class="Default">Die Hochschulperle des Monats Dezember zum Thema „Lehrkräftebildung neu gestalten“ geht an das Projekt „Mikro – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung“<em>.</em> In einem Masterseminar ihrer germanistischen Lehramtsausbildung zum Thema Rechtschreibung und Schriftsystem analysieren die Studierenden der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität ausgewählte Unterrichtsszenen zur Vermittlung dieses Themas in der Sekundarstufe I. Dabei liegt der Fokus auf der Interaktion zwischen Lehrkraft und Schülerinnen und Schülern bei der Anwendung verschiedener didaktischer Modelle.</p>
<p>Anschließend erproben die Studierenden in Kleingruppen selbst einen interaktiven Lernprozess. Mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen fünf und sechs eines kooperierenden Gymnasiums veranstalten sie eine Rechtschreibwerkstatt, in der ausgewählte Themen des deutschen Schriftsystems behandelt werden. Dabei geht es nicht um das Unterrichten von striktem Regelwissen, sondern um die interaktive Vermittlung verschiedener Aspekte des deutschen Schriftsystems, beispielsweise der satzinternen Großschreibung, wie sie auch für nominalisierte Verben gilt.</p>
<p>Die Sitzungen der Schreibwerkstatt werden auf Video aufgezeichnet. Danach sichten die angehenden Lehrkräfte das Filmmaterial im Rahmen einer Forschungswerkstatt. Alle Studierenden wählen aus ihrem Video eine etwa einminütige Szene aus und transkribieren diese. Sie analysieren ihr Lehrverhalten sowie das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler und stellen ihre Erkenntnisse anschließend im Seminar vor. So haben sie die Möglichkeit, ihre eigene Lehrpraxis reflektieren und verbessern zu können. Die Studierenden der Fachdidaktik Germanistik evaluierten das Seminar aufgrund dieses Einsatzes von Mikroszenen auch sehr positiv. Daher ist nun geplant, ausgewählte Mikroszenen weiter aufzubereiten, sie in anderen Seminaren des Lehramtsstudiums im Fach Deutsch an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität einzusetzen und die Transkripte der Mikroszenen zu publizieren.</p>
<p class="MsoNoSpacing">„Wir freuen uns, mit ‚Mikro – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung‘<em> </em>ein weiteres beispielhaftes Projekt auszeichnen zu können“, so die Jury des Stifterverbandes zu ihrer Entscheidung, die Hochschulperle des Monats Dezember an das Projekt der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität zu vergeben. „Uns überzeugt insbesondere der Fokus auf das Thema Rechtschreibung sowie die vielfältige Nutzung neuer Medien in der Lehrkräftebildung. Dadurch trägt das Projekt deutlich dazu bei, Theorie-Praxis-Bezüge zu verstärken.“</p>
<p class="MsoNoSpacing">Weitere Informationen zum Projekt „Mikro – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung“ finden Sie auf der .</p>
<p class="MsoNoSpacing"><br> <strong>Hochschulperlen</strong> sind innovative, beispielhafte Projekte, die an einer Hochschule realisiert werden. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle vor. Aus den Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gekürt.</p>
<p class="MsoNoSpacing">Im Jahr 2024 sucht der Stifterverband nach Projekten, die zeigen, wie zukunftsfähige und attraktive Lehrkräftebildung aussehen kann. Diese sollen angelehnt an den Masterplan des Stifterverbandes zur Lösung der hier definierten Maßnahmen beitragen<strong> </strong>www.stifterverband.org/masterplan-lehrkraeftebildung.<strong> </strong>Einerseits besteht ein massiver Mangel an Lehrerinnen und Lehrern, andererseits werden künftige Lehrkräfte in der aktuellen Ausbildung nur unzureichend auf Herausforderungen im Berufsalltag und der Transformation vorbereitet. An vielen Hochschulen gibt es aber bereits gute Ansätze, um diese Probleme anzugehen – diese Ideen und Konzepte möchte der Stifterverband auszeichnen und sichtbar machen. Bewerbungen und Vorschläge sind jederzeit möglich unter .</p>
<p class="MsoNoSpacing"><br> <strong>Der Stifterverband</strong> ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen, Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen, fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: Bildung und Kompetenzen sowie Kollaborative Forschung und Innovation.&nbsp;<br> &nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><em><strong>Quelle:</strong> Pressemitteilung des Stifterverbands</em><br> &nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><strong>Kontakte:</strong><br> Stifterverband<br> Peggy Groß<br> Pressesprecherin<br> Telefon 030 322982-530<br> <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+qsfttfAtujgufswfscboe/ef" data-mailto-vector="1">presse[at]stifterverband.de</a></p>
<p class="MsoNoSpacing"><br> Projekt  – Die Bedeutung von Mikroszenen für die Lehrkräftebildung<br> <br> Institut für Germanistik<br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität<br> Telefon 06341 280-32464<br> <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+cbscbsb/hfjtuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">barbara.geist[at]rptu.de</a></p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 06 Dec 2024 14:23:30 +0100</pubDate>
                        <title>Neue Forschungsbauten an der ֱ stärken interdisziplinäre  Spitzenforschung und schlagen Brücken zur praktischen Anwendung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neue-forschungsbauten-an-der-rptu-staerken-interdisziplinaere-spitzenforschung-und-schlagen-bruecken-zur-praktischen-anwendung</link>
                        <description>Pressemitteilung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zwei neue Forschungsbauten bieten an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) Raum für die interdisziplinäre Spitzenforschung, das Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE) und das Laboratory for Ultra-Precision and Micro Engineering (LPME). Bei der offiziellen Einweihung in Kaiserslautern hob Ministerpräsident Alexander Schweitzer den Stellenwert hervor, den hochmodern ausgestattete Hochschulstandorte und deren Spitzenforschung für das Land Rheinland-Pfalz haben. „Für die ֱ und den Forschungsstandort Rheinland-Pfalz ist dies ein ganz besonderer Nikolaustag. Die Neubauten bringen Spitzenforschung aus den Bereichen Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften unter ein Dach, um interdisziplinär zusammen forschen zu können. Ich danke allen, die an der Planung und Realisierung dieser hochkomplexen Forschungsgebäude mitgewirkt haben und wünsche Forschenden und Studierenden viel Erfolg bei der gemeinsamen Nutzung“, sagte der Ministerpräsident.</p>
<p><strong>Richtige Weichenstellung durch Forschungsinitiative des Landes</strong></p>
<p>„Wir haben in Rheinland-Pfalz unsere Forschungspolitik auf die langfristige Förderung profilbildender Forschungsbereiche angelegt. So werden über die Forschungsinitiative seit 2008 die Rahmenbedingungen für herausragende Forschung landesweit mit 320 Millionen Euro nachhaltig verbessert“, so der Ministerpräsident weiter. So seien auch dem ֱ-Campus Kaiserslautern bis heute rund 90 Millionen zusätzliche Forschungsmittel zugeflossen, bis 2029 seien es nochmal weitere 21 Millionen Euro. „Dass die Forschungsinitiative Früchte trägt, wird auch durch diese beiden hochmodernen Laborgebäude sichtbar. Sie werden künftig dazu beitragen, die bereits erfolgreichen Forschungsaktivitäten weiter zusammenzuführen. Davon profitierten nicht nur die Forschenden, sondern der Forschungsstandort Kaiserslautern wird national und international noch sichtbarer und als Kooperationsstandort noch attraktiver“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer.</p>
<p>Die Baukosten für die Forschungsbauten – rund 40 Millionen Euro beim LASE und rund 43 Millionen Euro beim LPME – hatten Land und Bund jeweils etwa zur Hälfte getragen. Weitere rund 20 Millionen Euro Investitionen sind in die Ersteinrichtung der beiden Forschungsbauten und in neue Großgeräte geflossen.</p>
<p><strong>Meilensteine in der Forschungsstrategie der ֱ</strong></p>
<p>Für die ֱ stellen die Forschungsbauten wesentliche Eckpfeiler in der Profilbildung dar: „LPME und LASE markieren für uns Meilensteine in der Umsetzung unserer Forschungsstrategie“, erläuterte Professor Malte Drescher, Präsident der ֱ. „Nun können wir unsere vorhandene Expertise in den Ultrapräzisions- und Mikrotechnologien und der Spin-Forschung in infrastrukturseitig hoch spezialisierten Gebäuden bündeln und über Fächergrenzen hinweg zukunftsweisende Innovationen vorantreiben. Den Grundstein dafür hat die Forschungsinitiative des Landes gelegt. Sie hat es uns ermöglicht, die Forschung in beiden Bereichen zu intensivieren und unsere internationale Spitzenposition auszubauen. Dafür bedanken wir uns herzlich beim Land.“</p>
<p><strong>LPME: Schlüsseltechnologien für ein breites Anwendungsfeld</strong></p>
<p>Das LPME beherbergt ein Zentrum zur Forschung auf dem Gebiet der Ultrapräzisions- und Mikrotechnologien – einem interdisziplinären Forschungsfeld, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Physik und Informatik zusammenbringt. „Im LPME erforschen wir Schlüsseltechnologien für ein breites Anwendungsfeld, das vom Maschinenbau über&nbsp;Medizintechnik und Optik bis zur Automobilindustrie reicht. Wir legen dabei Grundlagen, um die technologische Souveränität Deutschlands und der EU sicherzustellen. Beispiele für Anwendungen sind hochpräzise Sehhilfen und Intraokularlinsen, Mikrofluidiken für medizinische Diagnostikgeräte, Headup-Displays oder Sensoren und Aktoren für das autonome Fahren“, erklärte LPME-Sprecher Professor Jan Aurich.</p>
<p><strong>LASE: Technologische Innovationen durch Erforschung von Spinphänomenen</strong></p>
<p>Das LASE ist ein hochmodernes Forschungszentrum, das sich der Erforschung von Spinphänomenen widmet – einem interdisziplinären Feld, das Expertinnen und Experten aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften vereint. „Unser Ziel ist es, den Spin grundlegend besser zu verstehen und so neue technologische Innovationen zu ermöglichen“, erklärte Professor Martin Aeschlimann, Sprecher des LASE. „Spinphänomene finden in zahlreichen Bereichen des Alltags Anwendung: von magnetischen Sensoren und in der Datenspeicherung, über Antiblockiersysteme (ABS) in Fahrzeugen und MRT-Technologie in der Medizin, bis hin zu visionären Konzepten für Quantencomputer.“ Der neue Forschungsbau schafft mit seiner fächerübergeifenden Ausrichtung die Grundlage, um Brücken zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung zu schlagen.</p>
<p><strong>Hoch komplexe Bauvorhaben vom LBB umgesetzt</strong></p>
<p>Bauherr war jeweils das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). Entworfen, geplant und realisiert wurde das LPME von einer Arbeitsgemeinschaft aus den Büros AV1 Architekten GmbH und ASPLAN Architekten aus Kaiserslautern, das LASE von Burckhardt Architekten aus Berlin. „Sowohl beim LPME als auch beim LASE bestand für uns die große Herausforderung darin, Objekte zu planen und zu bauen, die aufgrund ihrer Spezialisierung bislang einzigartig sind“, betont LBB-Geschäftsführer Holger Basten. „Es freut uns daher ganz besonders, dass die Forschung in beiden Gebäuden nun Fahrt aufnimmt und wir nicht nur zur baulichen Entwicklung, sondern auch zur Qualität der Forschung an der ֱ beitragen konnten.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 06 Dec 2024 14:18:21 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ erhält Berufungsrecht für Professuren: Autonomie der Hochschule weiter gestärkt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-erhaelt-berufungsrecht-fuer-professuren-autonomie-der-hochschule-weiter-gestaerkt</link>
                        <description>Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftsminister Clemens Hoch hat dem Präsidenten der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (<em>ֱ</em>), Prof. Dr. Malte Drescher, das Berufungsrecht für Professuren übertragen. Damit ist die ֱ die dritte rheinland-pfälzische Universität, die über die Berufung ihrer Professorinnen und Professoren eigenständig entscheidet. Die Vereinbarung wurde an diesem Freitag von Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit und Prof. Dr. Malte Drescher in Kaiserslautern unterzeichnet.</strong></p>
<p>„Das Berufungsverfahren ist ein wichtiges Instrument, um die Qualität von Forschung und Lehre an einer Hochschule zu steuern. Ich begrüße diesen Schritt der ֱ hin zu mehr Autonomie und bin sicher, dass die Universität davon profitieren wird und damit auch die Forschungslandschaft in Rheinland-Pfalz eine weitere Stärkung erfährt“, so Ministerialdirektorin Katharina Heil bei der Unterzeichnung. Die Hochschule erhalte so einen Vorteil bei der Gewinnung von hochqualifizierten Lehrenden und Forschenden und die Möglichkeit ihre Schwerpunkte zu stärken oder neu aufbauen. Ziel der Übertragung des Berufungsrechtes sei es, die Konkurrenzfähigkeit der rheinland-pfälzischen Hochschulen im Wettbewerb um die besten Köpfe zu stärken.</p>
<p>Prof. Dr. Malte Drescher, Präsident der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau: „Die Verleihung des Berufungsrechts ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Qualität und Leistungsfähigkeit der Technischen Universität des Landes. Das Recht stärkt nicht nur unsere Autonomie, sondern ermöglicht es uns auch, noch schneller herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die ֱ zu gewinnen. Das ist auch ein entscheidender Schritt zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Es hilft uns, unserer Verantwortung als eine der führenden Forschungs- und Bildungseinrichtungen des Landes gerecht zu werden und Exzellenz in Wissenschaft und Bildung voranzutreiben.“</p>
<p>Das Berufungsrecht wurde der ֱ mit Wirkung vom 01.01.2025 zunächst befristet bis zum 31.12.2027 übertragen. Das rheinland-pfälzische Hochschulgesetz sieht vor, die Berechtigung in einem ersten Schritt auf drei Jahre und im Anschluss dauerhaft an die Präsidentin oder den Präsidenten der jeweiligen Hochschule zu übertragen. In regelmäßigen Abständen findet zwischen dem Wissenschaftsministerium und der ֱ ein Austausch über die Erfahrungen der Hochschule mit der Ausübung des Berufungsrechtes durch den Präsidenten statt.</p>
<p>Um eine Übertragung des Berufungsrechtes zu veranlassen, hatte der Präsident der ֱ einen Antrag beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit gestellt. Verfügt eine Hochschule nicht über das Berufungsrecht, sieht die Regelung vor, dass die Hochschulen dem Wissenschaftsministerium einen Besetzungsvorschlag vorlegen und auf dieser Grundlage die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer vom Wissenschaftsminister berufen werden. Die Einstellung neuer Professorinnen und Professoren erfolgt auf Grundlage des Hochschulgesetzes von Rheinland-Pfalz.</p>
<p>Die Regelung der dauerhaften Übertragung des Berufungsrechtes wurde in der Novellierung des Hochschulgesetzes im September 2020 verankert, um den Hochschulen noch mehr Eigenständigkeit im Wettstreit um hochqualifizierte Lehrende und Forschende zu ermöglichen. Bisher wurde das Berufungsrecht 2011 an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2016 an die Universität Trier, 2020 an die Hochschule Koblenz und 2021 an die Hochschule Mainz übertragen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-16458</guid>
                        <pubDate>Thu, 05 Dec 2024 10:06:42 +0100</pubDate>
                        <title>Umweltfreundlich und energieeffizient: Forschende in Rheinland-Pfalz optimieren mobile Arbeitsmaschinen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/umweltfreundlich-und-energieeffizient-forschende-in-rheinland-pfalz-optimieren-mobile-arbeitsmaschinen</link>
                        <description>Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) des Landes Rheinland-Pfalz und das Commercial Vehicle Cluster Südwest (CVC) fördern ein innovatives Projekt an der ֱ in Kaiserslautern: „MobilArHybrid“ will Antriebstechnologien für Funktionsantriebe in mobilen Arbeitsmaschinen entwickeln, die dazu beitragen, Energie einzusparen und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten starten im Dezember 2024.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) des Landes Rheinland-Pfalz und das Commercial Vehicle Cluster Südwest (CVC) fördern ein innovatives Projekt an der ֱ in Kaiserslautern: „MobilArHybrid“ will Antriebstechnologien für Funktionsantriebe in mobilen Arbeitsmaschinen entwickeln, die dazu beitragen, Energie einzusparen und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten starten im Dezember 2024.</strong></p>
<p>Lange galt bei mobilen Arbeitsmaschinen die Devise: Schneller, höher, weiter, breiter. Für in der Landwirtschaft genutzte Maschinen bedeutete dies beispielsweise, dass sie immer schwerer und größer wurden und immer breitere Nutzflächen bearbeiten konnten. Eine Fortentwicklung, die nicht nur für die Bodenstruktur unvorteilhaft ist, sondern zugleich eine hohe Menge an Energie erfordert.</p>
<p>Genau diese Situation soll sich nun ändern: Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) des Landes Rheinland-Pfalz und das Commercial Vehicle Cluster (CVC) rufen ein zukunftsweisendes Projekt an der ֱ in Kaiserslautern ins Leben, das mobile Arbeitsmaschinen verbessert und weiterentwickelt: Das Projekt „Effizienzsteigerung mobiler Arbeitsmaschinen durch Hybridisierung von Arbeitsantrieben und intelligente Betriebsstrategien - MobilArHybrid“, gefördert mit einem Umfang von rund 400.000 €, zielt darauf ab, umweltfreundliche Antriebstechnologien zu erforschen und somit dem Klimawandel entgegenzuwirken.</p>
<p>Ministerin Daniela Schmitt betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: "Diese Partnerschaft ist entscheidend für die Innovationskraft unseres regionalen Standorts. Mit der Förderung von Verbundprojekten wie diesem stärken wir nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern leisten unmittelbar einen wichtigen und verantwortungsvollen Beitrag zur Erforschung der Antriebstechnologien von morgen." Gerade der Nutzfahrzeugbereich sei für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz von großer Bedeutung: „Nicht zuletzt mit dem Commercial Vehicle Summit in Berlin haben wir gezeigt, welch herausragende Rolle unser Land in dieser Branche einnimmt. Forschungsprojekte wie MobilArHybrid tragen dazu bei, diese internationale Spitzenposition zu festigen.“</p>
<p>Die Projektleiter Professor Roman Teutsch und Professor Daniel Görges von der ֱ erklären, dass mobile Arbeitsmaschinen davon wegkommen müssen, den Verbrennungsmotor als One-fits-all-Lösung einzusetzen. Im Rahmen von „MobilArHybrid“ wollen die Forschenden deshalb dezentrale Funktionsantriebe in den Fokus nehmen, um die Energiebereitstellung bedarfsgerechter zu steuern. Alles, was über eine dauerhaft benötigte Grundlast hinausgeht, wird im Bedarfsfall “hybrid“ zur Verfügung gestellt werden. Dazu sollen mobile Arbeitsmaschinen Energie aus zwei Quellen nutzen: Neben einem Verbrennungsmotor soll die Energie beispielsweise zusätzlich elektrisch oder hydraulisch gespeichert und bedarfsgerecht zugeführt werden.</p>
<p>„Die zeitnahe Hybridisierung mobiler Arbeitsmaschinen ist ein notwendiger Schritt zur kurzfristigen Reduzierung von CO<sub>2</sub>-Emissionen und zur Verbesserung der Energieeffizienz“, erklärt Roman Teutsch. Daniel Görges betont, dass es die damit einhergehende Entwicklungsarbeit zusätzlich erlauben werde, eine Teilautonomie der mobilen Arbeitsmaschinen bereitzustellen: „Einem Fachkräftemangel wird damit wirksam begegnet, da Arbeitsprozesse in der Maschine automatisiert und, nicht zuletzt durch künstliche Intelligenz, stetig optimiert werden können.“ An dem Projekt beteiligt sind u.&nbsp;a. die Unternehmen BOMAG GmbH und HYDAC GmbH.</p>
<p>Eines der konkreten Projektziele sei, so ergänzen es die Projektleiter, kleine und mittelständische Unternehmen dabei zu unterstützen, methodisch die für ihre individuelle Anwendung beste hybride Antriebslösung zu finden. Ein solches Vorgehen soll dazu im Projekt „MobilArHybrid“ erarbeitet werden. Mit Hilfe dieser Vorgehensweise können zukünftig Effizienzpotentiale in mobilen Maschinen aufgezeigt werden und anschließend das beste Konzept ausgewählt und entwickelt werden. Viele (kleinere) Firmen können einen solchen hohen Entwicklungsaufwand bislang in der Regel nicht selbst leisten. Deshalb setzen sie derzeit häufig noch auf bereits etablierte Lösungen, die wiederum – im Vergleich zu einer hybriden Lösung – Potentiale zur Effizienzsteigerung ungenutzt lassen.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Roman Teutsch<br> Lehrstuhl für Konstruktion in Maschinenbau und Fahrzeugtechnik</p>
<p>T: 0631 205-3429<br> E:&nbsp;imad-sekretariat@mv.rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-16444</guid>
                        <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 09:22:13 +0100</pubDate>
                        <title>ֱ und Max-Planck-Gesellschaft forschen gemeinsam im Zukunftsfeld „KI und Gesellschaft“</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-und-max-planck-gesellschaft-forschen-gemeinsam-im-zukunftsfeld-ki-und-gesellschaft</link>
                        <description>In einer Zeit, in der sich Künstliche Intelligenz und digitale Systeme spürbar auf die Gesellschaft auswirken, bündeln die ֱ und das Max-Planck-Institut für Software-Systeme (MPI-SWS) in Kaiserslautern einschlägige Forschungskompetenzen. „AI, Computing &amp; Society“ heißt die neue Initiative, die die Basis für eine verantwortungsvolle, integrative Entwicklung von KI weiter stärken soll. Zum offiziellen Start sagte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch die Unterstützung des Landes zu. Auch die Max-Planck-Gesellschaft und die ֱ engagieren sich mit zusätzlichen personellen Ressourcen, um bereits vorhandene Kernkompetenzen in der Schlüsseltechnologie auszubauen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einer Zeit, in der sich Künstliche Intelligenz und digitale Systeme spürbar auf die Gesellschaft auswirken, bündeln die ֱ und das Max-Planck-Institut für Software-Systeme (MPI-SWS) in Kaiserslautern einschlägige Forschungskompetenzen. „AI, Computing &amp; Society“ heißt die neue Initiative, die die Basis für eine verantwortungsvolle, integrative Entwicklung von KI weiter stärken soll. Zum offiziellen Start sagte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch die Unterstützung des Landes zu. Auch die Max-Planck-Gesellschaft und die ֱ engagieren sich mit zusätzlichen personellen Ressourcen, um bereits vorhandene Kernkompetenzen in der Schlüsseltechnologie auszubauen.</strong></p>
<p>KI bzw. digitale System können bereits in vielen Bereichen unterstützen: Etwa bei der Entscheidungsunterstützung in Bewerbungsverfahren, beim Beurteilen von Rechtsfällen in der Justiz und bei der Analyse von Krankheitsbildern in der Medizin ebenso wie bei der Text- und Bilderzeugung, beim Erstellen von Sitzungsprotokollen oder Beiträgen für Soziale Medien – um nur einige Beispiele zu nennen. Doch bislang ist noch weitestgehend unklar, wie belastbar die von KI generierten Ergebnisse sind und wie sich diese KI-gestützte Methoden sozialverantwortlich zum Wohl der Gesellschaft einsetzen lassen.</p>
<p>Professor Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, sagt: „Künstliche Intelligenz und digitale Systeme gestalten die Grundlagen unserer Gesellschaft neu. Diesen großen Wandel wollen wir wissenschaftlich begleiten, indem wir gemeinsam die nötigen Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvollen, die Gesellschaft einbeziehende Entwicklung von KI und digitalen Systemen schaffen.“</p>
<p>Professor Malte Drescher, Präsident der ֱ, ergänzt: „Als fachlich breit aufgestellte Universität mit Expertise in Informatik, in technischen und naturwissenschaftlichen sowie sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen liefern wir den ganzheitlichen Blick auf dieses komplexe Forschungsthema. KI ist in unserer Forschung ein profilbildendes Querschnittthema, das durch die Kooperation noch an Stärke gewinnen wird. Wir sind stolz darauf, Teil eines so visionären Programms zu sein.“</p>
<p>Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, hebt hervor: „Seit mehr als 30 Jahren fördert Rheinland-Pfalz die KI-Forschung intensiv. 2020 haben wir die KI-Agenda ins Leben gerufen. Die Max-Planck-Gesellschaft ist für das Land ein wichtiger Partner in der Wissenschaft. Ich freue mich daher sehr, dass im Rahmen der Initiative „AI, Computing &amp; Society“ die ֱ und das MPI-SWS in Kaiserslautern in diesem gesellschaftlich hoch relevanten Zukunftsfeld noch näher zusammenrücken. KI, die Anwendung und die Folgen betreffen jeden von uns. Der Schulterschluss zwischen einer Hochschule und einer außeruniversitären Forschungseinrichtung, den das Land unterstützt, wird einen Beitrag leisten, die Spitzenposition des Landes im Bereich KI zu festigen.“</p>
<p>Eng verbunden ist die Initiative mit dem Wechsel von Professor Krishna P. Gummadi als wissenschaftlicher Direktor vom MPI-SWS in Saarbrücken nach Kaiserslautern. Die jüngste Forschung des Informatikers konzentriert sich vor allem auf Social-Computing-Systeme, einer neuen Kategorie von Mensch-Computer-Systemen auf gesellschaftlicher Ebene.</p>
<p>Jetzt geht es für die Forschungspartner zunächst daran, die Initiative auszugestalten und gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Langfristiges Ziel von ֱ und MPI SWS ist es, dass die gemeinsamen Forschungsaktivitäten nicht nur Kaiserslautern als KI-Leuchtturm stärken, sondern auch koordinierte Forschungsprogramme mit internationaler Strahlkraft aus der Kooperation hervorgehen. Hervorragende Ergänzung können hier die weiteren Forschungsinstitute in Kaiserslautern mit ihren vielfältigen KI-Aktivitäten bieten, sowie überregionale Kooperationen, etwa nach Saarbrücken, dem weiteren Standort des MPI-SWS.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantworten: </strong></p>
<p>Prof. Dr. Christoph Garth<br> Dekan des Fachbereich Informatik, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205-3800<br> E: garth@rptu.de<br> --</p>
<p>Prof. Dr.&nbsp;Krishna P. Gummadi<br> Max-Planck-Institut für Software-Systeme</p>
<p>T:&nbsp;0681 9303-8601<br> E: gummadi@mpi-sws.org</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 08:35:00 +0100</pubDate>
                        <title>Mehrfacherfolg der ֱ beim Deutschen Ingenieurbaupreis und beim BDA Architektur- und Studienpreis RLP/Saar </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/mehrfacherfolg-der-rptu-beim-deutschen-ingenieurbaupreis-und-beim-bda-architektur-und-studienpreis-rheinland-pfalz-saar</link>
                        <description>Das t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe an der ֱ forscht zu nachhaltigem Bauen mit Holz. Die Experten entwickeln Holzbauteile, die im Sinne des Kreislauf-Prinzips zerstörungsfrei demontierbar und damit wiederwendbar sind. Den Beweis, dass kreislaufeffektives Bauen funktioniert, haben sie mit einer Werk- und Forschungshalle am Campus Diemerstein angetreten. Hierfür nahmen die Forschenden letzte Woche eine Auszeichnung beim Deutschen Ingenieurbaupreis und eine Anerkennung beim Architekturpreis Rheinland-Pfalz/Saarland des Bund Deutscher Architekten (BDA) entgegen. Parallel dazu räumten ֱ-Studierende für ihre Arbeiten beim BDA Studienpreis RLP/Saar sieben von acht Preisen ab.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe an der ֱ forscht zu nachhaltigem Bauen mit Holz. Die Experten entwickeln Holzbauteile, die im Sinne des Kreislauf-Prinzips zerstörungsfrei demontierbar und damit wiederwendbar sind. Den Beweis, dass kreislaufeffektives Bauen funktioniert, haben sie mit einer Werk- und Forschungshalle am Campus Diemerstein angetreten. Hierfür nahmen die Forschenden letzte Woche eine Auszeichnung beim Deutschen Ingenieurbaupreis und eine Anerkennung beim Architekturpreis des Bund Deutscher Architekten (BDA), Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland, entgegen. Parallel dazu räumten ֱ-Studierende für ihre Arbeiten beim BDA Studienpreis RLP/Saar sieben von acht Preisen ab.</strong></p>
<p>Der vergangene Donnerstag war ein in mehrfacher Hinsicht erfolgreicher Tag für den Fachbereich Architektur an der ֱ. In Berlin freuten sich die Experten des t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe bei der Vergabe des Deutschen Ingenieurbaupreises 2024 über eine von vier Auszeichnungen. Die Jury würdigte damit die Werk- und Forschungshalle im Diemersteiner Tal, weil das Projekt exemplarisch aktuelle Fragestellungen im Baubereich adressiere: die effiziente Nutzung von Baumaterialien, der Fokus auf regenerative Stoffe und die Aspekte der Wiederverwendung. Das Objekt sei ein gelungenes Beispiel, wie aus einer konstruktiven Idee durch smartes Engineering und hohe Handwerkskunst ein überzeugendes Gesamtbauwerk entstehen kann. Hand angelegt haben beim Bauen Architektur-Studierende der ֱ.</p>
<p>Am gleichen Abend vergab der BDA in den Ländern&nbsp;Rheinland-Pfalz&nbsp;und&nbsp;Saarland&nbsp;ebenfalls Preise. Beim BDA Architekturpreis RLP/Saar war die Werk- und Forschungshalle am Campus Diemerstein als Vorzeigeobjekt für den kreislaufeffektiven Holzbau mit einer Anerkennung unter den Siegern.</p>
<p>„Wir freuen uns sehr über den Doppelerfolg – dieser verdeutlicht, welchen hohen Stellenwert das kreislaufgerechte Bauen für die Umsetzung der Bauwende hat“, sagt Professor Jürgen Graf, Leiter des Forschungsschwerpunktes&nbsp;t-lab&nbsp;Holzarchitektur und Holzwerkstoffe an der ֱ. „Damit trägt unsere konsequente zirkuläre Forschung zu Holzarchitektur und Holzwerkstoffe verdient Früchte. Expertinnen und Experten aus Ingenieurwissenschaften und Architektur haben in den vergangenen zehn Jahren systematisch die kreislaufeffektive Holzbauweise entwickelt und in der Werk- und Forschungshalle Diemerstein zusammen mit unseren Studierenden umgesetzt.“</p>
<p><strong>Studienpreise des BDA Rheinland-Pfalz/Saarland</strong><br>Beim parallel vergebenen BDA Studienpreis RLP/Saar dominierten Architekturstudierende der ֱ das Podium.</p>
<p>Die drei Auszeichnungen für ihre Arbeiten sicherten sich:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="eb7da0f41e2aa2a970d78701477d02050">Anna Hugot: Tagebuch einer Reparatur (betreut von Professor Dirk Bayer und Juliane Greb Gent)</li><li data-list-item-id="e64afe18f94b348bb1c2419482b45bd2e">Markus Steigmann: An der Urania 4-10 (betreut von Professor Dirk Bayer und Professor Johannes Modersohn)</li><li data-list-item-id="ec099b4f6eb639ad1356ad1eabbf448ea">Lina Kieser: Toilette für alle (betreut von Professorin Lena Unger und Juniorprofessor Max Zitzelsberger)</li></ul><p>Vier von fünf Anerkennungen gingen an:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="eef93e45f247a7a15aa070bae87c8773e">Pascal Lange: „Pfaff retten“ (betreut von Professor Dirk Bayer und Professorin Oda Pälmke)</li><li data-list-item-id="e0707d6342beeeba89d5a9126e69bee6f">Philip Becker: Transformation des historischen Kaufhauses von ´s-Hertogenbosch (betreut von Professor Dirk Bayer und Professor Alexander Bartscher)</li><li data-list-item-id="e323aecdd56c425566096256f28497760">Dominik Diehl: Juridicum Frankfurt Bockenheim (betreut von Professor Dirk Bayer und Professor Johannes Modersohn)</li><li data-list-item-id="e8ea9687588bec0b35ebfea885e51a25c">Svenja Brehm und Roland Tak: Woodencity Wien (betreut von Juniorprofessorin Eva Stricker, Professor Jürgen Graf und Professor Boris Milla)</li></ul><p><br>Professor Dirk Bayer sagte anlässlich der Auszeichnung: „Mit der Auslobung dieses Studienpreises verweist der BDA auch auf die Verantwortung der Architektenausbildung als Grundlage für die künftige Qualität der gebauten Umwelt. Die dieses Jahr erreichten Auszeichnungen zeigen uns erneut, dass wir mit unserer Lehre dieser Verantwortung in herausragender Weise gerecht werden.“</p>
<p><br><strong>Über den Deutschen Ingenieurbaupreis</strong><br>Der Deutsche Ingenieurbaupreis wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und der Bundesingenieurkammer&nbsp;ausgelobt und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt. Die Gesamtpreissumme beträgt 60.000 Euro. Das Siegerprojekt erhält 30.000 Euro. Weitere 30.000 Euro stehen für bis zu fünf Auszeichnungen à 4.000 Euro sowie für einen Nachwuchspreis in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung.</p>
<p><strong>Über den BDA Architektur- und Studienpreises</strong><br>Seit 2024 vereinen die Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz ihre Kräfte und loben den BDA Architekturpreis gemeinsam aus. Dieser zeichnet fertiggestellte Bauten aus, die im Sinne der Stärkung der Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt vorbildlich sind.&nbsp;Das Preisverfahren wird unter der&nbsp;Doppelschirmherrschaft&nbsp;der Ministerin der Finanzen in Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen sowie des Ministers für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes, Reinhold Jost, gleichermaßen an die Bauherrschaft und die Architektin, den Architekten für ihr gemeinsames Werk verliehen.</p>
<p>Den BDA Studienpreis loben der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA in den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland ebenfalls seit 2024 gemeinsam&nbsp;aus. Der Preis ist ein&nbsp;Förderpreis&nbsp;für den&nbsp;Architektennachwuchs&nbsp;und bietet jungen Studierenden die Möglichkeit, sich zu profilieren und zu positionieren. Teilnahmeberechtigt sind alle Architekturfakultäten in Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Auszeichnungen werden unter der Doppelschirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen sowie, dem saarländischen Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost verliehen.<br>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Professor Dr.-Ing. Jürgen Graf und Professor Dirk Bayer<br>Fachbereich Architektur, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205 2296 / 2759<br>E: juergen.graf@rptu.de / <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ejsl/cbzfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">dirk.bayer[at]rptu.de</a></p>
<p>+++</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 28 Nov 2024 10:18:14 +0100</pubDate>
                        <title>Tijan Sila erhält den Martha-Saalfeld-Preis 2024 und übernimmt Poetikdozentur an der ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/tijan-sila-erhaelt-den-martha-saalfeld-preis-2024-und-uebernimmt-poetikdozentur-an-der-rptu</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der in Kaiserslautern lebende Autor Tijan Sila wird mit dem renommierten Martha-Saalfeld-Preis 2024 ausgezeichnet. Kulturministerin Katharina Binz überreicht den mit 8.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, 5. Dezember 2024, um 19 Uhr, im Alten Kaufhaus in Landau. Gleichzeitig übernimmt Sila die Poetikdozentur der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) Kaiserslautern-Landau im Wintersemester 2024/25 und hält am 11. Januar 2024 eine öffentliche Poetikvorlesung.</p>
<p><strong>Ein Glücksfall für die deutschsprachige Literatur</strong><br> „Der 1981 in Sarajevo geborene Tijan Sila ist ein Glücksfall für die deutschsprachige Literatur. Seit seinem Debütroman&nbsp;<em>Tierchen unlimited</em>&nbsp;aus dem Jahr 2017 beeindruckt er Leserinnen und Leser sowie das Feuilleton gleichermaßen. Immer wieder stellt er sich herausfordernden Themen und findet dafür eine zeitgemäße, sehr individuelle Sprache. Die Fachjury hat mit Tijan Sila eine ausgezeichnete Wahl für den Martha-Saalfeld-Preis getroffen, der ich mich gerne anschließe“, erklärt Kulturministerin Katharina Binz.</p>
<p>Sein jüngster Roman&nbsp;<em>Radio Sarajevo</em>&nbsp;(2023) erhielt ebenfalls großes Lob und zeigt, wie Sila eindrucksvoll komplexe gesellschaftliche Themen verarbeitet. Auch&nbsp;<em>Krach</em>&nbsp;(2020), eine autobiografisch geprägte Erzählung über Jugend, Punkmusik und Migration in Landau, wird bei der Preisverleihung besondere Würdigung erfahren. Mit viel Witz und Tiefgang wirft der Roman einen Blick auf die Herausforderungen der Migration und die Suche nach Zugehörigkeit.</p>
<p><strong>Kulturelles Rahmenprogramm</strong><br> Studierende des Darstellenden Spiels der ֱ bereichern den Abend der Preisverleihung mit einer szenischen Inszenierung aus&nbsp;<em>Krach </em>und tragen mit ihrem theatralen Beitrag zur Würdigung des Autors bei. Neben dem Hauptpreis wird ein Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro verliehen. Die Jury, in Zusammenarbeit mit Studierenden des Fachs Darstellendes Spiel, wählte den Nachwuchsautor David Emling als Preisträger aus.</p>
<p><strong>Ein Abend voller Literatur und Begegnung</strong><br> Nach der feierlichen Preisverleihung erwartet die Gäste ein kostenloser Empfang mit Weinausschank und Brezeln. Ein Buchstand der Buchhandlung Thalia lädt dazu ein, die Werke des Autors zu erwerben und signieren zu lassen.</p>
<p><strong>Langjährige Partnerschaft zur Förderung der Literatur</strong><br> Der Martha-Saalfeld-Preis wird vom Land Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der ֱ Kaiserslautern-Landau vergeben. Die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Ministerium für Kultur und dem Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) besteht seit 2014. Die Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich durch literarisches Schaffen oder durch die Förderung von Literatur verdient gemacht haben.</p>
<p>Die diesjährige Fachjury bestand aus:</p><ul class="list-normal"> 	<li>Prof. Dr. Anja Ohmer (ֱ, ZKW)</li> 	<li>Ingo Rüdiger (Literaturbüro Mainz für Rheinland-Pfalz e.V.)</li> 	<li>Petra Plättner (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz)</li> 	<li>Susanne Schmaltz (Journalistin, SWR)</li> 	<li>Michael Au (Literaturreferent des Landes Rheinland-Pfalz)<br> 	&nbsp;</li> </ul><p><strong>Veranstaltungsdetails</strong></p><ul class="list-normal"> 	<li><strong>Datum:</strong>&nbsp;Donnerstag, 5. Dezember 2024</li> 	<li><strong>Zeit:</strong>&nbsp;19:00 Uhr</li> 	<li><strong>Ort:</strong>&nbsp;Altes Kaufhaus, Landau</li> 	<li><strong>Eintritt:</strong>&nbsp;frei</li> </ul><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet: </strong><br> Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)<br> apl. Prof. Dr. Anja Ohmer<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anja.ohmer[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 27 Nov 2024 14:29:05 +0100</pubDate>
                        <title>Mathematischer Werkzeugkasten für die höhere Mathematik: Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt neue Förderphase</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/mathematischer-werkzeugkasten-fuer-die-hoehere-mathematik-deutsche-forschungsgemeinschaft-bewilligt-neue-foerderphase</link>
                        <description>Beispiele zu berechnen ist wesentlicher Bestandteil mathematischer Forschung. Für den Bereich der Algebra, wo präzise Berechnungen ein Muss sind, haben Mathematiker der ֱ das in seiner Art weltweit einzigartige Computeralgebrasystem OSCAR geschaffen. Sie forschen im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichteten Transregio-Sonderforschungsbereich „Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung“, um es fit zu machen für neue Herausforderungen – komplexer werdende Aufgaben, abstraktere Konzepte und dem Bedarf nach Vernetzung verschiedener Disziplinen. Die DFG hat hierfür nun eine dritte Förderperiode mit einem Fördervolumen von 8,9 Millionen Euro bewilligt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Beispiele zu berechnen ist wesentlicher Bestandteil mathematischer Forschung. Für den Bereich der Algebra, wo präzise Berechnungen ein Muss sind, haben Mathematiker der ֱ das in seiner Art weltweit einzigartige Computeralgebrasystem OSCAR geschaffen. Sie forschen im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichteten Transregio-Sonderforschungsbereich „Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung“, um es fit zu machen für neue Herausforderungen – komplexer werdende Aufgaben, abstraktere Konzepte und dem Bedarf nach Vernetzung verschiedener Disziplinen. Die DFG hat hierfür nun eine dritte Förderperiode mit einem Fördervolumen von 8,9 Millionen Euro bewilligt.</strong></p>
<p class="Lead">Die Mathematik ist eine höchst experimentelle Wissenschaft und stets auf der Suche nach Lösungen zu immer komplexer werdenden Fragestellungen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Transregio-Sonderforschungsbereichs „Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung“ (SFB TRR 195) bestücken dafür einen interdisziplinären Werkzeugkasten. Dieser soll Mathematikern das exakte Berechnen von Beispielen erleichtern. Da sich die Teilbereiche der theoretischen Mathematik immer enger verzahnen, nutzt das zentrale Computeralgebrasystem vorhandene Synergien und ermöglicht damit eine fachübergreifende Herangehensweise: Es integriert Algorithmen aus fünf zunächst eigenständigen Forschungsgebieten – der Gruppen- und Darstellungstheorie, der algebraischen Geometrie, der kommutativen und nichtkommutativen Algebra, der tropischen und polyhedralen Geometrie sowie der Zahlentheorie – zu dem interdisziplinären Gesamtsystem OSCAR. Dieses Open-Source-System ist in seiner Art und Vielseitigkeit weltweit einzigartig. In einer ganzen Reihe von Projekten des SFB TRR 195 werden die so entstandenen Tools dann angewendet, um tiefliegende Probleme der reinen Mathematik zu lösen.</p>
<p>Professor Gunter Malle, Sprecher des SFB TRR 195, erläutert: „In den ersten beiden Phasen des TRR 195 ist es uns gelungen, eine kraftvolle, stabile OSCAR-Version zu entwickeln und zu veröffentlichen. Diese Errungenschaft ermöglicht es uns nun in der dritten Phase, die verbleibenden offenen mathematischen Probleme wirksam anzugehen. Weiteres Ziel ist die Konsolidierung des OSCAR-Systems, um seinen Fortbestand als Open-Source-Researchtool über das Forschungsprojekt hinaus zu sichern.“</p>
<p>Bestätigung für das bislang Erreichte kommt aus der Wissenschaft: „Weltweit gibt es bereits Tausende von Projekten, die auf unserer Arbeit basieren“, so Malle.&nbsp;„Programmzugehörige Online-Server ermöglichen uns dabei den direkten Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Community.“</p>
<p>Der designierte Co-Sprecher Professor Ulrich Thiel, ergänzt: „Besonders freut es mich, dass wir im Sonderforschungsbereich so erfolgreich über sechs Standorte hinweg alle an einem Strang ziehen. Wir sind zu einem richtig guten Team zusammengewachsen.“ Und er verweist darauf, wie mathematische Forschungsarbeit oft im Nachhinein praktische Wirkung entfaltet: „Wenn wir Nachrichten im Internet verschicken, sorgen algebraische Algorithmen dafür, dass sie nicht unberechtigt mitgelesen oder unbemerkt verfälscht werden können.“</p>
<p>„Insgesamt 21 Einzelprojekte hatten wir im Antrag für die dritte und finale Förderperiode skizziert – alle sind von der DFG bewilligt worden. Das ist für uns ein außerordentlicher Erfolg und die Bestätigung, dass wir weiterhin auf dem richtigen Weg sind und unsere Forschung aus Sicht der Gutachter sehr großes Potenzial hat“, fügt Dr. Michael Kunte, Geschäftsführer des SFB TRR 195, hinzu.</p>
<p>Am SFB TRR 195 beteiligen sich an verschiedenen Standorten insgesamt 23 Projektleiter mit ihren Teams, dazu gehören etwa 65 Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs und weitere Mitglieder. Neben den bereits genannten Antragstellern sind auch Expertinnen und Experten der Technischen Universitäten in Berlin und Darmstadt, der Universitäten Siegen, Stuttgart und Tübingen beteiligt. Die Kaiserslauterer Arbeiten im Kontext des Sonderforschungsbereichs sind eingebettet in den Potentialbereich SymbTools, der unter der Sprecherschaft von Professor Claus Fieker im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wird.</p>
<p class="Lead">Weiterführende Information zum SFB TRR 195:  und zum Computeralgebrasystem OSCAR: </p>
<p><br> <strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Gunter Malle und&nbsp;Dr. Michael Kunte<br> Fachbereich Mathematik / ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205 2264<br> E:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lvoufAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kunte[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-16389</guid>
                        <pubDate>Wed, 27 Nov 2024 10:05:15 +0100</pubDate>
                        <title>Student der ֱ ist neuer deutschsprachiger Poetry Slam-Meister </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/student-der-rptu-ist-neuer-deutschsprachiger-poetry-slam-meister</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der frisch gekürte Deutsche Meister im Poetry Slam 2024 heißt Anuraj Sri Rajarajendran. Am Wochenende hat der 28-Jährige, der an der ֱ Darstellendes Spiel studiert, in der Stadthalle Bielefeld bei den 28. Deutschsprachigen Meisterschaften überzeugt. Vom 19. bis 23. November 2024 versammelten sich über 50 der besten Poetinnen und Poeten aus sieben Ländern in Bielefeld, um die Bühne zur europäischen Hauptstadt der Literatur zu machen. Anuraj setzte sich in einem packenden Finale gegen zwölf weitere Finalistinnen und Finalisten durch und wurde vom Publikum gefeiert.</strong></p>
<p>„Anuraj ist ein Beispiel für die künstlerische Exzellenz, die der Studiengang Darstellendes Spiel an der ֱ vermittelt. Seine Leistung unterstreicht außerdem die Relevanz praxisnaher Ausbildung in den Künsten“, freut sich Anja Ohmer, Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) an der ֱ, das den Studiengang Darstellendes Spiel in Landau verantwortet. Seit 2010 integriert das ZKW Poetry Slam in die Lehrkräftebildung und fördert diese Kunstform in der Region. Unter anderem hat es die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Poetry Slam ins Leben gerufen und wird am 27. und 28. Juni 2025 erneut Gastgeber und Austragungsort des Events sein. Anuraj wird Teil des Organisationsteams sein und seine Expertise und Begeisterung für das literarische Format in die Veranstaltung einbringen.</p>
<p><strong>Neue und lebendige Ansätze für den Schulunterricht</strong><br> Bei einem Poetry Slam treten die Wortkünstlerinnen und -künstler mit eigenen Texten gegeneinander an, die sie vor Publikum auf der Bühne performen. Der aus den USA stammende öffentliche Literaturwettstreit hat sich in den vergangenen Jahren auch in Deutschland stark verbreitet und ist unter jungen Menschen sehr beliebt. „Dadurch eröffnen sich in der Schule mit diesem Literaturformat neue und lebendige Ansätze zur Wissensvermittlung von Lyrik“, erklärt Anja Ohmer, die sich frühzeitig und nachhaltig um die Etablierung und Förderung von Poetry Slam in der Lehramtsausbildung verdient gemacht hat. „Kreativität spielt in der Lehramtsausbildung eine zentrale Rolle, da sie nicht nur die Persönlichkeit der angehenden Lehrkräfte stärkt, sondern auch ihre Fähigkeit fördert, innovative Unterrichtsmethoden zu entwickeln“, so Ohmer. Gerade in künstlerischen Fächern wie Darstellendes Spiel sei Kreativität essenziell, um Schülerinnen und Schüler Räume für Selbstausdruck, kritisches Denken und soziale Interaktion zu eröffnen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wichtige Kompetenzen für den Lehrerberuf dank Poetry Slam</strong><br> Poetry Slam vereint Sprachkunst, Selbstdarstellung und Bühnenpräsenz. Für Lehramtsstudierende bietet dieses Format eine ideale Möglichkeit, Ausdrucksfähigkeit, rhetorische Fähigkeiten und Selbstsicherheit zu trainieren – Kompetenzen, die sie später in der Lehrerrolle benötigen. Indem Anja Ohmer angehenden Lehrkräften im Studium lehrt, selbst Texte zu schreiben und zu performen, will sie ihnen Mut machen, diese zeitgemäße Vermittlungsform später im Unterricht einzusetzen. „Poetry Slam ermutigt dazu, eigene Gedanken, Erfahrungen oder gesellschaftliche Themen in künstlerischer Form zu reflektieren und zu präsentieren. Dies fördert nicht nur die persönliche Weiterentwicklung, sondern vermittelt auch wertvolle Ansätze, wie Schülerinnen und Schüler zu kreativen Prozessen inspiriert werden können“, ist Ohmer überzeugt. „Die Integration von Poetry Slam in die Lehramtsausbildung zeigt, wie Kreativität als Grundlage für eine inspirierende, moderne und lebendige Pädagogik dienen kann“.</p>
<p>Dass die Förderung der Kreativität auch außerhalb des Seminarraums oder Klassenzimmers Früchte tragen kann, beweist Anurajs Sieg ganz deutlich. „Erfolge wie Anurajs Titel belegen, wie wichtig kulturelle und künstlerische Förderung für junge Talente ist – sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene“, bekräftigt Anja Ohmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet</strong>:<br> Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW)<br> apl. Prof. Dr. Anja Ohmer<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+bokb/pinfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anja.ohmer[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 25 Nov 2024 21:20:57 +0100</pubDate>
                        <title>&quot;KI-Adventskalender lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, mit Kreativität und Neugier zu gestalten“ </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/dfki-und-rptu-starten-interaktiven-ki-adventskalender-fuer-schuelerinnen-und-schueler</link>
                        <description>Pressemitteilung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI)</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben gemeinsam ein winterliches Bildungsprojekt ins Leben gerufen: den digitalen KI-Adventskalender. Ziel ist es, Jugendliche ab Klasse 10 spielerisch und interaktiv für die Themenfelder Künstliche Intelligenz und Technologie zu begeistern. Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat die Schirmherrschaft übernommen</strong><strong>: „Künstliche Intelligenz ist keine abstrakte Technologie, sondern ein Werkzeug, das wir mit Kreativität und Neugier gestalten können. Der KI-Adventskalender lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, diese Gestaltungsfreude zu entdecken.“&nbsp;</strong></p>
<p>Vom 1. bis 24. Dezember öffnet sich täglich ein virtuelles Türchen, hinter dem spannende Inhalte, verspielte Aufgaben und inspirierende Lernangebote warten. Die Inhalte reichen von grundlegenden Konzepten der KI bis hin zu herausfordernden Problemlösungen, die Neugier und Kreativität fördern sollen. Die Teilnahme lohnt sich besonders: Neben einem tieferen Verständnis für die Welt der KI winken für Schülerinnen und Schüler attraktive Technik-Preise.</p>
<p><strong>Bildung für die Zukunft</strong></p>
<p>Mit dem KI-Adventskalender wird nicht nur das Interesse an einem zukunftsweisenden Thema geweckt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz in einer zunehmend digitalisierten Welt geleistet. Schülerinnen und Schüler sollen angeregt werden, sich aktiv mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der KI auseinanderzusetzen und kreative Lösungsansätze zu entwickeln.</p>
<p><strong>Jetzt mitmachen und unterstützen</strong></p>
<p>Wer den KI-Adventskalender aktiv unterstützen möchte, sodass möglichst viele Jugendliche davon profitieren, kann jederzeit auf das Projektteam zugehen. Unternehmen und Privatpersonen können beispielsweise Preise sponsern oder Medienkooperationen eingehen. Interessierte können sich direkt an Professor Sebastian Vollmer wenden, um ihre Ideen, Anregungen oder Unterstützung anzubieten.</p>
<p>Der digitale Adventskalender zeigt, wie Wissenschaft und Bildung zusammenkommen, um die nächste Generation auf die Herausforderungen und Chancen der Zukunft vorzubereiten. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft – und wichtiger noch: die Zukunft unserer Kinder.</p>
<p>Link zum KI-Adventskalender:&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Sebastian Vollmer<br> Leitung Data Science und Ihre Anwendungen am DFKI KL / Fachbereich Informatik an der ֱ<br> Sebastian.Vollmer@dfki.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 19 Nov 2024 09:56:45 +0100</pubDate>
                        <title>Martin Schulz erhält Frank-Loeb-Gastprofessur 2024 – Festakt am 2. Dezember in Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/martin-schulz-erhaelt-frank-loeb-gastprofessur-2024-festakt-am-2-dezember-in-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das Frank-Loeb-Institut (FLI) und die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) verleihen die Frank-Loeb-Gastprofessur 2024 an Martin Schulz, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments und derzeitiger Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mit dieser Auszeichnung würdigen die ֱ und das FLI Schulz' herausragende Verdienste in der Politikvermittlung und der internationalen Verständigung.</p>
<p><strong>Öffentlicher Festakt zur Verleihung am 2. Dezember 2024</strong><br> Der Festakt zur Verleihung findet am Montag, 2. Dezember 2024, um 18:00 Uhr, im Alten Kaufhaus im südpfälzischen Landau statt. Die Teilnahme ist für alle Interessieren kostenlos; eine Anmeldung unter&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+gmjAsquv/ef" data-mailto-vector="1">fli[at]rptu.de</a>&nbsp;wird erbeten. Nach Grußworten von Professor Malte Drescher, Präsident der ֱ, und Dr. Dominic Geißler, Oberbürgermeister der Stadt Landau, wird Professorin Manuela Glaab, Wissenschaftliche Direktorin des Frank-Loeb-Instituts, die Laudatio halten. Martin Schulz selbst wird im Rahmen der Veranstaltung einen Festvortrag mit dem Titel&nbsp;„Mehr Europa wagen: Wie das europäische Projekt die Herzen der Bürger erreichen kann“&nbsp;halten. Der Abend endet mit einem Empfang.</p>
<p><strong>Würdigung für europäische Demokratie und gesellschaftliches Engagement</strong><br> Die Verleihung der Gastprofessur an Martin Schulz ehrt insbesondere seine Arbeit als Präsident des Europäischen Parlaments. Schulz setzte sich in dieser Funktion entschlossen für die europäische Demokratie ein, warb offensiv für die europäische Idee und begegnete den Bürgerinnen und Bürgern stets auf Augenhöhe. Im Europawahljahr 2024 soll gerade dieses Engagement für ein starkes, vereintes Europa hervorgehoben werden. Zudem würdigt die ֱ Schulz‘ anhaltenden Bemühungen um die Stärkung demokratischer Institutionen und seinen Einsatz gegen den Rechtsextremismus – sowohl während seiner politischen Laufbahn auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene als auch in seiner derzeitigen Rolle als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.</p>
<p><strong>Die Frank-Loeb-Gastprofessur: Eine Auszeichnung für Politikvermittlung</strong><br> Die Frank-Loeb-Gastprofessur wird seit 2009 vom Frank-Loeb-Institut gemeinsam mit dem Präsidenten der ֱ verliehen. Sie ehrt Persönlichkeiten, die sich um Politikvermittlung und internationale Verständigung besonders verdient gemacht haben. Bisherige Trägerinnen und Träger der Auszeichnung sind unter anderem Alfred Grosser, Klaus Töpfer, Wolfgang Huber, Gesine Schwan und Petra Gerster. Im Rahmen der Gastprofessur halten die Ausgezeichneten einen öffentlichen Festvortrag und gestalten mindestens eine Seminarsitzung mit Studierenden der Universität.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Hans-Ludwig Buchholz<br> Geschäftsführer des Frank-Loeb-Instituts<br> Tel.: 06341/280-38414<br> E-Mail:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+im/cvdiipmaAsquv/ef" data-mailto-vector="1">hl.buchholz[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 13 Nov 2024 11:03:54 +0100</pubDate>
                        <title>Kluge Köpfe kommen nach Kaiserslautern: Bundesfinale der 66. Mathematik-Olympiade findet 2027 in Rheinland-Pfalz statt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kluge-koepfe-kommen-nach-kaiserslautern-bundesfinale-der-66-mathematik-olympiade-findet-2027-in-rheinland-pfalz-statt</link>
                        <description>Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz viele kluge Köpfe kommen 2027 nach Kaiserslautern an den Campus der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) – es wird ein Gipfeltreffen von jungen Superhirnen aus ganz Deutschland. Der Grund dafür: Der Beirat der Bundesweiten Mathematikwettbewerbe hat entschieden, die Bundesrunde der 66. Mathematik-Olympiade an die ֱ nach Kaiserslautern zu vergeben. Es handelt sich dabei um das Finale der besten Schülerinnen und Schüler, die sich vorher auf regionaler und Landesebene durchgesetzt haben.</strong></p>
<p>Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sagte dazu: „Kaiserslautern wird ein großartiger Gastgeber für die Mathematik-Olympiade sein. Dort ist nicht nur die Rheinland-Pfälzische Technische Universität zu Hause, sondern auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Und die MINT-Bildung mit Mathematik als zentralem Baustein hat an den rheinland-pfälzischen Schulen seit Jahren einen großen Stellenwert, auch dank der seit bald zehn Jahre erfolgreich laufenden landeseigenen MINT-Strategie. Man kann also mit Recht sagen: Mathe Is Coming Home!“</p>
<p>2027 wird die ֱ in Kaiserlautern Austragungsort sein. Sie ist mit ihrem Fachbereich Mathematik in Kooperation mit dem ebenfalls in Kaiserslautern ansässigen Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) seit über zehn Jahren Partner für die rheinlandpfälzische Mathematik-Olympiade. Der Präsident der ֱ, Prof. Dr. Malte Drescher, freut sich auf den Wettbewerb: „Ich bin sehr stolz, die besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker Deutschlands nach Kaiserslautern einladen zu dürfen. Die Mathematik-Olympiade bringt kluge junge Köpfe zusammen und fordert sie heraus, komplexe Probleme selbstständig zu lösen. Dies fördert das kreative und kritische Denken, das unsere Gesellschaft dringend braucht. Ich freue mich, diesen außergewöhnlichen Talenten an der ֱ, der Technischen Universität des Landes Rheinland-Pfalz, beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier zu bieten.“</p>
<p>Der Dekan des Fachbereichs Mathematik, Prof. Dr. Sven O. Krumke, ist begeistert: „Die Mathematik-Olympiade auszurichten ist ein absolutes Highlight! Es ist unglaublich inspirierend zu sehen, wie diese jungen Köpfe an mathematischen Problemen wachsen und sich gegenseitig motivieren. Die Olympiade ist mehr als nur ein Wettbewerb, sie ist ein Fest der Mathematik und ein Ort, an dem Gemeinschaft und Leidenschaft zusammenkommen.“</p>
<p>Die Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe werden veranstaltet von dem Talentförderzentrum „Bildung &amp; Begabung“, einer Tochter des Stifterverbandes. Hauptförderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Kultusministerkonferenz (KMK). Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.</p>
<p>Die Mathematik-Olympiade ist ein vierstufiger Wettbewerb, die Bundesrunde stellt die letzte Stufe für annähernd 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie erstreckt sich über vier Tage und wird jährlich wechselnd durch ein anderes Bundesland ausgerichtet und organisiert. Die letzte und bisher einzige Bundesrunde in Rheinland-Pfalz fand 2011 in Trier statt.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 17:37:39 +0100</pubDate>
                        <title>Die ֱ auf der Medica 2024: Vom 11. bis 14. November am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-rptu-auf-der-medica-2024-vom-11-bis-14-november-am-gemeinschaftsstand-rheinland-pfalz</link>
                        <description>Wie könnte der künftige Mobilfunkstandard 6G die medizinische Vorsorge effizienter gestalten? Wie lassen sich mittels KI-gestützter Nachfrageprognose Warenbestände besser managen? Wie bilden sich Fachkräfte im Sport- und Gesundheitssektor bestmöglich weiter für datenbasierte Trainings- und Therapieansätze? Hierzu können sich Interessierte auf der Medizintechnikmesse Medica vom 11. bis 14. November bei den Expertinnen und Experten der ֱ vor Ort informieren. Die ֱ ist am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz (Halle 3, Stand E92) zu finden.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Wie könnte der künftige Mobilfunkstandard 6G die medizinische Vorsorge effizienter gestalten? Wie lassen sich mittels KI-gestützter Nachfrageprognose Warenbestände besser managen? Wie bilden sich Fachkräfte im Sport- und Gesundheitssektor bestmöglich weiter für datenbasierte Trainings- und Therapieansätze? Hierzu können sich Interessierte auf der Medizintechnikmesse Medica vom 11. bis 14. November bei den Expertinnen und Experten der ֱ vor Ort informieren. Die ֱ ist am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz (Halle 3, Stand E92) zu finden. Die Themen im Überblick:</strong></p><div class="well"><p class="Lead"><strong>Gesundheitsdaten mithilfe von 6G drahtlos aggregieren</strong></p>
<p>Sensoren bzw. Tools, die gesundheitsrelevante Daten erfassen, gibt es mittlerweile viele: Etwa Fitnessarmbänder, die den Puls messen oder EKG-Apps, die Herz und Kreislauf überwachen. Die Herausforderung dabei: Es handelt sich in der Regel um herstellerspezifische, also geschlossene Systeme, die nicht mit anderen kompatibel sind. Sprich, die Daten liegen verteilt in einzelnen Silos. Dabei könnten sie in aggregierter Form so viel wertvoller sein. Forschende der ֱ und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben jetzt einen Funktionsdemonstrator entwickelt, der eine Vielzahl an Sensoren mithilfe von Mobilfunk und einheitlichem Kommunikationsstandard fusioniert und die Messdaten auf einen Blick zugänglich macht.</p>
<p>Mehr dazu:<br> <a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/medica-2024-wie-6g-die-medizinische-vorsorge-effizienter-machen-kann-gesundheitsdaten-drahtlos-aggregieren" target="_blank">Medica 2024: Wie 6G die medizinische Vorsorge effizienter machen kann – Gesundheitsdaten drahtlos aggregieren - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><div class="well"><p class="Lead"><strong>Effizientes Bestandsmanagement dank KI-gestützte Nachfrageprognosen</strong></p>
<p class="Lead">Unternehmen stehen heute verstärkt vor der Herausforderung, Über- und Unterbestände effizient zu steuern. Zu hohe Lagerbestände binden Kapital, während unzureichende Bestände Kundenverluste verursachen können. Die Lösung: Das Start-up „Crateflow“ entwickelt eine Software-Plattform, die KI-gestützte Nachfrageprognosen liefert, zukünftiges Markt- und Kundenverhalten analysiert und Umsatz- sowie Bestandsentwicklungen auf Artikelebene prognostiziert. Als Infrastruktur dienen Vorhersage-Modelle, die die Gründer auf spezifische Nutzerszenarien zuschneiden. Die KI analysiert unternehmenseigene Daten aus CRM- oder ERP-Systemen und bezieht externe Faktoren wie die Preisentwicklung verschiedener Rohstoffe, Inflation, Frachtpreise, Konsumindex oder auch das Wetter mit ein.</p>
<p>Mehr dazu:<br> <a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/medica-2024-effizientes-bestandsmanagement-crateflow-ermoeglicht-praezise-ki-gestuetzte-nachfrageprognosen" target="_blank">Medica 2024: Effizientes Bestandsmanagement – Crateflow ermöglicht präzise KI-gestützte Nachfrageprognosen - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><div class="well"><p class="Lead"><strong>Master-Fernstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“&nbsp;</strong></p>
<p>Leistungsdiagnostik, Bewegungs- und Haltungsanalyse auf neuem Niveau: Digitale Tools und Technologien, die vielfältige Fitness- und Gesundheitsdaten messen und per Algorithmus auswerten, durchdringen zunehmend den Sport- und Gesundheitsmarkt. Der digitale Wandel erschließt neues Potenzial, stellt aber ebenso neue Anforderungen an Fachkräfte, die in diesen Bereichen tätig sind. Die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikation vermittelt der berufsbegleitende Master-Fernstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“, in dem er Wissen aus Informatik, Technik sowie der Sport- und Gesundheitswissenschaft verbindet.</p>
<p>Mehr dazu:<br> <a href="/newsroom/neuigkeiten/detail/news/medica-2024-neuer-master-fernstudiengang-macht-fachkraefte-fit-fuer-die-digitalisierung-im-sport-und-im-gesundheitssektor" target="_blank">Medica 2024: Neuer Master-Fernstudiengang macht Fachkräfte fit für die Digitalisierung im Sport- und im Gesundheitssektor - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p></div><p>--<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 24 Oct 2024 15:34:49 +0200</pubDate>
                        <title>Vorlesungsreihe „Antisemitismus“ – Ursachen und Facetten eines globalen Phänomens</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/vorlesungsreihe-antisemitismus-ursachen-und-facetten-eines-globalen-phaenomens</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Antisemitismus – ein Phänomen, das tief in die Geschichte eingebrannt ist und bis in die Gegenwart reicht. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem weitverbreiteten Phänomen? Wo liegen die historischen Wurzeln, und wie hat sich der Antisemitismus in den verschiedenen Weltreligionen entwickelt? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die öffentliche Vorlesungsreihe „Antisemitismus. Gestern, heute – und morgen immer noch?“ an der ֱ in Landau im Wintersemester. Die zehn Vorlesungen beleuchten unterschiedliche religiöse, historische und gesellschaftliche Perspektiven auf das Thema. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und kulturellen Hintergründen werden aufzeigen, wie sich antijüdische Vorurteile im Laufe der Jahrhunderte in den Weltreligionen formiert haben – und welche Auswirkungen dies bis heute hat. </strong></p>
<p>Die Reihe startet am 30. Oktober mit der Vorlesung der Professorin für Evangelische Theologie Dr. Karin Finsterbusch zu den Ursprüngen des Antisemitismus in der Antike. Eröffnet wird der Abend durch Grußworte des ֱ-Präsidenten Professor Dr. Malte Drescher und Monika Fuhr, Beauftragte des Ministerpräsidenten RLP für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen. Am zweiten Veranstaltungsabend am 6. November beleuchtet Theologieprofessorin Finsterbusch den christlichen Antisemitismus anhand von Bildern der Juden im Neuen Testament. Die folgenden zwei Vorlesungen widmen sich dem Antisemitismus aus islamwissenschaftlicher Perspektive: Am 13. November spricht Dr. Abdel-Hakim Ourghi, Leiter des Fachbereichs Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Hochschule Freiburg über die Bilder der Juden im Koran. Der Professor für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, Dr. Mouhanad Khorchide, fächert am 20. November die Geschichte des islamischen Antisemitismus auf. Khorchides Vorlesung findet online statt. Er wird live in den Veranstaltungsraum übertragen, lässt sich aber auch digital von zu Hause aus verfolgen. Der digitale Zugang wird am Vortragstag auf der Website des &nbsp;veröffentlicht. Einen Blick in die europäische Literatur und die Darstellung der Juden darin wirft am 27. November der Landauer Germanistik-Professor Dr. Lothar Bluhm. Zu den Auswirkungen von Antisemitismus im katholischen Traditionalismus auf Kirche und Demokratie spricht am 4. Dezember die katholische Theologiewissenschaftlerin Dr. Sonja Strube. Die folgenden beiden Veranstaltungsabende am 11. Dezember und 8. Januar nähern sich dem Phänomen Antisemitismus über Redekunst und Sprache. Die Landauer Rhetorik-Professorin Dr. Fancesca Vidal beleuchtet in ihrer ersten Vorlesung die Sprache der Antisemiten und referiert in ihrem zweiten Vortrag zum Umgang mit antisemitischen Symbolen im Schulalltag. Die Sicht jüdischer Zeitgenossen auf den Antisemitismus gibt am 15. Januar David Rosenberg, Vorsitzender des jüdischen Studierendenverband Rheinland-Pfalz. Die Vorlesung „Das christliche Gottesbild – Anlass zu Antisemitismus oder Chance und Konzept zu dessen Abwehr“ von dem katholischen Theologie-Professor Dr. Wolfgang Pauli beschließt am 22. Januar die Reihe.</p>
<p>Die Vorlesungen finden jeweils mittwochs, 18:15 bis 19:45 Uhr, in Raum 36 (Erdgeschoss) im Universitätsgebäude in der Bürgerstraße 23 statt. Eine digitale Teilnahme ist auch möglich. Der Link zum Webinar wird am Veranstaltungstag auf der&nbsp;&nbsp;veröffentlicht.&nbsp;Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstaltet wird die Vorlesungsreihe gemeinsam von den beiden theologischen Instituten mit den Schwerpunkten Menschenrechtsbildung und Rhetorik der ֱ in Landau, der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, dem Bistum Speyer, der Protestantischen Landeskirche und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz e.V.</p>
<p>Nähere Infos zu den einzelnen Vorlesungen gibt es auf der .&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Oct 2024 13:17:23 +0200</pubDate>
                        <title>Minister gratuliert dem neuen Präsidenten der ֱ – Beste Voraussetzungen, um die ֱ in gute Zukunft zu führen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/minister-gratuliert-dem-neuen-praesidenten-der-rptu-beste-voraussetzungen-um-die-rptu-in-gute-zukunft-zu-fuehren</link>
                        <description>„Mit Prof. Dr. Malte Drescher hat die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) einen profilierten Universitätsmanager und ausgezeichneten Wissenschaftler als Präsidenten gewonnen. Er bringt die besten Voraussetzungen für dieses Amt mit“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch, der in Vertretung des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer das Grußwort beim Festakt zur Amtseinführung in Kaiserslautern sprach. Hoch gratulierte dem neuen Präsidenten und wünschte ihm alles erdenklich Gute für seine Amtszeit. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Text"><strong>„Mit Prof. Dr. Malte Drescher hat die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) einen profilierten Universitätsmanager und ausgezeichneten Wissenschaftler als Präsidenten gewonnen. Er bringt die besten Voraussetzungen für dieses Amt mit“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch, der in Vertretung des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer das Grußwort beim Festakt zur Amtseinführung in Kaiserslautern sprach. Hoch gratulierte dem neuen Präsidenten und wünschte ihm alles erdenklich Gute für seine Amtszeit. </strong></p>
<p class="Text">Zugleich dankte Minister Hoch den Mitgliedern der ֱ, insbesondere Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter und Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann, die die ֱ seit der Fusion gemeinsam geleitetet hatten. „Die präsidiale Doppelspitze hat ihre Führungsfunktion in einer Phase der Transformation vorbildlich wahrgenommen. Ihnen gilt meine besondere Wertschätzung für alles, was sie für die Entwicklung der ֱ geleistet haben. Ihnen ist es letztendlich auch zu verdanken, dass sich Prof. Drescher für das Amt des Präsidenten beworben hat“, so Wissenschaftsminister Hoch.</p>
<p class="Text">Im Februar 2019 hatte die Landesregierung mit dem Beschluss der Hochschulstrukturreform die Weichen dafür gestellt, dass zum 1. Januar 2023 die Universität Koblenz eigenständig wurde und an den Standorten in Kaiserslautern und Landau die ֱ an den Start gehen konnte. „Mit den beiden Standorten gibt es großartige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Forschung, Lehre und Transfer. Mit ihren vielfältigen interdisziplinären Verknüpfungen und ihrem Anspruch für Spitzenforschung präsentiert sich die ֱ als starke und breit aufgestellte technische Universität. Ich bin mir sicher, dass Prof. Drescher die Stärken herausstellen und die neu gegründete Universität in eine gute Zukunft führen wird“, sagte Hoch. Sein einstimmiges Wahlergebnis sei ein Beleg für die Rückendeckung der Hochschulmitglieder, die die Aufbruchsstimmung gerne und überzeugt in seine Hände übergeben haben.</p>
<p class="Text"><strong>Abschied und Neubeginn</strong></p>
<p class="Text">Im Rahmen des Festaktes übergaben Poetzsch-Heffter und Schaumann mit „Worten zum Wechsel“ ihr gemeinsames Amt an den neuen Präsidenten und überreichten ihm abschließend die Amtskette der ֱ. Poetzsch-Heffter geht zum 1. Oktober in den Ruhestand. Als Seniorforschungsprofessor steht der Informatiker der Universitätsleitung beratend zur Verfügung. Professorin Gabriele E. Schaumann übernimmt das Amt als Vizepräsidentin für Lehre in Landau und bleibt Mitglied der Universitätsleitung.</p>
<p class="Text"><strong>Zur Person Malte Drescher</strong></p>
<p class="Text">Professor Malte Drescher (Jahrgang 1975) studierte Physik an der Universität Karlsruhe und promovierte dort 2005. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Universität Leiden wechselte er an die Universität Konstanz. 2014 habilitierte er dort in der Physikalischen Chemie nach Stationen als Nachwuchsgruppenleiter im Rahmen des Emmy Noether Programms, Fellow des Zukunftskollegs und einem Heisenberg-Stipendium.&nbsp; 2015 trat er eine Professur für Physikalische Chemie an; 2017 wurde er für seine Forschungsarbeiten vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet. 2018 trat er in das Rektorat der Universität Konstanz ein und verantwortete als Prorektor sowohl den Bereich Lehre (2018-2019) wie auch den Bereich Forschung (2019-2024).&nbsp; Seit 2022 ist Prof. Dr. Drescher Mitglied der ständigen Kommission für Forschung und Karrierewege der Hochschulrektorenkonferenz.</p>
<p class="Text">--<br> <em>Quelle:</em>&nbsp;<em>Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit; ԾäٲǳܲԾ첹پǲ der ֱ</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 15 Oct 2024 15:47:04 +0200</pubDate>
                        <title>Studie: Bakterien im Visier – Phagen und ihre Strategie der Umprogrammierung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-bakterien-im-visier-phagen-und-ihre-strategie-der-umprogrammierung</link>
                        <description>Viren, die Bakterien befallen – bekannt als Bakteriophagen („Bakterienfresser“) – könnten in der Medizin gezielt eingesetzt werden, um bakterielle Krankheiten zu bekämpfen. Zudem spielen sie eine wichtige ökologische Rolle in den globalen Stoffkreisläufen. Jüngste Ergebnisse von Forschenden der ֱ haben ein bislang unbekanntes metabolisches Hilfsgen in aquatischen Phagen identifiziert und damit das bisherige Verständnis dieser „Bakterienfresser“ erheblich erweitert.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viren, die Bakterien befallen – bekannt als Bakteriophagen („Bakterienfresser“) – könnten in der Medizin gezielt eingesetzt werden, um bakterielle Krankheiten zu bekämpfen. Zudem spielen sie eine wichtige ökologische Rolle in den globalen Stoffkreisläufen.&nbsp;Jüngste Ergebnisse von Forschenden der ֱ haben ein bislang unbekanntes metabolisches Hilfsgen in aquatischen Phagen identifiziert und damit das bisherige Verständnis dieser „Bakterienfresser“ erheblich erweitert.</strong></p>
<p>Viren, die ausschließlich Bakterien befallen werden Bakteriophagen genannt. Ziel zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, mehr über diese 20 bis 300 Nanometer kleinen Winzlinge zu erfahren – denn: „Wenn man die Mechanismen versteht, wie Phagen letztendlich Bakterien befallen und abtöten, dann könnte man in Zukunft vielleicht Phagen gezielt gegen schädliche Bakterien einsetzen“, erklärt Professorin Nicole Frankenberg-Dinkel von der ֱ. Gemeinsam mit ihrem Team analysiert die Mikrobiologin verschiedene Strategien, die Phagen anwenden, um Bakterien als „Fabrik“ für die Produktion neuer Phagen zu benutzen. „Besonders interessant sind für uns aquatische Lebensräume wie Meere und Seen, da dort die Anzahl an Phagen sehr hoch ist und sie in diesen Bereichen eine wichtige ökologische Rolle spielen.“</p>
<p>Aufbauend auf den Ergebnissen der aktuellen und noch zukünftigen Grundlagenforschung gehe es langfristig nicht nur darum, irgendwann einmal „böse“ Bakterien, die für Erkrankungen verantwortlich sind, mittels sogenannter Phagentherapie zu bekämpfen. Sondern auch – insbesondere in aquatischen Lebensräumen – die ökologische Rolle der Phagen in den globalen Nährstoffkreisläufen zu untersuchen. Phagen spielen eine entscheidende ökologische Rolle in aquatischen Umgebungen, indem sie Bakterienpopulationen kontrollieren, die mikrobielle Vielfalt aufrechterhalten und den Nährstoffkreislauf durch Prozesse wie den viralen Schub beeinflussen. Sie treiben auch die mikrobielle Evolution voran, indem sie den horizontalen Gentransfer – von Organismus zu Organismus und nicht, wie grundsätzlich, von Generation zu Generation – fördern und selektiven Druck auf Bakterien ausüben.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit Forschenden aus Israel, den Niederlanden, Tübingen und Stechlin/Potsdam hat das Team um&nbsp; Frankenberg-Dinkel aus Umweltproben stammendes Erbmaterial von Phagen bioinformatisch genau analysiert: „Normalerweise enthält dieses genetische Material zum größten Teil die Bauplaninformationen, um neue Phagenpartikel herzustellen. Die Phagen nutzen die Bakterien dann als Fabriken.“ Darüber hinaus fanden die Forschenden im Phagen-Erbmaterial aber auch sogenannte Metabolische Hilfsgene („auxiliary metabolic genes“). Diese Hilfsgene stammen ursprünglich aus Bakterien und wurden von den Phagen einst übernommen. Sie werden – so viel ist bereits bekannt – nicht benötigt, um neue Phagenpartikel zu bauen, sondern um den Wirt – also die Bakterien - während einer Phageninfektion „umzuprogrammieren“.</p>
<p>„In unserer aktuellen Studie haben wir bei den Phagen ein bisher unbekanntes metabolisches Hilfsgen entdeckt“, erläutert Frankenberg-Dinkel ihre neuesten Ergebnisse. „Wir konnten zeigen, dass dieses Gen für ein aktives Protein bzw. Enzym codiert, das für die Biosynthese der `Pigmente des Lebens` wichtig ist.“ Als Pigmente des Lebens bezeichnet man sogenannte Tetrapyrrole. Die wichtigsten Vertreter dieser chemischen Verbindungen sind Häm als Bestandteil des Hämoglobins im Blut für den Sauerstofftransport und Chlorophyll, der grüne Blattfarbstoff, der für die Fotosynthese essenziell ist. Nicole Frankenberg-Dinkel: „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Tetrapyrrole eine wichtige Rolle während einer Phageninfektion spielen. Sie scheinen so wichtig zu sein, dass sich Phagen diesen zusätzlichen Ballast an genetischem Material aufladen, weil es irgendwie vorteilhaft für sie ist.“</p>
<p>Die Bedeutung von Tetrapyrrolen für eine Phageninfektion war in diesem Ausmaß bislang nicht bekannt. Tetrapyrrole seien wichtig für die Energiegewinnung in Zellen, ordnet es Frankenberg-Dinkel weiter ein. „Wir vermuten, dass es einen erhöhten Energiebedarf gibt, wenn die Bakterien Phagenpartikel produzieren müssen. Deshalb werden möglicherweise auch vermehrt Tetrapyrrole benötigt.“ Die Forschenden konnten zeigen, dass das Hilfsgen bei Phagen sowohl im Salz- als auch im Süßwasser vorkommt.</p>
<p>Laut Frankenberg-Dinkel ergeben die aktuellen Studienergebnisse eine weitere interessante Erkenntnis: Um die erste Vorstufe der Tetrapyrrole herzustellen, gebe es zwei Wege, einer davon sei der sogenannte Shemin-Weg. Und genau diesen – bzw. die dafür notwendige genetische Ausstattung – haben die Forschenden bei den Phagen ausgemacht. „Der Shemin-Weg findet sich bei Bakterien nur in einer Gruppe, ansonsten nur bei Vögeln und Säugern. Das heißt, die Phagen müssten dieses Gen von einer bestimmten Bakteriengruppe aufgesammelt haben. Vielleicht auch, weil der Shemin-Weg im Gegensatz zum Alternativweg (C5-Weg) effizienter ist, indem er nur ein Enzym statt zweien benötigt.“</p>
<p>Die Phagenbiologie ist ein wieder aufstrebendes Forschungsgebiet. So wurden die Arbeiten von Frankenberg-Dinkel durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines sogenannten Schwerpunktprogrammes (SPP 2330: New Concepts in Prokaryotic Virus-host Interactions) gefördert. „In diesem Programm arbeiten wir mit vielen anderen Forschenden auf dem Gebiet der mikrobiellen Viren zusammen“, schildert die Professorin. Einige Erkenntnisse aus der Phagenbiologie (z. B auch das CRISPR/Cas System- Nobelpreis) sind heute schon so weit entwickelt, dass sie Anwendung finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Helen Wegner, Sheila Roitman, Anne Kupczok, Vanessa Braun, Jason Nicholas Woodhouse, Hans-Peter Grossart, Susanne Zehner, Oded Béjà, Nicole Frankenberg-Dinkel (2024). <strong>Identification of Shemin pathway genes for tetrapyrrole biosynthesis in bacteriophage sequences from aquatic environments</strong> Nature Communications</p>
<p>DOI: 10.1038/s41467-024-52726-3.<br></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Nicole Frankenberg-Dinkel<br>Abteilung Mikrobiologie / ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205 2353<br>E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ojdpmf/gsbolfocfshAsquv/ef" data-mailto-vector="1">nicole.frankenberg[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 01 Oct 2024 16:44:00 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Universitätspräsident startet an der ֱ Kaiserslautern-Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-universitaetspraesident-startet-an-der-rptu-kaiserslautern-landau</link>
                        <description>Professor Malte Drescher hat am 1. Oktober das Amt des Universitätspräsidenten der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) übernommen. Drescher tritt die Nachfolge von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann an. Beide standen seit der Fusion der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau zur ֱ gemeinsam an der Spitze der einzigen Technischen Universität des Landes Rheinland-Pfalz.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Malte Drescher hat am 1. Oktober das Amt des Universitätspräsidenten der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) übernommen. Drescher tritt die Nachfolge von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann an. Beide standen seit der Fusion der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau zur ֱ gemeinsam an der Spitze der einzigen Technischen Universität des Landes Rheinland-Pfalz.</strong></p>
<p>Zur Amtseinführung von Professor Malte Drescher am 1. Oktober waren rund 300 Gäste aus der Universität, den namensgebenden Städten Kaiserslautern und Landau und der Region in das Audimax der ֱ in Landau gekommen, um ihn zu begrüßen und zum Amtsantritt zu beglückwünschen. Unter den Gratulantinnen und Gratulanten waren Ministerialdirektorin Katharina Heil für das Wissenschaftsministerium sowie die Vorsitzenden von Hochschulrat und Kuratorium der Universität, Albrecht Hornbach und Barbara Schleicher-Rothmund.</p>
<p>Professor Arnd Poetzsch-Heffter geht zum 1. Oktober in den Ruhestand. Als Seniorforschungsprofessor steht der Informatiker der Universitätsleitung beratend zur Verfügung. Professorin Gabriele E. Schaumann übernimmt das Amt als Vizepräsidentin für Lehre in Landau und bleibt Mitglied der Universitätsleitung. Professor Norbert Wenning, der seit der Fusion Vizepräsident für Lehre in Landau war, tritt in den Ruhestand ein.</p>
<p>Drescher wurde am 13. Dezember 2023 einstimmig vom Senat der ֱ gewählt, dem höchsten Entscheidungsgremium der Universität, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und nichtwissenschaftliches Personal vertreten sind. Der Wahlvorschlag wurde vom Hochschulrat der Universität im Einvernehmen mit dem Wissenschaftsministerium gemacht.</p>
<p>Am 21. Oktober findet im Audimax der ֱ in Kaiserslautern die Amtsübergabe statt. Zu dem Festakt werden Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Wissenschaftsminister Clemens Hoch sowie geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft erwartet.</p>
<p><strong>Zur Person Malte Drescher</strong><br>Professor Malte Drescher (Jahrgang 1975) studierte Physik an der Universität Karlsruhe und promovierte dort 2005. Von 2006 bis 2007 war er DFG Fellow an der niederländischen Universität Leiden. Drescher war seit 2008 an der Universität Konstanz tätig, von 2008 bis 2013 als Nachwuchsgruppenleiter im Rahmen des Emmy Noether- Programms und als Fellow des Zukunftskollegs, von 2014 bis 2015 mit einem Heisenberg-Stipendium. 2014 habilitierte Drescher in der Physikalischen Chemie. Seit 2015 war Drescher Professor für Physikalische Chemie (Heisenberg-Professur) an der Universität Konstanz und seit 2018 Mitglied des Rektorats. 2017 wurde er vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet, 2023 mit einem ERC Proof of Concept Grant. Seit 2022 ist Drescher Mitglied der ständigen Kommission für Forschung und Karrierewege der Hochschulrektorenkonferenz. Drescher ist verheiratet und Vater von drei Kindern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Christoph Richter<br>Pressesprecher<br>T: 0631 / 205-4218<br>E:&nbsp;presse@rptu.de<br>W:&nbsp;rptu.de/presse</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 25 Sep 2024 13:09:23 +0200</pubDate>
                        <title>Studie zu Selbsthilfe im Katastrophenfall: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist noch nicht ausreichend vorbereitet</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-zu-selbsthilfe-im-katastrophenfall-mehr-als-die-haelfte-der-deutschen-ist-noch-nicht-ausreichend-vorbereitet</link>
                        <description>„Eine Katastrophe kommt selten allein.“ Wie mit alten Sprichwörtern, so ist es auch mit altem Allgemeinwissen: Vieles geht verloren oder gerät in Vergessenheit. Dabei ist es gerade im Katastrophenfall von entscheidender Bedeutung, sich selbst helfen zu können. Das Forschungsprojekt PREP des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung, Fachgebiet Pädagogik an der ֱ in Kaiserslautern hat genau diesen gesellschaftlichen Bereich des Katastrophenschutzes jetzt in den Fokus genommen: Wie gut ist die Bevölkerung in der Lage, sich im Katastrophenfall selbst zu helfen oder zu versorgen? Gemeint sind beispielsweise kleinere medizinische Notfälle, Stromausfall oder das Wegfallen der Lebensmittelversorger-Infrastruktur. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>„Eine Katastrophe kommt selten allein.“ Wie mit alten Sprichwörtern, so ist es auch mit altem Allgemeinwissen: Vieles geht verloren oder gerät in Vergessenheit. Dabei ist es gerade im Katastrophenfall von entscheidender Bedeutung, sich selbst helfen zu können. Das Forschungsprojekt PREP des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung, Fachgebiet Pädagogik an der ֱ in Kaiserslautern hat genau diesen gesellschaftlichen Bereich des Katastrophenschutzes jetzt in den Fokus genommen: Wie gut ist die Bevölkerung in der Lage, sich im Katastrophenfall selbst zu helfen oder zu versorgen? Gemeint sind beispielsweise kleinere medizinische Notfälle, Stromausfall oder das Wegfallen der Lebensmittelversorger-Infrastruktur. </strong></p>
<p class="Lead">„Viele Menschen erinnern sich, dass die Eltern oder Großeltern noch größere Mengen an Vorräten im Keller oder der Speisekammer gehortet hatten. Auch für die Behandlung von kleineren Krankheiten gab es neben der Hausapotheke verschiedene Heilmittel und Methoden, von der Hühnersuppe bis zum Zwiebeltee,“ erklärt Professor Matthias Rohs vom Centrum für Katastrophenforschung an der ֱ und Verantwortlicher für das Forschungsprojekt PREP (Informelle und selbstgesteuerte Lernprozesse der Bevölkerung im Bereich Notfallvorsorge), das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gefördert wird. „Wir leben in Zeiten der dauerhaften Verfügbarkeit. Das lässt die Notwendigkeit, auf Katastrophensituationen vorbereitet zu sein, scheinbar in den Hintergrund treten.“</p>
<p class="Lead">Genau das Gegenteil sei aber der Fall. Naturkatastrophen häufen sich und Corona könnte nicht die letzte Pandemie gewesen sein, die dazu führt, dass Lieferketten unterbrochen werden. „Natürlich haben wir einen gut organisierten staatlichen Katastrophenschutz“, sagt Rohs weiter. „Die Bevölkerung muss sich aber im Klaren sein, dass der staatliche Katastrophenschutz bei größeren Vorfällen zunächst die allgemeine Hilfe vor der individuellen Hilfe priorisiert. Er wird zuerst eine nötige Brücke bauen, bevor er Keller auspumpt. Ebenso wird er bei Verletzten eine Priorisierung vornehmen müssen und zuerst die Schwerstverletzten versorgen. Aus diesem Grund ergibt es sich, dass Teile der Bevölkerung eine gewisse Zeitspanne mit Selbsthilfe überbrücken werden müssen.“</p>
<p class="Lead">Um einen fundierten Überblick zu erhalten, wie gut die Bevölkerung darauf vorbereitet ist, sich im Ernstfall selbst zu helfen, wurde das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer Befragung beauftragt. Dabei ging es unter anderem um die private Vorratshaltung und um Fähigkeiten, die in Notfällen hilfreich und wichtig sind, wie der Umgang mit Ausnahmesituationen oder medizinische Selbstversorgung. „Die Ergebnisse waren ernüchternd und zeigen den großen Handlungsbedarf: Nicht einmal jeder zweite Bürger hat sich schon mal mit dem Thema Notfallversorgung auseinandergesetzt“, bringt es der Professor für Erwachsenenbildung auf den Punkt.</p>
<p class="Lead">Gefragt wurde unter anderem danach, welche Lebensmittel die Menschen zu Hause vorhalten und wie lange sie sich damit versorgen könnten. Rund 45 Prozent gaben an, hier gut ausgestattet zu sein und den, vom BBK empfohlenen, Zeitraum von zehn Tagen überbrücken zu können. Allerdings kann sich nur ein Drittel dieses gut versorgten Bevölkerungsanteils die bevorrateten Lebensmittel auch ohne Stromzufuhr zubereiten. Gerade aber Stromausfälle könnten die Herausforderung sein, wenn es um Notlagen durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen geht. Generelles Wissen über Verhalten in Notsituationen, wie beispielsweise Wetterextreme, haben nach der Befragung nur etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Allerdings brachte die Studie auch zu Tage, dass ein großes Wissensgefälle innerhalb der Gesellschaft besteht. „Bei Frauen, jungen Menschen oder Menschen mit niedrigem sozioökonomischen Status antworteten nur etwa ein Fünftel, dass sie ausreichend Bescheid wissen. Deshalb sollten diese Personen in besonderem Maße in den Blick genommen werden“, erläutert Rohs.</p>
<p class="Lead">Viele der Befragten sind sich ihrer Wissenslücken bewusst und würden sich diesbezüglich gerne weiterbilden. „Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich mit Notfallvorsorge beschäftigen, auch deutlich besser auf Notfälle vorbereitet sind. Der Wunsch nach Weiterbildung in diesem Bereich ist eine große Chance, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung deutlich zu steigern“, fasst der Wissenschaftler weiter zusammen. Dafür wünsche sich jeder zweite Befragte Angebote vor Ort. Hier könnten die Volkshochschulen und die Organisationen des Katastrophenschutzes wichtige Beiträge leisten.</p>
<p class="Lead">In Zeiten zunehmender Naturkatastrophen sowie hybrider Bedrohungen, die zu Ausfällen der Stromnetze aber auch digitaler Infrastruktur und Dienstleistungen führen können, ergeben sich daraus besondere Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz. Die Frage nach der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger kommt vor diesem Hintergrund wieder mehr Bedeutung zu. „Die Selbsthilfe und Selbstschutzfähigkeit der Menschen ist eine wichtige Basis des Bevölkerungsschutzes. Die Organisationen des Katastrophenschutzes können diese Kompetenzen durch ihre speziellen Fähigkeiten nur ergänzen. Diese Erkenntnis muss wieder in das Bewusstsein der Bürger gelangen“, schließt Rohs aus den Befragungsergebnissen. Demnach gelte es, altes Wissen und Gewohnheiten über Erste-Hilfe-Maßnahmen, Vorratshaltung und Selbstversorgung aus den Tiefen des gesellschaftlichen Gedächtnisses zu holen oder aufzufrischen. Die Projektgruppe empfiehlt, nach Auswertung der Befragungsergebnisse, wichtige Kenntnisse für den Selbstschutz und die Selbsthilfe in Katastrophenfällen einem möglichst breiten Bevölkerungsanteil leicht zugänglich zu machen und dadurch die Widerstandsfähigkeit der Gesamtbevölkerung in Katastrophensituationen zu stärken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterführende Informationen:</strong></p>
<p>Überblick über das <strong>Projekt PREP</strong>:<br> </p>
<p>Das <strong>Zentrum für Katastrophenforschung an der ֱ in Kaiserslautern</strong> hat sich auf interdisziplinäre Forschung rund um Katastrophenfälle und den Umgang damit spezialisiert.<br> <a href="/zentren/cidr" target="_blank">/zentren/cidr</a></p>
<p>Auf dem Portal der BBK <strong>„Für alle Fälle vorbereitet“</strong> finden sich umfassende Informationen zum Selbstschutz in Katastrophenfällen:<br> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p class="MsoNoSpacing">Christoph Richter<br> Pressesprecher<br> <br> T: 0631 205-4218<br> E:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+qsfttfAsquv/ef" data-mailto-vector="1">presse[at]rptu.de</a> &nbsp;<br> </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 09 Sep 2024 09:57:50 +0200</pubDate>
                        <title>Forscher erzeugen eindimensionales Gas aus Licht: Gemeinsames Experiment der Universität Bonn und der ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/forscher-erzeugen-eindimensionales-gas-aus-licht-gemeinsames-experiment-der-universitaet-bonn-und-der-rptu</link>
                        <description>Pressemitteilung der Universität Bonn</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="VorspannPM"><strong>Physiker der Universität Bonn und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben ein eindimensionales Gas aus Licht erzeugt. Damit konnten sie erstmals theoretische Vorhersagen überprüfen, die für den Übergang in diesen exotischen Materiezustand gemacht wurden. Die Methode, die sie in ihrem Experiment nutzten, lässt sich für die Untersuchung von Quanteneffekten nutzen. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Nature Physics erschienen.</strong></p>
<p class="FlietextPM">Mal angenommen, Sie stehen an einem Swimmingpool und kommen auf die Idee, dort noch mehr Wasser einzufüllen. Sie schnappen sich also den Gartenschlauch und erzeugen einen Strahl, der in hohem Bogen auf die Pooloberfläche fällt. Dort, wo der Strahl auftrifft, wird sich der Wasserspiegel kurzzeitig erhöhen. Allerdings nur minimal, weil sich das herabfallende Wasser rasch auf der ausgedehnten Fläche verteilt.</p>
<p class="FlietextPM">Anders ist es jedoch, wenn Sie mit ihrem Gartenschlauch eine Regenrinne befüllen: Dann entsteht an der Stelle, auf die Sie den Schlauch richten, eine Wasserwelle. Die Wände der Rinne sorgen nun nämlich dafür, dass das eingefüllte Wasser nicht mehr entlang einer Fläche frei wegfließen, sondern sich nur noch in Richtung der Rinne verteilen kann. Die Amplitude der Welle fällt dabei umso höher aus, je schmaler die Rinne ist, je „eindimensionaler“ sie also wird.</p>
<p class="FlietextPM">Die Physiker am Institut für Angewandte Physik (IAP) der Universität Bonn haben nun in Zusammenarbeit mit Kollegen der ֱ Kaiserlautern-Landau untersucht, ob ähnliche Effekte von Dimensionalität auch für Gase aus Lichtteilchen auftreten. „Um solche Gase zu erzeugen, müssen wir viele Photonen auf kleinem Raum konzentrieren und sie gleichzeitig abkühlen“, erklärt Dr. Frank Vewinger vom IAP, der auch Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich „Matter“ der Universität Bonn ist.</p>
<p class="FlietextPM"><strong>Mikroskopisch kleine Regenrinnen</strong></p>
<p class="FlietextPM">In ihrem Experiment füllten die Forscher einen winzigen Behälter mit einer Farbstofflösung, die sie mit einem Laserstrahl anregten. Die dabei erzeugten Photonen wurden dann zwischen den verspiegelten Wänden des Behälters hin und her reflektiert. Immer wenn sie dabei mit einem Farbstoffmolekül kollidierten, wurden sie heruntergekühlt, bis das Photonengas schließlich kondensierte.</p>
<p class="FlietextPM">Die Dimensionalität des Gases lässt sich beeinflussen, indem man die Spiegeloberflächen modifiziert. Die IAP-Forscher kooperierten dazu mit der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Georg von Freymann von der ֱ Kaiserslautern-Landau. Für die Experimente wurde eine hochauflösende Strukturierungsmethode speziell an die spiegelnden Oberflächen des Photonenbehälters angepasst. „Wir konnten dadurch mikroskopisch kleine Erhebungen aus einem transparenten Polymer auf die Spiegel aufbringen“, erklärt Julian Schulz von der ֱ. „Diese erlauben es uns, die Photonen entweder in einer oder in zwei Dimensionen zu fangen und zu kondensieren.“</p>
<p class="FlietextPM">„Diese Polymere fungieren also als eine Art Regenrinne, nur eben für Licht“, sagt Kirankumar Karkihalli Umesh, Erstautor der Studie. „Je schmaler wir diese Rinne machen, desto eindimensionaler verhält sich das Gas.“</p>
<p class="FlietextPM"><strong>Thermische Fluktuationen weichen den Kondensationspunkt auf</strong></p>
<p class="FlietextPM">In zwei Dimensionen gibt es eine genaue Temperaturgrenze, bei der die Kondensation stattfindet – ganz ähnlich wie bei Wasser, das bei exakt null Grad Celsius gefriert. In der Physik spricht man von einem Phasenübergang. „Anders müsste es aber sein, wenn wir statt eines zweidimensionalen Gases ein eindimensionales erzeugen“, sagt Vewinger. „In Photonengasen gibt es sogenannte thermische Fluktuationen. Diese sind in zwei Dimensionen so klein, dass sie nicht weiter stören. In einer Dimension schlagen sie dagegen bildlich gesprochen große Wellen.“</p>
<p class="FlietextPM">Diese Fluktuationen zerstören die Ordnung in eindimensionalen Systemen, sodass verschiedene Bereiche des Gases sich nicht mehr gleich verhalten. Das sorgt dafür, dass der in zwei Dimensionen noch genau definierte Phasenübergang immer mehr „ausschmiert“, je eindimensionaler das System wird. Dennoch werden seine Eigenschaften, wie auch im zweidimensionalen Fall, durch die Quantenphysik bestimmt - man nennt solche Gase auch quantenentartet. Es ist ungefähr so, als würde Wasser bei niedrigen Temperaturen zu einer Art Eiswasser werden, das jedoch nie vollständig gefriert. „Uns ist es nun erstmals gelungen, dieses Verhalten am Übergang von einem zwei- zu einem eindimensionalen Photonengas zu untersuchen“, erklärt Vewinger.</p>
<p class="FlietextPM">Die Arbeitsgruppen konnten nachweisen, dass eindimensionale Photonengase tatsächlich keinen scharfen Kondensationspunkt besitzen. Durch winzige Änderungen der Polymer-Strukturen lassen sich nun bis ins Detail Phänomene untersuchen, die auf dem Übergang zwischen verschiedenen Dimensionalitäten beruhen. Momentan handelt es sich dabei um Grundlagenforschung. Möglicherweise erwachsen daraus aber neue Anwendungsmöglichkeiten für quantenoptische Effekte.</p>
<p class="FlietextPM"><strong>Beteiligte Institutionen und Förderung:</strong><br> An der Studie waren das IAP der Universität Bonn, das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern sowie die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau beteiligt. Die Studie wurde aus Mitteln des European Research Council (ERC) der EU sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB TRR 185 finanziert.</p>
<p class="FlietextPM"><strong>Publikation: </strong>Kirankumar Karkihalli Umesh, Julian Schulz, Julian Schmitt, Martin Weitz, Georg von Freymann und Frank Vewinger: Dimensional crossover in a quantum gas of light; Nature Physics; DOI: 10.1038/s41567-024-02641-7; URL: </p>
<p class="FlietextPM">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 05 Sep 2024 17:59:48 +0200</pubDate>
                        <title>Zusammenspiel von Synthese, Transport und Funktion von Proteinen verstehen: Millionenförderung für ֱ-Forscher</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/zusammenspiel-von-synthese-transport-und-funktion-von-proteinen-verstehen-millionenfoerderung-fuer-rptu-forscher</link>
                        <description>Proteine sind die Baustoffe und Maschinen in den Zellen von Lebewesen wie Menschen, Tieren, Pflanzen oder Pilzen. Um sie zu organisieren, laufen im Zellinneren spezialisierte Produktions- und Transportvorgänge ab. Die Vorgänge an sich sind bereits wissenschaftlich beschrieben. Yury Bykov, Zellbiologe und Juniorprofessor an der ֱ, geht jetzt einen Schritt weiter. Er will mithilfe von Hefe als Modellorganismus untersuchen, wie in lebenden Zellen das komplexe Zusammenspiel erfolgt, welches letztlich das Schicksal der Proteine bestimmt. Der Europäischen Forschungsrat (ERC) fördert die Arbeit mit einem Starting Grant, dotiert mit 1,5 Mio. Euro, plus Mitteln für ein Forschungsgerät.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Proteine sind die Baustoffe und Maschinen in den Zellen von Lebewesen wie Menschen, Tieren, Pflanzen oder Pilzen. Um sie zu organisieren, laufen im Zellinneren spezialisierte Produktions- und Transportvorgänge ab. Die Vorgänge an sich sind bereits wissenschaftlich beschrieben. Yury Bykov, Zellbiologe und Juniorprofessor an der ֱ, geht jetzt einen Schritt weiter. Er will mithilfe von Hefe als Modellorganismus untersuchen, wie in lebenden Zellen das komplexe Zusammenspiel erfolgt, welches letztlich das Schicksal der Proteine bestimmt. Der Europäischen Forschungsrat (ERC) fördert die Arbeit mit einem Starting Grant, dotiert mit 1,5 Mio. Euro, plus Mitteln für ein Forschungsgerät. </strong></p>
<p>Zellen sind die kleinsten Lebenseinheiten. Sie enthalten verschiedene abgegrenzte und spezialisierte Strukturen, sogenannte Organellen, die lebenswichtige Aufgaben übernehmen. Damit sie funktionstüchtig sind und Arbeitsabläufe bzw. Stoffwechselprozesse in Zellen organisieren können, benötigen sie Proteine als Baustoffe und Maschinen. Mithilfe eines ausgeklügelten Produktions- und Logistiksystems sind Zellen in der Lage, die benötigten Proteine zu synthetisieren und an ihren Bestimmungsort zu transportieren.</p>
<p>„Wir wissen sehr viel über die grundsätzlichen Mechanismen, die bei der Proteinbiosynthese und beim Proteintransport in Zellen ablaufen“, sagt Yury Bykov. „Allerdings wurden viele der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse in vitro, in künstlicher Umgebung außerhalb der Zelle, beschrieben. Dadurch ist das komplexe Zusammenspiel, das letztlich das Schicksal der Proteine bestimmt, noch nicht vollständig aufgeklärt.“</p>
<p>Welches Protein landet final an welchem Ort? Welchen Einfluss haben die verschiedenen Stadien im Lebenszyklus von Proteinen auf deren Aufenthaltsort in der Zelle? Wie sind Proteinproduktion und Proteintransport miteinander verknüpft? Diese und weitere Forschungsfragen will Bykov klären. Als Modellorganismen dient Hefe, deren Zellen vergleichsweise einfach organisiert sind. „Mittels genetischer Werkzeuge werden wir Proteine markieren, um ihren Weg nachzuverfolgen oder die Produktion von bestimmten Proteinen unterdrücken, um Rückschlüsse auf die Funktion zu ziehen – all das in lebenden Hefezellen“, erklärt der Zellbiologie.</p>
<p>Im Rahmen der Förderung durch den Europäischen Forschungsrat hat er zuzüglich zum ERC Starting Grant auch eine halbe Million an Fördermittel für ein hochmodernes Fluoreszenzmikroskop erhalten. Mit dieser Technik kann er gleichzeitig die intrazellulären Strukturen sowie Proteine in mehreren Hefestämmen untersuchen. „Eine weitere Methodik, die wir im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem European Molecular Biology Laboratory, kurz EMBL, in Heidelberg einsetzen, ist die Kryoelektronen-Tomographie“ ergänzt Bykov. „Es handelt sich um ein bildgebendes Verfahren, das in gefrorenen Zellen kleinste biologische Strukturen dreidimensional sichtbar macht. Damit wollen wir einen genauen Blick darauf werfen, was in den Ribosomen passiert – den Zellorganellen, die eine der Hauptaufgaben bei der Proteinbiosynthese übernehmen.“</p>
<p>Mehr Licht in das komplexe Zusammenspiel von Synthese, Transport und Funktion von Proteinen zu bringen, ist letztlich die Grundlage dafür, Alterungsprozesse und das Auftreten von degenerativen Erkrankungen besser zu verstehen.</p>
<p>Im Rahmen des ERC Starting Grant wird Bykov Förderung über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Starting Grants fördern exzellente Nachwuchsforschende am Beginn einer unabhängigen Karriere. Die Mittel sind Teil des EU-Programms Horizon Europe. Der offizielle Titel des Forschungsvorhabens von Yury Bykov lautet „3-dimensional Organization and Functions of Translation in Organelle Proximity (3DTOP)“.<br> &nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Yury Bykov<br> Fachgebiet Quantitative Zellbiologie / ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205-2885<br> E:&nbsp;yury.bykov[at]rptu.de<br> W: bio.rptu.de/fgs/quantitative-zellbiologie</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Mon, 19 Aug 2024 13:49:42 +0200</pubDate>
                        <title>6G-Technologien in die Anwendung bringen: ֱ erhält zwei Millionen Euro, um Gründungen zu fördern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/6g-technologien-in-die-anwendung-bringen-rptu-erhaelt-zwei-millionen-euro-um-gruendungen-zu-foerdern</link>
                        <description>Der Mobilfunkstandard 6G wird viele neue Anwendungen ermöglichen: Etwa OP-Roboter, die sich aus der Ferne steuern lassen, ebenso wie Avatare, die den Straßenverkehr sicherer gestalten oder beim Arbeitsalltag unterstützen. Neue 6G-Technologien und derartige Lösungen bieten große Chancen für Start-ups, auf dem Markt Fuß zu fassen. Um Gründungen gezielt zu fördern und den Wissenstransfer im Bereich der Kommunikationstechnologien und deren Anwendungen voranzubringen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Start-up Inkubator „Start.Smart.Connect Kaiserslautern“ (SSC KL). Dieser ist an der ֱ verortet. Bis Ende 2027 stehen für SSC KL rund zwei Millionen Euro bereit.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Der Mobilfunkstandard 6G wird viele neue Anwendungen ermöglichen: Etwa OP-Roboter, die sich aus der Ferne steuern lassen, ebenso wie Avatare, die den Straßenverkehr sicherer gestalten oder beim Arbeitsalltag unterstützen. Neue 6G-Technologien und derartige Lösungen bieten große Chancen für Start-ups, auf dem Markt Fuß zu fassen. Um Gründungen gezielt zu fördern und den Wissenstransfer im Bereich der Kommunikationstechnologien und deren Anwendungen voranzubringen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Start-up Inkubator „Start.Smart.Connect Kaiserslautern“ (SSC KL). Dieser ist an der ֱ verortet. Bis Ende 2027 stehen für SSC KL rund zwei Millionen Euro bereit.</strong></p>
<p class="Lead">Der Inkubator ist eng mit der Wissenschaft vernetzt. Angebunden an das 6G-Forschungshub „Open6GHub“, das von Professor Dr. Hans D. Schotten an der ֱ geleitet wird, sollen unter anderem die dort entwickelten Lösungen in Richtung Marktreife beschleunigt werden. „Das erste Gründungsprojekt aus dem Open6GHub-Netzwerk hat bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht und sich erfolgreich um eine Startup-Förderung des BMBF beworben“, sagt Bernhard Lorig, der die Aktivitäten auf der Seite des Gründungsbüros der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität und Hochschule Kaiserslautern leitet.</p>
<p class="Lead">Insgesamt gibt es vier deutsche 6G-Forschungshubs, die sich unter anderem mit der Entwicklung von 6G-Technologien, Cybersicherheit und neuartigen Anwendungen beschäftigen, die 6G nutzen. Der in Kaiserslautern koordinierte Open6GHub umfasst ein Netzwerk von elf Universitäten und sechs Forschungsinstituten. Hier ist der Start-up Inkubator SSC KL eingegliedert, organisiert als gemeinsames Vorhaben der Arbeitsgruppe von Professor Schotten und des Gründungsbüros. Eingebettet ist das Kaiserslauterer Forschungsnetzwerk in die 6G-Plattform, dem Schirmprogramm des deutschen 6G-Programms. „Wir bündeln und vernetzen alle vom Bundesforschungsministerium geförderten Aktivitäten in unserer deutschlandweiten 6G-Plattform“, sagt Schotten, der Koordinator der 6G-Plattform ist. „Die Start-up Förderung des BMBF ermöglicht es uns, den Transfer von der Forschung in die Anwendung weiter voranzubringen und junge Unternehmen bei der Gründung zu fördern.“</p>
<p class="Lead">Zunächst geht es darum, gründungsfähige Idee in den 6G-Forschungshubs zu identifizieren. „In einem weiteren Schritt unterstützen wir gründungsinteressierte Forschende durch den Inkubator SSC KL auf ihrem Weg“, unterstreicht Lorig. Unterstützung erhalten ebenso Start-ups, die bereits einen Schritt weiter sind und ihre Ideen im Bereich 6G-Technologie vermarkten wollen.</p>
<p class="Lead">Aktuell betreut der Inkubator über zehn Forschungsteams. SSC KL hilft etwa beim Erstellen eines Businessplans oder dem Optimieren des Geschäftsmodells oder stellt Test- und Laborräume zur Verfügung. „Hinzu kommt der fachspezifische Aspekt. Der Rahmen des SSC KL bietet die Möglichkeit, sich bundesweit in der 6G-Forschungscommunity zu vernetzen und auch Kontakte zur Industrie zu knüpfen“, so Daniel Lindenschmitt, Projektleiter des Inkubators. „Außerdem können wir beraten bei Fragen der Standardisierung, Regulierung und zu Patenten sowie Kontakte zu Expertinnen und Experten vermitteln.“ Erster Meilenstein ist die Antragstellung zur BMBF-Fördermaßnahme „StartUpConnect“. „Auf das Auswahlverfahren bereiten wir Gründungsinteressierte intensiv vor“, ergänzt Lindenschmitt.</p>
<p class="Lead">Neben dieser Maßnahme können die Start-ups vom Netzwerk der 6G-Forschungshubs profitieren, um Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, von erfahrenen Gründerinnen und Gründern zu lernen und so die eigene Idee zur Marktreife weiterzuentwickeln. „Insgesamt möchten wir mit allen Beteiligten eine ‘friendly Community’ schaffen“, so Schotten, „das heißt, ein Netzwerk, das sich gegenseitig unterstützt und durch Kooperationen mit Forschung und Industriepartnerschaften zu einem führenden Innovationsmotor in Deutschland wird.“ Dabei sollen etablierte Start-ups ihr Gründungswissen und ihre Erfahrungen an andere Gründungsinteressierte und die Forschung weitergeben.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantworten:</strong><br> <br> Prof. Dr.-Ing. Hans Schotten<br> Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation / ֱ in Kaiserslautern<br> T: 0631 205-3595<br> E: schotten[at]eit.uni-kl.de<br> --<br> Bernhard Lorig<br> Gründungsbüro ֱ und Hochschule Kaiserslautern<br> T: 0631 205-2833<br> E: lorig[at]gruendungsbuero.info</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-15741</guid>
                        <pubDate>Thu, 08 Aug 2024 15:52:08 +0200</pubDate>
                        <title>Digitalisierung von Expertenwissen in der Metallindustrie: Refactum vernetzt Daten und liefert Entscheidungshilfe</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/digitalisierung-von-expertenwissen-in-der-metallindustrie-refactum-vernetzt-daten-und-liefert-entscheidungshilfe</link>
                        <description>In der zerspanenden Metallverarbeitung sind oft Produkte mit komplexen Geometrien gefragt – das stellt hohe Ansprüche an die Fertigung. Bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und Abfluss des Expertenwissens drohen Einbußen in Produktionseffizienz und -qualität. Um dem entgegenzuwirken, entwickeln vier Ingenieure im Forschungsvorhaben „Refactum“ eine Software-Lösung, die Daten zu vergangenen Aufträgen digitalisiert, verknüpft und Entscheidungshilfe für Angebotserstellung, Rüstplan und Maschinencode liefert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der Europäischen Sozialfonds fördern das Team, das sein System an der ֱ zur Marktreife bringt, im Rahmen des EXIST-Programms.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>In der zerspanenden Metallverarbeitung sind oft Produkte mit komplexen Geometrien gefragt – das stellt hohe Ansprüche an die Fertigung. Bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und Abfluss des Expertenwissens drohen Einbußen in Produktionseffizienz und -qualität. Um dem entgegenzuwirken, entwickeln vier Ingenieure im Forschungsvorhaben „Refactum“ eine Software-Lösung, die Daten zu vergangenen Aufträgen digitalisiert, verknüpft und Entscheidungshilfe für Angebotserstellung, Rüstplan und Maschinencode liefert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Europäischen Sozialfonds fördern das Team, das sein System an der ֱ zur Marktreife bringt, im Rahmen des EXIST-Programms.</strong></p>
<p class="Lead">„Erfahrene Fachkräfte in metallverarbeitenden Betrieben wissen oft schon beim ersten Blick auf eine technische Zeichnung, welche ihrer Fertigungsmaschinen für die Herstellung in Frage kommt“, sagt Keran Sivalingam von Refactum. „Und sie können einschätzen, wann ein Kompromiss zwischen Fertigungsaufwand und Produktqualität die beste Lösung ist, um ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.“</p>
<p class="Lead">Doch wie lässt sich dieses Wissen für die Zukunft sichern? Refactum digitalisiert und verknüpft hierzu vorhandene Informationen, die in mehreren Datensilos in Unternehmen verteilt vorliegen. Dazu zählen Auftragsdaten, zugehörige technische Zeichnungen oder CAD-Modelle, Kalkulationen und der Maschinencode (NC-Code), der die Parameter zum Einstellen der Produktions- bzw. Werkzeugmaschinen enthält. „Wenn ein neuer Auftrag mit einer technischen Zeichnung oder CAD-Modell eingeht, kann der Mitarbeiter das Werkstück analysieren lassen und erhält über die Benutzeroberfläche der Software alle für die Fertigung nötigen Informationen als Entscheidungshilfe.“, erklärt der Wirtschaftsingenieur.</p>
<p class="Lead">Die Software-Lösung fungiert also wie ein Elefantengedächtnis und macht Vorschläge für die Angebotskalkulation, die Arbeitsvorbereitung, den Rüstplan und den Maschinencode. Testdaten und Feedback für die Entwicklung des Systems erhält Refactum aus der Praxis – insbesondere zu Funktionalitäten und zur Benutzeroberfläche. Welches Potenzial sehen die eingebundenen Unternehmen: „Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist die Digitalisierung von Expertenwissen der klare Hauptvorteil bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und des Fortbestands des Unternehmens“, sagt Sivalingam. „Darüber hinaus lässt sich mit unserer Software die Arbeitsvorbereitung ebenso wie der gesamte Fertigungsprozess beschleunigen, sodass Mitarbeiter mehr Zeit für die wichtigen Tätigkeiten haben.“</p>
<p class="Lead">Langfristig will Refactum noch mehr Entscheidungsunterstützung ermöglichen: Die Software soll die jeweils am besten geeigneten Produktionsmaschinen identifizieren, um Durchlaufzeiten in der Fertigung zu verringern und die Effizienz noch weiter zu steigern. Dabei soll nicht nur die zerspanende Industrie von der Technologie profitieren. Auch vor- und nachgelagerte Gewerke der Metallverarbeitung, wie Gießereien oder die Oberflächenbehandlung, will Refactum integrieren. Das ultimative Ziel ist der Aufbau eines unternehmensübergreifenden Produktionsnetzwerkes, basierend auf dem Einsatz der Software.</p>
<p class="Lead"><strong>Über Refactum</strong></p>
<p class="Lead">Refactum, das sind die vier Ingenieure Keran Sivalingam, Jesko Hermann, Patrick Bertram und Oliver Kohn. Sivalingam, Hermann und Bertram haben in Kaiserslautern studiert und teils auch schon die Promotion abgeschlossen. Während ihrer Forschungsarbeit am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und SteuerungenWSKL; Leitung: Professor Martin Ruskowski entstand die Idee zum gemeinsamen Start-up. Kohn promovierte an der Technischen Universität Darmstadt und stieß über die Vernetzung während der Forschungstätigkeit am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) zum Team.</p>
<p class="Lead">Die EXIST-Förderung für Refactum, in dem Fall ein EXIST-Forschungstransfer, ist am 1. Januar 2024 angelaufen, zunächst für ein Jahr. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse in dieser ersten Förderphase in ein Unternehmen zu überführen. Alle Teammitglieder sind aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl WSKL beschäftigt. Zugleich unterstützt das Gründungsbüro der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern Refactum auf dem Weg in die Selbstständigkeit.</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Keran Sivalingam<br> E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfsbo/tjwbmjohbnAsfgbduvn/ef" data-mailto-vector="1">keran.sivalingam[at]refactum.de</a><br> refactum.de</p>
<p>--<br> Jesko Hermann<br> E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+kftlp/ifsnbooAsfgbduvn/ef" data-mailto-vector="1">jesko.hermann[at]refactum.de</a><br> refactum.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 08 Aug 2024 10:58:35 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ erneut für Chancengerechtigkeit ausgezeichnet</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-erneut-fuer-chancengerechtigkeit-ausgezeichnet</link>
                        <description>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) erhält bereits zum dritten Mal das TOTAL E-QUALITY-Prädikat. Der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. zeichnet damit Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus, die Geschlechter- und Diversitätsgerechtigkeit mit einem intersektionalen und inklusiven Ansatz in allen Dimensionen von Vielfalt adressieren.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) erhält bereits zum dritten Mal das TOTAL E-QUALITY-Prädikat. Der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. zeichnet damit Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus, die&nbsp;Geschlechter- und Diversitätsgerechtigkeit mit einem intersektionalen und inklusiven Ansatz in allen Dimensionen von Vielfalt adressieren.</strong></p>
<p>Die Jury, die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft vereint, hob in ihrer Begründung unter anderem Maßnahmen hervor, mit denen die ֱ zur Gestaltung einer chancengerechten Personalentwicklung arbeitet. Darunter das Mentoring-Programm, das sich exklusiv an Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen richtet, ebenso wie die Teilnahme Professorinnen-Programm von Bund und Land, im Zuge dessen die Universität bereits 17 Professorinnen einstellen konnte. Im Aktionsfeld „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ verfolge die ֱ darüber hinaus sehr aufmerksam gesellschaftliche Entwicklungen und integriere die einschlägigen Themen (Pflege, Väterarbeit, Dual Career, Alleinerziehende) in ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote. Generell sei die Universität laut Urteil der Jury in allen acht Aktionsfeldern (dazu zählen etwa auch ‚Institutionalisierte Gleichstellungspolitik‘, ‚Organisationskultur‘ oder ‚Forschung, Lehre und Studium‘ etc.) mit etablierten Maßnahmen aktiv. Die Chancengerechtigkeitsstrategie der ֱ orientiere sich dabei stark an den individuellen Bedürfnissen der Hochschulangehörigen und fokussiere auf ein einladendes Organisationsklima. Als Empfehlung gab die Jury mit, Monitoring und Evaluation einzelner Maßnahmen und grundlegender Kennzahlen auszubauen.</p>
<p>Dr. Cornelia Rövekamp von der Stabsstelle ‚Gleichstellung, Vielfalt und Familie‘ freut sich über die Erneuerung des Gütesiegels: „Das Prädikat bescheinigt uns, dass wir an der ֱ auf dem richtigen Weg sind, um die Chancengerechtigkeit gezielt zu fördern. Mit Blick in die Zukunft wollen wir bestehende und neue Themen rund um Gleichstellung und Vielfalt noch stärker an der Universität verankern und weiterhin gute Angebote für unsere Mitarbeitenden und unsere Studierenden schaffen“, ergänzt Rövekamp.</p>
<p>Das Prädikat wird für die Jahre 2024 bis 2026 verliehen. An der ֱ sind aktuell rund 43 % der Beschäftigten, 60 % der Studierenden sowie 36 % der Promovierenden Frauen. Der Anteil der Professorinnen beträgt 27 %.</p>
<p>Bereits seit 2005 hat die ֱ darüber hinaus das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ inne. Es bescheinigt der Universität familienfreundliche Arbeits- und Studienbedingungen. Ergebnis ist ein vielfältiges Angebot für Familien – von der Beratung von Eltern und pflegenden Angehörigen bis hin zur Kinderferienbetreuung</p>
<p><strong>Über TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V.</strong></p>
<p>TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. wurde 1996 gegründet. Die anfängliche Konzentration auf die Etablierung von Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen hat sich auf das Anliegen ausgedehnt, weitere vielfältige Perspektiven einzubeziehen.</p>
<p>Gemeinsam mit Unternehmen, Hochschulen, Forschungsorganisationen und Verbänden steht der Verein heute für die Gestaltung einer Arbeitskultur, welche Talenten jeden Hintergrunds den Ein- und Aufstieg ermöglicht. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei die Verknüpfung geschlechtsspezifischer Aspekte mit verschiedensten persönlichen und sozialen Merkmalen. Ein solcher intersektionaler Ansatz zielt auf die Reduzierung des Einflusses von (Geschlechter-)Stereotypen und auf den Ausbau diskriminierungsfreier, inklusiver Organisationsstrukturen.</p>
<p>Das TOTAL E-QUALITY Prädikat bescheinigt ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für Chancengleichheit und bedeutet das klare Bekenntnis der partizipierenden Organisationen zu Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. Je mehr Organisationen ausgezeichnet werden, desto höher entwickeln sich die Standards für eine chancengerechte Arbeitswelt und werden zum relevanten Faktor im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter*innen.</p>
<p>Insgesamt hat der Verein bis heute in 30 Prädikatsvergaben 1.077 Prädikate an 366 Organisationen verliehen. Diese stehen insgesamt für rund 800.000 Beschäftigte und ca. 900.000 Studierende, die von einer chancengerechten Personalpolitik profitieren.<br> &nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Cornelia Rövekamp<br> Stabsstelle ‚Gleichstellung, Vielfalt und Familie‘</p>
<p>T: 0631 205-5902<br> E: c.roevekamp@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 11:10:53 +0200</pubDate>
                        <title>Fachübergreifend Projekte realisieren: Neuer Masterstudiengang verbindet Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/fachuebergreifend-projekte-realisieren-neuer-masterstudiengang-verbindet-maschinenbau-elektrotechnik-und-informatik</link>
                        <description>Wer einen Bachelor aus dem Bereich Maschinenbau in der Tasche hat – und darauf aufbauend sein Fachwissen in Elektrotechnik, Automatisierung und Robotik erweitern möchte, dem eröffnet der neue Masterstudiengang „Mechatronik und Automatisierung im Maschinenbau“ neue fachliche Perspektiven. Das dreisemestrige Vollzeitstudium startet erstmals zum Wintersemester 2024/25 an der ֱ – und befähigt zu Führungspositionen in der interdisziplinären Projektarbeit. Studierende erlernen etwa, Robotik oder Künstliche Intelligenz in eine Maschine einzubauen. Dabei können sie an Forschungsinstituten, mit denen die ֱ eng kooperiert, Praxisluft schnuppern und an spannenden Forschungsprojekten mitwirken.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer einen Bachelor aus dem Bereich Maschinenbau in der Tasche hat – und darauf aufbauend sein Fachwissen in Elektrotechnik, Automatisierung und Robotik erweitern möchte, dem eröffnet der neue Masterstudiengang „Mechatronik und Automatisierung im Maschinenbau“ neue fachliche Perspektiven. Das dreisemestrige Vollzeitstudium startet erstmals zum Wintersemester 2024/25 an der ֱ – und befähigt zu Führungspositionen in der interdisziplinären Projektarbeit. Studierende erlernen etwa, Robotik oder Künstliche Intelligenz in eine Maschine einzubauen. Dabei können sie an Forschungsinstituten, mit denen die ֱ eng kooperiert, Praxisluft schnuppern und an spannenden Forschungsprojekten mitwirken.</strong></p>
<p>Anlagen und Maschinen werden immer komplexer, auch weil in ihnen immer mehr Elektronik verbaut ist: „Reiner Maschinenbau, bei dem kein Strom fließt, wird immer weniger“, sagt Professor Martin Ruskowski, Leiter des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Steuerungen (WSKL) an der ֱ. Robotik-Anwendungen und Künstliche Intelligenz sind dabei nur zwei der Stichworte, die auch für Maschinenbauerinnen und Maschinenbauer immer mehr an Bedeutung gewinnen. Genau hier setzt der neue Master-Studiengang „Mechatronik und Automatisierung im Maschinenbau“ an, für den sich Interessierte zum Wintersemester 2024/25 nun erstmals bewerben können.</p>
<p>„Wir stellen fest, dass Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik immer weiter zusammen rücken. Das wollen wir mit dem neuen Studiengang abbilden“, schildert Ruskowski die Intention des Lehrangebotes. Das dreisemestrige Vollzeitstudium richtet sich an Bachelorabsolventinnen und -absolventen eines Maschinenbaustudienganges, der an der ֱ regulär nach sieben Studiensemestern erreicht wird. „Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit einem sechssemestrigen Bachelorabschluss sind weitere Zusatzleistungen erforderlich.“ Angesprochen werden Maschinenbau-Absolventinnen und Absolventen, die sich fachlich in Richtung Elektrotechnik weiterentwickeln wollen. Ergänzt wird das Studienangebot durch Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der angewandten Informatik.</p>
<p>So stehen unter anderem Robotik, Automatisierung und Regelungstechnik auf dem Lehrplan: „Die Masterstudierenden bekommen das Rüstzeug, Robotik oder Künstliche Intelligenz in eine Maschine einzubauen. Das Studium vermittelt die fachliche Tiefe, die für solch komplexen Herausforderungen erforderlich sind“, sagt Martin Ruskowski. „Es befähigt für interdisziplinäre Fragestellungen – im Sondermaschinenbau beispielsweise.“ Und der Professor ergänzt: „Im Rahmen von Industrie 4.0 wurde in den vergangenen Jahren sehr viel geforscht. Jetzt geht es darum, dieses Wissen in die Anwendung zu bringen.“</p>
<p>Bewerberinnen und Bewerber sollten Interesse an interdisziplinärer Projektarbeit mitbringen, sich für Elektrotechnik, Regelungstechnik, Mechatronik und theoretische Zusammenhänge begeistern können. Der neue Masterstudiengang besteht aus vier Pflichtmodulen (Angewandte Regelungstechnik, Handhabungstechnik und Industrieroboter, Automatisierungstechnik II, Analoge und digitale Messsignalverarbeitung). Hinzu kommen Wahlpflichtmodule aus dem Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik, aus dem Bereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik und aus dem Bereich Informatik. Nach einer erfolgreichen Masterarbeit schließt das Studium mit einem „Master of Science“ ab.</p>
<p>Das Studium macht fit für die Herausforderungen der Zukunft, betont Martin Ruskowski: „Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz durchdringen immer mehr unser ganzes Leben.“ Mit dem neuen Masterstudiengang werden entscheidende Lücken geschlossen – der Maschinenbau wird sozusagen in Richtung Zukunftstechnologien geöffnet. „Auch fachübergreifendes Wissen wird immer mehr gefragt sein. Es geht darum, systemisch denken zu können.“ Absolventinnen und Absolventen können später Führungsaufgaben im Bereich der Konstruktion, Automatisierung oder Regelungstechnik übernehmen – Entwicklung und Management sind potenzielle Tätigkeitsfelder.</p>
<p>Dabei profitieren sie bereits während des Studiums von den Besonderheiten des Standortes Kaiserslautern, insbesondere von der engen Kooperation der ֱ mit den in der Nachbarschaft ansässigen Forschungsinstituten – dazu zählt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit dem Forschungsbereich Innovative Fabriksysteme. Auch führende Unternehmen aus Forschung und Industrie – die sich zur Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. (SmartFactoryKL) zusammengeschlossen haben, ermöglichen es, frühzeitig Praxisluft zu schnuppern. „An den Forschungsinstituten lassen sich studentische Arbeiten realisieren. Oder nach erfolgreichem Studienabschluss auch eine Promotion anfertigen“, erklärt Martin Ruskowski: „In dieser Fülle bereits während des Studiums in unterschiedliche Bereiche hineinblicken zu können, das ist schon etwas Besonderes.“<br> <br> Eine Bewerbung für den zulassungsfreien Masterstudiengang ist noch bis 15. September möglich. Weitere Informationen:<br> <a href="/studienangebot/23172/Maschinenbau_und_Verfahrenstechnik-Master-Mechatronik_und_Automatisierung_im_Maschinenbau" target="_blank">Mechatronik und Automatisierung im Maschinenbau in Maschinenbau und Verfahrenstechnik (rptu.de)</a></p>
<p><br> <strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr.-Ing. Martin Ruskowski<br> Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205-3570<br> E: martin.ruskowski@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 Jul 2024 14:07:42 +0200</pubDate>
                        <title>Katrin Eder: „Das ESA ist ein wegweisendes Projekt für die Energiewende in denkmalgeschützten Gebäuden“ </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/katrin-eder-das-esa-ist-ein-wegweisendes-projekt-fuer-die-energiewende-in-denkmalgeschuetzten-gebaeuden</link>
                        <description>Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klimaschutzministerin Katrin Eder nahm heute an der Einweihung des energetisch sanierten Studentenwohnheims ESA an der ֱ in Kaiserslautern teil. Das Ministerium fördert die Sanierung mit rund 1,2 Millionen Euro EFRE-Förderung.</strong></p>
<p>„Weltweit ist der Gebäude- und Bausektor für rund 40 Prozent der CO<sub>2</sub>-Emissionen verantwortlich. Umso wichtiger ist es, wenn bereits bestehende Gebäude weiter genutzt und klimafreundlich saniert werden. Gerade im Rahmen des Denkmalschutzes steht die energetische Sanierung vor großen Herausforderungen: Hier gilt es, die kulturhistorische Relevanz der Gebäude anzuerkennen und zu erhalten und zugleich den Klimaschutz-Anforderungen gerecht zu werden. Das Studentenwohnheim ESA ist ein wegweisendes Projekt mit Vorbildfunktion, denn es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der neben passgenauen energetischen Lösungen für ein denkmalgeschütztes Gebäude auch Aspekte des Flächen- und Ressourcenverbrauchs adressiert. Darüber hinaus konnten sich die Studierenden selbst aktiv bei der Konzeption und Umsetzung einbringen. Das schafft eine hohe Nutzerakzeptanz“, sagte Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder die gemeinsam mit Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ und Dr. Annette Mechel, Vorstand der Stiftung für die ֱ das ESA-Studentenwohnheim einweihte. Das Klimaschutzministerium fördert die Sanierung über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 1,2 Millionen Euro.</p>
<p>Das Energiesparende Studentenwohnheim Architekturökologie – kurz ESA – steht am Campus der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) Kaiserslautern. Bei dem Bestandsgebäude handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Ensemble eines Gewächshauses, in das nach einem „Haus in Haus Prinzip“ fünf Wohneinheiten eingeschoben sind, die 20 Studierenden ein Zuhause bieten. Das ESA weist eine sehr hohe Energiekosteneinsparung von bis zu 90 Prozent auf und eine Energieeigenversorgung von bis zu 50 Prozent. Unter Berücksichtigung der Photovoltaik erreicht das ESA sogar eine positive Energiebilanz.</p>
<p>Im Rahmen der Sanierung soll zunächst der Energieverbrauch von heute 130.000 kWh Wärme und 25.000 kWh Strom durch passive bauliche Maßnahmen gesenkt werden. Bisher erfolgte die Wärmeversorgung über Flüssiggas. Nach den baulichen Maßnahmen wird die Stromversorgung über eine Photovoltaik-Anlage und die Wärmeversorgung über eine Solarthermie-Anlage mit einem Erdwärmespeicher zu 100 Prozent regenerativ erfolgen. Weitere Schwerpunkte des Projektes sind beispielsweise eine erhebliche Reduzierung des Wasserverbrauchs und eine Erneuerung der Außen- und Wegebeleuchtung.</p>
<p>„Das ESA existiert bereits seit 1986, es ist seinerzeit im Rahmen eines studentischen Selbstbauprojektes unter der Leitung von Professor Heinrich Eissler entstanden und ist in seiner Architektur und der baulichen Konzeption einzigartig in Deutschland“, sagte Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter. „Wir sind dankbar dafür, mit Hilfe der Stiftung, den öffentlichen Fördermitteln, insbesondere aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, und privaten Spenden ein solch einmaliges Denkmal der Architekturgeschichte in die Zukunft führen und unseren Studierenden wieder als Wohnstätte anbieten zu können.“</p>
<p>Quelle:&nbsp;MINISTERIUM FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE UND MOBILITÄT</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 11:38:04 +0200</pubDate>
                        <title>Neues Sport- und Freizeitangebot an der ֱ in Kaiserslautern: „Flowpark“ für Groß und Klein</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neues-sport-und-freizeitangebot-an-der-rptu-in-kaiserslautern-flowpark-fuer-gross-und-klein</link>
                        <description>Auf dem Unisport-Gelände der ֱ in Kaiserslautern ermöglicht ein Flowpark ab sofort neue Rollsport-Angebote. Auf der dortigen Wellenbahn (Pumptrack) und der Halfpipe (Miniramp) können Biker wie Skater ihre sportliche Geschicklichkeit trainieren. Der Flowpark steht allen Interessierten offen, zur Nutzung wird eine Unisport-Karte benötigt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dem Unisport-Gelände der ֱ in Kaiserslautern ermöglicht ein Flowpark ab sofort neue Rollsport-Angebote. Auf der dortigen Wellenbahn (Pumptrack) und der Halfpipe (Miniramp) können Biker wie Skater ihre sportliche Geschicklichkeit trainieren. Der Flowpark steht allen Interessierten offen, zur Nutzung wird eine Unisport-Karte benötigt.</strong></p>
<p>Das Flowpark-Gelände befindet sich direkt neben dem neuen Kletterturm „Peak 17“. Der asphaltierte Pumptrack bietet großen und kleinen Rollsport-Begeisterten die Möglichkeit, das Auf und Ab der Wellenbahn per Fahrrad, Skateboard, Inline-Skates oder anderen nicht-motorisierten Gefährten zu meistern. Die Miniramp, eine kleine Halfpipe aus Holz, ist für anspruchsvolle Manöver gedacht. Teil des Flowparks ist außerdem eine Outdoor-Bühne mit Tribünen-Bereich, die Raum schafft für Lehrveranstaltungen und weitere Events sowie zum Verweilen einlädt.</p>
<p>Als Teil des Sportgeländes der ֱ in Kaiserslautern kann der Flowpark von allen Personen mit einer Unisport-Zugangsberechtigung genutzt werden. Studierenden der ֱ stehen einige Angebote, darunter auch der Flowpark, im Rahmen ihres Semesterbeitrags kostenlos zur Verfügung. Alle weiteren Interessierten (Erwachsene wie Kinder) können die Anlagen ebenfalls mit einer gültigen Karte besuchen.</p>
<p>„Mit dem Flowpark bedienen wir nicht nur einen Trend, sondern leisten auch einen Beitrag zur Freizeit-, Bewegungs- und Familienförderung an der ֱ und in Kaiserslautern insgesamt“, freut sich Johanna Becker, Bereichsleiterin Unisport am Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) der ֱ. Dr. Max Sprenger, Leiter des ZSGW ergänzt: „Das neue Angebot bereichert das Sportzentrum Pfalz, für das wir uns gemeinsam mit den vor Ort ansässigen Partnern im Leistungs- und Breitensport engagieren. Dass wir den Flowpark so realisieren konnten, verdanken wir nicht zuletzt großzügigen Unterstützern und Partnern aus der Region.“</p>
<p>Der Bau des Pumptracks wurde umgesetzt von Shapetastic, einem Spezialisten für den Bau von Rollsport-Bahnen. Zur Realisierung der Flowparks insgesamt haben die Hornbach Baustoff Union GmbH, die Reisinger Bau GmbH, die Carl Picard Natursteinwerk GmbH sowie die Skipiol Immobilien GbR als Haupt-Spenderin unterstützend beigetragen.</p><div class="well"><p>Alle Infos zum neuen Flowpark und den Nutzungsmöglichkeiten sind auf den Webseiten des ZSGW zu finden unter:<br> </p></div><p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Max Sprenger<br> Leiter Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden an der ֱ</p>
<p>T: 0631 205-4441<br> E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+nby/tqsfohfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">max.sprenger[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 08 Jul 2024 15:54:13 +0200</pubDate>
                        <title>Kritische Metalle wie Kobalt und Wolfram in Werkzeugen ersetzen – Carl-Zeiss-Stiftung fördert Projekt mit 4,9 Mio. Euro </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kritische-metalle-wie-kobalt-und-wolfram-in-werkzeugen-ersetzen-carl-zeiss-stiftung-foerdert-projekt-mit-49-mio-euro</link>
                        <description>Kobalt und Wolfram spielen in der Industrie eine wichtige Rolle, etwa bei Legierungen oder der Batterieherstellung. Gefördert werden die Metalle oft unter fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen. Von Bedeutung sind sie auch bei sogenannten Hartmetallwerkzeugen wie Bohrern, Fräs- und Drehwerkzeugen. Ein Forschungsvorhaben an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wird sich damit befassen, den Anteil dieser kritischen Rohstoffe in den Werkzeugen zu reduzieren, zu ersetzen oder das Material in einem Wertstoffkreislauf zu recyceln. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert die Arbeiten für sechs Jahre mit rund 4,9 Millionen Euro.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Kobalt und Wolfram spielen in der Industrie eine wichtige Rolle, etwa bei Legierungen oder der Batterieherstellung. Gefördert werden die Metalle oft unter fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen. Von Bedeutung sind sie auch bei sogenannten Hartmetallwerkzeugen wie Bohrern, Fräs- und Drehwerkzeugen. Ein Forschungsvorhaben an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wird sich damit befassen, den Anteil dieser kritischen Rohstoffe in den Werkzeugen zu reduzieren, zu ersetzen oder das Material in einem Wertstoffkreislauf zu recyceln. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert die Arbeiten für sechs Jahre mit rund 4,9 Millionen Euro.</strong><br> <br> Ob in der Luft- und Raumfahrtechnik, der Automobilindustrie, dem Energiesektor oder dem Maschinen- und Anlagebau – in vielen Bereichen braucht es sogenannte Hartmetallwerkzeuge wie Bohrer, Fräs- und Drehwerkzeuge. Sie bilden die Grundlage vieler Produktionsprozesse. „Die Basis dieser Metallgruppe bilden Wolfram, in Form von Wolframkarbid, und Kobalt. Sie sind verschleißbeständig und halten hohe Temperaturen aus“, sagt Professor Dr. Jan Aurich, der an der ֱ in Kaiserslautern das Lehrgebiet für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation leitet. In rund 80 Prozent dieser Werkzeuge sind die beiden chemischen Elemente enthalten. „Ihr Abbau erfolgt unter sehr fragwürdigen sozialen und gesundheitlichen Bedingungen, hinzu kommt die Umweltzerstörung im Umfeld der Minen“, fährt er fort.<br> <br> „Wir möchten die Metalle ersetzen oder den Einsatz deutlich reduzieren“, so Aurich über das neue Vorhaben. „Wo dies aus technischen Gründen nicht möglich ist, wollen wir die Metalle recyclen und einen geschlossenen Wertstoffkreislauf entwickeln.“ Ziel ist es, die mechanischen Eigenschaften und damit die Langlebigkeit nicht zu beeinträchtigen. „Wichtig dabei wird sein, dass das recycelte Material dieselbe Qualität hat wie die primären Rohstoffe“, erläutert Aurich.<strong> </strong></p>
<p>In einem weiteren Teilprojekt arbeiten die Forscherinnen und Forscher daran, den Anteil von Wolfram und Kobalt in den Werkzeugen zu minimieren. „Dazu setzen wir auf 3D-Druck. Hiermit haben wir die Möglichkeit, dass wir die Werkzeuge anders herstellen können als bei derzeit üblichen Verfahren und Wolfram und Kobalt nur an Stellen einsetzen, bei denen es für die Funktion notwendig ist.“ Beispielsweise kann der Schafft des Werkzeugs aus Stahl bestehen und nur an der Spitze finden die beiden Mineralien Verwendung.</p>
<p>Außerdem zielt das Projekt darauf ab, das Hartmetall in den Werkzeugen vollständig durch andere Materialien zu ersetzen. „Es gibt inzwischen neue Hochleistungsstähle, die mit ähnlichen Eigenschaften ausgestattet sind wie die Hartmetalle“, so der Ingenieur weiter, „das heißt, langlebig und temperaturbeständig.“ Sie könnten sich als Alternative eignen, Welches Material sich dazu in welcher Weise genau eignet, wird das Team untersuchen.</p>
<p>Bei den Arbeiten kommen unter anderem Simulationen und Verfahren der Materialanalyse zum Einsatz. Das Forschungsprojekt FairTools wird von Professor Aurich koordiniert. Beteiligt sind zudem die Teams um Professor Dr. Eberhard Kerscher (Lehrgebiet für Werkstoffprüfung), Professorin Dr. Kristin de Payrebrune (Lehrgebiet für Computational Physics in Engineering) und Juniorprofessorin Dr. Lisa Scheunemann (Lehrgebiet für Technische Mechanik) sowie das Team um Dr. Swen Ehnert vom Institut für Oberflächen- und Schichttechnik (IFOS), das seine Methoden zur Werkstoff- und Oberflächenanalytik zur Verfügung stellt. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert es für sechs Jahre mit rund 4,9 Millionen Euro.</p>
<p><strong>Über die Carl-Zeiss-Stiftung</strong></p>
<p>Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr.-Ing. Jan Aurich<br> Lehrgebiet für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation<br> ֱ im Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-2617<br> E-Mail: fbk[at]mv.rptu.de</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<h4><br> &nbsp;</h4>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 04 Jul 2024 12:33:24 +0200</pubDate>
                        <title>Landwirtschaft der Zukunft: Studie zeigt enormes Potenzial von Permakultur</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/landwirtschaft-der-zukunft-studie-zeigt-enormes-potenzial-von-permakultur</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat in einer gemeinsamen Studie mit der BOKU University erstmals im größeren Umfang gezeigt, dass Permakultur in der Landwirtschaft eine deutliche Verbesserung für Biodiversität, Bodenqualität und Kohlenstoffspeicherung mit sich bringt. Angesichts der Herausforderungen von Klimawandel und Artensterben könnte diese Art der Kultivierung demnach eine echte Alternative für den konventionellen Anbau sein – und Umweltschutz und ertragreiche Landwirtschaft unter einen Hut bringen.</strong><br>&nbsp;</p>
<p>Permakultur nutzt natürliche Kreisläufe und Ökosysteme als Vorbild. In entsprechend landwirtschaftlich genutzten Flächen werden Lebensmittel in einem möglichst selbstregulierenden, naturnahen und vielfältigen Agrar-Ökosystem produziert. Dafür wird beispielsweise die Nutztierhaltung in den Anbau von Feldfrüchten integriert oder die Vielfalt an Nützlingen gefördert, um etwa auf mineralischen Dünger oder Pestizide verzichten zu können. Forschende der ֱ und der BOKU haben in einer aktuellen Studie, die im Fachmagazin „Communications Earth &amp; Environment“ erschienen ist, nun erstmals umfangreich untersucht, welche Auswirkungen dieses Planungs- und Managementkonzept auf die Umwelt hat. „Obwohl Permakultur-Projekte schon seit den 1970er-Jahren auf der ganzen Welt entstanden sind, gibt es erstaunlich wenige wissenschaftliche Begleituntersuchungen dazu“, erklärt Umweltwissenschaftler Julius Reiff von der ֱ den Hintergrund der Studie. „Wir wollten diese Lücke schließen und erforschen, ob Permakultur in der Praxis tatsächlich die oft propagierten positiven Auswirkungen auf das Agrarökosystem hat.“</p>
<p><strong>Permakultur: Deutlicher Vorteil für Biodiversität und Bodenqualität</strong></p>
<p>Insgesamt neun landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und in Luxemburg hat das Forschungsteam unter die Lupe genommen. Auf den Permakultur-Flächen dieser Betriebe und auf jeweils einem Vergleichsfeld der dort ansonsten vorherrschenden Landwirtschaft haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Indikatoren zu Biodiversität und Bodenqualität untersucht. Dazu wurden Bodenproben von den Flächen im Labor auf deren Humus-/Kohlenstoffgehalt, auf Mikro- und Makronährstoffe und die Aktivität der Bodenmikroorganismen analysiert. Als Maß für die Biodiversität wurde die Artenvielfalt der Regenwürmer, Vögel und Pflanzen ermittelt.</p>
<p>Auf den Permakultur-Flächen war die Bodenqualität und die Biodiversität im Vergleich zu den umgebenden konventionellen Landwirtschaftsflächen als auch im Vergleich zu den Literaturwerten für herkömmliche Landwirtschaft deutlich erhöht, so das Ergebnis der Studie. Der Kohlenstoff- und Humusgehalt der Permakultur-Böden war in etwa vergleichbar mit den Werten im Grasland in Deutschland. Grasland gilt als bedeutende Referenz, da es in Deutschland von den land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen typischerweise die höchsten Humusgehalte aufweist.</p>
<p>Ein hoher Humusgehalt im Boden ist wichtig für die Nährstoff- und Wasserspeicherung – in Zeiten des Klimawandels ein entscheidender Faktor, um beispielsweise Trockenperioden zu überdauern. Obwohl auf den Permakultur-Flächen keine Mineraldünger eingesetzt wurden, wiesen deren Böden höhere Bodennährstoffgehalte auf. Ein Pluspunkt auch für die menschliche Gesundheit: „Die höheren Nährstoffgehalte im Boden lassen vermuten, dass diese auch in den produzierten Feldfrüchten höher sind“, sagt Julius Reiff.</p>
<p>Neben der Bodenqualität profitiert die Biodiversität: Die Forschenden haben auf den Permakultur-Flächen dreimal mehr Vogelarten gefunden als auf den Vergleichsflächen der dort regional vorherrschenden Landwirtschaft. Auch machten sie dreimal mehr Regenwürmer aus und eine höhere Zahl an Bodenmikroorganismen, die für Zersetzung und Nährstoffumwandlung im Boden eine essenzielle Rolle spielen. Im Vergleich zu konventionellen Flächen ermittelten die Forschenden auf den Permakultur-Flächen die dreifache Anzahl an Pflanzenarten. Diese sind ein guter Indikator für die gesamte Biodiversität eines Ökosystems und zugleich die Nahrungsgrundlage für wichtige Artengruppen wie Bestäuber oder die natürlichen Gegenspieler von Schädlingen.</p>
<p>Ein höherer Artenreichtum entsteht auch dadurch, dass bei Permakultur in Mischkulturen und meist auch in Kombination mit Gehölzen (Agroforst) angebaut wird. Diese Pflanzen- und Strukturvielfalt wirkt attraktiv auf verschiedenste Tiergruppen. Zusätzlich ist der Verzicht von Pestiziden förderlich für die Biodiversität.</p>
<p>Höhere Kohlenstoffvorräte im Boden von Permakultur-Flächen lassen sich laut den Forschenden einerseits durch einen höheren Eintrag an kohlenstoffhaltiger organischer Substanz, andererseits auch durch die Wirkung des Mulchens erklären. Denn die Permakultur-Flächen werden fast ausschließlich mit Mist oder Kompost gedüngt; reduzierte Bodenbearbeitung und eine Mulchschicht verhindern ein Abtragen der obersten Bodenschicht etwa durch starke Regenfälle. Damit ist bei Permakultur-Flächen der Verlust des Kohlenstoffs aus dem Boden geringer als beim konventionellen Anbau.</p>
<p><strong>Die beobachteten Verbesserungen könnten eine echte Trendwende bedeuten</strong></p>
<p>Das Forschungsteam zieht ein vielversprechendes Gesamtfazit: „Permakultur scheint ökologisch die sehr viel nachhaltigere Alternative zu industrieller Landwirtschaft zu sein“, ist Julius Reiff sicher. Gleichzeitig sind die Erträge aus der Permakultur mit denen der industriellen Landwirtschaft vergleichbar, wie noch nicht veröffentlichte Daten der Forschenden zeigen. „Angesichts der Herausforderungen von Klimawandel und Artensterben würden die beobachteten Verbesserungen der Biodiversität auf größerer Fläche eine echte Trendwende bedeuten“, unterstreicht der Experte für Ökosystemanalyse, Martin Entling von der ֱ. Hoffnungsvoll stimmt auch der Phosphorgehalt, den das Team in Permakultur-Böden gefunden hat: „Ich hatte keine so hohen Phosphormengen erwartet. Pflanzen brauchen den Phosphor aus dem Boden, um wachsen zu können. Aufgrund des hohen Einsatzes von Phosphordünger in der intensiven Landwirtschaft wird Phosphor zum knappen Gut und weltweit zukünftig zum landwirtschaftlichen Hauptproblem. Ein weiteres Plus für die Permakultur“, attestiert Geoökologe Hermann Jungkunst von der ֱ. Bodenexperte Johann Zaller von der BOKU räumt ein: „Ich hätte nicht erwartet, dass Permakultur Regenwürmer und andere Bodenorganismen in diesem Ausmaß fördert. Angesichts der Bedeutung des Bodenlebens für die Abfederung von Klimaextremen sowie für die Gesundheit und den Ertrag von Nutzpflanzen sind die Ergebnisse sehr vielversprechend."</p>
<p><strong>Permakultur als Vorbild? Politik und Bildungssystem sind gefordert</strong></p>
<p>Damit Permakultur im größeren Stil in die landwirtschaftliche Praxis überführt werden kann, müssten die finanziellen Anreize wie Subventionen der EU so umstrukturiert werden, dass nachhaltige Anbaumethoden gegenüber konventionellen Methoden bevorzugt werden, so die Empfehlung der Forschenden. Auch müsste das Bildungssystem für Landwirte überarbeitet werden, sodass verstärkt nachhaltigere Ansätze wie Permakultur, Agrarökologie und pestizidfreie regenerative Landwirtschaft gelehrt werden. Des Weiteren könnten Vorzeigeprojekte als lebendige Fallstudien dienen, um die Wirksamkeit dieser nachhaltigen Anbaumethoden zu demonstrieren.</p>
<p>Mit Permakultur scheint es möglich zu sein, Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen, so die Schlussfolgerung der Forschenden. Das sei hinsichtlich der dramatischen Umweltwirkungen der konventionellen Landwirtschaft eine sehr hoffnungsvolle Erkenntnis.</p>
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<p><strong>Die Studie:</strong></p>
<p>Julius Reiff, Hermann F. Jungkunst, Ken M. Mauser, Sophie Kampel, Sophie Regending, Verena Rösch, Johann G. Zaller, Martin H. Entling. 2024. Permaculture enhances carbon stocks, soil quality and biodiversity in Central Europe. Communications Earth &amp; Environment, </p>
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<p><strong>Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br>Julius Reiff (Permakultur/Agrarökologie) Prof. Dr. Hermann Jungkunst (Kohlenstoff und Boden), Prof. Dr. Martin Entling (Biodiversität)<br>+49 (0)6341 280-31188 / -31475 / -31537<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+kvmjvt/sfjggAsquv/ef" data-mailto-vector="1">julius.reiff[at]rptu.de</a> / <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ifsnboo/kvohlvotuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">hermann.jungkunst[at]rptu.de</a> / <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+nbsujo/foumjohAsquv/ef" data-mailto-vector="1">martin.entling[at]rptu.de</a></p>
<p>BOKU University<br>Prof.&nbsp; Dr. Johann Zaller<br>Institut für Zoologie<br>+43 1 47654-83318<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+kpiboo/abmmfsAcplv/bd/bu" data-mailto-vector="1">johann.zaller[at]boku.ac.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt</strong></p>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a></p>
<p>BOKU University<br>Bettina Fernsebner-Kokert<br>+43 (0) 664 885 86 53<br><a href="#" data-mailto-token="nbjmup+cfuujob/gfsotfcofsAcplv/bd/bu" data-mailto-vector="1">bettina.fernsebner[at]boku.ac.at</a></p>
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                        <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 18:02:00 +0200</pubDate>
                        <title>Werk- und Forschungshalle der ֱ in Diemerstein mit Holzbaupreis des Landes ausgezeichnet </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/werk-und-forschungshalle-der-rptu-in-diemerstein-mit-holzbaupreis-des-landes-ausgezeichnet</link>
                        <description>Am 2. Juli erhielten insgesamt acht Preisträger aus 84 Bewerbungen die Aus-zeichnung. Verliehen wurde ebenso ein Sonderpreis Flut. Der Landesbeirat Holz Rheinland-Pfalz hat den Holzbaupreis bereits zum neunten Mal vom ausgelobt, unterstützt durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobili-tät und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Klimaschutzministerin Katrin Eder zur Bedeutung der Auszeichnung: „Der Holzbaupreis zeigt innovative Ge-bäude, die sowohl klimafreundlich, ästhetisch und wettbewerbsfähig sind.“ In der Kategorie „Forschung/Innovation“ punktete nicht zuletzt die ֱ mit ihrer Werk- und Forschungshalle in Diemerstein, die ein Beispiel für kreislaufeffekti-ven Holzbau darstellt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 2. Juli erhielten insgesamt acht Preisträger aus 84 Bewerbungen die Auszeichnung. Verliehen wurde ebenso ein Sonderpreis Flut. </strong><strong>Der Landesbeirat Holz Rheinland-Pfalz hat den Holzbaupreis bereits zum neunten Mal ausgelobt, unterstützt durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Klimaschutzministerin Katrin Eder zur Bedeutung der Auszeichnung: „Der Holzbaupreis zeigt innovative Gebäude, die sowohl klimafreundlich, ästhetisch und wettbewerbsfähig sind.“ In der Kategorie „Forschung/Innovation“ punktete nicht zuletzt die ֱ mit ihrer Werk- und Forschungshalle in Diemerstein, die ein Beispiel für kreislaufeffektiven Holzbau darstellt.</strong></p>
<p>„Sowohl Wohn- als auch Arbeitsräume müssen nachhaltig für Mensch und Umwelt gestaltet sein. Will man den Klimawandel begrenzen, ist eine Bauwende unerlässlich, denn der Gebäude- und Bausektor ist laut Internationaler Energieagentur für circa 40 Prozent der CO<sub>2</sub>-Emissionen weltweit verantwortlich. Holz stofflich zu nutzen bedeutet aktiven Klimaschutz, da so an anderer Stelle, nämlich bei der Herstellung von energieintensiven Stoffen wie Beton oder Stahl, CO<sub>2</sub>-Emissionen eingespart werden können. Die Preisträger des Holzbaupreises Rheinland-Pfalz zeigen, dass Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Ästhetik zusammengedacht werden können“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Verleihung des Holzbaupreises RLP am heutigen Dienstag im Zentrum für Baukultur in Mainz.</p>
<p>„Mit insgesamt 84 Einreichungen hat der Holzbaupreis Rheinland-Pfalz einen neuen Rekord aufgestellt, Holz hat in der Baubranche seinen festen Platz gefunden“, so Dr. Gerd Loskant Vorsitzender des Landesbeirates Holz.</p>
<p><strong>Holzbau in seiner ganzen Vielfalt</strong></p>
<p>Insgesamt wurden acht Preisträger und zwölf Anerkennungen in der durch die Hauptgeschäftsführerin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Annette Müller moderierten Festveranstaltung im Zentrum Baukultur in Mainz vergeben. Die Preisträger sind mit einem ersten Platz, die Anerkennungen mit Zweitplatzierten vergleichbar. Der Holzbaupreis, den der Landesbeirat Holz gemeinsam mit der Architektenkammer ausrichtet, wurde dabei in sechs verschiedenen Kategorien vergeben: Neubauten allgemein, Bauen im Bestand, Wohnhäuser, Bildungsbauten, Innovation und Forschung und in der Sonderkategorie „Ahrflut 2021“. Die Preise sind nicht mit Geld dotiert, es handelt sich um eine Ehren-Auszeichnung.</p>
<p>Die große Vielfalt der eingereichten Gebäudetypen belegt, dass der Holzbau sich breite technische Kompetenzen erarbeitet und aus der Nische in den Baualltag Einzug gehalten hat. Die Spanne reichte dieses Mal von der Weinbergskapelle bis zum großen Verwaltungsbau.</p>
<p>Auch die Werk- und Forschungshalle der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) Kaiserslautern-Landau, die ihren Platz in Diemerstein gefunden hat, zählt zu den Preisträgern. Sie markiert das erste Gebäude auf dem Holzbaucampus der ֱ und bietet Raum für innovativen und experimentellen Holzbau. Das rund 360 Quadratmeter große Bauwerk ist ein Vorzeigeobjekt für kreislaufeffektives Bauen. Die Werk- und Forschungshalle besteht aus wiederverwendbaren Holzbauteilen, die CO<sub>2</sub> langfristig speichern und im Sinne des Kreislauf-Prinzips mehrfach zum Einsatz kommen können. Sprich, alle Teile des Tragwerks, der Dämmebene sowie der Dach- und Wandbekleidung sind sortenrein demontierbar und zur Wiederverwendung geeignet gestaltet.</p>
<p><strong>Holzbauforschung leistet Beitrag zur Bauwende</strong></p>
<p>„Allen Einreichungen gerecht zu werden ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, so Edda Kurz, Vorsitzende der Jury und Vizepräsidentin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. „wir durften uns insgesamt über eine hohe Qualität der Einreichungen in gestalterischer und technischer Hinsicht freuen und viele Konzepte, die wir heute als Standard betrachten, wären noch vor wenigen Jahren potenzielle Preisträger gewesen“, erläutert Kurz die Arbeit der Jury.</p>
<p>Klimaschutzministerin Katrin Eder, die allen Preisträgern die Urkunden überreichte, betonte die Bedeutung des Holzbaupreises für die Bauwende: „Gute Beispiele wirken ansteckend, daher unterstützt mein Haus gerne den Holzbaupreis 2024 über das Klimabündnis Bauen Rheinland-Pfalz“. Darüber hinaus trage auch die Holzbauforschung, die durch die Unterstützung über das „Klimabündnis Bauen“ entscheidend die Neuentwicklung von klimaschonenden Tragwerken und reversiblen Verbindungen vorantreibt, zur Bauwende bei.</p>
<p>Der Manager vom Holzbaucluster, Hannsjörg Pohlmeyer, betonte die gute Zusammenarbeit von Fachleuten und verarbeitenden Betrieben, die die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft zur Anwendung bringen.</p>
<p><strong>Ausstellung zeigt herausragende Holzbauten</strong></p>
<p>Mit dem Holzbaupreis wird das Engagement von Bauherrinnen und -herren, der Architektinnen und Architekten sowie der Ingenieurbüros für die Tragwerksplanung gewürdigt und die bereits bestehenden vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Baustoffes Holz dargestellt. Eine Ausstellung der ausgezeichneten Holzbauten ist bis zum 16. Juli 2024 im Zentrum Baukultur zu sehen (Öffnungszeiten Mi-Fr 14:00 bis 18:00 Uhr) &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die vollständige Meldung einschließlich einer Liste mit allen Preisträgern ist einsehbar auf den Webseiten des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität unter:</strong><br> </p>
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-15591</guid>
                        <pubDate>Thu, 27 Jun 2024 15:29:04 +0200</pubDate>
                        <title>Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt verstehen: Neuer Masterstudiengang vermittelt fünf Fachperspektiven</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wechselwirkungen-zwischen-mensch-und-umwelt-verstehen-neuer-masterstudiengang-vermittelt-fuenf-fachperspektiven</link>
                        <description>Zum kommenden Wintersemester startet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) den interdisziplinären Masterstudiengang „Environmental Challenges and Human Responses“. Das viersemestrige Vollzeitstudium vermittelt das Handwerkszeug, um Herausforderungen für Gesellschaft und Umwelt aus gleich mehreren Perspektiven zu verstehen. Sowie – darauf aufbauend – forschungsbasiert Lösungen entwickeln zu können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum kommenden Wintersemester startet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) den interdisziplinären Masterstudiengang „Environmental Challenges and Human Responses“. Das viersemestrige Vollzeitstudium vermittelt das Handwerkszeug, um Herausforderungen für Gesellschaft und Umwelt aus gleich mehreren Perspektiven zu verstehen. Sowie – darauf aufbauend – forschungsbasiert Lösungen entwickeln zu können.</strong></p>
<p>Der Klimawandel verlangt in vielerlei Hinsicht Transformationsprozesse, sei es etwa der Infrastrukturausbau zur Nutzung erneuerbarer Energien oder der Abbau von Bodenschätzen im eigenen Land. Nicht immer gehen technischer Fortschritt, politische Belange und das Interesse der Bevölkerung dabei Hand in Hand. Deshalb werden in Zukunft Fachkräfte gebraucht, die in solchen Prozessen zielgruppenorientiert kommunizieren und – aufbauend auf den verschiedenen Sichtweisen – fundiert Lösungen erarbeiten können. Kurz gesagt also Fachleute, die bei einem Transformationsprozess nicht nur auf einem Bein stehen. Genau hier setzt der neue ֱ-Masterstudiengang „Environmental Challenges and Human Responses“ an.</p>
<p>Der Studiengang vermittelt Wissen aus verschiedenen Disziplinen. Dazu zählen Bauingenieurwesen, Natur- und Umweltwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Raum- und Umweltplanung. „Dadurch fließen sehr unterschiedliche Expertisen ein. Die Studierenden werden interdisziplinär geschult“, erklärt Studienmanagerin Dr. Katharina Voß. Der forschungsbasierte Masterstudiengang gibt den Studierenden das Handwerkszeug mit, komplexe Systeme zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen und sich in verschiedenen Bereichen zu verständigen. „So lassen sich wissenschaftlich fundierte Handlungsoptionen erarbeiten, die sowohl technisch möglich als auch gesellschaftlich verträglich und umsetzbar sind“, sagt Katharina Voß. „Es geht darum, Probleme nicht nur aufzuzeigen, sondern auch lösen zu können.“ In Deutschland handelt es sich um einen der wenigen Studiengänge, der Wissen in einer solch fachlichen Breite anbietet.</p>
<p>Der Studiengang dauert vier Semester. Auf dem Lehrplan stehen drei Basis-Module (Umweltherausforderungen mit globalen Auswirkungen, Mensch-Umwelt-Systeme, Mensch-Umwelt-Interaktionen) und drei Methoden-Module (Methoden der inter- und transdisziplinären Forschung, Modellierung ökologischer Gemeinschaften, sozial-ökologische Systemmodellierung). Darüber hinaus wählen die Studierenden drei Schwerpunkte aus insgesamt sieben Wahlmodulen. Diese sind: Umweltkommunikation, Umweltökonomie, Umweltpsychologie, Raum- und Umweltplanung, Urbane Mobilität, Urbanes Wasser- und Ressourcenmanagement und Gesellschaftliche Transformation. Die Lehrveranstaltungen finden vorrangig auf Englisch statt – größtenteils in Landau in Präsenz, teilweise in Kaiserslautern. „Die Organisation wird dabei so gestaltet, dass Studienteile an beiden Standorten gut machbar sind“, sagt Katharina Voß.</p>
<p>Abgeschlossen wird – nach einer entsprechenden Masterarbeit – mit einem „Master of Science“. Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium aus den Feldern der Wirtschaftswissenschaften, Psychologie oder Umweltwissenschaften. Oder ein definierter Umfang an Leistungen aus Forschungsmethoden und Inhalten verschiedener Disziplinen. Bewerberinnen und Bewerber sollten darüber hinaus Interesse an unterschiedlichen Perspektiven mitbringen. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, sich mit Methodik und Forschungsgrundlagen auseinanderzusetzen. „Und Studierende sollten Dinge kritisch hinterfragen wollen“, ergänzt Katharina Voß. „Generell erwarten wir ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Neugier.“</p>
<p>Mögliche spätere Berufsfelder sind unter anderem in der Forschung zu finden: „Wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen möchte, kann diese mit einer anschließenden Promotion fortführen.“ Genauso ermöglicht der Studiengang auch Karrierewege im Wissenschaftsmanagement oder der Wissenschaftskommunikation, in Behörden, Stiftungen, in der Politikberatung und in Unternehmen. Das Studium beinhaltet ein achtwöchiges Praktikum, bei dem die Studierenden beispielsweise in einer außeruniversitären Einrichtung Praxisluft schnuppern können – wie etwa im Klimamanagement einer größeren Stadt.</p>
<p>Der Studiengang startet zum Wintersemester 2024/ 25 und ist auf 30 Teilnehmende beschränkt. So können sich die Studierenden in einer überschaubaren Gruppe intensiv mit der interdisziplinären Arbeit auseinandersetzen. Noch bis zum 15. Juli können sich Studieninteressierte bewerben. Weitere Informationen zum Studiengang und zum Bewerbungsverfahren gibt es unter .</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-15570</guid>
                        <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 15:13:49 +0200</pubDate>
                        <title>Bevölkerungsschutz im Blick: Neues Forschungszentrum an der ֱ nimmt Arbeit auf </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/bevoelkerungsschutz-im-blick-neues-forschungszentrum-an-der-rptu-nimmt-arbeit-auf</link>
                        <description>Krisen und Katastrophen sind allgegenwärtig. Funktionierende Strukturen für Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement zu schaffen, stellt Einsatzkräfte ebenso wie zuständige Behörden in Städten und Kommunen vor enorme Herausforderungen. Das Center for Interdisciplinary Disaster Research (CIDR) an der ֱ will künftig dazu beitragen, zivile Bedrohungslagen besser zu bewältigen. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bündeln einschlägige Forschungskompetenzen und Einsatzerfahrungen und werden Akteuren in Praxis wie Verwaltung beratend zur Seite stehen. Ein Symposium am 10. Juni markierte den offiziellen Auftakt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Krisen und Katastrophen sind allgegenwärtig. Funktionierende Strukturen für Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement zu schaffen, stellt Einsatzkräfte ebenso wie zuständige Behörden in Städten und Kommunen vor enorme Herausforderungen. Das Center for Interdisciplinary Disaster Research (CIDR) an der ֱ will künftig dazu beitragen, zivile Bedrohungslagen besser zu bewältigen. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bündeln einschlägige Forschungskompetenzen und Einsatzerfahrungen und werden Akteuren in Praxis wie Verwaltung beratend zur Seite stehen. Ein Symposium am 10. Juni markierte den offiziellen Auftakt.</strong></p>
<p>Information, Wissenstransfer und Vernetzung sind den beteiligten Forscherinnen und Forschern wichtig. Professor Gordon Müller-Seitz, der den Lehrstuhl für Strategie, Innovation und Kooperation am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der ֱ Kaiserslautern innehat, erläutert: „Immer wieder werden Stimmen aus der Europäischen Kommission und Ministerien laut, dass interdisziplinäre Kompetenz der Schlüssel zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen ist. Diese wollen wir mit dem CIDR zur Verfügung stellen. Ein erster Schritt war das Symposium, das über 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Behörden und Einsatzpraxis zusammenbrachte. Derartige Vernetzungsangebote sollen, parallel zu unserer Forschungsarbeit, künftig den fachlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen sowie Lösungsansätze im Bereich des Bevölkerungsschutzes fördern.“</p>
<p><strong>Katastrophenmanagement vor Ort optimieren</strong></p>
<p>Zusammen mit dem Wirtschaftswissenschaftler gestalten die Professoren Robert Jüpner, Matthias Rohs und Dr. Anja Danner-Schröder die Arbeit des neuen Forschungszentrums. Sie bündeln Wissen aus den Wirtschafts-, Ingenieur-, Sozial- und Erziehungswissenschaften.</p>
<p>Müller-Seitz und Danner-Schröder, ebenfalls am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der ֱ tätig, beschäftigen sich in ihrer Forschung mit Katastrophenmanagement. Während Müller-Seitz aus strategischer Perspektive auf Einsatzsituationen blickt und untersucht, wie die Kooperation und Koordination einer Vielzahl von Organisationen bei Großschadenslagen optimal erfolgen kann, ist Danner-Schröder noch tiefer in die Einsatzpraxis eingebunden. Sie hat bereits Einsatzteams der Feuerwehren Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg bei 24-Stunden-Schichten sowie des THW in Kaiserslautern und der internationalen SEEBA-Einheit des THW beim Bewältigen von Erdbebenereignissen begleitet. Dabei untersucht die Wirtschaftswissenschaftlerin aus organisationstheoretischem Blickwinkel, wann und wie Routinemaßnahmen den Einsatz von Rettungskräften in Katastrophengebieten unterstützen können.</p>
<p><strong>Einsatzkräfte und Bevölkerung auf Extremereignisse vorbereiten</strong></p>
<p>Professor Robert Jüpner, der das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft im Fachbereich Bauingenieurwesen der ֱ leitet, ist Experte im Hochwasserrisikomanagement und operativen Hochwasserschutz. Seit seinem ersten Katastropheneinsatz im Jahr 2002 bei der Jahrhundertflut an der Elbe hat er sich der Forschung zur Bewältigung von Hochwasserereignissen verschrieben. An der ֱ entwickelt der Ingenieur mit seiner Arbeitsgruppe unter anderem Bildungsmodule, um Einsatzkräfte von Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) für derartige Krisenfälle fit zu machen. Aktuell forscht er zudem im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz) zur wissenschaftlichen Begleitung des Wiederaufbaus im Ahrtal.</p>
<p>Matthias Rohs, Professor für Erwachsenenbildung an der ֱ, bringt seine Expertise in der Krisen- und Katastrophenpädagogik in das CIDR ein. Er untersucht in diesem Zusammenhang insbesondere, wie die Aus- und Weiterbildung von Einsatzkräften optimiert und wie sich die Bevölkerung auf mögliche Katastrophen besser vorbereiten kann. Konkret werden im aktuellen Projekt PREP informelle und selbstgesteuerte Lernprozesse der Bevölkerung im Bereich Notfallvorsorge untersucht. Seine Expertise bringt er nicht zuletzt im wissenschaftlichen Beirat des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ein.</p>
<p>Weitere Informationen zum CIDR und zum Auftaktsymposium sind einsehbar unter rptu.de/zentren/cidr.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Gordon Müller-Seitz<br> Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: 0631 205-4953<br> E: </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 18 Jun 2024 13:50:36 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Lehramtsstudiengang „Wirtschaft an berufsbildenden Schulen“ startet zum Wintersemester</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-lehramtsstudiengang-wirtschaft-an-berufsbildenden-schulen-startet-zum-wintersemester</link>
                        <description>Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) den Lehramtsstudiengang Wirtschaft für berufsbildenden Schulen an. Im Fokus steht hierbei das Vermitteln wirtschaftlicher Kompetenzen für den Schulunterricht. Wer Interesse hat, kann sich ab jetzt und bis zum 15. September bewerben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) den Lehramtsstudiengang Wirtschaft für berufsbildenden Schulen an. Im Fokus steht hierbei das Vermitteln wirtschaftlicher Kompetenzen für den Schulunterricht. Wer Interesse hat, kann sich ab jetzt und bis zum 15. September bewerben.</strong><br> <br> Der Bedarf an qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern im Bereich Wirtschaft an berufsbildenden Schulen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Mit dem neuen Studiengang trägt die ֱ diesem Bedarf Rechnung. Er kombiniert Fachwissen aus den Wirtschaftswissenschaften mit pädagogischen Lehrinhalten.<br> <br> Der Lehrplan umfasst Unterrichtseinheiten zu Themen wie Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Unternehmensführung sowie Didaktik und Methodik des Wirtschaftsunterrichts. Praktika an berufsbildenden Schulen bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden und Erfahrungen im Unterrichten zu sammeln. Als zweites Fach steht an der ֱ in Kaiserslautern Folgendes zur Auswahl: Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik, Physik, Sozialkunde und Sport.<br> <br> Das Lehramtstudium setzt sich aus einem sechssemestrigen Bachelor- und einem viersemestrigen Masterstudium zusammen, das die Studierenden auf den Unterricht an einer berufsbildenden Schule vorbereitet. Neben Interesse an Wirtschaft und Pädagogik sollten Studieninteressierte gute Englischkenntnisse besitzen, um Fachliteratur zu lesen, an englischsprachigen Lehrangeboten teilzunehmen und Prüfungen in Englisch abzulegen. Auch Mathematik und Statistik spielen im Studium eine wichtige Rolle.<br> <br> „Wir legen großen Wert darauf, unseren Studenten das notwendige Rüstzeug für den Schulunterricht mitzugeben“, sagt Professor Jan Wenzelburger, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der ֱ in Kaiserslautern. „Neben fachlichen Kompetenzen spielen hier Software-Tools, Kommunikationsfähigkeiten, Teamarbeit und das Lösen von Problemen eine Rolle. Auch dies sind Punkte, die im Beruf und im Umgang mit Schülern von Bedeutung sind.“</p>
<p>Wer sich für den Studiengang interessiert, kann sich noch bis 15. September&nbsp;bewerben. Weitere Informationen gibt es unter&nbsp;<a href="/s/gktbyd" target="_blank">rptu.de/s/gktbyd</a>. Die Webseite verlinkt auch zum Bewerbungsportal.</p>
<p><br> <strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Dr. Jürgen E. Blank<br> Geschäftsführer / Fachbereich Wirtschaftswissenschaften</p>
<p class="Lead">T: 0631 205-4042<br> E: jblank(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 13:09:01 +0200</pubDate>
                        <title>Studieninfotag an der ֱ – am 18. Juni in Landau und am 25. Juni in Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studieninfotag-an-der-rptu-am-18-juni-in-landau-und-am-25-juni-in-kaiserslautern</link>
                        <description>Studieren ja, aber welches Fach? Ist ein Studium überhaupt etwas für mich? Welche Karrierechancen bietet mir ein Studium? Was kann ich an der ֱ studieren? Antworten auf diese und weitere Fragen liefern der Studieninfotag an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ): Er findet am Dienstag, den 18. Juni, in Landau und am Dienstag, den 25. Juni, in Kaiserslautern statt. Bei Vorträgen und Mitmachangeboten erhalten Studieninteressierte Einblick in das Studienangebot und können zudem in den Forschungs- und Studienalltag an der ֱ hineinschnuppern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Studieren ja, aber welches Fach? Ist ein Studium überhaupt etwas für mich? Welche Karrierechancen bietet mir ein Studium? Was kann ich an der ֱ studieren? Antworten auf diese und weitere Fragen liefern der Studieninfotag an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ): Er findet am Dienstag, den 18. Juni, in Landau und am Dienstag, den 25. Juni, in Kaiserslautern statt. Bei Vorträgen und Mitmachangeboten erhalten Studieninteressierte Einblick in das Studienangebot und können zudem in den Forschungs- und Studienalltag an der ֱ hineinschnuppern.</strong><br> <br> Die ֱ bietet ein vielseitiges Studienangebot aus Ingenieurwissenschaften, Natur- und Umweltwissenschaften, Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften, Mathematik und Informatik, Psychologie sowie Lehramt für alle Schularten. Beim Studieninfotag erhalten Interessierte an beiden Standorten aus erster Hand Informationen zu den Studiengängen sowie zu allen Themen rund um das Studium.</p>
<p class="Lead">An beiden Tagen bzw. Standorten werden in einzelnen Vorträgen vormittags die Studiengänge vorgestellt. Parallel dazu vermittelt ein Vortragsblock „Rund ums Studium“ alles Wissenswerte zu Studienstart, Studienwahl und Studienalltag. Ebenso stehen hierbei die Angebote rund um Sport, Gesundheit und Wohlbefinden an der ֱ im Mittelpunkt.</p>
<p class="Lead">Das Team der Studienberatung ist beide Tage hindurch präsent und freut sich auf Fragen. Ein Markt der Möglichkeiten wartet jeweils auf die Besucherinnen und Besucher mit Workshops und Infoständen. Bei Campus- und Labor-Führungen erhalten Teilnehmende Einblicke in die Forschung und ins Unileben.</p>
<p class="Lead"><strong>Opening mit Gastmoderatoren</strong></p>
<p class="Lead">Das Opening zum Studieninfotag in Landau – 18. Juni, 8:45 Uhr im Audimax – moderiert Felicitas Heyne, die an der ֱ in Landau Psychologie studiert hat. Heute ist sie als systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin sowie Buchautorin aktiv und somit ein gutes Beispiel, welche Perspektiven ein Psychologiestudium eröffnet.</p>
<p class="Lead">Das Opening zum Studiengang in Kaiserslautern – 25. Juni, 8:45 Uhr im Audimax – moderiert Lutz Eichholz, der an der ֱ in Kaiserslautern Raumplanung studiert hat. Er ist heute als Smart City Engineer am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern tätig. Privat hat er sich dem Extrem-Einradfahren verschrieben, ist mehrfacher Einrad-Weltmeister und mit zahlreichen Einträgen im Guinness-Buch der Rekorde vertreten.</p>
<p><strong>Gewinnspiel mit Stempelpass</strong></p>
<p>An beiden Tagen sind auch die Teams von Unisport, Unifit und CampusPlus präsent und stellen ihre Angebote rund um die physische und psychische Gesundheit vor. Auch für das leibliche Wohl ist jeweils gesorgt. Für Lehrkräfte und Eltern wird es ein Café geben.</p>
<p>Darüber hinaus können Interessierte an einem Gewinnspiel teilnehmen. Hierfür gilt es, in einem Bonuspass möglichst viele Stempeleinträge zu sammeln. Stempeleinträge gibt es nach Teilnahme an einer Veranstaltung, wie etwa einem Vortrag oder einer Laborführung. Erfolgreiche Sammlerinnen und Sammler bekommen Goodie-Bags mit ֱ-Artikeln wie Sonnenbrillen oder nachhaltige Trinkhalme.<br> &nbsp;</p><div class="well"><p>Weitere Informationen und das Programm sind einsehbar unter:<br> <a href="/s/studieninfotag" target="_blank">rptu.de/s/studieninfotag</a></p>
<p>Ebenso sind alle Details in der Web-App „Studieninfotag ֱ“ zugänglich.</p>
<p>Für Landau lautet der Link:<br> </p>
<p>Für Kaiserslautern lautet der Link:<br> </p></div>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 10:40:21 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer berufsbegleitender Masterstudiengang macht Fachkräfte in Quantentechnologien fit</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-berufsbegleitender-masterstudiengang-macht-fachkraefte-in-quantentechnologien-fit</link>
                        <description>Zum kommenden Wintersemester startet der englischsprachige Master-Fernstudiengang „Quantum Technologies“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Der sechssemestrige, berufsbegleitende Studiengang richtet sich an Berufstätige, die ihre Kenntnisse im Bereich der Quantentechnologien vertiefen wollen. Er vermittelt Inhalte aus Physik, Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik. Interessierte können sich bis zum 15. Juli bewerben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Zum kommenden Wintersemester startet der englischsprachige Master-Fernstudiengang „Quantum Technologies“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Der sechssemestrige, berufsbegleitende Studiengang richtet sich an Berufstätige, die ihre Kenntnisse im Bereich der Quantentechnologien vertiefen wollen. Er vermittelt Inhalte aus Physik, Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik. Interessierte können sich bis zum 15. Juli bewerben.</strong><br> <br> Quantentechnologien verändern die Art und Weise wie Sensoren, Computer, Speichermedien oder Kommunikation funktionieren können. In der industriellen Anwendung spielt sie eine immer größere Rolle. Doch es fehlen Fachkräfte, die sich mit den Technologien auskennen. Hier setzt der neue Masterstudiengang an, der am Fernstudienzentrum der ֱ, dem Distance and Independent Studies Center (DISC), koordiniert wird.<br> <br> Der Studiengang vereint Inhalte aus Physik, Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnologie. Der Fokus liegt dabei auf Quantenkommunikation, Quantencomputing, Quantenmesstechnik und Quantensimulation. Er ist derart angelegt, dass ein Studium neben dem Beruf gelingt und richtet sich an Berufstätige, die bereits in diesem Feld arbeiten und die ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Abschluss ist Master of Science. Wer sich für den Studiengang interessiert, kann sich noch bis zum 15. Juli bewerben. Der Studiengang ist kostenpflichtig.<br> <br> Konzeption und Aufbau des Studiengangs wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms Quantentechnologien gefördert. „Bei der Entwicklung des Studiengangs hat der Fachbereich Physik eng mit dem DISC zusammengearbeitet. Dabei profitiert die ֱ von der Exzellenz in der Quantenforschung, der langjährigen Erfahrung der berufsbegleitenden Studiengänge am DISC sowie der engen Kooperation mit Industriepartnern und den benachbarten Forschungsinstituten“, sagt Quantenphysiker Professor Dr. Artur Widera, fachlicher Leiter des Fernstudiengangs. Dazu zählen etwa das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).</p>
<p>„Wir freuen uns mit unserer über 30-jährigen Fernstudienexpertise einen Beitrag zu diesem Studienangebot in der Quantentechnologie beizutragen. Wir knüpfen hierbei an die gute Zusammenarbeit mit den Fachbereichen an, mit denen wir bereits in anderen Gebieten Weiterbildungsstudiengänge anbieten“, so Dr. Nadine Bondorf, die Geschäftsführende Leitung des DISC.</p>
<p>Weitere Informationen zum Studiengang und zum Bewerbungsverfahren gibt es unter fernstudium.rptu.de. Das DISC bietet 18 Master- und sechs Zertifikatsstudiengänge bzw. vier Zertifikatskurse im Fernstudienmodus an. Im Wintersemester startet als ebenfalls neues Angebot der Masterstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“. Außerdem wird ab dem Wintersemester 25/26 der Studiengang „Nachhaltige Architektur und Technik“ ins Angebot des DISC aufgenommen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 06 Jun 2024 08:37:15 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Master-Fernstudiengang nimmt Digitalisierung in Sport und Gesundheitswesen in den Fokus </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-master-fernstudiengang-nimmt-digitalisierung-in-sport-und-gesundheitswesen-in-den-fokus</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Digitalisierung stehen auch der Sport- und Gesundheitssektor vor einem Wandel. Es fehlen vor allem Fachkräfte, die sich mit neuen Techniken auskennen. Dem Bedarf trägt die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) mit dem berufsbegleitenden Master-Fernstudiengang „Sport- und Gesundheitstechnologie“ Rechnung. Er startet zum Wintersemester 24/25 und macht Fachkräfte des Sport- und Gesundheitssektors fit für die Digitalisierung. Interessierte können sich noch bis zum 15. Juli bewerben.</strong></p>
<p>Der digitale Wandel stellt den organisierten Sport und die Gesundheitsbranche vor große Herausforderungen. Klassische Arbeitsfelder wie Training im Breiten- und Leistungssport über Gesundheitsmanagement im Rehabilitations- und Gesundheitssektor bis hin zu Sportmedien, -technik, -entwicklung oder -informatik sind neuen Arbeitsbedingungen unterworfen. Dabei ergeben sich auch neue Kompetenz- und Qualifikationserfordernisse an die Fachkräfte. Unternehmen können entsprechende Weiterbildungsbedarfe kaum decken.</p>
<p>„Hierbei fehlt es in erster Linie an qualifizierten Nachwuchskräften“, sagt Sportwissenschaftler und Studiengangsleiter Professor Dr. Michael Fröhlich, „die sowohl das Wissen aus der Informatik sowie der Sport- und Gesundheitswissenschaft vereinen.“ Genau hier setzt der viersemestrige Studiengang an, der die Brücke zwischen den Bereichen schlagen wird. Er kombiniert wissenschaftliche und praxisorientierte Anteile aus Sport, Gesundheit sowie Informatik und vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen aus dem Bereich des organisierten Sports und der Gesundheitsbranche im Kontext neuartiger Technologien und der digitalen Transformation. Der Studiengang richtet sich an Berufserfahrene aus dem Sport- und Gesundheitswesen, die ihr Wissen in Informatik und Informationstechnik für ihre berufliche Tätigkeit vertiefen wollen.</p>
<p>Die Konzeption und der Aufbau des Studiengangs des Distance and Independent Studies Centers (DISC), <strong>des Fernstudienzentrums der ֱ</strong>, wurden durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+), sowie dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz gefördert.<br> <br> „Wir freuen uns, mit diesem Studiengang unser Portfolio im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung und dem Fernstudium erweitern zu können“, sagt die Geschäftsführende Leitung des DISC, Dr. Nadine Bondorf.<br> <br> Interessierte können sich bis zum 15. Juli bewerben. Der Studiengang ist kostenpflichtig. Weitere Informationen hierzu und zum Bewerbungsverfahren gibt es unter fernstudium.rptu.de.<br> <br> Das DISC bietet insgesamt 18 Master- und sechs Zertifikatsstudiengänge bzw. vier Zertifikatskurse im Fernstudienmodus an. Neu ist auch der Masterstudiengang „Quantum Technologies“, der ebenfalls zum Wintersemester startet. Außerdem wird ab dem Wintersemester 25/26 der Studiengang „Nachhaltige Architektur und Technik“ ins Angebot des DISC aufgenommen.</p>
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                        <pubDate>Wed, 05 Jun 2024 09:28:00 +0200</pubDate>
                        <title>Sexuelle Minderheiten erleben in Alltagssituationen mehr Ausgrenzung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/sexuelle-minderheiten-erleben-in-alltagssituationen-mehr-ausgrenzung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lesbische, schwule und bisexuelle Menschen erfahren häufiger Ausgrenzung als heterosexuelle Personen. Das zeigt eine aktuelle Studie von Forschenden der Universität Basel und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Häufiger ausgegrenzt werden demnach Menschen, die weniger geschlechtskonform wahrgenommen werden, so ein Ergebnis der Untersuchungen. Davon betroffen könnten auch heterosexuelle Menschen sein, wenn sie von klassischen Geschlechterrollen abweichen.&nbsp;</strong></p>
<p>In drei Studien mit insgesamt über 3.200 Teilnehmenden in Deutschland und den USA untersuchte das Forschungsteam die Ausgrenzungserfahrungen von sexuellen Minderheiten. Die erste Studie umfasste eine national repräsentative Stichprobe in Deutschland mit 2.609 Teilnehmenden. Hier fragten die Forschenden nach Erfahrungen von sozialer Ausgrenzung bei sexuellen Minderheiten und heterosexuellen Personen. In der zweiten Studie folgte das Forschungsteam 467 Personen über 14 Tage in ihrem Alltag und bat diese, Ausgrenzungserfahrungen mittels einer Smartphone-App zu dokumentieren. Die dritte Studie nutzte 10.760 Beurteilungen über die Wahrscheinlichkeit der Ausgrenzung von verschiedenen Personen basierend auf der Wahrnehmung ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsrollenkonformität. Den insgesamt 141 beurteilenden Personen wurden hierzu Fotos, Videos oder Stimmen von homosexuellen und heterosexuellen Menschen präsentiert. Auf einer siebenstufigen Skala mussten die Beurteilenden einschätzen, für wie wahrscheinlich sie es halten, dass diese Menschen ausgegrenzt werden.</p>
<p>„Sexuelle Minderheiten erfahren viele Formen von Gewalt und Diskriminierung“, erklärt Christiane Büttner, Sozialpsychologin an der Universität Basel, zu Ergebnissen aus bisherigen Untersuchungen. „Anders allerdings als bei offener Diskriminierung, die sichtbar und auch anfechtbar ist, kann Ausgrenzung subtil und damit schwer zu erkennen und zu beweisen sein." Genau das macht es für die Betroffenen schwierig, die Situation anzusprechen oder gar Unterstützung einzufordern. Ausgrenzung kann schmerzhafter sein als andere Formen der Diskriminierung, weil sie die grundlegenden Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Anerkennung und Selbstwertgefühl angreift. Denn Menschen sind soziale Wesen und streben nach Zugehörigkeit – in sozialen Gruppen finden sie Sicherheit und Bestätigung. Evolutionspsychologisch gesehen ist Zugehörigkeit essenziell für das psychische Wohlbefinden. Bleibt dieses Bedürfnis langfristig unerfüllt, dann entstehen Gefühle von Isolation, Hoffnungslosigkeit und ein verringertes Selbstwertgefühl. Sogar schwerwiegende psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen und Suizidalität können Folgen von sozialer Ausgrenzung sein. „Insbesondere wenn den Ausgegrenzten bewusst ist, dass sie aufgrund einer nicht veränderlichen Eigenschaft ausgegrenzt werden, wie etwa ihrer sexuellen Orientierung, können die Folgen verheerend sein“, unterstreicht Selma Rudert, Sozialpsychologin an der ֱ.</p>
<p><strong>Subtile Form der Diskriminierung bislang wenig untersucht</strong></p>
<p>Frühere Studien haben sich vorwiegend auf offensichtlichere Diskriminierungsformen gegen sexuelle Minderheiten konzentriert. Dazu zählen beispielsweise direkte Beschimpfungen. „Subtilere Formen wurden bislang weniger untersucht. Hier wollten wir eine Lücke schließen“, konkretisiert Büttner den Hintergrund der aktuellen Veröffentlichung.</p>
<p>Das Ergebnis: Lesbische, schwule und bisexuelle Menschen erfahren häufiger Ausgrenzung als heterosexuelle Personen. Laut den Forschenden erlebt jeder Mensch durchschnittlich zwei bis drei Ausgrenzungserfahrungen innerhalb von 14 Tagen, Angehörige sexueller Minderheiten im Schnitt eine Ausgrenzungssituation mehr. LGB-Menschen erfahren Ausgrenzung in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens, skizzieren die Forschenden – als Erkenntnis anderer Untersuchungen – das Gesamtbild: Sie werden beispielsweise am Arbeitsplatz von sozialen Aktivitäten ausgeschlossen oder in der Schule oder an Universitäten durch Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrpersonal ignoriert und marginalisiert. Zu Veranstaltungen werden sie mitunter nicht eingeladen, ihre Beiträge werden in Gesprächen übergangen.</p>
<p><strong>Ein Abweichen von der Geschlechterrolle macht ausgrenzbar </strong></p>
<p>Die dritte Studie zeigt, dass die häufigere Ausgrenzung mit der Nichtkonformität von Geschlechtsrollen zusammenhängt. „Personen, die so wahrgenommen werden, als wichen sie von Geschlechternormen ab – unabhängig davon, ob sie es tatsächlich tun oder was ihre tatsächliche sexuelle Orientierung ist – werden häufiger ausgegrenzt“, schildert Sven Kachel, Psychologe an der ֱ. „Selbst wenn die Befragten die sexuelle Orientierung der zu beurteilenden Personen nicht kennen, schätzten sie jene Personen als ausgrenzbarer ein, die sie als weniger geschlechtskonform erlebten.“ Das heißt: Auch beispielsweise ein heterosexueller Mann, der als weniger maskulin wahrgenommen wird, läuft Gefahr, Ausgrenzung als subtile Form der Diskriminierung zu erfahren. Verletzungen tradierter Geschlechternormen werden dadurch sanktioniert und diese Normen bleiben bestehen. Mit ernstzunehmenden Folgen, so die Forschenden, denn das Festhalten an Geschlechternormen beeinträchtigt somit das psychische Wohlergehen eines erheblichen Teils der Bevölkerung.</p>
<p><strong>Sensibilisieren und mehr Bewusstsein schaffen </strong></p>
<p>Die Ergebnisse legen insgesamt nahe, dass mehr proaktive Maßnahmen erforderlich sind, um gegen Ausgrenzung als subtile Art von Diskriminierung in allen Gesellschaftsbereichen zu sensibilisieren, so die Forschenden. Ein Ansatz: Im Rahmen des sogenannten Pride Month wird mithilfe verschiedener Aktionen auf die Anliegen der LGBTQ+-Gemeinschaft aufmerksam gemacht.</p>
<p>„Organisationen und Bildungseinrichtungen sollten darüber hinaus spezifische Programme und Trainings etablieren, um Bewusstsein zu schaffen und ein inklusives Umfeld zu fördern“, empfehlen die Autorinnen und Autoren der Studie. Auf gesellschaftlicher Ebene könnten Kampagnen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion helfen, Stereotype und Vorurteile abzubauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie: </strong></p>
<p>Büttner, C.<strong> </strong>M., Rudert, S.C., &amp; Kachel S. (2024). Ostracism experiences of sexual minorities: Investigating targets' experiences and perceptions by others. <em>Personality and Social Psychology Bulletin,</em> 1461672241240675. Advance online publication. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong></p>
<p>Universität Basel<br> Christiane M. Büttner<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+d/cvfuuofsAvojcbt/di" data-mailto-vector="1">c.buettner[at]unibas.ch</a><br> Tel.: +41 61 207 03 37</p>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br> Prof. Dr. Selma Rudert<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+tfmnb/svefsuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">selma.rudert[at]rptu.de</a><br> Tel.: +49 6341 280-31212<br> <br> Dr. Sven Kachel<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+twfo/lbdifmAsquv/ef" data-mailto-vector="1">sven.kachel[at]rptu.de</a><br> Tel.: +49 6341 280-31237</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Universität Basel<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lpnnvojlbujpoAvojcbt/di" data-mailto-vector="1">kommunikation[at]unibas.ch</a><br> Tel.: +41 61 207 30 17</p>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br> Kerstin Theilmann<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAsquv/ef" data-mailto-vector="1">kerstin.theilmann[at]rptu.de</a><br> Tel.: +49 6341 280-32219</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Jun 2024 09:47:29 +0200</pubDate>
                        <title> Rund 15 Mio. Euro für die Forschung:  Spitzenleistungen der ֱ in Quantenphysik und Pflanzenwissenschaften bestätigt </title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau wird vier weitere Jahre im Rahmen der Transregio-Programme „OSCAR“ und „The Green Hub“ Spitzenforschung betreiben. Die Sonderforschungsbereiche beschäftigen sich zum einen mit einer Toolbox, die offene Quantensysteme nutzbar macht, und zum anderen der Anpassung von Nutzpflanzen an umweltbedingten Stress. Am Freitag hatte die Deutschen Forschungs¬gemeinschaft (DFG) bekannt gegeben, dass beide Programme erneut verlängert werden. Hierfür stellt die DFG Forschungsgelder im Umfang von rund 15 Millionen Euro für die ֱ bereit.&nbsp;</strong><br><br>Das Forschungsteam von OSCAR bricht mit einem in der Physik weit verbreiteten Paradigma: Quanteneffekte, die zu ganz neuartigen Eigenschaften führen können, treten nicht nur dann auf, wenn mikroskopische Systeme so gut wie möglich von ihrer Umgebung isoliert sind. Sie lassen sich vielmehr auch erzeugen und stabilisieren, wenn die Systeme an Reservoire gekoppelt, sprich "offen" sind. Das neuartige Konzept von OSCAR zur Kontrolle von Quantensystemen stellt somit einen fundamental neuen Zugang zu Quantentechnologien dar.<br><br>„In den vergangenen Jahren haben wir an Werkzeugen für die Quantentechnologien gearbeitet, die es ermöglichen, offene Quantensysteme in Forschung und Entwicklung zuverlässig und reproduzierbar einzusetzen. In der kommenden Förderperiode stellen wir uns komplexeren Herausforderungen. Wir forschen weiter grundlagenorientiert, wollen jedoch schon den Weg in Richtung von möglichen Anwendungen weisen“, erklärt Physikprofessor Michael Fleischhauer, Sprecher des Transregio-Sonderforschungsbereichs an der ֱ.&nbsp;<br><br>Im Blick hat das Forschungsteam Anwendungsbereiche wie Energie- und Informationstransport sowie Nanomaschinen, die als Impulsgeber für eine effizientere Datenverarbeitung und -speicherung dienen könnten. OSCAR vereint dabei die Forschungskompetenzen der im Programm federführenden ֱ und der Universität Bonn.&nbsp;<br><br><strong>Nutzpflanzen stresstoleranter machen</strong><br>Der Transregio-Sonderforschungsbereich „The Green Hub“ zielt darauf ab, besser zu verstehen, welche Rolle die Chloroplasten bei den komplexen Reaktionen von Pflanzen auf Temperatur- oder Lichtstress spielen. Chloroplasten sind die Zellorganellen, in denen die Photosynthese stattfindet.<br><br>„Bedingt durch den rapiden Klimawandel müssen möglichst rasch stresstolerante Nutzpflanzen gezüchtet werden“, erklärt Biologieprofessor Ekkehard Neuhaus, Standortsprecher von Green Hub. „Im Zentralprojekt, das an der ֱ verortet ist, übertragen wir Erkenntnisse, die an Modellpflanzen gewonnen wurden und Potenzial zur Verbesserung der Stresstoleranz haben, auf die Ölsaat Leindotter (Camelia sativa).“ Leindotter wird unter anderem in Nordamerika und Kanada, neben Raps, zur Gewinnung von Pflanzenölen angebaut.<br><br>The Green Hub umfasst Forschungsgruppen der im Programm federführenden Ludwig Maximilians-Universität München, der Humboldt Universität zu Berlin, der Universität Bielefeld und der ֱ.<br><br><strong>Expertise kontinuierlich vertieft</strong><br>„Die Verlängerung dieser beiden Sonderforschungsbereiche bescheinigt uns exzellente Forschungsleistungen in der Quantenphysik ebenso wie in den Pflanzenwissenschaften“, freut sich Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern. „Ich gratuliere unseren beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herzlich zu diesem Erfolg, der das Ergebnis jahrelanger wegbereitender Arbeit darstellt.“&nbsp;<br><br>Einen entscheidenden Impuls für den kontinuierlichen Ausbau der jeweiligen Forschungsexpertise an der ֱ hat die Forschungsinitiative des Landes gegeben. Die beiden verlängerten Sonderforschungsbereiche sind in den zugehörigen Profilbereichen OPTIMAS (OSCAR) und BioComp (Green Hub) angesiedelt.</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong><br>Prof. Dr. Michael Fleischhauer<br>Lehrgebiet Quantenoptik / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-3206<br>E: mfleisch(at)physik.uni-kl.de<br><br>Prof. Dr. Ekkehard Neuhaus<br>Lehrgebiet Pflanzenphysiologie / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-2372<br>E: neuhaus(at)rptu.de<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Jun 2024 09:40:16 +0200</pubDate>
                        <title>Kletterturm an der ֱ wird am 8. Juni offiziell eröffnet – Kickoff umrahmt von nationalem Jugend-Wettkampf</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kletterturm-an-der-rptu-wird-am-8-juni-offiziell-eroeffnet-kickoff-umrahmt-von-nationalem-jugend-wettkampf</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gemeinsame Pressemitteilung des Landesverbands Rheinland-Pfalz (RLP) des Deutschen Alpenvereins und der ֱ</strong><br><br><strong>„Peak 17“, so der Name, bereichert Kaiserslautern um eine neue Trainings- und Wettkampfstätte. Der Kletterturm ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Landesverband Rheinland-Pfalz (RLP) des Deutschen Alpenvereins (DAV), der ֱ und dem Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern (HHG). Mit einem Festakt am 8. Juni ab 17:00 Uhr wird er nach einem knappen Jahr Bauzeit eröffnet. Bereits ab 7. Juni werden an Peak 17 erstmals Wettkämpfe ausgetragen: Beim „3. &amp; 4. Deutschen Jugendcup Speed &amp; Lead“ erklimmt der nationale Klettersport-Nachwuchs drei Tage lang den neuen Turm. Zu beiden Veranstaltungen ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Ab dem 12. Juni startet dann der allgemeine Kletterbetrieb.</strong></p>
<p>Wo vorher Tennisplätze waren, erhebt sich jetzt der 17 Meter hohe Kletterturm. Er bietet eine Vielzahl an Routen und Wänden für den gesamten Leistungs- und Breitensport. „Der Kletterturm ist ein Pilotprojekt, den wir gemeinschaftlich in kurzer Zeit entwickelt haben“, betont Lothar Lukoschek, 1. Vorsitzender des DAV Landesverband RLP. „Es ist die erste Speedkletterwand in Rheinland-Pfalz und somit ein wichtiger Pfeiler der Infrastruktur des Landesleistungszentrums. Ich bedanke mich bei allen beteiligten Akteuren und Sponsoren, die den Bau ermöglicht haben.“&nbsp;</p>
<p>Erbaut wurde der Kletterturm vom DAV Landesverband RLP mit finanzieller Zuwendung durch das Land RLP, dem DAV Bundesverband und weiteren Sponsoren, insbesondere dem Kaiserslauterer Software-Unternehmen TOPdesk. Eine Speedwand (Klettern am Seil so schnell wie möglich) und eine Leadwand (Klettern im Vorstieg so schwer wie möglich) sind integriert. &nbsp;Der Unisport wird an der ֱ dort auch Kurse anbieten und allgemeine Angebote schaffen, die sich an Anfängerinnen und Anfänger bzw. den Breitensport richten.</p>
<p>Die Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten reichen von 3 bis 11 gemäß der UIAA-Bewertungsskala (Union Internationale des Associations d’Alpinisme; 12 ist die höchste Stufe). Insgesamt können Kletterbegeisterte an Peak 17 auf rund 650 Quadratmeter Kletterfläche mit 26 Umlenkpunkten trainieren.</p>
<p><strong>Vorzeige-Projekt für den Klettersport</strong><br>Den Festakt am 8. Juni eröffnet Lothar Lukoschek, der 1. Vorsitzende des DAV-Landesverbands Rheinland-Pfalz, gefolgt von Grußworten vom rheinland-pfälzischen Innenminister Michael Ebling, von Wolfgang Wabel vom DAV-Bundesverband, Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbund Rheinland-Pfalz sowie Johannes Lau als Initiator des Projekts und Bundestrainer im Bereich Scouting im Sportklettern. Lau: „Der Turm ist ein wichtiges Element, um den Nachwuchs im Leistungssport effizient zu fördern, nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch in ganz Deutschland. Es freut mich sehr, dass wir diese Trainingsstätte realisiert haben.“&nbsp;</p>
<p>Für die ֱ werden sich Professor Arnd Poetzsch-Heffter, Präsident der ֱ in Kaiserslautern, und Max Sprenger, Leiter des Zentrums für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden an der ֱ, anschließen. „Für uns als Universität, die großen Wert auf die Sport- und Gesundheitsförderung legt, ist der Kletterturm eine große Bereicherung. Wir verfügen damit nicht nur über eine neue Anlage für die universitäre Ausbildung, sondern können auch unsere Freizeitangebote erweitern, die Studierenden wie Beschäftigten zugutekommen. Klettersport ist an der ֱ schon lange ein Thema – das bietet sich einfach an mit dem Pfälzerwald vor Haustür“, sagt Poetzsch-Heffter mit Blick auf die Eröffnung des Kletterturms. Sprenger ergänzt mit Blick auf das gesamte Netzwerk: „Der Klettersport, der bei uns im Unisport schon lange eine wichtige Rolle spielt, setzt in der Kaiserslauterer Sportlandschaft starke Akzente. Nach dem Landesleistungszentrum für Kletterer des DAV-Landesverbands Rheinland-Pfalz erweitert der Kletterturm als Teil dieses Zentrums die Möglichkeiten um eine echte Vorzeige-Sportstätte. Das unterstreicht einmal mehr die Stärke des Netzwerks Sportzentrum Pfalz, in dem wir uns mit dem Unisport seit Jahren gemeinsam mit den vor Ort und regional ansässigen Partnern im Leistungs- und Breitensport engagieren.“</p>
<p>Nach den Grußworten folgen Finalrunden des Deutschen Jugendcups im Speed- und Leadklettern und eine Podiumsdiskussion. Dabei werden sich Vertreter des DAV, des Landessportbunds und des HHG zu Entwicklungen und Perspektiven im Kletter-Leistungssport, seiner Rolle in der regionalen Sportlandschaft ebenso wie zur Nachwuchsförderung an der Schnittstelle von Sport und Schule austauschen.&nbsp;</p>
<p>Der Jugendcup führt insgesamt über sechs Stationen im Laufe der Wettkampfsaison zu den Deutschen Meistertiteln der Kletterjugend. Rund 200 Athletinnen und Athleten zwischen 11 und 17 Jahren, welche durch ihre jeweiligen Landesverbände nominiert wurden, werden den Kletterturm auf Herz und Nieren prüfen und mit Klettersport auf nationalem und internationalem Spitzenniveau beleben.</p>
<p>Am Abend können Teilnehmende und Gäste die Veranstaltung bei Live-Musik, Essen und Getränken gemütlich ausklingen lassen.&nbsp;</p>
<p><strong>Allgemeiner Kletterbetrieb ab 12. Juni</strong><br>In der darauffolgenden Woche wird der Kletterturm ab mittwochs für den allgemeinen Kletterbetrieb geöffnet. Über Kursangebote, generelle Öffnungszeiten und Tarife informierte eine Webseite des Unisports: .</p>
<p>Informationen zum 3. &amp; 4. Deutschen Jugendcup Speed &amp; Leed, der vom 7. bis 9. Juni am neuen Kletterturm auf dem Unisport-Gelände der ֱ in Kaiserslautern stattfindet, sind auf den Webseiten des DAV zu finden unter: alpenverein.de/artikel/deutscher-jugendcup-speed-lead-kaiserslautern_c975416d-6a52-4218-90fd-cc1ee537d6e9</p>
<p>Der Kletterturm ist ein Kooperationsprojekt vom Landesverband RLP DAV, der ֱ und dem HHG. Den Bau besonders unterstützt haben das Kaiserslauterer Software-Unternehmen TOPdesk als Hauptsponsor sowie die Sparkasse Kaiserslautern und die DAV Sektion Kaiserslautern.<br><br><strong>Fragen beantworten:</strong><br>Dr. Max Sprenger<br>Leiter Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden an der ֱ<br>T: +49 631 205-4441<br>E: max.sprenger@rptu.de</p>
<p>Dr. Lothar Lukoschek<br>1. Vorsitzender DAV Landesverband RLP e.V.<br>T: +49 631 5357349<br>E: lukoscheklothar.kaiserlautern@lbbnet.de<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 29 May 2024 07:15:57 +0200</pubDate>
                        <title>Achema 2024: Kritische Rohstoffe aus Abwasser rückgewinnen und wieder in die Wertschöpfungskette bringen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/achema-2024-kritische-rohstoffe-aus-abwasser-rueckgewinnen-und-wieder-in-die-wertschoepfungskette-bringen</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Verbrauch natürlicher Ressourcen durch moderne Industriegesellschaften führt schon heute zu einer bedenklichen Verknappung essentieller Rohstoffe. Das betrifft unter anderem Phosphor, für den es in der EU kaum noch Quellen gibt. Daher gewinnt die Rückgewinnung aus Abwasser an Bedeutung. Ein Forscherteam der ֱ schafft die verfahrenstechnischen Grundlagen, um Phosphor und weitere Rohstoffe aus Abwasserströmen und Klärschlamm zu erschließen und für industrielle Prozesse nutzbar zu machen. Auf der Prozessindustrie-Messe Achema in Frankfurt stellt das Team sein Vorhaben vom 10. bis 14. Juni am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Stand E51, Halle 6.0) vor.</strong><br><br>Phosphor ist ein wichtiger Grundstoff für die Düngemittelproduktion und damit auch für die Produktion von Nahrungsmitteln. Er wird von der Europäischen Kommission in einer Liste mit 30 kritischen Rohstoffen geführt, die ein großes Versorgungsrisiko bei gleichzeitiger hoher ökonomischer Bedeutung aufweisen.<br><br>Potential zur Rückgewinnung bieten kommunale Abwässer, in die große Mengen an Phosphor aus Privathaushalten und Industrie eingetragen werden. Hier setzt die Forschungsarbeit an, die im Rahmen des Graduiertenkollegs „WERA“ (Wertstoff Abwasser) an der ֱ stattfindet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.<br><br>WERA hat mehrere Ziele im Blick: „Wir arbeiten an Lösungsansätzen, um die Phosphor-Konzentration in kommunalen Abwässern vom Zulauf bis zum Ablauf um circa den Faktor 100 zu senken“, erläutert Professor Dr. Sergiy Antonyuk, Sprecher des Graduiertenkollegs und Leiter des Lehrstuhls für die Mechanische Verfahrenstechnik an der ֱ. „Gleichzeitig geht es uns darum, den entfernten Phosphor stofflich so aufzubereiten, dass er im Sinne des Kreislaufprinzips der Industrie wieder als Ressource zur Verfügung steht.“<br>Ein dritter Aspekt betrifft die Umwelt. Professorin Dr. Heidrun Steinmetz, stellvertretende Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin des Fachgebiets Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung an der ֱ sagt hierzu: „Zusätzlich soll die Phosphor-Konzentration im Ablauf der Kläranlagen weitergehend reduziert werden, um unsere Gewässer vor Algenbildung zu schützen. Es gibt zwar schon Pilot-Projekte, die das für einzelne Kläranlagen realisieren, aber nicht in Kombination mit einer Phosphor-Rückgewinnung. Dabei gibt es erhebliche Wissenslücken, welche Verfahren unter welchen Bedingungen Erfolg versprechend sind. Diese wollen wir schließen.“<br><br>Im Rahmen des Forschungsprogramms verbindet die ֱ Expertise aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Es geht unter anderem um die Erprobung von maßgeschneiderten Adsorber-Materialien, an denen sich Phosphor-Verbindungen anreichern können. Eine weitere Forschungsaufgabe dreht sich darum, die Grundlagen der Kristallisation bzw. Fällung zu untersuchen – Trennverfahren, mit denen die Rückgewinnung vom Phosphor aus Klärschlamm in Form pflanzenverfügbarer Düngererfolgen kann.<br>„Zusätzlich werden wir innovative Charakterisierungsverfahren, Messtechniker und Simulationsmethoden einsetzen bzw. weiterentwickeln, um die Einflüsse von im realen Abwassersystem vorliegenden Randbedingungen auf die Effizienz der Phosphor-Rückgewinnung mit Kristallisation- und Adsorptionsprozessen und die Produktqualität zu beschreiben“, ergänzen Steinmetz und Antonyuk. „Hierfür nutzen wir eine auf dem Campus der ֱ in Kaiserslautern als Pilotanlage installierte Abwasserbehandlungs- und Recyclinganlage. Und ultimativ ist es unser Ziel, dass wir die entwickelten Materialien und Prozesse auch auf andere Rohstoffe übertragen und etwa für die Rückgewinnung von Stickstoff, Kalium oder organischem Kohlenstoffen anpassen können.“</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Prof. Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk<br>Lehrgebiet Mechanische Verfahrenstechnik / ֱ in Kaiserslautern<br>Tel.: 0631 205-3524<br>E-Mail: sergiy.antonyuk[at]mv.rptu.de<br>--<br><strong>Über Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong><br>Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.<br>Mehr unter: </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 28 May 2024 09:13:06 +0200</pubDate>
                        <title>Achema 2024: Computertomographie hilft, innere Materialstrukturen von Tabletten und Katalysatoren zu optimieren</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/achema-2024-computertomographie-hilft-innere-materialstrukturen-von-tabletten-und-katalysatoren-zu-optimieren</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie müssen Tabletten, Pellets und Briketts zusammengesetzt sein, damit sie nach der Produktion beim Transport nicht zerbrechen? Wie muss ein Industriefilter im Inneren gestaltet sein, um Feststoffe besser herauszufiltern? Wie lange halten chemische Katalysatoren hohe mechanische Belastungen im Hochdruckreaktor aus? Diesen Fragen gehen Kaiserslauterer Forscher nach. Zum Einsatz kommt ein Computertomograph, der kleinste Materialstrukturen zerstörungsfrei erfasst. Die Technologie ist für verschiedene Anwendungsbereiche interessant. Auf der Prozessindustrie-Messe Achema in Frankfurt stellt das Team sie vom 10. bis 14. Juni am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Stand E51, Halle 6.0) vor.&nbsp;</strong></p>
<p>Bei Tabletten wird der Wirkstoff mit Füll- und Binderstoffen (zum Beispiel Mikrokristalline Cellulose und Laktose) in eine feste Form zusammengepresst. In der Regel handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Agglomerat, das heißt eine Mischung aus gebundenen feinen Partikeln der Wirk- und Füllstoffkomponenten. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau befasst sich das Forscherteam um Professor Dr. Sergiy Antonyuk vom Lehrgebiet für Mechanische Verfahrenstechnik damit. Es untersucht die mechanischen Eigenschaften einer solchen Struktur. „Dies ist zum Beispiel wichtig für die Festigkeit von Tabletten. Wir wollen wissen, wo mögliche Bruchstellen liegen sowie wann und warum es zu einem Bruch kommt“, sagt Antonyuk.</p>
<p>Dazu kommt ein Computertomograph (CT) zum Einsatz, mit dem die Forscher die Materialienstrukturen in hoher Auflösung erfassen können. Um das Bruchverhalten von Partikelagglomeraten zu untersuchen, nutzt die Arbeitsgruppe ein weiteres Messgerät, das während der CT-Messung im Tomographen betrieben wird. „Wir setzen die Proben mit einer sogenannten In-situ Druck-/Zug-Einheit direkt einer bestimmten Kraft aus und überprüfen, an welcher Stelle es zu einem Bruch oder Riss kommt. Wir untersuchen, wie die Zusammensetzung und die Mikrostruktur die Festigkeit beeinflussen. Dabei spielt es auch eine Rolle, wie die Komponenten im Agglomerat verteilt sind und wie die Einzelpartikel in Kontakten aneinanderhaften“, so der Professor weiter.</p>
<p>Wichtig ist dies beispielsweise für die Lagerung und den Transport von Tabletten. Antonyuk: „Die Bruchprozesse führen zur Abnahme der Produktqualität und verursachen die Bildung von Staub. Das heißt, die Tablette muss eine hohe Festigkeit aufweisen. Zugleich darf sie aber nicht zu stark komprimiert werden, um sich durch einen hohen Porenanteil zum Beispiel in Wasser auflösen zu können, um ihre Wirkung zu entfalten.“ Anhand der CT-Ergebnisse arbeiten die Forscher daran, die innere Struktur solcher Agglomerate zu optimieren.</p>
<p><strong>CT-Technologie eignet sich ebenso für Katalysatoren und Filter</strong></p>
<p>Darüber hinaus lassen sich chemische Katalysatoren mit dem Gerät untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und an welchen Stellen Katalysatorpartikel brechen können. „Bei vielen industriellen Prozessen werden sie in Reaktoren hohen Belastungen ausgesetzt und können durch Bruchprozesse mit der Zeit ihre Funktion verlieren oder den Durchströmungswiderstand erhöhen“, erläutert Antonyuk. Die Ingenieure prüfen unter anderem, inwieweit eine mechanische Beanspruchung die Funktion von Katalysatoren beeinträchtigt und wann sie ausgetauscht werden müssen.<br><br>Auch bestimmte Filtermaterialien nimmt die Arbeitsgruppe mit der Anlage unter die Lupe. Diese finden in der Industrie beispielsweise Verwendung, um Feststoffe aus Fluiden herauszufiltern. „Bei solchen Kompositfiltern, welche aus mehreren Materialien bestehen, schauen wir uns die genaue Anordnung an“, sagt Antonyuk weiter. Aufgebaut sind sie wie folgt: Auf einem Gewebe ist eine Membran aufgebracht, die über Klebepunkte daran haftet. „Man kann sich das wie bei einer wasserabweisenden Funktionsjacke vorstellen, nur umgekehrt“, nennt er als Vergleich. „Das Wasser dringt durch das Filtermaterial, es lässt aber wegen der Membran keine Luft hindurch.“ Diese Art der mechanischen Entfeuchtung findet in der Industrie Verwendung, um feste Wertstoffe herauszufiltern. Der Vorteil dabei ist, dass sich bei diesem Prozess im Vergleich zu anderen Verfahren Energie einsparen lässt. Im Fokus hat das Team die Klebepunkte. Antonyuk: „Wir untersuchen, wie sie über die Fläche verteilt sind und wie das den Filtrationsvorgang und die mechanische Stabilität des Filtermaterials im Betrieb einer Filteranlage beeinflusst.“</p>
<p>Mithilfe des Geräts lässt sich auch die Wirksamkeit beziehungsweise Schutzwirkung von medizinischen oder FFP-Masken untersuchen. „Dazu prüfen wir zunächst die Filtereffizienz für unterschiedliche Trageszenarien mit einem Test-Aerosol, einem Gemisch aus Gas oder feiner Flüssigkeit, an einem Prüfkopf“, so der Professor. Im Anschluss lässt sich mit den CT-Aufnahmen sowohl ein 3D-Modell des gesamten Prüfkopfs mit Maske erstellen als auch die Mikrostruktur der Masken analysieren. Diese Daten fließen in Berechnungen der Strömung beim Atmungsvorgang ein. Ziel ist es, die Filtereffizienz und Alterung der Masken zu optimieren.</p>
<p><strong>Über die technischen Details des Computertomographen</strong><br>Der Computertomograph (CT) TomoScope L der Firma Werth Messtechnik GmbH ist aufgrund seiner 400 Millimeter großen, hochauflösenden 4K-Flächendetektor und zwei Röntgenröhren sehr flexibel einsetzbar, um unterschiedliche Probengrößen (&lt; 300 Millimeter) und Materialiendichten zu untersuchen. Das Messgerät ermöglicht diese Flexibilität durch eine Mikrofokusröhre mit 240 Kilovolt und eine Nanofokusröhre mit 160 Kilovolt, die je nach Probeneigenschaften genutzt werden können. Die maximale nachgewiesene Strukturauflösung des Messgerätes beträgt einen Mikrometer bei einer minimalen Voxelgröße von 500 Nanometern.&nbsp;<br><br>Die Anschaffung der CT-Anlage wurde im Rahmen eines Forschungsgroßgeräte-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Für das Gerät gibt es an der ֱ in Kaiserslautern seit 2021 ein eigenes Labor, das Dr. Kai Nikolaus vom Lehrgebiet für Mechanische Verfahrenstechnik leitet. Mithilfe der CT-Anlage lassen sich zudem Formen und Größenverteilungen von Partikeln im unteren Mikrometer-Bereich, Oberflächenstrukturen von Bauteilen, aber auch biologische Strukturen aus menschlichen Bindegewebezellen genau analysieren.<br><br>Auf der Achema präsentiert das Team um Antonyuk verschiedene computertomographische Aufnahmen und gibt so Einblick in Mikrostrukturen und Bruchvorgänge von unterschiedlichen Materialien.<br><br><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Professor Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk<br>Lehrgebiet für Mechanische Verfahrenstechnik&nbsp;<br>ֱ in Kaiserslautern<br>E-Mail: &nbsp;&nbsp; &nbsp;sergiy.antonyuk[at]mv.rptu.de<br>Tel.: 0631 205-3524</p>
<p>+++&nbsp;<br>Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 13 May 2024 09:48:31 +0200</pubDate>
                        <title>Anwendungspotenzial der mathematischen Optimierung erschließen: ֱ erhält Millionenförderung für neues Graduiertenkolleg</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/anwendungspotenzial-der-mathematischen-optimierung-erschliessen-rptu-erhaelt-millionenfoerderung-fuer-neues-graduiertenkolleg</link>
                        <description>Wie lassen sich komplexe Fragestellungen, etwa bei der Transportplanung, bestmöglich lösen – insbesondere, wenn mehrere Kriterien bzw. Ziele wie Zeit und Kosten ins Spiel kommen, die sich widersprechen? Das gelingt mit Mathematik. Ein neues Graduiertenkolleg der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) will auf Basis der multikriteriellen oder Mehrziel-Optimierung die mathematische Entscheidungshilfe für derartige Anwendungsfälle bereitstellen und damit theoretisch beschriebene Methoden in die Praxis überführen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben die nächsten fünf Jahre mit rund sieben Millionen Euro.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lassen sich komplexe Fragestellungen, etwa bei der Transportplanung, bestmöglich lösen – insbesondere, wenn mehrere Kriterien bzw. Ziele wie Zeit und Kosten ins Spiel kommen, die sich widersprechen? Das gelingt mit Mathematik. Ein neues Graduiertenkolleg der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) will auf Basis der multikriteriellen oder Mehrziel-Optimierung die mathematische Entscheidungshilfe für derartige Anwendungsfälle bereitstellen und damit theoretisch beschriebene Methoden in die Praxis überführen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben die nächsten 5 Jahre mit rund sieben Millionen Euro.</strong></p>
<p>„Bei fast allen praktischen Fragestellungen gibt es Zielkonflikte, allen voran zwischen Qualität und Kosten“, erklärt Professor Dr. Stefan Ruzika, Sprecher des Graduiertenkollegs und Teil der Arbeitsgruppe „Optimierung“ an der ֱ. „Beim Abwägen kann die multikriterielle Optimierung unterstützen, indem sie die bestmöglichen Kompromisse berechnet.“</p>
<p>Im Rahmen von „MIMO“ (Mathematics of Interdisciplinary Multiobjective Optimization) wird Ruzika gemeinsam mit Forscherkolleginnen und Forscherkollegen aus Mathematik, Informatik und Ingenieurwissenschaften der ֱ und des Fraunhofer Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern künftig die mathematischen Grundlagen für anwendungsspezifische Rechenmodelle erarbeiten. „Unsere Theorie ist vielfältig anwendbar. So befassen wir uns nicht nur mit der systematischen Planung von Transportprozessen, sondern ebenso mit der Optimierung der Strahlentherapie für die Krebsbehandlung. Hier geht es darum, individualisierte Behandlungspläne zu berechnen, die den Tumor zerstören, aber umliegendes gesundes Gewebe und Organe möglichst schonen“, sagt Professorin Dr. Anita Schöbel, stellvertretende Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin des ITWM. Beide Teilprojekte setzen an Vorarbeiten der ֱ und des Fraunhofer ITWM an und werden die Grundlagen für Software-Entwicklung liefern.</p>
<p>Weitere Teilprojekte befassen sich mit der Optimierung von Molekülmodellen und von mikroelektronischen Bauteilen, die in Computern zum Einsatz kommen. „Nicht zuletzt beschäftigen wir uns auch mit einem noch nahezu unerschlossenen Themenbereich: Der Frage, wie sich in multikriteriellen Optimierungsproblemen gute Entscheidungen treffen lassen, wenn Daten vage oder unsicher sind“, ergänzt Ruzika.</p>
<p>Pareto-Optimierung heißt der mathematische Ansatz, den sich das Forschungsteam zunutze macht: „Wir berechnen eine Menge von möglichen Lösungen“, erläutert der Mathematiker. „Diese Menge kann in Form von verteilten Punkten oder kontinuierlichen Strukturen vorliegen. Wir greifen uns daraus diejenigen Lösungsmöglichkeiten heraus, die nicht von anderen dominiert werden – das heißt, die nicht in allen Zielen gleichzeitig verbessert werden können.“</p>
<p><strong>Forschungsnachwuchs qualifizieren</strong></p>
<p>„Die Bewilligung des Graduiertenkollegs MIMO ist für uns ein großer Erfolg, auf den wir intensiv hingearbeitet haben. Es zeigt die hohe Qualität der Forschung am Fachbereich Mathematik und die tolle Vernetzung mit anderen Disziplinen“, freut sich Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern. „Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerforschen forschen schon lange gemeinsam. Sichtbarkeit verschafft ihnen unter anderem die enge Zusammenarbeit im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes, die uns hilft, Brücken von der mathematischen Theorie hin zu realen Anwendungsfällen zu schlagen.“</p>
<p>Ziel des Graduiertenkollegs ist es darüber hinaus, die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf hohem Niveau zu qualifizieren. „Wir bilden Experten aus, die nicht nur das Handwerkszeug der mathematischen Optimierung beherrschen, sondern auch die zugrundeliegende Systematik je nach Anwendung immer wieder neu denken“, unterstreicht Ruzika. Dank der Förderung kann die ֱ gemeinsam mit den Fraunhofer ITWM unter dem Dach von MIMO bis zu 20 Doktorandenstellen schaffen.</p>
<p>Clemens Hoch, der rheinlandpfälzische Wissenschaftsminister, fügt hinzu: „Ich freue mich, dass es der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern gelungen ist, ein neues Graduiertenkolleg und damit Drittmittel in Höhe von sieben Millionen Euro einzuwerben. Der Standort Kaiserslautern konnte durch seine interdisziplinäre Ausrichtung in der Mathematik sowie die Verknüpfung von Grundlagen- und angewandter Forschung überzeugen. Durch die Forschungsinitiative des Landes haben wir diesen Potentialbereich unterstützt; daher freue ich mich besonders über den jetzigen Drittmittelerfolg. Das Graduiertenkolleg wird nicht nur enormes Anwendungspotenzial aus seiner Forschung erzeugen, sondern auch wissenschaftliche Fachkräfte hervorragend ausbilden. Ich gratuliere allen, die an diesem Erfolg beteiligt sind.“</p>
<p><strong>Über Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong></p>
<p>Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.<br>Mehr unter: </p>
<p><br><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Stefan Ruzika<br>Fachbereich Mathematik / ֱ in Kaiserslautern<br>T: 0631 205-4423<br>E:&nbsp;stefan.ruzika@math.rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 08 May 2024 12:35:37 +0200</pubDate>
                        <title>DFG bewilligt Emmy-Noether-Forschungsgruppe zur experimentellen Depressionsforschung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/dfg-bewilligt-emmy-noether-forschungsgruppe-zur-experimentellen-depressionsforschung</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe an der ֱ in Landau bewilligt. Die neue Forschungsgruppe um Dr. Tobias Kube von der Arbeitseinheit „Klinische Psychologie und Psychologie des Erwachsenenalters“ wird sich der experimentellen Erforschung von Depression und der Anwendung der Erkenntnisse in der Therapie widmen. Die DFG fördert die Arbeit des klinischen Psychologen über einen Zeitraum von sechs Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro.</strong></p>
<p>Wer an Depression leidet, quält sich meist auch mit einem schlechten Selbstbild. Dabei ist es nicht so sehr das negative Selbstbild an sich, das charakteristisch für Depressionen ist, denn auch psychisch gesunde Menschen haben gelegentlich negative Gedanken wie „Das schaffe ich nicht“. Das Besondere an Depressionen ist eher, wie Tobias Kube in Studien gezeigt hat, dass die eigene negative Wahrnehmung veränderungsresistent ist – selbst dann, wenn man positive Erfahrungen macht oder lobendes Feedback bekommt.</p>
<p>In den kommenden sechs Jahren wird die „“ diesen Schwierigkeiten in der Verarbeitung von neuen positiven Erfahrungen in der Depression weiter auf den Grund gehen. Konkret wollen die Forschenden Antworten auf die Fragen erhalten, welche Faktoren daran beteiligt sind, beispielsweise welche gedanklichen Prozesse dabei eine Rolle spielen oder welchen Einfluss emotionale Aspekte ausüben. Außerdem wird die Forschungsgruppe erstmals beleuchten, inwiefern Schwierigkeiten in der Verarbeitung neuer positiver Erfahrungen ein Risikofaktor für ein schlechteres Ansprechen auf eine Psychotherapie sind. Dafür werden die Forschenden die Therapieverläufe von 160 Patientinnen und Patienten mit Depressionen über einen längeren Zeitraum beobachten. Sollte sich die Hypothese der Forschungsgruppe bestätigen, hätte dies wichtige Schlussfolgerungen für die psychotherapeutische Behandlung: So könnte es wichtig sein, Menschen mit Depressionen zu Beginn der Therapie gezielt dabei zu helfen, neue positive Erfahrungen annehmen zu lernen, damit sie von den folgenden Inhalten der Therapie auch nachhaltig profitieren können.</p>
<p>Dr. Tobias Kube ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich „Klinische Psychologie und Psychologie des Erwachsenenalters“. Er studierte Psychologie an der Philipps-Universität Marburg (2010 bis 2015), promovierte sich dort 2018 und erhielt den Promotionspreis für die beste Doktorarbeit in der Sektion „Lebenswissenschaften und Medizin“. 2019 war er für sechs Monate Postdoc-Forschungsstipendiat an der Harvard Medical School in Boston (USA).&nbsp;</p>
<p>Das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft eröffnet besonders qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt</strong><br>Fachbereich Psychologie<br>AG Klinische Psychologie und Psychologie des Erwachsenenalters<br>Dr. Tobias Kube<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+upcjbt/lvcfAsquv/ef" data-mailto-vector="1">tobias.kube[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 06 May 2024 15:11:50 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-vizepraesident-fuer-forschung-an-der-rptu-in-landau</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Biologe Professor Dr. Klaus Schwenk ist neuer Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Landau. Er übernimmt das Amt von Professor Dr. Ralf B. Schäfer, der aufgrund eines Rufs an die Universität Duisburg-Essen sein Amt vorzeitig abgegeben hat. Schwenks Amtszeit läuft bis Ende Februar 2025.</strong></p>
<p>Schwenk verantwortet als Vizepräsident in Landau die Bereiche Forschung, wissenschaftlicher Nachwuchs, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Der Senat der ֱ wählte in seiner Sitzung am 24. April 2024 den 60-Jährigen, damit er in den verbleibenden zehn Monaten der Amtsperiode von Schäfer die laufenden Projekte fortführt und dazu beiträgt, den neuen Präsidenten der ֱ bei seinem Amtsantritt im Oktober zu unterstützen. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Schwenk lehrt seit 2009 in Landau. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat er die Arbeitsgruppe Molekulare Ökologie am Institut für Umweltwissenschaften aufgebaut. Er ist zudem Gastwissenschaftler am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Von 2017 bis 2022 war Schwenk Dekan des Landauer Fachbereichs Natur- und Umweltwissenschaften.</p>
<p>In seiner Forschung geht es vorwiegend um die Entwicklung und Anwendung von molekulargenetischen Methoden zur Beantwortung von ökologischen und evolutionsbiologischen Fragestellungen. Insbesondere die Biodiversität von Invertebraten aquatischer Systeme, sprich wirbellose Lebewesen in Oberflächen- und Grundwasser mit dem Fokus auf Wasser-Land-Interaktionen und die Veränderungen der genetischen Variation und Artenvielfalt in Raum und Zeit wird untersucht. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich zum Beispiel mit der Belastung von Grundwasserökosystemen, die für die Reinhaltung des Trinkwassers mit verantwortlich sind, um Strategien für die nachhaltige Nutzung dieser lebensnotwendigen Ressource zu entwickeln.</p>
<p><strong><em>Zur Person</em></strong></p>
<p><em>Klaus Schwenk studierte Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und wurde von der Universität Utrecht, Niederlanden, promoviert. Anschließend arbeitete er an der Universität von Amsterdam sowie an der Guelph-University in Kanada. Er habilitierte 2005 an der Goethe-Universität Frankfurt auf dem Gebiet der molekularen Ökologie aquatischer Organismen und erhielt die akademische Lehrbefähigung für Zoologie. Von 2008 bis 2010 war er Projektgruppenleiter am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum. 2009 wechselte er an die Universität Koblenz-Landau, wo er auf die Professur für Molekulare Ökologie berufen wurde. Seit 2023 lehrt und forscht Schwenk an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. </em></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 01 May 2024 22:40:23 +0200</pubDate>
                        <title>CHE-Ranking zu Bachelorstudiengängen: ֱ schneidet in Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften sehr gut ab </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/che-ranking-zu-bachelorstudiengaengen-rptu-schneidet-in-informatik-mathematik-und-naturwissenschaften-sehr-gut-ab</link>
                        <description>Mit sehr guten Noten haben die Fächerangebote aus Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) abgeschnitten. Die Studierenden lobten unter anderem über alle Fächer hinweg die allgemeine Studiensituation und die Studienorganisation. Die Rankingergebnisse erscheinen in der neuen Ausgabe des ZEIT-Studienführers.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Mit sehr guten Noten haben die Fächerangebote aus Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) abgeschnitten. Die Studierenden lobten unter anderem über alle Fächer hinweg die allgemeine Studiensituation und die Studienorganisation. Die Rankingergebnisse erscheinen in der neuen Ausgabe des ZEIT-Studienführers.</strong></p>
<p class="Lead">In der Biologie bewerten die Studierenden die Studienorganisation und die Vermittlung fachwissenschaftlicher Kompetenzen mit jeweils 4,2 (aus jeweils 5 möglichen) Sternen. Zudem sind sie mit der allgemeinen Studiensituation sowie der Betreuung durch Lehrende zufrieden (3,9).<br> <br> Sehr gut schneidet auch die Chemie bei der Studienorganisation (4,6 Sterne) ab. Ferner punktet sie bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher und methodischer Kompetenzen, für die die Studierenden jeweils 4,1 Sterne vergeben haben.<br> <br> Die Informatik erhält Spitzennoten bei der Studienorganisation (4,4 Sterne), der Bibliotheksausstattung (4,6 Sterne) sowie der IT-Infrastruktur (4,3 Sterne). Außerdem vergaben die Studierenden für die allgemeine Studiensituation und das Lehrangebot jeweils 4,1 Sterne.<br> <br> Die Mathematik-Studierenden bewerten die Studienbedingungen in vielen Bereich sehr positiv, allen voran die allgemeine Studiensituation und die Studienorganisation (je 4,8 Sterne). Ebenso erhalten die Betreuung durch Lehrende (4,7 Sterne), das Lehrangebot, die Unterstützung im Studium und die Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten sehr gute Noten (je 4,6 Sterne).<br> <br> Sehr gute Studienbedingungen bescheinigen die Studierenden auch der Physik: 4,3 Sterne gibt es zum Beispiel für die allgemeine Studiensituation und das Lehrangebot. Zudem lobten sie die Betreuung durch Lehrende und die Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten (je 4,4 Sterne), die Bibliotheksausstattung (4,5 Sterne) und die Studienorganisation (4,6 Sterne).<br> <br> <strong>Über das aktuelle CHE-Ranking</strong><br> Im neuen Vergleich der Bachelorangebote werden verschiedene Kriterien – Studierendenurteile und Fakten – ausgewiesen. Die Studierenden bewerten neben der allgemeinen Studiensituation unter anderem auch das Lehrangebot, die Betreuung und Unterstützung im Studium und digitale Lehrelemente. Die Bewertung wird auf einer 5-Sterne-Skala dargestellt.</p>
<p>Das Ranking der Bachelorstudiengänge ist unter  &nbsp;abrufbar. Zudem erscheint es in der kommenden Ausgabe des ZEIT Studienführers.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Tue, 30 Apr 2024 08:25:00 +0200</pubDate>
                        <title>„Führen in Zeiten der Unsicherheit“: Gastvortrag von Professor Lothar Wieler am 16. Mai </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/fuehren-in-zeiten-der-unsicherheit-gastvortrag-von-professor-lothar-wieler-am-16-mai</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Dr. Lothar Wieler ist in diesem Jahr Redner beim Haaß-Talk der ֱ in Kaiserslautern. Wieler, langjähriger Präsident des Robert Koch-Instituts, wird in seinem Vortrag am Donnerstag, den 16. Mai, ab 16 Uhr über das Führen in Zeiten der Unsicherheit sprechen. Dabei beleuchtet er unter anderem, mit welchen Herausforderungen Führungskräfte in Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik heutzutage umgehen müssen. Zudem geht er auf seine Rolle während der COVID-19-Pandemie ein. Die Veranstaltung findet im Fraunhofer-Zentrum (Fraunhofer Platz 1, 67663 Kaiserslautern, Hörsaal Erdgeschoss) statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Organisiert wird der Vortrag von der Haaß-Stiftung und dem Fachgebiet für Strategie, Innovation und Kooperation der ֱ.</strong></p>
<p>Professor Wieler wird sich in seinem Vortrag mit den Krisen unserer Zeit befassen. Sie sind Teil unseres Lebens und treffen uns im beruflichen sowie privaten Alltag in unterschiedlicher Frequenz und Intensität immer wieder. Größere, teilweise gesamtgesellschaftliche Krisen nahmen in unserer Gesellschaft im vergangenen Jahrzehnt zu. Deshalb sollte sich unsere Gesellschaft in einen Dialog über mögliche Krisen begeben. Auch Innovationen sollten sich nicht mehr primär auf ökonomische Ziele wie Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum beschränken, sondern die zugrundeliegende Wissenschaft sollte gezielte Beiträge zu gesellschaftlichen Problemlösungen liefern.&nbsp;</p>
<p>Doch wie kann eine solche Transformation gelingen? Was sind Schritte hin zu einer Lösung dieser Herausforderung? Wie kann eine neue Führungskultur geschaffen werden, die Institutionen mit Überzeugung, agil und verantwortungsbewusst durch Krisen führt? Wieler wird seine Überlegungen dazu in seinem Vortrag vorstellen. Dabei geht er auch auf seine Rolle als langjähriger Präsident des Robert Koch-Instituts ein, einer komplexen Wissenschaftsorganisation mit behördlicher Verwaltungsstruktur, sowie auf dessen Führung während einer der größten gesamtgesellschaftlichen Krisen der letzten Jahrzehnte, der COVID-19-Pandemie. &nbsp; &nbsp;</p>
<p>Professor Dr. Lothar H. Wieler leitet seit April 2023 das Fachgebiet Digital Global Public Health am Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam. Zudem ist er Sprecher des dortigen Digital Health Clusters. Von 2015 bis 2023 war er Präsident des Robert Koch-Instituts in Berlin und beriet in seiner Funktion die Bundesregierung und die Bundesländer während der COVID-19-Pandemie.<br> <br> Wieler studierte Veterinärmedizin und hatte unter anderem von 1998 bis 2015 den Lehrstuhl für Mikrobiologie und Tierseuchenlehre am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin inne.<br> Der Haaß-Talk der ֱ Kaiserslautern wird organisiert von der Haaß-Stiftung in Kooperation mit dem Team vom Fachgebiet Strategie, Innovation und Kooperation von Professor Dr. Gordon Müller-Seitz.&nbsp;<br> <br> <strong>Über die Haaß-Stiftung</strong><br> Die Haaß-Stiftung geht auf die Eheleute Ursula und Dieter Haaß aus Kaiserslautern zurück, die ihre Stiftung 2001 gegründet haben, um Studierende, Absolventen sowie Doktoranden der Fachbereiche Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der ֱ in Kaiserslautern (ehemals TU Kaiserslautern) zu fördern.<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Gordon Müller-Seitz<br> Fachbereich Wirtschaftswissenschaften<br> Lehrgebiet Strategie, Innovation und Kooperation<br> E-Mail: sic(at)wiwi.rptu.de<br> Tel.: 0631 205-5009<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 18 Apr 2024 16:35:40 +0200</pubDate>
                        <title>Die ֱ auf der Hannover Messe 2024</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-rptu-auf-der-hannover-messe-2024</link>
                        <description>Mit vier Forschungs- bzw. Gründungsvorhaben beteiligt sich die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau dieses Jahr vom 22. bis 26. April an der Hannover Messe. Im Mittelpunkt stehen die automatische und nachhaltige Planung von städtischem Entwässerungssystemen sowie die KI-basierte Nachfrageprognosen für das Beschaffungsmanagement in Unternehmen. Ebenso ist die ֱ mit der 6G-Plattform, in der sie zusammen mit Partnern die Forschung zum künftigen Mobilfunkstandard bündelt, in Hannover vertreten. Interessierte können sich dort unter anderem über ein aktuelles Forschungsvorhaben informieren, das Grundlagen schafft, um Maschinen künftig mittels 6G-Mobilfunk kabellos zu steuern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Mit vier Forschungs- bzw. Gründungsvorhaben beteiligt sich die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau dieses Jahr vom 22. bis 26. April an der Hannover Messe. Im Mittelpunkt stehen die automatische und nachhaltige Planung von städtischen Entwässerungssystemen sowie die KI-basierte Nachfrageprognosen für das Beschaffungsmanagement in Unternehmen. Ebenso ist die ֱ mit der 6G-Plattform, in der sie zusammen mit Partnern die Forschung zum künftigen Mobilfunkstandard bündelt, in Hannover vertreten. Interessierte können sich dort unter anderem über ein aktuelles Forschungsvorhaben informieren, das Grundlagen schafft, um Maschinen künftig mittels 6G-Mobilfunk kabellos zu steuern.</strong></p>
<p class="Lead">Die nächste Generation des Mobilfunkstandards 6G ist unabdingbar, um die Digitalisierung voranzutreiben. Verschieden Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland forschen daran: Im Fokus stehen etwa 6G-Standards und -Prozesse, Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neue Rechnernetze.</p>
<p class="Lead">Gebündelt werden diese Arbeiten in einer 6G-Plattform, die an der ֱ von Professor Dr. Hans Schotten und seinem Team koordiniert wird. Dabei geht es unter anderem darum, dass die Technologie sicher und zuverlässig funktioniert. Aber auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Beim Entwickeln der neuen Methoden kommen zum Beispiel Verfahren der Künstlichen Intelligenz, der Mikroelektronik, den Quantentechnologien und auch Digitale Zwillinge zum Einsatz. Auf der Hannover Messe ist die 6G-Plattform in Halle 14, Stand H06 präsent.</p>
<p class="Lead">Mehr dazu:<br> <a href="/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-6g-technologie-auf-dem-weg-in-die-anwendung-plattform-vernetzt-forschungsaktivitaeten-1" target="_blank">Hannover Messe 2024: 6G-Technologie auf dem Weg in die Anwendung – Plattform vernetzt Forschungsaktivitäten - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p>
<p class="Lead"><strong>Forschung zur kabellosen Maschinensteuerung mittels 6G</strong></p>
<p class="Lead">Die ֱ forscht auch in einem der vier großen Forschungsverbünde zu 6G, dem Open6GHub. Auf der Hannover Messe präsentieren Jan Mertes, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation der ֱ und Daniel Lindenschmitt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation, ihre Forschungsarbeit rund um die kabellose Interkonnektivität zwischen Maschinen und Geräten.</p>
<p class="Lead">Im Fokus steht es, das Potenzial der Digitalisierung für fertigende Unternehmen zu erschließen. Hier sind inbesondere mehr Flexibilität in der Produktion verbunden mit einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen gefragt. Bestehende kabellose Lösungen erfüllen diese Anforderungen nicht. Doch mit dem künftigen Mobilfunkstandard 6G soll das vorhandene Potenzial in marktgerechte Kommunikationslösungen überführt werden. Für ihr Konzept nutzen die Forscher kabellose Networks-in-Networks (NiN). Das bedeutet, dass an die übergreifende 6G-Gesamtarchitektur spezialisierte Architekturen andocken, die auf die Bedarfe von industriellen Anwendungsfällen zugeschnitten sind – sozusagen ein segmentierter Ansatz. Auf der Hannover Messe präsentieren Mertes und Lindenschmitt ihre Forschung&nbsp;Halle 14, Stand H06.</p>
<p class="Lead">Mehr dazu unter:<br> <a href="/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-rptu-schafft-grundlagen-um-maschinen-kuenftig-mittels-6g-mobilfunk-kabellos-zu-steuern-1" target="_blank">Hannover Messe 2024: ֱ schafft Grundlagen, um Maschinen künftig mittels 6G-Mobilfunk kabellos zu steuern - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p>
<p class="Lead"><strong>Entwässerungssysteme automatisch planen und optimieren</strong></p>
<p class="Lead">Um Regen- und Abwasser aufzusammeln, gibt es in Deutschland eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Kanalnetzen und Kläranlagen. In Entwicklungsländern fehlt dies oft. Zudem ist die Planung solcher Kanalnetze für Schmutz-, Regen- oder Mischwasser mit hohem Aufwand verbunden und bedarf einer großen Expertise. Es gilt, verschiedene Parameter wie Layout, den Grad der De- oder Zentralisierung, die Kanaldurchmesser und das Gefälle, die Verlegetiefen sowie die Pump- und Speicheranlagen zu berücksichtigen.</p>
<p class="Lead">Ein Kaiserslauterer Start-up, das an der ֱ in Kaiserslautern forscht, schafft hier Abhilfe: Eine Software mit dem Namen ZIGGURAT, mit der sich städtische Entwässerungssysteme automatisch nachhaltig planen lassen. Die Technik berücksichtigt auch die blau-grüne Infrastruktur, das heißt, mögliche Wasserspeicher und technische Maßnahmen zum Versickern und Verdunsten von Regenwasser. Daher ist sie auch für hiesige Städte und Gemeinden interessant. Das Gründungsteam rund um Timo Dilly von der ֱ wird mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Europäischen Sozialfonds zur Existenzgründung aus der Wissenschaft gefördert. Interessierte können sich über ZIGGURAT am Forschungsstand Rheinland-Pfalz in Halle 2, Stand C36 informieren.</p>
<p class="Lead">Mehr dazu unter:<br> <a href="/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-regen-und-siedlungsabwasser-software-plant-und-optimiert-entwaesserungssysteme-automatisch-1" target="_blank">Hannover Messe 2024: Regen- und Siedlungsabwasser – Software plant und optimiert Entwässerungssysteme automatisch - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p>
<p class="Lead"><strong>Bestandsmanagement optimieren mit KI-basierten Nachfrageprognosen</strong></p>
<p class="Lead">Eine zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt darin, Über- und Unterbestände zu kontrollieren und Lieferketten störungsresistent zu gestalten. Dabei helfen Nachfrage-Prognosen, die Faktoren wie Lagerbestände, Bestellmengen, Produktionskapazitäten und Beschaffungsstrategien präzise planbar machen. Hierfür entwickelt das Gründerteam „Crateflow“ an der ֱ eine KI-gestützte Software-Plattform. Diese basiert auf Vorhersage-Modellen, die die Gründer Markus Heidt und Daniel Antonatus auf spezifische Nutzerszenarien zuschneiden. Damit ermöglichen sie es Unternehmen, ihre Lager- und Produktionsstrategien effektiv und nachhaltig anzupassen.</p>
<p class="Lead">Dank Berücksichtigung externer Merkmale sowie der Integration von Störungen in Echtzeit können Unternehmen mit Crateflow proaktive Supply-Chain-Management-Strategien entwickeln. Zudem werden Prognoseintervalle benutzt, was es Supply-Chain-Planenden ermöglicht, den Spielraum und die Unsicherheit des KI-Modells besser zu verstehen. Crateflow liefert keine Blackbox, sondern transparente und erklärbare Daten. Das Vorhaben wird gefördert durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Europäischen Sozialfonds zur Existenzgründung aus der Wissenschaft. Auf der Hannover Messe ist Crateflow am Forschungsstand Rheinland-Pfalz in Halle 2, Stand C36 anzutreffen.</p>
<p class="Lead">Mehr dazu unter:</p>
<p class="Lead"><a href="/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-bestandsmanagement-optimieren-crateflow-ermoeglicht-praezise-ki-basierte-nachfrageprognosen" target="_blank">Hannover Messe 2024: Bestandsmanagement optimieren: Crateflow ermöglicht präzise KI-basierte Nachfrageprognosen - ֱ Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau</a></p>
<p class="Lead">--</p>
<p class="Lead">Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 18 Apr 2024 14:06:00 +0200</pubDate>
                        <title>Start ins Sommersemester: ֱ heißt Erstsemesterstudierende willkommen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/start-ins-sommersemester-rptu-heisst-erstsemesterstudierende-willkommen-1-1</link>
                        <description>Am kommenden Montag beginnt die Vorlesungszeit im Sommersemester 2024. Dann starten rund 600 Studierende in ihr erstes Fachsemester an der ֱ. Die Gesamtzahl der Studierenden liegt bei rund 17.000.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am kommenden Montag beginnt die Vorlesungszeit im Sommersemester 2024. Dann starten rund 600 Studierende in ihr erstes Fachsemester an der ֱ. Die Gesamtzahl der Studierenden liegt bei rund 17.000.</strong></p>
<p>Zu Beginn des Sommersemesters 2024 sind nach vorläufigen Zahlen an der ֱ 16.655 Studierende eingeschrieben (18.260 Studierende im Sommersemester 2023), darunter 2.141 Fernstudierende. 9.761 von ihnen studieren an der ֱ in Kaiserslautern und 6.894 an der ֱ in Landau. Der Anteil der ausländischen Studierenden an allen Studierenden der ֱ liegt bei rund 18 Prozent. Traditionell starten zum Sommersemester weniger Studiengänge an der ֱ als zum Wintersemester.</p>
<p><strong>Gut informiert ins Studium starten</strong></p>
<p>Von den 578 neuen Studierenden (Stand 16.04.2024) haben sich 281 in einem Bachelorstudiengang und 115 in einem Masterstudiengang eingeschrieben. Durch Einführungsveranstaltungen, unter anderem der Fachschaften an der ֱ Kaiserslautern sowie die Orientierungstage an der ֱ in Landau, wurden sie bereits gut auf den Start vorbereitet. Dabei haben sie nicht nur Campus und Mitstudierende kennengelernt, sondern ebenso im Detail erfahren, wie ihr jeweiliger Studiengang organisiert ist.</p>
<p><strong>Angebote für zukünftige Studierende </strong></p>
<p>In den kommenden Wochen bietet die ֱ auch dem wissensdurstigen Nachwuchs sowie Studieninteressierten zahlreiche Möglichkeiten, in Forschung und Wissenschaft einzutauchen und das Studienangebot zu erleben. So starten aktuell auch erstmals über 100 junge Menschen ins Orientierungsstudium „ֱzero“. Dabei erfahren Interessierte bereits vor Aufnahme eines regulären Studiums, welche Anforderungen ein Universitätsstudium stellt und welche Berufsperspektiven sich danach bieten. Sie können fächerübergreifend verschiedene Lehrveranstaltungen besuchen, die Einrichtungen der Universität wie Mensa und Bibliothek kennenlernen, Kontakte knüpfen und – wenn sie das möchten – am Ende sogar an Prüfungen teilnehmen und Leistungspunkte sammeln, die später anrechenbar sind.</p>
<p><strong>Studieninfotag am 18. und 25. Juni</strong></p>
<p>Orientierung bietet auch der Studieninfotag – in Landau am 18. Juni und in Kaiserslautern am 25. Juni. Kompakt verpackt in ein Tages-Programm können Studieninteressierte die offene Studienberatung nutzen, die Campus kennenlernen und sich in verschiedenen Programmformaten über das Studienangebot informieren. Auf dem Markt der Möglichkeiten stellen sich Studierendengruppen und Uni-Einrichtungen vor und zeigen auf, was ein Studium an der ֱ über das Lernen hinaus ausmacht. Details zu Programm und Anmeldung sind einsehbar unter <a href="/newsroom/studieninfotag" target="_blank">rptu.de/s/studieninfotag</a>.</p>
<p><strong>Wissensdurstiger Nachwuchs gesucht</strong></p>
<p>Für Schülerinnen und Schüler bietet die ֱ bis einschließlich Mitte Juni ein vielseitiges Programm im Rahmen des MINT-Mach-Pass an. Kinder zwischen acht und 13 Jahren haben die Möglichkeit, in kostenfreien Kursen zu den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu experimentieren, zu staunen und zu entdecken. Die Themen reichen von „Ohne Pilze keine Pizza“ über „Mit Wasserstoff in die Zukunft?“ bis zu „Expedition Klima“. Weitere Informationen und Anmeldung unter: <a href="/zentral/mint-mach-pass" target="_blank">rptu.de/zentral/mint-mach-pass</a>.</p>
<p>Neben dem MINT-Mach-Pass hat die ֱ mit der Kinder-Uni ein weiteres Programm für die jungen Wissensdurstigen im Angebot. Die kostenfreie Veranstaltungsreihe richtet sich an Kinder zwischen acht und 12 Jahren und gibt Einblicke in die Forschung: Wie kommt der Sauerstoff ins Wasser? Oder: Woher weiß ein Pilot, wie hoch er fliegen muss? In Kaiserslautern startet die diesjährige Kinder-Uni am 8. Mai. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur erforderlichen Anmeldung gibt es unter: <a href="/kinderuni" target="_blank">rptu.de/kinderuni</a>. In Landau findet die Kinder-Uni ganzjährig statt. Die aktuellen Termine sowie die Möglichkeit, den Newsletter mit Terminhinweisen zu abonnieren, finden sich unter: <a href="/zentral/kinder-uni-landau" target="_blank">rptu.de/zentral/kinder-uni-landau</a>.</p>
<p>Alle Angebote der ֱ für den wissensdurstigen Nachwuchs sowie Lehrkräfte bzw. Schulklassen sind gebündelt unter: <a href="/zg/schuelerinnen-lehrkraefte" target="_blank">rptu.de/zg/schuelerinnen-lehrkraefte</a>.</p>
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<p class="MsoNoSpacing"><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p class="MsoNoSpacing">Christoph Richter<br> Leiter ԾäٲǳܲԾ첹پǲ</p>
<p class="MsoNoSpacing">E presse@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Apr 2024 09:50:48 +0200</pubDate>
                        <title>Forschung für die Energiewende: KSB-Stiftung fördert neue Professur an der ֱ mit zwei Millionen Euro</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/forschung-fuer-die-energiewende-ksb-stiftung-foerdert-neue-professur-an-der-rptu-mit-zwei-millionen-euro-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Windräder, Gasturbinen und Wärmepumpen zählen zu sogenannten Strömungsmaschinen, mit denen sich eine neue Stiftungsprofessur an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) befassen soll. Im Fokus soll der umweltschonende Einsatz dieser Maschinen stehen. Zudem sollen Digitalisierung und nachhaltiges Wassermanagement Forschungsschwerpunkte sein. Die KSB-Stiftung fördert die Professur mit rund zwei Millionen Euro für sechs Jahre.</strong></p>
<p>Im Rahmen der neuen Stiftungsprofessur „Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen“ ist unter anderem ein umwelt- und ressourcenschonender Einsatz von Strömungsmaschinen Gegenstand der Forschung. Darüber hinaus soll die neue Professur Aktivitäten für Jugendliche stärker in den Blick nehmen und beispielsweise Angebote für Schülerinnen und Schüler erarbeiten.</p>
<p>Professor Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern, zeigt sich erfreut: „Die Einrichtung dieser neuen Stiftungsprofessur ist ein wichtiger Schritt für unsere Forschung im Maschinenbau. Aber auch für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist sie essenziell. Denn um die Energiewende zu gestalten ist die Strömungsmechanik von grundlegender Bedeutung. Wir brauchen dringend hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich mit den entsprechenden Technologien auskennen. Ich danke der KSB-Stiftung daher sehr für ihr Engagement an der ֱ.“</p>
<p>Gerhard Bugla, Vorsitzender der KSB-Stiftung, erläutert die Förderentscheidung: „Mit der Förderung der neuen Stiftungsprofessur kann die ֱ die Forschung in diesem Bereich weiter ausbauen und voranbringen. Die KSB-Stiftung folgt damit auch ihrem Grundsatz, Projekte mit ökonomischen Fragestellungen in den Bereichen Energie, Wasser und Rohstoffe zu unterstützen und auf diese Weise einen Beitrag zu leisten, drängende Probleme unserer Zeit zu lösen.“</p>
<p>Angesiedelt wird die Professur im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik am Lehrstuhl von Professor Dr. Martin Böhle, der in fünf Jahren in den Ruhestand gehen wird und dessen Nachfolge somit geregelt sein wird. Die Stelle soll bis Anfang 2025 besetzt werden. Eingebettet werden die Forschungsaktivitäten der neuen Professur in die Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz.<br> <br> <strong>Über die KSB-Stiftung</strong><br> Die KSB-Stiftung mit Sitz im rheinland-pfälzischen Frankenthal widmet sich der Förderung in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der schulischen Bildung. In der Forschung stehen dabei Projekte mit ökonomischen Fragestellen aus den Themenfeldern Energie, Wasser und Rohstoffe im Fokus. Jährlich finanziert sie Forschungsvorhaben, Stipendien und Bildungsprojekte mit insgesamt eins bis 1,5 Millionen Euro. Die Stiftung ist eng mit der Geschichte und der Entwicklung des Unternehmens KSB SE &amp; Co. KGaA (vormals: Klein, Schanzlin &amp; Becker AG bzw. KSB Aktiengesellschaft) verbunden. Mehr unter </p>
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                        <pubDate>Wed, 17 Apr 2024 08:31:56 +0200</pubDate>
                        <title>Kinder-Uni an der ֱ in Kaiserslautern startet am 8. Mai</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kinder-uni-an-der-rptu-in-kaiserslautern-startet-am-8-mai-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie kommt der Sauerstoff ins Wasser? Woher weiß ein Pilot, wie hoch er fliegen muss? Kann man beweisen, dass Gemüse wirklich gesund ist? Was sind Antikörper? Um diese und weitere Fragen geht es bei der Kinder-Uni an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Am Mittwoch, den 8. Mai, startet sie in die nächste Runde. An zehn aufeinanderfolgenden Terminen, jeweils an einem Mittwochnachmittag, erhält der wissenschaftliche Nachwuchs Einblicke in die Forschung. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Kinder zwischen acht und 12 Jahren. Sie findet bis auf eine Ausnahme in Gebäude 52 an der ֱ in Kaiserslautern statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.</strong></p>
<p>Zum Auftakt am 8. Mai gibt Ingenieur Dr. Moritz Liesegang Einblick in die Welt der Materialwissenschaften. In der darauffolgenden Woche erklärt Professorin Dr. Tanja Maritzen, was es mit Antikörpern auf sich hat und was beim Impfen passiert.</p>
<p>Kann man beweisen, dass Gemüse gesund ist? – Dieser Frage geht Professorin Dr. Claudia Redenbach am 22. Mai auf den Grund. Professor Dr. Erik von Harbou verrät am 29. Mai, wie der Sauerstoff ins Wasser kommt. Die Chemie des Lichts steht am 5. Juni im Mittelpunkt beim Vortrag von Professor Dr. Georg Manolikakes. Wie Licht entsteht ist in der drauffolgenden Woche bei Professor Dr. Ioachim Pupeza Thema. Am 19. Juni geht es mit Kristine Klaeger und Thomas Eickhoff ab in die Lüfte. Die beiden erklären, woher ein Pilot weiß, wie hoch er fliegt.</p>
<p>Auf eine Reise mit dem Luftballon-Auto durch die Zeit nimmt die Kinder am 26. Juni Dr. Simon Graf in seinem Vortrag. Professorin Dr. Sabine Becker und Juniorprofessor Dr. Johann-Nikolaus Seibert tauchen am 3. Juli mit jeder Menge Experimente ein in die Welt der Chemie. Am 10. Juli endet die Kinder-Uni mit einem Vortrag von Professorin Dr. Elke Neu-Ruffing, die den kleinsten Kompass der Welt präsentieren wird.</p>
<p>Die Kinder-Uni findet jeweils mittwochs ab 16 Uhr in Gebäude 52 (Hörsaal 207) an der ֱ in Kaiserslautern statt; am 10. Juli allerdings in Gebäude 46, Hörsaal 110. Eine Anmeldung unter rptu.de/kinderuni ist erforderlich. Hier gibt es auch einen Überblick über die Termine.</p>
<p>Kinder, die mindestens acht Vorlesungen gegen Nachweis besucht haben, erhalten eine Diplom-Urkunde. Hierfür können sie sich ihre Teilnahme jeweils vor Beginn in einem Kinder-Uni-Ausweis dokumentieren lassen.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Utta Manes-Korban<br> ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br> Tel.: 0631 205-4076<br> E-Mail: utta.manes(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 Apr 2024 10:45:39 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2024: Bestandsmanagement optimieren: Crateflow ermöglicht präzise KI-basierte Nachfrageprognosen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-bestandsmanagement-optimieren-crateflow-ermoeglicht-praezise-ki-basierte-nachfrageprognosen</link>
                        <description>Eine zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt darin, Über- und Unterbestände zu kontrollieren und Lieferketten störungsresistent zu gestalten. Dabei helfen Nachfrage-Prognosen, die Faktoren wie Lagerbestände, Bestellmengen, Produktionskapazitäten und Beschaffungsstrategien präzise planbar machen. Hierfür entwickelt das Gründerteam „Crateflow“ an der ֱ eine KI-gestützte Software-Plattform. Das Vorhaben wird gefördert durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Europäischen Sozialfonds. Auf der Hannover Messe präsentieren Crateflow vom 22. bis 26. April am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand C36) ihren Prototyp.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Eine zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt darin, Über- und Unterbestände zu kontrollieren und Lieferketten störungsresistent zu gestalten. Dabei helfen Nachfrage-Prognosen, die Faktoren wie Lagerbestände, Bestellmengen, Produktionskapazitäten und Beschaffungsstrategien präzise planbar machen. Hierfür entwickelt das Gründerteam „Crateflow“ an der ֱ eine KI-gestützte Software-Plattform. Das Vorhaben wird gefördert durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Europäischen Sozialfonds. Auf der Hannover Messe präsentieren Crateflow vom 22. bis 26. April am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand C36) ihren Prototyp.</strong></p>
<p>Wie Unternehmen von präzisen Nachfrage-Prognosen profitieren, umschreibt Markus Heidt an einem Fallbeispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie benötigen ein größeres Auto, weil Familienzuwachs ansteht. Sie recherchieren bei der Marke Ihres Vertrauens, finden das passende Fahrzeug und erfahren dann vom Hersteller, dass die Lieferzeit über 12 Monate beträgt. Das ist ärgerlich und führt dazu, dass Sie das Auto bei einem anderen Hersteller kaufen, der schneller liefern kann. Aus Herstellersicht bedeutet das, dass ein Kunde verloren geht, weil die Produktion nicht mit der Entwicklung der Nachfrage Schritt halten kann.“</p>
<p>Diese Lücke wollen die beiden Gründer mit ihrer datengetriebenen Software schließen und diese als Unterstützungstool für die Nachfrage- und Beschaffungsplanung anbieten. Neben Markus Heidt ist Daniel Antonatus Teil des Gründungsvorhabens – beide kennen sich bereits aus Studienzeiten. Mit Crateflow entwickeln sie eine Lösung, die präzise Vorhersagen zur Nachfrage liefert, wodurch Unternehmen ihre Lager- und Produktionsstrategien effektiv anpassen können. Damit lassen sich sowohl Kundenzufriedenheit als auch Ressourceneffizienz maximieren.</p>
<p>Wie funktioniert die Lösung von Crateflow? Als Infrastruktur dienen Vorhersage-Modelle, die die Gründer auf spezifische Nutzerszenarien zuschneiden. Als Input benötigt die Software zunächst unternehmensbezogene Daten, etwa aus einem ERP-System (Enterprise Resource Planning). Zusätzlich lieferkettenrelevante Informationen, unter anderem zu Rohstoffpreisen, Containerfrachtraten oder dem aktuellen Weltgeschehen, erhält sie über externe Schnittstellen. Mittels verschiedenster KI-Methoden analysiert und verknüpft Crateflow all diese Daten zu präzisen Vorhersagen. „Die Basisversion wird noch voraussetzen, dass Unternehmen aus ihrem ERP-System Daten exportieren. Die langfristige Vision ist, dass wir eine Plattform schaffen, auf die Unternehmen direkt zugreifen können“, sagt Heidt.</p>
<p>Technische Besonderheiten an der Lösung von Crateflow: Die Berücksichtigung externer Merkmale sowie die Integration von Störungen in Echtzeit erlauben es Unternehmen, proaktive Supply-Chain-Management-Strategien zu entwickeln. Zudem werden Prognoseintervalle benutzt, was es den Supply-Chain-Planungsexperten ermöglicht, den Spielraum und die Unsicherheit des KI-Modells besser zu verstehen. Zu jedem Zeitpunkt ist ersichtlich, wie sicher sich das KI-Modell bei einer Vorhersage ist. Crateflow liefert keine Blackbox, sondern transparente und erklärbare Daten.</p>
<p>Auf der Hannover Messe präsentieren die Gründer interessierten Unternehmen ihre bisherige Entwicklung und stellen den Nutzen von Crateflow anhand erster Ergebnisse dar. „Wir freuen uns auf den Austausch – insbesondere, wenn es um mögliche Anwendungsfälle und damit Anforderungen an unsere Software geht“, so Antonatus.</p>
<p><strong>Über das Gründungsvorhaben</strong></p>
<p>Seit Februar 2024 werden Markus Heidt und Daniel Antonatus, beide mit fundierter Arbeitserfahrung und Abschlüssen an der ֱ bzw. der ehemaligen TU Kaiserslautern, durch das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Zugleich berät das Gründungsbüro der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern das Team auf seinem Weg in die Selbstständigkeit. Ebenso steht der Lehrstuhl für Entrepreneurship an der ֱ, unter der Leitung von Prof. Dr. Dennis Steininger, den Gründern mit Fachexpertise zur Seite und stellt ihnen Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Digital Hub Worms ergänzt diese Unterstützung durch weitere Ressourcen und Expertise.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Markus Heidt<br> T: +49 17620203286<br> E: markus.heidt@crateflow.ai<br> --<br> Daniel Antonatus<br> T: +49 17661333036<br> E: daniel.antonatus@crateflow.ai<br> --<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-15265</guid>
                        <pubDate>Tue, 16 Apr 2024 09:25:25 +0200</pubDate>
                        <title>Aus den Buschfeuern in Australien lernen: „Es ist höchste Zeit, auch in Europa zu handeln“</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/aus-den-buschfeuern-in-australien-lernen-es-ist-hoechste-zeit-auch-in-europa-zu-handeln</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Sommer 2019/20 ging in Australien als Black Summer in die Geschichte ein. Starke Buschbrände setzten der Feuerwehr dort zu und brachte sie an die Grenzen des Leistbaren. In vielen Orten herrschte der Ausnahmezustand. Zwei Dokumentarfilme haben sich mit dem Thema befasst. Die Kaiserslauterer Juniorprofessorin Dr. Anja Danner-Schröder hat beide im Rahmen einer Studie analysiert und untersucht, welche Routinehandlungen bei den australischen Feuerwehrleuten zum Einsatz gekommen sind. Hiesigen Einsatzkräften rät die Expertin, sich dringenden mit solchen Szenarien zu befassen und sich schon in der Ausbildung damit auseinanderzusetzen.</strong></p>
<p>Die Sommermonate 2019 und 2020 wurden in Australien von Buschbränden dominiert. Sie zählen zu den größten Bränden, die das Land bislang erlebt hat. In vielen Regionen herrschte Ausnahmezustand. Rauchwolken hingen tagelang auch über den großen Städten an der Ostküste.&nbsp;</p>
<p>Mit diesem Thema haben sich zwei Dokumentarfilme befasst. „Sie nehmen unterschiedliche Perspektiven ein und zeigen auf, was dort geschehen ist. Der Film ‚Burning‛ blickt aus der Vogelperspektive auf das Große und Ganze“, sagt Juniorprofessorin Anja Danner-Schröder von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). „Dabei geht es unter anderem darum, wie die Politik mit dem Thema umgegangen ist und wie sich der Widerstand in der Gesellschaft formiert hat.“&nbsp;</p>
<p>Zur damaligen Zeit war der konservative Premierminister Scott Morrison im Amt, der bei den Feuern keinen Zusammenhang mit dem Klimawandel sah und auch davon ausging, dass die Feuer wie in den Sommern davor gut in den Griff zu bekommen seien. Große Teile der Bevölkerung machten mobil und gingen auf die Straße, um sich für einen Wandel in der Klimapolitik einzusetzen.&nbsp;</p>
<p>„Der Film ‚Fire Insight‛ hingegen hat die Feuerwehrleute im Kampf gegen das Feuer begleitet“, so die Forscherin weiter. „Man sieht gut, mit welchen Situationen die Einsatzkräfte konfrontiert waren, etwa mit meterhohen Feuerwänden. Dabei wird ihre Ohnmacht deutlich, dass sie mit dem Gelernten nicht weiterkommen.“</p>
<p>Danner-Schröder forscht an der ֱ in Kaiserslautern zu Routinen in Katastrophenfällen, das heißt zum Beispiel, welche Handlungsmuster Einsatzkräfte bei unterschiedlichen Situationen nutzen, um mögliche Gefahren schnell in den Griff zu bekommen. Dazu hat sie bereits in einigen Forschungsprojekten mit Feuerwehrleuten zusammengearbeitet.&nbsp;</p>
<p>Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kathrin Sele von der Aalto-Universität in Helsinki hat sie diese beiden Dokumentarfilme analysiert und sich mit den Routinen der australischen Feuerwehrleute befasst. „Australien kennt Waldbrände seit Jahrzehnten, das an sich ist nichts Neues“, fährt sie fort. „Die Einsatzkräfte sind geübt und besitzen auch die entsprechende Ausrüstung. Neu war aber das Ausmaß der Brände. Es hat die Feuerwehrleute nach eigenen Angaben an den Rand des Leistbaren gebracht.“&nbsp;</p>
<p>Zwar habe die Feuerwehr nach dem Motto gehandelt, dass sie es schon immer geschafft habe, die Brände in den Griff zu bekommen und dass dies auch künftig der Fall sei – wie auch der Premierminister argumentierte. Danner-Schröder: „Hinzu kam aber die Einsicht, dass die Feuerwehr an einem Punkt ankam, an dem es nicht mehr weiterging, an dem das Gelernte nichts mehr nutzte.“</p>
<p>Die beiden Autorinnen der Studie mahnen an, dass sich die Feuerwehren in Europa dringend mit solchen Szenarien in der Ausbildung befassen, alte Handlungsmuster hinterfragen und anpassen müssen. „Es ist höchste Zeit, auch in Europa zu handeln. Hier werden die Brände in den kommenden Jahren ebenfalls zunehmen“, sagt Danner-Schröder. Das unterstreicht auch ein aktueller Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC), wonach 2023 eines der schlimmsten Waldbrandjahre für Europa war. Mehr als eine halbe Million Hektar Fläche ist bei den Bränden zerstört worden – eine Fläche zweimal so groß wie Luxemburg. „Für die Feuerwehren ist es wichtig, Routinen zu entwickeln, Handlungsabläufe wiederholt einzuüben und sich mit den Abläufen bei einer solchen Katastrophe vertraut zu machen“, fährt sie fort.&nbsp;</p>
<p>In Deutschland seien die Feuerwehren in der Stadt vor allem bei Hausbränden gut aufgestellt. Sie seien jedoch (noch) selten mit solchen flächendeckenden Großfeuern konfrontiert und hätten nicht die entsprechende Ausrüstung. Danner-Schröder: „In der Stadt gibt es Feuerhydranten, sodass Wasser schnell vorhanden ist. Was aber ist in einem trockenen Wald der Fall, bei dem kein Fluss, See oder Brunnen in der Nähe ist und lange Strecken zurückgelegt werden müssen, für die die Schläuche gar nicht ausgelegt sind. Es braucht unter anderem eine andere Ausrüstung, da Feuerwehrleute mit den gängigen Schläuchen bei einer massiven Feuerwand gar nichts ausrichten können.“&nbsp;</p>
<p>Darüber hinaus betonen die beiden Autorinnen, dass Behörden von Vorgehensweisen indigener Völker lernen können und müssen, wie es in Australien und Kanada ebenfalls seit vielen Jahren angemahnt wird. „Sie befassen sich schon seit Jahrhunderten damit und haben Feuer beispielsweise mit Gegenfeuer bekämpft und im Sommer vorsorglich Grasland abgebrannt.“&nbsp;</p>
<p>Aber auch hierzulande könnten etwa Forstämter bei der Prävention aktiv werden. „Totholz brennt lange und lässt die Temperaturen steigen“, sagt die Kaiserslauterer Forscherin. „Ein Ansatz wäre beispielsweise, dies zu entfernen, um zu verhindern, dass sich Brände schnell ausbreiten.“</p>
<p>Die Studie ist Teil eines größeren Forschungsprojektes, bei dem ein australisches und ein kanadisches Forscherteam die beiden Filme ebenfalls aus ihren Blickwinkeln betrachtet haben. Die Arbeiten zeigen auf, dass es wichtig ist, dass sich Feuerwehren – in unterschiedlichen Teilen der Welt – auf solche Szenarien vorbereiten.</p>
<p>Die Studie „A Routine Dynamics Perspective on the ‘Black Summer’ Bushfires“ ist in der renommierten Financial Times TOP 50 Fachzeitschrift „Organization Studies“ erschienen:<br> <br> </p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Juniorprofessorin Dr. Anja Danner-Schröder&nbsp;<br> Lehrgebiet Management Studies<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-5011<br> E-Mail: anja.dannerschroeder(at)rptu.de<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Apr 2024 12:58:01 +0200</pubDate>
                        <title>Projekt „BewegungsForscher“ will medizinische Alltagshilfen optimieren: Teilnehmende für Online-Umfrage gesucht</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/projekt-bewegungsforscher-will-medizinische-alltagshilfen-optimieren-teilnehmende-fuer-online-umfrage-gesucht-1</link>
                        <description>Um neuartige medizinische Alltagshilfen dreht sich das Projekt „BewegungsForscher“. Gemeinsam mit Forschenden an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) können interessierte Bürgerinnen und Bürger den Entwicklungsprozess mitgestalten. Eingangs sind all diejenigen gefragt, die medizinische Alltagshilfen nutzen und ihre Erfahrungen damit anonymisiert teilen möchten. Die entsprechende Online-Umfrage ist bis 19. Mai 2024 verfügbar unter offenedigitalisierungsallianzpfalz.de/umfrage-der-bewegungsforscher.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um neuartige medizinische Alltagshilfen dreht sich das Projekt „BewegungsForscher“. Gemeinsam mit Forschenden an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) können interessierte Bürgerinnen und Bürger den Entwicklungsprozess mitgestalten. Eingangs sind all diejenigen gefragt, die medizinische Alltagshilfen nutzen und ihre Erfahrungen damit anonymisiert teilen möchten. Die entsprechende Online-Umfrage ist bis 19. Mai 2024 verfügbar unter offenedigitalisierungsallianzpfalz.de/umfrage-der-bewegungsforscher.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Medizinische Alltagshilfen wie etwa Orthesen und Prothesen verbessern, unterstützen oder entlasten die Funktion und Struktur des Bewegungsapparats. Diese maßgefertigten Hilfsmittel werden in der Regel eingesetzt, um Verletzungen, Erkrankungen oder weitere Einschränkungen zu behandeln oder zu lindern. Sie bestehen oft aus verschiedenen Materialien wie Kunststoff oder Metall und werden äußerlich am Körper getragen.</p>
<p>Im Projekt „BewegungsForscher“ will ein Forschungsteam der ֱ und des IVW medizinische Hilfsmittel aus Verbundwerkstoffen entwickeln. Diese bestehen aus mindestens zwei Materialien, die so miteinander verbunden sind, dass man sie nicht mit bloßer Hand trennen kann, etwa Carbonfasern. So ermöglichen Verbundwerkstoffe die Herstellung von Orthesen und Prothesen in einer neuen Qualität – ein wichtiger Aspekt für die Gesundheitsversorgung.</p>
<p><strong>Aktive Bürgerbeteiligung soll Forschung lenken</strong></p>
<p>Eine Online-Umfrage soll die Bedarfe an medizinische Alltagshilfen und ebenso die Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit diesen erfassen, um den Fokus des Projekts festzulegen. Gefragt sind Bürgerinnen und Bürger, die selbst medizinische Hilfsmittel wie Bandagen, Einlagen oder Schienen tragen. Ebenso freuen sich die Forschenden über Teilnahme von Personen, deren Angehörige medizinische Hilfsmittel tragen sowie von Personen, die in der Pflege mit derartigen Alltagshilfen vertraut sind oder bei einem Versorger, etwa einem Sanitätshaus tätig sind.</p>
<p>Jede persönliche Einschätzung ist für die Forschenden wertvoll. Selbstverständlich erfolgt die Online-Umfrage anonymisiert und erfordert nur einen geringen Zeitaufwand von maximal fünf bis zehn Minuten.</p><div class="well"><p>Der Weg zur Umfrage erfolgt über die Webseite der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz (). Dort klicken Interessierte auf die BewegungsForscher-Infokachel "Ihre Stimme zählt". Der direkte Link lautet&nbsp;. Die Umfrage ist bis 19. Mai offen.</p></div><p>Anhand der Ergebnisse ermittelt das Forschungsteam im Anschluss aus, wo es einen Verbesserungsbedarf gibt und wie sich ein Entwicklungsprozess daran orientieren kann. Das Vorhaben „BewegungsForscher“ ist Teil des Citizen Science-Projekt, an dem die ֱ im Rahmen der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz (ODPfalz) gemeinsam mit dem IWV arbeitet.</p>
<p><strong>Über die ODPfalz</strong><br>Die Offene Digitalisierungsallianz Pfalz ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Kaiserslautern, der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau sowie der direkten Partner Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) und des Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern (IVW). Das Vorhaben stärkt den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer mit Wirtschaft sowie Gesellschaft und entwickelt das regionale Innovationssystem mit Blick auf besondere Aspekte der Digitalisierung weiter. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Chantal Momber<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+diboubm/npncfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">chantal.momber(at)rptu.de</a><br>Telefon: 0631 205-5341</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Apr 2024 09:40:06 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2024: 6G-Technologie auf dem Weg in die Anwendung – Plattform vernetzt Forschungsaktivitäten </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-6g-technologie-auf-dem-weg-in-die-anwendung-plattform-vernetzt-forschungsaktivitaeten-1</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die nächste Generation des Mobilfunkstandards 6G ist unabdingbar, um die Digitalisierung voranzutreiben. Verschieden Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland forschen daran: Im Fokus stehen etwa 6G-Standards und -Prozesse, Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neue Rechnernetze. Gebündelt werden diese Arbeiten in einer 6G-Plattform, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) von Professor Dr. Hans Schotten und seinem Team koordiniert wird. Auf der Hannover Messe stellen sie die Plattform und die Arbeiten vom 22. bis 26. April vor (Stand H06, Halle 14).</strong><br> <br> Mithilfe der 6G-Technologie könnten künftig beispielsweise Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr oder als Unterstützung in der Arbeitswelt Verwendung finden. Aber auch bei der Umsetzung der Klimaziele dürfte 6G eine Schlüsselrolle spielen.</p>
<p>„Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“, sagt Koordinator Professor Dr. Hans Schotten, der an der ֱ in Kaiserslautern das Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Forschungsbereich Intelligente Netze leitet. „Unsere Ziele sind unter anderem, die Kooperation mit internationalen Partnern besser zu verzahnen, ein Innovationsnetzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups zu schaffen und Fachkräfte auszubilden, die sich mit der Technologie auskennen.“</p>
<p>Dabei geht es unter anderem darum, dass die Technologie sicher und zuverlässig funktioniert. Aber auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Beim Entwickeln der neuen Methoden kommen zum Beispiel Verfahren der Künstlichen Intelligenz, der Mikroelektronik, den Quantentechnologien und auch Digitale Zwillinge zum Einsatz.</p>
<p>In Deutschland gibt es vier große Forschungsverbünde zu 6G, sogenannte Hubs (Open6GHub, 6G-RIC, 6GEM und 6G-Life), und 18 6G-Projekte, an denen Partner aus der Industrie beteiligt ist. Hinzu kommen drei Vorhaben zum sogenannten AI-NET, bei denen automatisierte, widerstandsfähige und sichere Netze im Mittelpunkt stehen, und sieben Projekte, die sich mit der Resilienz, also mit der Zuverlässigkeit, solcher Netze befassen. Gebündelt werden all diese Arbeiten in der 6G-Plattform. Gefördert wird diese „Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Koordiniert wird sie an der ֱ in Kaiserslautern.</p>
<p>Daran beteiligt sind neben der ֱ und dem DFKI die Technischen Universitäten in Berlin und Dresden, die Universität Bremen, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Barkhausen Institut, das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS.</p>
<p>Auf der Hannover Messe präsentieren die Kaiserslauterer Ingenieure die 6G-Plattform und die Arbeiten der beteiligten Forschungseinrichtungen am eigenen Forschungsstand. Dabei richtet sich ihr Angebot auch an interessierte Unternehmen und Institute.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Michael Karrenbauer<br> Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation / ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631-205-2702<br> E-Mail: michael.karrenbauer@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 08:47:27 +0200</pubDate>
                        <title>VolkswagenStfitung fördert Projekt: Digitales Labor fürs Studium</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/volkswagenstfitung-foerdert-projekt-digitales-labor-fuers-studium-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Laborversuche sind wichtiger Bestandteil in vielen Studiengängen, etwa um theoretisches Wissen zu vertiefen. Aus Kosten- und Platzgründen werden sie oft in Gruppenarbeiten durchgeführt. Die Digitalisierung bietet mittlerweile neue Möglichkeiten an, Versuche individuell und effektiver zu gestalten. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) widmet sich ein Projekt dieser Thematik. Dabei geht es darum, mit dem Internet der Dinge Versuche über eine Online-Plattform durchzuführen. Auch Studierende verschiedener Hochschulen können so gemeinsam experimentieren. Die VolkswagenStiftung fördert es mit rund 305.000 Euro.</strong></p>
<p>Im Studium der Ingenieurwissenschaften spielen Versuche im Labor eine wichtige Rolle. In Gruppen untersuchen die Studierenden an Prüfständen beispielsweise grundlegende physikalische Zusammenhänge oder die Funktionsweise von Maschinen. Für diese Experimente im Labor hat es vor allem während der Corona-Pandemie eine Alternative gebraucht.</p>
<p>Wie sich dieses Problem lösen lässt, damit hat sich das Team des Lehrstuhls für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen (SAM) an der ֱ in Kaiserslautern auseinandergesetzt. Die Idee: auf IoT- Plattformen und digitale Zwillinge zu setzen. Hinter der Abkürzung IoT versteckt sich der Begriff Internet of Things, zu Deutsch Internet der Dinge, über das sich verschiedene Geräte miteinander vernetzen lassen. „Dabei lassen sich etwa Messdaten mit Hilfe von IoT-Sensoren aufnehmen, visualisieren, über IoT-Geräte Maschinen steuern und die Daten direkt mit digitalen Zwillingen und Optimierungsmodellen verknüpfen“, nennt Projektleiter Dr. Harald Roclawski als Beispiel. „Mit digitalen Zwillingen können diese Prüfstände beliebig erweitert und komplexer gestaltet werden. Durch die ortsunabhängige Durchführung über das Internet können Versuche auch anderen Hochschulen zur Ausbildung von Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Jeder Studierende kann so selbstständig Messwerte aufnehmen und die physikalischen Zusammenhänge nachvollziehen und austesten.“ Auf diese Weise können Laborversuche auch nach der Pandemie effektiver gestaltet werden.</p>
<p>Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts „Digital laboratory classes for cooperative education of students from different universities“ werden sich Studierende der ֱ und von Professor Dr.Andreas Weiten an der Technische Hochschule Bingen mit sogenannten Kreiselpumpenprüfständen befassen. Solche Pumpen finden etwa bei der Wasserversorgung, aber auch in der chemischen, pharmazeutischen sowie der Lebensmittelindustrie Verwendung. „Entwickelt haben wir die Steuerung von IoT-Geräten an einem ֱ-eigenen Pumpenprüfstand gemeinsam mit unserem Projektpartner der Dr. Krätzig Ingenieurgesellschaft“, so Roclawski weiter. „Mit einem mobilen Endgerät lassen sich die Messwerte einer Kreiselpumpe aufnehmen und visualisieren. Zusätzlich können wir den Frequenzumrichter der Pumpe und das Drosselventil bedienen.“</p>
<p>Während des Projektes werden die Studierenden Laborversuche mit dem IoT-System und nach der bisherigen Vorgehensweise durchführen. „Im Anschluss werden wir untersuchen, inwiefern die Versuche mit dem neuen System zu einem verbesserten Verständnis der Studierenden beigetragen hat“, erläutert Roclawski.</p>
<p>In drei Workshops stellt das Forscherteam um Roclawski das Projekt anderen Universitäten vor. Ziel ist es, weitere Informationen zur Gestaltung der Laborversuche zu erhalten, sodass die Methode an möglichst vielen Universitäten einsetzbar ist und mögliche zukünftige Kooperationspartner in diesem Bereich zu finden.</p>
<p>Das Projekt ist im März 2024 gestartet. Die VolkswagenStiftung fördert es im Rahmen der Initiative „Pioniervorhaben – Impulse für das Wissenschaftssystem“. Mehr unter:  &nbsp;</p>
<p><strong>Über die Förderinitiative „Pioniervorhaben – Impulse für das Wissenschaftssystem“</strong><br> Mit diesem Angebot möchte die Stiftung zu wesentlichen, konkreten und praktischen Verbesserungen des deutschen Wissenschaftssystems beitragen, indem sie die Entwicklung neuartiger Denk- und Handlungsansätze in Governance, Administration, Forschung, Lehre oder Transfer unterstützt. Angesprochen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie und Wissenschaftsmanagerinnen und -manager, die einen Prototyp neuartiger Lösungen für kommunikative, technologische, strukturelle und/oder qualitätssichernde Herausforderungen entwickeln wollen. Mehr dazu hier:  &nbsp;<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Harald Roclawski<br> Lehrstuhls für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen (SAM)<br> ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: &nbsp;&nbsp; &nbsp;harald.roclawski[at]mv.rptu.de<br> Tel.: 0631 205-4308</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 08:36:50 +0200</pubDate>
                        <title>Sommerball der ֱ zaubert am 15. Juni Hightech-Magie in die Fruchthalle – Vorverkauf startet Ende April</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/sommerball-der-rptu-zaubert-am-15-juni-hightech-magie-in-die-fruchthalle-vorverkauf-startet-ende-april-1</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine futuristische Welt, geprägt von Robotern und Künstlicher Intelligenz erwartet die Gäste beim Sommerball 2024. Das Präsidium der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) lädt herzlich zum Gala-Event am 15. Juni ein. Unter dem Motto “Bits, Bots &amp; Ballroom – A Night of Hightech Magic” können Universitätsangehörige sowie alle weiteren Interessierten einen festlichen Abend in der Fruchthalle in Kaiserslautern erleben. Der Ticketvorverkauf startet Ende April. Veranstalter ist der Verein zur allgemeinen Förderung von Völkerverständigung, Kultur und Bildung an der ֱ (VKB e.V.).<br> Uni trifft Stadt und Region: Der Sommerball, der Live-Musik, Tanz und Showacts jedes Jahr unter einem neuen Motto verbindet, ist längst eine feste Größe im Westpfälzer Veranstaltungskalender. Dieses Jahr steht, passend zur Technischen Universität in Rheinland-Pfalz, Hightech-Magie auf dem Programm. Themen wie KI, Robotik und Programmierung werden sich wie ein roter Faden durch das Programm und die Dekoration der Räumlichkeiten ziehen.</strong><br> <br> Die Veranstaltung beginnt am 15. Juni um 20 Uhr. Die Türen der Fruchthalle werden jedoch schon vorab für den Einlass geöffnet sein. Auch für Catering ist im Verlauf der Veranstaltung gesorgt: Teilnehmende können wie gewohnt vor Ort Essen und Getränke erwerben. Und nach Ende des offiziellen Programms findet im roten Saal bis in die Morgenstunden die Aftershow-Party statt.<br> <br> <strong>Tickets ab Ende April vor Ort erhältlich</strong><br> Der Vorverkauf für den Sommerball startet Ende April. Tickets sind vor Ort auf den Campus der ֱ in Kaiserslautern und der ֱ in Landau erhältlich. Es gibt Karten-Kontingente für Studierende (hier zum ermäßigten Preis) und Beschäftigte der ֱ sowie Tickets im freien Verkauf. Was den Dresscode betrifft: Dem Anlass entsprechend ist elegante Abendgarderobe gefragt.<br> Die ֱ und insbesondere der VKB als Veranstalter bedanken sich an dieser Stelle für die Unterstützung durch die Sponsorinnen und Sponsoren, ohne die eine Durchführung des Sommerballs auf so hohem Niveau nicht möglich wäre.<br> Weitere Infos unter: rptu.de/sommerball</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Bastian Merz<br> ZSGW<br> Tel.: 631 205-5030<br> E-Mail: bastian.merz@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 14:38:40 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2024: ֱ schafft Grundlagen, um Maschinen künftig mittels 6G-Mobilfunk kabellos zu steuern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-rptu-schafft-grundlagen-um-maschinen-kuenftig-mittels-6g-mobilfunk-kabellos-zu-steuern-1</link>
                        <description>Die Digitalisierung der Fertigung eröffnet Unternehmen viele Vorteile, darunter mehr Flexibilität in der Produktion verbunden mit einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen. Mit dem künftigen 6G-Mobilfunkstandard soll dieses Potenzial endlich in marktgerechte Kommunikationslösungen überführt werden. An der ֱ arbeitet ein Forscherteam an Konzepten für kabellose Interkonnektivität über Networks-in-Networks-Ansätze, also spezialisierten „Subnetzwerken“. Als Anwendungsfall dient eine klassische Werkzeugmaschine, eine CNC-Fräse. Auf der Hannover Messe stellen sie ihre Forschungsarbeit vom 22. bis 26. April am Gemeinschaftsstand der 6G-Plattform vor – Stand H06, Halle 014. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Die Digitalisierung der Fertigung eröffnet Unternehmen viele Vorteile, darunter mehr Flexibilität in der Produktion verbunden mit einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen. Mit dem künftigen 6G-Mobilfunkstandard soll dieses Potenzial endlich in marktgerechte Kommunikationslösungen überführt werden. An der ֱ arbeitet ein Forscherteam an Konzepten für kabellose Interkonnektivität über Networks-in-Networks-Ansätze, also spezialisierten „Subnetzwerken“. Als Anwendungsfall dient eine klassische Werkzeugmaschine, eine CNC-Fräse. Auf der Hannover Messe stellen sie ihre Forschungsarbeit vom 22. bis 26. April am Gemeinschaftsstand der 6G-Plattform vor – Stand H06, Halle 014. </strong></p>
<p>„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen Unternehmen eine anpassungsfähige Fertigungsumgebung. Nur so können sie kundenindividuelle Produkte effizient herstellen und auf Störungen wie etwa Lieferkettenengpässe schnell reagieren“, sagt Jan Mertes, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation der ֱ. Ein derartiges Leistungsniveau kann die Fertigung über Digitalisierung bzw. eine hohe Interkonnektivität zwischen den verschiedenen Maschinen und Geräten erreichen. Die Vernetzung ermöglicht neue, intelligente Lösungen der Produktionssteuerung, -planung und Systeminteraktion.</p>
<p>Bestehende kabellose Lösungen erfüllen diese Anforderungen nicht oder sind aufgrund ihrer proprietären Konzeption nicht mit anderen Kommunikationsarchitekturen vereinbar. „Die Steuerung von Produktionsmaschinen stellt insbesondere extrem hohe Anforderungen an die Latenz, also die Zeit, die Signale vom Sender zum Empfänger benötigen“, sagt Daniel Lindenschmitt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation, der gemeinsam mit Mertes an 6G-Konzepten forscht. „Es geht nicht nur darum, wie lange die Verzögerung ist. Ebenso muss die Ankunftszeit des Signals vorhersagbar und damit verlässlich sein. Sprich, unsere Forschungsarbeit befasst sich mit der sogenannten ‚ultra-reliable and low-latency communication‘. Diese Vision soll mit dem 6G-Mobilfunkstandard endlich Realität werden.“</p>
<p><strong>Die Idee: Ein Netz-in-Netz-System</strong></p>
<p>Die beiden Forscher nutzen für ihr Konzept kabellose Networks-in-Networks (NiN). Die Idee dahinter ist, dass an die übergreifende 6G-Gesamtarchitektur spezialisierte Architekturen andocken, die auf die Bedarfe von industriellen Anwendungsfällen zugeschnitten sind – sozusagen ein segmentierter Ansatz.</p>
<p>Ihre Grundlagenforschung zu NiN, auch als Underlay-Netzwerken bekannt, verknüpfen Lindenschmitt und Mertes mit der Entwicklung eines Demonstrators: Dabei handelt es sich um eine CNC-Fräse, die in einem geschlossenen Regelkreis gesteuert wird – ein klassischer und zugleich hochkomplexer Anwendungsfall. „Bislang ist die Hardware von Steuerkomponenten kabelgebunden mit Produktionsmaschinen und -anlagen verbunden. Unser Konzept ermöglicht nun die Virtualisierung der Fräse mit der dafür erforderlichen niedrigen Latenz und Verlässlichkeit der Signalübertragung.“</p>
<p>Auf der Hannover Messe veranschaulichen die beiden Forscher die unterschiedlichen Eigenschaften von Netzwerken an einem einfachen regelungstechnischen Beispiel: Einem inversen Pendel, das schwingend gelagert ist. Damit es in einer aufrechten Position bleibt, ist eine zeitlich zuverlässige und extrem schnelle Signalübertragung erforderlich. „Damit können Interessierte direkt erleben, worin die Vorteile von Networks-in-Networks-Konzepten bestehen bzw. was wir mit unserer 6G-Forschung bewirken wollen“, fasst Lindenschmitt zusammen.</p>
<p><strong>Teilprojekt im „Open6GHub“</strong></p>
<p>Angesiedelt ist das Projekt unter dem Dach des „Open6GHub“, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt. Koordinator ist Professor Dr.-Ing. Hans D. Schotten, Leiter des Lehrstuhls Funkkommunikation und Navigation an der ֱ und Leiter des Forschungsbereichs Intelligente Netze am Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). An der ֱ bringt auch der Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Jan C. Aurich seine Expertise ein. Ebenso sind neben ֱ und DFKI weitere Hochschulen und Forschungsinstitute am Open6GHub beteiligt.</p>
<p>Im Forschungsverbund wollen die Partner dazu beitragen, eine 6G-Gesamtarchitektur zu entwickeln und ebenso Ende-zu-Ende-Lösungen unter anderem in folgenden Bereichen auf den Weg zu bringen:&nbsp;Erweiterte Netzwerktopologien&nbsp;mit hochagiler sogenannter organischer Vernetzung,&nbsp;Security- und Resilienz, Thz- und photonische Übertragungsverfahren, Sensorfunktionalitäten in den Netzen und deren intelligente Nutzung und Weiterverarbeitung und anwendungsspezifische Radioprotokolle.</p>
<p>Auf dem Weg dorthin sind die Forschenden offen für Dialog und Kooperationen: „Wir suchen einen frühzeitigen und interaktiven Dialog mit der Öffentlichkeit und sind ebenso bereit für Kooperationen mit der Industrie und Anwendern“, so Schotten. „Hierfür werden wir OpenLabs und offene Experimentalfelder installieren. Nicht zuletzt wollen wir durch die Einbeziehung von KMUs und Start-Ups und deren Ergebnissen ein offenes Innovationssystem fördern.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Daniel Lindenschmitt<br> Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation<br> ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: +49 631 205-5211<br> E: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ebojfm/mjoefotdinjuuAsquv/ef" data-mailto-vector="1">daniel.lindenschmitt[at]rptu.de</a></p>
<p>--<br> Jan Mertes<br> Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation<br> ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: +49 631 205-4306<br> E:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+kbo/nfsuftAsquv/ef" data-mailto-vector="1">jan.mertes[at]rptu.de</a></p>
<p>--<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 09 Apr 2024 14:14:08 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ lädt ein zur Uni-Villa-Wanderung am 27. April</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-laedt-ein-zur-uni-villa-wanderung-am-27-april-1</link>
                        <description>Am Samstag, den 27. April 2024 findet die nächste Uni-Villa-Wanderung (UVW) der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) statt. Die traditionelle Wanderung erstreckt sich über zwei Etappen mit insgesamt 26 Kilometern. Sie beginnt am Campus der ֱ in Kaiserslautern und endet an der Villa Denis in Frankenstein. Dort findet ab 13:00 Uhr das Diemersteiner Parkfest statt. Eine Anmeldung zur Uni-Villa-Wanderung ist nicht notwendig.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag, den 27. April 2024 findet die nächste Uni-Villa-Wanderung (UVW) der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) statt. Die traditionelle Wanderung erstreckt sich über zwei Etappen mit insgesamt 26 Kilometern. Sie beginnt am Campus der ֱ in Kaiserslautern und endet an der Villa Denis in Frankenstein. Dort findet ab 13:00 Uhr das Diemersteiner Parkfest statt. </strong><strong>Eine Anmeldung zur Uni-Villa-Wanderung ist nicht notwendig.</strong></p>
<p>Um 08:45 Uhr wird Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ, die Teilnehmenden am UNISPORT-Gelände in Kaiserlautern willkommen heißen. Bereits ab 08:00 Uhr ist vor Ort ein kleiner Frühstücksimbiss erhältlich. Um 09:00 Uhr geht es dann gemeinsam auf die Strecke.</p>
<p>Die 26 Kilometer mit insgesamt knapp 580 Höhenmetern sind mit etwas Kondition – auch von Nicht-Wanderprofis – gut zu bewältigen. Wer die Zeit in der Natur nutzen, jedoch lieber einen gemütlicheren Ausflug machen möchte, kann erst in Waldleiningen einsteigen und die zweite Hälfte der Wanderung (13 km) bestreiten. Entlang der Strecke sorgen Verpflegungs-Stationen für neue Energie und an den verschiedenen Spiel-Stationen lassen sich Wissen und Geschick unter Beweis stellen.</p>
<p>Am Ziel, dem Garten der Villa Denis, findet ab 13:00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit das beliebte Diemersteiner Parkfest statt. Vor Ort wartet ein vielseitiges Rahmenprogramm auf die Gäste mit Live-Musik, Abseilen von der Burgruine Diemerstein, einem Kinderprogramm, dem Tag der offenen Tür in der Villa Denis und vielem mehr. Zum Parkfest sind nicht nur Teilnehmende der Wanderung, sondern alle Interessierten eingeladen.</p>
<p>Darüber hinaus stehen auch drei geführte Fahrrad- bzw. Mountainbike-Touren auf dem Programm. Diese starten ab 10:00 Uhr am UNISPORT-Gelände in Kaiserlautern.</p>
<p>Weitere Informationen und mehr Details zur Wanderroute und Organisation des Events sind online nachzulesen unter . Dort sind auch die Abfahrtzeiten der Shuttle-Busse nach Waldleiningen (ab UNISPORT oder Bahnhof Hochspeyer) und von Waldleiningen zum Bahnhof Hochspeyer einsehbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Bastian Merz<br> Zentrum für Sport, Gesudnheit und Wohlbefinden an der ֱ<br> Tel.: 631 205-5030<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+cbtujbo/nfsaAsquv/ef" data-mailto-vector="1">bastian.merz[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 08 Apr 2024 09:07:44 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2024: Regen- und Siedlungsabwasser – Software plant und optimiert Entwässerungssysteme automatisch</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2024-regen-und-siedlungsabwasser-software-plant-und-optimiert-entwaesserungssysteme-automatisch-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um Regen- und Abwasser aufzusammeln, gibt es in Deutschland eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Kanalnetzen und Kläranlagen. In Entwicklungsländern fehlt dies oft. Ein Kaiserslauterer Start-up schafft hier Abhilfe: Es bietet eine Software an, die automatisch Entwässerungssysteme nachhaltig plant und optimiert. Die Technik berücksichtigt auch die blau-grüne Infrastruktur, das heißt, mögliche Wasserspeicher und technische Maßnahmen zum Versickern und Verdunsten von Regenwasser. Daher ist sie auch für hiesige Städte und Gemeinden interessant. Auf der Hannover Messe stellt das Team seine Technik am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand C36) vom 22. bis 26. April vor.</strong></p>
<p>Dicht an dicht stehende Wellblechhütten; direkt daneben Müllberge und stehende Abwässer, in denen sich Krankheitskeime schnell vermehren können – Slums, in denen tausende von Menschen eng nebeneinander leben, gibt es in vielen Gegenden der Welt. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung lebt nach wie vor ohne Kanalisationsanschluss und stetig entstehen neue städtische Flächen ohne geordnete Entwässerung. Dabei haben sich die Vereinten Nationen in ihren Nachhaltigkeitszielen zum Ziel gesetzt, den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen für alle Menschen zu ermöglichen. Allerdings braucht es dafür eine entsprechende Infrastruktur.</p>
<p>Die Planung solcher Kanalnetze für Schmutz-, Regen- oder Mischwasser ist mit hohem Aufwand verbunden und bedarf einer großen Expertise. „Verschiedene Parameter wie Layout, der Grad der De- oder Zentralisierung, die Kanaldurchmesser und das Gefälle, die Verlegetiefen, die Pump- und Speicheranlagen spielen eine Rolle“, sagt Timo Dilly vom Gründerteam.</p>
<p>Eine Software mit dem Namen ZIGGURAT, mit der sich städtische Entwässerungssysteme automatisch nachhaltig planen lassen, entwickelt das Team um Dilly von der ֱ in Kaiserslautern derzeit. „Sie basiert unter anderem auf der Verknüpfung einer Vielzahl allgemein gültiger technischer Regeln der Tiefbauplanung und mathematischer Methoden, mit denen sich sinnvolle Lösungsvarianten generieren lassen“, fährt Dilly fort. „Dafür haben wir eigene Algorithmen entwickelt. All dies beruht auf aktuellen Erkenntnissen aus eigenen Forschungsarbeiten in der Siedlungsentwässerung und Hydroinformatik.“</p>
<p>Bei den Planungen solcher Entwässerungssysteme spielt auch der Klimawandel eine Rolle, wie Dilly erläutert: „Der Umgang mit Regenwasser muss komplett neu gedacht werden, wenn man sich zunehmende Wetterextreme vor Augen führt. Wir brauchen Möglichkeiten, um Regenwasser zu speichern, aber auch naturnahe Elemente wie ausreichend Grünflächen. Dadurch lässt sich in heißen Sommermonaten das Stadtklima verbessern.“ In diesem Zusammenhang spricht man auch von blau-grüner Infrastruktur, die bei der Planung neuer Siedlungsentwässerungssysteme von immer größerer Bedeutung ist und auch bei ZIGGURAT eingeplant ist. „Mit diesen Maßnahmen erhöhen Städte die Resilienz gegenüber Extremen, senken Kosten und reduzieren negative Auswirkungen auf die Umwelt“, betont der Gründer.</p>
<p>In diesem Punkt eignet sich die Software auch für hiesige Städte und Gemeinden, die ihre Entwässerungssysteme künftig anpassen wollen.</p>
<p>Am jungen Unternehmen mit dem Namen Sustainable Water Infrastructure Solutions GmbH beteiligt sind neben Dilly seine Kollegen Dr. Amin E. Bakhshipour, Professor Dr. Ulrich Dittmer und Ralf Habermehl aus dem Lehrgebiet Siedlungswasserwirtschaft an der ֱ in Kaiserslautern. Unterstützt werden sie von Marius Lauer, der betriebswirtschaftliche Kenntnisse miteinbringt.</p>
<p>Ihre Software ZIGGURAT möchten sie in Zukunft in einer Online-Plattform zur Verfügung stellen, auf der sich Interessierte einen kostenpflichtigen Account erstellen können. Das Team aus Kaiserslautern stellt neben der Software auch seine Expertise zur Verfügung und bietet etwa Unterstützung bei der Planung an.</p>
<p>Bei seinem Weg in die Selbstständigkeit wird das Unternehmen mit einem „EXIST-Gründerstipendium“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Europäischen Sozialfonds zur „Existenzgründung aus der Wissenschaft“ gefördert.</p>
<p>Auf der Hannover Messe stellen die Gründer ihre Software am rheinland-pfälzischen Gemeinschaftsstand „Forschung und Innovation Rheinland-Pfalz“ vor.</p>
<p>Mehr unter ziggurat.ai</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Timo Dilly<br> Sustainable Water Infrastructure Solutions GmbH<br> E-Mail: dilly@ziggurat.ai<br> Tel.: 0631-205-4643<br> <br> +++<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 04 Apr 2024 12:38:19 +0200</pubDate>
                        <title>Gelungener Auftakt: „LeseAdler und SchreibFüchse“ fördert 60 Schülerinnen und Schüler in Pirmasens</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/gelungener-auftakt-projekt-leseadler-und-schreibfuechse-foerdert-60-schuelerinnen-und-schueler-in-pirmasens-1</link>
                        <description>Etwa 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben – so bringen es Studien auf den Punkt. Ohne diese Grundfertigkeiten ist der Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe erschwert. Schulen alleine können diese Lücke nicht mehr schließen, externe Förderangebote sind gefragt. Wie das Projekt „LeseAdler und SchreibFüchse“, umgesetzt von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau in Kooperation mit der gemeinnützigen Stiftung Chancenwerk e.V. Aktuell profitieren 60 Schülerinnen und Schüler an zwei Pirmasenser Schulen von der kostenlosen Lese- und Schreibförderung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Etwa 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben – so bringen es Studien auf den Punkt. Ohne diese Grundfertigkeiten ist der Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe erschwert. Schulen alleine können diese Lücke nicht mehr schließen, externe Förderangebote sind gefragt. Wie das Projekt „LeseAdler und SchreibFüchse“, umgesetzt von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau in Kooperation mit der gemeinnützigen Stiftung Chancenwerk e.V. Aktuell profitieren 60 Schülerinnen und Schüler an zwei Pirmasenser Schulen von der kostenlosen Lese- und Schreibförderung.</strong></p>
<p>Bereits seit letzten Herbst ist das Projekt an der Robert-Schuman-Grundschule Pirmasens und der Landgraf-Ludwig-Realschule plus in Pirmasens als nachmittägliches Förderangebot außerhalb des Regelunterrichts verortet. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind in insgesamt 14 Fördergruppen eingeteilt. In diesen Kleingruppen erhalten sie einmal wöchentlich Unterstützung im Lesen und Schreiben. Der Fokus liegt auf den Klassenstufen 3 bis 6, also den Jahrgängen am Übergang von Grundschule und weiterführender Schule.</p>
<p><strong>Schutzräume fürs Lernen schaffen</strong></p>
<p>Was das Projekt auszeichnet: Im Vordergrund stehen die individuellen Bedarfe der Teilnehmenden. Leistungsdruck in Form von Noten oder anderen Nachweisen gibt es nicht. In solchen geschützten Räumen gelingt es, nachhaltige Erfolge zu erzielen und Freude am Lernen zu wecken.</p>
<p>Als Förderkräfte engagieren sich Lehramtsstudierende der ֱ. Für diese Tätigkeit qualifizieren sich die Studierenden in einem parallel zum Förderunterricht stattfinden bildungswissenschaftlichen Seminar an der Universität. Im Rahmen der Lehrveranstaltung setzen sie sich unter anderem damit auseinander, wie sie den Lese- und Rechtschreibunterricht inhaltlich und methodisch zielführend sowie motivierend gestalten können.</p>
<p>Ein Einsatz, der sich auszahlt: „Im Verlauf der mehrwöchigen Förderung sammeln unsere Studierenden wertvolle Praxiserfahrung. Im Seminar geben wir ihnen die hierfür nötige fachliche Qualifizierung mit auf den Weg und begleiten sie in ihrer Tätigkeit. Insbesondere, wenn es darum geht, Erfahrungen aus den Fördergruppen zu reflektieren und mit theoretischem Wissen zu verzahnen, sagt Dr. Barbara Rieger, Projektkoordinatorin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ֱ und Mitarbeiterin von Chancenwerk e.V.</p>
<p><strong>Förderangebot ist ein Gewinn für alle</strong></p>
<p>Bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt, die Mitte März die Beteiligten in Pirmasens zusammenbrachte, zeigte sich: Alle profitieren von „LeseAdler und SchreibFüchse“. Im Mittelpunkt stehen die Bildungschancen von Kindern und Heranwachsenden sowie die Professionalisierung von angehenden Lehrkräften.</p>
<p>Den Wert für die Universität unterstrich Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, Co-Präsidentin der ֱ: „Der Austausch und die Vernetzung mit Schulen in der Region ist für uns in doppelter Hinsicht wichtig. Mit Vorzeigeprojekten wie diesen erhöhen wir den Anteil der praktischen Ausbildung unserer angehenden Lehrkräfte. Zugleich erhalten wir aus den Fördergruppen wertvolle Impulse für unsere Forschung zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung, die den Schulen und der Gesellschaft insgesamt zugutekommt.“</p>
<p>Heike Stock von der Obersten Schulaufsicht des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung befürwortete das Miteinander von universitärer Lehrkräftebildung und Schulen. Es sei beachtlich, dass durch das Projekt und das damit verbundene Engagement der Lehramtsstudierenden rund 60 Schülerinnen und Schüler individuell in ihrer Lese- und Rechtschreibentwicklung gefördert werden können.</p>
<p>Auch für die Schulen ist das Förderangebot ein Gewinn. Tanja Eisel-Goll, Konrektorin der Landgraf-Ludwig-Realschule plus, sprach etwa von einem „Geschenk für die Kinder“. Die langfristige Förderung habe eine ganz andere Qualität als Block-Veranstaltungen. Nur so könne echter Beziehungsaufbau zwischen Förderschülern und Förderkräften stattfinden.</p>
<p>Die Grundidee zu „LeseAdler und SchreibFüchse“ stammt von Chancenwerk e.V. Die gemeinnützige Stiftung, die sich seit zwei Jahrzehnten für Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem einsetzt, realisiert das Förderangebot bereits seit über drei Jahren an Schulen in Duisburg. Der Transfer in die Südwestpfalz ist nun in Kooperation mit der ֱ und dank großzügiger Spenden der Stiftung Accanto und der BildungsChancen gGmbH gelungen.</p>
<p>So soll das Förderangebot in Pirmasens auch weiterhin bestehen. Der Zuspruch der Studierenden ist vorhanden, die Seminarplätze fürs kommende Sommersemester füllen sich. „Grundsätzlich ist eine Realisierung auch an anderen Schulen denkbar“, ergänzt Professorin Anja Wildemann, die an der ֱ im Arbeitsbereich Grundschulpädagogik mit Schwerpunkt Sprachbildung forscht. „Die Umsetzung in Pirmasens zeigt, was es dafür braucht: Starke Partner an unserer Seite sowie ein unterstützendes und offenes Umfeld an den Schulen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Dr. Barbara Rieger<br> Fachbereich Erziehungswissenschaften, ֱ in Landau</p>
<p>T: 06341 280 34259<br> E:&nbsp;barbara.rieger[at]rptu.de<br> --<br> Prof. Dr. Anja Wildemann<br> Fachbereich Erziehungswissenschaften, ֱ in Landau</p>
<p>T: 06341 280 34136<br> E:&nbsp;anja.wildemann[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-15257</guid>
                        <pubDate>Thu, 04 Apr 2024 09:20:57 +0200</pubDate>
                        <title>An der Schnittstelle von Philosophie und Technik: Heisenberg-Professor erforscht Reproduzierbarkeit von Daten </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/an-der-schnittstelle-von-philosophie-und-technik-heisenberg-professor-erforscht-reproduzierbarkeit-von-daten-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Johannes Lenhard hat seit dem 1. April die Heisenberg-Professur „Philosophy in Science and Engineering” an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) inne. Er forscht an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Ingenieurwissenschaft und geht unter anderem der Frage nach, in welchem Ausmaß und auf welche Weisen die „Computerisierung“ grundlegende Konzepte und Praxen von Natur- und Ingenieurwissenschaften beeinflusst. In diesem Zusammenhang befasst er sich zudem damit, wie es um die Reproduzierbarkeit von Forschungsdaten bei Computersimulationen bestellt ist. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Professur für fünf Jahre. &nbsp;</strong></p>
<p>Das Entstehen der modernen Wissenschaften ist geschichtlich eng mit der Mathematik verbunden. „Sie ist ein Instrument, das sich ein paar Jahrhunderte parallel mit der Wissenschaft entwickelt hat“, sagt Professor Johannes Lenhard, der in Mathematik promoviert und sich in Philosophie habilitiert hat. „Seit einigen Jahren spielt der Computer als neues Instrument in der Wissenschaft eine wichtige Rolle. Er hat formale mathematische Eigenschaften, ist aber auch ein technisches Instrument, eine echte Maschine.“ Das werfe neue Fragen auf, beispielsweise wie sich die Wissenschaft verändere, in dem sie ihn verwende.</p>
<p>Aber auch was es bedeutet, etwas zu verstehen, ändere sich dadurch. Lenhard: „Vor zwei- bis dreihundert Jahren hieß es, wirklich verstanden haben wir etwas, wenn wir es auf die mathematisch knappe Form gebracht haben und sogar sehen können, wie sich etwas verhält.“ Wie das zum Beispiel bei der Bewegung der Planten der Fall sei.</p>
<p>Heutzutage setzt die Forschung oft auf Simulationen, etwa bei Klimamodellen, die mit riesigen Mengen an Daten gefüttert werden. „Das ist so komplex, dass man es nicht durch Nachdenken verstehen kann. Hier ist der Sinn von Verstehen zwar mit mathematischen Instrumenten hergestellt, es ist aber eine andere Bedeutung.“ Wissenschaftliche Begriffe hätten sich schon immer angepasst. Der Sprachgebrauch sei flexibel. Die wissenschaftliche Kultur passe sich der Praxis an.</p>
<p>Ein Thema, mit dem sich Lenhard im Zuge der Professur genauer befassen wird, ist die Reproduzierbarkeit von Daten bei Simulationsmodellen. Zugute kommt ihm hierbei, dass sich sein Büro am Lehrstuhl für Thermodynamik befindet, wo er sich direkt mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen kann. Somit zählt er zu einem der wenigen Philosophie-Professoren in Deutschland, die so eng verzahnt mit den Ingenieurwissenschaften zusammenarbeiten.&nbsp;</p>
<p>„In diesem Forschungsbereich haben präzise Messungen eine lange Tradition, aber auch Simulationsmodelle spielen eine immer wichtigere Rolle“, fährt er fort. Doch welches Modell ist für welche Messung das beste beziehungsweise wo hat die Reproduzierbarkeit von Daten ihre Grenzen? Dies wird Lenhard aus philosophischer Perspektive untersuchen, wie der Professor erläutert: „Vor einigen Jahren hat sich gezeigt, dass bei Studien in der Medizin und der Psychologie die Daten gar nicht so reproduzierbar sind wie angenommen. Dies ist auch bei Simulationsmodellen der Fall, auch wenn hier die Mathematik im Spiel ist und man sich eigentlich auf der sicheren Seite wähnt.“ Es handele sich um eine komplexe Materie. Beispielsweise nutzen Arbeitsgruppen verschiedene Algorithmen und bauen ihre Modelle unterschiedlich auf.</p>
<p>„Man fängt jetzt erst an, diese Tatsache genauer zu untersuchen und stellt dabei fest, dass bei solchen Modellen nicht immer dasselbe rauskommt“, sagt der Philosoph. Sind das Fehler? Sind die Simulationen schlecht gemacht? Oder liegt das in der Natur der Sache, dass bei solchen komplexen Vorgängen gar kein eindeutiges Ergebnis zu erwarten ist? Lenhard: „Wissenschaft lebt von Varianz. Die Frage, was hierbei ein angemessener Rahmen für die Simulationsmodellierung ist, ist noch nicht beantwortet.“</p>
<p>Die Professur, die Johannes Lenhard innehat, ist dem Fachbereich Sozialwissenschaften zugeordnet und räumlich am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik angesiedelt. Lenhard hat in Mathematik an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert und sich in Philosophie an der Universität Bielefeld (2012) habilitiert. Von 2018 bis 2019 war er als Gastprofessor in Philosophie an der University of South Carolina, Columbia, in den USA. Seit 2020 forscht er als Philosoph am Lehrstuhl für Thermodynamik an der ֱ in Kaiserslautern.&nbsp;</p>
<p><strong>Über die Heisenberg-Professur der DFG</strong><br> Die Heisenberg-Professur ist ein Teil des Heisenberg-Programms, mit dem die DFG herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördert, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeit-Professur erfüllen. Sie haben damit die Möglichkeit, sich weiterhin auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und in dieser Zeit weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten. Die Förderdauer beträgt fünf Jahre. Weitere Informationen unter www.dfg.de/de/foerderung/foerdermoeglichkeiten/programme/einzelfoerderung/heisenberg<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr. Johannes Lenhard<br> Philosophy in Science and Engineering am Lehrgebiet für Thermodynamik (LTD)<br> Tel.: 0631 205-4798<br> E-Mail: johannes.lenhard[at]rptu.de<br> <br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 25 Mar 2024 09:26:16 +0100</pubDate>
                        <title>Studieren und forschen in South Carolina: Partnerschaft mit Francis Marion University soll ausgebaut werden</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studieren-und-forschen-in-south-carolina-partnerschaft-mit-francis-marion-university-soll-ausgebaut-werden-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer während seines Studiums einen Auslandsaufenthalt in den USA verbringen möchte, muss nicht zwingend das Fach Englisch studieren. Um allen Studierenden der ֱ, aber auch Mitarbeitenden, diese Möglichkeit bieten zu können, will die Universität ihre Partnerschaft mit der Francis Marion Universität (FMU) in South Carolina erweitern. Beide Universitäten als auch ihre Regionen ähneln sich sehr, weshalb künftig auch in vielen Bereichen gemeinsam geforscht werden könnte.</strong></p>
<p>Die Partnerschaft mit der FMU auszubauen, ist Teil einer neuen Strategie an der ֱ in Landau: Weniger Quantität bei internationalen Partnerschaften, dafür Intensivierung der Zusammenarbeit mit wenigen Partnern, die gut zur ֱ passen, wie Dr. Christian Dorsch vom Referat internationale Angelegenheiten verrät. Ein wichtiger Partner der ֱ in Landau ist seit 2012 die Francis Marion University (FMU) aus Florence im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina und die Partnerschaft soll nun auch für den Standort Kaiserslautern geöffnet werden. Sowohl beim Angebot der Studienfächer als auch bei den Forschungsthemen gibt es einige Überschneidungen, weshalb die beiden Universitäten perfekt zueinander passen und ihre Partnerschaft nun deutlich ausbauen wollen. Im September 2023 reiste eine Delegation aus Landau nach South Carolina, um das Austauschabkommen der Universitäten zu erneuern. FMU-Präsident Dr. Luther F. Carter verkündete dabei, dass die ֱ eine der drei strategischen internationalen Partnerschaften der Südstaaten-Uni sein soll.</p>
<p>Im März 2024 kamen FMU-Vertreter in die Südpfalz. Dorsch betont: „Wir passen nicht nur fachlich gut zueinander, wir verstehen uns alle auch persönlich sehr gut. Für uns war schnell klar: Die FMU soll unser Hauptpartner in den USA sein.“ Dazu kommt: Zwischen Rheinland-Pfalz und South Carolina gibt es eine Länder-Partnerschaft, die gute Möglichkeiten mit sich bringt, strategische Projekte und Programme zu definieren und dafür Drittmittel einzuwerben. Beide Universitäten sind sich einig: Es gibt eine Menge Potenzial zur Erweiterung der Partnerschaft.</p>
<p><strong>Austausch in allen Fachbereichen</strong></p>
<p>Im Vordergrund soll hier der Austausch von Studierenden, Lehrenden und Forschenden stehen. Bisher galt das das Austauschprogramm vor allem für die Fächer Englisch und Kunst. „Als die Landauer Delegation uns im vergangenen September besucht hat, haben wir gesehen, dass es mehr gibt, was wir gemeinsam tun können“, betont Charles Jeffcoat, Kunstprofessor der FMU, der das Austauschprogramm und Studienreisen der FMU nach Landau koordiniert. „Im Sommersemester kommen erstmals Studierende in Bildungswissenschaften, Umweltwissenschaften und Psychologie von der FMU nach Landau.“ Künftig soll es auch zwischen den Wirtschafts- und Politikwissenschaften zum Austausch kommen. „Es gibt in allen Fachbereichen Anknüpfungspunkte. Ich hoffe, dass wir die Kooperation in jedem Bereich voll ausweiten können“, freut sich auch Co-Präsidentin der ֱ Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann über das Potenzial der Zusammenarbeit.</p>
<p>Wie an der ֱ hat auch an der FMU die Lehrkräftebildung einen hohen Stellenwert. Daher sollten auch angehende Lehrerinnen und Lehrer von dem Austauschprogramm profitieren: „Lehramtsstudierende sollten internationale Erfahrungen sammeln, nicht nur, wenn sie eine Fremdsprache studieren“, betont Dorsch. Schließlich werden die Klassenzimmer immer heterogener, in den Klassen gibt es Kinder mit ganz unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und unterschiedlichem sprachlichen Hintergrund. Daher sieht ein geplantes Kurzzeit-Austauschprogramm für Lehramtsstudierende auch Besuche in den Schulen vor Ort vor.</p>
<p><strong>Ähnliche Regionen in Rheinland-Pfalz und South Carolina</strong></p>
<p>Zum Sommersemester 2024 darf die ֱ wieder drei Austauschstudierende der Francis Marion University in Landau begrüßen. Im Wintersemester 2024/25 reisen dann im Gegenzug mehrere Studierende aus Landau in die USA. Die beiden Universitäten wollen künftig mehr Plätze im Austauschprogramm bereitstellen. Die FMU nutzt auch Programme wie Travel Study, wo im Mai 2024 bereits zwölf Studierende und zwei Dozenten eine Studienreise zum Thema Nachhaltigkeit in der Südwesten Deutschlands machen und dabei einen mehrtägigen Aufenthalt in Landau haben werden. Auch möchte die FMU ihre Lehrenden finanziell fördern, um Arbeits- und Forschungszeiten an der ֱ in Landau zu verbringen. „Ich habe vor zehn Jahren für vier Wochen in Landau Kulturwissenschaften gelehrt“, erzählt Jeffcoat, dessen Frau Halbdeutsche ist.</p>
<p>Die strategische Partnerschaft der beiden Universitäten soll sich aber nicht nur auf den Austausch beschränken. Auch in der gemeinsamen Forschung gibt es einige Potenziale sowohl in der Bildungsforschung, vor allem aber auch im Bereich der Umweltwissenschaften. Rheinland-Pfalz und die Umgebung der FMU haben ähnliche Gegebenheiten. „Beide sind im Inland, beide haben die Möglichkeiten an Gewässern wie Flüssen oder Teichen zu forschen“, sagt Dr. Mark Blackwell, Philosophie- und Religions-Professor und Direktor der internationalen Angelegenheiten an der FMU. In den USA würden mehr Fördermittel für die Meeresökologie an der Küste aufgebracht werden als für die Wasserökologie im Inland. Das liege an der Industrie, dem Import und Export, führt Blackwell weiter aus. Gemeinsame Forschung mit der ֱ käme der FMU deshalb gelegen.</p>
<p><strong>„Wir kämpfen überall auf der Welt mit ähnlichen Dingen“</strong></p>
<p>Die FMU habe durchaus eine mit der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) der ֱ vergleichbare Einrichtung. „Wir haben einen See etwa zehn Minuten vom Campus weg, wo wir mit dem Boot rausfahren und Proben entnehmen. Rund um den See haben wir mit dem Fresh Water Ecology Center tolle Labore und Seminarräume“, sagt Jeffcoat. „Das ist zwar anders als in Landau, wo in anderen Gewässern geforscht wird, dennoch ist die Ausrichtung gleich.“</p>
<p>Auch Jason Doll begrüßt das Vorhaben künftig gemeinsam forschen zu wollen. Er ist Biologie-Professor und Koordinator für Umweltwissenschaften an der FMU: „Klimawandel, Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung. Wir kämpfen überall auf der Welt mit ähnlichen Dingen, also haben wir auch überall Expertisen, die sich überschneiden.“ Der Biologe betont, dass auf der Welt immer mehr Wert auf die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung gelegt wird. Bei vielen Umweltthemen sieht Doll die USA und Deutschland vor ähnlichen Herausforderungen, wie die zurückgehende Vegetation oder die Landwirtschaft. „In Rheinland-Pfalz ist es der Wein, bei uns die Baumwolle. Die Probleme sind ähnlich.“ Schaumann fügt an: „Es ist gut, dass die FMU keine Riesenuniversität ist, sondern eine kleine mit guter Ausstattung und einem Interesse, das ähnlich zu dem der ֱ ist.“</p>
<p><strong>Beide Universitäten mit Interesse für die Region</strong></p>
<p>Ähnlich denken die beiden Universitäten auch in Bezug zur Region. Mit der Zusammenführung von Landau und Kaiserslautern zur ֱ soll die Region gestärkt werden, auch die FMU kümmere sich um ihre Region, verrät Dorsch: „Wir tun beide viel für unsere Region. Das ist uns wichtig. Als wir uns über Dinge wie Bürgerforschung oder Reichweite unterhielten, habe ich viel Interesse der FMU für unsere Region gespürt. Gleichzeitig wollen wir auch von ihnen lernen, weil sie tolle Programme in ihrer Region haben.“ Blackwell fügt an: „Wir haben viele junge Menschen in der Fakultät, die sehr engagiert sind und sich mit globalen und lokalen Verbindungen auseinandersetzen. Als die Delegation der ֱ bei uns war, hat sie uns viel erzählt über die Verbindung zwischen Deutschland, Europa und den USA. Wir tauschen und nicht nur über das Wissen unserer Fachbereiche aus, sondern auch über Demokratie. Das ist wichtig.“</p>
<p>In den zwölf Jahren, in denen die beiden Universitäten zusammenarbeiten, ist eine enge Freundschaft entstanden. „Es ist wie Familie“, findet Jeffcoat, der sich freute, im September einige Mitarbeitende der Landauer Fakultät, mit denen er seit Jahren zusammenarbeitet, erstmals in seiner Stadt begrüßen zu dürfen.</p>
<p><strong>Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und South Carolina</strong></p>
<p>Dass die beiden Universitäten vor zwölf Jahren zusammengefunden haben, ist kein Zufall. Die Kooperation entstand aus einer Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und South Carolina, die seit 1997 besteht, dem sogenannten „Sister-State-Abkommen“. Im Fokus der Zusammenarbeit stand zunächst die Überführung militärischer Liegenschaften in zivile Nutzung. Besonders ausgeprägt ist die Zusammenarbeit im Bereich der Bildung und Wissenschaft. Zahlreiche Schulen und Hochschulen sowie das Pädagogische Landesinstitut kooperieren regelmäßig mit Partnern in South Carolina.</p>
<p>Während ihres einwöchigen Besuchs lernte die 7-köpfige Delegation der FMU beide Standorte der ֱ kennen, besuchte die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern, traf den rheinland-pfälzischen Minister für Wissenschaft und Gesundheit Clemens Hoch und besuchte die Staatskanzlei sowie den Landtag in Mainz. „Das zeigt die Bedeutung der Partnerschaft für das Land Rheinland-Pfalz und dass wir diese nun mit Leben füllen werden“, betont Dorsch.</p>
<p>Text: Felix Schönhöfer</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 21 Mar 2024 11:01:37 +0100</pubDate>
                        <title>Wegweisende Panelstudie für sozialwissenschaftliche Umweltforschung, ֱ im Forschungsverbund</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wegweisende-panelstudie-fuer-sozialwissenschaftliche-umweltforschung-rptu-im-forschungsverbund-1</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemitteilung der der ֱ, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Leipzig</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forschende aus Kaiserlautern, München und Leipzig starten im April eine Langfrist-Untersuchung zu Umweltbewusstsein, Umwelt- und Protestverhalten sowie Umweltungleichheit in Deutschland. Das Großprojekt, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ist die erste deutsche Längsschnittstudie für die sozialwissenschaftliche Umwelt- und Klimaforschung. Die Forschungspartner haben sich zum Ziel gesetzt, eine richtungsweisende Daten-Infrastruktur und Grundlage für evidenzbasierte Politikberatung zu schaffen. An der ֱ ist Henning Best, Professor für Allgemeine Soziologie und Sozialstrukturanalyse, der verantwortliche Projektleiter.</strong></p>
<p>Der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit und CO<sub>2</sub>-Neutralität stellt Politik, Wirtschaft und Bevölkerung vor große Herausforderungen. Doch wie denken die Menschen darüber? Ein neues Langfristvorhaben soll Antworten auf solche zentralen gesellschaftlichen Fragen liefern: Welche Faktoren verändern Umwelteinstellungen und -verhalten? Welche Dynamiken stehen hinter der Akzeptanz umweltpolitischer Initiativen und dem Protest für oder gegen Klimapolitik? Welchen Einfluss haben Maßnahmen der Klimapolitik auf die CO<sub>2</sub>-Emissionen von Haushalten? Welche sozialen Gruppen werden dadurch besonders belastet? Welche sozialen Konsequenzen ergeben sich durch umweltpolitische Maßnahmen oder deren Unterlassung? Welchen Einfluss auf das Umweltbewusstsein und -handeln haben Umweltbedingungen am Wohnort, etwa Lärmbelastung und Luftverschmutzung, aber auch Verfügbarkeit von Verkehrsinfrastruktur und Grünflächen? Gibt es strukturelle Bedingungen, die klimafreundliches Handeln ermöglichen, und welche Rolle spielen dabei Unterschiede in soziodemographischen Merkmalen?</p>
<p>Diesen und weiteren Forschungsfragen gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität <em>Kaiserslautern</em>-Landau (<em>ֱ</em><em>)</em>, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Universität Leipzig (UL) ab April in der gemeinsamen Längsschnittstudie in Deutschland nach. Gefördert wird die „German Longitudinal Environmental Study“ (GLEN) zunächst für drei Jahre mit einer Fördersumme von knapp sechs Millionen Euro. Über die gesamte Laufzeit von zwölf Jahren ist ein Volumen von rund 20 Millionen Euro vorgesehen.</p>
<p>Die Kaiserslauterer Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Henning Best verantwortet schwerpunktmäßig die Regionalisierung der Datensätze und betreibt das Safe Data Center, in dem sensible Daten sicher und datenschutzkonform durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genutzt werden können. „Inhaltlich liegt unser Schwerpunkt auf Forschung zu Klimaskeptizismus und politischem Protest sowie zur räumlich und sozial ungleichen Verteilung von Umweltbelastungen und Klimawandelfolgen“; fasst Prof. Dr. Henning Best die Forschungsaufgaben zusammen.</p>
<p><strong>Qualitativ hochwertige Längsschnittdaten</strong><br> Entscheidend im Verbundprojekt ist die Qualität der Daten.<strong> </strong>„Nur mit guten Daten sind die Sozialwissenschaften in der Lage, zentrale Impulse für Klimawissenschaften durch ein besseres Verständnis menschlicher Verhaltensweisen zu setzen“, erklärt Prof. Dr. Katrin Auspurg, Projektleiterin an der LMU. „Für viele Fragen sind neben Makrodaten zu Umverteilungseffekten vor allem Trend- und Paneldaten zu Einstellungen und Verhalten der Bevölkerung wichtig.“</p>
<p>Nur mit der Befragung derselben Personen über einen längeren Zeitraum hinweg lässt sich dabei abschätzen, wie sich Ungleichheiten, Umweltbewusstsein oder -handeln, mögliche Polarisierungen und das Protestverhalten in der Bevölkerung über die Zeit hinweg verändern. „Ohne die Perspektive auf den Menschen wird es kaum möglich sein, die Erfolgsaussichten, die sozialen Folgen und die Verteilungswirkung von Klimaschutz und Umweltpolitik abzusehen“, erklärt Professor Best zu dem einzigartigen Langzeitprojekt.</p>
<p><strong>Innovative methodische Ansätze</strong></p>
<p>GLEN ist eine auf zwölf Jahre angelegte, halbjährlich stattfindende Befragung der in Deutschland lebenden Bevölkerung ab 18 Jahren mit einer Ausgangsstichprobe von über 20.000 Personen. Das umfassende Frageprogramm wird mit experimentellen Methoden kombiniert und mit Regionaldaten angereichert. Weiter wird mit den GLEN+ Studien für lokale Akteure wie Gemeinden und Regionen die Möglichkeit geschaffen, die GLEN-Daten mit einer eigenen Stichprobe zu ergänzen und so mit einer deutschlandweiten Benchmark zu vergleichen. Daneben sind Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft oder Verwaltung vorgesehen, die einen experimentellen Schwerpunkt setzen.</p>
<p>Alle mit den GLEN-Daten produzieren Ergebnisse bilden schließlich die Grundlage für eine evidenzbasierte Politikberatung. „Mit GLEN und den GLEN+ Projekten wird eine umfassende und kritische wissenschaftliche Evaluation vieler politischer Maßnahmen möglich sein. Insbesondere wird das Panel Antworten auf die Frage geben, welchen Einfluss Maßnahmen der Klimapolitik auf die CO<sub>2</sub>-Emissionen von Haushalten haben und welche sozialen Gruppen dadurch besonders&nbsp;belastet werden.“, erklärt Prof. Dr. Andreas Diekmann, Projektleiter an der Universität Leipzig.</p>
<p>Mit dem Release der ersten Welle 2026 werden die Daten für die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit freigegeben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 20 Mar 2024 08:51:42 +0100</pubDate>
                        <title>Fachübergreifendes Angebot für den Unterricht: Mit der Geobotanik-Box digital in die Tropen und Subtropen reisen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/fachuebergreifendes-angebot-fuer-den-unterricht-mit-der-geobotanik-box-digital-in-die-tropen-und-subtropen-reisen-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie passen sich Pflanzen in den Tropen und Subtropen veränderten Klimabedingungen an? Fragen wie diese, aber auch zur Nachhaltigkeit spielen im Schulunterricht eine immer wichtigere Rolle, bei der es gilt, sie fachübergreifend zu beleuchten. Dafür hat das Team um Professor Dr. Sascha Henninger und Katharina Schnur vom Fachgebiet Physische Geographie und Fachdidaktik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) im Projekt „World2Go“ Geobotanik-Boxen entwickelt. Sie beinhalten typische Pflanzenvertreter der Tropen oder Subtropen, Modelle sowie Zusatzmaterial und sind mit einer Web-App verbunden, wodurch es möglich ist, ortsunabhängig zu experimentieren</strong>.</p>
<p>Ob wenig bis gar kein Regen, große Trockenheit, hohe Luftfeuchtigkeit oder viel Regen – um mit den klimatischen Bedingungen ihrer Standorte zurechtzukommen, müssen Pflanzen sich auf unterschiedliche Bedingungen einlassen. Doch welche Strategien haben Pflanzen überhaupt entwickelt, um sich in ihren Lebensräumen zu behaupten? „Mit unseren Geobotanik-Boxen gehen wir aktuellen Fragestellungen rund um die Themen Klimazonen, Standortanpassungen von Pflanzen, Nutzpflanzen und Böden auf den Grund, auch unter dem Aspekt des Klimawandels“, sagt Professor Dr. Sascha Henninger vom Fachgebiet Physische Geographie und Fachdidaktik an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). „Dabei werden fächerübergreifend sowohl geographische und ökologische als auch physikalische, biologische und chemische Aspekte und naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden aufgegriffen.“</p>
<p>An einem Standortbeispiel durchlaufen Schülerinnen und Schüler eigenständig mit ihren Tablet-PCs einen Lernzirkel aus bis zu sieben Stationen. Dabei bietet das Team um Henninger je nach Klassenstufe verschiedene Boxen an. In der Geobotanik-Box der Tropen geht es unter anderem um die Flora auf der indonesischen Insel Borneo mit fleischfressenden Pflanzen, Bromelien oder der Ameisenpflanze. Letztere lebt in einer Symbiose mit diesen kleinen Insekten. „Anhand solcher Pflanzen erkunden die Schülerinnen und Schüler in der Schule die morphologischen Anpassungsstrategien von Pflanzen in ihren Klimazonen, indem sie Aufgaben in Form von Text-, Bild- oder Videoantworten bearbeiten“, sagt Katharina Schnur, Doktorandin bei Henninger. „Diese stellen wir ihnen über die Web-App Actionbound zur Verfügung. Sie kann aufgrund ihrer flexiblen Gestaltung der Inhalte schulfachübergreifend eingesetzt werden.“</p>
<p>Das Team um Henninger und Schnur hat die Geobotanik-Boxen zwischen Juni 2021 und Februar 2023 mit über 400 Schülerinnen und Schülern getestet. Zudem haben Fragebögen, die die Jugendlichen ausgefüllt haben, ihm geholfen, mögliche Problemfelder im Lernprozess zu identifizieren und inhaltliche Ungenauigkeiten zu erkennen, um das Konzept weiter zu verbessern. &nbsp;</p>
<p>Bei ihrer Entwicklung haben die Kaiserslauterer Forscherinnen und Forscher darüber hinaus die Lehrkräfte in den Blick genommen. „Sie haben hierbei den Vorteil, keine Exkursion zu einem außerschulischen Lernort planen zu müssen, ihnen stehen die Materialien dauerhaft zur Verfügung und sie können den ausgearbeiteten Lernzirkel flexibel in die jeweilige Unterrichtseinheit integrieren.“ Um Lehrerinnen und Lehrer zu schulen, bietet das Fachgebiet regelmäßig Fortbildungen an, bei denen die Möglichkeit besteht, selbst einen app-basierten Lernzirkel zu entwickeln. „Dabei lernen sie gleichzeitig die organisatorischen Rahmenbedingungen für ein digitales fächerübergreifendes Stationenlernen im Unterricht kennen“, erklärt Henninger.</p>
<p>Angedacht sind die Boxen beispielsweise für Erdkunde, Gemeinschaftskunde und Biologie. Zudem bieten sich die Inhalte für einen fachübergreifenden Unterricht an. Die Geobotanik-Box „Tropen“ ist mit Epiphyten und fleischfressenden Pflanzen sowie den Nutzpflanzen Zuckerrohr und Zuckerrübe sowie Kakao ausgestattet und für die Klassenstufen 5 bis 13 Subtropen gedacht. Die Box „Subtropen“ beinhaltet Aloe-Vertreter sowie Lithops und Welwitschia mirabillis für die Klassenstufen 8 bis 13. Bei der Bestückung der Boxen arbeitet das Lehrgebiet eng mit dem Fachbereichsgarten Biologie zusammen, wo die Pflanzenproben vorbereitet werden. Schulen haben die Möglichkeit, eine solche Box für den Unterricht auszuleihen. Die Geobotanik-Boxen sind für die Schulen kostenlos und können nach Absprache zwischen den Lehrkräften und dem Lehrgebiet für den Unterricht ausgeliehen werden.</p>
<p><strong>Das Projekt U.EDU</strong><br> „World2Go“ ist Teil des Projekts „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette“ (U.EDU), das auf die Weiterentwicklung der Lehrerbildung durch ein auf alle Phasen zielendes Professionalisierungskonzept zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien fokussiert. U.EDU (Förderkennzeichen: 01JA1916) wurde im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in den Jahren 2016 bis 2023 gefördert.<br> Weiterführende Informationen: <a href="/uedu" target="_blank">rptu.de/uedu</a><br> <br> <strong>Fragen beantworten:</strong><br> Für das Projekt „World2Go“<br> Prof. Dr. Sascha Henninger<br> Fachgebiet Physische Geographie und Fachdidaktik<br> Fachbereich Raum- und Umweltplanung<br> ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+tbtdib/ifoojohfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">sascha.henninger[at]rptu.de</a></p>
<p><br> Für das Gesamtprojekt U.EDU<br> Dr. Lars Henrich<br> Zentrum für Lehrerbildung in Kaiserslautern<br> E-Mail: lars.henrich@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-15074</guid>
                        <pubDate>Thu, 14 Mar 2024 08:40:00 +0100</pubDate>
                        <title>Studie zeigt erstmals, dass verschiedene Formen von Adhäsionsstrukturen bei Zellen ineinander übergehen </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-zeigt-erstmals-dass-verschiedene-formen-von-adhaesionsstrukturen-bei-zellen-ineinander-uebergehen</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zellen bilden Anheftungs-Strukturen aus, um sich in ihrer Umgebung zu verankern. Ihr koordinierter Auf- und Abbau ermöglicht es auch, dass Zellen sich von einem Ort zum anderen bewegen. Von diesen Adhäsionen gibt es verschiedene Formen. Gut untersucht sind die fokalen Adhäsionen. Bislang ging die Forschung davon aus, dass sie neu entstehen, wenn Zellen sich bewegen. Eine Studie unter Leitung eines Kaiserslauterer Forscherteams hat nun erstmals gezeigt, dass verschiedene Formen von Adhäsionen ineinander übergehen. Dabei bleibt ein Proteingerüst erhalten. Es ändern sich nur spezifische Molekülkomplexe, wie das Team in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications schreibt.&nbsp;</strong></p>
<p>In unserem Körper gibt es Zellen, die etwa im Gewebe dicht an dicht verankert sind oder die sich wie die Immunzellen bewegen. Allen gemein ist, dass sie bestimmte Strukturen benötigen, um sich in ihrer Umgebung anzuheften. „Dabei handelt es sich um spezielle Proteinkomplexe, die eine Adhäsion, also ein Anhaften, möglich machen“, sagt Professorin Dr. Tanja Maritzen, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) zu Nanophysiologie forscht.&nbsp;</p>
<p>Solche Adhäsionen spielen nicht nur bei Zellen innerhalb eines Gewebes eine Rolle, sondern auch bei Vorgängen, bei denen Zellen sich bewegen müssen, beispielsweise bei der Embryonalentwicklung oder bei Wunden, wenn Zellen dort einwandern müssen, um diese zu schließen. Darüber hinaus sind sie für die Kommunikation von Zellen mit ihrer Umgebung von Bedeutung. „Das heißt, auf der einen Seite muss es sehr dauerhafte Verankerungen geben, auf der anderen Seite aber auch dynamische Strukturen, die eine Fortbewegung ermöglichen“, fährt die Professorin fort. In der Forschung unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen der Adhäsion: „Gut untersucht ist die fokale Adhäsion, die auch kanonische Adhäsion genannt wird.“&nbsp;</p>
<p>Für diese Form des Anhaftens ist ein Proteinkomplex in der Zellmembran verantwortlich. Er ist wie folgt aufgebaut: Spezielle Proteine, die Integrine, sind in der Membran verankert. Sie haben außerhalb der Zelle einen Anteil, mit dem sie an spezifische Proteine der extrazellulären Matrix binden und dadurch im Raum zwischen den Zellen anhaften. Auch in die Zelle hinein ist das Integrin über einen Proteinkomplex fest angebunden. Darin befindet sich unter anderem das Paxillin als spezifischer Bestandteil fokaler Adhäsionen.</p>
<p>Außerdem gibt es sogenannte retikuläre Adhäsionen, Adhäsionsnetzwerke und Retraktionsfasern, die alle ebenfalls Integrine enthalten, aber sich in ihrem Aufbau ansonsten unterscheiden, so findet man zum Beispiel kein Paxillin in ihnen. Bei diesen drei Formen spricht man auch von nicht-kanonischen Adhäsionen. Sie sind noch nicht so gut untersucht.</p>
<p>„Bislang ging die Forschung davon aus, dass fokale Adhäsionen komplett neu entstehen, etwa wenn Zellen sich bewegen“, so Maritzen weiter. In seiner aktuellen Studie ist das Team um die Kaiserslauterer Professorin und ihren Mitarbeiter Dr. Fabian Lukas der Frage nachgegangen, ob die unterschiedlichen Formen der Adhäsionen sich nicht auch ineinander umwandeln können. Lukas, der Erstautor der aktuellen Studie, erläutert. „Wir haben die Vermutung aufgestellt, dass die Integrine als Grundgerüst vorhanden bleiben und die anderen beteiligten Molekülkomplexe ausgetauscht werden.“</p>
<p>Bei ihren Untersuchungen hat die Arbeitsgruppe davon profitiert, dass sie sich schon lange mit einem bestimmten Protein, Stonin1, beschäftigt. „Denn dieses Protein ist bei den nicht-kanonischen Adhäsionen zu finden, nicht jedoch bei den fokalen“, führt Lukas aus, „und kann somit als Identifikationsmerkmal für diese Strukturen verwendet werden."&nbsp;</p>
<p>Um ihre These zu überprüfen, haben die Forscherinnen und Forscher eine Reihe von Experimenten durchgeführt. Zur Vorbereitung haben sie die Gene für Stonin1 und Integrin (genauer gesagt Integrin ß5) mit der Genschere CRISPR/Cas9 so modifiziert, dass sie an einem Ende die DNA-Sequenz für ein fluoreszierendes Protein angeheftet haben. Dies ermöglicht es, sie mit Fluoreszenzmikroskopie in der Zelle zu beobachten. Ebenfalls markiert haben sie Paxillin.</p>
<p>Im Anschluss haben sie sich die Adhäsionsstrukturen an Membranen von lebenden Zellen mithilfe eines hochauflösenden Mikroskops angesehen und die Entwicklung verfolgt, zum Beispiel während sich eine Zelle teilt. Dazu muss sie sich zu einer Kugel formen, wobei die fokalen Adhäsionen abgebaut werden. „Solch ein Zellzyklus dauert rund 120 Minuten. In dieser Zeit haben wir gesehen, dass die Integrine unverändert bestehen bleiben“, erläutert Lukas.&nbsp;</p>
<p>Anders war es jedoch bei den Proteinen Paxillin und Stonin1. „Wir haben beobachtet, dass Paxillin mit der Zeit verschwindet, während Stonin1 auftaucht. Die Adhäsionsstrukturen sind demnach weiter in der Zelle vorhanden, sie ändern nur ihre molekulare Zusammensetzung“, schlussfolgert Maritzen.&nbsp;<br> <br> Während der Zellteilung nutzt die Zelle demnach eine retikuläre Adhäsion, um in ihrer Umgebung anzuheften. Nach der Teilung lässt sich Folgendes beobachten: Bei den zwei Tochterzellen werden aus den retikulären wieder fokale Adhäsionen.&nbsp;<br> <br> In einem weiteren Experiment haben sie untersucht, was bei Zellen passiert, die in Bewegung sind. „Die Zellen lassen Membranstränge, sogenannte Retraktionsfasern, zurück, wenn sie wandern. Auch hier haben wir gesehen, dass Integrin als stabiles Gerüst in diesen Strukturen erhalten bleibt. Wenn die Zelle ihre Richtung ändert und sich über diese Fasern bewegt, wird Stonin1 mit der Zeit durch Paxillin ausgetauscht, sodass aus einer Retraktionsfaser eine fokale Adhäsion wird“, fasst Lukas zusammen.<br> <br> Die Ergebnisse belegen erstmals den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Adhäsions-Formen: Die fokalen Adhäsionen entstehen nicht wie bisher angenommen immer von Neuem, sondern auch durch Recycling eines stabilen Integrin-Grundgerüsts, bei dem nur spezifische Bindepartner ausgetauscht werden.&nbsp;<br> <br> An der Studie waren Forscherinnen und Forscher der ֱ in Kaiserslautern, des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin, der Freien Universität Berlin, der Charité Universitätsmedizin sowie des National Heart, Lung, and Blood Institute im US-amerikanischen Bethesda (Maryland) beteiligt.<br> <br> Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht worden: „Canonical and non-canonical integrin-based adhesions dynamically interconvert“</p>
<p>DOI: <br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professorin Dr. Tanja Maritzen<br> Nanophysiologie<br> ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: maritzen[at]rptu.de<br> Tel.: 0631 205-4908</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 05 Mar 2024 12:57:15 +0100</pubDate>
                        <title>Studie: Offenes Quantensystem zeigt universelles Verhalten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-offenes-quantensystem-zeigt-universelles-verhalten</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Universelles Verhalten ist eine zentrale Eigenschaft von Phasenübergängen, die sich etwa bei Magneten zeigt, die ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr magnetisch sind. Einem Forscherteam aus Kaiserslautern, Berlin und dem chinesischen Hainan ist es erstmals gelungen, ein solches universelles Verhalten in der zeitlichen Entwicklung eines offenen Quantensystems, einem einzelnen Cäsium-Atom in einem Bad aus Rubidium-Atomen, zu beobachten. Diese Erkenntnis hilft zu verstehen, wie Quantensysteme in ein Gleichgewicht übergehen. Das ist etwa für die Entwicklung von Quantentechnologien von Interesse. Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communication“ erschienen. &nbsp;</strong></p>
<p>Bei Phasenübergängen in der Chemie und der Physik handelt es sich um die Änderungen eines Zustands eines Stoffes, beispielsweise der Wechsel von einer flüssigen in eine gasförmige Phase, wenn ein externer Parameter wie Temperatur oder Druck geändert werden. „Ein gutes Beispiel findet man bei Magneten“, sagt Professor Dr. Artur Widera, der an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserlautern-Landau (ֱ) das Lehrgebiet Individual Quantum Systems leitet. „Ferromagnete zeigen ohne äußeres Magnetfeld eine spontane Magnetisierung, das heißt, sie sind von sich aus magnetisch, aber nur unterhalb einer bestimmten, kritischen Temperatur. Beim Erhöhen der Temperatur über diesen Punkt durchläuft das System einen kontinuierlichen Phasenübergang, oberhalb dieser Temperatur ist das Material nicht mehr magnetisch.“</p>
<p>In einem Experiment lässt sich ein universelles Verhalten bei einem Phasenübergang gezielt induzieren, in dem man einen Parameter wie Druck, Magnetismus oder aber die Temperatur ändert. Das Besondere ist nun, dass sich dieses Verhalten einer physikalischen Größe „durch wenige kritische Parameter beschreiben lässt“, so Widera weiter, „die wiederum unabhängig von den Details des betrachteten Systems sind.“</p>
<p>Lässt sich dieses universelle Verhalten auch in der Quantenwelt, also auf atomarer und subatomarer Ebene beobachten? In der aktuellen Studie hat das Forscherteam um Widera dafür einzelne Cäsium-Atome in einem bestimmten Quantenzustand gebracht und diese in ein Gas aus Rubidium-Atomen eingetaucht. Bei dieser Kombination aus einem einzelnen Quantensystem (Cäsium), das mit dem Rubidium-Bad wechselwirkt, spricht man in Fachkreisen von einem offenen Quantensystem. Sowohl die Cäsium-Atome als auch die Rubidium-Atome wurden dazu bis fast an den absoluten Nullpunkt abgekühlt.</p>
<p>„Im Gegensatz zu den üblichen Beobachtungen war in unserem Versuch die Zeit der Parameter, der einen kritischen Punkt, oder kritische Zeit, erreichen soll“, sagt Dr. Jens Nettersheim, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Widera und Co-Autor der Studie. Dazu mussten die Forscherinnen und Forscher das Quantensystem mit sehr viel Energie anregen. „Was wir nun beobachtet haben, ist, dass in der zeitlichen Entwicklung des Systems die Entropie erst einmal zunimmt“, ergänzt Ling-Na Wu, die als theoretische Physikerin das Projekt begleitet hat und Erstautorin der Studie ist. Unter dem Begriff Entropie versteht die Forschung ein Maß für die Unordnung in einem bestimmten System und somit auch die Möglichkeit, von Teilchen sich in einem System anzuordnen – wie in diesem Fall die Cäsium- und Rubidium-Atome. Je größer die Unordnung in einem System ist, desto höher ist die Entropie und umgekehrt. Wu: „Dies geschieht so lange, bis die Entropie ihren maximalen Wert erreicht, der dann wieder abnimmt.“</p>
<p>Genau an diesem Punkt, der kritischen Zeit, setzt das universelle Verhalten des Quantensystems ein. Dazu erläutert André Eckardt, Professor für Theoretische Physik an der Technischen Universität (TU) Berlin, der die Theoriearbeiten zu diesem Projekt geleitet hat: „Zu dieser Zeit passiert nun Folgendes: Im übertragenen Sinne verliert das System seine Erinnerung an das, was früher passiert ist, beziehungsweise an den genauen Anfangszustand. Die folgende Dynamik ist universell.“ In der Physik bedeutet das, dass sich das Verhalten mit einer Formel und einem Parameter beschreiben lässt. &nbsp;</p>
<p>Die Studie zeigt, dass es in offenen Quantensystemen universelle Verhalten bezüglich der Zeit gibt. Mit dieser Arbeit tragen die Physikerinnen und Physiker dazu bei, grundlegende Funktionsweisen solcher Systeme besser zu verstehen. „Es ist immer noch nicht ganz klar, wie solche offenen Quantensysteme Energie abgeben, also relaxieren, und wie genau ein thermodynamisches Gleichgewicht erreicht wird“, erläutert Widera.&nbsp;</p>
<p>Viele technische Anwendungen funktionieren heutzutage nur dank der Quantentechnologie, die darin verbaut ist. Zukünftig wird sie eine immer größere Rolle spielen, wie etwa bei Quantencomputern oder Quantensensoren. Daher ist es wichtig, zu verstehen, was in solchen Systemen passiert und wie sie mit ihrer Umgebung wechselwirken.&nbsp;</p>
<p>Die Experimente hat das Team um Widera an der ֱ in Kaiserslautern durchgeführt; die theoretischen Arbeiten zu dieser Studie lieferte die Arbeitsgruppe um Professor Dr. André Eckardt vom Institut für Theoretische Physik an der TU Berlin, daran beteiligt war auch Ling-Na Wu von der Hainan Universität in China.</p>
<p>Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications erschienen: „Indication of critical scaling in time during the relaxation of an open quantum system“<br> <br> DOI: <br> <br> An der ֱ in Kaiserslautern waren die Forschungsarbeiten zu der Studie in das Zentrum für Optik und Materialwissenschaften eingebunden, das im Rahmen der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz gefördert wird.&nbsp;<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr. Artur Widera<br> Lehrgebiet Individual Quantum Systems<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-4130<br> E-Mail: widera(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 28 Feb 2024 06:49:36 +0100</pubDate>
                        <title>Reaktionen und Prozesse beobachten: DFG richtet Gerätezentrum zu Kernspinresonanz an der ֱ ein</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/reaktionen-und-prozesse-beobachten-deutsche-forschungsgemeinschaft-richtet-geraetezentrum-zu-kernspinresonanz-an-der-rptu-ein</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) ein Gerätezentrum ein. Im Fokus steht die Kernspinresonanz (NMR), ein spektroskopisches Verfahren, mit dem sich molekulare Prozesse zerstörungsfrei beobachten lassen. Mit der Technik sollen an der ֱ vor allem Reaktionen und Prozesse analysiert werden, um etwa chemische Katalysatoren effizienter zu machen. Im Gerätezentrum arbeiten Teams aus Chemie und Ingenieurwissenschaften eng zusammen. Angesiedelt ist es im Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE). Die DFG stellt dazu für drei Jahre rund 500.000 Euro zur Verfügung.</strong></p>
<p>Die Kernspinresonanz (NMR) ist ein nicht-invasives spektroskopisches und bildgebendes Verfahren, das zum Beispiel in der medizinischen Diagnostik (Magnetresonanztomographie, MRT) zum Einsatz kommt. Es erlaubt unter anderem den Blick ins Innere des Körpers und kommt etwa bei der Diagnose von Tumoren zum Einsatz. Aber auch in der Forschung spielt die Methode eine wichtige Rolle, da sich damit beispielsweise chemische Reaktionen und Biomoleküle in Zellen beobachten lassen.</p>
<p>Allerdings stößt die Technik an ihre Grenzen, wenn es zum Beispiel darum geht, Moleküle in Stoffwechselprozessen zu untersuchen. „Da diese dort meist nur in einer sehr geringen Konzentration vorliegen“, sagt Dr. Kerstin Münnemann, die das Gerätezentrum an der ֱ in Kaiserslautern leitet und die zur Methodenentwicklung in der NMR forscht. „Mithilfe der sogenannten Hyperpolarisation können wir aber die Signale solcher Moleküle verstärken, um sie im Anschluss mit NMR zu analysieren.“ Vereinfacht gesagt lassen sie sich mit diesem Verfahren magnetisch markieren, sodass sie sich im Anschluss bei einer chemischen Reaktion, aber auch im lebenden Organismus bei einem Stoffwechselprozess beobachten lassen. „Wir haben damit die Möglichkeit, Prozesse sichtbar zu machen, die man mit herkömmlichen NMR-Methoden nicht untersuchen kann“, so Münnemann.</p>
<p>Das Gerätezentrum im LASE bietet auf rund 400 Quadratmetern eine besondere Laborinfrastruktur mit NMR-Techniken an: Es stehen vier Hochfeldspektrometer und fünf Benchtop-Spektrometer zur Verfügung, um beispielsweise flüssige Proben und feste Stoffe zu untersuchen. Bei den Benchtop-Spektrometern handelt es sich um kleine Geräte, die transportabel sind. „Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie von der Feldstärke deutlich schwächer sind als die Hochfeldspektrometer und somit ein viel schwächeres NMR-Signal liefern. Dank der Hyperpolarisation können wir Moleküle aber entsprechend vorbereiten, um das Signal zu verstärken“, sagt Münnemann weiter.</p>
<p>Im Fokus des Gerätezentrums an der ֱ in Kaiserslautern steht das Überwachen von Reaktionen und Prozessen. So lässt sich die Technologie unter anderem nutzen, um chemische Reaktionen zu beobachten, bei denen Katalysatoren zum Einsatz kommen, die effizienter werden sollen. Daher arbeiten hier Teams aus Chemie und Ingenieurwissenschaften fächerübergreifend zusammen. Beispielsweise entwickeln Teams aus der Chemie neuartige Katalysatoren, die sich bei Prozessen und Reaktionen in den Ingenieurwissenschaften einsetzen lassen. Neben der Kombination von NMR-Techniken mit Hyperpolarisation im Bereich der Reaktions- und Prozessüberwachung ist das auch ein Aspekt, der dem Gerätezentrum der ֱ ein nationales und internationales Alleinstellungsmerkmal verleiht.</p>
<p>Ziel des Gerätezentrum ist es zudem, die technische Infrastruktur anderen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen zur Verfügung zu stellen und neue Kooperationen anzustoßen. Zudem werden Teams aus den Umweltwissenschaften der ֱ in Landau die Geräte für ihre Forschung nutzen. Im Rahmen eines Praktikums haben auch Studierende die Möglichkeit, hier zu experimentieren.</p>
<p>Im neuen Zentrum arbeiten die Teams um die Professoren Hans Hasse (Maschinenbau und Verfahrenstechnik), Erik von Harbou (Maschinenbau und Verfahrenstechnik), Werner Thiel (Chemie) und Wolfgang Kleist (Chemie) eng zusammen. Geleitet wird es von Dr. Kerstin Münnemann. Seinen Sitz hat es im LASE, in dem Forscherinnen und Forscher aus Chemie, Physik und Ingenieurwissenschaften eng zusammenarbeiten, um Spin-Phänomenen auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Gerätzentren der DFG sollen anspruchsvolle Geräte-Technologien einem breiten Anwenderfeld zugänglich machen. An der ֱ ist es das erste Zentrum dieser Art. Mehr dazu unter: <br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Kerstin Münnemann<br> Laboratory for Advanced Spin Engineering<br> Magnetic Resonance group<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.:&nbsp; 0631 205-4797<br> E-Mail: kerstin.muennemann[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 19 Feb 2024 15:23:10 +0100</pubDate>
                        <title>Nachhaltigkeit in der Forschungsarbeit stärken: ֱ erhält 800.000 Euro aus dem Forschungsfonds des Landes</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/nachhaltigkeit-in-der-forschungsarbeit-staerken-rptu-erhaelt-800000-euro-aus-dem-forschungsfonds-des-landes</link>
                        <description>Die ֱ forscht für die Zukunft: Zum Beispiel, indem Forschende das Potenzial von sogenannten Spin-Phänomenen für die technische Anwendung erschließen. Oder indem sie Stoffwechselprozesse von Pflanzen entschlüsseln und für die Landwirtschaft nutzbar machen. Ressourcenschonende und international wettbewerbsfähige Forschung erfordert zeitgemäße Geräteinfrastruktur. Der nachhaltige und energieeffiziente Betrieb der hierfür benötigten Forschungsgeräte wird dabei immer wichtiger. Hierfür erhält die ֱ aus dem Forschungsfonds des Landes Rheinland-Pfalz 800.000 Euro. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ֱ </strong><strong>forscht für die Zukunft: Zum Beispiel, indem Forschende das Potenzial von sogenannten Spin-Phänomenen für die technische Anwendung erschließen. Oder indem sie Stoffwechselprozesse von Pflanzen entschlüsseln und für die Landwirtschaft nutzbar machen. Ressourcenschonende und international wettbewerbsfähige Forschung erfordert zeitgemäße Geräteinfrastruktur. Der nachhaltige und energieeffiziente Betrieb der hierfür benötigten Forschungsgeräte wird dabei immer wichtiger. Hierfür erhält die ֱ aus dem Forschungsfonds des Landes Rheinland-Pfalz 800.000&nbsp;Euro. </strong></p>
<p>Wissenschaftsminister Clemens Hoch überreichte den Förderbescheid am Freitag an Professorin Gabriele E. Schaumann und Professor Arnd Poetzsch-Heffter, die gemeinsam die präsidiale Doppelspitze der ֱ bilden. Die Universität erwartet durch die Investition in zeitgemäße Geräteinfrastruktur nicht nur eine weitere Steigerung der Forschungsqualität, sondern auch beim Energieverbrauch ein Einsparpotenzial von bis zu 80.000 Euro jährlich.</p>
<p>„Wir bedanken uns herzlich beim Land Rheinland-Pfalz für die Förderung. Die Mittel kommen insbesondere der Geräteausstattung in vier strategischen Forschungsfeldern zugute“, freut sich Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ. „Wir benötigen dort hochspezialisierte Geräte, um etwa effizientere Datenverarbeitungs- und Übertragungsmethoden, das nachhaltige Management von Umweltressourcen, zelluläre Anpassungsstrategien bei Nutzpflanzen und neuartige Hochleistungswerkstoffe zu erforschen.“</p>
<p>„Eine Forschungsinfrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik zahlt sich ebenso in punkto Nachhaltigkeit aus, vor allem durch energieeffizienteren Betrieb“, ergänzt Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, Co-Präsidentin der ֱ. „Mit Blick auf die großen ökologischen, technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ist Nachhaltigkeit an der ֱ nicht nur ein wissenschaftlicher Aspekt, der sich durch nahezu alle unsere Forschungsfelder zieht. Wir wollen durch die neue Geräteausstattung auch unseren Beitrag zu Energieeinsparungen in der experimentellen Forschung leisten.“</p>
<p>„In Zeiten der dynamischen Debatte um die sparsame und nachhaltige Ressourcennutzung, ist das Bestreben der ֱ mit Blick auf ihre Geräteinfrastruktur nach ressourcenschonenden und klimafreundlichen Lösungen zu suchen, positiv. Die ֱ kann durch entsprechende Investitionen nicht nur ihre nationale und internationale Wettbewerbsposition weiter stärken, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung“, sagt Wissenschaftsminister Clemens Hoch.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 16 Feb 2024 14:32:38 +0100</pubDate>
                        <title>5,93 Millionen Euro pro Jahr: ֱ unterzeichnet Zielvereinbarung zur neuen Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/593-millionen-euro-pro-jahr-rptu-unterzeichnet-zielvereinbarung-zur-neuen-forschungsinitiative-rheinland-pfalz</link>
                        <description>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (ֱ) und Wissenschaftsminister Clemens Hoch haben die Zielvereinbarung der neuen Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz unterzeichnet. Bis 2028 erhält die ֱ jährlich 5,93 Millionen Euro, um ihre Forschungsaktivitäten weiter auszubauen. Ziel ist es, das hohe Niveau bestehender Forschungsbereiche zu festigen ebenso wie neue Forschungsfelder zu erschließen und auszubauen. Aus den Mitteln fördert die ֱ künftig insgesamt 15 Vorhaben, die die gesamte Bandbreite der profilbildenden Forschungskompetenzen repräsentieren. Die Forschungsinitiative besteht seit 2008. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Hochschulen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (ֱ) und Wissenschaftsminister Clemens Hoch haben die Zielvereinbarung der neuen Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz unterzeichnet. Bis 2028 erhält die ֱ jährlich 5,93 Millionen Euro, um ihre Forschungsaktivitäten weiter auszubauen. Ziel ist es, das hohe Niveau bestehender Forschungsbereiche zu festigen ebenso wie neue Forschungsfelder zu erschließen und auszubauen. Aus den Mitteln fördert die ֱ künftig insgesamt 15 Vorhaben, die die gesamte Bandbreite der profilbildenden Forschungskompetenzen repräsentieren. Die Forschungsinitiative besteht seit 2008. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Hochschulen.</strong></p>
<p>Unter dem Dach der Forschungsinitiative arbeiten in Kaiserslautern und Landau Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über alle Fachdisziplinen hinweg grundlagenorientiert zusammen, um zur Lösung von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in den Themenfeldern Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Bildung beizutragen.</p>
<p>Unter den 15 geförderten Initiativen sind drei etablierte Forschungsgruppen in den Bereichen innovative Werkstofftechnik, Membran- und Systembiologie sowie Optik und Materialwissenschaften (sogenannte Profilbereiche). Diese werden ergänzt durch zwölf Potenzialbereiche, die neue Forschungsfelder erschließen bzw. weiterentwickeln. Die Potenzialbereiche beschäftigen sich mit der Zukunft des Bauens, Diversität im Zusammenspiel mit gesellschaftlichem Wandel, Anwendungen des Maschinellen Lernens, mathematischen Methoden als Werkzeuge bzw. Problemlöser für Naturwissenschaft und Technik, nachhaltigen Systemen für den Energie- und Rohstoffwandel, der neurokognitiven Entwicklung des Menschen, Problemlösekompetenzen in und mit digitalen Systemen, zukunftsorientierten Entwicklungskonzepten und Planungsverfahren für Städte und Regionen, dem gemeinsamen Potenzial von Quantentechnologien und Künstlicher Intelligenz, dem Einfluss von „Permakrisen“ auf das Informationsverhalten der Gesellschaft sowie der Entwicklung und Produktion von intelligenten energie- und ressourceneffizienten Nutzfahrzeugen.</p>
<p>Die präsidiale Doppelspitze der ֱ blickt zufrieden auf die neue Förderphase: „Die Mittel der Forschungsinitiative ermöglichen es uns, die Strahlkraft und Sichtbarkeit unserer Forschung entscheidend weiterzuentwickeln“, sagt Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ. „Dabei nutzen wir nicht zuletzt die Synergien, die sich aus zwölf standortübergreifenden Vorhaben mit Kaiserslauterer und Landauer Beteiligung ergeben. Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, Co-Präsidentin der ֱ, ergänzt: Das Land stellt uns diese Mittel mit einer fast fünfjährigen Planungsperspektive zur Verfügung. Dadurch können wir auch unsere standortübergreifenden Forschungsaktivitäten, die langfristig auch dem Transfer in Gesellschaft und Wirtschaft zugutekommen, sukzessive ausbauen.“</p>
<p>„Die Forschungsinitiative fördert nicht nur die Forschung in unseren Hochschulen, sondern stärkt auch über den Wissens- und Innovationstransfers ihren Austausch untereinander, mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen und der Gesellschaft. Mit Fördermitteln in Höhe von rund 30 Millionen Euro leisten wir als Landesregierung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der nationalen und internationalen Wettbewerbsposition der ֱ Kaiserslautern-Landau, sondern stärken so auch den Forschungsstandort Rheinland-Pfalz“, sagt Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „Die Mittel der Forschungsinitiative unterstützen unsere Hochschulen, die von ihnen selbst identifizierten Forschungsbereiche gezielt weiterzuentwickeln und ihr Forschungsprofil zu stärken.“ Diese Strategie trage Früchte, wie erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen der beiden Hochschulen zeigten, so Clemens Hoch weiter.</p>
<p>Diesen Mehrwert sieht auch Professor Dr. Ralf Schäfer, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Landau: „Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innerhalb der Forschungsinitiative wirkte sich schon in der Vergangenheit positiv auf eine nachfolgende Bewilligung von koordinierten Programmen aus“, erklärt. „Koordinierte Programme sind besonders prestigeträchtige Schwergewichte. Dazu zählen die Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollege der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die die Sichtbarkeit einer Forschungseinrichtung auf internationaler Ebene stärken und zusätzliche Fördermittel erschließen.“</p>
<p>Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern ergänzt: „In diesem Kontext haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche Vorhaben der Forschungsinitiative Früchte getragen. Jüngstes Beispiel ist das im November von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligte Graduiertenkolleg WERA, das die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abwasser erforscht. Hier hat die Vernetzung und Vertiefung einschlägiger Forschungsexpertise im etablierten Potenzialbereich NanoKat entscheidende Voraussetzungen geschaffen.“</p>
<p><br> <strong>Pressekontakt</strong><br> Lena Josch<br> Referat für Forschung<br> T: 0631 205-4304<br> E: lena.josch@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Feb 2024 08:59:26 +0100</pubDate>
                        <title>Mit kulturellen Bildungsangeboten soziale Ungleichheit thematisieren: Neues EU-Forschungsprojekt gestartet</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/mit-kulturellen-bildungsangeboten-soziale-ungleichheit-thematisieren-neues-eu-forschungsprojekt-gestartet</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie können kulturelle Bildungsangebote helfen, soziale Ungleichheit ins Bewusstsein zu bringen? Mit dieser Frage befasst sich das Projekt „Exploring and Educating Cultural Literacy through Art“ (EXPECT_ART), das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Horizont Europa“ für drei Jahre mit rund drei Millionen Euro gefördert wird. Daran beteiligt ist auch der Arbeitsbereich „Interkulturelle Bildung“ vom Institut für Erziehungswissenschaft der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Koordiniert wird es an der Syddansk Universitet in Dänemark (SDU), dabei sind insgesamt sechs Universitäten und sechs Bildungseinrichtungen aus sechs europäischen Ländern.</strong></p>
<p>Das Projekt zielt darauf ab, kritische kulturelle Kompetenzen durch Kunst und den Einsatz von Kunst in der Bildung innerhalb und zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen in Europa zu fördern. Ziel ist es, soziale Ungleichheit zu thematisieren und wahrzunehmen. Die sechs beteiligten Universitäten arbeiten dazu jeweils mit einer Bildungseinrichtung vor Ort zusammen. Eingebunden in Forschung und Bildungsangebote werden zudem die Stadteile, in denen die Bildungseinrichtungen ihren Sitz haben.</p>
<p>Das Team um Professorin Dr. Lisa Rosen, Fenna tom Dieck und Dr. Bianca Baßler von der ֱ in Landau kooperiert eng mit der Kinemathek in Karlsruhe. Gemeinsam werden sie ein Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche entwickeln. Um dieses Angebot zu erforschen, kommen ethnografische partizipative Methoden zum Einsatz: Jugendliche, Lehrkräfte und Bildungsarbeiterinnen und -arbeiter forschen gemeinsam mit den Forschenden.<br> <br> Bei dem Material, das Gegenstand der Forschung ist, geht es um beobachtete Handlungen, aufgenommene Gespräche, Ergebnisse der Angebote et cetera – einfach gesagt: alles, worin Kultur sichtbar wird. Ziel dabei ist es, zu verstehen, inwieweit wir alle in unserem Alltag und unserem kulturellen Handeln in Ungleichheitsverhältnisse eingebunden sind.</p>
<p>Das Landauer Team entwickelt im Projekt für alle Partnerinnen und Partner ein Reflexionsmodell für die Forschung. Dies ist wichtig, da die Reflexion von Methoden und des eigenen Standpunkts ein Gütekriterium von partizipativer Forschung darstellen. Dazu wird es vom 18. bis 19. September einen Workshop an der ֱ in Landau geben.<br> <br> Ferner werden die Arbeitsgruppen eine Online-Plattform erstellen, die verschiedene Aktivitäten zur kulturellen Bildung anbieten wird. Diese sollen auf die Bedürfnisse verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten werden. Ziel dabei ist es unter anderem, kulturelle Kompetenzen in Bezug auf die Reflexion sozialer Ungleichheit von Kindern, Jugendlichen, Lehrkräften und der interessierten Öffentlichkeit zu verbessern. Auch neue Lehrveranstaltungen an den beteiligten Universitäten sind in Planung sowie ein Handbuch und politische Empfehlungen.<br> <br> Koordiniert wird das Vorhaben an der Syddansk Universitet in Odense in Dänemark, beteiligt sind außerdem fünf weitere Universitäten und sechs Einrichtungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft aus Dänemark, Deutschland, Ungarn, Polen, Slowenien und Spanien. Das Projekt ist im Januar gestartet. Zum Auftakt kamen die Beteiligten in Dänemark zusammen. Für die Bildungseinrichtungen wird im Rahmen des Projekts jeweils eine Stelle eingerichtet. Es ist eine enge Zusammenarbeit der Universitäten mit diesen angestrebt.<br> <br> <strong>Fragen beantworten:</strong><br> Dr. Bianca Baßler<br> Arbeitsbereich „Interkulturelle Bildung“<br> Institut für Erziehungswissenschaft<br> ֱ in Landau<br> Tel.: 06341-280-34206<br> E-Mail: bianca.bassler[at]rptu.de</p>
<p>Carmen Beckenbach<br> Kinemathek Karlsruhe e.V.<br> Kaiserpassage 6<br> 76133 Karlsruhe<br> <br> Handy: 0176-53560484</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 12 Feb 2024 09:39:56 +0100</pubDate>
                        <title>Studie zeigt: Pestizid-Ausbreitung im Vinschgau vom Tal bis in die Gipfelregion</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-zeigt-pestizid-ausbreitung-im-vinschgau-vom-tal-bis-in-die-gipfelregion-1</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemeldung der ֱ und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vinschgau im Westen Südtirols ist das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet in Europa. Der Südtiroler Apfel ist bekannt für sein perfektes Aussehen. Dafür werden in der Produktion oft große Mengen an Pestiziden eingesetzt. Eine aktuelle Studie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) zeigt, dass diese Pestizide nicht auf der Anbaufläche bleiben, sondern im ganzen Tal bis in Höhenlagen zu finden sind. Die festgestellten Pestizidmischungen der vielen Stoffe können sich schädlich auf die Umwelt auswirken.</strong></p>
<p>Der Vinschgau liegt in Südtirol, das vor allem mit Bergen und Natur in Verbindung gebracht wird. In der nördlichsten Provinz Italiens sind&nbsp;über 7.000 Apfelbauern tätig, die zehn Prozent aller europäischen Äpfel produzieren. Der konventionelle Anbau setzt bei der Bekämpfung von Schädlingen wie dem Apfelwickler und Pilzkrankheiten, die Schorf auf den Früchten auslösen, vor allem auf synthetische Pestizide, die mit Gebläse verteilt werden. Dadurch ist vor allem bei Wind eine hohe Abdrift in die Umgebung möglich.</p>
<p>Lange gingen selbst Fachleute davon aus, dass die synthetischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im Wesentlichen in der Apfelanlage verbleiben, dort also, wo sie aufgebracht wurden und maximal noch im nahen Umfeld zu finden sind. Grundlage dieser Annahme seien jedoch veraltete und weniger empfindliche Messmethoden und dass Pestizide abseits der Produktionsflächen einfach nicht erhoben wurden, erklärt Umweltwissenschaftler Carsten Brühl von der ֱ in Landau. Mit der modernen Analytik von heute kann man bis zu einhundert Pestizide gleichzeitig und auch in geringen Konzentrationen messen. Tatsächlich zeigen Studien, dass sich Pestizide deutlich über die landwirtschaftlich genutzte Fläche ausbreiten und etwa Insekten in Naturschutzgebieten belasten (Brühl et al 2022, Scientific Reports) oder in der Umgebungsluft fernab der Landwirtschaft zu finden sind (Zaller et al. 2022, Science of the Total Environment). Im Vinschgau wurde bereits vor einigen Jahren ein Rückgang von Schmetterlingen auf den Bergwiesen beobachtet. Fachleute vermuteten einen Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden im Tal, aber es gibt kaum Studien zur Frage, wie weit aktuelle Pestizide tatsächlich transportiert werden und wie lange sie in Boden und Pflanzen verbleiben. Dies war der Anlass für Brühl und seinen Kollegen Johann Zaller von der BOKU, im Vinschgau die Verteilung von Pestiziden in der Umwelt zu untersuchen.</p>
<h5>Messung der Pestizidausbreitung erstmals auf großer Skala</h5>
<p>„Aus ökotoxikologischer Sicht ist das Vinschgauer Tal besonders interessant, da man im Tal hochintensiven Anbau mit vielen Pestiziden hat und auf den Bergen empfindliche alpine Ökosysteme, die teilweise auch streng geschützt sind“, erläutert Brühl. Gemeinsam mit seinem Team sowie Fachkollegen der BOKU und aus Südtirol hat er die Pestizid-Belastung auf Landschaftsebene untersucht – entlang des ganzen Tals bis in Höhenlagen. Den Verbleib von Pestiziden auf so großer Skala systematisch aufzunehmen und darzustellen ist ein Novum in den Umweltwissenschaften. Für ihre Studie haben die Forscher insgesamt elf sogenannte Höhentransekte entlang der gesamten Talachse untersucht, Strecken, die sich vom Talboden von 500 Metern Seehöhe bis auf die Berggipfel mit 2.300 Metern erstrecken. Entlang dieser Höhentransekte entnahm das Team auf Höhenstufen alle 300 Meter Untersuchungsmaterial. An insgesamt 53 Standorten wurden so Pflanzenmaterial gesammelt und Bodenproben gezogen.</p>
<p>Die anschließende Analyse zeigte: Insgesamt nehmen die Pestizide in den Höhen und mit Abstand zu den Apfelplantagen zwar ab, aber selbst im oberen Vinschgau mit kaum Apfelanbau haben die Forscher noch mehrere Substanzen in Mischungen im Boden und in der Vegetation nachgewiesen.&nbsp; „Wir fanden die Mittel in entlegenen Bergtälern, auf den Gipfeln und in Nationalparks. Dort haben sie nichts verloren“, unterstreicht Brühl. Die Stoffe verbreiten sich aufgrund der teilweise starken Talwinde und der Thermik im Vinschgau weiter als man aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften annehmen könnte. Bereits in den gemessenen niedrigen Konzentrationen können Pestizide zu sogenannten sublethalen, also nicht direkt tödlichen Effekten bei Organismen führen, die nicht Ziel der Bekämpfung sind. Für Schmetterlinge könnte das beispielsweise eine Verringerung der Eiablage bedeuten, was dann zu einer Populationsreduktion führt. Nur an einer einzigen Stelle haben die Forscher in den Pflanzen keine Wirkstoffe gefunden – interessanterweise gibt es an jener Stelle auch sehr viele Schmetterlinge.</p>
<h5>Knapp 30 Pestizide nachgewiesen</h5>
<p>Insgesamt 27 verschiedene Pestizide fanden die Forscher in der Umwelt, betonen aber zugleich, dass sie ihre Messungen Anfang Mai durchgeführt haben und dass im Verlauf der Wachstumssaison bis zur Ernte weitere Mittel zum Einsatz kommen. Durchschnittlich fast 40 Anwendungen von Pestiziden während der Saison sind üblich. Damit seien komplexere Mischungen mit mehreren Substanzen und immer wieder auftretende höhere Konzentrationen wahrscheinlich. In fast der Hälfte aller Boden- und Pflanzenproben konnten die Forscher das Insektizid Methoxyfenozid messen, dass in Deutschland seit 2016 aufgrund der Umweltschädlichkeit nicht mehr zugelassen ist. Wie sich chronische Belastungen durch Pestizide mit Mischungen in niedrigen Konzentrationen auf die Umwelt auswirken, ist bisher kaum bekannt; auch weiß man bislang wenig über ein mögliches Zusammenwirken verschiedener Substanzen. Bei der Umweltrisikobewertung im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens werden Mischungen nicht bewertet, sondern die Stoffe werden einzeln betrachtet. „Mit der Realität der Anwendungen auf dem Acker oder in der Obstplantage und dem Verbleib in der Umwelt hat dies nichts zu tun“, so Brühl.</p>
<p>Wie weit verbreitet die Pestizidbelastung im Boden und in den Pflanzen war und dass selbst Nationalparks betroffen sind, die eigentlich zum Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere eingerichtet wurden, beunruhigt die Forscher. „Die Konzentrationen, die wir fanden, waren zwar nicht hoch, aber es ist erwiesen, dass Pestizide das Bodenleben schon bei sehr geringen Konzentrationen beeinträchtigen“, erklärt Bodenexperte Johann Zaller von der BOKU. Außerdem fand das Team immer einen Cocktail aus verschiedenen Pestiziden, deren Wirkungen sich möglicherweise verstärken. „Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Technik der Pestizidausbringung im Apfelanbau stark verbesserungswürdig ist, sonst würden nicht so viele Pestizide abseits der Apfelanlagen gefunden werden“, ist Zaller überzeugt. Außerdem sei es unwirtschaftlich, wenn die Pestizide nicht gezielt auf die Zielorganismen aufgebracht werden.</p>
<p>„Wir wissen aus früheren Studien (Caroline Linhart et al 2021, Environmental Sciences Europe), dass Kinderspielplätze in der Nähe der Apfelanlagen mit Pestiziden belastet sind. Zum Teil sogar übers ganze Jahr hindurch“, so Mit-Autor und Pestizid-Kritiker Koen Hertoge, der im Vinschgau lebt. „Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine neue Dimension des Problems, weil auch weit entlegene Gebiete mit Pestiziden belastet sind. Maßnahmen zum Schutz der Natur und der Gesundheit der Bevölkerung sind unbedingt notwendig und hier ist nun die neue Landesregierung gefordert."</p>
<h5>Fördern der funktionalen Biodiversität als Alternative zum Pestizideinsatz</h5>
<p>Mögliche Maßnahmen wären eine Reduktion oder gar ein Verbot des Pestizideinsatzes, zumindest der in entlegenen Gebieten nachgewiesenen Stoffe, schlussfolgern die Forscher aus ihren Untersuchungsergebnissen. Im Gegenzug sei es wichtig, Bewirtschaftungspraktiken zu forcieren, die auch die Nützlings-Schädlingsinteraktionen, die sogenannte funktionale Biodiversität in der Apfelanlage und in der näheren Umgebung fördern. Gemeint sind damit beispielsweise naturnahe und blütenreiche Grasländer verteilt in der Landschaft, um den Gegenspielern von Apfelschädlingen einen Lebensraum zu bieten. Darüber hinaus müsste ein systematisches Monitoring eingeführt werden, das Messungen an verschiedenen Stellen übers Jahr vorsieht, um den ganzjährigen Pestizideintrag abschätzen zu können.</p>
<p>Die Verantwortung für die Verringerung des Pestizideinsatzes liegt nicht nur bei den Apfelbauern, sondern auch bei den großen Supermarktketten, so die Forscher: Diese könnten eine Akzeptanz von nicht ganz so perfekt aussehenden Äpfeln fördern. Das sei durchaus realistisch. Denn dass auch die Bevölkerung einem Pestizideinsatz kritisch gegenübersteht, zeigte etwa 2014 ein Bürgerentscheid der Marktgemeinde Mals im oberen Vinschgau: Hier sprach sich die Mehrheit gegen den konventionellen Apfelanbau aus.</p>
<p>Aus der beobachteten Verbreitung in der gesamten Landschaft schließt Carsten Brühl: „Wir brauchen Regionen, in denen Pflanzen und Tiere nicht mit diesen bioaktiven Substanzen kontaminiert sind. Eine Pestizidreduktion – auch mit großen Gebieten ohne den Einsatz von synthetischen Pestiziden – und gleichzeitige Ausweitung des biologischen Anbaus ist zur Reduktion der Landschaftsbelastung dringend notwendig. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es drängt, jetzt zu handeln, wir haben leider keine Zeit mehr.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Die Studie:</h5>
<p>Carsten A. Brühl, Nina Engelhard, Nikita Bakanov, Jakob Wolfram, Koen Hertoge, Johann G. Zaller. 2024. Widespread contamination of soils and vegetation with Current Use Pesticide residues along altitudinal gradients in a European Alpine valley. Nature Communications Earth &amp; Environment.<br></p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Weitere in der Meldung genannte Studien:</h5>
<p>Carsten A. Brühl, Nikita Bakanov, Sebastian Köthe, Lisa Eichler, Martin Sorg, Thomas Hörren, Roland Mühlethaler, Gotthard Meinel, Gerlind U.C. Lehmann. Direct pesticide exposure of insects in nature conservation areas in Germany. Scientific Reports. </p>
<p>Johann G. Zaller, Maren Kruse-Paß, Ulrich Schlechtriemen, Edith Gruber, Maria Peer, Imran Nadeem, Herbert Formayer, Hans-Peter Hutter, Lukas Landler. Pesticides in ambient air, influenced by surrounding land use and weather, pose a potential threat to biodiversity and humans. Science of The Total Environment. </p>
<p>Caroline Linhart, Simona Panzacchi, Fiorella Belpoggi, Peter Clausing, Johann G. Zaller, Koen Hertoge. Year-round pesticide contamination of public sites near intensively managed agricultural areas in South Tyrol. Environmental Sciences Europe. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Ansprechpartner:</h5>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br>Prof. Dr. Carsten Brühl<br>iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br>+49 (0)6341 280-31310<br>carsten.bruehl@rptu.de</p>
<p>Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)<br>Prof.&nbsp; Dr. Johann Zaller<br>Institut für Zoologie<br>+43 1 47654-83318<br>johann.zaller@boku.ac.at</p>
<p>Koen Hertoge<br>+39 345 816 05 16<br>koen.hertoge@gmail.com</p>
<h5>&nbsp;</h5>
<h5>Pressekontakt</h5>
<p>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br>Kerstin Theilmann<br>+49 6341 280-32219<br>kerstin.theilmann@rptu.de</p>
<p>Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)<br>Bettina Fernsebner-Kokert<br>+43 (0) 664 885 86 531<br>bettina.fernsebner@boku.ac.at</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 16:32:57 +0100</pubDate>
                        <title>Studie: Wie passen sich Pflanzen an kalte Umgebungstemperaturen und Frost an?</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-wie-passen-sich-pflanzen-an-kalte-umgebungstemperaturen-und-frost-an-1</link>
                        <description>Pflanzen haben in der Regel einen festen Standort. Daher müssen sie anpassungsfähig sein, um auch bei herausfordernden Bedingungen zu überleben. Welche Strategien sie nutzen, um auf schnell wechselnde Umweltbedingungen optimal zu reagieren, untersuchen Forschende vom Fachgebiet Pflanzenphysiologie an der ֱ in Kaiserslautern. Dabei ist jetzt ein neuer Meilenstein erreicht: Doktorandin Annalisa John hat in ihrer Forschungsarbeit anhand der Modellpflanze Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) entschlüsselt, welche zellulären Mechanismen die Pflanze nutzt, um sich an kalte Umgebungstemperaturen und Frost anzupassen. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Fachzeitschrift „The Plant Cell“ erschienen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pflanzen haben in der Regel einen festen Standort. Daher müssen sie anpassungsfähig sein, um auch bei herausfordernden Bedingungen zu überleben. Welche Strategien sie nutzen, um auf schnell wechselnde Umweltbedingungen optimal zu reagieren, untersuchen Forschende vom Fachgebiet Pflanzenphysiologie an der ֱ in Kaiserslautern. Dabei ist jetzt ein neuer Meilenstein erreicht: Doktorandin Annalisa John hat in ihrer Forschungsarbeit anhand der Modellpflanze Acker-Schmalwand (<em>Arabidopsis thaliana</em>) entschlüsselt, welche zellulären Mechanismen die Pflanze nutzt, um sich an kalte Umgebungstemperaturen und Frost anzupassen. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Fachzeitschrift „The Plant Cell“ erschienen.</strong></p>
<p>Grundsätzlich verändern Pflanzen bei Kältestress ihren Stoffwechsel ebenso wie Strukturen auf Zellebene. Die betrifft vor allem die Biomembranen, die Zellen und die darin befindlichen Zellorganellen wie eine Grenzschicht umschließen. „Beim Einsetzen von Kälte muss die Zusammensetzung der Doppel-Lipidschichten, aus denen die Zellmembranen bestehen, rasch und effizient modifiziert werden“, sagt Annalisa John, die im Fachgebiet Pflanzenphysiologie promoviert und Erstautorin der Studie ist. Diese Modifikationen sind notwendig, um Biomembranen auch bei geringen Umwelttemperaturen fluide bzw. beweglich zu halten, was für ihre Funktionalität eine zwingende Voraussetzung ist.</p>
<p>Um die Zusammensetzung der Zellmembranen ändern zu können, stoßen Pflanzen die Produktion neuer Lipide an. Die Synthese erfolgt in zwei Zellkompartimenten, den Chloroplasten und dem sogenannten Endoplasmatischen Retikulum (ER). Die Chloroplasten stellen zunächst Fettsäuren, die Grundbausteine von Lipiden, bereit und schicken diese mithilfe eines Transportproteins zur nächsten Verarbeitungsstation, dem ER. Das dazu notwendige Transportprotein in den Chloroplasten heißt Fatty Acid Export Protein 1, kurz FAX1. „Unsere Arbeitsgruppe hatte im Vorfeld dieser Untersuchungen bereits beobachtet, dass neben weiteren Proteinen auch die Menge an FAX1 nach Einsetzen kalter Temperaturen stark abnimmt“ so John. „Jedoch war unklar, ob diese Abnahme für die Kälte- und Frostanpassung bedeutend ist und wie die gezielte Abnahme des FAX1-Proteins gesteuert wird.“</p>
<p><strong>Die Antwort steckt in den Chloroplasten</strong></p>
<p>Im Rahmen ihrer Promotionsarbeit lieferte die Nachwuchswissenschaftlerin Antworten auf diese Forschungsfragen. Pflanzen-Mutanten, die das Protein FAX1 andauernd in großen Mengen produzieren (sogenannte FAX1 Überexpremierer) und einer Kältebehandlung unterzogen werden, zeigten folgendes Verhalten: Sie wuchsen ineffizient und neigten dazu, vorzeitig zu altern (Abb. 1A und B), zeigten Defekte in der Photosynthese (der grundlegenden Stoff- und Energieumwandlung) und produzierten in großem Maß toxische Substanzen – reaktive Sauerstoffspezies wie etwa Wasserstoffsuperoxid.</p>
<p>Begleitet wurde dieser Prozess von einem gestörten Lipid-Haushalt, der von der Situation in Wildtyp-Pflanzen deutlich abweicht. Während Wildtypen die Lipid-Synthese in den Chloroplasten besonders aktivieren, synthetisieren die FAX1 Überexpremierer relativ viele Lipide im ER. „Darüber hinaus haben wir ein Enzym identifiziert, das FAX1 abbaut, eine sogenannte Rhomboid-Like Protease11, kurz RBL11 Protease“, erklärt John. „Diese ist wie FAX1 in der Membran der Chloroplasten lokalisiert. Pflanzen-Mutanten, denen die RBL11 Protease fehlt, zeigten die gleichen Symptome wie die FAX1 Überexpremierer. Somit ist nun klar, dass der Abbau von FAX1 in der Kälte für die Anpassung an geringe Umwelttemperaturen bedeutend ist. Ebenso wissen wir, wie der Abbau erfolgt.“</p>
<p><strong>Bestehende Forschungsexpertise nutzen</strong></p>
<p>Bei den komplexen Analysen unterstützt haben die Arbeitsgruppen um Prof. Timo Mühlhaus (Computergestützte Systembiologie) und Prof. Michael Schroda (Molekulare Biotechnologie und Systembiologie) von der ֱ. „Mit diesen Gruppen sowie externen Forschungspartnern arbeiten wir bereits im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Transregio-Sonderforschungsbereich 175 ‚The Green Hub‘ zusammen“, sagt Professor Dr. Ekkehard Neuhaus, der das Fachgebiet Pflanzenphysiologie verantwortet. „Ziel dieses koordinierten Forschungsprogramms ist es, die vielfältigen Funktionen von Chloroplasten bei der Anpassung der Pflanzen an sich verändernde Umweltbedingungen zu verstehen. Die durch die Promotionsarbeit von Frau John gewonnen Erkenntnisse liefern hierzu einen wichtigen Beitrag. Es könnte demnach möglich sein, empfindliche Nutzpflanzen gezielt in ihrer Kältetoleranz zu optimieren, so dass sie spontane Phasen kühler Temperaturen oder sogar Fröste überstehen.“</p>
<p><strong>Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Plant Cell</strong></p>
<p>Die komplette Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift „The Plant Cell“ einsehbar: </p>
<p>Bibliographische Informationen zur erschienenen Studie:</p>
<p>Degradation of FATTY ACID EXPORT PROTEIN1 by RHOMBOID-LIKE PROTEASE11 contributes to cold tolerance in Arabidopsis</p>
<p>Annalisa John,&nbsp;Moritz Krämer,&nbsp;Martin Lehmann,&nbsp;Hans-Henning Kunz,&nbsp;Fayezeh Aarabi,&nbsp;Saleh Alseekh,&nbsp;Alisdair Fernie,&nbsp;Frederik Sommer,&nbsp;Michael Schroda,&nbsp;David Zimmer, Timo Mühlhaus,&nbsp;Helga Peisker,&nbsp;Katharina Gutbrod,&nbsp;Peter Dörmann,&nbsp;Jens Neunzig,&nbsp;Katrin Philippar,&nbsp;H Ekkehard Neuhaus</p>
<p>Plant Cell, koae011, 18 January 2024</p>
<p>DOI: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt</strong></p>
<p>Prof. Dr. Ekkehard Neuhaus<br> Pflanzenphysiologie, ֱ Kaiserslautern-Landau</p>
<p>T: 0631 205-2372<br> E:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+ofvibvtAsquv/ef" data-mailto-vector="1">neuhaus[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 10:48:43 +0100</pubDate>
                        <title>Knapp 4 Millionen Euro für Kompetenzzentrum zur innovativen Kreislaufwirtschaft </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/knapp-4-millionen-euro-fuer-kompetenzzentrum-zur-innovativen-kreislaufwirtschaft-1</link>
                        <description>Aufgabe des neuen Kompetenzzentrums wird es sein, Circular Innovation – nachhaltige Innovationen der Kreislaufwirtschaft – in der Großregion Saar-Lor-Lux voranzutreiben. Der Fokus liegt auf Metallen und neuen Materialien. Für das Kompetenzzentrum hat der Lehrstuhl für Entrepreneurship der ֱ gemeinsam mit Partnern der Universität der Großregion EU-Fördermittel in Höhe von knapp vier Millionen Euro für vier Jahre eingeworben. Das Projekt, das im Programm „Interreg Großregion 2021-2027“ verortet ist, vernetzt Wissen und Ressourcen in der Großregion und darüber hinaus.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufgabe des neuen Kompetenzzentrums wird es sein, Circular Innovation – nachhaltige Innovationen der Kreislaufwirtschaft – in der Großregion Saar-Lor-Lux voranzutreiben. Der Fokus liegt auf Metallen und neuen Materialien. Für das Kompetenzzentrum hat der Lehrstuhl für Entrepreneurship der ֱ gemeinsam mit Partnern der Universität der Großregion EU-Fördermittel in Höhe von knapp vier Millionen Euro für vier Jahre eingeworben. Das Projekt, das im Programm „Interreg Großregion 2021-2027“ verortet ist, vernetzt Wissen und Ressourcen in der Großregion und darüber hinaus.</strong></p>
<p>Das Projekt mit dem Titel „UniGR Interdisziplinäres Kompetenzzentrum Metalle und Materialen in einer Kreislaufwirtschaft“ bringt Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Die in der Großregion ansässigen Universitäten – darunter die ֱ – werden eng mit Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie weiteren Partnern zusammenarbeiten. Der dadurch entstehende Austausch von Wissen und Ressourcen soll die Entwicklung und Implementierung von kreislauforientierten Geschäftsmodellen und Technologien beschleunigen.</p>
<p>„Durch interdisziplinäre Forschungsteams wird die Universität der Großregion innovative Lösungen erarbeiten, die sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten. Ziel ist es, einen nachhaltigen Wandel in der Region anzustoßen und als Modell für andere Regionen zu dienen“, sagt ֱ-Projektleiter Professor Dr. Dennis Steininger. Er betont die Bedeutung des Projekts: „Dieses Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein in unserem gemeinsamen Bestreben, führend in der Forschung und Entwicklung von Innovationen und Geschäftsmodellen im Bereich nachhaltiger und digitaler Technologien zu sein.“</p>
<p><strong>Über die Universität der Großregion</strong></p>
<p>Die Universität der Großregion ist ein Netzwerk bestehend aus sieben Hochschulen (die Universitäten ֱ Kaiserslautern-Landau, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, des Saarlandes, Trier und die htw saar als assoziierter Partner), die im Grenzraum der Großregion liegen (Deutschland - Rheinland-Pfalz und Saarland, Belgien - die Wallonie, Frankreich - Region Grand-Est - Lorraine, Luxemburg). An der Universität der Großregion arbeiten über 10.250 Forschende. Gemeinsam werden dort mehr als 141.000 Studierende und rund 7.050 Promovierende ausgebildet.</p>
<p><br> <strong>Mehr zum Programm Interreg Großregion 2021-2027:</strong><br> <br> &nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Dennis Steininger<br> Lehrstuhl für Entrepreneurship<br> ֱ in Kaiserslautern</p>
<p>T: +49 631 205 2870<br> E: dennis.steininger@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 06 Feb 2024 09:32:52 +0100</pubDate>
                        <title>KI für den Finanzmarkt: Maschinelles Lernen hilft, Aktienrendite besser vorherzusagen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ki-fuer-den-finanzmarkt-maschinelles-lernen-hilft-aktienrendite-besser-vorherzusagen-1</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemeldung der Technischen Universität München und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf den Finanzmärkten ist es eine Herausforderung, zuverlässig vorherzusagen, wie sich Aktienkurse entwickeln. Eine Methode beruht darauf, sich Kapitalmarktanomalien zunutze zu machen. Das sind Faktoren, die Rendite einer Aktie erklären können. Herkömmliche Verfahren, die Informationen daraus kombinieren, stoßen oft an ihre Grenzen, vor allem bei globalen Aktienanlagen. Methoden des Maschinellen Lernens (ML), einer Form der Künstlichen Intelligenz (KI), können helfen, solche Faktoren zu bündeln, sodass sich Aktenrenditen besser vorhersagen lassen. Das zeigt eine Studie von Forschern aus Kaiserslautern und München. Sie ist in der Fachzeitschrift „Journal of Asset Management“ erschienen.&nbsp;</strong><br><br>Die Vorhersage von Aktienrenditen ist vergleichbar mit der Wettervorhersage, bei der eine Vielzahl von Datenpunkten benötigt wird. Diese umfassen beispielsweise Temperaturen in großer Höhe und Luftfeuchtigkeit bis zu Luftströmungen, Wolkenbedeckung und Sonnenscheindauer. So wie detaillierte meteorologische Daten entscheidend für die Entwicklung genauer Wettervorhersagen sind, sind umfangreiche Finanzdaten und intelligente Methoden, die all diese Informationen kombinieren, essentiell, um festzustellen, ob eine Investition wahrscheinlich profitabel sein wird.</p>
<p>Zu solchen Daten zählen auch sogenannte Kapitalmarktanomalien. „Über 400 von ihnen, die in den letzten Jahren von führenden Finanzjournalen identifiziert wurden, werden als vorhersagbar für Aktienrenditen angesehen“, erklärt Professor Dr. Vitor Azevedo von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), ein Mitautor der Studie. Fachleute bezeichnen solche Variablen, die eine über- oder unterdurchschnittliche Kursentwicklung einer Aktie erklären können, als Faktoren. Ein Beispiel ist das relativ bekannte „Kurs-Gewinn-Verhältnis“ (KGV) einer Aktie. Sogenannte Value Strategien können diese Kennzahl nutzen, um in (vermeintlich) preisgünstige Aktien mit niedrigem KGV zu investieren. Aber auch der „Short-Term-Reversal“-Effekt wäre hier zu nennen, bei dem Aktien mit den niedrigsten Renditen des letzten Monats im darauffolgenden Monat tendenziell stärker zulegen als jene mit den höchsten Renditen.</p>
<p>Doch welche dieser Faktoren sind relevant? Wie hängen sie zusammen und wie groß ist ihr Einfluss, wenn sie kombiniert werden? In der Studie wollten Azevedo, Professor Dr. Sebastian Müller von der Technischen Universität München und Sebastian Kaiser von der Beratungsfirma Roland Berger herausfinden, ob Künstliche Intelligenz diese Fragen beantworten kann. &nbsp;„Traditionelle Methoden wie Regressionsanalysen haben in diesem Zusammenhang ihre Grenzen“, merkt Azevedo an. „Deshalb haben wir Methoden des Maschinellen Lernens verwendet, die fähig sind, komplexe Beziehungen innerhalb großer Datensätze aufzudecken.“ Hierbei ist in Expertenkreisen auch von nicht-linearer Kombination die Rede.<br><br>Für ihre Auswertung haben die Wirtschaftswissenschaftler verschiedene ML-Systeme untersucht. Insgesamt haben sie nahezu 1,9 Milliarden Aktien-Monat-Anomalie-Beobachtungen von 1980 bis 2019 in 68 Ländern analysiert.&nbsp;<br><br>„Wir haben gesehen, dass diese KI-Modelle signifikant besser als herkömmliche Methoden sind. Die maschinellen Lernmodelle können Aktienrenditen mit bemerkenswerter Genauigkeit vorhersagen. Sie erzielen monatlich eine durchschnittliche Rendite von bis zu 2,71 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren mit einer monatlichen Überrendite von etwa einem Prozent“, fügt Professor Azevedo hinzu.&nbsp;<br><br>Die Ergebnisse der Studie unterstreichen das Potenzial einer solchen Technologie für den Finanzmarkt. Finanzmanager könnten sie künftig etwa nutzen, um neue Aktienpreismodelle zu entwickeln. Dabei raten die Kaiserslauterer und Münchner Wirtschaftswissenschaftler unter anderem dazu, die Daten vorher sorgfältig aufzubereiten, um zum Beispiel Ausreißer und fehlende Werte korrekt einzubeziehen. Dies sei vor allem beim Arbeiten mit internationalen Daten wichtig, wie sie in ihrer Studie schreiben. Außerdem empfehlen sie, beim Einsatz dieser KI-Techniken ethische und regulatorische Bedenken vorab zu prüfen.</p>
<p>Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Journal of Asset Management“ veröffentlicht: „Stock market anomalies and machine learning across the globe“. Vitor Azevedo, Georg Sebastian Kaiser, Sebastian Mueller</p>
<p>DOI: <br><br><strong>Fragen beantwortet:&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Vitor Azevedo<br>Finanzmanagement / ֱ in Kaiserslautern<br>Tel. 0631 205 4105<br>E-Mail: &nbsp;vitor.azevedo@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 29 Jan 2024 07:13:29 +0100</pubDate>
                        <title>Studie: Gruppe von Enzymen hilft in Chloroplasten beim Stressabbau</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stress wie Hitze oder Kälte kann bei Pflanzen etwa in den Chloroplasten, den Orten der Photosynthese, dazu führen, dass reaktiver Sauerstoff bestimmte Proteine oxidiert, das heißt, ihnen Elektronen wegnimmt. In der Folge können sie oft ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Ein Forscherteam um die Kaiserslauterer Professorin Dr. Stefanie Müller-Schüssele hat nun herausgefunden, dass eine Enzym-Gruppe, die Glutaredoxine, helfen, diesen oxidativen Stress abzubauen. Sind sie nicht vorhanden, können die Chloroplasten den Grundzustand nur langsam wiederherstellen, in dem die Proteine in reduzierter Form vorliegen. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Redox Biology“ veröffentlicht.</strong></p>
<p>Chloroplasten sind die Orte in Pflanzenzellen, in denen die Photosynthese stattfindet. „Dabei wird die Lichtenergie geerntet und Kohlenstoffdioxid in Zucker umgesetzt“, sagt Professorin Dr. Stefanie Müller-Schüssele, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) zu Molekularer Botanik forscht. „Bei diesen Prozessen werden Elektronen zwischen Enzymen weitergegeben. Diese Prozesse müssen reguliert werden, das heißt, wenn Licht vorhanden ist, sind diese Proteine aktiv und umgekehrt.“</p>
<p>In den Chloroplasten findet eine solche Regulierung über die Aminosäure Cystein statt, die bei vielen Proteinen in ihrem Grundgerüst vorkommt. „Sie besitzt eine Schwefelgruppe, eine sogenannte Thiolgruppe, welche sehr reaktiv ist und reversibel oxidiert oder reduziert werden kann, sie kann also Elektronen aufnehmen beziehungsweise abgeben“, so die Kaiserslauterer Professorin weiter.</p>
<p>Gesteuert wird dies über sogenannte Thioredoxine. Sie regulieren in den Chloroplasten die Photosynthese-Proteine, die wichtig für die Herstellung des Zuckers sind. „Sie fungieren als eine Art Schalter, der die Proteine mit Thiolgruppe aktiviert, wenn viel Licht vorhanden ist und sie ausschaltet, wenn wenig Licht da ist“, sagt Müller-Schüssele. Dieser Mechanismus ist schon lange bekannt und gut untersucht. In diesem Zusammenhang spricht die Forschung auch von Redox-Schaltern.</p>
<p>In den Chloroplasten gibt es noch eine weitere Enzym-Gruppe die Cysteine reversibel oxidieren und reduzieren kann: Dabei handelt es sich um Glutaredoxine. „Bei dieser Enzym-Gruppe stand die Vermutung im Raum, dass sie ebenfalls diese Thiol-Schalter bedienen könnte“, fährt sie fort. In der aktuellen Studie ist das Team um Müller-Schüssele der Frage nachgegangen, ob das der Fall ist und welche Rolle die Glutaredoxine in den Chloroplasten spielen.</p>
<p>Um dies zu untersuchen, haben die Forscherinnen und Forscher mit dem Kleinen Blasenmützenmoos (Physcomitrella patens) gearbeitet, dessen Genom seit 2008 sequenziert ist und das oft als Modellorganismus zum Einsatz kommt. „Es besitzt nur eines dieser Glutaredoxine in den Chloroplasten, sodass wir es mit molekularbiologischen Methoden einfach ausgeschaltet haben, um herauszufinden, was in den veränderten Pflanzen passiert“, sagt Mitautorin Sadia Sayed Tamanna, die als Doktorandin bei Müller-Schüssele im Rahmen der Graduiertenschule STRESSistance forscht, bei der Stressantworten bei unterschiedlichen Organismen im Mittelpunkt stehen.</p>
<p>Das Team hat überprüft, ob es bei CO<sub>2</sub>-Fixierung und der Herstellung des Zuckers zu Änderungen kommt. „Wir haben festgestellt, dass sie genauso viel Licht und CO<sub>2</sub> nutzen, wie es bei den normalen Blasenmützenmoos-Varianten der Fall ist“, so Tamanna weiter. Somit ist es nicht an der Lichtregulation beteiligt. Doch welche Aufgabe kommt der Gruppe zu?</p>
<p>Um hier Licht ins Dunkle zu bringen, haben die Forscherinnen und Forscher ein grün-fluoreszierendes Protein in Chloroplasten eines lebenden Mooses eingeschleust, bei dem das Glutaredoxin ausgeschaltet ist. Das Besondere: In dem Fluoreszenz-Protein ist ein künstlicher Thiol-Schalter eingebaut. Unter dem Mikroskop lässt sich nun die Fluoreszenz beobachten. Tamanna: „Dabei können wir sehen, ob der Schalter in reduzierter oder oxidierter Form vorliegt. Wir haben uns in Echt-Zeit angeschaut, wie sich die Redox-Situation in verschiedenen Stress-Situationen ändert.“ Unter anderem haben sie die Proben mit dem Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid versetzt und dieses danach wieder weggewaschen. „Wir haben festgestellt, dass das Reduzieren des Schalters ganz langsam verläuft, Minuten bis Stunden, wenn das Glutaredoxin nicht da ist“, fasst Müller-Schüssele zusammen. „Umgekehrt ist es der Fall, wenn es vorhanden ist, da geht alles ganz schnell. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es der Zelle bei der Bewältigung von Stress hilft, bei dem es zur Oxidation von Cysteinen kommt.“</p>
<p>Für die Zellen ist es wichtig, dass Cysteine in reduzierter Form vorliegen. Dies scheint über das Glutaredoxin zu laufen: Generell führt Stress, der etwa mit äußeren Bedingungen (Hitze, Kälte) zu tun hat, bei Pflanzen dazu, dass Elektronen auf Sauerstoff überspringen und in der Folge wiederum die Cysteine in oxidierter Form vorliegen, sodass sie im Anschluss für ihre Aufgaben nicht mehr zur Verfügung stehen. Welche Proteine der Chloroplasten genau durch Glutaredoxin reguliert werden, will das Team um Müller-Schüssele in weiteren Studien herausfinden.<br><br>An der Forschungsarbeit waren neben der Kaiserslauterer Arbeitsgruppe Teams der Universitäten in Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster sowie aus dem italienischen Bologna beteiligt. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Redox Biology veröffentlicht: „Chloroplasts lacking class I glutaredoxins are functional but show a delayed recovery of protein cysteinyl redox state after oxidative challenge“<br><br><br><br><br><strong>Fragen beantwortet:</strong><br>Professorin Dr. Stefanie Müller-Schüssele<br>Lehrgebiet Molekulare Botanik<br>ֱ in Kaiserslautern<br>Tel.: 0631 205-4391<br>E-Mail: mueschue@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 18 Dec 2023 07:45:20 +0100</pubDate>
                        <title>Studie: Physiker erzeugen riesige Trilobiten-Moleküle</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kaiserslauterer Physikern um Professor Dr. Herwig Ott ist es erstmals gelungen, Trilobiten-Moleküle direkt zu beobachten. Diese sehr großen Moleküle haben ihren Namen wegen ihrer Ähnlichkeit mit fossilen Trilobiten. Aufgrund ihrer Größe haben sie die größten elektrischen Dipolmomente aller bisher bekannten Moleküle. Die Forscher haben eine spezielle Apparatur genutzt, mit der sich diese fragilen Moleküle bei extrem niedrigen Temperaturen erzeugen lassen. Die Ergebnisse sind wichtig, um ihre chemischen Bindungsmechanismen zu verstehen, die sich von allen anderen chemischen Bindungen unterscheiden. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.</strong></p>
<p>Für ihr Experiment haben die Physiker eine Wolke aus Rubidium-Atomen verwendet, die im Ultrahochvakuum auf etwa 100 Mikrokelvin – 0,0001 Grad über dem absoluten Nullpunkt – abgekühlt wurde. Anschließend haben sie einige dieser Atome mit Lasern in einen sogenannten Rydberg-Zustand angeregt. „Dabei wird das jeweils äußerste Elektron in weit entfernte Bahnen um den Atomrumpf gebracht“, erklärt Professor Herwig Ott, der an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) zu ultrakalten Quantengasen und Quantenatomoptik forscht. „Der Bahnradius des Elektrons kann mehr als ein Mikrometer betragen, damit ist die Elektronenwolke größer als ein kleines Bakterium.“ Solche hochangeregten Atome bilden sich auch im interstellaren Raum und sind chemisch extrem reaktiv.</p>
<p>Befindet sich nun ein weiteres Atom innerhalb dieses riesigen Rydberg-Atoms, entsteht ein Molekül. Während herkömmliche chemische Bindungen entweder kovalent (Bindung über ein Elektronenpaar), ionisch (Bindung über positiv und&nbsp; negativ geladene Ionen), metallisch (frei bewegliche Elektronen) oder dipolarer Natur (Bindung durch Dipolkräfte) sind, werden die Trilobiten-Moleküle durch einen völlig anderen Mechanismus gebunden. „Es ist die quantenmechanische Streuung des Rydberg-Elektrons an dem Atom, die die beiden zusammenklebt“, sagt Max Althön, Erstautor der Studie. Althön weiter: „Stellen Sie sich vor, das Elektron umkreist den Atomkern in einer schnellen Umlaufbahn. Bei jeder Umrundung stößt es mit dem zweiten Atom zusammen. Im Gegensatz zu unserer Intuition lehrt uns die Quantenmechanik, dass es durch diese Kollisionen zu einer effektiven Anziehung zwischen dem Elektron und dem Atom kommt.“</p>
<p>Diese Moleküle besitzen erstaunliche Eigenschaften: Aufgrund der Wellennatur des Elektrons führen die Mehrfachkollisionen zu einem Interferenzmuster, das wie ein fossiler Trilobit aussieht. Außerdem ist die Bindungslänge des Moleküls so groß wie der Rydberg-Orbit – viel größer als bei jedem anderen zweiatomigen Molekül. Und weil das Elektron so stark von dem zweiten Atom angezogen wird, ist das permanente elektrische Dipolmoment mit mehr als 1700 Debye extrem groß.</p>
<p>Um diese Moleküle zu beobachten, haben die Wissenschaftler eine spezielle Vakuumapparatur entwickelt. Sie ermöglicht es, ultrakalte Atome durch Laserkühlung herzustellen und die Moleküle anschließend spektroskopisch nachzuweisen. Die Ergebnisse tragen zum Verständnis grundlegender Bindungsmechanismen zwischen Atomen im Grundzustand und Rydberg-Atomen bei, die in letzter Zeit auch zu einer Plattform für Quantencomputer-Anwendungen geworden sind. Die Entdeckung der Forscher ergänzt das Verständnis von Rydberg-Systemen, die exotisch und nützlich zugleich sein können.</p>
<p>Die Arbeiten zu dieser Studie fanden im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Giant Interactions in Rydberg Systems“ statt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Die Forschung wurde im Profilbereich OPTIMAS (Landesforschungszentrum für Optik und Materialwissenschaften) durchgeführt, der seit 2008 im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wird.</p>
<p>Die Ergebnisse der Messungen und eine Beschreibung des Versuchsaufbaus sind in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht worden: „Exploring the vibrational series of pure trilobite Rydberg molecules“; Max Althön, Markus Exner, Richard Blättner &amp; Herwig Ott</p>
<p><br> DOI: </p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Herwig Ott<br> Ultrakalte Quantengase und Quanten-Atom-Optik<br> ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: herwig.ott@rptu.de<br> Telefon: +49 0631 205-2817</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 13 Dec 2023 11:30:00 +0100</pubDate>
                        <title>Professor Malte Drescher zum Universitätspräsidenten der ֱ gewählt</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/professor-malte-drescher-zum-universitaetspraesidenten-der-rptu-gewaehlt-1</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Senat der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wählte am 13. Dezember Professor Malte Drescher einstimmig zum künftigen Universitätspräsidenten. Es ist die erste Wahl eines ֱ-Präsidenten. Drescher wird Anfang Oktober 2024 die Nachfolge von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann antreten, die seit der Zusammenführung der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau zur ֱ die Einrichtung als präsidiale Doppelspitze leiten. Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Präsidenten wird es sein, die weitere Profilbildung der Universität zu gestalten und die beiden Standorte in Süd- und Westpfalz dazu weiter zusammenzuführen.</strong></p>
<p><br> „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben“, erklärte Drescher nach der Wahl. „Der Transformationsprozess der ֱ ist einer der spannendsten in der deutschen Universitätslandschaft, denn er gibt Gelegenheit Universität neu zu denken. Die ֱ hat großes Potenzial, und ich bin davon überzeugt, dass wir sie gemeinsam zu einer der Spitzenuniversitäten Deutschlands entwickeln werden.“<br> <br> Der Hochschulrat der ֱ hatte dem Universitätssenat aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber auf das Amt Professor Drescher als einzigen Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. „Mit Herrn Drescher haben wir einen profilierten und erfahrenen Universitäts- und Wissenschaftsmanager und ausgezeichneten Wissenschaftler für das Amt gewonnen“, erklärte Albrecht Hornbach, Vorsitzender des Hochschulrats. „Wir, und da spreche ich für den gesamten Hochschulrat der ֱ, sind uns sicher, mit Herrn Drescher die perfekte Person für das Amt gefunden zu haben“, so Hornbach weiter.<br> <br> Der 48-jährige Prorektor für Forschung an der Universität Konstanz übernimmt das Präsidentenamt der ֱ Anfang Oktober 2024 von Professor Arnd Poetzsch-Heffter und Professorin Gabriele E. Schaumann, die das Amt seit Januar 2023 gemeinsam bekleiden. „Wir beglückwünschen Herrn Drescher und die ֱ zur Wahl und wünschen Herrn Drescher viel Erfolg“, gratulierten Poetzsch-Heffter und Schaumann. Poetzsch-Heffter tritt mit dem Amtswechsel in den Ruhestand ein, während Schaumann in ihr gewähltes Amt als Vizepräsidentin für Lehre für die ֱ in Landau wechselt. Professor Norbert Wenning, derzeit Vizepräsident für Lehre in Landau, tritt zum ersten Oktober 2024 ebenfalls in den Ruhestand ein.<br> <br> <strong>Zur Person</strong><br> Professor Malte Drescher (Jahrgang 1975) studierte Physik an der Universität Karlsruhe und promovierte dort 2005. Von 2006 bis 2007 war er DFG Fellow an der Universität Leiden. Drescher ist seit 2008 an der Universität Konstanz tätig, von 2008 bis 2013 als Nachwuchsgruppenleiter im Rahmen des Emmy Noether Programms und als Fellow des Zukunftskollegs, von 2014 bis 2015 mit einem Heisenberg-Stipendium. 2014 habilitierte Drescher in der Physikalischen Chemie. Seit 2015 ist Drescher Professor für Physikalische Chemie (Heisenberg-Professur) an der Universität Konstanz und seit 2018 Mitglied des Rektorats. 2017 wurde er vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet. Seit 2022 ist Drescher Mitglied der ständigen Kommission für Forschung und Karrierewege der Hochschulrektorenkonferenz. Drescher ist verheiratet und Vater von drei Kindern.</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br> Christoph Richter<br> ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br> Tel.: 0631 / 205-4218<br> presse@rptu.de<br> www.rptu.de/presse</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 08 Dec 2023 06:55:12 +0100</pubDate>
                        <title>Bundesweite Vorreiterrolle: ֱ für Studentisches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) hat für ihr Studentisches Gesundheitsmanagement (SGM) den Sonderpreis „Gesunde Hochschule SGM“ des Corporate Health Awards (CHA) erhalten. Damit knüpft sie an die Erfolge der Technischen Universität Kaiserslautern (seit Januar 2023 ֱ) an, die die Auszeichnung bereits zweimal entgegennehmen durfte. Seit 2015 verfolgt die Universität mittels SGM das Ziel, die bio-psycho-soziale Gesundheit der Studierenden zu fördern und entwickelt dazu Maßnahmen, die eine gesunde Lebensführung unterstützen. Damit hat die ֱ bundesweit eine Vorreiterrolle inne.</strong></p>
<p>Ein Trimm-dich-Pfad quer über den Campus, ein Mountainbike-Verleih, Yogakurse gegen Prüfungsstress, ein virtuelles Spiel für mehr Bewegung im Alltag, ein Hängematten-Park zum Entspannen, ein Naschcampus mit vielen Obststräuchern und Erdbeerpflanzen sowie eine Mental Health Awareness Week zur seelischen Gesundheit – das sind nur ein paar Beispiele von vielen Maßnahmen, die Studierenden an der ֱ dabei helfen sollen, geistig, körperlich und sozial gesund durchs Studium zu kommen. Wie wichtig solche Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen in der Hochschullandschaft sind, zeigen regelmäßig Studien, die den studentischen Gesundheitszustand in den Blick nehmen. Zugleich belegen sie, dass Studierende vor allem psychisch belastet und somit auf Unterstützung angewiesen sind.</p>
<p>An der ֱ in Kaiserslautern berichten circa 40 Prozent der Studierenden, dass sie sich ziemlich beziehungsweise häufig gestresst fühlen und circa ein Drittel klagt über ein hohes Erschöpfungserleben. Zu diesem Ergebnis kam 2021 eine umfassende Gesundheitsbefragung, deren Ergebnisse im University Health Report zusammengefasst sind. Die Umfrage wird an der ֱ (damals noch an der TU Kaiserslautern) alle drei Jahre durchgeführt, um aktuelle Gesundheitswerte der Studierenden zu ermitteln. Dabei werden neben psychischen Parametern auch Gesundheitsbereiche wie körperliche Aktivität oder der Konsum von Suchtmitteln erfasst.</p>
<p>Die Ergebnisse dienen als Basis für ein Studentisches Gesundheitsmanagement, das an der ֱ unter dem Namen CampusPlus bekannt ist und das zum Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden gehört. Gefördert und beraten wird CampusPlus von der Techniker Krankenkasse. Diese zählt zu den Spitzenreitern beim nachhaltigen Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen in der Lebenswelt Hochschule.</p>
<p>Seit 2015 entwickeln die Verantwortlichen im Rahmen des SGM Maßnahmen und Angebote, die Studierende in einer gesunden Lebensweise unterstützen und allgemein für das Thema Gesundheitsförderung sensibilisieren sollen. Dabei setzen sie auf Partizipation – das heißt, alle Ideen kommen von den Studierenden selbst und werden auch von ihnen umgesetzt. Die Zielgruppe trägt somit selbst zur eigenen Gesundheit bei. Dadurch gelingt es aber auch, die Angebote für die Zielgruppe attraktiv und alltagsnah zu gestalten.</p>
<p>„Uns liegt die seelische, körperliche und soziale Gesundheit unserer Studierenden sehr am Herzen. Wir bieten ihnen schon mit Beginn ihres Studiums ein entsprechendes umfangreiches Programm an. Unser Ziel ist es, sie über ihr Studienfach hinaus zu begleiten, sie gesundheitlich wie seelisch zu fördern. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen essentiell“, sagt Stefan Lorenz, Kanzler der ֱ. „Junge Menschen ganzheitlich zu fördern, ist fest in unserer DNA verankert. Bundesweit nimmt die ֱ eine Vorreiterrolle im Studentischen Gesundheitsmanagement ein. Wir sind sehr geehrt, dass der Award unser Engagement anerkennt.“</p>
<p>Wie wichtig das Thema mittlerweile ist, belegt auch die Tatsache, dass die Kanzlerjahrestagung, bei der alle Kanzlerinnen und Kanzler deutscher Hochschulen zusammenkommen, im September 2022 an der ֱ in Kaiserslautern (damals noch TU Kaiserslautern) das SGM in den Mittelpunkt der Konferenz gestellt hatte. Dabei haben sich die Kanzlerinnen und Kanzler selbst ein Bild von dem Angebot an der ֱ gemacht.</p>
<p>Um auch die Bedeutung der bio-psycho-sozialen Gesundheit an der ֱ selbst stärker in den Blickpunkt zu rücken, wurde der Unisport Anfang des Jahres in Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) umbenannt. CampusPlus ist, neben dem Unisport und dem unieigenen Fitnessstudio Unifit, ein Teilbereich des ZSGW. Mit der Fusion mit dem Campus Landau der Universität Koblenz-Landau zu Beginn des Jahres wird das SGM derzeit auch in Landau ausgebaut.</p>
<p>Die ֱ (damals noch als TU Kaiserslautern) erhält den Corporate Health Award nun zum dritten Mal. 2018 wurde sie als erste Universität Deutschlands damit geehrt. 2020 folgte eine erneute Auszeichnung. Und auch in diesem Jahr hat die ֱ mit ihrem Angebot überzeugt und setzt somit die Tradition der TU Kaiserslautern fort. So heißt es etwa in der Begründung der Jury: „SGM ist in Ihrer Organisation nicht nur eine Begrifflichkeit, sondern ein gelebtes System.“<br> <br> <strong>Über den Corporate Health Award</strong><br> Der CHA zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland im Themenfeld „Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Seit 2009 wird der Award in 15 unterschiedlichen Kategorien vergeben. Initiatoren sind das Marktforschungsunternehmen EUPD Research Sustainable Management, die Tageszeitung Handelsblatt sowie die ias-Gruppe, die Unternehmen zum BGM berät. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die sich überdurchschnittlich für die Gesundheit der Belegschaft engagieren. Seit 2018 gibt es auch einen Preis für das studentische Gesundheitsmanagement. Die Preisverleihung fand am 7. Dezember in Bonn statt.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Max Sprenger<br> Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden<br> ֱ<br> E-Mail: max.sprenger[at]rptu.de<br> Tel.: 0631 205-4441</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 24 Nov 2023 10:21:08 +0100</pubDate>
                        <title>Leistungsfähig, sicher, ressourceneffizient: ֱ erhält 6,5 Mio. Euro, um neue Hochleistungskomponenten zu entwickeln</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/leistungsfaehig-sicher-ressourceneffizient-rptu-erhaelt-65-mio-euro-um-neue-hochleistungskomponenten-zu-entwickeln-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Produktionsanlagen, Windräder, Flugzeuge: Sie verbindet, dass die Komponenten, aus denen sie aufgebaut sind, unter extrem hohen Belastungen stehen. Zugleich sollen Bauteile möglichst leicht sein, um leistungsfähig und ressourceneffizient arbeiten zu können. Mittels Verfahren der additiven Fertigung wollen Forschende der ֱ gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover neuartige Hochleistungskomponenten aus hybriden porösen (kurz: HyPo-)Werkstoffen entwickeln, die diese und weitere Anforderungen erfüllen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Sonderforschungsbereich HyPo für vier Jahre mit rund 12,65 Millionen Euro. Die Hälfte der Mittel fließt an die federführende ֱ.</strong><br> <br> HyPo-Komponenten bestehen aus einer Kombination unterschiedlicher Werkstoffe, weisen eine lokal variierende Dichte, etwa in Form von Poren, auf und sind dadurch sehr anpassungsfähig. Die Variabilität in der Dichte ermöglicht zum Beispiel eine erhebliche Gewichtsreduzierung in Bereichen, die gering beansprucht sind. Damit sind Komponenten bei dynamischen Belastungen weniger träge und arbeiten schneller, was Potenzial zur Effizienz- und Leistungssteigerung eröffnet. Ebenso ist es möglich, die Materialeigenschaften so einzustellen, dass stark belastete Bereiche eine besonders hohe Festigkeit erhalten.<br> <br> Das Forschungsteam im neuen Sonderforschungsbereich (SFB) wird neuartige Verfahren der additiven Fertigung (3D-Druck) nutzen, um multifunktionale HyPo-Komponenten zu entwickeln, die neben Porosität und einem speziellen Werkstoffgemisch noch einen weiteren Vorteil mitbringen: Integrierte Sensorik, die – über messbare Zustandsveränderungen des Materials – Aufschluss über Zuverlässigkeit der Bauteile liefert. Die Kombination dieser drei Funktion in einer Komponente ist bislang einmalig. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von metallischen HyPo-Bauteilen, denen eine besonders große technische Bedeutung zukommt.<br> <br> „Für diese Forschungsaufgabe bringen wir die notwendigen Infrastrukturen und Kompetenzen mit“, sagt Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern. „Im universitären Profilbereich Advanced Materials Engineering, gefördert über Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, konnten wir bereits die komplexen Zusammenhänge von Werkstoff, Fertigungsprozess, resultierender Mikrostruktur und den hierdurch bestimmten Anwendungseigenschaften umfassend untersuchen. Einer Förderung des Wirtschaftsministeriums verdanken wir es zudem, dass in Kaiserslautern ein Anwendungszentrum für Additive Fertigung entstanden ist – beste Voraussetzungen für den Sonderforschungsforschungsbereich HyPo. Wir freuen uns, dass die DFG mit der Förderzusage nun den Startschuss gegeben hat, um die Grundlagen zur Fertigung von Hochleistungskomponenten zu erarbeiten. Auch im Sinne der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung bietet das Vorhaben beste Bedingungen: Gut ein Drittel der Beteiligten werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sein, die sich in einem derartigen koordinierten Forschungsprogramm in Leitungspositionen qualifizieren können.“<br> <br> <strong>Schicht für Schicht zum Hochleistungsbauteil</strong><br> Professor Dr.-Ing. Jan C. Aurich, Leiter des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation an der ֱ, ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs, den er gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover auf den Weg gebracht hat. Als weitere Partner sind Forschende des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern, des Leibniz-Informationszentrums Technik und Naturwissenschaften (TIB) in Hannover und der Technischen Universität Darmstadt eingebunden. „In diesem koordinierten Programm zur additiven Fertigung können wir die Sicht verschiedener Partner und Fachdisziplinen zusammenbringen“, freut sich der Ingenieur. „Zugleich decken wir die gesamte Prozesskette von der Werkstoffauslegung und Produktentwicklung bis hin zur Fertigung und Qualitätskontrolle ab. Als Demonstrator wird ein Fräszentrum dienen, eine vielseitige Produktionsmaschine, an der wir stark belastete Bauteile sukzessive gegen die von uns entwickelten und gefertigten Hochleistungskomponenten austauschen. So können wir feststellen, ob und um welchen Faktor die Arbeitsvorgänge schneller werden, der Energiebedarf sinkt und vieles mehr.“ Anwendung könnten die Hochleistungskomponenten beispielsweise in Werkzeugmaschinen, Flugzeugen oder Windkraftanlagen finden, wo dynamische Belastungen von Bauteilen kontinuierlich gegeben sind und es auf schnelle Bewegungen ankommt.<br> <br> Für die Herstellung der HyPo-Komponenten werden die Forschenden additive Fertigungsverfahren nutzen, die eine große Designfreiheit bieten. Das Material wird dabei Schicht für Schicht aufgetragen. „Die Kolleginnen und Kollegen in Hannover haben ein additives Verfahren entwickelt, mit dem sich metallische Schäume herstellen lassen“, erklärt Professor Aurich. Aufgrund der Poren lassen sich Dichte und damit Festigkeit und Gewicht des Werkstoffs variieren. „In Kaiserslautern wollen wir mit einem anderen additiven Verfahren den Schaumkern mit einer Metallschicht umhüllen, um die Komponenten nach außen zu schließen. Hierbei werden wir mit Schichten aus verschiedenen Stahllegierungen arbeiten, um so an jeder Stelle das für die individuelle Belastung optimale Material einsetzen zu können.“ &nbsp;<br> <br> Die integrierte Sensorik bringen die Komponenten ebenso direkt mit. „Die Belastung im Arbeitseinsatz verändert die Materialstrukturen“, ergänzt der Ingenieur. Diese Änderungen sind messbar. Somit warnt uns das Bauteil vor, wenn es einen kritischen Zustand erreicht. Das erhöht Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit von Maschinen und Anlagen.“<br> <br> <strong>Kompetenz entlang der gesamten Prozesskette</strong><br> Der SFB trägt den Zusatz „Transregio“, weil die ֱ das Vorhaben mit einer weiteren Hochschule, der Leibniz Universität Hannover (LUH), beantragt hat und umsetzen wird. Co-Sprecher des Vorhabens ist Professor Dr.-Ing. Hans Jürgen Maier, der das Institut für Werkstoffkunde an der LUH verantwortet.<br> Das Forschungsteam in Kaiserslautern vernetzt Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Informatik, um die gesamte Prozesskette abzudecken.<br> <br> Die beteiligten Arbeitsgruppen und Projektleitenden im Überblick:<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Abteilung Strömungs- und Materialsimulation, Fraunhofer ITWM:<br> Prof. Dr.-Ing. Sarah Staub<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Arbeitsgruppe Werkstoffprüfung, ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Eberhard Kerscher<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Computational Physics in Engineering; ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Kristin de Payrebrune<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation, ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Jan C. Aurich; Dr.-Ing. Benjamin Kirsch<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie, ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Oliver Koch, Jun. Prof. Dr.-Ing. Manuel Oehler, Jun. Prof. Dr.-Ing. Stefan Thielen<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Messtechnik und Sensorik, ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Jörg Seewig<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Technische Mechanik, ֱ:<br> Jun. Prof. Dr.-Ing. Lisa Scheunemann<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehrstuhl für Werkstoffkunde, ֱ:<br> Prof. Dr.-Ing. Tilmann Beck; Dr.-Ing. Bastian Blinn<br> •&nbsp;&nbsp; &nbsp;Machine Learning Group, ֱ:<br> Prof. Dr. Marius Kloft, Jun. Prof. Dr. Sophie Fellenz<br> <br> Ein Großteil der Forschenden, die im SFB arbeiten werden, hat bzw. findet seinen Arbeitsort im neuen Forschungsgebäude LPME (Laboratory for Ultra-Precision and Micro Engineering) an der ֱ in Kaiserslautern.<br> <br> <strong>Über Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong><br> <br> Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.<br> Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen in den antragstellenden Hochschulen. Damit dienen sie der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung.<br> <br> Der SFB/Transregio (TRR) wird von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt und getragen. Er ermöglicht eine enge Kooperation zwischen diesen Hochschulen und den dort Forschenden einschließlich einer gemeinsamen Nutzung der Ressourcen. Die Beiträge der antragstellenden Hochschulpartner sind für das gemeinsame Forschungsziel essentiell, komplementär und synergetisch.<br> <br> Mehr unter:<br> </p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Jan C. Aurich<br> Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation / ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-2618<br> E-Mail: jan.aurich[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 24 Nov 2023 09:55:19 +0100</pubDate>
                        <title>Elf Millionen Euro für die Spin-Forschung: Sonderforschungsbereich in Kaiserslautern und Mainz wird für weitere vier Jahre gefördert</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB/TRR) „Spin+X – Spin in seiner kollektiven Umgebung“ für weitere viere Jahre mit elf Millionen Euro. Koordiniert wird er an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), beteiligt ist auch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ein Forscherteam aus Physik und Chemie widmet sich grundlegenden Spin-Phänomenen. Dabei handelt es sich um quantenmechanische Erscheinungen, die die Ausprägung magnetischer Eigenschaften in verschiedenen Materialien ermöglichen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse in praxisrelevante Anwendungen zu überführen, etwa in Bauteile für Speicherchips.</strong><br> <br> Dass wir heute in der Lage sind, Musik und Videos trotz immenser Datenmengen zu streamen oder dass Autos dank Antiblockiersystem sicher bremsen, verdanken wir den stetigen Fortschritten in der Spin-Forschung. Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsrichtung fließen bereits seit vielen Jahren kontinuierlich in die Entwicklung neuer Technologien ein. Ein weiteres Beispiel ist die prägende Rolle, die die Spin-Forschung seit den Anfängen des Computerzeitalters bei der Entwicklung von Festplatten spielt, und wie sie heute die Evolution moderner magnetischer Speicherchips und Sensoren beeinflusst.<br> <br> Der Begriff „Spin“ bezeichnet in Fachkreisen den Eigendrehimpuls eines Quantenteilchens, sei es ein Elektron oder Proton, wie Professor Dr. Martin Aeschlimann, Sprecher des Sonderforschungsbereichs (SFB) an der ֱ in Kaiserslautern, erläutert: „Der Spin ist ein rein quantenmechanisches Phänomen und bildet die Grundlage für alle magnetischen Erscheinungen.“ Diese Erkenntnis gewinnt besonders an Bedeutung, wenn es um die schnelle und effiziente Speicherung großer Datenmengen geht sowie bei der Entwicklung fortschrittlicher magnetischer Sensoren, die in Mobilgeräten und Fahrzeugen Verwendung finden.<br> <br> Das Forschungsteam in Kaiserslautern und Mainz widmet sich in seiner Arbeit der gesamten Bandbreite der Spin-Forschung. Dies umfasst ein Spektrum von grundlegenden physikalischen Fragestellungen bis hin zu funktionalen und technologisch ausgerichteten Projekten. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung innovativer Bauteile, die Spinwellen als Übertragungsträger nutzen, um Daten zu transferieren.<br> <br> Ein weiterer zentraler Fokus des Sonderforschungsbereichs liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das integrierte „Spin+X-Graduiertenkolleg“ ermöglicht jungen Forscherinnen und Forschern eine umfassende Ausbildung sowohl in ihrem Fachgebiet als auch interdisziplinär. Dies wird durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen an beiden Standorten ermöglicht.<br> <br> In der dritten Förderperiode liegt ein besonderes Augenmerk auf der Aufbereitung und Speicherung von Forschungsdaten gemäß den FAIR-Prinzipien, die für Findbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit stehen. Ein eigenes Teilprojekt wird sich dieser Thematik widmen. In enger Kooperation mit dem FAIRmat Konsortium der NFDI (Nationale Forschungsdateninfrastruktur) sollen die Ergebnisse der „Spin+X“-Forschung der Wissenschaftsgemeinschaft und künftigen Forschungsprojekten in diesem Bereich zugänglich gemacht werden.</p>
<p>Der Transregio-Sonderforschungsbereich „Spin+X – Spin in seiner kollektiven Umgebung“ wurde erstmals 2016 bewilligt. Er befindet sich derzeit in seiner zweiten Förderperiode (2020 bis Ende 2023). Die dritte Phase des Projekts startet im Januar 2024.</p>
<p>„Das ist ein großartiger Erfolg für die Spin-Forschung in Rheinland-Pfalz. Ich gratuliere allen Beteiligten in Kaiserslautern und Mainz“, sagt Professor Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung der ֱ in Kaiserslautern. „An der ֱ in Kaiserslautern bündeln wir die Arbeiten zur Spin-Forschung in einem eigenen Forschungsgebäude, dem Laboratory for Advanced Spin Engineering, kurz LASE. Hier gehen Forscherinnen und Forscher Spin-Phänomenen fächerübergreifend auf den Grund und legen damit den Grundstein für künftige Schlüsseltechnologien.“<br> <br> Der Sonderforschungsbereich ist an beiden Standorten fest in die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz eingebunden. Sie verfolgt das Ziel, Spitzenforschung zu fördern und den Universitäten die Möglichkeit zur Profilbildung zu bieten.<br> <br> <strong>Über Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong><br> Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.<br> Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen in den antragstellenden Hochschulen. Damit dienen sie der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung.<br> <br> Der SFB/Transregio (TRR) wird von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt und getragen. Er ermöglicht eine enge Kooperation zwischen diesen Hochschulen und den dort Forschenden einschließlich einer gemeinsamen Nutzung der Ressourcen. Die Beiträge der antragstellenden Hochschulpartner sind für das gemeinsame Forschungsziel essentiell, komplementär und synergetisch.<br> Mehr unter: <br> <br> <strong>Fragen beantworten:</strong><br> Aneta Daxinger und Matthias Klein<br> Geschäftsführung SFB/TRR Spin+X<br> Tel.: 0631 205-3576<br> E-Mail: spin_gf@uni-kl.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 14:46:52 +0100</pubDate>
                        <title>CHE-Ranking zu Wirtschaftswissenschaften: Masterstudiengänge BWL und Wirtschaftsingenieurwesen an der ֱ schneiden sehr gut ab</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/che-ranking-zu-masterstudiengaengen-bwl-und-wirtschaftsingenieurwesen-der-rptu-schneiden-sehr-gut-ab-1</link>
                        <description>Im Hochschulranking 2023/2024 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) stehen ab sofort neue Bewertungen zu den Masterstudiengängen der Fächer BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik sowie Wirtschaftsingenieurwesen bereit. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) glänzt besonders in BWL und Wirtschaftsingenieurwesen, so das Fazit. Dabei schneiden die Masterstudiengänge in Bereichen wie Studiensituation, Studienorganisation, Betreuung durch Lehrende, Unterstützung im Studium, Forschungsorientierung sowie Übergang zum Masterstudium mit sehr guten und guten Noten ab. Eine Auswahl der Rankingergebnisse erscheint im Studierendenmagazin „Zeit Campus“.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Hochschulranking 2023/2024 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) stehen ab sofort neue Bewertungen zu den Masterstudiengängen der Fächer BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik sowie Wirtschaftsingenieurwesen bereit.&nbsp;Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) glänzt besonders in BWL und Wirtschaftsingenieurwesen, so das Fazit. Dabei schneiden die Masterstudiengänge in Bereichen wie Studiensituation, Studienorganisation, Betreuung durch Lehrende, Unterstützung im Studium, Forschungsorientierung sowie Übergang zum Masterstudium mit sehr guten und guten Noten ab. Eine Auswahl der Rankingergebnisse erscheint im Studierendenmagazin „Zeit Campus“.</strong></p>
<p>In BWL zeigen sich die Studierenden an der ֱ in Kaiserslautern mit der allgemeinen Studiensituation zufrieden. Sie vergeben im Durchschnitt 4,2 Sterne (bei 5 Sternen als Höchstwertung). Die Möglichkeiten der individuellen fachlichen Schwerpunktsetzung beim Lehrangebot überzeugt sie und wird mit 4,5 Sternen benotet. Weitere Bestnoten gibt es unter anderem für die sehr gute Erreichbarkeit von Lehrenden und die Unterstützung bei Fragen und Problemen (4,6 Sterne) sowie den Zugang zu Lehrveranstaltungen (4,5 Sterne).</p>
<p>4,3 Sterne erhalten die Kategorien „Didaktische Fähigkeiten von Lehrenden im Umgang mit digitalen Lehrelementen“ und „Möglichkeit zu eigenständiger Forschungsarbeit im Rahmen von Lehrveranstaltungen“. Die angehenden BWLer geben ebenfalls für „Befähigung zur Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen“ sehr gute Noten (4,5 Sterne) und bescheinigen der ֱ in der Kategorie „Unterstützung/Beratung bei der Vorbereitung des Auslandsstudiums“, dass sie gut auf ein Semester im Ausland vorbereitet werden (4,2 Sterne).</p>
<p>Mit der Studienorganisation (4,5 Sterne) und dem Übergang zum Masterstudium (4,4) im Wirtschaftsingenieurwesen zeigen sich die Studierenden sehr zufrieden. Auch sie schätzen die Möglichkeiten der individuellen fachlichen Schwerpunktsetzung beim Lehrangebot und bewerten dieses Kriterium mit 4,5 Sternen. Dies gilt ebenso für die inhaltliche Breite des Lehrangebots. Auch mit sehr guten und guten Noten können beispielsweise die Kriterien „Zugang zu Lehrveranstaltungen“ (4,6 Sterne), „Didaktische Fähigkeiten der Dozierenden“ (4,2), „Anerkennung von Scheinen/Leistungen“ (4,7 Sterne) sowie „Transparenz und Eindeutigkeit der Zugangsvoraussetzungen zum Masterstudium“ (4,6 Sterne). Darüber hinaus bewerten die Studierenden die Forschungsorientierung der Studiengänge gut bis sehr gut: So erhält die Kategorie „Möglichkeit der Beteiligung von Studierenden an Forschungsprojekten der Hochschule“ 4,1 Sterne und die „Befähigung zur Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen“ 4,3 Sterne.</p>
<p><strong>Über das aktuelle CHE-Ranking</strong><br> Im neuen Vergleich der Masterangebote werden je nach Fach bis zu 15 verschiedene Kriterien – Studierendenurteile und Fakten – ausgewiesen. Die Studierenden bewerten neben der allgemeinen Studiensituation unter anderem auch den Übergang in den Master, das Lehrangebot, die Betreuung und Unterstützung im Studium, digitale Lehrelemente sowie die Praxisorientierung und Forschungsorientierung in der Lehre – Letzteres zeigt etwa, inwieweit in den Lehrveranstaltungen auf aktuelle Forschungsergebnisse Bezug genommen und die Möglichkeit zu eigener Forschung schon im Rahmen von Lehrveranstaltungen gegeben wird.</p>
<p>Die Bewertung wird auf einer 5-Sterne-Skala dargestellt. Dem gegenüber stehen Fakten zur Forschungsleistung wie etwa die „Forschungsgelder pro Wissenschaftlerin/Wissenschaftler“ sowie die „Veröffentlichungen pro Professorin/Professor“ und die „Promotionen pro Professorin/Professor“. Für die BWL an HAW/ Fachhochschulen sowie für die Fächer Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen an allen Hochschultypen wird dargestellt, wie intensiv der Kontakt zur Berufspraxis ausfällt. Die Ergebnisse zu den Fakten werden einer Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe zugeordnet.</p>
<p>Das Studierendenmagazin ZEIT CAMPUS veröffentlicht eine Auswahl der Ergebnisse für das Fach BWL in der aktuellen Ausgabe. Das Ranking der Masterstudiengänge ist unter www.heystudium.de/masterranking abrufbar.</p>
<p>Weitere Informationen unter </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 09 Nov 2023 14:45:34 +0100</pubDate>
                        <title>Hochwasserereignisse bewältigen: ֱ schult gemeinsam mit Bundeswehr und THW Einsatzkräfte in neuem Planspiel-Format</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hochwasserereignisse-bewaeltigen-rptu-schult-gemeinsam-mit-bundeswehr-und-thw-einsatzkraefte-in-neuem-planspiel-format-1</link>
                        <description>Fit für den Ernstfall? Die Auswertung der Hochwasserkatastrophe in 2021 hat gezeigt, wie wichtig praktisches Training zur Bewältigung von Hochwasserereignissen ist. Vom 15. bis 18. November 2023 wird es in der Kurmainz-Kaserne in Mainz hierzu ein bis dato einmaliges Übungsformat für Einsatzkräfte geben: Bei einer Stabsrahmenübung simulieren Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW) und das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft der ֱ eine komplexe Einsatzlage am Beispiel des katastrophalen Hochwassers in Neuwied. Das Planspiel ist Teil der Forschungsarbeit im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz).</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fit für den Ernstfall? Die Auswertung der Hochwasserkatastrophe in 2021 hat gezeigt, wie wichtig praktisches Training zur Bewältigung von Hochwasserereignissen ist. Vom 15. bis 18. November 2023 wird es in der Kurmainz-Kaserne in Mainz hierzu ein bis dato einmaliges Übungsformat für Einsatzkräfte geben: Bei einer Stabsrahmenübung simulieren Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW) und das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft der ֱ eine komplexe Einsatzlage am Beispiel des katastrophalen Hochwassers in Neuwied. Das Planspiel ist Teil der Forschungsarbeit im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz).</strong></p>
<p>Im operativen Hochwasserschutz ist es die Aufgabe professioneller Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, THW und Bundeswehr, die Bewältigung großer und katastrophaler Hochwasserereignisse durch konkrete Maßnahmen zu übernehmen. Infolge großflächiger Schadenslagen stehen sie dabei häufig vor komplexen Herausforderungen. Aufbauend auf dem hohen Ausbildungsstand und dem kontinuierlichen Training im Katastrophenschutz gilt es, spezifisches Fachwissen im Umgang mit seltenen oder außergewöhnlichen Hochwasserereignissen zu erwerben und weiterzuentwickeln – und für den Ernstfall zu trainieren. Genau hier setzt die Stabsrahmenübung an: „In den vier Übungstagen werden wir das innovative Planspiel-Format, welches alle Einsatzkräfte im operativen Hochwasserschutz zusammenbringt, mit wissenschaftlicher Begleitung erproben und evaluieren“, sagt Professor Dr. Robert Jüpner, Leiter des Fachgebiets Wasserbau und Wasserwirtschaft an der ֱ. Der Ingenieur war seit dem Hochwasserereignis an der Elbe 2002 regelmäßig selbst Mitglied in Katastrophenstäben. Seine Arbeitsgruppe befasst sich seit Jahren mit verschiedenen Aspekten des operativen Hochwasserschutzes.</p>
<p><strong>Das Gesamtszenario trainieren</strong></p>
<p>Die Teilnehmenden werden drei verschiedene Übungsszenarien bearbeiten, wobei die Komplexität durch das Einspielen zusätzlicher Problemlagen systematisch verschärft wird. Im Blick ist die gesamte Ablaufkette inklusive der notwendigen Interaktionen zwischen den verschiedenen Einsatzkräften: „Wir werden die Fachberater des THW im Katastrophenstab mit realitätsnahen Gefahrenlagen wie etwa dem plötzlichen Versagen einer mobilen Hochwasserschutzanlage konfrontieren“, erklärt Jüpner. „Sie sollen daraufhin fachliche Lösungsansätze erarbeiten, die der zuständige Stabsleiter bewertet und beschließt. Die ermittelten Anforderungen an Ressourcen werden nachfolgend an die Verbindungspersonen der Bundeswehr kommuniziert. Die Bundeswehrkräfte simulieren anschließend sowohl die konkreten Hilfeleistungen zur Umsetzung der Hochwasserbewältigungsmaßnahmen als auch die Funktionsfähigkeit der internen Strukturen. Im Zentrum des Übungsgeschehens steht jedoch die Optimierung der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Dieser Ansatz einer gemeinsamen Stabsübung von Bundeswehr und THW und deren wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung wurde bisher nicht praktiziert. Aus unserer Sicht das effektivste Training für den Ernstfall.“</p>
<p>Die Erkenntnisse aus der Evaluation werden Professor Jüpner und seine Arbeitsgruppe für ihre fortlaufende wissenschaftliche Arbeit nutzen – konkret für die Weiterentwicklung von Ausbildungsinhalten. Diese Bildungsmodule dienen sowohl dem THW als auch der Bundeswehr zum Trainieren ihrer jeweiligen Fähigkeiten. „Bei positiver Evaluation werden wir das Übungsformat auch auf andere Regionen und Hochwassersituationen sowie weitere Akteure der Katastrophenbewältigung wie etwa Feuerwehren und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) übertragen“, so Jüpner.</p>
<p><strong>KAHR spannt den Rahmen</strong></p>
<p>Im Rahmen des Forschungsverbundvorhabens KAHR, das auf die wissenschaftliche Begleitung des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen abzielt, hatten Jüpner und seine Arbeitsgruppe zunächst ein Aus- bzw. Weiterbildungsmodul für Einsatzkräfte im operativen Hochwasserschutz entwickelt. Ergänzend dazu rückte auch das praktische Erproben in der „hochwasserfreien Zeit“ im Rahmen eines simulierten Einsatzszenarios in den Fokus der Forschenden. Jüpner hierzu: „Durch unsere enge und langjährige Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften wurde es möglich, neue Ideen für Übungsformate gemeinsam zu erörtern und gemeinsam in konkrete Angebote zu überführen. Der Besuch einer Bundeswehr-Übung zur zivil-militärischen Zusammenarbeit im April 2023 in Mainz hat dazu einen wesentlichen Impuls geliefert.“ Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des THW, die am THW-Ausbildungszentrum Hoya die „Technischen Berater Hochwasserschutz und Naturgefahren“ ausbilden, hat seine Arbeitsgruppe ein innovatives Format für eine gemeinsame Stabsrahmenübung zur Bewältigung von Hochwasserereignissen entwickelt.</p>
<p><strong>Über KAHR</strong></p>
<p>Das BMBF-geförderte Verbundprojekt KAHR soll mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die Aufbaumaßnahmen in den von der Flutkatastrophe im Juli 2021 zerstörten Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unterstützen. Bis Ende 2024 werden in dem Verbundprojekt mit insgesamt 13 Partnern aus Wissenschaft und Praxis Fragen zur Klimaanpassung, der risikobasierten Raumplanung und zum Hochwasserschutz erarbeitet. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen für einen klimaresilienten und zukunftsorientierten Wieder- und Neuaufbau zu schaffen. Weiterführende Informationen unter: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>Prof. Dr. Robert Jüpner<br>ֱ Kaiserslautern-Landau, Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft<br>T 0631/205-3805<br>E <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+spcfsu/kvfqofsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">robert.juepner[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 09 Nov 2023 12:33:22 +0100</pubDate>
                        <title>Kritische Ressourcen sichern: ֱ erhält 8,6 Mio. Euro, um Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abwasser zu erforschen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/kritische-ressourcen-sichern-rptu-erhaelt-86-mio-euro-um-rueckgewinnung-von-rohstoffen-aus-abwasser-zu-erforschen-1</link>
                        <description>Die Europäische Kommission führt eine Liste mit kritischen Rohstoffen, deren Verfügbarkeit es zu sichern gilt, um Wertschöpfungsketten zu stabilisieren. Phosphor ist einer dieser Wertstoffe, ohne den eine ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung nicht möglich ist. Da es in Europa kaum Phosphor-Quellen gibt, gewinnt die Rückgewinnung aus Abwasser an Bedeutung. Ein neues Graduiertenkolleg der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) will die verfahrenstechnischen Grundlagen schaffen, um Phosphor und weitere Rohstoffe aus Abwasserströmen und Klärschlamm zu erschließen und für industrielle Prozesse nutzbar zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben die nächsten fünf Jahre mit über acht Millionen Euro.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Europäische Kommission führt eine Liste mit kritischen Rohstoffen, deren Verfügbarkeit es zu sichern gilt, um Wertschöpfungsketten zu stabilisieren. Phosphor ist einer dieser Wertstoffe, ohne den eine ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung nicht möglich ist. Da es in Europa kaum Phosphor-Quellen gibt, gewinnt die Rückgewinnung aus Abwasser an Bedeutung. Ein neues Graduiertenkolleg der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) will die verfahrenstechnischen Grundlagen schaffen, um Phosphor und weitere Rohstoffe aus Abwasserströmen und Klärschlamm zu erschließen und für industrielle Prozesse nutzbar zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben die nächsten fünf Jahre mit über acht Millionen Euro.</strong></p>
<p>„Der Verbrauch natürlicher Ressourcen durch moderne Industriegesellschaften führt schon heute zu einer bedenklichen Verknappung essentieller Rohstoffe. Phosphor als wichtiger Grundstoff der Düngemittelproduktion ist einer der von der Europäischen Kommission gelisteten 30 kritischen Rohstoffen, die ein großes Versorgungsrisiko bei gleichzeitiger hoher ökonomischer Bedeutung aufweisen“, erläutert Professor Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk, Sprecher des neuen Graduiertenkollegs an der ֱ und Leiter des Lehrstuhls für die Mechanische Verfahrenstechnik.</p>
<p>Potential bieten kommunale Abwässer, die große Mengen an Phosphor enthalten, die über Landwirtschaft und Industrie ebenso wie aus Privathaushalten dorthin gelangen. Die Notwendigkeit zum Handeln unterstreicht zudem, dass hierzulande die Betreiber von kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen ab 2029 gesetzlich zur Phosphor-Rückgewinnung verpflichtet werden sollen, wenn der Gehalt im Klärschlamm einen bestimmten Grenzwert überschreitet.</p>
<p>Das neue Graduiertenkolleg, das den Namen WERA (Wertstoff Abwasser) trägt, will mit seiner Forschungsarbeit grundlegende Lösungsansätze schaffen, um die Phosphor-Konzentration in kommunalen Abwässern vom Zulauf bis zum Ablauf zu senken. Ziel ist eine Reduktion um circa den Faktor 100, sprich von aktuell um die 6-10 mg/L auf Werte unter 0,1 mg/L. Gleichzeitig will WERA den entfernten Phosphor als Wertstoff rückgewinnen.</p>
<p>„Wir freuen uns über die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zugesagte Förderung des Graduiertenkollegs gleich in doppelter Hinsicht. Zunächst können wir hier auf die etablierte Zusammenarbeit unserer Natur- und Ingenieurwissenschaften aufbauen. Fast alle Arbeitsgruppen, die in das Graduiertenkolleg eingebunden sind, arbeiten bereits im universitären Potentialbereich NanoKat zusammen, um nachhaltige Systeme für den Energie- und Rohstoffwandel zu entwickeln. NanoKat wird über die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert und trägt maßgeblich zu unserer Profilbildung bei“, sagt Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung an der ֱ in Kaiserslautern. „Darüber hinaus handelt es sich bei einem Graduiertenkolleg um eine Förderlinie, die zur Qualifizierung von Nachwuchsforschenden beiträgt, indem sie es ihnen ermöglicht, in einem strukturierten Forschungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren.“</p>
<p><strong>Phosphor im Kreislauf halten</strong></p>
<p>WERA hat in punkto Forschung zwei Ziele im Blick: Es geht darum, Phosphor rückzugewinnen und stofflich so aufzubereiten, dass er im Sinne des Kreislaufprinzips der Industrie wieder als Ressource zur Verfügung steht. „Zusätzlich soll die Phosphor-Konzentration im Ablauf der Kläranlagen weitergehend reduziert werden, um unsere Gewässer vor Algenbildung zu schützen“, erläutert Professorin Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz, stellvertretende Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin des Fachgebiets Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung. „Es gibt zwar schon Pilot-Projekte, die das für einzelne Kläranlagen realisieren. Jedoch gibt es erhebliche Wissenslücken, welche Verfahren unter welchen Bedingungen Erfolg versprechend sind“, erklärt Antonyuk die Bedeutung des Graduiertenkollegs.</p>
<p>Die Doktorandinnen und Doktoranden werden im Rahmen des Forschungsprogramms eine kombinierte Phosphor-Elimination und Phosphor-Rückgewinnung aus dem Abwasserstrom erarbeiten. Zum Einsatz sollen maßgeschneiderte Adsorbermaterialien kommen, an denen sich Phosphor-Verbindungen anreichern. Eine weitere Forschungsaufgabe dreht sich darum, die Grundlagen der Kristallisation bzw. Fällung zu untersuchen – Trennverfahren, mit denen die Rückgewinnung aus Klärschlamm erfolgen kann.</p>
<p>„Somit verfolgen wir in WERA zwei verschiedene Recycling-Prozesse, die an unterschiedlichen Stellen im Abwasserreinigungsprozess ansetzen“, ergänzen Steinmetz und Antonyuk. „Um die physikalisch-chemischen Vorgänge und Wechselwirkungen in Prozessen der Phosphor-Rückgewinnung aus dem komplexen Stoffsystem des Abwassers erfassen zu können, werden wir zusätzlich innovative Charakterisierungsverfahren und Simulationsmethoden einsetzen und weiterentwickeln. Denn natürlich wollen wir wissen, wie die Adsorbermaterialien in der Praxis funktionieren. Hier bietet sich uns die einmalige Chance, eine auf dem Campus der ֱ in Kaiserslautern kürzlich als Pilotanlage installierten Abwasserbehandlungs- und Recyclinganlage für WERA zu nutzen. Und letztlich ist es unser Ziel, dass wir die entwickelten Materialien und Prozesse auch auf andere Rohstoffe übertragen und etwa für die Rückgewinnung von Stickstoff, Kalium oder organischen Kohlenstoffen anpassen können.“</p>
<p><strong>Elf Arbeitsgruppen beteiligt</strong></p>
<p>WERA verbindet die Forschungsexpertise von elf natur- und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Bauingenieurwesen, Chemie, Physik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der ֱ. Die über die Förderung finanzierten Doktorandenstellen werden in diesen Teams verortet.</p>
<p>Die Leiterinnen und Leiter der beteiligten Arbeitsgruppen im Überblick:</p><ul class="list-normal"> 	<li>Prof. Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk / Mechanische Verfahrenstechnik (Sprecher)</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Sabine Becker / Anorganische Chemie</li> 	<li>Jun.-Prof. Dr.-Ing. Fabian Jirasek / Maschinelles Lernen in der Verfahrenstechnik</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Kleist / Technische Chemie</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Stefan Kubik / Organische Chemie</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Volker Schünemann / Medizinische Physik &amp; Biophysik</li> 	<li>Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz / Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung (stellvertretende Sprecherin)</li> 	<li>Jun.-Prof. Dr.-Ing. Simon Stephan / Molekulare Thermodynamik</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Werner R. Thiel / Anorganische Chemie</li> 	<li>Prof. Dr. rer. nat. Roland Ulber / Bioverfahrenstechnik</li> 	<li>Prof. Dr.-Ing. Erik von Harbou / Reaktions- und Fluidverfahrenstechnik</li> </ul><p><br> <strong>Weiteres Graduiertenkolleg der ֱ verlängert</strong></p>
<p>Neben der Förderzusage für das neue Graduiertenkolleg WERA hat die DFG ebenso die Fortführung des Graduiertenkollegs „SystemLink“ bewilligt, das am Institut für Umweltwissenschaften der ֱ in Landau koordiniert wird. Für die zweite Förderphase stehen rund 6,6 Millionen Euro bereit.</p>
<p>Glückwunsch zur Doppelzusage kommt von Wissenschaftsminister Clemens Hoch: „Ich freue mich, dass die Rheinland-Pfälzische Technische Universität durch die hohe Qualität ihrer Anträge überzeugt hat und gratuliere allen, die an diesem Erfolg beteiligt sind. An beiden Standorten der ֱ – in Landau und in Kaiserslautern – werden nicht nur innovative Ansätze in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung verfolgt, sondern und vor allem auch der wissenschaftliche Nachwuchs hervorragend gefördert.“</p>
<p><strong>Über Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong></p>
<p>Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.</p>
<p>Mehr unter: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk<br> Lehrgebiet Mechanische Verfahrenstechnik / ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-3524<br> E-Mail: sergiy.antonyuk[at]mv.rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 11:37:00 +0100</pubDate>
                        <title>Einfluss des Menschen auf Gewässer: DFG fördert zweite Phase von Graduiertenkolleg mit rund 6,6 Millionen Euro</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/einfluss-des-menschen-auf-gewaesser-dfg-foerdert-zweite-phase-von-graduiertenkolleg-mit-rund-66-millionen-euro-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie reagieren Landökosysteme auf Veränderungen in Gewässern? Dieser Frage gehen derzeit Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Graduiertenkolleg „SystemLink“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) nach. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute mitgeteilt hat, wird sie die Fortführung des Graduiertenkollegs ab April 2024 mit rund 6,6 Millionen Euro fördern. Koordiniert wird es am Institut für Umweltwissenschaften der ֱ in Landau.</strong><br> <br> Wie Stoffe aus dem Umland ihren Weg in Gewässer finden, ist wissenschaftlich gut untersucht. Der umgekehrte Prozess des Transports vom Gewässer auf das Land ist jedoch weit weniger erforscht. Welche Effekte haben etwa Hochwasserereignisse auf angrenzende Landbereiche? Um diese Frage zu beantworten, nimmt das Graduiertenkolleg 2360 „Crossing Boundaries: Propagation of In-Stream Environmental Alterations to Adjacent Terrestrial Ecosystems” (SystemLink) unter anderem Umweltschadstoffe wie Fungizide in den Blick. Aber auch invasive Arten, die hier eigentlich nicht heimisch sind, spielen dabei eine wichtige Rolle. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Uferpflanzen, aber auch Wirbellose wie Kleinkrebse.<br> <br> „Wir versuchen zu verstehen, wie sich der Einfluss des Menschen auf Gewässer in angrenzenden Landökosystemen auswirkt, also wie miteinander vernetzte Systeme auf Umweltveränderungen reagieren“, sagt Professor Dr. Ralf Schulz, Sprecher des Graduiertenkollegs. „Wir wollen untersuchen, ob die Erkenntnisse, die wir in den vergangenen Jahren im Labor und in den Freiland-Versuchsanlagen erlangt haben, auch in der Natur zu beobachten sind. Darüber hinaus wird das Graduiertenkolleg empirische Forschung, sprich die Arbeit im Labor, und die Modellierung von Ökosystemen noch enger verzahnen, um mit Hilfe von solchen Simulationen Änderungen besser zu verstehen.<br> <br> In Graduiertenkollegs werden Doktorandinnen und Doktoranden strukturiert ausgebildet. Hinzu kommen spezielle Qualifizierungsprogramme. Bei SystemLink basiert dieses auf drei Säulen: Erstens arbeiten Forschungsteams an komplexen Fragestellungen in einzigartigen Freiland-Versuchsanlagen, ihre Kooperation drückt sich in gemeinsamen Publikationen aus. Zweitens unterstützt ein sogenanntes fast-track-Programm besonders talentierte Studierende bis zur Promotion. Drittens erhalten alle Promovierenden ein auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Kursprogramm.<br> <br> „Wir freuen uns, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft das Graduiertenkolleg weiter fördern wird. Dies ist eine Anerkennung für die Arbeit des Graduiertenkollegs und des Instituts für Umweltwissenschaften“, sagt Professor Dr. Ralf Schäfer, Vizepräsident für Forschung der ֱ in Landau. „Ich gratuliere allen Beteiligten zu diesem großen Erfolg. Dies unterstreicht nicht zuletzt die Bedeutung dieses hochaktuellen Forschungsgebiets. Zugleich bieten wir damit jungen Menschen die Möglichkeit, sich auf hohem wissenschaftlichem Niveau für eine Karriere in der Forschung oder für eine Karriere außerhalb der Wissenschaft zu qualifizieren.“<br> <br> Das Kolleg hat seine Arbeit erstmals im April 2019 aufgenommen. In der ersten Phase hat die DFG dafür 4,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit der Weiterförderung sollen nun 14 Promotionsstellen finanziert werden.<br> <br> <strong>Über Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong><br> Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.<br> <br> Mehr unter: </p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Ralf Schulz<br> Institut für Umweltwissenschaften<br> ֱ in Landau<br> E-Mail: r.schulz[at]rptu.de<br> Tel: 06341 / 280 31327</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    </item>
                
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                        <pubDate>Tue, 07 Nov 2023 11:49:06 +0100</pubDate>
                        <title>Den Code von Krebszellen mit Künstlicher Intelligenz knacken: Carl-Zeiss-Stiftung fördert Projekt mit fünf Millionen Euro</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/den-code-von-krebszellen-mit-kuenstlicher-intelligenz-knacken-carl-zeiss-stiftung-foerdert-projekt-mit-fuenf-millionen-euro-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Diagnose Glioblastom geht mit einer schlechten Überlebenschance einher. Der Gehirntumor zählt zu den aggressivsten Krebsarten. Medikamente sind wenig erfolgreich, auch weil einzelne Zellen des Tumors Resistenzen dagegen entwickeln. Warum das so ist, ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts, das die Carl-Zeiss-Stiftung für sechs Jahre mit fünf Millionen Euro fördert. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) möchten die Projektbeteiligten diese Mechanismen entschlüsseln, um zu verhindern, dass der Tumor resistent wird und um individuelle Therapien zu ermöglichen. Das Projekt wird an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) koordiniert.&nbsp;</strong><br> <br> Glioblastome zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Zellen Resistenzen gegen Medikamente entwickeln können. „Diese Plastizität erschwert erheblich die Behandlung und ist für die große Mehrheit der Krebstodesfälle verantwortlich“, sagt Projektkoordinator Professor Dr. Naim Bajcinca, der an der ֱ in Kaiserslautern im Bereich der Regelungstechnik und Dynamik forscht und dabei auch KI-Methoden nutzt. Das Forschungskonsortium um Bajcinca möchte im Rahmen des Projekts „Artificial Intelligence for Treating Cancer Therapy Resistance (AI-Care)“ herausfinden, welche molekularbiologischen Prozesse diesem Mechanismus zugrunde liegen. „Wir wollen verstehen, warum und wie die Zellen dazu in der Lage sind und sich an die Therapien anpassen können“, fährt der Professor fort.&nbsp;<br> <br> Dazu möchten sie ein KI-Modell entwickeln, für das sie viele Daten benötigen. Die Forscherinnen und Forscher werden sich dazu einzelne Zellen anschauen, um zu ergründen, was auf Zellebene in den Tumoren passiert. Möglich macht dies die Einzelzell-Sequenzierung. Bei diesem Verfahren erhält man einen spezifischen Fingerabdruck einer einzelnen Zelle. Diese Analyse misst die RNA-Moleküle, die Kopien der DNA sind und Aufschluss über die sogenannte Genexpression in der betreffenden Zelle geben können. Damit lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Zelle ziehen, beispielsweise welche Gene gerade aktiv sind und welche nicht oder welche Gene mutiert sind. „Auf diese Weise analysieren wir Tausende von Zellen mit jeweils mehr als 20.000 Genen und detektieren dadurch unterschiedliche Zustände verschiedener Zellen, die durch ihre Genexpression definiert sind“, so Bajcinca weiter. Um diese riesengroßen Dimensionalität der Daten zu durchforsten, Muster zu entdecken und Unterschiede aufzuspüren, kommen KI-Methoden zum Einsatz.<br> <br> Zu Beginn des Projekts wird das Team um Bajcinca auf bestehende Datensätze aus der Literatur zurückgreifen, um ein erstes KI-Modell zu erstellen. Anschließend werden die Daten aus dem Labor in das Modell integriert. „Dabei verwenden wir sogenannte Glioblastom-Organoide, das sind sehr kleine organähnliche Mikrostrukturen. Sie werden von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Biologie untersucht“, erläutert der Kaiserslauterer Professor. In nächsten Schritten wird es darum gehen, das KI-Modell zu verbessern und zu validieren. Da das Aufbereiten der Zelldaten sehr kostenintensiv ist, werden die Projektbeteiligten auch synthetische Daten mittels KI generieren, mit denen das Modell ebenfalls hinzulernen kann.<br> <br> „Krebs ist ein hochkomplexes dynamisches System. Deshalb müssen wir multidisziplinäres Wissen aus der Zellbiologie, Mathematik und KI kombinieren, um Erkenntnisse zu gewinnen. Mit diesem umfassenden Ansatz hoffen wir, den Code der Plastizität zu entschlüsseln und zu verstehen, was auf der Ebene der Krebszelle wirklich geschieht", sagt er weiter. „Krebstherapien verändern die Landschaft der Tumorzellen. Es entstehen neue Zellzustände und Übergangswege, die zum Therapieversagen führen. Unser Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das diese gebildeten Landschaften von Tumorzellen vorhersagen kann. Dies wird nur mit Hilfe von KI möglich sein und markiert einen bahnbrechenden Fortschritt in den Gesundheitswissenschaften."<br> <br> Zudem soll das KI-Modell helfen, optimale Medikamenten-Kombinationen vorherzusagen. „Damit könnte man bei jedem Patienten individuell eine Therapie planen, die bestmöglich auf den Tumorzustand abgestimmt ist“, sagt der Professor. Dies müsste aber erst in klinischen Studien überprüft werden. Das Verfahren ließe sich außerdem auf andere tödliche Krebsarten übertragen. „Auch hier lassen sich solche Resistenzen beobachten. Unser Modell ließe sich mit entsprechenden Daten anpassen“, ergänzt Bajcinca.&nbsp;<br> <br> Professor Bajcinca und Dr. Sandesh Hiremath koordinieren das Projekt. An der ֱ beteiligt sind zudem Arbeitsgruppen aus Biologie (Professorin Dr. Tanja Maritzen, Professorin Dr. Zuzana Storchová), Informatik (Juniorprofessorin Dr. Sophie Fellenz, Professor Dr. Marius Kloft) sowie Mathematik (Professorin Dr. Anna Hundertmark, Professor Dr. Nicolas R. Gauger). Darüber hinaus arbeiten Bioinformatik-Professor Dr. Carl Hermann von der Universität Heidelberg sowie die beiden Biowissenschaftler Dr. Hai-Kun Liu und Dr. Bernhard Radlwimmer vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg am Projekt mit. Gefördert wird es von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „CZS Durchbrüche“, das 2023 zu „KI in der Gesundheit“ ausgeschrieben wurde.</p>
<p>Die Vorarbeiten zu diesem Projekt fanden an der ֱ unter anderem im Profilbereich „BioComp – Complex Data Analysis in Life Sciences and Biotechnology“ statt – ein Teil der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Naim Bajcinca<br> Lehrgebiet für Mechatronik in Maschinenbau und Fahrzeugtechnik (MEC)<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-3230<br> E-Mail: naim.bajcinca[at]rptu.de</p>
<p><strong>Über die ֱ&nbsp;</strong><br> Seit 1. Januar 2023 bilden die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität in Landau zusammen die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau. Mit über 20.000 Studierenden und mehr als 300 Professorinnen und Professoren ist die ֱ die zweitgrößte akademische Einrichtung des Landes. Als Ort internationaler Spitzenforschung und akademische Talentschmiede der Wirtschaft und Wissenschaft bietet die ֱ exzellente Studien- und Forschungsbedingungen sowie ein weltoffenes Umfeld. Die ֱ ist zudem Innovations- und Transferpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer an der ֱ studiert, lernt, forscht oder arbeitet, ist Teil einer lebendigen Universitätsgemeinschaft und gestaltet die Welt von morgen.<br> <br> <strong>Über die Carl-Zeiss-Stiftung</strong><br> Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 03 Nov 2023 07:53:01 +0100</pubDate>
                        <title>Medica 2023: Medizinische Bilddaten mit neuer Technologie einfacher und sicher analysieren und visualisieren </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/medica-2023-medizinische-bilddaten-mit-neuer-technologie-einfacher-und-sicher-analysieren-und-visualisieren-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Medizin fallen viele Daten an, etwa bei der Computertomographie. Auf dem Weg zur personalisierten Medizin sind sie wichtig. Verfahren der Künstlichen Intelligenz, wie zum Beispiel das maschinelle Lernen, lernen mit ihnen dazu und helfen, Diagnosen und Therapien künftig individuell zu zuschneiden. Solche Techniken sind aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Ein Forscherteam aus Kaiserslautern und Leipzig arbeitet an einem System, das medizinische Daten automatisch analysiert und visualisiert, auch deren Unsicherheiten. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf stellt es seine Technik von 13. bis 16. November am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Stand E80, Halle 3) vor.</strong></p>
<p>Beim Schlaganfall ist Eile geboten. Mithilfe von Aufnahmen aus dem Computertomographen (CT) können Ärzte schnell feststellen, an welcher Stelle im Gehirn es zu einem Blutgerinnsel gekommen ist und welche Behandlung sinnvoll ist. Solche bildgebenden Verfahren spielen in der Medizin eine wichtige Rolle. Sie kommen auch bei anderen Bereichen, beispielsweise vor Operationen, zum Einsatz. So helfen Bilder von Magnetresonanztomographien (MRT) Chirurgen etwa vor einer Operation, einen Eingriff zu planen.</p>
<p>Gemein ist all diesen Techniken, dass jede Menge Daten anfallen. „Sie automatisch zu analysieren und zu visualisieren, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur personalisierten Medizin“, sagt Dr. Christina Gillmann, Informatikerin an der Universität Leipzig. „Dieser Bereich hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.“ Möglich machen das KI-Verfahren wie das maschinelle Lernen und neuronale Netzwerke. Sie lernen anhand von Daten dazu, mit denen sie trainiert beziehungsweise „gefüttert“ werden. Zum Beispiel aus CT-Bilddaten, die ein Arzt zuvor bearbeitet hat. So fließen technische Informationen, aber auch medizinische Erfahrung ein. Dabei gilt: Je mehr Daten diese Verfahren auswerten können, desto besser werden die Ergebnisse.</p>
<p>Solche Technologien könnten in ein paar Jahren im Klinikalltag zum Einsatz kommen, um etwa personalisierte Diagnosen und Therapien zu ermöglichen. Allerdings stecken sie noch in den Kinderschuhen. „Jeder medizinische Fall muss einzeln trainiert werden. Die Daten müssen vorab einzeln aufbereitet werden, was sehr aufwändig ist“, nennt Robin Maack aus der Arbeitsgruppe „Computer Graphics and Human Computer Interaction“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) in Kaiserslautern als Problem. Bei jedem medizinischen Fall müssen Ärzte dazu beispielsweise die Daten einzeln „labeln“. „Das bedeutet etwa, wenn ein solches System trainieren soll, einen Tumor automatisch zu erkennen, müssen bei hunderten Bildern mit bekannten Tumoren diese per Hand eingezeichnet werden, damit das neurale Netzwerk eine Grundlage hat, mit der es lernen kann“, erklärt Gillmann.</p>
<p>Maack fährt fort: „Hinzu kommt, dass es keine einheitlichen Schnittstellen gibt, mit denen trainierte Netzwerke behandelt, geladen und genutzt werden können. Aber auch bei Unsicherheiten in den Datenlagen; sei es bei Trainingsdatensätzen oder bei genutzten Modellen; dafür gibt es keine standardisierten Vorgaben, wie Mediziner damit umgehen sollen.“</p>
<p>Solche Unsicherheiten treten zum Beispiel bei Läsionen auf. Dabei handelt es sich um bestimmte Bereiche im Gehirn, die bei einem Schlaganfall durch den Verschluss von Gefäßen im Gehirn nicht mehr ausreichend oder gar nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Sie sind nicht mehr leistungsfähig. Der Kern der Läsion ist oft gut zu erkennen, allerdings gibt es am Rand meist keine klare Abgrenzung und Regionen, bei denen sich selbst Ärzte nicht einig sind, ob sie nun als Läsion zu klassifizieren sind oder nicht. Letztendlich braucht es hier die medizinische Erfahrung, wie damit umzugehen ist.</p>
<p>Hier setzt die Arbeit von Gillmann und Maack an. Das Team um die beiden entwickelt derzeit ein einheitliches System, um medizinische Bilddaten zu verarbeiten, auszuwerten und deren Unsicherheiten zu visualisieren. Es trägt den Namen GUARDIAN, zu Deutsch „Hüter“. Ihre Technik gestalten die Forscher so, dass sie einfach in der Handhabung ist. „Hier können Kliniken beispielsweise ihre trainierten neuralen Netze laden und diese mit zur Verfügung gestellten aufbereiteten Daten kombinieren, etwa bei Aufnahmen zu einem Schlaganfall.“</p>
<p>Das System wertet die Daten aus und visualisiert die Ergebnisse. „Das geschieht automatisch, ohne dass IT-Kenntnisse notwendig sind“, sagt Maack weiter. „Außerdem zeigt unsere Methode die Unsicherheiten an.“ Das heißt, die Ärzte können sich diese noch einmal anschauen und bei Bedarf gemeinsam eine Entscheidung treffen, was im Einzelfall zum Beispiel die beste Behandlung ist. &nbsp;</p>
<p>Auf der Messe stellen die beiden Informatiker ihre Technik vor. Das System steht als Open-Source-Anwendung frei zur Verfügung.</p>
<p>Die Arbeitsgruppe „Visualization and Human Computer Interaction“ von Professor Dr. Christoph Garth an der ֱ in Kaiserslautern forscht schon lange daran, Daten aus Bildgebungsverfahren für die Medizin derart aufzubereiten, dass sie im klinischen Alltag einfach und zuverlässig nutzbar sind.</p>
<p>Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ Kaiserslautern-Landau bei der Medica wird von Klaus Dosch vom Referat für Transfer, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft.</p>
<p>Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch@rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong><br> Robin Maack<br> Visualization and Human Computer Interaction<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel: 0631 205-3268<br> E-Mail: maack(at)rptu.de</p>
<p>Christina Gillmann<br> Abteilung für Bild- und Signalverarbeitung<br> Universität Leipzig<br> Tel: 0341 97 32281<br> E-Mail: gillmann(at)informatik.uni-leipzig.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 02 Nov 2023 08:33:51 +0100</pubDate>
                        <title>Health Gamification an der ֱ: Gesundheitsförderung per App und VR-Brille</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/health-gamification-an-der-rptu-gesundheitsfoerderung-per-app-und-vr-brill-1</link>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) unterstützt Studierende wie Beschäftigte dabei, in Bewegung zu bleiben. Digitale Technologien spielen eine zunehmend wichtigere Rolle im Gesundheitsmanagement. Im Rahmen der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf teilt das Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden (ZSGW) der ֱ seine Erfahrungen mit zwei Produkten, die es gemeinsam mit dem Fachgebiet Elektrotechnik und Informationstechnik in den Einsatz gebracht hat: Die App „Campus Games“ und das „VR Training“. Interessierte können die digitalen Bewegungsangebote vom 13. bis 16. November am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 3, E80) erleben.</strong><br> <br> „Die Gesundheitskosten, die durch körperliche Inaktivität entstehen, werden weltweit auf mehrere Milliarden Dollar jährlich geschätzt. Digitale Gamification-Anwendungen eröffnen neue Möglichkeiten, insbesondere um Menschen zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren“, sagt Julia Müller, Mitarbeiterin am ZSGW, die die App „Campus Games“ im Rahmen ihrer Masterarbeit auf den Weg gebracht hat.<br> <br> <strong>App-basiertes Spiel zur Bewegungsförderung</strong><br> Die App „Campus Games“ ist seit 2018 jährlich an der ֱ im Einsatz. Vier Wochen lang spielen Studierende und Beschäftigte, aufgeteilt in Häuserteams, gegeneinander. Über drei Spielebenen gilt es Punkte zu sammeln – je anstrengender eine Aufgabe ist, desto mehr Punkte sind erreichbar. Einige Aufgaben lösen die Teilnehmenden, rein digital, direkt in der App. Die meisten Challenges erfordern jedoch zusätzlich Bewegung in der analogen Welt, in dem die Spielerinnen und Spieler etwa virtuelle Münzen auf dem Campus einsammeln oder weitere Geländespiele wie eine Schnitzeljagd absolvieren. Mehr als 6.000 Universitätsangehörige haben an den bisherigen Spielrunden teilgenommen, zum Teil auch schon mehrfach. 2019 wurde Campus Games, damals noch „Game of TUK“, vom Stifterverband mit Hochschulperle des Jahres ausgezeichnet und hat auf europäischer Ebene 2019 den ENAS Award (European Network of Academic Sport Services) gewonnen.<br> <br> <strong>Training im virtuellen Raum</strong><br> Wer viel lernt und arbeitet und das vor allem im Sitzen – dem tut eine aktive Pause gut. Müller erklärt: „Der Allgemeine Deutsche Hochschulverband empfiehlt hierfür ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot, das vor Ort, also im Hörsaal, Seminarraum oder auch im Büro durchgeführt werden kann und zur aktiven Regeneration beitragen soll. Dieses Programm aus Mobilisations-, Kräftigungs-, Dehnungsübungen und spielerischen Elementen haben wir in die virtuelle Welt übertragen.“<br> <br> Beim virtuellen Pausenexpress, genannt VR-Training, gestalten eine VR-Brille und zwei Controller, die in der Hand zu halten sind, die Trainingsumgebung. Die nötige Software ist auf der VR-Brille installiert. Die Nutzerführung erfolgt über Farben – in der virtuellen Trainingsumgebung sind linke und rechte Hand unterschiedlich gefärbt. Die Trainierenden bekommen dann Bälle oder Boxen in den korrespondierenden Farben eingeblendet, nach denen sie sich strecken oder die sie zerschlagen sollen. Über Ausweichübungen lässt sich zudem der ganze Körper einbinden. Im Einsatz ist das VR-Training aktuell im Uni-Fitness-Studio der ֱ. Dort können Trainierende die Übungen etwa als Alternativen zu klassischen Aufwärm- oder Cool-Down-Sequenzen in ihren Trainingsplan einbauen.<br> <br> <strong>Kooperation mit der Wissenschaft</strong><br> Beide digitalen „Health Games“ sind aus einer Zusammenarbeit des Lehrstuhls Serious Games Engineering und des ZSGW entstanden. Ebenso fließt begleitende Forschung des Fachgebiets Sportwissenschaft in die Projekte ein. „Über die Sensoren an der Brille und den Controller in der Hand lassen sich die Bewegungen der Arme und des Kopfes beim Nutzen des VR-Training aufzeichnen. Mit Hilfe von weiteren Sensoren wollen wir herausfinden, ob und wie sich die Bewegungsführung im Spiel von einem klassischen Setting unterscheidet, bei der ich die Übungen von einer Person vorgegeben bekomme“ sagt Müller. „Können sich Haltungsfehler einschleichen, ist der Trainingseffekt vergleichbar oder sogar besser? Diesen und weiteren Forschungsfragen gehen wir aktuell nach.“<br> <br> <strong>Gesundheitsmanagement an der ֱ</strong><br> Die ֱ versteht Gesundheitsförderung und -prävention als strategisches Querschnittsthema: Als eine der ersten Hochschulen Deutschlands hat sie neben dem betrieblichen Gesundheitsmanagement auch eine eigene Welt der Gesundheitsförderung und -prävention für Studierende geschaffen. Das studentische Gesundheitsmanagement (SGM) ist ein Modellprojekt, welches die ֱ in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse (TK) unter dem Namen CampusPlus umsetzt. Im Rahmen des SGMs entwickeln die Verantwortlichen seit 2015 Maßnahmen und Angebote, die Studierende in einer gesunden Lebensweise unterstützen und allgemein für das Thema Gesundheitsförderung sensibilisieren sollen. Beispiele im Bereich Bewegungsförderung bzw. Stressmanagement sind die App „Campus Games“, Yogakurse gegen Prüfungsstress oder der Hängemattenpark auf dem Campus. Für dieses Gesamtpaket ist die Universität bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2018 und 2020 mit dem Corporate Health Award, der zu den bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland im „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ zählt.<br> <br> Weiterführende Informationen zum „VR Training“: <br> Weiterführende Informationen zur App „Campus Games“:<br> <br> <br> +++<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ bei der Medica wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie und Innovation organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft.<br> Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch@rptu.de, Tel.: 0631 205-3001<br> +++<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Julia Müller<br> Stellvertretende Leitung CampusPlus /<br> Zentrum für Sport, Gesundheit und Wohlbefinden an der ֱ<br> Tel.: +49 631 205-5655<br> E-Mail: julia.mueller@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 31 Oct 2023 12:55:50 +0100</pubDate>
                        <title>Ferngesteuerte Robotik für Operationseinsätze: Welches Potenzial eröffnen 6G und KI?</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ferngesteuerte-robotik-fuer-operationseinsaetze-welches-potenzial-eroeffnen-6g-und-ki-1</link>
                        <description>Die ֱ auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf – 13. bis 16.11., Forschungsstand Rheinland-Pfalz, Halle 3/E80. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Den Ärztemangel und seine Folgen für die Patientenbetreuung bekommen wir bereits zu spüren. Können mobile Operationsroboter helfen, Versorgungslücken zu minimieren? Dieser Frage gehen Forschende der ֱ und des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) nach. Sie verbinden Ansätze aus der Robotik mit KI-Methoden unter Einsatz des künftigen Mobilfunkstandards 6G. Ihr Ziel: Eine Analyse, die Potenziale von ferngesteuerter Robotik für Operationseinsätze aufzeigt und Anforderungen an KI und Kommunikationsnetze definiert. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf präsentieren sie ihre Arbeit vom 13. bis 16. November am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 3, E80). </strong></p>
<p>Robotik bei Operationen einzusetzen, ist keine grundlegend neue Idee. Innovativ ist vielmehr der Ansatz, derartige Systeme aus der Ferne bzw. mobil bedienbar zu machen. Projektleiter Marc Ruffing, der am Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation an der ֱ und im Forschungsbereich „Intelligente Netze“ am DFKI forscht, umreißt die damit verbundenen Herausforderungen: „Bisher muss die operierende Person in der Nähe des Operationssaals anwesend sein, da eine mobile Nutzung von ferngesteuerter Robotik aufgrund der Größe und Infrastruktur solcher Systeme noch nicht praktikabel ist. Zudem ist die Steuerung der Systeme nicht intuitiv. Die operierende Person arbeitet mit Joysticks über einem abgeschirmten Bildschirm. Es fehlt sowohl die natürliche Bewegung als auch das haptische Feedback. Im Gegensatz zum Menschen sind Roboter nicht feinfühlig genug.“</p>
<p><strong>Hoher Anspruch an Latenzzeiten</strong></p>
<p>Diese Hürden zu überwinden, haben sich Ruffing und sein Team zur Forschungsaufgabe gemacht. Sie nutzen hierfür einen Demonstrator, der aus zwei kollaborativen Roboterarmen besteht und somit ein klassisches Setup darstellt. Ein Roboterarm lässt sich durch die Führung des anderen von Menschenhand steuern. Das System ermöglicht ein virtuelles haptisches Feedback in Form von Forcefeedback, das vom gesteuerten Roboterarm an den steuernden Roboterarm übertragen wird. Dadurch kann die steuernde Person spüren, was sie gerade tut. Die Kommunikation zwischen den beiden Robotern erfolgt über ein Netzwerk. Dabei sind keine großen Datenpakete unterwegs – der Knackpunkt ist vielmehr ein anderer: „Gerade bei derartig hochsensiblen Tätigkeiten wie ferngesteuerten Operationen gelten besonders hohe Anforderungen an Latenzzeiten. Steuerbefehle der operierenden Person müssen ohne jegliche Verzögerung am Behandlungsort ankommen“, erklärt Teamleiter Christoph Lipps. „Deswegen schreiben wir anhand des Testszenarios fest, was der künftige Mobilfunkstandard 6G in punkto Echtzeit-Steuerung erfüllen muss.“</p>
<p><strong>Steuerung natürlicher machen</strong></p>
<p>Parallel forscht das Team daran, wie sich mithilfe von intelligenten Technologien die Bedienung des Systems verbessern lässt. Sie erproben unter anderem ein Nahinfrarot-basiertes Motion-Capture-System. Damit lassen sich Objekte wie beispielsweise eine Hand und deren Bewegungen millimetergenau im Raum erfassen. Eine unnatürliche Steuerung per Joystick wäre somit nicht mehr nötig.</p>
<p>Ebenso ist es möglich, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (Brain-Computer-Interface, BCI) ins System einzubinden. „Indem wir mittels Elektroenzephalografie oder Nahinfrarot-Spektroskopie die Hirnströme einer Person messen, können wir Daten gewinnen, die über den Gemütszustand Auskunft geben“, sagt Matthias Rüb, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team. „Für die Auswertung sorgt ein künstliches neuronales Netz, eine Anwendung aus dem Bereich des Maschinellen Lernens. Es scannt die per BCI gemessenen Daten und ordnet diesen Gemütszustände zu. Nimmt die Aufmerksamkeit des Arztes ab oder sein Stresslevel zu, könnte beispielsweise eine Warnmeldung erfolgen.“</p>
<p><strong>Beitrag zum „Open6GHub“ </strong></p>
<p>Mit den Erkenntnissen aus dem Projekt wird das Team das Pflichtenheft für die Echtzeit-Fernsteuerung von Operationsrobotern befüllen. „Wir entwickeln keine Medizinprodukte“, fasst Ruffing zusammen. „Vielmehr geht es uns darum, Anforderungen an 6G und an KI zu definieren, um die Technik in die Anwendung zu bringen – etwa in Form eines mobilen Operationssaals oder eingebaut in einen Krankenwagen.“</p>
<p>Interessierten vermitteln die Forschenden im Rahmen der Medica den Stand ihrer Forschungsarbeit anhand des Demonstrators.</p>
<p>Angesiedelt ist das Projekt unter dem Dach des „Open6GHub“, das von Professor Schotten, Leiter des Lehrstuhls Funkkommunikation und Navigation an der ֱ und Leiter des Forschungsbereichs Intelligente Netze am DFKI koordiniert wird. Neben der ֱ und dem DFKI sind weitere Hochschulen und Forschungsinstitute beteiligt. Im Forschungsverbund wollen die Partner dazu beitragen, eine 6G-Gesamtarchitektur zu entwickeln und ebenso Ende-zu-Ende-Lösungen unter anderem in folgenden Bereichen auf den Weg zu bringen:&nbsp;Erweiterte Netzwerktopologien&nbsp;mit hochagiler sogenannter organischer Vernetzung,&nbsp;Security- und Resilienz, Thz- und photonische Übertragungsverfahren, Sensorfunktionalitäten in den Netzen und deren intelligente Nutzung und Weiterverarbeitung und anwendungsspezifische Radioprotokolle. Auf dem Weg dorthin sind die Forschenden offen für Dialog und Kooperationen: „Wir suchen einen frühzeitigen und interaktiven Dialog mit der Öffentlichkeit und sind ebenso bereit für Kooperationen mit der Industrie und Anwendern“, so Schotten. „Hierfür werden wir OpenLabs und offene Experimentalfelder installieren. Nicht zuletzt wollen wir durch die Einbeziehung von KMUs und Start-Ups und deren Ergebnissen ein offenes Innovationssystem fördern.“</p>
<p>+++</p>
<p>Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ bei der Medica wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft.<br> Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch@rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>
<p>+++</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Marc Ruffing<br> Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation<br> Tel: +49 (0)631 205 75 1826<br> Mail: marc.ruffing@rptu.de<br> &nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing">+++</p>
<p class="MsoNoSpacing"><strong>Über das DFKI</strong></p>
<p class="MsoNoSpacing">Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet. Es verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. So forscht das DFKI seit über 30 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt es zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Das DFKI unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Niedersachsen, Labore in Berlin und Darmstadt sowie Außenstellen in Lübeck und Trier. Aktuell forschen dort ca. 1.560 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Software-Lösungen. Das Finanzvolumen lag 2022 bei 82,6 Millionen Euro.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 24 Oct 2023 15:10:46 +0200</pubDate>
                        <title>Operativer Hochwasserschutz beginnt bei der Qualifizierung von Einsatzkräften: ֱ entwickelt Weiterbildungsprogramm</title>
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                        <description>Wie lassen sich Hochwasser- und Starkregenereignisse bewältigen? Hierzu forscht das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft an der ֱ – aktuell im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz) zur wissenschaftlichen Begleitung des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Ein Weiterbildungsprogramm für Einsatzkräfte ist bereits entstanden. Ebenso hat Fachgebietsleiter Professor Dr. Robert Jüpner gemeinsam mit Partnern im Ahrtal wie THW und Feuerwehr das Katastrophenschutz-Netzwerk „H-Kat-Net“ gegründet, um den Wissenstransfer zu fördern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lassen sich Hochwasser- und Starkregenereignisse bewältigen? Hierzu forscht das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft an der ֱ – aktuell im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz) zur wissenschaftlichen Begleitung des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Ein Weiterbildungsprogramm für Einsatzkräfte ist bereits entstanden. Ebenso hat Fachgebietsleiter Professor Dr. Robert Jüpner gemeinsam mit Partnern im Ahrtal wie THW und Feuerwehr das Katastrophenschutz-Netzwerk „H-Kat-Net“ gegründet, um den Wissenstransfer zu fördern.</strong></p>
<p>Das <a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2023/PM_090_Flyer-Modulangebote-Hochwasserschutz-2023-24.pdf">Weiterbildungsprogramm</a>, welches das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft im Rahmen des&nbsp;KAHR-Forschungsverbundvorhabens bereitgestellt hat, befasst sich mit dem operativen Hochwasserschutz. Hierzu Professor Jüpner, der seit dem Hochwasserereignis an der Elbe 2002 regelmäßig selbst Mitglied in Katastrophenstäben war: „Operativer Hochwasserschutz vereint alle vorbereitenden und durchführenden Maßnahmen und Planungen an der Schnittstelle zwischen Katastrophenschutz und Wasserwirtschaft mit dem Ziel, Risiken vorzubeugen und Schäden durch Hochwasser und Starkregen – über die rein wasserwirtschaftliche Hochwasservorsorge hinaus – zu reduzieren. So richtet sich unser Bildungsmodul insbesondere an Personen aus THW-Ortsverbänden, Berufsfeuerwehren, freiwilligen Feuerwehren sowie weitere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und ebenso an Verantwortliche in Kommunen und Städten. Wir sind überzeugt, dass eine intensive und fachlich fundierte Vorbereitung der Schlüssel für effektives, koordiniertes und zielführendes Handeln im Einsatzfall ist.“ Dabei spielt der Umgang mit Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten zur Lagebeurteilung ebenso eine Rolle wie das Vermitteln von Wissen und Erfahrungen aus der Einsatzpraxis.</p>
<p><strong>Erfahrung mit Bildungsprojekten vorhanden</strong></p>
<p>Es handelt sich dabei nicht um das erste Bildungsmodul, welches Professor Jüpner und seine Arbeitsgruppe konzipiert haben. Bereits seit 2021 bieten sie gemeinsam mit dem Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft an der ֱ und dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz „“ als festes Weiterbildungsangebot an. Über 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW haben das Training bereits absolviert. Auf Vorschlag des Umweltbundesamts bewarben sich die Forschenden mit ihrem Bildungsprojekt für die Feuerwehr um den Bundespreis „Blauer Kompass“ 2022 und erreichten die Endausscheidung (20 aus 240 Bewerbungen; Beschreibung der Maßnahme einsehbar in der  des Umweltbundesamtes).</p>
<p><strong>Regionales Wissen aktivieren</strong></p>
<p>Bilateraler Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis ist ein weiterer Aspekt, der für Professor Jüpner mit Blick auf die Katastrophenvorsorge in Risikogebieten entscheidend ist. Mit „H-Kat-Net“ hat er den Anstoß für ein Katastrophenschutz-Netzwerk für das Ahrtal gegeben, welches er gemeinsam mit zwei THW-Ortsverbänden, dem Kreisverbindungskommando&nbsp;Ahrweiler der Bundeswehr sowie der Feuerwehr Sinzig und dem Brand- und Katstrophenschutz des Landkreises Ahrweiler gegründet hat. „Mit dem Netzwerk schlagen wir die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir lernen aus dem Wissen der Einsatzkräfte für die Forschung und können andererseits unsere Forschungsergebnisse direkt dorthin bringen, wo sie gebraucht werden“, sagt der Wissenschaftler. Dabei unterstützen ihn die Partner aus dem KAHR-Projekt – wie etwa der Sprecher des Forschungsverbundvorhabens Professor Dr.-Ing. Jörn Birkmann, der bei der Auftaktveranstaltung am 17. Oktober ein Grußwort sprach und über seine Forschung berichtete.</p>
<p><strong>Über KAHR</strong></p>
<p>Das vom BMBF geförderte Projekt  soll mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen die Aufbaumaßnahmen in den von der Flutkatastrophe im Juli 2021 zerstörten Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unterstützen. Bis Ende 2024 werden in dem Verbundprojekt mit insgesamt 13 Partnern aus Wissenschaft und Praxis Fragen zur Klimaanpassung, der risikobasierten Raumplanung und zum Hochwasserschutz erarbeitet. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen für einen klimaresilienten und zukunftsorientierten Wieder- und Neuaufbau zu schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Prof. Dr. Robert Jüpner<br>ֱ Kaiserslautern-Landau, Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft<br>Tel.: 0631/205-3805<br>E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+spcfsu/kvfqofsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">robert.juepner[at]rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 28 Sep 2023 08:27:58 +0200</pubDate>
                        <title>Studie: Forschende der ֱ entwickeln Motor mit quantenmechanischem Antrieb </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-forschende-der-rptu-entwickeln-motor-mit-quantenmechanischem-antrieb-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Quantenphysik setzt sich mit den Naturgesetzen im atomaren und subatomaren Bereich auseinander. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben beispielsweise die Entwicklung von Computerchips, Kernspintomografen oder Navigationssystemen ermöglicht. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau forschen Professor Dr. Artur Widera und seine Arbeitsgruppe zur Quantenphysik. In einer aktuellen Forschungsarbeit präsentieren sie einen Quantenmotor, der sich nicht im klassischen Sinne mit thermodynamischen Prinzipien beschreiben lässt. Der Antrieb erfolgt quantenmechanisch, nicht durch Wärmeübertragung. Das zugehörige Paper ist im Fachmagazin Nature erschienen. &nbsp;</strong></p>
<p>Klassische Motoren sind Wärmekraftmaschinen und folgen den Gesetzen der Thermodynamik. Sie wandeln die beim Verbrennen von Kraftstoff freiwerdende Wärmeenergie über Verdichtung in einem Kolben in mechanische Energie oder Bewegungsenergie um. Die Idee eines Motors in die Quantenwelt zu übertragen, ist nicht neu. Professor Artur Widera hatte bereits in einer vergangenen Forschungsarbeit gezeigt, dass es möglich ist, eine Quantenwärmemaschine stabil und effizient zu betreiben. Jetzt ist es ihm und seiner Arbeitsgruppe gemeinsam mit Kollegen der Universität Stuttgart und des Okinawa Institute of Science and Technology in Japan gelungen, einen Quantenmotor zu entwickeln, der als Antrieb ein anderes, rein quantenmechanisches Phänomen nutzt.<br> <br> <strong>Energiedifferenz als Antrieb</strong><br> „In der Quantenwelt bzw. auf atomarer Ebene unterscheiden wir zwei Klassen von Teilchen: Bosonen und Fermionen“, erläutert Jennifer Koch, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe und Erstautorin der Studie. „Diese unterscheiden sich in einer Eigenschaft und zwar ihrem Eigendrehimpuls oder Spin.“ Kommt eine Vielzahl an Bosonen und Fermionen jeweils in einer sogenannten Atomfalle in ultrakalter Umgebung zusammen (in der thermische Effekte keine Rolle spielen), passiert Folgendes: „Werden die Bosonen nicht von thermischer Energie gelenkt, bleiben sie energetisch im Grundzustand und gesellen sich zueinander“, erklärt die Physikerin. „Die Fermionen hingegen folgen dem Pauli-Prinzip.“ Das Pauli-Prinzip besagt, dass sich zwei identische Fermionen nicht im gleichen Energiezustand befinden können. Stattdessen entfernen sie sich voneinander und nehmen dabei verschiedene Anregungszustände bzw. steigende Energieniveaus ein. Der entscheidende Knackpunkt für die Forschung: „Der Gesamtenergiebetrag des Fermionen-Ensembles ist höher“, resümiert Koch.<br> <br> Um die Energiedifferenz zwischen den unterschiedlichen Teilchen-Ensembles zu erschließen, nutzte das Forscherteam die Tatsache, dass Fermionen unter geeigneten Versuchsbedingungen wandlungsfreudig sind. Die Physikerin erklärt: „Wir haben die Fermionen jeweils paarweise vereint – dadurch sind Bosonen entstanden. Damit haben wir eine quantenmechanische Alternative zum Zünden eines Kraftstoffs geschaffen, mit der sich unser Quantenmotor betreiben lässt.“<br> <br> <strong>Thermodynamik – ja oder nein?</strong><br> Der „Proof of Concept“ ist somit gelungen. Was passiert mit den Erkenntnissen? „Im Moment sind wir von einer konkreten Anwendung zwar noch entfernt, weil unsere Entwicklung nur unter speziellen Versuchsbedingungen funktioniert. Ich bin aber überzeugt, dass in unserer Grundlagenforschung wertvolles Potenzial steckt, das Anregungen für neue Anwendungen in der Festkörperphysik geben kann, beispielsweise in Supraleitern, wo ebenfalls fermionische Elektronen als Paare den Strom verlustfrei leiten“, zieht Widera Bilanz. „Unser Motor hatte im Vergleich zu einer Standardmaschine bereits eine gute Leistung. Und je mehr Teilchen die Ensembles enthalten, desto höhere Energieniveaus und damit Energieausbeuten lassen sich erreichen“, sagt Widera. Professor Eric Lutz, einer der Koautoren der Studie, ergänzt einen weiteren Aspekt: „Das Thema ist aus Sicht der Wissenschaftscommunity extrem spannend. Damit stoßen wir eine Diskussion darüber an, wie die experimentellen Resultate überhaupt fachlich einzuordnen sind. Können wir die Gesetzmäßigkeiten der Thermodynamik heranziehen? Wenn nicht, wie beschreiben wir dann die Prozesse, die unseren Motor zum Laufen bringen?“ Und Professor Thomas Busch, dessen Arbeitsgruppe aus Japan an der theoretischen Modellierung beteiligt war, fügt hinzu: „Diese Fragen helfen, das Wissen um die Welt der kleinsten Teilchen voranzubringen und zu verstehen, wie wir deren Eigenschaften für weitere technische Innovationen nutzen können.“<br> <br> <strong>Gemeinsam zum Erfolg</strong><br> Dem Kaiserslauterer Forschungsteam, dem die Projektleitung oblag, gehörte neben Professor Artur Widera und Jennifer Koch ebenso Sian Barbosa an. Zu den Projektpartnern zählten Forschende vom Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) in Japan – Professor Thomas Busch, Eloisa Cuestas, Keerthy Menon und Thomas Fogarty. Sie lieferten die theoretischen Modelle für den Versuchsansatz. Ebenso beteiligt war Professor Eric Lutz von der Universität Stuttgart (Theoretische Physik), der seine Expertise in der Thermodynamik einbrachte.<br> <br> Die Studie „A quantum engine in the BEC-BCS crossover“ ist in der renommierten Fachzeitschrift Nature einsehbar: <br> <br> Bibliographische Informationen zur erschienenen Studie:<br> A quantum engine in the BEC-BCS crossover<br> Jennifer Koch, Keerthy Menon, Eloisa Cuestas, Sian Barbosa, Eric Lutz, Thomas Fogarty, Thomas Busch, and Artur Widera<br> <br> Nature, Volume 621 Issue 7980, 28 September 2023<br> DOI: 10.1038/s41586-023-06469-8</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong><br> Dipl.-Phys. Jennifer Koch<br> Tel.: 0631 205 5272<br> E-Mail: jekoch@rptu.de<br> <br> Prof. Dr. Artur Widera<br> Tel.: 0631 205-4130<br> E-Mail: widera@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 19 Sep 2023 14:03:16 +0200</pubDate>
                        <title>Klimawandel und seine Bedeutung für unsere Flüsse: Infotag am 30. September in Eußerthal</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Klimawandel hinterlässt in Fließgewässern spürbare Auswirkungen. Dürren und Starkregen führen zu Wasserknappheit und Überschwemmungen, bedrohen die Biodiversität und beeinträchtigen Wasserressourcen für Mensch und Natur. Wie kann das Management der Fließgewässer aussehen, um sich diesen Veränderungen anzupassen und die Gewässer zu schützen? Einblick in diese Thematik gibt es beim Infotag „Klima. Wasser. Fisch.“ der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) an der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) am Samstag, den 30. September, von 11 bis 16 Uhr bei Vorträgen und Mitmachangeboten. Das Angebot ist kostenfrei. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben.&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Die Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung eingeladen. Um Anmeldung bis zum 28. September per E-Mail an presse@rptu.de wird gebeten.</strong><br> <br> In Vorträgen stellen Experten der ֱ sowie der beteiligten Projektpartner aus den Bereichen Klimawandelforschung und Gewässerökologie aktuelle Forschungsthemen vor: Dabei geht es unter anderem um die Gesundheit von Gewässern und um das Vorkommen und den Einfluss von Schadstoffen darin, um die Austrocknung von Flüssen und die schwindende Verfügbarkeit von Wasser sowie um die Zunahme von Klimaextremen. Zudem spricht Sarah Oexle von der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg (LAZ BW) über „Fische in der Klimakrise“ und darüber, wie unserer Gewässer „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Die Veranstaltung richtet sich aber auch an Kinder verschiedener Altersstufen, die die Möglichkeit haben, sich bei einem Gewässer-Lauf mit der Ökologie von Fließgewässern zu befassen und bei einer Rallye heimische Fischarten kennenzulernen.&nbsp;<br> <br> Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-Interreg-Projekt „RiverDiv“ statt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Fließgewässer befasst. Ziel ist es, ein nachhaltiges und im Zuge des Klimawandels angepasstes Management für die Wieslauter zu entwickeln, einem deutsch-französischen Grenzfluss, der im Pfälzer Wald entspringt und bei Lauterburg in den Rhein mündet. Eingebunden in das Vorhaben sind Partner aus Wissenschaft, Wasserversorgung und Angelfischerei.<br> <br> „Mit dem Projekt möchten wir zudem die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema sensibilisieren, um in der Gesellschaft ein Bewusstsein für die bestehenden Herausforderungen des Klimawandels zu schaffen. Dazu werden wir auch künftig ähnliche Veranstaltungen wie den Infotag anbieten“, sagt Dr. Tanja Joschko, Projektleiterin und Geschäftsführerin von der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES). Die Forscherinnen und Forscher von EERES befassen sich mit Gewässern und Biodiversität unter dem Einfluss des globalen Wandelns.<br> <br> Beim Infotag gibt das Team auch Einblick in das RiverDiv-Projekt. Besucher können sich über die verschiedenen Inhalte des Vorhabens informieren und sich direkt vor Ort mit den Wissenschaftlern austauschen.&nbsp;<br> <br> <strong>Infotag „Klima. Wasser. Fisch.“</strong><br> <strong>Wann?:</strong> 11 bis 16 Uhr am Samstag, den 30. September<br> <strong>Wo?:</strong> Ökosystemforschung Anlage Eußerthal, Birkenthalstraße 13, 76857 Eußerthal<br> <br> Weitere Infos unter: <br> <br> <strong>Kontakt:</strong><br> Dr. Hannah Chmiel&nbsp;<br> RiverDiv – Projektkoordination / ֱ in Landau<br> Telefon: +49 6341 280 32239<br> Email: hannah.chmiel@rptu.de<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Aug 2023 11:30:34 +0200</pubDate>
                        <title>Studie: Ausfall von bestimmten Proteinen im Gehirn begünstigt zwanghaftes Verhalten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/ausfall-von-bestimmten-proteinen-im-gehirn-beguenstigt-zwanghaftes-verhalten-1</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemeldung der ֱ und des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP)</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Unser Verhalten wird über neuronale Schaltkreise im Gehirn gesteuert. Störungen auf molekularer Ebene können zu stereotypem Verhalten führen, etwa bei neuropsychiatrischen Erkrankungen wie Zwangs- und Autismus-Spektrum-Störungen. Ein Forscherteam hat nun gezeigt, dass der Ausfall von zwei Proteinen, Intersectin1 und Intersectin2, bei Mäusen zu einer gestörten Erregungsübertragung im Hirn und zu zwanghaftem repetitiven Verhalten führt, was auch bei Patienten mit Intersectin1-Mutationen zu beobachten ist. Das untermauert, dass solche Defekte neuropsychiatrische Erkrankungen verursachen können. Die Studie ist im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ erschienen.</strong></p>
<p class="Lead">Unser Gehirn ist im Prinzip der Computer unseres Körpers. Über ein komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Nervenzellen in unterschiedlichen Bereichen steuert und regelt es alle wichtigen Funktionen, etwa das Atmen, wie wir uns bewegen und sprechen oder dass wir auf Reize unserer Umwelt mit bestimmten Verhaltensmustern reagieren. Beim Steuern von zielgerichtetem Verhalten spielt der sogenannte cortico-striatale Schaltkreis eine wichtige Rolle, der Cortex und Striatum verbindet, zwei Bereiche des Großhirns. „Wir wissen bereits, dass menschliche Verhaltensstörungen, bei denen ein bestimmtes Verhalten zwanghaft immer wieder ausgeführt wird, mit diesem Schaltkreis oder Netzwerk in Zusammenhang gebracht werden“, sagt Professorin Dr. Tanja Maritzen, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) in Kaiserslautern zu Nanophysiologie forscht. Doch bei vielem, was in diesem Hirnbereich auf molekularer Ebene passiert, tappt die Wissenschaft noch im Dunkeln.<br> <br> In der aktuellen Studie hat die Kaiserslauterer Arbeitsgruppe eng mit dem Team um Professor Dr. Volker Haucke vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Freien Universität Berlin zusammengearbeitet. Die Forscherinnen und Forscher haben sich mit zwei bestimmten Proteinen befasst, denen in diesem Schaltkreis eine wichtige Rolle zukommt. „Intersectin1 und Intersectin2 sind große Gerüstproteine, die viele Interaktionsstellen aufweisen“, sagt Professor Haucke. „Vorangegangene Forschungsarbeiten haben belegt, dass ihre Mutation im Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten korreliert.“<br> <br> Um zu untersuchen, welche genaue Rolle ihnen zukommt, hat das Team bei Mäusen die Produktion dieser Proteine abgeschaltet. Dabei hat sich gezeigt, dass die Intersectine extrem wichtig für den Organismus sind, da ein Teil der Mäuse früh verstirbt. Bei einem anderen Teil kam es zu Auffälligkeiten in ihrem Verhalten: Sie haben sich auf den Hinterbeinen in die Ecke gestellt und sind viele Male hintereinander hoch- und heruntergesprungen. „Eine solche Symptomatik, dass ein bestimmtes, eigentlich sinnloses Verhalten zwanghaft wiederholt wird, ist auch bei neuropsychiatrischen Krankheiten bekannt“, sagt Maritzen. Dazu zählen beispielsweise Autismus-Spektrum-Störungen und Zwangsstörungen.<br> <br> Doch was läuft auf molekularer Ebene falsch? Im Blick hat das Team hier insbesondere den NMDA-Rezeptor. „Wir haben gesehen, dass das Fehlen der beiden Proteine dazu führt, dass es weniger dieser Rezeptoren an den Enden der Nervenzellen, den Synapsen, gibt“, erläutert Haucke. Dies ist aber entscheidend für die Weiterleitung von Signalen von einer Nervenzelle zur anderen. Dabei leiten sogenannte Neurotransmitter, Botenstoffe, die Erregung zwischen den Zellen weiter und docken dazu an Rezeptoren an. „Die Intersectine sind als Gerüstproteine wichtig, um diesen Rezeptor an der Synapse zu stabilisieren“, fährt er fort.<br> <br> Allein ursächlich für die Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten ist der Ausfall der Proteine nicht. Es ist vielmehr ein Baustein in einem komplexen molekularen System. Die Studie hat geholfen, einen Teil davon besser zu verstehen, und bekräftigt die Vorstellung, dass Mutationen in Intersectinen zu neurologischen Symptomen führen können. Zudem hat sie gezeigt, dass der NMDA-Rezeptor ein potenzieller Kandidat ist, um eine Wirkstoff-Therapie bei neuropsychiatrischen Erkrankungen zu entwickeln.<br> <br> Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences” erschienen: Intersectin deficiency impairs cortico-striatal neurotransmission and causes obsessive-compulsive behaviors in mice. Dennis Vollweiter, Jasmeet Kaur Shergill, Alexandra Hilse, Gaga Kochlamazashvili, Stefan Paul Koch, Susanne Muelle, Philipp Boehm-Sturm, Volker Haucke, Tanja Maritzen.<br> <br> DOI: 10.1073/pnas.2304323120</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong></p>
<p>Professorin Dr. Tanja Maritzen<br> Nanophysiologie<br> ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: maritzen(at)rptu.de<br> Telefon: 0631 205-4908</p>
<p>Professor Dr. Volker Haucke<br> Molekulare Physiologie und Zellbiologie<br> Leibniz Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)<br> E-Mail: haucke(at)fmp-berlin.de<br> Telefon: 030 94793-101</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 22 Aug 2023 09:46:19 +0200</pubDate>
                        <title>Gemeinsames Forschungskolleg der Hochschule Koblenz und der ֱ Kaiserslautern-Landau forscht zu resilienter Raumentwicklung</title>
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                        <description>Pressmitteilung der Hochschule Koblenz</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 2021 zeigte die Flutkatastrophe im Ahrtal und in anderen Regionen auf drastische Weise, wie verletzlich Räume gegenüber unbeherrschbaren Naturereignissen sind. Der Wiederaufbau des Ahrtals bietet die Chance, Fehlentwicklungen in der Siedlungsstruktur zu beheben. Den dazu notwendigen innovativen Strategien für eine nachhaltige und krisenfeste Raumentwicklung in ländlich geprägten Mittelgebirgsregionen widmet sich das neue Forschungskolleg "Resiliente Transformationsräume“ (ReTra), das die Hochschule Koblenz und die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (ֱ) Kaiserslautern-Landau nun gemeinsam starten. Das Forschungskolleg wird zu 50 Prozent vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG) finanziert. Wissenschaftsminister Clemens Hoch übergab nun den Förderbescheid in Höhe von 290.000 Euro an der Hochschule Koblenz.</strong></p>
<p>Bei der Überreichung des Zuwendungsbescheids betonte der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft und Gesundheit Clemens Hoch: „Dieses gemeinsame Forschungskolleg markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer widerstandsfähigen und nachhaltigen Raumentwicklung in ländlichen Mittelgebirgsregionen. Es basiert auf den bestehenden multidisziplinären Forschungs- und Kooperationsinitiativen beider Hochschulen und wird dazu beitragen, Lösungswege für die aktuellen Herausforderungen der Raumentwicklung zu finden.“ Das Forschungskolleg wird über einen Zeitraum von drei Jahren von der Hochschule Koblenz und der ֱ Kaiserslautern-Landau gemeinsam umgesetzt. Es konzentriert sich auf interdisziplinäre Spitzenforschung und setzt dabei auf sechs kooperative Promotionsprojekte. Diese behandeln verschiedene Aspekte der Raumentwicklung, darunter Planungskulturen, Organisationsmanagement (Governance), interkommunale Prozesse, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung im Bereich der Wasserwirtschaft sowie die Weiterentwicklung von Vereinssportstätten. Prof. Dr.-Ing. Karina Pallagst von der ֱ Kaiserslautern-Landau und Prof. Peter Thomé von der Hochschule Koblenz leiten gemeinsam das Forschungskolleg, in welchem ein engagiertes Team von Professorinnen und Professoren aus verschiedenen fachlichen Disziplinen die unterschiedlichen Promotionsprojekte betreut. Dazu gehören neben Thomé und Pallagst die Lehrenden Prof. Dr. Detlef Kurth (ֱ), Prof. BauAss Yane Conradi /HS KO), Prof. Dr.-Ing. Anke Schmidt (ֱ), Prof. Dr.-Ing. Dörte Ziegler (HS KO), Prof. Dr. Sascha Henninger (ֱ) und Prof. Dr. Lutz Thieme (HS KO).</p>
<p>Dabei können sowohl die ֱ Kaiserslautern-Landau als auch die Hochschule Koblenz auf ihre bisherigen Erfahrungen in Forschung und Wissenschaft zurückgreifen. Die beiden Hochschulen haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet, unter anderem im Rahmen des im März 2022 gegründeten Kompetenznetzwerks "Wissenschaft für den Wiederaufbau". Das von Prof. Ulrike Kirchner und Prof. Dr. Lothar Kirschbauer geleitete Kompetenznetzwerk bündelt die Expertisen aus Wissenschaft, Behörden, Kommunen und von weiteren Fachleuten, um im Dialog Lösungen für eine resiliente Zukunft zu entwickeln. Auch der universitäre Potentialbereich Region und Stadt der ֱ bietet seit 2008 eine innovative interdisziplinäre Plattform für die konzeptionelle wissenschaftliche Diskussion und Forschung über zukunftsweisende Fragestellungen der raumstrukturellen Entwicklung auf allen Planungsebenen. Eine besondere interdisziplinäre Expertise besteht zudem durch das seit 2017 aufgebaute Lehr- und Forschungsgebiet „Strategien ländlicher Räume“ der Hochschule Koblenz, welches sich der Entwicklung ländlicher Räume aus architektonischer, bautechnischer und sozialer Sicht widmet.</p>
<p>„Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt nicht nur eine Bereicherung für die akademische Forschung, sondern auch für die betroffenen Regionen selbst sein wird“, erklärt Thomé. Auch Pallagst ist sich sicher: „Die gewonnenen Erkenntnisse und Strategien werden dazu beitragen, die Resilienz und Nachhaltigkeit dieser Gebiete zu stärken und auf lange Sicht positiv zu beeinflussen.“</p>
<p>Insgesamt fördert das Land Rheinland-Pfalz zwischen 2018 und 2025 zehn Forschungskollegs mit Mitteln in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro. Nachdem bereits letztes Jahr mit „Data2Health“ das neunte Vorhaben an Universität Koblenz und Hochschule vergeben wurde, erhielt die Hochschule Koblenz in enger Zusammenarbeit mit der ֱ Kaiserslautern-Landau nun erneut den Zuschlag. „Solche Forschungskollegs haben auch einen großen Mehrwert für unsere Absolvierenden, die in dem jeweiligen Bereich eine Promotion planen und über das Forschungskolleg von Anfang an optimale Bedingungen für ihre akademische Weiterqualifizierung und die Entwicklung ihres persönlichen Netzwerks vorfinden“, sagt Prof. Dr. Antje Liersch, Vizepräsidentin für Forschung an der Hochschule Koblenz.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 17 Aug 2023 14:26:13 +0200</pubDate>
                        <title>Digitale Kompetenzen für Lehrkräfte: Wissenschaftsminister Hoch besucht Lehr-Lern-Labore der ֱ in Kaiserslautern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/digitale-kompetenzen-fuer-lehrkraefte-wissenschaftsminister-hoch-besucht-lehr-lern-labore-der-rptu-in-kaiserslautern-1</link>
                        <description>Der Einsatz digitaler Medien beginnt bereits im Schulunterricht und stellt neue Anforderungen an Lehrkräfte. Um die Lehrkräftebildung in diesem Bereich zu stärken, stehen den Hochschulen in Rheinland-Pfalz seit 2020 Mittel der Landesregierung aus dem Programm zur „Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen“ im Corona-Sondervermögen zur Verfügung. Was die ֱ damit umgesetzt hat – davon überzeugte sich Wissenschaftsminister Clemens Hoch heute in zwei Lehr-Lern-Laboren in Kaiserslautern: Dort bereiten sich Studierende auf den digitalen Unterricht von heute vor. Zugleich entwickeln Forschende erprobte Lehr-Lern-Szenarien mit Blick auf die Technologien von morgen weiter.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Einsatz digitaler Medien beginnt bereits im Schulunterricht und stellt neue Anforderungen an Lehrkräfte. Um die Lehrkräftebildung in diesem Bereich zu stärken, stehen den Hochschulen in Rheinland-Pfalz seit 2020 Mittel der Landesregierung aus dem Programm zur „Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen“ im Corona-Sondervermögen zur Verfügung. Was die ֱ damit umgesetzt hat – davon überzeugte sich Wissenschaftsminister Clemens Hoch heute in zwei Lehr-Lern-Laboren in Kaiserslautern: Dort bereiten sich Studierende auf den digitalen Unterricht von heute vor. Zugleich entwickeln Forschende erprobte Lehr-Lern-Szenarien mit Blick auf die Technologien von morgen weiter.</strong></p>
<p>Lehrkräfte stehen tagtäglich vor der Herausforderung, Unterricht so aktuell und attraktiv wie möglich zu gestalten. Digitale Lehr-Lern-Materialien spielen dabei eine wichtige Rolle – nicht erst seit der Corona-Pandemie. Grundsätzlich bieten digitale Konzepte einen großen Raum für die individuelle Anpassung von Unterricht, erfordern aber auch das kompetente didaktische Bespielen dieses Raums. Hier kommen die Hochschulen ins Spiel, denn es gilt, das Vermitteln und Erproben von Digitalkompetenzen bereits grundlegend in die Lehrerbildung zu integrieren.</p>
<p>„Inmitten der digitalen Transformation in der Bildungslandschaft setzt die ֱ mit dem Projekt „LLL@U.EDU“ ein wegweisendes Zeichen. Es soll unseren angehenden Lehrkräften insbesondere durch die Einrichtung von Lern- und Lehrlaboren die praktische Erprobung digitaler Unterrichtsmethoden ermöglichen. Die Mittel in Höhe von 610.000 Euro für die ֱ aus dem pandemiebedingten Programm „Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen“ haben der Digitalisierung noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben und sollen dazu beitragen, angehende Lehrkräfte auf die digitalen Elemente des Schulunterrichts vorzubereiten. Das Projekt zeigt vorbildlich die Verknüpfung wissenschaftlicher Forschung und Lehre mit aktuellen Anforderungen der schulischen Praxis", betont Minister Clemens Hoch.</p>
<p><em>&nbsp;</em>„Wir haben über das Projekt U.EDU – „Uni­fied Edu­cation: Medien­bildung ent­lang der Le­hrer­­bildungs­­kette“ – bereits seit 2016 Expertise in der digitalen Unterrichtsgestaltung aufgebaut und diese ins Bundesprogramm ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ eingebracht“, sagt Dr. Stefan Löhrke, Vizepräsident für Lehre an der ֱ in Kaiserslautern. „Mit den beiden Lehr-Lern-Laboren, die auch unter dem Dach von U.EDU verortet sind, gehen wir noch einen Schritt weiter. Sie geben uns zusätzlichen Spielraum, unser gesammeltes Wissen und die darauf basierenden Konzepte anwendungsorientiert in die Unterrichtspraxis zu bringen und zugleich an den Lehr-Lern-Szenarien der Zukunft zu arbeiten. Die Förderung aus dem Corona-Sondervermögen des Landes hat diese Investition letztlich möglich gemacht.“</p>
<p><strong>Medienkompetenz für den Unterricht von heute</strong></p>
<p>Die Lehr-Lern-Labore der ֱ in Kaiserslautern verstehen sich als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Hier bringen Forschende aus Fachdidaktik, Fach- und Bildungswissenschaften ihre Expertise ein, um Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im Bereich des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien zu professionalisieren und sie ebenso beim Entwickeln der notwendigen medienpädagogischen Kompetenzen zu begleiten. Einerseits kommen Schülerinnen und Schüler in die Labore und werden dort von Lehramtsstudierenden unterrichtet. Andererseits sind Lehrende der ֱ mit den entwickelten Lehr-Lern-Materialien auch an Schulen präsent. Zudem finden in den Laboren Fortbildungen für bereits im Berufsleben stehende Lehrerinnen und Lehrer statt.</p>
<p>Im Medienkompetenz-Lehr-Lern-Labor üben Lehramtsstudierende das Vermitteln von Unterrichtsstoff mithilfe von digitalen Tools und Technologien. „Vom Umgang mit digitalen Messgeräten bis hin zu digitalen Reflexionstools oder Arbeitsblättern: Ziel ist die praktische Qualifizierung von angehenden Lehrkräften für den digitalen oder hybriden Unterricht von heute“, erläutert U.EDU-Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Norbert Wehn, der an der ֱ das Fachgebiet „Entwurf Mikroelektronischer Systeme“ verantwortet.</p>
<p><strong>Zukunftstechnologien ins Lehren und Lehren einbinden</strong></p>
<p>Den Blick in die Zukunft wirft das Future-Lehr-Lern-Labor. Entsprechend geht es darum, wie sich intelligente Technologien – von Künstlicher Intelligenz bis hin zu Augmented Reality – nutzen lassen, um das analoge Lehren, Lernen und Experimentieren im Schulunterricht zu bereichern bzw. einen neuen, virtuellen Zugang zu schaffen. Entwickelt wird im Future-Lern-Labor unter anderem eine Mixed-Reality-Lernumgebung, die das Sezieren im Biologieunterricht anhand eines virtuellen Präparats ermöglicht. Durch eine VR-basierte Umsetzung können Lehramtsstudierende Übungen ohne Tiernutzung austesten und für den Schulunterricht entsprechende Experimente vorbereiten. Für den Geografie-Unterricht werden digitale Lernzirkel für Schülerinnen und Schüler entwickelt, in denen unterschiedliche Bodenarten auf ihre Eigenschaften hin untersucht werden können. Weitere Arbeiten befassen sich zum Beispiel mit den Funktionalitäten und Hintergründen eines Lateral-Flow-Tests, um im schulischen naturwissenschaftlichen Kontext die „Blackbox“ am Beispiel eines Covid-Schnelltests zu öffnen.</p>
<p>Dabei verfolgen die Forschenden im Future-Lehr-Lern-Labor einen partizipativen Ansatz: „Wir binden angehende wie bereits an Schulen tätige Lehrkräfte ein, so dass diese auf den zukünftigen Unterricht entsprechend vorbereitet sind und auch als Change-Maker im MINT-Bildungsbereich agieren können“, sagt Laborleiter Prof. Dr. Leo van Waveren, der an der ֱ die Arbeitsgruppe „Fachdidaktik in der Technik“ am Fachbereich Informatik verantwortet.</p>
<p><strong>Das Projekt LLL@U.EDU</strong></p>
<p>Die Entwicklung und der Einsatz der digitalen Lehr-Lern-Laboren in der Lehrkräftebildung erfolgt im Rahmen des Projekts LLL@U.EDU, aufgeteilt in zwei Projektbausteine: MeKoLLL (Medienkompetenz-Lehr-Lern-Labor), das anwendungsorientierte Lehr-Lern-Labor zum Auf- und Ausbau der Medienkompetenzen für digitalen/hybriden Unterricht und FuLLL (Future-Lehr-Lern-Labor), das exploratorische Lehr-Lern-Labor für die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen zum Einsatz von zukunftsorientierten Technologien. LLL@U.EDU ist in das Zentrum für Lehren und Lernen mit digitalen Medien im ZfL der ֱ in Kaiserslautern eingebunden. Dort wird es ergänzt um die wichtigen Aspekte „Unterrichtskonzepte“, universitäre „Ausbildungskonzepte“, sowie „Fort- und Weiterbildungskonzepte“ für Lehrkräfte. So werden alle Phasen der Lehrkräftebildung abgedeckt (vertikale Vernetzung). Insbesondere steht die interdisziplinäre Kooperation zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften im Vordergrund (horizontale Vernetzung).</p>
<p>Weiterführende Informationen: <a href="/zfl/projekte/digitallz" target="_blank">/zfl/projekte/digitallz</a></p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p class="MsoNoSpacing">Prof. Dr. Leo van Waveren<br> AG Fachdidaktik in der Technik<br> Fachbereich Informatik<br> Mail: leo.vanwaveren@cs.rptu.de<br> Tel.: 0631 205 5574</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 09 Aug 2023 17:05:00 +0200</pubDate>
                        <title>Alles im Fluss? Erst Erholung, dann Stagnation: Der Zustand der Artenvielfalt in europäischen Flüssen </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/alles-im-fluss-erst-erholung-dann-stagnation-der-zustand-der-artenvielfalt-in-europaeischen-fluessen-1</link>
                        <description>Langzeitstudie zeigt, dass der Aufschwung der europäischen Süßwasser-Biodiversität seit den 2010er Jahren ins Stocken geraten ist </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Langzeitstudie zeigt, dass der Aufschwung der europäischen Süßwasser-Biodiversität seit den 2010er Jahren ins Stocken geraten ist&nbsp;</p>
<p><em><strong>Eine Pressemitteilung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung</strong></em></p>
<p><strong>Frankfurt/Gelnhausen/Landau, 09.08.2023. Senckenberg-Forschende haben gemeinsam mit einem großen internationalen Team, darunter Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), anhand wirbelloser Tiere den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität in europäischen Binnengewässern im renommierten Fachjournal „Nature“ vorgestellt. In ihrer heute erschienenen Studie zeigen sie, dass die biologische Vielfalt in Flusssystemen aus 22 europäischen Ländern über einen Zeitraum von 1968 bis 2020 deutlich angestiegen ist. Das Wissenschaftler*innen-Team warnt jedoch, dass dieser positive Trend seit 2010 stagniert und sich viele Flusssysteme nicht vollständig regenerieren konnten. Sie fordern daher zusätzliche Maßnahmen, um die Erholung der biologischen Vielfalt in Binnengewässern wiederzubeleben – Süßgewässer-Ökosysteme seien weiterhin und zukünftig großen Belastungen, wie Verschmutzung, Klimawandel und invasiven Arten, ausgesetzt. </strong></p>
<p>Auch wenn Eintags-, Stein-, und Köcherfliegen zu den Fluginsekten zählen – den Großteil ihres Lebens verbringen sie als Larve im Wasser. „Diese und viele weitere wirbellose Tiere tragen zu wichtigen Ökosystemprozessen in Süßgewässern bei. Sie zersetzen organische Stoffe, filtern Wasser und transportieren Nährstoffe zwischen aquatischen und terrestrischen Bereichen. Darüber hinaus sind solche Invertebraten seit langem ein Eckpfeiler zur Überwachung der Wasserqualität“, erläutert Erstautor der Studie Prof. Dr. Peter Haase vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt und fährt fort: „Solch eine Kontrolle ist immens wichtig, denn Flüsse und Seen sind großen anthropogenen Belastungen ausgesetzt und gehören zu den am stärksten vom Verlust der biologischen Vielfalt bedrohten Ökosystemen.“</p>
<p>Binnengewässer sind durch die landwirtschaftliche und städtische Flächennutzung verschiedenen anthropogenen Belastungen ausgesetzt. Sie akkumulieren Schadstoffe, organisch belastete Abwässer, Feinsedimente und Pestizide und sind darüber hinaus durch Veränderungen, wie beispielsweise Dämme, Wasserentnahme, invasive Arten und den Klimawandel bedroht. „Als Reaktion auf den schlechten Zustand der Gewässer in den 1950er und 1960er Jahren wurden zur Wiederherstellung von Süßwasserlebensräumen beispielsweise mit dem ‚US Clean Water Act‘ von 1972 und der EU-Wasserrahmenrichtlinie von 2000 wichtige Gegenmaßnahmen ergriffen“, erklärt Senior-Autorin Dr. Ellen A.R. Welti, vormals Senckenberg-Wissenschaftlerin und nun Forschungsökologin in den USA am Smithsonian's Conservation Ecology Center und spricht weiter: „Diese Maßnahmen führten zu einem deutlichen Rückgang der organischen Verschmutzung und der Versauerung ab etwa 1980. In den letzten 50 Jahren haben diese Schritte zur Eindämmung der Abwasserbelastung und so zu den aufgezeigten Verbesserungen der biologischen Vielfalt im Süßwasser beigetragen.“ Ko-Autor Prof. Dr. Ralf B. Schäfer von der ֱ unterstreicht: „Dennoch nehmen die Anzahl und die Auswirkungen der Stressfaktoren, welche diese Ökosysteme bedrohen, weltweit weiter zu, und die biologische Qualität der Flüsse ist nach wie vor vielerorts unzureichend.“</p>
<p>Gemeinsam mit einem großen internationalen Team haben Haase, Welti und Schäfer einen umfassenden Datensatz von 1.816 Zeitreihen analysiert, die zwischen 1968 und 2020 in Flusssystemen in 22 europäischen Ländern gesammelt wurden und 714.698 Beobachtungen von 2.648 Arten aus 26.668 Proben umfassen. Die Auswertungen zeigen, dass sowohl die Artenvielfalt mit 0,73 Prozent pro Jahr als auch die funktionelle Diversität mit jährlichen 2,4 Prozent und die Häufigkeit der Arten mit 1,17 Prozent im Jahr über den Zeitraum der 53 Jahre deutlich angestiegen ist. „Diese Zuwächse traten jedoch hauptsächlich vor 2010 auf und haben sich seitdem leider auf einem mehr oder weniger gleichbleibenden Niveau eingependelt. Während die Zunahme der biologischen Vielfalt in den 1990er und 2000er Jahren wahrscheinlich die Wirksamkeit von Wasserqualitätsverbesserungen und Renaturierungsprojekten widerspiegelt, deutet die sich anschließende stagnierende Entwicklung auf eine Erschöpfung der bisherigen Maßnahmen hin“, ergänzt Haase.</p>
<p>Laut den Studienergebnissen erholten sich Süßwassergemeinschaften flussabwärts von Staudämmen, städtischen Gebieten und Ackerland weniger schnell. „Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien von uns, nach denen Schadstoffe wie Pestizide Gewässer nach wie vor erheblich belasten“, erläutert Ralf Schäfer.&nbsp;Die Fauna an Standorten mit schnellerer Erwärmung verzeichneten zudem geringere Zuwächse in der Artenvielfalt, der Häufigkeit der Individuen und der funktionellen Diversität. Welti fügt hinzu: „Basierend auf einem Teildatensatz – 1299 von 1816 – konnten wir zeigen, dass rund 70 Prozent der Flussabschnitte nicht-heimische Arten aufweisen mit einem durchschnittlichen Anteil von 4,9 Prozent der Arten und 8,9 Prozent der Individuen. Es ist außerdem zu beobachten, dass sich die eingewanderten Tiere in städtischen Gebieten und stärker belasteten Lokalitäten besser zurechtfinden als die heimische Fauna. Dies könnte zu einem Verlust seltener und empfindlicher einheimischer Arten führen“.</p>
<p>Erhebliche Investitionen seien erforderlich, um die Abwassernetze auszubauen und die Kläranlagen zu verbessern. Das Überlaufen von Kläranlagen bei Starkregen könnte verhindert und Mikroverunreinigungen, Nährstoffe, Salze sowie andere Schadstoffe wirksamer entfernt werden, so die Autor*innen. Darüber hinaus plädiert das Forschungsteam für weitere Maßnahmen, insbesondere die Reduktion von Einträgen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln aus landwirtschaftlichen Flächen, die Anbindung von Überschwemmungsgebieten zur Reduktion zerstörerischer Überschwemmungen sowie zur Anpassung unserer Flusssysteme an künftige klimatische und hydrologische Bedingungen.</p>
<p>„Künftig sollte zudem die Überwachung der biologischen Vielfalt in Verbindung mit der parallelen Erhebung von Umweltdaten erfolgen. Nur so können wir die zeitlichen Veränderungen innerhalb der Artenvielfalt wirksam beschreiben, umweltbedingte Faktoren und stark gefährdete Gebiete ermitteln und den Schutz der biologischen Vielfalt maximieren!“, schließt Haase.<br> <br> <strong>Die Studie</strong><br> Haase, P., D.E. Bowler, N.J. &nbsp;Baker, ..., E.A.R. Welti (2023) The recovery of European freshwater biodiversity has come to a halt. Nature 620 (Issue 7974)&nbsp;<br> DOI: </p>
<p><strong>Fragen beantworten</strong><br> Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt<br> Prof. Dr. Peter Haase<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+qfufs/ibbtfAtfodlfocfsh/ef" data-mailto-vector="1">peter.haase[at]senckenberg.de</a></p>
<p><br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br> iES Landau - Institut für Umweltwissenschaften<br> AG Landschaftsökologie<br> Prof. Dr. Ralf B. Schäfer<br> E-Mail:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+tdibfgfs/sbmgAsquv/ef" data-mailto-vector="1">schaefer.ralf[at]rptu.de</a></p>
<p>Weitere Informationen zur Senckenberg Gesellschaft:&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 08 Aug 2023 11:23:37 +0200</pubDate>
                        <title>Maschinelles Lernen und physikalisches Wissen verbinden: Nachwuchsgruppe entwickelt Modelle für industrielle Produktion</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die neue Emmy-Noether Nachwuchsgruppe „Hybride Thermodynamische Modelle“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) für sechs Jahre mit rund zwei Millionen Euro. Geleitet wird sie von Carl-Zeiss-Stiftungs-Juniorprofessor Dr. Fabian Jirasek. Die Gruppe entwickelt thermodynamische Modelle, um Stoffeigenschaften von Mischungen vorherzusagen. Das ist etwa für die chemische Industrie wichtig, um Prozesse zu optimieren, aber auch, um neue Produktionsverfahren zu etablieren, die auf nachwachsende statt auf fossile Rohstoffe setzen.</strong></p>
<p>Bei der Produktion von Chemikalien und Medikamenten, aber auch bei der Entwicklung neuer Batterien, die zum Beispiel in E-Autos Verwendung finden sollen, treten stets Mischungen auf. Dabei ist es wichtig, zu wissen, wie sich die Stoffe in diesen Mischungen verhalten. „Die Kenntnis der Stoffeigenschaften ist von zentraler Bedeutung für im Grunde alle verfahrenstechnischen Prozesse, von der Reaktion bis zur Aufreinigung der Zielprodukte“, sagt Juniorprofessor Dr. Fabian Jirasek, der an der ֱ in Kaiserslautern zum Maschinellen Lernen in der Verfahrenstechnik forscht. „Sie sind die Grundlage für das Design und die Optimierung von effizienten Verfahren.“</p>
<p>Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Wie groß ist die Löslichkeit einer Substanz in einem bestimmten Lösungsmittel bei einer bestimmten Temperatur? Bei welcher Temperatur siedet ein bestimmtes Gemisch aus zwei oder mehreren Substanzen? Aber auch der Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Jirasek: „Wir müssen dringend neue und energieeffiziente Prozesse entwickeln, die ohne fossile Rohstoffe auskommen. Das geht nicht ohne Informationen über die relevanten Stoffeigenschaften.“</p>
<p>In Laborexperimenten alle denkbaren Kombinationen von Substanzen sowie den Einfluss von Parametern wie Temperatur und Druck zu untersuchen, ist aufgrund der Fülle an Möglichkeiten nicht realisierbar. „Daher setzen wir auf unsere Modelle, um auch die Stoffeigenschaften von nicht vermessenen Substanzen und Mischungen und/oder bei nicht vermessenen Zuständen vorherzusagen“, erläutert Jirasek.</p>
<p>In der Thermodynamik spielen solche Modelle schon lange eine zentrale Rolle. Durch Verfahren des Maschinellen Lernens (ML), einem Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, hat die Forschung heute aber ganz neue Möglichkeiten. „ML-Techniken werden die thermodynamische Modellierung revolutionieren“, ist sich Jirasek sicher.</p>
<p>ML-Methoden benötigen in der Regel große Datensätze, anhand welcher sie Strukturen und Muster erlernen und diese wiederum für Vorhersagen verwenden. „Im Gegensatz zu anderen Bereichen, wie etwa bei der Bildersuche im Web, sind die Datensätze in der Thermodynamik aber verhältnismäßig klein“, sagt Jirasek. „Auf der anderen Seite verfügt die Thermodynamik aber über einen großen Schatz an physikalischem Wissen, physikalischen Theorien und nicht zuletzt an bereits entwickelten physikalischen Modellen, die wir bei unserer Arbeit ebenfalls berücksichtigen werden.“</p>
<p>Mit der DFG-Förderung will das Team um Jirasek daher hybride Modelle entwickeln, die Maschinelles Lernen und physikalisches Wissen verbinden. „Wir gehen davon aus, dass die Verfahren des Maschinellen Lernens auf diese Weise deutlich weniger Daten benötigen“, fährt er fort. „Zudem kann damit Vertrauen und Akzeptanz für die neuartigen Modelle geschaffen werden, wenn diese beziehungsweise deren Vorhersagen bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten genügen."</p>
<p>Im Rahmen der Emmy Noether-Gruppe werden der Juniorprofessor und sein Team sich auf drei verschiedenen Wegen mit der Entwicklung hybrider thermodynamischer Modelle auseinandersetzen: Zum einen kombinieren sie etablierte physikalische Modelle und Methoden des Maschinellen Lernens, wie der Ingenieur erläutert: „Dabei erhalten wir das Rahmenwerk des physikalischen Modells und verwenden ML-Verfahren, um die Parameter des physikalischen Modells zu beschreiben. Damit können wir die Anwendbarkeit der physikalischen Modelle deutlich vergrößern. Aufgrund der dünnen Datenlage fehlen nämlich häufig sehr viele Parameter, beispielsweise für bestimmte Stoffe oder Mischungen.“</p>
<p>In einem zweiten Ansatz werden sie künstliche neuronale Netzwerke entwickeln und trainieren. „Das Neue dabei ist, dass wir in die Architektur der Netzwerke explizites Wissen über physikalische Zusammenhänge integrieren, sodass ihre Vorhersagen beispielsweise physikalischen Randbedingungen oder Konsistenzkriterien genügen“, so Jirasek weiter.</p>
<p>Darüber hinaus wird sich die Nachwuchsgruppe damit befassen, Stoffdaten im Labor zu messen. „Auch für die hybriden Modelle gilt: Die Qualität steht und fällt mit der Verfügbarkeit geeigneter Trainingsdaten“, so der Forscher. „Diese wollen wir zielgerichtet sammeln, indem wir die Versuche entsprechend planen. Dafür müssen wir aber zunächst geeignete Strategien entwickeln.“ Gemessen werden sollen beispielsweise sogenannte Diffusionskoeffizienten oder Dampf-Flüssigkeits-Gleichgewichte.<br> <br> Interessant könnten die Arbeiten der Kaiserslauterer Gruppe in Zukunft für die industrielle Praxis sein, um Verfahren der chemischen, pharmazeutischen oder biotechnologischen Industrie zu optimieren. „Gerade der Einbezug physikalischen Wissens wird der Etablierung des Maschinellen Lernens in der Industrie noch einmal einen Schub geben“, ist sich Jirasek sicher.</p>
<p>Das Emmy Noether-Programm der DFG richtet sich an herausragend qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Sie haben die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe für eine Professur zu qualifizieren.<br> Fabian Jirasek hat Bioingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie studiert und in Kaiserslautern in der Thermodynamik promoviert. Anschließend forschte er an der University of California in Irvine, bevor er an die TU München wechselte. Seit Herbst 2020 hat er an der ֱ in Kaiserslautern (ehemals TU Kaiserslautern) die Juniorprofessur für Maschinelles Lernen in der Verfahrenstechnik inne, die von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert wird.<br> <br> Fragen beantwortet:<br> Juniorprofessor Dr.-Ing. Fabian Jirasek<br> Maschinelles Lernen in der Verfahrenstechnik<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-4685<br> E-Mail: fabian.jirasek[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 07 Aug 2023 06:45:05 +0200</pubDate>
                        <title>Stifterverband fördert Entwicklung studentischer Lernräume an der ֱ</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/stifterverband-foerdert-entwicklung-studentischer-lernraeume-an-der-rpt-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Stifterverband und die Dieter Schwarz Stiftung haben das Vorhaben „Raumentwicklung für studentisches Lernen an der ֱ“ der ֱ in das Förderprogramm „Community of Practice: Zukunftsorientierte Lernräume“ aufgenommen. Das Programm unterstützt Hochschulen dabei, Herausforderungen in der Gestaltung von Lernarchitektur anzunehmen sowie ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen zu teilen. Für die Umsetzung erhält die ֱ 10.000 Euro.</strong></p>
<p>An der ֱ wird das Projekt vom Zentrum für Innovation und Digitalisierung in Studium und Lehre (ZIDiS) am Standort Kaiserslautern federführend durchgeführt. Dabei arbeitet es eng mit dem Zentrum für Hochschullehre und -didaktik Landau (ZHDL) am Standort Landau zusammen.</p>
<p>Die Projektbeteiligten werden bei ihrer Arbeit die Perspektive der Studierenden berücksichtigen ebenso wie die Erkenntnisse aus der Pandemie-Zeit. Dabei wird sich das standortübergreifende Team mit folgenden beiden Fragen genauer befassen: Wie können wir die vielfältigen studentischen Perspektiven, Erfahrungen und Expertisen an beiden Standorten erheben und reflektieren und sie in einen universitätsweiten Prozess zur Konzeptentwicklung studentischer Lernräume der Zukunft zu integrieren? Wie können wir einen großen Innovationsbedarf mit einem realistischen finanziellen Aufwand umsetzen?</p>
<p>Das ZIDiS und ZDHL streben an, während der Programmlaufzeit Pilotflächen für studentische Lernräume an der ֱ zu initiieren und die aus der Community of Practice gewonnen Erkenntnisse über zukunftsfähige Lernraumgestaltung nachhaltig nutzbar zu machen. Ferner hoffen die beiden Zentren, neue Impulse für die Gestaltung des standortübergreifenden Austauschprozesses für die ֱ zu erhalten.</p>
<p>Das ZIDiS besitzt langjährige Expertise in den Bereichen Lernen, Selbstlernförderung und Lernräume. Zudem fließen in das aktuelle Projekt Kenntnisse über die lernraumbezogenen Gewohnheiten und Bedarfe der Studierenden auf dem Campus Kaiserslautern ein, die das ZIDiS im Sommer 2018 in der Studierendenbefragung zu „Lern(T)RÄUMEN“ gewonnen hat.</p>
<p>Das Programm „Community of Practice: Zukunftsorientierte Lernräume“ des Stifterverbands und der Dieter Schwarz Stiftung unterstützt Hochschulen dabei, Herausforderungen in der Gestaltung von Lernarchitektur anzunehmen sowie ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen mit anderen Hochschulen in der Community of Practice zu teilen. Aus den Bewerbungen wurden fünf Hochschulen als Challenger – darunter die ֱ – und zehn Expertinnen und Experten für hochschulische Lernraumentwicklung ausgewählt: Diese 15 Hochschulen erhalten jeweils 10.000 Euro für die Umsetzung ihrer Konzepte oder für ihre herausragende Expertise im Bereich zukunftsorientierter Lernräume. Das Programm ist im Juli gestartet und hat eine Laufzeit von 18 Monaten. &nbsp;</p>
<p>Nähere Information zum Förderprogramm:  &nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Dorit Günther<br> Zentrum für Innovation und Digitalisierung in Studium und Lehre (ZIDiS)<br> Tel.: 0631 205-5283<br> E-Mail: dorit.guenther(at)rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 01 Aug 2023 08:54:21 +0200</pubDate>
                        <title>Nachhaltiger Umgang mit Regen- und Siedlungsabwasser: Software plant und optimiert Entwässerungssysteme automatisch</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/nachhaltiger-umgang-mit-regen-und-siedlungsabwasser-software-plant-und-optimiert-entwaesserungssysteme-automatisch-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um Regen- und Abwasser aufzusammeln, gibt es in Deutschland eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Kanalnetzen und Kläranlagen. Anders sieht es in Entwicklungsländern aus, in denen dies oft fehlt. Ein Start-up der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) will hier Abhilfe schaffen. Es bietet dazu seine Software „ZIGGURAT“ an, die automatisch Entwässerungssysteme nachhaltig planen und optimieren kann. Die Technik berücksichtigt auch die blau-grüne Infrastruktur, das heißt, mögliche Wasserspeicher und technische Maßnahmen zur Versickerung und Verdunstung von Regenwasser. Die Gründer werden mit einem EXIST-Stipendium vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.</strong></p>
<p>Slums, in denen Wellblechhütten dicht an dicht nebeneinanderstehen; direkt daneben Müllberge und stehende Abwässer – solche Zustände gibt es in vielen Gegenden der Welt. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung lebt nach wie vor ohne Kanalisationsanschluss und stetig entstehen neue städtische Flächen ohne geordnete Entwässerung. Dabei haben sich die Vereinten Nationen in ihren Nachhaltigkeitszielen auf die Fahne geschrieben, den Zugang zu sauberem Wasser und sanitäre Anlagen für alle Menschen zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, braucht es allerdings eine entsprechende Infrastruktur.</p>
<p>Die Planung solcher Kanalnetze für Schmutz-, Regen- oder Mischwasser ist jedoch aufwendig und bedarf einer großen Expertise. „Dabei spielen verschiedene Parameter wie Layout, der Grad der De- oder Zentralisierung, die Kanaldurchmesser und das Gefälle, die Verlegetiefen, die Pump- und Speicheranlagen eine Rolle“, sagt Timo Dilly vom Gründerteam.</p>
<p>Eine Software, mit der sich städtische Entwässerungssysteme automatisch nachhaltig planen lassen, entwickelt derzeit das Team um Dilly von der ֱ in Kaiserslautern. „Sie basiert unter anderem auf der Verknüpfung einer Vielzahl allgemein gültiger technischer Regeln der Tiefbauplanung und mathematischer Methoden, mit denen sich sinnvolle Lösungsvarianten generieren lassen“, sagt Dilly weiter. „Dafür haben wir eigene Algorithmen entwickelt. All dies beruht auf aktuellen Erkenntnissen aus eigenen Forschungsarbeiten in der Siedlungsentwässerung und Hydroinformatik.“<br> Auch der Klimawandel spielt bei den Planungen solcher Entwässerungssysteme eine Rolle, wie Dilly erläutert: „Der Umgang mit Regenwasser muss komplett neu gedacht werden, wenn man sich zunehmende Wetterextreme vor Augen führt. Wir brauchen Möglichkeiten zum Speichern von Regenwasser, aber auch naturnahe Elemente wie ausreichend Grünflächen. Dadurch lässt sich in heißen Sommermonaten das Stadtklima verbessern.“ In diesem Zusammenhang spricht man auch von blau-grüner Infrastruktur, die bei der Planung neuer Siedlungsentwässerungssysteme eine immer wichtigere Rolle spielt und auch bei ZIGGURAT eingeplant ist. „Mit diesen Maßnahmen erhöhen Städte die Resilienz gegenüber Extremen, senken Kosten und reduzieren negative Auswirkungen auf die Umwelt“, betont Dilly.</p>
<p>In diesem Punkt eignet sich die Software auch für hiesige Städte und Gemeinden, die ihre Entwässerungssysteme künftig anpassen wollen.</p>
<p>Am jungen Unternehmen beteiligt sind neben Dilly seine Kollegen Dr. Amin E. Bakhshipour, Professor Dr. Ulrich Dittmer und Ralf Habermehl aus dem Lehrgebiet Siedlungswasserwirtschaft an der ֱ in Kaiserslautern. Unterstützt werden sie von Marius Lauer, der betriebswirtschaftliche Kenntnisse miteinbringt.</p>
<p>Ihre Software ZIGGURAT möchten sie in Zukunft in einer Online-Plattform zur Verfügung stellen, auf der sich Interessierte einen kostenpflichtigen Account erstellen können. Das Team aus Kaiserslautern stellt neben der Software auch seine Expertise zur Verfügung und bietet etwa Unterstützung bei der Planung an.</p>
<p>Bei seinem Weg in die Selbstständigkeit wird das Unternehmen mit einem „EXIST-Gründerstipendium“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Europäischen Sozialfonds zur „Existenzgründung aus der Wissenschaft“ gefördert.</p>
<p>Mehr unter ziggurat.ai</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Timo Dilly<br> Ziggurat<br> E-Mail: timo.dilly@rptu.de<br> Tel.: 0631-205-4643</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 31 Jul 2023 08:47:08 +0200</pubDate>
                        <title>Wohnen wie im Gewächshaus: Rund zwei Millionen Euro für energetische Sanierung von studentischem Wohnheim</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Rand des Kaiserslauterer Campus der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) liegt das ESA-Wohnheim. ESA steht für „Energiesparende Studentenwohnheim Architektur“. Das heute unter Denkmalschutz stehende Wohnheim entstand als studentisches Projekt bereits in den 1980er-Jahren und ist in seiner Art einzigartig in Deutschland. Um es energetisch nach dem neuesten Stand der Technik zu sanieren, stellen das rheinland-pfälzische Umweltministerium, das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes und die Landesdenkmalpflege insgesamt rund zwei Millionen Euro bereit. Ziel ist, das Gebäude möglichst energieautark zu machen. Bei der Planung und beim Bau sind wieder Studierende eingebunden.</strong><br> <br> Wie kann man nachhaltig und energiesparend bauen und leben? Mit dieser Frage haben sich Studierende in Kaiserslautern bereits vor rund 40 Jahren befasst. Im Rahmen eines studentischen Projektes haben sie das Wohnheim 1986 unter Leitung von Professor Heinrich Eissler am Rand des Campus geplant und gebaut. „Für die damalige Zeit war das ESA visionär“, sagt Dr.&nbsp; Annette Mechel von der Stiftung für die TU Kaiserslautern, der Eigentümerin des Wohnheims. „Das Gebäude erinnert auf den ersten Blick an ein Gewächshaus mit integriertem Wohnraum. Mit einem für die damalige Zeit sehr guten Energieverbrauch und einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen erfüllte das ESA, was sein Name versprach – es wurde zu einem energiesparenden Wohnheimbau.“ Neben energiesparendem Wohnen war es Ziel, den Studierenden die Partizipation an der Gestaltung einer zukunftsorientierten Umgebung zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gebäude bietet 20 jungen Menschen Platz, um in einer Wohngemeinschaft mit Küche, Gemeinschaftsräumen, Terrassen und Gärten zu leben. Mittlerweile steht das ESA unter Denkmalschutz. Allerdings nagt an ihm der Zahn der Zeit und Sanierungsmaßnahmen sind notwendig. Die Fördermittel sollen dazu genutzt werden, das Wohnheim möglichst energieautark zu machen. Gleichzeitig werden aber auch die Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten. &nbsp;</p>
<p>„Das ESA ist in seiner Architektur und der baulichen Konzeption einzigartig in Deutschland. Wir sind dankbar dafür, mit Hilfe der Stiftung und der Fördermittel ein solch einmaliges Denkmal der Architekturgeschichte auf unserem Campus bewahren und in die Zukunft führen zu können“ sagt Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ am Campus Kaiserslautern. „Unserem Fachbereich Architektur danke ich für die Unterstützung bei der Planung und der baulichen Umsetzung, bei der wir vor allem die nachhaltige Grundkonzeption an den heutigen Stand der Technik anpassen und so ein CO2 neutrales Gebäude schaffen werden. Wie bei der Entstehung des ESA sind auch jetzt bei der Sanierung Studierende und ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner in die Planung, die Ausschreibungsprozesse und am Bau beteiligt. So können ganze Bauabschnitte wieder im Selbstbau realisiert werden.“</p>
<p>Das rheinland-pfälzische Umweltministerium stellt rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Damit sollen folgende Baumaßnahmen umgesetzt werden: Geplant sind unter anderem, die Stromversorgung über eine Photovoltaik-Anlage und die Wärmeversorgung über eine Solarthermie-Anlage mit einem Erdwärmespeicher komplett abzudecken. Dabei sollen auch Solarabsorber zum Einsatz kommen, die dem Raum unter dem Glasdach im Sommer Energie entziehen. Diese wird in Erdwärmespeicher eingelagert und etwa im Winter zum Beheizen des Gebäudes genutzt.</p>
<p>Um den Wasserbedarf zu reduzieren, soll Regenwasser zur Versorgung innenliegenden Gärten genutzt werden. Es wird über die Dachfläche gesammelt und in einer Zisterne eingelagert. Über ein Lüftungsgerät mit einer hohen Wärmerückgewinnung werden die Wohnräume be- und entlüftet. Darüber hinaus kann über eine Klappenregelung im Winter, bei geringen Außentemperaturen, die Luftversorgung aus dem Gewächshaus generiert werden.<br> <br> Zudem stellen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 785.000 Euro und die Generaldirektion Kulturelles Erbe, Direktion Landesdenkmalpflege, 100.000 Euro für die Sanierung der Gewächshaushülle bereit. Die Baumaßnahmen sollen 2024 abgeschlossen sein.<br> <br> Die Stiftung für die TU Kaiserslautern gibt es bereits seit 2006. Sie hat zum Ziel, Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen sowie neue und zukunftsorientierte Initiativen zu ergreifen und umzusetzen. Mit dem Übergang der TU Kaiserslautern in die ֱ Anfang des Jahres ist geplant, den Namen der Stiftung zu ändern.<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Dr. Annette Mechel<br> Stabstelle Universitätsförderung<br> Tel.: 0631 205-3198<br> E-Mail: annette.mechel@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 28 Jul 2023 06:49:57 +0200</pubDate>
                        <title>Die Zukunft der Arbeit über verantwortungsvolles und evidenzbasiertes Personalmanagement mitgestalten: Neuer Masterstudiengang ab Wintersemester 2024/25  </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-zukunft-der-arbeit-ueber-verantwortungsvolles-und-evidenzbasiertes-personalmanagement-mitgestalten-neuer-masterstudiengang-ab-wintersemester-2024-25-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab dem Wintersemester 2024/25 bietet die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) den fachübergreifenden viersemestrigen Masterstudiengang „Human Resource Management &amp; Organizational Behavior“ an. Aus der Perspektive des Personalmanagements adressiert er Zukunftsthemen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft. Er vermittelt die Kernkompetenzen für ein Personalmanagement, das sich an den Bedürfnissen von Menschen und Organisationen orientiert. Als einer der ersten standortübergreifenden Studiengänge der ֱ vereint er Expertisen beider Standorte. Durch ein besonderes Lehrkonzept ermöglicht er die Teilnahme an Lehrveranstaltungen ohne hohe Pendelbelastung.</strong></p>
<p>Fachkräftemangel, mobiles Arbeiten, Work-Life-Balance, Künstliche Intelligenz (KI) – die Arbeitswelt steht vor zahlreichen Herausforderungen. Viele Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte, zugleich scheinen neue KI-Verfahren menschliche Arbeitskraft in bestimmten Bereichen in Zukunft zu ersetzen und das Personalmanagement selbst zu revolutionieren. Wie gelingt es Unternehmen und anderen Organisationen, angesichts des Personalmangels Stellen erfolgreich zu besetzen und Beschäftigte zu binden, und wie schaffen sie eine Arbeitswelt, die die Gesundheit und Motivation der Beschäftigten langfristig erhält? Mit diesen Themen befasst sich der neue Masterstudiengang, der im Wintersemester 2024/25 starten soll.<br> <br> „Die Kombination aus Human Resource Management, das sich mit dem effektiven und effizienten Management personeller Ressourcen in Organisationen auseinandersetzt, und Organizational Behavior, das Einflussfaktoren und Folgen des Handelns von Menschen in Organisationen untersucht, ist einzigartig in Deutschland.“ Mit diesen Worten beschreiben die Professorinnen Gisela Gerlach und Tanja Rabl den Studiengang, den sie gemeinsam ins Leben gerufen haben. „Wir möchten Studierende dazu befähigen, kritisch zu reflektieren, wie aktuelle und zukünftige Veränderungen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft die Arbeit und Zusammenarbeit in Organisationen verändern“, so Rabl. Gerlach ergänzt: „Aus diesen Veränderungen ergeben sich Chancen und Herausforderungen für Organisationen und Beschäftigte. Die Studierenden sollen lernen, evidenzbasiert Lösungsansätze zu entwickeln, mit denen das Personalmanagement dazu beitragen kann, die Chancen zu nutzen und Herausforderungen erfolgreich zu meistern.“<br> <br> Der Studiengang vermittelt nicht nur Kompetenzen in den beiden Disziplinen Human Resource Management sowie Organizational Behavior und den Grundlagen der Data Science. Im Wahlpflichtbereich können die Studierenden zwei Schwerpunkte wählen und sich aus der Perspektive des Personalmanagements entweder mit Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Diversität, lebenslangem Lernen oder Ethik vertieft beschäftigen.<br> <br> Der Masterstudiengang ist forschungsorientiert ausgerichtet, das heißt, in den Lehrveranstaltungen setzen sich die Studierenden mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu praktischen Fragestellungen des Personalmanagements auseinander und führen bereits während des Studiums kleinere Forschungsprojekte durch. Gleichzeitig bietet er den Studierenden viele Möglichkeiten, Einblicke in die Praxis des Personalmanagements zu erhalten und ihr Wissen praktisch anzuwenden, zum Beispiel im Rahmen von Gastvorträgen von Praktikerinnen und Praktikern, Fallstudien, Studienprojekten und dem Pflichtpraktikum.<br> <br> An dem standortübergreifenden Studiengang sind neben den Kultur- und Sozialwissenschaften (Landau) und den Wirtschaftswissenschaften (Kaiserslautern) die Fachbereiche Informatik und Sozialwissenschaften (Kaiserslautern) sowie Erziehungswissenschaften und Psychologie (Landau) beteiligt.<br> <br> „Wir setzen auf innovative Lehr- und Lernmethoden, um die Studierenden auf zukünftige Arbeitswelten vorzubereiten, die sie in ihrer späteren Berufstätigkeit auch mitgestalten werden“, so Gerlach. „Zum Einsatz kommen Methoden des Hybrid und Blended Learning, die auf verschiedene Kombinationen von Präsenz- und Online-Lehre setzen, genauso wie Methoden des agilen Lernens, die Studierende zu selbstorganisiertem, flexiblem und kollaborativem Arbeiten befähigen. In Teamarbeiten lernen die Studierenden zudem verschiedenste digitale Tools für die Zusammenarbeit kennen“, ergänzt Rabl. Die Lehre im Pflichtteil des Studiengangs ist so gestaltet, dass die Studierenden sowohl in Präsenz wie auch digital teilnehmen können und so standortunabhängiges Studieren möglich wird. Im Wahlpflichtbereich wird es vielfältige Lehr-Lern-Konzepte geben.<br> <br> Wer sich für den Studiengang interessiert, sollte einen Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften oder einem ähnlichen Fach mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt oder eindeutigem Bezug zu Human Resource Management und Organizational Behavior besitzen.<br> <br> „Wir freuen uns, dass wir schon im neuen Jahr den ersten standortübergreifenden Masterstudiengang der ֱ anbieten werden“, führt die Co-Präsidentin der ֱ, Gabriele E. Schaumann aus. „Der Master ‚Human Resource Management &amp; Organizational Behavior‘ befähigt seine Studierenden, die Arbeitswelt der Zukunft aktiv mitzugestalten und etwa als Personalmanagerinnen und Personalmanager, Führungskräfte oder Beraterinnen und Berater Lösungen für die Megathemen unserer Zeit zu kreieren.“ „Damit schärft der Studiengang das Profil der ֱ als nachhaltige Technische Universität, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt und Studierende sowohl wissenschaftlich als auch anwendungsnah hervorragend bildet und auf ihre beruflichen Karrieren vorbereitet“ , so ֱ-Co-Präsident Arnd Poetzsch-Heffter.<br> <br> Weitere Informationen zu dem neuen Studiengang sind auf der Webseite der ֱ zu finden unter: <a href="/studienangebot/23132/Wirtschaftswissenschaften-Master-Human_Resource_Management_&amp;amp;_Organizational_Behavior_(ab_Wintersemester_2024_2025" target="_blank">rptu.de/studienangebot/23132/Wirtschaftswissenschaften-Master-Human_Resource_Management_&amp;_Organizational_Behavior_(ab_Wintersemester_2024_2025</a>)</p>
<p><strong>Fragen beantworten:</strong><br> Professorin Dr. Gisela Gerlach<br> Professur für BWL, insbes. Personal und Organisation<br> Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften / ֱ in Landau<br> E-Mail: gisela.gerlach(at)rptu.de<br> Tel.: 06341 280-34100<br> <br> Professorin Dr. Tanja Rabl<br> Lehrstuhl für Personalmanagement, Führung und Organisation<br> Fachbereich Wirtschaftswissenschaften / ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: tanja.rabl(at)wiwi.rptu.de<br> Tel.: 0631 205-3650</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 26 Jul 2023 12:15:16 +0200</pubDate>
                        <title>Studie: Magnetische Heterostruktur erzeugt höhere Frequenzen zur Informationsverarbeitung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-magnetische-heterostruktur-erzeugt-hoehere-frequenzen-zur-informationsverarbeitung-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neuartige magnetische Datenspeicher sind energieeffizient und robust. Verwendung finden hier Ferromagnete mit Arbeitsfrequenzen im Gigahertz-Bereich. Weiter steigern ließe sich diese mit Antiferromagneten, die sich aber nicht effizient anregen lassen. Forscher aus Kaiserslautern und Mainz haben gezeigt, dass magnetische Heterostrukturen – bestehend aus je einer dünnen Schicht Antiferromagnet und Ferromagnet – die Vorteile beider Materialklassen vereinen können: Sie haben eine hohe Arbeitsfrequenz mit effizienter Anregung gefunden. Die Arbeit ist in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht worden und ist als „Editor’s suggestion“ ausgezeichnet worden.</strong><br> <br> Magnetische Materialien spielen für die Informationsverarbeitung und -übertragung in elektronischen Geräten eine zentrale Rolle. „Wir unterscheiden verschiedene Klassen von Magneten“, sagt Professor Dr. Mathias Weiler, der an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) in Kaiserslautern die Arbeitsgruppe Angewandte Spinphänomene des Fachbereichs Physik leitet. „Die Ferromagnete besitzen eine Netto-Magnetisierung und sind auch als Permanentmagnete bekannt, denen man von außen eine Magnetisierung ansieht. Sie sind gut anzuregen. Ihre Dynamik liegt im Gigahertz-Bereich.“</p>
<p>Ganz anders verhält sich eine zweite Klasse von magnetischen Materialien: Die Antiferromagnete. „Von außen sieht man ihnen nicht an, dass sie eine Magnetisierung besitzen. Sie zeigen kein magnetisches Moment, mit dem man interagieren kann. Sie können damit nur schwer angeregt werden“, erläutert Doktorand Hassan Al-Hamdo, Erstautor der aktuellen Studie. Sind sie einmal angeregt, weisen sie allerdings eine sehr viel schnellere Dynamik im Terahertz-Bereich auf. Diese Tatsache macht sie für verschiedene Anwendungsfelder interessant, etwa für Kommunikationstechniken und magnetische Speicher, da sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich beschleunigen ließe. „Da sich Antiferromagnete aber nicht effizient anregen lassen, sind ihre Einsatzmöglichkeiten beschränkt“, fährt Weiler fort.<br> <br> Das Team um die beiden Kaiserslauterer Physiker hat gemeinsam mit Forscherkollegen aus Mainz nun gezeigt, wie sich die schnellere Dynamik der Antiferromagnete trotzdem nutzen lässt. Für ihre Versuche haben sie in die Trickkiste gegriffen und auf ein hybrides Material gesetzt. „Es besteht aus zwei dünnen Schichten, einer ferromagnetischen und einer antiferromagnetischen“, erläutert Weiler. Die ferromagnetische Schicht besteht aus einer gängigen Nickel-Eisen Verbindung, die etwa auch in Transformatoren vorkommt. Die antiferromagnetische Schicht besteht aus einer Mangan-Gold-Verbindung.<br> <br> Die Besonderheit der Heterostruktur findet sich in der Anordnung der Spins direkt an der antiferromagnetisch-ferromagnetischen Grenzfläche. Al-Hamdo: „Der Spin beschreibt den Eigendrehimpuls eines Quantenteilchens und ist Grundlage aller magnetischen Phänomene. An der Grenzfläche finden wir eine wohldefinierte Ordnung der Spins. Dies führt zu einer ungewöhnlich starken Kopplung der antiferromagnetischen und ferromagnetischen Spins. Die Kopplung ist so hoch, dass sich die Spins des Antiferromagneten anhand der Magnetisierung im Ferromagneten ausrichten. Diese Eigenschaft ist einzigartig.“</p>
<p>Die Heterostruktur entwickelt haben die Kollegen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mainzer Kollegen haben auch das theoretische Modell zur Erklärung der Versuchsergebnisse aus Kaiserslautern erarbeitet.<br> <br> „Durch Nutzung der einzigartigen Eigenschaften unserer Heterostruktur ist es uns gelungen, eine magnetische Anregung vom Ferromagneten auf den Antiferromagneten zu übertragen. Dabei haben wir eine höhere Frequenz erhalten, als dies beim reinen Ferromagneten der Fall ist. Die Frequenz liegt zwischen der des Antiferro- und des Ferromagneten“, fasst Weiler zusammen.<br> <br> Interessant sind diese Ergebnisse für künftige Anwendungen. „Für Mobilanwendungen neuerer Art wird man höhere Frequenzen brauchen“, nennt Weiler als Beispiel. „Mit dieser Kopplung kommen wir in diese Bereiche.“ Einsatzfelder sein könnten auch Speichertechniken wie Magnetic Random-Access Memory oder Mikrowellengeneration durch Spin-Torque-Oszillatoren, bei denen höhere Frequenzen die Leistung erhöhen würden.<br> <br> Ermöglicht wurden die Arbeiten durch den transregionalen Sonderforschungsbereich „SFB/TRR 173 Spin + X – Spin in its collective environment”, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2016 gefördert wird und bei dem die Kaiserslauterer Forscherteams eng mit Physikerinnen und Physikern aus Mainz zusammenarbeiten. In Kaiserslautern wird diese Forschung zudem durch das vom Land geförderte Zentrum für Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS) unterstützt.<br> <br> Die Studie ist in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht worden: „Coupling of Ferromagnetic and Antiferromagnetic Spin Dynamics in Mn2Au/NiFe Thin Film Bilayers”. Hassan Al-Hamdo, Tobias Wagner, Yaryna Lytvynenko, Gutenberg Kendzo, Sonka Reimers, Moritz Ruhwedel, Misbah Yaqoob, Vitaliy I. Vasyuchka, Philipp Pirro, Jairo Sinova, Mathias Kläui, Martin Jourdan, Olena Gomonay, and Mathias Weiler<br> <br> Physical Review Letters 131, 046701 (2023)<br> DOI: 10.1103/PhysRevLett.131.046701<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Mathias Weiler<br> AG Angewandte Spinphänomene<br> Fachbereich Physik / ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-4099<br> E-Mail: mathias.weiler(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 13 Jul 2023 10:11:34 +0200</pubDate>
                        <title>Zukunft E-Mobilität: Ladeinfrastruktur in Städten verbessern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/zukunft-e-mobilitaet-ladeinfrastruktur-in-staedten-verbessern-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Elektromobilität trifft auf Expertise in Technik, Wirtschaft und Verkehr: Interdisziplinäre Teams von ֱ-Studierenden haben untersucht, wie sich die Ladeinfrastruktur in Städten verbessern lässt. Finanziell unterstützt wurden sie dabei von der Sparda-Bank Südwest eG. Über ihre Ergebnisse informieren die Projekt-Beteiligten am 17. Juli um 16 Uhr an der ֱ in Kaiserslautern (Gebäude 76, Raum 276). Interessierte Pressevertreterinnen und -vertreter sind eingeladen.</strong></p>
<p>Wie viele E-Fahrzeuge wird es zukünftig in Städten geben? Wo, wann und wie könnten diese geladen werden? Welche Arten von Ladesystemen sind eigentlich erforderlich? Und wie arbeiten Unternehmen - die Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen - möglichst gewinnbringend? Das sind nur einige der Fragen, die sich interdisziplinäre Studierenden-Teams der ֱ im Rahmen des Projektes „Ladeinfrastruktur in kompakten urbanen Umgebungen“ gestellt haben. Finanziell unterstützt wurden sie dabei vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest e.V.</p>
<p>„Wir hatten insgesamt sechs Teilnehmende, die drei studentische Teams bildeten. Sowohl Studierende aus dem Bereich Wirtschaft als auch aus dem Bereich Verkehr waren in jedem Team involviert. Dabei haben wir uns ganz bewusst eine Wettbewerbssituation unter den Gruppen gewünscht“, erklärt Prof. Dr. Daniel Görges, Leiter des Lehrstuhls für Elektromobilität an der ֱ, der zugleich einer der wissenschaftlichen Betreuer war. Auch das Institut für Mobilität und Verkehr (BI) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Wilko Manz - sowie der Lehrstuhl für Strategie, Innovation und Kooperation (WIWI) unter Leitung von Prof. Dr. Gordon Müller-Seitz waren mit von der Partie.</p>
<p>Daniel Görges: „Ausgangspunkt des Projektes ist, dass die Ladeinfrastruktur im urbanen Raum ein großes Problem für die Elektromobilität darstellt.“ Denn: „In der Stadt ist oftmals nur wenig Platz für Ladesäulen. Zudem sind viele Flächen versiegelt, sodass es mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden ist, eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.“ Jeder kennt die Situation: Eine Vielzahl an Fahrzeugen steht meist am Straßenrand. Längst nicht jeder hat einen festen Stellplatz oder eine Garage: „Wo, welche und wie viele Ladesäulen sollte man dort also bereitstellen? Und wie bekommt man die Leute dazu, nach dem Ladevorgang das Auto umzuparken, sodass andere Fahrzeuge ebenfalls geladen werden könnten.“<br> <br> Ein zentraler Punkt sei natürlich auch, ergänzt Daniel Görges, wie sich die Nachfrage nach E-Fahrzeugen in den nächsten Jahren überhaupt entwickeln wird. Die Studierenden-Teams sind den vielschichtigen Herausforderungen aus technischer, verkehrlicher und wirtschaftlicher Sicht nachgegangen. Haben in Online-Befragungen mit über 200 Beteiligten den Bedarf und die Hemmnisse von Nutzern analysiert. Im Raum Kaiserslautern – in einem hochverdichteten Gebiet der Innenstadt – schauten sie sich die Vor-Ort-Situation an – und entwickelten darauf aufbauend ihre Ideen. Daniel Görges: „Das war für die Studierenden aus den verschiedenen Fachbereichen ja auch eine sehr gute Gelegenheit, selbstständig zu arbeiten und über den Tellerrand des eigenen Studiengangs hinauszuschauen.“ Überhaupt werde eine solch interdisziplinäre Herangehensweise „in Zukunft sehr gefragt sein“.<br> <br> Ihre Ergebnisse präsentieren die Projekt-Beteiligten am Montag, 17, Juli, um 16 Uhr an der ֱ – in Gebäude 76, Raum 276. Nach der Vorstellung der verschiedenen Konzepte wird es eine Diskussionsrunde geben. „Aus den Ergebnissen ergeben sich im nächsten Schritt idealerweise konkrete Handlungsempfehlungen und Entwicklungsansätze“, sagt der Professor, „sowohl für technische Lösungen als auch für Geschäftsmodelle.“ Zudem können die Ergebnisse aufzeigen, „ob und welcher weitere Forschungsbedarf bei urbaner Ladeinfrastruktur besteht“. Zu einem späteren Zeitpunkt soll darüber hinaus das Beste der drei studentischen Konzepte ausgezeichnet werden.<br> <br> Und wie geht es weiter? Für wen wären die Ergebnisse im nächsten Schritt verwertbar? Daniel Görges: „Sowohl für die öffentliche Hand als auch für Unternehmen, die Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung stellen. Unsere Studierenden können ein paar sehr interessante Ansätze aufzeigen.“<br> <br> <strong>Redaktion: </strong>Christine Pauli<br> <br> <strong>Wissenschaftlicher Ansprechpartner:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Daniel Görges<br> Telefon:&nbsp; +49 (0) 631 / 205 – 2091<br> E-Mail:&nbsp;&nbsp; goerges@eit.uni-kl.de</p>
<p><strong>Über den Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest e.V.</strong><br> Gemeinsam etwas bewegen!<br> Mit den Einnahmen aus dem Gewinnsparen fördert der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest e.V. gemeinnützige Projekte aus Kultur, Sport, Bildung und sozialen Einrichtungen in der Region. Mit jedem Los helfen Sie mit. Denn 25 Prozent des Spieleinsatzes werden für soziale Zwecke gespendet.</p>
<p>Weitere Infos unter:<br> <br> und unter<br> </p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 13 Jul 2023 09:48:42 +0200</pubDate>
                        <title>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau: Wissenschaftsminister Clemens Hoch pflanzt Gründungsbäume als Symbol des Zusammenwachsens</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rheinland-pfaelzische-technische-universitaet-kaiserslautern-landau-wissenschaftsminister-clemens-hoch-pflanzt-gruendungsbaeume-als-symbol-des-zusammenwachsens-1</link>
                        <description>Pressemeldung des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 1. Januar 2023 hat Rheinland-Pfalz eine deutlich größere und fachlich erheb-lich erweiterte Technische Universität. Aus der Universität Landau und der Technischen Universität Kaiserslautern wurde die Rheinland-Pfälzische Technische Universi-tät Kaiserslautern-Landau (ֱ). Mit rund 20.000 Studierenden, mehr als 250 Professuren und über 160 Studiengängen wird sie das Profil des Landes als Hochschul- und Wissenschaftsstandort weiter stärken. „Strukturvorhaben wie der Zusammenschluss dieser beiden Universitäten sind nicht mit dem Tag der gesetzlichen Umstellung erledigt. Die ֱ braucht Zeit, um sich in der neuen Aufstellung zu etablieren,“ sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Um diesen Zusammenschluss auch symbolisch zum Ausdruck zu bringen, schenkt das Land der ֱ zwei Gründungsbäume. Diese sollen das Zusammenwachsen der neuen Uni-versität an ihren beiden Standorten symbolisieren. Gemeinsam mit der präsidialen Doppelspitze, Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter und Prof. Dr. Gabriele Schaumann, pflanzte Minister Clemens Hoch jeweils am Campus Landau und am Campus Kaisers-lautern eine Linde.</p>
<p>„Mit den Baumpflanzungen an den Standorten Landau und Kaiserlautern wurde ein besonderes und nicht nur symbolisches Zeichen gesetzt. Mit und an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität wächst etwas zusammen und wird gemeinsam größer“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „Größe allein ist jedoch nicht ein Erfolgsgarant. Die Fachgebiete in Landau und Kaiserlautern stehen für erstklassige Forschung und Lehre. Mit dem Fächerspektrum in Landau erfährt die Idee der „Technischen Universität“ eine Komplettierung. Nahezu alle großen Technischen Universitä-ten verfügen über ein Spektrum geisteswissenschaftlicher Fächer. In der ֱ ist die-ser Bereich nun gewichtig vertreten und der interdisziplinären Zusammenarbeit werden neue Räume eröffnet. Ich bin überzeugt, die neue Universität ist schon heute mehr als die Summe ihrer Teile.“<br> <br> "Wir blicken in Kaiserslautern und Landau auf eine lange Tradition in Forschung und Lehre zurück und sind mit Wirtschaft und Gesellschaft im engen Austausch. Die beiden Bäume, die wir heute gepflanzt haben, werden gemeinsam mit der ֱ weiter wachsen: Die bestehenden Stärken bauen wir aus und wir haben auch dafür bereits standortübergreifende Aktivitäten wie Forschungsprojekte und Studiengänge gestartet", sagt Professorin Dr. Gabriele Schaumann, Co-Präsidentin der ֱ. Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, Co-Präsident der ֱ, betont: "Wir sind stolz darauf, was wir für die ֱ bereits erreicht haben; sowohl hinsichtlich standortübergreifender Infrastruktur - Verwaltung, Rechenzentrum und Universitätsbibliothek - als auch in der Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Die beiden Bäume symbolisieren, dass die ֱ ne-ben ihrem internationalen Anspruch mit ihren beiden Standorten in der Region und im Land stark verwurzelt ist."</p>
<p>Bis zum 30.09.2024 leitet eine präsidiale Doppelspitze, bestehend aus Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter und Prof. Dr. Gabriele Schaumann, die ֱ. Ab dann wird eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident die ֱ-Leitung übernehmen.&nbsp; Als eine der ersten gemeinsamen Einrichtungen und Projekte der ֱ wurde bereits zum 1. Januar 2023 ein neues Bibliothekssystem realisiert. Es wurde ein campusübergreifen-des neues Bibliothekssystem, ein „Next Generation Library System“, implementiert. Dazu hatte das Land Mittel in Höhe von über 524.000 Euro zur Verfügung gestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 06 Jul 2023 13:03:32 +0200</pubDate>
                        <title>Grünalge baut Schadstoffe ab - Schon früh im Studium bei internationalem Wettbewerb Praxisluft schnuppern</title>
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                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lassen sich Pestizid- oder Medikamenten-Rückstände im Wasser abbauen, damit sie nicht in die Umwelt gelangen? Damit befasst sich ein studentisches Team der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) bei einem internationalen Wettbewerb. Dabei kommt den Studierenden das erlernte Wissen in Theorie und Praxis und eine enge Betreuung zugute. Ideale Studienbedingungen bescheinigt der Kaiserslauterer Biologie regelmäßig auch das CHE-Ranking. Neben Bachelor- und Masterstudiengängen bietet die ֱ in Kaiserslautern ein Lehramtsstudium Biologie an. Eine Bewerbung dafür ist bis zum 15. Juli möglich, für die Bachelor- und Masterstudiengänge bis zum 15. September.</strong></p>
<p>Pestizide, Medikamentenrückstände, aber auch Spuren anderer Substanzen landen regelmäßig in unseren Gewässern. So zeigt zum Beispiel der Pestizidatlas 2022 der Heinrich-Böll-Stiftung auf, dass sich in vielen Fließgewässern in Deutschland Pestizide und ähnliche Stoffe nachweisen lassen. Wie aber lässt sich verhindern, dass sich solche Chemikalien in der Umwelt verbreiten können, Ökosystemen schaden und letztlich auch uns Menschen betreffen? Genau damit befasst sich ein studentisches Team der ֱ in Kaiserslautern. Es nimmt beim internationalen Genetically Engineered Machine Wettbewerb, kurz iGEM, teil. Im Fokus steht hier die Synthetische Biologie. Ziel ist es, an einem realen Problem zu forschen und eine Lösung für dieses beim Finale in Paris im November vor einer Jury und rund 300 weiteren Teams aus aller Welt vorzustellen.</p>
<p>„In verschiedenen Studien haben wir gelesen, dass immer mehr bedenkliche Spurenstoffe im Abwasser zu finden sind“, sagt Luca Langenberg vom Kaiserslauterer iGEM-Team. „Sie gelangen nach wie vor in die Umwelt, sind dort noch aktiv und können das Ökosystem schädigen. Auch aktuelle Kläranlagen können hier nicht alles filtern und abbauen.“</p>
<p>Die Studierenden setzen bei ihrem Vorhaben auf die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii. Sie fungiert mit ihrem Stoffwechsel gewissermaßen als winzige Fabrik und soll mit Hilfe bestimmter Enzyme verschiedene Schadstoffe abbauen. Das Team möchte dazu Enzyme der Cytochrom P450-Familie nutzen. „Sie kommen in allen lebenden Organismen vor, unter anderem auch in der menschlichen Leber und sind wichtig für die Entgiftung. Über menschliche Cytochrome ist schon viel bekannt, aber über andere noch nicht. Hier gibt es womöglich noch Potential“, fährt Langenberg fort.</p>
<p>Das Team arbeitet derzeit mit drei dieser Enzyme und ist dabei, die entsprechenden Gene ins Erbgut der Grünalge einzubauen. Im nächsten Schritt müssen die Algen die Enzyme produzieren. Klappt das, können die Studierenden untersuchen, ob und inwieweit die Algen die Schadstoffe abbauen können. Langenberg erläutert: „Im Blick haben wir zunächst sogenannte halogenierte Kohlenwasserstoffe, die etwa als Pflanzenschutzmittel oder bei der Schädlingsbekämpfung Verwendung finden.“ Sollte das Verfahren funktionieren, könnten auch noch weitere Enzyme zum Einsatz kommen, die wiederum andere Substanzen abbauen. Allerdings muss das Team auch noch untersuchen, welche Abbauprodukte anfallen und welche Wirkung diese auf die Umwelt haben.</p>
<p>„Unser langfristiges Ziel ist es, die Grünalgen künftig als Reinigungswerkzeug zu nutzen, etwa in einem mobilen Bioreaktor, der Gewässer an Ort und Stelle säubert, ähnlich wie bei der Dialyse bei Nieren“, sagt Langenberg. Aber auch in Kläranlagen könnten sie zum Einsatz kommen, um Aktivkohlefilter beim Reinigen des Wassers zu unterstützen.</p>
<p>Fachlich unterstützt wird das Team von Professor Dr. Michael Schroda (Abteilung Molekulare Biotechnologie und Systembiologie), aber auch andere Arbeitsgruppen des Fachbereichs stehen den Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. &nbsp;</p>
<p>Dass die Studierenden bereits früh in ihrem Studium so selbstständig an einem eigenen Forschungsprojekt arbeiten, ist Teil des Angebotskonzepts für praxisnahe Ausbildung und spiegelt den Wert wider, den der Fachbereich Biologie darauflegt, theoretisches Wissen fachwissenschaftlich in der Praxis anzuwenden.</p>
<p>„Der Studienablauf sieht sowohl im fachwissenschaftlichen als auch im Lehramtsstudium praktische Arbeiten in großem Umfang im Labor vor und vermittelt aktuelle Techniken und Methoden, damit Studierende lernen, Forschungsprojekte selbständig durchzuführen und ihr lösungsorientiertes Denken zu schulen“, sagt Dorothea Hemme-Schwöbel, Geschäftsführerin des Fachbereichs Biologie. Nicht nur Forscherinnen und Forscher, sondern auch Lehrkräfte müssen fit sein, um Schülerinnen und Schülern die Biologie und wissenschaftliches Arbeiten nahe bringen zu können.</p>
<p>Auch das Betreuungsverhältnis ist an der ֱ in Kaiserslautern im Vergleich zu den großen Universitäten sehr gut. Die Studierenden arbeiten und lernen in kleinen Gruppen. Es besteht ein direkter, persönlicher Kontakt zu den Dozentinnen und Dozenten.</p>
<p><strong>Über das Studienangebot in der Biologie an der ֱ in Kaiserslautern</strong></p>
<p>Der Bachelorstudiengang Molekulare Biologie (Bachelor of Science) und das Lehramtsstudium Biologie vermitteln wichtiges Basiswissen aus Botanik, Ökologie, Biodiversität, Genetik, Humangenetik, Tier- und Pflanzenphysiologie, Biotechnologie, Mikrobiologie, Neurobiologie, Bioinformatik, Zoologie sowie Zellbiologie, im Lehramtsstudium auch die Fachdidaktik. Darüber hinaus können die Studierenden ihr Grundlagenwissen in frei wählbaren Fachgebieten vertiefen. Zudem sieht der Bachelorstudiengang Molekulare Biologie ein Betriebs- oder Forschungspraktikum, das Lehramtsstudium Schulpraktika vor, um sich früh beruflich zu orientieren.</p>
<p>Die idealen Studienbedingungen bescheinigt dem Fach Biologie an der ֱ regelmäßig auch das CHE-Ranking. So zeigen sich die Studierenden etwa sehr zufrieden mit der Unterstützung am Studienanfang, dem Lehrangebot und den Laborpraktika, aber auch mit der Vermittlung fachwissenschaftlicher, methodischer und fachübergreifender Kompetenzen. Und auch mit der allgemeinen Studiensituation kann das Fach punkten.</p>
<p>Am Ende des Bachelorstudiums – egal ob fachwissenschaftlich oder Lehramt – steht die Bachelorarbeit an, bei der die Studierenden an einem eigenen Projekt im Labor arbeiten.</p>
<p>Das Lehramtsstudium ist für alle Schularten ausgelegt. Eine endgültige Entscheidung zur Schulform erfolgt erst nach dem vierten Bachelorsemester. Um sich für den Schuldienst zu qualifizieren, schließt sich für die Studierende der Masterstudiengang für das Lehramt (Master of Education) an.</p>
<p>Die ֱ bietet darüber hinaus den Masterstudiengang Biology (Master of Science) an. Hier können die Studierenden aus den folgenden vier Vertiefungsrichtungen auswählen: die Biotechnologie von Mikroorganismen und Pflanzen, die molekulare und biochemische Zellbiologie, der Aufbau und die Funktionsweise des Nervensystems sowie die Ökologie und Biodiversität niederer Organismen.<br> <br> Wer sich für den Bachelorstudiengang Molekulare Biologie, den Masterstudiengang Biology oder den Lehramts-Masterstudiengang interessiert, hat noch bis zum 15. September Zeit, sich zu bewerben. Der Bachelorstudiengang für das Lehramt ist zulassungsbeschränkt. Hier ist eine Bewerbung bis zum 15. Juli möglich.<br> <br> Weitere Informationen gibt es unter: <br> <br> <strong>Fragen beantworten:</strong><br> Luca Langenberg<br> iGEM-Team ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: igem(at)bio.uni-kl.de<br> Dr. Dorothea Hemme-Schwöbel<br> Geschäftsführerin Fachbereich Biologie<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-2602<br> E-Mail: bio-gf(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 04 Jul 2023 14:01:58 +0200</pubDate>
                        <title>Juniorprofessorin Dr.-Ing. Clarissa Schönecker erhält Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft</title>
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                        <description>Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung in Deutschland für Forschende in der Aufbauphase ihrer Karriere. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) letzte Woche bekanntgab, zählt Juniorprofessorin Dr.-Ing Clarissa Schönecker, die das Fachgebiet für Mikrofluidmechanik an der ֱ leitet, dieses Jahr zu den auserwählten Preisträgerinnen und Preisträgern. Auf sich aufmerksam gemacht hat die Ingenieurin mit ihrer Forschungsexpertise zur Strömungsmechanik in miniaturisierten Systemen. Der Preis, der Mitte Oktober offiziell verliehen wird, ist erstmals mit 200.000 Euro dotiert. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung in Deutschland für Forschende in der Aufbauphase ihrer Karriere. Wie die</strong> <strong>Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) letzte Woche bekanntgab, zählt</strong> <strong>Juniorprofessorin Dr.-Ing Clarissa Schönecker, die das Fachgebiet für </strong><strong>Mikrofluidmechanik an der ֱ leitet, dieses Jahr zu den auserwählten Preisträgerinnen und Preisträgern. Auf sich aufmerksam gemacht hat die Ingenieurin mit ihrer Forschungsexpertise zur Strömungsmechanik in miniaturisierten Systemen. Der Preis, der Mitte Oktober offiziell verliehen wird, ist erstmals mit 200.000 Euro dotiert. </strong></p>
<p>Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis soll Nachwuchsforschende, die noch keine unbefristete Professur innehaben, darin unterstützen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen, so kommuniziert es die DFG. Gewürdigt wird dabei insbesondere, ob die Nachwuchsforschenden im Anschluss an ihre Doktorarbeit bereits ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickelt haben und mit ihren Forschungsergebnissen die Fachcommunity bereichern.</p>
<p>Clarissa Schönecker hat sich mit wegweisender Grundlagenforschung zur Strömungsmechanik in miniaturisierten Systemen Anerkennung verschafft. Die Ingenieurin untersucht, wie Strömungen in der Nähe von Oberflächen funktionieren und was in dieser Kontaktzone passiert – mit dem Ziel, Prozesse effizienter, etwa weniger energieaufwändig, zu machen. Dabei unterliegen miniaturisierte System besonderen physikalischen Gesetzen. Ein Beispiel: Je kleiner eine Rohrleitung ist, desto größer ist die Oberfläche im Verhältnis zum Innenraum. Dadurch wirken sich auch Oberflächeneffekte wie etwa Reibung stärker aus.</p>
<p>„Was meine Forschung außergewöhnlich macht: Im Zusammenspiel von Strömungen und Oberflächen spielen viele unterschiedliche Phänomene eine Rolle“, sagt die Ingenieurin. „Zuzüglich zu den eigentlichen Strömungseffekten können elektrische, elastische, optische, chemische oder auch Wärmeeffekte auftreten. Dadurch ist die Anwendungsbreite enorm."</p>
<p>Ihre Forschungsarbeit erhält durch die Auszeichnung zusätzlichen Schwung. Die Universitätsleitung der ֱ freut sich mit der Wissenschaftlerin: „Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist eine besondere Auszeichnung für individuelle Forschungsexzellenz, zu der ich Frau Jun.-Professorin Clarissa Schönecker ganz herzlich gratuliere. Ich bin überzeugt, dass dies ihrer wissenschaftlichen Karriere und auch ihrem vielseitigen Forschungsgebiet einen zusätzlichen Impuls&nbsp;verleiht“, sagt Prof. Dr. Arndt Poetzsch-Heffter, Präsident der ֱ in Kaiserslautern. Prof. Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung der ֱ in Kaiserslautern und dabei zuständig für wissenschaftlich Nachwuchs, fügt hinzu: „Engagierter und erfolgreicher wissenschaftlicher Nachwuchs ist eine große Bereicherung für Forschung und Lehre an der ֱ. Deswegen finden Nachwuchsforschende bei uns eine Infrastruktur vor, die sie vom ersten Karriereschritt an unterstützt. Im TU-Nachwuchsring bieten wir etwa eine Anschubfinanzierung für Projekte oder eine Mobilitätsförderung, die die Bezuschussung von Tagungsgreisen oder Forschungsaufenthalten ermöglicht. Von beiden Förderlinien hat auch Frau Schönecker profitiert, der ich herzlich zu dieser hochdotierten Auszeichnung gratuliere.“</p>
<p><strong>Antriebe in Mikrosystemen entwickeln</strong></p>
<p>Ihr wissenschaftliches Profil zu schärfen, ist der Ingenieurin nicht zuletzt durch die Aufnahme in das Emmy Noether-Programm der DFG gelungen. Im daraus resultierenden Projekt untersucht die Wissenschaftlerin mit ihrem Team, ob und wie sich auf Miniaturebene mithilfe von Licht bzw. Abwärme gerichtete Bewegungen in Flüssigkeiten erzeugen lassen.&nbsp;Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Grundlagen für Antriebe in Mikrosystemen zu schaffen.</p>
<p>In ihrer Forschung nutzen Schönecker und ihre Arbeitsgruppe unter anderem spezielle Strukturen mit sogenannten superhydrophoben (flüssigkeitsabweisenden) Oberflächen. Im Rahmen des Emmy Noether-Projektes wird eine Variante dieser Oberflächen entwickelt, welche zugeführte Wärme so verteilet, dass sich die Flüssigkeit in Bewegung setzt. Die Strömungsbewegung entsteht, indem der Temperaturgradient die Oberflächenspannung der Flüssigkeit verändert und eine Zugwirkung auftritt.</p>
<p><strong>Alternativen zu Oberflächenbeschichtungen finden </strong></p>
<p>Die superhydrophoben Oberflächen, die die Reibung von Strömungen mindern, standen jüngst auch im Fokus der Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitspreis der Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM). Die zugrundeliegenden Forschungsarbeiten hat die Ingenieurin zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich Physik der ֱ und dem Photonik-Zentrum Kaiserslautern e.V. durchgeführt.</p>
<p>Was die Untersuchungen zu flüssigkeitsabweisenden Oberflächen in punkto Nachhaltigkeit leisten: Schönecker und ihre Forscherkollegen haben hierfür ein neuartiges Konzept vorgelegt, das die Funktionalität dieser Oberflächen stabiler macht, so dass die reibungsmindernden, und damit energieeinsparenden Effekte besser ausgenutzt werden können. Zusätzlich ist es damit möglich, auf ungünstige Oberflächenbeschichtungen wie etwa PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) zu verzichten, die im Verdacht stehen, sich negativ auf Menschen und Umwelt auszuwirken. „Insbesondere haben wir im Projekt analytische Modelle entwickelt, mit denen sich exakt beschreiben lässt, was passiert, wenn entsprechend mikrostrukturierte Oberflächen überströmt werden. Damit stehen nun leistungsstarke Werkzeuge zur Verfügung, um die Geometrie dieser Oberflächen zu bewerten, zu verstehen, sie zu optimieren und um sie energieeffizienter zu machen“, erklärt die Ingenieurin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zur Person</strong></p>
<p>Clarissa Schönecker studierte zunächst Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der ehemaligen TU Kaiserslautern und absolvierte nachfolgend den Studiengang „Allgemeiner Maschinenbau“ an der Technische Universität Darmstadt. 2013 schloss sie ihre Promotion zum Thema „Flow Phenomena at Microstructured Surfaces“ mit Auszeichnung ab. Es folgten Forschungstätigkeiten am Center of Smart Interfaces der TU Darmstadt und am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Ein Postdoc-Aufenthalt an der Princeton University, USA, in 2015 und 2016 vertiefte ihre wissenschaftliche Expertise in der Strömungsmechanik. 2017 folgte die Ingenieurin dann dem Ruf an die TU Kaiserslautern, wo sie als Juniorprofessorin eigenständig das Fachgebiet für Mikrofluidmechanik (Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik) leitet und darin auch durch das Emmy Noether-Programm der DFG unterstützt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br> Jun.-Professorin Dr.-Ing. Clarissa Schönecker<br> Leitung Fachgebiet Mikrofluidmechanik an der ֱ</p>
<p>Tel.: 0631 205 4372<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+d/tdipfofdlfsAsquv/ef" data-mailto-vector="1">c.schoenecker[at]mv.rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 10:55:40 +0200</pubDate>
                        <title>Forschungsprojekt: Computermodelle sollen helfen, Meniskusgewebe zu züchten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/forschungsprojekt-computermodelle-sollen-helfen-meniskusgewebe-zu-zuechten-1</link>
                        <description>Der Meniskus fungiert im Knie als Stoßdämpfer zwischen Unter- und Oberschenkel. Um verlorenes oder verletztes Meniskusgewebe zu ersetzen, gibt es derzeit nur die Möglichkeit, ein künstliches Implantat einzusetzen. Gezüchtetes Gewebe gibt es bislang nicht. Genau damit befasst sich aber ein Projekt: An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) arbeitet das Team um Professor Dr. Bernd Simeon mit Partnern daran, das Gewebe mit Hilfe von mathematischen Computermodellen zu züchten. Zum Projekttreffen kommen die Beteiligten am 5. Juli in Kaiserslautern zusammen. Die Arbeiten sind Teil eines Schwerpunktprogramms, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Meniskus fungiert im Knie als Stoßdämpfer zwischen Unter- und Oberschenkel. Um verlorenes oder verletztes Meniskusgewebe zu ersetzen, gibt es derzeit nur die Möglichkeit, ein künstliches Implantat einzusetzen. Gezüchtetes Gewebe gibt es bislang nicht. Genau damit befasst sich aber ein Projekt: An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) arbeitet das Team um Professor Dr. Bernd Simeon mit Partnern daran, das Gewebe mit Hilfe von mathematischen Computermodellen zu züchten. Zum Projekttreffen kommen die Beteiligten am 5. Juli in Kaiserslautern zusammen. Die Arbeiten sind Teil eines Schwerpunktprogramms, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert.</strong></p>
<p>Heutzutage lässt sich Knorpelgewebe schon erfolgreich züchten, um zum Beispiel kleine Stücke in Knie oder Schulter einzusetzen. „Das Gewebe wächst mit der Zeit ein. Die Reparatur erfolgt durch den Körper. Nach einer Weile ist die Stelle, die gerissen ist, auch wieder belastungsfähig“, sagt Professor Dr. Bernd Simeon, der an der ֱ in Kaiserslautern zu Differential-Algebraischen Systemen forscht. Anders sieht es aber bei Meniskusgewebe aus. „Die Strukturen sind zwar verwandt mit Knorpelgewebe, beim Meniskus bedarf es aber mehr Festigkeit“, fährt er fort. Es sei eine große Herausforderung, dieses Gewebe im Labor so zu züchten, dass es tatsächlich belastbar sei.<br> <br> Weltweit arbeiten verschiedene Forscherteams in diesem Gebiet des Tissue-Engineerings (auf Deutsch etwa „Züchten von Geweben“), bei dem das kombinierte Wissen aus Biologie, Mathematik, Medizin und Technik gefragt ist. In diesem Projekt kooperiert das Team aus Kaiserslautern eng mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung in Denkendorf und dem Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik der Uniklinik Ulm. In Denkendorf wird das Gewebe hergestellt, in Ulm wird es analysiert.<br> <br> „Wir nutzen dazu ein spezielles Vliesgewebe mit einer Struktur, die aus vielen dünnen Fäden besteht, die irregulär angeordnet sind“, erläutert Simeon das Verfahren. „Für die Versuche verwenden wir nur dünne, ein paar Millimeter große Scheiben dieses Gewebes. Sie werden in kleine Kapseln eingebracht, in der sich eine Nährlösung befindet. Hier hinein werden Stammzellen gegeben.“ Diese werden durch die Nährlösung versorgt, sollen in das Gewebe hineinwachsen und sich entsprechend differenzieren, das heißt, sich zu Meniskuszellen entwickeln.<br> <br> „Die große Herausforderung ist jetzt, wie die Parameter für dieses Experiment eingestellt sein müssen, damit am Ende ein stabiles Gewebe herauskommt“, so Simeon. Dazu zählen beispielsweise Temperatur, Druckverhältnisse und die Konzentration der Nähstoffe, aber auch Hyaluronsäure muss in der richtigen Menge zugeführt werden, damit etwa das Wachstum der Zellen stimuliert wird.&nbsp;</p>
<p>„Würde man dies alles im Labor testen, würde man viele Jahre brauchen“, fährt er fort. Und hier kommt die Arbeit der Kaiserslauterer Mathematik ins Spiel, wie Professor Simeon erläutert: „Wir helfen mit unseren Computermodellen, die Parameter so zu bestimmen, dass wir ein erfolgreiches Experiment bekommen.“</p>
<p>In Kaiserslautern sind zwei Arbeitsgruppen an dem Projekt beteiligt: Das Team um Professorin Dr. Christina Surulescu aus dem Lehrgebiet Biomathematik entwickelt Modellgleichungen, die diese Prozesse in der Kapsel beschreiben. Das Team um Simeon erstellt die Algorithmen, die diese Gleichungen lösen.<br> <br> Das Projekt ist vor rund anderthalb Jahren gestartet. Derzeit arbeiten die Forscherinnen und Forscher an den Grundlagen und befassen sich mit Fragen wie: Wie viele Zellen müssen in die Kapsel eingebracht werden, damit genug anwachsen? Oder wie groß muss der Druck sein? Danach geht es darum, diese Parameter so zu optimieren, dass stabiles Gewebe herauskommt.</p>
<p>Um sich über den aktuellen Stand der Arbeiten auszutauschen, kommen die Projektbeteiligten am Mittwoch, den 5. Juli, im Felix-Klein-Zentrum für Mathematik an der ֱ in Kaiserslautern zusammen.<br> <br> Das Vorhaben ist Teil des Schwerpunktprogramms „Robuste Kopplung kontinuumsmechanischer In-silico-Modelle für aktive biologische Systeme als Vorstufe klinischer Applikationen – Co-Design von Modellierung, Numerik und Nutzbarkeit“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2021 gefördert und an der Universität Stuttgart koordiniert wird. Hierbei geht es darum, verschiedene biologische Prozesse mit Hilfe von Simulationsmodellen nachzubilden, um damit in die vorklinische Forschung zu gehen, aber auch um Erkenntnisse zu gewinnen, die für Patienten von Nutzen sein können. Das reicht von der Blutflusssimulation über Operationsplanungen bei Aneurysmen und Gehirnoperationen bis hin zur Gewebezüchtung für Meniskusverletzungen.</p>
<p>Professor Simeon forscht schon lange auf dem Gebiet der Computersimulationen. Erst vor Kurzem hat er beim Springer-Verlag das Buch „Die Macht der Computermodelle“ veröffentlicht: <br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr. Bernd Simeon<br> Lehrgebiet Differential-Algebraische Systeme<br> Fachbereich Mathematik / ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: bernd.simeon@math.rptu.de<br> Tel.: 0631 205-5310<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Fri, 23 Jun 2023 10:52:10 +0200</pubDate>
                        <title>Lehrkräftebildung weitergedacht: Die Hochschulperle des Monats Juni geht nach Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/lehrkraeftebildung-weitergedacht-die-hochschulperle-des-monats-juni-geht-nach-landau-1</link>
                        <description>Pressemitteilung des Stifterverbands</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die </strong><strong>Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) setzt bei der Lehrkräftebildung am Standort Landau auf ein Zertifikatsprogramm, das über die Fachdisziplinen hinausgeht. Das Konzept ermöglicht künftigen Lehrkräften, ihr Profil nach eigener Interessenlage interdisziplinär und praxisorientiert zu schärfen. </strong><strong>Der Stifterverband vergibt für diesen innovativen Ansatz die </strong><strong><em>Hochschulperle des Monats</em></strong><strong> Juni.</strong></p>
<p>Berlin; 22.06.2023. Die <em>Hochschulperle des Monats</em> Juni zum Thema „Lehrkräftebildung neu denken“ geht an das Zertifikatsprogramm „Studieren mit Profil – die lehramtsbezogenen Zertifikate der ֱ in Landau“. Zeitgemäße Lehrkräftebildung bedeutet hier über die einzelnen Fächer hinauszuschauen. Übergreifende, gesellschaftlich relevante Herausforderungen werden hier für Bildungsprozesse mehrperspektivisch erschlossen. Die extracurricularen Angebote eröffnen den Teilnehmenden die Chance, Kompetenzen zu erwerben, die im anschließenden Berufsleben von hohem Wert sind – bei Lehrkräften, aber auch bei Schülerinnen und Schüler in einer zunehmend vernetzten Welt.</p>
<p>Die Studierenden haben die Möglichkeit, Zertifikate in vier verschiedenen Bereichen zu erwerben: Ziel des Zertifikats „Bildung-Transformation-Nachhaltigkeit“ ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Lehrkräftebildung zu verankern. Das Zertifikat „“ bereitet die angehenden Lehrkräfte aller Schularten und Fächer darauf vor, wie man Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen kann, beispielsweise durch intensive Sprachförderung. Mit dem Zertifikat „“ sollen die Studierenden künftig menschenrechtliche Perspektiven kritisch-konstruktiv in Lehr-Lernprozesse integrieren können. Komplexe Wirklichkeitsbereiche als Systeme zu erkennen, fördert das .</p>
<p>Die Zertifikate werden von Fachdozierenden, Akteuren aus der Praxis sowie Studierenden durchgeführt und erheben den Anspruch, Wissen und Praxiserfahrungen zu vernetzen. Den multiperspektivischen Ansatz der Zertifikate sehen die Initiatoren des Programms als richtungsweisend für die berufliche Tätigkeit der künftigen Lehrkräfte.</p>
<p>Das Zertifikatsprogramm „Studieren mit Profil – die lehramtsbezogenen Zertifikate der ֱ in Landau“ zeichnet sich vor allem durch einen zeitgemäßen und praxisnahen Ansatz aus. „Eines der wenigen Projekte, die das Thema Lehrkräftebildung etwas größer und im Kontext mit aktuellen Transformationsprozessen von Bildung und Gesellschaft denken“, so die Jury des Stifterverbandes zu ihrer Entscheidung, die <em>Hochschulperle des Monats</em> Juni nach Landau zu vergeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hochschulperlen</strong> sind innovative, beispielhafte Projekte, die an einer Hochschule realisiert werden. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle vor. Aus den Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gekürt.</p>
<p>Im Jahr 2023 sucht der Stifterverband nach Projekten, die zeigen, wie zukunftsfähige und attraktive Lehrkräftebildung aussehen kann. Einerseits besteht ein massiver an Lehrerinnen und Lehrern, andererseits werden künftige Lehrkräfte in der aktuellen Ausbildung nur unzureichend auf die Herausforderungen der Transformation vorbereitet. An vielen Hochschulen gibt es aber bereits gute Ansätze, um diese Probleme anzugehen – diese Ideen und Konzepte möchte der Stifterverband auszeichnen und sichtbar machen. Bewerbungen und Vorschläge sind jederzeit möglich: </p>
<p><strong>Der Stifterverband</strong> ist mit seinen 3000 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zentraler Impulsgeber zur Weiterentwicklung unseres Bildungs- und Wissenschaftssystems. Er analysiert Herausforderungen, berät Politik, fördert Lösungsmodelle und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen Partner-Netzwerken mit dem Ziel, die Innovationskraft der Gesellschaft zu stärken. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Quelle</strong>: Pressemitteilung des Stifterverbands</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Kontakte:</em></strong></p>
<p>Stifterverband<br> Peggy Groß<br> Pressesprecherin<br> <strong>T</strong> 030 322982-530<br> <a href="#" target="_blank" data-mailto-token="nbjmup+qsfttfAtujgufswfscboe/ef" data-mailto-vector="1" rel="noopener noreferrer">presse[at]stifterverband.de</a></p>
<p>„Studieren mit Profil – die lehramtsbezogenen Zertifikate der ֱ in Landau“<br> Patrick Löffler<br> Geschäftsführender Beauftragter am Zentrum für Lehrerbildung<br> ֱ in Landau<br> <strong>T</strong> 06341 280-32431<br> <a href="#" target="_blank" data-mailto-token="nbjmup+amc.hgAsquv/ef" data-mailto-vector="1" rel="noopener noreferrer">zlb-gf[at]rptu.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 22 Jun 2023 13:14:53 +0200</pubDate>
                        <title>Anschub für die Unternehmensgründung: Kaiserslauterer „Venture Dates“ vernetzen am 12. Juli Startups mit Investoren </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/anschub-fuer-die-unternehmensgruendung-kaiserslauterer-venture-dates-vernetzen-am-12-juli-startups-mit-investoren-1</link>
                        <description>Die Venture Dates am 12. Juli 2023 bieten eine Plattform für Startups aus der Region, die direkt mit potenziellen Investoren in Kontakt kommen möchten. Per Speed-Dating können sie ab 14:00 Uhr ihre Produkte vorstellen. Die Investoren wählen die besten drei Startups, die dann ab 16:30 Uhr auf großer Bühne die Chance bekommen, die Öffentlichkeit mit ihrem Pitch zu begeistern. Startups und Investoren können sich noch bis einschließlich 5. Juli 2023 anmelden unter https://venturedates.com. Die Teilnahme ist kostenfrei. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Venture Dates am 12. Juli 2023 bieten eine Plattform für Startups aus der Region, die direkt mit potenziellen Investoren in Kontakt kommen möchten. Per Speed-Dating können sie ab 14:00 Uhr ihre Produkte vorstellen. Die Investoren wählen die besten drei Startups, die dann ab 16:30 Uhr auf großer Bühne die Chance bekommen, die Öffentlichkeit mit ihrem Pitch zu begeistern. Startups und Investoren können sich noch bis einschließlich 5. Juli 2023 anmelden unter venturedates.com. Die Teilnahme ist kostenfrei.&nbsp;</strong></p>
<p>Dennis Steininger, Professor für Entrepreneurship an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), ist Initiator der Veranstaltung, die im Business und Innovation Center (bic) in Kaiserslautern stattfinden wird.</p>
<p>„Wir haben im Vorfeld Startups gefragt, bei welchen Schritten im Gründungsprozess sie sich mehr Unterstützung wünschen“, sagt Dennis Steininger zur Entstehungsgeschichte. „Die meisten haben das Thema Finanzierung angesprochen. Deswegen war es uns wichtig, die Venture Dates so aufzusetzen, dass Startups ihre Prototypen bzw. Produkte potenziellen Investoren direkt präsentieren können.“ Zehn Minuten hat jedes Team Zeit, von seiner Business-Idee zu überzeugen und sich damit einen Platz in der Runde der besten Drei zu sichern. Ebenso wird im Rahmen der Venture Dates auch der Transfer-Preis der Science and Innovation Alliance Kaiserslautern (SIAK) verliehen.</p>
<p><strong>Vereinte Gründungskompetenz vor Ort</strong></p>
<p>Darüber hinaus eröffnen eine Angel School und eine Networking-Session die Möglichkeit, persönliche Netzwerke zu erweitern sowie zu lernen, wie man Business Angel wird und worauf es diesen bei Investments ankommt. Die Venture Dates bringen hierfür das gesamte regionale Gründungsökosystem in einem Veranstaltungsformat zusammen. Mitveranstalter sind das Gründungsbüro der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität &amp; Hochschule Kaiserslautern, das Projekt Ideenwald, das Business und Innovation Center (bic), die SIAK, die Gipfelsprint GmbH sowie Frank Petry, Business Angel und CEO von EuroTechInnovation.</p>
<p>Das Programm beginnt um 14:00 Uhr mit Begrüßung und Speed-Dating. Ab 16:30 Uhr geht die Veranstaltung in den öffentlichen Teil über, in dessen Rahmen alle Anwesenden bei den finalen Pitches ihre Wertung abgeben können. Die Registrierung für alle Teilnehmenden –Startups, Investoren sowie Abendgäste –&nbsp; startet unter .<strong> </strong>Über diese Adresse sind auch das gesamte Programm sowie weitere Veranstaltungsdetails einsehbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br> Prof. Dr. Dennis Steininger<br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ),<br> Lehrstuhl für Entrepreneurship<strong> </strong></p>
<p>Tel.: +49 631 205-2870<br> E-Mail: dennis.steininger@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 22 Jun 2023 12:45:46 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ-Forschende für Oberflächen-Modellierung mit GAMM-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-forschende-fuer-oberflaechen-modellierung-mit-gamm-nachhaltigkeitspreis-ausgezeichnet-1</link>
                        <description>Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wurden für ihre Modellierungsarbeiten mit dem „Nachhaltigkeitspreis der GAMM Jahrestagung 2023“ ausgezeichnet. Die GAMM – kurz für „Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik“ – ist ein renommiertes, interdisziplinäres Netzwerk für Forschende aus der Angewandten Mathematik und Mechanik und ihrer Teil- und Nachbargebiete. Die in diesem Jahr erstmals ausgelobte Auszeichnung soll zeigen, wie sich auch mithilfe von Mathematik und Mechanik zu Nachhaltigkeitsthemen beitragen lässt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forschende der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wurden für ihre Modellierungsarbeiten mit dem „Nachhaltigkeitspreis der GAMM Jahrestagung 2023“ ausgezeichnet. Die GAMM – kurz für „Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik“ – ist ein renommiertes, interdisziplinäres Netzwerk für Forschende aus der Angewandten Mathematik und Mechanik und ihrer Teil- und Nachbargebiete. Die in diesem Jahr erstmals ausgelobte Auszeichnung soll zeigen, wie sich auch mithilfe von Mathematik und Mechanik zu Nachhaltigkeitsthemen beitragen lässt.</strong></p>
<p>Drei Forschungsgruppen der ֱ konnten mit ihrer gemeinschaftlichen Arbeit bei der diesjährigen GAMM-Jahrestagung in Dresden überzeugen: Ihre Untersuchung von reibungsmindernden Oberflächen wurde mit dem „Nachhaltigkeitspreis der GAMM Jahrestagung 2023“ in der Kategorie „Theorie“ geehrt. Zu den Ausgezeichneten gehören die Arbeitsgruppe <em>Physik und Technologie der Nanostrukturen</em> unter Leitung von Professor Dr. Egbert Oesterschulze mit Mitarbeiterin Ellen Bold, die sich mit der experimentellen Untersuchung befassen, das <em>Photonik-Zentrum Kaiserslautern e.V.</em> mit Priv.-Doz. Dr. Johannes L’huillier, Dr. Mareike Schäfer und Munehiro Chijiiwa, die für die Herstellung der Oberflächen verantwortlich zeichnen, sowie der <em>Lehrstuhl für Mikrofluidmechanik </em>unter Leitung von Junior-Professorin Dr. Clarissa Schönecker mit Mitarbeiter Sebastian Zimmermann, welche die theoretische Untersuchung und mathematische Beschreibung der Oberflächen übernehmen. Den mit 500 Euro dotierten Preis erhielten die drei interdisziplinär arbeitenden Teams für ein von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gefördertes Kooperationsprojekt für ihre Arbeit zur Modellierung spezieller superhydrophober und flüssigkeitsgeschmierter Oberflächen.</p>
<p>Vereinfacht gesagt geht es bei ihrer Arbeit um flüssigkeitsabweisende Oberflächen. Diese besitzen attraktive Eigenschaften wie die Reibungsminderung von Strömungen. Um diese zu erhalten, werden oft chemische Oberflächenbeschichtungen eingesetzt, unter anderem mit problematischen Stoffen wie z.B. PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen). Dabei handelt es sich um eine Gruppe von mehreren Tausend Chemikalien, die sich über lange Zeit im Körper und in der Umwelt anreichern können. Sie stehen im Verdacht, sich negativ auf die Gesundheit von Menschen und auf die Umwelt auswirken zu können. Im Sinne von Nachhaltigkeit und Gesundheit gilt es den Einsatz dieser Chemikalien zu reduzieren.</p>
<p>Neben der chemischen Beschichtung können allerdings auch in die Oberfläche eingearbeitete Mikrostrukturen eingesetzt werden, um bestimmte Wandeigenschaften gezielt herbeizuführen. Lufteinschlüsse innerhalb dieser Strukturen führen dann ebenfalls zu den flüssigkeitsabweisenden und reibungsmindernden Eigenschaften. Dieser Zustand ist jedoch häufig instabil, da die Strömung in die Mikrostrukturen eindringen kann und die Luft irreversibel verdrängt. Die erwünschten Eigenschaften der Oberfläche sind dann größtenteils verloren. Genau hier setzt die Arbeit der Kaiserslauterer Forschenden an: Sie haben spezielle Oberflächen entwickelt, die eine besondere Geometrie der Mikrostrukturen besitzen. Dadurch kann die Flüssigkeit deutlich schwerer in diese Oberflächenstrukturen eindringen. Im Gegensatz zu bisherigen Konzepten versprechen die im Projektverlauf entwickelten Oberflächen eine bessere Anwendbarkeit und höhere Stabilität der Lufteinschlüsse. Somit kann auf den Einsatz besagter Chemikalien verzichtet – und gleichzeitig eine bessere Reibungsverminderung erreicht werden.</p>
<p>Die Entwicklung analytischer Modelle im Rahmen des Projekts erlaubt zusätzlich, exakt zu beschreiben, was passiert, wenn entsprechend mikrostrukturierte Oberflächen überströmt werden. Mit den neuen Modellen habe man nun leistungsstarke Werkzeuge zur Hand, um die Geometrie dieser Oberflächen zu bewerten, zu verstehen, sie zu optimieren und um sie energieeffizienter zu machen, erklären die Forschenden.</p>
<p>Die Anwendungsperspektiven seien zahlreich, sagt Clarissa Schönecker: „Mit unserem Ansatz lassen sich viele strömungsdynamische und verfahrenstechnische Anwendungen effizienter gestalten. Das reicht von der Reduzierung des Pumpaufwands bis hin zur Verbesserung mehrphasiger Membranprozesse.“ Die durch geometrische Konfiguration erzielte zusätzliche Stabilität der Lufteinschlüsse mache den Einsatz von höherviskosen Schmiermitteln in vielen Fällen obsolet. „Dank der neuen Oberflächen können Verunreinigungen durch beispielsweise Öle stark reduziert oder ganz vermieden werden.“</p>
<p>Clarissa Schönecker und ihre Kolleginnen und Kollegen freuen sich sehr über den Preis: „Wir fühlen uns geehrt und in unserer Arbeit bestärkt, dass wir in diesem Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurden. Das spornt uns natürlich an.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong></p>
<p>Jun.-Prof. Dr. Clarissa Schönecker<br> Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik</p>
<p>Tel.: +49(0)631 205-4372<br> E-Mail: c.schoenecker(at)mv.rptu.de</p>
<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Tue, 06 Jun 2023 17:36:32 +0200</pubDate>
                        <title>ֱ und Wirtschaftsministerin Schmitt präsentieren autonom fahrenden Unimog</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/rptu-und-wirtschaftsministerin-schmitt-praesentiert-autonom-fahrenden-unimog-1</link>
                        <description>Pressemeldung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat gemeinsam mit Professor Dr. Karsten Berns die Ergebnisse des Projekts zur Entwicklung eines autonom fahrenden Unimog bei einer Live-Demonstration in Kaiserslautern vorgestellt. Die Forschung des Lehrstuhls Robotersysteme (RRLab) der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau wurde vom Ministerium mit rund 800.000 Euro unterstützt. Das Projekt konzentrierte sich auf den Einsatz des Unimog in schwierigem Gelände abseits von Straßen, wie beispielsweise im Weinbau.</strong></p>
<p>„Rheinland-Pfalz ist Nutzfahrzeugland. Der neue Prototyp stellt ein wegweisendes Konzept für die Entwicklung ähnlicher Produkte dar und leistet einen Beitrag, um die Spitzenstellung unserer Nutzfahrzeugindustrie in Deutschland und Europa weiter zu festigen“, betonte Ministerin Schmitt. Rheinland-Pfalz zeichne sich in der Nutzfahrzeugindustrie durch eine beeindruckende Produktivitäts- und Wertschöpfungsleistung aus. Es werden beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt und der Exportanteil ist überdurchschnittlich hoch.&nbsp;</p>
<p>Durch die engen Verbindungen mit vor- und nachgelagerten Branchen entsteht eine signifikante Beschäftigungswirkung. „Dabei sind wir besonders stolz auf die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft, wie sie beispielsweise in unserem Commercial Vehicle Cluster vorangetrieben wird“, sagte Schmitt. So baute auch das aktuelle Projekt auf Erkenntnissen, die im Rahmen des CVC gewonnen wurden, auf.&nbsp;</p>
<p>Arbeitsmaschinen, wie der Unimog, werden in Zukunft für verschiedene Offroad-Anwendungen wie im Bauwesen, in der Land- und Forstwirtschaft, im Steillagenweinbau und im Katastrophenschutz effizientere und sicherere Arbeitsweisen ermöglichen. Angesichts des Fachkräftemangels gewinnen solche Systeme auch gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung.&nbsp;</p>
<p>„Um autonome Arbeitsmaschinen für eine Vielzahl von Anwendungen in unserer rheinland-pfälzischen Nutzfahrzeugindustrie entwickeln zu können, ist es notwendig, genügend Fachkräfte auszubilden, die ein tiefes Verständnis zu unterschiedlichen Aspekten des autonomen Fahrens mitbringen. Das Unimog-Projekt hat nicht nur hervorragende wissenschaftliche Ergebnisse geliefert, sondern auch viele Studierende motiviert, direkt im Projekt mitzuwirken oder über begleitende Lehrveranstaltungen sich in dieser Thematik zu vertiefen“, so Professor Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung der ֱ in Kaiserslautern.&nbsp;</p>
<p>Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes an der ֱ Kaiserslautern-Landau unter der Leitung von Professor Berns wurde der autonome Unimog entwickelt. Dieses Fahrzeug ist in der Lage über umfangreiche Sensormessungen eine detaillierte Umgebungskarte zu erstellen und aus dieser eigenständig geeignete Routen zur sicheren Navigation abzuleiten. Darüber hinaus kann das System typische Arbeiten im Offroad-Bereich durchführen, wie beispielsweise das Mulchen von Waldwegen, das Verlegen von Mobilbrücken in Katastrophengebieten sowie das Setzen von Pfosten und Stützen in Weinbergsteillagen.&nbsp;</p>
<p>„Mit dieser Entwicklung konnten wir zeigen, dass nicht nur autonomes Fahren im rauen Gelände möglich ist, sondern auch komplexe Arbeitsprozesse automatisiert werden können“, erläutert Professor Berns.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 01 Jun 2023 17:26:57 +0200</pubDate>
                        <title>Jubiläum: Die Universität der Großregion fördert seit 15 Jahren grenzüberschreitende Zusammenarbeit</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/15-jahre-unigr-universitaet-der-grossregion-feierte-15-jaehriges-jubilaeum-1</link>
                        <description>&gt;

</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Universität der Großregion (UniGR) feierte am 23. Mai 2023 das 15-jährige Bestehen ihrer Gründung. Von einem Sportturnier, zu einer Podiumsdiskussion bis hin zu einem Zusammentreffen der Hochschulleitungen. Das feierliche Event fand an der Université de Lorraine in Metz statt und versammelte Vertreterinnen und Vertreter aller sieben Partnerhochschulen der UniGR.</strong></p>
<p>„Ein vorausschauender grenzüberschreitender Universitätsverbund, der ein Modell für die Europäische Universität entwickelt hat und seine Zusammenarbeit in Lehre, Nachwuchsförderung und Forschung kontinuierlich fortschreibt und erneuert“, umschrieb Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel die Universität der Großregion und eröffnete so die Festivitäten. Es folgte eine Podiumsdiskussion unter dem Thema "Europa täglich (er)leben!", bei der verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der UniGR ihre Perspektiven und Erfahrungen teilten. Darunter waren Studierende von grenzüberschreitenden Studiengängen, Promovierende, Lehrende sowie Vertreter der interdisziplinären Kompetenzzentren vertreten.</p>
<p>Juliette Lentze, Studentin des trinationalen Bachelors in Physik, beschrieb den Mehrwert ihres grenzüberschreitenden Studiums folgendermaßen: „Am Ende unseres Studiums erhalten wir einen Abschluss von den verschiedenen Universitäten, an denen wir die Kurse belegt haben. Ich selbst werde meinen Abschluss an der Université de Lorraine, der Université du Luxembourg und der Universität des Saarlandes machen. Dies ermöglicht uns auch, einen interdisziplinären und fächerübergreifenden Ansatz in unseren Studien zu verfolgen, da jede Lernmethode anders ist.“</p>
<p>Parallel wurde auch das alljährliche UniGR-Sportturnier abgehalten. Hierbei stellten über 60 Studierende ihre sportlichen Fähigkeiten im Volleyball in interuniversitär gemischten Teams unter Beweis. Eine besondere Note erhielt das Turnier durch eine Einführung in den Behindertensport Sitzboccia, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichte, sich mit dieser inklusiven Sportart vertraut zu machen. Die Veranstaltung wurde mit einer Medaillenverleihung für die besten Teams abgeschlossen, gefolgt von einem gemütlichen Grillfest, bei dem sich alle Anwesenden austauschen und das gelungene Jubiläum gebührend feiern konnten.</p>
<p>Die UniGR bedankt sich herzlich bei der Université de Lorraine für die großartige Organisation und Gastfreundschaft. In Anbetracht des erfolgreichen Jubiläums zeigte sich die Präsidentin der Université de Lorraine, Hélène Boulanger, begeistert und erklärte: „Ich freue mich über den großartigen Geist der UniGR. Ihre Lehrkräfte und Studierenden sind abenteuerlustige Bauherren, die neue Wege erkunden und gleichzeitig ihr Haus bauen.“</p>
<p>Die Universität der Großregion blickt stolz auf 15 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurück, welche den Weg in eine vielversprechende Zukunft bereiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über die UniGR</strong></p>
<p>Die Universität der Großregion ist ein innovativer Hochschulverbund, dem die Hochschulen Kaiserslautern-Landau (D), Lüttich (B), Lothringen (F), Luxembourg (LU), Saarland (D) und Trier (D) sowie die htw saar (D) als assoziierter Partner angehören. Die Zusammenarbeit zwischen den sieben Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Großregion, die 2008 im Rahmen eines europäischen Projekts begann. Seit 2015 verfügt der Verbund über eine eigene Rechtsstruktur, die es ihm ermöglicht, Projekte im Dienste seiner Mitglieder zu tragen und eine gemeinsame Koordination der Zusammenarbeit zu gewährleisten.</p>
<p>Hauptziel der UniGR ist es, Generationen von überzeugten Europäer*innen auszubilden, indem sie Studien- und Forschungsbedingungen schafft, die auf die Mobilität zwischen Partneruniversitäten und zwischen wissenschaftlichen Disziplinen, sowie auf den Erwerb von Sprachkenntnissen ausgerichtet sind.</p>
<p>Darüber hinaus entwickelt die UniGR ihr internationales Profil weiter, indem sie sich auf gezielte Bereiche konzentriert, um bestimmten territorialen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Großregion zu begegnen. Diese Spezialisierung zeichnet sich in Form von „Interdisziplinären Kompetenzzentren“ aus. Das „UniGR-Center for Border Studies“, das auf Grenzraumstudien spezialisiert ist, ist das erste interdisziplinäre Kompetenzzentrum. Sein zweites Zentrum „UniGR-CIRKLA“ ist den Metallen und Materialien in einer Kreislaufwirtschaft gewidmet.</p>
<p>Weitere Informationen unter:&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-14965</guid>
                        <pubDate>Thu, 01 Jun 2023 08:31:13 +0200</pubDate>
                        <title>Weniger Reibung und Verschleiß: Forscher untersuchen Transferschmierung bei Schneckengetrieben</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/weniger-reibung-und-verschleiss-forscher-untersuchen-transferschmierung-bei-schneckengetrieben-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um Reibung und Verschleiß zu verringern, kommen oft flüssige Schmiermittel zum Einsatz. Dies ist aber nicht immer möglich, etwa bei hohen Temperaturen oder im Vakuum. Hier finden stattdessen Festschmierstoffe Verwendung, die auf die Oberflächen der Bauteile aufgebracht werden. Im Rahmen eines Schwerpunktprogramms (SPP) „Schmiersysteme mit hoher mechanischer Belastung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) untersuchen Forscher unter anderem, wie eine sogenannte Transferschmierung bei Schneckengetrieben effizient zum Einsatz kommen kann. Koordiniert werden die Arbeiten an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ).</strong><br> <br> Schmiermittel sind für Maschinen wie Antriebe und Motoren unerlässlich: Sie verringern die Reibung und sorgen dafür, dass sie nicht heiß laufen. Meist handelt es sich hierbei um Flüssigkeiten wie Öle oder aber Gase. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von fluiden Schmierstoffen. „Diese können aber nicht in allen technischen Systemen zum Einsatz kommen“, sagt Professor Dr. Bernd Sauer vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik an der ֱ in Kaiserslautern. „Im Vakuum würden sie zum Beispiel direkt verdampfen, wie dies etwa bei der Raumfahrt der Fall ist.“<br> <br> Eine Alternative stellen daher feste Schmierstoffe dar. „Sie werden auf die Oberfläche der Bauteile aufgetragen“, fährt Sauer fort. „Zwischen den beiden aufeinander reibenden Oberflächen bildet sich dabei eine Transferschicht aus. Im laufenden Betrieb kommt es durch Verschleiß fortwährend zu einem Schichtabbau. Gleichzeitig nutzt man hier aber Mechanismen, die einen erneuten oder kontinuierlichen Aufbau der Feststoffschmierschicht bewirken.“ Zu solchen Trockenschmierstoffen zählen zum Beispiel Polytetrafluorethylen (PTFE), Graphit, Molybdän- oder Wolframdisulfid und Silber.<br> <br> Bislang haben Wissenschaftler solche Schmiersysteme nur bei Techniken gut untersucht, bei denen es aufgrund von geringem Kontakt und Druck zwischen den Oberflächen zu wenig Wechselwirkung kommt. Anders sieht es jedoch bei hohen Belastungen aus, wie dies etwa bei Wälzlagern oder Zahnrädern der Fall ist. „Wir wissen wenig darüber, welche genauen chemisch-physikalischen Prozesse es hierbei an den Oberflächen gibt“, fährt Sauer fort.<br> <br> Auch bei Schneckengetrieben ist dies der Fall, mit denen sich das Teilprojekt „Fluidfreie Schmierung von Schneckengetrieben auf Basis von PTFE“ befasst. Diese zeichnen sich im Vergleich zu anderen Zahnradgetrieben dadurch aus, dass sie schwingungs- und geräuscharm laufen und in einer Stufe realisierbare große Übersetzungen ermöglichen. Sie kommen beispielsweise bei Fahrtreppen und als Stellantriebe zum Einsatz. Sie zeichnen sich aber auch dadurch aus, dass sie eine höhere Reibung aufweisen, wodurch eine höhere Temperatur im laufenden Betrieb entsteht. „Daher verwendet man hier oft Öl als Schmiermittel, da es eine gute Kühlwirkung hat“, sagt Professor Sauer. „Auch Fett findet hier Verwendung, das aber eine schwächere Kühlwirkung als Öl aufweist.“ Beide Stoffe bilden zudem einen Schmierfilm an den Kontaktflächen aus, sodass sie Reibung und Verschleiß minimieren.<br> <br> Bei extremeren Bedingungen wie höheren Temperaturen oder Vakuum sind hier aber Grenzen gesetzt. Verwendung findet dabei etwa Gleitlack, mit dem zum Beispiel bei Metallverzahnungen die Zahnflanken beschichtet werden. Um dabei ein optimales Ergebnis zu erzielen, muss die Oberfläche des Werkstücks bestmöglich vorbehandelt werden. „In der Praxis ist das nicht immer möglich. In der Folge wird die Beschichtung im laufenden Betrieb nach und nach abgelöst, bis schließlich einzelne Stellen der Substratoberfläche keine ausreichende Schmierstoffschicht mehr aufweisen und so der Verschleiß und die Reibung ansteigen, bis das Getriebe schließlich ausfällt“, erläutert Sauer.<br> <br> Eine Alternative stellt die sogenannte inkorporierte Schmierung dar. „Sie kommt zum Einsatz, wenn Kunststoffe in Getriebe eingesetzt werden. Dabei wird der Festschmierstoff dem Kunststoff zugegeben, wodurch sogenannte Compounds entstehen. Durch einen bestimmten Verschleiß des Compounds soll der Trockenschmierstoff freigesetzt werden, welcher auf dem metallischen Gegenkörper haftet und durch Eigenschmierung die Reibung und der Verschleiß der Körper im Kontakt reduziert.“ In sicherheitskritischen Bereichen kommt das Verfahren allerdings nicht zum Einsatz, da bei Kunststoffzahnrädern unter anderem die Gefahr besteht, dass es bei einem schlagartigen Anstieg des Drehmoments zum Bruch im Zahnfuß kommt.<br> <br> Eine andere Form der Schmierung ermöglicht die sogenannte Transferschmierung. „Hierbei beststehen die leistungsübertragenden Körper im Getriebe aus Stahl und Bronze“, sagt Sauer. „Im Compound-Rad wird eine bestimmte Menge an Trockenschmierstoff zugeführt, welcher durch den Wälzkontakt zwischen dem Rad und Stahlschnecke herausgelöst wird, an der Oberfläche der Stahlschnecke haften soll und durch die Drehung der Schnecke im Stahl-Bronze-Kontakt als Schmierfilm wirkt.“<br> <br> Wie es bei dieser Art der Schmierung gelingt, Reibung und Verschleiß bei Schneckengetrieben zu reduzieren, untersuchen die Forscher im Rahmen der Förderung. Dabei arbeitet das Team vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik (MEGT) der ֱ in Kaiserslautern eng zusammen mit dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) und dem Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS) in Kaiserslautern.<br> <br> „Im Fokus unserer Arbeit stehen vor allem Wirkungsgrad, Lebensdauer und Zuverlässigkeit“, fährt der Professor fort. Dazu werden die Forscher zunächst die Wirkmechanismen unter die Lupe nehmen, die zum Aufbau eines sogenannten Tribofilms auf der Metalloberfläche führen. Darunter versteht man Filme, die bei der Reibung auf der Festkörperoberfläche durch physikalisch-chemische Reaktionen entstehen. Die Forscher möchten zudem verschiedene Schmierstoffsysteme und deren Haftung an den Metalloberflächen unter real Bedingungen untersuchen und weiterentwickeln. Die aussichtsreichsten Varianten sollen in realen Schneckengetrieben untersucht werden. Ziel ist es, mit den gesammelten Daten und Ergebnissen ein Erklärungsmodell zur Wirkungs- und Funktionsweise zu erstellen.<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Bernd Sauer<br> Lehrgebiet für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie (MEGT)<br> E-Mail: bernd.sauer@rptu.de<br> Tel: 0631 205 3405</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 31 May 2023 08:54:39 +0200</pubDate>
                        <title>Förderpreis Holzbau: Studierende erhalten für vollständig rückbaubare Werk- und Forschungshalle den Hochschulpreis 2023</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/foerderpreis-holzbau-studierende-erhalten-fuer-vollstaendig-rueckbaubare-werk-und-forschungshalle-den-hochschulpreis-2023-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Studierende der Architektur haben gemeinsam mit ihren Betreuern des Forschungsschwerpunkts „t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe“ eine Werk- und Forschungshalle entworfen und gebaut. Das Besondere: Sie besteht fast komplett aus Holz und ist zu hundert Prozent rückbaubar. Sie befindet sich am Campus Diemerstein der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) – mitten im Pfälzer Wald gelegen. Für diese Arbeit ist das Team mit dem Hochschulpreis Holzbau ausgezeichnet worden. Er ist mit 2.500 Euro dotiert. Zudem hat das t-lab eine Anerkennung für einen neuartigen Adapter erhalten, der reversible Kopplung von Bauteilen ermöglicht.</strong></p>
<p>Die Werk- und Forschungshalle Diemerstein entstand im Rahmen eines sogenannten Research-Design-Build Projekts. Hierbei planen und entwerfen die Studierenden nicht nur, sondern forschen und bauen das Gebäude auch. „Das Besondere bei diesem Vorhaben war, dass wir bereits beim Entwurf festgelegt haben, ein Maximum an kreislaufgerechter Konstruktion zu planen. Zudem sollten nur Laub- und Nadelholz für die Primärkonstruktion, die Fassade sowie den Ausbau Anwendung finden“, erläutert Professor Dr. Jürgen Graf vom <strong>t-lab</strong> der ֱ, der das Projekt mit seinem Kollegen Professor Dr. Stephan Birk betreut hat.</p>
<p>Die Studierenden haben das Entwurfskonzept gemeinsam in mehreren Lehrveranstaltungen der Fachgebiete Baukonstruktion und Entwerfen bei Professor Birk sowie Tragwerk und Material bei Professor Graf entwickelt. Dabei haben sich die angehenden Architektinnen und Architekten auch Forschungsergebnisse zunutze gemacht, die auf Arbeiten aus dem <strong>t-lab</strong> fußen. „Wir haben sämtliche Bauelemente zusammen mit den Studierenden reversibel und wiederverwendbar geplant, erforscht und das gesamte Bauwerk komplett rückbaubar gebaut“, sagt Graf weiter. „Mit der Arbeit beweisen wir, dass Ästhetik und Umweltschutz per se keine Widersprüche darstellen. Die Konstruktion wurde vollumfänglich für die Anforderungen der umweltverträglichen, zirkulären Wertschöpfung nach Effizienz, Konsistenz und Suffizienz entwickelt. Diese Anforderungen sind keineswegs als Restriktionen der Gestaltungsfreiheit zu verstehen, sondern bilden einen eigenen Charakter, der Ästhetik mit Nachhaltigkeit verbindet.“</p>
<p>Das rund 360 Quadratmeter große Gebäude in Diemerstein bietet im Innenraum eine flexibel nutzbare Fläche, die für Workshops, Seminare und Veranstaltungen, aber auch als Werkstatt für den Bau sowie die Montage von Prototypen im Rahmen laufender Lehr- und Forschungsprojekte genutzt werden kann.</p>
<p>Für seine Arbeit hat das Team um die Architektur-Studierenden den mit 2.500 Euro dotierten Hochschulpreis Holzbau erhalten. Darüber hinaus gab es für dasselbe Projekt beim Holzbaupreis 2023 eine Anerkennung: So konnte es die Jury auch mit „Konusadapter aus Kunstharzpressholz“ überzeugen. Dieser Adapter ermöglicht eine reversible Kopplung von Bauelementen in vielfältigsten Anwendungen, wie beispielsweise Decken an Träger, Träger an Stützen oder Stütze an Stütze. Für diese Entwicklung hat das <strong>t-lab</strong> eng mit dem Unternehmen Dehonit im hessischen Kirchhundem zusammengearbeitet, das auf Kunstharzpressholz spezialisiert ist.</p>
<p>Die Auszeichnungen wurden am 16. Mai im Rahmen der LIGNA, der internationalen Fachmesse für die internationale holzbe- und -verarbeitende Industrie in Hannover, überreicht. Insgesamt haben 31 Lehrstühle an deutschen Universitäten 75 Arbeiten eingereicht.</p>
<p>Neben den Professoren Graf und Birk wurden die Studierenden Anna Sophie Hormuth, Selenay Parlak, Leander Abstein, Sarah Schmidt, Jana Denise Lee Weingarten, Laura Kunze und Hanna Sophie Opp von Marcel Balsen, Oliver Betha und Viktor Poteschkin betreut.</p>
<p><strong>Zur Konstruktion der Werk- und Forschungshalle</strong><br> Das Tragwerk der Halle besteht aus sogenannten Dreigelenkrahmen aus Buchen-Furnierschichtholz. &nbsp;<br> Die Dreigelenkrahmen werden durch die vertikalen und horizontalen Lasten aus dem Dach- und Wandtragwerk beansprucht und übernehmen auch die Queraussteifung der Halle. Das Dach- und Wandtragwerk besteht aus einschichtigen Dach- und Wandplatten aus Brettsperrholz (BSP). Die BSP-Platten dienen auch der Längsaussteifung. Die Gebäudehülle als Ganzes besteht aus vorgefertigten, 2,50 Meter breiten dreischichtigen Bauelementen. Diese vorgefertigten Elemente wurden reversibel auf den BSP-Platten befestigt. Auch im Bereich der Bodenplatte und der Fundamente wurde größtenteils auf Stahlbeton verzichtet. Das Bauwerk schließt nach unten mit einer 160 Millimeter starken BSP-Bodenplatte, die 300 Millimeter über dem Baugrund angehoben wurde. Die Bodenplatte lagert auf sogenannten Stahl-HEB-Trägern auf, die im Erdreich auf Mikropfählen reversibel gegründet sind. Nur bei den Pfählen wurde ein Minimum an Beton eingesetzt.</p>
<p><strong>Über den Hochschulpreis Holzbau 2023</strong><br> Der Hochschulpreis Holzbau 2023 wird von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Kooperation mit den Holzbau Deutschland Leistungspartnern ausgelobt. Die Holzbau Deutschland Leistungspartner sind ein Zusammenschluss führender Hersteller von Baustoffen, Bauelementen und Baumaschinen mit Holzbau Deutschland und seinen Landesverbänden.</p>
<p>Erstmals wurde der Hochschulpreis Holzbau 2015 ausgelobt und anschließend alle zwei Jahre vergeben. Er sensibilisiert für den Baustoff Holz und gibt den Studierenden Impulse für das Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz. Vorrangiges Ziel des Preises ist es, die Verwendung und Weiterentwicklung des ressourcenschonenden, umweltfreundlichen und nachhaltigen Baustoffes zu fördern. Der Preis stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und wurde von Bundesministerin Klara Geywitz überreicht. Mehr unter </p>
<p><strong>Über das t-Lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe</strong><br> Das <strong>t-lab</strong> Holzarchitektur und Holzwerkstoffe wurde 2014 am Fachbereich Architektur gegründet. In den vergangenen neun Jahren konnten die Forschungsaktivitäten gemeinsam stetig gesteigert werden. Es sieht sich gleichermaßen der Forschung sowie der Lehre verpflichtet. Ziel der interdisziplinären Forschung ist die Erhöhung der Holzbauquote, die Steigerung von Produktspeicher und stofflicher Substitution. Die Vorhaben lassen sich grob in drei Themenfelder gliedern: Entwicklung neuer Bauelemente in Kreislaufwirtschaft, Abbau von Restriktionen und neue Typologien aus Holz. Das <strong>t-lab</strong> hat sich mit einer Reihe an Forschungsarbeiten, Dissertationen und Projekten (darunter auch der vielfach ausgezeichnete, partizipative Bau Spinelli in Mannheim) fest in der Holzbauszene in Deutschland etabliert. Für die Experimentier- und Entwicklungsarbeiten nutzt das<strong> t-lab</strong> die neue Werk- und Forschungshalle im Diemersteiner Tal.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf<br> Tel.: 0631 205-2758<br> E-Mail: juergen.graf(at)rptu.de<br> www.architektur.uni-kl.de/tlab</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 May 2023 09:57:00 +0200</pubDate>
                        <title>Du nicht! Warum und wann wir andere ausgrenzen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/du-nicht-warum-und-wann-wir-andere-ausgrenzen-1</link>
                        <description>Menschen grenzen Menschen aus – Aus welchen Gründen und in welchen Situationen Menschen andere ausschließen, hat Juniorprofessorin Dr. Selma Rudert in einem Team aus Forscherinnen und Forschern der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Universität Basel untersucht. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Aktuelle Studie zeigt: Menschen grenzen andere nicht beliebig, sondern strategisch aus</em></strong></p>
<p><strong>Menschen grenzen Menschen aus – Aus welchen Gründen und in welchen Situationen Menschen andere ausschließen, hat Juniorprofessorin Dr. Selma Rudert in einem Team aus Forscherinnen und Forschern der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Universität Basel untersucht. Das Ergebnis: Menschen grenzen andere Personen aus, die sich ihrer Ansicht nach unangemessen verhalten oder entbehrlich für die Ziele der Gruppe sind – und das durchaus strategisch.</strong></p>
<p>Das Forschungsteam untersuchte die Gründe für Ausgrenzung in fünf Experimenten und zwei Befragungen mit insgesamt über 2.000 Teilnehmenden. In den Befragungen berichteten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen in der Rolle der Ausgrenzenden sowie der Ausgegrenzten. In den Experimentalstudien sollten die Teilnehmenden eine Gruppe für eine darauffolgende Aufgabe zusammenstellen und hatten die Möglichkeit, zuvor eine Person aus der Gruppe auszuschließen.</p>
<p>„Wir konnten in allen Studien zwei zentrale Motive identifizieren, warum Menschen andere Personen ausgrenzen“, erklärt Sozialpsychologin Rudert. Erstens werden Gruppenmitglieder eher ausgeschlossen, die dazu neigen, Regeln zu brechen und sich nicht an die Normen der Gruppe halten. Zweitens werden Personen, die nicht mit der Leistung der Gruppe mithalten können und dadurch die Gruppenziele gefährden, oft als entbehrlich angesehen und ebenfalls ausgeschlossen.</p>
<p><strong>Menschen grenzen andere strategisch aus</strong></p>
<p>„Ein bedenklicher Befund der Studien ist, dass sich oft eine Mehrheit der Teilnehmenden für ausgrenzendes Verhalten entschied, wenn es den Zielen der Gruppe dienlich war“, so Rudert. Es gibt jedoch auch vereinzelte Lichtblicke: Viele der Teilnehmenden handelten strategisch in ihren Entscheidungen und grenzten nicht einfach beliebig alle Menschen aus, die aus irgendeinem Grund anders waren. Der Kontext spielte hier eine entscheidende Rolle: So wurden Personen, die leistungsschwach, aber sehr kooperativ waren, seltener ausgeschlossen, wenn für eine anstehende Aufgabe die Bedeutung der gemeinsamen Zusammenarbeit relevanter war als die Leistung. Umgekehrt wurden wenig kooperative, aber leistungsstarke Personen seltener ausgeschlossen, wenn die Gruppenaufgabe auf Leistung anstatt auf Zusammenarbeit ausgerichtet war.</p>
<p>In den aktuellen Studien hat sich das Forschungsteam auf bewusste Ausgrenzungsentscheidungen fokussiert, die Menschen zum Wohl der Gruppe treffen. „Es können allerdings auch andere Motive zum Tragen kommen“, betont Rudert. So können Menschen auch aus eigennützigen Gründen ausschließen, beispielsweise, weil sie ihre eigene Position in der Gruppe durch die andere Person als bedroht erleben. „Und in vielen Situationen liegt überhaupt kein klares Motiv vor“, so Rudert. Menschen grenzen andere auch unbewusst oder versehentlich aus, weil sie die Person schlichtweg übersehen oder nicht an sie gedacht haben.</p>
<p>Die aktuelle Studie ist eine Erweiterung in der Forschung zur sozialen Ausgrenzung, in der Rudert und ihre Kolleginnen und Kollegen einen neuen Fokus auf die Motive der Ausgrenzenden legen. Bisherige Forschung zu Ausgrenzung konzentrierte sich oftmals auf das Erleben der ausgegrenzten Person und nicht auf die Frage, warum es überhaupt zur Ausgrenzung kommt. „Dieser Aspekt ist allerdings wichtig, um das Phänomen der sozialen Ausgrenzung zu verstehen und ihr entgegenwirken zu können“, unterstreicht Rudert. In vorangehenden Studien konnten die Forschenden zeigen, dass Persönlichkeit ein wichtiger Risikofaktor für soziale Ausgrenzung ist. Wenig verträgliche und unzuverlässige Menschen werden mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ausgegrenzt</p>
<p><strong>Soziale Ausgrenzung kann verringert werden</strong></p>
<p>Die Studie biete wichtige Impulse für die Arbeitswelt und Schulen, so die Wissenschaftlerin – zwei Bereiche, in denen viel Ausgrenzung stattfindet. „Eine entscheidende Erkenntnis unserer Forschung ist, dass soziale Ausgrenzung in Gruppen nicht unvermeidlich ist“. Sie kann verringert werden, indem man die Bedingungen ändert, die ausgrenzendes Verhalten in einer bestimmten Situation fördern. Beispielsweise können externe Stressfaktoren wie hoher Zeitdruck oder Wettbewerb soziale Ausgrenzung fördern, weil Gruppen in diesem Fall auf eine hohe Leistung aller Mitglieder angewiesen sind. Wird der Stress verringert, ermöglicht dies Gruppen, schwächere Mitglieder zu unterstützen, anstatt sie auszuschließen. In sozialen Gruppen, Freundeskreisen oder Familien lässt sich Ausgrenzung vermindern, indem unterschiedliche Meinungen, Entscheidungen und Lebensweisen akzeptiert sowie konstruktive Meinungsverschiedenheiten zugelassen werden. „Dies erlaubt es Menschen, die unbeliebte Meinungen äußern oder nicht der Norm entsprechen, dennoch Teil der Gruppe zu bleiben“, erklärt Rudert.</p>
<p><strong>Die Studie</strong></p>
<p>Rudert, S. C., Möring, J. N. R., Kenntemich, C., &amp; Büttner, C. M. (2023). When and why we ostracize others: Motivated social exclusion in group contexts.&nbsp;<em>Journal of Personality and Social Psychology.</em>&nbsp;Advance online publication.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Jun-Prof. Dr. Selma Rudert<br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br> Fachbereich Psychologie<br> Fortstraße 7<br> 76829 Landau/Pfalz<br> Tel.: (06341) 280-31232<br> E-Mail: selma.rudert@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 May 2023 14:10:52 +0200</pubDate>
                        <title>Stimme der Jugend gefragt: Wie (gut) lebt es sich in Kaiserslautern?</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/stimme-der-jugend-gefragt-wie-gut-lebt-es-sich-in-kaiserslautern-1</link>
                        <description>Gemeinsame Pressemeldung der ֱ und des Jugendparlaments Kaiserslautern zur Online-Umfrage „Jugend in Kaiserslautern“</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie nehmen Jugendliche das Leben in Kaiserslautern wahr – insbesondere mit Blick auf die Freizeitgestaltung? Welche Freizeitangebote nutzen sie? Welchen Verbesserungsbedarf sehen sie? Dies soll eine Studie der Empirischen Sozialforschung an der ֱ aufzeigen, die das Kaiserslauterer Jugendparlament in Auftrag gegeben hat. Die Umsetzung ist angestoßen: Heute erhalten alle 16- und 17-jährigen Jugendlichen in Kaiserslautern ein Einladungsschreiben, das zur Teilnahme an der Online-Umfrage „Jugend in Kaiserslautern“ auffordert. Das Jugendparlament freut sich über zahlreiche Rückmeldungen.</strong></p>
<p>„Sicher haben wir bereits eine Idee davon, wie Jugendliche in Kaiserslautern ihre Freizeit gestalten. Um passgenaue Konzepte für die Zukunft entwickeln und diese auch mit stichhaltigen Argumenten belegen zu können, braucht es jedoch mehr. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, mit der ֱ in Kaiserslautern zusammenzuarbeiten und ein wissenschaftlich fundiertes Stimmungsbild einzuholen“, begründet Moritz Behncke, Vorsitzender des Jugendparlamentes, die Auftragsvergabe des Gremiums. „Wichtig ist jetzt, dass uns möglichst viele Jugendliche unterstützen und an der Online-Umfrage teilnehmen. Nur so bekommt die Studie die nötige Aussagekraft und wir können gemeinsam etwas bewegen.“</p>
<p>„Jede Meinung ist wichtig, unabhängig von den eigenen Aktivitäten und dem persönlichen Hintergrund,“ betont auch die Projektleiterin Dr. Tanja Dannwolf, Wissenschaftlerin im Fachgebiet Empirische Sozialforschung an der ֱ. Unter ihrer fachlichen Anleitung übernehmen Studierende des Studiengangs Integrative Sozialwissenschaft die zentrale Datenerhebung und -auswertung. In der Umfrage geht es insbesondere darum, wie Jugendliche ihre Freizeit gestalten, wie sie sich in ihrem Umfeld engagieren und wie sie das Leben in der Stadt generell wahrnehmen. Ebenso bietet die Umfrage die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu nennen.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie sollen im Juli vorgestellt und im Frühherbst in einer öffentlichen Veranstaltung debattiert werden.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 16 May 2023 07:17:57 +0200</pubDate>
                        <title>Neuausrichtung: Master vermittelt Management- und Technik-Kenntnisse für Immobilien jetzt auch berufsbegleitend</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuausrichtung-master-vermittelt-management-und-technik-kenntnisse-fuer-immobilien-jetzt-auch-berufsbegleitend-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab dem kommenden Wintersemester stellt sich der Masterstudiengang „Immobilien und Facilities – Management und Technik“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) neu auf. Er ist nun derart konzipiert, dass ein Studium auch neben dem Beruf möglich ist. Bewerbungen für die Einschreibung sind vom 31. Mai bis zum 15. September möglich.</strong><br> <br> Fachkräfte für das Bauen und Betreiben von großen und komplexen Liegenschaften sind immer mehr gesucht. „Wir ermuntern unsere Studierenden, generalistisches Wissen in einem speziellen Bereich besonders zu vertiefen und mit dem Aufbau ihres beruflichen Netzwerks schon während des Studiums zu beginnen“, sagt Professor Dr. Björn-Martin Kurzrock, der den Studiengang „Immobilien und Facilities – Management und Technik“ (IFMT) leitet.<br> <br> Der Masterstudiengang besteht schon seit einigen Jahren, ist aber nun neu ausgerichtet worden. „Ab dem kommenden Wintersemester kann er quasi berufsbegleitend studiert werden“, sagt Kurzrock. „Die Präsenz-Vorlesungen sind an Donnerstagen und Freitagen gebündelt, punktuell auch mal an einem Samstag, ergänzt durch einzelne Onlineveranstaltung digital live oder als Aufzeichnung. Das führt dazu, dass die Studierenden bis zu drei Tage pro Woche voll in einem Unternehmen arbeiten könnten.“<br> <br> Damit trägt der Fachbereich der Tatsache Rechnung, dass viele Bachelorabsolventinnen<br> und -absolventen nach dem Studium bereits in den Beruf einsteigen und keinen Master anschließen. Hinzu kommt die gestiegene Nachfrage von Unternehmen, die nach qualifizierten Fachkräften suchen.<br> <br> Das Studium vermittelt wichtige Kenntnisse in den Bereichen Strategie, Führung, Kalkulation und Bewertung genauso wie technische Anlagen, Arbeitswelten, Betreiberverantwortung, Modernisierung und Energiekonzepte. „Das ist vergleichbar mit Wirtschaftsingenieuren speziell für die Bereiche Entwickeln, Bauen und Betreiben“, sagt Kurzrock „Der Studiengang schlägt die Brücke zwischen Wirtschaft und Technik für Immobilien in Neubau und Bestand. Hinzu kommen Grundlagen in Programmierung bereits im Bachelorstudium, aber auch Praxisvorträge, Exkursionen und ein integriertes Auslandssemester im Masterstudium stehen auf dem Lehrplan.“ In einem großen Wahlpflichtbereich können die Studierenden zudem Fächer aus fast allen Fachbereichen der ֱ wählen.<br> <br> Während des Studiums haben die Studierenden die Möglichkeit, als wissenschaftliche Hilfskräfte zu arbeiten und so Einblick in die Forschung zu erhalten. „Dabei gibt es zum Teil auch schon Kontakte zu Unternehmen, die als Praxispartner in Forschungsprojekte eingebunden sind“, fährt Kurzrock fort.<br> <br> Neu ist außerdem ein Wahlfach, bei dem Studierende sich mit Projektmanagement bei der Inbetriebnahme von Gebäuden und Facility Services befassen. Das Besondere: Sie arbeiten dabei mit digitalen Zwillingen von Gebäuden, die virtuell begehbar sind. Dabei kooperiert die ֱ mit dem Hamburger Proptech-Unternehmen DiConneX.<br> <br> Die Masterstudierenden profitieren darüber hinaus von zahlreichen Kooperationen mit den Fachbereichen der ֱ, aber auch von der Zusammenarbeit mit den benachbarten Forschungsinstituten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), den Fraunhofer-Instituten für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) und für Experimentelles Software Engineering (IESE), dem Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe sowie Ausgründungen der ֱ.<br> <br> Der Masterstudiengang steht allen Interessierten offen, die einen einschlägigen Bachelorabschluss haben oder in einem verwandten Fach einen Abschluss vorweisen können. Bewerbungen für die Einschreibung sind vom 31. Mai bis zum 15. September möglich. Weitere Informationen unter: </p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr. Björn-Martin Kurzrock<br> Lehrgebiet Immobilienökonomie<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-2906<br> E-Mail: bjoern.kurzrock[at]rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 11 May 2023 11:27:43 +0200</pubDate>
                        <title>Thomas Hettche übernimmt im Sommersemester die Landauer Poetik-Dozentur</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/thomas-hettche-uebernimmt-im-sommersemester-die-landauer-poetik-dozentur-1</link>
                        <description>„Herzfaden“-Romanautor Thomas Hettche ist im Sommersemester Inhaber der Landauer Poetik-Dozentur. Der Schriftsteller und Essayist wird am 16. und 17. Juni über sein literarisches Schaffen sprechen und Einblicke in seinen Schreibprozess geben. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><em>Veranstaltungen am 16. und 17. Juni zum Thema „Poetologische Herzfäden“</em></p>
<p><strong>„Herzfaden“-Romanautor Thomas Hettche ist im Sommersemester Inhaber der Landauer Poetik-Dozentur. Der Schriftsteller und Essayist wird am 16. und 17. Juni über sein literarisches Schaffen sprechen und Einblicke in seinen Schreibprozess geben. </strong></p>
<p>Thomas Hettche ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Mit seinem Roman „Herzfaden“, in dem er die Entstehungsgeschichte des bekannten Marionettentheaters „Augsburger Puppenkiste“ mit der Geschichte Nachkriegsdeutschlands verwebt, ist er in die engste Auswahl für den Deutschen Buchpreis gekommen. Bekannt geworden ist der mit vielen Preisen ausgezeichnete Hettche direkt mit seinem 1989 erschienenen Debüt-Roman „Ludwig muss sterben“.</p>
<p>Die ֱ verleiht die Poetik-Dozentur an Thomas Hettche für eine außergewöhnliche literarische Sprache, die den Leser verzaubert und mit der er zugleich die Widersprüche unserer Zeit aufspürt. In seinen Werken verbinden sich reale Spurensuche und historisches Wissen auf atmosphärisch dichte und phantasievolle Art. Hettche wurde 1964 in einem Dorf im Landkreis Gießen geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main. Heute lebt er – nach Aufenthalten unter anderem in Krakau, Venedig, Rom und Los Angeles – als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit schreibt er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung. Er hat die Online-Anthologie „NULL“ herausgegeben, eines der ersten deutschsprachigen Literaturprojekte im Internet und war 1995 bis 1999 Juror des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt. Nach seinem gelungenen Debüt folgten weitere Publikumserfolge wie „Pfaueninsel“, „Nox“ oder „Die Liebe der Väter“.</p>
<p>Mit der Landauer Poetik-Dozentur kommt Thomas Hettche, der 2019 Stipendiat des Künstlerhauses Edenkoben war und in dieser Zeit seinen Roman „Herzfaden“ geschrieben hat, zurück in die Pfalz. Am 16. und 17. Juni finden zwei öffentliche Veranstaltungen mit dem Autor, jeweils 20 Uhr, im Alten Kaufhaus in Landau statt. Am ersten Abend gibt der Autor dem Publikum Einblicke in sein Schaffen. Thomas Hettche wird über sein Schreiben, seine Poetologie, sein Leben sowie seine Prägungen und Erfahrungen berichten. Er wird über seinen Schreibprozess sprechen und erklären, wie er immer wieder aufs Neue eine eigene Stimme und einen eigenen Stil findet. Er wird auch von prägenden Momenten und Begegnungen erzählen, die sein Denken und Schreiben beeinflusst haben. Das Gespräch wird in Kooperation mit dem SWR und der Sendung „Zeitgenossen“ aufgezeichnet und gesendet und in der ARD-ֱthek abrufbar sein.</p>
<p>Der zweite Abend findet im Rahmen des Projekts „Landau liest ein Buch“ statt, in dessen Mittelpunkt der Roman „Herzfaden“ steht. Die szenische Lesung von Thomas Hettche wird umrahmt von einem Marionettenspiel der Dornerei aus Neustadt, das die Figuren der Augsburger Puppenkiste im Kontext des Romangeschehens zum Leben erwecken wird.</p>
<p>Die Landauer Poetik-Dozentur wird seit 2010 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben, die sich durch ihre literarische Arbeit hervorgetan haben. Sie wird koordiniert vom Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der ֱ in Landau und gefördert von der Dieter Kissel-Stiftung. Inhaber waren unter anderem Daniel Kehlmann, Nora Gomringer, Theresia Walser, Eric-Emmanuel Schmitt, Sibylle Lewitscharoff, Rafik Schami und Sebastian Fitzek. Die Dozentur dient dazu, den Dialog zwischen Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern und den Studierenden Einblicke in die Arbeitsweise von Schriftstellern zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Hinweis zum Vorverkauf:</strong><br> Karten für die Veranstaltungen im Alten Kaufhaus sind ab sofort im Vorverkauf bei Thalia Landau und in der Buchhandlung Trotzkopp erhältlich.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 08 May 2023 18:09:07 +0200</pubDate>
                        <title>„Holz ist der Stoff, der die klimafreundliche Bauwende vorantreibt“ </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/holz-ist-der-stoff-der-die-klimafreundliche-bauwende-vorantreibt-1</link>
                        <description>Pressemitteilung des Rheinland-Pfälzischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klimaschutzministerin übergibt Förderbescheid in Höhe von 688.000 Euro für besonderes Forschungsprojekt – Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft</strong></p>
<p>„Die Klima- und Artenkrise schreitet fort. Davon sind auch die Wälder betroffen. Die Bäume leiden unter Trockenheit. Das schwächt ihr Immunsystem und macht sie anfällig für Schädlingsbefall. Dabei sind die Wälder besonders erhaltenswert. Sie dienen nicht nur als CO<sub>2</sub>-Senke, indem sie Kohlenstoff speichern, sondern der Wald liefert auch den Rohstoff Holz als Basis für klimafreundliches Bauen und Sanieren. Die möglichst dauerhafte Verwendung nachwachsender Rohstoffe leistet hier einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn der Bau- und Werkstoff Holz bindet in seinem verarbeiteten Zustand langfristig Treibhausgase. Daher sollte Holz möglichst lange in unterschiedlichen Formen genutzt werden. Genau hier setzt ein einzigartiges Kooperationsprojekt der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) mit der ZimmerMeisterHaus-Gruppe an“, erklärte Klimaschutzministerin Katrin Eder in Mainz. Sie übergab einen Förderbescheid in Höhe von 688.000 Euro an Prof. Dr. Ing. Jürgen Graf vom Fachbereich Holzarchitektur und Holzwerkstoffe der ֱ und an Holger Kappler, den Geschäftsführer der Holzbau Kappler GmbH &amp; Co. KG.</p>
<p>Der Werkstoff Holz wird zur Klimaneutralität eine zentrale Rolle einnehmen, da er während seines Wachstums CO<sub>2 </sub>speichert und zusätzlich energieintensive Baumaterialien wie Beton oder Stahl ersetzt. Außerdem eignet er sich gut für die Standardisierung als Voraussetzung der Kreislauffähigkeit.</p>
<p>Kreislaufgerechtes Bauen gelingt nur, wenn Bauteile aus dem bereits bestehenden Gebäudebestand als Bauteile für Neubauten eingesetzt werden können. Daher sollen bereits verbaute Bauteile im Rahmen eines Kooperationsprojektes der ֱ mit der ZimmerMeisterHaus-Gruppe in einer dreijährigen Projektlaufzeit erfasst und erforscht werden. Auf Grundlage dieser Daten werden digitale Lösungsansätze entwickelt, wie diese vorhandenen Bauteile in neuen Gebäuden wiederverwendet werden können. Außerdem sollen die derzeit im Bau verwendeten Bauteile (zum Beispiel Wandelemente) möglichst standardisiert werden, um eine spätere Wiederverwendung zu erleichtern. Dazu werden die Bestands-Gebäude aus Holz der zirka 100 Mitgliedsfirmen der ZimmerMeisterHaus-Gruppe herangezogen. Die Leitung und Koordination übernimmt die ֱ in Person von Prof. Dr. Ing. Jürgen Graf. Projektpartner ist das Unternehmen Holzbau Kappler GmbH &amp; Co. KG, dessen Geschäftsführer Holger Kappler zugleich Präsident der ZimmerMeisterHaus-Gruppe ist.</p>
<p>„Um die ambitionierten Klimaschutzziele von Rheinland-Pfalz erreichen zu können, die bis spätestens 2040 Treibhausgasneutralität vorsehen, muss neben vielen anderen Maßnahmen auch das Bauwesen revolutioniert werden. Das bedeutet eine Bauwende hin zu einer kreislaufeffektiven Bauweise. Darunter sind Maßnahmen zu verstehen, die ermöglichen das verwendete Bauelemente wie zum Beispiel Wände nicht weggeworfen, sondern demontiert und wiederverwendet werden. Dabei stehen die Treibhausgasreduktion und die Ressourcenschonung im Vordergrund. Holz ist der Stoff, der die klimafreundliche Bauwende vorantreibt“, erläuterte Katrin Eder.</p>
<p>Die Klimaschutzministerin lobte den zukunftsweisenden Forschungsansatz: „Das Kooperationsprojekt der ֱ mit dem Holzbauunternehmen Kappler leistet einen wertvollen Beitrag zur zirkulären Wertschöpfung durch die Erforschung der Wiederverwendungs- und Wiederverwertungspotentiale von Rückbauprodukten aus Holz. Im Fokus steht die Abfallvermeidung und Ressourcenschonung durch die Wiederverwendung (Re-Use) beziehungsweise Wiederverwertung (Recycling) von Baustoffen und Bauelementen zum erneuten Einsatz in reversibel entwickelten und standardisierten Holzbauelementen im Holzbau.“</p>
<p>„Die Ressourcen, die wir in unseren Gebäuden verbauen und bereits verbaut haben, sind zu wertvoll und zu energie- und CO<sub>2</sub>-intensiv produziert, als dass wir sie sorglos wegwerfen könnten. Mit der Anwendung des Konzepts Zirkuläres Bauen können wir zur Lösung von heutigen und zukünftigen materialbezogenen Versorgungs-, Umwelt- und Gesundheitsproblemen beitragen. Deshalb stellen wir der ֱ als Antragsteller aus dem Programm ‚Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz‘ 688.000 Euro für Forschungsleistungen zur Verfügung“, unterstrich Ministerin Eder.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p>Das Klimaschutzministerium fördert die Forschung zur effizienten Holzverwendung. Das Förderprogramm ist Teil des „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreiskaufeffiziente Rohstoffe stärken“ und unterstützt unter anderem Forschungseinrichtungen des Landes, die sich inhaltlich mit Forschungsthemen wie zum Beispiel „Effizienter und suffizienter Materialeinsatz“, „Potenziale von Laubhölzern“, „Einsatz von schwachen Rundhölzern“ und „Wiederverwendbarkeit von Bauteilen“ auseinandersetzen.&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen unter: </p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 27 Apr 2023 14:04:07 +0200</pubDate>
                        <title>Psychotherapie Ambulanz für Kinder und Jugendliche an der ֱ in Landau wird erweitert - Master-Studiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie startet zum Wintersemester 2023/24</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/psychotherapie-ambulanz-fuer-kinder-und-jugendliche-an-der-rptu-in-landau-wird-erweitert-master-studiengang-klinische-psychologie-und-psychotherapie-startet-zum-wintersemester-2023-24-1</link>
                        <description>Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Landesregierung fördert die Erweiterung der Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) am Campus Landau mit 311.400 Euro. Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte den Bewilligungsbescheid an die Co-Präsidentin der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), Campus Landau, Prof. Dr. Gabriele Schaumann und an die Leitung der Ambulanz, Prof. Dr. Tina In-Albon. Die Erweiterung der Ambulanz bietet den angehenden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowohl für die praxisnahen Studienanteile als auch für das forschungsnahe Fachstudium qualitativ hochwertige Arbeitsbedingungen.</strong></p>
<p>„Die kindliche Entwicklung verläuft nicht immer geradlinig. Kinder und Jugendliche können sehr sensibel auf Veränderungen und somit auch Krisen reagieren. Nicht selten besteht die Gefahr, Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen zu entwickeln. Die Stärkung der Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche am Standort Landau ist daher ein wichtiger Schritt, um die psychotherapeutische Versorgung junger Patientinnen und Patienten zu verbessern“, so Staatssekretär Denis Alt. Gerade die Verknüpfung von akademischer mit praxisnaher Qualifizierung zeichne das Studium der Psychotherapie aus. Beides sei dabei eng verzahnt mit aktueller und leistungsstarker Forschung im Fachbereich Psychologie der Universität. Er sei sehr zuversichtlich, dass die Studierenden in der Zukunft als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten einen besonders wertvollen Beitrag zur Versorgung von psychisch Kranken leisten würden. "Wer in Rheinland-Pfalz psychotherapeutische Unterstützung braucht, der soll sie zeitnah und zuverlässig bekommen."</p>
<p>„Unsere Universitätsambulanzen bieten sowohl Kindern und Jugendlichen als auch Erwachsenen Hilfe bei psychischen Problemen an. Die Ambulanzen des Fachbereichs Psychologie sind in Landau und in der Region oft erste Anlaufstelle“, sagt die Co-Präsidentin der ֱ, Professorin Dr. Gabriele Schaumann. „Zugleich legen wir großen Wert darauf, dass unsere Studierenden vom Bachelor bis zum Abschluss der Psychotherapeut:innenausbildung praxisnah und zugleich forschungsbasiert lernen. Der neue Masterstudiengang und die konkrete Arbeit der Ambulanzen machen über die ֱ und das Land hinaus sichtbar, wie produktiv Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz Hand in Hand gehen. Ich freue mich über die Zuwendung im Rahmen des Haushalts 23/24 für den Umbau der Räume der Landauer Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche der ֱ und bin sicher: das MWG und die ֱ werden diesen Weg fortsetzen.“</p>
<p>Ein weiterer Beitrag dazu ist der Start des Master-Studiengangs Klinische Psychologie und Psychotherapie an der ֱ zum Wintersemester 2023/24. Vorgesehen sind rund 60 Plätze für Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Die Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche und die psychotherapeutische Ambulanz für Erwachsene in Landau umfasst die praktische Ausbildung der Therapeutinnen und Therapeuten. Mit der Einführung des Masterstudiengangs werden zusätzliche Arbeitsplätze für die Studierenden benötigt – insbesondere in der patientenorientierten Lehre. Die Fläche der Ambulanz für Kinder und Jugendliche soll um rund 600 Quadratmeter wachsen. Geplant sind Behandlungs- und Therapieräume ebenso wie Gruppen- und Arbeitsräume mit moderner technischer Ausstattung. Durch den Ausbau der Ambulanz wird eine Erweiterung des diagnostischen sowie des therapeutischen Angebotes in der Psychotherapie für Kinder und Jugendliche möglich. Derzeit nutzen rund 600 bis 700 Patientinnen und Patienten das Angebot der Ambulanz für Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2022 wurden an der Ambulanz rund 8000 Patientenbehandlungsstunden geleistet.</p>
<p>Die Grundlage für das neue Studienangebot bildet das Bundesgesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung (PsychThG). Universitäten sind demnach gehalten, den Studiengang neu zu gestalten. Es gliedert sich in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium und wird mit einer staatlichen Approbationsprüfung abgeschlossen. In einem ersten Schritt ist zum Wintersemester 2020/2021 der polyvalente Psychologie Bachelor-Studiengang gestartet. Der zweite Schritt stellt nun die Einführung des neuen Masterstudienganges in Klinischer Psychologie und Psychotherapie dar.</p>
<p>Vorab besuchte Staatssekretär Denis Alt die Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Sie wurde 2014 als besondere wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Koblenz-Landau verankert und nahm zum 1. September 2014 ihre Arbeit auf. Im Rahmen der neuen Hochschulstruktur ist sie seit diesem Jahr eine wissenschaftliche Einrichtung der ֱ. Ziel der Friedensakademie ist es, bewährte Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung zu stärken und weiterzuentwickeln. Im Zentrum der interdisziplinären Forschung stehen Fragen in Zusammenhang mit Umwelt- und Ressourcenkonflikten, Krisenprävention und ziviler Konfliktbearbeitung und Friedenspädagogik. Über Rheinland-Pfalz hinaus führt die Friedensakademie Feldforschung überwiegend in West- und Ostafrika sowie den USA durch. Die Gründung der Friedensakademie geht auf eine Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung aus dem Jahr 2011 zurück.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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                        <pubDate>Wed, 26 Apr 2023 07:18:27 +0200</pubDate>
                        <title>Nachhaltigere Arzneimittelproduktion: VolkswagenStiftung fördert Forschung an biochemischer Fixierung von Schwefeldioxid</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/nachhaltigere-arzneimittelproduktion-volkswagenstiftung-foerdert-forschung-an-biochemischer-fixierung-von-schwefeldioxid-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sulfone und Sulfonamide, organische Moleküle, die eine Sulfonyl-Gruppe enthalten, kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise als Arzneimittel oder im Agrarbereich. Mit rund 800.000 Euro unterstützt die VolkswagenStiftung für vier Jahre ein Vorhaben an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ), in dem solche Sulfonyl-Gruppen mithilfe von Enzymen in Moleküle eingebracht werden sollen. Dies ist bislang so nicht möglich. Ein solches Verfahren birgt ein großes Potential einer nachhaltigen, biotechnologischen Produktion von Arzneimitteln aus nachwachsenden Rohstoffen.</strong></p>
<p>Seit der Entdeckung der ersten Sulfonamid-Antibiotika vor fast 100 Jahren haben Medikamente auf der Basis von Sulfonen und Sulfonamiden buchstäblich Millionen von Menschenleben gerettet. „Hierbei handelt sich um organische Moleküle mit einer sogenannten Sulfonyl-Funktionalität, einer mit Kohlenstoff- oder Stickstoff-Atomen verknüpften SO2-Gruppe. Sie finden heutzutage in verschiedenen Bereichen Verwendung“, sagt Professor Dr. Georg Manolikakes vom Fachbereich Chemie an der ֱ in Kaiserslautern. Das geht beispielsweise von Agrochemikalien bis hin zu pharmazeutischen Wirkstoffen in Arzneimitteln.<br> <br> Um eine solche Gruppe in Moleküle einzuführen, gibt es unterschiedliche chemische Verfahren. In den vergangenen 15 Jahren wurden, unter anderem von der Arbeitsgruppe um Manolikakes, Methoden zu einer direkten chemischen Fixierung von Schwefeldioxid (SO2) in Sulfone oder Sulfonamide entwickelt. Sie beruhen jedoch fast ausschließlich darauf, dass für die nötigen Startmaterialien fossile Ressourcen zum Einsatz kommen. „Interessanterweise gibt es nur vereinzelte Beispiele von Naturstoffen, die eine Sulfon- oder Sulfonamid-Funktionalität enthalten“, so Manolikakes weiter. „Offenbar fehlt der Natur die Fähigkeit, diese Gruppe aufzubauen.“<br> <br> Das Team um den Kaiserslauterer Chemie-Professor wird im Rahmen des Vorhabens daran arbeiten, weg von einer chemischen SO2-Fixierung hin zu einer biochemischen Fixierung zu kommen. „Wir wollen die Synthesemaschinerie der Natur nutzen und werden dazu verschiedene Ansätze verfolgen, um Enzyme zu identifizieren, die in der Lage sind, SO2 in organische Moleküle einzubauen.“</p>
<p>In einem nächsten Schritt will das Team mit den gewonnenen Erkenntnissen neuartige Enzyme für eine effiziente SO2-Fixierung entwickeln. „Dabei möchten wir eine breite Palette strukturell unterschiedlicher Sulfone und Sulfonamide herstellen“, so Manolikakes.</p>
<p>Auf diese Weise könnten künftig etwa medizinisch relevante Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe nachhaltig produziert werden.</p>
<p>Die VolkswagenStiftung fördert die Arbeiten im Rahmen ihres Programms „Momentum – Förderung für Erstberufene“. Es richtet sich an Professorinnen und Professoren drei bis fünf Jahre nach ihrem Amtsantritt auf eine Lebenszeitprofessur, welche sie strategisch und inhaltlich weiterentwickeln wollen. Sie werden in einer ersten Phase vier Jahre mit 800.000 Euro unterstützt, eine Verlängerung um zwei weitere Jahre ist möglich.<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Prof. Dr. Georg Manolikakes<br> Fachbereich Chemie&nbsp; / ֱ in Kaiserslautern<br> E-Mail: manolikakes[at]chemie.uni-kl.de<br> Tel.: 0631 205 2046</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Apr 2023 15:06:55 +0200</pubDate>
                        <title>Inline Process Solutions: Inline-Messtechnik erschließt verborgene Prozessparameter in Produktionsapparaten</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/inline-process-solutions-inline-messtechnik-erschliesst-verborgene-prozessparameter-in-produktionsapparaten-1</link>
                        <description>Die Steuerung von Produktionsanlagen in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie erfolgt in der Regel erfahrungsbasiert, anhand von Prozessparametern wie Temperatur und Druck. Dabei liegen in ihrem Inneren weitere Kenngrößen verborgen, die präzisere Aussagen über die Effizienz und Nachhaltigkeit ihres Betriebs ebenso wie über die Qualität von Produkten liefern. Hier setzt das Gründungsvorhaben Inline Process Solutions (IPS) von fünf Kaiserslauterer Forschenden an. Sie entwickeln an der ֱ Kaiserslautern-Landau eine Messtechnik, die in Apparaten und Rohrleitungen hochauflösende Bilder des enthaltenen Stoff- bzw. Phasengemischs macht. Die zugehörige, auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software bestimmt Parameter wie die Partikelgröße. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Die Steuerung von Produktionsanlagen in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie erfolgt in der Regel erfahrungsbasiert, anhand von Prozessparametern wie Temperatur und Druck. Dabei liegen in ihrem Inneren weitere Kenngrößen verborgen, die präzisere Aussagen über die Effizienz und Nachhaltigkeit ihres Betriebs ebenso wie über die Qualität von Produkten liefern. Hier setzt das Gründungsvorhaben Inline Process Solutions (IPS) von fünf Kaiserslauterer Forschenden an. Sie entwickeln an der ֱ Kaiserslautern-Landau eine Messtechnik, die in Apparaten und Rohrleitungen hochauflösende Bilder des enthaltenen Stoff- bzw. Phasengemischs macht. Die zugehörige, auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software bestimmt Parameter wie die Partikelgröße. </strong></p>
<p>IPS macht mit der Inline-Messtechnik sichtbar, wie die disperse Phasenströmung (bezeichnet ein Gemisch aus mehreren Phasen wie einer Flüssigkeit und einem Gas) beschaffen ist. „Mit unserem System können wir in Rohrleitungen und andere Apparate hineinschauen und untersuchen, wie groß Partikel in einem Gemisch sind, welche Form sie aufweisen und wie viele es überhaupt sind“, erklärt Dr.-Ing. Anne Friebel, die sich bei IPS um die allgemeine Produktentwicklung sowie die Zusammenarbeit mit Industriekunden kümmert.</p>
<p>Die Inline-Messtechnik besteht aus Hard- und Software: Eine Sonde dient als Sensor, und liefert pro Sekunde 5 bis 10 Bilder – idealerweise an einer kritischen Stelle wie beispielsweise kurz hinter dem Auslass eines Trennapparats. Danach verarbeitet eine Software die Bilddaten mittels KI. Die daraus resultierenden Kenngrößen können Anlagenbetreiber über ein User Interface einsehen und für die Steuerung der Prozesse nutzen.</p>
<p><strong>Fokus auf Kristallisation und Sprays</strong></p>
<p>Das Gründungsteam von IPS arbeitet zurzeit mit vier Industriekunden zusammen, um ihr System, das unter dem Namen ARIMOS angeboten werden soll, zur Marktreife zu entwickeln. „Wir konzentrieren uns auf zwei Einsatzbereiche: Kristallisation und Sprays“, sagt Friebel. „Hier sehen wir das größte Potenzial.“ Bei der Kristallisation ist die Form der Partikel entscheidend. Kristalle können je nach Bedingungen unterschiedlich aussehen, aber häufig wird nur eine spezifische Variante benötigt, um anschließende Verarbeitungsschritte zuverlässig durchzuführen. Hier zahlt sich also der prüfende Blick ins Innere des Apparats aus, um kostenintensive Fehlproduktionen oder Nachbearbeitungen zu verhindern. „Das Alleinstellungsmerkmal von ARIMOS ist, dass der Sensor besonders kontrastreiche Aufnahmen liefert, welche die KI im Nachgang leicht erkennen und auswerten kann. Und für das Training der KI können wir synthetische Bilder nutzen, so dass das System beim Kunden direkt mit den Live-Messungen starten kann. Damit sind wir einzigartig am Markt.“</p>
<p>Des Weiteren ermöglicht es die Inline-Messtechnik erstmals, Sprays zu analysieren. „Wir sind dabei ganz kleinen Tröpfchen in Gasströmen auf der Spur“, so die Ingenieurin. „Der Mitriss von Tropfen ist hierbei entscheidend, das heißt, wie viele Flüssigkeitspartikel nach dem Durchlauf durch spezielle Trennapparate noch im Gasstrom enthalten sind.“ Zum einen geht es darum, Produktverlust zu minimieren. Zum anderen besteht die Gefahr, dass nachgeschaltete Anlagen, die nicht mit Flüssigkeit umgehen können, Schaden nehmen. Deswegen kommen in der Industrie üblicherweise zusätzlich mehrere Abscheider zum Einsatz, was Material- und Energiekosten verursacht. Diese aufwändige statische Absicherung kann mit ARIMOS optimiert werden.</p>
<p>Langfristig soll die Inline-Messtechnik nicht nur Analysen ermöglichen, sondern auch über Parameter wie die Partikelgröße Prozesse direkt steuern. „Als dritte Ausbaustufe planen wir, unser System auch als Lösung für die vorausschauende Instandhaltung einzusetzen“, ergänzt Friebel. „Die KI kann lernen, welche Bilder auf gut laufende bzw. nicht optimal laufende Prozesse hindeuten. So wird es möglich gegenzusteuern, bevor etwa ein Filter komplett verstopft und längere Stillstandzeiten verursacht.“</p>
<p><strong>Über das Gründungsvorhaben IPS</strong></p>
<p>IPS – das sind Dr.-Ing. Anne Friebel und ihre Gründungskollegen Dr.-Ing. Jonas Schulz (CEO), Dr.-Ing. Dominic Wirz, Robert Hesse und Andreas Eiden. Alle sind Ingenieure, bringen jedoch aus ihrem jeweiligen Fachgebiet und ihrer Forschungsarbeit an der ֱ Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen – Wirtschafts- und Chemieingenieurwesen sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik – mit. Ihr Gründungsvorhaben wird im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Zugleich unterstützt das Gründungsbüro der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern das Team auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Räumlichkeiten und Laborplätze stehen den Gründern am Laboratory of Reaction and Fluid Process Engineering (LRF, Leitung: Prof. Dr.-Ing. Erik von Harbou) zur Verfügung. Als Mentor unterstützt unteranderem Prof. Hans-Jörg Bart, der eine Senior Forschungsprofessur am LRF innehat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Dr.-Ing. Anne Friebel<br> Inline Process Solutions<br> Tel.: 0631 205-5619<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+boof/gsjfcfmAsquv/ef" data-mailto-vector="1">anne.friebel[at]rptu.de</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-14948</guid>
                        <pubDate>Tue, 11 Apr 2023 16:47:04 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2023: Verschleiß minimieren – Rapid Part Evaluation entwickelt Messtechnik zur schnellen und automatisierten Kenngrößenbestimmung</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2023-verschleiss-minimieren-rapid-part-evaluation-entwickelt-messtechnik-zur-schnellen-und-automatisierten-kenngroessenbestimmung-1</link>
                        <description>Die Lebensdauer von häufig eingesetzten Maschinenelementen wie Dichtungen, Zahnrädern oder Lagern hat das Gründungsteam von Rapid Part Evaluation im Blick, welches an der ֱ Kaiserslautern-Landau sitzt. Mit dem eigens entwickelten Messgerät inklusive Auswertungssoftware können Unternehmen beim Prüfen von Bauteilen bereits in der Designphase schnell und gezielt anwendungsnahe Kenngrößen erfassen. Das Vorhaben wird derzeit durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Auf der Hannover Messe präsentieren Rapid Part Evaluation vom 17. Mai bis 21. April die Messtechnik am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand B46).</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Lebensdauer von häufig eingesetzten Maschinenelementen wie Dichtungen, Zahnrädern oder Lagern hat das Gründungsteam von Rapid Part Evaluation im Blick, welches an der ֱ Kaiserslautern-Landau sitzt. Mit dem eigens entwickelten Messgerät inklusive Auswertungssoftware können Unternehmen beim Prüfen von Bauteilen bereits in der Designphase schnell und gezielt anwendungsnahe Kenngrößen erfassen. Das Vorhaben wird derzeit durch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Auf der Hannover Messe präsentieren Rapid Part Evaluation vom 17. Mai bis 21. April die Messtechnik am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand B46).</strong></p>
<p>Verschleißmechanismen von Maschinenelementen zu verstehen, ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. Zum einen lassen sich Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensdauer einleiten. Zum anderen lässt der Einsatz – in Anbetracht der benötigten Ressourcen und bezüglich verschiedener Umweltaspekte – nachhaltiger gestalten. „Mit unserem Messgerät können wir beispielsweise Radialwellendichtringe untersuchen, wie sie unter anderem in Getrieben zur Abdichtung von nach außen geführten Wellen verwendet werden“, erklärt Olaf Grutza. „Das Versagen dieser Dichtungen kann zum einen zu Schaden an der Maschine führen, aber auch die Umwelt durch austretendes Öl belasten und beeinträchtigen.“</p>
<p>Der von Rapid Part Evaluation entwickelte Wear-Tester ist insbesondere für Forschungs- und Entwicklungsabteilungen interessant. Zum Beispiel, wenn Bauteile in möglichst realen Einsatzbedingungen an einem Prüfstand getestet werden, um neue Bauformen oder neue Materialien in punkto Verschleiß zu bewerten. Für diese Bewertung ist eine Erfassung der relevanten Kenngrößen in Form von Vor- und Nachvermessungen unumgänglich. „Den großen Vorteil der Zeitersparnis, den unser Gerät bietet, können wir an einem Beispiel aus der Forschungsarbeit am Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie (MEGT) an der ֱ festmachen: Vorher kamen bei Verschleißmessungen an Radialwellendichtringen zwei unterschiedliche Messverfahren – die Lichtmikroskopie sowie die Streifenlichtprojektion – zum Einsatz, jetzt nur noch der Wear-Tester. Zudem lassen sich mit unserer Lösung – bestehend aus Messgerät und Auswertungssoftware – innerhalb von 10 bis 20 Sekunden die gewünschten Kenngrößen ermitteln, nicht erst nach mehreren Minuten, wobei bis zu 40.000 Profilmessungen über den Probenumfang aufgezeichnet werden. Sprich, im geschilderten Szenario kommt unser Messgerät um den Faktor 50 schneller zum Ziel bei einer gleichzeitig größeren Datentiefe.“</p>
<p>Dank einer flexiblen Probenaufnahme lassen sich auch andere Bauteile, Zahnräder oder Lager, hinsichtlich Verschleiß prüfen. Was die Probengröße betrifft, ist mit dem Wear-Tester ein Innendurchmesser von mindestens 30 mm und ein Außendurchmesser von maximal 200 mm möglich.</p>
<p>Der Aufwand für die Messungen ist gering: Einfach Probe einlegen und die Einrichtung vornehmen. Danach lassen sich beliebig viele Proben in Folge vermessen. Die erfassten Messdaten werden anschließend mit der eigens entwickelten Software ausgewertet und so die gewünschten Kenngrößen ermittelt.</p>
<p>Auf der Hannover Messe führt Rapid Part Evaluation interessierten Unternehmen die schnelle und automatisierte Verschleißmessung vor.</p>
<p><strong>Über das Gründungsvorhaben </strong></p>
<p>Seit Juli 2022 wird das Kernteam bestehend aus Olaf Grutza, Roman Reimche und Christof Härtel – alles drei Absolventen der Universität in Kaiserslautern – durch das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie des Europäischen Sozialfonds gefördert. Zugleich berät das Gründungsbüro der ֱ und der Hochschule Kaiserslautern die jungen Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Unterstützt wird das Team zudem durch den Lehrstuhl für Maschinenelemente, Getriebe und Tribologie (MEGT) der ֱ, welcher Räumlichkeiten und weitere Ressourcen zur Verfügung stellt und dem Team vor allem in Person von Jun.&nbsp;Prof. Dr.-Ing. Stefan Thielen als Mentor – auch fachlich – zur Seite steht. In das Projekt eingebunden sind außerdem Tim Schollmayer und Christoph Burkhart, welche im Rahmen ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiter des MEGT die Basis für das Vorhaben gelegt haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kontakt</strong><br> Olaf Grutza, M.Sc.<br> ֱ Kaiserslautern-Landau<br> Tel: +49 (0)160 97334987<br> E-Mail: grutza(at)rptu.de</p>
<p>--</p>
<p>Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ Kaiserslautern-Landau auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie und Innovation organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft.</p>
<p>Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 13:14:17 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2023: Auf dem Weg zur smarten Produktion: Wie zuverlässig treibt 5G-Technologie die industrielle Automatisierung voran?</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2023-auf-dem-weg-zur-smarten-produktion-wie-zuverlaessig-treibt-5g-technologie-die-industrielle-automatisierung-voran-1</link>
                        <description>Der neue 5G-Funkstandard soll mittels Echtzeitkommunikation die Digitalisierung vorantreiben. Doch wie zuverlässig und stabil ist die Technologie in konkreten Anwendungsfällen rund um das Automatisieren der industriellen Produktion und Precision Farming? Hierzu forscht Professor Dr. Hans Schotten, Leiter des Forschungsvorhabens „5G Kaiserslautern“ und des Lehrstuhls für Funkkommunikation und Navigation an der ֱ Kaiserslautern-Landau. Auf der Hannover Messe geben er und seine Arbeitsgruppe vom 17. Mai bis 21. April am Stand von „5G Kaiserslautern“ (Halle 14, Stand H06/02) Einblicke in zwei Projekte: (Teil-)autonome Roboter für die Intralogistik und die Landwirtschaft. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der neue 5G-Funkstandard soll mittels Echtzeitkommunikation die Digitalisierung vorantreiben. Doch wie zuverlässig und stabil ist die Technologie in konkreten Anwendungsfällen rund um das Automatisieren der industriellen Produktion und Precision Farming? Hierzu forscht Professor Dr. Hans Schotten, Leiter des Forschungsvorhabens „5G Kaiserslautern“ und des Lehrstuhls für Funkkommunikation und Navigation an der ֱ Kaiserslautern-Landau. Auf der Hannover Messe geben er und seine Arbeitsgruppe vom 17. Mai bis 21. April am Stand von „5G Kaiserslautern“ (Halle 14, Stand H06/02) Einblicke in zwei Projekte: (Teil-)autonome Roboter für die Intralogistik und die Landwirtschaft. </strong></p>
<p>Zunehmender Fachkräftemangel und der Wunsch, langfristig Kosten einzusparen, sind die zentralen Treiber, die Digitalisierung und Automatisierung der industriellen Produktion beschleunigen. Um flexible Lösungen realisieren zu können, ist eine drahtlose Kommunikation in Echtzeit notwendig, wie sie der Mobilfunkstandard 5G verspricht. Nur so können große Datenmengen und sicherheitsrelevante Informationen schnell hin und her fließen und Prozessschritte im erforderlichen Takt ablaufen.</p>
<p>Ob 5G-basierte Lösungen dieses Versprechen einlösen, erforscht das Team von Professor Schotten an der ֱ anhand von konkreten Anwendungsszenarien. Die zwei folgenden Teilprojekte präsentierten die Forschenden bei der Hannover Messe:</p>
<p><strong>Transport per Roboter</strong></p>
<p>Ein Erprobungsobjekt sind Intralogistik-Roboter, die den Warentransport auf einem Gelände, beispielsweise einem Firmen- oder Universitätsgelände, automatisieren sollen. Die Forschenden haben hierzu an der ֱ zwei Fahrzeugtypen (bis 75 kg Zuladung und bis 10 kg Zuladung) im Einsatz. Die Lieferaufträge lassen sich automatisch erstellen oder per Knopfdruck in einem Leitstand auslösen. Ist der Auftrag gestartet, fährt der Roboter (teil-)autonom den Übergabepunkt an, nimmt die Lieferung auf und bringt diese an den Zielpunkt. Auf einer Monitorwand der Leitstelle lässt sich die gesamte Fahrzeugflotte verfolgen. Neben den Kamerabildern sind dort auch sämtliche Sensordaten, Angaben zur Fahrzeit, dem aktuellen Standort und dem Paketinhalt einsehbar. Das funktioniert nur mit den hohen Datenraten der 5G-Technologie, denn jeder einzelne Roboter benötigt eine hohe Upload-Bandbreite. Etwaige Probleme oder unbekannte Situationen meldet er an die Leitstelle, von wo aus ein Bediener die Steuerung per 5G-Netz übernimmt – denn aktuell ist komplett autonomes Fahren in anspruchsvoller realer Umgebung noch nicht möglich. &nbsp;</p>
<p>In weiteren Ausbauschritten bzw. sobald bevorstehende Releases die Leistung der 5G- Mobilfunknetze weiter erhöhen, sollen immer mehr Rechenressourcen vom Roboter in eine Edge Cloud ausgelagert werden, um die Komplexität der Fahrzeuge, deren Gewicht und Energieverbrauch zu reduzieren. Letztlich könnte dies (teil-)autonome Transportfahrzeuge interessanter für Industriekunden machen, da somit ebenso der Anschaffungspreis sinkt und längere Betriebslaufzeiten möglich sind.</p>
<p><strong>Punktegenaue Pflanzenschutzmaßnahmen</strong></p>
<p>Auch die Landwirtschaft bietet vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten für schnelle Mobilfunkkommunikation – Stichwort Precision Farming oder Präzisionslandwirtschaft. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Ressourcen effizient zu nutzen und die Umwelt zu schonen. So sollen künftig beispielsweise keine flächendeckenden Verfahren mehr bei Düngung, Pflanzenschutz oder Bewässerung zum Einsatz kommen, sondern vielmehr hochgenaue, punktuelle Methoden.</p>
<p>Im Rahmen von 5G-Kaiserslautern haben die Forschenden ein autonomes System im Einsatz, das Unkraut (Ampfer) mit Hilfe von Drohnen lokalisiert und anschließend mit einer minimalen Menge an Pflanzenschutzmittel autonom durch einen Feldroboter bekämpft. Die Drohne liefert eingangs Bilder der zur bearbeitenden Fläche an eine Edge Cloud, wo die Position der Unkräuter ermittelt wird. Durch diese Auslagerung wird Energie und Gewicht auf der Drohne eingespart und somit die Laufzeit massiv erhöht. Die verarbeiteten Daten nutzt der Feldroboter nachfolgend für seine Arbeit. Er fährt eigenständig den effizientesten weg auf dem Feld zwischen den erkannten Unkrautpositionen und erfasst dabei das Unkraut zusätzlich per Kamera, um das an Bord mitgeführte Pflanzenschutzmittel punktgenau zu applizieren. Dann schaltet er die Düsen am Spritzbalken ein, der vorne montiert und mit dem Tank verbunden ist. Er ist ebenso mit dem zentralen Leitstand verbunden, was im Falle eines Problems oder einer unbekannten Situation den Fernzugriff ermöglicht. Da im ländlichen Raum die oft noch lückenhafte Netzabdeckung eine Herausforderung darstellt, kommt bei dieser Anwendung ein mobiles 5G-Netz zum Einsatz.</p>
<p>Auch bei diesem Teilprojekt erhofft sich das Forschungsteam, dass bevorstehende 5G-Releases mehr Potenzial freisetzen und sich damit die Machbarkeit der Anwendung endgültig unter Beweis stellen lässt. „Aktuell ist die gewünschte Echtzeitkommunikation noch nicht erreicht“, sagt Schotten. „Wir erwarten von angekündigten Upgrades unter anderem eine große Reduktion der Latenzzeit, die Verzögerungen bei der Datenübertragung minimiert“, sagt Schotten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakte</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Hans Schotten<br> Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation<br> E-Mail: schotten(at)rptu.de<br> Tel.: 0631 205-3595</p>
<p>Christian Schellenberger<br> Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation<br> E-Mail: christian.schellenberger(at)rptu.de<br> Tel.: 0631 205-5523</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 10:12:06 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2023: Neuartige Energiekonzepte für Gebäude – Nachhaltig und wirtschaftlich sanieren und planen</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2023-neuartig-energiekonzepte-fuer-gebaeude-nachhaltig-und-wirtschaftlich-sanieren-und-planen-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steigende Energiepreise stellen Privatpersonen und Unternehmen vor große Herausforderung. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) erstellt ein Team aus den Fachgebieten Gebäudesysteme und Gebäudetechnik sowie Immobilienökonomie für Auftraggeber aus Industrie und Wirtschaft Energiekonzepte für Gebäude, die neu geplant oder saniert werden. Hierbei berücksichtigt es stets die Wirtschaftlichkeit, macht eine Risikoabschätzung und bezieht neue Technologien mit ein, um möglichst CO<sub>2</sub>-neutral oder gar autark zu sein. Auf der Hannover Messe stellt es sein Angebot am Forschungsstand Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand B46) vom 17. bis 21. April vor.</strong></p>
<p>Die stark gestiegenen Energie- und Strompreise machen nicht nur Privatpersonen, sondern insbesondere auch Industrieunternehmen oder Immobilienbetreibern zu schaffen. Hinzu kommt, dass die Energiewende weiter vorangebracht werden muss, damit Deutschland seine Klimaziele einhält. „Der Bedarf an Energiekonzepten ist derzeit groß. Es sollen schnell Maßnahmen ergriffen werden, um den Energieverbrauch zu senken oder ganz energieautark zu werden“, sagt Stefan Spies vom Fachgebiet Gebäudesysteme und Gebäudetechnik an der ֱ in Kaiserslautern.</p>
<p>Doch für wen eignet sich welches Verfahren? Wie viele Photovoltaikanlagen rechnen sich etwa für ein Industrieunternehmen? Und was ist mit Biogas? Lohnt sich ein Blockheizkraftwerk? Kann man von Erdgas auf Wasserstoff umstellen? Wie lässt sich klimaneutral heizen? Welche Möglichkeiten von energiesparenden Klimaanlagen gibt es? Mit solchen Fragen befassen sich viele Unternehmen, die etwa einen neue Produktionshalle errichten oder ein Verwaltungsgebäude sanieren wollen.</p>
<p>Auf solche Bedarfe geht das Team um Professorin Dr. Sabine Hoffmann und Professor Dr. Björn-Martin Kurzrock ein. Es erstellt Energiekonzepte und -managementsysteme. Die Auftraggeber kommen aus unterschiedlichen Bereichen. „Wir arbeiten zum Beispiel mit Automobilkonzernen, Einzelhandelsketten oder Wohnungsbaugenossenschaften zusammen“, sagt Spies weiter. „Zunächst geht es darum, die individuellen Anforderungen zu klären. Was möchte das Unternehmen? Was sind die künftigen Herausforderungen, die entstehen können? Danach gilt es, das individuelle Ziel zu definieren. Das kann zum Beispiel eine bilanzielle CO<sub>2</sub>-Neutralität sein, eine komplette CO<sub>2</sub>-Freiheit, aber auch eine Autarkie in den Bereichen Strom und/oder Wärme.“ Anschließend werden aktuelle Technologien ausgesucht. „Dabei haben wir immer auch den Blick in die Zukunft, um Neuerungen einzuplanen. Wir entwickeln verschiedene Szenarien, betrachten die Wirtschaftlichkeit und erstellen eine Risikoanalyse. Das Paket stellen wir den Auftraggebern vor.“</p>
<p>Ein wichtiges Thema sei derzeit beispielsweise Power-to-X. Damit bezeichnet man Technologien, die Stromüberschüsse speichern können, wenn es ein Überangebot von erneuerbaren Energien gibt. „Dazu eignet sich beispielsweise Wasserstoff“, so Spies weiter. „Bei der Umwandlung entstehen zwar Verluste, allerdings hat die derzeitige wirtschaftliche globale Lage das Interesse daran gefördert und beschleunigt. Durch die gestiegenen Energiepreise gibt der wirtschaftliche Rahmen jetzt mehr her.“</p>
<p>Das Team der ֱ in Kaiserslautern ist stets in Kontakt mit verschiedenen Herstellern, um zu wissen, was in den nächsten Jahren an Techniken auf den Markt kommt. Um seine Energiekonzepte auszuarbeiten, braucht es außerdem das Wissen aus verschiedenen Bereichen. Daher besteht das Team aus Forscherinnen und Forschern aus Gebäudetechnik, Bauphysik, Energiemanagement, Informatik und Immobilienökonomie.</p>
<p>Bei der Arbeit spielen Optimierungsprobleme oft eine große Rolle, wie Spies an einem Beispiel erläutert: „Bei Photovoltaikanlagen ist die größtmögliche nicht für jedes Unternehmen rentabel. Wir ermitteln, was je nach Auftraggeber wirtschaftlich sinnvoll sein kann.“ In Simulationen kann das Team unter anderem die thermische Situation von Gebäuden in den Blick nehmen und schauen, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind. „Wir gehen immer der Frage nach, was wir verbessern können“, so Spies weiter. Dabei prüft das Team die thermische Qualität eines Gebäudes, wenn beispielsweise ein Neubau geplant ist. „Dies ist im Hinblick auf den Kühl-Heizbedarf wichtig. Hier gibt es stets ein großes Optimierungspotential.“</p>
<p>Auf der Hannover Messe stellt das Team sein Angebot anhand von Beispielen vor und zeigt Ergebnisse und Konzepte aus vorangegangenen Forschungsprojekten, die auch für künftige Kunden von Interesse sein könnten. &nbsp;</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Stefan Spies<br> Fachgebiet Gebäudesysteme und Gebäudetechnik<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-4274<br> E-Mail: stefan.spies(at)rptu.de</p>
<p>+++<br> Der Auftritt der Forscherinnen und Forscher der ֱ auf der Messe wird von Klaus Dosch vom Referat für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit organisiert. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und vermittelt unter anderem Kontakte zur Wissenschaft. Kontakt: Klaus Dosch, E-Mail: klaus.dosch(at)rptu.de, Tel.: 0631 205-3001</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Tue, 04 Apr 2023 13:36:55 +0200</pubDate>
                        <title>Hannover Messe 2023: 6G-Technologie auf dem Weg in die Anwendung – Plattform vernetzt Forschungsaktivitäten </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/hannover-messe-2023-6g-technologie-auf-dem-weg-in-die-anwendung-plattform-vernetzt-forschungsaktivitaeten-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um die Digitalisierung voranzutreiben, ist die nächste Generation des Mobilfunkstandards 6G unabdingbar. In Deutschland wird an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen daran gearbeitet. Dabei geht es etwa um 6G-Standards und -Prozesse, Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neuartige Rechnernetze. Gebündelt wird all dies in einer 6G-Plattform, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) von Professor Dr. Hans Schotten und seinem Team koordiniert wird. Auf der Hannover Messe stellen sie die Plattform und die Arbeiten vom 17. bis 21. April vor (Stand H06 (04), Halle 014).</strong><br> <br> Mit der 6G-Technologie könnten in Zukunft etwa Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr oder als Unterstützung in der Arbeitswelt zum Einsatz kommen. Aber auch bei der Umsetzung der Klimaziele dürfte 6G eine Schlüsselrolle zukommen.</p>
<p>„Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“, sagt Koordinator Professor Dr. Hans Schotten, der an der ֱ in Kaiserslautern das Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Forschungsbereich Intelligente Netze leitet. „Ziele sind auch, die Kooperation mit internationalen Partnern besser zu verzahnen, ein Innovationsnetzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups zu schaffen und Fachkräfte auszubilden, die sich mit der Technologie auskennen.“</p>
<p>Dabei geht es unter anderem darum, dass die Technologie sicher und zuverlässig funktioniert. Aber auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Beim Entwickeln der neuen Methoden kommen beispielsweise Verfahren aus der Künstlichen Intelligenz, der Mikroelektronik, den Quantentechnologien und auch Digitale Zwillinge zum Einsatz.</p>
<p>In Deutschland gibt es vier große Forschungsverbünde zu 6G, sogenannte Hubs (Open6GHub, 6G-RIC, 6GEM und 6G-Life), und 18 6G-Projekte, an denen die Industrie beteiligt ist. Hinzu kommen drei Vorhaben zum sogenannten AI-NET, bei denen es um automatisierte, widerstandsfähige und sichere Netze geht, und sieben Projekte, die sich mit der Resilienz, also mit der Zuverlässigkeit, solcher Netze befassen. All diese Arbeiten werden in der 6G-Plattform gebündelt. Gefördert wird diese „Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Koordiniert wird sie an der ֱ in Kaiserslautern.</p>
<p>An der Plattform beteiligt sind neben der ֱ und dem DFKI die Technischen Universitäten in Berlin und Dresden, die Universität Bremen, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Barkhausen Institut, das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS.</p>
<p>Auf der Hannover Messe präsentieren die Kaiserslauterer Ingenieure die 6G-Plattform und die Arbeiten der beteiligten Forschungseinrichtungen am eigenen Forschungsstand. Dabei richtet sich ihr Angebot auch an interessierte Unternehmen und Institute.</p>
<p><strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Michael Karrenbauer<br> Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation / ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631-205-2702<br> E-Mail: michael.karrenbauer(at)rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Apr 2023 09:14:20 +0200</pubDate>
                        <title>Neuer Zertifikats-Fernstudiengang „Applied Financial Mathematics“ startet zum Wintersemester 2023/24</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/neuer-zertifikats-fernstudiengang-applied-financial-mathematics-startet-zum-wintersemester-2023-24-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum kommenden Wintersemester startet der weiterbildende, berufsbegleitende Zertifikats-Fernstudiengang „Applied Financial Mathematics“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Die Bewerbungsphase beginnt Mitte Mai.</strong></p>
<p>„In der Finanz- und Versicherungsindustrie wird es immer wichtiger, vertiefte Kenntnisse der Methoden sowohl der modernen Finanzmathematik als auch der Versicherungsmathematik vorweisen und diese in der Praxis umsetzen zu können. Genau hier knüpft der neue Studiengang an“, so Professor Dr. Jörn Saß, Professor im Fachbereich Mathematik der ֱ und fachlicher Leiter des Studiengangs. Der neue Zertifikatsstudiengang deckt thematisch die wesentlichen Grundlagen der Finanzmathematik ab und ermöglicht eine Spezialisierung in den Bereichen Finanzmathematik, Versicherungsmathematik oder Financial Economics.</p>
<p>Der zweisemestrige Fernstudiengang wurde in Zusammenarbeit des Fachbereichs Mathematik und des Distance and Independent Studies Centers (DISC), der an der ֱ zentral verantwortlichen Einrichtung für Fernstudiengänge, entwickelt. Er fußt auf dem Master-Fernstudiengang „Financial Engineering“, der seit dem Wintersemester 2018/19 angeboten wird. „Wir freuen uns, mit dem neuen Zertifikats-Fernstudiengang an die bereits erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Mathematik anzuknüpfen und das Fernstudienangebot der ֱ um diesen attraktiven Studiengang zu erweitern“, so Dr. Nadine Bondorf, geschäftsführende Leiterin des DISC.</p>
<p>Durch eine im Vergleich zum Masterstudiengang verkürzte Studienzeit und dem damit einhergehenden reduzierten Aufwand richtet sich der Zertifikatsstudiengang insbesondere an berufserfahrene Mathematikerinnen und Mathematiker, die sich in der Finanzmathematik weiterbilden wollen, ohne einen (weiteren) Masterabschluss zu erlangen. Angesprochen werden jedoch auch einschlägig tätige Absolventinnen und Absolventen anderer Studiengänge mit hohem Mathematikanteil.<br> Interessierte können sich für das kommende Wintersemester ab Mitte Mai bis zum 15. Juli für den neuen Studiengang bewerben. Das Studienentgelt beträgt aktuell 1.990 Euro pro Semester, zzgl. eines Sozialbeitrags von derzeit 112 Euro pro Semester.</p>
<p>Weitere Informationen sowie Ansprechpersonen sind unter  zu finden.<br> <br> <strong>Redaktion:</strong><br> Antonia Platten<br> Distance and Independent Studies Center (DISC) / Marketing</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 Apr 2023 08:24:40 +0200</pubDate>
                        <title>Wissenschaftsminister Clemens Hoch: Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung – Sensibilisierung für Gleichstellung und Berufsleben fördern</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wissenschaftsminister-clemens-hoch-klara-marie-fassbinder-gastprofessur-fuer-frauen-und-geschlechterforschung-sensibilisierung-fuer-gleichstellung-und-berufsleben-foerdern-1</link>
                        <description>Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Interview mit der Gastprofessorin Christiane Fath gibt es .&nbsp; </strong></p>
<p>Die Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung wird semesterweise besetzt und rotiert unter den rheinland-pfälzischen Hochschulen. Neben dem Ziel, Impulse für die Frauen- und Geschlechterforschung zu geben, soll die Gastprofessur den Forschungszweig der Frauen- und Geschlechterforschung in Rheinland-Pfalz stärken, die entsprechenden Lehrangebote erweitern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden das Netzwerken ermöglichen. Die Gastprofessur wird im Sommersemester 2023 von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) ausgerichtet. Für die Durchführung der Gastprofessur stellt die Landesregierung der Hochschule Mittel in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung.<br> <br> „Ich freue mich, dass wir mit der Diplom-Ingenieurin und Architektin Prof. Christiane Fath einmal mehr eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin für die Ausrichtung der Internationalen und interdisziplinären Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung gewinnen konnten“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.<br> <br> Ihr Thema „Gender in der Lehre“ sei hochaktuell für die Genderforschung und führe einmal mehr vor Augen, dass in den letzten Jahren zwar einige Fortschritte zu verzeichnen seien, hier aber noch intensiv weitergearbeitet werden müsse, um Frauen zu ermutigen, ihre beruflichen Ziele selbstbewusst zu verfolgen, so Hoch.<br> <br> Christiane Fath wird im Sommersemester 2023 an der ֱ Veranstaltungen zum Thema: „Gender in der Lehre“ abhalten. Zudem wird dem Thema “Der Einfluss weiblicher Vorbilder auf die Karriereverläufe von Frauen in der Architektur“ Raum gegeben.<br> <br> Mit zwei Vorträgen „Die Kaiserinnen: Der Einfluss weiblicher Vorbilder auf die Karriereverläufe von Frauen“ und „Come as you are! Radikale Inspiration + Vielfalt“ sowie einem Kompaktseminar sollen Impulse für eine Veränderung gegeben werden. Im Rahmen des abschließenden Symposiums am 22./23. Juni 2023 werden weibliche Vorbilder der Architekturszene geladen. Sie setzen sich für mehr Diversität in der deutschen Baukultur ein und zeigen auf, wie sich aktuell das Berufsbild der Architektin verändert.<br> <br> „Mein primäres Ziel im Rahmen der Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur besteht darin, die Sensibilisierung für die Zusammenhänge zwischen Gender, Gleichstellung und Berufsleben zu fördern“, so die Gastprofessorin Christiane Fath. Sie weist daraufhin, dass im Architekturstudium an Hochschulen zwar seit Jahren ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Studierenden bestehe, nach Abschluss des Studiums sich aber nur noch 30 Prozent der Architektinnen im Berufsfeld wiederfinden würden. Nur zehn Prozent würden in Deutschland ein eigenes Architekturbüro führen und unter den Architekturprofessorinnen betrage der Frauenanteil sogar weniger als zehn Prozent. Der sogenannte gender wage gap belaufe sich aktuell auf 18 Prozent. Dies sei darauf zurückzuführen, dass Frauen in der wettbewerbsorientierten Branche des Ingenieurwesens nach wie vor unterrepräsentiert seien. Mit der Gastprofessur will sie diesem Trend entgegentreten.</p>
<p>Die Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur wird seit 2001 durch das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium gefördert und rotiert zwischen den rheinland-pfälzischen Hochschulen. Semesterweise folgt eine international renommierte Wissenschaftlerin dem Ruf an die jeweils ausrichtende Hochschule.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 Mar 2023 10:59:35 +0100</pubDate>
                        <title>Wissenschaftsministerium fördert „Quanteninitiative Rheinland-Pfalz“ mit 1,2 Millionen Euro</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wissenschaftsministerium-foerdert-quanteninitiative-rheinland-pfalz-mit-12-millionen-euro-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um die Quantenforschung in Rheinland-Pfalz stärker zu vernetzen und zu koordinieren, schließen sich die Universitäten in Kaiserslautern und Mainz mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM zur Quanteninitiative Rheinland-Pfalz, kurz QUIP, zusammen. Ziel dabei ist es auch, den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Quantentechnologien gezielt auszubilden und für dieses neue Wirtschaftsfeld fit zu machen. Dazu sind unter anderem ein Graduiertenkolleg und Sommerschulen geplant. Ausländische Studierende sollen zudem bei Forschungsaufenthalten Einblick in die Arbeiten an den beteiligten Einrichtungen erhalten. Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium fördert QUIP für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro.</strong></p>
<p><strong>Den Förderbescheid hat Wissenschaftsminister Clemens Hoch am 17. März an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) in Kaiserslautern übergeben.</strong></p>
<p>Quantentechnologien werden es in Zukunft ermöglichen, zentralen Herausforderungen wie in den Bereichen Computing, Sensorik, Energietechnik, Logistik und Nachhaltigkeit mit völlig neuen Werkzeugen und Methoden zu begegnen. Quantencomputer werden Rechenoperationen etwa deutlich schneller ausführen, als dies Supercomputer derzeit bewerkstelligen. Und Quantensensoren könnten beispielsweise Hirnströme und winzige Magnetfelder wesentlich effizienter messen oder Quantenverschlüsselungsprogramme eine absolut sichere Verschlüsselung bei der Nachrichtenübertragung gewährleisten. Das sind nur drei Beispiele, die zeigen, wie die Technologien in verschiedenen Gebieten zum Einsatz kommen können.<br> <br> In den vergangenen Jahren hat die Forschung die Grundlagen dafür gelegt. Auch die Quantenforschung an den Universitäten in Kaiserslautern und Mainz hat einen großen Anteil daran. „Entscheidende Beiträge zur Entwicklung moderner Quantentechnologien sind auf Mainzer und Kaiserslauterner Arbeiten zurückzuführen, wie sogenannte 2-Qubit-Gatter und Rydberg-Gatter, die zum Beispiel in Quantencomputern als Bausteine zum Einsatz kommen, um damit Rechenoperationen durchzuführen“, sagt Professor Dr. Herwig Ott, der die Initiative koordiniert und an der ֱ in Kaiserslautern zur Quantenatomoptik forscht. Aber auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Rheinland-Pfalz spielen diese Technologien schon lange eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Entwicklung und dem Testen von Quantenalgorithmen.<br> <br> Das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium hat im März 2022 den Workshop „Quantentechnologie in Rheinland-Pfalz“ durchgeführt. Dieser habe gezeigt, dass das Land im Bereich der Quantentechnologie breit aufgestellt sei, Forschende auf ihrem Gebiet teilweise national und international führend seien und Rheinland-Pfalz über ein hohes Drittmittelvolumen im Bereich der Quantentechnologie verfüge. „Quantentechnologie ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft; der durch sie bedingte Technologiesprung wird die Welt nachhaltig verändern. Es war wichtig, dass dieser Workshop durchgeführt wurde, denn als Bereiche mit Chancen und Potentialen hat er eine bessere Vernetzung der Akteure über Einrichtungen hinweg, eine bessere Sichtbarkeit des Quantentechnologie-Standortes Rheinland-Pfalz und die Gewinnung, Ausbildung und Bindung von Nachwuchskräften aufgezeigt. Hier unterstützten wir gerne auf dem Weg in die Zukunft und stellen zur Umsetzung der Quanten-Initiative Rheinland-Pfalz bis Ende 2024 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, um unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse eine Stärkung von Forschung und Innovation im Land zu erreichen“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch.<br> <br> An QUIP sind die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), die ֱ, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM beteiligt.<br> <br> Eine wichtige Aufgabe, die sich die Initiative auf die Fahnen geschrieben hat, ist dabei die Nachwuchsförderung, wie Professor Dr. Werner R. Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie an der ֱ in Kaiserslautern, ausführt: „Wir möchten Studieninteressierte, Studierende und Graduierte aus aller Welt für den Standort Rheinland-Pfalz gewinnen und hier aus- und weiterbilden. Auch möchten wir ihnen ein Angebot machen, nach dem Studium oder der Promotion in Rheinland-Pfalz zu bleiben.“ Professor Dr. Stefan Müller-Stach, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der JGU, ergänzt: „Derzeit fehlt es in der Region an Fachkräften, die sich mit diesen neuen Technologien auskennen. Auch diesem Bedarf möchten wir mit der neuen Initiative Rechnung tragen.“<br> <br> Geplant ist ein Graduiertenkolleg, das allen Doktorandinnen und Doktoranden aus den Quantenwissenschaften in Rheinland-Pfalz offensteht und in dem sie sich untereinander vernetzen können. Zudem sieht das Kolleg Soft Skill-Seminare, ein Coaching- und ein Mentorenprogramm sowie die Einrichtung sogenannter wissenschaftlicher Fokusgruppen vor, bei denen jeweils ein Bereich aus der Quantenforschung im Mittelpunkt steht. Auch soll es regelmäßige Treffen der Beteiligten und Vortragsreihen geben.<br> <br> Im Rahmen von Sommerschulen sollen Promovierende darüber hinaus die Möglichkeit haben, sich intensiver mit den Bereichen Quantencomputer und Quantensensorik zu befassen. Weiterhin wird QUIP ein- bis sechsmonatige Forschungsaufenthalte anbieten, bei denen vor allem ausländische Studierende Einblick in die Arbeit der Universitäten und Institute erhalten sollen.<br> Damit QUIP besser sichtbar ist, soll es eine zentrale Anlaufstelle geben, die unter anderem für Anfragen zuständig ist und Kontakte vermittelt. Zudem wird die Internetseite „Quanteninitiative Rheinland-Pfalz“ Angebote und Informationen für verschiedene Zielgruppen bereithalten.<br> <br> <strong>Fragen beantwortet:</strong><br> Professor Dr. Herwig Ott<br> Arbeitsgruppe Quantenatomoptik/Fachbereich Physik<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-2817<br> E-Mail: ott(at)physik.uni-kl.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 24 Feb 2023 08:29:31 +0100</pubDate>
                        <title>Die Eroberung von Datenreihen: Informatiker der ֱ erhält zwei Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/die-eroberung-von-datenreihen-informatiker-der-rptu-erhaelt-zwei-millionen-euro-vom-europaeischen-forschungsrat-1</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Professor Dr. Anthony W. Lin mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet, einer der renommiertesten Forschungsförderungen weltweit. Der Kaiserslauterer Informatiker erhält für fünf Jahre rund zwei Millionen Euro, um neue Methoden zu entwickeln, mit denen sich komplexe Computerprogramme analysieren beziehungsweise ihre Fehlerfreiheit beweisen lassen. Ein Kern solcher Programme liegt in der Verwendung beziehungsweise Anwesenheit von Datenreihen. Das Team um Lin entwickelt dazu zunächst theoretische Modelle, die es in die Anwendung bringen möchte.</strong><br> <br> Ob bei Krankenversicherungen, bei Onlineshops, in der privaten Cloud, am Produktionsband in einem Industrieunternehmen oder bei börsennotierten Konzernen – heutzutage fallen in den unterschiedlichsten Bereichen riesige Datenmengen an. Computer betrachten viele von ihnen als Datensequenzen, zum Beispiel als eine Reihe von Zahlen. „Moderne Programme verarbeiten ständig Datensequenzen, zum Beispiel Datenstrukturen wie Arrays, die Informatik-Studierende in ihrer ersten Vorlesung kennenlernen, oder die Kurshistorie einer Aktie. Aufgrund der Komplexität solcher Programme schleichen sich leicht Fehler ein. Die Herausforderung besteht darin, neue Methoden zu entwickeln, die zu sowohl fehlerfreien als auch effizienten Programmen führen und dabei das Programmieren leichter machen", sagt Professor Dr. Anthony Lin, der an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (ֱ) Kaiserslautern-Landau zu „Automated Reasoning“ forscht.<br> <br> Wie aber kann man die Fehlerfreiheit eines solchen Computerprogramms garantieren? Damit wird sich das vom ERC geförderte Projekt „Logic and Automata over Sequences with Data“ (LASD) befassen. Die Lösung liegt in der Entwicklung einer neuen Automatentheorie.<br> <br> Im Blick hat das Team um Lin dabei unter anderem, wie sich sogenannte Graphdatenbanken leichter und effizienter abfragen lassen. Damit lassen sich stark vernetzte Informationen speichern. Sie kommen etwa zum Einsatz, um Finanztransaktionen zwischen mehreren Parteien aufzuzeichnen. Darin enthalten sind eine Vielfalt von Daten zu Kontoinhabern (Personen oder Unternehmen) und Transaktionen, wie Namen, Alter, Beträge der Überweisungen et cetera. Um Betrügereien bei solchen Systemen auf die Schliche zu kommen, sind besonders der Verkehr von Überweisungen, das heißt die Sequenzen von Überweisungen, sowie deren Beträge von Interesse. Bislang ist es sehr aufwendig, diese Angaben herauszufiltern.<br> <br> Ein anderer Anwendungsbereich, der im Fokus des Projektes stehen wird, sind Datenreihen, bei denen es über die Zeit zu Änderungen kommt, die im Vorfeld nicht abzusehen sind. Im Bereich des maschinellen Lernens sind in letzter Zeit verschiedene Methoden entwickelt worden, die eine Datenreihe als Eingabe erhalten und eine Entscheidung treffen. Beispielsweise kommen solche Systeme bei Darlehen zum Einsatz, um zu entscheiden, ob ein Antrag bewilligt wird oder nicht. „Das Hauptproblem besteht darin, dass es der Entscheidung eines solchen Systems an Erklärung und Transparenz fehlt, warum soll beispielsweise der Antrag auf ein Darlehen abgelehnt werden?“, fährt Professor Lin fort. „Dieses Erklärbarkeitsproblem ist ein zentrales Thema im Bereich des maschinellen Lernens. Wir wollen dazu eine Theorie entwickeln, die genau dabei helfen soll.“<br> <br> Professor Lin forscht seit 2019 als Professor für „Automated Reasoning“ an der ֱ sowie als Max-Planck Fellow am Max-Planck-Institut für Software Systeme. Das Max-Planck-Fellow-Programm fördert die Zusammenarbeit von herausragenden Hochschullehrerinnen und -lehrern mit Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft. Zuvor war Professor Lin an der Universität im englischen Oxford, wo er bereits einen ERC Starting Grant erhalten hat.<br> <br> An der ֱ gibt es derzeit noch drei weitere Forscher, deren Forschung vom ERC gefördert werden: Professor Johannes Herrmann aus dem Fachbereich Biologie hat einen ERC Advanced Grant erhalten, um zu untersuchen, wie Zellen über lange Zeit funktionsfähig bleiben. Professor Mathias Weiler aus der Physik wurde mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet. Er und sein Team beschäftigen sich mit Spinwellen und neuen spintronischen Bauelementen, mit denen sich das Speichern, Verarbeiten und Weiterleiten von Informationen deutlich beschleunigen ließe. Sein Physiker-Kollege Juniorprofessor Phillipp Pirro baut im Rahmen einer ERC Starting Grant-Förderung ein künstliches Gehirn, bei dem Informationen mit Hilfe von Magnonen, den Quantenteilchen der Spinwellen, übertragen werden sollen.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br> Professor Dr. Anthony W. Lin<br> Arbeitsgruppe Automated Reasoning, Fachbereich Informatik<br> ֱ in Kaiserslautern<br> Tel.: 0631 205-3330<br> E-Mail: lin[at]cs.uni-kl.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 22 Feb 2023 14:04:37 +0100</pubDate>
                        <title>Fraktional quantisiertes Thouless-Pumpen von Solitonen nachgewiesen: Verborgenen Eigenschaften von Festkörpern auf der Spur</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/fraktional-quantisiertes-thouless-pumpen-von-solitonen-nachgewiesen-verborgenen-eigenschaften-von-festkoerpern-auf-der-spur-1</link>
                        <description>Mechanismen zu entschlüsseln und zu nutzen, die den Zustand von Materie beeinflussen, ist vielfach Auslöser für wissenschaftlichen Fortschritt. Juniorprofessorin Christina Jörg, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) forscht, beschäftigt sich mit Wechselwirkungsprozessen, die derartigen Phänomenen zugrunde liegt. In einer Forschungsarbeit hat sie zusammen mit ihren Kollegen der Pennsylvania State University und des Indian Institute of Science erstmals fraktionales Thouless-Pumpen von Solitonen (formstabilen Lichtwellenpaketen) experimentell nachgewiesen. Die Studie wurde kürzlich im renommierten Magazin Nature Physik veröffentlicht. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Mechanismen zu entschlüsseln und zu nutzen, die den Zustand von Materie beeinflussen, ist vielfach Auslöser für wissenschaftlichen Fortschritt. Juniorprofessorin Christina Jörg, die an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) forscht, beschäftigt sich mit Wechselwirkungsprozessen, die derartigen Phänomenen zugrunde liegt. In einer Forschungsarbeit hat sie zusammen mit ihren Kollegen der Pennsylvania State University und des Indian Institute of Science erstmals fraktionales Thouless-Pumpen von Solitonen (formstabilen Lichtwellenpaketen) experimentell nachgewiesen. Die Studie wurde kürzlich im renommierten Magazin Nature Physik veröffentlicht. </strong></p>
<p>Eindimensionale Thouless-Pumpen fungieren als Modelle für den zweidimensionalen Quanten-Hall-Effekt. Dieser entsteht, wenn sich Elektronen bei tiefen Temperaturen und einem starken Magnetfeld nur noch in zwei Raumrichtungen bewegen können. Unter diesen Umständen steigt die senkrecht zu einem fließenden Strom auftretende Spannung nicht kontinuierlich mit dem Magnetfeld an, sondern wächst stufenweise. Für die Entdeckung dieses außergewöhnlichen Zustands erhielt Klaus von Klitzing 1985 den Physiknobelpreis. Der zugehörige Hall-Widerstand, das Verhältnis aus Hall-Spannung und Strom, ist dabei quantisiert; er wird bestimmt durch eine ganzzahlige topologische Konstante (Chern-Zahl). Mittels Thouless-Pumpen (benannt nach David J. Thouless, einem weiteren Physiknobelpreisträger) wird dieser Effekt greifbar: Ladung wird in einem Zeit-periodisch modulierten Gitter während einer Periode um eine konstante (ganze) Zahl von Gitterplätzen weitergepumpt. Analog zum Quanten-Hall Effekt, wird diese Konstante durch die Chern-Zahl beschrieben. Betrachtet man die Zeit als „künstliche“ Dimension, erhält man das zweidimensionales Quanten-Hall-System zurück.</p>
<p>Weiterführende Forschungsarbeiten zeigten, dass bei erhöhten Magnetfeldern nicht nur Phasen auftreten, die durch eine ganzzahlige Konstante bestimmt sind. Ebenso können Konstanten, die Bruchteilen von ganzen Zahlen entsprechen, derartige Phasen beschreiben. Ursächlich für diesen sogenannten fraktionalen Quanten-Hall-Effekt sind die Wechselwirkungen zwischen Elektronen.</p>
<p>Genau hier hat die Studie von Erstautor Marius Jürgensen&nbsp;angesetzt, die in Zusammenarbeit mit Sebabrata Mukherjee und Christina Jörg während ihres Post-Doc-Forschungsaufenthaltes in der Arbeitsgruppe von Prof. Mikael C. Rechtsman an der Pennsylvania State University entstanden ist. Das Team hat ein mittels Photonen bzw. Lichtteilchen betriebenes Modellsystem geschaffen, um Wechselwirkungen in Quanten-Hall-Systemen besser zu verstehen. Das System basiert auf gekoppelten Lichtwellenleitern, ähnlich zu Glasfasern. „Lichtteilchen in Lichtwellen verhalten sich grundsätzlich anders als Elektronen in einem Festkörper“, so Jun.-Prof. Dr. Christina Jörg, die an der ֱ die AG „Topologie in 3D photonischen Quantensimulatoren“ leitet. „Sie fliegen durcheinander durch und stoßen nicht miteinander.“ Daher haben die Forschenden einen Trick angewendet, um die Photonen miteinander in Wechselwirkung zu bringen: Sie nutzten die intensitätsabhängige Änderung des Brechungsindexes des Materials, Glas, das sie für die Experimente verwendeten. „Der Brechungsindex wird größer, je mehr Licht wir über einen gepulsten Laser ins System bringen“, so die Physikerin. „Dadurch entsteht eine Wechselwirkung. Weil sich die Fokussierung durch den erhöhten Brechungsindex und die Kopplung zu den Nachbar-Wellenleitern die Waage halten, bildet sich ein formstabiles Wellenpaket, ein sogenanntes Soliton. In Thouless-Pumpen haben sich die Solitonen ebenso wie die Lichtwellen im nicht-wechselwirkenden Fall jeweils um eine ganze Gitterkonstante, vorgegeben von der Chern-Zahl, weiterbewegt.“</p>
<p>„Dass Solitonen nach diesem Verfahren gepumpt werden, hatten wir bereits 2021 gezeigt“, sagt Marius Jürgensen, Erstautor der Studie und Doktorand an der Pennsylvania State University. „In der gemeinsamen Forschungsarbeit haben wir zusätzlich beobachtet, dass Solitonen auch fraktional wandern können. Bei höherer Lichtleistung bewegen sich die Solitonen nur die halbe Distanz. So konnten wir letztlich je nach Stärke des Lichtfelds das Pumpen um verschiedene Bruchzahlen zeigen.“</p>
<p>Zusammenfassend ist es dem Team gelungen, das fraktionale Thouless-Pumpen von Solitonen erstmals experimentell nachzuweisen. Zudem haben die Forschenden ein Modellsystem geschaffen, das faszinierende Einblicke in das Zusammenspiel zwischen wechselwirkenden Teilchen und der Physik des Quanten-Hall-Systems ermöglicht. „Die genaue Beziehung zwischen den Bruchzahlen und der nötigen Wechselwirkungsstärke werden wir in Folgestudien erforschen. Wir möchten gerne verstehen, ob es eine direkte Verbindung zum fraktionalen Quanten-Hall-Effekt gibt.“</p>
<p>Die Studie ist einsehbar unter: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong></p>
<p>Jun.-Prof. Dr. Christina Jörg<br> ֱ, AG Optische Technologien und Photonik<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+dkpfshAqiztjl/voj.lm/ef" data-mailto-vector="1">cjoerg[at]rptu.de</a><br> Telefon: 0631 205-4400</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-14932</guid>
                        <pubDate>Tue, 21 Feb 2023 16:17:57 +0100</pubDate>
                        <title>Infoveranstaltung &quot;Studium und Beruf&quot; am 7. März an der ֱ in Kaiserslautern </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/infoveranstaltung-studium-und-beruf-am-7-maerz-2023-an-der-rptu-in-kaiserslautern-1</link>
                        <description>In der gemeinsamen Veranstaltung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens informieren Dozentinnen und Dozenten alle Studieninteressierten über Voraussetzungen, Inhalte und Berufsperspektiven zahlreicher universitärer Studiengänge. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Gelegenheit, mit Studierenden des jeweilig vorgestellten Fachbereichs ins Gespräch zu kommen, um weitere Punkte zu klären beziehungsweise die Studierenden zu ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen im Studium zu befragen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>In der gemeinsamen Veranstaltung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens informieren Dozentinnen und Dozenten alle Studieninteressierten über Voraussetzungen, Inhalte und Berufsperspektiven zahlreicher universitärer Studiengänge. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Gelegenheit, mit Studierenden des jeweilig vorgestellten Fachbereichs ins Gespräch zu kommen, um weitere Punkte zu klären beziehungsweise die Studierenden zu ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen im Studium zu befragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="text-left"><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2023/STUB_07.03.23.pdf" class="btn btn--black-outline mb-4 me-4">Programmflyer zum Download</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 20 Feb 2023 09:42:09 +0100</pubDate>
                        <title>Geplante Pestizidverordnung der EU – Konkrete Flächenberechnungen für eine faktenbasierte Diskussion</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/geplante-pestizidverordnung-der-eu-konkrete-flaechenberechnungen-fuer-eine-faktenbasierte-diskussion</link>
                        <description>Mit einer neuen Verordnung möchte die EU-Kommission die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft neu regeln. Lisa Eichler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Dr. Carsten Brühl von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben die Flächenanteile, um die es geht, für ganz Deutschland und die Bundesländer errechnet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>&nbsp;-Gemeinsame Pressemitteilung von&nbsp;Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) e. V. und&nbsp;Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)-</strong></em></p>
<p><strong>Mit einer neuen Verordnung möchte die EU-Kommission die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft neu regeln. Der Entwurf sieht unter anderem ein Pestizidverbot für Agrarflächen vor, die in Schutzgebieten liegen. Genaue Zahlen, auf wie viel Fläche dies in Deutschland zutreffen würde, fehlen bisher. Das erschwert eine sachliche Diskussion. Lisa Eichler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Dr.&nbsp;Carsten Brühl von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) haben die Flächenanteile, um die es geht, für ganz Deutschland und die Bundesländer errechnet.</strong></p>
<p>Im Juni 2022 hat die Europäische Kommission den Entwurf einer Verordnung zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (Sustainable Use Regulation/SUR) veröffentlicht. Die geplante Verordnung soll dazu beitragen, die Ziele der „Farm-to-Fork“-/„Vom-Hof-auf-den-Tisch“-Strategie der EU-Kommission zu erreichen: Das europäische Ernährungssystem soll fair, gesund und umweltfreundlich gestaltet werden. Dazu gehört auch, weniger Pflanzenschutzmittel auszubringen. Die geplante Verordnung zielt daher zum einen darauf ab, den Einsatz von Pestiziden bis 2030 zu halbieren. Außerdem ist ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in so genannten sensiblen Gebieten vorgesehen. Es soll helfen, das Risiko von Umweltschäden in empfindlichen Ökosystemen zu vermindern und die biologische Vielfalt zu erhalten. Zu den Schutzgebieten, für die ein Pestizidverbot vorgesehen ist, zählen Wasserschutzgebiete, Natur-, Vogel-, Flora-Fauna-Habitat- und Landschaftsschutzgebiete sowie Nationalparks, die besonders schützenswerte Lebensräume und Arten beherbergen.</p>
<p><strong>Konkrete Zahlen – Wie viele Flächen beträfe ein Pestizidverbot?</strong></p>
<p>Das Verbot von Pflanzenschutzmitteln in diesen Schutzgebieten bezieht sich auch auf Agrarflächen, die in diesen Arealen liegen. Das hat in den vergangenen Monaten bereits zu hitzigen Debatten geführt. Doch auf wie viele Flächen träfe das Verbot in Deutschland überhaupt zu? Konkrete Zahlen dazu gibt es bisher nicht. Da diese aber wichtig wären, um die Diskussion zur geplanten EU-Verordnung zu versachlichen, haben Lisa Eichler vom IÖR und Dr.&nbsp;Carsten Brühl von der ֱ Berechnungen dazu vorgenommen und stellen die Zahlen allen Interessierten zur Verfügung. (<em><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2023/20230220_MI_Hintergrund_IOER_ֱ_EU-Pestizidverbot-in-Schutzgebieten_konkrete-Flaechenberechnungen.pdf">Detaillierte Ergebnisse siehe Hintergrundmaterial</a></em>)</p>
<p>Werden für die Berechnung alle Flächen berücksichtigt, welche die geplante Verordnung aktuell als ökologisch sensible Gebiete definiert, dann würde das Pestizidverbot in Deutschland für insgesamt 38.018&nbsp;km² Ackerfläche und 696&nbsp;km² Obst- und Weinbauflächen gelten. Das entspricht 31&nbsp;% der Gesamtackerfläche bzw. 36&nbsp;% der gesamten Obst- und Weinbauflächen von Deutschland. Der größere Teil dieser Agrarflächen liegt in Landschaftsschutzgebieten (LSG), nämlich 19&nbsp;% der deutschen Ackerflächen und 25&nbsp;% der Obst- und Weinbauflächen.</p>
<p>Auch in einigen Bundesländern mit großen Agrarflächen liegen diese überdurchschnittlich oft in Landschaftsschutzgebieten: bei den Ackerflächen 39&nbsp;% in Nordrhein-Westfalen, 28&nbsp;% in Brandenburg und 26&nbsp;% in Sachsen. In Rheinland-Pfalz trifft dies auf 29&nbsp;% der 809&nbsp;km² großen Obst- und Weinbaufläche zu. Vergleichsweise hohe Anteile der Agrarflächen liegen zum Teil aber auch in Trinkwasserschutzgebieten: Im Bundesdurchschnitt gilt dies für 10&nbsp;% der Ackerflächen. Bei den Bundesländern trifft dies vor allem auf Ackerflächen in Baden-Württemberg (32&nbsp;%), Hessen (28&nbsp;%) und Mecklenburg-Vorpommern (17&nbsp;%) zu.</p>
<p><strong>Szenario: Kein Pestizidverbot in Landschaftsschutzgebieten</strong></p>
<p><em>„In den bisherigen Diskussionen wurde häufig infrage gestellt, ob das Pestizidverbot wirklich für alle Schutzgebietskategorien gleichermaßen gelten soll. Es gab Überlegungen, zum Beispiel die Landschaftsschutzgebiete von den strengen Regelungen auszunehmen. Wir haben auch dieses Szenario berechnet“</em>, erläutert Lisa Eichler vom IÖR. Klammert man Agrarflächen, die ausschließlich in Landschaftsschutzgebieten liegen, bei der Berechnung aus, dann beläuft sich der Anteil von Agrarflächen in ökologisch sensiblen Gebieten auf deutschlandweit rund 21.146&nbsp;km², davon 20.845&nbsp;km² Ackerfläche und 301&nbsp;km² Obst- und Weinbauflächen. Damit wären in Deutschland noch 17&nbsp;% der Gesamtackerfläche und 16&nbsp;% der Obst- und Weinbauflächen von einer Pestizidbeschränkung betroffen. In einigen Bundesländern lägen auch in diesem Szenario noch überdurchschnittlich hohe Anteile von Agrarflächen in Gebieten mit Pestizidverbot: bei den Ackerflächen 45&nbsp;% in Hessen, 37&nbsp;% in Baden-Württemberg und 34&nbsp;% in Mecklenburg- Vorpommern, bei den Obst- und Weinbauflächen 28&nbsp;% in Baden-Württemberg.</p>
<p><em>„Wir wollen mit unseren Berechnungen eine konstruktive Debatte zur geplanten EU-Verordnung anregen. Die konkreten Zahlen zeigen auf, welche Betroffenheiten tatsächlich bestehen – das ist auch von Bundesland zu Bundesland verschieden und neben Landschaftsschutzgebieten spielen auch Wasserschutzgebiete eine große Rolle</em>“, ordnet Carsten Brühl von der ֱ in Landau die Ergebnisse ein.</p>
<p>Für die Ermittlung der Flächen haben Lisa Eichler und Carsten Brühl eine breite Basis an Geodaten und Informationen aus verschiedenen Datenbanken herangezogen, diese Informationen analysiert und miteinander verschnitten. Die Herausforderung war, dass sich Schutzgebietskategorien überlagern können. Eine Ackerfläche kann zum Beispiel sowohl in einem Landschafts- als auch in einem Vogelschutzgebiet liegen. Daher wurde bei der Berechnung für jede Agrarfläche bestimmt, in welchen und in wie vielen Schutzgebieten diese liegt. (<em><a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2023/20230220_MI_Hintergrund_IOER_ֱ_EU-Pestizidverbot-in-Schutzgebieten_konkrete-Flaechenberechnungen.pdf">Details zu Datenbasis und Methodik siehe Hintergrundmaterial</a></em>)</p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p><strong>Lisa Eichler</strong> ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Raumbezogene Information und Modellierung am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). Sie ist Expertin auf dem Gebiet der Geodatenanalyse verknüpft mit naturschutzfachlichem Wissen.</p>
<p><strong>Dr. Carsten Brühl</strong> lehrt und forscht am Institut für Umweltwissenschaften Landau, der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ). Er ist Ökologe und Ökotoxikologe und beschäftigt sich seit 20&nbsp;Jahren mit der Auswirkung von Pestiziden auf die Umwelt.</p>
<p>Lisa Eichler und Carsten Brühl arbeiten aktuell im <strong>Projekt </strong> zusammen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte wird. In dem Verbundprojekt forschen neun Partner noch bis 2023 zum Insektenschwund in Naturschutz-Arealen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hintergrundmaterial</strong>: <a href="/fileadmin/prum/03_Pressearbeit/Pressemitteilungen/PM2023/20230220_MI_Hintergrund_IOER_ֱ_EU-Pestizidverbot-in-Schutzgebieten_konkrete-Flaechenberechnungen.pdf">Details zu Datenbasis und Methodik</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wissenschaftlicher Kontakt </strong></p>
<p><strong>Lisa Eichler</strong><br> Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)<br> Forschungsbereich Raumbezogene Information und Modellierung<br> Tel.: (0351) 46&nbsp;79-209<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+M/FjdimfsAjpfs/ef" data-mailto-vector="1">L.Eichler[at]ioer.de</a></p>
<p><strong>Dr. Carsten Brühl</strong><br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ)<br> Gemeinschaftsökologie &amp; Ökotoxikologie am Institut für Umweltwissenschaften Landau<br> Tel.: (06341) 280 31 310<br> E-Mail: <a href="#" data-mailto-token="nbjmup+Dbstufo/CsvfimAsquv/ef" data-mailto-vector="1">Carsten.Bruehl[at]rptu.de</a></p>
<p><strong>Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)</strong> ist eine außeruniver­sitäre Forschungseinrichtung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das IÖR leistet Beiträge für eine räumliche Entwicklung, die es der Menschheit ermöglicht, innerhalb ökologischer Grenzen zu prosperieren und planetare Gerechtigkeit zu gewährleisten. Seine Forschung zielt darauf ab, tiefgreifende und umfassende Transformationen zu beschleunigen und umzusetzen, die Regionen, Städte und Quartiere nachhaltig und resilient gestalten. []</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 01 Feb 2023 19:32:07 +0100</pubDate>
                        <title>Festakt zum Auftakt der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau </title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/festakt-zum-auftakt-der-rheinland-pfaelzischen-technischen-universitaet-kaiserslautern-landau</link>
                        <description>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) feierte am heutigen 1. Februar einen Festakt zu ihrem Auftakt. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie aller Mitglieder der Universität. Insgesamt nahmen rund 200 Gäste an dem Festakt auf dem Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße teil. Glückwünsche überbrachte allen voran die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch sandte Grußworte. Professor Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, hielt einen Festvortrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="Lead"><strong>Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) feierte am 1. Februar einen Festakt zu ihrem Auftakt. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie aller Mitglieder der Universität. Insgesamt nahmen rund 200 Gäste an dem Festakt auf dem Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße teil.&nbsp;Glückwünsche überbrachte allen voran die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch sandte Grußworte. Professor Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, hielt einen Festvortrag.</strong></p>
<p class="MsoNoSpacing">Mit über 20.000 Studierenden und mehr als 300 Professorinnen und Professoren ist die ֱ die zweitgrößte Universität in Rheinland-Pfalz. „Die ֱ bietet ihren Studierenden ein vielseitiges und zukunftsweisendes Studienangebot sowie ein bereicherndes Campusleben“, betonen Professorin Dr. Gabriele Schaumann und Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, die gemeinsam als präsidiale Doppelspitze die ֱ leiten.<br> <br> Die Profile in Forschung und Lehre der beiden Universitätsstandorte der ֱ in Landau und in Kaiserslautern ergänzen sich hervorragend. Professor Poetzsch-Heffter erläutert dazu: „Mit einem breiten Spektrum an Ingenieurs-, Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften widmen wir uns komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Bildung. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen kann die ֱ Forschungsfragen mit einem vielseitigen Methodenspektrum zukunftsweisend durchdringen. Dies kommt auch unserer breitgefächerten Lehrkräftebildung zugute.“<br> <br> Professorin Schaumann fährt fort: „Die ֱ ist eine Universität, an der man erstklassig forschen, lehren, studieren und arbeiten kann. Aus dem gemeinsam gestalteten Zusammenschluss der beiden komplementären Einrichtungen werden sich vielfältige wissenschaftliche Synergien entfalten. Denn gerade die Forschung an den Schnittstellen der Disziplinen sowie deren innovative Vernetzung fördern Erkenntnisgewinn und Innovationen.“</p>
<p class="MsoNoSpacing">Zu dem besonderen Ort der Festveranstaltung führt die präsidiale Doppelspitze aus: „Den Auftakt der ֱ auf dem Hambacher Schloss zu feiern, bedeutet für uns zudem, an die demokratischen Werte des Hambacher Festes – Einheit, Freiheit und Souveränität – anzuknüpfen. Hinzu kommt, dass damit die ֱ erstmals an diesem bedeutsamen Ort der Pfalz in Erscheinung tritt. Sie wird ein internationaler Leuchtturm der Wissenschaft sein. Und fühlt sie sich in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung ihrer Region, der Pfalz, wie auch ihren nationalen und internationalen Kooperationspartnern verbunden.“</p>
<p class="MsoNoSpacing">Ministerpräsidentin Malu Dreyer betont die Bedeutung der ֱ: „Universitäten gestalten die Welt von morgen. Hier werden Ideen entwickelt und vorangebracht, aber auch junge Menschen qualifiziert ausgebildet. Die ֱ zeichnet sich durch exzellente Studien- und Forschungsbedingungen aus. Sie ist ein großer Gewinn für unser Land und zugleich Motor für die regionale Entwicklung. Ich gratuliere der jungen Universität und wünsche ihr für ihren künftigen Weg alles Gute.“<br> <br> Diesen Worten schloss sich Wissenschaftsminister Clemens Hoch per Grußbotschaft aus der Ferne an: „Auch ich beglückwünsche die ֱ. Die Zusammenlegung von Kaiserslautern und Landau sowie die gleichzeitige Trennung der Universität Koblenz-Landau ist in der deutschen Hochschullandschaft ein einmaliger Vorgang. Mit den beiden neuen Universitäten eröffnen sich weitere Chancen für die Vielfalt unserer modernen Hochschullandschaft. Im Süden des Landes etablieren wir mit der ֱ mit rund 160 Studiengängen, 300 Professorinnen und Professoren sowie 20.000 Studierenden eine starke Technische Universität mit großem Potenzial in der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Spitzenforschung und gleichzeitig stärken wir die Region als Wissenschaftsstandort.“</p>
<p class="MsoNoSpacing">„Was von Humboldt bleibt. Ein Konzept von gestern für die Universität von heute“ – so lautete der Titel des Festvortrags, den Professor Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, bei der Veranstaltung hielt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Impulse von Humboldts Universitätsidee – der Einheit von Forschung und Lehre in einem freien Wissenschaftssystem – für die Gegenwart ausgehen können. Gerade für eine Neugründung wie die ֱ gelte, dass eine moderne Hochschule keine Bildungsfabrik sei, sondern ein vitaler Ort der offenen Wissensvermittlung. „Ich wünsche der ֱ ebenfalls von Herzen alles Gute und Erfolg“, sagte Alt. „Einer so jungen Universität mit ihren zahlreichen Forschungsdisziplinen stehen viele Chancen und Möglichkeiten offen. Beeindruckend finde ich das, was Sie in der kurzen Zeit der Neuaufstellung bereits geleistet haben. Erste standortübergreifende Forschungsvorhaben in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Bildung zeigen mir, dass die ֱ auf einem sehr guten Weg ist. Sie wird für die nächsten Schritte gleichwohl weiterhin die Unterstützung des Landes benötigen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 19 Jan 2023 21:24:10 +0100</pubDate>
                        <title>Abschlussveranstaltung des Forschungskollegs iProcess am Umwelt-Campus Birkenfeld</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/abschlussveranstaltung-des-forschungskollegs-iprocess-am-umwelt-campus-birkenfeld</link>
                        <description>Am 17. Januar 2023 besuchte Dr. Denis Alt, Staatssekretär für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, anlässlich der Abschlussveranstaltung des Forschungskolleg iProcess den Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 17. Januar 2023 besuchte Dr. Denis Alt, Staatssekretär für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, anlässlich der Abschlussveranstaltung des Forschungskolleg iProcess den Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. </strong></p>
<p>In dem Forschungskolleg iProcess arbeiteten Forschende der Technischen Hochschule Bingen (TH Bingen), des Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) der Hochschule Trier (HS Trier) und der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ Kaiserslautern-Landau) aus den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Chemie und Thermodynamik eng zusammen, um gemeinsam Promovierende auszubilden und hoch qualifizierten, wissenschaftlichen Nachwuchs ideal für Tätigkeiten in der Industrie und der Academia vorzubereiten.</p>
<p>„Das Forschungskolleg iProcess zeigt vorbildlich, wie eine funktionierende Kooperation zwischen zwei Hochschulen für angewandte Wissenschaft und einer Universität weitere Früchte trägt. Thematisch widmet sich das Kolleg der Entwicklung verfahrenstechnischer Grundlagen, um Pilze und Cyanobakterien als Produktionsorganismen für pharmazeutisch wirkende Substanzen zu nutzen. Es zahlt somit bereits seit 2018 auf den aktuellen landespolitischen Schwerpunkt „Biotechnologie“ ein. Denn nicht erst seit der Ihnen allen bekannten Erfolgsgeschichte von BioNTech fördert das Land die Forschung und die Ausbildung von Fachkräften auf dem Gebiet der Biotechnologie. Gleichzeitig freue ich mich natürlich auch aus hochschulpolitischer Sicht, dass wir mit iProcess das erste Forschungskolleg in dieser Förderlinie und zu einem aktuellen Forschungsthema fördern konnten.</p>
<p>Seit dem Start des Förderprogramms „Forschungskollegs Rheinland-Pfalz“ werden im Zeitraum 2018 bis 2025 zehn Kollegs mit Mitteln in Höhe von insgesamt rund 6,9 Mio. Euro bezuschusst. Mehr als 60 Doktorandinnen und Doktoranden profitierten und profitieren von dieser Förderung“, sagt Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Denis Alt.</p>
<p>Durch das vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Konsortium erfolgte eine enge Verknüpfung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität Kaiserslautern-Landau, Campus Kaiserslautern, um anhand zweier Modellprozesse gemeinsam innovative Prozessstrategien zu erarbeiten.</p>
<p>„In iProcess konnten wir auf einer seit vielen Jahren bewährten Zusammenarbeit zwischen Kaiserslautern, dem UCB und der TH Bingen aufbauen!“, stellt Prof. Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung der ֱ Kaiserslautern-Landau, fest, der selbst als Arbeitskreisleiter am Forschungskolleg beteiligt war. „Die starke Vernetzung im Bereich der biotechnologischen Forschung und die kurzen Wege sind für uns klare Vorteile. Die wertvollen Erfahrungen, die wir in diesem Projekt sammeln konnten stärken insgesamt den Weg zum Biotechnologiestandort.“</p>
<p>„Durch die hervorragende Zusammenarbeit im iProcess-Forschungskolleg ist es gelungen, Promovierenden eine ideale Grundlage für eine Karriere in Industrie und Wissenschaft zu schaffen. Das übergeordnete wissenschaftliche Ziel des anwendungsorientierten Forschungskonsortiums war es, die verfahrenstechnischen Grundlagen für den Einsatz von Pilzen und Cyano-Bakterien als Produktionsorganismen für pharmazeutische Wirkstoffe zu entwickeln, wobei die Komplexität und der instationäre Charakter vieler Bioprozesse sowie die Bedeutung eines effizienten Prozess- und Energieeinsatzes berücksichtigt werden sollten.“, hob die Präsidentin der HS Trier, Prof. Dr. Dorit Schumann, bei der Begrüßung hervor.</p>
<p>Prozessentwicklungen im Bereich der chemischen, biotechnologischen und pharmakologischen Verfahren stehen vor dem Problem, dass die Komplexität der Systeme eine komplette Modellierung und Vorhersage in der Regel nicht ermöglicht. Im Falle der Übertragung eines Prozesses aus dem Labor in den Produktionsmaßstab kommt erschwerend hinzu, dass beim Scale-Up nicht alle Parameter gleichermaßen übertragen werden können, da sich größenabhängige Faktoren mal im Nenner und mal im Zähler wichtiger Prozesskennzahlen befinden. Es ist somit nur ein Scale-up möglich, welches möglichst viele Kennzahlen berücksichtigt, aber eben nicht alle gleichermaßen.</p>
<p>Neben den physikalisch fundierten sowie den aus Dimensionsbetrachtungen gewonnenen Gleichungen werden insbesondere in der Bioverfahrenstechnik auch viele empirische Gleichungen verwendet. Hinzu kommt, dass sehr häufig stationäre Zustände angenommen werden, obwohl viele Prozesse instationär in der absatzweisen Betriebsweise (sog. Batch-Prozess) ablaufen. Es ist daher wesentlich, den Verfahrensingenieur:innen bereits in der Ausbildung nachhaltig zu vermitteln, dass ein Zusammenspiel all dieser Effekte von größter Bedeutung für einen effizienten Produktionsprozess ist. Auch die Frage nach effizienten Methoden zur Aufarbeitung des Produktes muss zu Beginn einer Prozessentwicklung gestellt werden. Hier können u. a. Methoden des Molecular Modellings helfen, um Prozessstrategien zu entwerfen, die bei minimalem Energieaufwand maximale Performance ermöglichen.</p>
<p>„Das Forschungskolleg hat die Vernetzung der TH Bingen mit den beiden kooperierenden Hochschulen nachhaltig vertieft und auch zahlreichen Studierenden im Rahmen von Praxismodulen eine Vertiefung im Bereich der Produktion antimikrobieller Wirkstoffe ermöglicht. Die Forschungsarbeiten führten zu einem respektablen wissenschaftlichen Output und bereits auch zu neuen gemeinsamen wissenschaftlichen Forschungsvorhaben. Es freut mich daher sehr, dass wir nun mit dem kürzlich gestarteten Forschungskolleg ParaMorphoPharm eine Kontinuität in dieser Vernetzung etablieren konnten.“, so die Präsidentin der TH Bingen Prof. Dr. Antje Krause.</p>
<p><em>Quelle: Umwelt-Campus Birkenfeld</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 17 Jan 2023 12:42:20 +0100</pubDate>
                        <title>Aufbau eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Sport, Gesundheit, Technologie und Digitalisierung“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) wird gefördert</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/aufbau-eines-berufsbegleitenden-masterstudiengangs-sport-gesundheit-technologie-und-digitalisierung-an-der-rheinland-pfaelzischen-technischen-universitaet-kaiserslautern-landau-rptu-wird-gefoerdert</link>
                        <description>Pressemeldung des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die ֱ erhält im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF+) und mit einer Ko-Finanzierung des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium Fördermittel im Umfang von 268.000 Euro für den Aufbau eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Sport, Gesundheit, Technologie und Digitalisierung“ am Distance and Independent Studies Center (DISC).</strong></p>
<p>„Die Einrichtung dieses Studiengangs trägt der digitalen Arbeitsmarkttransformation im Gesundheitswesen Rechnung. Durch digitalgetriebene Effizienzsteigerung, z.B. in Diagnostik und Analyse von Gesundheitsdaten oder technologische Innovationen im Bereich von Trainingsgeräten und Diagnostikverfahren können digitale Technologien und Lösungen nachhaltige Entwicklungen im Bereich der Gesundheit unterstützen und beschleunigen“, sagte Wissenschaftsstaatsekretär Dr. Denis Alt.<br> <br> So kann Künstliche Intelligenz (KI) zum Beispiel dabei helfen, die Wirbelsäule bei Rückenleiden individuell zu analysieren. „Mit verschiedenen Partnern arbeiten wir derzeit an einem KI-Verfahren, mit dem sich Fehlstellungen und -belastungen des Rückens effizienter beobachten lassen“, sagt Professor Dr. Michael Fröhlich, der die Arbeitsgruppe Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegungs- und Trainingswissenschaft an der ֱ leitet. „Solchen digitalen Techniken trägt der neue Studiengang Rechnung. Die ֱ profitiert dabei insbesondere von der Kooperation unseres Fernstudienzentrums DISC und den beteiligten Fachbereichen, sodass wir maßgeschneiderte Master-Fernstudiengänge entwickeln können.“<br> <br> Der Studiengang richtet sich insbesondere an Absolventinnen und Absolventen von sport- und gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen, Beschäftigte im Sport-, Gesundheits-, Fitness- und Wellnessbereich sowie Physio-, Logo- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten und nimmt u.a. die Themenfelder Digitalisierung und Sensorik, technologische Innovationen im Fitness- und Gesundheitsmarkt sowie e-Health in den Blick. Klassische Arbeitsfelder wie Training im Breiten- und Leistungssport, Gesundheitsmanagement im Rehabilitations- und Gesundheitssektor bis hin zu Sportmedien, -technik, -entwicklung oder -informatik sind substanziell neuen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, wodurch sich neue Kompetenz- und Qualifikationserfordernisse ergeben.<br> <br> Die ֱ wird die bereits vorhandenen Kooperationen mit Industrie und assoziierten Firmen, fitness- und gesundheitsorientierten Praxen und Rehabilitationseinrichtungen und Verbänden wie Landessportbund-Pfalz und Sportbund Pfalz aus der Region weiter ausbauen und zum wissenschaftlichen und sportpraktischen Austausch, für Praktika und die Bereitstellung von Themen für Qualifikationsarbeiten einsetzen. Als Netzwerk zum organisierten Sport dienen sie außerdem zum Einstieg in potenzielle und regionale Tätigkeitsfelder.</p>
<p><br> <strong>Hintergrund:</strong><br> Der Europäische Sozialfonds (ESF+) stellt in der Förderperiode 2021-2027 Mittel zur Entwicklung berufsbegleitender Studiengänge sowie zur Entwicklung von Unterstützungsangeboten für berufsbegleitende Studiengänge zur Verfügung. Diese Mittel werden ergänzt vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz. Insgesamt stehen in diesem Förderinstrument bis 2027 3,05 Millionen Euro für die Förderung berufsbegleitender Studiengänge zur Verfügung.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 09:16:38 +0100</pubDate>
                        <title>Studie zur Toxizität von Pestiziden in Deutschland sieht Handlungsbedarf</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/studie-zur-toxizitaet-von-pestiziden-in-deutschland-sieht-handlungsbedarf</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pestizidrisiken in Deutschland haben sich über die vergangenen 25 Jahre deutlich geändert, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) in einer kürzlich veröffentlichten Studie berichten. Die Risiken für Landwirbeltiere nahmen in dieser Zeit ab, die für Fische, Landpflanzen und Bodenorganismen gleichzeitig aber zu. Für andere Organismengruppen gab es keinen eindeutigen Trend. Diese Erkenntnisse sind laut des Forschungsteams insbesondere angesichts des Plans der Europäischen Union (EU) von Bedeutung, Pestizidrisiken bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.</strong></p>
<p>Wollen die Länder der EU das Ziel erreichen, muss gehandelt werden: „Um Pestizidrisiken auf nationaler oder kontinentaler Ebene zu reduzieren, kann man zum Beispiel geringere Mengen Pestizide einsetzen oder eine gleichbleibende Menge durch weniger toxische Pestizide ersetzen“, erläutert Sascha Bub, Hauptautor der Studie, deren Grundannahme. Basierend auf dieser Annahme haben die Landauer Forscher eine einfache Methode zur Risikoabschätzung entwickelt: „Multipliziert man für jedes in einem Jahr in einem Land genutzte Pestizid dessen angewendete Menge und dessen Toxizität miteinander und summiert danach die Multiplikationsprodukte auf, erhält man über mehrere Jahre wiederholt einen groben Indikator, wie sich Pestizidrisiken entwickeln. Wir nennen diesen Indikator ‚ausgebrachte Gesamttoxizität‘“, erläutert Bub. Die spezifische Toxizität von Pestiziden gegenüber verschiedenen Organismengruppen unterscheidet sich dabei sehr stark, manchmal um das Milliardenfache. Manche Pestizide sind besonders giftig für Bestäuber, andere dagegen für Bodenorganismen oder Pflanzen. Deswegen haben die Autoren der Studie die ausgebrachte Gesamttoxizität für 292 Pestizide, die zwischen 1995 und 2019 in Deutschland angewendet wurden, für acht Organismengruppen getrennt berechnet und haben dabei 1889 Schwellenwerte aus dem EU-Zulassungsverfahren für Pestizide verwendet.</p>
<p>Das Ergebnis: In Deutschland hat die ausgebrachte Gesamttoxizität über die vergangenen 25 Jahre nur für Landwirbeltiere abgenommen, während sie zur gleichen Zeit für Fische, Landpflanzen und Bodenorganismen zunahm. „Die Zunahme bei den Bodenorganismen verdient Beachtung, denn diese sind maßgeblich an der Aufrechterhaltung der Bodenqualität beteiligt. Zunehmende Risiken für Bodenorganismen könnten sich langfristig auch auf die landwirtschaftliche Produktivität auswirken“, so Bub. Die Zunahme bei den Fischen sei ebenfalls bemerkenswert, da es seit vielen Jahren starke Bemühungen gäbe, die Toxizität von Pestiziden gegenüber Wirbeltieren, also auch Fischen, zu verringern, und sich ein entsprechend abnehmender Trend auch in einer Vorgängerstudie für die USA gezeigt hatte.</p>
<p><strong>Methoden zur Beurteilung der Risikoverminderung müssen verbessert werden</strong></p>
<p>Die Studie diskutiert ihre Ergebnisse auch in Bezug auf die EU-Verordnung zur nachhaltigen Nutzung von Pestiziden. Diese sieht eine Reduzierung von Pestizidrisiken um 50 Prozent bis 2030 vor. „Jedes Ziel zur Risikoverminderung benötigt Indikatoren, um dessen Erfolg zu beurteilen“, bemerkt Ralf Schulz, Mitautor der Studie. „Wir haben den harmonisierten Risikoindikator der EU mit der ausgebrachten Gesamttoxizität verglichen, um zu verstehen, warum der EU-Risikoindikator entgegen unserer Ergebnisse ein sinkendes Risiko anzeigt.“ Die Wissenschaftler bemängeln, dass der EU-Risikoindikator nicht zwischen verschiedenen Organismengruppen unterscheidet und einzelne Pestizide fixen Risikokategorien zuordnet, anstatt deren spezifische Toxizität gegenüber einzelnen Organismengruppen zu berücksichtigen. Aus Sicht der Landauer Wissenschaftler ist der EU-Indikator daher als Risikoindikator ungeeignet. „Bei der Anwendung des harmonisierten Risikoindikators bleibt ein wesentlicher Faktor für Pestizidrisiken, nämlich Toxizität, unberücksichtigt“, betont Schulz. Dieser Indikator spiegelte nicht wider, dass manche Pestizide zunehmend toxisch auf einzelne Organismengruppen wirken. Außerdem ist er in einer Weise angelegt, so Schulz, die dazu führe, dass eine bloße Neukategorisierung von Pestiziden bereits zu einem sinkenden Trend führen kann. „Die EU hat sich ambitionierte Ziele zur Minderung von Pestizidrisiken gesetzt. Die Methoden, mit denen das Erreichen dieser Ziele überwacht wird, sollten so fundiert wie möglich sein.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Studie</strong></p>
<p>Bub, S., Wolfram, J., Petschick, L.L., Stehle, S., Schulz, R. (2023) Trends of total applied pesticide toxicity in German agriculture. Environmental Science &amp; Technology. https:doi.org/10.1021/acs.est.2c07251</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fachlicher Ansprechpartner:</strong><br> Prof. Dr. Ralf Schulz<br> ֱ Kaiserslautern-Landau<br> iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften<br> Tel.: 06341 280-31327<br> E-Mail: r.schulz@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br> ֱ Kaiserslautern-Landau<br> ԾäٲǳܲԾ첹پǲ<br> Kerstin Theilmann<br> Tel.: 06341 280-32219<br> E-Mail:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="nbjmup+lfstujo/uifjmnbooAvoj.mboebv/ef" data-mailto-vector="1" title="mailto:kerstin.theilmann@uni-landau.de">kerstin.theilmann@rptu.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 13 Jan 2023 08:13:00 +0100</pubDate>
                        <title>Wissenschaftsstaatssekretär Denis Alt überreicht 1,1 Millionen Euro für Biotechnologie, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Nanotechnologie an die ֱ Kaiserslautern-Landau</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/wissenschaftsstaatssekretaer-denis-alt-ueberreicht-11-millionen-euro-fuer-biotechnologie-kuenstliche-intelligenz-nachhaltigkeit-und-nanotechnologie-an-die-rptu-kaiserslautern-landau</link>
                        <description>Pressemeldung des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wissenschaftsministerium stellt der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) insgesamt 1,1 Millionen Euro zur Verfügung, um ihre Geräteausstattung für Forschung in den Bereichen Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit zu verbessern. Ziel ist es, ihre Wettbewerbsposition zu stärken und so ihre nationale und internationale Wettbewerbsposition langfristig weiter zu festigen. </strong><br> <br> „Die ֱ Kaiserslautern-Landau ist mit ihren Forschenden einer der wichtigen Orte in Rheinland-Pfalz für innovative Forschung in den Bereichen Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Sie ist eine Ideenschmiede für neue Forschungsansätze. Mit der zusätzlichen Landesförderung für einen Ausbau der Geräteausstattung in Kaiserslautern leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Stärkung ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbsposition, sondern auch zur Stärkung des Forschungsstandorts Rheinland-Pfalz“, so Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Denis Alt.<br> <br> „Als einzige Technische Universität im Land forscht die ֱ in gesellschaftlich hochrelevanten Gebieten. Wir versuchen, Antworten und Lösungen auf komplexe Herausforderungen zu finden wie beispielsweise zum Klimawandel und zur Digitalisierung, aber auch zur Entwicklung neuer Medikamente oder zum nachhaltigen Bauen“, sagt Professor Dr. Arnd Poetzsch-Heffter, der gemeinsam mit Professorin Dr. Gabriele Schaumann die präsidiale Doppelspitze der ֱ bildet. „Wir danken dem Land für die finanzielle Unterstützung. Die neuen Forschungsgeräte sind essenziell, um unsere Forschung voranzubringen.“<br> <br> Die Förderung der 13 Einzelmaßnahmen kommt beispielsweise Forschungsfragen zu Gute, die sich aus der rasanten Weiterentwicklung der biologischen Forschung und der Biotechnologie ergeben, u. a. bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe. Dort fallen große Datenmengen an, die durch den Einsatz zeitgemäßer Methoden der Künstlichen Intelligenz auf entsprechend leistungsfähiger Computerhardware zu analysieren sind. Um mehr über Ursachen von Krebs zu erfahren sind Kenntnisse der Defekte nötig, die bei der Teilung von Zellkernen entstehen. Hier bedarf es einer leistungsfähigen Bildgebung von Zellen, die nun durch die geplante Erweiterung der entsprechenden Mikroskopie möglich wird.<br> <br> Im Bereich der Forschung zur Nachhaltigkeit ist u. a. die kreislaufeffiziente Bauweise mit Holz ein Markenzeichen der Universität. Voraussetzung ist, das Bauteile und Bauelemente rückbaubar und dann wiederverwertbar sind. Zur mikro- und makroskopischen Untersuchung der Holzstruktur bedarf es daher einer entsprechenden Mikroskopie. Forschende widmen sich auch dem Thema der Energieeinsparung bei der Kühlung von Gebäuden beispielsweise durch dimmbaren Fensterscheiben. Hier können durch den Einsatz von Methoden der Nanotechnologie und unter Einbindung von Infrarot- und optischer Spektroskopie zur Analyse, neue Einblicke entstehen, welche Oberflächeneigenschaften Fensterscheiben aufweisen müssen, um gewünschte Effekte auf die Temperatursteuerung von Innerräumen zu erhalten.<br> <br> Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Rheinland-Pfalz zu einem führenden Standort in der Biotechnologie zu entwickeln und in diesem Zusammenhang die lebenswissenschaftliche Forschung zu stärken. Dabei soll das Momentum der weltweiten Sichtbarkeit des Wissenschafts- und Biotechnologiestandortes Mainz insbesondere durch die Erfolge der Firma BioNTech genutzt werden. Künstliche Intelligenz (Kl) ist eine weitere Schlüsseltechnologie, die das Potential besitzt, wichtige Beiträge zur Lösung aktueller Herausforderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft beizsteuern. Für die zukünftige Konkurrenzfähigkeit des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz wird es daher von zentraler Bedeutung sein, zu Innovationstreibern und Nutzern dieser Technologie zu gehören. Deshalb verfolgt das Land, basierend auf den heutigen Stärken in beiden Bereichen, eine gezielte, zukunftsorientierte Weiterentwicklung dieser Schlüsseltechnologie in der Erforschung und Anwendung. Auch im Bereich der Forschung zur Nachhaltigkeit und zur Nanotechnologie sind wichtige Beiträge zu erwarten.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 11 Jan 2023 12:38:44 +0100</pubDate>
                        <title>Standorte für die industrielle Wasserstoffproduktion ausweisen: ֱ beteiligt an Erstellung eines Potenzial-Atlas</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/standorte-fuer-die-industrielle-wasserstoffproduktion-ausweisen-rptu-beteiligt-an-erstellung-eines-potenzial-atlas</link>
                        <description></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, und weitere Partner im Projekt »PoWerD« erstellen einen Potenzial-Atlas, der geeignete Standorte für Power-to-Hydrogen (PtH2)-Anlagen in Deutschland ab 2024 darstellt und bewertet. Der Potenzialatlas wird frei zugänglich im Internet veröffentlicht werden und soll den Ausbau der Elektrolysetechnologie beschleunigen. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) bringt ins Projekt ihre Expertise in der Siedlungswasserwirtschaft ein und untersucht, wie die bei der Wasserstofferzeugung gebildeten Koppelprodukte Sauerstoff und Wärme anschließend in Kläranlagen eingesetzt werden können.</strong><br> <br> Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse im Power-to-Hydrogen-Verfahren gilt als einer der zentralen Bausteine für eine umfassende Kopplung der unterschiedlichen Sektoren des Energiesystems. Gemeint sind die Sektoren der Energiewirtschaft – also Elektrizität und Wärmeversorgung – sowie der Verkehrs- und Industriesektor. Wasserstoff ist das Bindeglied zwischen den Sektoren: Er kann Energie speichern und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen, ist leicht zu transportieren und ersetzt fossile Brennstoffe und Chemikalien.<br> <br> »Der Potenzialatlas enthält nach Fertigstellung Karten, aus denen das Potenzial für die Errichtung von PtH2-Anlagen in Deutschland in unterschiedlichen Szenarien und Geschäftsmodellen hervorgeht. Diese Karten können anschließend von Unternehmen zur Identifikation geeigneter Anlagenstandorte verwendet werden.«, sagt Jochen Behrens, der das Projekt federführend am Fraunhofer ISE leitet und koordiniert.<br> <br> <strong>Standortwahl und deren Gewichtung</strong><br> Als wichtigster Einflussfaktor für die Wahl des Standorts einer Elektrolyseanlage wird bislang die Verfügbarkeit von preisgünstigem Strom gesehen. In diesem Projekt sollen darüber hinaus weitere Einflussfaktoren auf die Standortwahl von PtH2-Anlagen systematisch für das gesamte Bundesgebiet erfasst und deren Relevanz bewertet werden.<br> <br> Berücksichtigt werden zum Beispiel die Nutzungspotenziale des produzierten Wasserstoffs sowie der zusätzlich entstehenden Koppelprodukte Sauerstoff und Wärme.<br> <br> Der bei der Aufspaltung des Wassers entstehende Sauerstoff lässt sich anschließend in Kläranlagen einsetzen. Dort kann er beispielsweise die energieintensive Belüftung ersetzen oder ergänzen und darüber hinaus als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Ozon dienen. Dessen Einsatz gewinnt bei der Entfernung von Spurenstoffen, etwa Medikamentenrückständen, zunehmend an Bedeutung. Hier kommen die Forschenden des Fachgebiets „Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung“ (Leitung: Professor Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz) an der ֱ ins Spiel. Sie erstellen standortspezifische Nutzungskonzepte, indem sie die diesbezüglichen Voraussetzungen aller Kläranlagenstandorte deutschlandweit analysieren, datenbasiert Potenziale ausloten und abschließend Fallbeispiele ausarbeiten.<br> „Auch die Abwärme, die während der Elektrolyse entsteht, findet Verwendung: Diese kann in Wärmenetze sinnvoll eingebunden werden. Allerdings ist dafür die räumliche Nähe eine entscheidende Voraussetzung«, erklärt Behrens. Ein weiterer Fokus bei der Potenzialerhebung von PtH2-Anlagen liegt beim Bedarf nach zusätzlichen, flexiblen Lasten in Stromübertragungsnetzen. Die erhobenen Daten werden in einem Tool zusammengeführt. Dabei sollen - räumlich aufgelöst - Potenziale für die Errichtung von Elektrolyseanlagen identifiziert und bewertet werden.<br> Heterogen verteilte Kompetenzen<br> <br> Am Projekt beteiligt sind neben dem Fraunhofer ISE als Projektkoordinator die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) und die Hochschule Flensburg, der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband e.V., Green Planet Energy, ein bundesweiter Energieversorger, das auf Wasserstoffmobilität spezialisierte Ingenieurbüro PLANET sowie Greenventory, ein Spin Off des Fraunhofer ISE und des Karlsruher Institut für Technologie. Damit verfügt das Konsortium über weitreichende und breit verteilte Kompetenzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das Projekt mit knapp 2,5 Millionen Euro.<br> <br> Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts: .</p>
<p><strong>Pressekontakt</strong><br> Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz<br> Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung (rewa)<br> <br> Tel.: +49 631 205-2944<br> E-Mail: heidrun.steinmetz@bauing.uni-kl.de<br> Dipl.-Ing. Oliver Gretzschel<br> Fachgebiet Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung (rewa)<br> Tel.: +49 631 205-3831<br> E-Mail: oliver.gretzschel@rptu.de</p>
<p>+++<br> Über die ֱ<br> Seit 1. Januar 2023 bilden die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität in Landau die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau. Mit über 20.000 Studierenden und mehr als 300 Professorinnen und Professoren ist die ֱ die zweitgrößte akademische Einrichtung des Landes. Als Ort internationaler Spitzenforschung und akademische Talentschmiede der Wirtschaft und Wissenschaft bietet die ֱ exzellente Studien- und Forschungsbedingungen sowie ein weltoffenes Umfeld. Die ֱ ist zudem Innovations- und Transferpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer an der ֱ studiert, lernt, forscht oder arbeitet, ist Teil einer lebendigen Universitätsgemeinschaft und gestaltet die Welt von morgen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 11 Jan 2023 11:50:15 +0100</pubDate>
                        <title>Mit ELCH zum lokal emissionsfreien Reisebus: ֱ bringt Expertise in Aerodynamik und Leichtbau ein</title>
                        <link>/newsroom/pressemitteilungen/detail/news/mit-elch-zum-lokal-emissionsfreien-reisebus-rptu-bringt-expertise-in-aerodynamik-und-leichtbau-ein</link>
                        <description>Daimler Buses hat zusammen mit renommierten Partnern das Vorhaben „ELCH“ (Electrified Coach) gestartet. Ziel ist es, praxisgerechte und wirtschaftliche vollelektrisch angetriebene Reisebusse zu entwickeln. Der ganzheitliche Ansatz bezieht alle Aspekte vom Energieverbrauch bis zur Fertigung ein. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) befasst sich mit zwei Projektbausteinen, die für den Energieverbrauch und damit auch die Reichweite des Fahrzeugs entscheidend sind: Der aerodynamischen Optimierung der Außenhülle sowie der Gewichtsoptimierung durch neue Leichtbaukonzepte. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daimler Buses hat zusammen mit renommierten Partnern das Vorhaben „ELCH“ (Electrified Coach) gestartet. Ziel ist es, praxisgerechte und wirtschaftliche vollelektrisch angetriebene Reisebusse zu entwickeln. Der ganzheitliche Ansatz bezieht alle Aspekte vom Energieverbrauch bis zur Fertigung ein. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (ֱ) befasst sich mit zwei Projektbausteinen, die für den Energieverbrauch und damit auch die Reichweite des Fahrzeugs entscheidend sind: Der aerodynamischen Optimierung der Außenhülle sowie der Gewichtsoptimierung durch neue Leichtbaukonzepte. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.</strong><strong> </strong></p>
<p>Stadtbusse mit vollelektrischem Antrieb, wie der Mercedes-Benz eCitaro, gehören inzwischen zum gewohnten Straßenbild in vielen deutschen und europäischen Städten. Anders elektrisch angetriebene Reisebusse. Ihre Entwicklung ist ungleich schwieriger, sind doch für den Einsatz in der Praxis zahlreiche hohe Hürden zu überwinden. Unabdingbar und teils gegensätzlich sind Anforderungen an große Reichweite im Fernverkehr, Flexibilität im Einsatz, Zwischenladungen für Batterien, hohe Zuladung und der Raumbedarf für Fahrgäste und Gepäck. Bisher ist es noch keinem Bushersteller gelungen, einen batterieelektrischen Reisebus zu entwickeln, der praxistaugliche Reichweiten und Verfügbarkeit für ein breites Spektrum der Einsatzbedingungen abdeckt.</p>
<p>Daimler Buses geht diese Aufgabe an und plant ab dem Ende dieses Jahrzehnts mit seinen Marken Mercedes-Benz und Setra vollelektrisch angetriebene Reisebusse anzubieten. Zur Beschleunigung der Entwicklung hat sich das Unternehmen mit renommierten Forschungsinstituten und Praktikern aus der Branche zum Projekt ELCH zusammengeschlossen. Ziel des Kooperationsprojekts ist die Entwicklung eines modular aufgebauten Antriebsstrangs einschließlich zweier emissionsfreier und praxisgerechter Demonstrations-Fahrzeuge in den kommenden vier Jahren. Sie werden im Anschluss unter realen Einsatzbedingungen erprobt.</p>
<p><strong>Ziel: praxisgerechte und wirtschaftliche vollelektrisch angetriebene Reisebusse</strong></p>
<p>Die Akzeptanz der Technologie hängt maßgeblich von deren Eignung in der Praxis ab. Sie wird im Vorhaben erstmals systematisch erfasst und dient als Referenzmaß für die Auslegung der Antriebsstränge. Der Bauraum der Fahrzeuge soll so weit wie möglich den heutigen Dieselbussen entsprechen. Außer deren Reichweite sind der Erhalt von Fahrgastkapazität inklusive der Zuladung für das Reisegepäck wichtige Voraussetzungen für den Erfolg von E‑Reisebussen. Neben dem Antriebsstrang und der Batterietechnologie messen die Projektpartner den Themen Aerodynamik und Leichtbau eine wesentliche Rolle bei.</p>
<p>Hier kommt die ֱ ins Spiel. Forschende am „Lehrstuhl für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen“ (SAM, Leitung: Prof. Dr.-Ing. Martin Böhle) untersuchen mittels moderner Simulationsmethoden und Experimenten im Windkanal, wie sich der Luftwiderstand der Außenhülle des Busses reduzieren lässt. Parallel beschäftigt sich das „Institute for Mechanical and Automotive Design“ (iMAD, Leitung:&nbsp; Prof. Dr.-Ing. Roman Teutsch) mit Leichtbaukonzepten, um das zusätzliche Gewicht der Batterien und anderer elektrischer Komponenten auszugleichen. Dabei nutzen die Forschenden innovative Methoden, wie etwa die computergestützte Topologie-Optimierung, zur Ermittlung leichtbauoptimierter Strukturen in den verschiedenen Fahrzeugbaugruppen. Beide Themenfelder haben einen maßgeblichen Einfluss auf den Energieverbrauch und damit auch die Reichweite des elektrifizierten Reisebusses.</p>
<p>„Als Technische Universität verstehen wir uns als Wegbereiter für den technologischen Fortschritt. Daher freuen wir uns, unser Expertenwissen in den Disziplinen Leichtbau und Aerodynamik ins Projekt ELCH einzubringen und so zur Entwicklung zukünftiger Fahrzeuggenerationen beizutragen“, unterstreichen die Professoren Böhle und Teutsch.</p>
<p><strong>Ganzheitlicher Ansatz: vom Energieverbrauch bis zur Fertigung</strong></p>
<p>Weitere Forschungsaufgaben betreffen die Wirtschaftlichkeit der resultierenden Fahrzeugkonzepte aus Sicht der Betreiber. Es gilt, diese zu bewerten und in der Konzeptdefinition zu berücksichtigen. Ziel ist es, kosteneffiziente Konzepte für einzelne Fahrzeuge und ganze Flotten von elektrisch angetriebenen Reisebussen für die verschiedenen Einsatzprofile zu identifizieren.</p>
<p>Dabei verfolgen die Partner im Projekt einen ganzheitlichen Ansatz. Zunächst wird in einer Konzeptphase im Modellversuch ein modular aufgebauter Antriebsbaukasten mit Blick auf Energieverbrauch, Reichweite, Fahrleistung und Batterielebensdauer untersucht. Dabei werden Synergien zu Komponenten aus dem Lkw-Bereich von Daimler Truck beachtet.</p>
<p>In die Ergebnisse fließen im zweiten Schritt Faktoren, wie die Gesamtkosten, Umweltwirkung und die mögliche Integration in bestehende Betriebskonzepte von Busunternehmen, ein. Auf Basis der Konzeptbewertung werden sodann zwei Prototyp-Antriebsstränge entwickelt und in Demonstrator-Fahrzeuge integriert. Damit erfolgt eine Erprobung unter realen Einsatzbedingungen.</p>
<p>Die Erkenntnisse aus dem Aufbau der Demonstrationsfahrzeuge bilden die Grundlage für die Planung kostengünstiger Produktions- und Montageprozesse elektrisch angetriebener Reisebusse. Dies ermöglicht in Kombination mit dem modular aufgebauten Produktansatz einen schnellen Produktionsanlauf.</p>
<p><strong>Projektpartner: Forscher und Praktiker arbeiten Hand in Hand</strong></p>
<p>Koordinator des öffentlich geförderten Projekts ist Daimler Buses. Neben der ֱ zählen zu den Projektpartnern ebenso das Karlsruher Institut für Technologie (ITIV – Institut für Technik der Informationsverarbeitung), die Universität Mannheim (MISES – Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies) und der Betreiber Flix SE. Der enge Schulterschluss der beteiligten hochkompetenten Projektpartner sichert – unterstützt durch die öffentliche Hand – eine ebenso rasche wie praxisgerechte Entwicklung auf dem Weg zum vollelektrisch angetriebenen Reisebus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Projekt ELCH wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Das zugehörige Förderkennzeichen lautet: 01MV22010.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakt</strong></p>
<p>Prof. Dr.-Ing. Roman Teutsch<br> Institute for Mechanical and Automotive Design (iMAD)<br> Tel.: +49 631 205-3221<br> E-Mail: r.teutsch@rptu.de</p>
<p><br> Prof. Dr.-Ing. Martin Böhle<br> Lehrstuhl für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen (SAM)<br> Tel.: +49 631 205-2769<br> E-Mail: boehle@rptu.de</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 10 Jan 2023 08:20:00 +0100</pubDate>
                        <title>Kompetenzzentrum der Arbeitsforschung für Rheinland-Pfalz und das Saarland unter Leitung des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA) gestartet</title>
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit zehn Millionen Euro das Projekt „Transformation im Zukunftskorridor Saar-Pfalz gestalten: Werteorientiertes Arbeiten und Lernen in der Kreislaufwirtschaft“ (KOMATRA)</strong></p>
<p>Umbrüche und Wandlungsprozesse in den regionalen Wirtschaftsstrukturen im Saarland und in Rheinland-Pfalz stellen die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Dies betrifft sowohl Branchen, die einem Strukturwandel unterliegen, wie etwa im Automobilsektor, also auch besonders dynamische Wachstumsbranchen, etwa die Medizintechnik. Arbeiten und Lernen müssen neu gedacht, vorausschauend, dynamisch und an den spezifischen Voraussetzungen von Unternehmen und Mit-arbeitenden ausgerichtet werden, um zukunftsfähiges Wirtschaften zu gewährleisten. Den Ankerpunkt für diese Transformation bilden Werte als Kern von Kompetenzorientierung und Arbeitsgestaltung. Exemplarisch dafür steht die Nachhaltigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive. Orientiert am Beispiel der Kreislaufwirtschaft werden im Rahmen von KOMATRA neue Formen des Arbeitens, des Lernens sowie der Regionalität nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnis-se und in Kooperation mit regionalen Unternehmen erprobt. Damit bietet das Kompetenzzentrum der Arbeitsforschung Unternehmen in der Zielregion Saar-Pfalz eine Orientierung bei der Neuausrichtung ihrer Arbeitsprozesse und Geschäftsmodelle.<br> <br> Mit dem Kompetenzzentrum wird der Bereich der Arbeitsforschung am Standort Kaiserslautern weiter gestärkt und baut damit sein Alleinstellungsmerkmal in Rheinland-Pfalz weiter aus. Das ITA, als An-Institut der ֱ, forscht seit über 25 Jahren zur zukunftsorientierten Gestaltung der Arbeit und begleitet Unternehmen, Non-Profit- und öffentliche Organisationen in diesem Prozess. Im Rahmen der wissenschafltichen Leitung des Instituts durch Professor Dr. Matthias Rohs wird dabei das Zusammenwirken von Arbeit, Digitalisierung und Weiterbildung betont. Sein Lehrstuhl für Erwachsenenbildung ist im Rahmen des Kompetenzzentrums für die konzeptionelle Gestaltung werteorientierten Lernens sowie den Transfer in die akademische Aus- und Weiterbildung an der ֱ verantwortlich.<br> Die Ergebnisse des Projekts werden über Transformationscoaches, öffentliche Veranstaltungen, sozialpartnerschaftliche sowie branchenübergreifende Fachtagungen verbreitet. Die Entwicklung von Lernangeboten und Arbeitsgestaltungsansätzen ist eingebettet in ein interdisziplinäres Forschungsdesign, das außerdem gewinnbringende wissenschaftliche Erkenntnisse in den Feldern der Arbeitsforschung, Erziehungs-wissenschaft, Technikentwicklung und Kreislaufwirtschaft hervorbringen wird.<br> <br> <strong>Hintergrund: Zukunft der Wertschöpfung: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung</strong><br> Mit KOMATRA eröffnet das Bundesministerium (BMBF) die zweite Förderrunde der Regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung. In deren Fokus stehen die Themen „Gesundheit“, „Führung“ und „Kreislaufwirtschaft“. Mit den Regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung verfolgt das BMBF das Ziel, die Arbeitsforschung enger mit der Arbeitsgestaltung in der betrieblichen Praxis sowie der Hochschulausbildung zu verzahnen. Mit dem Fokus auf die Stärken ihrer jeweiligen Regionen sollen die Kompetenzzentren als zentrale Anlaufstelle in der Wissenschaft etabliert werden, um Forschung gezielt auf die Herausforderungen in den regionalen Arbeitswelten auszurichten und den Transfer in die betriebliche Praxis und die Breite der Gesellschaft zu unterstützen.<br> <br> Das Projekt KOMATRA wird im Rahmen des Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Zukunft der Wertschöpfung: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung“ mit rund zehn Millionen Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren gefördert und vom Projektträger Karlsruhe begleitet.<br> <br> <strong>Zusammenarbeit im interdisziplinären Projektverbund</strong><br> Die Leitung des Projekts KOMATRA übernimmt Professor Dr. Matthias Rohs, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Technologie und Arbeit e.V. (ITA) und Inhaber des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern Landau (ֱ). Neben dem ITA und der ֱ sind weitere geförderte Partnereinrichtungen das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) e.V., die Hochschule Trier mit dem Umwelt Campus Birkenfeld, das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) gGmbH, das AWS-Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH, saarland.innovation&amp;standort e.V. und Arbeit und Leben gGmbH sowie die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Gutenberg Health Hub. Als geförderte Unternehmens- und Anwendungspartner sind Lohmann &amp; Rauscher GmbH &amp; Co. KG, Baldus Medizintechnik GmbH, die Wellgo Gruppe, ISL Innovative System Logistik GmbH und Woll Maschi-nenbau GmbH im Projekt.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br> Prof. Dr. Matthias Rohs<br> Fachbereich Sozialwissenschaften<br> Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern Landau<br> matthias.rohs@rptu.de</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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